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Saunabaden
baden

Medizinische Wirkungen - Saunabaden im Winter - Goldene Regeln - Generation 50plus

Saunabaden - zwei Definitionen

1. Saunaraum
Der Saunaraum ist ein Raum aus Holz mit aufsteigenden Stufenbänken und mit dem durch einen typischerweise steingefüllten Saunaofen festgelegten Raumklima von etwa 80 bis 105 Grad Celsius ca. 100 cm über der obersten Bank, sowie einer geringen Luftfeuchtigkeit, welche durch Aufgüsse kurzfristig erhöht werden kann.

2. Saunabad
Das Saunabad ist ein gesundheitsförderndes und entspannendes Heißluftbad, in dem Überwärmung und Abkühlung miteinander abwechseln. Dabei wird in einem Raum aus Holz, mit einem typischen Klima von etwa 80 bis 105 Grad Celsius ca. 100 cm über der obersten Bank, sowie einer geringen, durch Aufgüsse kurzfristig erhöhten Luftfeuchte, der ganze Körper mehrmalig erwärmt und anschließend durch Außenluft und kaltes Wasser abgekühlt.

Medizinische Wirkungen

Das Saunieren soll vor allem der Abhärtung gegen Erkältungskrankheiten dienen und kann auch bei einigen Erkrankungen als therapeutische Anwendung genutzt werden, beispielsweise bei Störungen des vegetativen Nervensystems. Es ist jedoch unklar, ob diese Effekte jemals in einer medizinischen Studie nachgewiesen wurden.

Die Erhöhung der Körpertemperatur auf bis zu 39 °C[3] während der Schwitzphase (künstliches Fieber) bewirkt innerhalb des Körpers dasselbe, was auch ein echtes Fieber bewirkt, nämlich eine Zerstörung von Krankheitserregern durch erhöhte Temperatur.

Die Abfolge von Hitze mit dem anschließenden Kaltbad entspannt die Muskulatur und hat neben einigen physiologischen Effekten wie der Senkung des Blutdrucks, Anregung des Kreislaufs, des Stoffwechsels, des Immunsystems und der Atmung vor allem auch eine wohltuende Auswirkung auf das subjektive Wohlbefinden.

Saunabaden dient auch der Hautpflege und verlangsamt die Hautalterung; unmittelbar nach dem Betreten des Saunaraumes reagiert die Haut, die Blutgefäße weiten sich, die Durchblutung nimmt zu und die Oberflächentemperatur steigt nach etwa 15-minütigem Aufenthalt auf 40-42 °C an; in der Abkühlphase verengen sich die Blutgefäße dann wieder durch Kaltwasseranwendungen (Gefäßtraining).

Das Schwitzen sowie die wiederholten Wasseranwendungen bewirken außerdem eine sehr gründliche, aber schonende Körperreinigung; die oberste Hornschicht der Haut quillt auf, verhornte Hautzellen lockern sich und können leicht abgespült werden. Bei sehr trockener Haut wird die Struktur durch Aktivierung der Schweißdrüsen und Wassereinlagerungen in die Hornschicht verbessert.

Menschen mit Entzündungen, mit akuten Infektionskrankheiten, mit Herz-Kreislauf-Krankheiten, mit Venenthrombosen oder Krampfaderleiden wird im Allgemeinen vom Besuch einer Sauna, eines Hammams, einer Banja oder eines Dampfbades abgeraten. Gegebenenfalls sollten ältere Menschen ihren Hausarzt befragen.

"Goldene Regeln" für richtiges Saunabaden

Die vom Deutschen Sauna-Bund e.V. , Bielefeld, zusammengestellten "goldenen Regeln" sollen insbesondere dem Saunaneuling helfen, das Saunabad mit seinen gesundheitlichen positiven Wirkungen voll auszuschöpfen. Das Saunabad kann bei vielen körperlichen Beschwerden hilfreich sein, jedoch gibt es einige Erkrankungen, bei denen es nicht empfohlen werden kann oder sogar untersagt werden muss. Anfänger mit gesundheitlichen Problemen sollten deshalb vor dem ersten Saunabad einen saunaerfahrenen Arzt aufsuchen. Den richtigen Badeablauf erläutern die in vielen öffentlichen Saunabädern aushängenden und vom Deutschen Sauna-Bund herausgegebenen Baderegeln.

