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Spielplan für Oktober 2019


Kategorie: Klassik

Medienpatronat: POLITYKA


Kategorie: Klassik

Sie haben von Anfang an auf den groen internationalen Bhnen wie dem Auditorium du Louvre und der Cit de la Musique gespielt und gastierten in Japan, den USA, in Zentral- und Sdamerika, China und Korea: die Musiker des Quatuor Diotima, das mit seinem Namen dem Streichquartett von Luigi Nono, Fragmente Stille. An Diotima, seine Reverenz erweist. Der Name ist Programm und verweist auf das starke Engagement der Formation fr die zeitgenssische Musik in Verbindung mit dem klassischen und romantischen Streichquartett-Repertoire. Ein kompetenteres Ensemble als das Quatuor Diotima lsst sich fr Konzerte mit zeitgenssischer Musik fr Streichquartett kaum denken. Perfekt ist ein unzulngliches Wort, um die Qualitt ihres Zusammenspiels zu beschreiben (Hamburger Abendblatt).An den Anfang ihres Konzerts stellen die vier Musiker des Quatuor Diotima Gyrgy Ligetis Zweites Streichquartett, das sich u. a. auf das Quartettschaffen Bla Bartks bezieht. Musikalisch gestaltet sich das Werk als kontinuierliche Metamorphose der Klangfarben und Bewegungsmuster, etwa im dritten Satz, einem Pizzicato-Stck, dessen Reiz in der fr Ligeti typischen mechanischen Polyrhythmik liegt. In orchestraler Vielfarbigkeit prsentiert sich demgegenber Claude Debussys einziges Streichquartett mit orientalischen Melismen und einer Flle von aphoristischen Klangfeldern, die sich in atemberaubendem Tempo abwechseln. Den Abend rundet Bla Bartks Streichquartett Nr. 1 ab: eine Klangreise aus der Finsternis ins Licht, mit ungarischem Vivace-Finale, das nach dramatischem Beginn fr einen vershnlichen Ausklang sorgt.


Kategorie: Klassik


Kategorie: Klassik

Im Februar 2018 gab Adam Fischer sein Debt bei den Berliner Philharmonikern und wurde vom Publikum mit lang anhaltendem Applaus gefeiert, von der Presse in den hchsten Tnen gelobt: Fischers Interpretation von Antonn Dvo?ks Symphonie Aus der Neuen Welt konnte sich kaum jemand entziehen, befand seinerzeit etwa Der Tagesspiegel, dirigierte er dieses legendre Werk doch mit vollem Krpereinsatz [und] exakter musikalischer Vorstellungskraft.Nun kehrt Fischer, dessen jngerer Bruder Ivn zwischen 2012 und 2018 als Chefdirigent des Konzerthausorchesters eine fhrende Rolle im Berliner Musikleben spielte, an das Dirigentenpult der Berliner Philharmoniker zurck mit einem Programm, das ganz der Musik zweier Komponisten gewidmet ist, die ihm schon immer besonders am Herzen lagen: Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart.1987 grndete Fischer die Haydn-Philharmonie, deren Besetzung mit sterreichischen und ungarischen Musikern zwei Jahre vor der Zeitenwende des Jahres 1989 ein politisches Signal setzte und die mit der vielfach prmierten Einspielung smtlicher Symphonien ihres Namensgebers einen ersten knstlerischen Hhepunkt fand. Mit der Musik Mozarts kam Fischer erstmals in Berhrung, als er in jungen Jahren an der Ungarischen Staatsoper in Budapest die Rolle eines der drei Knaben in der Zauberflte sang. Viele Jahre spter war die 2013 erschienene Einspielung smtlicher Symphonien von Mozart mit dem Dnischen Kammerorchester ein Langzeitprojekt des weltweit agierenden Dirigenten.Die Eckpunkte des Programms, das Fischer fr diese Konzerte der Berliner Philharmoniker zusammengestellt hat, bilden Mozarts 1783 entstandene, nach dem Ort ihrer Urauffhrung Linzer genannte Symphonie C-Dur KV 425 und Haydns zwlf Jahre spter in London erstmals aufgefhrte Symphonie Nr. 104 in D-Dur, mit der der Komponist einen gewitzten Schlussstrich unter sein symphonisches Schaffen zog.Im Zentrum des Abends stehen zwei Vokalkompositionen: die Konzertarie fr Sopran, obligates Klavier (gespielt von Adam Fischer) und Orchester KV 505, die Mozart 1786 in Wien fr die englische Sopranistin Nancy Storace komponierte, sowie die dramatische Szene nebst Arie Berenice, che fai, mit der Haydn 1795 der Kunst einer in London gefeierten italienischen Primadonna ein musikalisches Denkmal setzte. Als Solistin in diesen beiden ebenso ausdrucksstarken wie halsbrecherischen Vokalkompositionen ist die junge russische Sopranistin Julia Lezhneva zu erleben, die in diesen Konzerten ihr Debt bei den Berliner Philharmonikern gibt.


Kategorie: Klassik


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Im Februar 2018 gab Adam Fischer sein Debt bei den Berliner Philharmonikern und wurde vom Publikum mit lang anhaltendem Applaus gefeiert, von der Presse in den hchsten Tnen gelobt: Fischers Interpretation von Antonn Dvo?ks Symphonie Aus der Neuen Welt konnte sich kaum jemand entziehen, befand seinerzeit etwa Der Tagesspiegel, dirigierte er dieses legendre Werk doch mit vollem Krpereinsatz [und] exakter musikalischer Vorstellungskraft.Nun kehrt Fischer, dessen jngerer Bruder Ivn zwischen 2012 und 2018 als Chefdirigent des Konzerthausorchesters eine fhrende Rolle im Berliner Musikleben spielte, an das Dirigentenpult der Berliner Philharmoniker zurck mit einem Programm, das ganz der Musik zweier Komponisten gewidmet ist, die ihm schon immer besonders am Herzen lagen: Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart.1987 grndete Fischer die Haydn-Philharmonie, deren Besetzung mit sterreichischen und ungarischen Musikern zwei Jahre vor der Zeitenwende des Jahres 1989 ein politisches Signal setzte und die mit der vielfach prmierten Einspielung smtlicher Symphonien ihres Namensgebers einen ersten knstlerischen Hhepunkt fand. Mit der Musik Mozarts kam Fischer erstmals in Berhrung, als er in jungen Jahren an der Ungarischen Staatsoper in Budapest die Rolle eines der drei Knaben in der Zauberflte sang. Viele Jahre spter war die 2013 erschienene Einspielung smtlicher Symphonien von Mozart mit dem Dnischen Kammerorchester ein Langzeitprojekt des weltweit agierenden Dirigenten.Die Eckpunkte des Programms, das Fischer fr diese Konzerte der Berliner Philharmoniker zusammengestellt hat, bilden Mozarts 1783 entstandene, nach dem Ort ihrer Urauffhrung Linzer genannte Symphonie C-Dur KV 425 und Haydns zwlf Jahre spter in London erstmals aufgefhrte Symphonie Nr. 104 in D-Dur, mit der der Komponist einen gewitzten Schlussstrich unter sein symphonisches Schaffen zog.Im Zentrum des Abends stehen zwei Vokalkompositionen: die Konzertarie fr Sopran, obligates Klavier (gespielt von Adam Fischer) und Orchester KV 505, die Mozart 1786 in Wien fr die englische Sopranistin Nancy Storace komponierte, sowie die dramatische Szene nebst Arie Berenice, che fai, mit der Haydn 1795 der Kunst einer in London gefeierten italienischen Primadonna ein musikalisches Denkmal setzte. Als Solistin in diesen beiden ebenso ausdrucksstarken wie halsbrecherischen Vokalkompositionen ist die junge russische Sopranistin Julia Lezhneva zu erleben, die in diesen Konzerten ihr Debt bei den Berliner Philharmonikern gibt.


