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Spielplan für September 2019

Der schwarze General Othello wird von den weißen Venezianern bewundert, solange er für sie siegt. Als er die reiche Desdemona heiratet, scheint sein Glück perfekt. Aber sein Fähnrich Jago sieht die Lücke, die der Teufel ließ. Er steigert die Sorge des Generals, dass er nur geduldet und nicht geliebt wird, ins Maßlose. Gegen die Wunden des alltäglichen Rassismus kann Desdemonas Liebe nichts ausrichten. Das Monster der Eifersucht erwacht und reißt alle in den Tod. Shakespeares Tragödie über den Fremden, der gebraucht und zugleich verachtet wird, trifft ins Herz aller Debatten über Diskriminierung. Solange die Stigmatisierung in den Strukturen reproduziert wird, sind die Verletzungen zu groß, als dass ein einzelner guter Mensch sie heilen könnte.


Kategorie: Schauspiel

Felix – der Glückliche –, Sohn eines bankrotten Schaumweinfabrikanten, ist Meister darin, den Menschen genau das vorzuspielen, was diese in ihm sehen wollen. Sein Glück ist, alles sein zu können in einer Welt der Fälschungen, die keine Wahrheit mehr kennt. So ist er, was er scheint, authentisch, indem er täuscht, Experte der kreativen Selbstvermarktung. Regisseur und Autor Alexander Eisenach wird ein Stück schreiben über die Figur des Hochstaplers als Inbegriff des modernen Menschen, der sich ununterbrochen selbst inszeniert (Premiere im Dezember). Als Auftakt dazu befasst er sich mit dem entsprechenden Paradebeispiel der Literaturgeschichte: Felix Krull – Thomas Manns hinreißende Parodie auf ein Künstlertum brillanter Äußerlichkeiten, die am Ende genau das erzeugen, was sie nicht sind: das Leben selbst – ein echter Schwindel.


Kategorie: Schauspiel

Bertolt Brechts expressive Bühnenballade "Baal", benannt nach dem syrischen Fruchtbarkeitsgott, dessen Abbild in der Augsburger Dachkammer des frühreifen Stückeschreibers über dem Bett hing, erzählt vom Leben eines Künstlers – irrlichternd zwischen Genie und Wahnsinn. Von panischem Glücksverlangen besessen lebt Baal ein Leben, ganz im Zeichen der Kunst, das zwischen Rausch und Absturz wenig (Zwischen-)Menschlichem Raum lässt. Verhalten und Lebensweg Baals verstoßen gegen die moralischen und sozialen Normen seiner Zeit – und nicht nur dieser. Die Figur Baal kann sinnbildlich für eine Gesellschaft gelesen werden, in der die Bedeutung des Individuums den Wert der Gemeinschaft gesprengt hat und Solidarität nur noch ein lästiges Schlagwort alter Tage ist. "Die Lebenskunst Baals", erläutert Brecht 1954, "teilt das Geschick aller anderen Künste im Kapitalismus: sie wird befehdet. Er ist asozial, aber in einer asozialen Gesellschaft." Heutzutage stellt sich die Frage nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner zwischen Menschen neu. Die Frage nach Respekt und Solidarität, nach der Möglichkeit und Notwendigkeit einer Begegnung auf Augenhöhe von Mensch zu Mensch. Eine Frage, mit der sich Regisseur Ersan Mondtag in seiner Auseinandersetzung mit dem Stoff konfrontieren will. Mit seiner Interpretation des Stoffes wirft er  außerdem einen kritischen Blick auf Geniekult und männliche Allmachtsfantasien.


Kategorie: Schauspiel

Bertolt Brechts expressive Bühnenballade "Baal", benannt nach dem syrischen Fruchtbarkeitsgott, dessen Abbild in der Augsburger Dachkammer des frühreifen Stückeschreibers über dem Bett hing, erzählt vom Leben eines Künstlers – irrlichternd zwischen Genie und Wahnsinn. Von panischem Glücksverlangen besessen lebt Baal ein Leben, ganz im Zeichen der Kunst, das zwischen Rausch und Absturz wenig (Zwischen-)Menschlichem Raum lässt. Verhalten und Lebensweg Baals verstoßen gegen die moralischen und sozialen Normen seiner Zeit – und nicht nur dieser. Die Figur Baal kann sinnbildlich für eine Gesellschaft gelesen werden, in der die Bedeutung des Individuums den Wert der Gemeinschaft gesprengt hat und Solidarität nur noch ein lästiges Schlagwort alter Tage ist. "Die Lebenskunst Baals", erläutert Brecht 1954, "teilt das Geschick aller anderen Künste im Kapitalismus: sie wird befehdet. Er ist asozial, aber in einer asozialen Gesellschaft." Heutzutage stellt sich die Frage nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner zwischen Menschen neu. Die Frage nach Respekt und Solidarität, nach der Möglichkeit und Notwendigkeit einer Begegnung auf Augenhöhe von Mensch zu Mensch. Eine Frage, mit der sich Regisseur Ersan Mondtag in seiner Auseinandersetzung mit dem Stoff konfrontieren will. Mit seiner Interpretation des Stoffes wirft er  außerdem einen kritischen Blick auf Geniekult und männliche Allmachtsfantasien.


Kategorie: Schauspiel

Felix – der Glückliche –, Sohn eines bankrotten Schaumweinfabrikanten, ist Meister darin, den Menschen genau das vorzuspielen, was diese in ihm sehen wollen. Sein Glück ist, alles sein zu können in einer Welt der Fälschungen, die keine Wahrheit mehr kennt. So ist er, was er scheint, authentisch, indem er täuscht, Experte der kreativen Selbstvermarktung. Regisseur und Autor Alexander Eisenach wird ein Stück schreiben über die Figur des Hochstaplers als Inbegriff des modernen Menschen, der sich ununterbrochen selbst inszeniert (Premiere im Dezember). Als Auftakt dazu befasst er sich mit dem entsprechenden Paradebeispiel der Literaturgeschichte: Felix Krull – Thomas Manns hinreißende Parodie auf ein Künstlertum brillanter Äußerlichkeiten, die am Ende genau das erzeugen, was sie nicht sind: das Leben selbst – ein echter Schwindel.


