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Maxim Gorki Theater

Am Festungsgraben 2 - 10117 Berlin

Tel. 20 22 11 15/ Fax: 20 22 11 28

ticket@gorki.de / www.gorki.de

Januar / Februar / März / April / Mai / Juni / Juli / August / September / Oktober / November / Dezember

Info´s zu den Stücken über nebenstehendes Symbol

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Spielplan für Mai 2018

Ich habe ein kleines Problem. Ich bin zu viel, ein bisschen zu viel. Ich bin stur, ich bin unflexibel. Ich hasse mich. Ich bin aggressiv. Ich bin konkurrenzgierig. Man könnte sagen ich bin nicht stabil. Ich kenne keine Grenzen. Ich zerstöre mich selbst. Ich lüge. Ich bin eine Enttäuschung für alle Menschen um mich herum. Vielleicht weil sie mich missverstehen. Ich glaube, ich missinterpretiere die Wirklichkeit. Ich habe keine Kontrolle über mich selbst. Ich kann mich nicht erklären. Ich schäme mich immer und über alles. Ich glaube, ich bin zu sexuell. Wahrscheinlich pervers. Meine Abgründe sind tief, sehr tief. Vielleicht sollte ich mit jemandem darüber reden. Yael Ronen, die humorvollste Therapeutin unter den Theatermacher*innen, taucht mit einem unerschrockenen Ensemble ab in eine finstere Gefahrenzone. Das Theater wird zum Darkroom, der eine Begegnung mit dem schier Unmöglichen verspricht: dem eigenen Selbst.


Kategorie: Schauspiel

Eine Filmregisseurin will ein Superhelden-Remake made in Germany realisieren. Doch einige Crew-Mitglieder sind dem buchstäblichen Rollendruck nicht gewachsen. Krisengeschüttelte Supermänner, freidrehendes Filmpersonal, ein lächerlich kühnes Vorhaben und ein Schuss Raubtierromantik bieten Futter für eine abgründige Komödie. In The Making-of verwirbelt Nora Abdel-Maksoud Themen, an denen man sich nur die Finger verbrennen kann. Eine bösartige Satire auf Filmbusiness und Theaterideale, ein verzweifeltes Hohelied auf das Paradox der Schauspielerei und ein optimistischer Abgesang auf Rollenbilder, die niemand so recht erfüllen kann. Alles dargebracht mithilfe zuschreibungstorpedierender Performancestrategien, in Echtzeit geschnitten und ganz ohne Kamera – dafür live und in 3D! Uraufführung: 13. Januar 2017 Nora Abdel-Maksoud wurde für THE MAKING-OF von Theater heute als beste Nachwuchsregisseurin 2017 ausgezeichnet. Zudem erhielt sie für das Stück den Kurt-Hübner-Regiepreis 2017. Eingeladen zu Radikal jung 2017 - Das Festival für junge Regie Eine Produktion des Studio ? / Maxim Gorki Theaters Hinweis: Bei dieser Inszenierung ist leider kein Nacheinlass möglich für Zuschauer*innen, die verspätet kommen. Vielen Dank für Ihr Verständnis.


Kategorie: Schauspiel

Alles beginnt wie im Märchen, einem Märchen in düsteren Zeiten. Der Angestellte Johannes Pinneberg verliebt sich in Emma, die Tochter eines Arbeiters. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Er nennt sie »Lämmchen«, sie ihn »Junge«. Lämmchen wird schwanger, sie heiraten, ziehen an den Rand einer kleinen Stadt und versuchen mit seinem schmalen Gehalt durchzukommen. Als Pinneberg seine Arbeit verliert, müssen sie losziehen, wie tausende Andere auch, dorthin, wo es Arbeit gibt und ein selbstbestimmtes Leben möglich ist. Berlin scheint für die beiden ein Glücksversprechen, denn hier kann sicher jeder durchkommen, wenn er nur fleißig, ehrlich und arbeitsam ist. Pinneberg bekommt eine Stelle als Verkäufer im Warenhaus Mandel, doch die Zeiten werden härter und der Druck auf ihn und sein Lämmchen wächst. Der »kleine Mann« versucht es bis zur Selbstauflösung, steckt jede Demütigung weg, schluckt, buckelt, will um jeden Preis sich und seine Familie durchbringen, wo es doch längst kein Durchkommen mehr gibt. Der aussichtslose Kampf um den letzten Rest Würde endet, als er auch in Berlin seine Arbeit verliert. Pinneberg, sein Lämmchen und ihr »Murkel« finden sich am Rand der Stadt wieder, weggedrängt, nicht mehr dazu gehörend, vergessen. Falladas 1932 erschienener Roman beschreibt ein kleinbürgerliches Milieu und eine Zeit des Übergangs, in der sich die kommende Katastrophe bereits ahnen lässt. Die Geschichte eines kleinen und sehr geduldigen Angestellten wird erzählt, der nicht aufzubegehren im Stande ist, dessen Faust in der Tasche bleibt, der durch eine Welt des Schwindels taumelt und sich hilflos an das Einzige, was scheinbar haltbar ist, klammert: Eine Liebe, eine Frau, ein Kind, sein bedrohtes Glück. Eine Produktion des Maxim Gorki Theaters. Aufführungsrechte: Hakan Sava? Mican / Felix Bloch Erben GmbH &.- Co. KG, Berlin Premiere: 15. Januar 2016 Hinweis: Çi?dem Teke befindet sich derzeit in Elternzeit. Ihre Rolle wird während dieser Zeit von Svenja Liesau gespielt.


Kategorie: Schauspiel

Das Revuetheater ist wieder da! Fast schien es, als hätten die Nazis gesiegt. Das Revuetheater, jene queere Mischung aus Operette, modernem Boulevard, politischem Kabarett, Jazz und neuer Musik war das Genre, das wie kein anderes das Bild der „Goldenen Zwanziger“ in Berlin prägte. Doch diese hohe frühpostmoderne Unterhaltungskunst fiel den Nazis und ihrem antisemitisch-homophobem Hass zum Opfer. Die Künstler*innen mussten emigrieren, ihre Werke verschwanden und mit ihnen auch das Genre. Am Gorki wird nun eines dieser Werke 86 Jahre nach der Uraufführung 1931 wieder belebt: „Alles Schwindel“ ist eine echte Wiederentdeckung. Was wie eine klassische Boy-meets-Girl-Story beginnt, wird zu einem aberwitzigen Parcours durch die Scheinwelten der späten Zwanziger Jahre und damit einer Zeit, in der „Tempo“ das entscheidende Wort war und „Schritt halten“ den Rhythmus vorgab. Die Musik des später nach London emigrierten Mischa Spoliansky kann neben Größen wie Kurt Weill bestehen. Christian Weise hat als Regisseur einen riesen Spaß an solchen Stoffen, von Spoliansky inszenierte er bereits die Operette „Wie werde ich reich und glücklich“. Er wirft sich mit dem Gorki-Ensemble in den Strudel einer großen Berliner Zeit, die in ihrem Flimmern, aber auch in ihrer bedrohlichen Fragilität politisch und hedonistisch zarte Ähnlichkeiten zu der Stadt hat, wie sie heute zu erleben ist. Ein rasanter Kostüm-, Musik und Tanzabend mit Songs, die im Ohr bleiben und einer verwirrend aktuellen Story. Trailer anschauen Premiere: 17/Dezember 2017


Kategorie: Schauspiel

Haltung als Handlung ist das erste vollständige Übersichtsbuch über die Aktionen des Zentrum für Politische Schönheit. Der Überblick zeigt die erstaunliche Menge an Themen und Projekten, die in nur 8 Jahren entstanden sind und zeichnet sie Stück für Stück nach. Anlässlich der Veröffentlichung werden Weggefährt*innen, Ermöglicher*innen und Mitdenker*innen, die die Arbeit und die Projekte des ZPS seit längerem begleiten. Zum Austausch über die Entwicklung der Arbeiten und Resonanzen der Projekte, ganz im Sinne von »Haltung als Handlung«.


Kategorie: Diskurs

Malerische Strände und die Silbergipfel des Kaukasus am Horizont – Georgien gilt als Geheimtipp in der Reisebranche. Doch das Land trägt schwer an ungelösten Gebietskonflikten mit Russland. Die preisgekrönte georgische Fotografin Daro Sulakauri besuchte Dörfer in den Grenzgebieten zu den abtrünnigen Regionen Abchasien und Südossetien. Sie dokumentiert die »wandernden Grenzen« und beschreibt, wie der sich stets verändernde Grenzverlauf das Leben der Menschen prägt. Sulakauri berichtet vom Alltag tschetschenischer Geflüchteter in den unwirtlichen Bergregionen an der Grenze zu Russland und von Phänomenen wie Kinderhochzeiten, die in manchen Dörfern bis heute verbreitet sind. Reporter ohne Grenzen stellt das Buch Fotos für die Pressefreiheit 2018 vor, in dem unter anderem Daro Sulakauris Arbeiten zu sehen sind. In Kooperation mit Reporter ohne Grenzen e.V.


Kategorie: Diskussion

Ich habe ein kleines Problem. Ich bin zu viel, ein bisschen zu viel. Ich bin stur, ich bin unflexibel. Ich hasse mich. Ich bin aggressiv. Ich bin konkurrenzgierig. Man könnte sagen ich bin nicht stabil. Ich kenne keine Grenzen. Ich zerstöre mich selbst. Ich lüge. Ich bin eine Enttäuschung für alle Menschen um mich herum. Vielleicht weil sie mich missverstehen. Ich glaube, ich missinterpretiere die Wirklichkeit. Ich habe keine Kontrolle über mich selbst. Ich kann mich nicht erklären. Ich schäme mich immer und über alles. Ich glaube, ich bin zu sexuell. Wahrscheinlich pervers. Meine Abgründe sind tief, sehr tief. Vielleicht sollte ich mit jemandem darüber reden. Yael Ronen, die humorvollste Therapeutin unter den Theatermacher*innen, taucht mit einem unerschrockenen Ensemble ab in eine finstere Gefahrenzone. Das Theater wird zum Darkroom, der eine Begegnung mit dem schier Unmöglichen verspricht: dem eigenen Selbst.


Kategorie: Schauspiel

Impulslesung und Gespräch Wovon lassen wir uns leiten, wenn es darum geht, Texte anderer für eine Publikation oder die Bühne auszuwählen? Was sind unsere geheimen X? Und was hat all das mit Ungerechtigkeit zu tun? Die Zeitschrift PS: Politisch Schreiben versteht sich als Postskriptum zum Literatur- und Theaterbetrieb und präsentiert ihre dritte Ausgabe mit Lesung, Diskussion und Kuchen. In Kooperation mit PS: Politisch Schreiben Mit Ludwig Haugk, Sibylla Vri?i?-Hausmann, Alexandra Ivanova, Carolin Krahl, Mehdi Moradpour, Sabine Scholl, Lena Vöcklinghaus Covergrafik: Joan M. Trinks


Kategorie: Diskurs

Rundgang durch das Theater und seine Geschichte Die Historie des Gebäudes beginnt 1827 mit der Errichtung des ersten öffentlichen Konzertsaal Berlins. Wie wurde aus der Berliner Sing-Akademie das Maxim Gorki Theater? Seine Theatergeschichte spiegelt Mauerbau und Mauerfall und erzählt einen Teil Berliner Kulturpolitik in Ost und West. Ein historischer Theaterspaziergang, der im Bühnenbild der abendlichen Vorstellung endet. Der Rundgang findet jeweils am ersten Samstag des Monats statt. Treffpunkt: Kassenfoyer


Kategorie: Führung

Wir gehen in den Reichstag hinein, um uns im Waffenarsenal der Demokratie mit deren eigenen Waffen zu versorgen. Wenn die Demokratie so dumm ist, uns für diesen Bärendienst Freifahrkarten und Diäten zu geben, so ist das ihre eigene Sache. Wir zerbrechen uns darüber nicht den Kopf. Uns ist jedes gesetzliche Mittel recht, den Zustand von heute zu revolutionieren. […] Wir kommen nicht als Freunde, auch nicht als Neutrale. Wir kommen als Feinde! Joseph Goebbels, 1928 Wie bereits in der Vergangenheit geschehen, erleben wir heute wieder wie antidemokratische Kräfte mit Mitteln der Demokratie legitimiert werden, mediale und reale Präsentationsräume erhalten und ihre Ansichten salonfähig werden. Dann können sie ganz legal anschließend die Demokratie umstürzen und eine autoritäre Diktatur fordern – nicht nur in Polen oder Ungarn, sondern auch in Deutschland. Oliver Frlji? hat drei Jahre lang das Nationaltheater in Rijeka geleitet und wurde von seinem Publikum begeistert unterstützt, von katholisch kroatischen Nationalisten erbittert bekämpft. Seitdem inszeniert er in unterschiedlichen Ländern, zuletzt in Österreich und Polen, wo seine Arbeit Kl?twa (Der Fluch), die im Juni 2017 im Gorki zu Gast war, in Warschau für Jubel und Protest sorgte. Im Gorki will er der Logik der Politik folgen, um das Theater in Frage zu stellen und das demokratische System zu überdenken. Pünktlich zum 150. Geburtstag von Maxim Gorki untersucht Frlji?, ob Gorki dem Gorki helfen kann, die Alternative für Deutschland zu verstehen. Und ob die Alternative fu?r Deutschland helfen kann, das GO?KI zu verstehen. Oder andersherum? Was ist Demokratie wert, wenn ihre Gegner*innen in ihren Räumen groß aufspielen können? Was ist Theater wert, wenn in seinen Räumen seine Gegner*innen nicht aufspielen können? Trailer ansehen Uraufführung 15. März 2018 Foto: Esra Rotthoff


