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Schaubühne am  Lehniner Platz

Kurfürstendamm 153 - 10709 Berlin

Tel. 030 - 89 00 23 / Fax: 030 - 89 00 24 44

rlorenz@schaubuehne.de / www.schaubuehne.de

Januar / Februar / März / April / Mai / Juni / Juli / August / September / Oktober / November / Dezember

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Spielplan für Mai 2018

Kann man dem Anspruch gerecht werden, ein »guter Mensch zu sein und doch zu leben«? Ist es möglich, sich moralisch aufrecht zu verhalten in einer Gesellschaft, in der u?berall Egoismus, Korruption, Ausbeutung und Gier nach mehr die Verhältnisse bestimmen? Und ist das Ziel, ein guter Mensch sein zu wollen, u?berhaupt legitim in einer Welt, in der nicht gleiche Rechte fu?r alle gelten, sondern in der einige Besitz, Rechte und Privilegien genießen, Zugang zu Bildung, Wohlstand, Arbeit und Ressourcen haben, während andere ausgeschlossen, unterdru?ckt, diskriminiert oder versklavt leben? Bertolt Brecht schickt in seinem Parabel-Stu?ck drei Götter auf der Suche nach guten Menschen in einer schlechten Welt in die chinesische Provinz Sezuan. Die junge Prostituierte Shen Te bietet ihnen ein Nachtquartier an, ohne dafu?r etwas zu verlangen und wird von ihnen mit Geld belohnt. Davon kann sie sich eine Existenz jenseits der Prostitution aufbauen, verspricht den Göttern, ein guter Mensch zu bleiben, und eröffnet einen Tabakladen. Doch schon bald mu?ssen Rechnungen bezahlt werden, und Ärmere bitten Shen Te um Hilfe, Unterstu?tzung und Asyl. Die Kosten explodieren und dem Laden droht der Bankrott. Shen Te ist gezwungen, sich ein Alter Ego zu erfinden. Sie verschwindet und kommt in Gestalt ihres Vetters Shui Ta zuru?ck, der auf unternehmerische Härte statt auf Almosen setzt, die Bittsteller im Tabakladen als Arbeitskräfte anstellt, und so den Laden vor der Pleite rettet. Bald verliebt sich Shen Te in den Flieger Sun, der ebenfalls Geld braucht, und erwartet von ihm ein Kind. Noch dazu regt sich der Verdacht der anderen, und ihr doppeltes Spiel als gute, aber mittellose Frau und böser, aber wirtschaftlich erfolgreicher Mann droht aufzufliegen. Peter Kleinert inszeniert regelmäßig an der Schaubu?hne in Koproduktion mit der Hochschule fu?r Schauspielkunst »Ernst Busch« Berlin. Auf der Suche nach einem gegenwärtigen politischen Bewusstsein befragt er zusammen mit zehn Schauspielstudierenden Brechts Parabel fu?r eine Welt, die gute Menschen dringender denn je nötig zu haben scheint. Koproduktion mit der Hochschule fu?r Schauspielkunst »Ernst Busch« Berlin.


Kategorie: Schauspiel

Ein Tonstudio. Eine Schauspielerin spricht einen Text ein. Vom Pult aus gibt ein Regisseur ihr Anweisungen. Gemeinsam arbeiten sie an der Sprachaufnahme eines Films, der synchron dazu abläuft. Es ist ein dokumentarisches Essay namens »Ru?ckkehr nach Reims« – filmische Adaption des gleichnamigen Buchs des französischen Soziologen Didier Eribon. Protagonist des Films ist der Autor selbst, der sich zu einer Art Erinnerungsreise aufmacht. In einer Mischung aus persönlichem Bekenntnis und soziologischer Analyse berichtet Eribon von der Wiederbegegnung mit seiner Heimatstadt und seiner Familie, die er seit seiner Karriere als Intellektueller in Paris jahrzehntelang quasi nicht mehr gesehen hat, nicht sehen wollte. Die Konfrontation mit der eigenen Vergangenheit stößt ihn auch auf die blinden Flecke der gesellschaftlichen Gegenwart: die brutalen Exklusionsmechanismen ebendieses Bu?rgertums, dem er selbst nun angehört, sowie die Realität einer einstmals kommunistischen Arbeiterklasse, die, vergessen und ohne Repräsentation, den Rechtspopulisten des Front National in die Arme rennt. Wie konnte es dazu kommen? Was ist der Anteil der Linken daran, was sein eigener als Intellektueller, der seine Herkunft verleugnet? Und welchen Ausweg gibt es? Fragen, denen Eribon nachgeht, während er sich im Film auf die Spurensuche in Reims macht. Fragen aber auch, die den Regisseur und die Schauspielerin beim Fertigstellen des Films nicht loslassen – und schließlich in einen Konflikt fu?hren, der das längst fertig geglaubte Projekt auf die Probe stellt. Und zugleich verborgene Seiten der eigenen Biographien zu Tage treten lassen. Mit »Ru?ckkehr nach Reims« zeigt Thomas Ostermeier zum ersten Mal in deutscher Sprache eine Bu?hnenfassung von Didier Eribons Text, der seit seinem Erscheinen zu einer Art Schlu?sselwerk zum Verständnis der gesellschaftlichen Gegenwart geworden ist. >>> Essay zum Stück in Pearson's Preview: Klassenverräter. Didier Eribon und Thomas Ostermeiers »Rückkehr nach Reims« Koproduktion mit dem Manchester International Festival MIF, HOME Manchester und dem Théâtre de la Ville Paris. Gefördert durch die Lotto Stiftung Berlin.


Kategorie: Schauspiel

»Du hast deinen Witz von beiden Seiten abgestutzt und nichts in der Mitte gelassen. … Nun bist du eine Null ohne Ziffern.« (Shakespeare, »König Lear«) In seiner zweiten Arbeit an der Schaubu?hne begibt sich Herbert Fritsch mitten in die Geschichte der Selbstentdeckung der Welt und schlägt das rätselhafte Kapitel der Null auf: »Die Null irritiert, weil sie dort ein Nichts markiert, wo auch ein Etwas stehen könnte. Und sie fasziniert, weil sie dieses Etwas bezeichnet, ohne zu bestimmen, worin es besteht. An der Null lässt sich studieren, dass die Welt nicht determiniert ist, sondern offen fu?r Operationen des Einsetzens und des Ersetzens.« (Dirk Baecker). Zu lange haben wir mit der Rezeption der Null als Nichts dem Mangel gehuldigt und uns selbst um die sich immer wieder neu erfindende, erprobende Kraft und ästhetische Freiheit der Null gebracht. Herbert Fritsch und sein Ensemble entdecken sie neu, studieren am Nichts der Null die Möglichkeit von Allem und versuchen sich selbst der Abwesenheit von Sinn entgegenzusetzen, ohne selbst Sinn zu sein: »Ich will keine Sehgewohnheiten aufbrechen und nicht dem Bu?rger die Maske vom Gesicht reißen. Ich will mit dem Nichts spielen, das sich als Etwas ausgibt.« (Herbert Fritsch)


Kategorie: Schauspiel

Kann man dem Anspruch gerecht werden, ein »guter Mensch zu sein und doch zu leben«? Ist es möglich, sich moralisch aufrecht zu verhalten in einer Gesellschaft, in der u?berall Egoismus, Korruption, Ausbeutung und Gier nach mehr die Verhältnisse bestimmen? Und ist das Ziel, ein guter Mensch sein zu wollen, u?berhaupt legitim in einer Welt, in der nicht gleiche Rechte fu?r alle gelten, sondern in der einige Besitz, Rechte und Privilegien genießen, Zugang zu Bildung, Wohlstand, Arbeit und Ressourcen haben, während andere ausgeschlossen, unterdru?ckt, diskriminiert oder versklavt leben? Bertolt Brecht schickt in seinem Parabel-Stu?ck drei Götter auf der Suche nach guten Menschen in einer schlechten Welt in die chinesische Provinz Sezuan. Die junge Prostituierte Shen Te bietet ihnen ein Nachtquartier an, ohne dafu?r etwas zu verlangen und wird von ihnen mit Geld belohnt. Davon kann sie sich eine Existenz jenseits der Prostitution aufbauen, verspricht den Göttern, ein guter Mensch zu bleiben, und eröffnet einen Tabakladen. Doch schon bald mu?ssen Rechnungen bezahlt werden, und Ärmere bitten Shen Te um Hilfe, Unterstu?tzung und Asyl. Die Kosten explodieren und dem Laden droht der Bankrott. Shen Te ist gezwungen, sich ein Alter Ego zu erfinden. Sie verschwindet und kommt in Gestalt ihres Vetters Shui Ta zuru?ck, der auf unternehmerische Härte statt auf Almosen setzt, die Bittsteller im Tabakladen als Arbeitskräfte anstellt, und so den Laden vor der Pleite rettet. Bald verliebt sich Shen Te in den Flieger Sun, der ebenfalls Geld braucht, und erwartet von ihm ein Kind. Noch dazu regt sich der Verdacht der anderen, und ihr doppeltes Spiel als gute, aber mittellose Frau und böser, aber wirtschaftlich erfolgreicher Mann droht aufzufliegen. Peter Kleinert inszeniert regelmäßig an der Schaubu?hne in Koproduktion mit der Hochschule fu?r Schauspielkunst »Ernst Busch« Berlin. Auf der Suche nach einem gegenwärtigen politischen Bewusstsein befragt er zusammen mit zehn Schauspielstudierenden Brechts Parabel fu?r eine Welt, die gute Menschen dringender denn je nötig zu haben scheint. Koproduktion mit der Hochschule fu?r Schauspielkunst »Ernst Busch« Berlin.


Kategorie: Schauspiel

Ein Tonstudio. Eine Schauspielerin spricht einen Text ein. Vom Pult aus gibt ein Regisseur ihr Anweisungen. Gemeinsam arbeiten sie an der Sprachaufnahme eines Films, der synchron dazu abläuft. Es ist ein dokumentarisches Essay namens »Ru?ckkehr nach Reims« – filmische Adaption des gleichnamigen Buchs des französischen Soziologen Didier Eribon. Protagonist des Films ist der Autor selbst, der sich zu einer Art Erinnerungsreise aufmacht. In einer Mischung aus persönlichem Bekenntnis und soziologischer Analyse berichtet Eribon von der Wiederbegegnung mit seiner Heimatstadt und seiner Familie, die er seit seiner Karriere als Intellektueller in Paris jahrzehntelang quasi nicht mehr gesehen hat, nicht sehen wollte. Die Konfrontation mit der eigenen Vergangenheit stößt ihn auch auf die blinden Flecke der gesellschaftlichen Gegenwart: die brutalen Exklusionsmechanismen ebendieses Bu?rgertums, dem er selbst nun angehört, sowie die Realität einer einstmals kommunistischen Arbeiterklasse, die, vergessen und ohne Repräsentation, den Rechtspopulisten des Front National in die Arme rennt. Wie konnte es dazu kommen? Was ist der Anteil der Linken daran, was sein eigener als Intellektueller, der seine Herkunft verleugnet? Und welchen Ausweg gibt es? Fragen, denen Eribon nachgeht, während er sich im Film auf die Spurensuche in Reims macht. Fragen aber auch, die den Regisseur und die Schauspielerin beim Fertigstellen des Films nicht loslassen – und schließlich in einen Konflikt fu?hren, der das längst fertig geglaubte Projekt auf die Probe stellt. Und zugleich verborgene Seiten der eigenen Biographien zu Tage treten lassen. Mit »Ru?ckkehr nach Reims« zeigt Thomas Ostermeier zum ersten Mal in deutscher Sprache eine Bu?hnenfassung von Didier Eribons Text, der seit seinem Erscheinen zu einer Art Schlu?sselwerk zum Verständnis der gesellschaftlichen Gegenwart geworden ist. >>> Essay zum Stück in Pearson's Preview: Klassenverräter. Didier Eribon und Thomas Ostermeiers »Rückkehr nach Reims« Koproduktion mit dem Manchester International Festival MIF, HOME Manchester und dem Théâtre de la Ville Paris. Gefördert durch die Lotto Stiftung Berlin.


Kategorie: Schauspiel

»Du hast deinen Witz von beiden Seiten abgestutzt und nichts in der Mitte gelassen. … Nun bist du eine Null ohne Ziffern.« (Shakespeare, »König Lear«) In seiner zweiten Arbeit an der Schaubu?hne begibt sich Herbert Fritsch mitten in die Geschichte der Selbstentdeckung der Welt und schlägt das rätselhafte Kapitel der Null auf: »Die Null irritiert, weil sie dort ein Nichts markiert, wo auch ein Etwas stehen könnte. Und sie fasziniert, weil sie dieses Etwas bezeichnet, ohne zu bestimmen, worin es besteht. An der Null lässt sich studieren, dass die Welt nicht determiniert ist, sondern offen fu?r Operationen des Einsetzens und des Ersetzens.« (Dirk Baecker). Zu lange haben wir mit der Rezeption der Null als Nichts dem Mangel gehuldigt und uns selbst um die sich immer wieder neu erfindende, erprobende Kraft und ästhetische Freiheit der Null gebracht. Herbert Fritsch und sein Ensemble entdecken sie neu, studieren am Nichts der Null die Möglichkeit von Allem und versuchen sich selbst der Abwesenheit von Sinn entgegenzusetzen, ohne selbst Sinn zu sein: »Ich will keine Sehgewohnheiten aufbrechen und nicht dem Bu?rger die Maske vom Gesicht reißen. Ich will mit dem Nichts spielen, das sich als Etwas ausgibt.« (Herbert Fritsch)


Kategorie: Schauspiel

Ein Tonstudio. Eine Schauspielerin spricht einen Text ein. Vom Pult aus gibt ein Regisseur ihr Anweisungen. Gemeinsam arbeiten sie an der Sprachaufnahme eines Films, der synchron dazu abläuft. Es ist ein dokumentarisches Essay namens »Ru?ckkehr nach Reims« – filmische Adaption des gleichnamigen Buchs des französischen Soziologen Didier Eribon. Protagonist des Films ist der Autor selbst, der sich zu einer Art Erinnerungsreise aufmacht. In einer Mischung aus persönlichem Bekenntnis und soziologischer Analyse berichtet Eribon von der Wiederbegegnung mit seiner Heimatstadt und seiner Familie, die er seit seiner Karriere als Intellektueller in Paris jahrzehntelang quasi nicht mehr gesehen hat, nicht sehen wollte. Die Konfrontation mit der eigenen Vergangenheit stößt ihn auch auf die blinden Flecke der gesellschaftlichen Gegenwart: die brutalen Exklusionsmechanismen ebendieses Bu?rgertums, dem er selbst nun angehört, sowie die Realität einer einstmals kommunistischen Arbeiterklasse, die, vergessen und ohne Repräsentation, den Rechtspopulisten des Front National in die Arme rennt. Wie konnte es dazu kommen? Was ist der Anteil der Linken daran, was sein eigener als Intellektueller, der seine Herkunft verleugnet? Und welchen Ausweg gibt es? Fragen, denen Eribon nachgeht, während er sich im Film auf die Spurensuche in Reims macht. Fragen aber auch, die den Regisseur und die Schauspielerin beim Fertigstellen des Films nicht loslassen – und schließlich in einen Konflikt fu?hren, der das längst fertig geglaubte Projekt auf die Probe stellt. Und zugleich verborgene Seiten der eigenen Biographien zu Tage treten lassen. Mit »Ru?ckkehr nach Reims« zeigt Thomas Ostermeier zum ersten Mal in deutscher Sprache eine Bu?hnenfassung von Didier Eribons Text, der seit seinem Erscheinen zu einer Art Schlu?sselwerk zum Verständnis der gesellschaftlichen Gegenwart geworden ist. >>> Essay zum Stück in Pearson's Preview: Klassenverräter. Didier Eribon und Thomas Ostermeiers »Rückkehr nach Reims« Koproduktion mit dem Manchester International Festival MIF, HOME Manchester und dem Théâtre de la Ville Paris. Gefördert durch die Lotto Stiftung Berlin.