Kategorie: Schauspiel

18 Jahre nach seinem Debüt "Soloalbum" schreibt Benjamin von Stuckrad-Barre sie doch, die Autobiographie, mit der keiner gerechnet hat. Ein Greatest-Hits Album, ein Best-Of: kein Soloalbum – sondern der Soundtrack eines selbstzerstörerischen Lebens. Im legendären Hotel Chateau Marmont am Sunset Boulevard schaut Stuckrad-Barre sich selbst beim Schreiben zu – und erzählt von zwanzig Jahren Nachtleben, Drogen, Ruhm und Realitätsverlust, vom Aufstehen und Hinfallen. Keine Recherche, sondern pures Leben. "Das Kokain ließ mich Tage und Nächte manisch herumrotieren, gegen das lästige Herzrasen goss ich Alkohol drauf, schlief irgendwann vollkommen betäubt ein, dabei half das Rohypnol, das der neue, zum Heroin ratende Dealer mir mitgebracht hatte, weil, so seine fachmännische Blickdiagnose, ich auch mal wieder runterkommen müsse, zwischendurch. Wenn ich erwachte, brauchte ich eine Weile, um einen Zusammenhang herzustellen zwischen den durch die Gardinen hindurch sichtbaren Tageszeitindizien und der zuletzt erinnerten Tageszeit, ich unterschied nur mehr zwischen hell und dunkel, Tag und Nacht. Manchmal schlief ich wohl 26 Stunden, manchmal auch nur zwei, es war alles nicht so klar und sollte das auch auf gar keinen Fall werden. Aufstieg und Fall in einem Rutsch. Nur aufschreiben würde ich es halt noch müssen, irgendwann, aber natürlich erstmal bis zum letzten Kapitel durcherleben – ohne retardierenden zweiten Akt (where the slow stuff happens) direkt in die Katastrophe."


Kategorie: Schauspiel

Die Handlung im Kreidekreis ist modellhaft klar und dialektisch schön: Bei einer Revolution lässt die fliehende Gouverneursfrau ihr Baby zurück. Ihre Magd Grusche findet das Kind und überlegt eine Nacht lang, ob sie als alleinstehende Frau im Krieg ein kleines Kind retten kann. Sie entscheidet sich für das Kind. Auf der Flucht gerät sie in immer größer werdende Schwierigkeiten an deren Ende sie vor ein Gericht gestellt wird, da die Gouverneursfrau ihr Kind zurückhaben will. Die Zeiten haben sich wieder geändert, jetzt ist das Kind der Erbe eines großen Vermögens. Doch kurz bevor die alte Herrschaft die Zügel wieder fest im Griff hat, gibt es eine kurze Zeit der Anarchie, in der der Richter Azdak herrscht. Seine Richtersprüche sind gefürchtet bei den Reichen und ein Segen für die Armen. So erfindet er für den Fall, dass die biologische aber herzlose Mutter ihr Kind zurückfordert, den salomonischen Kreidekreis neu. Die Frage, die hier verhandelt wird, ist von ebenso großer Schlichtheit wie politischer Eindringlichkeit: Wem gehört die Welt? So ist es kein Zufall, dass Bertolt Brecht, als das Berliner Ensemble 1954 endlich das Theater am Schiffbauerdamm bespielen darf, als erstes den Kaukasischen Kreidekreis inszeniert. Michael Thalheimer wird als Hausregisseur regelmäßig am Berliner Ensemble arbeiten. Seine bisherigen Inszenierungen sind in dem neuen Buch von Hans-Dieter Schütt "Michael Thalheimer" in zahlreichen Gesprächen, Texten und Fotos dokumentiert.   We regularly present performances of "The Caucasian Chalk Circle" with English surtitles. You can find the dates here. Our box office staff will be happy to tell you from which seats you will have a good sight-line to the surtitles. For the best view of both stage and surtitles, we recommend seats in the stalls (Parkett) from row 11, or in the balconies (1. Rang, 2. Rang). Seats in the side boxes have a partially obstructed view.


Kategorie: Schauspiel

Noch kaum geboren, erkennt Oskar Matzerath die Welt als universales Desaster – und lehnt sie ab. Einzig die von seiner Mutter versprochene Blechtrommel eröffnet ihm eine akzeptable Überlebensperspektive: die Existenzform als Trommler, ein groteskes Künstlerdasein mit ambivalenten Motivationen und Wirkungen. So beschließt Oskar an seinem dritten Geburtstag, nicht mehr zu wachsen, sondern zu beobachten und zu trommeln. Aus der Froschperspektive schildert er das Aufziehen des faschistischen Denkens und Handelns, berichtet von Ehebruch und Pogromnacht, verknüpft Privatgeschichte mit Zeitgeschichte. Er ist Zeuge, zugleich Außenseiter wie Beteiligter einer Welt, in welcher ein Zivilisationsbruch wie der Holocaust möglich ist. Nicht schuldig, aber verantwortlich für das Grauen, das in deutschem Namen begangen wurde, hat Günter Grass sich zeitlebens gefühlt. "Die Blechtrommel" ist auch ein Versuch, die Mechanismen der eigenen Verführung durchsichtig zu machen. Trotz aller Kontroversen um den Roman und Nobelpreisträger Günter Grass, gilt der Text bis heute als Meilenstein der deutschen Nachkriegsliteratur. Regisseur Oliver Reese erzählt die Geschichte des ewigen Trommlers in einer ganz auf die Perspektive der Hauptfigur zugeschnitten Fassung.