Kategorie: Klassik

Im Februar 2018 gab Adam Fischer sein Debt bei den Berliner Philharmonikern und wurde vom Publikum mit lang anhaltendem Applaus gefeiert, von der Presse in den hchsten Tnen gelobt: Fischers Interpretation von Antonn Dvo?ks Symphonie Aus der Neuen Welt konnte sich kaum jemand entziehen, befand seinerzeit etwa Der Tagesspiegel, dirigierte er dieses legendre Werk doch mit vollem Krpereinsatz [und] exakter musikalischer Vorstellungskraft.Nun kehrt Fischer, dessen jngerer Bruder Ivn zwischen 2012 und 2018 als Chefdirigent des Konzerthausorchesters eine fhrende Rolle im Berliner Musikleben spielte, an das Dirigentenpult der Berliner Philharmoniker zurck mit einem Programm, das ganz der Musik zweier Komponisten gewidmet ist, die ihm schon immer besonders am Herzen lagen: Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart.1987 grndete Fischer die Haydn-Philharmonie, deren Besetzung mit sterreichischen und ungarischen Musikern zwei Jahre vor der Zeitenwende des Jahres 1989 ein politisches Signal setzte und die mit der vielfach prmierten Einspielung smtlicher Symphonien ihres Namensgebers einen ersten knstlerischen Hhepunkt fand. Mit der Musik Mozarts kam Fischer erstmals in Berhrung, als er in jungen Jahren an der Ungarischen Staatsoper in Budapest die Rolle eines der drei Knaben in der Zauberflte sang. Viele Jahre spter war die 2013 erschienene Einspielung smtlicher Symphonien von Mozart mit dem Dnischen Kammerorchester ein Langzeitprojekt des weltweit agierenden Dirigenten.Die Eckpunkte des Programms, das Fischer fr diese Konzerte der Berliner Philharmoniker zusammengestellt hat, bilden Mozarts 1783 entstandene, nach dem Ort ihrer Urauffhrung Linzer genannte Symphonie C-Dur KV 425 und Haydns zwlf Jahre spter in London erstmals aufgefhrte Symphonie Nr. 104 in D-Dur, mit der der Komponist einen gewitzten Schlussstrich unter sein symphonisches Schaffen zog.Im Zentrum des Abends stehen zwei Vokalkompositionen: die Konzertarie fr Sopran, obligates Klavier (gespielt von Adam Fischer) und Orchester KV 505, die Mozart 1786 in Wien fr die englische Sopranistin Nancy Storace komponierte, sowie die dramatische Szene nebst Arie Berenice, che fai, mit der Haydn 1795 der Kunst einer in London gefeierten italienischen Primadonna ein musikalisches Denkmal setzte. Als Solistin in diesen beiden ebenso ausdrucksstarken wie halsbrecherischen Vokalkompositionen ist die junge russische Sopranistin Julia Lezhneva zu erleben, die in diesen Konzerten ihr Debt bei den Berliner Philharmonikern gibt.


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Mehr als zwei Jahrhunderte galt der feine, se Ton der Viola da Gamba als das Nonplusultra aristokratischer Musizierkunst. Der homogene ausgewogene Klang, den ein aus Gamben bestehendes Ensemble hervorbrachte, entsprach so ganz der Musiksthetik der Renaissance und des Frhbarock. Doch die Zeiten nderten sich. In der ersten Hlfte des 18. Jahrhunderts begannen die Violininstrumente den Gamben den Rang abzulaufen. Sie waren im Klang strker und eigneten sich besser fr die neuen Anforderungen, die an die Musik gestellt wurden.In Frankreich konkurrierte die Bassgambe als bewhrtes virtuoses Solisteninstrument mit dem immer beliebter werdenden Violoncello. Dieses brachte aus Italien eine neue Art des Musizierens mit, die so ganz anders war als bisher gewohnt und sich bald auch beim franzsischen Publikum groer Beliebtheit erfreute. Welche Kontroversen diese Entwicklung auslste, zeigt sich an Hubert le Blancs Publikation Verteidigung der Viola da Gamba gegen die Angriffe und Anmaungen des Violoncells. Der Jurist und Gambist stellt in dieser Streitschrift die Vor- und Nachteile beider Instrumente einander gegenber und kommt zu folgendem Fazit: Dies alles ist nur zu dem Zweck zusammengestellt, um die Gambe wieder in ihre Rechte einzusetzen, nicht aber um diejenigen, die sie spielen, ber die Cellospieler zu stellen.Der Philharmonische Salon lsst diese Kontroverse wieder lebendig werden. Gerd Wameling liest aus Hubert le Blancs Streitschrift sowie weiteren zeitgenssischen Texten. Untersttzt von weiteren Musikern fhren der Gambist Vittorio Ghiemli und Bruno Delepelaire, Erster Solocellist der Berliner Philharmoniker, die Vorteile ihres jeweiligen Instruments mit Musik von Marin Marais, Antoine Forqueray, Franois Couperin, Antonio Vivaldi, Arcangelo Corelli, Francesco Geminiani u. a. vor.


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Mit Musik aus der zweiten Reihe hlt sich Sir Andrs Schiff nicht auf. Denn als Pianist und als Dirigent pflegt er ein handverlesenes Repertoire, in dessen Zentrum neben Johann Sebastian Bach, Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Schubert und Robert Schumann natrlich auch Ludwig van Beethoven und Felix Mendelssohn Bartholdy stehen.Zu Beginn dieses Abends, den Schiff gemeinsam mit dem von BBC 2 Television als bestes Kammerorchester der Welt gefeierten Chamber Orchestra of Europe bestreitet, erklingt die Ouvertre zur Haydn-Oper Lisola disabitata. Das Libretto von Metastasio erzhlt die Geschichte von vier Schiffbrchigen, die nach jahrelangem berlebenskampf auf einer wsten Insel gerettet werden Daniel Defoes 1719 erschienener Roman Robinson Crusoe drfte nicht nur Metastasio bekannt gewesen sein. Anschlieend steht mit dem D-Dur-Klavierkonzert Hob. XVIII:11 Haydns wohl populrstes Solokonzert fr Tasteninstrument auf dem Programm. Ein finales Rondo allungharese voller extravaganter Exotismen sorgt hier fr einen schwung- und humorvollen Ausklang, der seinesgleichen sucht.Nach der Symphonie Nr. 88 G-Dur, in deren drittem Satz Haydn kunstvoll die Klnge eines Dudelsacks nachempfunden hat, steht Felix Mendelssohn Bartholdys brillantes g-Moll-Klavierkonzert op. 25, das mit seiner konsequenten Ausnutzung moderner pianistischer Standards im 19. Jahrhundert zum festen Repertoire gehrte. Carl Reinecke berichtete, dass am Pariser Konservatorium kaum ein Tag vergangen sei, an dem das Stck nicht gespielt worden wre. Mendelssohns Italienische Symphonie bildet den Ausklang des Abends ein Werk, dessen Finale im Stil neapolitanischer Volkstnze gehalten ist, die der Komponist in Amalfi kennengelernt hatte. Mit freundlicher Untersttzung der Aventis Foundation.