Kategorie: Schauspiel

Kann man dem Anspruch gerecht werden, ein »guter Mensch zu sein und doch zu leben«? Ist es möglich, sich moralisch aufrecht zu verhalten in einer Gesellschaft, in der u?berall Egoismus, Korruption, Ausbeutung und Gier nach mehr die Verhältnisse bestimmen? Und ist das Ziel, ein guter Mensch sein zu wollen, u?berhaupt legitim in einer Welt, in der nicht gleiche Rechte fu?r alle gelten, sondern in der einige Besitz, Rechte und Privilegien genießen, Zugang zu Bildung, Wohlstand, Arbeit und Ressourcen haben, während andere ausgeschlossen, unterdru?ckt, diskriminiert oder versklavt leben? Bertolt Brecht schickt in seinem Parabel-Stu?ck drei Götter auf der Suche nach guten Menschen in einer schlechten Welt in die chinesische Provinz Sezuan. Die junge Prostituierte Shen Te bietet ihnen ein Nachtquartier an, ohne dafu?r etwas zu verlangen und wird von ihnen mit Geld belohnt. Davon kann sie sich eine Existenz jenseits der Prostitution aufbauen, verspricht den Göttern, ein guter Mensch zu bleiben, und eröffnet einen Tabakladen. Doch schon bald mu?ssen Rechnungen bezahlt werden, und Ärmere bitten Shen Te um Hilfe, Unterstu?tzung und Asyl. Die Kosten explodieren und dem Laden droht der Bankrott. Shen Te ist gezwungen, sich ein Alter Ego zu erfinden. Sie verschwindet und kommt in Gestalt ihres Vetters Shui Ta zuru?ck, der auf unternehmerische Härte statt auf Almosen setzt, die Bittsteller im Tabakladen als Arbeitskräfte anstellt, und so den Laden vor der Pleite rettet. Bald verliebt sich Shen Te in den Flieger Sun, der ebenfalls Geld braucht, und erwartet von ihm ein Kind. Noch dazu regt sich der Verdacht der anderen, und ihr doppeltes Spiel als gute, aber mittellose Frau und böser, aber wirtschaftlich erfolgreicher Mann droht aufzufliegen. Peter Kleinert inszeniert regelmäßig an der Schaubu?hne in Koproduktion mit der Hochschule fu?r Schauspielkunst »Ernst Busch« Berlin. Auf der Suche nach einem gegenwärtigen politischen Bewusstsein befragt er zusammen mit zehn Schauspielstudierenden Brechts Parabel fu?r eine Welt, die gute Menschen dringender denn je nötig zu haben scheint. Koproduktion mit der Hochschule fu?r Schauspielkunst »Ernst Busch« Berlin.


Kategorie: Schauspiel

DDR 1961, kurz nach dem Mauerbau. Rita Seidel wacht im Krankenhaus auf. Sie hat versucht, sich vor einen Zug zu werfen und ist dabei ohnmächtig geworden. Während sie langsam gesund wird, erinnert sie sich an die Erlebnisse, die zu ihrem Selbstmordversuch geführt haben: Auf einem Dorffest lernt die junge Rita den aufstrebenden Chemiker Manfred Herrfurth kennen. Die beiden verlieben sich und Rita folgt ihm in die Großstadt. Sie will Lehrerin werden und arbeitet als Teil ihrer Ausbildung in einem Waggonbauwerk, wo der Kontakt mit den Arbeitern ihr politisches Bewusstsein weckt. Doch während Rita sich zunehmend für sozialistische Ideen und Ideale interessiert, wird Manfred immer enttäuschter und verbitterter. Als Wirtschaftsfunktionäre eine seiner Entwicklungen ablehnen, trifft er den Entschluss, in den Westen zu gehen. Rita folgt ihm in die Wohnung seiner Tante am Kurfürstendamm. Doch während des Besuchs wird ihr klar, dass sie selbst nicht bleiben wird. Sie versucht Manfred zur Rückkehr zu überreden, aber er weigert sich und Rita kehrt allein in die DDR zurück. Wenige Tage später ist die Grenze geschlossen, Deutschland geteilt und das Liebespaar endgültig getrennt. In seiner Dramatisierung von »Der geteilte Himmel« zeigt Armin Petras eine berührende Liebesgeschichte vor dem Hintergrund der Gründungsjahre der DDR und begibt sich auf die Reise in eine Zeit, in der Utopien noch möglich schienen. >>> Essay zum Stück in Pearson's Preview: Eine Autopsie der DDR: Der geteilte Himmel von Armin Petras


Kategorie: Schauspiel

Kann man dem Anspruch gerecht werden, ein »guter Mensch zu sein und doch zu leben«? Ist es möglich, sich moralisch aufrecht zu verhalten in einer Gesellschaft, in der u?berall Egoismus, Korruption, Ausbeutung und Gier nach mehr die Verhältnisse bestimmen? Und ist das Ziel, ein guter Mensch sein zu wollen, u?berhaupt legitim in einer Welt, in der nicht gleiche Rechte fu?r alle gelten, sondern in der einige Besitz, Rechte und Privilegien genießen, Zugang zu Bildung, Wohlstand, Arbeit und Ressourcen haben, während andere ausgeschlossen, unterdru?ckt, diskriminiert oder versklavt leben? Bertolt Brecht schickt in seinem Parabel-Stu?ck drei Götter auf der Suche nach guten Menschen in einer schlechten Welt in die chinesische Provinz Sezuan. Die junge Prostituierte Shen Te bietet ihnen ein Nachtquartier an, ohne dafu?r etwas zu verlangen und wird von ihnen mit Geld belohnt. Davon kann sie sich eine Existenz jenseits der Prostitution aufbauen, verspricht den Göttern, ein guter Mensch zu bleiben, und eröffnet einen Tabakladen. Doch schon bald mu?ssen Rechnungen bezahlt werden, und Ärmere bitten Shen Te um Hilfe, Unterstu?tzung und Asyl. Die Kosten explodieren und dem Laden droht der Bankrott. Shen Te ist gezwungen, sich ein Alter Ego zu erfinden. Sie verschwindet und kommt in Gestalt ihres Vetters Shui Ta zuru?ck, der auf unternehmerische Härte statt auf Almosen setzt, die Bittsteller im Tabakladen als Arbeitskräfte anstellt, und so den Laden vor der Pleite rettet. Bald verliebt sich Shen Te in den Flieger Sun, der ebenfalls Geld braucht, und erwartet von ihm ein Kind. Noch dazu regt sich der Verdacht der anderen, und ihr doppeltes Spiel als gute, aber mittellose Frau und böser, aber wirtschaftlich erfolgreicher Mann droht aufzufliegen. Peter Kleinert inszeniert regelmäßig an der Schaubu?hne in Koproduktion mit der Hochschule fu?r Schauspielkunst »Ernst Busch« Berlin. Auf der Suche nach einem gegenwärtigen politischen Bewusstsein befragt er zusammen mit zehn Schauspielstudierenden Brechts Parabel fu?r eine Welt, die gute Menschen dringender denn je nötig zu haben scheint. Koproduktion mit der Hochschule fu?r Schauspielkunst »Ernst Busch« Berlin.


Kategorie: Schauspiel

Ein Tonstudio. Eine Schauspielerin spricht einen Text ein. Vom Pult aus gibt ein Regisseur ihr Anweisungen. Gemeinsam arbeiten sie an der Sprachaufnahme eines Films, der synchron dazu abläuft. Es ist ein dokumentarisches Essay namens »Ru?ckkehr nach Reims« – filmische Adaption des gleichnamigen Buchs des französischen Soziologen Didier Eribon. Protagonist des Films ist der Autor selbst, der sich zu einer Art Erinnerungsreise aufmacht. In einer Mischung aus persönlichem Bekenntnis und soziologischer Analyse berichtet Eribon von der Wiederbegegnung mit seiner Heimatstadt und seiner Familie, die er seit seiner Karriere als Intellektueller in Paris jahrzehntelang quasi nicht mehr gesehen hat, nicht sehen wollte. Die Konfrontation mit der eigenen Vergangenheit stößt ihn auch auf die blinden Flecke der gesellschaftlichen Gegenwart: die brutalen Exklusionsmechanismen ebendieses Bu?rgertums, dem er selbst nun angehört, sowie die Realität einer einstmals kommunistischen Arbeiterklasse, die, vergessen und ohne Repräsentation, den Rechtspopulisten des Front National in die Arme rennt. Wie konnte es dazu kommen? Was ist der Anteil der Linken daran, was sein eigener als Intellektueller, der seine Herkunft verleugnet? Und welchen Ausweg gibt es? Fragen, denen Eribon nachgeht, während er sich im Film auf die Spurensuche in Reims macht. Fragen aber auch, die den Regisseur und die Schauspielerin beim Fertigstellen des Films nicht loslassen – und schließlich in einen Konflikt fu?hren, der das längst fertig geglaubte Projekt auf die Probe stellt. Und zugleich verborgene Seiten der eigenen Biographien zu Tage treten lassen. Mit »Ru?ckkehr nach Reims« zeigt Thomas Ostermeier zum ersten Mal in deutscher Sprache eine Bu?hnenfassung von Didier Eribons Text, der seit seinem Erscheinen zu einer Art Schlu?sselwerk zum Verständnis der gesellschaftlichen Gegenwart geworden ist. >>> Essay zum Stück in Pearson's Preview: Klassenverräter. Didier Eribon und Thomas Ostermeiers »Rückkehr nach Reims« Koproduktion mit dem Manchester International Festival MIF, HOME Manchester und dem Théâtre de la Ville Paris. Gefördert durch die Lotto Stiftung Berlin.


Kategorie: Schauspiel

Beziehungen entstehen und zerfallen. In immer kürzeren Zeiträumen – die Ressource eines immer schärfer werdenden Wettbewerbs. Binden, Trennen. Kaufen, Verkaufen. Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Krisen befragen Falk Richter, Regisseur und Autor, und Anouk van Dijk, Choreographin und Tänzerin, die unsicher gewordenen Grundlagen und Mechanismen menschlicher Bindungen – gemeinsam mit einem Ensemble von Schauspielern der Schaubühne und Tänzern der Compagnie anoukvandijk dc. Im Kreuzungsfeld der Ausdrucksformen stellen sie ein Menschenbild in Frage, das die moderne Individualisierung radikalisiert und die Ungebundenheit als Ideal feiert. Falk Richter und Anouk van Dijk wurden 2000 mit ihrer choreographischen Inszenierung »Nothing hurts« zum Theatertreffen nach Berlin eingeladen: TRUST war ihre erste gemeinsame Arbeit seit zehn Jahren. In der Folge entstanden vier weitere Inszenierungen, die Tanz und Schauspiel verbanden und weltweit tourten. Tanzcard-Inhaber erhalten für diese Veranstaltung 20% Ermäßigung auf den regulären Ticketpreis. Eine Koproduktion mit anoukvandijk dcMit freundlicher Unterstützung der Niederländischen Stiftung für darstellende Kunst+, der Gemeinde von Amsterdam und der Botschaft des Königreichs der Niederlande.


