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Spielplan für Oktober 2018


Kategorie: Gespräch

Am Brandenburger Tor im Rahmen des Tages der Deutschen Einheit 2018 Wenige hundert Meter Luftlinie vom Maxim Gorki Theater und dem Brandenburger Tor entfernt wurden 1918 zwei deutsche Republiken ausgerufen. Die Weimarer Verfassung, die daraufhin entworfen wurde, ist die Folie des Grundgesetzes fu?r die BRD. Am 3. Oktober 1990 wurde die Vereinigung der zwei deutschen Staaten offiziell beschlossen und die Gültigkeit des Grundgesetzes auf die ehemalige DDR ausgeweitet. Seitdem wird dieser Tag als Tag der Deutschen gefeiert. Nun ist es an der Zeit einzusehen, dass weder die Wiedervereinigung noch die Zukunft unseres Landes eine innerdeutsche Angelegenheit sein kann und zu zeigen, dass die Verfassung kein Projekt einer ethnisch homogenen Gruppe ist, sondern das einer vielfältigen Gemeinschaft von Einzelnen. Die polnische Regisseurin und Wiederentdeckerin des chorischen Prinzips Marta Górnicka war bereits mit der Koproduktion Hymne an die Liebe und der Videoinstallation Konstytucia beim 3. Berliner Herbstsalon im November 2017 am Gorki zu sehen. Górnicka zeigt den Chor als eines der kraftvollsten Elemente des Theaters. Mit höchster Präzision choreografiert und dirigiert sie eine Gruppe, die aus sehr verschiedenen Individuen zusammengesetzt ist. Gemeinsam erheben sie eine Stimme unterschiedlicher Stimmen. Am 3. Oktober 2018 bringt sie das Grundgesetz in einem von ihr bearbeiteten Libretto vor dem Brandenburger Tor, mit einem Chor von 50 professionellen und nichtprofessionellen Schauspieler*innen aus den unterschiedlichen Spektren der Zivilgesellschaft zur Aufführung. Die Berliner Bürger*innen werden das deutsche Grundgesetz einem Stresstest unterziehen, um die Belastbarkeit seiner Aussagen in Krisensituationen zu überprüfen. Eröffnung des Festivals War or Peace - Crossroads of History 1918 / 2018 Grundgesetz wird gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa Berlin, der Bundeszentrale für politische Bildung und der Kulturstiftung des Bundes. In Zusammenarbeit mit der Kulturprojekte Berlin GmbH


Kategorie: Musiktheater

In der Finsternis des Weltalls findet ein Machtkampf statt, von dem wir nicht mehr als eine Ahnung haben. Dunkle Materie gegen dunkle Energie, strukturelle Harmonie gegen systemsprengendes Chaos. Und mittendrin schwebt ein kleiner, kleiner Planet. Und auf diesem kleinen, kleinen Planeten gibt es eine Allee, die durch einen endlosen Wald führt. Und inmitten dieses endlosen Waldes liegt ein uckermärkisches Dorf mit einem Hotel. Es ist Wochenende und es gibt etwas zu feiern. Immanuel und Mathias sind Brüder und Konkurrenten, sie sind Astrophysiker mit extrem gegensätzlichen Temperamenten. Als Immanuel einen bedeutenden Preis verliehen bekommt, lädt seine Frau Mania die Brüder zu einer Landpartie ein. Doch Mathias bringt seine Freundin Magda mit, die gerade nach einem Selbstmordversuch aus Klinik entlassen worden ist. Und urplötzlich taucht auch noch der verschollene Halbbruder David aus Israel auf, der mehr zu wissen scheint, als möglich ist. Durch ein Zusammenspiel von Zufällen und Intrigen kommen die Geheimnisse der Familie ans Licht. Yael Ronen, die humorvollste Therapeutin unter den Theatermacher*innen, ist mit ihrem unerschrockenen Ensemble in eine finstere Gefahrenzone abgetaucht, in die eigenen Abgründe, in die Schwarzen Löcher hinein. So ist ein Stück entstanden, das hinter das inszenierte Glück der Generation Karriere in die dunklen Konflikte eines Familienuniversums führt. Wie halten Menschen einander aus? Von welchen Dämonen werden wir getrieben? Wieviel Macht hat die einzelne Person über sich selbst? Die Überschreitung macht die Grenze sichtbar, auf der Familienfeier wird ein komplexes Geflecht von Abhängigkeiten, Lügen und offenen Wunden freilegt, in dem jeder mehr als nur eine Rolle spielt. Trailer ansehen


Kategorie: Schauspiel

Bühne frei für die Dankesrede, den Monolog, die Umarmung einer israelischen Künstlerin, die ihr deutsches Publikum mit ihrer Dankbarkeit in den Schwitzkasten nimmt. Sie erzählt von dem Verlassen ihres Landes, von der freundlichen Aufnahme in Deutschland, den Sprachkursen, dem Stiftungsdschungel, durch den sie sich durchkämpfen musste, um dort anzukommen, wo sie heute ist – als neuer jüdisch-israelische Star am Himmel der deutschen (Kunst-)Landschaft. Spät versteht man, dass aus dem wortgewaltigen Angriff ihrer Liebe nur die Flucht in den Diasporagarten des Jüdischen Museums möglich ist. Und dort warten schon die Tiger. Die Geschichte vom Leben und Sterben des neuen Juppi Ja Jey Juden ist der zweite Teil einer Tetralogie von Sivan Ben Yishai und entstand im Rahmen der Radikalen Jüdischen Kulturtage 2017 im Studio ?, gefördert von der Kulturstiftung des Bundes und der Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Aufführungsrechte: Suhrkamp Theater Verlag Produktionsbild © Dina Schweiger Artist: Moran Sanderovich Fotos © Stefan Loeber


Kategorie: Schauspiel

Eine Filmregisseurin will ein Superhelden-Remake made in Germany realisieren. Doch einige Crew-Mitglieder sind dem buchstäblichen Rollendruck nicht gewachsen. Krisengeschüttelte Supermänner, freidrehendes Filmpersonal, ein lächerlich kühnes Vorhaben und ein Schuss Raubtierromantik bieten Futter für eine abgründige Komödie. In The Making-of verwirbelt Nora Abdel-Maksoud Themen, an denen man sich nur die Finger verbrennen kann. Eine bösartige Satire auf Filmbusiness und Theaterideale, ein verzweifeltes Hohelied auf das Paradox der Schauspielerei und ein optimistischer Abgesang auf Rollenbilder, die niemand so recht erfüllen kann. Alles dargebracht mithilfe zuschreibungstorpedierender Performancestrategien, in Echtzeit geschnitten und ganz ohne Kamera – dafür live und in 3D! Uraufführung: 13. Januar 2017 Trailer ansehen Nora Abdel-Maksoud wurde für THE MAKING-OF von Theater heute als beste Nachwuchsregisseurin 2017 ausgezeichnet. Zudem erhielt sie für das Stück den Kurt-Hübner-Regiepreis 2017. Eingeladen zu Radikal jung 2017 - Das Festival für junge Regie Eine Produktion des Studio ? / Maxim Gorki Theaters Hinweis: Bei dieser Inszenierung ist leider kein Nacheinlass möglich für Zuschauer*innen, die verspätet kommen. Vielen Dank für Ihr Verständnis.


Kategorie: Schauspiel

Das Wichtigste ist, dass man ehrlich ist, oder? Wir können doch offen über alles sprechen? Oder nicht? Aber man sollte genau wissen, wo die Grenze zwischen Ehrlichkeit und Belästigung ist, was angemessen ist, was man sagen darf und was nicht. Vor allem sollte man wissen, wie man das alles herausfindet. Und wie machen das die anderen Leute? Worst case Szenario: was ist das Schlimmste, was passieren kann, wenn du sagst, was du begehrst! Und das best case Szenario? Und das ehrlich case Szenario? Sexualität war schon immer kompliziert: Wenn Fantasie und Realität, Ausnahmezustand und Alltag, Begehren und Angst vor dem Verletzen zusammentreffen, kommt die Sprache an ihre Grenzen und außerhalb der sexuellen Komfortzone wird es schwer, »darüber zu reden«. Aber wie verändert sich der Umgang mit Scham, Angst und Lust offline in Zeiten der Online-Revolution von #MeToo? Sexualität war schon immer politisch: als romantische Konstruktion, als Ideologie individueller Freiheit, als verklärte Ewigkeit. Aber die aktuelle Debatte um #MeToo hat ein erneutes Erdbeben ausgelöst und gezeigt, dass nichts »geklärt« ist. Aber was würde eine feminisierte Welt ausmachen? Die Solidaritätsbewegung muss sich finden, auf Backlashes reagieren und ein neues Zeitalter entwerfen. Wie wäre es, in so einer Welt zu leben? Sexualität war schon immer ein Theaterstoff: Wo nur gespielt wird, kann durchgespielt werden, was jede*r träumt aber keine*r auszusprechen wagt. Yael Ronen und das unerschrockene Ensemble nehmen die Nachwirkungen von #MeToo in ihrer neuen Stückentwicklung persönlich, begegnen sie sich selbst als Opfer und als Täter, erforschen Begehren und Grenzen, gehen den eigenen Ängsten und Mindfucks auf den Grund und suchen nach aufrichtiger Kommunikation in Schamregionen. Alles nur gespielt? Wo die Sprache versagt, beginnt die Musik mit eigens komponierten Songs des israelischen Superstars und Experten für Beziehungsfragen Shlomi Shaban. Foto: Esra Rotthoff


