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Spielplan für Oktober 2018

An fünf Abenden und einem Vormittag verwandelt sich der Apollosaal in einen Liedsalon. Sängerinnen und Sänger des Staatsopernensembles widmen sich gemeinsam mit ihren Pianisten der subtilen Kunst des Liedgesangs, mit Musik von Schubert, Schumann und Wolf, aber auch mit Neuem und neu zu Entdeckendem.


Kategorie: Liederabend

Die Welt des »Freischütz«, in der Agathe, die Tochter des Erbförsters, und ihr Verlobter, der vom Glück verlassene Jägersbursche Max, um ihre Liebe kämpfen müssen, ist weder idyllisch noch intakt. Mit Traditionen und Bräuchen wollen die abergläubischen Bewohner des Waldes sich vor finsteren Mächten schützen. Doch die starren Regeln, denen sie sich verpflichtet fühlen, haben zur Folge, dass Andersdenkende und Versager verspottet, ausgegrenzt und ihrer Lebenschancen beraubt werden. Leistungsdruck und Versagensangst führen dazu, dass der sonst so treffsichere Schütze Max auf einmal nur noch daneben zielt. Da jedoch seine Hochzeit mit Agathe und somit sein Lebensglück von einem einzigen Probeschuss abhängt, ist er leicht empfänglich für die Einflüsterungen falscher Freunde und lässt sich auf einen teuflischen Pakt ein: Gemeinsam mit dem Außenseiter Kaspar gießt er in einem nächtlichen Ritual sieben magische Freikugeln, die angeblich niemals ihr Ziel verfehlen … »Ins Schwarze getroffen«, jubelte Carl Maria von Weber 1821 nach der Uraufführung im Berliner Schauspielhaus am Gendarmenmarkt, mit der sein »Freischütz« den Siegeszug durch die europäischen Opernhäuser antrat. Seine Komposition verbindet volksliedhafte Züge, Hörnerschall und Männergesang mit schwebenden Klängen voll romantischer Sehnsucht. Diffus, gespenstisch-schattenhaft und zerrissen beschwört Weber eine finstere und äußerst beengte Welt voll überforderter Menschen und harmonischer Ungewissheiten herauf, die zugleich auch (falsche?) Hoffnung und Lichtblicke in sich birgt.


Kategorie: Oper

Die eifersüchtig behütete Tochter des mächtigen Geisterfürsten Keikobad, wurde einst in Gestalt einer Gazelle vom Kaiser der südlichen Inseln erjagt und ist seitdem als seine Gattin Kaiserin. Um zu verhindern, dass der Kaiser versteinert, muss sie einen Schatten werfen, was in ihrer Welt bedeutet, dass sie die Fähigkeit erlangen muss, ein Kind zu gebären. In der Menschenwelt will sie deshalb der ebenfalls kinderlosen und unzufriedenen Färberin den Schatten abkaufen. Doch als sie erkennt, dass sie ihr Glück nur durch das Unglück des Färberehepaars erkaufen kann, beschließt sie darauf zu verzichten … Noch während des 1. Weltkriegs schufen Richard Strauss und sein kongenialer Partner Hugo von Hofmannsthal die märchenhaft-phantastische Oper voller Symbole und Metaphern, die sie selbst als ihr Hauptwerk betrachteten. Zweifelsohne gehört die zwischen Weltferne und psychoanalytischem Künstlereifer changierende »Frau ohne Schatten« zu den rätselhaftesten aber auch faszinierendsten Werken des gesamten Opernrepertoires. Mit allen nur denkbaren, in schier unendlichen Farbschattierungen schillernden Klängen breitet Strauss in seinem herausfordernd opulenten Opus noch einmal die gesamte Palette der spätromantischen Orchesterkunst aus und verhandelt Intimstes in bombastischem Großformat. Claus Guths vielschichtige und eindrucksvolle, an der Mailänder Scala entstandene sowie bereits am Royal Opera House Covent Garden gezeigte Regiearbeit betont die dunklen Untertöne der Oper und evoziert wirkungsmächtig die Nöte der zwischen zwei repressiven Welten gefangenen Kaiserin.


Kategorie: Oper

Die Welt des »Freischütz«, in der Agathe, die Tochter des Erbförsters, und ihr Verlobter, der vom Glück verlassene Jägersbursche Max, um ihre Liebe kämpfen müssen, ist weder idyllisch noch intakt. Mit Traditionen und Bräuchen wollen die abergläubischen Bewohner des Waldes sich vor finsteren Mächten schützen. Doch die starren Regeln, denen sie sich verpflichtet fühlen, haben zur Folge, dass Andersdenkende und Versager verspottet, ausgegrenzt und ihrer Lebenschancen beraubt werden. Leistungsdruck und Versagensangst führen dazu, dass der sonst so treffsichere Schütze Max auf einmal nur noch daneben zielt. Da jedoch seine Hochzeit mit Agathe und somit sein Lebensglück von einem einzigen Probeschuss abhängt, ist er leicht empfänglich für die Einflüsterungen falscher Freunde und lässt sich auf einen teuflischen Pakt ein: Gemeinsam mit dem Außenseiter Kaspar gießt er in einem nächtlichen Ritual sieben magische Freikugeln, die angeblich niemals ihr Ziel verfehlen … »Ins Schwarze getroffen«, jubelte Carl Maria von Weber 1821 nach der Uraufführung im Berliner Schauspielhaus am Gendarmenmarkt, mit der sein »Freischütz« den Siegeszug durch die europäischen Opernhäuser antrat. Seine Komposition verbindet volksliedhafte Züge, Hörnerschall und Männergesang mit schwebenden Klängen voll romantischer Sehnsucht. Diffus, gespenstisch-schattenhaft und zerrissen beschwört Weber eine finstere und äußerst beengte Welt voll überforderter Menschen und harmonischer Ungewissheiten herauf, die zugleich auch (falsche?) Hoffnung und Lichtblicke in sich birgt.


