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Spielplan für November 2018

Wer war diese eigenwillige und mutige Frau, die Luther manchmal seufzend „Herr Käthe“ nannte? Im Jahre 1523 ließ sich Katharina von Bora zusammen mit elf anderen Jungfrauen in einer lebensgefährlichen Aktion aus einem Zisterzienserkloster in der Nähe von Grimma entführen. Der Auftraggeber Luther fühlte sich verantwortlich für die jungen Frauen und bot sich als Heiratsvermittler an. Allein Katharina blieb übrig, und es ist überliefert, dass sie Martin Luther wissen ließ, sie würde ihn, falls er sich zur Heirat bequemte, nehmen. Aus der Nonne wurde die „Lutherin“, meine gnädige Hausfrau, mein Liebchen, meine herzliebe Käthe, tiefgelahrte Doktorin, Predigerin, Gärtnerin, Bräuerin, Saumärktin und noch mehr, meine Rippe, meine sorgfältige Frau, meine Richterin, mein Morgenstern zu Wittenberg … und wie der übermütige Gatte sie sonst noch nannte. Die Ehe zwischen Mönch und Nonne begann als Skandal, entwickelte sich aber zu einem wesentlichen Bestandteil der neuen, reformierten Lebenswirklichkeit. Mit Spielszenen, Texten und natürlich Musik ersteht die private Welt von Dr. Martin Luther und seiner Frau. Eine Welt, die vor dem Hintergrund des Epochenwandels nie wirklich privat sein konnte. Ein besonderer Mosaikstein den großen Feierlichkeiten zum 500. Jubiläum der Reformation.


Kategorie: Schauspiel


Kategorie: Schauspiel


Kategorie: Schauspiel

"Na, nu erzähl'n Se mal, Ihnen wird viel wohler sein, wenn Se sich ausjesprochen haben." So begann die unumstrittene Nummer 1 der Kriminalkommissare in den 20er und 30er Jahren in Berlin seine Verhöre und die Lösung seiner Fälle: Ernst Gennat, genannt der Dicke oder der Buddha vom Alexanderplatz. Ein Original, dem Essen und Kombinieren gleichermaßen Genuss bereitete. Seine Ermittlungsmethoden waren völlig neu. Er feilte an einer bis dahin nicht erreichten technischen Genauigkeit bei der Tatortbegehung. Sein "Mordauto", eine große schwarze Limousine mit allen nötigen Geräten, Chemikalien, Behältnissen zur Spurensicherung, war so legendär in Berlin wie er selbst. Interessierte kamen aus aller Welt, und er teilte seine Erfahrungen kollegial. Zum Erfahrungsaustausch kam Charles Chaplin aus den USA. Der Filmemacher Fritz Lang recherchierte für seinen Film "M - Eine Stadt sucht ihren Mörder" und Gennat diente der Figur des von den Ganoven hochgeschätzten Kommissars als Vorbild. Seine Person wurde die Hauptfigur der ersten Krimis des Journalisten Hans G. Bentz. Heute führt der Autor Volker Kutscher mit seinen Krimis über die Mordkommission Berlin die Bestseller-Listen an, die unter dem Titel "Berlin Babylon" von Tom Tykwer, Achim von Borries und Henk Hanloegten verfilmt wurden.


Kategorie: Dokumentarisches Theater

Geistreich und lebendig springt der Dichter Heinrich Heine auf seiner Reise durch Zeit und Raum ins kalte Wasser deutscher Geschichte


Kategorie: Schauspiel

Unfassbar! Der freundliche, sensible, stille Mr. Fowle wurde verhaftet. Im Gefängnis erwartet den geständigen Mörder die Todesstrafe, wenn nicht beim Prozess ein Wunder geschieht. Genau dieses Wunder verspricht der schon betagte Anwalt Wilfred Morgenhall. Jahr und Tag hofft er auf so einen Fall ... nein, eigentlich auf überhaupt einen Fall. Er ist belesen, kennt alle einschlägigen Präzedenzfälle. Recht und Gesetz sind sein Lebensinhalt. Jetzt wurde er zum Pflichtverteidiger auserkoren. Endlich hat er die lang ersehnte Gelegenheit, seine Gelehrsamkeit anzuwenden. Endlich kann er mit seinem Scharfsinn, seiner Eloquenz brillieren. Die Chance seines Lebens!