Kategorie: Schauspiel

Die junge Elizaveta Bam hat sich in ihrem Zimmer eingesperrt, weil sie wegen eines »abscheulichen Verbrechens« verhaftet werden soll. Ihre beiden Verfolger wollen sie dem Gesetz ausliefern, ohne ihr einen Grund nennen zu können. Die vage Vermutung, dass sich hier nun eine realistische Krimi-Tragödie entfalten könnte, löst sich schnell in Luft auf. Die Situation gerät völlig aus den Fugen und die zu Beginn existentielle Gefahr schlägt in ein clowneskes Spiel um. Christian Weise befragt mit dem Exil Ensemble einen der wichtigsten Texte des absurden Theaters auf seine Doppelbödigkeit: Wenn die herrschende Ideologie absolute Gleichförmigkeit verlangt, wie kann oberflächliches Geplapper zum Instrument der Kritik werden? Trailer ansehen Eine Produktion des Maxim Gorki Theater, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, die LOTTO-Stiftung Berlin und die Stiftung Mercator. Aufführungsrechte beim Rowohlt Theater Verlag, Reinbek bei Hamburg, Deutsche Übersetzung Alexander Nitzberg


Kategorie: Schauspiel

Rundgang durch das Theater und seine Geschichte Die Historie des Gebäudes beginnt 1827 mit der Errichtung des ersten öffentlichen Konzertsaal Berlins. Wie wurde aus der Berliner Sing-Akademie das Maxim Gorki Theater? Seine Theatergeschichte spiegelt Mauerbau und Mauerfall und erzählt einen Teil Berliner Kulturpolitik in Ost und West. Ein historischer Theaterspaziergang, der im Bühnenbild der abendlichen Vorstellung endet. Der Rundgang findet jeweils am ersten Samstag des Monats statt. Treffpunkt: Kassenfoyer


Kategorie: Führung

Die Sache ist beschlossen: Der Großfürst soll sterben. Lange haben die fünf jungen Menschen im Untergrund dieses Attentat vorbereitet. Sie haben sich entschlossen zu töten, um der staatlichen Barbarei, die in ihrer Gegenwart, dem Russland von 1905, herrscht, ein Ende zu setzen. Aber das Attentat scheitert, weil einer von ihnen im entscheidenden Moment zögert. Es ist der Moment, in dem aus dem Feind ein Mensch wird, aus dem Befreier ein potenzieller Mörder. Albert Camus’ existentialistischer Klassiker Die Gerechten ist einerseits ein spannender politischer Kriminalfall auf der Basis einer wahren Geschichte rund um Iwan Kalijajew, der im Sommer 1905 als Teil einer radikalen Terrorgruppe, die den sogenannten »Sozialrevolutionären« zugehörte, in einem Attentat den Großfürsten Sergej, Onkel des Zaren, ermordete. Auf der anderen Seite verstrickt Camus seine Figuren in die Dialektik von ideologiekritischer Rechtfertigung und der Inkaufnahme persönlicher Schuld. Die »Gerechten« seines Stücks werden in der Tiefenschärfe bei Camus vor das Tribunal des Publikums geführt, das entscheiden muss: Sind sie Helden, deren Mut das Aufscheinen einer anderen Welt möglich macht? Oder Verblendete, gefangen in Gewalt? Oder ist die Gleichzeitigkeit dieser Wertung denk- und formulierbar? Sebastian Baumgarten, bekannt dafür komplexe theoretische Fragen in sinnliche Bühnensprache zu übersetzen, sucht mit Camus in der russischen Geschichte nach einem Verstärker, der die heutigen Kollisionen im »Zeitalter des Zorns«, wie das 21. Jahrhundert auch genannt wird, erfahrbar macht. Aufführungsrechte: Rohwolt Theater Verlag, Reinbek bei Hamburg


Kategorie: Schauspiel

»Heute ist alles, was Männer tun, sagen, fühlen oder denken, falsch – weil sie dem falschen Geschlecht angehören« Jens Jessen über die #metoo Debatte Auf der Suche nach den Haupt- und Nebenrollen im Drama der Geschlechter kehren die Regisseurin Suna Gürler, der Autor Lucien Haug und fünf Schauspieler*innen, u.a. des Exil Ensembles, an den Ursprung der Erzählung zurück: Adam, der Erste, die Hauptfigur schlechthin, tritt auf. Alles, was er tut, verursacht Aufmerksamkeit. Er würde sich gerne dagegen wehren, der Erleider und Verursacher von allem zu sein. Doch was hat dieses Ur-Bild eines Mannes noch mit den Figuren zu tun, denen wir heute begegnen? Dazu interviewt das Team echte Männer und befragt sie zu ihren Erwartungen, Ängsten und Hoffnungen. Während viele Männer sich auf eine offene Diskussion über Rollenbilder freuen, bezeichnen einige Meinungsmacher #Me-Too als Hexenjagd gegen Männer. Die meisten bleiben stumm, obwohl es doch auch um sie geht. Wollen sie einmal nicht die Hauptrolle einer Geschichte spielen? Wer wird eigentlich gesehen und gehört? Wer spricht für wen? Wer ist Opfer und wer Täter? Und wer ist keines von beidem? Eine Produktion des Exil Ensembles und des Maxim Gorki Theaters, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, die LOTTO-Stiftung Berlin, die Stiftung Mercator und die Senatsverwaltung für Kultur und Europa Aufführungsrechte Suna Gürler &.- Lucien Haug. Foto: Esra Rotthoff


Kategorie: Schauspiel

Junge Männer mit Hintergrund versetzen die deutsche Gesellschaft im Kampf um die abendländische Zivilisation in Angst und Schrecken. Ihr Hintergrund ist meist ein migrantischer, muslimischer oder bildungsferner, oft mit türkischen oder arabischen Wurzeln. Dann zwingen diese Männer ihre Frauen, Kopftuch zu tragen und statt zu arbeiten oder sich zu bilden, zeugen die Integrationsverweigerer ununterbrochen weitere Kopftuchmädchen. Soweit die gängigen Klischees in der zeitgenössischen »Integrationsdebatte«. Die einzige Hoffnung auf Rettung vor dem Untergang richtet sich nun auf die gute alte deutsche Schule, also: Bildung, Bildung, Bildung!!! Eine Lehrerin bekommt eines Tages eine einzigartige Chance: Sie versucht ihren disziplinlosen Schülern gerade Friedrich Schillers idealistische Vorstellungen vom Menschen nahe zu bringen, als ihr eine Pistole in die Hände fällt, eine echte! Kurz zögert sie, dann nimmt sie ihre Schüler als Geiseln und zwingt sie mit vorgehaltener Waffe, auf die Schulbühne zu treten und zu spielen. Mit dieser Geiselnahme beginnt ein abgründiger Tanz der Genres vom Thriller über die Komödie zum Melodrama und die lustvolle Dekonstruktion aller vermeintlich klaren Identitäten. Verrücktes Blut - von Nurkan Erpulat, Jens Hillje und Jean-Paul Lilienfeld. Übernahme der Produktion vom Ballhaus Naunynstraße. Eine Koproduktion des Ballhaus Naunynstraße und der Ruhrtriennale. Frei nach dem Film La Journée da la Jupe, Drehbuch und Regie Jean-Paul Lilienfeld. Aufführungsrechte: Rowohlt Theater Verlag, Reinbek bei Hamburg. Premiere: 22. November 2013


Kategorie: Schauspiel

20-Years Anniversary Tour &.- CD Release mit Mitia Khramtsov (Violine, Gesang) Evgenii Lizin (Poyk) Ilia Gindin (Klarinette, Saxophon) Ilia Shneyveys (Akkordeon) Roman Shinder (Tum-Balalaika) Max Karpychev (Saxophon) Stepanov Alexey (Tuba) Paver Mikheev (Sound) Vor zwanzig Jahren begegnen sich die Straßenmusiker*innen aus Russland im nächtlichen Nantes: Die abenteuerliche Reise von Dobranotch beginnt. Nachdem sie ihre Fans aus aller Welt mit einer Mischung aus russischen Volksliedern, Balkan Beats und ihrem ewigen jüdischen Drive inspirierten, kehren sie zurück ins Studio ?, um ein Best-Of der Songs zu feiern, die seit 1999 entstanden sind – und natürlich neuer Tracks für das nächste Album! © Misha Burlatsky, Olga Tsareva


