Berliner Philharmonie - Spielplan für den Monat Mai
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Spielplan für Mai 2019


Kategorie: Klassik


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Unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin fr Familie, Senioren, Frauen und Jugend Dr. Franziska Gifffey


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Wann auch immer ein Repertoire-Stck wiederbelebt werden soll, gibt es eine einfache Lsung: Man muss es einfach nur Janine Jansen spielen lassen, urteilte die Londoner Times, und das zu Recht! Denn Janine Jansen, die schon frh mit renommierten Preisen bedacht wurde, gelingt es immer wieder, auch den bekannten klassischen und romantischen Violinkonzerten neue und ungewohnt-aufregende Facetten abzugewinnen mit einer Frische, die einen glauben macht, die niederlndische Violinvirtuosin spiele das jeweilige Werk gerade zum ersten Mal. In dieser Spielzeit wird Janine Jansen bei den Berliner Philharmonikern mit Jean Sibelius Violinkonzert im Gepck erwartet, dessen spielerisches Finale den englischen Pianisten und Komponisten Donald Francis Tovey an eine Polonaise for polar bears erinnerte.- eine hbsche Alliteration, die allerdings dem verbreiteten Irrtum unterliegt, es gbe in Finnland Eisbren. (Angeblich entstand dieses Missverstndnis anlsslich der Pariser Weltausstellung im Jahr 1900, als der finnische Pavillon auf dem Dach als Ausschmckung zwei Gipsbren trug, die der Bildhauer Emil Wikstrm in letzter Minute geliefert, aber noch nicht braun bemalt hatte.- am nchsten Tag waren die Pariser Zeitungen voll mit Beschreibungen der schnen finnischen Eisbren.) Dirigent des Abends ist Paavo Jrvi, dessen Arbeit Janine Jansen besonders schtzt: Paavo Jrvi ist gerade bei der Probenarbeit ein groartiger Kommunikator. Ich will als Solistin ja nicht der Beziehung zwischen ihm und seinem Orchester im Wege stehen und fange immer an, mit ihm ber Probleme zu reden. Er wendet sich dann an das Orchester und sagt: Sag es ihnen! Redet miteinander! So hat sich bei uns eine sehr direkte, offene Zusammenarbeit gebildet. Nach dem Sibelius-Konzert, das mit seinem dominierenden Violinpart unverkennbar der romantischen Konzerttradition verpflichtet ist, steht Dmitri Schostakowitschs Sechste Symphonie auf dem Programm, ein Werk, das bereits bei seiner Leningrader Premiere am 5. November 1939 fr viel Applaus sorgte. Bei einer der folgenden Auffhrungen war das Publikum sogar derart begeistert, dass man das Finale wiederholte. Kein Wunder, dass Leopold Stokowski das von Mahler beeinflusste Werk (dessen Musik la Till Eulenspiegel oder Petruschka immer wieder ins Bedrohliche umschlgt) umgehend in sein Repertoire aufnahm: In jeder seiner Symphonien zeigt sich uns Schostakowitsch als ein Meister, der ohne Unterlass seine schpferische Fantasie und sein musikalisches Selbstbewusstsein fortentwickelt. Neue Hhen erreicht er in der Symphonie Nr. 6.


Kategorie: Klassik

Am 15. Mrz 1933 verhngte die NS-Fhrung ber Bruno Walter in Leipzig ein Auftrittsverbot. Auch ein fnf Tage spter in Berlin anstehendes Konzert wurde ihm entzogen. Der Dirigent, der so viele Jahre mit den Berliner Philharmonikern verbunden war und heute zu den bedeutendsten Orchesterleitern des 20. Jahrhunderts zhlt, verlie Deutschland daraufhin umgehend. Wilhelm Furtwngler stand als Einspringer nicht zur Verfgung, woraufhin die Konzertdirektion Wolff & Sachs Richard Strauss anfragte, der gerade an der Staatsoper eine Auffhrungsserie seiner Elektra leitete und zunchst kategorisch ablehnte. Erst als er erfuhr, dass die Reichsregierung sein Dirigat erbat, sagte Strauss zu und wurde nach dem Konzert in der nationalsozialistischen Presse frenetisch gefeiert.Furtwngler wusste, was die Stunde am 30. Januar 1933 geschlagen hatte, weshalb er sich nachdrcklich aber letztlich erfolglos fr die jdischen Musiker, die damals im Orchester spielten (der Konzertmeister Szymon Goldberg, der Geiger Gilbert Back sowie die beiden Solo-Cellisten Nicolai Graudan und Joseph Schuster) bei den Machthabern einsetzte im Interesse des Kulturlebens. Damit begann fr Furtwngler eine Gratwanderung, da er gleichzeitig mit Goebbels ber eine bernahme des Orchesters durch das Reich verhandelte, um den drohenden Konkurs abzuwenden. Nach seiner ffentlichen Stellungnahme im Fall Hindemith wurde er zeitweilig zu einem Symbol des Widerstands. Dennoch lie er sich und das Orchester vom Propagandaapparat missbrauchen.Diesen Philharmonischen Salon hat Gtz Teutsch Furtwnglers schwieriger Zeit whrend des Nationalsozialismus gewidmet. Das Scharoun Ensemble Berlin und Cordelia Hfer (Klavier) spielen unter anderem Werke von Paul Hindemith, Ludwig van Beethoven, Boris Blacher und Furtwngler. Max Hopp liest Texte von Furtwnglers persnlicher Sekretrin Berta Geissmar, vom langjhrigen Musikredakteur beim ehemaligen SFB Klaus Lang (der 2012 ein Buch ber Furtwnglers Entnazifizierung vorgelegte), von Dietrich Fischer-Dieskau (Jupiter und ich: Begegnungen mit Furtwngler) und anderen.


