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Spielplan für September 2019

Das Ensemble der Volksbühne und Gäste lesen anlässlich des Beginns des Zweiten Weltkrieges Notizen, Briefe und Tagebücher von Heinrich Böll, Victor Klemperer und anderen. „...eine Katastrophe, zehntausendmal schlimmer als 1918“, schreibt Victor Klemperer bereits im September 1939 ein paar Tage nach Beginn des Zweiten Weltkrieges in sein Tagebuch. In unserem Gedächtnis spielen dieser Krieg und der Faschismus - sich der Verantwortung stellend - immer mit. Viel ist berichtet, gesagt und gemahnt worden. Die jüngere Generation übernimmt nach und nach die Bewahrung der Verantwortung und die Geschichtskenntnis - hier stellvertretend Schauspielerinnen und Schauspieler, die die persönlichen Äußerungen, Haltungen und das Erleben - ob als Bürger wie Victor Klemperer oder als Soldat wie Heinrich Böll - in Erinnerung an den Tag des 1. September 1939 vortragen werden.


Kategorie: Lesung

Line Up: BEA1991, Chris Imler, CTM, Die Wände, Duendita, Ebow, Gazino Neukölln, Holiday Sidewinder, Jason Harvey, Jealous, Jessica Pratt, John Moods, Juba, Michaela Meise, Mobilegirl, Operators, P.A. Hülsenbeck, rkss, Shunaji, Swoosh, Tara Nome Doyle, The Chap– und einige mehr. »Eines der lohnenswertesten Festivals für Musik von morgen« Spex Im neunten Jahr ziehen wir die Stränge des Torstraßenfestivals für eine Sonderausgabe an der Volksbühne zusammen. An einem Tag (und einer Nacht) kreuzen sich musikalische Entdeckungsreisen zwischen 28 Konzerten und DJ-Sets auf insgesamt sechs Bühnen, sowie dem Independent Label Market in den Foyers. Der rote Faden ist dabei wie immer Musik aus Berlin und der Austausch zwischen verschiedenen Musikszenen, Künstler*innen, Akteur*innen und Publikum. Der Knoten gilt uns dabei als Leitmotiv. Er steht für Verknüpfungen, Verbindungen und Zusammenhalt. Er lässt sich festigen oder lösen, auf verschiedenste Arten knoten und jede*r kann ihn machen. Er ermutigt zum Ausprobieren, festgefahrene Strukturen aufzubrechen, Narrative zu hinterfragen, neue Verbindungen zu knüpfen oder sich an seine Entwirrung heranzuwagen. Ebenfalls erinnert er uns an eine urbane Utopie, in der Menschen verschiedener Hintergründe im engen Austausch gesellschaftliche Fragen gemeinsam verhandeln. Unser Knoten führt unterschiedlichste Sounds, Szenen, Menschen und Ideen für einen Tag an einem Ort zusammen. Zeitplan: 12:00–18:00 Independent Label Market (Eintritt frei) 14:00–18:00 Konzerte 3. Stock, Roter Salon, Grüner Salon, Sternfoyer 20:00 Konzerte Großes Haus 23:00–5:00 Clubnacht Das Festivalticket inkludiert das gesamte Programm Tag und Nacht. Für die Clubnacht wird es auch Tickets an der Abendkasse geben. Einlass begrenzt, nur nach maximaler Kapazität der Spielstätte. [www.torstrassenfestival.de](http://www.torstrassenfestival.de/) Partner: Musicboard Berlin, Amplify Berlin, Independent Label Market Medienpartner: Alex Berlin, Ask Helmut, ByteFM, Crack Magazine, Die Epilog, Exberliner, Jungle World, KCRW, Schmutz, SPEX, The Chop [large]Großes Haus Jessica Pratt Mit ihrem dritten Album »Quiet Signs« kehrt die kalifornische Sängerin und Song-Schreiberin Jessica Pratt zurück nach Berlin. Drauf zu hören: Neue, eigensinnige, eingängige und eindringliche Werke aus dem introvertierten Kosmos der Freak-Folk-Ikone. [logo jesspratt 400] P.A. Hülsenbeck Im Jahr 2018 vollzog der Gitarrist der Band Sizarr eine fast unglaubliche Transformation. Inmitten fragiler, mystischer und hoch sensibler Klanggerüste verkehrt der ehemalige Indie-Popper nun das Innerste nach Außen und verspricht dazu mit Synthesizern, Horn, Koto, Saxofon, Stimme und Tänzer*innen (!) eine unvergessliche Show. [logo hülse 400] The Chap Viel brauchen wir nicht sagen zu The Chap, der zwischen Berlin und London zu verortenden Experimental-Pop-Formation um den Texter, Sänger und Erfolgsmenschen Johannes von Weizsäcker. Außer vielleicht: Sie sind zurück! Und das mit einem neuen Album, diesen Herbst auf dem Berliner Label Staatsakt. [logo chap 400] [large]Grüner Salon Tara Nome Doyle Erst im letzten Jahr erschien Tara Nome Doyles erste Single »Down With You«. Der Song, ein Hit mit mittlerweile fast einer Millionen Umdrehungen auf Spotify, geht nicht mehr aus dem Ohr und auch das restliche Repertoire setzt die Berliner Songwriterin mit norwegisch-irischen Wurzeln und unvergesslicher Stimme von der vielköpfigen Konkurrenz in ihrem Metier ab. [logo tnd 340] Die Wände Die Berliner Gruppe Die Wände darf man mit Fug und Recht als Art-School-Band bezeichnen, gründete sie sich doch während des Studium der drei Mitglieder an der UdK. Diese (Vor-)Bildung spiegelt sich durchaus im Sound des Trios wieder. Es geht um Post-Rock der kunstvoll lärmenden Sorte, und das mit ebenso kunstvollen, Texten in deutscher Sprache. [logo wände 380] duendita Spiritualität, Herz, Liebe und Seele sind Worte die ohne jede Gefahr von Kitsch im Zusammenhang mit der jungen Künstlerin fallen dürfen und dabei nicht die entschiedene Politik überschatten sollten, die ihrer Arbeit zugrunde liegt. Nach ihrem kürzlichen Umzug nach Berlin freuen wir uns auf den ersten größeren Auftritt der New Yorkerin in unserer Stadt. [logo duendita 400] Operators Weite Kreise ziehen die Neben-, Seiten- und Soloprojekte der kanadischen Wolf-Parade-Protagonisten Spencer Krug und Dan Boeckner. Letzterer wird weder mit Divine Fits, noch den Handsome Furs, sondern mit seiner Band Operators bei uns zu Gast sein. Mit dabei: Ein neues Album namens »Radiant Dream«. [logo ops 380] Chris Imler Legendär ist der Ruf des Tausendsassas Chris Imler als Drummer für alle (guten!) Gelegenheiten. Spätestens mit seinem zweiten Solo-Album »Maschinen und Tiere« allerdings übertüncht der Berliner dieses schon formidable Image, mit dem eines eigensinnigen und verqueren Songschreibers mit abseitigem Humor zwischen New und Old Wave. [logo chrisimler 380] Gazino Neukölln Seit Ende der 1960er Jahren ist das Genre Arabeske als Mischung aus türkischer Volksmusik, arabischen Klängen und westlicher Popmusik Bestandteil der türkischen Popkultur. Die Berliner Gruppe Gazino Neukölln zollt dieser Kultur Tribut und verwandelt jeden Raum in einen Gazino – eine Art Nachtclub in dem enger und reger Kontakt zwischen Künstler*innen und Publikum besteht. [logo gaz 400] Ebow (DJ Set) Ihr neues Album betitelt Ebow mit »K4L« und meint damit: Kanak for Life. Auf diesem Album geht es, den Erwartungshaltungen an zeitgenössischen Rap entgegengesetzt, mal nicht ums Ego sondern um die Community, die Familie, den Freundeskreis. Die in Berlin und Wien lebende Rapperin ist bei uns als DJ eingeladen. Ein Mikrofon hat sie sich allerdings trotzdem gewünscht :) [logo ebow 360] [large]Roter Salon Jealous Der Sound der noch jungen Berliner Band Jealous ist loud, messy, fuzzy, heavy und stoned. In ihren Songs geht es um Serienmörder, Drogenerfahrungen und das Wetter. Sie tragen Lack, Leder und Pelz (hoffentlich nicht echt!), nebenbei betreiben die drei Frauen ein eigenes Label namens Baby Satan Records auf dem auch ihre erste EP »What’s Your Damage« erscheinen wird. [logo jealous 360] Swoosh Felix-Florian Tödtloff sollte den Fans dieses Festivals mittlerweile als Universal- und Wunderwaffe bekannt sein. In diesem Jahr debutiert er unter dem Namen Swoosh mit einem instrumentalen Free-Rock-Projekt nebst fünf Mitstreiter*innen an drei (!) elektrischen Gitarren, Drums und Saxophon. [logo swoosh 360] Holiday Sidewinder In der Entourage von Alex Cameron stand Holiday Sidewinder schon auf dem letzten Torstraßen Festival auf der Bühne. Jetzt kehrt sie mit eigenem Repertoire zurück. Ein hedonistisch-femistisches Pop-Empowerment, das sich nur mit einer feinen Nase für Ironie und Verwirrspiel vom „echten“ Showbiz zwischen Las Vegas und Hollywood unterscheiden läßt. [logo holside 380] BEA1991 Die Jahreszahl im Künstlernamen weist, so vermuten wir, nicht nur auf das Geburtsjahr der Amsterdamer Künstlerin hin, sondern auch auf die Ära ihrer musikalischen Wurzeln. So fasziniert die vom i-D Magazin als „criminally underrated“ beschriebene Musikerin mit glasklarem Pop der elektronischen, ja balearischen, und definitiv 90er-Jahre-affinen Sorte. [logo bea 400] Juba In London machte sich Juba mit der futuristisch und global denkenden Club-Nacht Boko! Boko! einen Namen. Ihre eigene Musik ist geprägt von ihren nigerianischen Wurzeln und durchschreitet so aktuelle Genres wie Gqom, Kuduro, Afrobeats und Afrohouse aus dem afrikanischen Kontinent und der Diaspora. [logo juba 400] Shunaji Geboren in Lagos, aufgewachsen in Rom und nun in London beheimatet gibt sich Shunaji als MC der alten Schule. Mit stockenden Beats und pointierten Piano-Samples belegt sie einen fast in Vergessenheit geratenen Hip Hop wieder, den real deal – Storytelling mit Flow, Funk und, ganz sicher: Future. [logo shunaji 400] rkss Die Musik von Robin Buckley aus London erforscht ein Spannungsfeld zwischen Club-Kultur, Technologie, Politik und Queerness. Und das nicht selten mit Humor. So trägt das jüngste Album konzeptionelle Züge: Sämtliche Elemente auf »DJ Tools« stammen aus einem Sample-Packet namens »EDM Kicks Vol 1«. [logo rkss 380] mobilegirl In einem ausschweifenden Eklektizismus erfüllt sich die schon im Namen der Berliner DJ eingeschriebene künstlerische Mobilität. Zwischen Mode, Virtual Reality und Musik unterwegs funktionieren ihre DJ-Sets wie Collagen aus R&B, Dancehall, Trance und Techno, aus Spaß und Ernst, Herausforderung und Unterhaltung. [logo mobilegirl 400] [large]3. Stock Michaela Meise Die Aneignung ist das Mittel der Berliner Künstlerin Michaela Meise wenn sie unterrepräsentierte Lieblingstücke von Nico einspielt, Chansons aus der Zeit der griechischen Militär-Junta ins Deutsche übersetzt oder katholische Hymnen vom 16. – 19. Jahrhundert interpretiert. All das geschieht mit Empathie, Scharfsinn, und: Akkordeon. [logo meise 400] John Moods Auf einer Wandertour entlang der spanischen Küste, so will es die Legende, fand Jonathan Jarzyna zu sich und seinem ersten Solo-Album »The Essential John Moods«. Der Alleingang des Berliners steht der Qualität seiner landläufig bekannten und diesem Festival seit jeher verbundenen Band Fenster um nichts nach. Psychedelischer Dream-Pop, der einsamen, aber sonnigen Machart. [logo jmoods 370] CTM Für »Cæcile Trier Music« stehen die drei Buchstaben im Kürzel der Komponistin, Cellistin, Bassistin und Sängerin. Weniger gradlinig gelingt die Entschlüsselung ihrer Musik: mit ihrem komplexen, betörend futuristischen Experimental-Pop überzeugte die Dänin zuletzt auf »Red Dragon«, erschienen beim Kopenhagener Avantgarde-Label Posh Isolation. [logo ctmband 400] [large]Foyer Jason Harvey Die Aktivitäten von Jason Harvey unter einen Hut zu bekommen ist (auch für ihn) nicht einfach. So möchten wir ihn an dieser Stelle objektiv als Künstler beschreiben, als Komiker, Storyteller, Autoren, Entertainer, Internet-Poeten und 3D-Typographen. Was genau er beim Festival vorhat wissen wir nicht, dass es gut wird sei an dieser Stelle garantiert. [logo harvey 380]


