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Spielplan für September 2018

Ein Haus und 666 Gastgeber: Die Deutsche Oper Berlin und das Staatsballett Berlin laden Sie ein, den Beginn der Spielzeit 2018/2019 gemeinsam zu feiern. Erleben Sie einen Nachmittag lang, was Musiktheater vor und hinter den Kulissen ausmacht. Beim Eröffnungsfest präsentieren die Deutsche Oper Berlin und das Staatsballett Berlin nicht nur musikalische und szenische Ausschnitte aus ihren Produktionen der aktuellen Spielzeit, sondern geben auch einen Einblick, wie Kunst entsteht: Eine Technikshow zeigt, was mit der neuen Bühnenmaschinerie alles möglich ist, in den Foyers können Sie die Kostüme der Opernstars selbst anprobieren und in den Ballettsälen den Tänzern des Staatsballetts beim Proben zuschauen. Der Gebäudekomplex an der Bismarckstraße wird zum offenen Haus – und auch Räume, die sonst für das Publikum geschlossen sind, werden zu Schauplätzen von Workshops, Konzerten, Miniopern, Filmvorführungen und Instrumentenvorstellungen. An diesem Tag haben Sie die Möglichkeit, die ganze Vielfalt des Angebots kennenzulernen, das die Deutsche Oper Berlin und das Staatsballett das ganze Jahr über für Sie bereithalten – von der großen Opernproduktion über das experimentelle Musiktheater in der Tischlerei und das breit gefächerte Angebot für Kinder und Jugendliche von Staatsballett und der Jungen Deutschen Oper. Daneben spielen unter anderem Instrumentalensembles von Musikern der Deutschen Oper Berlin in den Foyers, der Kinderchor präsentiert sein Können und eine Filmlounge zeigt Ausschnitte aus Erfolgsproduktionen aus der Geschichte des Hauses.


Kategorie: Kinder & Jugend

Highlights aus dem Opernrepertoire


Kategorie: Klassik

Auch in diesem Jahr ist das Orchester der Deutschen Oper Berlin Gast des Musikfests Berlin und stellt im Konzert am 5. September dem 3. Aufzug aus Richard Wagners SIEGFRIED zwei Werke von Bernd Alois Zimmermann zur Seite. Die 1970 entstandene Orchesterskizze „Stille und Umkehr“ gilt als sein Vermächtnis, das nur zwei Jahre zuvor entstandene „Photoptosis“ für großes Orchester ist eines der Meisterwerke seiner späten Schaffensphase. Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Donald Runnicles singen im 3. Aufzug des SIEGFRIED Simon O’Neill, Michael Volle, Allison Oakes und Judit Kutasi.


Kategorie: Klassik

Berlioz‘ dramatische Sinfonie „Roméo et Juliette“, am 24. November 1839 am Pariser Konservatorium uraufgeführt, gehört zu den wichtigsten und grenzüberschreitenden sinfonischen Werken des 19. Jahrhunderts. Entstanden wenige Jahre nach Beethovens 9. Sinfonie in d-Moll op. 125, wurde es wegweisend für Komponisten wie Gustav Mahler, dessen große Vokalsinfonien ohne die Berlioz’sche Erweiterung der musikalischen Formensprache nicht denkbar wären, aber auch für Richard Wagner, der die dritte der drei Vorstellungen aus der Uraufführungsserie der „Symphonie dramatique“ in Paris miterlebte. Er, der sonst um Worte nicht verlegen war, war erst einmal sprachlos: „Ich war ganz nur Ohr für Dinge, von denen ich bisher keinen Begriff hatte und welche ich mir nun zu erklären suchen musste.“ Besonders beeindruckt hatten ihn die „phantastische Kühnheit und scharfe Präcision“, aber auch „die gewagtesten Combinationen“ des Werkes, das zwischen großer Sinfonie, Kantate, Ballettmusik und Oper changiert. Mehr als 20 Jahre später schickte er Berlioz den Erstdruck seiner Partitur von TRISTAN UND ISOLDE mit der Widmung: „Au cher et grand auteur de Roméo et Juliette“. Mit ihrer Inszenierung von „Roméo et Juliette“ (2007) wendet sich Sasha Waltz einer der bewegendsten Liebesgeschichten der Weltliteratur zu. Die Geschichte der unglücklich Liebenden, deren Familien verfeindet sind und deren Tod erst Einsicht und Versöhnung bringt, ist eines der bekanntesten Werke Shakespeares. Diese dunkle Tragödie inspirierte Hector Berlioz zur Komposition der dramatischen Symphonie „Roméo et Juliette“ für drei Solisten, zwei große Chöre und Orchester. Die Opéra National de Paris und das Ballett beauftragten Sasha Waltz mit der Choreografie. Die Choreographie »Roméo et Juliette« von Sasha Waltz ist ab dem 6. September an vier Abenden wieder in Berlin zu sehen – und das Publikum kann sich auf eine ganz besondere Besetzung freuen: In den Hauptrollen sind neben den Tänzer*innen von Sasha Waltz & Guests die Etoiles des Ballet de l’Opéra National de Paris, Ludmila Pagliero (Juliette), Germain Louvet (Roméo) sowie Alessio Carbone (Frère Laurent) zu sehen. Sie tanzten erst im April 2018 die vom Publikum gefeierte Wiederaufnahme des Stücks an der Pariser Opéra Bastille. „Wenn zur Wiederaufnahme von »Roméo et Juliette« die herausragenden Etoiles der Pariser Oper nach Berlin kommen, schließt sich für mich ein Kreis und erfüllt sich mein lang gehegter Wunsch, klassische und zeitgenössische Tänzerinnen und Tänzer gemeinsam auf der Bühne zu sehen.“ (Sasha Waltz)