Kategorie: Schauspiel

Die Lausbubengeschichten von Max und Moritz waren nicht immer unumstritten: In einigen Regionen wurden sie nach Erscheinen für Jugendliche unter 18 Jahren verboten. Der Grund liegt auf der Hand: Beleidigungen, mehrfache Sachbeschädigungen, Diebstahl, Hausfriedensbruch, Tierquälerei und schwere Körperverletzung – diese Straftatbestände müssen Max und Moritz vorgehalten werden. Antú Romero Nunes wird diesen bösen Ur-Comic nun in seine  Theatersprache übersetzen. Das Böse und die fehlende moralische Implikation interessieren ihn an dieser Erzählung genauso wie das, was man nicht auf den Bildern sieht und bislang nur ahnte ...


Kategorie: Schauspiel

Die Lausbubengeschichten von Max und Moritz waren nicht immer unumstritten: In einigen Regionen wurden sie nach Erscheinen für Jugendliche unter 18 Jahren verboten. Der Grund liegt auf der Hand: Beleidigungen, mehrfache Sachbeschädigungen, Diebstahl, Hausfriedensbruch, Tierquälerei und schwere Körperverletzung – diese Straftatbestände müssen Max und Moritz vorgehalten werden. Antú Romero Nunes wird diesen bösen Ur-Comic nun in seine  Theatersprache übersetzen. Das Böse und die fehlende moralische Implikation interessieren ihn an dieser Erzählung genauso wie das, was man nicht auf den Bildern sieht und bislang nur ahnte ...


Kategorie: Schauspiel

"Macbeth" gehört zu den berühmtesten Dramen des William Shakespeares. Heiner Müllers Übersetzung ist viel mehr als nur eine Überarbeitung. Sie  ist ein originäres Drama über die Dialektik der Macht. Nach der Flut grausamer Diktatoren, die das 20. Jahrhundert hervorgebracht hat, rückt neben Hamlet auch Macbeth in die Reihe der archetypischen Figuren. Sein Machtwille wird so lange angestachelt, bis er eine Position erreicht hat, die er nicht mehr ausfüllen kann. Seine Angst bekämpft er mit immer grö­ßerer Gewalt und seine Herrschaft kann er nur noch in sadistischen Befehlen genießen. Die politische Lage in "Macbeth" gleicht einer trüben Sumpflandschaft, in der jede Handlung erstirbt. Bei der Uraufführung 1972 in der DDR musste sich Heiner Müller den Vorwurf des Nihilismus gefallen lassen. Heute muss man feststellen, dass es sich um das realistische Bild einer Welt handelt, in der die Mächtigen ihr wichtigstes Ziel darin sehen, ihre Macht zu  erhalten. Shakespeares Fabel zeigt in Heiner Müllers Fassung, wie Geschichte zum utopielosen Raum wird, wenn die Zukunft schon im Moment des Handelns abstirbt. Eine Ge­sellschaft, die nur noch ihren Status Quo bewahren will, erstarrt in Angst vor sich selbst und gebiert Grausamkeit statt Hoffnung. Michael Thalheimer setzt als Hausregisseur mit dieser Inszenierung seine Beschäftigung mit Shakespeare und Heiner Müller fort.   Wir empfehlen den Besuch dieser Inszenierung ab 15 Jahren.


Kategorie: Schauspiel

"Macbeth" gehört zu den berühmtesten Dramen des William Shakespeares. Heiner Müllers Übersetzung ist viel mehr als nur eine Überarbeitung. Sie  ist ein originäres Drama über die Dialektik der Macht. Nach der Flut grausamer Diktatoren, die das 20. Jahrhundert hervorgebracht hat, rückt neben Hamlet auch Macbeth in die Reihe der archetypischen Figuren. Sein Machtwille wird so lange angestachelt, bis er eine Position erreicht hat, die er nicht mehr ausfüllen kann. Seine Angst bekämpft er mit immer grö­ßerer Gewalt und seine Herrschaft kann er nur noch in sadistischen Befehlen genießen. Die politische Lage in "Macbeth" gleicht einer trüben Sumpflandschaft, in der jede Handlung erstirbt. Bei der Uraufführung 1972 in der DDR musste sich Heiner Müller den Vorwurf des Nihilismus gefallen lassen. Heute muss man feststellen, dass es sich um das realistische Bild einer Welt handelt, in der die Mächtigen ihr wichtigstes Ziel darin sehen, ihre Macht zu  erhalten. Shakespeares Fabel zeigt in Heiner Müllers Fassung, wie Geschichte zum utopielosen Raum wird, wenn die Zukunft schon im Moment des Handelns abstirbt. Eine Ge­sellschaft, die nur noch ihren Status Quo bewahren will, erstarrt in Angst vor sich selbst und gebiert Grausamkeit statt Hoffnung. Michael Thalheimer setzt als Hausregisseur mit dieser Inszenierung seine Beschäftigung mit Shakespeare und Heiner Müller fort.   Wir empfehlen den Besuch dieser Inszenierung ab 15 Jahren.


Kategorie: Schauspiel

Noch kaum geboren, erkennt Oskar Matzerath die Welt als universales Desaster – und lehnt sie ab. Einzig die von seiner Mutter versprochene Blechtrommel eröffnet ihm eine akzeptable Überlebensperspektive: die Existenzform als Trommler, ein groteskes Künstlerdasein mit ambivalenten Motivationen und Wirkungen. So beschließt Oskar an seinem dritten Geburtstag, nicht mehr zu wachsen, sondern zu beobachten und zu trommeln. Aus der Froschperspektive schildert er das Aufziehen des faschistischen Denkens und Handelns, berichtet von Ehebruch und Pogromnacht, verknüpft Privatgeschichte mit Zeitgeschichte. Er ist Zeuge, zugleich Außenseiter wie Beteiligter einer Welt, in welcher ein Zivilisationsbruch wie der Holocaust möglich ist. Nicht schuldig, aber verantwortlich für das Grauen, das in deutschem Namen begangen wurde, hat Günter Grass sich zeitlebens gefühlt. "Die Blechtrommel" ist auch ein Versuch, die Mechanismen der eigenen Verführung durchsichtig zu machen. Trotz aller Kontroversen um den Roman und Nobelpreisträger Günter Grass, gilt der Text bis heute als Meilenstein der deutschen Nachkriegsliteratur. Regisseur Oliver Reese erzählt die Geschichte des ewigen Trommlers in einer ganz auf die Perspektive der Hauptfigur zugeschnitten Fassung.


