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Spielplan für Oktober 2019

Ein jüdisches Schtetl im zaristischen Russland: Inmitten von heißen Sommern und bitterkalten Wintern führt der Lehrer Mendel Singer ein Leben, das von Armut und Entbehrungen, von Ritualen und Gottesfurcht geprägt ist. Dann trifft den frommen Mann ein Schicksalsschlag: Sein viertes Kind, der Sohn Menuchim, kommt mit einer Behinderung zur Welt. Als Mendel Singer in der Hoffnung auf ein besseres Leben beschließt, nach Amerika auszuwandern, muss die Familie den kranken Sohn schweren Herzens zurücklassen. Die bohrenden Zweifel an dieser Entscheidung sind erst der Beginn von Mendels Leidensweg. In Amerika bleibt er ein Fremder und Außenseiter. Nach und nach stürzen die Grundpfeiler seiner Existenz ein, als er seine Söhne, seine Frau und schließlich die Tochter verliert. Er beginnt zu zweifeln. Was ist das für ein Gott, der ein solches Unglück zulässt? Mendel gerät an die Grenzen seiner bislang unerschütterlichen Duldsamkeit. Plötzlich hinterfragt er die letzte Konstante seines Lebens: das Vertrauen in seinen Gott. Der österreichische Schriftsteller Joseph Roth erzählt in seinem 1930 erschienenen Roman eine Geschichte, die bis heute gültige existenzielle Erfahrungen in den Blick nimmt: Emigration und Heimatlosigkeit, Verzweiflung und Glaube, Tradition und Identitätsverlust. In einer Sprache, die Kargheit und Poesie auf unnachahmliche Weise vereint, macht Roth aus der biblischen Hiobs-Vorlage eine berührende Geschichte des 20. Jahrhunderts. Die in Berlin lebende Regisseurin Jasmina Hadžiahmetovi? hat Roths großes Existenz- und Seelendrama für die Vaganten Bühne bearbeitet.


Kategorie: Schauspiel

Ein jüdisches Schtetl im zaristischen Russland: Inmitten von heißen Sommern und bitterkalten Wintern führt der Lehrer Mendel Singer ein Leben, das von Armut und Entbehrungen, von Ritualen und Gottesfurcht geprägt ist. Dann trifft den frommen Mann ein Schicksalsschlag: Sein viertes Kind, der Sohn Menuchim, kommt mit einer Behinderung zur Welt. Als Mendel Singer in der Hoffnung auf ein besseres Leben beschließt, nach Amerika auszuwandern, muss die Familie den kranken Sohn schweren Herzens zurücklassen. Die bohrenden Zweifel an dieser Entscheidung sind erst der Beginn von Mendels Leidensweg. In Amerika bleibt er ein Fremder und Außenseiter. Nach und nach stürzen die Grundpfeiler seiner Existenz ein, als er seine Söhne, seine Frau und schließlich die Tochter verliert. Er beginnt zu zweifeln. Was ist das für ein Gott, der ein solches Unglück zulässt? Mendel gerät an die Grenzen seiner bislang unerschütterlichen Duldsamkeit. Plötzlich hinterfragt er die letzte Konstante seines Lebens: das Vertrauen in seinen Gott. Der österreichische Schriftsteller Joseph Roth erzählt in seinem 1930 erschienenen Roman eine Geschichte, die bis heute gültige existenzielle Erfahrungen in den Blick nimmt: Emigration und Heimatlosigkeit, Verzweiflung und Glaube, Tradition und Identitätsverlust. In einer Sprache, die Kargheit und Poesie auf unnachahmliche Weise vereint, macht Roth aus der biblischen Hiobs-Vorlage eine berührende Geschichte des 20. Jahrhunderts. Die in Berlin lebende Regisseurin Jasmina Hadžiahmetovi? hat Roths großes Existenz- und Seelendrama für die Vaganten Bühne bearbeitet.