Kategorie: Schauspiel

Warum empfinden wir Erich Kästner stets als Zeitgenossen, seine Texte als aktuell, wo er doch seit 1974 nichts mehr erzählt? Fast scheint Kästner zeitlos zu sein. Im zweiten Abend mit seinen - unseren - Berliner Geschichten entdecken wir ihn und uns wieder. Albernheiten, Originales und Originelles. Kästners Texte passen erstaunlich zu aktuellen Gedanken zur Zeit, sodass wir uns fragen, ob diese erst heute oder doch gestern formuliert wurden – von ihm, dem großen Berliner Geschichtenerzähler. Erich Kästner lebte von 1927 bis 1945 in Berlin Wilmersdorf und Charlottenburg. Die Berliner Jahre gelten als die produktivste Zeit Kästners, in der er zu einem der bedeutendsten Intellektuellen der Stadt avancierte. „Emil und die Detektive“, „Pünktchen und Anton“ und der Berlin-Roman „Fabian“ entstammen der Berliner Zeit Kästners und erfreuen sich bis heute großer Beliebtheit.


Kategorie: Szenische Lesung

Die preußische Königin Luise steht im Mittelpunkt dieser Lesung innerhalb unserer Reihe BERLINER GESCHICHTEN. Das Palais am Festungsgraben, in dem unser Theater beheimatet ist, war im 18. Jahrhundert der Amts- und Wohnsitz des preußischen Finanzministers Freiherr vom Stein, einem Politiker, der eng mit dem preußischen Königshaus verbunden war. Das bietet Anlass, sich eingehender mit der preußischen Königin zu befassen. Königin Luise verstarb jung mit 34 Jahren. Die Legendenbildung um ihre Person nahm gerade nach ihrem Tod unvergleichliche Ausmaße an. Schon zu Lebzeiten hatte sie die Gabe, ihre Umwelt zu verzaubern. Unvergessen die Anekdote von ihrer Hochzeit, bei der sie, entgegen aller Etikette und zum Entsetzen der Oberhofmeisterin Voss, ein Bürgermädchen umarmte. Auf der Grundlage von Günter de Bruyns Buch „Preußens Luise“ sowie Briefen, Selbstzeugnissen und Erinnerungen von ihr und an sie hat das THEATER IM PALAIS eine Fassung für die Bühne geschaffen, die von Franziska Troegner und Gabriele Streichhahn präsentiert wird, begleitet von Ute Falkenau am Klavier.


Kategorie: Szenische Lesung


Kategorie: Szenische Lesung

Eine Konfektionsgröße ist kein Lebensinhalt


Kategorie: Lesung

Geistreich und lebendig springt der Dichter Heinrich Heine auf seiner Reise durch Zeit und Raum ins kalte Wasser deutscher Geschichte


Kategorie: Schauspiel

Zum 25jährigen Bestehen des THEATER IM PALAIS wurde Labiches Komödie in der Fassung für unser Haus mit dem berühmten Berliner Humor gewürzt, zu einer delikaten Affäre zwischen Spittelmarkt, Alexanderplatz und Charlottenstraße – also ganz in der Nähe des Spielortes. Zwei Absolventen des berühmten Berliner Grauen Klosters, inzwischen respektable Bürger, erleben nach einem Alumnitreffen ein böses Erwachen. Denn das fröhliche Wiedersehen steigerte sich zu einem Saufgelage, welches jeder üblichen Etikette entglitt. Und so finden sich die unbescholtenen Herren aus den besten Kreisen in einen Kriminalfall verwickelt. Was für ein Skandal! Wie konnte das nur passieren? Ganz harmlos hatte es angefangen. Bei Lutter und Wegner am Gendarmenmarkt war das Essen gut und der Wein köstlich… Mal verärgert, mal verzweifelt, mal ratlos, mal zum Schlimmsten entschlossen – alles gerät aus dem Gleichgewicht! Bei all dem schier unglaublichen Durcheinander erlebt das Publikum einen vergnüglichen Theaterabend.