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Wann auch immer ein Repertoire-Stck wiederbelebt werden soll, gibt es eine einfache Lsung: Man muss es einfach nur Janine Jansen spielen lassen, urteilte die Londoner Times, und das zu Recht! Denn Janine Jansen, die schon frh mit renommierten Preisen bedacht wurde, gelingt es immer wieder, auch den bekannten klassischen und romantischen Violinkonzerten neue und ungewohnt-aufregende Facetten abzugewinnen mit einer Frische, die einen glauben macht, die niederlndische Violinvirtuosin spiele das jeweilige Werk gerade zum ersten Mal. In dieser Spielzeit wird Janine Jansen bei den Berliner Philharmonikern mit Jean Sibelius Violinkonzert im Gepck erwartet, dessen spielerisches Finale den englischen Pianisten und Komponisten Donald Francis Tovey an eine Polonaise for polar bears erinnerte.- eine hbsche Alliteration, die allerdings dem verbreiteten Irrtum unterliegt, es gbe in Finnland Eisbren. (Angeblich entstand dieses Missverstndnis anlsslich der Pariser Weltausstellung im Jahr 1900, als der finnische Pavillon auf dem Dach als Ausschmckung zwei Gipsbren trug, die der Bildhauer Emil Wikstrm in letzter Minute geliefert, aber noch nicht braun bemalt hatte.- am nchsten Tag waren die Pariser Zeitungen voll mit Beschreibungen der schnen finnischen Eisbren.) Dirigent des Abends ist Paavo Jrvi, dessen Arbeit Janine Jansen besonders schtzt: Paavo Jrvi ist gerade bei der Probenarbeit ein groartiger Kommunikator. Ich will als Solistin ja nicht der Beziehung zwischen ihm und seinem Orchester im Wege stehen und fange immer an, mit ihm ber Probleme zu reden. Er wendet sich dann an das Orchester und sagt: Sag es ihnen! Redet miteinander! So hat sich bei uns eine sehr direkte, offene Zusammenarbeit gebildet. Nach dem Sibelius-Konzert, das mit seinem dominierenden Violinpart unverkennbar der romantischen Konzerttradition verpflichtet ist, steht Dmitri Schostakowitschs Sechste Symphonie auf dem Programm, ein Werk, das bereits bei seiner Leningrader Premiere am 5. November 1939 fr viel Applaus sorgte. Bei einer der folgenden Auffhrungen war das Publikum sogar derart begeistert, dass man das Finale wiederholte. Kein Wunder, dass Leopold Stokowski das von Mahler beeinflusste Werk (dessen Musik la Till Eulenspiegel oder Petruschka immer wieder ins Bedrohliche umschlgt) umgehend in sein Repertoire aufnahm: In jeder seiner Symphonien zeigt sich uns Schostakowitsch als ein Meister, der ohne Unterlass seine schpferische Fantasie und sein musikalisches Selbstbewusstsein fortentwickelt. Neue Hhen erreicht er in der Symphonie Nr. 6.


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Erhaben. Treffender lsst sich das Klavierspiel Yefim Bronfmans wohl nicht beschreiben. Denn wenn sich der amerikanische Klaviervirtuose mit russisch-jdischen Wurzeln an sein Instrument setzt, wirkt er wie ein Fels in der Brandung: Bronfman zelebriert seine Kunst mit stoischer Ruhe und entfacht dennoch in groer emotionaler Eindringlichkeit einen wahren Sturm der Gefhle. Hinsichtlich seiner kontrollierten Krpersprache erinnert der Meisterpianist gerne an seinen Kollegen Arturo Benedetti Michelangeli: Er bewegte keinen Muskel zuviel. Aber wenn er einmal seine Augenbrauen hob, bedeutete das eine ganze Menge. Die Musik muss Emotionen zeigen, nicht ich. Ich werde als Pianist bezahlt, nicht als Tnzer oder Schauspieler. Gemeinsam mit den von Tugan Sokhiev dirigierten Berliner Philharmonikern wird sich der Pianist bei seinem Gastspiel in der Philharmonie mit gewohnt imposanter Technik Ludwig van Beethovens Drittem Klavierkonzert in der fr den Komponisten exponierten Tonart c-Moll widmen. Gegenwrtiges groe[s] Konzert, konnte man in der Allgemeinen musikalischen Zeitung vom 10. April 1805 lesen, gehrt zu den bedeutendsten Werken, die seit einigen Jahren von diesem genialen Meister erschienen sind, und drfte sich von mancher Seite sogar vor ihnen allen, und zu seinem Vortheile, auszeichnen. [...] dies Konzert ist in Absicht auf Geist und Effekt eins der vorzglichsten unter allen, die nur jemals geschrieben worden sind [...]. Bereits einige Monate zuvor, in der Ausgabe vom 15. August 1804, hie es in derselben Zeitschrift: Dies Konzert gehrt ohnstreitig unter Beethovens schnste Kompositionen. Nach der Pause hat Tugan Sokhiev, Musikdirektor des Moskauer Bolschoi-Theaters sowie des Orchestre National du Capitole de Toulouse, Mussorgskys Bilder einer Ausstellung aufs Programm gesetzt. Der im Gedenken an den Maler Viktor Hartmann entstandene Klavierzyklusfhrt seine Hrer in einem klingenden Rundgang durch eine imaginre Galerie, wobei die ausgewhlten hartmannschen Exponate mit tonmalerischen Effekten und uerlichen, auf Anhieb einleuchtenden Analogien zwischen Vorlage und musikalischer Umsetzung nachgezeichnet werden. Die berhmteste Orchesterversion des Zyklus entstand 1922 auf Anregung des Dirigenten Sergej Kussewitzky und stammt von keinem Geringeren als Maurice Ravel: Wie in ihr die ursprnglichen Schwarz-Wei-Zeichnungen des Klaviers illuminiert und gleichsam mit der Palette impressionistischen Klangraffinements koloriert werden, gehrt zu den brillantesten Leistungen innerhalb der Instrumentationsgeschichte.


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Erhaben. Treffender lsst sich das Klavierspiel Yefim Bronfmans wohl nicht beschreiben. Denn wenn sich der amerikanische Klaviervirtuose mit russisch-jdischen Wurzeln an sein Instrument setzt, wirkt er wie ein Fels in der Brandung: Bronfman zelebriert seine Kunst mit stoischer Ruhe und entfacht dennoch in groer emotionaler Eindringlichkeit einen wahren Sturm der Gefhle. Hinsichtlich seiner kontrollierten Krpersprache erinnert der Meisterpianist gerne an seinen Kollegen Arturo Benedetti Michelangeli: Er bewegte keinen Muskel zuviel. Aber wenn er einmal seine Augenbrauen hob, bedeutete das eine ganze Menge. Die Musik muss Emotionen zeigen, nicht ich. Ich werde als Pianist bezahlt, nicht als Tnzer oder Schauspieler. Gemeinsam mit den von Tugan Sokhiev dirigierten Berliner Philharmonikern wird sich der Pianist bei seinem Gastspiel in der Philharmonie mit gewohnt imposanter Technik Ludwig van Beethovens Drittem Klavierkonzert in der fr den Komponisten exponierten Tonart c-Moll widmen. Gegenwrtiges groe[s] Konzert, konnte man in der Allgemeinen musikalischen Zeitung vom 10. April 1805 lesen, gehrt zu den bedeutendsten Werken, die seit einigen Jahren von diesem genialen Meister erschienen sind, und drfte sich von mancher Seite sogar vor ihnen allen, und zu seinem Vortheile, auszeichnen. [...] dies Konzert ist in Absicht auf Geist und Effekt eins der vorzglichsten unter allen, die nur jemals geschrieben worden sind [...]. Bereits einige Monate zuvor, in der Ausgabe vom 15. August 1804, hie es in derselben Zeitschrift: Dies Konzert gehrt ohnstreitig unter Beethovens schnste Kompositionen. Nach der Pause hat Tugan Sokhiev, Musikdirektor des Moskauer Bolschoi-Theaters sowie des Orchestre National du Capitole de Toulouse, Mussorgskys Bilder einer Ausstellung aufs Programm gesetzt. Der im Gedenken an den Maler Viktor Hartmann entstandene Klavierzyklusfhrt seine Hrer in einem klingenden Rundgang durch eine imaginre Galerie, wobei die ausgewhlten hartmannschen Exponate mit tonmalerischen Effekten und uerlichen, auf Anhieb einleuchtenden Analogien zwischen Vorlage und musikalischer Umsetzung nachgezeichnet werden. Die berhmteste Orchesterversion des Zyklus entstand 1922 auf Anregung des Dirigenten Sergej Kussewitzky und stammt von keinem Geringeren als Maurice Ravel: Wie in ihr die ursprnglichen Schwarz-Wei-Zeichnungen des Klaviers illuminiert und gleichsam mit der Palette impressionistischen Klangraffinements koloriert werden, gehrt zu den brillantesten Leistungen innerhalb der Instrumentationsgeschichte.