Kategorie: Schauspiel

Felix – der Glückliche –, Sohn eines bankrotten Schaumweinfabrikanten, ist Meister darin, den Menschen genau das vorzuspielen, was diese in ihm sehen wollen. Sein Glück ist, alles sein zu können in einer Welt der Fälschungen, die keine Wahrheit mehr kennt. So ist er, was er scheint, authentisch, indem er täuscht, Experte der kreativen Selbstvermarktung. Regisseur und Autor Alexander Eisenach wird ein Stück schreiben über die Figur des Hochstaplers als Inbegriff des modernen Menschen, der sich ununterbrochen selbst inszeniert (Premiere im Dezember). Als Auftakt dazu befasst er sich mit dem entsprechenden Paradebeispiel der Literaturgeschichte: Felix Krull – Thomas Manns hinreißende Parodie auf ein Künstlertum brillanter Äußerlichkeiten, die am Ende genau das erzeugen, was sie nicht sind: das Leben selbst – ein echter Schwindel.


Kategorie: Schauspiel

Mehrmals im Monat finden EINBLICKE: PRAXIS-Workshops statt. Diese 90-minütigen Workshops stellen eine konkrete Annäherung an Inhalt und ästhetische Prinzipien der jeweiligen Inszenierung dar. Hier erforschen Sie inhaltliche Fragen genauso wie ästhetische Formen und analysieren Figuren des Stücks sowie einzelne Themenaspekte. Theaterpädagogische Spiele und Schauspielübungen vermitteln Ihnen einen praktischen Zugang zum Theater. So werden Sie temporär zu Schauspielerinnen und Schauspielern, erhalten durch selbstgespielte, kleine Szenen Einblicke in Inhalt und Spiel auf der Bühne und treten mit uns und untereinander in Austausch. Am 20.9. erforscht die Theaterpädagogin Geraldine Blomberg mit Ihnen theaterpraktisch die Inszenierung "Baal" von Ersan Mondtag.


Kategorie: Workshop

Bertolt Brechts expressive Bühnenballade "Baal", benannt nach dem syrischen Fruchtbarkeitsgott, dessen Abbild in der Augsburger Dachkammer des frühreifen Stückeschreibers über dem Bett hing, erzählt vom Leben eines Künstlers – irrlichternd zwischen Genie und Wahnsinn. Von panischem Glücksverlangen besessen lebt Baal ein Leben, ganz im Zeichen der Kunst, das zwischen Rausch und Absturz wenig (Zwischen-)Menschlichem Raum lässt. Verhalten und Lebensweg Baals verstoßen gegen die moralischen und sozialen Normen seiner Zeit – und nicht nur dieser. Die Figur Baal kann sinnbildlich für eine Gesellschaft gelesen werden, in der die Bedeutung des Individuums den Wert der Gemeinschaft gesprengt hat und Solidarität nur noch ein lästiges Schlagwort alter Tage ist. "Die Lebenskunst Baals", erläutert Brecht 1954, "teilt das Geschick aller anderen Künste im Kapitalismus: sie wird befehdet. Er ist asozial, aber in einer asozialen Gesellschaft." Heutzutage stellt sich die Frage nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner zwischen Menschen neu. Die Frage nach Respekt und Solidarität, nach der Möglichkeit und Notwendigkeit einer Begegnung auf Augenhöhe von Mensch zu Mensch. Eine Frage, mit der sich Regisseur Ersan Mondtag in seiner Auseinandersetzung mit dem Stoff konfrontieren will. Mit seiner Interpretation des Stoffes wirft er  außerdem einen kritischen Blick auf Geniekult und männliche Allmachtsfantasien.


Kategorie: Schauspiel

Warum radikalisieren sich junge Menschen? In Deutschland, aber auch weltweit, schüren die neue und die alte Rechte erneut Hass gegen Minderheiten und Fremde, predigen Gewalt und reden einer toxischen, kriegerischen Männlichkeit das Wort. Wer sind diese jungen Menschen und was wollen sie? Wird ihre Radikalisierung durch bestimmte familiäre Konstellationen begünstigt? Welche Rolle spielen die Mütter dabei, und welche die Väter? Wie gehen Mütter mit der Radikalisierung ihrer Kinder um? Die für ihre Arbeit typische intensive Recherche wird Karen Breece zu neuen und alten Rechten führen, zu Neonazi-Aussteigerinnen und -Aussteigern  und ihren Familien sowie u.a. zu  Menschen, die sich in Aussteigewilligen-Programmen engagieren.- genauso aber auch zu Familien, die Opfer rechter Gewalt wurden. Auf der Basis der Interviews und Gespräche mit diesen Expertinnen und Experten wird sie gemeinsam mit dem Ensemble einen Text entwickeln und auf die Bühne bringen. Ein sehr persönliches und zutiefst politisches Statement zu Deutschland im Herbst 2019.