Kategorie: Oper

Kunst und Musik – diese inspirierende Kombination im Bode-Museum, einem wahren Schmuckstück der Berliner Museumslandschaft, hat in den vergangenen Jahren viel Resonanz gefunden. An neun Sonntagvormittagen spielen Musikerinnen und Musiker der Staatskapelle Berlin ein gut einstündiges Konzert, bevor die Besucher dann das Museum und seine Schätze erkunden können.


Kategorie: Kammermusik

Er war ein hoch geschätzter Komponist der Beethoven-Zeit, in den musikalischen Zentren Europas. Der aus Florenz stammende und über Jahrzehnte in Paris wirkende Luigi Cherubini hat der Opernentwicklung im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert entscheidende Impulse verliehen. Geschult an den Werken Glucks gelang es ihm, der Kunstform Oper neue musikdramatische Qualitäten zu geben, vor allem auch mit seiner 1797 im Pariser Théâtre Feydeau uraufgeführten »Medée«. Die mythische Geschichte um enttäuschte Liebe und blutige Rache, wie sie bereits vom »Alten Griechen« Euripides in einer Tragödie Gestalt gewann und gerade in der französischen Theatergeschichte eine bedeutsame Rolle spielte, gab Cherubini Gelegenheit, seine besonderen Talente als Bühnenkomponist unter Beweis zu stellen. Entstanden ist ein Werk, das ganz auf das Denken und Handeln sowie die Seelenregungen der Titelfigur hin entworfen ist und von markant durchgestalteten Solo- und Ensembleszenen her lebt. In Form der originalen französischsprachigen »Opéra comique«, bei der die einzelnen musikalischen Nummern durch gesprochene Monologe und Dialoge miteinander verbunden sind, kommt Cherubinis »Chef d’œuvre« nun nach langer Zeit wieder nach Berlin, an das Opernhaus Unter den Linden. Zu erleben ist ein Opus von immenser Ausdrucksintensität, dramatischer Stringenz, soghafter Wirkung und einem außergewöhnlichen Farbenreichtum ? nicht umsonst hat das Werk die Bewunderung der Zeitgenossen und der nachfolgenden Generationen gefunden.


Kategorie: Oper


Kategorie: Konzert


Kategorie: Konzert

An fünf Abenden und einem Vormittag verwandelt sich der Apollosaal in einen Liedsalon. Sängerinnen und Sänger des Staatsopernensembles widmen sich gemeinsam mit ihren Pianisten der subtilen Kunst des Liedgesangs, mit Musik von Schubert, Schumann und Wolf, aber auch mit Neuem und neu zu Entdeckendem.


Kategorie: Liederabend

Er war ein hoch geschätzter Komponist der Beethoven-Zeit, in den musikalischen Zentren Europas. Der aus Florenz stammende und über Jahrzehnte in Paris wirkende Luigi Cherubini hat der Opernentwicklung im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert entscheidende Impulse verliehen. Geschult an den Werken Glucks gelang es ihm, der Kunstform Oper neue musikdramatische Qualitäten zu geben, vor allem auch mit seiner 1797 im Pariser Théâtre Feydeau uraufgeführten »Medée«. Die mythische Geschichte um enttäuschte Liebe und blutige Rache, wie sie bereits vom »Alten Griechen« Euripides in einer Tragödie Gestalt gewann und gerade in der französischen Theatergeschichte eine bedeutsame Rolle spielte, gab Cherubini Gelegenheit, seine besonderen Talente als Bühnenkomponist unter Beweis zu stellen. Entstanden ist ein Werk, das ganz auf das Denken und Handeln sowie die Seelenregungen der Titelfigur hin entworfen ist und von markant durchgestalteten Solo- und Ensembleszenen her lebt. In Form der originalen französischsprachigen »Opéra comique«, bei der die einzelnen musikalischen Nummern durch gesprochene Monologe und Dialoge miteinander verbunden sind, kommt Cherubinis »Chef d’œuvre« nun nach langer Zeit wieder nach Berlin, an das Opernhaus Unter den Linden. Zu erleben ist ein Opus von immenser Ausdrucksintensität, dramatischer Stringenz, soghafter Wirkung und einem außergewöhnlichen Farbenreichtum ? nicht umsonst hat das Werk die Bewunderung der Zeitgenossen und der nachfolgenden Generationen gefunden.


