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Spielplan für November 2018

Azucena musste einst die Verbrennung ihrer Mutter als Hexe mit ansehen. Aus Rache entführte sie den jüngeren der beiden Söhne des dafür verantwortlichen alten Grafen Luna, warf dann aber – was niemand weiß – im Wahn irrtümlich nicht diesen, sondern den eigenen Sohn in die Flammen. Jahre später kämpfen der neue Graf Luna, der Bruder des Entführten, und der »Troubadour« Manrico, der vermeintliche Sohn Azucenas, nicht nur im Bürgerkrieg auf opponierenden Seiten, sondern geraten zudem auch aneinander, weil sie beide die Hofdame Leonora lieben. Niemand ahnt, dass Manrico in Wahrheit der entführte Bruder Lunas ist – bis Leonora sich selbst für den Geliebten opfert und der hasserfüllte Luna den Rivalen tötet. Fasziniert von den »starken Situationen«, die sich aus dieser bizarren Handlungs- und Figurenkonstellation sowie aus der »Neuheit und Kühnheit des spanischen Dramas« ergaben, schuf Giuseppe Verdi ein Werk voll hinreißender Belcanto-Nummern und elaboriert-dramatischem Orchesterpart, die wahre Begeisterungsstürme auslösten. Zwar erntete die sprunghafte und recht unglaubwürdige Handlung der Oper wohl nicht zu unrecht immer wieder Anlass für Kritik, doch boten die von Gräueltaten, Rachegelüsten, Wahn, Eifersucht, Liebe, Verzweiflung und Hass geprägten Szenen dem Komponisten Anlass zur Komposition äußerst ausdrucksstarker Melodien, emotionsgeladener Arien und effektvoller Chöre, die »Il trovatore« zu einem wahrhaft packenden Sängerfest machen.


Kategorie: Oper

An fünf Abenden und einem Vormittag verwandelt sich der Apollosaal in einen Liedsalon. Sängerinnen und Sänger des Staatsopernensembles widmen sich gemeinsam mit ihren Pianisten der subtilen Kunst des Liedgesangs, mit Musik von Schubert, Schumann und Wolf, aber auch mit Neuem und neu zu Entdeckendem.


Kategorie: Liederabend

Kunst und Musik – diese inspirierende Kombination im Bode-Museum, einem wahren Schmuckstück der Berliner Museumslandschaft, hat in den vergangenen Jahren viel Resonanz gefunden. An neun Sonntagvormittagen spielen Musikerinnen und Musiker der Staatskapelle Berlin ein gut einstündiges Konzert, bevor die Besucher dann das Museum und seine Schätze erkunden können.


Kategorie: Kammermusik


Kategorie: Konzert

Azucena musste einst die Verbrennung ihrer Mutter als Hexe mit ansehen. Aus Rache entführte sie den jüngeren der beiden Söhne des dafür verantwortlichen alten Grafen Luna, warf dann aber – was niemand weiß – im Wahn irrtümlich nicht diesen, sondern den eigenen Sohn in die Flammen. Jahre später kämpfen der neue Graf Luna, der Bruder des Entführten, und der »Troubadour« Manrico, der vermeintliche Sohn Azucenas, nicht nur im Bürgerkrieg auf opponierenden Seiten, sondern geraten zudem auch aneinander, weil sie beide die Hofdame Leonora lieben. Niemand ahnt, dass Manrico in Wahrheit der entführte Bruder Lunas ist – bis Leonora sich selbst für den Geliebten opfert und der hasserfüllte Luna den Rivalen tötet. Fasziniert von den »starken Situationen«, die sich aus dieser bizarren Handlungs- und Figurenkonstellation sowie aus der »Neuheit und Kühnheit des spanischen Dramas« ergaben, schuf Giuseppe Verdi ein Werk voll hinreißender Belcanto-Nummern und elaboriert-dramatischem Orchesterpart, die wahre Begeisterungsstürme auslösten. Zwar erntete die sprunghafte und recht unglaubwürdige Handlung der Oper wohl nicht zu unrecht immer wieder Anlass für Kritik, doch boten die von Gräueltaten, Rachegelüsten, Wahn, Eifersucht, Liebe, Verzweiflung und Hass geprägten Szenen dem Komponisten Anlass zur Komposition äußerst ausdrucksstarker Melodien, emotionsgeladener Arien und effektvoller Chöre, die »Il trovatore« zu einem wahrhaft packenden Sängerfest machen.