Kategorie: Oper

Berlioz‘ dramatische Sinfonie „Roméo et Juliette“, am 24. November 1839 am Pariser Konservatorium uraufgeführt, gehört zu den wichtigsten und grenzüberschreitenden sinfonischen Werken des 19. Jahrhunderts. Entstanden wenige Jahre nach Beethovens 9. Sinfonie in d-Moll op. 125, wurde es wegweisend für Komponisten wie Gustav Mahler, dessen große Vokalsinfonien ohne die Berlioz’sche Erweiterung der musikalischen Formensprache nicht denkbar wären, aber auch für Richard Wagner, der die dritte der drei Vorstellungen aus der Uraufführungsserie der „Symphonie dramatique“ in Paris miterlebte. Er, der sonst um Worte nicht verlegen war, war erst einmal sprachlos: „Ich war ganz nur Ohr für Dinge, von denen ich bisher keinen Begriff hatte und welche ich mir nun zu erklären suchen musste.“ Besonders beeindruckt hatten ihn die „phantastische Kühnheit und scharfe Präcision“, aber auch „die gewagtesten Combinationen“ des Werkes, das zwischen großer Sinfonie, Kantate, Ballettmusik und Oper changiert. Mehr als 20 Jahre später schickte er Berlioz den Erstdruck seiner Partitur von TRISTAN UND ISOLDE mit der Widmung: „Au cher et grand auteur de Roméo et Juliette“. Mit ihrer Inszenierung von „Roméo et Juliette“ (2007) wendet sich Sasha Waltz einer der bewegendsten Liebesgeschichten der Weltliteratur zu. Die Geschichte der unglücklich Liebenden, deren Familien verfeindet sind und deren Tod erst Einsicht und Versöhnung bringt, ist eines der bekanntesten Werke Shakespeares. Diese dunkle Tragödie inspirierte Hector Berlioz zur Komposition der dramatischen Symphonie „Roméo et Juliette“ für drei Solisten, zwei große Chöre und Orchester. Die Opéra National de Paris und das Ballett beauftragten Sasha Waltz mit der Choreografie. Die Choreographie »Roméo et Juliette« von Sasha Waltz ist ab dem 6. September an vier Abenden wieder in Berlin zu sehen – und das Publikum kann sich auf eine ganz besondere Besetzung freuen: In den Hauptrollen sind neben den Tänzer*innen von Sasha Waltz & Guests die Etoiles des Ballet de l’Opéra National de Paris, Ludmila Pagliero (Juliette), Germain Louvet (Roméo) sowie Alessio Carbone (Frère Laurent) zu sehen. Sie tanzten erst im April 2018 die vom Publikum gefeierte Wiederaufnahme des Stücks an der Pariser Opéra Bastille. „Wenn zur Wiederaufnahme von »Roméo et Juliette« die herausragenden Etoiles der Pariser Oper nach Berlin kommen, schließt sich für mich ein Kreis und erfüllt sich mein lang gehegter Wunsch, klassische und zeitgenössische Tänzerinnen und Tänzer gemeinsam auf der Bühne zu sehen.“ (Sasha Waltz)


Kategorie: Oper

Unsere Führungen durch das Zuschauerhaus und über die Bühnen sowie durch die Probenräume und das Bühnenbildmagazin der Deutschen Oper Berlin vermitteln Ihnen spannende Eindrücke und Wissenswertes über die Deutsche Oper Berlin und den Alltag hinter den Kulissen. Welches architektonische Konzept verbirgt sich hinter der langen Waschbeton-Fassade an der Bismarckstraße? Wie entsteht ein Bühnenbild? Wie laufen Proben ab? Erfahren Sie außerdem Details zur bewegten Geschichte des Hauses, das heute mit seinen modernen Neuinszenierungen und den frühen Repertoireschätzen einen Querschnitt durch über 40 Jahre Inszenierungs- und Aufführungspraxis zu bieten hat.


Kategorie: Führung

„Va, pensiero, sull’ali dorate“ – „Flieg‘, Gedanke, auf goldenen Flügeln“ – als der Chor der Mailänder Scala am 9. März 1842 zum ersten Mal die Zeilen des Hebräerchors im dritten Akt von Giuseppe Verdis neuer Oper NABUCCO intonierte, schrieb er ein Stück Musikgeschichte. Der „Gefangenenchor“ wird noch heute von vielen Italienern für die Nationalhymne ihres Landes gehalten und der junge Komponist wurde zum Hoffnungsträger der Opernszene. Das Drama um die babylonische Gefangenschaft des Volkes Israel unter König Nebukadnezar ist eine der beliebtesten Opern Verdis und wurde an der Deutschen Oper Berlin zuletzt vor 13 Jahren von Hans Neuenfels kontrovers in Szene gesetzt. Im Verdi-Jahr 2013 stellte mit Keith Warner einer der bekanntesten Regisseure der internationalen Opernszene seine Annäherung an den Stoff vor: Der Brite inszenierte unter anderem LOHENGRIN bei den Bayreuther Festspielen und den RING DES NIBELUNGEN an Covent Garden und leitete zuletzt die Oper Kopenhagen. Orientiert an der Entstehungszeit des Stückes, die durch den Umbruch von feudalen Strukturen zur bürgerlich-industriellen Gesellschaft geprägt war, stellt Warner den Gegensatz zweier Völker in den Vordergrund seiner Inszenierung: der Hebräer, deren Kultur durch Schrift und ein demokratisches Bildungsideal geprägt ist, und der militaristischen Babylonier, deren Staatsverständnis auf einem autokratischen Herrschaftssystem beruht.