Kategorie:

»Es gibt einen Schiffbruch, Zwillinge werden getrennt, die Schwester legt die Kleidung des verschollenen Bruders an und geht als dieser Bruder in ein unbekanntes Königreich, um diesen Bruder zu suchen. Sie findet ihn in sich. Das ist so ziemlich das, was in Außer sich passiert.« Sasha Marianna Salzmann Alis Zwillingsbruder Anton ist verschwunden. Nach Jahren kommt eine Postkarte ohne Absender ins Haus, beschriftet nur mit dem Wort »Istanbul«. Ali stürzt in die Wirrnisse dieser Stadt: Die Straßen biegen sich, Farben und Konturen verschwimmen. Ali fängt an zu vergessen, warum sie gekommen war und was sie sucht. In einem Club lernt sie Katho kennen, der sie durch die Nachtszene Istanbuls führt. Sie begegnet Aglaja, die zur Symbolfigur der Gezipark-Proteste wird. Und irgendwo in Spiegeln von Bars und um die Ecke biegend, erahnt sie Anton und rennt ihm nach. In Sasha Marianna Salzmanns gefeiertem Debütroman Ausser sich versucht Ali Geschlecht, Sprache, Länder hinter sich zu lassen, bis sie versteht: es geht nicht weiter, wenn sie nicht weiß, was vorher war. Sie entschließt sich, wieder zurückzugehen und das zu tun, wovor sie immerzu weggelaufen ist: Ihre Familie zu befragen. Warum sind wir so oft gegangen? Was ist dieses Rennen in uns? 100 Jahre jüdische Familiengeschichte entspinnen sich über Odessa, Czernowitz, Grosny, Wolgograd, Moskau, Deutschland, Deutschland, Deutschland und dann Istanbul am Hafen, wo Katho von Odessa erzählt. Hausregisseur Sebastian Nübling betritt mit dem Ensemble diese opulente Landschaft von Figuren und Geschichten. Eine Odyssee der Wandlungen und Umbrüche. Was bedeutet es heute, »Ich« sagen zu können? Mögliche Bruchstücke von Identität suchen immer wieder neue Anordnungen. Aufführungsrechte: Verlag der Autoren, Frankfurt am Main Tickets ab Anfang Juli 2018 an dieser Stelle.


Kategorie: Schauspiel

»Es gibt einen Schiffbruch, Zwillinge werden getrennt, die Schwester legt die Kleidung des verschollenen Bruders an und geht als dieser Bruder in ein unbekanntes Königreich, um diesen Bruder zu suchen. Sie findet ihn in sich. Das ist so ziemlich das, was in Außer sich passiert.« Sasha Marianna Salzmann Alis Zwillingsbruder Anton ist verschwunden. Nach Jahren kommt eine Postkarte ohne Absender ins Haus, beschriftet nur mit dem Wort »Istanbul«. Ali stürzt in die Wirrnisse dieser Stadt: Die Straßen biegen sich, Farben und Konturen verschwimmen. Ali fängt an zu vergessen, warum sie gekommen war und was sie sucht. In einem Club lernt sie Katho kennen, der sie durch die Nachtszene Istanbuls führt. Sie begegnet Aglaja, die zur Symbolfigur der Gezipark-Proteste wird. Und irgendwo in Spiegeln von Bars und um die Ecke biegend, erahnt sie Anton und rennt ihm nach. In Sasha Marianna Salzmanns gefeiertem Debütroman Ausser sich versucht Ali Geschlecht, Sprache, Länder hinter sich zu lassen, bis sie versteht: es geht nicht weiter, wenn sie nicht weiß, was vorher war. Sie entschließt sich, wieder zurückzugehen und das zu tun, wovor sie immerzu weggelaufen ist: Ihre Familie zu befragen. Warum sind wir so oft gegangen? Was ist dieses Rennen in uns? 100 Jahre jüdische Familiengeschichte entspinnen sich über Odessa, Czernowitz, Grosny, Wolgograd, Moskau, Deutschland, Deutschland, Deutschland und dann Istanbul am Hafen, wo Katho von Odessa erzählt. Hausregisseur Sebastian Nübling betritt mit dem Ensemble diese opulente Landschaft von Figuren und Geschichten. Eine Odyssee der Wandlungen und Umbrüche. Was bedeutet es heute, »Ich« sagen zu können? Mögliche Bruchstücke von Identität suchen immer wieder neue Anordnungen. Aufführungsrechte: Verlag der Autoren, Frankfurt am Main Tickets ab Anfang Juli 2018 an dieser Stelle.


Kategorie: Schauspiel

100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs ist das Narrativ darüber noch ein hauptsächlich weiß-europäisches. Kathleen Bomani untersucht in ihrem Vortrag die Geschichte des deutschen Kolonialismus während des Ersten Weltkriegs in Tansania. Sie gräbt dieses Erbe aus – nicht um an Vergangenes zu erinnern, sondern um dessen Fortbestehen für die Gegenwart sichtbar zu machen. Lecture Performance im Rahmen des Festivals War or Peace - Crossroads of History 1918 / 2018


Kategorie: Lecture Performance

Im Jahr 1935 wurde in Paris der Internationale Schriftstellerkongress zur Verteidigung der Kultur abgehalten, bei dem die berühmtesten Schriftsteller*innen der Zeit versuchten, ein anti-faschistisches Bündnis gegen Gewalt, Krieg und Ausbeutung zu bilden. Ein Reenactment zentral gehaltener Reden erinnert an den historischen Resonanzraum, vor dem sich der Aufstieg faschistischer Parteien und Bewegungen und die Verrohung des öffentliches Diskurses vollzogen haben. Lecture im Rahmen des Festivals War or Peace - Crossroads of History 1918 / 2018


Kategorie: Lecture Performance

Mit Eléonore Arnaud, Lou Chauvain, Pauline Deshons, Pierre Duprat, Anna Fournier, Kevin Garnichat, Lazare Herson-Macarel, Timothée Lepeltier, Élise Lhomeau, Antoine Louvard, Estelle Meyer, Morgane Nairaud, Loïc Riewer, Marie Sambourg Die Belagerung von Sarajevo begann 1992, zwei Monate nach der Unterzeichnung des Vertrags von Maastricht, der die europäischen Gemeinschaften zur Europäischen Union machte. Dieses Abkommen, diese Transformation und seine Konsequenzen beeinflussten absolut jeden. Memories of Sarajevo (Erinnerungen an Sarajevo) ist eine Antwort auf die Entscheidungen und Entscheidungslosigkeit der europäischen Institutionen, auf eine Geschichte, die die meisten nicht kennen. Es ist ein historisches Epos, das den Belagerten eine Stimme gibt. Dieses Stück benennt das rücksichtlose und beschämende Versagen der EU. Es zeigt, dass der Krieg im ehemaligen Jugoslawien nicht nur eng mit der Gründung der EU verbunden ist, sondern auch, dass seine Wurzeln im Ausbruch und in den Auswirkungen des Ersten Weltkriegs liegen. In dieser Stadt, umgeben von Hügeln, die perfekte Bedingungen für Scharfschützen bieten, haben die Regisseurinnen Julie Bertin und Jade Herbulot Bibliotheken und Archive besucht und zahllose Zeugenberichte angehört, um der Frage auf den Grund zu gehen: »Wie können wir dieses Stück Geschichte, das nicht wirklich uns gehört, in etwas verwandeln, das wir erzählen können?« Auf der Bühne: eine Gebäudefassade, die Bewohner*innen auf der Straße darunter. Über ihnen treffen sich europäische und internationale Regierungsführer*innen, unfähig einen Weg aus der Krise zu finden. Das in Paris lebende Le Birgit Ensemble kommt aus der Generation, die in die EU hineingeboren ist, und glaubt, dass die Wut und Frustration über die Untätigkeit der EU kanalisiert werden muss, um neue Formen der politischen, aber auch künstlerischen Organisation hervorzubringen. Memories of Sarajevo ist der letzte Teil der Tetralogie Europe, My Love (Europa, meine Liebe), der seine Premiere 2017 beim renommierten Festival d’Avignon feierte.