Kategorie:

„Es ist die Geschichte der Versäumnisse und Fehler und Tode aller seiner Weggefährten. Es ist die Geschichte vom einzigen Überlebenden. Und sie wird von ihm erzählt.“ (Eine Odyssee) Homers Odyssee (8. Jh. v. Chr.) beginnt zehn Jahre nach der Niederlage Trojas und ist ohne den Krieg nicht zu denken. Zwar gehört Odysseus den siegreichen Griechen an, doch dauert seine Irrfahrt ob Poseidons Fluch weitere zehn Jahre bis zur Heimkehr nach Ithaka. Lässt sich das Leben nach Stationen in der Ferne und allein auf dem Meer nahtlos fortsetzen? Was bedeutet Realität, wenn der Mythos um die trojanische Schlacht diese längst ersetzt hat? Das Trauma erfasst auch die Familie. Penelope verharrt in der Nicht-Zeit an einem Ort, belagert von den Freiern. Ihr beider Sohn Telemachos ist vaterlos im patriarchalen System aufgewachsen und Odysseus dessen bloße Projektion einer Heldenfigur. Echos des Krieges – in Afghanistan und Vietnam – hallen nach. Oder hat die Wirklichkeit den Mythos in seiner nonlinearen Komplexität längst eingeholt? Odysseus erzählt seine Geschichte, die Thorleifur Örn Arnarsson und Mikael Torfason gemeinsam mit dem Ensemble im Bühnenraum multiperspektivisch aufladen, denn Niemand ist Odysseus. [logo kulturradio 140] Besetzung Mit: [Sólveig Arnarsdóttir](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/8719/solveig-arnarsdottir), Johanna Bantzer, [Sarah Franke](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/5724/sarah-franke), Claudio Gatzke, [Jella Haase](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/8721/jella-haase), [Robert Kuchenbuch](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/8722/robert-kuchenbuch), [Daniel Nerlich](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/5732/daniel-nerlich), [Silvia Rieger](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/367/silvia-rieger), [Sarah Maria Sander](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/8410/sarah-maria-sander), Nils Strunk, [Theo Trebs](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/8726/theo-trebs) und Gabriel Cazes (Musikalischer Leiter), Sir Henry (Musiker), Laura Witzleben (Tänzerin) Regie: [Thorleifur Örn Arnarsson](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/8429/) Bühne: Daniel Angermayr Kostüme: Karen Briem Musik: Gabriel Cazes Choreografie: Laura Witzleben Assistenz und Übersetzung: Damiàn Dlaboha Video: Voxi Bärenklau, Nanna MBS Licht: Kevin Sock Dramaturgie: [Degna Martens](https://www.volksbuehne.berlin/de/service/team/5992/) Deutsch mit englischen Übertiteln.