  1. Bitte beachten Sie, dass das Saunabad kein exakt geregeltes Bad ist. Der Saunagänger soll sich in erster Linie wohlfühlen. So können regelmäßige Saunagänger z.B. länger als empfohlen in der Kabine bleiben, Neulinge werden vielleicht bereits eher die Kabine verlassen wollen. Achten Sie beim Saunabaden auf Ihr persönliches Wohlbefinden.
  2. Bringen Sie ausreichend Zeit mit. Ein vollständiges Saunabad dauert etwa. zwei Stunden. Es soll entspannen, ein gehetztes "Abarbeiten" der Anwendungen wird ihren Körper eher belasten als entspannen. Auch sollten Sie nicht hungrig oder mit vollen Magen in die Sauna gehen.
  3. Reinigen Sie sich zunächst unter der Dusche und trocknen Sie sich danach gut ab, denn trockene Haut schwitzt schneller. Ein warmes Fußbad vor der Sauna fördert das Schwitzen zusätzlich.
  4. In der Sauna legen Sie Ihr Liegetuch unter den ganzen Körper. Der Aufenthalt sollte kurz, die Wirkung aber intensv sein. Schwitzen Sie deshalb auf der mittleren oder oberen Bank. Acht bis 15 Minuten reichen dabei völlig. Verlassen Sie sich vor allem auf Ihr Gef'ühl. Die letzten zwei Minuten sollten Sie sich aufsetzen, um den Kreislauf an die aufrechte Haltung zu gewöhnen.
  5. Gehen Sie nicht sofort unter die Dusche oder ins Tauchbecken. Kühlen Sie sich erst an der frischen Luft ab, der Körper benötigt jetzt Sauerstoff. Erst danach mit einem Kneippschlauch abgießen oder unter der Schwallbrause abkühlen. Falls Sie das Tauchbecken benutzen, denken Sie vorher daran, den Schweiß abzuspülen.
  6. Nach der Abkühlung bewirkt ein warmes Fußbad ein wohliges Wärmegefühl. Nochmalige Kaltwasseranwendungen trainieren besonders intensiv die Blutgefäße und erhöhen die Widerstandsfähigkeit Ihres Körpers.
  7. Im Anschluss daran empfiehlt sich eine kleine Ruhepause zur Förderung der Erholung.
  8. Während des Saunabades sollten Sie besser nichts trinken, da sonst der Effekt des Entschlackens weitgehend unterbleibt. Die Nutzung eines Solariums stört dagegen nicht die Wirkung der Sauna.
  9. Weitere Saunagänge führen Sie wie den ersten durch, wobei drei Saunagänge hintereinander zum Erreichen der erstrebten gesundheitlichen Ziele ausreichen. Weitere Saunagänge führen nicht mehr zu einer Steigerung der Sauna-Wirkungen.
  10. Ein Saunabad dient besonders der körperlichen Erholung und psychischen Entspannung. Um die Wirkung der Sauna beizubehalten und um ungünstige Kreislaufreaktionen zu vermeiden, sollte deshalb nach der Sauna auf sportliche Betätigungen verzichtet werden. Eine Massage dagegen kann zwischen den Saunagängen oder im Anschluss an die Sauna die entspannende Wirkung noch verstärken.

Saunabaden im Winter

Heiß-kaltes Vergnügen: Saunabaden im Winter

Eine stabile Gesundheit und persönliches Wohlbefinden stehen auf der Wunschliste vieler Menschen ganz oben. Wöchentliches Saunabaden beugt Erkältungskrankheiten vor, stärkt das Immunsystem und sorgt für körperliche Erholung und psychische Entspannung. Besonders im Winterhalbjahr bekommt das heiß-kalte Badevergnügen durch die größeren Temperaturunterschiede einen besonderen Reiz.

Es hat sich längst herumgesprochen, dass Saunabaden gesund ist und Freude macht.
Durch das regelmäßige Heißluftbad wird die allgemeine Abwehrlage des Körpers gestärkt, aber auch die wichtige Durchblutung der Finger, Zehen, Ohren und der Nase. Krankheitserreger werden durch verstärkte Durchblutung der Atemwege im Nasen-Rachenraum wirksamer bekämpft. Auch eine Stabilisierung des vegetativen Nervensystems ist zu beobachten. Biochemisch kann zudem eine verbesserte Abwehr der so genannten freien Radikalen nachge-wiesen werden. Dabei handelt es sich um aggressive Sauerstoffmoleküle, die Zellmembranen schädigen können. Der abhärtende Effekt der Sauna beruht auf verschiedenen Faktoren und setzt „Auffrischung“ voraus, so dass bei regel-mäßigem Saunabaden eine merkbare Stabilisierung der Gesundheit schon nach etwa einem Vierteljahr eintritt. Darüber hinaus weisen Saunagänger eine größere Widerstandskraft gegenüber einer ganzen Reihe von Zivilisationskrankheiten etwa im Herz-Kreislaufbereich auf.

Und so „funktioniert“ Sauna: in der maximal bis zu 15 Minuten dauernden Aufheizphase steigt die Körperkerntemperatur um ein Grad auf zirka 38 Grad Celsius an, die Temperatur der Haut um zehn Grad auf zirka 40 Grad Celsius.

Durch die Abkühlung zunächst an der frischen Luft und dann mit kaltem Wasser werden die erwärmten Schleimhäute der Atemwege gekühlt und die zuvor in der Saunawärme weit gestellten Blutgefäße wieder verengt. Im Winterhalbjahr wird - sofern möglich - das Abreiben mit Schnee nicht nur in Finnland als zusätzliches prickelndes Abkühlerlebnis hoch geschätzt. Eine Alternative ist das erfrischende Abreiben mit Crush-Eis, das während der ganzen Jahres zunehmend geschätzt wird.