Kategorie: Schauspiel

Wer braucht schon Kriegshelden, wenn Frieden herrscht? Autor und Regisseur Data Tavadze verdichtet in seiner Inszenierung den verwundeten Körper als Dokument. Ausgehend von Interviews, die er mit georgischen Veteranen und ihren Söhnen geführt hat, sucht er nach den sichtbaren und unsichtbaren Traumata, die Kriegsüberlebende in Folge des Einsatzes erleiden. Festival: WAR OR PEACE – CROSSROADS OF HISTORY 1918 / 2018


Kategorie: Lecture Performance

100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs ist das Narrativ darüber noch ein hauptsächlich weiß-europäisches. Kathleen Bomani untersucht in ihrem Vortrag die Geschichte des deutschen Kolonialismus während des Ersten Weltkriegs in Tansania. Sie gräbt dieses Erbe aus – nicht um an Vergangenes zu erinnern, sondern um dessen Fortbestehen für die Gegenwart sichtbar zu machen. Lecture Performance im Rahmen des Festivals War or Peace - Crossroads of History 1918 / 2018


Kategorie: Lecture Performance

Im Jahr 1935 wurde in Paris der Internationale Schriftstellerkongress zur Verteidigung der Kultur abgehalten, bei dem die berühmtesten Schriftsteller*innen der Zeit versuchten, ein anti-faschistisches Bündnis gegen Gewalt, Krieg und Ausbeutung zu bilden. Ein Reenactment zentral gehaltener Reden erinnert an den historischen Resonanzraum, vor dem sich der Aufstieg faschistischer Parteien und Bewegungen und die Verrohung des öffentliches Diskurses vollzogen haben. Lecture im Rahmen des Festivals War or Peace - Crossroads of History 1918 / 2018


Kategorie: Lecture Performance

Workshop-Präsentation mit Modjgan Hashemian, Veronika Gerhard, Volkan T. Ergebnispräsentation des performativen Workshops im Rahmen des Projekts Making History auf den Spuren postmigrantischer Erzählung in Berlin. Wir zeigen euch verschiedene exemplarische Orte in der Stadt, an denen Migrant*innen Geschichte gemacht haben und historische Kontinuitäten sichtbar werden.


Kategorie: Workshop

Produzenten Gema Juarez-Allen, Gema Films, Alejandra Grinschpun, Bettina Walter, BWP, Ingmar Trost, Sutor Kolonko, Pedro Saleh, Sake Argentina Der Krieg um die Falklandinseln dauerte von April bis Juni 1982 und kostete 655 argentinischen und 255 britischen Soldaten das Leben. Als Argentinien die Inseln besetzte, schickte Großbritannien Truppen in das 12.000 Kilometer entfernte Überseegebiet. Der Krieg währte zwei Monate, der Konflikt schwelt bis heute. Der Film der argentinischen Künstlerin und Dokumentartheaterregisseurin Lola Arias ist ein Spiel zwischen Dokumentation und Fiktion. 35 Jahre nach Kriegsende lädt sie Veteranen ein, sich zu erinnern – gemeinsam, zu zweit oder im Dialog mit der Kamera. Briten und Argentinier stehen sich als ehemalige Feinde gegenüber. Zugleich bilden sie ein Ensemble, wenn sie etwa in einem verlassenen Gebäude, einer Bühne gleich, eine Kampfszene nachstellen. Landkarten, verblichene Zeitschriften, Aufnahmen aus der unwirklichen Gegend der Gefechtsschauplätze liefern visuelle Ausgangspunkte und filmische Räume für ihre Geschichten über die Angst vorm Sterben und vorm Töten, über die Auswirkungen eines Krieges, der sie alle gezeichnet hat. Doch Teatro de guerra bleibt nicht nur in der Vergangenheit: In inszenierten Begegnungen mit jungen Schauspielern stellt der Film auch die Frage, wie Erinnerungen vererbt werden und weiterleben. Ein Film- und Theaterprojekt über Verblendung und Manipulation, über das Grauen und die Angst, das Überleben und das Weiterlebenmüssen, die versöhnliche Kraft geteilter Erinnerung und die verstörende Frage: Wofür würden wir unsere Kinder in einen Krieg schicken? Festival: War or Peace - Crossroads of History 1918 / 2018


Kategorie: Film/Video

Wer braucht schon Kriegshelden, wenn Frieden herrscht? Autor und Regisseur Data Tavadze verdichtet in seiner Inszenierung den verwundeten Körper als Dokument. Ausgehend von Interviews, die er mit georgischen Veteranen und ihren Söhnen geführt hat, sucht er nach den sichtbaren und unsichtbaren Traumata, die Kriegsüberlebende in Folge des Einsatzes erleiden. Festival: WAR OR PEACE – CROSSROADS OF HISTORY 1918 / 2018


Kategorie: Lecture Performance


Kategorie: Gespräch

Im Jahr 1935 wurde in Paris der Internationale Schriftstellerkongress zur Verteidigung der Kultur abgehalten, bei dem die berühmtesten Schriftsteller*innen der Zeit versuchten, ein anti-faschistisches Bündnis gegen Gewalt, Krieg und Ausbeutung zu bilden. Ein Reenactment zentral gehaltener Reden erinnert an den historischen Resonanzraum, vor dem sich der Aufstieg faschistischer Parteien und Bewegungen und die Verrohung des öffentliches Diskurses vollzogen haben. Lecture im Rahmen des Festivals War or Peace - Crossroads of History 1918 / 2018


Kategorie: Lecture Performance

Workshop-Präsentation mit Modjgan Hashemian, Veronika Gerhard, Volkan T. Ergebnispräsentation des performativen Workshops im Rahmen des Projekts Making History auf den Spuren postmigrantischer Erzählung in Berlin. Wir zeigen euch verschiedene exemplarische Orte in der Stadt, an denen Migrant*innen Geschichte gemacht haben und historische Kontinuitäten sichtbar werden.


Kategorie: Workshop

Die Geschichte der Gewalt während und nach dem Ersten Weltkrieg ist geprägt von Vertreibungen und ethnischen Säuberungen, um die neu entstandenen Nationalstaaten als rein und homogen zu behaupten, die vorher über Jahrhunderte selbstverständlich multiethnisch waren. Verschiedene Grenzkonflikte und Kriege zwischen Bulgarien, Griechenland und der Türkei führten zwischen 1913 und 1923 zu Verträgen, die den »Bevölkerungsaustausch« zwischen den Feinden regelten: Als Mittel der Befriedung wurden Christen und Muslime vertrieben, enteignet und in fremde Regionen geschickt, in denen sie zwar die »richtige « Religion besaßen, aber völlig mittellos und sprachlos ein neues Leben beginnen mussten. Wie sehr prägt uns diese Illusion einer imaginierten homogenen Gemeinschaft heute noch? Theaterkünstler*innen aus Sofia, Athen und Istanbul – allesamt Mitglieder des europäischen Theaternetzwerks Undernational Affairs – graben sich mit dokumentarischen Ansätzen in die Geschichte dieser Vertreibungswellen zwischen 1913 und 1923, erwecken enteignete, verlassene Häuser und ihre Bewohner*innen wieder zum Leben. Über ein Jahr haben sie miteinander recherchiert, sich ausgetauscht und entwickeln eigens für War or Peace drei Theaterabende, die in den jeweiligen Städten entstanden sind, aber miteinander korrespondieren. Gemeinsam zeigen sie, wie Forderungen nach Reinheit und Einheit heute denjenigen von damals erschreckend ähneln. Beteiligte Theater und Künstler*innen: GalataPerform, Istanbul: Ye?im Özoy, Ferdi Çetin The Red House Centre for Culture and Debate, Sofia: Gergana Dimitrova, Zdrava Kamenova Experimental Stage/-1, Athen: Yiorgos Valais, Prodromos Tsinikoris Theater Neumarkt, Zürich: Natascha von Steiger Die multilokale Koproduktion des Theaternetzwerks Undernational Affairs wird im Rahmen der Diskursreihe Berliner Korrespondenzen für das Festival War or Peace –Crossroads of History 1918/2018 vom Auswärtigen Amt gefördert Festival: War or Peace - Crossroads of History 1918 / 2018


Kategorie: Schauspiel

»Die Gemeinschaft der europäischen Völker zerbrach, als – und weil – sie den Ausschluss und die Verfolgung seines schwächsten Mitglieds zuließ.« Hannah Arendt In einer Gegenwart, in der Europa droht in Neofaschismen abzudriften, beansprucht eine Gruppe von Schauspieler*innen eine Roma Armee zu Selbstverteidigungszwecken. Eine schnelle Eingreiftruppe zum Kampf gegen strukturelle Diskriminierung, Rassismus und Antiziganismus, aber auch als Emanzipation aus einer internalisierten Opferrolle. Die Schauspieler*innen sind Romnija, Rom und Romani Traveller aus Österreich, Serbien, Deutschland, dem Kosovo, Rumänien, England und Schweden, sie sind auch israelischdeutsch- türkisch-Berliner Gadjé – sprich die Roma Armee ist übernational, divers, feministisch, queer. Initiiert von den Schwestern Simonida und Sandra Selimovi? tritt sie als kollektive Selbstermächtigung im Gorki in künstlerische Aktion mit Hausregisseurin Yael Ronen: Im gemeinsamen Rechercheprozess werden persönlich gefasste Erfahrungen, historische Kontaminationen und aktuelle Vorfälle erkundet, woraus ein Theaterstück entwickelt wird. Zusammen mit den bildenden Künstler*innen Delaine und Damian Le Bas aus England entwerfen sie eine Vision für ein Safe European Home in Gypsyland Europa, wie die Le Bas’ es nennen. Uraufführung: 14/September 2017 Foto: Esra Rotthoff Trailer ansehen Gefördert von der Kulturstiftung des Bundes “THE POWER OF NARRATIVES. WHY CRAFTING A COUNTER-NARRATIVE ON ROMA CAN SHAPE THE FUTURE OF EUROPE” Von Anna Mirga-Kruszelnicka Eine Rede gehalten im Maxim Gorki Theater am 16. September 2017 (auf Englisch)