Kategorie: Oper

Azucena musste einst die Verbrennung ihrer Mutter als Hexe mit ansehen. Aus Rache entführte sie den jüngeren der beiden Söhne des dafür verantwortlichen alten Grafen Luna, warf dann aber – was niemand weiß – im Wahn irrtümlich nicht diesen, sondern den eigenen Sohn in die Flammen. Jahre später kämpfen der neue Graf Luna, der Bruder des Entführten, und der »Troubadour« Manrico, der vermeintliche Sohn Azucenas, nicht nur im Bürgerkrieg auf opponierenden Seiten, sondern geraten zudem auch aneinander, weil sie beide die Hofdame Leonora lieben. Niemand ahnt, dass Manrico in Wahrheit der entführte Bruder Lunas ist – bis Leonora sich selbst für den Geliebten opfert und der hasserfüllte Luna den Rivalen tötet. Fasziniert von den »starken Situationen«, die sich aus dieser bizarren Handlungs- und Figurenkonstellation sowie aus der »Neuheit und Kühnheit des spanischen Dramas« ergaben, schuf Giuseppe Verdi ein Werk voll hinreißender Belcanto-Nummern und elaboriert-dramatischem Orchesterpart, die wahre Begeisterungsstürme auslösten. Zwar erntete die sprunghafte und recht unglaubwürdige Handlung der Oper wohl nicht zu unrecht immer wieder Anlass für Kritik, doch boten die von Gräueltaten, Rachegelüsten, Wahn, Eifersucht, Liebe, Verzweiflung und Hass geprägten Szenen dem Komponisten Anlass zur Komposition äußerst ausdrucksstarker Melodien, emotionsgeladener Arien und effektvoller Chöre, die »Il trovatore« zu einem wahrhaft packenden Sängerfest machen.


Kategorie: Oper


Kategorie: Konzert


Kategorie: Konzert

Claudio Monteverdis »Orfeo« gilt als ein Meisterwerk europäischer Musikgeschichte und genießt den Ruf, die erste Oper der Musikgeschichte zu sein – sicher ist seine Vertonung des Mythos um Orpheus und Eurydike die erste, heute erhaltene »Favola in musica«, die mit der Uraufführung 1607 erstmals Instrumentalmusik, Gesang, Tanz und Bühne als eine Einheit verstand. Für Sasha Waltz laufen in »Orfeo« verschiedene Stränge vorangegangener Kreationen zusammen, verbinden sich Solisten aus ihren Bearbeitungen zeitgenössischer Werke mit den Akteuren der Alten Musik. Ihre Version von Henry Purcells Barockoper »Dido &.- Aeneas« wurde 2004 zum Beginn eines neuen Kapitels ihrer künstlerischen Arbeit. Sie erweiterte die Mittel des Musiktheaters um die theatralen Ansätze des Tanzes und schuf eine für die Oper neuartige Verschmelzung von Tanz, Gesang und Musik: die choreographische Oper. In der Auseinandersetzung mit den Kompositionen »Medea« (Dusapin, 2007), »Roméo &.- Juliette« (Berlioz, 2007), »Passion« (Dusapin, 2010) und »Matsukaze« (Hosokawa, 2011) entwickelte sie dieses Genre kontinuierlich weiter. Mit »L'Orfeo« knüpfte Sasha Waltz am barocken Ursprung an und integrierte sowohl den Chor und die Solisten in die Bewegungen, als auch die Tänzer in das musikalische Geschehen.