Kategorie: Schauspiel

Die junge Elizaveta Bam hat sich in ihrem Zimmer eingesperrt, weil sie wegen eines »abscheulichen Verbrechens« verhaftet werden soll. Ihre beiden Verfolger wollen sie dem Gesetz ausliefern, ohne ihr einen Grund nennen zu können. Die vage Vermutung, dass sich hier nun eine realistische Krimi-Tragödie entfalten könnte, löst sich schnell in Luft auf. Die Situation gerät völlig aus den Fugen und die zu Beginn existentielle Gefahr schlägt in ein clowneskes Spiel um. Christian Weise wird mit dem Exil Ensemble einen der wichtigsten Texte des absurden Theaters auf seine Doppelbödigkeit befragen: Wenn die herrschende Ideologie absolute Gleichförmigkeit verlangt, wie kann oberflächliches Geplapper zum Instrument der Kritik werden? Eine Produktion des Maxim Gorki Theater, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, die LOTTO-Stiftung Berlin und die Stiftung Mercator. Aufführungsrechte beim Rowohlt Theater Verlag, Reinbek bei Hamburg, Deutsche Übersetzung Alexander Nitzberg


Kategorie:

Der Ton wird schärfer. Es heißt wieder Wir gegen Die: Die Autoritären - alte Alphamänner, neurechte Front-Frauen - propagieren ihre Vorstellung von Nation und Identität. Und die anderen sind »die Verräter«. Aber wie lässt sich der Kampfbegriff »Verrat« in diesem Endzeit-Szenario wirklich beschreiben? Falk Richter beschäftigt sich nach SMALL TOWN BOY wieder mit den neuralgischen Punkten unserer gegenwärtigen Verfasstheit, die angesichts der alarmierenden politischen Entwicklungen geprägt ist von Hilflosigkeit, Überforderung und egozentrischer Paranoia. Für das Recherche-Projekt arbeiten sich die SchauspielerInnen Mareike Beykirch, Mehmet Ate?çi, Knut Berger , Orit Nahmias, Daniel Lommatzsch und Çi?dem Teke durch das Dickicht heutiger ideologischer Verläufe, auf der Suche nach der Frage Was macht einen zum Verräter? Was haben wir verraten? Mit wem haben wir kollaboriert? Ausgangspunkt ihrer Suche nach einer politischen und persönlichen Familienaufstellung ist ein Kinderzimmer in den 90igern: Dort formieren sich die ProtagonistInnen zu einer unerschrockenen Garagenband und stürzen sich mit dem musikalischen Backup von Depeche Mode über Punk bis zu Whitney Houston lustvoll und selbstironisch in ein unübersichtliches Konfliktfeld. Sie erzählen von blinden Flecken in der eigenen Familiengeschichte und dem was nicht gesagt wird, durchforsten Trumps Tweets, Hate Speech wie heutige Sprechmechanismen – und suchen hartnäckig nach einer Vision für eine Gesellschaft der Vielen und Unterschiedlichen. Uraufführung: 28. April 2017 Foto: Esra Rotthoff Eine Produktion des Maxim Gorki Theaters. Aufführungsrechte beim S. Fischer Verlag GmbH, Theater &.- Medien Hinweis: Çi?dem Teke befindet sich derzeit in Elternzeit. Ihre Rolle wird während dieser Zeit von Margarita Breitkreiz gespielt.


Kategorie: Schauspiel

Die junge Elizaveta Bam hat sich in ihrem Zimmer eingesperrt, weil sie wegen eines »abscheulichen Verbrechens« verhaftet werden soll. Ihre beiden Verfolger wollen sie dem Gesetz ausliefern, ohne ihr einen Grund nennen zu können. Die vage Vermutung, dass sich hier nun eine realistische Krimi-Tragödie entfalten könnte, löst sich schnell in Luft auf. Die Situation gerät völlig aus den Fugen und die zu Beginn existentielle Gefahr schlägt in ein clowneskes Spiel um. Christian Weise wird mit dem Exil Ensemble einen der wichtigsten Texte des absurden Theaters auf seine Doppelbödigkeit befragen: Wenn die herrschende Ideologie absolute Gleichförmigkeit verlangt, wie kann oberflächliches Geplapper zum Instrument der Kritik werden? Eine Produktion des Maxim Gorki Theater, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, die LOTTO-Stiftung Berlin und die Stiftung Mercator. Aufführungsrechte beim Rowohlt Theater Verlag, Reinbek bei Hamburg, Deutsche Übersetzung Alexander Nitzberg


Kategorie:

In Online-Games begeben sich Menschen, die sich in der Realität noch nie begegnet sind, gemeinsam auf virtuelle Schnitzeljagd. In Remote Mitte brechen die Besucher*innen mit Funkkopfhörern in die reale Stadt auf. Geleitet werden sie von einer künstlichen Stimme, wie man sie von Navigationssystemen oder Telefonwarteschleifen kennt. Die Begegnung mit der Künstlichen Intelligenz verleitet die Gruppe zum Selbstversuch. Wie können wir gemeinsam Entscheidungen treffen? Wem folgen wir, wenn wir uns von einem Computerprogramm leiten lassen? 50 Menschen beobachten sich gegenseitig, treffen individuelle Entscheidungen und sind doch gleichsam Teil einer Gruppe. Während die Künstliche Intelligenz menschliches Verhalten aus der Distanz beobachtet, klingt ihre Stimme doch mit jedem Schritt menschlicher. Sie führt die Gruppe aus der Peripherie ins Zentrum. Unterwegs vertonen Kunstkopf-Aufnahmen und filmische Kompositionen die urbane Landschaft. Die Reise durch die Stadt wird zu einem kollektiven Film. Remote X stellt die Frage nach künstlicher Intelligenz und unserer eigenen Vorhersagbarkeit und bewegt sich als mobiles Forschungslabor von Stadt zu Stadt. Was 2013 als Remote Berlin in Zusammenarbeit mit dem HAU Hebbel am Ufer begann, entwickelte sich seither in 28 ortsspezifischen Variationen in Städten wie Avignon, Bangalore, Moskau, New York, São Paulo, Abu Dhabi weiter. Jede neue ortsspezifische Version baut auf der Dramaturgie der Vor-Stadt auf. Nach über 700 Aufführungen weltweit kehrt das Projekt nach Berlin zurück und befragt in einer neuen Auflage im Auftrag des Maxim Gorki Theaters die deutsche Hauptstadt nach ihrem Zentrum: Mitte. Startpunkt: Invalidenfriedhof, Eingang Scharnhorststraße Start- und Endpunkt der Tour sind nicht identisch. Bitte seien Sie mindestens 15 Minuten vor Beginn am Startpunkt. Bitte bringen Sie einen Ausweis o. ä. als Pfand für Ihren Kopfhörer mit. Die Audiotour dauert ca. 120 Minuten (keine Pause). Längere Fußwege sind Teil der Veranstaltung. Die Veranstaltung ist nicht barrierefrei. Remote Mitte ist eine Produktion des Maxim Gorki Theaters und Rimini Apparat. Remote X entstand in Koproduktion mit HAU Hebbel am Ufer Berlin, Maria Matos Teatro Municipal und dem Goethe Institut Portugal, Festival Theaterformen Hannover/Braunschweig, Festivald'Avignon, Zürcher Theater Spektakel, Kaserne Basel Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds Berlin und unterstützt von Pro Helvetia,Schweizer Kulturstiftung und Fachausschuss Tanz und Theater Kanton Basel-Stadt . In Koproduktion mit House on Fire und mit Unterstützung des Kulturprogramms der Europäischen Union. Mit freundlicher Unterstützung der Evangelischen Kirchengemeinde St. Petri-St. Marien und der GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft. Stimmen von Acapela Group


Kategorie:

In online games, people that have never met in reality go on virtual treasure hunt together. In Remote Mitte the audience heads out into the real city with wireless headphones. They are led by an artificial voice, familiar from navigation systems or from computer-aided phone services. This encounter with an artificial intelligence leads the group to experiment on itself. How can we make decisions together? Who do we follow when we let ourselves be guided by a computer program? 50 people are watching each other, making individual decisions, and yet they are part of a group at the same time. Even though the artificial intelligence observes human behavior from a distance, her voice sounds more human with every step. She leads the group from the periphery to the center. Along the way, artificial binaural recordings and cinematic compositions set the urban landscape to music. The journey through the city becomes a collective film. Remote X raises the question of artificial intelligence and our own predictability, and moves from city to city as a mobile research laboratory. What began in 2013 as Remote Berlin in cooperation with HAU Hebbel am Ufer has been further developed since then, in cities such as Avignon, Bangalore, Moscow, New York, São Paulo, Abu Dhabi, in 28 site-specific variations. Each new site-specific version builds on the dramaturgy of the previous city. After more than 700 performances worldwide, the project Returns to Berlin and interrogates in a new edition on behalf of the Maxim Gorki Theater, the German capital at its center: Mitte. Bicycles cannot be taken on the tour. The tour ends at Hackescher Markt. Please use public transport for arrival and departure. Depature Point: Invalidenfriedhof, Entrance Scharnhorststraße Tour available in English every day. The start and end points of the tour are not the same. Please arrive at the start point at least 15 minutes early. Please bring an ID card or similar as a deposit for your headphones. The audio tour will take about 120 minutes (no intermission). Longer walks are part of the event. The event is not handicapped accessible.


Kategorie:

In Online-Games begeben sich Menschen, die sich in der Realität noch nie begegnet sind, gemeinsam auf virtuelle Schnitzeljagd. In Remote Mitte brechen die Besucher*innen mit Funkkopfhörern in die reale Stadt auf. Geleitet werden sie von einer künstlichen Stimme, wie man sie von Navigationssystemen oder Telefonwarteschleifen kennt. Die Begegnung mit der Künstlichen Intelligenz verleitet die Gruppe zum Selbstversuch. Wie können wir gemeinsam Entscheidungen treffen? Wem folgen wir, wenn wir uns von einem Computerprogramm leiten lassen? 50 Menschen beobachten sich gegenseitig, treffen individuelle Entscheidungen und sind doch gleichsam Teil einer Gruppe. Während die Künstliche Intelligenz menschliches Verhalten aus der Distanz beobachtet, klingt ihre Stimme doch mit jedem Schritt menschlicher. Sie führt die Gruppe aus der Peripherie ins Zentrum. Unterwegs vertonen Kunstkopf-Aufnahmen und filmische Kompositionen die urbane Landschaft. Die Reise durch die Stadt wird zu einem kollektiven Film. Remote X stellt die Frage nach künstlicher Intelligenz und unserer eigenen Vorhersagbarkeit und bewegt sich als mobiles Forschungslabor von Stadt zu Stadt. Was 2013 als Remote Berlin in Zusammenarbeit mit dem HAU Hebbel am Ufer begann, entwickelte sich seither in 28 ortsspezifischen Variationen in Städten wie Avignon, Bangalore, Moskau, New York, São Paulo, Abu Dhabi weiter. Jede neue ortsspezifische Version baut auf der Dramaturgie der Vor-Stadt auf. Nach über 700 Aufführungen weltweit kehrt das Projekt nach Berlin zurück und befragt in einer neuen Auflage im Auftrag des Maxim Gorki Theaters die deutsche Hauptstadt nach ihrem Zentrum: Mitte. Startpunkt: Invalidenfriedhof, Eingang Scharnhorststraße Start- und Endpunkt der Tour sind nicht identisch. Bitte seien Sie mindestens 15 Minuten vor Beginn am Startpunkt. Bitte bringen Sie einen Ausweis o. ä. als Pfand für Ihren Kopfhörer mit. Die Audiotour dauert ca. 120 Minuten (keine Pause). Längere Fußwege sind Teil der Veranstaltung. Die Veranstaltung ist nicht barrierefrei. Remote Mitte ist eine Produktion des Maxim Gorki Theaters und Rimini Apparat. Remote X entstand in Koproduktion mit HAU Hebbel am Ufer Berlin, Maria Matos Teatro Municipal und dem Goethe Institut Portugal, Festival Theaterformen Hannover/Braunschweig, Festivald'Avignon, Zürcher Theater Spektakel, Kaserne Basel Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds Berlin und unterstützt von Pro Helvetia,Schweizer Kulturstiftung und Fachausschuss Tanz und Theater Kanton Basel-Stadt . In Koproduktion mit House on Fire und mit Unterstützung des Kulturprogramms der Europäischen Union. Mit freundlicher Unterstützung der Evangelischen Kirchengemeinde St. Petri-St. Marien und der GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft. Stimmen von Acapela Group


Kategorie:

In online games, people that have never met in reality go on virtual treasure hunt together. In Remote Mitte the audience heads out into the real city with wireless headphones. They are led by an artificial voice, familiar from navigation systems or from computer-aided phone services. This encounter with an artificial intelligence leads the group to experiment on itself. How can we make decisions together? Who do we follow when we let ourselves be guided by a computer program? 50 people are watching each other, making individual decisions, and yet they are part of a group at the same time. Even though the artificial intelligence observes human behavior from a distance, her voice sounds more human with every step. She leads the group from the periphery to the center. Along the way, artificial binaural recordings and cinematic compositions set the urban landscape to music. The journey through the city becomes a collective film. Remote X raises the question of artificial intelligence and our own predictability, and moves from city to city as a mobile research laboratory. What began in 2013 as Remote Berlin in cooperation with HAU Hebbel am Ufer has been further developed since then, in cities such as Avignon, Bangalore, Moscow, New York, São Paulo, Abu Dhabi, in 28 site-specific variations. Each new site-specific version builds on the dramaturgy of the previous city. After more than 700 performances worldwide, the project Returns to Berlin and interrogates in a new edition on behalf of the Maxim Gorki Theater, the German capital at its center: Mitte. Bicycles cannot be taken on the tour. The tour ends at Hackescher Markt. Please use public transport for arrival and departure. Depature Point: Invalidenfriedhof, Entrance Scharnhorststraße Tour available in English every day. The start and end points of the tour are not the same. Please arrive at the start point at least 15 minutes early. Please bring an ID card or similar as a deposit for your headphones. The audio tour will take about 120 minutes (no intermission). Longer walks are part of the event. The event is not handicapped accessible.