Kategorie: Oper

Neben seiner einzigen vollendeten Oper »Pelléas et Mélisande« verfolgte Claude Debussy zahlreiche weitere Musiktheaterprojekte, die jedoch nie realisiert wurden. Spätestens ab 1908 fesselte ihn die Kurzgeschichte »The Fall of the House of Usher« des amerikanischen Schriftstellers Edgar Allan Poe. In Poes literarischer Vorlage wird ein namenloser Jugendfreud Zeuge des inneren und äußeren Verfalls des letzten Sprosses eines untergehenden Adelsgeschlechts. Die zwischen Angst, Delirium und Rausch changierenden Zustände Roderick Ushers sind hierbei mit atmosphärischen Bebilderungen der Umgebung des geheimnisvollen Familienanwesens verbunden: einer unheimlichen Sumpflandschaft, einer Gruft, in der die angeblich verstorbene Zwillingsschwester Rodericks, Lady Madeline, beerdigt wird und nicht zuletzt mit dem Haus selbst, das geisterhaft zum Leben erwacht. Die Belgierin Annelies Van Parys gehört spätestens seit ihrer ersten auf einem Film Alfred Hitchcocks basierenden Oper »Private View« 2015 zu den innovativsten Komponistinnen des zeitgenössischen Musiktheaters und zeichnet sich durch ein besonderes Interesse für die Facetten der menschlichen Singstimme sowie eine eigenwillige Instrumentationsweise aus. Ausgehend von dem Material der unvollendet gebliebenen Oper – Debussy hinterließ neben mehreren Libretto-Entwürfen ein musikalisches Fragment von ca. 20 Minuten sowie einige Skizzenblätter – entwickelt Van Parys in »Usher« ein Kammermusiktheater, das auf spezifische Art und Weise die »Kategorie des Unheimlichen« musikalisch wie theatral erforscht.


Kategorie: Zeitgenössische Oper

Wolfgang Amadeus Mozart besaß viele Talente: Als Pianist glänzte er ebenso wie als Kammer- und Kirchenmusiker. Sein besonderes Interesse aber galt dem Musiktheater, in gleicher Weise der Opera seria wie der Opera buffa. Die Trilogie der »Da-Ponte-Opern«, in den mittleren und späten 1780er Jahren auf Libretti des geistreichen italienischen Theaterdichters geschrieben, hat nicht umsonst Berühmtheit erlangt. Dabei ist der Figaro, schon zu Lebzeiten ein Erfolgsstück, zum Musterbeispiel einer »musikalischen Komödie« geworden, von Vielen bewundert, von Regisseuren, Dirigenten, Sängerinnen und Sängern und nicht zuletzt dem Publikum zu einem ihrer Favoriten erhoben. Kaum einem Komponisten ist es so wie Mozart gelungen, feine und feinste seelische Regungen seiner Figuren in der Musik offenbar werden zu lassen, ganz unmittelbar, hochgradig prägnant und eindrucksvoll. Das Denken und Fühlen von Conte und Comtessa, Susanna und Figaro, Marcellina und Bartolo, dazu von dem emotional hin- und hergerissenen Pagen Cherubino entfaltet sich plastisch vor den Augen und Ohren der Zuschauer.


Kategorie: Oper


Kategorie: Kinder & Jugend


Kategorie: Kinder & Jugend

Die eifersüchtig behütete Tochter des mächtigen Geisterfürsten Keikobad, wurde einst in Gestalt einer Gazelle vom Kaiser der südlichen Inseln erjagt und ist seitdem als seine Gattin Kaiserin. Um zu verhindern, dass der Kaiser versteinert, muss sie einen Schatten werfen, was in ihrer Welt bedeutet, dass sie die Fähigkeit erlangen muss, ein Kind zu gebären. In der Menschenwelt will sie deshalb der ebenfalls kinderlosen und unzufriedenen Färberin den Schatten abkaufen. Doch als sie erkennt, dass sie ihr Glück nur durch das Unglück des Färberehepaars erkaufen kann, beschließt sie darauf zu verzichten … Noch während des 1. Weltkriegs schufen Richard Strauss und sein kongenialer Partner Hugo von Hofmannsthal die märchenhaft-phantastische Oper voller Symbole und Metaphern, die sie selbst als ihr Hauptwerk betrachteten. Zweifelsohne gehört die zwischen Weltferne und psychoanalytischem Künstlereifer changierende »Frau ohne Schatten« zu den rätselhaftesten aber auch faszinierendsten Werken des gesamten Opernrepertoires. Mit allen nur denkbaren, in schier unendlichen Farbschattierungen schillernden Klängen breitet Strauss in seinem herausfordernd opulenten Opus noch einmal die gesamte Palette der spätromantischen Orchesterkunst aus und verhandelt Intimstes in bombastischem Großformat. Claus Guths vielschichtige und eindrucksvolle, an der Mailänder Scala entstandene sowie bereits am Royal Opera House Covent Garden gezeigte Regiearbeit betont die dunklen Untertöne der Oper und evoziert wirkungsmächtig die Nöte der zwischen zwei repressiven Welten gefangenen Kaiserin.


