www.berlinchecker.dewww.berlinchecker.de
×

Anzeige



Spielplan für September 2018

Ein Scharfschütze sitzt auf einem Haus, das jederzeit einstürzen könnte. Ein junger Künstler behütet einen Zirkus, der längst leer steht. Ein Filmemacher hält die Ruinen seiner Stadt fest. Eine Krankenschwester sucht nach Leben in den Leichen. Ayham Majid Agha, Oberspielleiter des Exil-Ensembles, verwandelt in seiner ersten Berliner Arbeit das Studio ? in eine Konfliktzone, um der unheimlichen Verbindung zwischen Töten, Einsamkeit und Brüchigkeit nachzugehen. ???? ???? ??? ??? ???? ?? ????? ?? ?? ????? ???? ??? ???? ????? ?????? ??? ??? ????? ???? ????? ???? ?????? ?? ??????? ????? ???? ?? ???? ??? ?????. ?? ???? ????? ?? ????? (???? ???? ???? ?? ???????)? ???? ???? ???? ?????? ????? ?? " ???? ?????? " ?? ???? ????? ?????? ???? ??????? (??) "?” ??? ???? ???? ?? ??? ???? ?????? ?????? ??? ????? ??????? ????????. Uraufführung: 14/September 2017 Trailer ansehen Eine Produktion des Studio ?/ Maxim Gorki Theaters unter Mitwirkung des Exil Ensembles, gefördert aus Mitteln der Kulturstiftung des Bundes, der LOTTO-Stiftung Berlin und der Stiftung Mercator. Der Text entstand im Rahmen der Literaturwerkstatt Flucht, die mich bedingt des Neuen Instituts für dramatisches Schreiben (NIDS) in Zusammenarbeit mit dem Maxim Gorki Theater und Studio ?, gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds Ausgezeichnet mit dem Preis der jungen Theaterkritik bei 'Radikal Jung 2018 - Das Festival für junge Regie'


Kategorie: Schauspiel

Ein Scharfschütze sitzt auf einem Haus, das jederzeit einstürzen könnte. Ein junger Künstler behütet einen Zirkus, der längst leer steht. Ein Filmemacher hält die Ruinen seiner Stadt fest. Eine Krankenschwester sucht nach Leben in den Leichen. Ayham Majid Agha, Oberspielleiter des Exil-Ensembles, verwandelt in seiner ersten Berliner Arbeit das Studio ? in eine Konfliktzone, um der unheimlichen Verbindung zwischen Töten, Einsamkeit und Brüchigkeit nachzugehen. ???? ???? ??? ??? ???? ?? ????? ?? ?? ????? ???? ??? ???? ????? ?????? ??? ??? ????? ???? ????? ???? ?????? ?? ??????? ????? ???? ?? ???? ??? ?????. ?? ???? ????? ?? ????? (???? ???? ???? ?? ???????)? ???? ???? ???? ?????? ????? ?? " ???? ?????? " ?? ???? ????? ?????? ???? ??????? (??) "?” ??? ???? ???? ?? ??? ???? ?????? ?????? ??? ????? ??????? ????????. Uraufführung: 14/September 2017 Trailer ansehen Eine Produktion des Studio ?/ Maxim Gorki Theaters unter Mitwirkung des Exil Ensembles, gefördert aus Mitteln der Kulturstiftung des Bundes, der LOTTO-Stiftung Berlin und der Stiftung Mercator. Der Text entstand im Rahmen der Literaturwerkstatt Flucht, die mich bedingt des Neuen Instituts für dramatisches Schreiben (NIDS) in Zusammenarbeit mit dem Maxim Gorki Theater und Studio ?, gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds Ausgezeichnet mit dem Preis der jungen Theaterkritik bei 'Radikal Jung 2018 - Das Festival für junge Regie'


Kategorie: Schauspiel

Die junge Elizaveta Bam hat sich in ihrem Zimmer eingesperrt, weil sie wegen eines »abscheulichen Verbrechens« verhaftet werden soll. Ihre beiden Verfolger wollen sie dem Gesetz ausliefern, ohne ihr einen Grund nennen zu können. Die vage Vermutung, dass sich hier nun eine realistische Krimi-Tragödie entfalten könnte, löst sich schnell in Luft auf. Die Situation gerät völlig aus den Fugen und die zu Beginn existentielle Gefahr schlägt in ein clowneskes Spiel um. Christian Weise befragt mit dem Exil Ensemble einen der wichtigsten Texte des absurden Theaters auf seine Doppelbödigkeit: Wenn die herrschende Ideologie absolute Gleichförmigkeit verlangt, wie kann oberflächliches Geplapper zum Instrument der Kritik werden? Trailer ansehen Eine Produktion des Maxim Gorki Theater, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, die LOTTO-Stiftung Berlin und die Stiftung Mercator. Aufführungsrechte beim Rowohlt Theater Verlag, Reinbek bei Hamburg, Deutsche Übersetzung Alexander Nitzberg


Kategorie: Schauspiel

Die junge Elizaveta Bam hat sich in ihrem Zimmer eingesperrt, weil sie wegen eines »abscheulichen Verbrechens« verhaftet werden soll. Ihre beiden Verfolger wollen sie dem Gesetz ausliefern, ohne ihr einen Grund nennen zu können. Die vage Vermutung, dass sich hier nun eine realistische Krimi-Tragödie entfalten könnte, löst sich schnell in Luft auf. Die Situation gerät völlig aus den Fugen und die zu Beginn existentielle Gefahr schlägt in ein clowneskes Spiel um. Christian Weise befragt mit dem Exil Ensemble einen der wichtigsten Texte des absurden Theaters auf seine Doppelbödigkeit: Wenn die herrschende Ideologie absolute Gleichförmigkeit verlangt, wie kann oberflächliches Geplapper zum Instrument der Kritik werden? Trailer ansehen Eine Produktion des Maxim Gorki Theater, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, die LOTTO-Stiftung Berlin und die Stiftung Mercator. Aufführungsrechte beim Rowohlt Theater Verlag, Reinbek bei Hamburg, Deutsche Übersetzung Alexander Nitzberg


Kategorie: Schauspiel

Das Wichtigste ist, dass man ehrlich ist, oder? Wir können doch offen über alles sprechen? Oder nicht? Aber man sollte genau wissen, wo die Grenze zwischen Ehrlichkeit und Belästigung ist, was angemessen ist, was man sagen darf und was nicht. Vor allem sollte man wissen, wie man das alles herausfindet. Und wie machen das die anderen Leute? Worst case Szenario: was ist das Schlimmste, was passieren kann, wenn du sagst, was du begehrst! Und das best case Szenario? Und das ehrlich case Szenario? Sexualität war schon immer kompliziert: Wenn Fantasie und Realität, Ausnahmezustand und Alltag, Begehren und Angst vor dem Verletzen zusammentreffen, kommt die Sprache an ihre Grenzen und außerhalb der sexuellen Komfortzone wird es schwer, »darüber zu reden«. Aber wie verändert sich der Umgang mit Scham, Angst und Lust offline in Zeiten der Online-Revolution von #MeToo? Sexualität war schon immer politisch: als romantische Konstruktion, als Ideologie individueller Freiheit, als verklärte Ewigkeit. Aber die aktuelle Debatte um #MeToo hat ein erneutes Erdbeben ausgelöst und gezeigt, dass nichts »geklärt« ist. Aber was würde eine feminisierte Welt ausmachen? Die Solidaritätsbewegung muss sich finden, auf Backlashes reagieren und ein neues Zeitalter entwerfen. Wie wäre es, in so einer Welt zu leben? Sexualität war schon immer ein Theaterstoff: Wo nur gespielt wird, kann durchgespielt werden, was jede*r träumt aber keine*r auszusprechen wagt. Yael Ronen und das unerschrockene Ensemble nehmen die Nachwirkungen von #MeToo in ihrer neuen Stückentwicklung persönlich, begegnen sie sich selbst als Opfer und als Täter, erforschen Begehren und Grenzen, gehen den eigenen Ängsten und Mindfucks auf den Grund und suchen nach aufrichtiger Kommunikation in Schamregionen. Alles nur gespielt? Wo die Sprache versagt, beginnt die Musik mit eigens komponierten Songs des israelischen Superstars und Experten für Beziehungsfragen Shlomi Shaban. Foto: Esra Rotthoff