Kategorie: Schauspiel

Das Telefon klingelt: Eine doppelt vergebene Rufnummer wird zur Möglichkeit, ein ganzes Leben zu verändern. Ein berühmter Schauspieler tritt als Imitator seiner selbst auf. Ein Abteilungsleiter führt ein nervenaufreibendes Doppelleben und ein Autor verwandelt die Menschen in seiner Umgebung in Romanfiguren. In insgesamt neun Geschichten hinterfragt Daniel Kehlmann die vermeintliche Sicherheit, die sich hinter dem Wort „Identität“ verbirgt. In „Ruhm“ lösen sich Identitäten auf, sie verschieben, überkreuzen und doppeln sich in einem schier undurchdringlichen Spiegelkabinett aus Realität und Fiktion.


Kategorie: Schauspiel

Das Telefon klingelt: Eine doppelt vergebene Rufnummer wird zur Möglichkeit, ein ganzes Leben zu verändern. Ein berühmter Schauspieler tritt als Imitator seiner selbst auf. Ein Abteilungsleiter führt ein nervenaufreibendes Doppelleben und ein Autor verwandelt die Menschen in seiner Umgebung in Romanfiguren. In insgesamt neun Geschichten hinterfragt Daniel Kehlmann die vermeintliche Sicherheit, die sich hinter dem Wort „Identität“ verbirgt. In „Ruhm“ lösen sich Identitäten auf, sie verschieben, überkreuzen und doppeln sich in einem schier undurchdringlichen Spiegelkabinett aus Realität und Fiktion.


Kategorie: Schauspiel

Mit ihrer Hysterie sorgt die berühmte, gealterte Balletttänzerin Grusinskaja für Aufruhr unter den Bediensteten des Hotels. Der verarmte Baron von Gaigern hält sich mit Trickbetrügereien über Wasser und der todkranke Buchhalter Kringelein verprasst seine letzten Ersparnisse, um noch einmal das Leben zu spüren. Dabei trifft er in dem Hotel auf seinen Chef Preysing und dessen Sekretärin „Flämmchen“. Vicky Baum hat in den 1920er Jahren als Zimmermädchen in luxuriösen Berliner Hotels gearbeitet, um für ihren Roman „Menschen im Hotel“ zu recherchieren. Der Roman wurde ein absoluter Bestseller und mehrfach verfilmt. Fast hundert Jahre später begegnen wir den Personen des Romans in einem Berliner Grand Hotel wieder. Diese Menschen könnten unterschiedlicher nicht sein, aber eins verbindet sie: Alle stecken in einer existenziellen Krise. In einer Tour, die von der Vaganten Bühne ins Hotel Savoy führt, werden die Zuschauer zu Komplizen, Gesprächspartnern, heimlichen Beobachtern und Geschäftskollegen der Figuren, während sich um sie herum der Hotelbetrieb weiterdreht: Gäste kommen an, Gäste reisen ab, Leben stehen an Wendepunkten, Menschen stecken in Krisen, „die Hoteltür dreht sich, schwingt, schwingt, schwingt...".


Kategorie: Schauspiel

Der kleinbürgerliche Heinz Bösel und der unermüdliche Besserwisser Kurt Fellner finden sich unbeabsichtigt auf einer gemeinsamen Tour durch die Lande wieder. Nein, es geht nicht ans Meer und schon gar nicht nach Indien. Die beiden Kontrolleure sind auf Dienstreise in der Provinz unterwegs und prüfen die Einhaltung von Hygienevorschriften in den Gasthäusern. Das ungleiche Paar entdeckt mal im Alkohol, mal im Schikanieren der Wirtsleute und immer in der Vorliebe für deren Bestechungsgeschenke seine Gemeinsamkeiten. Darüber hinaus sehen sie sich bei ihren Trips durch die Gasthäuser auf engstem Raum mit dem jeweils Anderen konfrontiert. Zwei Lebenswelten, die unterschiedlicher nicht sein könnten, prallen aufeinander. Aus der erzwungenen Nähe entsteht bald eine freundschaftliche und aus den Wirtshausdialogen entwachsen unversehens lebensbestimmende Fragen: Woher kommen wir und wo gehen wir hin? Woran soll man glauben? Und was ist überhaupt der Sinn des Ganzen? Als schließlich die Fahrten durch die Provinz ein jähes und schmerzhaftes Ende nehmen, halten Bösel und Fellner auch weiterhin zueinander – mit Galgenhumor und einem unbeirrbaren Glauben an die Wiedergeburt nach dem Tod. Für die Tragikomödie „Indien“ taten sich mit Josef Hader und Alfred Dorfer zwei der populärsten Kabarettisten Österreichs zusammen. Hader, der 2017 mit „Wilde Maus“ sein Debüt als Filmregisseur gab, verfasste gemeinsam mit Alfred Dorfer auch das Drehbuch zu der mehrfach ausgezeichneten Verfilmung von „Indien“ (1993), in der die beiden Autoren in die Rollen ihrer Protagonisten Bösel und Fellner schlüpften.