Kategorie: Schauspiel

Im Rahmen des Festivals War or Peace - Crossroads of History 1918 / 2018


Kategorie: Gespräch

Festival: War or Peace - Crossroads of History 1918 / 2018


Kategorie:

Die Geschichte der Gewalt während und nach dem Ersten Weltkrieg ist geprägt von Vertreibungen und ethnischen Säuberungen, um die neu entstandenen Nationalstaaten als rein und homogen zu behaupten, die vorher über Jahrhunderte selbstverständlich multiethnisch waren. Verschiedene Grenzkonflikte und Kriege zwischen Bulgarien, Griechenland und der Türkei führten zwischen 1913 und 1923 zu Verträgen, die den »Bevölkerungsaustausch« zwischen den Feinden regelten: Als Mittel der Befriedung wurden Christen und Muslime vertrieben, enteignet und in fremde Regionen geschickt, in denen sie zwar die »richtige « Religion besaßen, aber völlig mittellos und sprachlos ein neues Leben beginnen mussten. Wie sehr prägt uns diese Illusion einer imaginierten homogenen Gemeinschaft heute noch? Theaterkünstler*innen aus Sofia, Athen und Istanbul – allesamt Mitglieder des europäischen Theaternetzwerks Undernational Affairs – graben sich mit dokumentarischen Ansätzen in die Geschichte dieser Vertreibungswellen zwischen 1913 und 1923, erwecken enteignete, verlassene Häuser und ihre Bewohner*innen wieder zum Leben. Über ein Jahr haben sie miteinander recherchiert, sich ausgetauscht und entwickeln eigens für War or Peace drei Theaterabende, die in den jeweiligen Städten entstanden sind, aber miteinander korrespondieren. Gemeinsam zeigen sie, wie Forderungen nach Reinheit und Einheit heute denjenigen von damals erschreckend ähneln. Beteiligte Theater und Künstler*innen: GalataPerform, Istanbul: Ye?im Özoy, Ferdi Çetin The Red House Centre for Culture and Debate, Sofia: Gergana Dimitrova, Zdrava Kamenova Experimental Stage/-1, Athen: Yiorgos Valais, Prodromos Tsinikoris Theater Neumarkt, Zürich: Natascha von Steiger Die multilokale Koproduktion des Theaternetzwerks Undernational Affairs wird im Rahmen der Diskursreihe Berliner Korrespondenzen für das Festival War or Peace –Crossroads of History 1918/2018 vom Auswärtigen Amt gefördert Festival: War or Peace - Crossroads of History 1918 / 2018


Kategorie: Schauspiel

Mit Data Tavadze, Kathleen Bomani, Ye?im Özsoy, Jeremy F. Walton, Slavenka Drakuli? Moderation Jens Hillje Neue Narrative von Volk und Nation beanspruchen heute wieder Geltung und stellen unsere Gesellschaften vor Herausforderungen: Ob das Erstarken populistischer Strömungen mitten in Europa, die Ausgabe der Parole »America First« des amerikanischen Präsidenten oder die britische Sehnsucht nach dem »Empire« im Angesicht des Brexits – überall wird die Macht von (Gegen-)Erzählungen spürbar. Im Fokus der Podiumsdiskussion bei den Berliner Korrespondenzen steht die Frage nach der Wirkung und Wandlung dieser Narrative seit dem Ende des Ersten Weltkriegs 1918: Welche Geschichten erzählen sich Nationen, um ihren Zusammenhalt zu wahren? Wie erinnern wir Gewalt und Krieg, und was sagt das über unsere Gesellschaften aus? Sucht der Geist der Großreiche noch immer den modernen Nationalstaat heim? Wie fordert Theater nationalistische Narrative heraus? Im Gespräch zwischen Künstler*innen des Festivals und wissenschaftlicher Perspektive liefern die Berliner Korrespondenzen einen Beitrag in der Debatte um Erinnerungskultur und die Erzählung von (Post-)Nationalität. Berliner Korrespondenzen ist eine Reihe des Gorki Forum und der Humbolt-Universität zu Berlin in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt Festival: War or Peace - Crossroads of History 1918 / 2018


Kategorie: Diskussion

Im Jahr 1935 wurde in Paris der Internationale Schriftstellerkongress zur Verteidigung der Kultur abgehalten, bei dem die berühmtesten Schriftsteller*innen der Zeit versuchten, ein anti-faschistisches Bündnis gegen Gewalt, Krieg und Ausbeutung zu bilden. Ein Reenactment zentral gehaltener Reden erinnert an den historischen Resonanzraum, vor dem sich der Aufstieg faschistischer Parteien und Bewegungen und die Verrohung des öffentliches Diskurses vollzogen haben. Lecture im Rahmen des Festivals War or Peace - Crossroads of History 1918 / 2018


Kategorie: Lecture Performance

»Es gibt einen Schiffbruch, Zwillinge werden getrennt, die Schwester legt die Kleidung des verschollenen Bruders an und geht als dieser Bruder in ein unbekanntes Königreich, um diesen Bruder zu suchen. Sie findet ihn in sich. Das ist so ziemlich das, was in Außer sich passiert.« Sasha Marianna Salzmann Alis Zwillingsbruder Anton ist verschwunden. Nach Jahren kommt eine Postkarte ohne Absender ins Haus, beschriftet nur mit dem Wort »Istanbul«. Ali stürzt in die Wirrnisse dieser Stadt: Die Straßen biegen sich, Farben und Konturen verschwimmen. Ali fängt an zu vergessen, warum sie gekommen war und was sie sucht. In einem Club lernt sie Katho kennen, der sie durch die Nachtszene Istanbuls führt. Sie begegnet Aglaja, die zur Symbolfigur der Gezipark-Proteste wird. Und irgendwo in Spiegeln von Bars und um die Ecke biegend, erahnt sie Anton und rennt ihm nach. In Sasha Marianna Salzmanns gefeiertem Debütroman Ausser sich versucht Ali Geschlecht, Sprache, Länder hinter sich zu lassen, bis sie versteht: es geht nicht weiter, wenn sie nicht weiß, was vorher war. Sie entschließt sich, wieder zurückzugehen und das zu tun, wovor sie immerzu weggelaufen ist: Ihre Familie zu befragen. Warum sind wir so oft gegangen? Was ist dieses Rennen in uns? 100 Jahre jüdische Familiengeschichte entspinnen sich über Odessa, Czernowitz, Grosny, Wolgograd, Moskau, Deutschland, Deutschland, Deutschland und dann Istanbul am Hafen, wo Katho von Odessa erzählt. Hausregisseur Sebastian Nübling betritt mit dem Ensemble diese opulente Landschaft von Figuren und Geschichten. Eine Odyssee der Wandlungen und Umbrüche. Was bedeutet es heute, »Ich« sagen zu können? Mögliche Bruchstücke von Identität suchen immer wieder neue Anordnungen. Aufführungsrechte: Verlag der Autoren, Frankfurt am Main Tickets ab Anfang Juli 2018 an dieser Stelle.


Kategorie: Schauspiel

Wer braucht schon Kriegshelden, wenn Frieden herrscht? Autor und Regisseur Data Tavadze verdichtet in seiner Inszenierung den verwundeten Körper als Dokument. Ausgehend von Interviews, die er mit georgischen Veteranen und ihren Söhnen geführt hat, sucht er nach den sichtbaren und unsichtbaren Traumata, die Kriegsüberlebende in Folge des Einsatzes erleiden. Festival: WAR OR PEACE – CROSSROADS OF HISTORY 1918 / 2018