Kategorie: Schauspiel

»Heute ist alles, was Männer tun, sagen, fühlen oder denken, falsch – weil sie dem falschen Geschlecht angehören« Jens Jessen über die #metoo Debatte Auf der Suche nach den Haupt- und Nebenrollen im Drama der Geschlechter kehren die Regisseurin Suna Gürler, der Autor Lucien Haug und fünf Schauspieler*innen, u.a. des Exil Ensembles, an den Ursprung der Erzählung zurück: Adam, der Erste, die Hauptfigur schlechthin, tritt auf. Alles, was er tut, verursacht Aufmerksamkeit. Er würde sich gerne dagegen wehren, der Erleider und Verursacher von allem zu sein. Doch was hat dieses Ur-Bild eines Mannes noch mit den Figuren zu tun, denen wir heute begegnen? Dazu interviewt das Team echte Männer und befragt sie zu ihren Erwartungen, Ängsten und Hoffnungen. Während viele Männer sich auf eine offene Diskussion über Rollenbilder freuen, bezeichnen einige Meinungsmacher #Me-Too als Hexenjagd gegen Männer. Die meisten bleiben stumm, obwohl es doch auch um sie geht. Wollen sie einmal nicht die Hauptrolle einer Geschichte spielen? Wer wird eigentlich gesehen und gehört? Wer spricht für wen? Wer ist Opfer und wer Täter? Und wer ist keines von beidem? Eine Produktion des Exil Ensembles und des Maxim Gorki Theaters, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, die LOTTO-Stiftung Berlin, die Stiftung Mercator und die Senatsverwaltung für Kultur und Europa Aufführungsrechte Suna Gürler &.- Lucien Haug. Foto: Esra Rotthoff


Kategorie: Schauspiel

Das Wichtigste ist, dass man ehrlich ist, oder? Wir können doch offen über alles sprechen? Oder nicht? Aber man sollte genau wissen, wo die Grenze zwischen Ehrlichkeit und Belästigung ist, was angemessen ist, was man sagen darf und was nicht. Vor allem sollte man wissen, wie man das alles herausfindet. Und wie machen das die anderen Leute? Worst case Szenario: was ist das Schlimmste, was passieren kann, wenn du sagst, was du begehrst! Und das best case Szenario? Und das ehrlich case Szenario? Sexualität war schon immer kompliziert: Wenn Fantasie und Realität, Ausnahmezustand und Alltag, Begehren und Angst vor dem Verletzen zusammentreffen, kommt die Sprache an ihre Grenzen und außerhalb der sexuellen Komfortzone wird es schwer, »darüber zu reden«. Aber wie verändert sich der Umgang mit Scham, Angst und Lust offline in Zeiten der Online-Revolution von #MeToo? Sexualität war schon immer politisch: als romantische Konstruktion, als Ideologie individueller Freiheit, als verklärte Ewigkeit. Aber die aktuelle Debatte um #MeToo hat ein erneutes Erdbeben ausgelöst und gezeigt, dass nichts »geklärt« ist. Aber was würde eine feminisierte Welt ausmachen? Die Solidaritätsbewegung muss sich finden, auf Backlashes reagieren und ein neues Zeitalter entwerfen. Wie wäre es, in so einer Welt zu leben? Sexualität war schon immer ein Theaterstoff: Wo nur gespielt wird, kann durchgespielt werden, was jede*r träumt aber keine*r auszusprechen wagt. Yael Ronen und das unerschrockene Ensemble nehmen die Nachwirkungen von #MeToo in ihrer neuen Stückentwicklung persönlich, begegnen sie sich selbst als Opfer und als Täter, erforschen Begehren und Grenzen, gehen den eigenen Ängsten und Mindfucks auf den Grund und suchen nach aufrichtiger Kommunikation in Schamregionen. Alles nur gespielt? Wo die Sprache versagt, beginnt die Musik mit eigens komponierten Songs des israelischen Superstars und Experten für Beziehungsfragen Shlomi Shaban. Foto: Esra Rotthoff


Kategorie: Schauspiel

Das Wichtigste ist, dass man ehrlich ist, oder? Wir können doch offen über alles sprechen? Oder nicht? Aber man sollte genau wissen, wo die Grenze zwischen Ehrlichkeit und Belästigung ist, was angemessen ist, was man sagen darf und was nicht. Vor allem sollte man wissen, wie man das alles herausfindet. Und wie machen das die anderen Leute? Worst case Szenario: was ist das Schlimmste, was passieren kann, wenn du sagst, was du begehrst! Und das best case Szenario? Und das ehrlich case Szenario? Sexualität war schon immer kompliziert: Wenn Fantasie und Realität, Ausnahmezustand und Alltag, Begehren und Angst vor dem Verletzen zusammentreffen, kommt die Sprache an ihre Grenzen und außerhalb der sexuellen Komfortzone wird es schwer, »darüber zu reden«. Aber wie verändert sich der Umgang mit Scham, Angst und Lust offline in Zeiten der Online-Revolution von #MeToo? Sexualität war schon immer politisch: als romantische Konstruktion, als Ideologie individueller Freiheit, als verklärte Ewigkeit. Aber die aktuelle Debatte um #MeToo hat ein erneutes Erdbeben ausgelöst und gezeigt, dass nichts »geklärt« ist. Aber was würde eine feminisierte Welt ausmachen? Die Solidaritätsbewegung muss sich finden, auf Backlashes reagieren und ein neues Zeitalter entwerfen. Wie wäre es, in so einer Welt zu leben? Sexualität war schon immer ein Theaterstoff: Wo nur gespielt wird, kann durchgespielt werden, was jede*r träumt aber keine*r auszusprechen wagt. Yael Ronen und das unerschrockene Ensemble nehmen die Nachwirkungen von #MeToo in ihrer neuen Stückentwicklung persönlich, begegnen sie sich selbst als Opfer und als Täter, erforschen Begehren und Grenzen, gehen den eigenen Ängsten und Mindfucks auf den Grund und suchen nach aufrichtiger Kommunikation in Schamregionen. Alles nur gespielt? Wo die Sprache versagt, beginnt die Musik mit eigens komponierten Songs des israelischen Superstars und Experten für Beziehungsfragen Shlomi Shaban. Foto: Esra Rotthoff


Kategorie: Schauspiel

»Heute ist alles, was Männer tun, sagen, fühlen oder denken, falsch – weil sie dem falschen Geschlecht angehören« Jens Jessen über die #metoo Debatte Auf der Suche nach den Haupt- und Nebenrollen im Drama der Geschlechter kehren die Regisseurin Suna Gürler, der Autor Lucien Haug und fünf Schauspieler*innen, u.a. des Exil Ensembles, an den Ursprung der Erzählung zurück: Adam, der Erste, die Hauptfigur schlechthin, tritt auf. Alles, was er tut, verursacht Aufmerksamkeit. Er würde sich gerne dagegen wehren, der Erleider und Verursacher von allem zu sein. Doch was hat dieses Ur-Bild eines Mannes noch mit den Figuren zu tun, denen wir heute begegnen? Dazu interviewt das Team echte Männer und befragt sie zu ihren Erwartungen, Ängsten und Hoffnungen. Während viele Männer sich auf eine offene Diskussion über Rollenbilder freuen, bezeichnen einige Meinungsmacher #Me-Too als Hexenjagd gegen Männer. Die meisten bleiben stumm, obwohl es doch auch um sie geht. Wollen sie einmal nicht die Hauptrolle einer Geschichte spielen? Wer wird eigentlich gesehen und gehört? Wer spricht für wen? Wer ist Opfer und wer Täter? Und wer ist keines von beidem? Eine Produktion des Exil Ensembles und des Maxim Gorki Theaters, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, die LOTTO-Stiftung Berlin, die Stiftung Mercator und die Senatsverwaltung für Kultur und Europa Aufführungsrechte Suna Gürler &.- Lucien Haug. Foto: Esra Rotthoff