Kategorie: Oper

Claudio Monteverdis »Orfeo« gilt als ein Meisterwerk europäischer Musikgeschichte und genießt den Ruf, die erste Oper der Musikgeschichte zu sein – sicher ist seine Vertonung des Mythos um Orpheus und Eurydike die erste, heute erhaltene »Favola in musica«, die mit der Uraufführung 1607 erstmals Instrumentalmusik, Gesang, Tanz und Bühne als eine Einheit verstand. Für Sasha Waltz laufen in »Orfeo« verschiedene Stränge vorangegangener Kreationen zusammen, verbinden sich Solisten aus ihren Bearbeitungen zeitgenössischer Werke mit den Akteuren der Alten Musik. Ihre Version von Henry Purcells Barockoper »Dido &.- Aeneas« wurde 2004 zum Beginn eines neuen Kapitels ihrer künstlerischen Arbeit. Sie erweiterte die Mittel des Musiktheaters um die theatralen Ansätze des Tanzes und schuf eine für die Oper neuartige Verschmelzung von Tanz, Gesang und Musik: die choreographische Oper. In der Auseinandersetzung mit den Kompositionen »Medea« (Dusapin, 2007), »Roméo &.- Juliette« (Berlioz, 2007), »Passion« (Dusapin, 2010) und »Matsukaze« (Hosokawa, 2011) entwickelte sie dieses Genre kontinuierlich weiter. Mit »L'Orfeo« knüpfte Sasha Waltz am barocken Ursprung an und integrierte sowohl den Chor und die Solisten in die Bewegungen, als auch die Tänzer in das musikalische Geschehen.


Kategorie: Oper

In unterschiedlichen ästhetischen und wissenschaftlichen Formaten beschäftigt sich die israelische Regisseurin und Choreographin Saar Magal mit Liebe, Erotik und zwischenmenschlichen Beziehungen und untersucht deren mögliche Entwicklungen in der Zukunft, die durch den Einfluss neuer Technologien, des Post-Humanismus und das Zeitalter des »Anthropozän« geprägt sind. Im »Anthropozän« konvergiert die Menschheitsgeschichte mit geologischen und biologischen Prozessen, der Mensch wird zum maßgeblichen Einflussfaktor der Erde und seiner eigenen physischen Veränderung. Wie kann diese Konvergenz von körperlichen Subjekten aufgenommen werden? Wie kann sie künstlerisch vermittelt werden, sodass sie uns individuell und kollektiv unter die Haut geht? Wie lässt sich die Aussicht auf unsere eigene Veränderung in ein Jetzt, in die Textur gelebter Erfahrung, übersetzen? In den Betrachtungen und der Auseinandersetzung mit Abbildern historischer Liebespaare stellt Magal in dieser Tanz-/Theaterperformance die Frage danach, wie alte Mythen und Erzählungen unsere Vorstellung der Zukunft prägen. In diesem Zusammenhang werden die späten Werke Claudio Monteverdis (1567-1643) zur maßgeblichen Inspirationsquelle – als  Ausdruck archetypischer Perspektiven auf Liebe, Begehren und das menschliche Wesen, die unsere ästhetische Wahrnehmung bis heute beeinflussen.


Kategorie: Zeitgenössische Oper

In unterschiedlichen ästhetischen und wissenschaftlichen Formaten beschäftigt sich die israelische Regisseurin und Choreographin Saar Magal mit Liebe, Erotik und zwischenmenschlichen Beziehungen und untersucht deren mögliche Entwicklungen in der Zukunft, die durch den Einfluss neuer Technologien, des Post-Humanismus und das Zeitalter des »Anthropozän« geprägt sind. Im »Anthropozän« konvergiert die Menschheitsgeschichte mit geologischen und biologischen Prozessen, der Mensch wird zum maßgeblichen Einflussfaktor der Erde und seiner eigenen physischen Veränderung. Wie kann diese Konvergenz von körperlichen Subjekten aufgenommen werden? Wie kann sie künstlerisch vermittelt werden, sodass sie uns individuell und kollektiv unter die Haut geht? Wie lässt sich die Aussicht auf unsere eigene Veränderung in ein Jetzt, in die Textur gelebter Erfahrung, übersetzen? In den Betrachtungen und der Auseinandersetzung mit Abbildern historischer Liebespaare stellt Magal in dieser Tanz-/Theaterperformance die Frage danach, wie alte Mythen und Erzählungen unsere Vorstellung der Zukunft prägen. In diesem Zusammenhang werden die späten Werke Claudio Monteverdis (1567-1643) zur maßgeblichen Inspirationsquelle – als  Ausdruck archetypischer Perspektiven auf Liebe, Begehren und das menschliche Wesen, die unsere ästhetische Wahrnehmung bis heute beeinflussen.