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Eintritt frei


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Der fr seine mitreienden Interpretationen gefeierte Dirigent Paavo Jrvi und die charismatische, durch makelloses technisches Rstzeug, eine berlegene Klangkultur und hchste musikalische Sensibilitt berzeugende Geigerin Janine Jansen nehmen sich in diesen Konzerten zweier Kompositionen an, die sich in der Akzeptanz durch die ffentlichkeit zunchst stark unterschieden.Peter Tschaikowskys Violinkonzert, das nach einer Zeit einschneidender persnlicher Krisen des Komponisten entstanden ist, sei unviolinistisch, befand einst Leopold Auer, der Widmungstrger des Werks und berlie es daher einem Kollegen, Tschaikowskys einzigen Beitrag zur Gattung des Violinkonzerts am 4. Dezember 1881 in Wien aus der Taufe zu heben. In den Feuilletons war ber dieses denkwrdige Ereignis seinerzeit kaum etwas Gutes zu lesen. Der Wiener Eduard Hanslick konfrontierte seine Leser sogar mit der despektierlichen Frage, ob es wohl Musikstcke geben knnte, die man stinken hrt. Es sollten noch Jahre ins Land gehen bis Tschaikowskys klassischen Formprinzipien folgendes Violinkonzert, das enorme spieltechnische Anforderungen in den Dienst nie zuvor gehrter Ausdrucksbereiche stellt, von Publikum und Presse als epochaler Markstein der Gattungsgeschichte anerkannt wurde.Anders erging es der Dritten Symphonie von Robert Schumann: Als sie am 6. Februar 1851 in Dsseldorf unter der Leitung des Komponisten zum ersten Mal aufgefhrt wurde, zeigten sich Presse und Publikum auf Anhieb begeistert. Kritik an dem innerhalb nur eines Monats entstandenen Werk wurde damals von eher unerwarteter Seite laut: So schrieb Schumanns Gattin Clara ber den Finalsatz, er sei derjenige, welcher mir noch am wenigsten klar ist.- er ist uerst kunstvoll, das hre ich, doch kann ich nicht so recht folgen. In eine hnliche Kerbe schlug spter ausgerechnet Tschaikowsky, als er Schumanns Komposition bescheinigte, dass in ihr trotz ungeschwchter Kraft des Inhalts uere Formmngel immer bemerkbarer zu Tage trten. Letzten Endes lieen sich aber weder Schumann, der mit der Dritten Symphonie bei den Zuhrern nach eigener Aussage freundlichere Stimmungen erwecken wollte, noch sein Publikum von diesen Kritteleien entmutigen. Heute gilt das Werk, das in fnf Stzen gnzlich divergente Ausdruckswerte auslotet, dank subtiler motivischer Querverbindungen aber dennoch eine bezwingende Einheit darstellt, zu Recht als eine von Schumanns symphonischen Glanzleistungen.An den Beginn des Programms hat Paavo Jrvi Tapiola von Jean Sibelius gestellt. Die von finnischen Natursagen inspirierte Tondichtung war ein Auftragswerk des amerikanischen Dirigenten Walter Damrosch, der das Werk 1926 in New York zur Urauffhrung brachte. Es sollte Sibelius? letzte Komposition fr Orchester bleiben. Leevi Madetoja, einer der Schler von Sibelius, beschrieb seine Eindrcke zu Tapiola: Zuweilen hrt man das wehmtige, sich immer wieder wiederholende Munkeln des Waldgeistes, zuweilen tanzen die Wichtelmnnchen hitzig, zuweilen wiederum schreit ein einsamer Wanderer in der Einde seinen Lebensschmerz gegen Himmel. Ein schnes Werk, technisch der Symphonie Nr. 7 nahe.


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Der fr seine mitreienden Interpretationen gefeierte Dirigent Paavo Jrvi und die charismatische, durch makelloses technisches Rstzeug, eine berlegene Klangkultur und hchste musikalische Sensibilitt berzeugende Geigerin Janine Jansen nehmen sich in diesen Konzerten zweier Kompositionen an, die sich in der Akzeptanz durch die ffentlichkeit zunchst stark unterschieden.Peter Tschaikowskys Violinkonzert, das nach einer Zeit einschneidender persnlicher Krisen des Komponisten entstanden ist, sei unviolinistisch, befand einst Leopold Auer, der Widmungstrger des Werks und berlie es daher einem Kollegen, Tschaikowskys einzigen Beitrag zur Gattung des Violinkonzerts am 4. Dezember 1881 in Wien aus der Taufe zu heben. In den Feuilletons war ber dieses denkwrdige Ereignis seinerzeit kaum etwas Gutes zu lesen. Der Wiener Eduard Hanslick konfrontierte seine Leser sogar mit der despektierlichen Frage, ob es wohl Musikstcke geben knnte, die man stinken hrt. Es sollten noch Jahre ins Land gehen bis Tschaikowskys klassischen Formprinzipien folgendes Violinkonzert, das enorme spieltechnische Anforderungen in den Dienst nie zuvor gehrter Ausdrucksbereiche stellt, von Publikum und Presse als epochaler Markstein der Gattungsgeschichte anerkannt wurde.Anders erging es der Dritten Symphonie von Robert Schumann: Als sie am 6. Februar 1851 in Dsseldorf unter der Leitung des Komponisten zum ersten Mal aufgefhrt wurde, zeigten sich Presse und Publikum auf Anhieb begeistert. Kritik an dem innerhalb nur eines Monats entstandenen Werk wurde damals von eher unerwarteter Seite laut: So schrieb Schumanns Gattin Clara ber den Finalsatz, er sei derjenige, welcher mir noch am wenigsten klar ist.- er ist uerst kunstvoll, das hre ich, doch kann ich nicht so recht folgen. In eine hnliche Kerbe schlug spter ausgerechnet Tschaikowsky, als er Schumanns Komposition bescheinigte, dass in ihr trotz ungeschwchter Kraft des Inhalts uere Formmngel immer bemerkbarer zu Tage trten. Letzten Endes lieen sich aber weder Schumann, der mit der Dritten Symphonie bei den Zuhrern nach eigener Aussage freundlichere Stimmungen erwecken wollte, noch sein Publikum von diesen Kritteleien entmutigen. Heute gilt das Werk, das in fnf Stzen gnzlich divergente Ausdruckswerte auslotet, dank subtiler motivischer Querverbindungen aber dennoch eine bezwingende Einheit darstellt, zu Recht als eine von Schumanns symphonischen Glanzleistungen.An den Beginn des Programms hat Paavo Jrvi Tapiola von Jean Sibelius gestellt. Die von finnischen Natursagen inspirierte Tondichtung war ein Auftragswerk des amerikanischen Dirigenten Walter Damrosch, der das Werk 1926 in New York zur Urauffhrung brachte. Es sollte Sibelius? letzte Komposition fr Orchester bleiben. Leevi Madetoja, einer der Schler von Sibelius, beschrieb seine Eindrcke zu Tapiola: Zuweilen hrt man das wehmtige, sich immer wieder wiederholende Munkeln des Waldgeistes, zuweilen tanzen die Wichtelmnnchen hitzig, zuweilen wiederum schreit ein einsamer Wanderer in der Einde seinen Lebensschmerz gegen Himmel. Ein schnes Werk, technisch der Symphonie Nr. 7 nahe.


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Der fr seine mitreienden Interpretationen gefeierte Dirigent Paavo Jrvi und die charismatische, durch makelloses technisches Rstzeug, eine berlegene Klangkultur und hchste musikalische Sensibilitt berzeugende Geigerin Janine Jansen nehmen sich in diesen Konzerten zweier Kompositionen an, die sich in der Akzeptanz durch die ffentlichkeit zunchst stark unterschieden.Peter Tschaikowskys Violinkonzert, das nach einer Zeit einschneidender persnlicher Krisen des Komponisten entstanden ist, sei unviolinistisch, befand einst Leopold Auer, der Widmungstrger des Werks und berlie es daher einem Kollegen, Tschaikowskys einzigen Beitrag zur Gattung des Violinkonzerts am 4. Dezember 1881 in Wien aus der Taufe zu heben. In den Feuilletons war ber dieses denkwrdige Ereignis seinerzeit kaum etwas Gutes zu lesen. Der Wiener Eduard Hanslick konfrontierte seine Leser sogar mit der despektierlichen Frage, ob es wohl Musikstcke geben knnte, die man stinken hrt. Es sollten noch Jahre ins Land gehen bis Tschaikowskys klassischen Formprinzipien folgendes Violinkonzert, das enorme spieltechnische Anforderungen in den Dienst nie zuvor gehrter Ausdrucksbereiche stellt, von Publikum und Presse als epochaler Markstein der Gattungsgeschichte anerkannt wurde.Anders erging es der Dritten Symphonie von Robert Schumann: Als sie am 6. Februar 1851 in Dsseldorf unter der Leitung des Komponisten zum ersten Mal aufgefhrt wurde, zeigten sich Presse und Publikum auf Anhieb begeistert. Kritik an dem innerhalb nur eines Monats entstandenen Werk wurde damals von eher unerwarteter Seite laut: So schrieb Schumanns Gattin Clara ber den Finalsatz, er sei derjenige, welcher mir noch am wenigsten klar ist.- er ist uerst kunstvoll, das hre ich, doch kann ich nicht so recht folgen. In eine hnliche Kerbe schlug spter ausgerechnet Tschaikowsky, als er Schumanns Komposition bescheinigte, dass in ihr trotz ungeschwchter Kraft des Inhalts uere Formmngel immer bemerkbarer zu Tage trten. Letzten Endes lieen sich aber weder Schumann, der mit der Dritten Symphonie bei den Zuhrern nach eigener Aussage freundlichere Stimmungen erwecken wollte, noch sein Publikum von diesen Kritteleien entmutigen. Heute gilt das Werk, das in fnf Stzen gnzlich divergente Ausdruckswerte auslotet, dank subtiler motivischer Querverbindungen aber dennoch eine bezwingende Einheit darstellt, zu Recht als eine von Schumanns symphonischen Glanzleistungen.An den Beginn des Programms hat Paavo Jrvi Tapiola von Jean Sibelius gestellt. Die von finnischen Natursagen inspirierte Tondichtung war ein Auftragswerk des amerikanischen Dirigenten Walter Damrosch, der das Werk 1926 in New York zur Urauffhrung brachte. Es sollte Sibelius? letzte Komposition fr Orchester bleiben. Leevi Madetoja, einer der Schler von Sibelius, beschrieb seine Eindrcke zu Tapiola: Zuweilen hrt man das wehmtige, sich immer wieder wiederholende Munkeln des Waldgeistes, zuweilen tanzen die Wichtelmnnchen hitzig, zuweilen wiederum schreit ein einsamer Wanderer in der Einde seinen Lebensschmerz gegen Himmel. Ein schnes Werk, technisch der Symphonie Nr. 7 nahe.


