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Berliner Philharmonie

Herbert-von-Karajan-Str. 1 - 10785 Berlin

Tel. 030 - 30 254 88-0 / www.berliner-philharmoniker.de

Januar / Februar / März / April / Mai / Juni / Juli / August / September / Oktober / November / Dezember

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Spielplan für Mai 2018


Kategorie: Klassik


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Unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Dr. Franziska Gifffey


Kategorie: Klassik

»Wann auch immer ein Repertoire-Stück wiederbelebt werden soll, gibt es eine einfache Lösung: Man muss es einfach nur Janine Jansen spielen lassen«, urteilte die Londoner Times, und das zu Recht! Denn Janine Jansen, die schon früh mit renommierten Preisen bedacht wurde, gelingt es immer wieder, auch den bekannten klassischen und romantischen Violinkonzerten neue und ungewohnt-aufregende Facetten abzugewinnen – mit einer Frische, die einen glauben macht, die niederländische Violinvirtuosin spiele das jeweilige Werk gerade zum ersten Mal. In dieser Spielzeit wird Janine Jansen bei den Berliner Philharmonikern mit Jean Sibelius’ Violinkonzert im Gepäck erwartet, dessen spielerisches Finale den englischen Pianisten und Komponisten Donald Francis Tovey an eine »Polonaise for polar bears« erinnerte.- eine hübsche Alliteration, die allerdings dem verbreiteten Irrtum unterliegt, es gäbe in Finnland Eisbären. (Angeblich entstand dieses Missverständnis anlässlich der Pariser Weltausstellung im Jahr 1900, als der finnische Pavillon auf dem Dach als Ausschmückung zwei Gipsbären trug, die der Bildhauer Emil Wikström in letzter Minute geliefert, aber noch nicht braun bemalt hatte.- am nächsten Tag waren die Pariser Zeitungen voll mit Beschreibungen der schönen finnischen Eisbären.) Dirigent des Abends ist Paavo Järvi, dessen Arbeit Janine Jansen besonders schätzt: »Paavo Järvi ist gerade bei der Probenarbeit ein großartiger Kommunikator. Ich will als Solistin ja nicht der Beziehung zwischen ihm und seinem Orchester im Wege stehen und fange immer an, mit ihm über Probleme zu reden. Er wendet sich dann an das Orchester und sagt: Sag es ihnen! Redet miteinander! So hat sich bei uns eine sehr direkte, offene Zusammenarbeit gebildet.« Nach dem Sibelius-Konzert, das mit seinem dominierenden Violinpart unverkennbar der romantischen Konzerttradition verpflichtet ist, steht Dmitri Schostakowitschs Sechste Symphonie auf dem Programm, ein Werk, das bereits bei seiner Leningrader Premiere am 5. November 1939 für viel Applaus sorgte. Bei einer der folgenden Aufführungen war das Publikum sogar derart begeistert, dass man das Finale wiederholte. Kein Wunder, dass Leopold Stokowski das von Mahler beeinflusste Werk (dessen Musik à la Till Eulenspiegel oder Petruschka immer wieder ins Bedrohliche umschlägt) umgehend in sein Repertoire aufnahm: »In jeder seiner Symphonien zeigt sich uns Schostakowitsch als ein Meister, der ohne Unterlass seine schöpferische Fantasie und sein musikalisches Selbstbewusstsein fortentwickelt. Neue Höhen erreicht er in der Symphonie Nr. 6.«


Kategorie: Klassik

Am 15. März 1933 verhängte die NS-Führung über Bruno Walter in Leipzig ein Auftrittsverbot. Auch ein fünf Tage später in Berlin anstehendes Konzert wurde ihm entzogen. Der Dirigent, der so viele Jahre mit den Berliner Philharmonikern verbunden war und heute zu den bedeutendsten Orchesterleitern des 20. Jahrhunderts zählt, verließ Deutschland daraufhin umgehend. Wilhelm Furtwängler stand als Einspringer nicht zur Verfügung, woraufhin die Konzertdirektion Wolff & Sachs Richard Strauss anfragte, der gerade an der Staatsoper eine Aufführungsserie seiner Elektra leitete und zunächst kategorisch ablehnte. Erst als er erfuhr, dass die Reichsregierung sein Dirigat erbat, sagte Strauss zu und wurde nach dem Konzert in der nationalsozialistischen Presse frenetisch gefeiert.Furtwängler wusste, was die Stunde am 30. Januar 1933 geschlagen hatte, weshalb er sich nachdrücklich aber letztlich erfolglos für die jüdischen Musiker, die damals im Orchester spielten (der Konzertmeister Szymon Goldberg, der Geiger Gilbert Back sowie die beiden Solo-Cellisten Nicolai Graudan und Joseph Schuster) bei den Machthabern einsetzte – »im Interesse des Kulturlebens«. Damit begann für Furtwängler eine Gratwanderung, da er gleichzeitig mit Goebbels über eine Übernahme des Orchesters durch das Reich verhandelte, um den drohenden Konkurs abzuwenden. Nach seiner öffentlichen Stellungnahme im »Fall Hindemith« wurde er zeitweilig zu einem Symbol des Widerstands. Dennoch ließ er sich und das Orchester vom Propagandaapparat missbrauchen.Diesen Philharmonischen Salon hat Götz Teutsch Furtwänglers schwieriger Zeit während des Nationalsozialismus gewidmet. Das Scharoun Ensemble Berlin und Cordelia Höfer (Klavier) spielen unter anderem Werke von Paul Hindemith, Ludwig van Beethoven, Boris Blacher und Furtwängler. Max Hopp liest Texte von Furtwänglers persönlicher Sekretärin Berta Geissmar, vom langjährigen Musikredakteur beim ehemaligen SFB Klaus Lang (der 2012 ein Buch über Furtwänglers Entnazifizierung vorgelegte), von Dietrich Fischer-Dieskau (Jupiter und ich: Begegnungen mit Furtwängler) und anderen.