Kategorie: Schauspiel

Der kleinbürgerliche Heinz Bösel und der unermüdliche Besserwisser Kurt Fellner finden sich unbeabsichtigt auf einer gemeinsamen Tour durch die Lande wieder. Nein, es geht nicht ans Meer und schon gar nicht nach Indien. Die beiden Kontrolleure sind auf Dienstreise in der Provinz unterwegs und prüfen die Einhaltung von Hygienevorschriften in den Gasthäusern. Das ungleiche Paar entdeckt mal im Alkohol, mal im Schikanieren der Wirtsleute und immer in der Vorliebe für deren Bestechungsgeschenke seine Gemeinsamkeiten. Darüber hinaus sehen sie sich bei ihren Trips durch die Gasthäuser auf engstem Raum mit dem jeweils Anderen konfrontiert. Zwei Lebenswelten, die unterschiedlicher nicht sein könnten, prallen aufeinander. Aus der erzwungenen Nähe entsteht bald eine freundschaftliche und aus den Wirtshausdialogen entwachsen unversehens lebensbestimmende Fragen: Woher kommen wir und wo gehen wir hin? Woran soll man glauben? Und was ist überhaupt der Sinn des Ganzen? Als schließlich die Fahrten durch die Provinz ein jähes und schmerzhaftes Ende nehmen, halten Bösel und Fellner auch weiterhin zueinander – mit Galgenhumor und einem unbeirrbaren Glauben an die Wiedergeburt nach dem Tod. Für die Tragikomödie „Indien“ taten sich mit Josef Hader und Alfred Dorfer zwei der populärsten Kabarettisten Österreichs zusammen. Hader, der 2017 mit „Wilde Maus“ sein Debüt als Filmregisseur gab, verfasste gemeinsam mit Alfred Dorfer auch das Drehbuch zu der mehrfach ausgezeichneten Verfilmung von „Indien“ (1993), in der die beiden Autoren in die Rollen ihrer Protagonisten Bösel und Fellner schlüpften.


Kategorie: Schauspiel

An diesem Abend werden alle Rekorde gebrochen. Auf der Bühne tickt eine Uhr. Der Zuschauer wird in den Lauf gegen die Zeit eingespannt: Vom 'Lear' zum 'Sommernachtstraum', von 'Romeo und Julia' zum 'Hamlet' und alles, was er sonst noch geschrieben hat: die gesammelten Werke William Shakespeares in neunzig Minuten! Der komödiantische und gewitzte Bühnenulk vom Gesamtwerk des größten aller Dramatiker ist nach jahrelangem Erfolg in England nun auch seit 20 Jahren in Berlin bei den Vaganten ein Renner.


Kategorie: Schauspiel

An diesem Abend werden alle Rekorde gebrochen. Auf der Bühne tickt eine Uhr. Der Zuschauer wird in den Lauf gegen die Zeit eingespannt: Vom 'Lear' zum 'Sommernachtstraum', von 'Romeo und Julia' zum 'Hamlet' und alles, was er sonst noch geschrieben hat: die gesammelten Werke William Shakespeares in neunzig Minuten! Der komödiantische und gewitzte Bühnenulk vom Gesamtwerk des größten aller Dramatiker ist nach jahrelangem Erfolg in England nun auch seit 20 Jahren in Berlin bei den Vaganten ein Renner.


Kategorie: Schauspiel

An diesem Abend werden alle Rekorde gebrochen. Auf der Bühne tickt eine Uhr. Der Zuschauer wird in den Lauf gegen die Zeit eingespannt: Vom 'Lear' zum 'Sommernachtstraum', von 'Romeo und Julia' zum 'Hamlet' und alles, was er sonst noch geschrieben hat: die gesammelten Werke William Shakespeares in neunzig Minuten! Der komödiantische und gewitzte Bühnenulk vom Gesamtwerk des größten aller Dramatiker ist nach jahrelangem Erfolg in England nun auch seit 20 Jahren in Berlin bei den Vaganten ein Renner.