Kategorie: Oper

Neben seiner einzigen vollendeten Oper »Pelléas et Mélisande« verfolgte Claude Debussy zahlreiche weitere Musiktheaterprojekte, die jedoch nie realisiert wurden. Spätestens ab 1908 fesselte ihn die Kurzgeschichte »The Fall of the House of Usher« des amerikanischen Schriftstellers Edgar Allan Poe. In Poes literarischer Vorlage wird ein namenloser Jugendfreud Zeuge des inneren und äußeren Verfalls des letzten Sprosses eines untergehenden Adelsgeschlechts. Die zwischen Angst, Delirium und Rausch changierenden Zustände Roderick Ushers sind hierbei mit atmosphärischen Bebilderungen der Umgebung des geheimnisvollen Familienanwesens verbunden: einer unheimlichen Sumpflandschaft, einer Gruft, in der die angeblich verstorbene Zwillingsschwester Rodericks, Lady Madeline, beerdigt wird und nicht zuletzt mit dem Haus selbst, das geisterhaft zum Leben erwacht. Die Belgierin Annelies Van Parys gehört spätestens seit ihrer ersten auf einem Film Alfred Hitchcocks basierenden Oper »Private View« 2015 zu den innovativsten Komponistinnen des zeitgenössischen Musiktheaters und zeichnet sich durch ein besonderes Interesse für die Facetten der menschlichen Singstimme sowie eine eigenwillige Instrumentationsweise aus. Ausgehend von dem Material der unvollendet gebliebenen Oper – Debussy hinterließ neben mehreren Libretto-Entwürfen ein musikalisches Fragment von ca. 20 Minuten sowie einige Skizzenblätter – entwickelt Van Parys in »Usher« ein Kammermusiktheater, das auf spezifische Art und Weise die »Kategorie des Unheimlichen« musikalisch wie theatral erforscht.


Kategorie: Zeitgenössische Oper


Kategorie: Kinder & Jugend

An fünf Abenden und einem Vormittag verwandelt sich der Apollosaal in einen Liedsalon. Sängerinnen und Sänger des Staatsopernensembles widmen sich gemeinsam mit ihren Pianisten der subtilen Kunst des Liedgesangs, mit Musik von Schubert, Schumann und Wolf, aber auch mit Neuem und neu zu Entdeckendem.


Kategorie: Liederabend


Kategorie: Kammermusik

Neben seiner einzigen vollendeten Oper »Pelléas et Mélisande« verfolgte Claude Debussy zahlreiche weitere Musiktheaterprojekte, die jedoch nie realisiert wurden. Spätestens ab 1908 fesselte ihn die Kurzgeschichte »The Fall of the House of Usher« des amerikanischen Schriftstellers Edgar Allan Poe. In Poes literarischer Vorlage wird ein namenloser Jugendfreud Zeuge des inneren und äußeren Verfalls des letzten Sprosses eines untergehenden Adelsgeschlechts. Die zwischen Angst, Delirium und Rausch changierenden Zustände Roderick Ushers sind hierbei mit atmosphärischen Bebilderungen der Umgebung des geheimnisvollen Familienanwesens verbunden: einer unheimlichen Sumpflandschaft, einer Gruft, in der die angeblich verstorbene Zwillingsschwester Rodericks, Lady Madeline, beerdigt wird und nicht zuletzt mit dem Haus selbst, das geisterhaft zum Leben erwacht. Die Belgierin Annelies Van Parys gehört spätestens seit ihrer ersten auf einem Film Alfred Hitchcocks basierenden Oper »Private View« 2015 zu den innovativsten Komponistinnen des zeitgenössischen Musiktheaters und zeichnet sich durch ein besonderes Interesse für die Facetten der menschlichen Singstimme sowie eine eigenwillige Instrumentationsweise aus. Ausgehend von dem Material der unvollendet gebliebenen Oper – Debussy hinterließ neben mehreren Libretto-Entwürfen ein musikalisches Fragment von ca. 20 Minuten sowie einige Skizzenblätter – entwickelt Van Parys in »Usher« ein Kammermusiktheater, das auf spezifische Art und Weise die »Kategorie des Unheimlichen« musikalisch wie theatral erforscht.


Kategorie: Zeitgenössische Oper

Er war ein hoch geschätzter Komponist der Beethoven-Zeit, in den musikalischen Zentren Europas. Der aus Florenz stammende und über Jahrzehnte in Paris wirkende Luigi Cherubini hat der Opernentwicklung im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert entscheidende Impulse verliehen. Geschult an den Werken Glucks gelang es ihm, der Kunstform Oper neue musikdramatische Qualitäten zu geben, vor allem auch mit seiner 1797 im Pariser Théâtre Feydeau uraufgeführten »Medée«. Die mythische Geschichte um enttäuschte Liebe und blutige Rache, wie sie bereits vom »Alten Griechen« Euripides in einer Tragödie Gestalt gewann und gerade in der französischen Theatergeschichte eine bedeutsame Rolle spielte, gab Cherubini Gelegenheit, seine besonderen Talente als Bühnenkomponist unter Beweis zu stellen. Entstanden ist ein Werk, das ganz auf das Denken und Handeln sowie die Seelenregungen der Titelfigur hin entworfen ist und von markant durchgestalteten Solo- und Ensembleszenen her lebt. In Form der originalen französischsprachigen »Opéra comique«, bei der die einzelnen musikalischen Nummern durch gesprochene Monologe und Dialoge miteinander verbunden sind, kommt Cherubinis »Chef d’œuvre« nun nach langer Zeit wieder nach Berlin, an das Opernhaus Unter den Linden. Zu erleben ist ein Opus von immenser Ausdrucksintensität, dramatischer Stringenz, soghafter Wirkung und einem außergewöhnlichen Farbenreichtum ? nicht umsonst hat das Werk die Bewunderung der Zeitgenossen und der nachfolgenden Generationen gefunden.