Kategorie: Schauspiel


Kategorie: Schauspiel

DDR 1961, kurz nach dem Mauerbau. Rita Seidel wacht im Krankenhaus auf. Sie hat versucht, sich vor einen Zug zu werfen und ist dabei ohnmächtig geworden. Während sie langsam gesund wird, erinnert sie sich an die Erlebnisse, die zu ihrem Selbstmordversuch geführt haben: Auf einem Dorffest lernt die junge Rita den aufstrebenden Chemiker Manfred Herrfurth kennen. Die beiden verlieben sich und Rita folgt ihm in die Großstadt. Sie will Lehrerin werden und arbeitet als Teil ihrer Ausbildung in einem Waggonbauwerk, wo der Kontakt mit den Arbeitern ihr politisches Bewusstsein weckt. Doch während Rita sich zunehmend für sozialistische Ideen und Ideale interessiert, wird Manfred immer enttäuschter und verbitterter. Als Wirtschaftsfunktionäre eine seiner Entwicklungen ablehnen, trifft er den Entschluss, in den Westen zu gehen. Rita folgt ihm in die Wohnung seiner Tante am Kurfürstendamm. Doch während des Besuchs wird ihr klar, dass sie selbst nicht bleiben wird. Sie versucht Manfred zur Rückkehr zu überreden, aber er weigert sich und Rita kehrt allein in die DDR zurück. Wenige Tage später ist die Grenze geschlossen, Deutschland geteilt und das Liebespaar endgültig getrennt. In seiner Dramatisierung von »Der geteilte Himmel« zeigt Armin Petras eine berührende Liebesgeschichte vor dem Hintergrund der Gründungsjahre der DDR und begibt sich auf die Reise in eine Zeit, in der Utopien noch möglich schienen. >>> Essay zum Stück in Pearson's Preview: Eine Autopsie der DDR: Der geteilte Himmel von Armin Petras


Kategorie: Schauspiel

Ein Tonstudio. Eine Schauspielerin spricht einen Text ein. Vom Pult aus gibt ein Regisseur ihr Anweisungen. Gemeinsam arbeiten sie an der Sprachaufnahme eines Films, der synchron dazu abläuft. Es ist ein dokumentarisches Essay namens »Ru?ckkehr nach Reims« – filmische Adaption des gleichnamigen Buchs des französischen Soziologen Didier Eribon. Protagonist des Films ist der Autor selbst, der sich zu einer Art Erinnerungsreise aufmacht. In einer Mischung aus persönlichem Bekenntnis und soziologischer Analyse berichtet Eribon von der Wiederbegegnung mit seiner Heimatstadt und seiner Familie, die er seit seiner Karriere als Intellektueller in Paris jahrzehntelang quasi nicht mehr gesehen hat, nicht sehen wollte. Die Konfrontation mit der eigenen Vergangenheit stößt ihn auch auf die blinden Flecke der gesellschaftlichen Gegenwart: die brutalen Exklusionsmechanismen ebendieses Bu?rgertums, dem er selbst nun angehört, sowie die Realität einer einstmals kommunistischen Arbeiterklasse, die, vergessen und ohne Repräsentation, den Rechtspopulisten des Front National in die Arme rennt. Wie konnte es dazu kommen? Was ist der Anteil der Linken daran, was sein eigener als Intellektueller, der seine Herkunft verleugnet? Und welchen Ausweg gibt es? Fragen, denen Eribon nachgeht, während er sich im Film auf die Spurensuche in Reims macht. Fragen aber auch, die den Regisseur und die Schauspielerin beim Fertigstellen des Films nicht loslassen – und schließlich in einen Konflikt fu?hren, der das längst fertig geglaubte Projekt auf die Probe stellt. Und zugleich verborgene Seiten der eigenen Biographien zu Tage treten lassen. Mit »Ru?ckkehr nach Reims« zeigt Thomas Ostermeier zum ersten Mal in deutscher Sprache eine Bu?hnenfassung von Didier Eribons Text, der seit seinem Erscheinen zu einer Art Schlu?sselwerk zum Verständnis der gesellschaftlichen Gegenwart geworden ist. >>> Essay zum Stück in Pearson's Preview: Klassenverräter. Didier Eribon und Thomas Ostermeiers »Rückkehr nach Reims« Koproduktion mit dem Manchester International Festival MIF, HOME Manchester und dem Théâtre de la Ville Paris. Gefördert durch die Lotto Stiftung Berlin.


Kategorie: Schauspiel

»Mir wurde klar, dass ich das Gleichgewicht des Tages zerstört hatte, die außergewöhnliche Stille eines Strandes, an dem ich glücklich gewesen war. Da habe ich noch viermal auf einen leblosen Körper geschossen, in den die Kugeln eindrangen, ohne dass man es ihm ansah. Und es war wie vier kurze Schläge, mit denen ich an das Tor des Unglücks hämmerte.«In Albert Camus’ 1942 erschienenem Roman »Der Fremde« wird der Franzose Meursault zum Mörder. Am Strand von Algier tötet er einen Araber. Im anschließenden Gerichtsprozess verteidigt er sich nicht, obwohl am Ende sein Todesurteil steht. Er, der passive Zuschauer seines Lebens, verfolgt was ihm passiert so leidenschaftslos, als ginge es um einen Anderen. Und es scheint, das Todesurteil würde weniger mit dem Mord an dem namenlos bleibenden Araber begründet als mit eben jener Gleichgültigkeit Meursaults, die dieser als der Welt inhärent begreift.»Das Absurde ist der Zusammenprall des menschlichen Rufes mit dem unbegreiflichen Schweigen der Welt«, schreibt Camus in seinem ebenfalls 1942 publizierten Essay »Der Mythos des Sisyphos«. Es gelte hinzunehmen, dass Welt und Dasein unerträglich sinnfrei seien, und es keine höhere Bedeutung gebe. Doch kann es wirklich darum gehen, zu akzeptieren, was man nicht ändern zu können glaubt?»Der Fremde« ist nach Thomas Bernhards »Das Kalkwerk« die zweite Arbeit des österreichischen Regisseurs Philipp Preuss an der Schaubühne. >>> Essay zum Stück in unserem Blog Pearson's Preview: Camus' »Fremden« träumen


Kategorie: Schauspiel

Beziehungen entstehen und zerfallen. In immer kürzeren Zeiträumen – die Ressource eines immer schärfer werdenden Wettbewerbs. Binden, Trennen. Kaufen, Verkaufen. Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Krisen befragen Falk Richter, Regisseur und Autor, und Anouk van Dijk, Choreographin und Tänzerin, die unsicher gewordenen Grundlagen und Mechanismen menschlicher Bindungen – gemeinsam mit einem Ensemble von Schauspielern der Schaubühne und Tänzern der Compagnie anoukvandijk dc. Im Kreuzungsfeld der Ausdrucksformen stellen sie ein Menschenbild in Frage, das die moderne Individualisierung radikalisiert und die Ungebundenheit als Ideal feiert. Falk Richter und Anouk van Dijk wurden 2000 mit ihrer choreographischen Inszenierung »Nothing hurts« zum Theatertreffen nach Berlin eingeladen: TRUST war ihre erste gemeinsame Arbeit seit zehn Jahren. In der Folge entstanden vier weitere Inszenierungen, die Tanz und Schauspiel verbanden und weltweit tourten. Tanzcard-Inhaber erhalten für diese Veranstaltung 20% Ermäßigung auf den regulären Ticketpreis. Eine Koproduktion mit anoukvandijk dcMit freundlicher Unterstützung der Niederländischen Stiftung für darstellende Kunst+, der Gemeinde von Amsterdam und der Botschaft des Königreichs der Niederlande.


Kategorie: Schauspiel

DDR 1961, kurz nach dem Mauerbau. Rita Seidel wacht im Krankenhaus auf. Sie hat versucht, sich vor einen Zug zu werfen und ist dabei ohnmächtig geworden. Während sie langsam gesund wird, erinnert sie sich an die Erlebnisse, die zu ihrem Selbstmordversuch geführt haben: Auf einem Dorffest lernt die junge Rita den aufstrebenden Chemiker Manfred Herrfurth kennen. Die beiden verlieben sich und Rita folgt ihm in die Großstadt. Sie will Lehrerin werden und arbeitet als Teil ihrer Ausbildung in einem Waggonbauwerk, wo der Kontakt mit den Arbeitern ihr politisches Bewusstsein weckt. Doch während Rita sich zunehmend für sozialistische Ideen und Ideale interessiert, wird Manfred immer enttäuschter und verbitterter. Als Wirtschaftsfunktionäre eine seiner Entwicklungen ablehnen, trifft er den Entschluss, in den Westen zu gehen. Rita folgt ihm in die Wohnung seiner Tante am Kurfürstendamm. Doch während des Besuchs wird ihr klar, dass sie selbst nicht bleiben wird. Sie versucht Manfred zur Rückkehr zu überreden, aber er weigert sich und Rita kehrt allein in die DDR zurück. Wenige Tage später ist die Grenze geschlossen, Deutschland geteilt und das Liebespaar endgültig getrennt. In seiner Dramatisierung von »Der geteilte Himmel« zeigt Armin Petras eine berührende Liebesgeschichte vor dem Hintergrund der Gründungsjahre der DDR und begibt sich auf die Reise in eine Zeit, in der Utopien noch möglich schienen. >>> Essay zum Stück in Pearson's Preview: Eine Autopsie der DDR: Der geteilte Himmel von Armin Petras


Kategorie: Schauspiel

»Mir wurde klar, dass ich das Gleichgewicht des Tages zerstört hatte, die außergewöhnliche Stille eines Strandes, an dem ich glücklich gewesen war. Da habe ich noch viermal auf einen leblosen Körper geschossen, in den die Kugeln eindrangen, ohne dass man es ihm ansah. Und es war wie vier kurze Schläge, mit denen ich an das Tor des Unglücks hämmerte.«In Albert Camus’ 1942 erschienenem Roman »Der Fremde« wird der Franzose Meursault zum Mörder. Am Strand von Algier tötet er einen Araber. Im anschließenden Gerichtsprozess verteidigt er sich nicht, obwohl am Ende sein Todesurteil steht. Er, der passive Zuschauer seines Lebens, verfolgt was ihm passiert so leidenschaftslos, als ginge es um einen Anderen. Und es scheint, das Todesurteil würde weniger mit dem Mord an dem namenlos bleibenden Araber begründet als mit eben jener Gleichgültigkeit Meursaults, die dieser als der Welt inhärent begreift.»Das Absurde ist der Zusammenprall des menschlichen Rufes mit dem unbegreiflichen Schweigen der Welt«, schreibt Camus in seinem ebenfalls 1942 publizierten Essay »Der Mythos des Sisyphos«. Es gelte hinzunehmen, dass Welt und Dasein unerträglich sinnfrei seien, und es keine höhere Bedeutung gebe. Doch kann es wirklich darum gehen, zu akzeptieren, was man nicht ändern zu können glaubt?»Der Fremde« ist nach Thomas Bernhards »Das Kalkwerk« die zweite Arbeit des österreichischen Regisseurs Philipp Preuss an der Schaubühne. >>> Essay zum Stück in unserem Blog Pearson's Preview: Camus' »Fremden« träumen


Kategorie: Schauspiel

Einmal im Monat laden wir Zuschauer*innen dazu ein, vor dem Vorstellungsbesuch die jeweilige Inszenierung genauer zu untersuchen. Für vier Stunden eröffnen wir einen Experimentierraum, in dem gedacht und gespielt wird. Gemeinsam erproben wir darin ästhetische Aspekte der Inszenierung und suchen nach eigenen Antworten auf die Fragen, die im Stück verhandelt werden. Mit geschärften Sinnen kann dann der Theaterabend noch intensiver erlebt werden. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.


Kategorie: Schauspiel

Ein Tonstudio. Eine Schauspielerin spricht einen Text ein. Vom Pult aus gibt ein Regisseur ihr Anweisungen. Gemeinsam arbeiten sie an der Sprachaufnahme eines Films, der synchron dazu abläuft. Es ist ein dokumentarisches Essay namens »Ru?ckkehr nach Reims« – filmische Adaption des gleichnamigen Buchs des französischen Soziologen Didier Eribon. Protagonist des Films ist der Autor selbst, der sich zu einer Art Erinnerungsreise aufmacht. In einer Mischung aus persönlichem Bekenntnis und soziologischer Analyse berichtet Eribon von der Wiederbegegnung mit seiner Heimatstadt und seiner Familie, die er seit seiner Karriere als Intellektueller in Paris jahrzehntelang quasi nicht mehr gesehen hat, nicht sehen wollte. Die Konfrontation mit der eigenen Vergangenheit stößt ihn auch auf die blinden Flecke der gesellschaftlichen Gegenwart: die brutalen Exklusionsmechanismen ebendieses Bu?rgertums, dem er selbst nun angehört, sowie die Realität einer einstmals kommunistischen Arbeiterklasse, die, vergessen und ohne Repräsentation, den Rechtspopulisten des Front National in die Arme rennt. Wie konnte es dazu kommen? Was ist der Anteil der Linken daran, was sein eigener als Intellektueller, der seine Herkunft verleugnet? Und welchen Ausweg gibt es? Fragen, denen Eribon nachgeht, während er sich im Film auf die Spurensuche in Reims macht. Fragen aber auch, die den Regisseur und die Schauspielerin beim Fertigstellen des Films nicht loslassen – und schließlich in einen Konflikt fu?hren, der das längst fertig geglaubte Projekt auf die Probe stellt. Und zugleich verborgene Seiten der eigenen Biographien zu Tage treten lassen. Mit »Ru?ckkehr nach Reims« zeigt Thomas Ostermeier zum ersten Mal in deutscher Sprache eine Bu?hnenfassung von Didier Eribons Text, der seit seinem Erscheinen zu einer Art Schlu?sselwerk zum Verständnis der gesellschaftlichen Gegenwart geworden ist. >>> Essay zum Stück in Pearson's Preview: Klassenverräter. Didier Eribon und Thomas Ostermeiers »Rückkehr nach Reims« Koproduktion mit dem Manchester International Festival MIF, HOME Manchester und dem Théâtre de la Ville Paris. Gefördert durch die Lotto Stiftung Berlin.


Kategorie: Schauspiel

Ein Tonstudio. Eine Schauspielerin spricht einen Text ein. Vom Pult aus gibt ein Regisseur ihr Anweisungen. Gemeinsam arbeiten sie an der Sprachaufnahme eines Films, der synchron dazu abläuft. Es ist ein dokumentarisches Essay namens »Ru?ckkehr nach Reims« – filmische Adaption des gleichnamigen Buchs des französischen Soziologen Didier Eribon. Protagonist des Films ist der Autor selbst, der sich zu einer Art Erinnerungsreise aufmacht. In einer Mischung aus persönlichem Bekenntnis und soziologischer Analyse berichtet Eribon von der Wiederbegegnung mit seiner Heimatstadt und seiner Familie, die er seit seiner Karriere als Intellektueller in Paris jahrzehntelang quasi nicht mehr gesehen hat, nicht sehen wollte. Die Konfrontation mit der eigenen Vergangenheit stößt ihn auch auf die blinden Flecke der gesellschaftlichen Gegenwart: die brutalen Exklusionsmechanismen ebendieses Bu?rgertums, dem er selbst nun angehört, sowie die Realität einer einstmals kommunistischen Arbeiterklasse, die, vergessen und ohne Repräsentation, den Rechtspopulisten des Front National in die Arme rennt. Wie konnte es dazu kommen? Was ist der Anteil der Linken daran, was sein eigener als Intellektueller, der seine Herkunft verleugnet? Und welchen Ausweg gibt es? Fragen, denen Eribon nachgeht, während er sich im Film auf die Spurensuche in Reims macht. Fragen aber auch, die den Regisseur und die Schauspielerin beim Fertigstellen des Films nicht loslassen – und schließlich in einen Konflikt fu?hren, der das längst fertig geglaubte Projekt auf die Probe stellt. Und zugleich verborgene Seiten der eigenen Biographien zu Tage treten lassen. Mit »Ru?ckkehr nach Reims« zeigt Thomas Ostermeier zum ersten Mal in deutscher Sprache eine Bu?hnenfassung von Didier Eribons Text, der seit seinem Erscheinen zu einer Art Schlu?sselwerk zum Verständnis der gesellschaftlichen Gegenwart geworden ist. >>> Essay zum Stück in Pearson's Preview: Klassenverräter. Didier Eribon und Thomas Ostermeiers »Rückkehr nach Reims« Koproduktion mit dem Manchester International Festival MIF, HOME Manchester und dem Théâtre de la Ville Paris. Gefördert durch die Lotto Stiftung Berlin.