Kategorie: Schauspiel

Mit ihrer Hysterie sorgt die berühmte, gealterte Balletttänzerin Grusinskaja für Aufruhr unter den Bediensteten des Hotels. Der verarmte Baron von Gaigern hält sich mit Trickbetrügereien über Wasser und der todkranke Buchhalter Kringelein verprasst seine letzten Ersparnisse, um noch einmal das Leben zu spüren. Dabei trifft er in dem Hotel auf seinen Chef Preysing und dessen Sekretärin „Flämmchen“. Vicky Baum hat in den 1920er Jahren als Zimmermädchen in luxuriösen Berliner Hotels gearbeitet, um für ihren Roman „Menschen im Hotel“ zu recherchieren. Der Roman wurde ein absoluter Bestseller und mehrfach verfilmt. Fast hundert Jahre später begegnen wir den Personen des Romans in einem Berliner Grand Hotel wieder. Diese Menschen könnten unterschiedlicher nicht sein, aber eins verbindet sie: Alle stecken in einer existenziellen Krise. In einer Tour, die von der Vaganten Bühne ins Hotel Savoy führt, werden die Zuschauer zu Komplizen, Gesprächspartnern, heimlichen Beobachtern und Geschäftskollegen der Figuren, während sich um sie herum der Hotelbetrieb weiterdreht: Gäste kommen an, Gäste reisen ab, Leben stehen an Wendepunkten, Menschen stecken in Krisen, „die Hoteltür dreht sich, schwingt, schwingt, schwingt...".


Kategorie: Schauspiel

Anhand von Start-Up-Unternehmern, Touristen, gescheiterten Künstlern und Wohnungslosen fächert die Revue einen bunten Bogen an individuellen Schicksalen auf, die zugleich einen Ausschnitt aus der vielfältigen Berliner Gesellschaft offenlegen. Gegensätze von Ost und West, von Erfolg und Ernüchterung, Liebe und Enttäuschung, großstädtischer Einsamkeit und ziellosem Heimweh bilden den roten Faden der „Spreeperlen“. Und wie Perlen an einem Faden reihen sich auch die musikalischen Nummern aneinander – mit leiser Melancholie und einem immer wieder aufscheinenden Funken Humor. Schubert-Lieder, Evergreens der letzten Jahrzehnte und Songs unserer Gegenwart fügen sich zur schillernden Momentaufnahme eines Abends in Berlin zusammen.


Kategorie: Musiktheater

Anhand von Start-Up-Unternehmern, Touristen, gescheiterten Künstlern und Wohnungslosen fächert die Revue einen bunten Bogen an individuellen Schicksalen auf, die zugleich einen Ausschnitt aus der vielfältigen Berliner Gesellschaft offenlegen. Gegensätze von Ost und West, von Erfolg und Ernüchterung, Liebe und Enttäuschung, großstädtischer Einsamkeit und ziellosem Heimweh bilden den roten Faden der „Spreeperlen“. Und wie Perlen an einem Faden reihen sich auch die musikalischen Nummern aneinander – mit leiser Melancholie und einem immer wieder aufscheinenden Funken Humor. Schubert-Lieder, Evergreens der letzten Jahrzehnte und Songs unserer Gegenwart fügen sich zur schillernden Momentaufnahme eines Abends in Berlin zusammen.


Kategorie: Musiktheater

Anhand von Start-Up-Unternehmern, Touristen, gescheiterten Künstlern und Wohnungslosen fächert die Revue einen bunten Bogen an individuellen Schicksalen auf, die zugleich einen Ausschnitt aus der vielfältigen Berliner Gesellschaft offenlegen. Gegensätze von Ost und West, von Erfolg und Ernüchterung, Liebe und Enttäuschung, großstädtischer Einsamkeit und ziellosem Heimweh bilden den roten Faden der „Spreeperlen“. Und wie Perlen an einem Faden reihen sich auch die musikalischen Nummern aneinander – mit leiser Melancholie und einem immer wieder aufscheinenden Funken Humor. Schubert-Lieder, Evergreens der letzten Jahrzehnte und Songs unserer Gegenwart fügen sich zur schillernden Momentaufnahme eines Abends in Berlin zusammen.