Kategorie: Schauspiel

Seit der französischen Revolution 1789 werden die beiden politischen Grundgegensätze mit "links" und "rechts" bezeichnet. Doch was meinen diese Zuschreibungen überhaupt? Welche Weltbilder und welches Menschenbild stehen hinter diesen politischen Standpunkten? Und wie sehen sich die Gruppierungen selbst? Verschiedenste Alternativen binärer Gegenüberstellungen unterschiedlicher politischer Lager stehen sich derweil gegenüber: Sollen wir statt "links" und "rechts" eher von denjenigen sprechen, die für eine "offene" Gesellschaft oder eben für eine "geschlossene" stehen?.- besser von "Antiautoritären" vs. "Autoritären" reden oder liegt der Gegensatz eher in "Technokratie" gegen "Populismus"? Wofür stehen all diese Bezeichnungen und welche gesellschaftlichen Ziele verfolgen sie? Wo liegen die Bedrohungen für eine pluralistische, liberale Demokratie? Wie steht es dabei um die Errungenschaften des intersektionalen Feminismus, Anti-Rassismus und der internationalen Menschenrechte? Mit Liane Bednarz (Juristin & Autorin), Silke van Dyk (Soziologin) Moderation Mladen Gladic (Der Freitag) EINTRITT FREI


Kategorie: Diskussion

Wo liegen die Gründe und Ursachen für das Erstarken der Aufmerksamkeit für rechte und reaktionäre Bewegungen? Welche historisch-ideologischen Grundlagen, politischen Paradigma und gesellschaftlichen Prozesse bereiten Populist*innen des rechten Spektrums den Boden, sich auch bei breiten Bevölkerungsschichten Gehör verschaffen zu können? Welche gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Entwicklungen tragen dazu bei, dass sich Wähler*innen nicht mehr nur von den klassischen Parteien repräsentiert fühlen sondern ihre Stimme extremen Parteien geben? Mit Paula Diehl (Politikwissenschaftlerin), Wilhelm Heitmeyer (Soziologe), Volker Weiss (Historiker) Moderation Malene Gürgen (taz) EINTRITT FREI


Kategorie: Diskussion

Der Workshop vollzieht die jüngere Geschichte performativer rechter Medienstrategien im Internet nach – von der strategischen Wortergreifung bis zur Schaffung "alternativer" Mediennetzwerke, vom Fackelmarsch bis zu multimedialen Werbekampagnen, von der politischen Egomaschine des Vlogs bis in den post-ironischen Faschismus der neuen rechten Trollfront – und stellt ihre Bedeutung für repräsentatives Theaterschaffen einerseits, das Konzept eines umfassenden demokratischen Dialogs andererseits, zur Diskussion. Von & mit Arne Vogelgesang (Regisseur) (Begrenzte Platzzahl. Anmeldung unter: dramaturgie@berliner-ensemble.de) EINTRITT FREI


Kategorie: Workshop

Wieso sehen sich Menschen, die weder eine Moschee noch eine Geflüchtetenunterkunft je auch nur von Weitem gesehen haben, von Islamisierung oder Menschen auf der Flucht bedroht? Wie gelingt es Rechten ihre Gegner als jene darzustellen, die Meinungsfreiheit und Lebensweisen einschränken und sich derweil als Opfer zu stilisieren? Welche Rolle spielt dabei auch die Digitalisierung und Infragestellung traditioneller Informationskanäle? Was kann man dagegen tun? Wie dieser Vereinnahmung des öffentlichen Raums durch die rechten Diskurse entgegenwirken? Wie lässt sich legitimer Widerspruch und Protest organisieren, ohne Extremist*innen das Wort zu reden? Wie lassen sich Enttäuschte und Radikalisierte "zurückgewinnen"? Was Extremisten*innen entgegnen? Mit Oliver Decker (Sozialpsychologe), Per Leo (Historiker), Simone Rafael (Journalistin) Moderation Andreas Speit (Journalist) EINTRITT FREI


Kategorie: Diskussion

Ausgehend   von   einem   Impulsvortrag   von   Rechtsextremismus-Expertin Andrea Röpke über die Entwicklung und Strategien der sogenannten "neuen" Rechten und insbesondere die Rolle der Frau im rechten Spektrum, diskutiert die Regisseurin von "Mütter und Söhne" Karen Breece mit Aussteiger*innen über das Leben in der rechten Szene, den schwierigen Ausstieg und die Zeit danach. Vortrag Andrea Röpke (Journalistin, Autorin) Mit Felix Benneckenstein (Aussteiger), Karen Breece (Regisseurin), Christoph Sorge (Aussteiger) Moderation Clara Topic-Matutin EINTRITT FREI


Kategorie: Diskussion

Bertolt Brechts expressive Bühnenballade "Baal", benannt nach dem syrischen Fruchtbarkeitsgott, dessen Abbild in der Augsburger Dachkammer des frühreifen Stückeschreibers über dem Bett hing, erzählt vom Leben eines Künstlers – irrlichternd zwischen Genie und Wahnsinn. Von panischem Glücksverlangen besessen lebt Baal ein Leben, ganz im Zeichen der Kunst, das zwischen Rausch und Absturz wenig (Zwischen-)Menschlichem Raum lässt. Verhalten und Lebensweg Baals verstoßen gegen die moralischen und sozialen Normen seiner Zeit – und nicht nur dieser. Die Figur Baal kann sinnbildlich für eine Gesellschaft gelesen werden, in der die Bedeutung des Individuums den Wert der Gemeinschaft gesprengt hat und Solidarität nur noch ein lästiges Schlagwort alter Tage ist. "Die Lebenskunst Baals", erläutert Brecht 1954, "teilt das Geschick aller anderen Künste im Kapitalismus: sie wird befehdet. Er ist asozial, aber in einer asozialen Gesellschaft." Heutzutage stellt sich die Frage nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner zwischen Menschen neu. Die Frage nach Respekt und Solidarität, nach der Möglichkeit und Notwendigkeit einer Begegnung auf Augenhöhe von Mensch zu Mensch. Eine Frage, mit der sich Regisseur Ersan Mondtag in seiner Auseinandersetzung mit dem Stoff konfrontieren will. Mit seiner Interpretation des Stoffes wirft er  außerdem einen kritischen Blick auf Geniekult und männliche Allmachtsfantasien.