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»Wann auch immer ein Repertoire-Stück wiederbelebt werden soll, gibt es eine einfache Lösung: Man muss es einfach nur Janine Jansen spielen lassen«, urteilte die Londoner Times, und das zu Recht! Denn Janine Jansen, die schon früh mit renommierten Preisen bedacht wurde, gelingt es immer wieder, auch den bekannten klassischen und romantischen Violinkonzerten neue und ungewohnt-aufregende Facetten abzugewinnen – mit einer Frische, die einen glauben macht, die niederländische Violinvirtuosin spiele das jeweilige Werk gerade zum ersten Mal. In dieser Spielzeit wird Janine Jansen bei den Berliner Philharmonikern mit Jean Sibelius’ Violinkonzert im Gepäck erwartet, dessen spielerisches Finale den englischen Pianisten und Komponisten Donald Francis Tovey an eine »Polonaise for polar bears« erinnerte.- eine hübsche Alliteration, die allerdings dem verbreiteten Irrtum unterliegt, es gäbe in Finnland Eisbären. (Angeblich entstand dieses Missverständnis anlässlich der Pariser Weltausstellung im Jahr 1900, als der finnische Pavillon auf dem Dach als Ausschmückung zwei Gipsbären trug, die der Bildhauer Emil Wikström in letzter Minute geliefert, aber noch nicht braun bemalt hatte.- am nächsten Tag waren die Pariser Zeitungen voll mit Beschreibungen der schönen finnischen Eisbären.) Dirigent des Abends ist Paavo Järvi, dessen Arbeit Janine Jansen besonders schätzt: »Paavo Järvi ist gerade bei der Probenarbeit ein großartiger Kommunikator. Ich will als Solistin ja nicht der Beziehung zwischen ihm und seinem Orchester im Wege stehen und fange immer an, mit ihm über Probleme zu reden. Er wendet sich dann an das Orchester und sagt: Sag es ihnen! Redet miteinander! So hat sich bei uns eine sehr direkte, offene Zusammenarbeit gebildet.« Nach dem Sibelius-Konzert, das mit seinem dominierenden Violinpart unverkennbar der romantischen Konzerttradition verpflichtet ist, steht Dmitri Schostakowitschs Sechste Symphonie auf dem Programm, ein Werk, das bereits bei seiner Leningrader Premiere am 5. November 1939 für viel Applaus sorgte. Bei einer der folgenden Aufführungen war das Publikum sogar derart begeistert, dass man das Finale wiederholte. Kein Wunder, dass Leopold Stokowski das von Mahler beeinflusste Werk (dessen Musik à la Till Eulenspiegel oder Petruschka immer wieder ins Bedrohliche umschlägt) umgehend in sein Repertoire aufnahm: »In jeder seiner Symphonien zeigt sich uns Schostakowitsch als ein Meister, der ohne Unterlass seine schöpferische Fantasie und sein musikalisches Selbstbewusstsein fortentwickelt. Neue Höhen erreicht er in der Symphonie Nr. 6.«


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Erhaben. Treffender lässt sich das Klavierspiel Yefim Bronfmans wohl nicht beschreiben. Denn wenn sich der amerikanische Klaviervirtuose mit russisch-jüdischen Wurzeln an sein Instrument setzt, wirkt er wie ein Fels in der Brandung: Bronfman zelebriert seine Kunst mit stoischer Ruhe und entfacht dennoch in großer emotionaler Eindringlichkeit einen wahren Sturm der Gefühle. Hinsichtlich seiner kontrollierten Körpersprache erinnert der Meisterpianist gerne an seinen Kollegen Arturo Benedetti Michelangeli: »Er bewegte keinen Muskel zuviel. Aber wenn er einmal seine Augenbrauen hob, bedeutete das eine ganze Menge. Die Musik muss Emotionen zeigen, nicht ich. Ich werde als Pianist bezahlt, nicht als Tänzer oder Schauspieler.« Gemeinsam mit den von Tugan Sokhiev dirigierten Berliner Philharmonikern wird sich der Pianist bei seinem Gastspiel in der Philharmonie mit gewohnt imposanter Technik Ludwig van Beethovens Drittem Klavierkonzert in der für den Komponisten exponierten Tonart c-Moll widmen. »Gegenwärtiges große[s] Konzert«, konnte man in der Allgemeinen musikalischen Zeitung vom 10. April 1805 lesen, »gehört zu den bedeutendsten Werken, die seit einigen Jahren von diesem genialen Meister erschienen sind, und dürfte sich von mancher Seite sogar vor ihnen allen, und zu seinem Vortheile, auszeichnen. [...] dies Konzert ist in Absicht auf Geist und Effekt eins der vorzüglichsten unter allen, die nur jemals geschrieben worden sind [...].« Bereits einige Monate zuvor, in der Ausgabe vom 15. August 1804, hieß es in derselben Zeitschrift: »Dies Konzert gehört ohnstreitig unter Beethovens schönste Kompositionen.« Nach der Pause hat Tugan Sokhiev, Musikdirektor des Moskauer Bolschoi-Theaters sowie des Orchestre National du Capitole de Toulouse, Mussorgskys Bilder einer Ausstellung aufs Programm gesetzt. Der im Gedenken an den Maler Viktor Hartmann entstandene Klavierzyklusführt seine Hörer in einem klingenden Rundgang durch eine imaginäre Galerie, wobei die ausgewählten hartmannschen Exponate mit tonmalerischen Effekten und äußerlichen, auf Anhieb einleuchtenden Analogien zwischen Vorlage und musikalischer Umsetzung nachgezeichnet werden. Die berühmteste Orchesterversion des Zyklus entstand 1922 auf Anregung des Dirigenten Sergej Kussewitzky und stammt von keinem Geringeren als Maurice Ravel: Wie in ihr die ursprünglichen Schwarz-Weiß-Zeichnungen des Klaviers illuminiert und gleichsam mit der Palette impressionistischen Klangraffinements koloriert werden, gehört zu den brillantesten Leistungen innerhalb der Instrumentationsgeschichte.


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Erhaben. Treffender lässt sich das Klavierspiel Yefim Bronfmans wohl nicht beschreiben. Denn wenn sich der amerikanische Klaviervirtuose mit russisch-jüdischen Wurzeln an sein Instrument setzt, wirkt er wie ein Fels in der Brandung: Bronfman zelebriert seine Kunst mit stoischer Ruhe und entfacht dennoch in großer emotionaler Eindringlichkeit einen wahren Sturm der Gefühle. Hinsichtlich seiner kontrollierten Körpersprache erinnert der Meisterpianist gerne an seinen Kollegen Arturo Benedetti Michelangeli: »Er bewegte keinen Muskel zuviel. Aber wenn er einmal seine Augenbrauen hob, bedeutete das eine ganze Menge. Die Musik muss Emotionen zeigen, nicht ich. Ich werde als Pianist bezahlt, nicht als Tänzer oder Schauspieler.« Gemeinsam mit den von Tugan Sokhiev dirigierten Berliner Philharmonikern wird sich der Pianist bei seinem Gastspiel in der Philharmonie mit gewohnt imposanter Technik Ludwig van Beethovens Drittem Klavierkonzert in der für den Komponisten exponierten Tonart c-Moll widmen. »Gegenwärtiges große[s] Konzert«, konnte man in der Allgemeinen musikalischen Zeitung vom 10. April 1805 lesen, »gehört zu den bedeutendsten Werken, die seit einigen Jahren von diesem genialen Meister erschienen sind, und dürfte sich von mancher Seite sogar vor ihnen allen, und zu seinem Vortheile, auszeichnen. [...] dies Konzert ist in Absicht auf Geist und Effekt eins der vorzüglichsten unter allen, die nur jemals geschrieben worden sind [...].« Bereits einige Monate zuvor, in der Ausgabe vom 15. August 1804, hieß es in derselben Zeitschrift: »Dies Konzert gehört ohnstreitig unter Beethovens schönste Kompositionen.« Nach der Pause hat Tugan Sokhiev, Musikdirektor des Moskauer Bolschoi-Theaters sowie des Orchestre National du Capitole de Toulouse, Mussorgskys Bilder einer Ausstellung aufs Programm gesetzt. Der im Gedenken an den Maler Viktor Hartmann entstandene Klavierzyklusführt seine Hörer in einem klingenden Rundgang durch eine imaginäre Galerie, wobei die ausgewählten hartmannschen Exponate mit tonmalerischen Effekten und äußerlichen, auf Anhieb einleuchtenden Analogien zwischen Vorlage und musikalischer Umsetzung nachgezeichnet werden. Die berühmteste Orchesterversion des Zyklus entstand 1922 auf Anregung des Dirigenten Sergej Kussewitzky und stammt von keinem Geringeren als Maurice Ravel: Wie in ihr die ursprünglichen Schwarz-Weiß-Zeichnungen des Klaviers illuminiert und gleichsam mit der Palette impressionistischen Klangraffinements koloriert werden, gehört zu den brillantesten Leistungen innerhalb der Instrumentationsgeschichte.