Kategorie: Schauspiel

Hamlet wird wahnsinnig. Sein Vater ist an einer plötzlichen, seltsamen Krankheit gestorben, die Mutter hat nach nur einem Monat wieder geheiratet, und zwar den Bruder ihres verstorbenen Mannes. Nachts hat Hamlet Visionen von seinem Vater: Der behauptet, sein Bruder habe ihn vergiftet. Nun soll Hamlet für ihn Rache nehmen und den Stiefvater töten. Zuerst spielt Hamlet den Wahnsinnigen, um seine Mordpläne zu verbergen. Dabei verliert er den Boden unter den Füßen. Die Freunde entpuppen sich als Spitzel des Stiefvaters, selbst seine Geliebte Ophelia wird Teil des Komplotts. Der Jäger wird selbst zum Gejagten. Hinter jeder Tapete und jedem Vorhang lauschen die Denunzianten. Der Paranoide wird wirklich verfolgt. Aus gespieltem wird echter Irrsinn, in dem Hamlet schließlich den Falschen tötet: Polonius, Ophelias Vater. Mutter und Stiefvater vertuschen den Mord und ziehen Hamlet aus dem Verkehr. An alledem zerbricht Ophelia und bringt sich um. Erst die Initiative seines Stiefvaters, ihn endgültig zum Schweigen zu bringen, spielt Hamlet die Gelegenheit in die Hände, in einem letzten Amoklauf seine ganze Welt zum Untergang zu zwingen. Im Paradox des handlungsunfähigen Handlungsträgers bietet Shakespeares »Hamlet« eine zeitlos aktuelle Analyse des intellektuellen Dilemmas zwischen komplexem Denken und politischer Tat. In Ostermeiers Inszenierung werden die bis zu 20 Figuren von nur sechs Schauspielern gespielt, die ständig die Rollen wechseln. Der fortschreitende Realitätsverlust Hamlets, seine Desorientierung, die Manipulation von Wirklichkeit und Identität finden so ihre Entsprechung in einer Spielweise, die die Strategie der Verstellung zum Grundprinzip erhebt.


Kategorie: Schauspiel

Ein Tonstudio. Eine Schauspielerin spricht einen Text ein. Vom Pult aus gibt ein Regisseur ihr Anweisungen. Gemeinsam arbeiten sie an der Sprachaufnahme eines Films, der synchron dazu abläuft. Es ist ein dokumentarisches Essay namens »Ru?ckkehr nach Reims« – filmische Adaption des gleichnamigen Buchs des französischen Soziologen Didier Eribon. Protagonist des Films ist der Autor selbst, der sich zu einer Art Erinnerungsreise aufmacht. In einer Mischung aus persönlichem Bekenntnis und soziologischer Analyse berichtet Eribon von der Wiederbegegnung mit seiner Heimatstadt und seiner Familie, die er seit seiner Karriere als Intellektueller in Paris jahrzehntelang quasi nicht mehr gesehen hat, nicht sehen wollte. Die Konfrontation mit der eigenen Vergangenheit stößt ihn auch auf die blinden Flecke der gesellschaftlichen Gegenwart: die brutalen Exklusionsmechanismen ebendieses Bu?rgertums, dem er selbst nun angehört, sowie die Realität einer einstmals kommunistischen Arbeiterklasse, die, vergessen und ohne Repräsentation, den Rechtspopulisten des Front National in die Arme rennt. Wie konnte es dazu kommen? Was ist der Anteil der Linken daran, was sein eigener als Intellektueller, der seine Herkunft verleugnet? Und welchen Ausweg gibt es? Fragen, denen Eribon nachgeht, während er sich im Film auf die Spurensuche in Reims macht. Fragen aber auch, die den Regisseur und die Schauspielerin beim Fertigstellen des Films nicht loslassen – und schließlich in einen Konflikt fu?hren, der das längst fertig geglaubte Projekt auf die Probe stellt. Und zugleich verborgene Seiten der eigenen Biographien zu Tage treten lassen. Mit »Ru?ckkehr nach Reims« zeigt Thomas Ostermeier zum ersten Mal in deutscher Sprache eine Bu?hnenfassung von Didier Eribons Text, der seit seinem Erscheinen zu einer Art Schlu?sselwerk zum Verständnis der gesellschaftlichen Gegenwart geworden ist. >>> Essay zum Stück in Pearson's Preview: Klassenverräter. Didier Eribon und Thomas Ostermeiers »Rückkehr nach Reims« Koproduktion mit dem Manchester International Festival MIF, HOME Manchester und dem Théâtre de la Ville Paris. Gefördert durch die Lotto Stiftung Berlin.


Kategorie: Schauspiel

Seit Jahren will Konrad eine einzigartige Studie über das Gehör verfassen. Um endlich genügend Zeit und Muße zu haben, sich voll und ganz darauf konzentrieren zu können, ersteigert er ein abgelegenes, stillgelegtes Kalkwerk. In der Abgeschiedenheit, ohne den störenden Einfluss der lärmenden Gesellschaft, beginnt er die Arbeit an seinem großen Werk. Seine kranke, gelähmte Frau dient ihm dabei als Versuchskaninchen: Über Tage, Wochen und Monate testet er die Wirkung verschiedenster Konsonanten, Vokale und Lautkonstellationen an ihr. Doch Konrad schafft es nicht, seine Gedanken auf Papier zu bringen. Als er einen Traum hat, in dem sich seine Frau bewegen kann, erkennt er schlagartig die Wahrheit. Ihr fehlt sowohl die Disziplin als auch der Respekt, um ihm bei seinen Experimenten zu helfen. Konrad sieht nur noch einen Ausweg: Er muss sie umbringen. Was passiert, wenn man am eigenen Anspruch scheitert und das Leben dadurch sinnlos erscheint? Thomas Bernhards Roman, 1970 erschienen, erzählt die Geschichte einer verzweifelten, wütenden Obsession. Philipp Preuss wuchs in Wien auf und studierte Regie und Schauspiel am Mozarteum Salzburg. Seine Inszenierungen liefen u. a. am Schauspielhaus Bochum, Schlosstheater Moers, Schauspiel Frankfurt und am Schauspiel Leipzig. »Das Kalkwerk« ist seine erste Arbeit an der Schaubühne.


Kategorie: Schauspiel

Hamlet wird wahnsinnig. Sein Vater ist an einer plötzlichen, seltsamen Krankheit gestorben, die Mutter hat nach nur einem Monat wieder geheiratet, und zwar den Bruder ihres verstorbenen Mannes. Nachts hat Hamlet Visionen von seinem Vater: Der behauptet, sein Bruder habe ihn vergiftet. Nun soll Hamlet für ihn Rache nehmen und den Stiefvater töten. Zuerst spielt Hamlet den Wahnsinnigen, um seine Mordpläne zu verbergen. Dabei verliert er den Boden unter den Füßen. Die Freunde entpuppen sich als Spitzel des Stiefvaters, selbst seine Geliebte Ophelia wird Teil des Komplotts. Der Jäger wird selbst zum Gejagten. Hinter jeder Tapete und jedem Vorhang lauschen die Denunzianten. Der Paranoide wird wirklich verfolgt. Aus gespieltem wird echter Irrsinn, in dem Hamlet schließlich den Falschen tötet: Polonius, Ophelias Vater. Mutter und Stiefvater vertuschen den Mord und ziehen Hamlet aus dem Verkehr. An alledem zerbricht Ophelia und bringt sich um. Erst die Initiative seines Stiefvaters, ihn endgültig zum Schweigen zu bringen, spielt Hamlet die Gelegenheit in die Hände, in einem letzten Amoklauf seine ganze Welt zum Untergang zu zwingen. Im Paradox des handlungsunfähigen Handlungsträgers bietet Shakespeares »Hamlet« eine zeitlos aktuelle Analyse des intellektuellen Dilemmas zwischen komplexem Denken und politischer Tat. In Ostermeiers Inszenierung werden die bis zu 20 Figuren von nur sechs Schauspielern gespielt, die ständig die Rollen wechseln. Der fortschreitende Realitätsverlust Hamlets, seine Desorientierung, die Manipulation von Wirklichkeit und Identität finden so ihre Entsprechung in einer Spielweise, die die Strategie der Verstellung zum Grundprinzip erhebt.


Kategorie: Schauspiel

Ein Tonstudio. Eine Schauspielerin spricht einen Text ein. Vom Pult aus gibt ein Regisseur ihr Anweisungen. Gemeinsam arbeiten sie an der Sprachaufnahme eines Films, der synchron dazu abläuft. Es ist ein dokumentarisches Essay namens »Ru?ckkehr nach Reims« – filmische Adaption des gleichnamigen Buchs des französischen Soziologen Didier Eribon. Protagonist des Films ist der Autor selbst, der sich zu einer Art Erinnerungsreise aufmacht. In einer Mischung aus persönlichem Bekenntnis und soziologischer Analyse berichtet Eribon von der Wiederbegegnung mit seiner Heimatstadt und seiner Familie, die er seit seiner Karriere als Intellektueller in Paris jahrzehntelang quasi nicht mehr gesehen hat, nicht sehen wollte. Die Konfrontation mit der eigenen Vergangenheit stößt ihn auch auf die blinden Flecke der gesellschaftlichen Gegenwart: die brutalen Exklusionsmechanismen ebendieses Bu?rgertums, dem er selbst nun angehört, sowie die Realität einer einstmals kommunistischen Arbeiterklasse, die, vergessen und ohne Repräsentation, den Rechtspopulisten des Front National in die Arme rennt. Wie konnte es dazu kommen? Was ist der Anteil der Linken daran, was sein eigener als Intellektueller, der seine Herkunft verleugnet? Und welchen Ausweg gibt es? Fragen, denen Eribon nachgeht, während er sich im Film auf die Spurensuche in Reims macht. Fragen aber auch, die den Regisseur und die Schauspielerin beim Fertigstellen des Films nicht loslassen – und schließlich in einen Konflikt fu?hren, der das längst fertig geglaubte Projekt auf die Probe stellt. Und zugleich verborgene Seiten der eigenen Biographien zu Tage treten lassen. Mit »Ru?ckkehr nach Reims« zeigt Thomas Ostermeier zum ersten Mal in deutscher Sprache eine Bu?hnenfassung von Didier Eribons Text, der seit seinem Erscheinen zu einer Art Schlu?sselwerk zum Verständnis der gesellschaftlichen Gegenwart geworden ist. >>> Essay zum Stück in Pearson's Preview: Klassenverräter. Didier Eribon und Thomas Ostermeiers »Rückkehr nach Reims« Koproduktion mit dem Manchester International Festival MIF, HOME Manchester und dem Théâtre de la Ville Paris. Gefördert durch die Lotto Stiftung Berlin.


Kategorie: Schauspiel

Ein Tonstudio. Eine Schauspielerin spricht einen Text ein. Vom Pult aus gibt ein Regisseur ihr Anweisungen. Gemeinsam arbeiten sie an der Sprachaufnahme eines Films, der synchron dazu abläuft. Es ist ein dokumentarisches Essay namens »Ru?ckkehr nach Reims« – filmische Adaption des gleichnamigen Buchs des französischen Soziologen Didier Eribon. Protagonist des Films ist der Autor selbst, der sich zu einer Art Erinnerungsreise aufmacht. In einer Mischung aus persönlichem Bekenntnis und soziologischer Analyse berichtet Eribon von der Wiederbegegnung mit seiner Heimatstadt und seiner Familie, die er seit seiner Karriere als Intellektueller in Paris jahrzehntelang quasi nicht mehr gesehen hat, nicht sehen wollte. Die Konfrontation mit der eigenen Vergangenheit stößt ihn auch auf die blinden Flecke der gesellschaftlichen Gegenwart: die brutalen Exklusionsmechanismen ebendieses Bu?rgertums, dem er selbst nun angehört, sowie die Realität einer einstmals kommunistischen Arbeiterklasse, die, vergessen und ohne Repräsentation, den Rechtspopulisten des Front National in die Arme rennt. Wie konnte es dazu kommen? Was ist der Anteil der Linken daran, was sein eigener als Intellektueller, der seine Herkunft verleugnet? Und welchen Ausweg gibt es? Fragen, denen Eribon nachgeht, während er sich im Film auf die Spurensuche in Reims macht. Fragen aber auch, die den Regisseur und die Schauspielerin beim Fertigstellen des Films nicht loslassen – und schließlich in einen Konflikt fu?hren, der das längst fertig geglaubte Projekt auf die Probe stellt. Und zugleich verborgene Seiten der eigenen Biographien zu Tage treten lassen. Mit »Ru?ckkehr nach Reims« zeigt Thomas Ostermeier zum ersten Mal in deutscher Sprache eine Bu?hnenfassung von Didier Eribons Text, der seit seinem Erscheinen zu einer Art Schlu?sselwerk zum Verständnis der gesellschaftlichen Gegenwart geworden ist. >>> Essay zum Stück in Pearson's Preview: Klassenverräter. Didier Eribon und Thomas Ostermeiers »Rückkehr nach Reims« Koproduktion mit dem Manchester International Festival MIF, HOME Manchester und dem Théâtre de la Ville Paris. Gefördert durch die Lotto Stiftung Berlin.