Kategorie:

»Die Gemeinschaft der europäischen Völker zerbrach, als – und weil – sie den Ausschluss und die Verfolgung seines schwächsten Mitglieds zuließ.« Hannah Arendt In einer Gegenwart, in der Europa droht in Neofaschismen abzudriften, beansprucht eine Gruppe von Schauspieler*innen eine Roma Armee zu Selbstverteidigungszwecken. Eine schnelle Eingreiftruppe zum Kampf gegen strukturelle Diskriminierung, Rassismus und Antiziganismus, aber auch als Emanzipation aus einer internalisierten Opferrolle. Die Schauspieler*innen sind Romnija, Rom und Romani Traveller aus Österreich, Serbien, Deutschland, dem Kosovo, Rumänien, England und Schweden, sie sind auch israelischdeutsch- türkisch-Berliner Gadjé – sprich die Roma Armee ist übernational, divers, feministisch, queer. Initiiert von den Schwestern Simonida und Sandra Selimovi? tritt sie als kollektive Selbstermächtigung im Gorki in künstlerische Aktion mit Hausregisseurin Yael Ronen: Im gemeinsamen Rechercheprozess werden persönlich gefasste Erfahrungen, historische Kontaminationen und aktuelle Vorfälle erkundet, woraus ein Theaterstück entwickelt wird. Zusammen mit den bildenden Künstler*innen Delaine und Damian Le Bas aus England entwerfen sie eine Vision für ein Safe European Home in Gypsyland Europa, wie die Le Bas’ es nennen. Uraufführung: 14/September 2017 Foto: Esra Rotthoff Gefördert von der Kulturstiftung des Bundes “THE POWER OF NARRATIVES. WHY CRAFTING A COUNTER-NARRATIVE ON ROMA CAN SHAPE THE FUTURE OF EUROPE” Von Anna Mirga-Kruszelnicka Eine Rede gehalten im Maxim Gorki Theater am 16. September 2017 (auf Englisch)


Kategorie: Schauspiel

»Die Gemeinschaft der europäischen Völker zerbrach, als – und weil – sie den Ausschluss und die Verfolgung seines schwächsten Mitglieds zuließ.« Hannah Arendt In einer Gegenwart, in der Europa droht in Neofaschismen abzudriften, beansprucht eine Gruppe von Schauspieler*innen eine Roma Armee zu Selbstverteidigungszwecken. Eine schnelle Eingreiftruppe zum Kampf gegen strukturelle Diskriminierung, Rassismus und Antiziganismus, aber auch als Emanzipation aus einer internalisierten Opferrolle. Die Schauspieler*innen sind Romnija, Rom und Romani Traveller aus Österreich, Serbien, Deutschland, dem Kosovo, Rumänien, England und Schweden, sie sind auch israelischdeutsch- türkisch-Berliner Gadjé – sprich die Roma Armee ist übernational, divers, feministisch, queer. Initiiert von den Schwestern Simonida und Sandra Selimovi? tritt sie als kollektive Selbstermächtigung im Gorki in künstlerische Aktion mit Hausregisseurin Yael Ronen: Im gemeinsamen Rechercheprozess werden persönlich gefasste Erfahrungen, historische Kontaminationen und aktuelle Vorfälle erkundet, woraus ein Theaterstück entwickelt wird. Zusammen mit den bildenden Künstler*innen Delaine und Damian Le Bas aus England entwerfen sie eine Vision für ein Safe European Home in Gypsyland Europa, wie die Le Bas’ es nennen. Uraufführung: 14/September 2017 Foto: Esra Rotthoff Gefördert von der Kulturstiftung des Bundes “THE POWER OF NARRATIVES. WHY CRAFTING A COUNTER-NARRATIVE ON ROMA CAN SHAPE THE FUTURE OF EUROPE” Von Anna Mirga-Kruszelnicka Eine Rede gehalten im Maxim Gorki Theater am 16. September 2017 (auf Englisch)


Kategorie: Schauspiel

In Bilder aus Nichts tasten sich die Golden Gorkis an die Grenzen des Vorstellbaren, den eigenen Tod. Sie reflektieren ihr Verhältnis zum Unvermeidlichen und verfolgen es einen Abend lang auf unterschiedliche Art und Weise. Im Abschiednehmen verorten sie geheimnisvolle Räume ihrer eigenen Biografie. Wie Bilder einer Ausstellung reihen sich Momente dieser Auseinandersetzung aneinander, ergänzen sich, stoßen sich ab, verschwinden wieder. Schillernde Seelenleben haben so Platz neben tosender Stille und ewigem Rauschen der Wellen am Meer. Ängste, Vorstellungen und Ideen vom Leben gehören ebenso dazu wie die Hilflosigkeit, die Sehnsucht nach Momenten der Transzendenz und die Vorstellung vom idealen Tod. So begleitet die Frage »Wer werde ich gewesen sein?« das Ensemble, das den eigenen Abschied untersucht.


Kategorie: Schauspiel

Wir gehen in den Reichstag hinein, um uns im Waffenarsenal der Demokratie mit deren eigenen Waffen zu versorgen. Wenn die Demokratie so dumm ist, uns für diesen Bärendienst Freifahrkarten und Diäten zu geben, so ist das ihre eigene Sache. Wir zerbrechen uns darüber nicht den Kopf. Uns ist jedes gesetzliche Mittel recht, den Zustand von heute zu revolutionieren. […] Wir kommen nicht als Freunde, auch nicht als Neutrale. Wir kommen als Feinde! Joseph Goebbels, 1928 Wie bereits in der Vergangenheit geschehen, erleben wir heute wieder wie antidemokratische Kräfte mit Mitteln der Demokratie legitimiert werden, mediale und reale Präsentationsräume erhalten und ihre Ansichten salonfähig werden. Dann können sie ganz legal anschließend die Demokratie umstürzen und eine autoritäre Diktatur fordern – nicht nur in Polen oder Ungarn, sondern auch in Deutschland. Oliver Frlji? hat drei Jahre lang das Nationaltheater in Rijeka geleitet und wurde von seinem Publikum begeistert unterstützt, von katholisch kroatischen Nationalisten erbittert bekämpft. Seitdem inszeniert er in unterschiedlichen Ländern, zuletzt in Österreich und Polen, wo seine Arbeit Kl?twa (Der Fluch), die im Juni 2017 im Gorki zu Gast war, in Warschau für Jubel und Protest sorgte. Im Gorki will er der Logik der Politik folgen, um das Theater in Frage zu stellen und das demokratische System zu überdenken. Pünktlich zum 150. Geburtstag von Maxim Gorki untersucht Frlji?, ob Gorki dem Gorki helfen kann, die Alternative für Deutschland zu verstehen. Und ob die Alternative fu?r Deutschland helfen kann, das GO?KI zu verstehen. Oder andersherum? Was ist Demokratie wert, wenn ihre Gegner*innen in ihren Räumen groß aufspielen können? Was ist Theater wert, wenn in seinen Räumen seine Gegner*innen nicht aufspielen können? Trailer ansehen Uraufführung 15. März 2018 Foto: Esra Rotthoff


Kategorie: Schauspiel

In Bilder aus Nichts tasten sich die Golden Gorkis an die Grenzen des Vorstellbaren, den eigenen Tod. Sie reflektieren ihr Verhältnis zum Unvermeidlichen und verfolgen es einen Abend lang auf unterschiedliche Art und Weise. Im Abschiednehmen verorten sie geheimnisvolle Räume ihrer eigenen Biografie. Wie Bilder einer Ausstellung reihen sich Momente dieser Auseinandersetzung aneinander, ergänzen sich, stoßen sich ab, verschwinden wieder. Schillernde Seelenleben haben so Platz neben tosender Stille und ewigem Rauschen der Wellen am Meer. Ängste, Vorstellungen und Ideen vom Leben gehören ebenso dazu wie die Hilflosigkeit, die Sehnsucht nach Momenten der Transzendenz und die Vorstellung vom idealen Tod. So begleitet die Frage »Wer werde ich gewesen sein?« das Ensemble, das den eigenen Abschied untersucht.


Kategorie: Schauspiel

In Bilder aus Nichts tasten sich die Golden Gorkis an die Grenzen des Vorstellbaren, den eigenen Tod. Sie reflektieren ihr Verhältnis zum Unvermeidlichen und verfolgen es einen Abend lang auf unterschiedliche Art und Weise. Im Abschiednehmen verorten sie geheimnisvolle Räume ihrer eigenen Biografie. Wie Bilder einer Ausstellung reihen sich Momente dieser Auseinandersetzung aneinander, ergänzen sich, stoßen sich ab, verschwinden wieder. Schillernde Seelenleben haben so Platz neben tosender Stille und ewigem Rauschen der Wellen am Meer. Ängste, Vorstellungen und Ideen vom Leben gehören ebenso dazu wie die Hilflosigkeit, die Sehnsucht nach Momenten der Transzendenz und die Vorstellung vom idealen Tod. So begleitet die Frage »Wer werde ich gewesen sein?« das Ensemble, das den eigenen Abschied untersucht.


Kategorie: Schauspiel

Othello hat es geschafft, er ist ganz oben angekommen in der militärisch-politischen Hierarchie der Imperialmacht Venedig. Er ist gesellschaftlich geachtet und hat mit Desdemona eine einflussreiche Frau. Doch nicht alle sind von seiner Vision einer pluralen Gesellschaft in Venedig begeistert. Der durch Nichtbeförderung gekränkte Jago spinnt ein Netz von Fallstricken, das Othello in den Wahnsinn der Eifersucht und schließlich zum Mord an seiner Frau führt. Mit Othello zeichnet Shakespeare Aufstieg und Fall eines Politikers nach – ein typisch elisabethanisches Spiel um Intrige und Mord, Schein und Wahrheit. Doch Othello ist ein politischer Brennstoff in doppelter Hinsicht. Denn in die Rachefantasien Jagos mischen sich rassistische Bilder und Zuschreibungen, die Othello zu dem Wilden machen sollen, den Jago konstruiert. Der vollkommen bewusst eingesetzte Rassismus dieser Tragödie wirbt um die Gunst des Publikums: das Zerrbild eines gruseligen Phantasmas hinter der Fassade einer zivilisierten Figur war Stoff für die Alpträume des frühkolonialen England. Jago wird so zum heimlichen Helden und zum Regisseur eines Lehrstücks rassistischer Ideologien. Soeren Voima und Christian Weise, die zuletzt am Gorki das orientalistische Märchen Der kleine Muck dekonstruierten, um ein wildes Berliner Familientheaterstück aufzuführen, widmen sich nun anhand von Othello dem persönlichen Rassismus, der strukturellen Ausgrenzung und den ökonomischen Hintergründen im System. Premiere: 19. Februar 2016 Foto: Esra Rotthoff


Kategorie: Schauspiel

In Bilder aus Nichts tasten sich die Golden Gorkis an die Grenzen des Vorstellbaren, den eigenen Tod. Sie reflektieren ihr Verhältnis zum Unvermeidlichen und verfolgen es einen Abend lang auf unterschiedliche Art und Weise. Im Abschiednehmen verorten sie geheimnisvolle Räume ihrer eigenen Biografie. Wie Bilder einer Ausstellung reihen sich Momente dieser Auseinandersetzung aneinander, ergänzen sich, stoßen sich ab, verschwinden wieder. Schillernde Seelenleben haben so Platz neben tosender Stille und ewigem Rauschen der Wellen am Meer. Ängste, Vorstellungen und Ideen vom Leben gehören ebenso dazu wie die Hilflosigkeit, die Sehnsucht nach Momenten der Transzendenz und die Vorstellung vom idealen Tod. So begleitet die Frage »Wer werde ich gewesen sein?« das Ensemble, das den eigenen Abschied untersucht.