Kategorie: Oper

Wolfgang Amadeus Mozart besaß viele Talente: Als Pianist glänzte er ebenso wie als Kammer- und Kirchenmusiker. Sein besonderes Interesse aber galt dem Musiktheater, in gleicher Weise der Opera seria wie der Opera buffa. Die Trilogie der »Da-Ponte-Opern«, in den mittleren und späten 1780er Jahren auf Libretti des geistreichen italienischen Theaterdichters geschrieben, hat nicht umsonst Berühmtheit erlangt. Dabei ist der Figaro, schon zu Lebzeiten ein Erfolgsstück, zum Musterbeispiel einer »musikalischen Komödie« geworden, von Vielen bewundert, von Regisseuren, Dirigenten, Sängerinnen und Sängern und nicht zuletzt dem Publikum zu einem ihrer Favoriten erhoben. Kaum einem Komponisten ist es so wie Mozart gelungen, feine und feinste seelische Regungen seiner Figuren in der Musik offenbar werden zu lassen, ganz unmittelbar, hochgradig prägnant und eindrucksvoll. Das Denken und Fühlen von Conte und Comtessa, Susanna und Figaro, Marcellina und Bartolo, dazu von dem emotional hin- und hergerissenen Pagen Cherubino entfaltet sich plastisch vor den Augen und Ohren der Zuschauer.


Kategorie: Oper

Neben seiner einzigen vollendeten Oper »Pelléas et Mélisande« verfolgte Claude Debussy zahlreiche weitere Musiktheaterprojekte, die jedoch nie realisiert wurden. Spätestens ab 1908 fesselte ihn die Kurzgeschichte »The Fall of the House of Usher« des amerikanischen Schriftstellers Edgar Allan Poe. In Poes literarischer Vorlage wird ein namenloser Jugendfreud Zeuge des inneren und äußeren Verfalls des letzten Sprosses eines untergehenden Adelsgeschlechts. Die zwischen Angst, Delirium und Rausch changierenden Zustände Roderick Ushers sind hierbei mit atmosphärischen Bebilderungen der Umgebung des geheimnisvollen Familienanwesens verbunden: einer unheimlichen Sumpflandschaft, einer Gruft, in der die angeblich verstorbene Zwillingsschwester Rodericks, Lady Madeline, beerdigt wird und nicht zuletzt mit dem Haus selbst, das geisterhaft zum Leben erwacht. Die Belgierin Annelies Van Parys gehört spätestens seit ihrer ersten auf einem Film Alfred Hitchcocks basierenden Oper »Private View« 2015 zu den innovativsten Komponistinnen des zeitgenössischen Musiktheaters und zeichnet sich durch ein besonderes Interesse für die Facetten der menschlichen Singstimme sowie eine eigenwillige Instrumentationsweise aus. Ausgehend von dem Material der unvollendet gebliebenen Oper – Debussy hinterließ neben mehreren Libretto-Entwürfen ein musikalisches Fragment von ca. 20 Minuten sowie einige Skizzenblätter – entwickelt Van Parys in »Usher« ein Kammermusiktheater, das auf spezifische Art und Weise die »Kategorie des Unheimlichen« musikalisch wie theatral erforscht.


Kategorie: Zeitgenössische Oper

Er war ein hoch geschätzter Komponist der Beethoven-Zeit, in den musikalischen Zentren Europas. Der aus Florenz stammende und über Jahrzehnte in Paris wirkende Luigi Cherubini hat der Opernentwicklung im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert entscheidende Impulse verliehen. Geschult an den Werken Glucks gelang es ihm, der Kunstform Oper neue musikdramatische Qualitäten zu geben, vor allem auch mit seiner 1797 im Pariser Théâtre Feydeau uraufgeführten »Medée«. Die mythische Geschichte um enttäuschte Liebe und blutige Rache, wie sie bereits vom »Alten Griechen« Euripides in einer Tragödie Gestalt gewann und gerade in der französischen Theatergeschichte eine bedeutsame Rolle spielte, gab Cherubini Gelegenheit, seine besonderen Talente als Bühnenkomponist unter Beweis zu stellen. Entstanden ist ein Werk, das ganz auf das Denken und Handeln sowie die Seelenregungen der Titelfigur hin entworfen ist und von markant durchgestalteten Solo- und Ensembleszenen her lebt. In Form der originalen französischsprachigen »Opéra comique«, bei der die einzelnen musikalischen Nummern durch gesprochene Monologe und Dialoge miteinander verbunden sind, kommt Cherubinis »Chef d’œuvre« nun nach langer Zeit wieder nach Berlin, an das Opernhaus Unter den Linden. Zu erleben ist ein Opus von immenser Ausdrucksintensität, dramatischer Stringenz, soghafter Wirkung und einem außergewöhnlichen Farbenreichtum ? nicht umsonst hat das Werk die Bewunderung der Zeitgenossen und der nachfolgenden Generationen gefunden.


Kategorie: Oper

Wolfgang Amadeus Mozart besaß viele Talente: Als Pianist glänzte er ebenso wie als Kammer- und Kirchenmusiker. Sein besonderes Interesse aber galt dem Musiktheater, in gleicher Weise der Opera seria wie der Opera buffa. Die Trilogie der »Da-Ponte-Opern«, in den mittleren und späten 1780er Jahren auf Libretti des geistreichen italienischen Theaterdichters geschrieben, hat nicht umsonst Berühmtheit erlangt. Dabei ist der Figaro, schon zu Lebzeiten ein Erfolgsstück, zum Musterbeispiel einer »musikalischen Komödie« geworden, von Vielen bewundert, von Regisseuren, Dirigenten, Sängerinnen und Sängern und nicht zuletzt dem Publikum zu einem ihrer Favoriten erhoben. Kaum einem Komponisten ist es so wie Mozart gelungen, feine und feinste seelische Regungen seiner Figuren in der Musik offenbar werden zu lassen, ganz unmittelbar, hochgradig prägnant und eindrucksvoll. Das Denken und Fühlen von Conte und Comtessa, Susanna und Figaro, Marcellina und Bartolo, dazu von dem emotional hin- und hergerissenen Pagen Cherubino entfaltet sich plastisch vor den Augen und Ohren der Zuschauer.