Kategorie: Schauspiel

Hamlet wird wahnsinnig. Sein Vater ist an einer plötzlichen, seltsamen Krankheit gestorben, die Mutter hat nach nur einem Monat wieder geheiratet, und zwar den Bruder ihres verstorbenen Mannes. Nachts hat Hamlet Visionen von seinem Vater: Der behauptet, sein Bruder habe ihn vergiftet. Nun soll Hamlet für ihn Rache nehmen und den Stiefvater töten. Zuerst spielt Hamlet den Wahnsinnigen, um seine Mordpläne zu verbergen. Dabei verliert er den Boden unter den Füßen. Die Freunde entpuppen sich als Spitzel des Stiefvaters, selbst seine Geliebte Ophelia wird Teil des Komplotts. Der Jäger wird selbst zum Gejagten. Hinter jeder Tapete und jedem Vorhang lauschen die Denunzianten. Der Paranoide wird wirklich verfolgt. Aus gespieltem wird echter Irrsinn, in dem Hamlet schließlich den Falschen tötet: Polonius, Ophelias Vater. Mutter und Stiefvater vertuschen den Mord und ziehen Hamlet aus dem Verkehr. An alledem zerbricht Ophelia und bringt sich um. Erst die Initiative seines Stiefvaters, ihn endgültig zum Schweigen zu bringen, spielt Hamlet die Gelegenheit in die Hände, in einem letzten Amoklauf seine ganze Welt zum Untergang zu zwingen. Im Paradox des handlungsunfähigen Handlungsträgers bietet Shakespeares »Hamlet« eine zeitlos aktuelle Analyse des intellektuellen Dilemmas zwischen komplexem Denken und politischer Tat. In Ostermeiers Inszenierung werden die bis zu 20 Figuren von nur sechs Schauspielern gespielt, die ständig die Rollen wechseln. Der fortschreitende Realitätsverlust Hamlets, seine Desorientierung, die Manipulation von Wirklichkeit und Identität finden so ihre Entsprechung in einer Spielweise, die die Strategie der Verstellung zum Grundprinzip erhebt.


Kategorie: Schauspiel

Ödön von Horváth. Zeit seines Lebens fasziniert von spukhaften Phänomenen und Heimsuchungen, skurrilen Krankheitsbildern und seltsamen Unglu?cksfällen. Geboren 1901 in Fiume (heute Rijeka), gestorben 1938 in Paris. Erschlagen vom herabfallenden Ast einer Kastanie, in die der Blitz einschlug. Die Ironie: Tage zuvor hatte ihm eine Wahrsagerin »das größte Abenteuer« seines Lebens prophezeit. Horváths Tod hat etwas von einer streng artistischen Konsequenz. Er fu?gt sich ganz organisch in sein Werk ein, »das oft mit einem u?bermu?tigen Satz u?ber den Zaun des Jenseits springt«. Und tatsächlich haben seine Figuren, seien es die unterprivilegierten Fräuleins oder frömmelnden Witwen, die verkorksten Intellektuellen, Kasimirs und Karolines, Schupos oder Zuschneider, eine gewisse Lebenstraurigkeit und Sehnsucht und blicken, wenn immer ihnen auf Erden nicht zu helfen ist, hinauf zu den Sternen. Oder auch bloß hinauf zum Zeppelin, der schwerelos voru?berschwebt. Und der Zeppelin, die »fliegende Aluwurst«, der leise surrende Gigant, das märchenhafte Fluggerät, der ist ein Symbol, ist Fetisch, Idol, Kaleidoskop der Gegensätze und Doppelmoral, Wunder und Phantasmagorie. Und Horváths Figuren sind in allem, ihrem Reden und Handeln, eigentlich ganz anders, sie kommen nur so selten dazu. »Zeppelin« ist Herbert Fritschs erste Arbeit an der Schaubu?hne und Auftakt einer regelmäßigen Zusammenarbeit. Fritsch inszeniert Texte aus dem Horváthschen Nachlass, von skurril abenteuerlichen Possen und Zaubermärchen bis hin zu Vorarbeiten seiner beru?hmten Volksstu?cke. Und Horváth soll erzählt werden, nur eben ganz anders. >>> Essay zum Stück in Pearson's Preview: »Kein Piña Colada«. Herbert Fritsch, Volksbühnen-Vertriebene und ein riesiges Luftschiff


Kategorie: Schauspiel

Hamlet wird wahnsinnig. Sein Vater ist an einer plötzlichen, seltsamen Krankheit gestorben, die Mutter hat nach nur einem Monat wieder geheiratet, und zwar den Bruder ihres verstorbenen Mannes. Nachts hat Hamlet Visionen von seinem Vater: Der behauptet, sein Bruder habe ihn vergiftet. Nun soll Hamlet für ihn Rache nehmen und den Stiefvater töten. Zuerst spielt Hamlet den Wahnsinnigen, um seine Mordpläne zu verbergen. Dabei verliert er den Boden unter den Füßen. Die Freunde entpuppen sich als Spitzel des Stiefvaters, selbst seine Geliebte Ophelia wird Teil des Komplotts. Der Jäger wird selbst zum Gejagten. Hinter jeder Tapete und jedem Vorhang lauschen die Denunzianten. Der Paranoide wird wirklich verfolgt. Aus gespieltem wird echter Irrsinn, in dem Hamlet schließlich den Falschen tötet: Polonius, Ophelias Vater. Mutter und Stiefvater vertuschen den Mord und ziehen Hamlet aus dem Verkehr. An alledem zerbricht Ophelia und bringt sich um. Erst die Initiative seines Stiefvaters, ihn endgültig zum Schweigen zu bringen, spielt Hamlet die Gelegenheit in die Hände, in einem letzten Amoklauf seine ganze Welt zum Untergang zu zwingen. Im Paradox des handlungsunfähigen Handlungsträgers bietet Shakespeares »Hamlet« eine zeitlos aktuelle Analyse des intellektuellen Dilemmas zwischen komplexem Denken und politischer Tat. In Ostermeiers Inszenierung werden die bis zu 20 Figuren von nur sechs Schauspielern gespielt, die ständig die Rollen wechseln. Der fortschreitende Realitätsverlust Hamlets, seine Desorientierung, die Manipulation von Wirklichkeit und Identität finden so ihre Entsprechung in einer Spielweise, die die Strategie der Verstellung zum Grundprinzip erhebt.


Kategorie: Schauspiel

Ödön von Horváth. Zeit seines Lebens fasziniert von spukhaften Phänomenen und Heimsuchungen, skurrilen Krankheitsbildern und seltsamen Unglu?cksfällen. Geboren 1901 in Fiume (heute Rijeka), gestorben 1938 in Paris. Erschlagen vom herabfallenden Ast einer Kastanie, in die der Blitz einschlug. Die Ironie: Tage zuvor hatte ihm eine Wahrsagerin »das größte Abenteuer« seines Lebens prophezeit. Horváths Tod hat etwas von einer streng artistischen Konsequenz. Er fu?gt sich ganz organisch in sein Werk ein, »das oft mit einem u?bermu?tigen Satz u?ber den Zaun des Jenseits springt«. Und tatsächlich haben seine Figuren, seien es die unterprivilegierten Fräuleins oder frömmelnden Witwen, die verkorksten Intellektuellen, Kasimirs und Karolines, Schupos oder Zuschneider, eine gewisse Lebenstraurigkeit und Sehnsucht und blicken, wenn immer ihnen auf Erden nicht zu helfen ist, hinauf zu den Sternen. Oder auch bloß hinauf zum Zeppelin, der schwerelos voru?berschwebt. Und der Zeppelin, die »fliegende Aluwurst«, der leise surrende Gigant, das märchenhafte Fluggerät, der ist ein Symbol, ist Fetisch, Idol, Kaleidoskop der Gegensätze und Doppelmoral, Wunder und Phantasmagorie. Und Horváths Figuren sind in allem, ihrem Reden und Handeln, eigentlich ganz anders, sie kommen nur so selten dazu. »Zeppelin« ist Herbert Fritschs erste Arbeit an der Schaubu?hne und Auftakt einer regelmäßigen Zusammenarbeit. Fritsch inszeniert Texte aus dem Horváthschen Nachlass, von skurril abenteuerlichen Possen und Zaubermärchen bis hin zu Vorarbeiten seiner beru?hmten Volksstu?cke. Und Horváth soll erzählt werden, nur eben ganz anders. >>> Essay zum Stück in Pearson's Preview: »Kein Piña Colada«. Herbert Fritsch, Volksbühnen-Vertriebene und ein riesiges Luftschiff


Kategorie: Schauspiel

Ödön von Horváth. Zeit seines Lebens fasziniert von spukhaften Phänomenen und Heimsuchungen, skurrilen Krankheitsbildern und seltsamen Unglu?cksfällen. Geboren 1901 in Fiume (heute Rijeka), gestorben 1938 in Paris. Erschlagen vom herabfallenden Ast einer Kastanie, in die der Blitz einschlug. Die Ironie: Tage zuvor hatte ihm eine Wahrsagerin »das größte Abenteuer« seines Lebens prophezeit. Horváths Tod hat etwas von einer streng artistischen Konsequenz. Er fu?gt sich ganz organisch in sein Werk ein, »das oft mit einem u?bermu?tigen Satz u?ber den Zaun des Jenseits springt«. Und tatsächlich haben seine Figuren, seien es die unterprivilegierten Fräuleins oder frömmelnden Witwen, die verkorksten Intellektuellen, Kasimirs und Karolines, Schupos oder Zuschneider, eine gewisse Lebenstraurigkeit und Sehnsucht und blicken, wenn immer ihnen auf Erden nicht zu helfen ist, hinauf zu den Sternen. Oder auch bloß hinauf zum Zeppelin, der schwerelos voru?berschwebt. Und der Zeppelin, die »fliegende Aluwurst«, der leise surrende Gigant, das märchenhafte Fluggerät, der ist ein Symbol, ist Fetisch, Idol, Kaleidoskop der Gegensätze und Doppelmoral, Wunder und Phantasmagorie. Und Horváths Figuren sind in allem, ihrem Reden und Handeln, eigentlich ganz anders, sie kommen nur so selten dazu. »Zeppelin« ist Herbert Fritschs erste Arbeit an der Schaubu?hne und Auftakt einer regelmäßigen Zusammenarbeit. Fritsch inszeniert Texte aus dem Horváthschen Nachlass, von skurril abenteuerlichen Possen und Zaubermärchen bis hin zu Vorarbeiten seiner beru?hmten Volksstu?cke. Und Horváth soll erzählt werden, nur eben ganz anders. >>> Essay zum Stück in Pearson's Preview: »Kein Piña Colada«. Herbert Fritsch, Volksbühnen-Vertriebene und ein riesiges Luftschiff


Kategorie: Schauspiel

Ein Tonstudio. Eine Schauspielerin spricht einen Text ein. Vom Pult aus gibt ein Regisseur ihr Anweisungen. Gemeinsam arbeiten sie an der Sprachaufnahme eines Films, der synchron dazu abläuft. Es ist ein dokumentarisches Essay namens »Ru?ckkehr nach Reims« – filmische Adaption des gleichnamigen Buchs des französischen Soziologen Didier Eribon. Protagonist des Films ist der Autor selbst, der sich zu einer Art Erinnerungsreise aufmacht. In einer Mischung aus persönlichem Bekenntnis und soziologischer Analyse berichtet Eribon von der Wiederbegegnung mit seiner Heimatstadt und seiner Familie, die er seit seiner Karriere als Intellektueller in Paris jahrzehntelang quasi nicht mehr gesehen hat, nicht sehen wollte. Die Konfrontation mit der eigenen Vergangenheit stößt ihn auch auf die blinden Flecke der gesellschaftlichen Gegenwart: die brutalen Exklusionsmechanismen ebendieses Bu?rgertums, dem er selbst nun angehört, sowie die Realität einer einstmals kommunistischen Arbeiterklasse, die, vergessen und ohne Repräsentation, den Rechtspopulisten des Front National in die Arme rennt. Wie konnte es dazu kommen? Was ist der Anteil der Linken daran, was sein eigener als Intellektueller, der seine Herkunft verleugnet? Und welchen Ausweg gibt es? Fragen, denen Eribon nachgeht, während er sich im Film auf die Spurensuche in Reims macht. Fragen aber auch, die den Regisseur und die Schauspielerin beim Fertigstellen des Films nicht loslassen – und schließlich in einen Konflikt fu?hren, der das längst fertig geglaubte Projekt auf die Probe stellt. Und zugleich verborgene Seiten der eigenen Biographien zu Tage treten lassen. Mit »Ru?ckkehr nach Reims« zeigt Thomas Ostermeier zum ersten Mal in deutscher Sprache eine Bu?hnenfassung von Didier Eribons Text, der seit seinem Erscheinen zu einer Art Schlu?sselwerk zum Verständnis der gesellschaftlichen Gegenwart geworden ist. >>> Essay zum Stück in Pearson's Preview: Klassenverräter. Didier Eribon und Thomas Ostermeiers »Rückkehr nach Reims« Koproduktion mit dem Manchester International Festival MIF, HOME Manchester und dem Théâtre de la Ville Paris. Gefördert durch die Lotto Stiftung Berlin.


Kategorie: Schauspiel

Ein Tonstudio. Eine Schauspielerin spricht einen Text ein. Vom Pult aus gibt ein Regisseur ihr Anweisungen. Gemeinsam arbeiten sie an der Sprachaufnahme eines Films, der synchron dazu abläuft. Es ist ein dokumentarisches Essay namens »Ru?ckkehr nach Reims« – filmische Adaption des gleichnamigen Buchs des französischen Soziologen Didier Eribon. Protagonist des Films ist der Autor selbst, der sich zu einer Art Erinnerungsreise aufmacht. In einer Mischung aus persönlichem Bekenntnis und soziologischer Analyse berichtet Eribon von der Wiederbegegnung mit seiner Heimatstadt und seiner Familie, die er seit seiner Karriere als Intellektueller in Paris jahrzehntelang quasi nicht mehr gesehen hat, nicht sehen wollte. Die Konfrontation mit der eigenen Vergangenheit stößt ihn auch auf die blinden Flecke der gesellschaftlichen Gegenwart: die brutalen Exklusionsmechanismen ebendieses Bu?rgertums, dem er selbst nun angehört, sowie die Realität einer einstmals kommunistischen Arbeiterklasse, die, vergessen und ohne Repräsentation, den Rechtspopulisten des Front National in die Arme rennt. Wie konnte es dazu kommen? Was ist der Anteil der Linken daran, was sein eigener als Intellektueller, der seine Herkunft verleugnet? Und welchen Ausweg gibt es? Fragen, denen Eribon nachgeht, während er sich im Film auf die Spurensuche in Reims macht. Fragen aber auch, die den Regisseur und die Schauspielerin beim Fertigstellen des Films nicht loslassen – und schließlich in einen Konflikt fu?hren, der das längst fertig geglaubte Projekt auf die Probe stellt. Und zugleich verborgene Seiten der eigenen Biographien zu Tage treten lassen. Mit »Ru?ckkehr nach Reims« zeigt Thomas Ostermeier zum ersten Mal in deutscher Sprache eine Bu?hnenfassung von Didier Eribons Text, der seit seinem Erscheinen zu einer Art Schlu?sselwerk zum Verständnis der gesellschaftlichen Gegenwart geworden ist. >>> Essay zum Stück in Pearson's Preview: Klassenverräter. Didier Eribon und Thomas Ostermeiers »Rückkehr nach Reims« Koproduktion mit dem Manchester International Festival MIF, HOME Manchester und dem Théâtre de la Ville Paris. Gefördert durch die Lotto Stiftung Berlin.