Kategorie: Schauspiel

"Na, nu erzähl'n Se mal, Ihnen wird viel wohler sein, wenn Se sich ausjesprochen haben." So begann die unumstrittene Nummer 1 der Kriminalkommissare in den 20er und 30er Jahren in Berlin seine Verhöre und die Lösung seiner Fälle: Ernst Gennat, genannt der Dicke oder der Buddha vom Alexanderplatz. Ein Original, dem Essen und Kombinieren gleichermaßen Genuss bereitete. Seine Ermittlungsmethoden waren völlig neu. Er feilte an einer bis dahin nicht erreichten technischen Genauigkeit bei der Tatortbegehung. Sein "Mordauto", eine große schwarze Limousine mit allen nötigen Geräten, Chemikalien, Behältnissen zur Spurensicherung, war so legendär in Berlin wie er selbst. Interessierte kamen aus aller Welt, und er teilte seine Erfahrungen kollegial. Zum Erfahrungsaustausch kam Charles Chaplin aus den USA. Der Filmemacher Fritz Lang recherchierte für seinen Film "M - Eine Stadt sucht ihren Mörder" und Gennat diente der Figur des von den Ganoven hochgeschätzten Kommissars als Vorbild. Seine Person wurde die Hauptfigur der ersten Krimis des Journalisten Hans G. Bentz. Heute führt der Autor Volker Kutscher mit seinen Krimis über die Mordkommission Berlin die Bestseller-Listen an, die unter dem Titel "Berlin Babylon" von Tom Tykwer, Achim von Borries und Henk Hanloegten verfilmt wurden.


Kategorie: Dokumentarisches Theater

Lichterloh brennt sie, die ehrenwerte Kaufmannsstadt, und nichts und niemand bleibt von der schrecklichen Verwüstung verschont. Entsetzt sucht man nach einem Schuldigen und findet ihn in der Unschuld. Mit falschem Zeugnis erhebt die märkische Elbestadt Anklage gegen Grete Minde und richtet sie als Brandtsifterin hin: so geschehen in Tangermünde zu Beginn des 17. Jahrhunderts! Fast freihundert Jahre später gewinnen beide - Tat und Figur - Unsterblichkeit, als sich einer der großen deutschen Romanciers im 19. Jahrhundert des "brillanten Stoffes" annimmt. Theodor Fontanes "Grete" hat jedoch mit dem altmärkischen Vorbild nicht viel mehr als Ort, Zeit, Name und das apokalyptische Finale gemeinsam. Historische Genauigkeit ist es nicht, was die 1879 erschienene Novelle beherrscht. Ihr geht es vielmehr um "Charakter", um Menschenschilderung, um "ein Stück Wahrheit". Fontane schreibt von "Grete Minde, Patrizierkind, das durch Habsucht, Vorurteil und Unbeugsamkeit von Seiten ihrer Familie, mehr noch durch Trotz des eignen Herzens in einigermaßen großen Stil, sich und die halbe Stadt vernichtend, zugrunde geht." Auf zwei Jahre verdichtet er die Geschehnisse um sein höchst dramatisches Charakterbild und webt die Geschichte ein in ein kunstreiches Geflecht aus Sagen- und Märchenmotiven, Volksliedern und balladesken Tönen: eine berührende Reise in die schicksalhaften Verstrickungen einer jener plastischen Frauenfiguren, für die Fontanes Werk vor aller Welt ausgezeichnet ist.


Kategorie: Szenische Lesung

Oder „Die Ringelhuth-Initiative“. Das kann in etwa die Geschehnisse jeweils am 35. Mai erklären, an dem der Mensch auf das Äußerste gefasst sein muss. Ringelhuth ist gewappnet, er hat nicht nur eine Apotheke, sondern auch viel Phantasie und weiß: Tagträume erhalten unser seelisches Gleichgewicht. Da dieses ihm immer wichtiger zu werden scheint, entwickelt er die nach ihm eines Tages zu benennende Initiative… In Zusammenarbeit mit der Werner-Viktor Töffling-Stiftung, die uns freundlicherweise die Originalentwürfe der Aufführung von 1954 am Hebbel Theater zur Nutzung zur Verfügung stellt, wollen wir Kästners wunderbare Verbeugung vor der Kraft der Phantasie neu erzählen.