Kategorie: Lecture Performance

Im Rahmen des Festivals War or Peace - Crossroads of History 1918 / 2018


Kategorie: Gespräch

Jugoslawien – ein Land, das es nicht mehr gibt. Zugrunde gegangen in den Bruderkriegen der 90er Jahre. Zum zweiten Mal seit 1914 stand Sarajevo im Zentrum eines Konflikts, der scheinbar bis auf den heutigen Tag nicht enden will. Viele Menschen machten sich von dort aus auf den Weg nach Berlin, auf der Flucht, auf der Suche nach Arbeit oder einem anderen Leben. Wie erleben diese Berliner die Konflikte heute? Die Kinder der Opfer von Kriegsverbrechen leben hier neben den Kindern der Täter. Wie treffen sie aufeinander? Common Ground heißt übersetzt Gemeinsamkeit, gemeinsamer Boden oder auch Bezugserde. Yael Ronen bringt in ihrem neuen Projekt SchauspielerInnen zusammen, die aus Belgrad oder Sarajevo, aus Novi Sad oder Prijedor nach Berlin gekommen sind. Was ist ihr Common Ground? Das Theaterstück wird kollektiv erarbeitet, basierend auf einer gemeinsamen Reise nach Bosnien, auf Begegnungen mit Familienmitgliedern der Protagonisten und mit Experten. Das Theater wird dabei zum sicheren Raum, in dem über Begriffe wie Schuld und Sühne, Vergebung und Vergessen gestritten wird, in dem Klischees, Vorurteile und gegensätzliche Narrative lustvoll aufeinanderprallen. Eingeladen zum Theatertreffen 2015 und Gewinner des Publikumspreises "Stücke 2015" Mülheimer Theatertage! Common Ground wird durch den Hauptstadtkulturfonds Berlin gefördert. Premiere: 14. März 2014 Trailer ansehen


Kategorie: Schauspiel

Die Sache ist beschlossen: Der Großfürst soll sterben. Lange haben die fünf jungen Menschen im Untergrund dieses Attentat vorbereitet. Sie haben sich entschlossen zu töten, um der staatlichen Barbarei, die in ihrer Gegenwart, dem Russland von 1905, herrscht, ein Ende zu setzen. Aber das Attentat scheitert, weil einer von ihnen im entscheidenden Moment zögert. Es ist der Moment, in dem aus dem Feind ein Mensch wird, aus dem Befreier ein potenzieller Mörder. Albert Camus’ existentialistischer Klassiker Die Gerechten ist einerseits ein spannender politischer Kriminalfall auf der Basis einer wahren Geschichte rund um Iwan Kalijajew, der im Sommer 1905 als Teil einer radikalen Terrorgruppe, die den sogenannten »Sozialrevolutionären« zugehörte, in einem Attentat den Großfürsten Sergej, Onkel des Zaren, ermordete. Auf der anderen Seite verstrickt Camus seine Figuren in die Dialektik von ideologiekritischer Rechtfertigung und der Inkaufnahme persönlicher Schuld. Die »Gerechten« seines Stücks werden in der Tiefenschärfe bei Camus vor das Tribunal des Publikums geführt, das entscheiden muss: Sind sie Helden, deren Mut das Aufscheinen einer anderen Welt möglich macht? Oder Verblendete, gefangen in Gewalt? Oder ist die Gleichzeitigkeit dieser Wertung denk- und formulierbar? Sebastian Baumgarten, bekannt dafür komplexe theoretische Fragen in sinnliche Bühnensprache zu übersetzen, sucht mit Camus in der russischen Geschichte nach einem Verstärker, der die heutigen Kollisionen im »Zeitalter des Zorns«, wie das 21. Jahrhundert auch genannt wird, erfahrbar macht. Aufführungsrechte: Rohwolt Theater Verlag, Reinbek bei Hamburg


Kategorie: Schauspiel

Chaos in der Riesenstadt Chicago: Der malaiische Holzhändler Shlink tritt in eine Leihbibliothek und will die Meinung des Angestellten George Garga über Bücher abkaufen. Es beginnt ein Kampf ohne Regeln, ohne Moral, ohne Motiv, bei dem die beiden Gegner alles aufs Spiel setzen was sie haben. Shlink nimmt Garga den Arbeitsplatz, zwingt seine Freundin und Schwester zur Prostitution und bringt ihn ins Gefängnis. Damit ruiniert er Gargas Familie nicht nur finanziell, sondern zerstört auch ihren Zusammenhalt. Garga zeigt Shlink wegen der Vergewaltigung seiner Schwester an und initiiert eine Lynchaktion. Es ist eine Schlacht auf Leben und Tod, ein Ringen im Dschungel, in dem man sich scheinbar nur im Kampf nah sein kann. Baumgartens Arbeiten sind immer von der Arbeit mit verschiedenen Medien geprägt, eine Verbindungslinie zum epischen Theater Bertolt Brechts. In Dickicht experimentiert Baumgarten mit der epischen Spielweise: Das gesamte Stück wurde als Film produziert und auf der Bühne in einen abstrakten Raum übersetzt. In diesem formalen Experiment radikalisiert Baumgarten Brechts Verfremdungseffekt. »Die Trennung von Bild und Ton ist so virtuos wie verblüffend. Sie verdichtet einerseits die Konflikte und verhindert andererseits die Identifikation mit den Figuren, ganz im Sinne Brechts und seiner Aufforderung: >.- Glotzt nicht so romantisch!<.- Was der mit seinem Verfremdungseffekt erzielen wollte – dass Darsteller wie Publikum mitdenken und nicht bloß mitfühlen – verdeutlicht Baumgarten mit aktuellen Mitteln. Das Ensemble folgt ihm dabei bravurös, bleibt aber bei aller Leidenschaft kühl und bei aller Verstandesklarheit euphorisch.« (FAZ, Irene Bazinger) Premiere: 11. März 2017 Foto: Esra Rotthoff Trailer ansehen


Kategorie: Schauspiel

Wissen Sie, wie man sich ordentlich vor dem Feind verteidigt? In Daniel Koks Rules of Engagement ist der »Sektor Nietzsche« mit allen Mitteln und Körpern zu schützen. Der Infanterieführer, Choreograf und Performer Daniel Kok führt ein spekulatives Militärseminar durch und bereitet die Truppe für einen letzten Showdown einer niemals enden wollenden Blutschlacht vor. Festival: War or Peace - Crossroads of History 1918 / 2018


Kategorie: Performance

Mit Primož Bezjak, Olga Grad, Uroš Kaurin, Boris Kos, Uroš Ma?ek, Draga Poto?njak, Matej Recer, Romana Šalehar, Dario Varga, Matija Vastl Jugoslawien wurde vom Bürgerkrieg verschlungen und in eine Handvoll verwundeter Nationalstaaten zerhackt. Oliver Frlji? führt ein humanistisches Plädoyer über Liebe und Hass für das Theater und präsentiert ein Manifest, das private und historische Dramen miteinander verwebt. Dies ist ein Theater des Kampfes, ein Ritual, in dem sich die Toten türmen.- eine klare Erinnerung daran, dass das Land noch immer nass von dem Blut tausender Opfer ist. Das Stück Damned be the traitor of his homeland! ist mit seinem Ensemble aus verschiedenen Regionen des Balkan ein eindringlicher Blick auf persönliche Verantwortung. Extremer Schmerz und Leiden, ungehemmte Freude, ungezügelter Hass, maßlose Tränen – alles wird erhöht. Doch die Seele des Stückes ist weniger schauspielerische Illusion als schonungslose Klarheit. Die Schauspieler*innen nutzen die Kriegszeit und politische Erschütterungen, um universelle Fragen zu stellen: über die Grenzen der künstlerischen und sozialen Freiheit, über individuelle und kollektive Verantwortung, über Toleranz und Stereotype. Frlji?s »Theaterrealität« zitiert Vorurteile und Verallgemeinerungen der jüngeren Geschichte und nimmt Vorstellungen von Identität und Zugehörigkeit mitsamt ihrer Klischees ins Visier. Er legt die die Vieldeutigkeit offen, die im Herzen der kollektiven Erinnerungen nistet, irgendwo zwischen Realität und Fiktion. Mit dieser kraftvollen Darstellung der jugoslawischen Tragödie – einer politischen Farce, die hinter Musik und leichter Unterhaltung mit bitterem Humor die Verwundung offenlegt – hält Frlji? seinen Schauspieler*innen, seinem Publikum und dem Theater selbst einen verstörenden Spiegel vor. Mit freundlicher Unterstützung des Slowenischen Kulturzentrums Berlin Festival: War or Peace - Crossroads of History 1918 / 2018


Kategorie: Schauspiel

Im Rahmen des Festivals War or Peace - Crossroads of History 1918 / 2018


Kategorie: Gespräch

2012 ist im Zuge des syrischen Bürgerkrieges im Norden Syriens die Demokratische Föderation Rojava entstanden. Nicht die Gründung eines kurdischen Staates in Syrien war das Hauptziel, sondern eine Gesellschaft, die auf Geschlechtergerechtigkeit, Schutz der Natur und Basisdemokratie basiert. Dieser utopische Versuch wurde von Anfang an durch das künstlerische Medium des Films begleitet. Wir zeigen Filme aus der Region und laden zu Gesprächen über Kunst &.- Revolution. Den Auftakt macht Ekrem Heydo mit seinem Film Mein Paradies. Im Anschluss Künstler*innengespräch mit Ekrem Heydo Festival: War or Peace - Crossroads of History 1918 / 2018