Kategorie: Schauspiel

ab 11:00 im Roten und Grünen Salon ab 12:00 im Großen Haus 15 Jahre ist es her. Tag 1 auf netzpolitik.org. Markus Beckedahl tippt den ersten Blogbeitrag. Es folgen viele weitere. Das gesamte Jahr 2004 wird von zwei Autoren bestritten. Es ist ein Hobby, das in den nächsten Jahren zum wichtigsten netzpolitischen Medium wird. Vom Ein-Mann-Blog zu einer elfköpfigen Redaktion. Fast täglich betritt ein neues netzpolitisches Thema die Bühne, über das berichtet werden will. Heute passiert an einem Tag so viel Netzpolitisches wie damals noch in einem Quartal. Fünfzehn Jahre werden jedes Jahr weniger. Wir feiern den 15. Geburtstag mit neuen und alten Wegbegleitern.


Kategorie:

Laufzeit: 14.09.–10.11.19 Foto: aus "Eyewitness News ABC7NY", Patricia Okoumou beim Klettern auf die Freiheitsstatue aus Protest gegen die Inhaftierung von Migranten, 4. Juli 2018. Vergangene Ausstellung: [Starship. Die nahe Zukunft](https://www.volksbuehne.berlin/de/programm/7458/)


Kategorie: Film/Video

„Es ist die Geschichte der Versäumnisse und Fehler und Tode aller seiner Weggefährten. Es ist die Geschichte vom einzigen Überlebenden. Und sie wird von ihm erzählt.“ (Eine Odyssee) Homers Odyssee (8. Jh. v. Chr.) beginnt zehn Jahre nach der Niederlage Trojas und ist ohne den Krieg nicht zu denken. Zwar gehört Odysseus den siegreichen Griechen an, doch dauert seine Irrfahrt ob Poseidons Fluch weitere zehn Jahre bis zur Heimkehr nach Ithaka. Lässt sich das Leben nach Stationen in der Ferne und allein auf dem Meer nahtlos fortsetzen? Was bedeutet Realität, wenn der Mythos um die trojanische Schlacht diese längst ersetzt hat? Das Trauma erfasst auch die Familie. Penelope verharrt in der Nicht-Zeit an einem Ort, belagert von den Freiern. Ihr beider Sohn Telemachos ist vaterlos im patriarchalen System aufgewachsen und Odysseus dessen bloße Projektion einer Heldenfigur. Echos des Krieges – in Afghanistan und Vietnam – hallen nach. Oder hat die Wirklichkeit den Mythos in seiner nonlinearen Komplexität längst eingeholt? Odysseus erzählt seine Geschichte, die Thorleifur Örn Arnarsson und Mikael Torfason gemeinsam mit dem Ensemble im Bühnenraum multiperspektivisch aufladen, denn Niemand ist Odysseus. [logo kulturradio 140] Besetzung Mit: [Sólveig Arnarsdóttir](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/8719/solveig-arnarsdottir), Johanna Bantzer, [Sarah Franke](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/5724/sarah-franke), Claudio Gatzke, [Jella Haase](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/8721/jella-haase), [Robert Kuchenbuch](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/8722/robert-kuchenbuch), [Daniel Nerlich](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/5732/daniel-nerlich), [Silvia Rieger](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/367/silvia-rieger), [Sarah Maria Sander](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/8410/sarah-maria-sander), Nils Strunk, [Theo Trebs](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/8726/theo-trebs) und Gabriel Cazes (Musikalischer Leiter), Sir Henry (Musiker), Laura Witzleben (Tänzerin) Regie: [Thorleifur Örn Arnarsson](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/8429/) Bühne: Daniel Angermayr Kostüme: Karen Briem Musik: Gabriel Cazes Choreografie: Laura Witzleben Assistenz und Übersetzung: Damiàn Dlaboha Video: Voxi Bärenklau, Nanna MBS Licht: Kevin Sock Dramaturgie: [Degna Martens](https://www.volksbuehne.berlin/de/service/team/5992/) Deutsch mit englischen Übertiteln.


Kategorie: Schauspiel


Kategorie: Film/Video

Die Reformbühne Heim & Welt hat sich schon immer als Plattform für junge Talente verstanden, und so zögerte sie nur kurz, als sich zwei hoffnungsvolle Nachwuchskünstler im Doppelpack bei ihr zum Gastauftritt bewarben, um einmal mit den alten Lesebühnenrecken auf der Bühne stehen zu dürfen. Christoph Hein, so sagt er, hat schon mal was geschrieben und sei in der Lage, das auch vorzulesen. Ein interessantes Konzept, von dem wir gerne mehr hören möchten. Wenzel dagegen hat mal Gitarre gelernt und „Leaving on a jetplane“ am Lagerfeuer gesungen, und wir finden, das ist doch schon mal ein schöner Anfang. Wir sind gespannt, was die beiden an diesem Abend daraus machen werden.


Kategorie: Lesung

Big Sun, Christophe Chassols schillerndes viertes Album, krönt seine Trilogie der Ultrascores (eine von ihm entwickelte Methode zur Harmonisierung, Sinfonisierung des realen Lebens, des "Hier und Jetzt"), die im kreolischsprachigen New Orleans (Nola Chérie, 2011) begann, bevor sie sich ihren Weg durch Indien bahnte (Indiamore, 2013). Im März 2014 machte sich Christophe Chassol auf den Weg nach Martinique, dem Geburtsort seiner Familie.- diesen Westindischen Inseln, die alles verkörpern, was er auszudrücken träumte, vom rein Persönlichen bis zur perfekten Panoptik. Hand in Hand mit der Produktionstonmixerin Marie-France Barrier und dem Toningenieur Johann Levasseur filmte und nahm er eine Vielzahl außergewöhnlicher Begegnungen, Alltagsszenen, den Karneval auf - eine sehr bewegende Dokumentation, die zur Matrix von Big Sun werden sollte. Zurück in Frankreich komponierte, bearbeitete, probte und kreierte Chassol die 27 Tracks einer 70-minütigen westindischen Weltraum-Odyssee. Nach seinen X-Pianos, Indiamore und den Ultrascores geht Chassol weiter, um seine ganze eigene harmonische Sprache zu perfektionieren. Er überarbeitete Tracks, die um drei gleichbleibende Akkorde komponiert sind, und wickelt seine aufwändigen Stoffe um unveränderliche Melodien. Wie bei einem optischen Effekt weicht seine Stimme nie ab, scheint sich aber zu verändern, sich durch außergewöhnlich komplexe Variationen von Akkorden und Klangkombinationen zu entwickeln. Dasselbe gilt für Rhythmen, bei denen Chassol mit den Metriken und den mit gleichgerichteter Fluidität komponierten Takten flirtet. Es gibt kein Metronom, keinen Sequenzer, alles wird gespielt, während sich die Worte, die Klänge, die Vogelstimmen und Chassols innere Musik entfalten. Lawrence Clais, Schlagzeuger auf den vorherigen Alben, ist Teil des Abenteuers und wird dabei von Mienniel auf der Flöte, Alice Lewis im Gesang und Bertrand Burgalat am Bass begleitet. [logo bytefm 120]