Kategorie: Schauspiel

Das Revuetheater ist wieder da! Fast schien es, als hätten die Nazis gesiegt. Das Revuetheater, jene queere Mischung aus Operette, modernem Boulevard, politischem Kabarett, Jazz und neuer Musik war das Genre, das wie kein anderes das Bild der „Goldenen Zwanziger“ in Berlin prägte. Doch diese hohe frühpostmoderne Unterhaltungskunst fiel den Nazis und ihrem antisemitisch-homophobem Hass zum Opfer. Die Künstler*innen mussten emigrieren, ihre Werke verschwanden und mit ihnen auch das Genre. Am Gorki wird nun eines dieser Werke 86 Jahre nach der Uraufführung 1931 wieder belebt: „Alles Schwindel“ ist eine echte Wiederentdeckung. Was wie eine klassische Boy-meets-Girl-Story beginnt, wird zu einem aberwitzigen Parcours durch die Scheinwelten der späten Zwanziger Jahre und damit einer Zeit, in der „Tempo“ das entscheidende Wort war und „Schritt halten“ den Rhythmus vorgab. Die Musik des später nach London emigrierten Mischa Spoliansky kann neben Größen wie Kurt Weill bestehen. Christian Weise hat als Regisseur einen riesen Spaß an solchen Stoffen, von Spoliansky inszenierte er bereits die Operette „Wie werde ich reich und glücklich“. Er wirft sich mit dem Gorki-Ensemble in den Strudel einer großen Berliner Zeit, die in ihrem Flimmern, aber auch in ihrer bedrohlichen Fragilität politisch und hedonistisch zarte Ähnlichkeiten zu der Stadt hat, wie sie heute zu erleben ist. Ein rasanter Kostüm-, Musik und Tanzabend mit Songs, die im Ohr bleiben und einer verwirrend aktuellen Story. Trailer anschauen Premiere: 17/Dezember 2017


Kategorie: Schauspiel

Nicht nur in rechten Kreisen wird der Feminismus wieder zur destruktiven Kraft stilisiert, die Männlichkeit ablehne und die Familie bedrohe. Was sagen uns diese Verunsicherungen über Männer(selbst)bilder heute? Darüber diskutiert Missy-Herausgeberin Margarita Tsomou mit dem Gründer der Neuköllner »Männer- und Vätergruppe« Kaz?m Erdo?an und der Queer-Theoretikerin und Postkolonialismus-Expertin Elahe Hashemi Yekani. In Zusammenarbeit mit dem Missy Magazine


Kategorie: Diskussion

Iwan ist ein Mann mit Vergangenheit, Familie und mehr als nur einem Problem. Er scheint am Ende, seine Finanzen so zerrüttet wie seine Familie, die Kinder, verkommen oder traumatisiert, stehen ihm in nichts nach: Alexander ist eitel, Nadeshda intrigiert, Ljubow ist verbittert. Die jüngsten Pjotr und Wera suchen nach einem Ausweg, egal wie. Auf dem gespenstischen Weg zurück zu Geld und Macht wird der archaische Patriarch seine vielleicht erfolgreichste Rolle spielen – die des charismatischen »Menschenzüchters«. Regisseur András Dömötör entwickelt mit einem 110 Jahre alten Gorki-Text das spielerische Psychogramm einer Ermächtigung des Menschen über den Menschen, als Reise in einen uns allzu nahen Horror. Premiere 15. Juni 2018 Foto: Esra Rotthoff Rechte an der Übersetzung: henschel SCHAUSPIEL Theaterverlag Berlin Geburtstagsüberraschung. Ein Essay von Aram Tafreshian


Kategorie: Schauspiel

Wir gehen in den Reichstag hinein, um uns im Waffenarsenal der Demokratie mit deren eigenen Waffen zu versorgen. Wenn die Demokratie so dumm ist, uns für diesen Bärendienst Freifahrkarten und Diäten zu geben, so ist das ihre eigene Sache. Wir zerbrechen uns darüber nicht den Kopf. Uns ist jedes gesetzliche Mittel recht, den Zustand von heute zu revolutionieren. […] Wir kommen nicht als Freunde, auch nicht als Neutrale. Wir kommen als Feinde! Joseph Goebbels, 1928 Wie bereits in der Vergangenheit geschehen, erleben wir heute wieder wie antidemokratische Kräfte mit Mitteln der Demokratie legitimiert werden, mediale und reale Präsentationsräume erhalten und ihre Ansichten salonfähig werden. Dann können sie ganz legal anschließend die Demokratie umstürzen und eine autoritäre Diktatur fordern – nicht nur in Polen oder Ungarn, sondern auch in Deutschland. Oliver Frlji? hat drei Jahre lang das Nationaltheater in Rijeka geleitet und wurde von seinem Publikum begeistert unterstützt, von katholisch kroatischen Nationalisten erbittert bekämpft. Seitdem inszeniert er in unterschiedlichen Ländern, zuletzt in Österreich und Polen, wo seine Arbeit Kl?twa (Der Fluch), die im Juni 2017 im Gorki zu Gast war, in Warschau für Jubel und Protest sorgte. Im Gorki will er der Logik der Politik folgen, um das Theater in Frage zu stellen und das demokratische System zu überdenken. Pünktlich zum 150. Geburtstag von Maxim Gorki untersucht Frlji?, ob Gorki dem Gorki helfen kann, die Alternative für Deutschland zu verstehen. Und ob die Alternative fu?r Deutschland helfen kann, das GO?KI zu verstehen. Oder andersherum? Was ist Demokratie wert, wenn ihre Gegner*innen in ihren Räumen groß aufspielen können? Was ist Theater wert, wenn in seinen Räumen seine Gegner*innen nicht aufspielen können? Uraufführung 15. März 2018 Foto: Esra Rotthoff


Kategorie: Schauspiel

In der Finsternis des Weltalls findet ein Machtkampf statt, von dem wir nicht mehr als eine Ahnung haben. Dunkle Materie gegen dunkle Energie, strukturelle Harmonie gegen systemsprengendes Chaos. Und mittendrin schwebt ein kleiner, kleiner Planet. Und auf diesem kleinen, kleinen Planeten gibt es eine Allee, die durch einen endlosen Wald führt. Und inmitten dieses endlosen Waldes liegt ein uckermärkisches Dorf mit einem Hotel. Es ist Wochenende und es gibt etwas zu feiern. Immanuel und Mathias sind Brüder und Konkurrenten, sie sind Astrophysiker mit extrem gegensätzlichen Temperamenten. Als Immanuel einen bedeutenden Preis verliehen bekommt, lädt seine Frau Mania die Brüder zu einer Landpartie ein. Doch Mathias bringt seine Freundin Magda mit, die gerade nach einem Selbstmordversuch aus Klinik entlassen worden ist. Und urplötzlich taucht auch noch der verschollene Halbbruder David aus Israel auf, der mehr zu wissen scheint, als möglich ist. Durch ein Zusammenspiel von Zufällen und Intrigen kommen die Geheimnisse der Familie ans Licht. Yael Ronen, die humorvollste Therapeutin unter den Theatermacher*innen, ist mit ihrem unerschrockenen Ensemble in eine finstere Gefahrenzone abgetaucht, in die eigenen Abgründe, in die Schwarzen Löcher hinein. So ist ein Stück entstanden, das hinter das inszenierte Glück der Generation Karriere in die dunklen Konflikte eines Familienuniversums führt. Wie halten Menschen einander aus? Von welchen Dämonen werden wir getrieben? Wieviel Macht hat die einzelne Person über sich selbst? Die Überschreitung macht die Grenze sichtbar, auf der Familienfeier wird ein komplexes Geflecht von Abhängigkeiten, Lügen und offenen Wunden freilegt, in dem jeder mehr als nur eine Rolle spielt. Trailer ansehen