Kategorie: Oper

Neben seiner einzigen vollendeten Oper »Pelléas et Mélisande« verfolgte Claude Debussy zahlreiche weitere Musiktheaterprojekte, die jedoch nie realisiert wurden. Spätestens ab 1908 fesselte ihn die Kurzgeschichte »The Fall of the House of Usher« des amerikanischen Schriftstellers Edgar Allan Poe. In Poes literarischer Vorlage wird ein namenloser Jugendfreud Zeuge des inneren und äußeren Verfalls des letzten Sprosses eines untergehenden Adelsgeschlechts. Die zwischen Angst, Delirium und Rausch changierenden Zustände Roderick Ushers sind hierbei mit atmosphärischen Bebilderungen der Umgebung des geheimnisvollen Familienanwesens verbunden: einer unheimlichen Sumpflandschaft, einer Gruft, in der die angeblich verstorbene Zwillingsschwester Rodericks, Lady Madeline, beerdigt wird und nicht zuletzt mit dem Haus selbst, das geisterhaft zum Leben erwacht. Die Belgierin Annelies Van Parys gehört spätestens seit ihrer ersten auf einem Film Alfred Hitchcocks basierenden Oper »Private View« 2015 zu den innovativsten Komponistinnen des zeitgenössischen Musiktheaters und zeichnet sich durch ein besonderes Interesse für die Facetten der menschlichen Singstimme sowie eine eigenwillige Instrumentationsweise aus. Ausgehend von dem Material der unvollendet gebliebenen Oper – Debussy hinterließ neben mehreren Libretto-Entwürfen ein musikalisches Fragment von ca. 20 Minuten sowie einige Skizzenblätter – entwickelt Van Parys in »Usher« ein Kammermusiktheater, das auf spezifische Art und Weise die »Kategorie des Unheimlichen« musikalisch wie theatral erforscht.


Kategorie: Zeitgenössische Oper


Kategorie: Kammermusik

Neben seiner einzigen vollendeten Oper »Pelléas et Mélisande« verfolgte Claude Debussy zahlreiche weitere Musiktheaterprojekte, die jedoch nie realisiert wurden. Spätestens ab 1908 fesselte ihn die Kurzgeschichte »The Fall of the House of Usher« des amerikanischen Schriftstellers Edgar Allan Poe. In Poes literarischer Vorlage wird ein namenloser Jugendfreud Zeuge des inneren und äußeren Verfalls des letzten Sprosses eines untergehenden Adelsgeschlechts. Die zwischen Angst, Delirium und Rausch changierenden Zustände Roderick Ushers sind hierbei mit atmosphärischen Bebilderungen der Umgebung des geheimnisvollen Familienanwesens verbunden: einer unheimlichen Sumpflandschaft, einer Gruft, in der die angeblich verstorbene Zwillingsschwester Rodericks, Lady Madeline, beerdigt wird und nicht zuletzt mit dem Haus selbst, das geisterhaft zum Leben erwacht. Die Belgierin Annelies Van Parys gehört spätestens seit ihrer ersten auf einem Film Alfred Hitchcocks basierenden Oper »Private View« 2015 zu den innovativsten Komponistinnen des zeitgenössischen Musiktheaters und zeichnet sich durch ein besonderes Interesse für die Facetten der menschlichen Singstimme sowie eine eigenwillige Instrumentationsweise aus. Ausgehend von dem Material der unvollendet gebliebenen Oper – Debussy hinterließ neben mehreren Libretto-Entwürfen ein musikalisches Fragment von ca. 20 Minuten sowie einige Skizzenblätter – entwickelt Van Parys in »Usher« ein Kammermusiktheater, das auf spezifische Art und Weise die »Kategorie des Unheimlichen« musikalisch wie theatral erforscht.


Kategorie: Zeitgenössische Oper

Er war ein hoch geschätzter Komponist der Beethoven-Zeit, in den musikalischen Zentren Europas. Der aus Florenz stammende und über Jahrzehnte in Paris wirkende Luigi Cherubini hat der Opernentwicklung im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert entscheidende Impulse verliehen. Geschult an den Werken Glucks gelang es ihm, der Kunstform Oper neue musikdramatische Qualitäten zu geben, vor allem auch mit seiner 1797 im Pariser Théâtre Feydeau uraufgeführten »Medée«. Die mythische Geschichte um enttäuschte Liebe und blutige Rache, wie sie bereits vom »Alten Griechen« Euripides in einer Tragödie Gestalt gewann und gerade in der französischen Theatergeschichte eine bedeutsame Rolle spielte, gab Cherubini Gelegenheit, seine besonderen Talente als Bühnenkomponist unter Beweis zu stellen. Entstanden ist ein Werk, das ganz auf das Denken und Handeln sowie die Seelenregungen der Titelfigur hin entworfen ist und von markant durchgestalteten Solo- und Ensembleszenen her lebt. In Form der originalen französischsprachigen »Opéra comique«, bei der die einzelnen musikalischen Nummern durch gesprochene Monologe und Dialoge miteinander verbunden sind, kommt Cherubinis »Chef d’œuvre« nun nach langer Zeit wieder nach Berlin, an das Opernhaus Unter den Linden. Zu erleben ist ein Opus von immenser Ausdrucksintensität, dramatischer Stringenz, soghafter Wirkung und einem außergewöhnlichen Farbenreichtum ? nicht umsonst hat das Werk die Bewunderung der Zeitgenossen und der nachfolgenden Generationen gefunden.