Kategorie: Zeitgenössische Oper


Kategorie:

Claudio Monteverdis »Orfeo« gilt als ein Meisterwerk europäischer Musikgeschichte und genießt den Ruf, die erste Oper der Musikgeschichte zu sein – sicher ist seine Vertonung des Mythos um Orpheus und Eurydike die erste, heute erhaltene »Favola in musica«, die mit der Uraufführung 1607 erstmals Instrumentalmusik, Gesang, Tanz und Bühne als eine Einheit verstand. Für Sasha Waltz laufen in »Orfeo« verschiedene Stränge vorangegangener Kreationen zusammen, verbinden sich Solisten aus ihren Bearbeitungen zeitgenössischer Werke mit den Akteuren der Alten Musik. Ihre Version von Henry Purcells Barockoper »Dido &.- Aeneas« wurde 2004 zum Beginn eines neuen Kapitels ihrer künstlerischen Arbeit. Sie erweiterte die Mittel des Musiktheaters um die theatralen Ansätze des Tanzes und schuf eine für die Oper neuartige Verschmelzung von Tanz, Gesang und Musik: die choreographische Oper. In der Auseinandersetzung mit den Kompositionen »Medea« (Dusapin, 2007), »Roméo &.- Juliette« (Berlioz, 2007), »Passion« (Dusapin, 2010) und »Matsukaze« (Hosokawa, 2011) entwickelte sie dieses Genre kontinuierlich weiter. Mit »L'Orfeo« knüpfte Sasha Waltz am barocken Ursprung an und integrierte sowohl den Chor und die Solisten in die Bewegungen, als auch die Tänzer in das musikalische Geschehen.


Kategorie: Oper

In unterschiedlichen ästhetischen und wissenschaftlichen Formaten beschäftigt sich die israelische Regisseurin und Choreographin Saar Magal mit Liebe, Erotik und zwischenmenschlichen Beziehungen und untersucht deren mögliche Entwicklungen in der Zukunft, die durch den Einfluss neuer Technologien, des Post-Humanismus und das Zeitalter des »Anthropozän« geprägt sind. Im »Anthropozän« konvergiert die Menschheitsgeschichte mit geologischen und biologischen Prozessen, der Mensch wird zum maßgeblichen Einflussfaktor der Erde und seiner eigenen physischen Veränderung. Wie kann diese Konvergenz von körperlichen Subjekten aufgenommen werden? Wie kann sie künstlerisch vermittelt werden, sodass sie uns individuell und kollektiv unter die Haut geht? Wie lässt sich die Aussicht auf unsere eigene Veränderung in ein Jetzt, in die Textur gelebter Erfahrung, übersetzen? In den Betrachtungen und der Auseinandersetzung mit Abbildern historischer Liebespaare stellt Magal in dieser Tanz-/Theaterperformance die Frage danach, wie alte Mythen und Erzählungen unsere Vorstellung der Zukunft prägen. In diesem Zusammenhang werden die späten Werke Claudio Monteverdis (1567-1643) zur maßgeblichen Inspirationsquelle – als  Ausdruck archetypischer Perspektiven auf Liebe, Begehren und das menschliche Wesen, die unsere ästhetische Wahrnehmung bis heute beeinflussen.