Kategorie: Schauspiel

Das Wichtigste ist, dass man ehrlich ist, oder? Wir können doch offen über alles sprechen? Oder nicht? Aber man sollte genau wissen, wo die Grenze zwischen Ehrlichkeit und Belästigung ist, was angemessen ist, was man sagen darf und was nicht. Vor allem sollte man wissen, wie man das alles herausfindet. Und wie machen das die anderen Leute? Worst case Szenario: was ist das Schlimmste, was passieren kann, wenn du sagst, was du begehrst! Und das best case Szenario? Und das ehrlich case Szenario? Sexualität war schon immer kompliziert: Wenn Fantasie und Realität, Ausnahmezustand und Alltag, Begehren und Angst vor dem Verletzen zusammentreffen, kommt die Sprache an ihre Grenzen und außerhalb der sexuellen Komfortzone wird es schwer, »darüber zu reden«. Aber wie verändert sich der Umgang mit Scham, Angst und Lust offline in Zeiten der Online-Revolution von #MeToo? Sexualität war schon immer politisch: als romantische Konstruktion, als Ideologie individueller Freiheit, als verklärte Ewigkeit. Aber die aktuelle Debatte um #MeToo hat ein erneutes Erdbeben ausgelöst und gezeigt, dass nichts »geklärt« ist. Aber was würde eine feminisierte Welt ausmachen? Die Solidaritätsbewegung muss sich finden, auf Backlashes reagieren und ein neues Zeitalter entwerfen. Wie wäre es, in so einer Welt zu leben? Sexualität war schon immer ein Theaterstoff: Wo nur gespielt wird, kann durchgespielt werden, was jede*r träumt aber keine*r auszusprechen wagt. Yael Ronen und das unerschrockene Ensemble nehmen die Nachwirkungen von #MeToo in ihrer neuen Stückentwicklung persönlich, begegnen sie sich selbst als Opfer und als Täter, erforschen Begehren und Grenzen, gehen den eigenen Ängsten und Mindfucks auf den Grund und suchen nach aufrichtiger Kommunikation in Schamregionen. Alles nur gespielt? Wo die Sprache versagt, beginnt die Musik mit eigens komponierten Songs des israelischen Superstars und Experten für Beziehungsfragen Shlomi Shaban. Foto: Esra Rotthoff


Kategorie: Schauspiel

»Heute ist alles, was Männer tun, sagen, fühlen oder denken, falsch – weil sie dem falschen Geschlecht angehören« Jens Jessen über die #metoo Debatte Auf der Suche nach den Haupt- und Nebenrollen im Drama der Geschlechter kehren die Regisseurin Suna Gürler, der Autor Lucien Haug und fünf Schauspieler*innen, u.a. des Exil Ensembles, an den Ursprung der Erzählung zurück: Adam, der Erste, die Hauptfigur schlechthin, tritt auf. Alles, was er tut, verursacht Aufmerksamkeit. Er würde sich gerne dagegen wehren, der Erleider und Verursacher von allem zu sein. Doch was hat dieses Ur-Bild eines Mannes noch mit den Figuren zu tun, denen wir heute begegnen? Dazu interviewt das Team echte Männer und befragt sie zu ihren Erwartungen, Ängsten und Hoffnungen. Während viele Männer sich auf eine offene Diskussion über Rollenbilder freuen, bezeichnen einige Meinungsmacher #Me-Too als Hexenjagd gegen Männer. Die meisten bleiben stumm, obwohl es doch auch um sie geht. Wollen sie einmal nicht die Hauptrolle einer Geschichte spielen? Wer wird eigentlich gesehen und gehört? Wer spricht für wen? Wer ist Opfer und wer Täter? Und wer ist keines von beidem? Eine Produktion des Exil Ensembles und des Maxim Gorki Theaters, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, die LOTTO-Stiftung Berlin, die Stiftung Mercator und die Senatsverwaltung für Kultur und Europa Aufführungsrechte Suna Gürler &.- Lucien Haug. Foto: Esra Rotthoff


Kategorie: Schauspiel

Eigentlich ist Elisabeth die Vorgängerin von Erin Brockovich: eine junge Frau, die bodenständig und unbeirrt an ihrer Unabhängigkeit festhält und mit allen Mitteln versucht, eine Job zu finden. Deswegen steht sie auch vor dem Anatomischen Institut, um ihre Organe schon zu Lebzeiten verkaufen und damit den Gewerbeschein als Unterwäscheverkäuferin zu finanzieren. Doch die sozialen Umstände schnüren sie enger ein als jedes Korsett: Missgunst und eine Gesellschaft im gnadenlosen Existenzkampf verstricken die immer verzweifelter agierende Elisabeth in ein prekäres Netz aus Notlügen und Heuchelei. Das wird eine verregnete Parade / Da wo man die Leichen halt zersägt / Die Welt ist eine Ahnungslosballade / Von Not und Tod sind alle doch geprägt, heißt es in einem Song, den der bekannte Post-Klezmer-Punk-Musiker Daniel Kahn für diese Inszenierung von Hakan Sava? Mican geschrieben hat. Nach Kleiner Mann - was nun? widmet dieser sich erneut einem Sozialdrama, das mit hellsichtiger Eindringlichkeit den gesellschaftlichen Abstieg der normalen Angestellten zu Beginn der dreißiger Jahre skizziert. Mutig und verzweifelt ringen sie um ein anständiges Leben und etwas Liebe, auch wenn der Ort ihrer Träume in immer größere Ferne rückt: In the mountains of Tibet/ How much schöner could it get/ Dort zersägt man kein Skelett/ Dort verkauft man kein Korsett/ in the mountains of Tibet. Trailer anschauen Premiere: 13. Januar 2018 Foto: ©Esra Rotthoff


Kategorie: Schauspiel

»Heute ist alles, was Männer tun, sagen, fühlen oder denken, falsch – weil sie dem falschen Geschlecht angehören« Jens Jessen über die #metoo Debatte Auf der Suche nach den Haupt- und Nebenrollen im Drama der Geschlechter kehren die Regisseurin Suna Gürler, der Autor Lucien Haug und fünf Schauspieler*innen, u.a. des Exil Ensembles, an den Ursprung der Erzählung zurück: Adam, der Erste, die Hauptfigur schlechthin, tritt auf. Alles, was er tut, verursacht Aufmerksamkeit. Er würde sich gerne dagegen wehren, der Erleider und Verursacher von allem zu sein. Doch was hat dieses Ur-Bild eines Mannes noch mit den Figuren zu tun, denen wir heute begegnen? Dazu interviewt das Team echte Männer und befragt sie zu ihren Erwartungen, Ängsten und Hoffnungen. Während viele Männer sich auf eine offene Diskussion über Rollenbilder freuen, bezeichnen einige Meinungsmacher #Me-Too als Hexenjagd gegen Männer. Die meisten bleiben stumm, obwohl es doch auch um sie geht. Wollen sie einmal nicht die Hauptrolle einer Geschichte spielen? Wer wird eigentlich gesehen und gehört? Wer spricht für wen? Wer ist Opfer und wer Täter? Und wer ist keines von beidem? Eine Produktion des Exil Ensembles und des Maxim Gorki Theaters, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, die LOTTO-Stiftung Berlin, die Stiftung Mercator und die Senatsverwaltung für Kultur und Europa Aufführungsrechte Suna Gürler &.- Lucien Haug. Foto: Esra Rotthoff


Kategorie: Schauspiel

Januar, 2017. Das neu gegründete Exil Ensemble des Gorki – bestehend aus professionellen Neuberliner Schauspieler*innen aus Afghanistan, Syrien und Palästina – unternimmt eine zweiwöchige Bustour durch das winterliche Deutschland, mit einem Abstecher in die Schweiz. Welchen Blick werfen Ayham Majid Agha, Maryam Abu Khaled, Hussein Al Shatheli, Karim Daoud, Tahera Hashemi, Mazen Aljubbeh, Kenda Hmeidan und Yael Ronen auf dieses Exil-Land? Wie nehmen sie das Zusammensein mit den Eingeborenen, mit ihrem Mitspieler Niels Bormann, mit den Expert*innen, die versuchen, Deutschland zu erklären, mit dem Busfahrer wahr? Welche gegenseitigen Annäherungsversuche gibt es, wie werden die Beziehungsverhältnisse ausgelotet? Uraufführung: 8. April 2017 Trailer ansehen Foto: Esra Rotthoff Winterreise ???? ?????? ist eine Produktion des Maxim Gorki Theaters Berlin in Koproduktion mit dem Schauspielhaus Zürich, gefördert durch die deutsche Kulturstiftung des Bundes, der LOTTO-Stiftung Berlin, der Stiftung Mercator sowie durch den Lotteriefonds des Kantons Zürich. Über das Exil Ensemble