Kategorie: Schauspiel

1969 begibt sich Loren McIntyre, ein Fotojournalist des National Geographic-Magazins, auf eine Reise, die ihn auf dem Amazonas zur brasilianisch-peruanischen Grenze führt. Er ist auf der Suche nach den Mayoruna, den »Katzen-Menschen«, einem von der Zivilisation abgeschnittenen, halb-nomadischen Stamm, der tief im Dschungel des einsam gelegenen Javari-Tals lebt. Der Aufenthalt bei den Mayoruna, die keine Trennung zwischen Mensch und Natur machen und die Zeit als kreisförmig statt fortlaufend betrachten, verändert seine Sicht auf die Welt grundlegend. Sechzehn Jahre später, in Manaus, erzählt er die Geschichte dem rumänischen Autor Petru Popescu, der ein Buch, »Amazon Beaming«, darüber schreibt. Der Schauspieler und Regisseur Simon McBurney versucht, die Reise McIntyres in die Tiefen des amazonischen Regenwaldes zu rekonstruieren. Mithilfe einer neuartigen Audiotechnologie erschafft McBurney eine sich ständig verändernde, komplexe Klangwelt und untersucht das menschliche Bewusstsein und unsere Beziehung zur Natur. Das Publikum nimmt an dieser Zeitreise teil und taucht mithilfe von Kopfhörern in eine fremde Welt ein.Nachdem er eine Arbeitsfassung von »The Encounter« bei FIND 2015 unter dem Arbeitstitel »Amazon Beaming« zeigte, kehrt Simon McBurney jetzt mit der fertigen Inszenierung an die Schaubühne zurück. Regie: Simon McBurneyCo-Regie: Kirsty HousleyBühne und Kostüme: Michael LevineTon: Gareth Fry und Pete MalkinLicht: Paul AndersonVideo: Will DukeMitarbeit Regie: Jemima James Mit: Simon McBurney Eine Koproduktion von Complicité mit dem Edinburgh International Festival, dem Barbican – London, dem Onassis Cultural Centre – Athen, der Schaubühne Berlin, dem Théâtre Vidy-Lausanne und dem Warwick Arts Centre. Trailer


Kategorie: Schauspiel

1969 begibt sich Loren McIntyre, ein Fotojournalist des National Geographic-Magazins, auf eine Reise, die ihn auf dem Amazonas zur brasilianisch-peruanischen Grenze führt. Er ist auf der Suche nach den Mayoruna, den »Katzen-Menschen«, einem von der Zivilisation abgeschnittenen, halb-nomadischen Stamm, der tief im Dschungel des einsam gelegenen Javari-Tals lebt. Der Aufenthalt bei den Mayoruna, die keine Trennung zwischen Mensch und Natur machen und die Zeit als kreisförmig statt fortlaufend betrachten, verändert seine Sicht auf die Welt grundlegend. Sechzehn Jahre später, in Manaus, erzählt er die Geschichte dem rumänischen Autor Petru Popescu, der ein Buch, »Amazon Beaming«, darüber schreibt. Der Schauspieler und Regisseur Simon McBurney versucht, die Reise McIntyres in die Tiefen des amazonischen Regenwaldes zu rekonstruieren. Mithilfe einer neuartigen Audiotechnologie erschafft McBurney eine sich ständig verändernde, komplexe Klangwelt und untersucht das menschliche Bewusstsein und unsere Beziehung zur Natur. Das Publikum nimmt an dieser Zeitreise teil und taucht mithilfe von Kopfhörern in eine fremde Welt ein.Nachdem er eine Arbeitsfassung von »The Encounter« bei FIND 2015 unter dem Arbeitstitel »Amazon Beaming« zeigte, kehrt Simon McBurney jetzt mit der fertigen Inszenierung an die Schaubühne zurück. Regie: Simon McBurneyCo-Regie: Kirsty HousleyBühne und Kostüme: Michael LevineTon: Gareth Fry und Pete MalkinLicht: Paul AndersonVideo: Will DukeMitarbeit Regie: Jemima James Mit: Simon McBurney Eine Koproduktion von Complicité mit dem Edinburgh International Festival, dem Barbican – London, dem Onassis Cultural Centre – Athen, der Schaubühne Berlin, dem Théâtre Vidy-Lausanne und dem Warwick Arts Centre. Trailer


Kategorie: Schauspiel

1969 begibt sich Loren McIntyre, ein Fotojournalist des National Geographic-Magazins, auf eine Reise, die ihn auf dem Amazonas zur brasilianisch-peruanischen Grenze führt. Er ist auf der Suche nach den Mayoruna, den »Katzen-Menschen«, einem von der Zivilisation abgeschnittenen, halb-nomadischen Stamm, der tief im Dschungel des einsam gelegenen Javari-Tals lebt. Der Aufenthalt bei den Mayoruna, die keine Trennung zwischen Mensch und Natur machen und die Zeit als kreisförmig statt fortlaufend betrachten, verändert seine Sicht auf die Welt grundlegend. Sechzehn Jahre später, in Manaus, erzählt er die Geschichte dem rumänischen Autor Petru Popescu, der ein Buch, »Amazon Beaming«, darüber schreibt. Der Schauspieler und Regisseur Simon McBurney versucht, die Reise McIntyres in die Tiefen des amazonischen Regenwaldes zu rekonstruieren. Mithilfe einer neuartigen Audiotechnologie erschafft McBurney eine sich ständig verändernde, komplexe Klangwelt und untersucht das menschliche Bewusstsein und unsere Beziehung zur Natur. Das Publikum nimmt an dieser Zeitreise teil und taucht mithilfe von Kopfhörern in eine fremde Welt ein.Nachdem er eine Arbeitsfassung von »The Encounter« bei FIND 2015 unter dem Arbeitstitel »Amazon Beaming« zeigte, kehrt Simon McBurney jetzt mit der fertigen Inszenierung an die Schaubühne zurück. Regie: Simon McBurneyCo-Regie: Kirsty HousleyBühne und Kostüme: Michael LevineTon: Gareth Fry und Pete MalkinLicht: Paul AndersonVideo: Will DukeMitarbeit Regie: Jemima James Mit: Simon McBurney Eine Koproduktion von Complicité mit dem Edinburgh International Festival, dem Barbican – London, dem Onassis Cultural Centre – Athen, der Schaubühne Berlin, dem Théâtre Vidy-Lausanne und dem Warwick Arts Centre. Trailer


Kategorie: Schauspiel

Internist Bernhardi, Direktor einer renommierten Privatklinik, verweigert einem Pfarrer den Zugang zum Zimmer einer Patientin, der dieser die Sterbesakramente spenden möchte. Im Endstadium einer tödlichen Blutvergiftung, Folge einer unsachgemäßen Abtreibung, deliriert die junge Frau, sie sei völlig geheilt. Bernhardi hält es für seine ärztlich-humanistische Pflicht, ihr ein »glückliches Sterben« zu ermöglichen und sie nicht aus dieser Illusion zu reißen. Der Pfarrer wiederum besteht auf seinem religiösen Auftrag als Seelsorger. Beide scheitern: Während sie diskutieren, verstirbt die Kranke – zuvor noch alarmiert durch das Pflegepersonal, das gegen den Willen des Arztes den Besuch des Pfarrers ankündigte. Für den jüdischstämmigen Bernhardi weitet sich der unglückliche Zwischenfall rasch zu einem politischen Skandal aus, der seine Existenz und die der Klinik zu ruinieren droht. Ihm wird ein gezielter Übergriff auf religiöse Gefühle von Christen unterstellt. Bald bricht ein latent grassierender Antisemitismus überall offen zutage. Der Stiftungsrat des Instituts tritt aus Protest gegen Bernhardi zurück. Konkurrenten in der Ärzteschaft nutzen gezielt antijüdische Ressentiments, um Bernhardi zu suspendieren und so sich und ihre Freunde in die Leitungspositionen zu bringen. Im Parlament erreichen rechte Populisten gar die Eröffnung eines Strafverfahrens gegen Bernhardi. Schließlich versagt selbst der zuständige Minister, Bernhardis Studienfreund Flint, ihm die Unterstützung, um für diesen Einzelfall nicht sein politisches Programm in Gefahr zu bringen. Dafür erfährt Bernhardi plötzlich die Solidarität linker Kreise, die ihn zum Märtyrer machen wollen. Doch er möchte sich nicht für ihre politischen Ziele instrumentalisieren lassen – und verzichtet bewusst auf einen öffentlichen Kampf gegen die Lügen und für seine Rehabilitierung. »Professor Bernhardi« ist einer der wenigen dramatischen Texte, die minutiös einen beruflichen Kontext jenseits der emotionalen und familiären Hintergründe seiner Figuren entfalten. Die Arbeitswelt des Krankenhauses wird zugleich zum modellhaften Ausschnitt einer von Karrierismus, Konkurrenz und Ressentiment dominierten Gesellschaft, deren unterschwellige Triebkraft der Antisemitismus ist. In seiner Inszenierung von Schnitzlers Komödie – als die der Autor sein Stück doppelbödig bezeichnete – geht Thomas Ostermeier dabei besonders der Frage nach, wie ein isolierter Vorfall von einer Gruppe systematisch für die eigenen Machtbestrebungen und Partikularinteressen instrumentalisiert werden kann.- wie scheinbar unbestreitbare Fakten diskursiv so weit verbogen und relativiert werden, bis das »objektiv Richtige« zusehends seine bestimmbaren Konturen verliert. Was bleibt von der Wahrheit übrig, wenn sie zwischen divergierenden Deutungen immer weiter zerrieben wird? >>> Essay zum Stück in Pearson's Preview: Professor Bernhardi: Von Mobbing, Machenschaften und Überleben


Kategorie: Schauspiel

1969 begibt sich Loren McIntyre, ein Fotojournalist des National Geographic-Magazins, auf eine Reise, die ihn auf dem Amazonas zur brasilianisch-peruanischen Grenze führt. Er ist auf der Suche nach den Mayoruna, den »Katzen-Menschen«, einem von der Zivilisation abgeschnittenen, halb-nomadischen Stamm, der tief im Dschungel des einsam gelegenen Javari-Tals lebt. Der Aufenthalt bei den Mayoruna, die keine Trennung zwischen Mensch und Natur machen und die Zeit als kreisförmig statt fortlaufend betrachten, verändert seine Sicht auf die Welt grundlegend. Sechzehn Jahre später, in Manaus, erzählt er die Geschichte dem rumänischen Autor Petru Popescu, der ein Buch, »Amazon Beaming«, darüber schreibt. Der Schauspieler und Regisseur Simon McBurney versucht, die Reise McIntyres in die Tiefen des amazonischen Regenwaldes zu rekonstruieren. Mithilfe einer neuartigen Audiotechnologie erschafft McBurney eine sich ständig verändernde, komplexe Klangwelt und untersucht das menschliche Bewusstsein und unsere Beziehung zur Natur. Das Publikum nimmt an dieser Zeitreise teil und taucht mithilfe von Kopfhörern in eine fremde Welt ein.Nachdem er eine Arbeitsfassung von »The Encounter« bei FIND 2015 unter dem Arbeitstitel »Amazon Beaming« zeigte, kehrt Simon McBurney jetzt mit der fertigen Inszenierung an die Schaubühne zurück. Regie: Simon McBurneyCo-Regie: Kirsty HousleyBühne und Kostüme: Michael LevineTon: Gareth Fry und Pete MalkinLicht: Paul AndersonVideo: Will DukeMitarbeit Regie: Jemima James Mit: Simon McBurney Eine Koproduktion von Complicité mit dem Edinburgh International Festival, dem Barbican – London, dem Onassis Cultural Centre – Athen, der Schaubühne Berlin, dem Théâtre Vidy-Lausanne und dem Warwick Arts Centre. Trailer