Kategorie: Musiktheater

Anhand von Start-Up-Unternehmern, Touristen, gescheiterten Künstlern und Wohnungslosen fächert die Revue einen bunten Bogen an individuellen Schicksalen auf, die zugleich einen Ausschnitt aus der vielfältigen Berliner Gesellschaft offenlegen. Gegensätze von Ost und West, von Erfolg und Ernüchterung, Liebe und Enttäuschung, großstädtischer Einsamkeit und ziellosem Heimweh bilden den roten Faden der „Spreeperlen“. Und wie Perlen an einem Faden reihen sich auch die musikalischen Nummern aneinander – mit leiser Melancholie und einem immer wieder aufscheinenden Funken Humor. Schubert-Lieder, Evergreens der letzten Jahrzehnte und Songs unserer Gegenwart fügen sich zur schillernden Momentaufnahme eines Abends in Berlin zusammen.


Kategorie: Musiktheater

Mit ihrer Hysterie sorgt die berühmte, gealterte Balletttänzerin Grusinskaja für Aufruhr unter den Bediensteten des Hotels. Der verarmte Baron von Gaigern hält sich mit Trickbetrügereien über Wasser und der todkranke Buchhalter Kringelein verprasst seine letzten Ersparnisse, um noch einmal das Leben zu spüren. Dabei trifft er in dem Hotel auf seinen Chef Preysing und dessen Sekretärin „Flämmchen“. Vicky Baum hat in den 1920er Jahren als Zimmermädchen in luxuriösen Berliner Hotels gearbeitet, um für ihren Roman „Menschen im Hotel“ zu recherchieren. Der Roman wurde ein absoluter Bestseller und mehrfach verfilmt. Fast hundert Jahre später begegnen wir den Personen des Romans in einem Berliner Grand Hotel wieder. Diese Menschen könnten unterschiedlicher nicht sein, aber eins verbindet sie: Alle stecken in einer existenziellen Krise. In einer Tour, die von der Vaganten Bühne ins Hotel Savoy führt, werden die Zuschauer zu Komplizen, Gesprächspartnern, heimlichen Beobachtern und Geschäftskollegen der Figuren, während sich um sie herum der Hotelbetrieb weiterdreht: Gäste kommen an, Gäste reisen ab, Leben stehen an Wendepunkten, Menschen stecken in Krisen, „die Hoteltür dreht sich, schwingt, schwingt, schwingt...".


Kategorie: Schauspiel

Max Schulz, gelernter Friseur, macht in den 1930 er Jahren Karriere in der SS. Als Wachmann eines Konzentrationslagers tötet er mit eigener Hand seinen jüdischen Schulfreund Itzig Finkelstein und dessen ganze Familie. In der Nachkriegszeit nimmt er Itzigs Identität an, um sich der Verfolgung zu entziehen, und wandert nach Palästina aus. Max-Itzig, der Massenmörder, bringt es dort zum Untergrundkämpfer für den Staat Israel und zum geachteten Besitzer eines Friseursalons. Der Nazi, der sich selbst zum Juden macht: Edgar Hilsenraths Romangroteske, die in deutscher Sprache erstmals 1977 in Köln erschien, nimmt eine verstörende Erzählperspektive ein.


Kategorie: Schauspiel

Max Schulz, gelernter Friseur, macht in den 1930 er Jahren Karriere in der SS. Als Wachmann eines Konzentrationslagers tötet er mit eigener Hand seinen jüdischen Schulfreund Itzig Finkelstein und dessen ganze Familie. In der Nachkriegszeit nimmt er Itzigs Identität an, um sich der Verfolgung zu entziehen, und wandert nach Palästina aus. Max-Itzig, der Massenmörder, bringt es dort zum Untergrundkämpfer für den Staat Israel und zum geachteten Besitzer eines Friseursalons. Der Nazi, der sich selbst zum Juden macht: Edgar Hilsenraths Romangroteske, die in deutscher Sprache erstmals 1977 in Köln erschien, nimmt eine verstörende Erzählperspektive ein.