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Erhaben. Treffender lässt sich das Klavierspiel Yefim Bronfmans wohl nicht beschreiben. Denn wenn sich der amerikanische Klaviervirtuose mit russisch-jüdischen Wurzeln an sein Instrument setzt, wirkt er wie ein Fels in der Brandung: Bronfman zelebriert seine Kunst mit stoischer Ruhe und entfacht dennoch in großer emotionaler Eindringlichkeit einen wahren Sturm der Gefühle. Hinsichtlich seiner kontrollierten Körpersprache erinnert der Meisterpianist gerne an seinen Kollegen Arturo Benedetti Michelangeli: »Er bewegte keinen Muskel zuviel. Aber wenn er einmal seine Augenbrauen hob, bedeutete das eine ganze Menge. Die Musik muss Emotionen zeigen, nicht ich. Ich werde als Pianist bezahlt, nicht als Tänzer oder Schauspieler.« Gemeinsam mit den von Tugan Sokhiev dirigierten Berliner Philharmonikern wird sich der Pianist bei seinem Gastspiel in der Philharmonie mit gewohnt imposanter Technik Ludwig van Beethovens Drittem Klavierkonzert in der für den Komponisten exponierten Tonart c-Moll widmen. »Gegenwärtiges große[s] Konzert«, konnte man in der Allgemeinen musikalischen Zeitung vom 10. April 1805 lesen, »gehört zu den bedeutendsten Werken, die seit einigen Jahren von diesem genialen Meister erschienen sind, und dürfte sich von mancher Seite sogar vor ihnen allen, und zu seinem Vortheile, auszeichnen. [...] dies Konzert ist in Absicht auf Geist und Effekt eins der vorzüglichsten unter allen, die nur jemals geschrieben worden sind [...].« Bereits einige Monate zuvor, in der Ausgabe vom 15. August 1804, hieß es in derselben Zeitschrift: »Dies Konzert gehört ohnstreitig unter Beethovens schönste Kompositionen.« Nach der Pause hat Tugan Sokhiev, Musikdirektor des Moskauer Bolschoi-Theaters sowie des Orchestre National du Capitole de Toulouse, Mussorgskys Bilder einer Ausstellung aufs Programm gesetzt. Der im Gedenken an den Maler Viktor Hartmann entstandene Klavierzyklusführt seine Hörer in einem klingenden Rundgang durch eine imaginäre Galerie, wobei die ausgewählten hartmannschen Exponate mit tonmalerischen Effekten und äußerlichen, auf Anhieb einleuchtenden Analogien zwischen Vorlage und musikalischer Umsetzung nachgezeichnet werden. Die berühmteste Orchesterversion des Zyklus entstand 1922 auf Anregung des Dirigenten Sergej Kussewitzky und stammt von keinem Geringeren als Maurice Ravel: Wie in ihr die ursprünglichen Schwarz-Weiß-Zeichnungen des Klaviers illuminiert und gleichsam mit der Palette impressionistischen Klangraffinements koloriert werden, gehört zu den brillantesten Leistungen innerhalb der Instrumentationsgeschichte.


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Als Nathan Laube im Januar 2015 sein Debüt in der Berliner Philharmonie gab, lag ihm das Publikum zu Füßen. So farbig habe man die Philharmonie-Orgel noch nie gehört, flüsterten sich Zuhörer zwischen den Stücken zu. Schnell war klar, dass der junge Virtuose bald wiederkommen müsse. Gesagt, getan. Für sein zweites Konzert hat der 29-jährige amerikanische Künstler nun einige musikalische Freunde eingeladen. Organ and Friends heißt das Programm, das die Karl-Schuke-Orgel mit der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker vereint. Neben einer Partita für Englischhorn und Orgel des niederländischen Komponisten Jan Koetsier, die einen melancholischen Ton anschlägt, erklingen die filigranen Trois Mouvements für Orgel und Flöte des früh verstorbenen Franzosen Jehan Alain. Henri Tomasis Semaine Sainte à Cuzco für Trompete und Orgel ist ein Bravourstück par excellence, das man so schnell nicht wieder vergisst. Dazwischen spielt Nathan Laube Werke von Johannes Brahms und Felix Mendelssohn Bartholdy in eigenen Bearbeitungen für Orgel sowie Jean Guillous apokalyptische Vision Icarus. Am Ende schließen sich die Instrumentalisten der Karajan-Akademie und Nathan Laube zusammen und präsentieren unter der Leitung von Raphael Haeger Paul Hindemiths Kammermusik Nr. 7. Das 1927 entstandene Werk ist ein Konzert für Orgel, elf Blasinstrumente sowie einige Celli und einen Kontrabass. Für nicht wenige Musikfreunde gehört diese Kammermusik mit ihrem festlichen Glanz, den heroisch auftrumpfenden Momenten und dem hymnischen Finale zu Paul Hindemiths besten Kompositionen.