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Erhaben. Treffender lsst sich das Klavierspiel Yefim Bronfmans wohl nicht beschreiben. Denn wenn sich der amerikanische Klaviervirtuose mit russisch-jdischen Wurzeln an sein Instrument setzt, wirkt er wie ein Fels in der Brandung: Bronfman zelebriert seine Kunst mit stoischer Ruhe und entfacht dennoch in groer emotionaler Eindringlichkeit einen wahren Sturm der Gefhle. Hinsichtlich seiner kontrollierten Krpersprache erinnert der Meisterpianist gerne an seinen Kollegen Arturo Benedetti Michelangeli: Er bewegte keinen Muskel zuviel. Aber wenn er einmal seine Augenbrauen hob, bedeutete das eine ganze Menge. Die Musik muss Emotionen zeigen, nicht ich. Ich werde als Pianist bezahlt, nicht als Tnzer oder Schauspieler. Gemeinsam mit den von Tugan Sokhiev dirigierten Berliner Philharmonikern wird sich der Pianist bei seinem Gastspiel in der Philharmonie mit gewohnt imposanter Technik Ludwig van Beethovens Drittem Klavierkonzert in der fr den Komponisten exponierten Tonart c-Moll widmen. Gegenwrtiges groe[s] Konzert, konnte man in der Allgemeinen musikalischen Zeitung vom 10. April 1805 lesen, gehrt zu den bedeutendsten Werken, die seit einigen Jahren von diesem genialen Meister erschienen sind, und drfte sich von mancher Seite sogar vor ihnen allen, und zu seinem Vortheile, auszeichnen. [...] dies Konzert ist in Absicht auf Geist und Effekt eins der vorzglichsten unter allen, die nur jemals geschrieben worden sind [...]. Bereits einige Monate zuvor, in der Ausgabe vom 15. August 1804, hie es in derselben Zeitschrift: Dies Konzert gehrt ohnstreitig unter Beethovens schnste Kompositionen. Nach der Pause hat Tugan Sokhiev, Musikdirektor des Moskauer Bolschoi-Theaters sowie des Orchestre National du Capitole de Toulouse, Mussorgskys Bilder einer Ausstellung aufs Programm gesetzt. Der im Gedenken an den Maler Viktor Hartmann entstandene Klavierzyklusfhrt seine Hrer in einem klingenden Rundgang durch eine imaginre Galerie, wobei die ausgewhlten hartmannschen Exponate mit tonmalerischen Effekten und uerlichen, auf Anhieb einleuchtenden Analogien zwischen Vorlage und musikalischer Umsetzung nachgezeichnet werden. Die berhmteste Orchesterversion des Zyklus entstand 1922 auf Anregung des Dirigenten Sergej Kussewitzky und stammt von keinem Geringeren als Maurice Ravel: Wie in ihr die ursprnglichen Schwarz-Wei-Zeichnungen des Klaviers illuminiert und gleichsam mit der Palette impressionistischen Klangraffinements koloriert werden, gehrt zu den brillantesten Leistungen innerhalb der Instrumentationsgeschichte.


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Als Nathan Laube im Januar 2015 sein Debt in der Berliner Philharmonie gab, lag ihm das Publikum zu Fen. So farbig habe man die Philharmonie-Orgel noch nie gehrt, flsterten sich Zuhrer zwischen den Stcken zu. Schnell war klar, dass der junge Virtuose bald wiederkommen msse. Gesagt, getan. Fr sein zweites Konzert hat der 29-jhrige amerikanische Knstler nun einige musikalische Freunde eingeladen. Organ and Friends heit das Programm, das die Karl-Schuke-Orgel mit der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker vereint. Neben einer Partita fr Englischhorn und Orgel des niederlndischen Komponisten Jan Koetsier, die einen melancholischen Ton anschlgt, erklingen die filigranen Trois Mouvements fr Orgel und Flte des frh verstorbenen Franzosen Jehan Alain. Henri Tomasis Semaine Sainte Cuzco fr Trompete und Orgel ist ein Bravourstck par excellence, das man so schnell nicht wieder vergisst. Dazwischen spielt Nathan Laube Werke von Johannes Brahms und Felix Mendelssohn Bartholdy in eigenen Bearbeitungen fr Orgel sowie Jean Guillous apokalyptische Vision Icarus. Am Ende schlieen sich die Instrumentalisten der Karajan-Akademie und Nathan Laube zusammen und prsentieren unter der Leitung von Raphael Haeger Paul Hindemiths Kammermusik Nr. 7. Das 1927 entstandene Werk ist ein Konzert fr Orgel, elf Blasinstrumente sowie einige Celli und einen Kontrabass. Fr nicht wenige Musikfreunde gehrt diese Kammermusik mit ihrem festlichen Glanz, den heroisch auftrumpfenden Momenten und dem hymnischen Finale zu Paul Hindemiths besten Kompositionen.