Kategorie: Schauspiel

Ob schon als schwächliches Kind, ob in der Burschenschaft, ob beim Militär, in der Wirtschaft oder als Sklave im Domina-Schlafzimmer seiner Frau: Diederich Heßling kennt nur eine Tugend, und die heisst Unterwerfung. Die Vaganten Bühne unternimmt mit der Bühnenadaption von "Der Untertan" eine theatralische Reise in die Seele der Deutschen, die bestimmt wird von der Leidenschaft für Ordnung, Anpassung und Duckmäusertum. Oben der Kaiser - er war schon zu seiner Zeit die Karikatur seiner selbst und passte genau zu seinem Volk - und unten der sich lustvoll der Macht des Stärkeren unterwerfende Papierfabrikant Diederich Heßling. Heinrich Manns Roman wurde am Vorabend zum Ersten Weltkrieg veröffentlicht. Angesprochen auf die Anzeichen der kommenden Nazizeit sagte der ins Exil gegangene Autor über sein literarisches Psychogramm der Kaiserzeit rund dreißig Jahre später: "Als ich die Gestalt des Untertan aufstellte, fehlte mir von dem ungeborenen Faschismus der Begriff, und nur die Anschauung nicht". Der Abend beginnt neben dem wilhelminischen Prunkbau des Theaters des Westens und führt als kleiner Parcours über die legendäre Kaisertreppe zum Delphi-Haus und weiter zum Theater der Vaganten.


Kategorie: Schauspiel

Ob schon als schwächliches Kind, ob in der Burschenschaft, ob beim Militär, in der Wirtschaft oder als Sklave im Domina-Schlafzimmer seiner Frau: Diederich Heßling kennt nur eine Tugend, und die heisst Unterwerfung. Die Vaganten Bühne unternimmt mit der Bühnenadaption von "Der Untertan" eine theatralische Reise in die Seele der Deutschen, die bestimmt wird von der Leidenschaft für Ordnung, Anpassung und Duckmäusertum. Oben der Kaiser - er war schon zu seiner Zeit die Karikatur seiner selbst und passte genau zu seinem Volk - und unten der sich lustvoll der Macht des Stärkeren unterwerfende Papierfabrikant Diederich Heßling. Heinrich Manns Roman wurde am Vorabend zum Ersten Weltkrieg veröffentlicht. Angesprochen auf die Anzeichen der kommenden Nazizeit sagte der ins Exil gegangene Autor über sein literarisches Psychogramm der Kaiserzeit rund dreißig Jahre später: "Als ich die Gestalt des Untertan aufstellte, fehlte mir von dem ungeborenen Faschismus der Begriff, und nur die Anschauung nicht". Der Abend beginnt neben dem wilhelminischen Prunkbau des Theaters des Westens und führt als kleiner Parcours über die legendäre Kaisertreppe zum Delphi-Haus und weiter zum Theater der Vaganten.


Kategorie: Schauspiel

Ob schon als schwächliches Kind, ob in der Burschenschaft, ob beim Militär, in der Wirtschaft oder als Sklave im Domina-Schlafzimmer seiner Frau: Diederich Heßling kennt nur eine Tugend, und die heisst Unterwerfung. Die Vaganten Bühne unternimmt mit der Bühnenadaption von "Der Untertan" eine theatralische Reise in die Seele der Deutschen, die bestimmt wird von der Leidenschaft für Ordnung, Anpassung und Duckmäusertum. Oben der Kaiser - er war schon zu seiner Zeit die Karikatur seiner selbst und passte genau zu seinem Volk - und unten der sich lustvoll der Macht des Stärkeren unterwerfende Papierfabrikant Diederich Heßling. Heinrich Manns Roman wurde am Vorabend zum Ersten Weltkrieg veröffentlicht. Angesprochen auf die Anzeichen der kommenden Nazizeit sagte der ins Exil gegangene Autor über sein literarisches Psychogramm der Kaiserzeit rund dreißig Jahre später: "Als ich die Gestalt des Untertan aufstellte, fehlte mir von dem ungeborenen Faschismus der Begriff, und nur die Anschauung nicht". Der Abend beginnt neben dem wilhelminischen Prunkbau des Theaters des Westens und führt als kleiner Parcours über die legendäre Kaisertreppe zum Delphi-Haus und weiter zum Theater der Vaganten.