Kategorie: Zeitgenössische Oper


Kategorie: Konzert

Für seine letzte Oper griff Claudio Monteverdi 1642 erstmals auf einen Stoff mit historisch belegten Figuren zurück und schuf damit die erste »Sex-and-Crime-Story« der Operngeschichte. Wie ein Politthriller erzählt das frühbarocke Meisterwerk von Macht und Liebesleidenschaft sowie von ihren Missbrauchsmöglichkeiten. Poppea Sabina, die schönste Frau Roms, will nichts Geringeres als die Kaiserin an der Seite von Kaiser Nerone werden. So wendet sie all ihre Verführungskraft dazu auf, Nerone zur Verstoßung seiner Ehefrau Ottavia zu überreden. Als der kaiserliche Philosoph Seneca sich dem entgegenstellt, muss er dafür mit dem Tod bezahlen. Ottavia stiftet derweil den von Poppea verschmähten und betrogenen Ottone dazu an, die machthungrige Nebenbuhlerin zu ermorden. Der Anschlag kann jedoch vereitelt werden: Ottavia wird verstoßen und Poppea ist am Ziel ihrer Pläne, Wünsche und Träume. Monteverdi und sein Librettist Busenello demonstrieren am Ende ihrer Oper ihre durchaus bittere Weltsicht: Keiner ihrer Akteure ist frei von Makel. Letztlich lassen die Autoren diejenigen triumphieren, die am skrupellosesten handeln. Monteverdi gelingt dabei das Kunststück, seine teils karikaturhaft gezeichneten, klanglich sehr differenziert charakterisierten Figuren zwar gelegentlich humorvoll bloßzustellen, andererseits aber auch immer wieder Empathie für sie zu erzeugen. Äußerst expressiv, mit sinnlichen Melodien und kühnen Harmonien verführt seine verblüffend avantgardistische Musik dazu, mit den Ehebrechern mitzufiebern – trotz ihres skandalösen Verhaltens.


Kategorie: Oper


Kategorie: Kammermusik


Kategorie: Kinder & Jugend


Kategorie: Kinder & Jugend


Kategorie: Kammermusik

Mit größtmöglichem musikalischem Formenreichtum, prachtvollen Tanz- und Chorszenen, mit Göttererscheinungen, spektakulären Naturgewalten und Ungeheuern auf der Bühne entführt die französische Barockoper ihre Zuschauer ins Reich des Wunderbaren. Erst im Alter von 50 Jahren wagte sich Jean-Philippe Rameau, der französische Zeitgenosse Bachs und Händels, an seine erste Oper, die dafür umso avancierter geriet und die Musik seiner Zeit revolutionierte: Kontrastreich, mit radikal neuartiger, teils dissonanter Harmonik, außerordentlich farbreichen und vielschichtigen Orchestersätzen, dramatischer Intensität und mannigfaltigen Rhythmen erschafft Rameau in »Hippolyte et Aricie« eine Welt, deren Idylle und Rationalität von verbotener Liebesleidenschaft und rasender Eifersucht bedroht sind. Phèdre, die zweite Ehefrau des athenischen Königs Thesée, wird von ihrer heimlichen Liebe zu ihrem Stiefsohn Hippolyte gequält. Als sie erfährt, dass Hippolyte die mit den Athenern eigentlich verfeindete Pallantiden-Prinzessin Aricie liebt, kann Phèdre ihre Gefühle nicht mehr zurückhalten. Währenddessen versucht ihr totgeglaubter Gatte Thesée einen Freund aus der musikalisch dunkel und grotesk gezeichneten Unterwelt zu befreien, kann aber selbst nur mit göttlicher Hilfe entkommen. Als Thesée heimkehrt, sieht er gerade noch, wie Hippolyte mit einer Waffe in der Hand Phèdre gegenübersteht, zieht daraus die falschen Schlüsse und beschwört ein Seeungeheuer herauf, das den Sohn töten soll … Zum ersten Mal überhaupt widmet sich die Staatsoper Unter den Linden im Rahmen der Barocktage 2018 einer Oper von Jean-Philippe Rameau, dem »größten musikalischen Genie Frankreichs« (Camille Saint-Saëns).