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Einmal im Jahr verwandelt sich die Berliner Philharmonie in ein groes Stummfilmkino. Auf dem Programm steht in dieser Saison eine Ikone der Filmgeschichte: Sergej Eisensteins Meisterwerk Panzerkreuzer Potemkin aus dem Jahr 1925. Die Musik zu dem Film wird live auf der groen Orgel der Philharmonie gespielt.Frhjahr 1905: Russland ist in Aufruhr. Der verlorene russisch-japanische Krieg und die Wirtschaftskrise schren Wut und Zorn bei der Bevlkerung. Auf dem Panzerkreuzer Frst Potemkin kommt es zu einer Meuterei, weil die Mannschaft sich weigert, verdorbenes Fleisch zu essen. Angesichts einer drohenden Erschieung ruft der Matrose Grigori Wakulintschuk zum Aufstand gegen die Offiziere auf, was er jedoch mit seinem Leben bezahlt. In Odessa wird sein Leichnam unter Anteilnahme der Bevlkerung aufgebahrt. Wenig spter richten zaristische Kosaken auf der Hafentreppe ein Massaker an. Erst die Kanonen der Frst Potemkin knnen dem Morden Einhalt gebieten. Am Ende verbrdert sich die gesamte herannahende Flotte mit dem Schiff: Die Revolution hat gesiegt.An der Orgel htte eigentlich Jean Guillou Platz nehmen sollen, doch Frankreichs berhmtester Organist verstarb im Januar 2019. Was lag also nher, als mit Jean-Baptiste Monnot Guillous erklrten Lieblingsschler einzuladen und das Konzert dem Meister zu widmen? Der 35-jhrige Musiker zhlt zu den rising stars unter den Organisten, ist leidenschaftlicher Cineast und berhaupt ein musikalischer Allesknner. Film ab!


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Mehr als zwei Jahrhunderte galt der feine, se Ton der Viola da Gamba als das Nonplusultra aristokratischer Musizierkunst. Der homogene ausgewogene Klang, den ein aus Gamben bestehendes Ensemble hervorbrachte, entsprach so ganz der Musiksthetik der Renaissance und des Frhbarock. Doch die Zeiten nderten sich. In der ersten Hlfte des 18. Jahrhunderts begannen die Violininstrumente den Gamben den Rang abzulaufen. Sie waren im Klang strker und eigneten sich besser fr die neuen Anforderungen, die an die Musik gestellt wurden.In Frankreich konkurrierte die Bassgambe als bewhrtes virtuoses Solisteninstrument mit dem immer beliebter werdenden Violoncello. Dieses brachte aus Italien eine neue Art des Musizierens mit, die so ganz anders war als bisher gewohnt und sich bald auch beim franzsischen Publikum groer Beliebtheit erfreute. Welche Kontroversen diese Entwicklung auslste, zeigt sich an Hubert le Blancs Publikation Verteidigung der Viola da Gamba gegen die Angriffe und Anmaungen des Violoncells. Der Jurist und Gambist stellt in dieser Streitschrift die Vor- und Nachteile beider Instrumente einander gegenber und kommt zu folgendem Fazit: Dies alles ist nur zu dem Zweck zusammengestellt, um die Gambe wieder in ihre Rechte einzusetzen, nicht aber um diejenigen, die sie spielen, ber die Cellospieler zu stellen.Der Philharmonische Salon lsst diese Kontroverse wieder lebendig werden. Gerd Wameling liest aus Hubert le Blancs Streitschrift sowie weiteren zeitgenssischen Texten. Untersttzt von weiteren Musikern fhren der Gambist Vittorio Ghiemli und Bruno Delepelaire, Erster Solocellist der Berliner Philharmoniker, die Vorteile ihres jeweiligen Instruments mit Musik von Marin Marais, Antoine Forqueray, Franois Couperin, Antonio Vivaldi, Arcangelo Corelli, Francesco Geminiani u. a. vor.


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Emmanuelle Ham studierte am Konservatorium ihrer Heimatstadt Paris Klavier und Orgel, bis sie das Cembalo und damit die Welt der Alten Musik fr sich entdeckte. Als musikalische Assistentin von William Christie und Cembalistin in dessen Ensemble Les Arts Florissants verdiente sie sich erste musikalische Sporen. Im Jahr 2000 grndete sie dann ihre eigene Formation, Le Concert d?Astre, mit der sie bis heute weltweit gastiert und immer wieder preisgekrnte Einspielungen von Werken des musikalischen Barockzeitalters vorlegt. Als ausgewiesene Spezialistin fr historische Auffhrungspraxis stand Emmanuelle Ham aber schon bald auch am Dirigentenpult von Klangkrpern wie dem Orchestra of the Age of Enlightenment, dem City of Birmingham Symphony Orchestra, dem Scottish Chamber Orchestra, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin oder dem hr-Sinfonieorchester in Frankfurt am Main.Ihre Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern geht auf das Jahr 2002 zurck: Damals war sie als Assistentin von Sir Simon Rattle als Continuospielerin an Auffhrungen von Johann Sebastian Bachs Johannes-Passion beteiligt. 2008 gab Emmanuelle Ham mit Auffhrungen von Georg Friedrich Hndels Ccilien-Ode dann ihr Debt am Dirigentenpult der Berliner Philharmoniker, drei Jahre spter leitete sie ein philharmonisches Konzertprogramm mit Werken von Hndel und Jean-Philippe Rameau, das ein der Musik des franzsischen Komponisten gewidmetes Education-Projekt nach sich zog. Seitdem hat Emmanuelle Ham das Repertoire der Berliner Philharmoniker immer wieder um selten gespielte Werke bereichert, darunter etwa Hndels Oratorium La resurrezione, das sie 2014 in der Philharmonie zur Auffhrung brachte.berhaupt ist Hndel ein Komponist, welcher der charismatischen Musikerin besonders am Herzen liegt nicht zuletzt, weil sie nach eigener Aussage dessen einzigartiges Gespr fr die vielfltigen Ausdrucksmglichkeiten der menschlichen Stimme besonders schtzt. Kein Wunder also, dass Emmanuelle Ham fr diese Konzerte der Berliner Philharmoniker neben der Feuerwerksmusik, einem 1749 uraufgefhrten orchestralen Evergreen Hndels, mit der Kantate Apollo e Dafne auch eine selten zu hrende, ganz im Banne der italienischen Oper des frhen 18. Jahrhunderts stehende Vokalkomposition des Komponisten auf das Programm gesetzt hat. Den Auftakt dieses Konzertabends bilden Auszge aus Henry Purcells 1692 in London aus der Taufe gehobenem, auf William Shakespeares Sommernachtstraum basierendem Bhnenwerk TheFairy-Queen.