Kategorie: Oper

Berlioz‘ dramatische Sinfonie „Roméo et Juliette“, am 24. November 1839 am Pariser Konservatorium uraufgeführt, gehört zu den wichtigsten und grenzüberschreitenden sinfonischen Werken des 19. Jahrhunderts. Entstanden wenige Jahre nach Beethovens 9. Sinfonie in d-Moll op. 125, wurde es wegweisend für Komponisten wie Gustav Mahler, dessen große Vokalsinfonien ohne die Berlioz’sche Erweiterung der musikalischen Formensprache nicht denkbar wären, aber auch für Richard Wagner, der die dritte der drei Vorstellungen aus der Uraufführungsserie der „Symphonie dramatique“ in Paris miterlebte. Er, der sonst um Worte nicht verlegen war, war erst einmal sprachlos: „Ich war ganz nur Ohr für Dinge, von denen ich bisher keinen Begriff hatte und welche ich mir nun zu erklären suchen musste.“ Besonders beeindruckt hatten ihn die „phantastische Kühnheit und scharfe Präcision“, aber auch „die gewagtesten Combinationen“ des Werkes, das zwischen großer Sinfonie, Kantate, Ballettmusik und Oper changiert. Mehr als 20 Jahre später schickte er Berlioz den Erstdruck seiner Partitur von TRISTAN UND ISOLDE mit der Widmung: „Au cher et grand auteur de Roméo et Juliette“. Mit ihrer Inszenierung von „Roméo et Juliette“ (2007) wendet sich Sasha Waltz einer der bewegendsten Liebesgeschichten der Weltliteratur zu. Die Geschichte der unglücklich Liebenden, deren Familien verfeindet sind und deren Tod erst Einsicht und Versöhnung bringt, ist eines der bekanntesten Werke Shakespeares. Diese dunkle Tragödie inspirierte Hector Berlioz zur Komposition der dramatischen Symphonie „Roméo et Juliette“ für drei Solisten, zwei große Chöre und Orchester. Die Opéra National de Paris und das Ballett beauftragten Sasha Waltz mit der Choreografie. Die Choreographie »Roméo et Juliette« von Sasha Waltz ist ab dem 6. September an vier Abenden wieder in Berlin zu sehen – und das Publikum kann sich auf eine ganz besondere Besetzung freuen: In den Hauptrollen sind neben den Tänzer*innen von Sasha Waltz & Guests die Etoiles des Ballet de l’Opéra National de Paris, Ludmila Pagliero (Juliette), Germain Louvet (Roméo) sowie Alessio Carbone (Frère Laurent) zu sehen. Sie tanzten erst im April 2018 die vom Publikum gefeierte Wiederaufnahme des Stücks an der Pariser Opéra Bastille. „Wenn zur Wiederaufnahme von »Roméo et Juliette« die herausragenden Etoiles der Pariser Oper nach Berlin kommen, schließt sich für mich ein Kreis und erfüllt sich mein lang gehegter Wunsch, klassische und zeitgenössische Tänzerinnen und Tänzer gemeinsam auf der Bühne zu sehen.“ (Sasha Waltz)


Kategorie: Oper

Berlioz‘ dramatische Sinfonie „Roméo et Juliette“, am 24. November 1839 am Pariser Konservatorium uraufgeführt, gehört zu den wichtigsten und grenzüberschreitenden sinfonischen Werken des 19. Jahrhunderts. Entstanden wenige Jahre nach Beethovens 9. Sinfonie in d-Moll op. 125, wurde es wegweisend für Komponisten wie Gustav Mahler, dessen große Vokalsinfonien ohne die Berlioz’sche Erweiterung der musikalischen Formensprache nicht denkbar wären, aber auch für Richard Wagner, der die dritte der drei Vorstellungen aus der Uraufführungsserie der „Symphonie dramatique“ in Paris miterlebte. Er, der sonst um Worte nicht verlegen war, war erst einmal sprachlos: „Ich war ganz nur Ohr für Dinge, von denen ich bisher keinen Begriff hatte und welche ich mir nun zu erklären suchen musste.“ Besonders beeindruckt hatten ihn die „phantastische Kühnheit und scharfe Präcision“, aber auch „die gewagtesten Combinationen“ des Werkes, das zwischen großer Sinfonie, Kantate, Ballettmusik und Oper changiert. Mehr als 20 Jahre später schickte er Berlioz den Erstdruck seiner Partitur von TRISTAN UND ISOLDE mit der Widmung: „Au cher et grand auteur de Roméo et Juliette“. Mit ihrer Inszenierung von „Roméo et Juliette“ (2007) wendet sich Sasha Waltz einer der bewegendsten Liebesgeschichten der Weltliteratur zu. Die Geschichte der unglücklich Liebenden, deren Familien verfeindet sind und deren Tod erst Einsicht und Versöhnung bringt, ist eines der bekanntesten Werke Shakespeares. Diese dunkle Tragödie inspirierte Hector Berlioz zur Komposition der dramatischen Symphonie „Roméo et Juliette“ für drei Solisten, zwei große Chöre und Orchester. Die Opéra National de Paris und das Ballett beauftragten Sasha Waltz mit der Choreografie. Die Choreographie »Roméo et Juliette« von Sasha Waltz ist ab dem 6. September an vier Abenden wieder in Berlin zu sehen – und das Publikum kann sich auf eine ganz besondere Besetzung freuen: In den Hauptrollen sind neben den Tänzer*innen von Sasha Waltz & Guests die Etoiles des Ballet de l’Opéra National de Paris, Ludmila Pagliero (Juliette), Germain Louvet (Roméo) sowie Alessio Carbone (Frère Laurent) zu sehen. Sie tanzten erst im April 2018 die vom Publikum gefeierte Wiederaufnahme des Stücks an der Pariser Opéra Bastille. „Wenn zur Wiederaufnahme von »Roméo et Juliette« die herausragenden Etoiles der Pariser Oper nach Berlin kommen, schließt sich für mich ein Kreis und erfüllt sich mein lang gehegter Wunsch, klassische und zeitgenössische Tänzerinnen und Tänzer gemeinsam auf der Bühne zu sehen.“ (Sasha Waltz)