Kategorie: Schauspiel

Bühne frei für die Dankesrede, den Monolog, die Umarmung einer israelischen Künstlerin, die ihr deutsches Publikum mit ihrer Dankbarkeit in den Schwitzkasten nimmt. Sie erzählt von dem Verlassen ihres Landes, von der freundlichen Aufnahme in Deutschland, den Sprachkursen, dem Stiftungsdschungel, durch den sie sich durchkämpfen musste, um dort anzukommen, wo sie heute ist – als neuer jüdisch-israelische Star am Himmel der deutschen (Kunst-)Landschaft. Spät versteht man, dass aus dem wortgewaltigen Angriff ihrer Liebe nur die Flucht in den Diasporagarten des Jüdischen Museums möglich ist. Und dort warten schon die Tiger. Die Geschichte vom Leben und Sterben des neuen Juppi Ja Jey Juden ist der zweite Teil einer Tetralogie von Sivan Ben Yishai und entstand im Rahmen der Radikalen Jüdischen Kulturtage 2017 im Studio ?, gefördert von der Kulturstiftung des Bundes und der Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Aufführungsrechte: Suhrkamp Theater Verlag Produktionsbild © Dina Schweiger Artist: Moran Sanderovich Fotos © Stefan Loeber


Kategorie: Schauspiel

Jugoslawien – ein Land, das es nicht mehr gibt. Zugrunde gegangen in den Bruderkriegen der 90er Jahre. Zum zweiten Mal seit 1914 stand Sarajevo im Zentrum eines Konflikts, der scheinbar bis auf den heutigen Tag nicht enden will. Viele Menschen machten sich von dort aus auf den Weg nach Berlin, auf der Flucht, auf der Suche nach Arbeit oder einem anderen Leben. Wie erleben diese Berliner die Konflikte heute? Die Kinder der Opfer von Kriegsverbrechen leben hier neben den Kindern der Täter. Wie treffen sie aufeinander? Common Ground heißt übersetzt Gemeinsamkeit, gemeinsamer Boden oder auch Bezugserde. Yael Ronen bringt in ihrem neuen Projekt SchauspielerInnen zusammen, die aus Belgrad oder Sarajevo, aus Novi Sad oder Prijedor nach Berlin gekommen sind. Was ist ihr Common Ground? Das Theaterstück wird kollektiv erarbeitet, basierend auf einer gemeinsamen Reise nach Bosnien, auf Begegnungen mit Familienmitgliedern der Protagonisten und mit Experten. Das Theater wird dabei zum sicheren Raum, in dem über Begriffe wie Schuld und Sühne, Vergebung und Vergessen gestritten wird, in dem Klischees, Vorurteile und gegensätzliche Narrative lustvoll aufeinanderprallen. Eingeladen zum Theatertreffen 2015 und Gewinner des Publikumspreises "Stücke 2015" Mülheimer Theatertage! Common Ground wird durch den Hauptstadtkulturfonds Berlin gefördert. Premiere: 14. März 2014 Trailer ansehen


Kategorie: Schauspiel

Bühne frei für die Dankesrede, den Monolog, die Umarmung einer israelischen Künstlerin, die ihr deutsches Publikum mit ihrer Dankbarkeit in den Schwitzkasten nimmt. Sie erzählt von dem Verlassen ihres Landes, von der freundlichen Aufnahme in Deutschland, den Sprachkursen, dem Stiftungsdschungel, durch den sie sich durchkämpfen musste, um dort anzukommen, wo sie heute ist – als neuer jüdisch-israelische Star am Himmel der deutschen (Kunst-)Landschaft. Spät versteht man, dass aus dem wortgewaltigen Angriff ihrer Liebe nur die Flucht in den Diasporagarten des Jüdischen Museums möglich ist. Und dort warten schon die Tiger. Die Geschichte vom Leben und Sterben des neuen Juppi Ja Jey Juden ist der zweite Teil einer Tetralogie von Sivan Ben Yishai und entstand im Rahmen der Radikalen Jüdischen Kulturtage 2017 im Studio ?, gefördert von der Kulturstiftung des Bundes und der Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Aufführungsrechte: Suhrkamp Theater Verlag Produktionsbild © Dina Schweiger Artist: Moran Sanderovich Fotos © Stefan Loeber


Kategorie: Schauspiel

Jakob Augstein im Gespräch mit Jörg Hofmann „Samstags gehört Vati mir“, Acht-Stunden-Tag, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall – lange ist es her, dass die Gewerkschaften für die Anliegen ihrer Mitglieder eine umfassende Mobilisierung mit entsprechendem Ergebnis bewirken konnten. Mit dem Übergang von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft und dem Erstarken des globalen Finanzmarktkapitalismus schwanden sowohl Mitgliederzahlen als auch Einflussmöglichkeiten. An Themen hingegen mangelt es nicht: Digitalisierung, Stagnation der Lohnentwicklung, das Verschwimmen der Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Wie positionieren sich die Gewerkschaften zu diesen Fragen und welcher Strategie bedarf es, um wieder ein relevanter Akteur und eine starke Stimme im ökonomischen Kräftefeld zu werden? Darüber diskutiert Jakob Augstein mit dem IG-Metall-Vorsitzenden Jörg Hofmann am 17. September im radioeins und Freitag Salon.


Kategorie: Gespräch

Der Ton wird schärfer. Es heißt wieder Wir gegen Die: Die Autoritären - alte Alphamänner, neurechte Front-Frauen - propagieren ihre Vorstellung von Nation und Identität. Und die anderen sind »die Verräter«. Aber wie lässt sich der Kampfbegriff »Verrat« in diesem Endzeit-Szenario wirklich beschreiben? Falk Richter beschäftigt sich nach SMALL TOWN BOY wieder mit den neuralgischen Punkten unserer gegenwärtigen Verfasstheit, die angesichts der alarmierenden politischen Entwicklungen geprägt ist von Hilflosigkeit, Überforderung und egozentrischer Paranoia. Für das Recherche-Projekt arbeiten sich die SchauspielerInnen Mareike Beykirch, Mehmet Ate?çi, Knut Berger , Orit Nahmias, Daniel Lommatzsch und Çi?dem Teke durch das Dickicht heutiger ideologischer Verläufe, auf der Suche nach der Frage Was macht einen zum Verräter? Was haben wir verraten? Mit wem haben wir kollaboriert? Ausgangspunkt ihrer Suche nach einer politischen und persönlichen Familienaufstellung ist ein Kinderzimmer in den 90igern: Dort formieren sich die ProtagonistInnen zu einer unerschrockenen Garagenband und stürzen sich mit dem musikalischen Backup von Depeche Mode über Punk bis zu Whitney Houston lustvoll und selbstironisch in ein unübersichtliches Konfliktfeld. Sie erzählen von blinden Flecken in der eigenen Familiengeschichte und dem was nicht gesagt wird, durchforsten Trumps Tweets, Hate Speech wie heutige Sprechmechanismen – und suchen hartnäckig nach einer Vision für eine Gesellschaft der Vielen und Unterschiedlichen. Trailer ansehen Uraufführung: 28. April 2017 Foto: Esra Rotthoff Eine Produktion des Maxim Gorki Theaters. Aufführungsrechte beim S. Fischer Verlag GmbH, Theater &.- Medien Hinweis: Çi?dem Teke befindet sich derzeit in Elternzeit. Ihre Rolle wird während dieser Zeit von Margarita Breitkreiz gespielt.


Kategorie: Schauspiel

Ein Zug, der sich in dunkler Nacht unter der Erde mit über 100 km/h einem unbekannten Ziel nähert. Im Zug sitzt eine Gruppe älterer Frauen ordentlich eingereiht auf einer Sitzbank. Ein namenloses weibliches Ich sitzt ihnen gegenüber und beobachtet, verurteilt und seziert sie gnadenlos. Je weiter der Zug vorankommt, desto schmerzhaftere Erinnerungen bröckeln aus den Untiefen des Bewusstseins hervor, die sich beide Parteien gegenseitig vorwerfen. Sie erzählen von überlebten Kriegen, von sexuellem Missbrauch, von gescheiterten Mütter-Vorbildern. Die Autorin Sivan Ben Yishai wird für ihre sprachliche Wucht gefeiert, mit der sie scheinbar politische Gewissheiten sprengt. Für das Gorki schreibt sie nun ein Generationenportrait über die Emanzipation vom Patriarchat. Papa liebt dich, der dritter Teil von Sivan Ben Yishais Pentalogie Let The Blood Come Out To Show Them, ist ein Auftragswerk für das Maxim Gorki Theater. Aufführungsrechte: Suhrkamp Verlag AG, Berlin. Deutsche Übersetzung von Maren Kames