Kategorie: Klassik

Am 15. Mrz 1933 verhngte die NS-Fhrung ber Bruno Walter in Leipzig ein Auftrittsverbot. Auch ein fnf Tage spter in Berlin anstehendes Konzert wurde ihm entzogen. Der Dirigent, der so viele Jahre mit den Berliner Philharmonikern verbunden war und heute zu den bedeutendsten Orchesterleitern des 20. Jahrhunderts zhlt, verlie Deutschland daraufhin umgehend. Wilhelm Furtwngler stand als Einspringer nicht zur Verfgung, woraufhin die Konzertdirektion Wolff & Sachs Richard Strauss anfragte, der gerade an der Staatsoper eine Auffhrungsserie seiner Elektra leitete und zunchst kategorisch ablehnte. Erst als er erfuhr, dass die Reichsregierung sein Dirigat erbat, sagte Strauss zu und wurde nach dem Konzert in der nationalsozialistischen Presse frenetisch gefeiert.Furtwngler wusste, was die Stunde am 30. Januar 1933 geschlagen hatte, weshalb er sich nachdrcklich aber letztlich erfolglos fr die jdischen Musiker, die damals im Orchester spielten (der Konzertmeister Szymon Goldberg, der Geiger Gilbert Back sowie die beiden Solo-Cellisten Nicolai Graudan und Joseph Schuster) bei den Machthabern einsetzte im Interesse des Kulturlebens. Damit begann fr Furtwngler eine Gratwanderung, da er gleichzeitig mit Goebbels ber eine bernahme des Orchesters durch das Reich verhandelte, um den drohenden Konkurs abzuwenden. Nach seiner ffentlichen Stellungnahme im Fall Hindemith wurde er zeitweilig zu einem Symbol des Widerstands. Dennoch lie er sich und das Orchester vom Propagandaapparat missbrauchen.Diesen Philharmonischen Salon hat Gtz Teutsch Furtwnglers schwieriger Zeit whrend des Nationalsozialismus gewidmet. Das Scharoun Ensemble Berlin und Cordelia Hfer (Klavier) spielen unter anderem Werke von Paul Hindemith, Ludwig van Beethoven, Boris Blacher und Furtwngler. Max Hopp liest Texte von Furtwnglers persnlicher Sekretrin Berta Geissmar, vom langjhrigen Musikredakteur beim ehemaligen SFB Klaus Lang (der 2012 ein Buch ber Furtwnglers Entnazifizierung vorgelegte), von Dietrich Fischer-Dieskau (Jupiter und ich: Begegnungen mit Furtwngler) und anderen.


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Als Sir Simon Rattle und die Berliner Philharmoniker 2014 ihre Interpretation der vier Symphonien von Robert Schumann auf CD vorlegten, befand Deutschlandradio Kultur, diese erste Verffentlichung des damals gerade ins Leben gerufenen Labels Berliner Philharmoniker Recordings sei zum Niederknien. Die Welt bescheinigte dem Orchester und seinem Chefdirigenten, demVisionr Schumann auf der Fhrte zu sein, in der Zeit war zu lesen, die Aufnahme lote das experimentelle, ja anarchistische Potenzial eines als Symphoniker oftmals unterschtzten Komponisten aus. Dass auch kritische Untertne zu vernehmen waren, gehrt dazu, wenn im Bereich vermeintlich hinlnglich bekannter Werke des Konzertrepertoires interpretatorisch neue Wege beschritten werden. Doch der gngigen Meinung, Schumann habe nicht instrumentieren knnen, wollte und will sich Sir Simon nicht anschlieen, ja, er widerspricht ihr sogar vehement und fhrt eine gewagte These ins Feld: Schumanns berarbeitung der 1841 vom Leipziger Gewandhausorchester erfolglos aus der Taufe gehobenen d-Moll-Symphonie beruhe demnach vor allem auf dem Versuch, das Werk seinerzeit auch fr weniger versierte Orchester interessant zu machen. Was Schumann seinerzeit auch gelang, war das Orchester des Stdtischen Musikvereins Dsseldorf, das der d-Moll-Symphonie 1854 im Rahmen des Niederrheinischen Musikfests zum Durchbruch verhalf, doch ein Klangkrper, in dem Laien neben Profis spielten. Als Chefdirigent eines der weltweit fhrenden Orchester sieht es Sir Simon heute als seine knstlerische Verpflichtung an, den ursprnglichen Intentionen von Schumann gerecht zu werden. Aus diesem Grund hegt er nicht nur eine Vorliebe fr die Urfassung der d-Moll-Symphonie, sondern auch fr eine Komposition, in der Schumann orchestratorisch ein absolutes Musterbeispiel abgegeben hat: Das Paradies und die Peri.Das 1843 in Leipzig uraufgefhrte Oratorium erzhlt von einer Auenseiterin der Gesellschaft: dem Kind eines gefallenen Engels und einer Sterblichen, dem ein Platz im Paradies verwehrt wird. Erst nach einer Reihe von Prfungen wird die Peri so der aus dem Persischen entlehnte Name der Titelfigur gelutert und in die Reihe der Seligen aufgenommen. Bei ihren Auffhrungen von Schumanns nur selten zu hrendem Werk werden die Berliner Philharmoniker unter Sir Simons Stabfhrung vom Rundfunkchor Berlin und von einem hochkartig besetzten Solistenensemble untersttzt, darunter mit Mark Padmore der aktuelle Artist in Residence sowie Christian Gerhaher, Artist in Residence der Saison 2013/2014.


Kategorie: Klassik

Das Konzert bietet Grundschulkindern die Mglichkeit, gemeinsam mit den Vokalhelden, den Kindern des Chorprogramms der Berliner Philharmoniker, eine Stunde lang zu singen. Zur Vorbereitung werden an die Lehrerinnen und Lehrer ausgewhlte Lieder mit Noten sowie eine Aufnahme der Begleitung versandt. So kann ein Teil des Programms im Vorfeld whrend des Schulunterrichts oder in der Schulchorprobe erlernt werden, ein anderer Teil wird im Konzert gemeinsam spielerisch einstudiert. Begleitet werden die Sngerinnen und Snger von einer Band bestehend aus Mitgliedern der Berliner Philharmoniker und Gsten. Der gesamte Konzertsaal wird klatschen und klingen, tanzen und singen!