Kategorie: Film/Video

Mit Primož Bezjak, Olga Grad, Uroš Kaurin, Boris Kos, Uroš Ma?ek, Draga Poto?njak, Matej Recer, Romana Šalehar, Dario Varga, Matija Vastl Jugoslawien wurde vom Bürgerkrieg verschlungen und in eine Handvoll verwundeter Nationalstaaten zerhackt. Oliver Frlji? führt ein humanistisches Plädoyer über Liebe und Hass für das Theater und präsentiert ein Manifest, das private und historische Dramen miteinander verwebt. Dies ist ein Theater des Kampfes, ein Ritual, in dem sich die Toten türmen.- eine klare Erinnerung daran, dass das Land noch immer nass von dem Blut tausender Opfer ist. Das Stück Damned be the traitor of his homeland! ist mit seinem Ensemble aus verschiedenen Regionen des Balkan ein eindringlicher Blick auf persönliche Verantwortung. Extremer Schmerz und Leiden, ungehemmte Freude, ungezügelter Hass, maßlose Tränen – alles wird erhöht. Doch die Seele des Stückes ist weniger schauspielerische Illusion als schonungslose Klarheit. Die Schauspieler*innen nutzen die Kriegszeit und politische Erschütterungen, um universelle Fragen zu stellen: über die Grenzen der künstlerischen und sozialen Freiheit, über individuelle und kollektive Verantwortung, über Toleranz und Stereotype. Frlji?s »Theaterrealität« zitiert Vorurteile und Verallgemeinerungen der jüngeren Geschichte und nimmt Vorstellungen von Identität und Zugehörigkeit mitsamt ihrer Klischees ins Visier. Er legt die die Vieldeutigkeit offen, die im Herzen der kollektiven Erinnerungen nistet, irgendwo zwischen Realität und Fiktion. Mit dieser kraftvollen Darstellung der jugoslawischen Tragödie – einer politischen Farce, die hinter Musik und leichter Unterhaltung mit bitterem Humor die Verwundung offenlegt – hält Frlji? seinen Schauspieler*innen, seinem Publikum und dem Theater selbst einen verstörenden Spiegel vor. Mit freundlicher Unterstützung des Slowenischen Kulturzentrums Berlin Festival: War or Peace - Crossroads of History 1918 / 2018


Kategorie: Schauspiel

Festival: War or Peace - Crossroads of History 1918 / 2018


Kategorie: Gespräch

Wissen Sie, wie man sich ordentlich vor dem Feind verteidigt? In Daniel Koks Rules of Engagement ist der »Sektor Nietzsche« mit allen Mitteln und Körpern zu schützen. Der Infanterieführer, Choreograf und Performer Daniel Kok führt ein spekulatives Militärseminar durch und bereitet die Truppe für einen letzten Showdown einer niemals enden wollenden Blutschlacht vor. Festival: War or Peace - Crossroads of History 1918 / 2018


Kategorie: Performance

Teil 1: Szenische Lesung mit Texten von Sivan Ben Yishai und Anastasiia Kosodii Die Grenzen zwischen Krieg und Frieden sind brüchig geworden. Kriege werden nicht mehr erklärt, sondern einfach geführt. Was ist noch Konflikt, was schon Krieg? Was ist Befreiung, was Besatzung? Und was ist mit dem Krieg in unserem Inneren? Über ein Jahr lang haben sich vier Theaterautor*innen mit den gesellschaftlichen Bedingungen auseinandergesetzt, die aus einem freien Leben ein Gefüge von Krieg im Frieden machen. Ausgehend von einem Schreiblabor am Literarischen Colloquium Berlin und Austauschforen mit zivilgesellschaftlichen Akteur*innen aus der Türkei, Israel und der Ukraine fragen sie nach der Rolle der Kunst in Zeiten der Umbrüche. Die entstandenen Texte werden in vier szenischen Lesungen im Studio präsentiert. Inszeniert von: Leonie Kubigsteltig, Ivna Žic Mit Elmira Bahrami, Mareike Beykirch, Franziska Dick, Anastasia Gubereva, Yuriy Gurzhy, Daniel Kahn, Nika Miškovi?, Katharina Nesytowa, Elena Schmidt, Yodit Tarikwa, Linda Vaher u.a. Ein Kooperationsprojekt des Literarischen Colloquiums Berlin, des Maxim Gorki Theaters / Studio ?, des Neuen Instituts für Dramatisches Schreiben und der Robert Bosch Stiftung Festival: War or Peace - Crossroads of History 1918 / 2018


Kategorie: Szenische Lesung

Im Rahmen des Festivals War or Peace - Crossroads of History 1918 / 2018


Kategorie: Gespräch

2012 ist im Zuge des syrischen Bürgerkrieges im Norden Syriens die Demokratische Föderation Rojava entstanden. Nicht die Gründung eines kurdischen Staates in Syrien war das Hauptziel, sondern eine Gesellschaft, die auf Geschlechtergerechtigkeit, Schutz der Natur und Basisdemokratie basiert. Dieser utopische Versuch wurde von Anfang an durch das künstlerische Medium des Films begleitet. Wir zeigen Filme aus der Region und laden zu Gesprächen über Kunst &.- Revolution. In der zweiten Filmvorstellung von Rojava zeigen wir den Film Jiyan's story von Ahmet Haluk Ünal. Im Anschluss Künstler*innengespräch mit Ahmet Haluk Ünal Festival: War or Peace - Crossroads of History 1918 / 2018


Kategorie: Film/Video

Im Rahmen des Festivals War or Peace - Crossroads of History 1918 / 2018


Kategorie: Gespräch

Teil 2: Szenische Lesung mit Texten von Ebru Nihan Celkan und Mehdi Moradpour Die Grenzen zwischen Krieg und Frieden sind brüchig geworden. Kriege werden nicht mehr erklärt, sondern einfach geführt. Was ist noch Konflikt, was schon Krieg? Was ist Befreiung, was Besatzung? Und was ist mit dem Krieg in unserem Inneren? Über ein Jahr lang haben sich vier Theaterautor*innen mit den gesellschaftlichen Bedingungen auseinandergesetzt, die aus einem freien Leben ein Gefüge von Krieg im Frieden machen. Ausgehend von einem Schreiblabor am Literarischen Colloquium Berlin und Austauschforen mit zivilgesellschaftlichen Akteur*innen aus der Türkei, Israel und der Ukraine fragen sie nach der Rolle der Kunst in Zeiten der Umbrüche. Die entstandenen Texte werden in vier szenischen Lesungen im Studio präsentiert. Inszeniert von: Hakan Sava? Mican, P?nar Karabulut, Mit Elmira Bahrami, Mareike Beykirch, Franziska Dick, Anastasia Gubereva, Yuriy Gurzhy, Daniel Kahn, Nika Miškovi?, Katharina Nesytowa, Elena Schmidt, Yodit Tarikwa, Linda Vaher u.a. Ein Kooperationsprojekt des Literarischen Colloquiums Berlin, des Maxim Gorki Theaters / Studio ?, des Neuen Instituts für Dramatisches Schreiben und der Robert Bosch Stiftung Festival: War or Peace - Crossroads of History 1918 / 2018


Kategorie: Szenische Lesung

2012 ist im Zuge des syrischen Bürgerkrieges im Norden Syriens die Demokratische Föderation Rojava entstanden. Nicht die Gründung eines kurdischen Staates in Syrien war das Hauptziel, sondern eine Gesellschaft, die auf Geschlechtergerechtigkeit, Schutz der Natur und Basisdemokratie basiert. Dieser utopische Versuch wurde von Anfang an durch das künstlerische Medium des Films begleitet. Wir zeigen Filme aus der Region und laden zu Gesprächen über Kunst &.- Revolution. In der dritten Filmvorstellung von Rojava zeigen wir den Film Çîroka Bajarên Wêrankirî / Stories of Destroyed Cities von ?êro Hindê. Im Anschluss Künstler*innengespräch mit Önder Çakar Festival: War or Peace - Crossroads of History 1918 / 2018


Kategorie: Film/Video

Wissen Sie, wie man sich ordentlich vor dem Feind verteidigt? In Daniel Koks Rules of Engagement ist der »Sektor Nietzsche« mit allen Mitteln und Körpern zu schützen. Der Infanterieführer, Choreograf und Performer Daniel Kok führt ein spekulatives Militärseminar durch und bereitet die Truppe für einen letzten Showdown einer niemals enden wollenden Blutschlacht vor. Festival: War or Peace - Crossroads of History 1918 / 2018