Kategorie: Schauspiel

Europa, irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft: Auf einem von politischen Spannungen und kriegsähnlichen Unruhen gezeichneten Kontinent haben sich Nationalismus und Faschismus endgültig durchgesetzt. Eine Frau in den Dreißigern bereitet sich auf den Ausstieg vor, indem sie sich für eine Reality-Show bewirbt, deren Teilnehmer*innen auf den Mars fliegen, um dort eine neue Gesellschaft aufzubauen. Was angesichts der zunehmenden Verrohung als letzter Ausweg erscheint, wird jedoch nur unter bestimmten Bedingungen gewährt: Die Rakete kann nur gemeinsam mit einem Mann als Zweierteam bestiegen werden, damit die Fortpflanzung auf dem fremden Planeten gesichert ist ... Nach Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen (Stück des Jahres 2014) und Und dann kam Mirna (Mülheimer Theatertage 2016) inszenieren Regisseur Sebastian Nübling und Choreografin Tabea Martin eine neue Folge der Geschichte um Sibylle Bergs Anti-Heldin des 21. Jahrhundert, die sich in Teil drei mit der Vorbereitung ihres intergalaktischen Ausstiegs beschäftigt und sich dafür mehr oder weniger überzeugt auf Partnersuche begibt. Uraufführung: 24/September 2017 Foto: Esra Rotthoff Trailer ansehen Hinweis: Bei dieser Inszenierung ist leider kein Nacheinlass möglich für Zuschauer*innen, die verspätet kommen. Vielen Dank für Ihr Verständnis.


Kategorie: Schauspiel

Felicia und ihr Freund Pep heiraten, als sie ganze fünf Wochen zusammen sind. Sie liebt ihn, er liebt sie. Pep bietet Felicia ein warmes Jäckchen, wenn es windet und mit Pep sind für Felicia selbst die alkoholisierten Kuchensonntage mit Schwiegervater ein Abenteuer. Pep hält ihre Beziehung für die beste Idee, die das Universum je hatte. Doch das Universum hat viele beste Ideen. Felicia verliebt sich in Lil, eine Frau, die niemand länger kennt als eine Nacht. Lil ist fremd in dem Land, in dem sie lebt. Lil will zurückgehen in das, was die Leute ihre Heimat nennen. Sie fragt Felicia, ob sie mitkommt. Zusammen machen sich die beiden Frauen auf die Reise. Sie versuchen, ein anderes Leben zu führen in diesem anderen Land am Schwarzen Meer, in Lils Land. Doch dort sind beide fremd. Felicia ist ohne Sprache, ohne Arbeit, und Lil ist hin- und hergerissen zwischen Ankommen und wieder Wegwollen. Hakan Sava? Mican inszeniert das Stück über drei junge Menschen, die um Akzeptanz kämpfen in einer Welt, in der Beziehungen keine Privatsache sind und man dem Staat ihre traditionelle Form schuldet. Schwimmen Lernen - von Sasha Marianna Salzmann. Eine Produktion des Maxim Gorki Theaters im Rahmen von Dogland 2. Dogland 2 ist eine Koproduktionsreihe zur NachwuchsförderungIn Kooperation mit dem Ballhaus Naunynstraße, gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds. Aufführungsrechte beim Verlag der Autoren GmbH &.- Co. KG. Premiere: 17. November 2011


Kategorie: Schauspiel

»Die Gemeinschaft der europäischen Völker zerbrach, als – und weil – sie den Ausschluss und die Verfolgung seines schwächsten Mitglieds zuließ.« Hannah Arendt In einer Gegenwart, in der Europa droht in Neofaschismen abzudriften, beansprucht eine Gruppe von Schauspieler*innen eine Roma Armee zu Selbstverteidigungszwecken. Eine schnelle Eingreiftruppe zum Kampf gegen strukturelle Diskriminierung, Rassismus und Antiziganismus, aber auch als Emanzipation aus einer internalisierten Opferrolle. Die Schauspieler*innen sind Romnija, Rom und Romani Traveller aus Österreich, Serbien, Deutschland, dem Kosovo, Rumänien, England und Schweden, sie sind auch israelischdeutsch- türkisch-Berliner Gadjé – sprich die Roma Armee ist übernational, divers, feministisch, queer. Initiiert von den Schwestern Simonida und Sandra Selimovi? tritt sie als kollektive Selbstermächtigung im Gorki in künstlerische Aktion mit Hausregisseurin Yael Ronen: Im gemeinsamen Rechercheprozess werden persönlich gefasste Erfahrungen, historische Kontaminationen und aktuelle Vorfälle erkundet, woraus ein Theaterstück entwickelt wird. Zusammen mit den bildenden Künstler*innen Delaine und Damian Le Bas aus England entwerfen sie eine Vision für ein Safe European Home in Gypsyland Europa, wie die Le Bas’ es nennen. Uraufführung: 14/September 2017 Foto: Esra Rotthoff Trailer ansehen Gefördert von der Kulturstiftung des Bundes “THE POWER OF NARRATIVES. WHY CRAFTING A COUNTER-NARRATIVE ON ROMA CAN SHAPE THE FUTURE OF EUROPE” Von Anna Mirga-Kruszelnicka Eine Rede gehalten im Maxim Gorki Theater am 16. September 2017 (auf Englisch)


Kategorie: Schauspiel

Felicia und ihr Freund Pep heiraten, als sie ganze fünf Wochen zusammen sind. Sie liebt ihn, er liebt sie. Pep bietet Felicia ein warmes Jäckchen, wenn es windet und mit Pep sind für Felicia selbst die alkoholisierten Kuchensonntage mit Schwiegervater ein Abenteuer. Pep hält ihre Beziehung für die beste Idee, die das Universum je hatte. Doch das Universum hat viele beste Ideen. Felicia verliebt sich in Lil, eine Frau, die niemand länger kennt als eine Nacht. Lil ist fremd in dem Land, in dem sie lebt. Lil will zurückgehen in das, was die Leute ihre Heimat nennen. Sie fragt Felicia, ob sie mitkommt. Zusammen machen sich die beiden Frauen auf die Reise. Sie versuchen, ein anderes Leben zu führen in diesem anderen Land am Schwarzen Meer, in Lils Land. Doch dort sind beide fremd. Felicia ist ohne Sprache, ohne Arbeit, und Lil ist hin- und hergerissen zwischen Ankommen und wieder Wegwollen. Hakan Sava? Mican inszeniert das Stück über drei junge Menschen, die um Akzeptanz kämpfen in einer Welt, in der Beziehungen keine Privatsache sind und man dem Staat ihre traditionelle Form schuldet. Schwimmen Lernen - von Sasha Marianna Salzmann. Eine Produktion des Maxim Gorki Theaters im Rahmen von Dogland 2. Dogland 2 ist eine Koproduktionsreihe zur NachwuchsförderungIn Kooperation mit dem Ballhaus Naunynstraße, gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds. Aufführungsrechte beim Verlag der Autoren GmbH &.- Co. KG. Premiere: 17. November 2011


Kategorie: Schauspiel

Mit Navid Kermani und Marlene Streeruwitz Moderation Esra Kücük Die Weltordnungen scheinen sich aufzulösen – nicht nur für den Westen geraten alte Gewissheiten mehr und mehr ins Wanken. Neue Gräben tun sich auf: Amerika kündigt alte Bündnisse auf, die Türkei driftet in ein autoritäres System ab, und mitten in Europa haben populistische Bewegungen Aufwind. Sind diese Phänomene neu, oder gab es sie schon immer im Schatten zwischen Krieg und Frieden? Der Schriftsteller und Orientalist Navid Kermani ist für seine Reportagen durch Gebiete gereist, in denen Krieg und Katastrophen noch allgegenwärtig sind. Wo sind die neuen Gräben, die heute aufbrechen? Gibt es eine Chance für eine friedliche Weltordnung, oder sind wir in einen Zustand der Erschöpfung verfallen? Gemeinsam mit der österreichischen Schriftstellerin und Regisseurin Marlene Streeruwitz, spricht er über alte Trennlinien und neuen Nationalismus in Europa. Die Bildserie zur Reihe Berliner Korrespondenzen: Zwischen Krieg und Frieden von Esra Rotthoff reflektiert die Umbrüche und tektonischen Verschiebungen einer krisenhaften Welt zwischen Krieg und Frieden. Dabei stellt sie die verwendeten Portraits als Sinnbilder für widerstreitende Ordnungsansprüche verschiedenen Friedenssymbolen fragend gegenüber. Berliner Korrespondenzen ist eine Matinée-Reihe des Gorki Forum und der Humboldt-Universität zu Berlin in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt


Kategorie: Lecture Performance

»Die Gemeinschaft der europäischen Völker zerbrach, als – und weil – sie den Ausschluss und die Verfolgung seines schwächsten Mitglieds zuließ.« Hannah Arendt In einer Gegenwart, in der Europa droht in Neofaschismen abzudriften, beansprucht eine Gruppe von Schauspieler*innen eine Roma Armee zu Selbstverteidigungszwecken. Eine schnelle Eingreiftruppe zum Kampf gegen strukturelle Diskriminierung, Rassismus und Antiziganismus, aber auch als Emanzipation aus einer internalisierten Opferrolle. Die Schauspieler*innen sind Romnija, Rom und Romani Traveller aus Österreich, Serbien, Deutschland, dem Kosovo, Rumänien, England und Schweden, sie sind auch israelischdeutsch- türkisch-Berliner Gadjé – sprich die Roma Armee ist übernational, divers, feministisch, queer. Initiiert von den Schwestern Simonida und Sandra Selimovi? tritt sie als kollektive Selbstermächtigung im Gorki in künstlerische Aktion mit Hausregisseurin Yael Ronen: Im gemeinsamen Rechercheprozess werden persönlich gefasste Erfahrungen, historische Kontaminationen und aktuelle Vorfälle erkundet, woraus ein Theaterstück entwickelt wird. Zusammen mit den bildenden Künstler*innen Delaine und Damian Le Bas aus England entwerfen sie eine Vision für ein Safe European Home in Gypsyland Europa, wie die Le Bas’ es nennen. Uraufführung: 14/September 2017 Foto: Esra Rotthoff Trailer ansehen Gefördert von der Kulturstiftung des Bundes “THE POWER OF NARRATIVES. WHY CRAFTING A COUNTER-NARRATIVE ON ROMA CAN SHAPE THE FUTURE OF EUROPE” Von Anna Mirga-Kruszelnicka Eine Rede gehalten im Maxim Gorki Theater am 16. September 2017 (auf Englisch)


Kategorie: Schauspiel

Das Wichtigste ist, dass man ehrlich ist, oder? Wir können doch offen über alles sprechen? Oder nicht? Aber man sollte genau wissen, wo die Grenze zwischen Ehrlichkeit und Belästigung ist, was angemessen ist, was man sagen darf und was nicht. Vor allem sollte man wissen, wie man das alles herausfindet. Und wie machen das die anderen Leute? Worst case Szenario: was ist das Schlimmste, was passieren kann, wenn du sagst, was du begehrst! Und das best case Szenario? Und das ehrlich case Szenario? Sexualität war schon immer kompliziert: Wenn Fantasie und Realität, Ausnahmezustand und Alltag, Begehren und Angst vor dem Verletzen zusammentreffen, kommt die Sprache an ihre Grenzen und außerhalb der sexuellen Komfortzone wird es schwer, »darüber zu reden«. Aber wie verändert sich der Umgang mit Scham, Angst und Lust offline in Zeiten der Online-Revolution von #MeToo? Sexualität war schon immer politisch: als romantische Konstruktion, als Ideologie individueller Freiheit, als verklärte Ewigkeit. Aber die aktuelle Debatte um #MeToo hat ein erneutes Erdbeben ausgelöst und gezeigt, dass nichts »geklärt« ist. Aber was würde eine feminisierte Welt ausmachen? Die Solidaritätsbewegung muss sich finden, auf Backlashes reagieren und ein neues Zeitalter entwerfen. Wie wäre es, in so einer Welt zu leben? Sexualität war schon immer ein Theaterstoff: Wo nur gespielt wird, kann durchgespielt werden, was jede*r träumt aber keine*r auszusprechen wagt. Yael Ronen und das unerschrockene Ensemble nehmen die Nachwirkungen von #MeToo in ihrer neuen Stückentwicklung persönlich, begegnen sie sich selbst als Opfer und als Täter, erforschen Begehren und Grenzen, gehen den eigenen Ängsten und Mindfucks auf den Grund und suchen nach aufrichtiger Kommunikation in Schamregionen. Alles nur gespielt? Wo die Sprache versagt, beginnt die Musik mit eigens komponierten Songs des israelischen Superstars und Experten für Beziehungsfragen Shlomi Shaban. Foto: Esra Rotthoff


Kategorie: Schauspiel

Wir schreiben das Jahr 2030: Die EU hat aufgehört zu existieren, Europa ist endgültig nach rechts gekippt. Die national-konservativen Parteien haben die Macht in der bisher sogenannten Freien Welt übernommen. Alle staatlichen Institutionen, Gerichte, Medien, Militär und Kulturinstitutionen sind unter ihrer Kontrolle gleichgeschaltet. Natürlich sind die Grenzen dicht, Tausende ertrinken im Mittelmeer und verhungern vor den Toren Europas. Alle Menschen innerhalb der Festung werden umfassend durch den Staat überwacht. Jeglicher Widerstand, jede Regierungskritik wird mit langen Gefängnisaufenthalten oder der Todesstrafe geahndet. Opposition findet nur noch heimlich statt. In den Katakomben des Warschauer Kulturpalastes gibt es heute ein konspiratives Konzert, bei dem sich der polnische Widerstand versammelt. Wie die Solidarnosc die sowjetische Vorherrschaft von Polen aus stürzte, so soll auch hier und heute eine neue Keimzelle der Gegenbewegung begründet werden, die sich in ganz Europa verbreiten wird. Die Frontfrau der Band Moja Prywatna Apokalipsa (Micha Kaplan, Nethaniel Ratsaby, Uri Rennert) fu?hrt die Versammlung an. Sie wird toben, brennen und zu Gewalt verfu?hren. Und sie will jeden im Raum fu?r ihre Gedanken gewinnen. Nach dem politischen Wirbel um Krzysztof Minkowskis Inszenierung O dwóch takich co ukradli ksi??yc (Die zwei Monddiebe) in der Spielzeit 2016/17 kehrt die Warschauer Ausnahmeschauspielerin Marta Malikowska mit Punk zurück ins Studio ?. Ihr dystopisches, performatives Konzert konfrontiert uns mit der Frage, wann die demokratischen Mittel erschöpft sind, sich gegen menschenverachtende Politik zu stellen. Wann ist es zu spät, die Welle aufzuhalten? Unter welchen Umständen ist politische Gewalt gerechtfertigt? Und wo sind die Grenzen des politischen und künstlerischen Protestes? Auf Polnisch mit deutschen Übertiteln Eine Produktion des Studio ? / Maxim Gorki Theaters


Kategorie: Musiktheater

Die Sache ist beschlossen: Der Großfürst soll sterben. Lange haben die fünf jungen Menschen im Untergrund dieses Attentat vorbereitet. Sie haben sich entschlossen zu töten, um der staatlichen Barbarei, die in ihrer Gegenwart, dem Russland von 1905, herrscht, ein Ende zu setzen. Aber das Attentat scheitert, weil einer von ihnen im entscheidenden Moment zögert. Es ist der Moment, in dem aus dem Feind ein Mensch wird, aus dem Befreier ein potenzieller Mörder. Albert Camus’ existentialistischer Klassiker Die Gerechten ist einerseits ein spannender politischer Kriminalfall auf der Basis einer wahren Geschichte rund um Iwan Kalijajew, der im Sommer 1905 als Teil einer radikalen Terrorgruppe, die den sogenannten »Sozialrevolutionären« zugehörte, in einem Attentat den Großfürsten Sergej, Onkel des Zaren, ermordete. Auf der anderen Seite verstrickt Camus seine Figuren in die Dialektik von ideologiekritischer Rechtfertigung und der Inkaufnahme persönlicher Schuld. Die »Gerechten« seines Stücks werden in der Tiefenschärfe bei Camus vor das Tribunal des Publikums geführt, das entscheiden muss: Sind sie Helden, deren Mut das Aufscheinen einer anderen Welt möglich macht? Oder Verblendete, gefangen in Gewalt? Oder ist die Gleichzeitigkeit dieser Wertung denk- und formulierbar? Sebastian Baumgarten, bekannt dafür komplexe theoretische Fragen in sinnliche Bühnensprache zu übersetzen, sucht mit Camus in der russischen Geschichte nach einem Verstärker, der die heutigen Kollisionen im »Zeitalter des Zorns«, wie das 21. Jahrhundert auch genannt wird, erfahrbar macht. Aufführungsrechte: Rohwolt Theater Verlag, Reinbek bei Hamburg