Kategorie: Oper

„Va, pensiero, sull’ali dorate“ – „Flieg‘, Gedanke, auf goldenen Flügeln“ – als der Chor der Mailänder Scala am 9. März 1842 zum ersten Mal die Zeilen des Hebräerchors im dritten Akt von Giuseppe Verdis neuer Oper NABUCCO intonierte, schrieb er ein Stück Musikgeschichte. Der „Gefangenenchor“ wird noch heute von vielen Italienern für die Nationalhymne ihres Landes gehalten und der junge Komponist wurde zum Hoffnungsträger der Opernszene. Das Drama um die babylonische Gefangenschaft des Volkes Israel unter König Nebukadnezar ist eine der beliebtesten Opern Verdis und wurde an der Deutschen Oper Berlin zuletzt vor 13 Jahren von Hans Neuenfels kontrovers in Szene gesetzt. Im Verdi-Jahr 2013 stellte mit Keith Warner einer der bekanntesten Regisseure der internationalen Opernszene seine Annäherung an den Stoff vor: Der Brite inszenierte unter anderem LOHENGRIN bei den Bayreuther Festspielen und den RING DES NIBELUNGEN an Covent Garden und leitete zuletzt die Oper Kopenhagen. Orientiert an der Entstehungszeit des Stückes, die durch den Umbruch von feudalen Strukturen zur bürgerlich-industriellen Gesellschaft geprägt war, stellt Warner den Gegensatz zweier Völker in den Vordergrund seiner Inszenierung: der Hebräer, deren Kultur durch Schrift und ein demokratisches Bildungsideal geprägt ist, und der militaristischen Babylonier, deren Staatsverständnis auf einem autokratischen Herrschaftssystem beruht.


Kategorie: Oper

Auf einem Fest, zu dem Violetta Valery, luxuriös ausgehalten von Baron Douphol, nach scheinbarer Genesung von einer schweren Krankheit eingeladen hat, begegnet sie Alfredo Germont und einer Liebe, für die es in ihrer Welt keinen Platz gibt. Sie kehrt ihrem alten Leben den Rücken und zieht mit Alfredo aufs Land. Als Alfredos Vater von ihr verlangt, auf den Sohn zu verzichten, um die Hochzeit der jüngeren Schwester nicht durch ihren schlechten Ruf zu gefährden, gibt sie verzweifelt nach und schreibt Alfredo einen Abschiedsbrief. Auf einem Ball ihrer Freundin Flora kommt es zu einem Skandal: Violetta will Alfredo glauben lassen, dass sie den Baron Douphol liebt. In seiner Eifersucht schleudert ihr Alfredo das beim Spiel gewonnene Geld vor die Füße, als „Lohn für ihre Liebesdienste“. Einen Monat später, als in Paris der Karneval tobt, liegt Violetta im Sterben. Alfredo kommt zurück – sein Vater hat ihm die Wahrheit über Violettas Trennungsgrund gesagt. Violetta verzeiht, gibt Alfredo frei und stirbt. Stoffvorlage für Verdis einzige Oper, die in der bürgerlichen Lebenswelt von Paris um 1847 spielt, war der viel beachtete Roman La dame aux camélias von Alexandre Dumas dem Jüngeren, der das Schicksal der am 3. Februar 1847 im Alter von 23 Jahren an Tuberkulose verstorbenen Edelkurtisane Marie Duplessis zum Thema einer kritischen Studie über die Pariser Halbwelt gemacht hat. Während in Dumas´ Schauspiel die Hauptfiguren in einem dichten Beziehungsgeflecht agieren, verzichteten Verdi und sein Librettist Francesco Maria Piave auf alles, was nicht unmittelbar mit dem Konflikt zwischen Violetta, Alfredo und dem Vater Giorgio Germont zu tun hat. Das ganz auf innere Bewegungen verlagerte Drama konzentriert sich auf die drei Stadien, die Violetta Valery durchlebt: Liebe, Verzicht und Tod. Götz Friedrich hat der Tragödie die Atmosphäre eines Requiems verliehen, indem er die Leidensgeschichte der Violetta als Rückblende erzählt. Schon während des Vorspiels sieht man Violetta auf der kargen Bühne, die einem monumentalen Grabmahl gleicht, auf ihrem weißen Sterbebett liegen. Zu Beginn ihres Festes erhebt sie sich vom Bett, das flugs in eine Salonliege umfunktioniert wird, stülpt sich ein Ballkleid über – und durch die plötzlich aufbrechenden Türen tänzelt die vergnügungssüchtige Pariser Halbwelt herein. Erzählt wird die Geschichte ganz ohne Sentimentalität, ohne jeden Anflug von trivialer Direktheit. Konsequent wird das innere Bild des Dramas aufgerollt und die Untergangs- und Todesstimmung des Werkes zum Tragen gebracht.