Kategorie: Konzert

Ignorantes Klima – sind wir noch zu retten? Jakob Augstein diskutiert mit Friederike Otto über Klimapolitik, realisierbare Utopien, Protestkultur und natürlich das Wetter Das Wetter wird immer extremer: Hitzewellen, Dürren, Stürme und Hochwasser begleiten vor allem die Sommermonate. Sind das nur Wetterphänomene oder Zeichen des Klimawandels? Und wer sind eigentlich die Schuldigen? Länder und Regierungen, Wirtschaft und Kapitalismus oder die Menschheit an sich? Diese Fragen versucht Physikerin und Philosophin Friederike Otto in Ihrem aktuellen Buch „Wütendes Wetter“ zu beantworten. Sie leitet als stellvertretende Direktorin das Environmental Change Institute in Oxford und untersucht Wetterphänomene. Vor fünf Jahren hat sie die neue wissenschaftliche Ausrichtung Attribution Science, zu Deutsch: „Zuordnungswissenschaft” mitbegründet. Ihre Methodik beruht darauf, die reale Welt mit einer heilen Parallelwelt ohne Treibhauseffekt zu vergleichen und so die Ursachen für einzelne Wetterphänomene bestimmen zu können. „Die Zahlen belegen: Eine Hitzewelle wie in Deutschland 2018 ist durch den Klimawandel mindestens doppelt so wahrscheinlich geworden wie früher“, so die Wissenschaftlerin. Ihr Ziel: Politiker sollen sich nicht mehr auf einen generellen Klimawandel berufen können, um Missmanagement und eigenes Versagen zu vertuschen. Im radioeins und Freitag Salon setzt sich der Journalist und Verleger Jakob Augstein einmal im Monat mit einem Gast an einen Tisch und redet – über das Politische in der Kultur, über die Gesellschaft und ihre Zwänge, über die Mechanismen von Öffentlichkeit und Lüge, und über das Verschwinden der Demokratie im Kapitalismus. Radio Eins sendet live. Hier verstummt die Erregungsmaschine des Internets. Der Freitag Salon ist "unplugged", wie man früher gesagt hätte. Echte Menschen reden über echte Themen und üben sich in Fähigkeiten, die rar zu werden drohen: Zeit nehmen, zuhören, verstehen, lernen. Das – unerreichte – Vorbild dieses aktuellen politischen Diskussionsformats sind die legendären Gespräche des Journalisten Günter Gaus, die im Fernsehen gezeigt wurden, als dieses noch schwarz-weiß war. [logo radioeins 180] [logo freitag 160]


Kategorie: Diskurs


Kategorie: Film/Video

Wir sind zwischen zwei Jahrtausenden geboren. Wir sind noch jung. Fukuyama verkündete uns das „Ende der Ge­schichte“. Wir haben die Geschichte verpasst. Wir erzählen uns Geschichten vom Ich und von der Selbstverwirklichung. Geschichten von Europa. Wir fühlen uns fremd. Wir haben Angst vor Fremden. Wir heißen Fremde willkommen. Selten sagen wir „Wir“. Häufig sagen wir „Ich“. Wir sind allein. Wir sind einsam. Als eine der letzten Genera­tionen sind wir geboren, um zu sterben. Wir versuchen, nicht daran zu denken. Wir suchen lieber nach uns selbst. Wir haben vergessen, dass es uns nicht gibt. In seinem bekanntesten Roman erzählt der Exil-Autor Gaito Gasdanow von der Einsamkeit und dem mahlenden Rad der Geschichte. In Berlin und Paris konfrontiert diese Inszenierung seinen Existen­zialismus mit der berauschenden Freiheit des 21. Jahrhunderts. Eine Inszenierung des Kollektivs CIAO NOW in Koproduktion mit der Volksbühne Berlin, der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" und dem Conservatoire National Supérieur d’Art Dramatique Besetzung Von und mit: Camille Dagen, Lukas Darnstädt, Nikolas Darnstädt, Martina Dimitrova, Carolin Hartwich, Lisette Holdack, Laura Kirst, Khadija Kouyate, Benjamin Kühni, Richard Le Gall, Jinxuan Mao, Mathilde-Edith Mennetrier, Beatrix Strobel u.a. Deutsch und Französisch.


Kategorie: Schauspiel

Tarren Johnson, The Settlers Lounge ( second iteration ) The Settlers Lounge, where the everyday lives of the early settlers and their allies were on display. One could ride the train round and round or go inside the pretty buildings. Written and Directed by Tarren Johnson Music Composition by Forrest Moody Performed by Andrew Clarke, Shade Theret and Tarren Johnson Dan Bodan, LIVE “Under my fingernails I find the remnants of some 30 years of love-making and colonies of microbes that have grown feral from too much keyboard pounding. I polish them clean with my teeth. Behind my eyelids I tattooed Cyrillic dreams in blue and yellow.- a bicolor ASCII portrait of Him. I’d love to stay and chat but our work goes unrewarded so I have a toilet to clean and dog to walk.” The evening is organized together with The Performance Agency Tarren Johnson (*1990) is a choreographer and artist from Southern California. She works with performance, video, sculpture and writing. She began dancing and choreographing as a child and continued her work while studying at California Institute of the Arts. She lives and works in Berlin. Dan Bodan (*1985) is a musician and writer from Canada. For over the past decade he has released a series of recordings on DFA Records and his own imprint Mangrove Records. He lives and works in Berlin. The Performance Agency is a curatorial platform and brings together artists from different fields to enact new performative happenings. The project was founded in the summer of 2017 by Yael Salomonowitz. Informed by the legacy of the Fluxus movement and upon invitation by Supportico Lopez, The Performance Agency staged its first MASS series at Archivio Conz, which houses Francesco Conz’ collection. Beginning in the early seventies, Conz worked with over 150 artists of the main artistic Avant-Garde movements of his time and this archive is now being catalogued in Berlin. The Performance Agency invited contemporary artists to engage with the material and orchestrated a variety of events throughout the city, whilst producing various performance projects internationally. Most recently The Performance Agency has extended its activity to the representation and production of innovative performance artists and musicians. Tarren Johnson and Dan Bodan are among these artists.