Kategorie: Schauspiel

Mit ihrer Hysterie sorgt die berühmte, gealterte Balletttänzerin Grusinskaja für Aufruhr unter den Bediensteten des Hotels. Der verarmte Baron von Gaigern hält sich mit Trickbetrügereien über Wasser und der todkranke Buchhalter Kringelein verprasst seine letzten Ersparnisse, um noch einmal das Leben zu spüren. Dabei trifft er in dem Hotel auf seinen Chef Preysing und dessen Sekretärin „Flämmchen“. Vicky Baum hat in den 1920er Jahren als Zimmermädchen in luxuriösen Berliner Hotels gearbeitet, um für ihren Roman „Menschen im Hotel“ zu recherchieren. Der Roman wurde ein absoluter Bestseller und mehrfach verfilmt. Fast hundert Jahre später begegnen wir den Personen des Romans in einem Berliner Grand Hotel wieder. Diese Menschen könnten unterschiedlicher nicht sein, aber eins verbindet sie: Alle stecken in einer existenziellen Krise. In einer Tour, die von der Vaganten Bühne ins Hotel Savoy führt, werden die Zuschauer zu Komplizen, Gesprächspartnern, heimlichen Beobachtern und Geschäftskollegen der Figuren, während sich um sie herum der Hotelbetrieb weiterdreht: Gäste kommen an, Gäste reisen ab, Leben stehen an Wendepunkten, Menschen stecken in Krisen, „die Hoteltür dreht sich, schwingt, schwingt, schwingt...".


Kategorie: Schauspiel

Reinhard Scheunemann liest Jules Laforgue: „Berlin. Der Hof und die Stadt”


Kategorie: Lesung

Ein jüdisches Schtetl im zaristischen Russland: Inmitten von heißen Sommern und bitterkalten Wintern führt der Lehrer Mendel Singer ein Leben, das von Armut und Entbehrungen, von Ritualen und Gottesfurcht geprägt ist. Dann trifft den frommen Mann ein Schicksalsschlag: Sein viertes Kind, der Sohn Menuchim, kommt mit einer Behinderung zur Welt. Als Mendel Singer in der Hoffnung auf ein besseres Leben beschließt, nach Amerika auszuwandern, muss die Familie den kranken Sohn schweren Herzens zurücklassen. Die bohrenden Zweifel an dieser Entscheidung sind erst der Beginn von Mendels Leidensweg. In Amerika bleibt er ein Fremder und Außenseiter. Nach und nach stürzen die Grundpfeiler seiner Existenz ein, als er seine Söhne, seine Frau und schließlich die Tochter verliert. Er beginnt zu zweifeln. Was ist das für ein Gott, der ein solches Unglück zulässt? Mendel gerät an die Grenzen seiner bislang unerschütterlichen Duldsamkeit. Plötzlich hinterfragt er die letzte Konstante seines Lebens: das Vertrauen in seinen Gott. Der österreichische Schriftsteller Joseph Roth erzählt in seinem 1930 erschienenen Roman eine Geschichte, die bis heute gültige existenzielle Erfahrungen in den Blick nimmt: Emigration und Heimatlosigkeit, Verzweiflung und Glaube, Tradition und Identitätsverlust. In einer Sprache, die Kargheit und Poesie auf unnachahmliche Weise vereint, macht Roth aus der biblischen Hiobs-Vorlage eine berührende Geschichte des 20. Jahrhunderts. Die in Berlin lebende Regisseurin Jasmina Hadžiahmetovi? hat Roths großes Existenz- und Seelendrama für die Vaganten Bühne bearbeitet.