Kategorie: Oper


Kategorie: Kinder & Jugend


Kategorie: Kammermusik

Für seine letzte Oper griff Claudio Monteverdi 1642 erstmals auf einen Stoff mit historisch belegten Figuren zurück und schuf damit die erste »Sex-and-Crime-Story« der Operngeschichte. Wie ein Politthriller erzählt das frühbarocke Meisterwerk von Macht und Liebesleidenschaft sowie von ihren Missbrauchsmöglichkeiten. Poppea Sabina, die schönste Frau Roms, will nichts Geringeres als die Kaiserin an der Seite von Kaiser Nerone werden. So wendet sie all ihre Verführungskraft dazu auf, Nerone zur Verstoßung seiner Ehefrau Ottavia zu überreden. Als der kaiserliche Philosoph Seneca sich dem entgegenstellt, muss er dafür mit dem Tod bezahlen. Ottavia stiftet derweil den von Poppea verschmähten und betrogenen Ottone dazu an, die machthungrige Nebenbuhlerin zu ermorden. Der Anschlag kann jedoch vereitelt werden: Ottavia wird verstoßen und Poppea ist am Ziel ihrer Pläne, Wünsche und Träume. Monteverdi und sein Librettist Busenello demonstrieren am Ende ihrer Oper ihre durchaus bittere Weltsicht: Keiner ihrer Akteure ist frei von Makel. Letztlich lassen die Autoren diejenigen triumphieren, die am skrupellosesten handeln. Monteverdi gelingt dabei das Kunststück, seine teils karikaturhaft gezeichneten, klanglich sehr differenziert charakterisierten Figuren zwar gelegentlich humorvoll bloßzustellen, andererseits aber auch immer wieder Empathie für sie zu erzeugen. Äußerst expressiv, mit sinnlichen Melodien und kühnen Harmonien verführt seine verblüffend avantgardistische Musik dazu, mit den Ehebrechern mitzufiebern – trotz ihres skandalösen Verhaltens.


Kategorie: Oper


Kategorie: Konzert

In unterschiedlichen ästhetischen und wissenschaftlichen Formaten beschäftigt sich die israelische Regisseurin und Choreographin Saar Magal mit Liebe, Erotik und zwischenmenschlichen Beziehungen und untersucht deren mögliche Entwicklungen in der Zukunft, die durch den Einfluss neuer Technologien, des Post-Humanismus und das Zeitalter des »Anthropozän« geprägt sind. Im »Anthropozän« konvergiert die Menschheitsgeschichte mit geologischen und biologischen Prozessen, der Mensch wird zum maßgeblichen Einflussfaktor der Erde und seiner eigenen physischen Veränderung. Wie kann diese Konvergenz von körperlichen Subjekten aufgenommen werden? Wie kann sie künstlerisch vermittelt werden, sodass sie uns individuell und kollektiv unter die Haut geht? Wie lässt sich die Aussicht auf unsere eigene Veränderung in ein Jetzt, in die Textur gelebter Erfahrung, übersetzen? In den Betrachtungen und der Auseinandersetzung mit Abbildern historischer Liebespaare stellt Magal in dieser Tanz-/Theaterperformance die Frage danach, wie alte Mythen und Erzählungen unsere Vorstellung der Zukunft prägen. In diesem Zusammenhang werden die späten Werke Claudio Monteverdis (1567-1643) zur maßgeblichen Inspirationsquelle – als  Ausdruck archetypischer Perspektiven auf Liebe, Begehren und das menschliche Wesen, die unsere ästhetische Wahrnehmung bis heute beeinflussen.