Kategorie: Klassik

Am 15. März 1933 verhängte die NS-Führung über Bruno Walter in Leipzig ein Auftrittsverbot. Auch ein fünf Tage später in Berlin anstehendes Konzert wurde ihm entzogen. Der Dirigent, der so viele Jahre mit den Berliner Philharmonikern verbunden war und heute zu den bedeutendsten Orchesterleitern des 20. Jahrhunderts zählt, verließ Deutschland daraufhin umgehend. Wilhelm Furtwängler stand als Einspringer nicht zur Verfügung, woraufhin die Konzertdirektion Wolff & Sachs Richard Strauss anfragte, der gerade an der Staatsoper eine Aufführungsserie seiner Elektra leitete und zunächst kategorisch ablehnte. Erst als er erfuhr, dass die Reichsregierung sein Dirigat erbat, sagte Strauss zu und wurde nach dem Konzert in der nationalsozialistischen Presse frenetisch gefeiert.Furtwängler wusste, was die Stunde am 30. Januar 1933 geschlagen hatte, weshalb er sich nachdrücklich aber letztlich erfolglos für die jüdischen Musiker, die damals im Orchester spielten (der Konzertmeister Szymon Goldberg, der Geiger Gilbert Back sowie die beiden Solo-Cellisten Nicolai Graudan und Joseph Schuster) bei den Machthabern einsetzte – »im Interesse des Kulturlebens«. Damit begann für Furtwängler eine Gratwanderung, da er gleichzeitig mit Goebbels über eine Übernahme des Orchesters durch das Reich verhandelte, um den drohenden Konkurs abzuwenden. Nach seiner öffentlichen Stellungnahme im »Fall Hindemith« wurde er zeitweilig zu einem Symbol des Widerstands. Dennoch ließ er sich und das Orchester vom Propagandaapparat missbrauchen.Diesen Philharmonischen Salon hat Götz Teutsch Furtwänglers schwieriger Zeit während des Nationalsozialismus gewidmet. Das Scharoun Ensemble Berlin und Cordelia Höfer (Klavier) spielen unter anderem Werke von Paul Hindemith, Ludwig van Beethoven, Boris Blacher und Furtwängler. Max Hopp liest Texte von Furtwänglers persönlicher Sekretärin Berta Geissmar, vom langjährigen Musikredakteur beim ehemaligen SFB Klaus Lang (der 2012 ein Buch über Furtwänglers Entnazifizierung vorgelegte), von Dietrich Fischer-Dieskau (Jupiter und ich: Begegnungen mit Furtwängler) und anderen.


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Als Sir Simon Rattle und die Berliner Philharmoniker 2014 ihre Interpretation der vier Symphonien von Robert Schumann auf CD vorlegten, befand Deutschlandradio Kultur, diese erste Veröffentlichung des damals gerade ins Leben gerufenen Labels Berliner Philharmoniker Recordings sei »zum Niederknien«. Die Welt bescheinigte dem Orchester und seinem Chefdirigenten, »demVisionär Schumann« auf der Fährte zu sein, in der Zeit war zu lesen, die Aufnahme lote das »experimentelle, ja anarchistische Potenzial« eines als Symphoniker oftmals unterschätzten Komponisten aus. Dass auch kritische Untertöne zu vernehmen waren, gehört dazu, wenn im Bereich vermeintlich hinlänglich bekannter Werke des Konzertrepertoires interpretatorisch neue Wege beschritten werden. Doch der gängigen Meinung, Schumann habe nicht instrumentieren können, wollte und will sich Sir Simon nicht anschließen, ja, er widerspricht ihr sogar vehement – und führt eine gewagte These ins Feld: Schumanns Überarbeitung der 1841 vom Leipziger Gewandhausorchester erfolglos aus der Taufe gehobenen d-Moll-Symphonie beruhe demnach vor allem auf dem Versuch, das Werk seinerzeit auch für weniger versierte Orchester interessant zu machen. Was Schumann seinerzeit auch gelang, war das Orchester des Städtischen Musikvereins Düsseldorf, das der d-Moll-Symphonie 1854 im Rahmen des Niederrheinischen Musikfests zum Durchbruch verhalf, doch ein Klangkörper, in dem Laien neben Profis spielten. Als Chefdirigent eines der weltweit führenden Orchester sieht es Sir Simon heute als seine künstlerische Verpflichtung an, den ursprünglichen Intentionen von Schumann gerecht zu werden. Aus diesem Grund hegt er nicht nur eine Vorliebe für die Urfassung der d-Moll-Symphonie, sondern auch für eine Komposition, in der Schumann »orchestratorisch ein absolutes Musterbeispiel« abgegeben hat: Das Paradies und die Peri.Das 1843 in Leipzig uraufgeführte Oratorium erzählt von einer Außenseiterin der Gesellschaft: dem Kind eines gefallenen Engels und einer Sterblichen, dem ein Platz im Paradies verwehrt wird. Erst nach einer Reihe von Prüfungen wird die Peri – so der aus dem Persischen entlehnte Name der Titelfigur – geläutert und in die Reihe der Seligen aufgenommen. Bei ihren Aufführungen von Schumanns nur selten zu hörendem Werk werden die Berliner Philharmoniker unter Sir Simons Stabführung vom Rundfunkchor Berlin und von einem hochkarätig besetzten Solistenensemble unterstützt, darunter mit Mark Padmore der aktuelle Artist in Residence sowie Christian Gerhaher, Artist in Residence der Saison 2013/2014.


Kategorie: Klassik

Das Konzert bietet Grundschulkindern die Möglichkeit, gemeinsam mit den Vokalhelden, den Kindern des Chorprogramms der Berliner Philharmoniker, eine Stunde lang zu singen. Zur Vorbereitung werden an die Lehrerinnen und Lehrer ausgewählte Lieder mit Noten sowie eine Aufnahme der Begleitung versandt. So kann ein Teil des Programms im Vorfeld während des Schulunterrichts oder in der Schulchorprobe erlernt werden, ein anderer Teil wird im Konzert gemeinsam spielerisch einstudiert. Begleitet werden die Sängerinnen und Sänger von einer Band bestehend aus Mitgliedern der Berliner Philharmoniker und Gästen. Der gesamte Konzertsaal wird klatschen und klingen, tanzen und singen!