Kategorie: Schauspiel

Ein jüdisches Schtetl im zaristischen Russland: Inmitten von heißen Sommern und bitterkalten Wintern führt der Lehrer Mendel Singer ein Leben, das von Armut und Entbehrungen, von Ritualen und Gottesfurcht geprägt ist. Dann trifft den frommen Mann ein Schicksalsschlag: Sein viertes Kind, der Sohn Menuchim, kommt mit einer Behinderung zur Welt. Als Mendel Singer in der Hoffnung auf ein besseres Leben beschließt, nach Amerika auszuwandern, muss die Familie den kranken Sohn schweren Herzens zurücklassen. Die bohrenden Zweifel an dieser Entscheidung sind erst der Beginn von Mendels Leidensweg. In Amerika bleibt er ein Fremder und Außenseiter. Nach und nach stürzen die Grundpfeiler seiner Existenz ein, als er seine Söhne, seine Frau und schließlich die Tochter verliert. Er beginnt zu zweifeln. Was ist das für ein Gott, der ein solches Unglück zulässt? Mendel gerät an die Grenzen seiner bislang unerschütterlichen Duldsamkeit. Plötzlich hinterfragt er die letzte Konstante seines Lebens: das Vertrauen in seinen Gott. Der österreichische Schriftsteller Joseph Roth erzählt in seinem 1930 erschienenen Roman eine Geschichte, die bis heute gültige existenzielle Erfahrungen in den Blick nimmt: Emigration und Heimatlosigkeit, Verzweiflung und Glaube, Tradition und Identitätsverlust. In einer Sprache, die Kargheit und Poesie auf unnachahmliche Weise vereint, macht Roth aus der biblischen Hiobs-Vorlage eine berührende Geschichte des 20. Jahrhunderts. Die in Berlin lebende Regisseurin Jasmina Hadžiahmetovi? hat Roths großes Existenz- und Seelendrama für die Vaganten Bühne bearbeitet.


Kategorie: Schauspiel

Ein jüdisches Schtetl im zaristischen Russland: Inmitten von heißen Sommern und bitterkalten Wintern führt der Lehrer Mendel Singer ein Leben, das von Armut und Entbehrungen, von Ritualen und Gottesfurcht geprägt ist. Dann trifft den frommen Mann ein Schicksalsschlag: Sein viertes Kind, der Sohn Menuchim, kommt mit einer Behinderung zur Welt. Als Mendel Singer in der Hoffnung auf ein besseres Leben beschließt, nach Amerika auszuwandern, muss die Familie den kranken Sohn schweren Herzens zurücklassen. Die bohrenden Zweifel an dieser Entscheidung sind erst der Beginn von Mendels Leidensweg. In Amerika bleibt er ein Fremder und Außenseiter. Nach und nach stürzen die Grundpfeiler seiner Existenz ein, als er seine Söhne, seine Frau und schließlich die Tochter verliert. Er beginnt zu zweifeln. Was ist das für ein Gott, der ein solches Unglück zulässt? Mendel gerät an die Grenzen seiner bislang unerschütterlichen Duldsamkeit. Plötzlich hinterfragt er die letzte Konstante seines Lebens: das Vertrauen in seinen Gott. Der österreichische Schriftsteller Joseph Roth erzählt in seinem 1930 erschienenen Roman eine Geschichte, die bis heute gültige existenzielle Erfahrungen in den Blick nimmt: Emigration und Heimatlosigkeit, Verzweiflung und Glaube, Tradition und Identitätsverlust. In einer Sprache, die Kargheit und Poesie auf unnachahmliche Weise vereint, macht Roth aus der biblischen Hiobs-Vorlage eine berührende Geschichte des 20. Jahrhunderts. Die in Berlin lebende Regisseurin Jasmina Hadžiahmetovi? hat Roths großes Existenz- und Seelendrama für die Vaganten Bühne bearbeitet.


Kategorie: Schauspiel


Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:16.09.19
© Fotos der Vorstellungen: [+][-]
Hiob(Laurin Gutwin/Laurin Gutwin) Ruhm(Vaganten Bühne/Vaganten Bühne) Menschen im Hotel(Gernot Wöltjen/Gernot Wöltjen) Indien(Laurin Gutwin/Laurin Gutwin) Shakespeares sämtliche Werke (leicht gekürzt)(thorstenwulff/thorstenwulff) Spreeperlen(Vaganten Bühne/Vaganten Bühne) Der Nazi & der Friseur(Vaganten Bühne/Vaganten Bühne) Der Untertan(Vaganten Bühne/Vaganten Bühne) Montagslesung im Oktober(Promo/)

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