Kategorie: Oper

„Va, pensiero, sull’ali dorate“ – „Flieg‘, Gedanke, auf goldenen Flügeln“ – als der Chor der Mailänder Scala am 9. März 1842 zum ersten Mal die Zeilen des Hebräerchors im dritten Akt von Giuseppe Verdis neuer Oper NABUCCO intonierte, schrieb er ein Stück Musikgeschichte. Der „Gefangenenchor“ wird noch heute von vielen Italienern für die Nationalhymne ihres Landes gehalten und der junge Komponist wurde zum Hoffnungsträger der Opernszene. Das Drama um die babylonische Gefangenschaft des Volkes Israel unter König Nebukadnezar ist eine der beliebtesten Opern Verdis und wurde an der Deutschen Oper Berlin zuletzt vor 13 Jahren von Hans Neuenfels kontrovers in Szene gesetzt. Im Verdi-Jahr 2013 stellte mit Keith Warner einer der bekanntesten Regisseure der internationalen Opernszene seine Annäherung an den Stoff vor: Der Brite inszenierte unter anderem LOHENGRIN bei den Bayreuther Festspielen und den RING DES NIBELUNGEN an Covent Garden und leitete zuletzt die Oper Kopenhagen. Orientiert an der Entstehungszeit des Stückes, die durch den Umbruch von feudalen Strukturen zur bürgerlich-industriellen Gesellschaft geprägt war, stellt Warner den Gegensatz zweier Völker in den Vordergrund seiner Inszenierung: der Hebräer, deren Kultur durch Schrift und ein demokratisches Bildungsideal geprägt ist, und der militaristischen Babylonier, deren Staatsverständnis auf einem autokratischen Herrschaftssystem beruht.


Kategorie: Oper

Als Vorbereitung auf den Vorstellungsbesuch bieten wir Workshops für Kinder mit einem Eltern- oder Großelternteil an. Dabei ist Mitmachen gefragt: Mit Stimme, Theaterspiel und einfachen Instrumenten entdeckt Ihr das Stück und die Inszenierung.


Kategorie: Workshop

Rund 550 festangestellte Mitarbeiter und viele Gastkünstler sorgen täglich auf, vor und hinter der Bühne dafür, dass an der Deutschen Oper Berlin „der Lappen hochgeht“ und das Publikum das Haus um unvergessliche Eindrücke reicher wieder verlässt. Alle können wir Ihnen in der Veranstaltungsreihe OPERNWERKSTATT nicht auf einmal vorstellen. Doch wer die OPERNWERKSTATT regelmäßig besucht, wird sie allmählich kennenlernen: die klugen Köpfe, die hinter dem Gesamtkunstwerk Oper stecken, die Träume, Gedanken, Gefühle und Ambitionen, die sich mit ihm verbinden. Die OPERNWERKSTATT bringt Sie ins Gespräch mit Regisseuren, Dirigenten, Sängern, mit der Studienleiterin, Dramaturgen, Theatermachern. Jeder Termin beginnt mit dem Besuch einer szenischen oder musikalischen Probe. Nach dem Blick in die Werkstatt stellen wir Ihnen das entstehende Projekt vor und beantworten Ihre Fragen. Damit Sie sehen, was uns bewegt.


Kategorie: Workshop

Auf einem Fest, zu dem Violetta Valery, luxuriös ausgehalten von Baron Douphol, nach scheinbarer Genesung von einer schweren Krankheit eingeladen hat, begegnet sie Alfredo Germont und einer Liebe, für die es in ihrer Welt keinen Platz gibt. Sie kehrt ihrem alten Leben den Rücken und zieht mit Alfredo aufs Land. Als Alfredos Vater von ihr verlangt, auf den Sohn zu verzichten, um die Hochzeit der jüngeren Schwester nicht durch ihren schlechten Ruf zu gefährden, gibt sie verzweifelt nach und schreibt Alfredo einen Abschiedsbrief. Auf einem Ball ihrer Freundin Flora kommt es zu einem Skandal: Violetta will Alfredo glauben lassen, dass sie den Baron Douphol liebt. In seiner Eifersucht schleudert ihr Alfredo das beim Spiel gewonnene Geld vor die Füße, als „Lohn für ihre Liebesdienste“. Einen Monat später, als in Paris der Karneval tobt, liegt Violetta im Sterben. Alfredo kommt zurück – sein Vater hat ihm die Wahrheit über Violettas Trennungsgrund gesagt. Violetta verzeiht, gibt Alfredo frei und stirbt. Stoffvorlage für Verdis einzige Oper, die in der bürgerlichen Lebenswelt von Paris um 1847 spielt, war der viel beachtete Roman La dame aux camélias von Alexandre Dumas dem Jüngeren, der das Schicksal der am 3. Februar 1847 im Alter von 23 Jahren an Tuberkulose verstorbenen Edelkurtisane Marie Duplessis zum Thema einer kritischen Studie über die Pariser Halbwelt gemacht hat. Während in Dumas´ Schauspiel die Hauptfiguren in einem dichten Beziehungsgeflecht agieren, verzichteten Verdi und sein Librettist Francesco Maria Piave auf alles, was nicht unmittelbar mit dem Konflikt zwischen Violetta, Alfredo und dem Vater Giorgio Germont zu tun hat. Das ganz auf innere Bewegungen verlagerte Drama konzentriert sich auf die drei Stadien, die Violetta Valery durchlebt: Liebe, Verzicht und Tod. Götz Friedrich hat der Tragödie die Atmosphäre eines Requiems verliehen, indem er die Leidensgeschichte der Violetta als Rückblende erzählt. Schon während des Vorspiels sieht man Violetta auf der kargen Bühne, die einem monumentalen Grabmahl gleicht, auf ihrem weißen Sterbebett liegen. Zu Beginn ihres Festes erhebt sie sich vom Bett, das flugs in eine Salonliege umfunktioniert wird, stülpt sich ein Ballkleid über – und durch die plötzlich aufbrechenden Türen tänzelt die vergnügungssüchtige Pariser Halbwelt herein. Erzählt wird die Geschichte ganz ohne Sentimentalität, ohne jeden Anflug von trivialer Direktheit. Konsequent wird das innere Bild des Dramas aufgerollt und die Untergangs- und Todesstimmung des Werkes zum Tragen gebracht.