Kategorie: Schauspiel

In Bilder aus Nichts tasten sich die Golden Gorkis an die Grenzen des Vorstellbaren, den eigenen Tod. Sie reflektieren ihr Verhältnis zum Unvermeidlichen und verfolgen es einen Abend lang auf unterschiedliche Art und Weise. Im Abschiednehmen verorten sie geheimnisvolle Räume ihrer eigenen Biografie. Wie Bilder einer Ausstellung reihen sich Momente dieser Auseinandersetzung aneinander, ergänzen sich, stoßen sich ab, verschwinden wieder. Schillernde Seelenleben haben so Platz neben tosender Stille und ewigem Rauschen der Wellen am Meer. Ängste, Vorstellungen und Ideen vom Leben gehören ebenso dazu wie die Hilflosigkeit, die Sehnsucht nach Momenten der Transzendenz und die Vorstellung vom idealen Tod. So begleitet die Frage »Wer werde ich gewesen sein?« das Ensemble, das den eigenen Abschied untersucht.


Kategorie: Schauspiel

Mit Maryam Abu Khaled, Mazen Aljubbeh, Hussein Al Shateli, Karim Daoud, Tahera Hashemi, Kenda Hmeidan, Ayham Majid Agha Dein für immer, meist geliebte Frau, solang diese Maschine zu ihm gehört. Hamlet. Shakespeare, Hamlet Mit diesen Worten endet Hamlets berühmter Brief an Ophelia, in dem er versucht, dem einzig geliebten Menschen seinen Ausstieg aus dem System der Norm anzukündigen. Das Wort »machine« taucht bei Shakespeare nur ein einziges Mal auf. Es bezeichnet den Körper, der in der barocken frühaufklärerischen Zeit oft als Maschine, als aus vielen Teilen zusammengesetztes Wunderwerk, bezeichnet wurde. Shakespeares Stück selbst ist eine solche Theaterzaubermaschine. Eine Reflexion über Tod und Religion, über Norm und Wahnsinn, über Macht und Ohnmacht. Und neben all dem auch ein großer Text über das Theater selbst. 1977 schrieb Heiner Müller mit Die Hamletmaschine eine Adaption, die die Maschine im Titel führt. Das Exil Ensemble ist seit der Spielzeit 2016/17 Teil des Gorki. Die sieben Schauspieler*innen spüren mit Sebastian Nübling diesem und anderen Texten nach und forschen in dem ergebnisoffen angelegten Projekt nach der eigenen Position. Sie folgen mit Hamletmaschine dem Dramatiker, der die Position des Intellektuellen in einer Welt, die aus den Fugen geraten ist, radikal in Frage stellt, sezieren Müller folgend Shakespeare und setzen die verbleibenden Fragmente wieder zusammen. Premiere 24. Februar 2018 Foto: Esra Rotthoff


Kategorie: Schauspiel

In Bilder aus Nichts tasten sich die Golden Gorkis an die Grenzen des Vorstellbaren, den eigenen Tod. Sie reflektieren ihr Verhältnis zum Unvermeidlichen und verfolgen es einen Abend lang auf unterschiedliche Art und Weise. Im Abschiednehmen verorten sie geheimnisvolle Räume ihrer eigenen Biografie. Wie Bilder einer Ausstellung reihen sich Momente dieser Auseinandersetzung aneinander, ergänzen sich, stoßen sich ab, verschwinden wieder. Schillernde Seelenleben haben so Platz neben tosender Stille und ewigem Rauschen der Wellen am Meer. Ängste, Vorstellungen und Ideen vom Leben gehören ebenso dazu wie die Hilflosigkeit, die Sehnsucht nach Momenten der Transzendenz und die Vorstellung vom idealen Tod. So begleitet die Frage »Wer werde ich gewesen sein?« das Ensemble, das den eigenen Abschied untersucht.


Kategorie: Schauspiel

Mit Swetlana Alexijewitsch „Es gibt einen Krieg, den wir nicht kennen. Ich möchte die Geschichte dieses Krieges aufschreiben. Die weibliche Geschichte.“ Die Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch ist eine, die den Menschen im Niemandsland zwischen Krieg und Frieden eine Stimme gibt. Mit ihren eindringlichen Interviews portraitiert sie Zeitzeugen in ihren (post-)sowjetischen Lebenswelten und zeichnet ein Bild von (Un-)Ordnung, die nur Gewalt kennt. Was macht dieses Leben im Niemandsland aus? Wovon erzählen uns Menschen, die auch im scheinbaren Frieden weiter Gewalt und Unterdrückung erleben? «Die Vergangenheit steht uns noch bevor» - diesem russischen Sprichwort geht sie in Teil 1 der neuen Berliner Korrespondenzen nach. Die Bildserie zur Reihe Berliner Korrespondenzen: Zwischen Krieg und Frieden von Esra Rotthoff reflektiert die Umbrüche und tektonischen Verschiebungen einer krisenhaften Welt zwischen Krieg und Frieden. Dabei stellt sie die verwendeten Portraits als Sinnbilder für widerstreitende Ordnungsansprüche verschiedenen Friedenssymbolen fragend gegenüber. Berliner Korrespondenzen ist eine Reihe des Gorki Forum und der Humboldt-Universität zu Berlin in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt.


Kategorie:

Europa, irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft: Auf einem von politischen Spannungen und kriegsähnlichen Unruhen gezeichneten Kontinent haben sich Nationalismus und Faschismus endgültig durchgesetzt. Eine Frau in den Dreißigern bereitet sich auf den Ausstieg vor, indem sie sich für eine Reality-Show bewirbt, deren Teilnehmer*innen auf den Mars fliegen, um dort eine neue Gesellschaft aufzubauen. Was angesichts der zunehmenden Verrohung als letzter Ausweg erscheint, wird jedoch nur unter bestimmten Bedingungen gewährt: Die Rakete kann nur gemeinsam mit einem Mann als Zweierteam bestiegen werden, damit die Fortpflanzung auf dem fremden Planeten gesichert ist ... Nach Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen (Stück des Jahres 2014) und Und dann kam Mirna (Mülheimer Theatertage 2016) inszenieren Regisseur Sebastian Nübling und Choreografin Tabea Martin eine neue Folge der Geschichte um Sibylle Bergs Anti-Heldin des 21. Jahrhundert, die sich in Teil drei mit der Vorbereitung ihres intergalaktischen Ausstiegs beschäftigt und sich dafür mehr oder weniger überzeugt auf Partnersuche begibt. Uraufführung: 24/September 2017 Foto: Esra Rotthoff Hinweis: Bei dieser Inszenierung ist leider kein Nacheinlass möglich für Zuschauer*innen, die verspätet kommen. Vielen Dank für Ihr Verständnis.


Kategorie: Schauspiel

Ich habe ein kleines Problem. Ich bin zu viel, ein bisschen zu viel. Ich bin stur, ich bin unflexibel. Ich hasse mich. Ich bin aggressiv. Ich bin konkurrenzgierig. Man könnte sagen ich bin nicht stabil. Ich kenne keine Grenzen. Ich zerstöre mich selbst. Ich lüge. Ich bin eine Enttäuschung für alle Menschen um mich herum. Vielleicht weil sie mich missverstehen. Ich glaube, ich missinterpretiere die Wirklichkeit. Ich habe keine Kontrolle über mich selbst. Ich kann mich nicht erklären. Ich schäme mich immer und über alles. Ich glaube, ich bin zu sexuell. Wahrscheinlich pervers. Meine Abgründe sind tief, sehr tief. Vielleicht sollte ich mit jemandem darüber reden. Yael Ronen, die humorvollste Therapeutin unter den Theatermacher*innen, taucht mit einem unerschrockenen Ensemble ab in eine finstere Gefahrenzone. Das Theater wird zum Darkroom, der eine Begegnung mit dem schier Unmöglichen verspricht: dem eigenen Selbst.


Kategorie: Schauspiel


Kategorie: Gespräch

In Online-Games begeben sich Menschen, die sich in der Realität noch nie begegnet sind, gemeinsam auf virtuelle Schnitzeljagd. In Remote Mitte brechen die Besucher*innen mit Funkkopfhörern in die reale Stadt auf. Geleitet werden sie von einer künstlichen Stimme, wie man sie von Navigationssystemen oder Telefonwarteschleifen kennt. Die Begegnung mit der Künstlichen Intelligenz verleitet die Gruppe zum Selbstversuch. Wie können wir gemeinsam Entscheidungen treffen? Wem folgen wir, wenn wir uns von einem Computerprogramm leiten lassen? 50 Menschen beobachten sich gegenseitig, treffen individuelle Entscheidungen und sind doch gleichsam Teil einer Gruppe. Während die Künstliche Intelligenz menschliches Verhalten aus der Distanz beobachtet, klingt ihre Stimme doch mit jedem Schritt menschlicher. Sie führt die Gruppe aus der Peripherie ins Zentrum. Unterwegs vertonen Kunstkopf-Aufnahmen und filmische Kompositionen die urbane Landschaft. Die Reise durch die Stadt wird zu einem kollektiven Film. Remote X stellt die Frage nach künstlicher Intelligenz und unserer eigenen Vorhersagbarkeit und bewegt sich als mobiles Forschungslabor von Stadt zu Stadt. Was 2013 als Remote Berlin in Zusammenarbeit mit dem HAU Hebbel am Ufer begann, entwickelte sich seither in 28 ortsspezifischen Variationen in Städten wie Avignon, Bangalore, Moskau, New York, São Paulo, Abu Dhabi weiter. Jede neue ortsspezifische Version baut auf der Dramaturgie der Vor-Stadt auf. Nach über 700 Aufführungen weltweit kehrt das Projekt nach Berlin zurück und befragt in einer neuen Auflage im Auftrag des Maxim Gorki Theaters die deutsche Hauptstadt nach ihrem Zentrum: Mitte. Startpunkt: Invalidenfriedhof, Eingang Scharnhorststraße Start- und Endpunkt der Tour sind nicht identisch. Bitte seien Sie mindestens 15 Minuten vor Beginn am Startpunkt. Bitte bringen Sie einen Ausweis o. ä. als Pfand für Ihren Kopfhörer mit. Die Audiotour dauert ca. 120 Minuten (keine Pause). Längere Fußwege sind Teil der Veranstaltung. Die Veranstaltung ist nicht barrierefrei. Remote Mitte ist eine Produktion des Maxim Gorki Theaters und Rimini Apparat. Remote X entstand in Koproduktion mit HAU Hebbel am Ufer Berlin, Maria Matos Teatro Municipal und dem Goethe Institut Portugal, Festival Theaterformen Hannover/Braunschweig, Festivald'Avignon, Zürcher Theater Spektakel, Kaserne Basel Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds Berlin und unterstützt von Pro Helvetia,Schweizer Kulturstiftung und Fachausschuss Tanz und Theater Kanton Basel-Stadt . In Koproduktion mit House on Fire und mit Unterstützung des Kulturprogramms der Europäischen Union. Mit freundlicher Unterstützung der Evangelischen Kirchengemeinde St. Petri-St. Marien und der GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft. Stimmen von Acapela Group


Kategorie:

In online games, people that have never met in reality go on virtual treasure hunt together. In Remote Mitte the audience heads out into the real city with wireless headphones. They are led by an artificial voice, familiar from navigation systems or from computer-aided phone services. This encounter with an artificial intelligence leads the group to experiment on itself. How can we make decisions together? Who do we follow when we let ourselves be guided by a computer program? 50 people are watching each other, making individual decisions, and yet they are part of a group at the same time. Even though the artificial intelligence observes human behavior from a distance, her voice sounds more human with every step. She leads the group from the periphery to the center. Along the way, artificial binaural recordings and cinematic compositions set the urban landscape to music. The journey through the city becomes a collective film. Remote X raises the question of artificial intelligence and our own predictability, and moves from city to city as a mobile research laboratory. What began in 2013 as Remote Berlin in cooperation with HAU Hebbel am Ufer has been further developed since then, in cities such as Avignon, Bangalore, Moscow, New York, São Paulo, Abu Dhabi, in 28 site-specific variations. Each new site-specific version builds on the dramaturgy of the previous city. After more than 700 performances worldwide, the project Returns to Berlin and interrogates in a new edition on behalf of the Maxim Gorki Theater, the German capital at its center: Mitte. Bicycles cannot be taken on the tour. The tour ends at Hackescher Markt. Please use public transport for arrival and departure. Depature Point: Invalidenfriedhof, Entrance Scharnhorststraße Tour available in English every day. The start and end points of the tour are not the same. Please arrive at the start point at least 15 minutes early. Please bring an ID card or similar as a deposit for your headphones. The audio tour will take about 120 minutes (no intermission). Longer walks are part of the event. The event is not handicapped accessible.