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Als Sir Simon Rattle und die Berliner Philharmoniker 2014 ihre Interpretation der vier Symphonien von Robert Schumann auf CD vorlegten, befand Deutschlandradio Kultur, diese erste Verffentlichung des damals gerade ins Leben gerufenen Labels Berliner Philharmoniker Recordings sei zum Niederknien. Die Welt bescheinigte dem Orchester und seinem Chefdirigenten, demVisionr Schumann auf der Fhrte zu sein, in der Zeit war zu lesen, die Aufnahme lote das experimentelle, ja anarchistische Potenzial eines als Symphoniker oftmals unterschtzten Komponisten aus. Dass auch kritische Untertne zu vernehmen waren, gehrt dazu, wenn im Bereich vermeintlich hinlnglich bekannter Werke des Konzertrepertoires interpretatorisch neue Wege beschritten werden. Doch der gngigen Meinung, Schumann habe nicht instrumentieren knnen, wollte und will sich Sir Simon nicht anschlieen, ja, er widerspricht ihr sogar vehement und fhrt eine gewagte These ins Feld: Schumanns berarbeitung der 1841 vom Leipziger Gewandhausorchester erfolglos aus der Taufe gehobenen d-Moll-Symphonie beruhe demnach vor allem auf dem Versuch, das Werk seinerzeit auch fr weniger versierte Orchester interessant zu machen. Was Schumann seinerzeit auch gelang, war das Orchester des Stdtischen Musikvereins Dsseldorf, das der d-Moll-Symphonie 1854 im Rahmen des Niederrheinischen Musikfests zum Durchbruch verhalf, doch ein Klangkrper, in dem Laien neben Profis spielten. Als Chefdirigent eines der weltweit fhrenden Orchester sieht es Sir Simon heute als seine knstlerische Verpflichtung an, den ursprnglichen Intentionen von Schumann gerecht zu werden. Aus diesem Grund hegt er nicht nur eine Vorliebe fr die Urfassung der d-Moll-Symphonie, sondern auch fr eine Komposition, in der Schumann orchestratorisch ein absolutes Musterbeispiel abgegeben hat: Das Paradies und die Peri.Das 1843 in Leipzig uraufgefhrte Oratorium erzhlt von einer Auenseiterin der Gesellschaft: dem Kind eines gefallenen Engels und einer Sterblichen, dem ein Platz im Paradies verwehrt wird. Erst nach einer Reihe von Prfungen wird die Peri so der aus dem Persischen entlehnte Name der Titelfigur gelutert und in die Reihe der Seligen aufgenommen. Bei ihren Auffhrungen von Schumanns nur selten zu hrendem Werk werden die Berliner Philharmoniker unter Sir Simons Stabfhrung vom Rundfunkchor Berlin und von einem hochkartig besetzten Solistenensemble untersttzt, darunter mit Mark Padmore der aktuelle Artist in Residence sowie Christian Gerhaher, Artist in Residence der Saison 2013/2014.


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Sie sprechen, singen, rufen und raunen mehr als 1.000 Sngerinnen und Snger setzen ihre Stimme auf die vielfltigste Weise ein. Die europische Erstauffhrung von David Langs the public domain unter der musikalischen Leitung von Simon Halsey und in der Inszenierung von Jasmina Hadziahmetovic gestalten sich als aufregendes, musikalisches Experiment. Die Mitwirkenden dieses Chorprojekts sind mitten unter uns. Knstler und Publikum werden nicht wie sonst suberlich getrennt zu einer einzigen Menschenmasse verschmelzen. Beide Teilnehmerseiten einer Auffhrung, Darstellende und Rezipienten, sind vereint, berhren sich, kommen in eine unvorhersehbare Kommunikation, sodass sich im Erleben die Grenzen zwischen den Menschen auflsen knnen.


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Als Sir Simon Rattle und die Berliner Philharmoniker 2014 ihre Interpretation der vier Symphonien von Robert Schumann auf CD vorlegten, befand Deutschlandradio Kultur, diese erste Verffentlichung des damals gerade ins Leben gerufenen Labels Berliner Philharmoniker Recordings sei zum Niederknien. Die Welt bescheinigte dem Orchester und seinem Chefdirigenten, demVisionr Schumann auf der Fhrte zu sein, in der Zeit war zu lesen, die Aufnahme lote das experimentelle, ja anarchistische Potenzial eines als Symphoniker oftmals unterschtzten Komponisten aus. Dass auch kritische Untertne zu vernehmen waren, gehrt dazu, wenn im Bereich vermeintlich hinlnglich bekannter Werke des Konzertrepertoires interpretatorisch neue Wege beschritten werden. Doch der gngigen Meinung, Schumann habe nicht instrumentieren knnen, wollte und will sich Sir Simon nicht anschlieen, ja, er widerspricht ihr sogar vehement und fhrt eine gewagte These ins Feld: Schumanns berarbeitung der 1841 vom Leipziger Gewandhausorchester erfolglos aus der Taufe gehobenen d-Moll-Symphonie beruhe demnach vor allem auf dem Versuch, das Werk seinerzeit auch fr weniger versierte Orchester interessant zu machen. Was Schumann seinerzeit auch gelang, war das Orchester des Stdtischen Musikvereins Dsseldorf, das der d-Moll-Symphonie 1854 im Rahmen des Niederrheinischen Musikfests zum Durchbruch verhalf, doch ein Klangkrper, in dem Laien neben Profis spielten. Als Chefdirigent eines der weltweit fhrenden Orchester sieht es Sir Simon heute als seine knstlerische Verpflichtung an, den ursprnglichen Intentionen von Schumann gerecht zu werden. Aus diesem Grund hegt er nicht nur eine Vorliebe fr die Urfassung der d-Moll-Symphonie, sondern auch fr eine Komposition, in der Schumann orchestratorisch ein absolutes Musterbeispiel abgegeben hat: Das Paradies und die Peri.Das 1843 in Leipzig uraufgefhrte Oratorium erzhlt von einer Auenseiterin der Gesellschaft: dem Kind eines gefallenen Engels und einer Sterblichen, dem ein Platz im Paradies verwehrt wird. Erst nach einer Reihe von Prfungen wird die Peri so der aus dem Persischen entlehnte Name der Titelfigur gelutert und in die Reihe der Seligen aufgenommen. Bei ihren Auffhrungen von Schumanns nur selten zu hrendem Werk werden die Berliner Philharmoniker unter Sir Simons Stabfhrung vom Rundfunkchor Berlin und von einem hochkartig besetzten Solistenensemble untersttzt, darunter mit Mark Padmore der aktuelle Artist in Residence sowie Christian Gerhaher, Artist in Residence der Saison 2013/2014.