Kategorie: Konzert

Tagung, Performance-Workshops 19.09.19 14:00–17:30 Eröffnung und Vorträge, Eintritt frei 20:00 Lecture Performance, 5 / erm. 3 € 20.09.19 10:00–13:00 zwei Workshops, Grüner Salon und Ballettsaal, 8 / erm. 5 € 14:00–17:30 Vorträge, Eintritt frei 21.09.19 10:00–13:00 zwei Workshops, Grüner Salon und Ballettsaal, 8 / erm. 5 € 14:00–17:30 Vorträge, Eintritt frei 20:00 Künstler*innen­gespräch, 5 / erm. 3 € 22:00 Party, Eintritt frei


Kategorie:

Buchpremiere Moderation: Shelly Kupferberg Berlin 1929: Die Geschichte der jungen Marlene Dietrich - und die epochale Geburt des Filmklassikers Der Blaue Engel In Amerika hat der Tonfilm längst die Kinos erobert, Deutschland verliert mit seinem Stummfilm den Anschluss. Nun soll die mächtige Ufa das Land wieder an die Spitze führen, koste es, was es wolle. Ein halbes Jahr später hat der geniale Karl Vollmöller fast alles beisammen: eines der modernsten Tonfilmateliers, den gefeierten Oscarpreisträger Emil Jannings, den besten Stoff und den perfekten Regisseur. Sein Film, Der blaue Engel, wird nicht einfach einer mehr sein, er wird ein neues Zeitalter einläuten, da ist sich Vollmöller sicher. Nur die Hauptdarstellerin fehlt. Die Dietrich könnte passen, als Revuegirl ist sie eine Klasse für sich. Aber sie besitzt doch keinerlei schauspielerisches Talent! Vollmöller würde ihr trotzdem ein Vorsprechen verschaffen. Edgar Rai, geboren 1967 in Hessen, ist Autor vieler erfolgreicher Romane, Übersetzer und seit 2012 Mitinhaber der Buchhandlung Uslar & Rai in Berlin. 2010 gelang ihm mit dem Bestseller Nächsten Sommer der Durchbruch. Zuletzt erschien von Edgar Rai der Roman Tote haben keine Ferien (2019). Er lebt mit seiner Familie in Berlin.


Kategorie: Lesung

Wir sind zwischen zwei Jahrtausenden geboren. Wir sind noch jung. Fukuyama verkündete uns das „Ende der Ge­schichte“. Wir haben die Geschichte verpasst. Wir erzählen uns Geschichten vom Ich und von der Selbstverwirklichung. Geschichten von Europa. Wir fühlen uns fremd. Wir haben Angst vor Fremden. Wir heißen Fremde willkommen. Selten sagen wir „Wir“. Häufig sagen wir „Ich“. Wir sind allein. Wir sind einsam. Als eine der letzten Genera­tionen sind wir geboren, um zu sterben. Wir versuchen, nicht daran zu denken. Wir suchen lieber nach uns selbst. Wir haben vergessen, dass es uns nicht gibt. In seinem bekanntesten Roman erzählt der Exil-Autor Gaito Gasdanow von der Einsamkeit und dem mahlenden Rad der Geschichte. In Berlin und Paris konfrontiert diese Inszenierung seinen Existen­zialismus mit der berauschenden Freiheit des 21. Jahrhunderts. Eine Inszenierung des Kollektivs CIAO NOW in Koproduktion mit der Volksbühne Berlin, der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" und dem Conservatoire National Supérieur d’Art Dramatique Besetzung Von und mit: Camille Dagen, Lukas Darnstädt, Nikolas Darnstädt, Martina Dimitrova, Carolin Hartwich, Lisette Holdack, Laura Kirst, Khadija Kouyate, Benjamin Kühni, Richard Le Gall, Jinxuan Mao, Mathilde-Edith Mennetrier, Beatrix Strobel u.a. Deutsch und Französisch.


Kategorie: Schauspiel

Tagung, Performance-Workshops 19.09.19 14:00–17:30 Eröffnung und Vorträge, Eintritt frei 20:00 Lecture Performance, 5 / erm. 3 € 20.09.19 10:00–13:00 zwei Workshops, Grüner Salon und Ballettsaal, 8 / erm. 5 € 14:00–17:30 Vorträge, Eintritt frei 21.09.19 10:00–13:00 zwei Workshops, Grüner Salon und Ballettsaal, 8 / erm. 5 € 14:00–17:30 Vorträge, Eintritt frei 20:00 Künstler*innen­gespräch, 5 / erm. 3 € 22:00 Party, Eintritt frei


Kategorie:

Wir sind zwischen zwei Jahrtausenden geboren. Wir sind noch jung. Fukuyama verkündete uns das „Ende der Ge­schichte“. Wir haben die Geschichte verpasst. Wir erzählen uns Geschichten vom Ich und von der Selbstverwirklichung. Geschichten von Europa. Wir fühlen uns fremd. Wir haben Angst vor Fremden. Wir heißen Fremde willkommen. Selten sagen wir „Wir“. Häufig sagen wir „Ich“. Wir sind allein. Wir sind einsam. Als eine der letzten Genera­tionen sind wir geboren, um zu sterben. Wir versuchen, nicht daran zu denken. Wir suchen lieber nach uns selbst. Wir haben vergessen, dass es uns nicht gibt. In seinem bekanntesten Roman erzählt der Exil-Autor Gaito Gasdanow von der Einsamkeit und dem mahlenden Rad der Geschichte. In Berlin und Paris konfrontiert diese Inszenierung seinen Existen­zialismus mit der berauschenden Freiheit des 21. Jahrhunderts. Eine Inszenierung des Kollektivs CIAO NOW in Koproduktion mit der Volksbühne Berlin, der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" und dem Conservatoire National Supérieur d’Art Dramatique Besetzung Von und mit: Camille Dagen, Lukas Darnstädt, Nikolas Darnstädt, Martina Dimitrova, Carolin Hartwich, Lisette Holdack, Laura Kirst, Khadija Kouyate, Benjamin Kühni, Richard Le Gall, Jinxuan Mao, Mathilde-Edith Mennetrier, Beatrix Strobel u.a. Deutsch und Französisch.


Kategorie: Schauspiel

Mit: Bela B, Klaus Bittermann, Marion Brasch, Funny van ­Dannen, Franz Dobler, Danny Dziuk, Fritz Eckenga, Rodrigo Gonzáles, Friedrich Küppersbusch, Jürgen Kuttner, Benjamin von Stuckrad-Barre u.a. Moderation: Arnulf Rating Ein Tribute to Wiglaf Droste. An diesem Abend wird der große Sänger, Dichter und Schriftsteller geehrt. Freunde und Weggefährten lesen ihre Lieblingstexte des großen Satirikers, Welt­beschimpfers, genialen Polemikers und erinnern daran, welche Rolle Wiglaf Droste für sie gespielt hat und was sie ihm als großen Moderator und Zusammenbringer zu verdanken haben. Sie lassen ihn noch einmal hochleben auf seinem Weg in die ewigen Jagdgründe.


Kategorie:

Tagung, Performance-Workshops 19.09.19 14:00–17:30 Eröffnung und Vorträge, Eintritt frei 20:00 Lecture Performance, 5 / erm. 3 € 20.09.19 10:00–13:00 zwei Workshops, Grüner Salon und Ballettsaal, 8 / erm. 5 € 14:00–17:30 Vorträge, Eintritt frei 21.09.19 10:00–13:00 zwei Workshops, Grüner Salon und Ballettsaal, 8 / erm. 5 € 14:00–17:30 Vorträge, Eintritt frei 20:00 Künstler*innen­gespräch, 5 / erm. 3 € 22:00 Party, Eintritt frei


Kategorie:

„Es ist die Geschichte der Versäumnisse und Fehler und Tode aller seiner Weggefährten. Es ist die Geschichte vom einzigen Überlebenden. Und sie wird von ihm erzählt.“ (Eine Odyssee) Homers Odyssee (8. Jh. v. Chr.) beginnt zehn Jahre nach der Niederlage Trojas und ist ohne den Krieg nicht zu denken. Zwar gehört Odysseus den siegreichen Griechen an, doch dauert seine Irrfahrt ob Poseidons Fluch weitere zehn Jahre bis zur Heimkehr nach Ithaka. Lässt sich das Leben nach Stationen in der Ferne und allein auf dem Meer nahtlos fortsetzen? Was bedeutet Realität, wenn der Mythos um die trojanische Schlacht diese längst ersetzt hat? Das Trauma erfasst auch die Familie. Penelope verharrt in der Nicht-Zeit an einem Ort, belagert von den Freiern. Ihr beider Sohn Telemachos ist vaterlos im patriarchalen System aufgewachsen und Odysseus dessen bloße Projektion einer Heldenfigur. Echos des Krieges – in Afghanistan und Vietnam – hallen nach. Oder hat die Wirklichkeit den Mythos in seiner nonlinearen Komplexität längst eingeholt? Odysseus erzählt seine Geschichte, die Thorleifur Örn Arnarsson und Mikael Torfason gemeinsam mit dem Ensemble im Bühnenraum multiperspektivisch aufladen, denn Niemand ist Odysseus. [logo kulturradio 140] Besetzung Mit: [Sólveig Arnarsdóttir](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/8719/solveig-arnarsdottir), Johanna Bantzer, [Sarah Franke](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/5724/sarah-franke), Claudio Gatzke, [Jella Haase](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/8721/jella-haase), [Robert Kuchenbuch](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/8722/robert-kuchenbuch), [Daniel Nerlich](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/5732/daniel-nerlich), [Silvia Rieger](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/367/silvia-rieger), [Sarah Maria Sander](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/8410/sarah-maria-sander), Nils Strunk, [Theo Trebs](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/8726/theo-trebs) und Gabriel Cazes (Musikalischer Leiter), Sir Henry (Musiker), Laura Witzleben (Tänzerin) Regie: [Thorleifur Örn Arnarsson](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/8429/) Bühne: Daniel Angermayr Kostüme: Karen Briem Musik: Gabriel Cazes Choreografie: Laura Witzleben Assistenz und Übersetzung: Damiàn Dlaboha Video: Voxi Bärenklau, Nanna MBS Licht: Kevin Sock Dramaturgie: [Degna Martens](https://www.volksbuehne.berlin/de/service/team/5992/) Deutsch mit englischen Übertiteln.


Kategorie: Schauspiel

Tagung, Performance-Workshops 19.09.19 14:00–17:30 Eröffnung und Vorträge, Eintritt frei 20:00 Lecture Performance, 5 / erm. 3 € 20.09.19 10:00–13:00 zwei Workshops, Grüner Salon und Ballettsaal, 8 / erm. 5 € 14:00–17:30 Vorträge, Eintritt frei 21.09.19 10:00–13:00 zwei Workshops, Grüner Salon und Ballettsaal, 8 / erm. 5 € 14:00–17:30 Vorträge, Eintritt frei 20:00 Künstler*innen­gespräch, 5 / erm. 3 € 22:00 Party, Eintritt frei


Kategorie:

Mit seinem dritten Album Retronyms vereint Carlos Cipa seinen Hintergrund als klassisch ausgebildeter Pianist und Komponist mit seinem Interesse für experimentelle Formen und Pop. Nach zahlreichen Live-Aktivitäten in den letzten Jahren, einer Reihe von Kollaborationen und Arbeiten im Bereich Film und Theater lud er für die acht Stücke verschiedene Musiker*innen in sein Studio. Auf Retronyms trifft Improvisation auf Kompositionskunst, akustische und teils außergewöhnliche Instrumente wie die Celesta auf elektronische Produktionsmethoden oder analoge Synthesizer. Zwischen der Avantgarde-Ästhetik vom Opener fanfare über das orchestrale senna's joy hin zur abschließenden Improvisation paon hat Cipa seinen Ansatz als Komponist radikal erweitert. Jeder Ton auf diesem Album ist genau durchdacht und doch brilliert Retronyms durch eindringliche Lebendigkeit. [logo bytefm 120]


Kategorie: Konzert

Wir sind zwischen zwei Jahrtausenden geboren. Wir sind noch jung. Fukuyama verkündete uns das „Ende der Ge­schichte“. Wir haben die Geschichte verpasst. Wir erzählen uns Geschichten vom Ich und von der Selbstverwirklichung. Geschichten von Europa. Wir fühlen uns fremd. Wir haben Angst vor Fremden. Wir heißen Fremde willkommen. Selten sagen wir „Wir“. Häufig sagen wir „Ich“. Wir sind allein. Wir sind einsam. Als eine der letzten Genera­tionen sind wir geboren, um zu sterben. Wir versuchen, nicht daran zu denken. Wir suchen lieber nach uns selbst. Wir haben vergessen, dass es uns nicht gibt. In seinem bekanntesten Roman erzählt der Exil-Autor Gaito Gasdanow von der Einsamkeit und dem mahlenden Rad der Geschichte. In Berlin und Paris konfrontiert diese Inszenierung seinen Existen­zialismus mit der berauschenden Freiheit des 21. Jahrhunderts. Eine Inszenierung des Kollektivs CIAO NOW in Koproduktion mit der Volksbühne Berlin, der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" und dem Conservatoire National Supérieur d’Art Dramatique Besetzung Von und mit: Camille Dagen, Lukas Darnstädt, Nikolas Darnstädt, Martina Dimitrova, Carolin Hartwich, Lisette Holdack, Laura Kirst, Khadija Kouyate, Benjamin Kühni, Richard Le Gall, Jinxuan Mao, Mathilde-Edith Mennetrier, Beatrix Strobel u.a. Deutsch und Französisch.


Kategorie: Schauspiel

„Es ist die Geschichte der Versäumnisse und Fehler und Tode aller seiner Weggefährten. Es ist die Geschichte vom einzigen Überlebenden. Und sie wird von ihm erzählt.“ (Eine Odyssee) Homers Odyssee (8. Jh. v. Chr.) beginnt zehn Jahre nach der Niederlage Trojas und ist ohne den Krieg nicht zu denken. Zwar gehört Odysseus den siegreichen Griechen an, doch dauert seine Irrfahrt ob Poseidons Fluch weitere zehn Jahre bis zur Heimkehr nach Ithaka. Lässt sich das Leben nach Stationen in der Ferne und allein auf dem Meer nahtlos fortsetzen? Was bedeutet Realität, wenn der Mythos um die trojanische Schlacht diese längst ersetzt hat? Das Trauma erfasst auch die Familie. Penelope verharrt in der Nicht-Zeit an einem Ort, belagert von den Freiern. Ihr beider Sohn Telemachos ist vaterlos im patriarchalen System aufgewachsen und Odysseus dessen bloße Projektion einer Heldenfigur. Echos des Krieges – in Afghanistan und Vietnam – hallen nach. Oder hat die Wirklichkeit den Mythos in seiner nonlinearen Komplexität längst eingeholt? Odysseus erzählt seine Geschichte, die Thorleifur Örn Arnarsson und Mikael Torfason gemeinsam mit dem Ensemble im Bühnenraum multiperspektivisch aufladen, denn Niemand ist Odysseus. [logo kulturradio 140] Besetzung Mit: [Sólveig Arnarsdóttir](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/8719/solveig-arnarsdottir), Johanna Bantzer, [Sarah Franke](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/5724/sarah-franke), Claudio Gatzke, [Jella Haase](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/8721/jella-haase), [Robert Kuchenbuch](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/8722/robert-kuchenbuch), [Daniel Nerlich](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/5732/daniel-nerlich), [Silvia Rieger](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/367/silvia-rieger), [Sarah Maria Sander](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/8410/sarah-maria-sander), Nils Strunk, [Theo Trebs](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/8726/theo-trebs) und Gabriel Cazes (Musikalischer Leiter), Sir Henry (Musiker), Laura Witzleben (Tänzerin) Regie: [Thorleifur Örn Arnarsson](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/8429/) Bühne: Daniel Angermayr Kostüme: Karen Briem Musik: Gabriel Cazes Choreografie: Laura Witzleben Assistenz und Übersetzung: Damiàn Dlaboha Video: Voxi Bärenklau, Nanna MBS Licht: Kevin Sock Dramaturgie: [Degna Martens](https://www.volksbuehne.berlin/de/service/team/5992/) Deutsch mit englischen Übertiteln.