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Emmanuelle Ham studierte am Konservatorium ihrer Heimatstadt Paris Klavier und Orgel, bis sie das Cembalo und damit die Welt der Alten Musik fr sich entdeckte. Als musikalische Assistentin von William Christie und Cembalistin in dessen Ensemble Les Arts Florissants verdiente sie sich erste musikalische Sporen. Im Jahr 2000 grndete sie dann ihre eigene Formation, Le Concert d?Astre, mit der sie bis heute weltweit gastiert und immer wieder preisgekrnte Einspielungen von Werken des musikalischen Barockzeitalters vorlegt. Als ausgewiesene Spezialistin fr historische Auffhrungspraxis stand Emmanuelle Ham aber schon bald auch am Dirigentenpult von Klangkrpern wie dem Orchestra of the Age of Enlightenment, dem City of Birmingham Symphony Orchestra, dem Scottish Chamber Orchestra, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin oder dem hr-Sinfonieorchester in Frankfurt am Main.Ihre Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern geht auf das Jahr 2002 zurck: Damals war sie als Assistentin von Sir Simon Rattle als Continuospielerin an Auffhrungen von Johann Sebastian Bachs Johannes-Passion beteiligt. 2008 gab Emmanuelle Ham mit Auffhrungen von Georg Friedrich Hndels Ccilien-Ode dann ihr Debt am Dirigentenpult der Berliner Philharmoniker, drei Jahre spter leitete sie ein philharmonisches Konzertprogramm mit Werken von Hndel und Jean-Philippe Rameau, das ein der Musik des franzsischen Komponisten gewidmetes Education-Projekt nach sich zog. Seitdem hat Emmanuelle Ham das Repertoire der Berliner Philharmoniker immer wieder um selten gespielte Werke bereichert, darunter etwa Hndels Oratorium La resurrezione, das sie 2014 in der Philharmonie zur Auffhrung brachte.berhaupt ist Hndel ein Komponist, welcher der charismatischen Musikerin besonders am Herzen liegt nicht zuletzt, weil sie nach eigener Aussage dessen einzigartiges Gespr fr die vielfltigen Ausdrucksmglichkeiten der menschlichen Stimme besonders schtzt. Kein Wunder also, dass Emmanuelle Ham fr diese Konzerte der Berliner Philharmoniker neben der Feuerwerksmusik, einem 1749 uraufgefhrten orchestralen Evergreen Hndels, mit der Kantate Apollo e Dafne auch eine selten zu hrende, ganz im Banne der italienischen Oper des frhen 18. Jahrhunderts stehende Vokalkomposition des Komponisten auf das Programm gesetzt hat. Den Auftakt dieses Konzertabends bilden Auszge aus Henry Purcells 1692 in London aus der Taufe gehobenem, auf William Shakespeares Sommernachtstraum basierendem Bhnenwerk TheFairy-Queen.


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Emmanuelle Ham studierte am Konservatorium ihrer Heimatstadt Paris Klavier und Orgel, bis sie das Cembalo und damit die Welt der Alten Musik fr sich entdeckte. Als musikalische Assistentin von William Christie und Cembalistin in dessen Ensemble Les Arts Florissants verdiente sie sich erste musikalische Sporen. Im Jahr 2000 grndete sie dann ihre eigene Formation, Le Concert d?Astre, mit der sie bis heute weltweit gastiert und immer wieder preisgekrnte Einspielungen von Werken des musikalischen Barockzeitalters vorlegt. Als ausgewiesene Spezialistin fr historische Auffhrungspraxis stand Emmanuelle Ham aber schon bald auch am Dirigentenpult von Klangkrpern wie dem Orchestra of the Age of Enlightenment, dem City of Birmingham Symphony Orchestra, dem Scottish Chamber Orchestra, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin oder dem hr-Sinfonieorchester in Frankfurt am Main.Ihre Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern geht auf das Jahr 2002 zurck: Damals war sie als Assistentin von Sir Simon Rattle als Continuospielerin an Auffhrungen von Johann Sebastian Bachs Johannes-Passion beteiligt. 2008 gab Emmanuelle Ham mit Auffhrungen von Georg Friedrich Hndels Ccilien-Ode dann ihr Debt am Dirigentenpult der Berliner Philharmoniker, drei Jahre spter leitete sie ein philharmonisches Konzertprogramm mit Werken von Hndel und Jean-Philippe Rameau, das ein der Musik des franzsischen Komponisten gewidmetes Education-Projekt nach sich zog. Seitdem hat Emmanuelle Ham das Repertoire der Berliner Philharmoniker immer wieder um selten gespielte Werke bereichert, darunter etwa Hndels Oratorium La resurrezione, das sie 2014 in der Philharmonie zur Auffhrung brachte.berhaupt ist Hndel ein Komponist, welcher der charismatischen Musikerin besonders am Herzen liegt nicht zuletzt, weil sie nach eigener Aussage dessen einzigartiges Gespr fr die vielfltigen Ausdrucksmglichkeiten der menschlichen Stimme besonders schtzt. Kein Wunder also, dass Emmanuelle Ham fr diese Konzerte der Berliner Philharmoniker neben der Feuerwerksmusik, einem 1749 uraufgefhrten orchestralen Evergreen Hndels, mit der Kantate Apollo e Dafne auch eine selten zu hrende, ganz im Banne der italienischen Oper des frhen 18. Jahrhunderts stehende Vokalkomposition des Komponisten auf das Programm gesetzt hat. Den Auftakt dieses Konzertabends bilden Auszge aus Henry Purcells 1692 in London aus der Taufe gehobenem, auf William Shakespeares Sommernachtstraum basierendem Bhnenwerk TheFairy-Queen.


Kategorie: Klassik


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Ich bin von Musik besessen und relativ stur. Wenn ich etwas unbedingt will, muss ich es irgendwann auch haben. Zielstrebig hat Emmanuelle Ham ihren Kindheitswunsch, Dirigentin zu werden, verfolgt, obwohl sie zunchst Klavier, Orgel und Cembalo studiert hat, mit Fchern wie Komposition, Harmonielehre, Kontrapunkt, Musikgeschichte und Improvisation (Ham). Als musikalische Assistentin von William Christie rckte schlielich die Ensembleleitung in den Fokus: Ich habe einfach begriffen, dass es nun Zeit war, erwachsen zu werden und das zu tun, was ich schon als Kind tun wollte.Was folgte, war ein Traumstart, da Emmanuelle Ham bei Sir Simon Rattle assistierte, den sie bei den Salzburger Festspielen 1999 kennenlernte: Ich habe Cembalo gespielt und die Klavierproben begleitet. [] Er war ein so unglaublicher Dirigent, der so viel aus den Leuten dort herausgeholt hat mit seiner enorm charismatischen Art. Seine Autoritt hatte berhaupt nichts Brutales. Das gefiel mir sehr. Auerdem ist er auf eine erfrischend neue Weise an die Alte Musik herangegangen. [] Danach war mir klar: Genauso muss ich es auch machen. Heute gilt Emmanuelle Ham als eine der interessantesten Knstlerpersnlichkeiten der Alte-Musikszene nicht umsonst wird sie in Grobritannien The Ms Dynamite of French Baroque genannt.Gemeinsam mit Mitgliedern der Berliner Philharmoniker widmet sie sich Werken von Henry Purcell, Marin Marais und Georg Friedrich Hndel. Ebenfalls an diesem Abend vertreten: Werke von Jean-Marie Leclair, den die Zeitgenossen als Corelli Frankreichs verehrten und durch den in seiner Heimat die virtuose Geigenkunst Eingang in die kompositorische Praxis fand.