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Der Tag der offenen Tr in der Berliner Philharmonie ist ein Tag voller Hhepunkte: An ihm sind die Berliner Philharmoniker in Orchester- und Kammerkonzerten zu erleben, in Proben, Workshops, Gesprchsforen, Familienprogrammen und Education-Veranstaltungen, und das in smtlichen Rumlichkeiten des Hauses vom Intendantenzimmer ber die beiden Sle, die Foyers und den Backstage-Bereich bis in den Keller.An keinem anderen Tag knnen Fans der Berliner Philharmoniker den Orchestermusikern so nahe kommen: Ein netter Wortwechsel mit einem der philharmonischen Konzertmeister, gemeinsam Lachen mit Sir Simon Rattle, die Raffinessen von Hans Scharouns Architektur bis in den kleinsten Winkel erkunden, einen Blick in die Schaltzentrale der Digital Concert Hall werfen und natrlich Musik in smtlichen Stilrichtungen und Varianten hren? Beim Tag der offenen Tr ist (fast) alles mglich. Den interessierten Besuchern erschliet sich die ganze Bandbreite des philharmonischen Lebens. Dass auch die ganz Kleinen auf ihre Kosten kommen, dafr sorgen die vielfltigen Aktivitten der Education-Abteilung. Die Musiker und Mitarbeiter des Hauses setzen alles daran, um ihren groen und kleinen Besuchern einen spannenden, unterhaltsamen, anrhrenden und unvergesslichen Tag zu bereiten. In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft der Freunde der Berliner Philharmoniker e.V. und dem Musikinstrumenten-Museum Berlin|Staatliches Institut fr Musikforschung ? Preuischer Kulturbesitz


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Der Tag der offenen Tr in der Berliner Philharmonie ist ein Tag voller Hhepunkte: An ihm sind die Berliner Philharmoniker in Orchester- und Kammerkonzerten zu erleben, in Proben, Workshops, Gesprchsforen, Familienprogrammen und Education-Veranstaltungen, und das in smtlichen Rumlichkeiten des Hauses vom Intendantenzimmer ber die beiden Sle, die Foyers und den Backstage-Bereich bis in den Keller.An keinem anderen Tag knnen Fans der Berliner Philharmoniker den Orchestermusikern so nahe kommen: Ein netter Wortwechsel mit einem der philharmonischen Konzertmeister, gemeinsam Lachen mit Sir Simon Rattle, die Raffinessen von Hans Scharouns Architektur bis in den kleinsten Winkel erkunden, einen Blick in die Schaltzentrale der Digital Concert Hall werfen und natrlich Musik in smtlichen Stilrichtungen und Varianten hren? Beim Tag der offenen Tr ist (fast) alles mglich. Den interessierten Besuchern erschliet sich die ganze Bandbreite des philharmonischen Lebens. Dass auch die ganz Kleinen auf ihre Kosten kommen, dafr sorgen die vielfltigen Aktivitten der Education-Abteilung. Die Musiker und Mitarbeiter des Hauses setzen alles daran, um ihren groen und kleinen Besuchern einen spannenden, unterhaltsamen, anrhrenden und unvergesslichen Tag zu bereiten. In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft der Freunde der Berliner Philharmoniker e. V.


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Helmut Lachenmanns Mouvement ( vor der Erstarrung) lsst an Kafkas Gregor Samsa denken, der eines Morgens als rcklings liegender Kfer aufwacht und sich nicht allein auf die Seite drehen kann: Das Stck wird von den ergebnislosen Versuchen bestimmt, traditionell-tonale Klangfiguren zu erzeugen: Eine Musik aus toten Bewegungen, die selbst schon jene innere Erstarrung anzeigt, die der ueren vorangeht [] Die Phantasie, die vor empfundener Bedrohung alle expressiven Utopien aufgibt und wie ein Kfer, auf dem Rcken zappelnd, erworbene Mechanismen im Leerlauf weiter bettigt (Lachenmann). Mit dem Zitat des Wiener Volkslieds O du lieber Augustin, alles ist hin wird deutlich, dass das Alte versinkt jedoch ohne dass an seine Stelle etwas optimistisch Neues getreten wre. Lachenmanns Mouvement steht am Anfang dieses von Matthias Pintscher dirigierten Konzerts der Stipendiaten der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker. Mit Hans Werner Henzes Le Miracle de la Rose nach dem gleichnamigen Roman des franzsischen Schriftstellers Jean Genet folgt ein imaginres Theater, in dem die Darsteller durch verschiedene Instrumente personifiziert werden: Englischhorn und Soloklarinette charakterisieren den 16-jhrigen Doppelmrder Harcomone, der im Gefngnis auf seine Exekution wartet. Die vier schwarz gekleideten Herren, die seine Todeszelle betreten, bernehmen demgegenber Trompete (Richter), Horn (Geistlicher), Posaune (Anwalt) und Heckelfon (Henker). Der Abend klingt mit Matthias Pintschers Ensemblestck bereshit aus, benannt nach dem ersten Wort der Torah, des Alten Testaments. In dem Werk zeichnet die Musik den biblischen Schpfungsmythos nach: bereshit, so der Komponist, entsteht aus einem Anfangsklang wie aus dem absoluten Nichts, aus einem Ton, der in perkussive Gerusche absinkt, aus denen sich dann Elemente herauslsen und verdichten. [] Die Komposition entsteht aus der Idee, ein ganzes Kompendium an Klngen, Gesten, Rhythmen, Orchestrationen aus einem Urzustand von Klang herauszulsen.


Kategorie: Klassik


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Als sich abzeichnete, dass Bruckner das Finale seiner Neunten Symphonie nicht mehr wrde vollenden knnen, bestimmte er sein Te Deum ausdrcklich zu dessen bestem Ersatz. Auffhrungen des dreistzigen Torsos seiner monumentalen, dem lieben Gott gewidmeten Sinfonia da chiesa kamen fr ihn nicht infrage, was auch seine Briefe sowie Berichte von Zeitzeugen belegen. In einem komplexen Arbeitsprozess haben Nicola Samale, John Phillips, Giuseppe Mazzuca und Benjamin-Gunnar Cohrs in der Zeit von 1983 bis 2010 in mhevoller Detailarbeit eine Auffhrungsfassung des Finales erarbeitet: Das hier prsentierte Endergebnis, schreibt Cohrs, seit 2013 Leiter der Bruckner-Edition Wien, umfasst 653 Takte. 440 Takte entsprechen Bruckners Partiturbogen. 208 davon hat er bereits vollstndig instrumentiert.- vom Rest lag zumindest der Streichersatz nebst etlichen Vorskizzierungen geplanter Blserstimmen vor. Der Verlauf weiterer 117 Takte konnte aus Skizzen und ausgeschiedenen Bogen rekonstruiert werden. 96 Takte mussten durch musik-forensische Techniken wiedergewonnen werden, doch nur fr 37 davon war berhaupt keine Musik Bruckners mehr vorhanden. Die Auffhrungsfassung des Finales ist damit von Fremdzutaten weitaus freier als beispielsweise die von Mozarts Requiem. Der endgltige Ansto zur Vorbereitung einer letzten revidierten Ausgabe ist Sir Simon Rattle zu verdanken, der die vierstzige Version von Bruckners Neunter im Oktober 2011 sowie im Februar 2012 in der Berliner Philharmonie und im Februar 2012 ebenfalls in der New Yorker Carnegie Hall dirigierte. Ich muss gleich hier loswerden, was fr ein erstaunlich beeindruckendes Stck Arbeit Sie geleistet haben, schrieb Rattle im Vorfeld an die Herausgeber. Ich habe die Entwrfe in den vergangenen Jahren immer wieder einmal durchgesehen, und ich habe eine andere namenlose Rekonstruktion gehrt, die mich beinahe fr den Rest des Lebens davon abgebracht htte. [...] Ich fhle mich immer mehr berzeugt von Ihrem Stck plastischer Chirurgie, und meine, dass es viel verbreiteter gehrt und verstanden werden sollte. Und dies von einem Mann, der Mozarts Requiem ganz beiseite gelegt hat! Nochmalige Glckwnsche zu Ihrer erstaunlichen Entdeckungsreise. Mit den Philharmonikern prsentiert Sir Simon nun dem Berliner Publikum Bruckners Neunte ein weiteres Mal mit rekonstruiertem Finale, das von Motiven aus dem Te Deum durchsetzt ist und wie eine regelrechte Antithese zum Kopfsatz wirkt. Im Rahmen des von Rattle ins Leben gerufenen philharmonischen Tapas-Projekts erfolgt zuvor die Premiere von Hans Abrahamsens Three Pieces for Orchestra.