Kategorie: Zeitgenössische Oper


Kategorie: Kammermusik

Für seine letzte Oper griff Claudio Monteverdi 1642 erstmals auf einen Stoff mit historisch belegten Figuren zurück und schuf damit die erste »Sex-and-Crime-Story« der Operngeschichte. Wie ein Politthriller erzählt das frühbarocke Meisterwerk von Macht und Liebesleidenschaft sowie von ihren Missbrauchsmöglichkeiten. Poppea Sabina, die schönste Frau Roms, will nichts Geringeres als die Kaiserin an der Seite von Kaiser Nerone werden. So wendet sie all ihre Verführungskraft dazu auf, Nerone zur Verstoßung seiner Ehefrau Ottavia zu überreden. Als der kaiserliche Philosoph Seneca sich dem entgegenstellt, muss er dafür mit dem Tod bezahlen. Ottavia stiftet derweil den von Poppea verschmähten und betrogenen Ottone dazu an, die machthungrige Nebenbuhlerin zu ermorden. Der Anschlag kann jedoch vereitelt werden: Ottavia wird verstoßen und Poppea ist am Ziel ihrer Pläne, Wünsche und Träume. Monteverdi und sein Librettist Busenello demonstrieren am Ende ihrer Oper ihre durchaus bittere Weltsicht: Keiner ihrer Akteure ist frei von Makel. Letztlich lassen die Autoren diejenigen triumphieren, die am skrupellosesten handeln. Monteverdi gelingt dabei das Kunststück, seine teils karikaturhaft gezeichneten, klanglich sehr differenziert charakterisierten Figuren zwar gelegentlich humorvoll bloßzustellen, andererseits aber auch immer wieder Empathie für sie zu erzeugen. Äußerst expressiv, mit sinnlichen Melodien und kühnen Harmonien verführt seine verblüffend avantgardistische Musik dazu, mit den Ehebrechern mitzufiebern – trotz ihres skandalösen Verhaltens.


Kategorie: Oper

Mit größtmöglichem musikalischem Formenreichtum, prachtvollen Tanz- und Chorszenen, mit Göttererscheinungen, spektakulären Naturgewalten und Ungeheuern auf der Bühne entführt die französische Barockoper ihre Zuschauer ins Reich des Wunderbaren. Erst im Alter von 50 Jahren wagte sich Jean-Philippe Rameau, der französische Zeitgenosse Bachs und Händels, an seine erste Oper, die dafür umso avancierter geriet und die Musik seiner Zeit revolutionierte: Kontrastreich, mit radikal neuartiger, teils dissonanter Harmonik, außerordentlich farbreichen und vielschichtigen Orchestersätzen, dramatischer Intensität und mannigfaltigen Rhythmen erschafft Rameau in »Hippolyte et Aricie« eine Welt, deren Idylle und Rationalität von verbotener Liebesleidenschaft und rasender Eifersucht bedroht sind. Phèdre, die zweite Ehefrau des athenischen Königs Thesée, wird von ihrer heimlichen Liebe zu ihrem Stiefsohn Hippolyte gequält. Als sie erfährt, dass Hippolyte die mit den Athenern eigentlich verfeindete Pallantiden-Prinzessin Aricie liebt, kann Phèdre ihre Gefühle nicht mehr zurückhalten. Währenddessen versucht ihr totgeglaubter Gatte Thesée einen Freund aus der musikalisch dunkel und grotesk gezeichneten Unterwelt zu befreien, kann aber selbst nur mit göttlicher Hilfe entkommen. Als Thesée heimkehrt, sieht er gerade noch, wie Hippolyte mit einer Waffe in der Hand Phèdre gegenübersteht, zieht daraus die falschen Schlüsse und beschwört ein Seeungeheuer herauf, das den Sohn töten soll … Zum ersten Mal überhaupt widmet sich die Staatsoper Unter den Linden im Rahmen der Barocktage 2018 einer Oper von Jean-Philippe Rameau, dem »größten musikalischen Genie Frankreichs« (Camille Saint-Saëns).