Kategorie: Schauspiel

Warum radikalisieren sich junge Menschen? In Deutschland, aber auch weltweit, schüren die neue und die alte Rechte erneut Hass gegen Minderheiten und Fremde, predigen Gewalt und reden einer toxischen, kriegerischen Männlichkeit das Wort. Wer sind diese jungen Menschen und was wollen sie? Wird ihre Radikalisierung durch bestimmte familiäre Konstellationen begünstigt? Welche Rolle spielen die Mütter dabei, und welche die Väter? Wie gehen Mütter mit der Radikalisierung ihrer Kinder um? Die für ihre Arbeit typische intensive Recherche wird Karen Breece zu neuen und alten Rechten führen, zu Neonazi-Aussteigerinnen und -Aussteigern  und ihren Familien sowie u.a. zu  Menschen, die sich in Aussteigewilligen-Programmen engagieren.- genauso aber auch zu Familien, die Opfer rechter Gewalt wurden. Auf der Basis der Interviews und Gespräche mit diesen Expertinnen und Experten wird sie gemeinsam mit dem Ensemble einen Text entwickeln und auf die Bühne bringen. Ein sehr persönliches und zutiefst politisches Statement zu Deutschland im Herbst 2019.


Kategorie: Schauspiel

Am Sonntag, den 22.09. laden wir alle Abonnentinnen und Abonnenten sowie die Inhaberinnen und Inhaber einer BE-Card zu unserem ersten exklusiven Abo-Tag ein, an dem wir Ihnen das Berliner Ensemble auf, vor und hinter der Bühne vorstellen möchten und Ihnen spannende Einblicke in unseren Spielplan geben werden.


Kategorie: Fest

Serge hat sich für eine beachtliche Summe ein Gemälde gekauft: weiße Streifen auf weißem Untergrund. An diesem Bild entzündet sich der Streit zwischen drei Freunden, in dessen Verlauf sich ihr Leben und ihre Beziehungen grundlegend ändern. Serge begeistert sich für das Gemälde, Marc bekämpft es auf das Heftigste und Yvan bezieht, da er es sich mit keinem der anderen verderben will, keine Stellung. Das Kunstwerk dient als Katalysator, mit dessen Hilfe Yasmina Reza auf psychologisch fein gezeichnete Weise die drei Männer, ihre Gefühle, ihre Befindlichkeit, ihre Freundschaft, ja ihr gesamtes bisheriges Dasein auf den Prüfstand stellt – eine wortgewandte Komödie über die Halbwertszeit von Freundschaften für ein furioses Schauspieler-Trio. "Lachen schützt, entschärft, erleichtert, rettet. Sinn für Humor zu haben, in der erhabenen Bedeutung des Wortes, also nicht nur über Witze zu lachen, sondern über sich selbst lachen zu können, ohne Tabu, und jederzeit von Lachen geschüttelt zu werden – das ist eine beneidenswerte Gabe. Wer sie hat, ist vom Schicksal oder von den Göttern gesegnet. Das Lachen stellt das Vertrauen in uns selbst wieder her, es erhebt uns über die Situation. Das Drama von 'Kunst' ist ja nicht, dass sich Serge das weiße Bild kauft, sondern dass man mit ihm nicht mehr lachen kann. Wenn Sie mit einem Freund lachen können, dann können Sie alle möglichen Differenzen mit ihm haben. Sie können sogar schwarzweiß denken, bis zu einem gewissen Grad, wenn Sie über diese Differenzen lachen können, denn eine Freundschaft ist jenseits von Meinungen begründet. Wenn man nicht mehr lachen kann, gewinnt die Meinung die Oberhand, und es gibt nichts mehr jenseits von ihr." Yasmina Reza


Kategorie: Schauspiel

Warum radikalisieren sich junge Menschen? In Deutschland, aber auch weltweit, schüren die neue und die alte Rechte erneut Hass gegen Minderheiten und Fremde, predigen Gewalt und reden einer toxischen, kriegerischen Männlichkeit das Wort. Wer sind diese jungen Menschen und was wollen sie? Wird ihre Radikalisierung durch bestimmte familiäre Konstellationen begünstigt? Welche Rolle spielen die Mütter dabei, und welche die Väter? Wie gehen Mütter mit der Radikalisierung ihrer Kinder um? Die für ihre Arbeit typische intensive Recherche wird Karen Breece zu neuen und alten Rechten führen, zu Neonazi-Aussteigerinnen und -Aussteigern  und ihren Familien sowie u.a. zu  Menschen, die sich in Aussteigewilligen-Programmen engagieren.- genauso aber auch zu Familien, die Opfer rechter Gewalt wurden. Auf der Basis der Interviews und Gespräche mit diesen Expertinnen und Experten wird sie gemeinsam mit dem Ensemble einen Text entwickeln und auf die Bühne bringen. Ein sehr persönliches und zutiefst politisches Statement zu Deutschland im Herbst 2019.