Wer jede Woche in die Sauna geht, wird bestätigen, dass virusbedingte Erkältungsinfekte und andere Wehwehchen bei ihm kaum vorkommen. In der letzten Umfrage des Deutschen Sauna-Bundes stellten beachtliche 78 Prozent der Befragten heraus, nur selten oder gar nicht an grippalen Infekten zu erkranken. Wer trotzdem einmal Schnupfen, Heiserkeit, Hals- und Gliederschmerzen sowie Fieber bekommt, überwindet als Saunagänger diese Symptome nachweislich schneller. Bei einem akuten Infekt ist die Sauna allerdings tabu.

Nicht nur regelmäßiges Saunabaden ist ein wirksames Mittel für die eigene Gesundheit, hinzukommen muss das Bemühen um einen gesunden „Lifestyle“: vitaminreiche Vollwertkost, leichter Ausdauersport an der frischen Luft, ausreichend Schlaf, viel Flüssigkeitszufuhr und vor allem eine positive Lebenseinstellung.

Schwitzen in der Sauna - Wellness pur für die Generation 50plus

Einfach nur auf der Couch liegen - das war einmal. Heute verbinden immer mehr Menschen persönliches Wohlbefinden mit einem aktiven und gesunden Lebensstil. Die regelmäßige Erholung und Entspannung in der Sauna ist Wellness pur. Vor allem Menschen in der Lebensmitte können vom Wechselspiel der Elemente Luft und Wasser enorm profitieren, wie medizinische Untersuchungen zeigen.

„Ab diesem Lebensalter steigt allmählich das Risiko für Gesundheitsstörungen. Die Sauna stärkt das Immunsystem und beugt zahlreichen Zivilisationskrankheiten vor“, weiß Dr. Rainer Brenke, Chefarzt der Akut-Abteilung Naturheilverfahren der Hufeland-Klinik Bad Ems. Die vorbeugende Wirkung der Sauna beruht vor allem auf dem Training der Blutgefäße. Der Wechsel von warm und kalt bringt den Hautstoffwechsel richtig auf Trab. „So lernt der Körper, sich schnell an wechselnde Temperaturen anzupassen und wird widerstandsfähiger“, sagt Saunakenner Brenke.

Durch wiederholtes Saunabaden erhöhen sich nachweislich die Abwehrstoffe im Blut. In wissenschaftlichen Untersuchungen wurde herausgefunden, dass das Interferon - eine Substanz, die bei der Abwehr grippaler Infekte eine wichtige Rolle spielt - bei Menschen ansteigt, die regelmäßig in die Sauna gehen. Auch bei typischen Krankheiten der Generation 50plus wie Gelenkbeschwerden und Rheuma kann die Sauna gut helfen. „Patienten mit Beschwerden am Bewegungsapparat haben oft eine herabgesetzte Schmerzschwelle. Durch das Saunabaden wird diese wieder erhöht“, erklärt Brenke. Verspannte Muskeln werden durch die Wärme der Sauna „entkrampft“ und man kann sich anschließend wieder schmerzfreier bewegen. Außerdem werden durch die Hitze Schmerz verursachende Substanzen schneller abtransportiert.

Bluthochdruck hindert nicht am Gang in die Sauna. Im Gegenteil: Das Herz wird entlastet, weil die Blutgefäße durch die Saunawärme geweitet werden. Regelmäßiges Saunabaden trainiert diese günstige Funktion. Ein weiterer Vorteil für die Generation 50plus: Saunabaden gilt als sehr geeignete Anti-Aging-Maßnahme für die Haut. Chefarzt Brenke: „Regelmäßiges Saunabaden verhindert Falten und die Haut erhält eine bessere Spannkraft.“ Da diese bei älteren Menschen trockener und anfälliger wird, sollte der ganze Körper nach dem Saunabad mit einer nährstoffreichen Hautlotion eingerieben werden.

Grundsätzlich gibt es für das Saunabaden keine Altersgrenze nach oben. In Finnland, dem Ursprungsland der Sauna, gilt eine einfache Regel: „Wer zur Sauna laufen kann, darf sie auch benutzen.“ Brenke empfiehlt älteren Menschen, die noch nie zuvor in der Sauna waren, bei Unsicherheit eine kurze Rücksprache mit dem behandelnden Arzt. Gibt dieser „grünes Licht“, sollte man das erste Schwitzbad am besten gemächlich beginnen und testen, wie der eigene Körper auf die Temperaturen im Saunaraum reagiert. Persönliches Wohlbefinden sollte beim Saunabaden immer an erster Stelle stehen.

Quelle: Textabschnitt - Medizinische Wirkungen: - Seite „Sauna“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Creative Commons Lizenzvertrag
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Quelle: Textabschnitt - Goldene Regeln + Saunabaden im Winter + Schwitzen in der Sauna: Deutscher Sauna-Bund e.V. www.sauna-bund.de


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