Kategorie: Oper

Unsere Führungen durch das Zuschauerhaus und über die Bühnen sowie durch die Probenräume und das Bühnenbildmagazin der Deutschen Oper Berlin vermitteln Ihnen spannende Eindrücke und Wissenswertes über die Deutsche Oper Berlin und den Alltag hinter den Kulissen. Welches architektonische Konzept verbirgt sich hinter der langen Waschbeton-Fassade an der Bismarckstraße? Wie entsteht ein Bühnenbild? Wie laufen Proben ab? Erfahren Sie außerdem Details zur bewegten Geschichte des Hauses, das heute mit seinen modernen Neuinszenierungen und den frühen Repertoireschätzen einen Querschnitt durch über 40 Jahre Inszenierungs- und Aufführungspraxis zu bieten hat.


Kategorie: Führung

Die Geschichte ist turbulent: Ein alter Griesgram will sein Mündel heiraten, um an dessen beträchtliches Erbe zu gelangen, und trifft dabei jede erdenkliche Vorkehrung, um der hübschen Rosina den Weg in die Außenwelt – und damit zu möglichen jungen Liebhabern – zu versperren. Doch längst hat der Graf Almaviva seine Liebe zu ihr entdeckt. Mit Hilfe des umtriebigen Barbiers Figaro will er dem Alten ein Schnippchen schlagen, Rosina für sich gewinnen und überdies noch sicherstellen, dass nicht sein Titel oder Reichtum, sondern allein die Liebe die junge Frau in seine Arme führt. Keine leichte Aufgabe für Figaro, denn auch die Gegner scheuen keine Mühe … Am Ende siegt die Liebe, und es stellt sich heraus, dass alle Vorsicht nutzlos war! Dass diese Geschichte viel Potential zur Komik mit sich bringt, ist völlig klar. „Aber am komischsten ist die Musik“ – so Regisseurin Katharina Thalbach. „Von der Artistik und dem Tempo Rossinis war ich wie vom Donner gerührt. ... Bei den Proben merke ich immer wieder, wie mir die Musik in die Beine fährt und ich unwillkürlich mittanze. Das flirrt, prickelt und macht einfach Spaß. Und dieses Lebensgefühl soll bei unserer Produktion möglichst auch so rüberkommen.“ Im farbenfrohen Ambiente eines südländischen Badeortes entfaltet Thalbach ein turbulentes Panoptikum um den umtriebigen Figaro, dessen Erfindungsreichtum am Ende alle Hindernisse überwindet. Pierre Augustin Caron de Beaumarchais (1732 – 1799) erfand die Figur des ebenso intriganten wie gewitzten Barbiers und widmete ihm eine ganze Komödien-Trilogie, von denen vor allem die ersten beiden Teile LE BARBIER DE SEVILLE OU LA PRECAUTION INUTILE (1775) und LA FOLLE JOURNEE OU LE MARIAGE DE FIGARO (1778) weltberühmt wurden. Der dritte Teil, L’AUTRE TARTUFFE OU LA MERE COUPABLE, der 1792 erschien, trat hinter den Erfolg ihrer Vorgänger, vielleicht bedingt durch die Wirren der Französischen Revolution, eher zurück. Obwohl das revolutionäre Potenzial vor allem des zweiten Teils der Komödie in der genialen Vertonung Mozarts – DIE HOCHZEIT DES FIGARO – am deutlichsten spürbar wird, besitzt auch der Barbier des ersten Teils viel respektloses Temperament, das ihn zur Hauptfigur einer komischen Oper geradezu prädestiniert. Giovanni Paisiello hatte 1782 mit seiner Vertonung des BARBIERE einen durchschlagenden Erfolg, so dass Rossini gegen ein scheinbar übermächtiges Vorbild antrat, als er beschloss, denselben Stoff erneut zum Gegenstand einer komischen Oper zu machen. Und doch gelang ihm 34 Jahre nach Paisiellos Triumph die vielleicht witzigste und temporeichste Opera buffa der Operngeschichte. „Es war ganz Rossinische Weise, wie sie sich im BARBIER VON SEVILLA am lieblichsten offenbart. Die Verächter italienischer Musik, die auch dieser Gattung den Stab brechen, werden einst in der Hölle ihrer wohlverdienten Strafe nicht entgehen, und sind vielleicht verdammt, die lange Ewigkeit hindurch nichts anderes zu hören als Fugen von Sebastian Bach.“ (Heinrich Heine)