Kategorie: Oper

Wolfgang Amadeus Mozart besaß viele Talente: Als Pianist glänzte er ebenso wie als Kammer- und Kirchenmusiker. Sein besonderes Interesse aber galt dem Musiktheater, in gleicher Weise der Opera seria wie der Opera buffa. Die Trilogie der »Da-Ponte-Opern«, in den mittleren und späten 1780er Jahren auf Libretti des geistreichen italienischen Theaterdichters geschrieben, hat nicht umsonst Berühmtheit erlangt. Dabei ist der Figaro, schon zu Lebzeiten ein Erfolgsstück, zum Musterbeispiel einer »musikalischen Komödie« geworden, von Vielen bewundert, von Regisseuren, Dirigenten, Sängerinnen und Sängern und nicht zuletzt dem Publikum zu einem ihrer Favoriten erhoben. Kaum einem Komponisten ist es so wie Mozart gelungen, feine und feinste seelische Regungen seiner Figuren in der Musik offenbar werden zu lassen, ganz unmittelbar, hochgradig prägnant und eindrucksvoll. Das Denken und Fühlen von Conte und Comtessa, Susanna und Figaro, Marcellina und Bartolo, dazu von dem emotional hin- und hergerissenen Pagen Cherubino entfaltet sich plastisch vor den Augen und Ohren der Zuschauer.


Kategorie: Oper

Neben seiner einzigen vollendeten Oper »Pelléas et Mélisande« verfolgte Claude Debussy zahlreiche weitere Musiktheaterprojekte, die jedoch nie realisiert wurden. Spätestens ab 1908 fesselte ihn die Kurzgeschichte »The Fall of the House of Usher« des amerikanischen Schriftstellers Edgar Allan Poe. In Poes literarischer Vorlage wird ein namenloser Jugendfreud Zeuge des inneren und äußeren Verfalls des letzten Sprosses eines untergehenden Adelsgeschlechts. Die zwischen Angst, Delirium und Rausch changierenden Zustände Roderick Ushers sind hierbei mit atmosphärischen Bebilderungen der Umgebung des geheimnisvollen Familienanwesens verbunden: einer unheimlichen Sumpflandschaft, einer Gruft, in der die angeblich verstorbene Zwillingsschwester Rodericks, Lady Madeline, beerdigt wird und nicht zuletzt mit dem Haus selbst, das geisterhaft zum Leben erwacht. Die Belgierin Annelies Van Parys gehört spätestens seit ihrer ersten auf einem Film Alfred Hitchcocks basierenden Oper »Private View« 2015 zu den innovativsten Komponistinnen des zeitgenössischen Musiktheaters und zeichnet sich durch ein besonderes Interesse für die Facetten der menschlichen Singstimme sowie eine eigenwillige Instrumentationsweise aus. Ausgehend von dem Material der unvollendet gebliebenen Oper – Debussy hinterließ neben mehreren Libretto-Entwürfen ein musikalisches Fragment von ca. 20 Minuten sowie einige Skizzenblätter – entwickelt Van Parys in »Usher« ein Kammermusiktheater, das auf spezifische Art und Weise die »Kategorie des Unheimlichen« musikalisch wie theatral erforscht.


Kategorie: Zeitgenössische Oper

Azucena musste einst die Verbrennung ihrer Mutter als Hexe mit ansehen. Aus Rache entführte sie den jüngeren der beiden Söhne des dafür verantwortlichen alten Grafen Luna, warf dann aber – was niemand weiß – im Wahn irrtümlich nicht diesen, sondern den eigenen Sohn in die Flammen. Jahre später kämpfen der neue Graf Luna, der Bruder des Entführten, und der »Troubadour« Manrico, der vermeintliche Sohn Azucenas, nicht nur im Bürgerkrieg auf opponierenden Seiten, sondern geraten zudem auch aneinander, weil sie beide die Hofdame Leonora lieben. Niemand ahnt, dass Manrico in Wahrheit der entführte Bruder Lunas ist – bis Leonora sich selbst für den Geliebten opfert und der hasserfüllte Luna den Rivalen tötet. Fasziniert von den »starken Situationen«, die sich aus dieser bizarren Handlungs- und Figurenkonstellation sowie aus der »Neuheit und Kühnheit des spanischen Dramas« ergaben, schuf Giuseppe Verdi ein Werk voll hinreißender Belcanto-Nummern und elaboriert-dramatischem Orchesterpart, die wahre Begeisterungsstürme auslösten. Zwar erntete die sprunghafte und recht unglaubwürdige Handlung der Oper wohl nicht zu unrecht immer wieder Anlass für Kritik, doch boten die von Gräueltaten, Rachegelüsten, Wahn, Eifersucht, Liebe, Verzweiflung und Hass geprägten Szenen dem Komponisten Anlass zur Komposition äußerst ausdrucksstarker Melodien, emotionsgeladener Arien und effektvoller Chöre, die »Il trovatore« zu einem wahrhaft packenden Sängerfest machen.