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Als Sir Simon Rattle und die Berliner Philharmoniker 2014 ihre Interpretation der vier Symphonien von Robert Schumann auf CD vorlegten, befand Deutschlandradio Kultur, diese erste Veröffentlichung des damals gerade ins Leben gerufenen Labels Berliner Philharmoniker Recordings sei »zum Niederknien«. Die Welt bescheinigte dem Orchester und seinem Chefdirigenten, »demVisionär Schumann« auf der Fährte zu sein, in der Zeit war zu lesen, die Aufnahme lote das »experimentelle, ja anarchistische Potenzial« eines als Symphoniker oftmals unterschätzten Komponisten aus. Dass auch kritische Untertöne zu vernehmen waren, gehört dazu, wenn im Bereich vermeintlich hinlänglich bekannter Werke des Konzertrepertoires interpretatorisch neue Wege beschritten werden. Doch der gängigen Meinung, Schumann habe nicht instrumentieren können, wollte und will sich Sir Simon nicht anschließen, ja, er widerspricht ihr sogar vehement – und führt eine gewagte These ins Feld: Schumanns Überarbeitung der 1841 vom Leipziger Gewandhausorchester erfolglos aus der Taufe gehobenen d-Moll-Symphonie beruhe demnach vor allem auf dem Versuch, das Werk seinerzeit auch für weniger versierte Orchester interessant zu machen. Was Schumann seinerzeit auch gelang, war das Orchester des Städtischen Musikvereins Düsseldorf, das der d-Moll-Symphonie 1854 im Rahmen des Niederrheinischen Musikfests zum Durchbruch verhalf, doch ein Klangkörper, in dem Laien neben Profis spielten. Als Chefdirigent eines der weltweit führenden Orchester sieht es Sir Simon heute als seine künstlerische Verpflichtung an, den ursprünglichen Intentionen von Schumann gerecht zu werden. Aus diesem Grund hegt er nicht nur eine Vorliebe für die Urfassung der d-Moll-Symphonie, sondern auch für eine Komposition, in der Schumann »orchestratorisch ein absolutes Musterbeispiel« abgegeben hat: Das Paradies und die Peri.Das 1843 in Leipzig uraufgeführte Oratorium erzählt von einer Außenseiterin der Gesellschaft: dem Kind eines gefallenen Engels und einer Sterblichen, dem ein Platz im Paradies verwehrt wird. Erst nach einer Reihe von Prüfungen wird die Peri – so der aus dem Persischen entlehnte Name der Titelfigur – geläutert und in die Reihe der Seligen aufgenommen. Bei ihren Aufführungen von Schumanns nur selten zu hörendem Werk werden die Berliner Philharmoniker unter Sir Simons Stabführung vom Rundfunkchor Berlin und von einem hochkarätig besetzten Solistenensemble unterstützt, darunter mit Mark Padmore der aktuelle Artist in Residence sowie Christian Gerhaher, Artist in Residence der Saison 2013/2014.


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Sie sprechen, singen, rufen und raunen — mehr als 1.000 Sängerinnen und Sänger setzen ihre Stimme auf die vielfältigste Weise ein. Die europäische Erstaufführung von David Langs the public domain unter der musikalischen Leitung von Simon Halsey und in der Inszenierung von Jasmina Hadziahmetovic gestalten sich als aufregendes, musikalisches Experiment. Die Mitwirkenden dieses Chorprojekts sind mitten unter uns. Künstler und Publikum werden – nicht wie sonst säuberlich getrennt – zu einer einzigen Menschenmasse verschmelzen. Beide Teilnehmerseiten einer Aufführung, Darstellende und Rezipienten, sind vereint, berühren sich, kommen in eine unvorhersehbare Kommunikation, sodass sich im Erleben die Grenzen zwischen den Menschen auflösen können.


Kategorie: Klassik

Als Sir Simon Rattle und die Berliner Philharmoniker 2014 ihre Interpretation der vier Symphonien von Robert Schumann auf CD vorlegten, befand Deutschlandradio Kultur, diese erste Veröffentlichung des damals gerade ins Leben gerufenen Labels Berliner Philharmoniker Recordings sei »zum Niederknien«. Die Welt bescheinigte dem Orchester und seinem Chefdirigenten, »demVisionär Schumann« auf der Fährte zu sein, in der Zeit war zu lesen, die Aufnahme lote das »experimentelle, ja anarchistische Potenzial« eines als Symphoniker oftmals unterschätzten Komponisten aus. Dass auch kritische Untertöne zu vernehmen waren, gehört dazu, wenn im Bereich vermeintlich hinlänglich bekannter Werke des Konzertrepertoires interpretatorisch neue Wege beschritten werden. Doch der gängigen Meinung, Schumann habe nicht instrumentieren können, wollte und will sich Sir Simon nicht anschließen, ja, er widerspricht ihr sogar vehement – und führt eine gewagte These ins Feld: Schumanns Überarbeitung der 1841 vom Leipziger Gewandhausorchester erfolglos aus der Taufe gehobenen d-Moll-Symphonie beruhe demnach vor allem auf dem Versuch, das Werk seinerzeit auch für weniger versierte Orchester interessant zu machen. Was Schumann seinerzeit auch gelang, war das Orchester des Städtischen Musikvereins Düsseldorf, das der d-Moll-Symphonie 1854 im Rahmen des Niederrheinischen Musikfests zum Durchbruch verhalf, doch ein Klangkörper, in dem Laien neben Profis spielten. Als Chefdirigent eines der weltweit führenden Orchester sieht es Sir Simon heute als seine künstlerische Verpflichtung an, den ursprünglichen Intentionen von Schumann gerecht zu werden. Aus diesem Grund hegt er nicht nur eine Vorliebe für die Urfassung der d-Moll-Symphonie, sondern auch für eine Komposition, in der Schumann »orchestratorisch ein absolutes Musterbeispiel« abgegeben hat: Das Paradies und die Peri.Das 1843 in Leipzig uraufgeführte Oratorium erzählt von einer Außenseiterin der Gesellschaft: dem Kind eines gefallenen Engels und einer Sterblichen, dem ein Platz im Paradies verwehrt wird. Erst nach einer Reihe von Prüfungen wird die Peri – so der aus dem Persischen entlehnte Name der Titelfigur – geläutert und in die Reihe der Seligen aufgenommen. Bei ihren Aufführungen von Schumanns nur selten zu hörendem Werk werden die Berliner Philharmoniker unter Sir Simons Stabführung vom Rundfunkchor Berlin und von einem hochkarätig besetzten Solistenensemble unterstützt, darunter mit Mark Padmore der aktuelle Artist in Residence sowie Christian Gerhaher, Artist in Residence der Saison 2013/2014.


Kategorie: Klassik

Der Tag der offenen Tür in der Berliner Philharmonie ist ein Tag voller Höhepunkte: An ihm sind die Berliner Philharmoniker in Orchester- und Kammerkonzerten zu erleben, in Proben, Workshops, Gesprächsforen, Familienprogrammen und Education-Veranstaltungen, und das in sämtlichen Räumlichkeiten des Hauses – vom Intendantenzimmer über die beiden Säle, die Foyers und den Backstage-Bereich bis in den Keller.An keinem anderen Tag können Fans der Berliner Philharmoniker den Orchestermusikern so nahe kommen: Ein netter Wortwechsel mit einem der philharmonischen Konzertmeister, gemeinsam Lachen mit Sir Simon Rattle, die Raffinessen von Hans Scharouns Architektur bis in den kleinsten Winkel erkunden, einen Blick in die Schaltzentrale der Digital Concert Hall werfen und natürlich Musik in sämtlichen Stilrichtungen und Varianten hören? Beim Tag der offenen Tür ist (fast) alles möglich. Den interessierten Besuchern erschließt sich die ganze Bandbreite des philharmonischen Lebens. Dass auch die ganz Kleinen auf ihre Kosten kommen, dafür sorgen die vielfältigen Aktivitäten der Education-Abteilung. Die Musiker und Mitarbeiter des Hauses setzen alles daran, um ihren großen und kleinen Besuchern einen spannenden, unterhaltsamen, anrührenden und unvergesslichen Tag zu bereiten. In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft der Freunde der Berliner Philharmoniker e.V. und dem Musikinstrumenten-Museum Berlin|Staatliches Institut für Musikforschung ? Preußischer Kulturbesitz