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Transformationen so knnte das Motto fr dieses Konzertprogramm lauten. Jeder Programmpunkt beleuchtet diesen Begriff auf eigene Weise: Edgard Varse lie sich zu seinem Orchesterwerk Arcana von der Lehre des Paracelsus inspirieren, dem groen Arzt, Alchemisten und Mystiker des 16. Jahrhunderts, der nach einem Universalmittel suchte, das die Fhigkeit besitzt, den Menschen zu heilen, zu verwandeln und zu erneuern. Varse galt Zeit seines Lebens als Provokateur, als einer, der die tradierte Musik in eine neue Klanglichkeit berfhren wollte. Seine Stcke sind geruschhaft, grell, aggressiv, sprunghaft und spiegeln auf einzigartige Weise das moderne Lebensgefhl in der ersten Hlfte des 20. Jahrhunderts wider. Der aus Frankreich stammende Komponist emigrierte 1915 in die USA, wo er mit Amriques und Arcana jene zwei monumentalen Orchesterwerke schrieb, mit denen er sich als einer der innovativsten Kpfe seiner Zeit ausgewiesen hat.Auch Bla Bartks Drittes Klavierkonzert entstand in den USA. Aber unter vollkommen anderen Umstnden: Nach seiner Emigration gelang es dem Ungarn nicht, sich in Amerika eine Lebensgrundlage zu schaffen. Das ffentliche Interesse an seinen Werken blieb gering, einzig die Kompositionsauftrge fhrender Knstler, allen voran Sergej Koussevitzky, sicherten ein gewisses Einkommen. Als der Komponist sein Drittes Klavierkonzert fr seine Frau, die Pianistin Ditta Psztory konzipierte, war er schwerkrank und bereits vom Tod gezeichnet. In dem Konzert schlug er einen Ton an, den man von seinen anderen beiden Klavierkonzerten nicht kannte: nachdenklich, romantisch, voller Andacht. Bartk greift auf Kompositionstechniken des Barock wie Fuge und Kontrapunktik zurck und verbindet diese mit dem charakteristischen ungarischen Idiom, das seine Musik auszeichnet. Fr Pierre-Laurent Aimard, dem Solisten des Programms, liegt nach eigener Aussage die Herausforderung des Konzerts darin, die Phrasierung so zu gestalten, dass es barockartig, aber auch bartk-artig klingt.Erffnet wird das Programm von der sogenannten Feuersymphonie Joseph Haydns. Der Beiname, den das Werk erst spter erhielt, geht auf die Vermutung zurck, Haydn habe das Werk als Zwischenaktmusik fr das Schauspiel die Feuersbrunst geschrieben. Die Symphonie besticht durch ihren impulsiven, dramatischen Gestus. Haydn arbeitet mit kurzen, knappen, gegenstzlichen Motiven, die er teilweise voneinander ableitet, untereinander variiert und die dem Stck eine mitreiende rhythmische Sogwirkung geben. Mit Franois-Xavier Roth steht ein Dirigent am Pult der Berliner Philharmoniker, der in seiner Programmkonzeption gerne die Balance zwischen alter und neuer Musik sucht und auerdem ein ausgewiesener Spezialist fr das uvre Edgard Varses ist.


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Transformationen so knnte das Motto fr dieses Konzertprogramm lauten. Jeder Programmpunkt beleuchtet diesen Begriff auf eigene Weise: Edgard Varse lie sich zu seinem Orchesterwerk Arcana von der Lehre des Paracelsus inspirieren, dem groen Arzt, Alchemisten und Mystiker des 16. Jahrhunderts, der nach einem Universalmittel suchte, das die Fhigkeit besitzt, den Menschen zu heilen, zu verwandeln und zu erneuern. Varse galt Zeit seines Lebens als Provokateur, als einer, der die tradierte Musik in eine neue Klanglichkeit berfhren wollte. Seine Stcke sind geruschhaft, grell, aggressiv, sprunghaft und spiegeln auf einzigartige Weise das moderne Lebensgefhl in der ersten Hlfte des 20. Jahrhunderts wider. Der aus Frankreich stammende Komponist emigrierte 1915 in die USA, wo er mit Amriques und Arcana jene zwei monumentalen Orchesterwerke schrieb, mit denen er sich als einer der innovativsten Kpfe seiner Zeit ausgewiesen hat.Auch Bla Bartks Drittes Klavierkonzert entstand in den USA. Aber unter vollkommen anderen Umstnden: Nach seiner Emigration gelang es dem Ungarn nicht, sich in Amerika eine Lebensgrundlage zu schaffen. Das ffentliche Interesse an seinen Werken blieb gering, einzig die Kompositionsauftrge fhrender Knstler, allen voran Sergej Koussevitzky, sicherten ein gewisses Einkommen. Als der Komponist sein Drittes Klavierkonzert fr seine Frau, die Pianistin Ditta Psztory konzipierte, war er schwerkrank und bereits vom Tod gezeichnet. In dem Konzert schlug er einen Ton an, den man von seinen anderen beiden Klavierkonzerten nicht kannte: nachdenklich, romantisch, voller Andacht. Bartk greift auf Kompositionstechniken des Barock wie Fuge und Kontrapunktik zurck und verbindet diese mit dem charakteristischen ungarischen Idiom, das seine Musik auszeichnet. Fr Pierre-Laurent Aimard, dem Solisten des Programms, liegt nach eigener Aussage die Herausforderung des Konzerts darin, die Phrasierung so zu gestalten, dass es barockartig, aber auch bartk-artig klingt.Erffnet wird das Programm von der sogenannten Feuersymphonie Joseph Haydns. Der Beiname, den das Werk erst spter erhielt, geht auf die Vermutung zurck, Haydn habe das Werk als Zwischenaktmusik fr das Schauspiel die Feuersbrunst geschrieben. Die Symphonie besticht durch ihren impulsiven, dramatischen Gestus. Haydn arbeitet mit kurzen, knappen, gegenstzlichen Motiven, die er teilweise voneinander ableitet, untereinander variiert und die dem Stck eine mitreiende rhythmische Sogwirkung geben. Mit Franois-Xavier Roth steht ein Dirigent am Pult der Berliner Philharmoniker, der in seiner Programmkonzeption gerne die Balance zwischen alter und neuer Musik sucht und auerdem ein ausgewiesener Spezialist fr das uvre Edgard Varses ist.


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Empfohlen ab 5 Jahren. Im Anschluss knnen alle Besucher im Foyer unter fachkundiger Anleitung die Musikinstrumente des Klingenden Museums ausprobieren.


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Transformationen so knnte das Motto fr dieses Konzertprogramm lauten. Jeder Programmpunkt beleuchtet diesen Begriff auf eigene Weise: Edgard Varse lie sich zu seinem Orchesterwerk Arcana von der Lehre des Paracelsus inspirieren, dem groen Arzt, Alchemisten und Mystiker des 16. Jahrhunderts, der nach einem Universalmittel suchte, das die Fhigkeit besitzt, den Menschen zu heilen, zu verwandeln und zu erneuern. Varse galt Zeit seines Lebens als Provokateur, als einer, der die tradierte Musik in eine neue Klanglichkeit berfhren wollte. Seine Stcke sind geruschhaft, grell, aggressiv, sprunghaft und spiegeln auf einzigartige Weise das moderne Lebensgefhl in der ersten Hlfte des 20. Jahrhunderts wider. Der aus Frankreich stammende Komponist emigrierte 1915 in die USA, wo er mit Amriques und Arcana jene zwei monumentalen Orchesterwerke schrieb, mit denen er sich als einer der innovativsten Kpfe seiner Zeit ausgewiesen hat.Auch Bla Bartks Drittes Klavierkonzert entstand in den USA. Aber unter vollkommen anderen Umstnden: Nach seiner Emigration gelang es dem Ungarn nicht, sich in Amerika eine Lebensgrundlage zu schaffen. Das ffentliche Interesse an seinen Werken blieb gering, einzig die Kompositionsauftrge fhrender Knstler, allen voran Sergej Koussevitzky, sicherten ein gewisses Einkommen. Als der Komponist sein Drittes Klavierkonzert fr seine Frau, die Pianistin Ditta Psztory konzipierte, war er schwerkrank und bereits vom Tod gezeichnet. In dem Konzert schlug er einen Ton an, den man von seinen anderen beiden Klavierkonzerten nicht kannte: nachdenklich, romantisch, voller Andacht. Bartk greift auf Kompositionstechniken des Barock wie Fuge und Kontrapunktik zurck und verbindet diese mit dem charakteristischen ungarischen Idiom, das seine Musik auszeichnet. Fr Pierre-Laurent Aimard, dem Solisten des Programms, liegt nach eigener Aussage die Herausforderung des Konzerts darin, die Phrasierung so zu gestalten, dass es barockartig, aber auch bartk-artig klingt.Erffnet wird das Programm von der sogenannten Feuersymphonie Joseph Haydns. Der Beiname, den das Werk erst spter erhielt, geht auf die Vermutung zurck, Haydn habe das Werk als Zwischenaktmusik fr das Schauspiel die Feuersbrunst geschrieben. Die Symphonie besticht durch ihren impulsiven, dramatischen Gestus. Haydn arbeitet mit kurzen, knappen, gegenstzlichen Motiven, die er teilweise voneinander ableitet, untereinander variiert und die dem Stck eine mitreiende rhythmische Sogwirkung geben. Mit Franois-Xavier Roth steht ein Dirigent am Pult der Berliner Philharmoniker, der in seiner Programmkonzeption gerne die Balance zwischen alter und neuer Musik sucht und auerdem ein ausgewiesener Spezialist fr das uvre Edgard Varses ist.