Kategorie: Oper

Er war ein hoch geschätzter Komponist der Beethoven-Zeit, in den musikalischen Zentren Europas. Der aus Florenz stammende und über Jahrzehnte in Paris wirkende Luigi Cherubini hat der Opernentwicklung im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert entscheidende Impulse verliehen. Geschult an den Werken Glucks gelang es ihm, der Kunstform Oper neue musikdramatische Qualitäten zu geben, vor allem auch mit seiner 1797 im Pariser Théâtre Feydeau uraufgeführten »Medée«. Die mythische Geschichte um enttäuschte Liebe und blutige Rache, wie sie bereits vom »Alten Griechen« Euripides in einer Tragödie Gestalt gewann und gerade in der französischen Theatergeschichte eine bedeutsame Rolle spielte, gab Cherubini Gelegenheit, seine besonderen Talente als Bühnenkomponist unter Beweis zu stellen. Entstanden ist ein Werk, das ganz auf das Denken und Handeln sowie die Seelenregungen der Titelfigur hin entworfen ist und von markant durchgestalteten Solo- und Ensembleszenen her lebt. In Form der originalen französischsprachigen »Opéra comique«, bei der die einzelnen musikalischen Nummern durch gesprochene Monologe und Dialoge miteinander verbunden sind, kommt Cherubinis »Chef d’œuvre« nun nach langer Zeit wieder nach Berlin, an das Opernhaus Unter den Linden. Zu erleben ist ein Opus von immenser Ausdrucksintensität, dramatischer Stringenz, soghafter Wirkung und einem außergewöhnlichen Farbenreichtum ? nicht umsonst hat das Werk die Bewunderung der Zeitgenossen und der nachfolgenden Generationen gefunden.


Kategorie: Oper

Neben seiner einzigen vollendeten Oper »Pelléas et Mélisande« verfolgte Claude Debussy zahlreiche weitere Musiktheaterprojekte, die jedoch nie realisiert wurden. Spätestens ab 1908 fesselte ihn die Kurzgeschichte »The Fall of the House of Usher« des amerikanischen Schriftstellers Edgar Allan Poe. In Poes literarischer Vorlage wird ein namenloser Jugendfreud Zeuge des inneren und äußeren Verfalls des letzten Sprosses eines untergehenden Adelsgeschlechts. Die zwischen Angst, Delirium und Rausch changierenden Zustände Roderick Ushers sind hierbei mit atmosphärischen Bebilderungen der Umgebung des geheimnisvollen Familienanwesens verbunden: einer unheimlichen Sumpflandschaft, einer Gruft, in der die angeblich verstorbene Zwillingsschwester Rodericks, Lady Madeline, beerdigt wird und nicht zuletzt mit dem Haus selbst, das geisterhaft zum Leben erwacht. Die Belgierin Annelies Van Parys gehört spätestens seit ihrer ersten auf einem Film Alfred Hitchcocks basierenden Oper »Private View« 2015 zu den innovativsten Komponistinnen des zeitgenössischen Musiktheaters und zeichnet sich durch ein besonderes Interesse für die Facetten der menschlichen Singstimme sowie eine eigenwillige Instrumentationsweise aus. Ausgehend von dem Material der unvollendet gebliebenen Oper – Debussy hinterließ neben mehreren Libretto-Entwürfen ein musikalisches Fragment von ca. 20 Minuten sowie einige Skizzenblätter – entwickelt Van Parys in »Usher« ein Kammermusiktheater, das auf spezifische Art und Weise die »Kategorie des Unheimlichen« musikalisch wie theatral erforscht.


Kategorie: Zeitgenössische Oper

Azucena musste einst die Verbrennung ihrer Mutter als Hexe mit ansehen. Aus Rache entführte sie den jüngeren der beiden Söhne des dafür verantwortlichen alten Grafen Luna, warf dann aber – was niemand weiß – im Wahn irrtümlich nicht diesen, sondern den eigenen Sohn in die Flammen. Jahre später kämpfen der neue Graf Luna, der Bruder des Entführten, und der »Troubadour« Manrico, der vermeintliche Sohn Azucenas, nicht nur im Bürgerkrieg auf opponierenden Seiten, sondern geraten zudem auch aneinander, weil sie beide die Hofdame Leonora lieben. Niemand ahnt, dass Manrico in Wahrheit der entführte Bruder Lunas ist – bis Leonora sich selbst für den Geliebten opfert und der hasserfüllte Luna den Rivalen tötet. Fasziniert von den »starken Situationen«, die sich aus dieser bizarren Handlungs- und Figurenkonstellation sowie aus der »Neuheit und Kühnheit des spanischen Dramas« ergaben, schuf Giuseppe Verdi ein Werk voll hinreißender Belcanto-Nummern und elaboriert-dramatischem Orchesterpart, die wahre Begeisterungsstürme auslösten. Zwar erntete die sprunghafte und recht unglaubwürdige Handlung der Oper wohl nicht zu unrecht immer wieder Anlass für Kritik, doch boten die von Gräueltaten, Rachegelüsten, Wahn, Eifersucht, Liebe, Verzweiflung und Hass geprägten Szenen dem Komponisten Anlass zur Komposition äußerst ausdrucksstarker Melodien, emotionsgeladener Arien und effektvoller Chöre, die »Il trovatore« zu einem wahrhaft packenden Sängerfest machen.


Kategorie: Oper


Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:30.09.18
© Fotos der Vorstellungen: [+][-]
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