Kategorie:

Ein Scharfschütze sitzt auf einem Haus, das jederzeit einstürzen könnte. Ein junger Künstler behütet einen Zirkus, der längst leer steht. Ein Filmemacher hält die Ruinen seiner Stadt fest. Eine Krankenschwester sucht nach Leben in den Leichen. Ayham Majid Agha, Oberspielleiter des Exil-Ensembles, verwandelt in seiner ersten Berliner Arbeit das Studio ? in eine Konfliktzone, um der unheimlichen Verbindung zwischen Töten, Einsamkeit und Brüchigkeit nachzugehen. ???? ???? ??? ??? ???? ?? ????? ?? ?? ????? ???? ??? ???? ????? ?????? ??? ??? ????? ???? ????? ???? ?????? ?? ??????? ????? ???? ?? ???? ??? ?????. ?? ???? ????? ?? ????? (???? ???? ???? ?? ???????)? ???? ???? ???? ?????? ????? ?? " ???? ?????? " ?? ???? ????? ?????? ???? ??????? (??) "?” ??? ???? ???? ?? ??? ???? ?????? ?????? ??? ????? ??????? ????????. Uraufführung: 14/September 2017 Eingeladen zu Radikal jung 2018 - Das Festival für junge Regie Eine Produktion des Studio ?/ Maxim Gorki Theaters unter Mitwirkung des Exil Ensembles, gefördert aus Mitteln der Kulturstiftung des Bundes, der LOTTO-Stiftung Berlin und der Stiftung Mercator. Der Text entstand im Rahmen der Literaturwerkstatt Flucht, die mich bedingt des Neuen Instituts für dramatisches Schreiben (NIDS) in Zusammenarbeit mit dem Maxim Gorki Theater und Studio ?, gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds


Kategorie: Schauspiel

In Online-Games begeben sich Menschen, die sich in der Realität noch nie begegnet sind, gemeinsam auf virtuelle Schnitzeljagd. In Remote Mitte brechen die Besucher*innen mit Funkkopfhörern in die reale Stadt auf. Geleitet werden sie von einer künstlichen Stimme, wie man sie von Navigationssystemen oder Telefonwarteschleifen kennt. Die Begegnung mit der Künstlichen Intelligenz verleitet die Gruppe zum Selbstversuch. Wie können wir gemeinsam Entscheidungen treffen? Wem folgen wir, wenn wir uns von einem Computerprogramm leiten lassen? 50 Menschen beobachten sich gegenseitig, treffen individuelle Entscheidungen und sind doch gleichsam Teil einer Gruppe. Während die Künstliche Intelligenz menschliches Verhalten aus der Distanz beobachtet, klingt ihre Stimme doch mit jedem Schritt menschlicher. Sie führt die Gruppe aus der Peripherie ins Zentrum. Unterwegs vertonen Kunstkopf-Aufnahmen und filmische Kompositionen die urbane Landschaft. Die Reise durch die Stadt wird zu einem kollektiven Film. Remote X stellt die Frage nach künstlicher Intelligenz und unserer eigenen Vorhersagbarkeit und bewegt sich als mobiles Forschungslabor von Stadt zu Stadt. Was 2013 als Remote Berlin in Zusammenarbeit mit dem HAU Hebbel am Ufer begann, entwickelte sich seither in 28 ortsspezifischen Variationen in Städten wie Avignon, Bangalore, Moskau, New York, São Paulo, Abu Dhabi weiter. Jede neue ortsspezifische Version baut auf der Dramaturgie der Vor-Stadt auf. Nach über 700 Aufführungen weltweit kehrt das Projekt nach Berlin zurück und befragt in einer neuen Auflage im Auftrag des Maxim Gorki Theaters die deutsche Hauptstadt nach ihrem Zentrum: Mitte. Startpunkt: Invalidenfriedhof, Eingang Scharnhorststraße Start- und Endpunkt der Tour sind nicht identisch. Bitte seien Sie mindestens 15 Minuten vor Beginn am Startpunkt. Bitte bringen Sie einen Ausweis o. ä. als Pfand für Ihren Kopfhörer mit. Die Audiotour dauert ca. 120 Minuten (keine Pause). Längere Fußwege sind Teil der Veranstaltung. Die Veranstaltung ist nicht barrierefrei. Remote Mitte ist eine Produktion des Maxim Gorki Theaters und Rimini Apparat. Remote X entstand in Koproduktion mit HAU Hebbel am Ufer Berlin, Maria Matos Teatro Municipal und dem Goethe Institut Portugal, Festival Theaterformen Hannover/Braunschweig, Festivald'Avignon, Zürcher Theater Spektakel, Kaserne Basel Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds Berlin und unterstützt von Pro Helvetia,Schweizer Kulturstiftung und Fachausschuss Tanz und Theater Kanton Basel-Stadt . In Koproduktion mit House on Fire und mit Unterstützung des Kulturprogramms der Europäischen Union. Mit freundlicher Unterstützung der Evangelischen Kirchengemeinde St. Petri-St. Marien und der GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft. Stimmen von Acapela Group


Kategorie:

In online games, people that have never met in reality go on virtual treasure hunt together. In Remote Mitte the audience heads out into the real city with wireless headphones. They are led by an artificial voice, familiar from navigation systems or from computer-aided phone services. This encounter with an artificial intelligence leads the group to experiment on itself. How can we make decisions together? Who do we follow when we let ourselves be guided by a computer program? 50 people are watching each other, making individual decisions, and yet they are part of a group at the same time. Even though the artificial intelligence observes human behavior from a distance, her voice sounds more human with every step. She leads the group from the periphery to the center. Along the way, artificial binaural recordings and cinematic compositions set the urban landscape to music. The journey through the city becomes a collective film. Remote X raises the question of artificial intelligence and our own predictability, and moves from city to city as a mobile research laboratory. What began in 2013 as Remote Berlin in cooperation with HAU Hebbel am Ufer has been further developed since then, in cities such as Avignon, Bangalore, Moscow, New York, São Paulo, Abu Dhabi, in 28 site-specific variations. Each new site-specific version builds on the dramaturgy of the previous city. After more than 700 performances worldwide, the project Returns to Berlin and interrogates in a new edition on behalf of the Maxim Gorki Theater, the German capital at its center: Mitte. Bicycles cannot be taken on the tour. The tour ends at Hackescher Markt. Please use public transport for arrival and departure. Depature Point: Invalidenfriedhof, Entrance Scharnhorststraße Tour available in English every day. The start and end points of the tour are not the same. Please arrive at the start point at least 15 minutes early. Please bring an ID card or similar as a deposit for your headphones. The audio tour will take about 120 minutes (no intermission). Longer walks are part of the event. The event is not handicapped accessible.


Kategorie:

Ein Scharfschütze sitzt auf einem Haus, das jederzeit einstürzen könnte. Ein junger Künstler behütet einen Zirkus, der längst leer steht. Ein Filmemacher hält die Ruinen seiner Stadt fest. Eine Krankenschwester sucht nach Leben in den Leichen. Ayham Majid Agha, Oberspielleiter des Exil-Ensembles, verwandelt in seiner ersten Berliner Arbeit das Studio ? in eine Konfliktzone, um der unheimlichen Verbindung zwischen Töten, Einsamkeit und Brüchigkeit nachzugehen. ???? ???? ??? ??? ???? ?? ????? ?? ?? ????? ???? ??? ???? ????? ?????? ??? ??? ????? ???? ????? ???? ?????? ?? ??????? ????? ???? ?? ???? ??? ?????. ?? ???? ????? ?? ????? (???? ???? ???? ?? ???????)? ???? ???? ???? ?????? ????? ?? " ???? ?????? " ?? ???? ????? ?????? ???? ??????? (??) "?” ??? ???? ???? ?? ??? ???? ?????? ?????? ??? ????? ??????? ????????. Uraufführung: 14/September 2017 Eingeladen zu Radikal jung 2018 - Das Festival für junge Regie Eine Produktion des Studio ?/ Maxim Gorki Theaters unter Mitwirkung des Exil Ensembles, gefördert aus Mitteln der Kulturstiftung des Bundes, der LOTTO-Stiftung Berlin und der Stiftung Mercator. Der Text entstand im Rahmen der Literaturwerkstatt Flucht, die mich bedingt des Neuen Instituts für dramatisches Schreiben (NIDS) in Zusammenarbeit mit dem Maxim Gorki Theater und Studio ?, gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds


Kategorie: Schauspiel

Es gibt Momente, in denen kommt alles zusammen. Zum Beispiel Ardas 18. Geburtstag. Ohne Plan, aber mit seinen Jungs Bojan, Danny und Sava?. Auf einer Parkbank ohne Park am Bahnhof: rechts die Glatzen, links die Bullen und in der Mitte die Musik. Es gibt Momente, in denen jemand deine Sprache versteht, ohne dass du viel erzählen musst. Momente, an denen jener Punkt auf deiner zerknitterten biografischen Landkarte auftaucht, an dem du den letzen Sommer deiner Kindheit verbringst, kurz bevor deine Freunde verschwinden und du plötzlich merkst: Du bist allein in einem Land, das dich einen Fremden nennt. Also steh auf! Renn so schnell du kannst und noch schneller! Denn wenn keiner wissen will, wer du bist, musst du es selbst herausfinden. Arda Y?lmaz sucht atemlos nach den Bruchstücken einer Sprache, die an eine Kindheit in Almanya erinnert. Vor allem aber sucht Arda einen unbekannten Vater, mit dessen gescheiterter Revolution er irgendwie verwandt ist, ohne sie je geträumt zu haben. Es entsteht eine deutsch-türkische Familiengeschichte in den Wirren der »Gastarbeit« und des türkischen Putsches. Wo ist das Land der Desintegrierten? Wer singt die Lieder alleinkämpfender Mütter? Wie klingt der Chor derer, die ewig fliehen und niemals ankommen? Es gibt Momente, in denen all diese Fragen aufblitzen, bevor sie verschwinden wie im fade-out des letzten Tracks auf der Platte deines Lebens. Premiere 20.5. 2017 Eingeladen zum Heidelberger Stückemarkt 2018 Necati Öziri, Jahrgang 1988 war bis Anfang der Spielzeit 2017/2018 Autor, Dramaturg und künstlerischer Leiter des Studio ?. Sein Debut-Stück Vorhaut (gemeinsam mit Tunçay Kulao?lu und Miraz Bezar) wurde 2014 im Ballhaus Naunynstraße uraufgeführt. Sein Stück GET DEUTSCH OR DIE TRYIN' ist ein Musikalbum mit A- und B-Seite, das von Müttern, die auf Columbo und Wodka stehen, erzählt, von abwesenden Vätern, von abgeschobenen Freunden und von Geburtstagen auf den Fluren des Ausländeramts, von Hip-Hop, Soul, Gewalt und vom Leben in einer Sprache, die nicht dir gehört. Der Text entstand 2016 im Rahmen der Literaturwerkstatt Flucht, die mich bedingt des Neuen Instituts für dramatisches Schreiben (NIDS) in Zusammenarbeit mit Gorki und Studio ?. Foto: Esra Rotthoff


Kategorie: Schauspiel

Stand-up-Show von und mit Orit Nahmias Solo-Performance von und mit Tobias Herzberg Orit Nahmias und Tobias Herzberg laden ein zu einem Doppelabend über Sex – und seine Folgen! Den Anfang macht Orit Nahmias mit Female Shit: Orit ist aus Israel, aber auf der Bühne ist sie nicht »die Ju?din«und nicht »die Israelin«, sondern ein Sexsymbol! Laut und dreckig spricht sie u?ber ihre kläglichen Versuche, eine erfolgreiche Schauspielerin, Mutter und Ausländerin in Berlin zu sein. Anschließend spielt Tobias Herzberg alias Feygele auf der Klaviatur des sexuellen Eskapismus. Mit einer großen Geste streift er sämtliche Labels von sich: schwul, jüdisch, deutsch, romantisch, nymphoman und unbeschnitten. Eine kämpferische Hymne auf die Perversen und Gefährdeten dieser und aller möglichen Welten. Female Shit und Feygele sind Produktionen des Studio ? Foto: Esra Rotthoff


Kategorie: Kabarett

Chaos in der Riesenstadt Chicago: Der malaiische Holzhändler Shlink tritt in eine Leihbibliothek und will die Meinung des Angestellten George Garga über Bücher abkaufen. Es beginnt ein Kampf ohne Regeln, ohne Moral, ohne Motiv, bei dem die beiden Gegner alles aufs Spiel setzen was sie haben. Shlink nimmt Garga den Arbeitsplatz, zwingt seine Freundin und Schwester zur Prostitution und bringt ihn ins Gefängnis. Damit ruiniert er Gargas Familie nicht nur finanziell, sondern zerstört auch ihren Zusammenhalt. Garga zeigt Shlink wegen der Vergewaltigung seiner Schwester an und initiiert eine Lynchaktion. Es ist eine Schlacht auf Leben und Tod, ein Ringen im Dschungel, in dem man sich scheinbar nur im Kampf nah sein kann. Baumgartens Arbeiten sind immer von der Arbeit mit verschiedenen Medien geprägt, eine Verbindungslinie zum epischen Theater Bertolt Brechts. In Dickicht experimentiert Baumgarten mit der epischen Spielweise: Das gesamte Stück wurde als Film produziert und auf der Bühne in einen abstrakten Raum übersetzt. In diesem formalen Experiment radikalisiert Baumgarten Brechts Verfremdungseffekt. »Die Trennung von Bild und Ton ist so virtuos wie verblüffend. Sie verdichtet einerseits die Konflikte und verhindert andererseits die Identifikation mit den Figuren, ganz im Sinne Brechts und seiner Aufforderung: >.- Glotzt nicht so romantisch!<.- Was der mit seinem Verfremdungseffekt erzielen wollte – dass Darsteller wie Publikum mitdenken und nicht bloß mitfühlen – verdeutlicht Baumgarten mit aktuellen Mitteln. Das Ensemble folgt ihm dabei bravurös, bleibt aber bei aller Leidenschaft kühl und bei aller Verstandesklarheit euphorisch.« (FAZ, Irene Bazinger) Premiere: 11. März 2017 Foto: Esra Rotthoff