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Der Tag der offenen Tür in der Berliner Philharmonie ist ein Tag voller Höhepunkte: An ihm sind die Berliner Philharmoniker in Orchester- und Kammerkonzerten zu erleben, in Proben, Workshops, Gesprächsforen, Familienprogrammen und Education-Veranstaltungen, und das in sämtlichen Räumlichkeiten des Hauses – vom Intendantenzimmer über die beiden Säle, die Foyers und den Backstage-Bereich bis in den Keller.An keinem anderen Tag können Fans der Berliner Philharmoniker den Orchestermusikern so nahe kommen: Ein netter Wortwechsel mit einem der philharmonischen Konzertmeister, gemeinsam Lachen mit Sir Simon Rattle, die Raffinessen von Hans Scharouns Architektur bis in den kleinsten Winkel erkunden, einen Blick in die Schaltzentrale der Digital Concert Hall werfen und natürlich Musik in sämtlichen Stilrichtungen und Varianten hören? Beim Tag der offenen Tür ist (fast) alles möglich. Den interessierten Besuchern erschließt sich die ganze Bandbreite des philharmonischen Lebens. Dass auch die ganz Kleinen auf ihre Kosten kommen, dafür sorgen die vielfältigen Aktivitäten der Education-Abteilung. Die Musiker und Mitarbeiter des Hauses setzen alles daran, um ihren großen und kleinen Besuchern einen spannenden, unterhaltsamen, anrührenden und unvergesslichen Tag zu bereiten. In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft der Freunde der Berliner Philharmoniker e. V.


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Helmut Lachenmanns Mouvement (– vor der Erstarrung) lässt an Kafkas Gregor Samsa denken, der eines Morgens als rücklings liegender Käfer aufwacht und sich nicht allein auf die Seite drehen kann: Das Stück wird von den »ergebnislosen« Versuchen bestimmt, traditionell-tonale Klangfiguren zu erzeugen: »Eine Musik aus toten Bewegungen«, die »selbst schon jene innere Erstarrung anzeigt, die der äußeren vorangeht […] Die Phantasie, die vor empfundener Bedrohung alle expressiven Utopien aufgibt und wie ein Käfer, auf dem Rücken zappelnd, erworbene Mechanismen im Leerlauf weiter betätigt« (Lachenmann). Mit dem Zitat des Wiener Volkslieds »O du lieber Augustin, alles ist hin« wird deutlich, dass das Alte versinkt – jedoch ohne dass an seine Stelle etwas optimistisch Neues getreten wäre. Lachenmanns Mouvement steht am Anfang dieses von Matthias Pintscher dirigierten Konzerts der Stipendiaten der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker. Mit Hans Werner Henzes Le Miracle de la Rose nach dem gleichnamigen Roman des französischen Schriftstellers Jean Genet folgt ein »imaginäres Theater«, in dem die Darsteller durch verschiedene Instrumente personifiziert werden: Englischhorn und Soloklarinette charakterisieren den 16-jährigen Doppelmörder Harcomone, der im Gefängnis auf seine Exekution wartet. Die vier schwarz gekleideten Herren, die seine Todeszelle betreten, übernehmen demgegenüber Trompete (Richter), Horn (Geistlicher), Posaune (Anwalt) und Heckelfon (Henker). Der Abend klingt mit Matthias Pintschers Ensemblestück bereshit aus, benannt nach dem ersten Wort der Torah, des Alten Testaments. In dem Werk zeichnet die Musik den biblischen Schöpfungsmythos nach: »bereshit«, so der Komponist, »entsteht aus einem Anfangsklang wie aus dem absoluten Nichts, aus einem Ton, der in perkussive Geräusche absinkt, aus denen sich dann Elemente herauslösen und verdichten. […] Die Komposition entsteht aus der Idee, ein ganzes Kompendium an Klängen, Gesten, Rhythmen, Orchestrationen aus einem Urzustand von Klang herauszulösen.«


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Als sich abzeichnete, dass Bruckner das Finale seiner Neunten Symphonie nicht mehr würde vollenden können, bestimmte er sein Te Deum ausdrücklich zu dessen »bestem Ersatz«. Aufführungen des dreisätzigen Torsos seiner monumentalen, »dem lieben Gott« gewidmeten Sinfonia da chiesa kamen für ihn nicht infrage, was auch seine Briefe sowie Berichte von Zeitzeugen belegen. In einem komplexen Arbeitsprozess haben Nicola Samale, John Phillips, Giuseppe Mazzuca und Benjamin-Gunnar Cohrs in der Zeit von 1983 bis 2010 in mühevoller Detailarbeit eine Aufführungsfassung des Finales erarbeitet: »Das hier präsentierte Endergebnis«, schreibt Cohrs, seit 2013 Leiter der Bruckner-Edition Wien, »umfasst 653 Takte. 440 Takte entsprechen Bruckners Partiturbogen. 208 davon hat er bereits vollständig instrumentiert.- vom Rest lag zumindest der Streichersatz nebst etlichen Vorskizzierungen geplanter Bläserstimmen vor. Der Verlauf weiterer 117 Takte konnte aus Skizzen und ausgeschiedenen Bogen rekonstruiert werden. 96 Takte mussten durch musik-forensische Techniken wiedergewonnen werden, doch nur für 37 davon war überhaupt keine Musik Bruckners mehr vorhanden. Die Aufführungsfassung des Finales ist damit von Fremdzutaten weitaus freier als beispielsweise die von Mozarts Requiem.« Der endgültige Anstoß zur Vorbereitung einer letzten revidierten Ausgabe ist Sir Simon Rattle zu verdanken, der die viersätzige Version von Bruckners Neunter im Oktober 2011 sowie im Februar 2012 in der Berliner Philharmonie und im Februar 2012 ebenfalls in der New Yorker Carnegie Hall dirigierte. »Ich muss gleich hier loswerden, was für ein erstaunlich beeindruckendes Stück Arbeit Sie geleistet haben«, schrieb Rattle im Vorfeld an die Herausgeber. »Ich habe die Entwürfe in den vergangenen Jahren immer wieder einmal durchgesehen, und ich habe eine andere namenlose Rekonstruktion gehört, die mich beinahe für den Rest des Lebens davon abgebracht hätte. [...] Ich fühle mich immer mehr überzeugt von Ihrem Stück plastischer Chirurgie, und meine, dass es viel verbreiteter gehört und verstanden werden sollte. Und dies von einem Mann, der Mozarts Requiem ganz beiseite gelegt hat! Nochmalige Glückwünsche zu Ihrer erstaunlichen Entdeckungsreise.« Mit den Philharmonikern präsentiert Sir Simon nun dem Berliner Publikum Bruckners Neunte ein weiteres Mal mit rekonstruiertem Finale, das von Motiven aus dem Te Deum durchsetzt ist und wie eine regelrechte Antithese zum Kopfsatz wirkt. Im Rahmen des von Rattle ins Leben gerufenen philharmonischen »Tapas«-Projekts erfolgt zuvor die Premiere von Hans Abrahamsens Three Pieces for Orchestra.