Kategorie: Schauspiel

Internist Bernhardi, Direktor einer renommierten Privatklinik, verweigert einem Pfarrer den Zugang zum Zimmer einer Patientin, der dieser die Sterbesakramente spenden möchte. Im Endstadium einer tödlichen Blutvergiftung, Folge einer unsachgemäßen Abtreibung, deliriert die junge Frau, sie sei völlig geheilt. Bernhardi hält es für seine ärztlich-humanistische Pflicht, ihr ein »glückliches Sterben« zu ermöglichen und sie nicht aus dieser Illusion zu reißen. Der Pfarrer wiederum besteht auf seinem religiösen Auftrag als Seelsorger. Beide scheitern: Während sie diskutieren, verstirbt die Kranke – zuvor noch alarmiert durch das Pflegepersonal, das gegen den Willen des Arztes den Besuch des Pfarrers ankündigte. Für den jüdischstämmigen Bernhardi weitet sich der unglückliche Zwischenfall rasch zu einem politischen Skandal aus, der seine Existenz und die der Klinik zu ruinieren droht. Ihm wird ein gezielter Übergriff auf religiöse Gefühle von Christen unterstellt. Bald bricht ein latent grassierender Antisemitismus überall offen zutage. Der Stiftungsrat des Instituts tritt aus Protest gegen Bernhardi zurück. Konkurrenten in der Ärzteschaft nutzen gezielt antijüdische Ressentiments, um Bernhardi zu suspendieren und so sich und ihre Freunde in die Leitungspositionen zu bringen. Im Parlament erreichen rechte Populisten gar die Eröffnung eines Strafverfahrens gegen Bernhardi. Schließlich versagt selbst der zuständige Minister, Bernhardis Studienfreund Flint, ihm die Unterstützung, um für diesen Einzelfall nicht sein politisches Programm in Gefahr zu bringen. Dafür erfährt Bernhardi plötzlich die Solidarität linker Kreise, die ihn zum Märtyrer machen wollen. Doch er möchte sich nicht für ihre politischen Ziele instrumentalisieren lassen – und verzichtet bewusst auf einen öffentlichen Kampf gegen die Lügen und für seine Rehabilitierung. »Professor Bernhardi« ist einer der wenigen dramatischen Texte, die minutiös einen beruflichen Kontext jenseits der emotionalen und familiären Hintergründe seiner Figuren entfalten. Die Arbeitswelt des Krankenhauses wird zugleich zum modellhaften Ausschnitt einer von Karrierismus, Konkurrenz und Ressentiment dominierten Gesellschaft, deren unterschwellige Triebkraft der Antisemitismus ist. In seiner Inszenierung von Schnitzlers Komödie – als die der Autor sein Stück doppelbödig bezeichnete – geht Thomas Ostermeier dabei besonders der Frage nach, wie ein isolierter Vorfall von einer Gruppe systematisch für die eigenen Machtbestrebungen und Partikularinteressen instrumentalisiert werden kann.- wie scheinbar unbestreitbare Fakten diskursiv so weit verbogen und relativiert werden, bis das »objektiv Richtige« zusehends seine bestimmbaren Konturen verliert. Was bleibt von der Wahrheit übrig, wenn sie zwischen divergierenden Deutungen immer weiter zerrieben wird? >>> Essay zum Stück in Pearson's Preview: Professor Bernhardi: Von Mobbing, Machenschaften und Überleben


Kategorie: Schauspiel

Internist Bernhardi, Direktor einer renommierten Privatklinik, verweigert einem Pfarrer den Zugang zum Zimmer einer Patientin, der dieser die Sterbesakramente spenden möchte. Im Endstadium einer tödlichen Blutvergiftung, Folge einer unsachgemäßen Abtreibung, deliriert die junge Frau, sie sei völlig geheilt. Bernhardi hält es für seine ärztlich-humanistische Pflicht, ihr ein »glückliches Sterben« zu ermöglichen und sie nicht aus dieser Illusion zu reißen. Der Pfarrer wiederum besteht auf seinem religiösen Auftrag als Seelsorger. Beide scheitern: Während sie diskutieren, verstirbt die Kranke – zuvor noch alarmiert durch das Pflegepersonal, das gegen den Willen des Arztes den Besuch des Pfarrers ankündigte. Für den jüdischstämmigen Bernhardi weitet sich der unglückliche Zwischenfall rasch zu einem politischen Skandal aus, der seine Existenz und die der Klinik zu ruinieren droht. Ihm wird ein gezielter Übergriff auf religiöse Gefühle von Christen unterstellt. Bald bricht ein latent grassierender Antisemitismus überall offen zutage. Der Stiftungsrat des Instituts tritt aus Protest gegen Bernhardi zurück. Konkurrenten in der Ärzteschaft nutzen gezielt antijüdische Ressentiments, um Bernhardi zu suspendieren und so sich und ihre Freunde in die Leitungspositionen zu bringen. Im Parlament erreichen rechte Populisten gar die Eröffnung eines Strafverfahrens gegen Bernhardi. Schließlich versagt selbst der zuständige Minister, Bernhardis Studienfreund Flint, ihm die Unterstützung, um für diesen Einzelfall nicht sein politisches Programm in Gefahr zu bringen. Dafür erfährt Bernhardi plötzlich die Solidarität linker Kreise, die ihn zum Märtyrer machen wollen. Doch er möchte sich nicht für ihre politischen Ziele instrumentalisieren lassen – und verzichtet bewusst auf einen öffentlichen Kampf gegen die Lügen und für seine Rehabilitierung. »Professor Bernhardi« ist einer der wenigen dramatischen Texte, die minutiös einen beruflichen Kontext jenseits der emotionalen und familiären Hintergründe seiner Figuren entfalten. Die Arbeitswelt des Krankenhauses wird zugleich zum modellhaften Ausschnitt einer von Karrierismus, Konkurrenz und Ressentiment dominierten Gesellschaft, deren unterschwellige Triebkraft der Antisemitismus ist. In seiner Inszenierung von Schnitzlers Komödie – als die der Autor sein Stück doppelbödig bezeichnete – geht Thomas Ostermeier dabei besonders der Frage nach, wie ein isolierter Vorfall von einer Gruppe systematisch für die eigenen Machtbestrebungen und Partikularinteressen instrumentalisiert werden kann.- wie scheinbar unbestreitbare Fakten diskursiv so weit verbogen und relativiert werden, bis das »objektiv Richtige« zusehends seine bestimmbaren Konturen verliert. Was bleibt von der Wahrheit übrig, wenn sie zwischen divergierenden Deutungen immer weiter zerrieben wird? >>> Essay zum Stück in Pearson's Preview: Professor Bernhardi: Von Mobbing, Machenschaften und Überleben


Kategorie: Schauspiel

»In der Geschichte von Kunst sind Spätwerke die Katastrophen.« (Theodor Adorno) Shakespeares letztes Stu?ck »Der Sturm« spielt nirgendwo. Der Zauberer Prospero – man nimmt an, dass dies auch Shakespeares letzte Rolle als Schauspieler war – beherrscht eine namenlose Insel, einen Ort, an dem die dort Gestrandeten Langeweile, Schrecken, Trauer, Euphorie und Verzweiflung erleben. Anders gesagt: sie sind im Theater. Manche Leute behaupten, dass »Der Sturm« Shakespeares Abschied von der Kunst darstellt. Mithilfe der Figur des Prospero versammelt er die ganze Welt auf einer Bu?hne und fleht sie an, ihn loszulassen. Doch die Kunst scheint nicht gewillt, ihm diese Freiheit zu gewähren – der Tod des Autors wird nicht zugelassen – und 402 Jahre nach Shakespeares Tod halten wir ihn immer noch am Leben, womöglich gegen seinen eigenen Willen. Die Menschheit beharrt auf ihren Göttern. Heiner Mu?ller hat einmal gesagt: »Wir sind bei uns nicht angekommen, solange Shakespeare unsre Stu?cke schreibt.« Vielleicht ist die Zeit fu?r Shakespeares letztes Stu?ck gekommen. »Der Sturm« zeigt uns eine Welt voller verirrter, verlorener Menschen, die Mu?he haben zu verstehen, wo sie sind. Prospero wacht u?ber sie, kennt alle ihre Schritte – während wir zusehen, wie sie unaufhaltsam dem Ende entgegen gehen. Shakespeare hat uns gezeigt, dass, unabhängig von der Rolle, egal ob König oder Bettler, die ganze Menschheit sich in der Demokratie des Grabs wiedertrifft. Dead Centre haben ihren Sitz in Dublin. Sie präsentierten bisher vier Arbeiten, mit welchen sie durch Europa, Australien und Nordamerika tourten. Im Zuge des FIND Festival waren bisher drei Produktionen von Dead Centre an der Schaubu?hne zu sehen: »Chekhov’s First Play« und »LIPPY« (2016), sowie »Hamnet « (2017). www.deadcentre.org


Kategorie: Schauspiel

»In der Geschichte von Kunst sind Spätwerke die Katastrophen.« (Theodor Adorno) Shakespeares letztes Stu?ck »Der Sturm« spielt nirgendwo. Der Zauberer Prospero – man nimmt an, dass dies auch Shakespeares letzte Rolle als Schauspieler war – beherrscht eine namenlose Insel, einen Ort, an dem die dort Gestrandeten Langeweile, Schrecken, Trauer, Euphorie und Verzweiflung erleben. Anders gesagt: sie sind im Theater. Manche Leute behaupten, dass »Der Sturm« Shakespeares Abschied von der Kunst darstellt. Mithilfe der Figur des Prospero versammelt er die ganze Welt auf einer Bu?hne und fleht sie an, ihn loszulassen. Doch die Kunst scheint nicht gewillt, ihm diese Freiheit zu gewähren – der Tod des Autors wird nicht zugelassen – und 402 Jahre nach Shakespeares Tod halten wir ihn immer noch am Leben, womöglich gegen seinen eigenen Willen. Die Menschheit beharrt auf ihren Göttern. Heiner Mu?ller hat einmal gesagt: »Wir sind bei uns nicht angekommen, solange Shakespeare unsre Stu?cke schreibt.« Vielleicht ist die Zeit fu?r Shakespeares letztes Stu?ck gekommen. »Der Sturm« zeigt uns eine Welt voller verirrter, verlorener Menschen, die Mu?he haben zu verstehen, wo sie sind. Prospero wacht u?ber sie, kennt alle ihre Schritte – während wir zusehen, wie sie unaufhaltsam dem Ende entgegen gehen. Shakespeare hat uns gezeigt, dass, unabhängig von der Rolle, egal ob König oder Bettler, die ganze Menschheit sich in der Demokratie des Grabs wiedertrifft. Dead Centre haben ihren Sitz in Dublin. Sie präsentierten bisher vier Arbeiten, mit welchen sie durch Europa, Australien und Nordamerika tourten. Im Zuge des FIND Festival waren bisher drei Produktionen von Dead Centre an der Schaubu?hne zu sehen: »Chekhov’s First Play« und »LIPPY« (2016), sowie »Hamnet « (2017). www.deadcentre.org


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»In der Geschichte von Kunst sind Spätwerke die Katastrophen.« (Theodor Adorno) Shakespeares letztes Stu?ck »Der Sturm« spielt nirgendwo. Der Zauberer Prospero – man nimmt an, dass dies auch Shakespeares letzte Rolle als Schauspieler war – beherrscht eine namenlose Insel, einen Ort, an dem die dort Gestrandeten Langeweile, Schrecken, Trauer, Euphorie und Verzweiflung erleben. Anders gesagt: sie sind im Theater. Manche Leute behaupten, dass »Der Sturm« Shakespeares Abschied von der Kunst darstellt. Mithilfe der Figur des Prospero versammelt er die ganze Welt auf einer Bu?hne und fleht sie an, ihn loszulassen. Doch die Kunst scheint nicht gewillt, ihm diese Freiheit zu gewähren – der Tod des Autors wird nicht zugelassen – und 402 Jahre nach Shakespeares Tod halten wir ihn immer noch am Leben, womöglich gegen seinen eigenen Willen. Die Menschheit beharrt auf ihren Göttern. Heiner Mu?ller hat einmal gesagt: »Wir sind bei uns nicht angekommen, solange Shakespeare unsre Stu?cke schreibt.« Vielleicht ist die Zeit fu?r Shakespeares letztes Stu?ck gekommen. »Der Sturm« zeigt uns eine Welt voller verirrter, verlorener Menschen, die Mu?he haben zu verstehen, wo sie sind. Prospero wacht u?ber sie, kennt alle ihre Schritte – während wir zusehen, wie sie unaufhaltsam dem Ende entgegen gehen. Shakespeare hat uns gezeigt, dass, unabhängig von der Rolle, egal ob König oder Bettler, die ganze Menschheit sich in der Demokratie des Grabs wiedertrifft. Dead Centre haben ihren Sitz in Dublin. Sie präsentierten bisher vier Arbeiten, mit welchen sie durch Europa, Australien und Nordamerika tourten. Im Zuge des FIND Festival waren bisher drei Produktionen von Dead Centre an der Schaubu?hne zu sehen: »Chekhov’s First Play« und »LIPPY« (2016), sowie »Hamnet « (2017). www.deadcentre.org


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»In der Geschichte von Kunst sind Spätwerke die Katastrophen.« (Theodor Adorno) Shakespeares letztes Stu?ck »Der Sturm« spielt nirgendwo. Der Zauberer Prospero – man nimmt an, dass dies auch Shakespeares letzte Rolle als Schauspieler war – beherrscht eine namenlose Insel, einen Ort, an dem die dort Gestrandeten Langeweile, Schrecken, Trauer, Euphorie und Verzweiflung erleben. Anders gesagt: sie sind im Theater. Manche Leute behaupten, dass »Der Sturm« Shakespeares Abschied von der Kunst darstellt. Mithilfe der Figur des Prospero versammelt er die ganze Welt auf einer Bu?hne und fleht sie an, ihn loszulassen. Doch die Kunst scheint nicht gewillt, ihm diese Freiheit zu gewähren – der Tod des Autors wird nicht zugelassen – und 402 Jahre nach Shakespeares Tod halten wir ihn immer noch am Leben, womöglich gegen seinen eigenen Willen. Die Menschheit beharrt auf ihren Göttern. Heiner Mu?ller hat einmal gesagt: »Wir sind bei uns nicht angekommen, solange Shakespeare unsre Stu?cke schreibt.« Vielleicht ist die Zeit fu?r Shakespeares letztes Stu?ck gekommen. »Der Sturm« zeigt uns eine Welt voller verirrter, verlorener Menschen, die Mu?he haben zu verstehen, wo sie sind. Prospero wacht u?ber sie, kennt alle ihre Schritte – während wir zusehen, wie sie unaufhaltsam dem Ende entgegen gehen. Shakespeare hat uns gezeigt, dass, unabhängig von der Rolle, egal ob König oder Bettler, die ganze Menschheit sich in der Demokratie des Grabs wiedertrifft. Dead Centre haben ihren Sitz in Dublin. Sie präsentierten bisher vier Arbeiten, mit welchen sie durch Europa, Australien und Nordamerika tourten. Im Zuge des FIND Festival waren bisher drei Produktionen von Dead Centre an der Schaubu?hne zu sehen: »Chekhov’s First Play« und »LIPPY« (2016), sowie »Hamnet « (2017). www.deadcentre.org


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Bereits während seiner Zeit als Schauspieler an der Volksbu?hne entwickelte Herbert Fritsch, seit dieser Spielzeit fest als Regisseur an der Schaubu?hne, Solo-Theaterabende zu Konrad Bayer, einem Vertreter der Wiener Gruppe, die sich in den 1950er Jahren als ein Kreis experimenteller Literaten gru?ndete. In »der die mann«, eingeladen zum Theatertreffen 2016, begibt er sich erneut in das Universum des Sprachku?nstlers Bayer, und beinahe scheint es, als hätten die Texte nur darauf gewartet, von jemandem wie Fritsch und seinem ungleich uniformierten Sprechkunstkollektiv aus Schauspielerinnen und Schauspielern sowie Musikern wiederentdeckt und im Hier und Jetzt zum Klingen gebracht zu werden. »der verzweifelte karl greift zum karl. aber schon hat karl karl genommen. da erscheint karl mit karl auf dem karl und wirft karl auf karl in den karl«. Genau wie die Sprache aus der Wortmanufaktur Bayers sich an sich selbst von Wort zu Wort hangelt, so fu?hrt in Fritschs grellbuntem Bu?hnenraumgebilde auf zahlreichen, bewusst begangenen Umwegen das Eine zum Anderen und wieder zum Nächsten, schrauben sich Klang, Musik und Licht, Kostu?m und Körper zu einer virtuos choreographierten Sinnfreiheit empor.