Kategorie: Schauspiel

Ein Zug, der sich in dunkler Nacht unter der Erde mit über 100 km/h einem unbekannten Ziel nähert. Im Zug sitzt eine Gruppe älterer Frauen ordentlich eingereiht auf einer Sitzbank. Ein namenloses weibliches Ich sitzt ihnen gegenüber und beobachtet, verurteilt und seziert sie gnadenlos. Je weiter der Zug vorankommt, desto schmerzhaftere Erinnerungen bröckeln aus den Untiefen des Bewusstseins hervor, die sich beide Parteien gegenseitig vorwerfen. Sie erzählen von überlebten Kriegen, von sexuellem Missbrauch, von gescheiterten Mütter-Vorbildern. Die Autorin Sivan Ben Yishai wird für ihre sprachliche Wucht gefeiert, mit der sie scheinbar politische Gewissheiten sprengt. Für das Gorki schreibt sie nun ein Generationenportrait über die Emanzipation vom Patriarchat. Papa liebt dich, der dritter Teil von Sivan Ben Yishais Pentalogie Let The Blood Come Out To Show Them, ist ein Auftragswerk für das Maxim Gorki Theater. Aufführungsrechte: Suhrkamp Verlag AG, Berlin. Deutsche Übersetzung von Maren Kames


Kategorie: Schauspiel

Wer auf Hebräisch oder Arabisch die politische Lage im Nahen Osten beschreiben will, spricht schlicht von »The Situation«. In den letzten Jahren hat es viele Menschen mit »Situation«-Hintergrund nach Berlin verschlagen. Einst hielt der Konflikt ihre Leben auseinander, nun treffen sie in der deutschen Hauptstadt aufeinander. Hausregisseurin Yael Ronen versetzt ihre neueste Stückentwicklung am Gorki in einen Neuköllner Deutschkurs. Die Kursteilnehmenden verbindet, dass sie in den letzten Jahren nach Berlin gekommen sind. Aus Syrien, wo seit 2011 Krieg herrscht. Aus Israel und Palästina, wo das politische sowie soziale Klima immer militanter wird. Kein Wunder also, dass im Kurs von Deutschlehrer Stefan die deutsche Grammatik das kleinste Problem ist. Yael Ronen und die Schauspieler*innen, die aus Syrien, Palästina und Israel nach Berlin gekommen sind, setzen sich mit den paradoxen Wiederbegegnungen ihrer »Nachbarn« sowie mit den Geistern ihrer Vergangenheit auseinander. Auf Englisch, Deutsch, Hebräisch und Arabisch und mit deutschen und englischen Übertiteln Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds Eingeladen zum Theatertreffen 2016 Premiere: 4. September 2015


Kategorie: Schauspiel

Ein Zug, der sich in dunkler Nacht unter der Erde mit über 100 km/h einem unbekannten Ziel nähert. Im Zug sitzt eine Gruppe älterer Frauen ordentlich eingereiht auf einer Sitzbank. Ein namenloses weibliches Ich sitzt ihnen gegenüber und beobachtet, verurteilt und seziert sie gnadenlos. Je weiter der Zug vorankommt, desto schmerzhaftere Erinnerungen bröckeln aus den Untiefen des Bewusstseins hervor, die sich beide Parteien gegenseitig vorwerfen. Sie erzählen von überlebten Kriegen, von sexuellem Missbrauch, von gescheiterten Mütter-Vorbildern. Die Autorin Sivan Ben Yishai wird für ihre sprachliche Wucht gefeiert, mit der sie scheinbar politische Gewissheiten sprengt. Für das Gorki schreibt sie nun ein Generationenportrait über die Emanzipation vom Patriarchat. Papa liebt dich, der dritter Teil von Sivan Ben Yishais Pentalogie Let The Blood Come Out To Show Them, ist ein Auftragswerk für das Maxim Gorki Theater. Aufführungsrechte: Suhrkamp Verlag AG, Berlin. Deutsche Übersetzung von Maren Kames


Kategorie: Schauspiel

Jugoslawien – ein Land, das es nicht mehr gibt. Zugrunde gegangen in den Bruderkriegen der 90er Jahre. Zum zweiten Mal seit 1914 stand Sarajevo im Zentrum eines Konflikts, der scheinbar bis auf den heutigen Tag nicht enden will. Viele Menschen machten sich von dort aus auf den Weg nach Berlin, auf der Flucht, auf der Suche nach Arbeit oder einem anderen Leben. Wie erleben diese Berliner die Konflikte heute? Die Kinder der Opfer von Kriegsverbrechen leben hier neben den Kindern der Täter. Wie treffen sie aufeinander? Common Ground heißt übersetzt Gemeinsamkeit, gemeinsamer Boden oder auch Bezugserde. Yael Ronen bringt in ihrem neuen Projekt SchauspielerInnen zusammen, die aus Belgrad oder Sarajevo, aus Novi Sad oder Prijedor nach Berlin gekommen sind. Was ist ihr Common Ground? Das Theaterstück wird kollektiv erarbeitet, basierend auf einer gemeinsamen Reise nach Bosnien, auf Begegnungen mit Familienmitgliedern der Protagonisten und mit Experten. Das Theater wird dabei zum sicheren Raum, in dem über Begriffe wie Schuld und Sühne, Vergebung und Vergessen gestritten wird, in dem Klischees, Vorurteile und gegensätzliche Narrative lustvoll aufeinanderprallen. Eingeladen zum Theatertreffen 2015 und Gewinner des Publikumspreises "Stücke 2015" Mülheimer Theatertage! Common Ground wird durch den Hauptstadtkulturfonds Berlin gefördert. Premiere: 14. März 2014


Kategorie: Schauspiel

Eine Filmregisseurin will ein Superhelden-Remake made in Germany realisieren. Doch einige Crew-Mitglieder sind dem buchstäblichen Rollendruck nicht gewachsen. Krisengeschüttelte Supermänner, freidrehendes Filmpersonal, ein lächerlich kühnes Vorhaben und ein Schuss Raubtierromantik bieten Futter für eine abgründige Komödie. In The Making-of verwirbelt Nora Abdel-Maksoud Themen, an denen man sich nur die Finger verbrennen kann. Eine bösartige Satire auf Filmbusiness und Theaterideale, ein verzweifeltes Hohelied auf das Paradox der Schauspielerei und ein optimistischer Abgesang auf Rollenbilder, die niemand so recht erfüllen kann. Alles dargebracht mithilfe zuschreibungstorpedierender Performancestrategien, in Echtzeit geschnitten und ganz ohne Kamera – dafür live und in 3D! Uraufführung: 13. Januar 2017 Nora Abdel-Maksoud wurde für THE MAKING-OF von Theater heute als beste Nachwuchsregisseurin 2017 ausgezeichnet. Zudem erhielt sie für das Stück den Kurt-Hübner-Regiepreis 2017. Eingeladen zu Radikal jung 2017 - Das Festival für junge Regie Eine Produktion des Studio ? / Maxim Gorki Theaters Hinweis: Bei dieser Inszenierung ist leider kein Nacheinlass möglich für Zuschauer*innen, die verspätet kommen. Vielen Dank für Ihr Verständnis.


Kategorie: Schauspiel

Vermutlich irgendwo in Ungarn. Es ist Krieg und die großen Städte werden bombardiert. In ihrer Verzweiflung bringt eine Mutter ihre 9-jährigen Zwillinge zu der als Hexe verschrienen Großmutter aufs Land. »Hundesöhne! Ich werde euch zeigen wie man lebt!« verspricht diese den Zwillingen. Lucas und Claus sind von nun an auf sich allein gestellt und werden mit der vom Krieg enthemmten Welt der Erwachsenen konfrontiert, in der Tod und Verbrechen Teil des Alltags sind. Sie wachsen zusammen, entwickeln ihre eigenen Strategien, um emotional und physisch überleben zu können – bis sie schließlich in der Folge der Nachkriegswirren voneinander getrennt werden: Lucas flüchtet aus dem inzwischen totalitären Land. Ágota Kristóf erzählt aus verschiedenen Perspektiven die Lebenswege der beiden Brüder, die nie mehr zusammenfinden sollen. Ihre Roman-Trilogie ist eine große Erzählung über Exil und Entwurzelung. Die Zwillinge werden zum Symbol der inneren Zerrissenheit und dem Verlust von Identität, Zugehörigkeit, Heimat. Basierend auf den Romanen* von Ágota Kristóf Le grand cahier (1986), La preuve (1988), Le troisième mensonge (1991) original © Éditions du Seuil, Paris. Premiere: 18/Oktober 2017 *original © Édition du Seuil, Paris Das Stück feierte Premiere am 18. Oktober 2017 unter dem Titel Hundesöhne Hinweis: Çi?dem Teke befindet sich derzeit in Elternzeit. Ihre Rolle wird während dieser Zeit von Lea Draeger gespielt.


Kategorie: Schauspiel

Zuli aus Kairo nimmt uns auf in den dunklen Soundhimmel seines Kosmos voller ungewöhnlicher Objekte, vielschichtigen Erzählungen und Sounds jenseits erwartbarer Dancefloor-Erfahrungen.


Kategorie: Konzert

In Online-Games begeben sich Menschen, die sich in der Realität noch nie begegnet sind, gemeinsam auf virtuelle Schnitzeljagd. In Remote Mitte brechen die Besucher*innen mit Funkkopfhörern in die reale Stadt auf. Geleitet werden sie von einer künstlichen Stimme, wie man sie von Navigationssystemen oder Telefonwarteschleifen kennt. Die Begegnung mit der Künstlichen Intelligenz verleitet die Gruppe zum Selbstversuch. Wie können wir gemeinsam Entscheidungen treffen? Wem folgen wir, wenn wir uns von einem Computerprogramm leiten lassen? 50 Menschen beobachten sich gegenseitig, treffen individuelle Entscheidungen und sind doch gleichsam Teil einer Gruppe. Während die Künstliche Intelligenz menschliches Verhalten aus der Distanz beobachtet, klingt ihre Stimme doch mit jedem Schritt menschlicher. Sie führt die Gruppe aus der Peripherie ins Zentrum. Unterwegs vertonen Kunstkopf-Aufnahmen und filmische Kompositionen die urbane Landschaft. Die Reise durch die Stadt wird zu einem kollektiven Film. Remote X stellt die Frage nach künstlicher Intelligenz und unserer eigenen Vorhersagbarkeit und bewegt sich als mobiles Forschungslabor von Stadt zu Stadt. Was 2013 als Remote Berlin in Zusammenarbeit mit dem HAU Hebbel am Ufer begann, entwickelte sich seither in 28 ortsspezifischen Variationen in Städten wie Avignon, Bangalore, Moskau, New York, São Paulo, Abu Dhabi weiter. Jede neue ortsspezifische Version baut auf der Dramaturgie der Vor-Stadt auf. Nach über 700 Aufführungen weltweit kehrt das Projekt nach Berlin zurück und befragt in einer neuen Auflage im Auftrag des Maxim Gorki Theaters die deutsche Hauptstadt nach ihrem Zentrum: Mitte. Startpunkt: Invalidenfriedhof, Eingang Scharnhorststraße Start- und Endpunkt der Tour sind nicht identisch. Bitte seien Sie mindestens 15 Minuten vor Beginn am Startpunkt. Bitte bringen Sie einen Ausweis o. ä. als Pfand für Ihren Kopfhörer mit. Die Audiotour dauert ca. 120 Minuten (keine Pause). Längere Fußwege sind Teil der Veranstaltung. Die Veranstaltung ist nicht barrierefrei. Remote Mitte ist eine Produktion des Maxim Gorki Theaters und Rimini Apparat. Remote X entstand in Koproduktion mit HAU Hebbel am Ufer Berlin, Maria Matos Teatro Municipal und dem Goethe Institut Portugal, Festival Theaterformen Hannover/Braunschweig, Festivald'Avignon, Zürcher Theater Spektakel, Kaserne Basel Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds Berlin und unterstützt von Pro Helvetia,Schweizer Kulturstiftung und Fachausschuss Tanz und Theater Kanton Basel-Stadt . In Koproduktion mit House on Fire und mit Unterstützung des Kulturprogramms der Europäischen Union. Mit freundlicher Unterstützung der Evangelischen Kirchengemeinde St. Petri-St. Marien und der GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft. Stimmen von Acapela Group


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In online games, people that have never met in reality go on virtual treasure hunt together. In Remote Mitte the audience heads out into the real city with wireless headphones. They are led by an artificial voice, familiar from navigation systems or from computer-aided phone services. This encounter with an artificial intelligence leads the group to experiment on itself. How can we make decisions together? Who do we follow when we let ourselves be guided by a computer program? 50 people are watching each other, making individual decisions, and yet they are part of a group at the same time. Even though the artificial intelligence observes human behavior from a distance, her voice sounds more human with every step. She leads the group from the periphery to the center. Along the way, artificial binaural recordings and cinematic compositions set the urban landscape to music. The journey through the city becomes a collective film. Remote X raises the question of artificial intelligence and our own predictability, and moves from city to city as a mobile research laboratory. What began in 2013 as Remote Berlin in cooperation with HAU Hebbel am Ufer has been further developed since then, in cities such as Avignon, Bangalore, Moscow, New York, São Paulo, Abu Dhabi, in 28 site-specific variations. Each new site-specific version builds on the dramaturgy of the previous city. After more than 700 performances worldwide, the project Returns to Berlin and interrogates in a new edition on behalf of the Maxim Gorki Theater, the German capital at its center: Mitte. Bicycles cannot be taken on the tour. The tour ends at Hackescher Markt. Please use public transport for arrival and departure. Depature Point: Invalidenfriedhof, Entrance Scharnhorststraße Tour available in English every day. The start and end points of the tour are not the same. Please arrive at the start point at least 15 minutes early. Please bring an ID card or similar as a deposit for your headphones. The audio tour will take about 120 minutes (no intermission). Longer walks are part of the event. The event is not handicapped accessible.