Kategorie: Szenische Lesung

Friedrich Otto August Pfützenreuter verließ Ende des 19. Jahrhunderts den für ihn bestimmten Bürostuhl in Gardelegen in der Altmark, um die Bretter dieser Welt zu erobern. Mit einem Kopf voller Reime und der Sehnsucht nach großen Tragödien erreichte er auf Umwegen Berlin, wo das Herz der Welt zu schlagen schien. In den ersten Jahrzehnten des neuen Jahrhunderts, in der aus allen Fugen platzenden Stadt voller Paradeschritte, Marschmusik, Kriegsgeschrei, den grauen Folgen und den „goldenen Zwanzigern“ stand er, Otto Reutter – mit tt – mit großen runden Augen lächelnd auf der Bühne und wusste, was sein Publikum bewegte, denn es bewegte auch ihn. Die Polizei setzte bei „verdächtigen“ Pointen den Rotstift an und saß mit spitzen Ohren im Zuschauerraum. Und Reutter – er hustete! Er hustete die gestrichenen Takte! Und der ganze Saal hustete im Takt mit. Die Berliner husteten ihrem Zensor was! Und Reutter lächelte unschuldig: "Musste husten, huste! Wat de mußt, det mußte"! Er sang von Alltagsgeschichten, von kleinen Übeln und großen Dummheiten, er sang vor allem den Menschen aus dem Herzen. Sie liebten ihn dafür und für seinen Mut zum Galgenhumor.


Kategorie: Schauspiel

Michael Kohlhaas kennt jedes Kind. Aber gelesen? Hat ihn wohl kaum jemand. Zumindest nicht freiwillig. Zu komplex die Syntax, zu verwirrend die Handlungsstränge, zu unübersichtlich viele Personen...Irgendwas mit Pferden, soviel wissen die meisten noch. Na immerhin. Nach diesem Abend wissen Sie mehr. Versprochen. Dabei könnte der Plot mitreißender kaum sein. Unter dem Dickicht der Kleist'schen Schachtelsätze blühen viele seltsame, mitunter verwunschene Pflanzen. Monumental brachiale Szenen, anrührende und todtraurige - tiefe Verletzungen und der stürmische Wunsch nach Wiedergutmachung - inmitten dieses Orkans in einem viel geteilteren Deutschland als uns heute vorstellbar erscheint, kämpft ein Mann um sein Recht - und ist bereit, dafür nahezu jeden Preis zu zahlen. Sein Triumph ist gleichzeitig sein Untergang. "Mit der Machete" bahnen Hansa Czypionka und sein Mitstreiter Claus Boesser-Ferrari uns den Weg durch diesen wilden Garten, bis alles klar und reingewaschen erscheint wie nach einem befreienden Gewitter. Jedes Wort ist von Kleist - aber eben kein Wort zu viel. Endlich versteht man, was Hinz und Kunz - ja, auch sie kommen hier vor! - zu dieser Geschichte beigetragen haben. Claus Boesser-Ferrari an der Gitarre und Hansa Czypionka, Drehleier und Stimme, lassen eine Welt erstehen, die uns weit weg erscheint und trotzdem eigenartig vertraut...


Kategorie: Szenische Lesung

Michael Kohlhaas kennt jedes Kind. Aber gelesen? Hat ihn wohl kaum jemand. Zumindest nicht freiwillig. Zu komplex die Syntax, zu verwirrend die Handlungsstränge, zu unübersichtlich viele Personen...Irgendwas mit Pferden, soviel wissen die meisten noch. Na immerhin. Nach diesem Abend wissen Sie mehr. Versprochen. Dabei könnte der Plot mitreißender kaum sein. Unter dem Dickicht der Kleist'schen Schachtelsätze blühen viele seltsame, mitunter verwunschene Pflanzen. Monumental brachiale Szenen, anrührende und todtraurige - tiefe Verletzungen und der stürmische Wunsch nach Wiedergutmachung - inmitten dieses Orkans in einem viel geteilteren Deutschland als uns heute vorstellbar erscheint, kämpft ein Mann um sein Recht - und ist bereit, dafür nahezu jeden Preis zu zahlen. Sein Triumph ist gleichzeitig sein Untergang. "Mit der Machete" bahnen Hansa Czypionka und sein Mitstreiter Claus Boesser-Ferrari uns den Weg durch diesen wilden Garten, bis alles klar und reingewaschen erscheint wie nach einem befreienden Gewitter. Jedes Wort ist von Kleist - aber eben kein Wort zu viel. Endlich versteht man, was Hinz und Kunz - ja, auch sie kommen hier vor! - zu dieser Geschichte beigetragen haben. Claus Boesser-Ferrari an der Gitarre und Hansa Czypionka, Drehleier und Stimme, lassen eine Welt erstehen, die uns weit weg erscheint und trotzdem eigenartig vertraut...