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Klangvisionen am spten Abend: Stellen Sie sich die Projektion einer geometrischen Figur auf einer Ebene vor, wobei die Figur und die Ebene sich im Raum bewegen beide mit willkrlich wechselnden Geschwindigkeiten in Bezug auf Vorwrtsbewegung und Drehung. Edgard Varse war fasziniert von einer einkomponierten rumlichen Bewegung von Klngen ebenso wie von der Verwendung unterschiedlicher Geruschwerte, die primr durch Percussionsinstrumente erreicht wurden und unter dem Schlagwort Befreiung des Klangs in die Musikgeschichte eingingen. All dies ist in Werken wie Hyperprism, Intgrales und Ionisation deutlich ausgeprgt.Neben diesen Werken widmen sich Mitglieder der Berliner Philharmoniker und Franois-Xavier Roth in dieser Late Night auch Edgard Varses Octandre, in dem sich der Komponist voller Vitalitt mit vier einzeln besetzten Holzblsern, drei Blechblsern und einem Kontrabass vom traditionellen Streicherklang abwandte, der fr ihn das 18. und 19. Jahrhundert reprsentierte. In Offrandes wiederum wird die Sopranstimme von orchestralen Atmosphren umgeben, deren Klangpalette vom zartesten Pianissimo bis zur pltzlichen Eruption reicht.21,5 bezeichnet die Dichte von Platin und gab Density 21.5 fr Flte seinen Titel: Das Werk schrieb Varse fr den Fltisten Georges Barrre, der um ein kurzes Solo gebeten hatte, mit dem er 1936 im Rahmen eines New Yorker Galakonzerts sein neues Platininstrument prsentieren wollte. Die endgltige Befreiung des Klangs erreichte Varse in seinen letzten Werken fr Elektronik, u. a. in seinem Pome lectronique fr Tonband, das whrend der Brsseler Weltausstellung 1958 in Le Corbusiers Philips-Pavillon von mehreren Millionen Menschen gehrt wurde.


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1998 wurde die Konzertreihe Mitglieder und Gste der Berliner Philharmoniker auf historischen Instrumenten ins Leben gerufen, zehn Jahre spter ging aus diesen musikalischen Begegnungen das Instrumentalensemble Concerto Melante hervor, dessen wohlklingender, italienisch anmutender Name sich auf ein Pseudonym des Komponisten Georg Philipp Telemann beruft, der aus den Silben seines Nachnamens ein Anagramm bildete. Dessen Musik war dann auch das 2010 erschienene CD-Debt der Formation gewidmet. Mittlerweile hat das in wechselnden Besetzungen von vier bis zu einem Dutzend Instrumentalisten musizierende Concerto Melante auf Tontrgern und in Konzerten nicht nur Werke ihres Namensgebers interpretiert, sondern auch Musik von heute zum Teil in Vergessenheit geratenen Komponisten des 17. und 18. Jahrhunderts zur Diskussion gestellt.In diesem Konzert der Serie Originalklang erinnert Concerto Melante an den 400. Geburtstag des Tiroler Geigenbauers Jacob Stainer. Vermutlich in Italien ausgebildet, fertigte der 1619 in Absam bei Innsbruck geborene Stainer Streichinstrumente, deren Bauweise an die der berhmten Cremoneser Werkstatt der Familie Amati erinnern. Stainer belieferte u. a. die Hofkapelle in Salzburg, den Innsbrucker Hof sowie die Hofkapelle von Kthen mit Instrumenten. Aber auch Musiker in Mnchen, Nrnberg, Bozen, Meran, Venedig und der Schweiz wussten die Schpfungen des Tiroler Meisters zu schtzen.In Zusammenarbeit mit Reinhard Goebel, dem es seit vielen Jahren knstlerisch verbunden ist und der als Moderator durch den Abend fhrt, hat das unter der Leitung des philharmonischen Geigers Raimar Orlovsky in diesem Konzert auf originalen Stainer-Instrumenten musizierende Concerto Melante ein Programm mit Werken von Komponisten des 17. und 18. Jahrhunderts zusammengestellt darunter der bhmische Geiger und Komponist Heinrich Ignaz Franz Biber, der aus Savoyen stammende Georg Muffat sowie die beiden italienischen Violinisten und Komponisten Francesco Geminiani und Francesco Maria Veracini. Neben Johann Sebastian Bach ist auerdem wie knnte es anders sein? auch Georg Philipp Telemann mit der Sinfonia spirituosa fr Streicher und Generalbass vertreten.Wer sich an der lebendigen Musizierweise des Concerto Melante nicht satthren kann, der hat am 24. und 31. Mai 2020 die Gelegenheit, dieses Ensemble auch noch in einem Giacomo Casanova gewidmeten Philharmonischen Salon mit Interpretationen von Musik italienischer Komponisten des Barockzeitalters zu erleben.


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Festliche Sakralklnge, affirmative Fanfaren und schmissige Bigband-Sounds: Die Blechblasinstrumente spielen in den unterschiedlichsten Musikgenres eine exponierte Rolle. Bei kaum einer Instrumentengruppe drfte die klangliche Vielfalt so gro sein wie bei ihnen, vereint die Instrumentenfamilie doch Klangerzeuger recht unterschiedlichen Charakters. Da wre zunchst die Trompete, die aufgrund ihrer durchdringenden Strahlkraft frhzeitig zum idealen Reprsentationsinstrument avancierte. Von ganz anderem Klangcharakter ist die Posaune, ber die Felix Mendelssohn Bartholdy gesagt haben soll, sie sei zu heilig, um hufig eingesetzt zu werden. Und gibt es noch zwei weitere wichtige Vertreter, nmlich zum einen das Horn, von dem Richard Strauss schwrmte, es sei immer von besonders hervorleuchtender Wirkung. Als jngstes Mitglied der Blechblserfamilie ist schlielich noch die Tuba anzufhren, die als Kontrabass der Harmonie-Musik (Berlioz) fr ein kraftvolles und wohlklingendes Bassfundament sorgt. Man kann sich keinen Begriff von der Wirkung einer greren Anzahl von Basstuben in starken Militrmusikchren machen, so der franzsische Komponist. In diesem Konzert treffen unter der Leitung des philharmonischen Solohornisten Stefan Dohr die Blechblser der Berliner Philharmoniker auf jene der Karajan-Akademie. Zu hren sind u. a. Werke von Paul Dukas, Claude Debussy, Henri Tomasi, Leonard Bernstein und Vito uraj, der 2016 Preistrger des Claudio-Abbado-Kompositionspreises war, den die Stiftung Berliner Philharmoniker vergibt.