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In Online-Games begeben sich Menschen, die sich in der Realität noch nie begegnet sind, gemeinsam auf virtuelle Schnitzeljagd. In Remote Mitte brechen die Besucher*innen mit Funkkopfhörern in die reale Stadt auf. Geleitet werden sie von einer künstlichen Stimme, wie man sie von Navigationssystemen oder Telefonwarteschleifen kennt. Die Begegnung mit der Künstlichen Intelligenz verleitet die Gruppe zum Selbstversuch. Wie können wir gemeinsam Entscheidungen treffen? Wem folgen wir, wenn wir uns von einem Computerprogramm leiten lassen? 50 Menschen beobachten sich gegenseitig, treffen individuelle Entscheidungen und sind doch gleichsam Teil einer Gruppe. Während die Künstliche Intelligenz menschliches Verhalten aus der Distanz beobachtet, klingt ihre Stimme doch mit jedem Schritt menschlicher. Sie führt die Gruppe aus der Peripherie ins Zentrum. Unterwegs vertonen Kunstkopf-Aufnahmen und filmische Kompositionen die urbane Landschaft. Die Reise durch die Stadt wird zu einem kollektiven Film. Remote X stellt die Frage nach künstlicher Intelligenz und unserer eigenen Vorhersagbarkeit und bewegt sich als mobiles Forschungslabor von Stadt zu Stadt. Was 2013 als Remote Berlin in Zusammenarbeit mit dem HAU Hebbel am Ufer begann, entwickelte sich seither in 28 ortsspezifischen Variationen in Städten wie Avignon, Bangalore, Moskau, New York, São Paulo, Abu Dhabi weiter. Jede neue ortsspezifische Version baut auf der Dramaturgie der Vor-Stadt auf. Nach über 700 Aufführungen weltweit kehrt das Projekt nach Berlin zurück und befragt in einer neuen Auflage im Auftrag des Maxim Gorki Theaters die deutsche Hauptstadt nach ihrem Zentrum: Mitte. Startpunkt: Invalidenfriedhof, Eingang Scharnhorststraße Start- und Endpunkt der Tour sind nicht identisch. Bitte seien Sie mindestens 15 Minuten vor Beginn am Startpunkt. Bitte bringen Sie einen Ausweis o. ä. als Pfand für Ihren Kopfhörer mit. Die Audiotour dauert ca. 120 Minuten (keine Pause). Längere Fußwege sind Teil der Veranstaltung. Die Veranstaltung ist nicht barrierefrei. Remote Mitte ist eine Produktion des Maxim Gorki Theaters und Rimini Apparat. Remote X entstand in Koproduktion mit HAU Hebbel am Ufer Berlin, Maria Matos Teatro Municipal und dem Goethe Institut Portugal, Festival Theaterformen Hannover/Braunschweig, Festivald'Avignon, Zürcher Theater Spektakel, Kaserne Basel Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds Berlin und unterstützt von Pro Helvetia,Schweizer Kulturstiftung und Fachausschuss Tanz und Theater Kanton Basel-Stadt . In Koproduktion mit House on Fire und mit Unterstützung des Kulturprogramms der Europäischen Union. Mit freundlicher Unterstützung der Evangelischen Kirchengemeinde St. Petri-St. Marien und der GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft. Stimmen von Acapela Group


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In online games, people that have never met in reality go on virtual treasure hunt together. In Remote Mitte the audience heads out into the real city with wireless headphones. They are led by an artificial voice, familiar from navigation systems or from computer-aided phone services. This encounter with an artificial intelligence leads the group to experiment on itself. How can we make decisions together? Who do we follow when we let ourselves be guided by a computer program? 50 people are watching each other, making individual decisions, and yet they are part of a group at the same time. Even though the artificial intelligence observes human behavior from a distance, her voice sounds more human with every step. She leads the group from the periphery to the center. Along the way, artificial binaural recordings and cinematic compositions set the urban landscape to music. The journey through the city becomes a collective film. Remote X raises the question of artificial intelligence and our own predictability, and moves from city to city as a mobile research laboratory. What began in 2013 as Remote Berlin in cooperation with HAU Hebbel am Ufer has been further developed since then, in cities such as Avignon, Bangalore, Moscow, New York, São Paulo, Abu Dhabi, in 28 site-specific variations. Each new site-specific version builds on the dramaturgy of the previous city. After more than 700 performances worldwide, the project Returns to Berlin and interrogates in a new edition on behalf of the Maxim Gorki Theater, the German capital at its center: Mitte. Bicycles cannot be taken on the tour. The tour ends at Hackescher Markt. Please use public transport for arrival and departure. Depature Point: Invalidenfriedhof, Entrance Scharnhorststraße Tour available in English every day. The start and end points of the tour are not the same. Please arrive at the start point at least 15 minutes early. Please bring an ID card or similar as a deposit for your headphones. The audio tour will take about 120 minutes (no intermission). Longer walks are part of the event. The event is not handicapped accessible.


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Süleyman ist ein neugieriger, sonderbarer Junge. Er möchte Tierarzt werden, sammelt Käfer. Dann geht er zur Schule, studiert den Koran, wird radikal. Aus Süleyman wird Süleymankurt. In der türkischsprachigen Mythologie ist der »Mankurt« ein besonders höriger Sklave. Ihm werden die Haare abgeschoren und Kamelleder auf den Kopf genäht. Sein Haar durchdringt, anstatt nach außen zu wachsen, sein Gehirn. Seines Verstandes beraubt, weiß ein Mankurt nicht mehr, dass er mal ein Mensch war. Mythen und Legenden werden häufig von nationalkonservativen Bewegungen instrumentalisiert. Die Reihe Mythen der Wirklichkeit holt sich diese Geschichten zurück! In der sechsten Ausgabe erzählen Ahmet Sami Özbudak und Serkan Öz vom türkischen Bildungssystem, das zunehmend von religiösen Einflüssen vereinnahmt wird. Die Reihe Mythen der Wirklichkeit wird gefördert aus Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Europa


Kategorie: Schauspiel

57 Jahre nach dem deutsch-türkischen Anwerbeabkommen begibt sich das musikalische Schauspiel Lö Grand Bal Almanya erneut auf eine Zeitreise. Diesmal durch sechs denkwürdige Dekaden der Arbeitsmigration, besungen mit verschollen geglaubtem Liedgut, dokumentiert durch waschechtes Archivmaterial und begleitet von leidenschaftlichen Wanderern, die sich die Seele aus dem Leib singen, sich ungezügelt in Rage reden und penibel nach Antworten auf wichtigste Fragen der migrantischen Menschheit suchen: Warum wurde dem millionsten Gastarbeiter bei seiner Ankunft 1964 ein Moped geschenkt und kein Feuerlöscher, wie es ursprünglich geplant war? Ist das seit der historischen Bananeneuphorie 1989 hartnäckig kursierende Gerücht, die Mauer wäre ausschließlich auf Türkenköpfe gefallen, ein anatolisches Post-Faktum? Ab welchem Mindestalter darf ein Muselmane das Bundesverdienstkreuz stolz an seiner Brust baumeln lassen? Und was geht blutechten Nazis durch den Kopf, wenn sie den eigenen Gedankendung aus dem Munde einer morgenländischen Ziegenliebhaberin nicht nur stilvoller, sondern wahrhaftiger aufgetischt bekommen? Diesen Fragen widmete sich Regisseur Nurkan Erpulat bereits 2010 in Lö Bal Almanya am Ballhaus Naunynstrasse. Die Neuinszenierung am Gorki zeigt nicht nur einen Tapeten-, sondern vor allem einen Paradigmenwechsel. Denn in den letzten acht Jahren hat sich Doyçland fast bis zur Unkenntlichkeit veschönert. Nur die totenblasse Lesart der deutsch-türkischen Wanderlust bleibt wie immer eine erbärmliche Untertreibung. Der nächste Anlauf also, sich dem Wahnsinn mit neuen Fragen spielerisch zu stellen. Premiere: 15. Mai 2018


Kategorie: Schauspiel

Mit Maryam Abu Khaled, Mazen Aljubbeh, Hussein Al Shateli, Karim Daoud, Tahera Hashemi, Kenda Hmeidan, Ayham Majid Agha Dein für immer, meist geliebte Frau, solang diese Maschine zu ihm gehört. Hamlet. Shakespeare, Hamlet Mit diesen Worten endet Hamlets berühmter Brief an Ophelia, in dem er versucht, dem einzig geliebten Menschen seinen Ausstieg aus dem System der Norm anzukündigen. Das Wort »machine« taucht bei Shakespeare nur ein einziges Mal auf. Es bezeichnet den Körper, der in der barocken frühaufklärerischen Zeit oft als Maschine, als aus vielen Teilen zusammengesetztes Wunderwerk, bezeichnet wurde. Shakespeares Stück selbst ist eine solche Theaterzaubermaschine. Eine Reflexion über Tod und Religion, über Norm und Wahnsinn, über Macht und Ohnmacht. Und neben all dem auch ein großer Text über das Theater selbst. 1977 schrieb Heiner Müller mit Die Hamletmaschine eine Adaption, die die Maschine im Titel führt. Das Exil Ensemble ist seit der Spielzeit 2016/17 Teil des Gorki. Die sieben Schauspieler*innen spüren mit Sebastian Nübling diesem und anderen Texten nach und forschen in dem ergebnisoffen angelegten Projekt nach der eigenen Position. Sie folgen mit Hamletmaschine dem Dramatiker, der die Position des Intellektuellen in einer Welt, die aus den Fugen geraten ist, radikal in Frage stellt, sezieren Müller folgend Shakespeare und setzen die verbleibenden Fragmente wieder zusammen. Premiere 24. Februar 2018 Foto: Esra Rotthoff


Kategorie: Schauspiel

Süleyman ist ein neugieriger, sonderbarer Junge. Er möchte Tierarzt werden, sammelt Käfer. Dann geht er zur Schule, studiert den Koran, wird radikal. Aus Süleyman wird Süleymankurt. In der türkischsprachigen Mythologie ist der »Mankurt« ein besonders höriger Sklave. Ihm werden die Haare abgeschoren und Kamelleder auf den Kopf genäht. Sein Haar durchdringt, anstatt nach außen zu wachsen, sein Gehirn. Seines Verstandes beraubt, weiß ein Mankurt nicht mehr, dass er mal ein Mensch war. Mythen und Legenden werden häufig von nationalkonservativen Bewegungen instrumentalisiert. Die Reihe Mythen der Wirklichkeit holt sich diese Geschichten zurück! In der sechsten Ausgabe erzählen Ahmet Sami Özbudak und Serkan Öz vom türkischen Bildungssystem, das zunehmend von religiösen Einflüssen vereinnahmt wird. Die Reihe Mythen der Wirklichkeit wird gefördert aus Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Europa


Kategorie: Schauspiel

Können wir die Freiheit für den Einzelnen nur erhalten, wenn wir die absolute Freiheit durch Gesetze eingrenzen? Denn wie heißt es so schön – „Freiheit für die Wölfe ist der Tod der Lämmer.“ Die große türkische Romanautorin Asl? Erdo?an ist eine der wichtigsten Stimmen der türkischen Opposition und wurde zur Symbolfigur für Meinungsfreiheit und das Ausmaß der türkischen Willkürherrschaft. Wegen ihrer Kolumnen in der kurdisch-türkischen Zeitung Özgür Gündem wurde sie im August 2016 zusammen mit weiteren Journalisten inhaftiert und nur für die Dauer des Prozesses unter Auflagen entlassen. In ihrem Essayband „Nicht einmal das Schweigen gehört uns noch“ thematisiert sie Willkür und Unterdrückung, Gewalt, Folter, Schuld. Gemeinsam mit Prof. Dr. Susanne Baer, Richterin am Bundesverfassungsgericht, spricht sie über das spannungsreiche Verhältnis von Ordnung, Macht und Freiheit. Die Bildserie zur Reihe Berliner Korrespondenzen: Zwischen Krieg und Frieden von Esra Rotthoff reflektiert die Umbrüche und tektonischen Verschiebungen einer krisenhaften Welt zwischen Krieg und Frieden. Dabei stellt sie die verwendeten Portraits als Sinnbilder für widerstreitende Ordnungsansprüche verschiedenen Friedenssymbolen fragend gegenüber. Berliner Korrespondenzen ist eine Reihe des Gorki Forum und der Humboldt-Universität zu Berlin in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt.