Kategorie: Oper


Kategorie: Kammermusik

Claudio Monteverdis »Orfeo« gilt als ein Meisterwerk europäischer Musikgeschichte und genießt den Ruf, die erste Oper der Musikgeschichte zu sein – sicher ist seine Vertonung des Mythos um Orpheus und Eurydike die erste, heute erhaltene »Favola in musica«, die mit der Uraufführung 1607 erstmals Instrumentalmusik, Gesang, Tanz und Bühne als eine Einheit verstand. Für Sasha Waltz laufen in »Orfeo« verschiedene Stränge vorangegangener Kreationen zusammen, verbinden sich Solisten aus ihren Bearbeitungen zeitgenössischer Werke mit den Akteuren der Alten Musik. Ihre Version von Henry Purcells Barockoper »Dido &.- Aeneas« wurde 2004 zum Beginn eines neuen Kapitels ihrer künstlerischen Arbeit. Sie erweiterte die Mittel des Musiktheaters um die theatralen Ansätze des Tanzes und schuf eine für die Oper neuartige Verschmelzung von Tanz, Gesang und Musik: die choreographische Oper. In der Auseinandersetzung mit den Kompositionen »Medea« (Dusapin, 2007), »Roméo &.- Juliette« (Berlioz, 2007), »Passion« (Dusapin, 2010) und »Matsukaze« (Hosokawa, 2011) entwickelte sie dieses Genre kontinuierlich weiter. Mit »L'Orfeo« knüpfte Sasha Waltz am barocken Ursprung an und integrierte sowohl den Chor und die Solisten in die Bewegungen, als auch die Tänzer in das musikalische Geschehen.


Kategorie: Oper

In unterschiedlichen ästhetischen und wissenschaftlichen Formaten beschäftigt sich die israelische Regisseurin und Choreographin Saar Magal mit Liebe, Erotik und zwischenmenschlichen Beziehungen und untersucht deren mögliche Entwicklungen in der Zukunft, die durch den Einfluss neuer Technologien, des Post-Humanismus und das Zeitalter des »Anthropozän« geprägt sind. Im »Anthropozän« konvergiert die Menschheitsgeschichte mit geologischen und biologischen Prozessen, der Mensch wird zum maßgeblichen Einflussfaktor der Erde und seiner eigenen physischen Veränderung. Wie kann diese Konvergenz von körperlichen Subjekten aufgenommen werden? Wie kann sie künstlerisch vermittelt werden, sodass sie uns individuell und kollektiv unter die Haut geht? Wie lässt sich die Aussicht auf unsere eigene Veränderung in ein Jetzt, in die Textur gelebter Erfahrung, übersetzen? In den Betrachtungen und der Auseinandersetzung mit Abbildern historischer Liebespaare stellt Magal in dieser Tanz-/Theaterperformance die Frage danach, wie alte Mythen und Erzählungen unsere Vorstellung der Zukunft prägen. In diesem Zusammenhang werden die späten Werke Claudio Monteverdis (1567-1643) zur maßgeblichen Inspirationsquelle – als  Ausdruck archetypischer Perspektiven auf Liebe, Begehren und das menschliche Wesen, die unsere ästhetische Wahrnehmung bis heute beeinflussen.


Kategorie: Zeitgenössische Oper


Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:10.09.18
© Fotos der Vorstellungen: [+][-]
Il Trovatore(Matthias Baus/Matthias Baus) Liedrecital Andreas Schager(David Jerusalem/David Jerusalem) Museumskonzert III(/) Festkonzert 120 Jahre Deutsche Grammophon(/) Abonnementkonzert II(Oliver Helbig/Oliver Helbig) L'Orfeo(/) A Monteverdi Project(/) Roundtable(/) Voces Suaves(/) L’incoronazione di Poppea(Bernd Uhlig/Bernd Uhlig) Akademie für Alte Musik »Monteverdis Italien«(/) Kinderkonzert I(/) Dorothee Oberlinger & Dmitry Sinkovsky »Monteverdis Italien«(/) Hippolyte et Aricie(/) Recital Alexandre Tharaud(/) Les Musiciens du Louvre I(/) Les Musiciens du Louvre II(/) Recital Christophe Rousset(/)

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