Kategorie: Schauspiel

Obwohl Brechts Liebe zum Sport plato­nisch war, schätzte er den Boxsport sehr. 1924 lernte Brecht den amtierenden Boxmeister im Halbschwer- und Schwergewicht Paul Samson-­Körner kennen. Brecht hielt ihn für einen "bedeutsamen Typus" und ließ sich die Geschichte seiner Jugend erzählen: Das Leben eines Ausreißers und Taugenichts, der zur See fuhr, der sich treiben ließ und schließlich zum Boxsport fand. Nicht die Siege und Triumphe, sondern vielmehr die kleinen Niederlagen und alltäglichen Demütigungen waren es, die ihn erkennen ließen, dass wir möglicherweise nicht nur für das verantwortlich sind, was wir selbst tun, sondern auch für das, was uns angetan wird. "Ich halte allerhand von der Wirklichkeit. Allerdings sind solche Wirklichkeiten wie Samson-­Körner an den Fingern herzuzählen: Glücksfälle. Denn das Erste, was da sein muss, damit ein richtiger Boxer zustande kommt, ist das Herz." – diese Erkenntnis ist das Faszinierende an dem Lebenslauf des Boxers Samson-­Körner und wird erst durch die Form des Biografie­-Interviews und die schriftstellerische Bearbeitung durch Brecht und Hauptmann sichtbar. Dennis Krauß, geboren 1991 in Berlin, studierte an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin Regie. Seit 2012 folgten freie Schauspiel­ und Musiktheaterarbeiten unter anderem am Heimathafen Neukölln und beim 100 Grad Festival. Von 2014 bis 2017 arbeitet er als Regieassistent am Schauspiel Frankfurt u.a. mit Kay Voges, Falk Richter, Ulrich Rasche und Michael Thalheimer und inszeniert in der BOX des Schauspiel Frankfurt Albert Camus’ "Caligula". "Das Leben des Boxers Samson-Körner" ist seine erste Regiearbeit am Berliner Ensemble.


Kategorie: Schauspiel

ABBA: von vielen geliebt, von manchen gehasst, an dieser Übergruppe kommt man nicht vorbei. Die musikalisch-kabarettistische Antwort auf die ABBA- Begeisterung liefern europaweit seit über 20 Jahren die Herren Nest, Friedrich und Paeffgen mit ihrem Programm "Abbajetzt!". Im würdevollen Frack präsentieren sie die Hits der Schwed*innen als atemberaubenden Ritt durch alle musikalischen Genres nun endlich wieder in Berlin – wunderbar komisch und immer überraschend anders. Das unverfrorene Trio verfremdet die schwedischen Evergreens virtuos zu Hip Hop, Madrigal, Flamenco, Heavy Metal – herrlich albern, aber nie niveaulos. Durchmischt mit unvergleichlichen Choreographien kommt es dabei auf der Bühne zu handgreiflichen Reibereien und herzzerreißenden Versöhnungen, nicht zuletzt dank der Musik von ABBA.


Kategorie: Spezial

Felix – der Glückliche –, Sohn eines bankrotten Schaumweinfabrikanten, ist Meister darin, den Menschen genau das vorzuspielen, was diese in ihm sehen wollen. Sein Glück ist, alles sein zu können in einer Welt der Fälschungen, die keine Wahrheit mehr kennt. So ist er, was er scheint, authentisch, indem er täuscht, Experte der kreativen Selbstvermarktung. Regisseur und Autor Alexander Eisenach wird ein Stück schreiben über die Figur des Hochstaplers als Inbegriff des modernen Menschen, der sich ununterbrochen selbst inszeniert (Premiere im Dezember). Als Auftakt dazu befasst er sich mit dem entsprechenden Paradebeispiel der Literaturgeschichte: Felix Krull – Thomas Manns hinreißende Parodie auf ein Künstlertum brillanter Äußerlichkeiten, die am Ende genau das erzeugen, was sie nicht sind: das Leben selbst – ein echter Schwindel.


Kategorie: Schauspiel

Amir ist das Kind arabischer Einwanderer. Abschieben kann man sie als staatenlose Palästinenser nicht, aufnehmen will man sie auch nicht. Doch ohne Aufenthaltsgenehmigung keine Arbeitserlaubnis, ohne Arbeit kein Ankommen. Eine Spirale aus Zurückweisung, Frustration, Wut und Kriminalität prägt das Leben von Amir und seiner Familie. Amir ist angetrieben von der Sehnsucht nach  einem "besseren" Leben. Zunächst ist das aus seiner Perspektive schlicht ein Leben in Reichtum. Als er aber Hannah kennenlernt und sich in sie verliebt, verändert das seinen Blick auf die Welt, auf seine eigenen Lebensumstände. Er versucht seinem Schicksal zu entfliehen. Die Geschichte von Amir erzählt von einer migrantischen Jugend im heutigen Deutschland: zwischen totaler Verweigerung und verzweifeltem Anpassungswunsch, zwischen Bindestrich-Identität und Clan-Zugehörigkeit.


Kategorie: Schauspiel

Die Lausbubengeschichten von Max und Moritz waren nicht immer unumstritten: In einigen Regionen wurden sie nach Erscheinen für Jugendliche unter 18 Jahren verboten. Der Grund liegt auf der Hand: Beleidigungen, mehrfache Sachbeschädigungen, Diebstahl, Hausfriedensbruch, Tierquälerei und schwere Körperverletzung – diese Straftatbestände müssen Max und Moritz vorgehalten werden. Antú Romero Nunes wird diesen bösen Ur-Comic nun in seine  Theatersprache übersetzen. Das Böse und die fehlende moralische Implikation interessieren ihn an dieser Erzählung genauso wie das, was man nicht auf den Bildern sieht und bislang nur ahnte ...