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Sir Simon Rattle erinnert sich noch gut daran, wie er als junger Mann die erste Rundfunkübertragung von Witold Lutos?awskis Dritter Symphonie hörte. »Mir war sofort klar: Das ist ein Meisterwerk! Eine Art Konzert für Orchester, das mit der Freiheit der Zeit spielt. Musik prallt nach dem Zufallsprinzip aufeinander, um dann auf einer anderen Ebene neu zu funktionieren.« Die Symphonie, ein Auftragswerk des Chicago Symphony Orchestra, das 1983 nach über zehnjähriger Entstehungszeit unter der Leitung von Sir Georg Solti seine Uraufführung erlebte, bescherte ihrem Schöpfer von Anfang an einen großen Erfolg. Lutos?awskis Kompositionsstil wurde entscheidend von den Ideen der musikalischen Avantgarde geprägt, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg etablierte und deren Musik er über das von ihm gegründete Festival »Warschauer Herbst« kennenlernte. Unter dem Eindruck von seriellen Kompositionstechniken entwickelte er für sich das Prinzip der »begrenzten Aleatorik«, die auch seine Dritte Symphonie prägt. Phrasen, in denen die Musiker ihre eigenen zeitlichen Vorstellungen verwirklichen dürfen, wechseln mit streng durchkomponierten Teilen. Die Berliner Philharmoniker spielten die Symphonie erstmals 1985 unter der Leitung Lutos?awskis, der zwischen 1978 und 1985 mehrfach am Pult des Orchesters stand, um eigene Werke zu dirigieren. Auch Johannes Brahms gehört zu den Komponisten, die die Philharmoniker dirigiert haben. Im Januar 1884, knapp zwei Jahre nach Gründung des Orchesters, präsentierte er sich erstmals als Solist seines Ersten Klavierkonzerts sowie als Dirigent seiner Dritten Symphonie. Das brahmssche Œuvre gehört somit zur musikalischen DNA des Orchesters. Als Brahms mit seiner Symphonie Nr.?1 an die Öffentlichkeit trat, hatte er sich auf dem Gebiet der Chor-, Kammer- und Klaviermusik längst einen Namen gemacht. Doch um die Form seiner Ersten Symphonie musste er 15 Jahre ringen, zu schwer lastete das Erbe Beethovens auf ihm. Auch wenn das Vorbild des Wiener Klassikers unüberhörbar ist, das sich vor allem in dem heroischen, monumentalen Gestus des Werks manifestiert, offenbart Brahms in ihm seinen ureigenen Kompositionsstil: die Themen und Motive des Werks aus einer motivischen Urzelle zu entwickeln, zu variieren und zu transformieren. Den Konzertabend eröffnet ein weiteres Stück der sogenannten und von Sir Simon initiierten »Tapas«-Serie, diesmal offeriert von Jörg Widmann. Von dem aus München stammenden Komponisten und Klarinettisten haben die Philharmoniker eine Reihe von Werken aufgeführt, zuletzt seinen symphonischen Hymnos Teufel Amor.


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»Ich möchte mein Klavier zerschlagen«, schrieb Robert Schumann einmal in das zusammen mit seiner Frau Clara geführte Tagebuch – ein unmissverständliches Zeugnis der unterschwelligen Spannungen, von denen die ersten Ehejahre der Schumanns begleitet wurden. Nicht genug, dass der Komponist seiner Gattin den Erfolg als Pianistin neidete, weil es mit seinem Selbstverständnis unvereinbar war, dass eines von Claras Konzerten mehr Geld in die Haushaltskasse brachte, als ein halbes Jahr eigener publizistischer und kompositorischer Arbeit. Dem Tagebuch ist außerdem zu entnehmen: Die »leichten Wände« des gemeinsam bewohnten Hauses machten es unmöglich, dass beide Eheleute gleichzeitig ihrer Arbeit nachgingen. Vorhang auf für folgende Szene: Robert sitzt im Arbeitszimmer und will komponieren. Weil Clara aber im Nebenzimmer übt, kann er vor lauter Tonleitern und Akkordketten keinen klaren musikalischen Gedanken fassen. Bleiben ihm zwei Möglichkeiten: Entweder die Feder beiseite legen, bis Clara ihre Etüden beendet hat und sich wieder Kindern und Küche (Robert zufolge der »Hauptberuf« seiner Frau) widmet – oder aus der Not eine Tugend machen und die Klangkaskaden aus dem Nebenzimmer in einer Komposition verarbeiten. Als er im Herbst 1842 an dem dritten Satz seines Klavierquintetts op. 44 arbeitete, entschied sich Schumann offensichtlich für die letztgenannte Möglichkeit: Denn klingt es nicht wie ein liebevoller Seitenhieb auf Claras Etüdenspiel, dass das Thema dieses Scherzos aus einer rhythmisierten Es-Dur-Tonleiter besteht, die in endlosen Sequenzen auf und ab durch diverse Tonarten geschickt wird? Das Clara gewidmete Klavierquintett von Schumann bildet den zweiten Programmteil dieses Konzertes des 2010 von philharmonischen Streichern gegründeten Brahms Ensemble Berlin.- am Klavier ist als Gast der 1982 in Berlin geborene Pianist Martin Helmchen zu hören. Vor der Pause interpretiert Helmchen mit dem ehemaligen philharmonischen Solohornisten Radek Baborák außerdem die Sonate op. 29 von Joseph Haas sowie – zusammen mit Baborák und Rachel Schmidt an der Violine – das 1865 entstandene Horntrio op. 40 von Schumann-Freund Johannes Brahms.