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Etwas von Don Quixote steckt in uns allen, meint Ludwig Quandt, Erster Solocellist der Berliner Philharmoniker in einem Interview fr die Digital Concert Hall. Was den Quixote fr ihn so faszinierend macht? Die Art, wie er die Welt wahrnimmt. Es gibt eine groe Diskrepanz zwischen seiner Vorstellung und der Realitt. Eine Hammelherde oder Windmhlen sind in Quixotes Augen ein feindliches Heer, das es zu bekmpfen gilt, eine hssliche Bauernmagd entzndet sein Herz, weil er sie fr Dulcinea, die schnste Frau der Welt hlt. Ihm zur Seite steht der treue, pragmatische Diener Sancho Pansa, der fatalistisch smtliche Torheiten seines Herrn aushlt. Miguel de Cervantes 1605 verffentlichte Erzhlung vom Ritter aus la Mancha gehrt zu den wichtigsten Romanen der europischen Kulturgeschichte. Der spanische Dichter schuf mit ihm eine Parodie auf die damals so beliebten Ritterromane. Der parodistische Ansatz Cervantes sowie die Situationen, die Quixote in seinem Wahn erlebt, inspirierten Richard Strauss zu seiner Tondichtung Don Quixote, in der er auf humorvolle, ironische Weise die musikalische Form der Variation persifliert. Gleichzeitig gelang ihm eine musikpsychologisch geniale Charakterisierung von Don Quixote, instrumental dargestellt von einem Solocello, und seinem Diener Sancho Pansa, dem die Solobratsche ihre Stimme leiht. In diesem Konzertprogramm ist Amihai Grosz, seit 2010 Erster Solobratschist des Orchesters, der Gefhrte von Ludwig Quandt, der mit seinem Cello den verschrobenen Ritter musikalisch zum Leben erweckt.Am Pult steht ein langjhriger knstlerischer Freund der Berliner Philharmoniker: Zubin Mehta, den das Orchester in der vergangenen Saison zu seinem Ehrenmitglied ernannte und der gerne in seinen Programmen Werke von Richard Strauss und Ludwig van Beethoven kombiniert. Umso berraschender, dass er eine der bekanntesten Symphonien des Wiener Meisters, seine Eroica, bislang noch nie bei den Philharmonikern dirigiert hat. Mit diesem Werk sprengte der Komponist die damaligen Gattungsnormen nicht nur thematisch, formal und harmonisch, sondern auch in Hinblick darauf, dass sie Beethovens Monumentalstil etabliert. Gleichzeitig transportiert die Symphonie, die unter dem Eindruck der Revolutionsmusiken Frankreichs entstanden ist und thematisch auf Beethovens Ballett Die Geschpfe des Prometheus Bezug nimmt, eine politische Botschaft: Sie setzt sich mit dem Ideal eines neuen Menschen auseinander, das die durch die Franzsische Revolution und die Napoleonischen Kriege ausgelsten gesellschaftlichen Umwlzungen hervorgebracht haben.


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Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:16.09.19
© Fotos der Vorstellungen: [+][-]
Konzert mit Johanna Staemmler, Rahel Rilling, Allan Nilles, Christopher Jepson, Callum Jennings(/) Konzert mit Gabriel Chmura, Mariusz Otto, Magdalena Molendowska, Dominik Sutowicz, Tomasz Konieczny, Rafa? Korpik, Damian Konieczek, Piotr Friebe, Bart?omiej Szczeszek, Andrzej Ogrkiewicz(Katarzyna Zalewska/Katarzyna Zalewska) Quatuor Diotima spielt Ligeti, Debussy und Bartk(Promo/Promo) Konzert mit Camerata vocale Berlin, Inga Hilsberg, Esther Hilsberg, Bagdasar Khachikyan, Oliver Polenz, Tyler Steele, Lukas Eder, Daniel Pastewski, Thomas Aydintan, Kathleen Bird, Berliner Schlagzeugensemble, Canzonetta Kinderchor, Toni S...(/) Werke von Mozart und Haydn mit Adam Fischer und Julia Lezhneva(Attila Nagy/Attila Nagy) Konzert mit Gabriel Adorjn, Sheva Tehoval(/) Konzert mit Andreas Wittmann, Lorenzo Dainelli, Yasuko Fuchs-Imanaga, Marie-Pierre Langlamet(/) Philharmonischer Salon(Monika Rittershaus/Monika Rittershaus) Konzert mit Philipp Pointner, Hayuong Choi(/) Sir Andrs Schiff und das Chamber Orchestra of Europe(Julia Wesely/Julia Wesely) Konzert mit Youngmin Park, Woongsik Kim, Yekwon Sunwoo(promo/promo) Konzert mit Konstantin Wecker, Mark Mast(promo/promo) Konzert mit Mathieu Dufour, Michle Gurdal(/) Konzert mit Jiyong Yoon, Myoung Joon Cho(/) Carte blanche(Peter Adamik/Peter Adamik) Konzert mit Aurlien Bello, Marie-Pierre Langlamet, Nurit Stark, Dominik Wollenweber, Sarah van der Kemp, Yiwei Xu(/) Konzert mit Wallis Bird(/) Janine Jansen spielt Tschaikowskys Violinkonzert(Julia Baier/Julia Baier) Konzert mit Horacio Lavandera(Juan Hitte/Juan Hitte) Konzert mit Christof Harr, Eldbjrg Hemsing(promo/promo) Orgelmatinee: Stummfilmbegleitung mit Jean-Baptiste Monnot(Heribert Schindler/Heribert Schindler) Konzert mit Su-Han Yang, William Wei, Ho-Hsuan Feng, Natalie Tsai, Tingru Lai, Tsao-Lun Lu, Han-Wen Jennifer Yu, Friedemann Eichhorn, Mt Sz?cs, Lorenz Chen(promo/promo) Konzert mit Andre Schoch, Friedrich Hricke(/) Konzert mit Daniel Barenboim, Lahav Shani(/) Konzert mit Antonello Manacorda, Ute Lemper(Lucas Allen/Lucas Allen) Konzert mit Vladimir Spivakov, Denis Shulgin, Georgy Tsay, Evgeny Stembolskiy, Lev Iomdin, Shio Okui(/) Konzert mit Christiane Linke, Stefan Lex(/) Konzert mit Pietro Massa(Promo/) Emmanuelle Haim dirigiert Hndel und Purcell(Marianne Rostenstiehl/Marianne Rostenstiehl) Konzert mit Stanley Dodds, zgr Aydin, Bruno Delepelaire(/) Konzert mit Thomas Dunford, Emmanuelle Ham(Marianne Rosenstiehl/Marianne Rosenstiehl) Konzert mit Karina Canellakis(/) Konzert mit Dorian Xhoxhi, Helena Madoka Berg, Kyoungmin Park, Arthur Hornig(/) Oneclassic Young Artist Concert(/) Konzert mit Daniel Barenboim, Anne-Sophie Mutter, Yo-Yo Ma(Monika Rittershaus/Monika Rittershaus) Franc?ois-Xavier Roth und Pierre-Laurent Aimard(Marco Borggreve/Marco Borggreve) Familienkonzert Peter und der Wolf(/) Konzert mit Andreas Wittmann, Jamie Bergin(/) Late Night mit Franc?ois-Xavier Roth(Marco Borggreve/Marco Borggreve) Originalklang: Jakob Stainer zum 400. Geburtstag(Alessandro Cappone/Alessandro Cappone) Konzert mit Raphael Haeger, Jessica Cale, Robert Lewis, Oskar McCarthy, Cardiff Polyphonic Choir, Cardiff Ardwyn Singers, Llandaff Cathedral Choral Society(/) Konzert mit Berliner Figuralchor, Gerhard Oppelt, N. N.(/) Karajan-Akademie: Blserklnge(Peter Adamik/Peter Adamik) Konzert mit Jrg-Peter Weigle, Philharmonischer Chor Berlin, Janina Staub, Theresa Kronthaler, Uwe Gottswinter, Mateo Pen?aloza Cecconi(/) Konzert mit Lawrence Foster, Andrew Litton, Arabella Steinbacher, Diana Tishchenko, Tabea Zimmermann, Claudio Bohrquez, Daniel Mller-Schott, Martin Spangenberg, Alexandre Baty, Markus Groh, Anna Vinnitskaya(/) Konzert mit Upama Muckensturm, Leslie Riva-Ruppert, SooJin Anjou(/) Konzert mit Ludwig Balser, Marcus Elliot Gaved, Anuschka Pedano, Miclen LaiPang, Carlo Lay, Oliwia Meiser(/) Konzert mit Manfred Honeck, Igor Levit(Robbie Lawrence/Robbie Lawrence) 3. Internationaler Berliner Musikwettbewerb - Preistrgerkonzert(promo/promo) Konzert mit Miran Vaupoti?, Li Xinxing, Tu Shanxiang, Zhang Pei, Bai Yu(/) Zubin Mehta dirigiert Strauss und Beethoven(Oded Antman/Oded Antman)

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