Kategorie: Schauspiel

Wir schreiben das Jahr 2030: Die EU hat aufgehört zu existieren, Europa ist endgültig nach rechts gekippt. Die national-konservativen Parteien haben die Macht in der bisher sogenannten Freien Welt übernommen. Alle staatlichen Institutionen, Gerichte, Medien, Militär und Kulturinstitutionen sind unter ihrer Kontrolle gleichgeschaltet. Natürlich sind die Grenzen dicht, Tausende ertrinken im Mittelmeer und verhungern vor den Toren Europas. Alle Menschen innerhalb der Festung werden umfassend durch den Staat überwacht. Jeglicher Widerstand, jede Regierungskritik wird mit langen Gefängnisaufenthalten oder der Todesstrafe geahndet. Opposition findet nur noch heimlich statt. In den Katakomben des Warschauer Kulturpalastes gibt es heute ein konspiratives Konzert, bei dem sich der polnische Widerstand versammelt. Wie die Solidarnosc die sowjetische Vorherrschaft von Polen aus stürzte, so soll auch hier und heute eine neue Keimzelle der Gegenbewegung begründet werden, die sich in ganz Europa verbreiten wird. Die Frontfrau der Band Moja Prywatna Apokalipsa (Micha Kaplan, Nethaniel Ratsaby, Uri Rennert) fu?hrt die Versammlung an. Sie wird toben, brennen und zu Gewalt verfu?hren. Und sie will jeden im Raum fu?r ihre Gedanken gewinnen. Nach dem politischen Wirbel um Krzysztof Minkowskis Inszenierung O dwóch takich co ukradli ksi??yc (Die zwei Monddiebe) in der Spielzeit 2016/17 kehrt die Warschauer Ausnahmeschauspielerin Marta Malikowska mit Punk zurück ins Studio ?. Ihr dystopisches, performatives Konzert konfrontiert uns mit der Frage, wann die demokratischen Mittel erschöpft sind, sich gegen menschenverachtende Politik zu stellen. Wann ist es zu spät, die Welle aufzuhalten? Unter welchen Umständen ist politische Gewalt gerechtfertigt? Und wo sind die Grenzen des politischen und künstlerischen Protestes? Auf Polnisch mit deutschen Übertiteln Eine Produktion des Studio ? / Maxim Gorki Theaters


Kategorie: Musiktheater

Die Sache ist beschlossen: Der Großfürst soll sterben. Lange haben die fünf jungen Menschen im Untergrund dieses Attentat vorbereitet. Sie haben sich entschlossen zu töten, um der staatlichen Barbarei, die in ihrer Gegenwart, dem Russland von 1905, herrscht, ein Ende zu setzen. Aber das Attentat scheitert, weil einer von ihnen im entscheidenden Moment zögert. Es ist der Moment, in dem aus dem Feind ein Mensch wird, aus dem Befreier ein potenzieller Mörder. Albert Camus’ existentialistischer Klassiker Die Gerechten ist einerseits ein spannender politischer Kriminalfall auf der Basis einer wahren Geschichte rund um Iwan Kalijajew, der im Sommer 1905 als Teil einer radikalen Terrorgruppe, die den sogenannten »Sozialrevolutionären« zugehörte, in einem Attentat den Großfürsten Sergej, Onkel des Zaren, ermordete. Auf der anderen Seite verstrickt Camus seine Figuren in die Dialektik von ideologiekritischer Rechtfertigung und der Inkaufnahme persönlicher Schuld. Die »Gerechten« seines Stücks werden in der Tiefenschärfe bei Camus vor das Tribunal des Publikums geführt, das entscheiden muss: Sind sie Helden, deren Mut das Aufscheinen einer anderen Welt möglich macht? Oder Verblendete, gefangen in Gewalt? Oder ist die Gleichzeitigkeit dieser Wertung denk- und formulierbar? Sebastian Baumgarten, bekannt dafür komplexe theoretische Fragen in sinnliche Bühnensprache zu übersetzen, sucht mit Camus in der russischen Geschichte nach einem Verstärker, der die heutigen Kollisionen im »Zeitalter des Zorns«, wie das 21. Jahrhundert auch genannt wird, erfahrbar macht. Aufführungsrechte: Rohwolt Theater Verlag, Reinbek bei Hamburg


Kategorie: Schauspiel

Wir schreiben das Jahr 2030: Die EU hat aufgehört zu existieren, Europa ist endgültig nach rechts gekippt. Die national-konservativen Parteien haben die Macht in der bisher sogenannten Freien Welt übernommen. Alle staatlichen Institutionen, Gerichte, Medien, Militär und Kulturinstitutionen sind unter ihrer Kontrolle gleichgeschaltet. Natürlich sind die Grenzen dicht, Tausende ertrinken im Mittelmeer und verhungern vor den Toren Europas. Alle Menschen innerhalb der Festung werden umfassend durch den Staat überwacht. Jeglicher Widerstand, jede Regierungskritik wird mit langen Gefängnisaufenthalten oder der Todesstrafe geahndet. Opposition findet nur noch heimlich statt. In den Katakomben des Warschauer Kulturpalastes gibt es heute ein konspiratives Konzert, bei dem sich der polnische Widerstand versammelt. Wie die Solidarnosc die sowjetische Vorherrschaft von Polen aus stürzte, so soll auch hier und heute eine neue Keimzelle der Gegenbewegung begründet werden, die sich in ganz Europa verbreiten wird. Die Frontfrau der Band Moja Prywatna Apokalipsa (Micha Kaplan, Nethaniel Ratsaby, Uri Rennert) fu?hrt die Versammlung an. Sie wird toben, brennen und zu Gewalt verfu?hren. Und sie will jeden im Raum fu?r ihre Gedanken gewinnen. Nach dem politischen Wirbel um Krzysztof Minkowskis Inszenierung O dwóch takich co ukradli ksi??yc (Die zwei Monddiebe) in der Spielzeit 2016/17 kehrt die Warschauer Ausnahmeschauspielerin Marta Malikowska mit Punk zurück ins Studio ?. Ihr dystopisches, performatives Konzert konfrontiert uns mit der Frage, wann die demokratischen Mittel erschöpft sind, sich gegen menschenverachtende Politik zu stellen. Wann ist es zu spät, die Welle aufzuhalten? Unter welchen Umständen ist politische Gewalt gerechtfertigt? Und wo sind die Grenzen des politischen und künstlerischen Protestes? Auf Polnisch mit deutschen Übertiteln Eine Produktion des Studio ? / Maxim Gorki Theaters


Kategorie: Musiktheater


Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:04.09.18
© Fotos der Vorstellungen: [+][-]
Skelett eines Elefanten in der Wüste(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) Elizaveta Bam(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) Yes but No(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) You are not the hero of this story(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) Alles Schwindel(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) Missy Magazine Live - Feministische Allianzen(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) Die Letzten(Ute Langkafel - 2018/Ute Langkafel - 2018) GO?KI – ALTERNATIVE FÜR DEUTSCHLAND?(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) A Walk on the Dark Side(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) Glaube Liebe Hoffnung(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) Winterreise(Ute Langkafel - 2018/Ute Langkafel - 2018) Die Geschichte vom Leben und Sterben des neuen Juppi Ja Jey Juden(Stefan Loeber - 2018/Stefan Loeber - 2018) Common Ground(Thomas Aurin - 2018/Thomas Aurin - 2018) Der Radioeins und Freitag Salon: Jakob Augstein im Gespräch mit Jörg Hofmann(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) Verräter(Ute Langkafel - 2018/Ute Langkafel - 2018) Papa liebt Dich(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) NACH UNS DAS ALL - DAS INNERE TEAM KENNT KEINE PAUSE(Ute Langkafel - 2018/Ute Langkafel - 2018) Schwimmen lernen(Esra Rotthoff - 2018/Esra Rotthoff - 2018) Roma Armee(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) Berliner Korrespondenzen 4(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) Moja Prywatna Apokalipsa (My Private Apocalypse)(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) Die Gerechten(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018)

...nach oben - ...Seite zurück - ...zur Startseite