Kategorie: Schauspiel

Sebastian Lehmann kommt aus Baden-Württemberg und hat Eltern. Diesen beiden Unique Selling Points hat er noch einen dritten hinzugefügt: Er telefoniert regelmäßig mit seiner Mutter! Aus den Aufzeichnungen dieser Gespräche liest er vor, bei Poetry Slams oder auf der Kreuzberger Lesedüne im SO36, aber wer glaubt, das gebe Beef mit dem Elternhaus, irrt: Sebastian ist Vegetarier, und Sebastians Mutter wundert sich über die seltsamen Gebräuche in diesem Berlin. Sozio-Comedy at its best. Katinka Buddenkotte pflegt „Betreutes Trinken“ und sagt zu Recht von sich: „Ich hatte sie alle!“. So jedenfalls heißen zwei ihrer Prosa-Werke, und da die Frau aus Münster kommt und in Köln wohnt, glauben wir ihr einfach alles. Sie liest bei der Kölner Lesebühne Rock´n´Read, pflegt Poetry Slams allüberall zu gewinnen, schreibt für Taz und Titanic und ist, das sei noch nachgereicht, einfach eine überaus angenehme Person. »Wie oft muss es noch gesagt werden, dass Katinka Buddenkotte einfach nur großartig ist? Ausnahmslos jedes ihrer Bücher ist ein Schlag ins Gesicht der Humorlosen, Engstirnigen und Kleinherzigen.« (Jess Jochimsen, SWR-»Nacht der Poeten«)


Kategorie: Lesung


Kategorie: Diskurs

Sènsa ist ein Wort der afrikanischen Bantusprachen, dass sich mit “erscheinen”, “sich enthüllen”, “Sinn ergeben” übersetzen lässt. Maheke und Nkisi kombinieren Sound, Bewegung und Licht, um dieses Konzept präsent und körperlich werden zu lassen.- Identitäten, die in den peripheren Bereichen des Sichtbaren verborgen sind, Stimmen, die von den Rändern ertönen oder verweilende Schatten, rücken ins Zentrum der Bewegung. Der Begriff zeigt die Verwurzelung Mahekes und Nkisis Praxis im diasporischen Imaginären auf und beschreibt eine Sehkraft des Dazwischen, kollagiert aus Narrativen, sich verändernden Sounds und Bildern, im Austausch mit dem Raum, der Bewegung und dem Publikum. Um Anmeldung über besucherservice@volksbuehne-berlin.de wird gebeten. Foto: Sènsa von Paul Maheke & Nkisi, Abrons Arts Center NYC, März 2019


Kategorie: Performance

Mit: Björnsson / Marx, Derossi & Celestino, Johannes Kreidler, Opera Lab Berlin, Hauen und Stechen, Manufaktur für aktuelle Musik, ­Novoflot, DieOrdnungDerDinge, Sirje Viise u.a. Berlin besitzt die wohl größte und pulsierendste freie Musiktheaterszene Europas. Seit letztem Jahr besitzt es auch ein Festival dieser Szene – BAM! Mit sämtlichen ihrer Spielstätten wird die Volksbühne Ende September zur Arena unterschiedlichster Formen eines neuen Musiktheaters jenseits der Oper. Acker Stadt Palast und Ballhaus Ost, beide nicht weit entfernt, ergänzen als Satelliten den Festivalraum. Bei jeder Austragung sucht BAM! künftig den Austausch mit jeweils einem weiteren geografischen Zentrum freien Musiktheaters. Zu den Berliner Akteur*innen gesellt sich in diesem Jahr die Szene Rotterdams mit einigen ihrer Ensembles. Das komplette Programm und ausführliche Informationen finden sich online ab dem 16.08. Der Kartenverkauf beginnt am 19.08. Eine Veranstaltung des ZMB (Zeitgenössisches Musik­theater Berlin e.V.) in Kooperation mit der Volksbühne Berlin, Acker Stadt Palast, Ballhaus Ost und Operadagen Rotterdam. BAM! wird gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa (Spartenoffene Förderung) und die Rudolf Augstein Stiftung. [logo bamalle 750]


Kategorie:

Mit: Björnsson / Marx, Derossi & Celestino, Johannes Kreidler, Opera Lab Berlin, Hauen und Stechen, Manufaktur für aktuelle Musik, ­Novoflot, DieOrdnungDerDinge, Sirje Viise u.a. Berlin besitzt die wohl größte und pulsierendste freie Musiktheaterszene Europas. Seit letztem Jahr besitzt es auch ein Festival dieser Szene – BAM! Mit sämtlichen ihrer Spielstätten wird die Volksbühne Ende September zur Arena unterschiedlichster Formen eines neuen Musiktheaters jenseits der Oper. Acker Stadt Palast und Ballhaus Ost, beide nicht weit entfernt, ergänzen als Satelliten den Festivalraum. Bei jeder Austragung sucht BAM! künftig den Austausch mit jeweils einem weiteren geografischen Zentrum freien Musiktheaters. Zu den Berliner Akteur*innen gesellt sich in diesem Jahr die Szene Rotterdams mit einigen ihrer Ensembles. Das komplette Programm und ausführliche Informationen finden sich online ab dem 16.08. Der Kartenverkauf beginnt am 19.08. Eine Veranstaltung des ZMB (Zeitgenössisches Musik­theater Berlin e.V.) in Kooperation mit der Volksbühne Berlin, Acker Stadt Palast, Ballhaus Ost und Operadagen Rotterdam. BAM! wird gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa (Spartenoffene Förderung) und die Rudolf Augstein Stiftung. [logo bamalle 750]


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Mit: Björnsson / Marx, Derossi & Celestino, Johannes Kreidler, Opera Lab Berlin, Hauen und Stechen, Manufaktur für aktuelle Musik, ­Novoflot, DieOrdnungDerDinge, Sirje Viise u.a. Berlin besitzt die wohl größte und pulsierendste freie Musiktheaterszene Europas. Seit letztem Jahr besitzt es auch ein Festival dieser Szene – BAM! Mit sämtlichen ihrer Spielstätten wird die Volksbühne Ende September zur Arena unterschiedlichster Formen eines neuen Musiktheaters jenseits der Oper. Acker Stadt Palast und Ballhaus Ost, beide nicht weit entfernt, ergänzen als Satelliten den Festivalraum. Bei jeder Austragung sucht BAM! künftig den Austausch mit jeweils einem weiteren geografischen Zentrum freien Musiktheaters. Zu den Berliner Akteur*innen gesellt sich in diesem Jahr die Szene Rotterdams mit einigen ihrer Ensembles. Das komplette Programm und ausführliche Informationen finden sich online ab dem 16.08. Der Kartenverkauf beginnt am 19.08. Eine Veranstaltung des ZMB (Zeitgenössisches Musik­theater Berlin e.V.) in Kooperation mit der Volksbühne Berlin, Acker Stadt Palast, Ballhaus Ost und Operadagen Rotterdam. BAM! wird gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa (Spartenoffene Förderung) und die Rudolf Augstein Stiftung. [logo bamalle 750]