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Er ist nicht nur Deutschlands international erfolgreichster junger Jazzmusiker, er war auch schon beim Start von Jazz at Berlin Philharmonic mit von der Partie und hat in der Reihe so oft gespielt wie kein anderer. Da ist es nur recht und billig, wenn Michael Wollny auch seinen 40. Geburtstag mit einem Konzert im Großen Saal der Philharmonie begehen darf. Die Basiseinheit dieses musikalischen Festes bildet das aktuelle Michael Wollny Trio, besetzt mit dem langjährigen Weggefährten Eric Schaefer am Schlagzeug – »eines der heimlichen Zentralgestirne des deutschen Jazz«, wie ihn Die Zeit nennt – und dem jungen Bassisten Christian Weber. Jene Formation also, die mit dem Album Nachtfahrten erfolgreich an den Vorgänger und Wollnys endgültigen Durchbruch Weltentraum anknüpfen konnte. Für den orchestralen Glanz, der diesem Ereignis zukommt, sorgt das Norwegian Wind Ensemble unter Leitung von Geir Lysne, mit dem das Michael Wollny Trio bereits eine improvisatorische Reise zum Mond unter dem Programmtitel Moon unternommen hat. Mit Lysne hat Wollny außerdem bereits beim Jazz at Berlin Philharmonic-Abend Monteverdi meets Morricone und – zusammen mit Det Norske Blåseensemble und Schaefer – bei der Vertonung des Stummfilmklassikers Nosferatu zusammengearbeitet. Wie es sich für eine Geburtstagsfeier gehört, werden außerdem einige Überraschungsgäste erwartet, die Wollny »in the spirit of Jazz« gratulieren – indem sie mit ihm musizieren. Kuratiert von Siggi Loch


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Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:10.04.18
© Fotos der Vorstellungen: Konzert mit Ronny Heinrich, Bernhard Hirtreiter, Eric Fennell, Edward Lee, Berlin Pipe Company(/) Konzert mit Sun Hwa Park(/) Konzert mit Sir Roger Norrington(/) Konzert mit Boris Brovtsyn, Maxim Rysanov, Gary Hoffman, Denis Kozhukhin(/) Konzert mit Grigory Sokolov(/) Konzert mit Maria Farantouri, Taner Akyol, Symeon Ioannidis(/) Konzert mit Daniel Barenboim, Chor der Staatsoper Unter den Linden Berlin, Martin Wright, Anna Prohaska, Marianne Crebassa(/) Konzert mit Vera Martínez Mehner, Abel Tomàs Realp, Jonathan Brown, Arnau Tomàs Realp(/) Konzert mit Manfred Honetschläger, Amber Schoop, Marc Secara, Kim Fisher(/) Paavo Järvi und Janine Jansen mit Sibelius’ Violinkonzert(Felix Broede/Felix Broede) Wilhelm Furtwängler in den Fängen der Nazis(Monika Rittershaus/Monika Rittershaus) Mitsingkonzert des Rundfunkchors Berlin(/) Paavo Järvi und Janine Jansen mit Sibelius’ Violinkonzert(Felix Broede/Felix Broede) Konzert mit Steven Sloane(/) Lunchkonzert(/) Musische Wochen 2017/2018(/) Konzert mit Martin Studer, Lisa Stoll(/) Konzert mit Zhenni Li(/) Konzert mit Vineta Sareika, Anthea Kreston, Gregor Sigl, Eckart Runge, Elisabeth Leonskaja(/) Tugan Sokhiev dirigiert die »Symphonie classique« und »Bilder einer Ausstellung«(Patrice Nin/Patrice Nin) Konzert mit Ayac Iuan Jiménez Salvador, Frédéric Alvarado-Dupuy, Matthias Werner, Philip Haas, Roland Eitzinger, Simon Zöchbauer, Thomas Winalek(Maria Frodl/Maria Frodl) Tugan Sokhiev dirigiert die »Symphonie classique« und »Bilder einer Ausstellung«(Patrice Nin/Patrice Nin) Tugan Sokhiev dirigiert die »Symphonie classique« und »Bilder einer Ausstellung«(Patrice Nin/Patrice Nin) Konzert mit Andreas Wittmann, Silver Garburg Piano Duo, Sivan Silver, Gil Garburg(/) Orgelmatinee mit Nathan Laube und der Karajan-Akademie(Hermann Willers/Hermann Willers) Wilhelm Furtwängler in den Fängen der Nazis(Monika Rittershaus/Monika Rittershaus) Konzert mit Philharmonischer Chor Berlin, Uppsala Akademiska Kammarkör, Jörg-Peter Weigle, Karin Dahlberg, Stefanie Irányi, Paulo Ferreira, Renatus Mészár(/) Konzert mit Michelangelo Galeati, Berliner Orient Ensemble, Hassan Abul Fadl(/) Konzert mit Constantinos Carydis, Midori(/) Konzert mit Mer?nas Vitulskis(/) Lunchkonzert(/) Musische Wochen 2017/2018(/) Konzert mit Krzysztof Penderecki, Anne-Sophie Mutter(/) Konzert mit Sebastian Schmidt, Nanette Schmidt, Andreas Willwohl, Bernhard Schmidt(/) Simon Rattle dirigiert Schumanns »Das Paradies und die Peri«(Stephan Rabold/Stephan Rabold) Sing mit, hab Spaß!(Dorothea Huber/Dorothea Huber) Konzert mit RIAS Kammerchor, Justin Doyle, Petteri Pitko(/) Simon Rattle dirigiert Schumanns »Das Paradies und die Peri«(Stephan Rabold/Stephan Rabold) Das große Chorprojekt des Education-Programms(Promo/) Simon Rattle dirigiert Schumanns »Das Paradies und die Peri«(Stephan Rabold/Stephan Rabold) Herzlich willkommen zum Tag der offenen Tür!(Monika Rittershaus/Monika Rittershaus) Herzlich willkommen zum Tag der offenen Tür!(Monika Rittershaus/Monika Rittershaus) Lunchkonzert(/) Wunderbare Stradivaris(Aya Yoshigoe/Aya Yoshigoe) Konzert mit Dmitry Liss, Olga Peretyatko(/) Konzert mit Gabriel Adorján, Eckart Runge, Jacques Ammon(/) Zeitgenössische Musik mit Matthias Pintscher und der Karajan-Akademie(Tim Deussen/Tim Deussen) Konzert mit Andrew Manze, Martin Helmchen(/) PHILHARMONIKA 2018(Promo/) Simon Rattle dirigiert die vervollständigte Neunte Symphonie von Anton Bruckner(Monika Rittershaus/Monika Rittershaus) Sonntagskonzertreihe des Chorverbands Berlin(/) Konzert mit Stanley Dodds, Özgür Aydin(/) Konzert mit Martín Baeza-Rubio, Manuel Blanco(/) Simon Rattle dirigiert Widmann, Lutos?awski und Brahms(Monika Rittershaus/Monika Rittershaus) Vom Duo bis Quintett(Alessandro Cappone/Alessandro Cappone) Konzert mit Sergey Smbatyan, David Aaron Carpenter, Ingolf Wunder(/) Lunchkonzert(/) Musische Wochen 2017/2018(/) Happy Birthday, Michael Wollny(Jörg Steinmetz/Jörg Steinmetz) Carte blanche(Tim Deussen/Tim Deussen) Konzert mit Pietro Massa(Promo/) Konzert mit Matthias Pintscher, Clément Saunier, Simon Höfele(/)

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