Kategorie: Oper

Verrat, verlorene Ehre, Schuld und Sühne, leidenschaftliche, grenzüberschreitende Liebe und das Verlangen nach Tod und Vergessen – die Geschichte von Tristan und Isolde, aus keltischen Wurzeln im Verlauf der Jahrhunderte zum Mythos gewachsen, faszinierte Dichter, Poeten und Musiker gleichermaßen. Richard Wagner inspirierte sie zu seinem „opus metaphysicum“ (Friedrich Nietzsche), einem Werk, das wie ein Monolith sein künstlerisches Schaffen überragt. Musikalisch hochromantisch und doch zugleich die Schwelle zur Moderne überschreitend, lässt Wagner sein Paar von Anfang an mit existentieller Unerbittlichkeit in ein auswegloses Dilemma laufen. Denn die Liebe der beiden ist ganz und gar unvermeidlich, aber auch ganz und gar unmöglich: Tristan, jener »traurige Mann«, der bereits bei seiner Geburt den Tod seiner Mutter verursacht hat, liebt Isolde, und doch hat er sie seinem König als Braut zugeführt. Er begeht damit einen Treuebruch, der diese Liebe von Anfang an unter düstere Vorzeichen stellt und ihn vor sich selbst als ehrlos entlarvt. Und auch Isolde geht nicht schuldlos in die verbotene Beziehung, hat sie doch Tristan, den Mörder ihres Verlobten Morold, verschont statt ihn zu töten: Ein einziger Blick Tristans genügte. Wie eine Fremde bewegt sie sich in ihrem Leben, ihrer vertrauten, häuslichen Welt. TRISTAN UND ISOLDE besitzt nicht nur innerhalb von Wagners Gesamtwerk eine Ausnahmestellung, sondern es hat bis zum heutigen Tag durch seine kompromisslose, Grenzen überschreitende Darstellung einer obsessiven, alles umfassenden und bestimmenden Liebesbeziehung seine Hörer verstört und fasziniert. Literaten, Philosophen, Psychologen haben sich an ihm abgearbeitet, Komponisten und Musiker es analysiert, ohne jedoch all seinen Rätseln auf die Spur zu kommen. Das Werk, nach einem Mythos entstanden, ist selbst zum Mythos geworden. Dass wir, seine Hörer und Zuschauer, es uns in diesem Mythos nicht bequem machen können, weil uns die Geschichte dieses liebenden Paars, obwohl es aus uralten Zeiten zu stammen scheint, immer noch viel zu nah ist, gehört zu den vielen Wundern dieses Werkes.


Kategorie: Oper

Auf einem Fest, zu dem Violetta Valery, luxuriös ausgehalten von Baron Douphol, nach scheinbarer Genesung von einer schweren Krankheit eingeladen hat, begegnet sie Alfredo Germont und einer Liebe, für die es in ihrer Welt keinen Platz gibt. Sie kehrt ihrem alten Leben den Rücken und zieht mit Alfredo aufs Land. Als Alfredos Vater von ihr verlangt, auf den Sohn zu verzichten, um die Hochzeit der jüngeren Schwester nicht durch ihren schlechten Ruf zu gefährden, gibt sie verzweifelt nach und schreibt Alfredo einen Abschiedsbrief. Auf einem Ball ihrer Freundin Flora kommt es zu einem Skandal: Violetta will Alfredo glauben lassen, dass sie den Baron Douphol liebt. In seiner Eifersucht schleudert ihr Alfredo das beim Spiel gewonnene Geld vor die Füße, als „Lohn für ihre Liebesdienste“. Einen Monat später, als in Paris der Karneval tobt, liegt Violetta im Sterben. Alfredo kommt zurück – sein Vater hat ihm die Wahrheit über Violettas Trennungsgrund gesagt. Violetta verzeiht, gibt Alfredo frei und stirbt. Stoffvorlage für Verdis einzige Oper, die in der bürgerlichen Lebenswelt von Paris um 1847 spielt, war der viel beachtete Roman La dame aux camélias von Alexandre Dumas dem Jüngeren, der das Schicksal der am 3. Februar 1847 im Alter von 23 Jahren an Tuberkulose verstorbenen Edelkurtisane Marie Duplessis zum Thema einer kritischen Studie über die Pariser Halbwelt gemacht hat. Während in Dumas´ Schauspiel die Hauptfiguren in einem dichten Beziehungsgeflecht agieren, verzichteten Verdi und sein Librettist Francesco Maria Piave auf alles, was nicht unmittelbar mit dem Konflikt zwischen Violetta, Alfredo und dem Vater Giorgio Germont zu tun hat. Das ganz auf innere Bewegungen verlagerte Drama konzentriert sich auf die drei Stadien, die Violetta Valery durchlebt: Liebe, Verzicht und Tod. Götz Friedrich hat der Tragödie die Atmosphäre eines Requiems verliehen, indem er die Leidensgeschichte der Violetta als Rückblende erzählt. Schon während des Vorspiels sieht man Violetta auf der kargen Bühne, die einem monumentalen Grabmahl gleicht, auf ihrem weißen Sterbebett liegen. Zu Beginn ihres Festes erhebt sie sich vom Bett, das flugs in eine Salonliege umfunktioniert wird, stülpt sich ein Ballkleid über – und durch die plötzlich aufbrechenden Türen tänzelt die vergnügungssüchtige Pariser Halbwelt herein. Erzählt wird die Geschichte ganz ohne Sentimentalität, ohne jeden Anflug von trivialer Direktheit. Konsequent wird das innere Bild des Dramas aufgerollt und die Untergangs- und Todesstimmung des Werkes zum Tragen gebracht.


Kategorie: Oper

Verrat, verlorene Ehre, Schuld und Sühne, leidenschaftliche, grenzüberschreitende Liebe und das Verlangen nach Tod und Vergessen – die Geschichte von Tristan und Isolde, aus keltischen Wurzeln im Verlauf der Jahrhunderte zum Mythos gewachsen, faszinierte Dichter, Poeten und Musiker gleichermaßen. Richard Wagner inspirierte sie zu seinem „opus metaphysicum“ (Friedrich Nietzsche), einem Werk, das wie ein Monolith sein künstlerisches Schaffen überragt. Musikalisch hochromantisch und doch zugleich die Schwelle zur Moderne überschreitend, lässt Wagner sein Paar von Anfang an mit existentieller Unerbittlichkeit in ein auswegloses Dilemma laufen. Denn die Liebe der beiden ist ganz und gar unvermeidlich, aber auch ganz und gar unmöglich: Tristan, jener »traurige Mann«, der bereits bei seiner Geburt den Tod seiner Mutter verursacht hat, liebt Isolde, und doch hat er sie seinem König als Braut zugeführt. Er begeht damit einen Treuebruch, der diese Liebe von Anfang an unter düstere Vorzeichen stellt und ihn vor sich selbst als ehrlos entlarvt. Und auch Isolde geht nicht schuldlos in die verbotene Beziehung, hat sie doch Tristan, den Mörder ihres Verlobten Morold, verschont statt ihn zu töten: Ein einziger Blick Tristans genügte. Wie eine Fremde bewegt sie sich in ihrem Leben, ihrer vertrauten, häuslichen Welt. TRISTAN UND ISOLDE besitzt nicht nur innerhalb von Wagners Gesamtwerk eine Ausnahmestellung, sondern es hat bis zum heutigen Tag durch seine kompromisslose, Grenzen überschreitende Darstellung einer obsessiven, alles umfassenden und bestimmenden Liebesbeziehung seine Hörer verstört und fasziniert. Literaten, Philosophen, Psychologen haben sich an ihm abgearbeitet, Komponisten und Musiker es analysiert, ohne jedoch all seinen Rätseln auf die Spur zu kommen. Das Werk, nach einem Mythos entstanden, ist selbst zum Mythos geworden. Dass wir, seine Hörer und Zuschauer, es uns in diesem Mythos nicht bequem machen können, weil uns die Geschichte dieses liebenden Paars, obwohl es aus uralten Zeiten zu stammen scheint, immer noch viel zu nah ist, gehört zu den vielen Wundern dieses Werkes.