Kategorie: Szenische Lesung

Erfolgsautor Eric-Emmanuel Schmitt hat auch mit diesem Zweipersonenstück wieder einen Theatercoups gelandet, ein faszinierendes und funkelndes Vexierspiel: Zwei Personen liefern sich einen erbitterten Schlagabtausch. Mit überraschenden Wendungen kippen die Situationen ständig um und münden in neue Konstellationen, die das Vorangegangene auf den Kopf stellen. Nichts ist so, wie es scheint, und bis zum Schluss bleiben die Zuschauer wie auch die handelnden Personen selbst im Ungewissen, was geschehen ist und was geschehen wird. Ein Mann und eine Frau betreten eine Wohnung. Sie redet ihn mit dem vertrauten „Du“ an, er geht auf Distanz. Sie behauptet, mit ihm verheiratet zu sein, er kann das nicht glauben. Sie führt ihn zu Möbeln und Bildern, ihm ist alles fremd. Sie erzählt vom gemeinsamen Leben, bei ihm weckt das keine Erinnerungen. Was ist geschehen? Ein Unfall? Ein Verbrechen? Werden wir Zeugen eines Psychothrillers? Die Spannung zwischen der Frau und dem Mann ist spürbar. Sie wächst und wird immer atemberaubender. Was gibt es zu entdecken zwischen Fremdheit und Nähe, Liebe und Gewohnheit, Gleichgültigkeit und Verständnis, Eifersucht und Gefühlskälte, zwischen Verzweiflung und Hoffnung? Was trennt die beiden? Oder verbindet sie doch etwas? Eric-Emmanuel Schmitt ist ein Spezialist für Geschichten, die ein Geheimnis in sich tragen. Er versteht es exzellent, die seelischen Befindlichkeiten seiner Figuren spannend zu schildern und Handlungen mit Ernst und Komik gleichermaßen zu würzen. Nachdem Gundula Köster in Der eingebildete Kranke und beim Ringelnatz-Abend die Herzen der Zuschauer im Sturm erobert hat, spielt sie nun an der Seite von Jens-Uwe Bogadtke, dessen Beliebtheit beim Publikum so alt ist wie das Theater im Palais. Für die Inszenierung zeichnet Herbert Olschok verantwortlich, der sich nicht nur an unserem Haus bewiesen, sondern auch im In- und Ausland erfolgreich gearbeitet hat. Kleine Eheverbrechen – endlich im Repertoire des Theaters im Palais!


Kategorie: Schauspiel

Gesungen werden altbekannte Berliner Lieder und Couplets. Da fließt durch Berlin immer noch die Spree, auch wenn ein Mann immer Angst hat, daß der Überzieher weg ist. Aber in fuffzich Jahren is allet vorbei! Gabriele Streichhahn, Jens-Uwe Bogadtke und Carl Martin Spengler können ihrem komödiantischen Affen ordentlich Zucker geben. Sie tun es mit einem Riesenspaß und schaffen es im Handumdrehen, die Zuschauer wie in einen leichten Sektrausch zu versetzen.


Kategorie: Schauspiel

Enigma kommt aus dem Griechischen und heißt Rätsel. Rätselhaft ist das Treffen zweier Männer: Ein erfolgreicher Schriftsteller, Nobelpreisträger, lebt abgeschieden auf einer einsamen Nordseeinsel. Er verweigert sich dem Medienrummel. Alt, aber noch sehr kraftvoll, hat er gerade ein neues Werk veröffentlicht. Wieder ein Bestseller. Ein Briefroman, eine Sammlung von bezaubernden Liebesbriefen. Dazu gewährt er wider Erwarten einem Journalisten ein Interview. Der misanthropische Autor empfängt seinen Gast mit Arroganz. Erstaunlicherweise lässt sich der Besucher nicht einschüchtern. Je mehr die beiden Männer ins Gespräch kommen, desto mehr spürt man ihre Beunruhigung. Enigma hieß die Maschine, mit der das deutsche Heer im 2. Weltkrieg seine Botschaften verschlüsselte. Hier geht es um eine Entschlüsselung, vorsichtig, überraschend, ungewöhnlich … und sehr berührend. Wie bei "KLEINE EHEVERBRECHEN" vom selben Autor irritiert die unerklärliche Spannung zwischen den beiden Menschen. Dort wie hier geraten Akteure wie Zuschauer in ein Wechselbad der Gefühle, ehe sich ihnen die ganze Tragweite der Begegnung öffnet.


Kategorie: Schauspiel


Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:08.11.18
© Fotos der Vorstellungen: [+][-]
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