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In seinem Arbeitszimmer bereitet er sich auf seinen Auftritt vor – ein Diktator, der wie der Sonnenkönig denkt: »Der Staat bin ich«. Gleich wird er dem Volk, das sich vor seinem Fenster versammelt hat, gegenübertreten. Heute ist der Tag der Entscheidung. Heute wird sich herausstellen, ob der Diktator sich behauptet oder das Volk sich seiner entledigt. Er geht auf uns zu und ruft: »Ich bin euer Spiegelbild! Euer Traum! Eure Angst hat mich erschaffen!« Im Januar 2018 wurde die geplante Aufführung des Stücks Sadece Diktatör (Nur Diktator) von Onur Orhan mit Bari? Atay in Istanbul verboten. Die Polizei umstellte das Theater und ließ weder Schauspieler noch Publikum hinein. Der im Berliner Exil lebende Journalist und Gorki-Kolumnist Can Dündar schrieb dazu in der ZEIT: »Es nimmt nicht wunder, dass Erdo?an sich gestört fühlt, auch wenn sein Name darin gar nicht vorkommt. Verblüffend ist allerdings, dass jedes Mal, wenn er sich gestört fühlt, es die Künstler teuer zu stehen kommt.« Anschl. Schauspieler Bar?? Atay im Gespräch mit Can Dündar


Kategorie: Schauspiel

57 Jahre nach dem deutsch-türkischen Anwerbeabkommen begibt sich das musikalische Schauspiel Lö Grand Bal Almanya erneut auf eine Zeitreise. Diesmal durch sechs denkwürdige Dekaden der Arbeitsmigration, besungen mit verschollen geglaubtem Liedgut, dokumentiert durch waschechtes Archivmaterial und begleitet von leidenschaftlichen Wanderern, die sich die Seele aus dem Leib singen, sich ungezügelt in Rage reden und penibel nach Antworten auf wichtigste Fragen der migrantischen Menschheit suchen: Warum wurde dem millionsten Gastarbeiter bei seiner Ankunft 1964 ein Moped geschenkt und kein Feuerlöscher, wie es ursprünglich geplant war? Ist das seit der historischen Bananeneuphorie 1989 hartnäckig kursierende Gerücht, die Mauer wäre ausschließlich auf Türkenköpfe gefallen, ein anatolisches Post-Faktum? Ab welchem Mindestalter darf ein Muselmane das Bundesverdienstkreuz stolz an seiner Brust baumeln lassen? Und was geht blutechten Nazis durch den Kopf, wenn sie den eigenen Gedankendung aus dem Munde einer morgenländischen Ziegenliebhaberin nicht nur stilvoller, sondern wahrhaftiger aufgetischt bekommen? Diesen Fragen widmete sich Regisseur Nurkan Erpulat bereits 2010 in Lö Bal Almanya am Ballhaus Naunynstrasse. Die Neuinszenierung am Gorki zeigt nicht nur einen Tapeten-, sondern vor allem einen Paradigmenwechsel. Denn in den letzten acht Jahren hat sich Doyçland fast bis zur Unkenntlichkeit veschönert. Nur die totenblasse Lesart der deutsch-türkischen Wanderlust bleibt wie immer eine erbärmliche Untertreibung. Der nächste Anlauf also, sich dem Wahnsinn mit neuen Fragen spielerisch zu stellen. Premiere: 15. Mai 2018


Kategorie: Schauspiel

Eigentlich ist Elisabeth die Vorgängerin von Erin Brockovich: eine junge Frau, die bodenständig und unbeirrt an ihrer Unabhängigkeit festhält und mit allen Mitteln versucht, eine Job zu finden. Deswegen steht sie auch vor dem Anatomischen Institut, um ihre Organe schon zu Lebzeiten verkaufen und damit den Gewerbeschein als Unterwäscheverkäuferin zu finanzieren. Doch die sozialen Umstände schnüren sie enger ein als jedes Korsett: Missgunst und eine Gesellschaft im gnadenlosen Existenzkampf verstricken die immer verzweifelter agierende Elisabeth in ein prekäres Netz aus Notlügen und Heuchelei. Das wird eine verregnete Parade / Da wo man die Leichen halt zersägt / Die Welt ist eine Ahnungslosballade / Von Not und Tod sind alle doch geprägt, heißt es in einem Song, den der bekannte Post-Klezmer-Punk-Musiker Daniel Kahn für diese Inszenierung von Hakan Sava? Mican geschrieben hat. Nach Kleiner Mann - was nun? widmet dieser sich erneut einem Sozialdrama, das mit hellsichtiger Eindringlichkeit den gesellschaftlichen Abstieg der normalen Angestellten zu Beginn der dreißiger Jahre skizziert. Mutig und verzweifelt ringen sie um ein anständiges Leben und etwas Liebe, auch wenn der Ort ihrer Träume in immer größere Ferne rückt: In the mountains of Tibet/ How much schöner could it get/ Dort zersägt man kein Skelett/ Dort verkauft man kein Korsett/ in the mountains of Tibet. Trailer anschauen Premiere: 13. Januar 2018 Foto: ©Esra Rotthoff


Kategorie: Schauspiel

Premiere am 3/Mai in Zenica sowie am 5/Mai in Sarajevo Es ist kalt in Deutschland, aber in Bosnien, in Bosnien ist es kälter, aber es ist nicht das Wetter. Die grüne Weite dieses Landes sticht in allen seinen Farben. Es brennt, wenn man versucht weiter zu sehen, deshalb hat man den Blick oft unten. Es sollte eine Jagd werden. Dazu hat man sich auf die Lauer gelegt, sich heimlich in dunklen Ecken mit Informanten getroffen, oder versucht die Tochter von Radovan Karadži? im Parlament der Republika Srpska anzurufen. Ihre Nummer steht sogar im Telefonbuch. Das war der Plan. Am Ende ihrer Reise durch Bosnien hatten Vernesa Berbo, Moritz Sauer und Stephanie Zurstegge doch nicht mit den Kindern von Kriegsverbrechern des Bosnienkrieges von 1992 bis 1995 gesprochen. Viel mehr hörten sie auf ihrer Reise im Herbst 2017 »ganz normalen« Leuten zu, Überlebenden des Konflikts, denn »die anderen« normalen Leute, die Täter, die sprechen leider gar nicht mit einem. In Hauptsache sie schießen nicht – Samo da ne pucaju versammeln sie Stimmen des Krieges und des Landes, das daraus hervorgegangen ist. Was bedeuten den Bosnier*innen Schuld, Rache und Sühne? Obwohl niemand gerne Opfer in der Gegenwart ist, wären viele gerne Opfer in der Vergangenheit gewesen. Wann und wie ist das Sprechen über das Erlebte möglich, nötig und richtig, und – wie sag ich’s meinen Kindern? Was bleibt wahr, wenn man sich selbst und andere durch Geschichten und nicht durch Fakten erschafft? Ein Projekt von Vernesa Berbo und Moritz Sauer, koproduziert vom Studio ? / Maxim Gorki Theater in Kooperation mit dem International Theater Festival MESS/Scene MESS, gefördert durch Szenenwechsel, ein Programm der Robert Bosch Stiftung und des Internationalen Theaterinstituts (ITI), sowie durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa und die Heinrich-Böll-Stiftung Bosnien und Herzegowina


Kategorie: Schauspiel

Premiere am 3/Mai in Zenica sowie am 5/Mai in Sarajevo Es ist kalt in Deutschland, aber in Bosnien, in Bosnien ist es kälter, aber es ist nicht das Wetter. Die grüne Weite dieses Landes sticht in allen seinen Farben. Es brennt, wenn man versucht weiter zu sehen, deshalb hat man den Blick oft unten. Es sollte eine Jagd werden. Dazu hat man sich auf die Lauer gelegt, sich heimlich in dunklen Ecken mit Informanten getroffen, oder versucht die Tochter von Radovan Karadži? im Parlament der Republika Srpska anzurufen. Ihre Nummer steht sogar im Telefonbuch. Das war der Plan. Am Ende ihrer Reise durch Bosnien hatten Vernesa Berbo, Moritz Sauer und Stephanie Zurstegge doch nicht mit den Kindern von Kriegsverbrechern des Bosnienkrieges von 1992 bis 1995 gesprochen. Viel mehr hörten sie auf ihrer Reise im Herbst 2017 »ganz normalen« Leuten zu, Überlebenden des Konflikts, denn »die anderen« normalen Leute, die Täter, die sprechen leider gar nicht mit einem. In Hauptsache sie schießen nicht – Samo da ne pucaju versammeln sie Stimmen des Krieges und des Landes, das daraus hervorgegangen ist. Was bedeuten den Bosnier*innen Schuld, Rache und Sühne? Obwohl niemand gerne Opfer in der Gegenwart ist, wären viele gerne Opfer in der Vergangenheit gewesen. Wann und wie ist das Sprechen über das Erlebte möglich, nötig und richtig, und – wie sag ich’s meinen Kindern? Was bleibt wahr, wenn man sich selbst und andere durch Geschichten und nicht durch Fakten erschafft? Ein Projekt von Vernesa Berbo und Moritz Sauer, koproduziert vom Studio ? / Maxim Gorki Theater in Kooperation mit dem International Theater Festival MESS/Scene MESS, gefördert durch Szenenwechsel, ein Programm der Robert Bosch Stiftung und des Internationalen Theaterinstituts (ITI), sowie durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa und die Heinrich-Böll-Stiftung Bosnien und Herzegowina


Kategorie: Schauspiel


Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:10.04.18
© Fotos der Vorstellungen: A Walk on the Dark Side(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) The Making-of(Ute Langkafel - 2018/Ute Langkafel - 2018) Kleiner Mann - was nun?(Ute Langkafel - 2018/Ute Langkafel - 2018) Alles Schwindel(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) Haltung als Handlung(/) Reporter ohne Grenzen(Daro Sulakauri - 2018/Daro Sulakauri - 2018) A Walk on the Dark Side(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) PS: Politisch Schreiben(Joan M. Trinks - 2018/Joan M. Trinks - 2018) Das Theater und seine Geschichte(Haus - 2018/Haus - 2018) GO?KI – ALTERNATIVE FÜR DEUTSCHLAND?(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) Elizaveta Bam(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) Verräter(Ute Langkafel - 2018/Ute Langkafel - 2018) Elizaveta Bam(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) Remote Mitte(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) Remote Mitte (Tour in English)(Esra Rotthoff - 2018/Esra Rotthoff - 2018) Remote Mitte(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) Remote Mitte (Tour in English)(Esra Rotthoff - 2018/Esra Rotthoff - 2018) Roma Armee(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) Roma Armee(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) Bilder aus Nichts(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) GO?KI – ALTERNATIVE FÜR DEUTSCHLAND?(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) Bilder aus Nichts(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) Bilder aus Nichts(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) Othello(Ute Langkafel - 2018/Ute Langkafel - 2018) Bilder aus Nichts(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) Bilder aus Nichts(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) Die Hamletmaschine(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) Bilder aus Nichts(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) Berliner Korrespondenzen 1(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) NACH UNS DAS ALL - DAS INNERE TEAM KENNT KEINE PAUSE(Ute Langkafel - 2018/Ute Langkafel - 2018) A Walk on the Dark Side(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) Der Radioeins und Freitag Salon(/) Remote Mitte(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) Remote Mitte (Tour in English)(Esra Rotthoff - 2018/Esra Rotthoff - 2018) Skelett eines Elefanten in der Wüste(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) Remote Mitte(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) Remote Mitte (Tour in English)(Esra Rotthoff - 2018/Esra Rotthoff - 2018) Skelett eines Elefanten in der Wüste(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) GET DEUTSCH OR DIE TRYIN'(Ute Langkafel - 2018/Ute Langkafel - 2018) Feygele / Female shit(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) Dickicht(Ute Langkafel - 2018/Ute Langkafel - 2018) Papa liebt Dich(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) The Situation(Ute Langkafel - 2018/Ute Langkafel - 2018) Papa liebt Dich(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) Common Ground(Thomas Aurin - 2018/Thomas Aurin - 2018) The Making-of(Ute Langkafel - 2018/Ute Langkafel - 2018) Das grosse Heft(Esra Rotthoff - 2018/Esra Rotthoff - 2018) Zuli(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) Remote Mitte(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) Remote Mitte (Tour in English)(Esra Rotthoff - 2018/Esra Rotthoff - 2018) Remote Mitte(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) Remote Mitte (Tour in English)(Esra Rotthoff - 2018/Esra Rotthoff - 2018) SÜLEYMANKURT - Mythen der Wirklichkeit #6(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) Lö Grand Bal Almanya(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) Die Hamletmaschine(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) SÜLEYMANKURT - Mythen der Wirklichkeit #6(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) Berliner Korrespondenzen 2(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) SADECE D?KTATÖR – Nur Diktator(sera kakal - 2018/sera kakal - 2018) Lö Grand Bal Almanya(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) Glaube Liebe Hoffnung(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) HAUPTSACHE SIE SCHIESSEN NICHT – SAMO DA NE PUCAJU(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018) HAUPTSACHE SIE SCHIESSEN NICHT – SAMO DA NE PUCAJU(Maxim Gorki Theater - 2018/Maxim Gorki Theater - 2018)

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