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Sir Simon Rattle erinnert sich noch gut daran, wie er als junger Mann die erste Rundfunkbertragung von Witold Lutos?awskis Dritter Symphonie hrte. Mir war sofort klar: Das ist ein Meisterwerk! Eine Art Konzert fr Orchester, das mit der Freiheit der Zeit spielt. Musik prallt nach dem Zufallsprinzip aufeinander, um dann auf einer anderen Ebene neu zu funktionieren. Die Symphonie, ein Auftragswerk des Chicago Symphony Orchestra, das 1983 nach ber zehnjhriger Entstehungszeit unter der Leitung von Sir Georg Solti seine Urauffhrung erlebte, bescherte ihrem Schpfer von Anfang an einen groen Erfolg. Lutos?awskis Kompositionsstil wurde entscheidend von den Ideen der musikalischen Avantgarde geprgt, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg etablierte und deren Musik er ber das von ihm gegrndete Festival Warschauer Herbst kennenlernte. Unter dem Eindruck von seriellen Kompositionstechniken entwickelte er fr sich das Prinzip der begrenzten Aleatorik, die auch seine Dritte Symphonie prgt. Phrasen, in denen die Musiker ihre eigenen zeitlichen Vorstellungen verwirklichen drfen, wechseln mit streng durchkomponierten Teilen. Die Berliner Philharmoniker spielten die Symphonie erstmals 1985 unter der Leitung Lutos?awskis, der zwischen 1978 und 1985 mehrfach am Pult des Orchesters stand, um eigene Werke zu dirigieren. Auch Johannes Brahms gehrt zu den Komponisten, die die Philharmoniker dirigiert haben. Im Januar 1884, knapp zwei Jahre nach Grndung des Orchesters, prsentierte er sich erstmals als Solist seines Ersten Klavierkonzerts sowie als Dirigent seiner Dritten Symphonie. Das brahmssche uvre gehrt somit zur musikalischen DNA des Orchesters. Als Brahms mit seiner Symphonie Nr.?1 an die ffentlichkeit trat, hatte er sich auf dem Gebiet der Chor-, Kammer- und Klaviermusik lngst einen Namen gemacht. Doch um die Form seiner Ersten Symphonie musste er 15 Jahre ringen, zu schwer lastete das Erbe Beethovens auf ihm. Auch wenn das Vorbild des Wiener Klassikers unberhrbar ist, das sich vor allem in dem heroischen, monumentalen Gestus des Werks manifestiert, offenbart Brahms in ihm seinen ureigenen Kompositionsstil: die Themen und Motive des Werks aus einer motivischen Urzelle zu entwickeln, zu variieren und zu transformieren. Den Konzertabend erffnet ein weiteres Stck der sogenannten und von Sir Simon initiierten Tapas-Serie, diesmal offeriert von Jrg Widmann. Von dem aus Mnchen stammenden Komponisten und Klarinettisten haben die Philharmoniker eine Reihe von Werken aufgefhrt, zuletzt seinen symphonischen Hymnos Teufel Amor.


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Ich mchte mein Klavier zerschlagen, schrieb Robert Schumann einmal in das zusammen mit seiner Frau Clara gefhrte Tagebuch ein unmissverstndliches Zeugnis der unterschwelligen Spannungen, von denen die ersten Ehejahre der Schumanns begleitet wurden. Nicht genug, dass der Komponist seiner Gattin den Erfolg als Pianistin neidete, weil es mit seinem Selbstverstndnis unvereinbar war, dass eines von Claras Konzerten mehr Geld in die Haushaltskasse brachte, als ein halbes Jahr eigener publizistischer und kompositorischer Arbeit. Dem Tagebuch ist auerdem zu entnehmen: Die leichten Wnde des gemeinsam bewohnten Hauses machten es unmglich, dass beide Eheleute gleichzeitig ihrer Arbeit nachgingen. Vorhang auf fr folgende Szene: Robert sitzt im Arbeitszimmer und will komponieren. Weil Clara aber im Nebenzimmer bt, kann er vor lauter Tonleitern und Akkordketten keinen klaren musikalischen Gedanken fassen. Bleiben ihm zwei Mglichkeiten: Entweder die Feder beiseite legen, bis Clara ihre Etden beendet hat und sich wieder Kindern und Kche (Robert zufolge der Hauptberuf seiner Frau) widmet oder aus der Not eine Tugend machen und die Klangkaskaden aus dem Nebenzimmer in einer Komposition verarbeiten. Als er im Herbst 1842 an dem dritten Satz seines Klavierquintetts op. 44 arbeitete, entschied sich Schumann offensichtlich fr die letztgenannte Mglichkeit: Denn klingt es nicht wie ein liebevoller Seitenhieb auf Claras Etdenspiel, dass das Thema dieses Scherzos aus einer rhythmisierten Es-Dur-Tonleiter besteht, die in endlosen Sequenzen auf und ab durch diverse Tonarten geschickt wird? Das Clara gewidmete Klavierquintett von Schumann bildet den zweiten Programmteil dieses Konzertes des 2010 von philharmonischen Streichern gegrndeten Brahms Ensemble Berlin.- am Klavier ist als Gast der 1982 in Berlin geborene Pianist Martin Helmchen zu hren. Vor der Pause interpretiert Helmchen mit dem ehemaligen philharmonischen Solohornisten Radek Babork auerdem die Sonate op. 29 von Joseph Haas sowie zusammen mit Babork und Rachel Schmidt an der Violine das 1865 entstandene Horntrio op. 40 von Schumann-Freund Johannes Brahms.