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Mit: Björnsson / Marx, Derossi & Celestino, Johannes Kreidler, Opera Lab Berlin, Hauen und Stechen, Manufaktur für aktuelle Musik, ­Novoflot, DieOrdnungDerDinge, Sirje Viise u.a. Berlin besitzt die wohl größte und pulsierendste freie Musiktheaterszene Europas. Seit letztem Jahr besitzt es auch ein Festival dieser Szene – BAM! Mit sämtlichen ihrer Spielstätten wird die Volksbühne Ende September zur Arena unterschiedlichster Formen eines neuen Musiktheaters jenseits der Oper. Acker Stadt Palast und Ballhaus Ost, beide nicht weit entfernt, ergänzen als Satelliten den Festivalraum. Bei jeder Austragung sucht BAM! künftig den Austausch mit jeweils einem weiteren geografischen Zentrum freien Musiktheaters. Zu den Berliner Akteur*innen gesellt sich in diesem Jahr die Szene Rotterdams mit einigen ihrer Ensembles. Das komplette Programm und ausführliche Informationen finden sich online ab dem 16.08. Der Kartenverkauf beginnt am 19.08. Eine Veranstaltung des ZMB (Zeitgenössisches Musik­theater Berlin e.V.) in Kooperation mit der Volksbühne Berlin, Acker Stadt Palast, Ballhaus Ost und Operadagen Rotterdam. BAM! wird gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa (Spartenoffene Förderung) und die Rudolf Augstein Stiftung. [logo bamalle 750]


Kategorie:

In Kooperation mit Platz Da In der Serie Technobodies geht es um Szenarien für den Austausch und die Genese von Ideen an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft in der intimen und zugleich öffentlichen Situation des Grünen Salons. Im Rahmen von vier aufeinanderfolgenden Formaten wird mit (dis)abled Politcs of Data.- Pecha Kucha Night: Immaterial Art, Performersion sowie Death by Game Play (Tod und Spiele), das Spannungsfeld zwischen Daten und unseren Körpern untersucht. Der nicht existierende Dualismus von Analog/Digital soll dabei kritisch reflektiert und der informelle Austausch vom digitalen Hub zurück in den analogen Salon geholt werden – und umgekehrt. Zentrale Fragen der Serie sind unter anderen: „Welche Daten erzählen wessen Geschichte?“, „Welchen Körper haben Daten – und ist dieser sterblich?“, „Wer formt den weiblichen Cyberkörper?“,„Wer spricht und wessen Stimme wird in der Immaterialität gehört?“ Technobodies wird kuratiert von Yvonne Zindel, die sich forschend und künstlerisch mit den Möglichkeiten des Digitalen in Kunst und Design, mit Cultural Hacks und digitalen Vermittlungsformen auseinandersetzt. In ihrer Reihe Performing Encounters verhandelt sie seit 2014 regelmäßig Themen wie AI und Hacking. Gefördert durch [logo senat 180]


Kategorie: Diskurs

Durch den Blick auf Leben und Werk von Konrad Wolf, dem wichtigsten Filmemacher der DDR, wird die vernachlässigte Perspektive Ostdeutschlands auf die Verheerungen und Hoffnungen des 20. Jahrhunderts rekonstruiert. Seine Filme geben Aufschluss über die Gründe und Verheißungen einer »sozialistischen Alternative«.- dialogisch entwickeln Antje Vollmer aus dem Westen und Hans-Eckardt Wenzel aus dem Osten eine gesamtdeutsche Erzählung vom Scheitern und Gelingen – vom Verhältnis von Kunst zu Wirklichkeit. Als Sohn des bekannten und erfolgreichen Schriftstellers, Arztes und Kommunisten Friedrich Wolf, 1925 in Hechingen (nicht weit von Tübingen) geboren, wächst Konrad Wolf ab 1934 in der Emigration im Moskau der stalinistischen 1930er-Jahre auf. In der DDR wird er zum bedeutenden und international bekannten Filmregisseur, während sein Bruder Markus zum Auslandsgeheimdienstchef wird (dessen bekanntes Buch „Die Troika“ basiert auf den Filmskizzen des Bruders, die dieser nicht mehr vollenden konnte). »Aus Deutschland heraus und nach Deutschland zurück, das war sein Lebensthema.« — Wolfgang Kohlhaase Konrad Wolf wird in seinen 14 Spielfilmen, die gerade wieder neu ediert wurden, zum Chronisten der DDR und eines Lebens im Jahrhundert der Extreme – bis zu seinem Tod im Jahr 1982. Obwohl zwei seiner Filme („Sonnensucher“ und „Menschen mit Flügeln“) jahrelang nicht in den Kinos der DDR zu sehen waren, wird er als Präsident der Akademie der Künste zum Mittler zwischen Kunst und Politik. Zusammen mit Kollegen, Autoren, Kameraleuten und Drehbuchautoren sucht er innerhalb der DDR nach eigener künstlerischer Wahrhaftigkeit. Seine Filmerzählungen, die Verarbeitung seiner Biografie – von der russischen Kindheit und seiner Zeit als junger Soldat der Roten Armee bis zur langsamen Annäherung an die zunächst fremde deutsche Heimat – zeigen ihn als eigensinnigen Grenzgänger mit starken Bindungen an das Schicksal seiner Familie. Er entwickelt eine authentische Filmsprache, die geprägt ist von der Sinnsuche und der Melancholie des Exilanten, von den Konflikten des Sozialisten und Künstlers im neu gespaltenen Europa nach dem Ende des großen Krieges. Interviews mit Freunden und Mitstreitern erweitern das bisher bekannte Bild. Antje Vollmer, geboren 1943, ist promovierte Theologin und war fast 20 Jahre lang Mitglied des Deutschen Bundestags, von 1994 bis 2005 als Bundestagsvizepräsidentin. Sie war als vielbeachtete Publizistin tätig und wurde unter anderem mit der Carl-von-Ossietzky-Medaille und dem Hannah-Arendt-Preis ausgezeichnet. Von Václav Havel wurde ihr der Masaryk-Orden verliehen. Hans-Eckardt Wenzel (Jahrgang 1955), Liedermacher, Regisseur und Komponist.


Kategorie: Lesung


Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:31.08.19
© Fotos der Vorstellungen: [+][-]
„Der Krieg hat angefangen!“(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) Torstraßenfestival 2019 Der Knoten(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) Eine Odyssee(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) „Das ist Netzpolitik!“ Die Konferenz(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) Eröffnung: Aviva Silverman The Living Watch Over the Living ii(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) Art Week Salon Party(/) Reformbühne Heim & Welt Zu Gast: Christoph Hein und Hans-Eckardt Wenzel(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) Christophe Chassol: Big Sun(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) 2 um 8: Der radioeins und Freitag Salon Jakob Augstein im Gespräch mit Friederike Otto(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) An Evening with Aviva Silverman(/) PHANTOM MENACE(/) An Evening with Dan Bodan & Tarren Johnson(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) Forschungsmaschine: Verschränkte Verfahren von Kunst und Theorie(/) Edgar Rai: Im Licht der Zeit(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) Die große Wiglaf-Droste-Gala(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) Carlos Cipa(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) Reformbühne Heim & Welt Zu Gast: Sebastian Lehmann und Katinka Buddenkotte(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) Real Talk(/) ASSEMBLE: Paul Maheke & Nkisi. Sènsa(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) BAM! Berliner Festival für ­aktuelles Musiktheater 2019(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) Technobodies: Wir (behinderten) Technikkörper(/) Antje Vollmer, Hans-Eckardt Wenzel: Konrad Wolf. Chronist im Jahrhundert der Extreme(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin)

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