Kategorie: Oper

Die literarische Vorlage zu Puccinis „Folteroper“ (Oskar Bie) lieferte Victorien Sardou (1831–1908) mit seinem erfolgreichen Theaterstück LA TOSCA, das 1887 in Paris mit Sarah Bernhardt in der Titelrolle uraufgeführt wurde. Nachdem Puccini 1889 das Stück auf einer Tournee in Mailand erlebt hatte, war er auf Anhieb begeistert von dem Stoff. Aber der TOSCA-Plan bleibt zunächst sechs Jahre liegen, bis Puccini, vermutlich angeregt durch eine weitere Aufführung des Sardou-Dramas in Florenz und durch Luigi Illicas Arbeit an einem TOSCA-Libretto für den Komponisten Alberto Franchetti (1860–1942), Interesse an dem Stoff findet. Nach einer „Verschwörung“ zwischen Puccini, Illica und Ricordi gelingt es dem Verleger, Franchetti zur Aufgabe seines TOSCA-Projektes zu bewegen und Puccini die Vertonungsrechte zu überlassen. Wie in allen Opern Puccinis zeigt auch TOSCA, wie sich menschliche Aufmerksamkeit und kulinarisches Vergnügen einander bedingen können, wenn die künstlerischen Intentionen des Komponisten zum Maßstab der Interpretation werden. Der Aufschrei wie die Resignation sind die wesentlichen Bedingungen der humanen Aufmerksamkeit Puccinis: Das Mitleid, das er komponierte, begnügt sich nicht mit abstrakten Gesten, sondern zielt auf Unruhe, auf Veränderung. Aus den »kleinen Dingen«, die Puccini mit modernem Understatement als seinen Gegenstand bezeichnete, werden „große“, sofern wir das nur wollen. Der Zusammenhang zwischen Puccinis direkt und indirekt vom Geist Zolas, Hauptmanns und Gorkis beeinflusster Stoffwahl und seiner Kompositionsweise lässt darauf schließen, dass man ihm mit der Bezeichnung als Verdi-Nachfolger mit dem Etikett des Verismo versieht. Bekanntlich war er ein großer Wagner-Verehrer, aber alles andere als ein Epigone. Vielmehr schuf er eine sehr persönliche Verbindung aus einigen Errungenschaften beider. Alle gewonnenen Verfeinerungen der Harmonie und alle Differenzierungen der Instrumentation verarbeitend, erlöste er dennoch die Stimme aus der orchestralen Verflechtung und gab ihr zugleich ein weitaus gebrocheneres, klangsensibleres Accompagnato im Orchester als der radikale Lakoniker Verdi. Dafür steht auch die ästhetische Thematik der TOSCA. Der musikalische Gestus ist ebenso brutal wie zärtlich, intelligent wie sentimental, präzise wie träumerisch. Puccini möchte unbedingt Lebenswahrheit, Genauigkeit auch des musikalischen Details, soziale Aufmerksamkeit, den poetischen Klang des scheinbar Alltäglichen, das Heroische mit Kalkül, den Kontrast zwischen engagierter Leidenschaft und kühler Distanz. Der Polizeichef Scarpia, die Sängerin Floria Tosca und der Maler Cavaradossi beanspruchen Freiheit in jeder persönlichen Variante: als dynamisch-subjektiven Machtanspruch (Scarpia), als auf Veränderung zielendes rebellisches Ethos (Cavaradossi), als private, schlichte und zugleich grenzenlose Liebe (Tosca). In einer Zeit epochaler Umwälzungen gewinnen solche Haltungen exemplarische Sinnfälligkeit. Je nachdem, wie wir uns und Puccini in dieser Zeit begreifen, bleibt TOSCA eine Schauerromanze oder gerät zum Menetekel des Themas „Freiheit“. Jedenfalls bezahlt jeder der konträren Partner diese Dreiecksgeschichte mit dem Tod. Ihr Sterben nimmt keine Erlösungsgloriole für sich in Anspruch, sondern ist bitter, entsetzlich, definitiv. Götz Friedrichs 1987 vorgenommene Neueinstudierung von Boleslaw Barlogs geradliniger und auf szenische Konkretheit bedachter Inszenierung aus dem Jahr 1969 nimmt die Intentionen Puccinis beim Wort – die gegenseitige Bedingtheit von menschlicher Aufmerksamkeit und kulinarischem Vergnügen wird von der Musik inspiriert zum Ausgangspunkt auch der szenischen Interpretation.


Kategorie: Oper


Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:04.09.18
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