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Er ist nicht nur Deutschlands international erfolgreichster junger Jazzmusiker, er war auch schon beim Start von Jazz at Berlin Philharmonic mit von der Partie und hat in der Reihe so oft gespielt wie kein anderer. Da ist es nur recht und billig, wenn Michael Wollny auch seinen 40. Geburtstag mit einem Konzert im Groen Saal der Philharmonie begehen darf. Die Basiseinheit dieses musikalischen Festes bildet das aktuelle Michael Wollny Trio, besetzt mit dem langjhrigen Weggefhrten Eric Schaefer am Schlagzeug eines der heimlichen Zentralgestirne des deutschen Jazz, wie ihn Die Zeit nennt und dem jungen Bassisten Christian Weber. Jene Formation also, die mit dem Album Nachtfahrten erfolgreich an den Vorgnger und Wollnys endgltigen Durchbruch Weltentraum anknpfen konnte. Fr den orchestralen Glanz, der diesem Ereignis zukommt, sorgt das Norwegian Wind Ensemble unter Leitung von Geir Lysne, mit dem das Michael Wollny Trio bereits eine improvisatorische Reise zum Mond unter dem Programmtitel Moon unternommen hat. Mit Lysne hat Wollny auerdem bereits beim Jazz at Berlin Philharmonic-Abend Monteverdi meets Morricone und zusammen mit Det Norske Blseensemble und Schaefer bei der Vertonung des Stummfilmklassikers Nosferatu zusammengearbeitet. Wie es sich fr eine Geburtstagsfeier gehrt, werden auerdem einige berraschungsgste erwartet, die Wollny in the spirit of Jazz gratulieren indem sie mit ihm musizieren. Kuratiert von Siggi Loch


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Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:01.07.18
© Fotos der Vorstellungen: [+][-]
Konzert mit Ronny Heinrich, Bernhard Hirtreiter, Eric Fennell, Edward Lee, Berlin Pipe Company(/) Konzert mit Sun Hwa Park(/) Konzert mit Sir Roger Norrington(/) Konzert mit Boris Brovtsyn, Maxim Rysanov, Gary Hoffman, Denis Kozhukhin(/) Konzert mit Grigory Sokolov(/) Konzert mit Maria Farantouri, Taner Akyol, Symeon Ioannidis(/) Konzert mit Daniel Barenboim, Chor der Staatsoper Unter den Linden Berlin, Martin Wright, Anna Prohaska, Marianne Crebassa(/) Konzert mit Vera Martnez Mehner, Abel Toms Realp, Jonathan Brown, Arnau Toms Realp(/) Konzert mit Manfred Honetschlger, Amber Schoop, Marc Secara, Kim Fisher(/) Paavo Jrvi und Janine Jansen mit Sibelius Violinkonzert(Felix Broede/Felix Broede) Wilhelm Furtwngler in den Fngen der Nazis(Monika Rittershaus/Monika Rittershaus) Mitsingkonzert des Rundfunkchors Berlin(/) Konzert mit Steven Sloane(/) Lunchkonzert(/) Musische Wochen 2017/2018(/) Konzert mit Martin Studer, Lisa Stoll(/) Konzert mit Zhenni Li(/) Konzert mit Vineta Sareika, Anthea Kreston, Gregor Sigl, Eckart Runge, Elisabeth Leonskaja(/) Tugan Sokhiev dirigiert die Symphonie classique und Bilder einer Ausstellung(Patrice Nin/Patrice Nin) Konzert mit Ayac Iuan Jimnez Salvador, Frdric Alvarado-Dupuy, Matthias Werner, Philip Haas, Roland Eitzinger, Simon Zchbauer, Thomas Winalek(Maria Frodl/Maria Frodl) Konzert mit Andreas Wittmann, Silver Garburg Piano Duo, Sivan Silver, Gil Garburg(/) Orgelmatinee mit Nathan Laube und der Karajan-Akademie(Hermann Willers/Hermann Willers) Konzert mit Philharmonischer Chor Berlin, Uppsala Akademiska Kammarkr, Jrg-Peter Weigle, Karin Dahlberg, Stefanie Irnyi, Paulo Ferreira, Renatus Mszr(/) Konzert mit Michelangelo Galeati, Berliner Orient Ensemble, Hassan Abul Fadl(/) Konzert mit Constantinos Carydis, Midori(/) Konzert mit Mer?nas Vitulskis(/) Konzert mit Krzysztof Penderecki, Anne-Sophie Mutter(/) Konzert mit Sebastian Schmidt, Nanette Schmidt, Andreas Willwohl, Bernhard Schmidt(/) Simon Rattle dirigiert Schumanns Das Paradies und die Peri(Stephan Rabold/Stephan Rabold) Sing mit, hab Spa!(Dorothea Huber/Dorothea Huber) Konzert mit RIAS Kammerchor, Justin Doyle, Petteri Pitko(/) Das groe Chorprojekt des Education-Programms(Promo/) Herzlich willkommen zum Tag der offenen Tr!(Monika Rittershaus/Monika Rittershaus) Wunderbare Stradivaris(Aya Yoshigoe/Aya Yoshigoe) Konzert mit Dmitry Liss, Olga Peretyatko(/) Konzert mit Gabriel Adorjn, Eckart Runge, Jacques Ammon(/) Zeitgenssische Musik mit Matthias Pintscher und der Karajan-Akademie(Tim Deussen/Tim Deussen) Konzert mit Andrew Manze, Martin Helmchen(/) PHILHARMONIKA 2018(Promo/) Simon Rattle dirigiert die vervollstndigte Neunte Symphonie von Anton Bruckner(Monika Rittershaus/Monika Rittershaus) Sonntagskonzertreihe des Chorverbands Berlin(/) Konzert mit Stanley Dodds, zgr Aydin(/) Konzert mit Martn Baeza-Rubio, Manuel Blanco(/) Simon Rattle dirigiert Widmann, Lutos?awski und Brahms(Monika Rittershaus/Monika Rittershaus) Vom Duo bis Quintett(Alessandro Cappone/Alessandro Cappone) Konzert mit Sergey Smbatyan, David Aaron Carpenter, Ingolf Wunder(/) Happy Birthday, Michael Wollny(Jrg Steinmetz/Jrg Steinmetz) Carte blanche(Tim Deussen/Tim Deussen) Konzert mit Pietro Massa(Promo/) Konzert mit Matthias Pintscher, Clment Saunier, Simon Hfele(/)

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