Kategorie: Schauspiel

Wir laden Sie ein, ein Wochenende lang mit uns das Theaterspielen und -schauen zu genießen! Rund um die Inszenierung "Max und Moritz" befassen Sie sich mit den Ästhetiken und Inhalten der Inszenierung und werden temporär selbst zu Schauspielerinnen und Schauspielern. Was haben die Geschichten von Max und Moritz mit uns zu tun und wieso ist es eine Geschichte für Erwachsene?   Am Sa., 28.9., 15.00-19.00 Uhr Workshop Teil 1 20.00 Uhr Vorstellungsbesuch von "Max und Moritz" Am So., 29.9., 15.00-19.00 Uhr Workshop Teil 2   30 Euro, erm. 19 Euro (für beide Workshops inklusive Theaterkarte) - Tickets über die Theaterkasse


Kategorie: Workshop

Amir ist das Kind arabischer Einwanderer. Abschieben kann man sie als staatenlose Palästinenser nicht, aufnehmen will man sie auch nicht. Doch ohne Aufenthaltsgenehmigung keine Arbeitserlaubnis, ohne Arbeit kein Ankommen. Eine Spirale aus Zurückweisung, Frustration, Wut und Kriminalität prägt das Leben von Amir und seiner Familie. Amir ist angetrieben von der Sehnsucht nach  einem "besseren" Leben. Zunächst ist das aus seiner Perspektive schlicht ein Leben in Reichtum. Als er aber Hannah kennenlernt und sich in sie verliebt, verändert das seinen Blick auf die Welt, auf seine eigenen Lebensumstände. Er versucht seinem Schicksal zu entfliehen. Die Geschichte von Amir erzählt von einer migrantischen Jugend im heutigen Deutschland: zwischen totaler Verweigerung und verzweifeltem Anpassungswunsch, zwischen Bindestrich-Identität und Clan-Zugehörigkeit.


Kategorie: Schauspiel

Die Lausbubengeschichten von Max und Moritz waren nicht immer unumstritten: In einigen Regionen wurden sie nach Erscheinen für Jugendliche unter 18 Jahren verboten. Der Grund liegt auf der Hand: Beleidigungen, mehrfache Sachbeschädigungen, Diebstahl, Hausfriedensbruch, Tierquälerei und schwere Körperverletzung – diese Straftatbestände müssen Max und Moritz vorgehalten werden. Antú Romero Nunes wird diesen bösen Ur-Comic nun in seine  Theatersprache übersetzen. Das Böse und die fehlende moralische Implikation interessieren ihn an dieser Erzählung genauso wie das, was man nicht auf den Bildern sieht und bislang nur ahnte ...


Kategorie: Schauspiel

Wir laden Sie ein, ein Wochenende lang mit uns das Theaterspielen und -schauen zu genießen! Rund um die Inszenierung "Max und Moritz" befassen Sie sich mit den Ästhetiken und Inhalten der Inszenierung und werden temporär selbst zu Schauspielerinnen und Schauspielern. Was haben die Geschichten von Max und Moritz mit uns zu tun und wieso ist es eine Geschichte für Erwachsene?   Am Sa., 28.9., 15.00-19.00 Uhr Workshop Teil 1 20.00 Uhr Vorstellungsbesuch von "Max und Moritz" Am So., 29.9., 15.00-19.00 Uhr Workshop Teil 2   30 Euro, erm. 19 Euro (für beide Workshops inklusive Theaterkarte) - Tickets über die Theaterkasse


Kategorie: Workshop

Amir ist das Kind arabischer Einwanderer. Abschieben kann man sie als staatenlose Palästinenser nicht, aufnehmen will man sie auch nicht. Doch ohne Aufenthaltsgenehmigung keine Arbeitserlaubnis, ohne Arbeit kein Ankommen. Eine Spirale aus Zurückweisung, Frustration, Wut und Kriminalität prägt das Leben von Amir und seiner Familie. Amir ist angetrieben von der Sehnsucht nach  einem "besseren" Leben. Zunächst ist das aus seiner Perspektive schlicht ein Leben in Reichtum. Als er aber Hannah kennenlernt und sich in sie verliebt, verändert das seinen Blick auf die Welt, auf seine eigenen Lebensumstände. Er versucht seinem Schicksal zu entfliehen. Die Geschichte von Amir erzählt von einer migrantischen Jugend im heutigen Deutschland: zwischen totaler Verweigerung und verzweifeltem Anpassungswunsch, zwischen Bindestrich-Identität und Clan-Zugehörigkeit.


Kategorie: Schauspiel

Der schwarze General Othello wird von den weißen Venezianern bewundert, solange er für sie siegt. Als er die reiche Desdemona heiratet, scheint sein Glück perfekt. Aber sein Fähnrich Jago sieht die Lücke, die der Teufel ließ. Er steigert die Sorge des Generals, dass er nur geduldet und nicht geliebt wird, ins Maßlose. Gegen die Wunden des alltäglichen Rassismus kann Desdemonas Liebe nichts ausrichten. Das Monster der Eifersucht erwacht und reißt alle in den Tod. Shakespeares Tragödie über den Fremden, der gebraucht und zugleich verachtet wird, trifft ins Herz aller Debatten über Diskriminierung. Solange die Stigmatisierung in den Strukturen reproduziert wird, sind die Verletzungen zu groß, als dass ein einzelner guter Mensch sie heilen könnte.


Kategorie: Schauspiel


Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:31.08.19
© Fotos der Vorstellungen: [+][-]
Othello(Katrin Ribbe/Katrin Ribbe) Felix Krull(/) Baal(/) Panikherz(Moritz Haase/Moritz Haase) Der kaukasische Kreidekreis(Matthias Horn/Matthias Horn) Die Blechtrommel(Birgit Hupfeld/Birgit Hupfeld) Max und Moritz(JR Berliner Ensemble/JR Berliner Ensemble) Macbeth(Matthias Horn/Matthias Horn) Einblicke: Praxis zu Baal(Moritz Haase/Moritz Haase) Mütter und Söhne(/) WAS HEISST RECHTS? WAS HEISST LINKS?(/) ENTSICHERTE JAHRZEHNTE(/) Auslöschung der Grauzone(/) POPULISMUS & IRRITATION(/) Hass(/) Abo-Tag(/) "Kunst"(Promo/) Der Lebenslauf des Boxers Samson-Körner(Matthias Horn/Matthias Horn) Abba jetzt!(Sebastian Hoppe/Sebastian Hoppe) Amir(JR Berliner Ensemble/JR Berliner Ensemble) Einblicke: Theaterwochende zu Max und Moritz(JR Berliner Ensemble/JR Berliner Ensemble)

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