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»In der Geschichte von Kunst sind Spätwerke die Katastrophen.« (Theodor Adorno) Shakespeares letztes Stu?ck »Der Sturm« spielt nirgendwo. Der Zauberer Prospero – man nimmt an, dass dies auch Shakespeares letzte Rolle als Schauspieler war – beherrscht eine namenlose Insel, einen Ort, an dem die dort Gestrandeten Langeweile, Schrecken, Trauer, Euphorie und Verzweiflung erleben. Anders gesagt: sie sind im Theater. Manche Leute behaupten, dass »Der Sturm« Shakespeares Abschied von der Kunst darstellt. Mithilfe der Figur des Prospero versammelt er die ganze Welt auf einer Bu?hne und fleht sie an, ihn loszulassen. Doch die Kunst scheint nicht gewillt, ihm diese Freiheit zu gewähren – der Tod des Autors wird nicht zugelassen – und 402 Jahre nach Shakespeares Tod halten wir ihn immer noch am Leben, womöglich gegen seinen eigenen Willen. Die Menschheit beharrt auf ihren Göttern. Heiner Mu?ller hat einmal gesagt: »Wir sind bei uns nicht angekommen, solange Shakespeare unsre Stu?cke schreibt.« Vielleicht ist die Zeit fu?r Shakespeares letztes Stu?ck gekommen. »Der Sturm« zeigt uns eine Welt voller verirrter, verlorener Menschen, die Mu?he haben zu verstehen, wo sie sind. Prospero wacht u?ber sie, kennt alle ihre Schritte – während wir zusehen, wie sie unaufhaltsam dem Ende entgegen gehen. Shakespeare hat uns gezeigt, dass, unabhängig von der Rolle, egal ob König oder Bettler, die ganze Menschheit sich in der Demokratie des Grabs wiedertrifft. Dead Centre haben ihren Sitz in Dublin. Sie präsentierten bisher vier Arbeiten, mit welchen sie durch Europa, Australien und Nordamerika tourten. Im Zuge des FIND Festival waren bisher drei Produktionen von Dead Centre an der Schaubu?hne zu sehen: »Chekhov’s First Play« und »LIPPY« (2016), sowie »Hamnet « (2017). www.deadcentre.org


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»In der Geschichte von Kunst sind Spätwerke die Katastrophen.« (Theodor Adorno) Shakespeares letztes Stu?ck »Der Sturm« spielt nirgendwo. Der Zauberer Prospero – man nimmt an, dass dies auch Shakespeares letzte Rolle als Schauspieler war – beherrscht eine namenlose Insel, einen Ort, an dem die dort Gestrandeten Langeweile, Schrecken, Trauer, Euphorie und Verzweiflung erleben. Anders gesagt: sie sind im Theater. Manche Leute behaupten, dass »Der Sturm« Shakespeares Abschied von der Kunst darstellt. Mithilfe der Figur des Prospero versammelt er die ganze Welt auf einer Bu?hne und fleht sie an, ihn loszulassen. Doch die Kunst scheint nicht gewillt, ihm diese Freiheit zu gewähren – der Tod des Autors wird nicht zugelassen – und 402 Jahre nach Shakespeares Tod halten wir ihn immer noch am Leben, womöglich gegen seinen eigenen Willen. Die Menschheit beharrt auf ihren Göttern. Heiner Mu?ller hat einmal gesagt: »Wir sind bei uns nicht angekommen, solange Shakespeare unsre Stu?cke schreibt.« Vielleicht ist die Zeit fu?r Shakespeares letztes Stu?ck gekommen. »Der Sturm« zeigt uns eine Welt voller verirrter, verlorener Menschen, die Mu?he haben zu verstehen, wo sie sind. Prospero wacht u?ber sie, kennt alle ihre Schritte – während wir zusehen, wie sie unaufhaltsam dem Ende entgegen gehen. Shakespeare hat uns gezeigt, dass, unabhängig von der Rolle, egal ob König oder Bettler, die ganze Menschheit sich in der Demokratie des Grabs wiedertrifft. Dead Centre haben ihren Sitz in Dublin. Sie präsentierten bisher vier Arbeiten, mit welchen sie durch Europa, Australien und Nordamerika tourten. Im Zuge des FIND Festival waren bisher drei Produktionen von Dead Centre an der Schaubu?hne zu sehen: »Chekhov’s First Play« und »LIPPY« (2016), sowie »Hamnet « (2017). www.deadcentre.org


Kategorie: Schauspiel

Bereits während seiner Zeit als Schauspieler an der Volksbu?hne entwickelte Herbert Fritsch, seit dieser Spielzeit fest als Regisseur an der Schaubu?hne, Solo-Theaterabende zu Konrad Bayer, einem Vertreter der Wiener Gruppe, die sich in den 1950er Jahren als ein Kreis experimenteller Literaten gru?ndete. In »der die mann«, eingeladen zum Theatertreffen 2016, begibt er sich erneut in das Universum des Sprachku?nstlers Bayer, und beinahe scheint es, als hätten die Texte nur darauf gewartet, von jemandem wie Fritsch und seinem ungleich uniformierten Sprechkunstkollektiv aus Schauspielerinnen und Schauspielern sowie Musikern wiederentdeckt und im Hier und Jetzt zum Klingen gebracht zu werden. »der verzweifelte karl greift zum karl. aber schon hat karl karl genommen. da erscheint karl mit karl auf dem karl und wirft karl auf karl in den karl«. Genau wie die Sprache aus der Wortmanufaktur Bayers sich an sich selbst von Wort zu Wort hangelt, so fu?hrt in Fritschs grellbuntem Bu?hnenraumgebilde auf zahlreichen, bewusst begangenen Umwegen das Eine zum Anderen und wieder zum Nächsten, schrauben sich Klang, Musik und Licht, Kostu?m und Körper zu einer virtuos choreographierten Sinnfreiheit empor.


Kategorie: Schauspiel

Bereits während seiner Zeit als Schauspieler an der Volksbu?hne entwickelte Herbert Fritsch, seit dieser Spielzeit fest als Regisseur an der Schaubu?hne, Solo-Theaterabende zu Konrad Bayer, einem Vertreter der Wiener Gruppe, die sich in den 1950er Jahren als ein Kreis experimenteller Literaten gru?ndete. In »der die mann«, eingeladen zum Theatertreffen 2016, begibt er sich erneut in das Universum des Sprachku?nstlers Bayer, und beinahe scheint es, als hätten die Texte nur darauf gewartet, von jemandem wie Fritsch und seinem ungleich uniformierten Sprechkunstkollektiv aus Schauspielerinnen und Schauspielern sowie Musikern wiederentdeckt und im Hier und Jetzt zum Klingen gebracht zu werden. »der verzweifelte karl greift zum karl. aber schon hat karl karl genommen. da erscheint karl mit karl auf dem karl und wirft karl auf karl in den karl«. Genau wie die Sprache aus der Wortmanufaktur Bayers sich an sich selbst von Wort zu Wort hangelt, so fu?hrt in Fritschs grellbuntem Bu?hnenraumgebilde auf zahlreichen, bewusst begangenen Umwegen das Eine zum Anderen und wieder zum Nächsten, schrauben sich Klang, Musik und Licht, Kostu?m und Körper zu einer virtuos choreographierten Sinnfreiheit empor.


Kategorie: Schauspiel

Bereits während seiner Zeit als Schauspieler an der Volksbu?hne entwickelte Herbert Fritsch, seit dieser Spielzeit fest als Regisseur an der Schaubu?hne, Solo-Theaterabende zu Konrad Bayer, einem Vertreter der Wiener Gruppe, die sich in den 1950er Jahren als ein Kreis experimenteller Literaten gru?ndete. In »der die mann«, eingeladen zum Theatertreffen 2016, begibt er sich erneut in das Universum des Sprachku?nstlers Bayer, und beinahe scheint es, als hätten die Texte nur darauf gewartet, von jemandem wie Fritsch und seinem ungleich uniformierten Sprechkunstkollektiv aus Schauspielerinnen und Schauspielern sowie Musikern wiederentdeckt und im Hier und Jetzt zum Klingen gebracht zu werden. »der verzweifelte karl greift zum karl. aber schon hat karl karl genommen. da erscheint karl mit karl auf dem karl und wirft karl auf karl in den karl«. Genau wie die Sprache aus der Wortmanufaktur Bayers sich an sich selbst von Wort zu Wort hangelt, so fu?hrt in Fritschs grellbuntem Bu?hnenraumgebilde auf zahlreichen, bewusst begangenen Umwegen das Eine zum Anderen und wieder zum Nächsten, schrauben sich Klang, Musik und Licht, Kostu?m und Körper zu einer virtuos choreographierten Sinnfreiheit empor.


Kategorie: Schauspiel


Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:10.04.18
© Fotos der Vorstellungen: Der gute Mensch von Sezuan(Gianmarco Bresadola, 2017/Gianmarco Bresadola, 2017) Rückkehr nach Reims(Arno Declair, 2018/Arno Declair, 2018) NULL(Thomas Aurin, 2018/Thomas Aurin, 2018) Der gute Mensch von Sezuan(Gianmarco Bresadola, 2017/Gianmarco Bresadola, 2017) Rückkehr nach Reims(Arno Declair, 2018/Arno Declair, 2018) NULL(Thomas Aurin, 2018/Thomas Aurin, 2018) Rückkehr nach Reims(Arno Declair, 2018/Arno Declair, 2018) Der gute Mensch von Sezuan(Gianmarco Bresadola, 2017/Gianmarco Bresadola, 2017) Der geteilte Himmel(Dorothea Tuch, 2015/Dorothea Tuch, 2015) Der gute Mensch von Sezuan(Gianmarco Bresadola, 2017/Gianmarco Bresadola, 2017) Rückkehr nach Reims(Arno Declair, 2018/Arno Declair, 2018) TRUST(Heiko Schäfer, 2009/Heiko Schäfer, 2009) Streitraum(Promo/) Der geteilte Himmel(Dorothea Tuch, 2015/Dorothea Tuch, 2015) Rückkehr nach Reims(Arno Declair, 2018/Arno Declair, 2018) Der Fremde(Thomas Aurin, 2016/Thomas Aurin, 2016) TRUST(Heiko Schäfer, 2009/Heiko Schäfer, 2009) Der geteilte Himmel(Dorothea Tuch, 2015/Dorothea Tuch, 2015) Der Fremde(Thomas Aurin, 2016/Thomas Aurin, 2016) Theaterpraktische Werkstatt(Promo/) Rückkehr nach Reims(Arno Declair, 2018/Arno Declair, 2018) Rückkehr nach Reims(Arno Declair, 2018/Arno Declair, 2018) Hamlet(Arno Declair, 2008/Arno Declair, 2008) Rückkehr nach Reims(Arno Declair, 2018/Arno Declair, 2018) Das Kalkwerk(Thomas Aurin, 2014/Thomas Aurin, 2014) Hamlet(Arno Declair, 2008/Arno Declair, 2008) Rückkehr nach Reims(Arno Declair, 2018/Arno Declair, 2018) Rückkehr nach Reims(Arno Declair, 2018/Arno Declair, 2018) Hamlet(Arno Declair, 2008/Arno Declair, 2008) Zeppelin(Thomas Aurin, 2017/Thomas Aurin, 2017) Hamlet(Arno Declair, 2008/Arno Declair, 2008) Zeppelin(Thomas Aurin, 2017/Thomas Aurin, 2017) Zeppelin(Thomas Aurin, 2017/Thomas Aurin, 2017) Rückkehr nach Reims(Arno Declair, 2018/Arno Declair, 2018) Rückkehr nach Reims(Arno Declair, 2018/Arno Declair, 2018) The Encounter(Robbie Jack, 2018/Robbie Jack, 2018) The Encounter(Robbie Jack, 2018/Robbie Jack, 2018) The Encounter(Robbie Jack, 2018/Robbie Jack, 2018) Professor?Bernhardi(Arno Declair, 2016/Arno Declair, 2016) The Encounter(Robbie Jack, 2018/Robbie Jack, 2018) Professor?Bernhardi(Arno Declair, 2016/Arno Declair, 2016) Professor?Bernhardi(Arno Declair, 2016/Arno Declair, 2016) Shakespeare’s Last Play(Gianmarco Bresadola, 2018/Gianmarco Bresadola, 2018) Shakespeare’s Last Play(Gianmarco Bresadola, 2018/Gianmarco Bresadola, 2018) Shakespeare’s Last Play(Gianmarco Bresadola, 2018/Gianmarco Bresadola, 2018) Shakespeare’s Last Play(Gianmarco Bresadola, 2018/Gianmarco Bresadola, 2018) der die mann(Thomas Aurin, 2017/Thomas Aurin, 2017) Shakespeare’s Last Play(Gianmarco Bresadola, 2018/Gianmarco Bresadola, 2018) Shakespeare’s Last Play(Gianmarco Bresadola, 2018/Gianmarco Bresadola, 2018) der die mann(Thomas Aurin, 2017/Thomas Aurin, 2017) der die mann(Thomas Aurin, 2017/Thomas Aurin, 2017) der die mann(Thomas Aurin, 2017/Thomas Aurin, 2017)

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