Kategorie: Performance


Kategorie: Gespräch

Das Revuetheater ist wieder da! Fast schien es, als hätten die Nazis gesiegt. Das Revuetheater, jene queere Mischung aus Operette, modernem Boulevard, politischem Kabarett, Jazz und neuer Musik war das Genre, das wie kein anderes das Bild der „Goldenen Zwanziger“ in Berlin prägte. Doch diese hohe frühpostmoderne Unterhaltungskunst fiel den Nazis und ihrem antisemitisch-homophobem Hass zum Opfer. Die Künstler*innen mussten emigrieren, ihre Werke verschwanden und mit ihnen auch das Genre. Am Gorki wird nun eines dieser Werke 86 Jahre nach der Uraufführung 1931 wieder belebt: „Alles Schwindel“ ist eine echte Wiederentdeckung. Was wie eine klassische Boy-meets-Girl-Story beginnt, wird zu einem aberwitzigen Parcours durch die Scheinwelten der späten Zwanziger Jahre und damit einer Zeit, in der „Tempo“ das entscheidende Wort war und „Schritt halten“ den Rhythmus vorgab. Die Musik des später nach London emigrierten Mischa Spoliansky kann neben Größen wie Kurt Weill bestehen. Christian Weise hat als Regisseur einen riesen Spaß an solchen Stoffen, von Spoliansky inszenierte er bereits die Operette „Wie werde ich reich und glücklich“. Er wirft sich mit dem Gorki-Ensemble in den Strudel einer großen Berliner Zeit, die in ihrem Flimmern, aber auch in ihrer bedrohlichen Fragilität politisch und hedonistisch zarte Ähnlichkeiten zu der Stadt hat, wie sie heute zu erleben ist. Ein rasanter Kostüm-, Musik und Tanzabend mit Songs, die im Ohr bleiben und einer verwirrend aktuellen Story. Trailer anschauen Premiere: 17/Dezember 2017


Kategorie: Schauspiel

Das Wichtigste ist, dass man ehrlich ist, oder? Wir können doch offen über alles sprechen? Oder nicht? Aber man sollte genau wissen, wo die Grenze zwischen Ehrlichkeit und Belästigung ist, was angemessen ist, was man sagen darf und was nicht. Vor allem sollte man wissen, wie man das alles herausfindet. Und wie machen das die anderen Leute? Worst case Szenario: was ist das Schlimmste, was passieren kann, wenn du sagst, was du begehrst! Und das best case Szenario? Und das ehrlich case Szenario? Sexualität war schon immer kompliziert: Wenn Fantasie und Realität, Ausnahmezustand und Alltag, Begehren und Angst vor dem Verletzen zusammentreffen, kommt die Sprache an ihre Grenzen und außerhalb der sexuellen Komfortzone wird es schwer, »darüber zu reden«. Aber wie verändert sich der Umgang mit Scham, Angst und Lust offline in Zeiten der Online-Revolution von #MeToo? Sexualität war schon immer politisch: als romantische Konstruktion, als Ideologie individueller Freiheit, als verklärte Ewigkeit. Aber die aktuelle Debatte um #MeToo hat ein erneutes Erdbeben ausgelöst und gezeigt, dass nichts »geklärt« ist. Aber was würde eine feminisierte Welt ausmachen? Die Solidaritätsbewegung muss sich finden, auf Backlashes reagieren und ein neues Zeitalter entwerfen. Wie wäre es, in so einer Welt zu leben? Sexualität war schon immer ein Theaterstoff: Wo nur gespielt wird, kann durchgespielt werden, was jede*r träumt aber keine*r auszusprechen wagt. Yael Ronen und das unerschrockene Ensemble nehmen die Nachwirkungen von #MeToo in ihrer neuen Stückentwicklung persönlich, begegnen sie sich selbst als Opfer und als Täter, erforschen Begehren und Grenzen, gehen den eigenen Ängsten und Mindfucks auf den Grund und suchen nach aufrichtiger Kommunikation in Schamregionen. Alles nur gespielt? Wo die Sprache versagt, beginnt die Musik mit eigens komponierten Songs des israelischen Superstars und Experten für Beziehungsfragen Shlomi Shaban. Foto: Esra Rotthoff


Kategorie: Schauspiel

Eine junge Frau erzählt: »Ein älterer Typ nimmt mich über eine Mitfahrgelegenheit nach Berlin mit. Unterwegs fragt er, ob ich Lust hätte, ein bisschen im Wald spazieren zu gehen …« Wie kommt es, dass wir meinen, das Ende der Geschichte zu kennen? Was ist das für ein Narrativ, das davon ausgeht, dass man als Frau vergewaltigt, belästigt, begrapscht wird? Ein Narrativ, das den Beginn vorweg nimmt, sobald auf dem nächtlichen Nachhauseweg der Schlüssel als Waffe unbewusst in der Hand liegt, man nicht in die bis auf einen Mann leere U-Bahn einsteigt oder doch nicht die kurze Hose anzieht. Ist es unaufhaltsam, das alte Spiel? Man hat einen Körper und das Leben ist so oder man hat einen anderen Körper und das Leben ist anders, arrangier dich bitte damit. Und dann kommt die Silvesternacht 2016 in Köln und plötzlich gilt es »unsere Frauen« zu beschützen. Aber: Welche Frauen sind damit gemeint und wem gehören die nochmal? Regisseurin Suna Gürler begibt sich mit sechs jungen nicht-professionellen Schauspieler*innen zwischen 18 und 24 Jahre, auf die Spur vermeintlich allgemeingültiger Vorstellungen und Verabredungen, die sich um Geist, Körper und Daseinsberechtigung von Frauen ranken. Draußen auf der Straße wie beim Surfen im Internet lauert eine Gefahr nach der anderen, es gilt vorsichtig zu sein, zu lächeln, nicht anzuecken. Danke für die Tipps, aber sind wir noch nicht weiter? Eine rhythmische Suchbewegung über die Frage, wie viel Raum Frauen in unserer Gesellschaft eigentlich zusteht, wo dieser zu finden ist und warum er immer noch nicht selbstverständlich geworden ist. Trailer ansehen Eingeladen zu Radikal jung 2017 - Das Festival für junge Regie Eingeladen zum Theatertreffen der Jugend 2017 Einzelne Szenen entstanden unter Verwendung von Textauszügen von Lena Dunham, Pola Oloixarac, Laurie Penny, Auszügen aus Jean Kilbournes Film Killing Us Softly IV und Blogs aus dem Internet. Im Kontext der Inszenierung Stören bietet Gorki X ein umfangreiches Vermittlungsprogramm für Schulen, Bildungsträger und Vereine an. Mehr Informationen: x@gorki.de STÖREN wird gefördert durch die Stiftung Mercator. Eine Produktion des Maxim Gorki Theater. Hinweis: Bei dieser Inszenierung ist leider kein Nacheinlass möglich für Zuschauer*innen, die verspätet kommen. Vielen Dank für Ihr Verständnis.


Kategorie: Schauspiel

Im Sommer 1917 fuhr Lenin mit Erlaubnis des Deutschen Kaisers in einem plombierten Zug nach Petrograd und entfachte die Funken der Oktoberrevolution. Doch die Zugfahrt hinterließ auch im Transitland Spuren: 1918 versuchte Karl Liebknecht vom Balkon des Berliner Stadtschlosses die freie sozialistische Republik auszurufen. In der Geschichtsschreibung dominieren Männer. 99 Jahre später lädt die argentinische Regisseurin Lola Arias, die sich in ihren Arbeiten gemeinsam mit nicht-professionellen Darsteller*Innen mit geschichtlicher Aufarbeitung auseinandersetzt, Menschen zwischen 10 und 84 auf die Bühne, um ihre Geschichten zu erzählen. Gemeinsam werden sie ihr eigenes Leben rekonstruieren und das von Salomea Genin. Salomea Genin musste als Kind einer jüdischen Familie vor dem nationalsozialistischen Terror nach Australien fliehen, wo sie vom kommunistischen Traum inspiriert wurde. Bei einem Besuch in der DDR beschloss sie, den Aufbau des sozialistischen Staates auf deutschem Boden zu unterstützen. Sie arbeitete viele Jahre für die Staatssicherheit als IM, bis sie erkannte, dass die DDR ein Polizeistaat geworden war, und damit brach. Der biografische Bericht Salomea Genins wird flankiert von den Geschichten einer Übersetzerin, einer Schauspielerin, einer Punksängerin und einer vietnamesischen Vertragsarbeiterin, sowie einem Puppenspieler, einer 16jährigen Aktivistin und einer Schülerin aus Berlin Pankow. Sie berichten vom Singen kommunistischer Arbeitslieder vor den Fabriken, von den Lehren der Sozialistischen Brüderländer, von der Überwachung im Alltag, von Konzerten in Kirchenräumen, vom Diskutieren in den Theatern der Wendezeit, von den brennenden Asylbewerberunterkünften in Ostdeutschland und den Forderungen der Geflüchteten heute. Ihre Erzählungen und subjektiven Wahrheiten zeichnen ein Bild vom Persönlichen im Politischen, vom Scheitern und Wiederaufstehen. Eine Produktion des Maxim Gorki Theaters und Teil des Festivals Uniting Backgrounds - Theater zur Demokratie Premiere: 8. Oktober 2016 Trailer ansehen


Kategorie: Dokumentarisches Theater


Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:30.09.18
© Fotos der Vorstellungen: [+][-]
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