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Berliner Ensemble

Theater am Schiffbauerdamm
Bertolt-Brecht-Platz 1 - 10117 Berlin

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Januar / Februar / März / April / Mai / Juni / Juli / August / September / Oktober / November / Dezember

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Spielplan für Mai 2018

Längst vorbei ist das Leben in vererbtem Wohlstand, als sich Blanche bei ihrer Schwester Stella einquartiert. Diese lebt mit ihrem Mann, dem polnischen Einwanderer und Fabrikarbeiter Stanley auf engstem Raum in einem heruntergekommenen Viertel. Blanches Selbstbild kultureller Überlegenheit, die Attitüden ihrer besseren Herkunft wie auch ihre kapriziöse Verklärtheit, Intimitätssucht und Hilflosigkeit provozieren Stanleys Angriffslust bis zum Äußersten. In einer Welt, die den Traum vom individuell machbaren Erfolg unabhängig aller Umstände nachhaltig schürt, stört Blanche wider Willen als Zeugin eines unaufhaltsamen Verfalls. Dass dieser Traum längst geplatzt ist und man sich schon seit einiger Zeit in einer sozialen Sackgasse befindet, lassen beide nur für den jeweils andern gelten, den sie genau deswegen fürchten, hassen und bekriegen. Nach seiner Eröffnungsinszenierung mit Brechts Kreidekreis inszeniert Michael Thalheimer nun den Sturzflug zweier Menschen aus einer Gesellschaft ohne Haftung.


Kategorie: Schauspiel

Eines regnerischen Morgens klopft ein alter Mann an die Tür einer deutschen Familie im Schwarzwald. Mit ihm tritt nicht nur die Vergangenheit, sondern auch ein anderer Kontinent ein: Der Besuch des Mannes, der Martha und ihre Geschwister aus Afrika zu kennen behauptet, spult langst Vergessenes, Verdrängtes und Verschwiegenes an die Oberfläche und stellt die Identität jedes Einzelnen radikal in Frage. Der Autor, Regisseur und Schauspieler Dieudonné Niangouna ist für seine bildstarke und wortgewaltige Theatersprache bekannt. 1997 gründeten er und Criss Niangouna in Kongo Brazzaville ihre eigene Theatergruppe, seit 2009 sind seine Arbeiten auch regelmäßig in Europa zu sehen. Für seine erste Arbeit in Berlin hat er für Schauspieler des Berliner Ensembles einen neuen Text geschrieben.  .-


Kategorie: Schauspiel

Unter dem Stichwort "Einblicke" erhalten Sie regelmäßig die Möglichkeit, uns, unsere Arbeit und die Inszenierungen näher kennenzulernen – auch von der spielpraktischen Seite her. Zu unseren Formaten sind alle eingeladen, auch Theaterneulinge. Unter dem Titel "Einblicke: Praxis" lädt Theaterpädagogin Geraldine Blomberg Sie dazu ein, mit ihr die Inszenierung "Phantom" praktisch zu erforschen.


Kategorie: Workshop

Eines regnerischen Morgens klopft ein alter Mann an die Tür einer deutschen Familie im Schwarzwald. Mit ihm tritt nicht nur die Vergangenheit, sondern auch ein anderer Kontinent ein: Der Besuch des Mannes, der Martha und ihre Geschwister aus Afrika zu kennen behauptet, spult langst Vergessenes, Verdrängtes und Verschwiegenes an die Oberfläche und stellt die Identität jedes Einzelnen radikal in Frage. Der Autor, Regisseur und Schauspieler Dieudonné Niangouna ist für seine bildstarke und wortgewaltige Theatersprache bekannt. 1997 gründeten er und Criss Niangouna in Kongo Brazzaville ihre eigene Theatergruppe, seit 2009 sind seine Arbeiten auch regelmäßig in Europa zu sehen. Für seine erste Arbeit in Berlin hat er für Schauspieler des Berliner Ensembles einen neuen Text geschrieben.  .-


Kategorie: Schauspiel

Eines regnerischen Morgens klopft ein alter Mann an die Tür einer deutschen Familie im Schwarzwald. Mit ihm tritt nicht nur die Vergangenheit, sondern auch ein anderer Kontinent ein: Der Besuch des Mannes, der Martha und ihre Geschwister aus Afrika zu kennen behauptet, spult langst Vergessenes, Verdrängtes und Verschwiegenes an die Oberfläche und stellt die Identität jedes Einzelnen radikal in Frage. Der Autor, Regisseur und Schauspieler Dieudonné Niangouna ist für seine bildstarke und wortgewaltige Theatersprache bekannt. 1997 gründeten er und Criss Niangouna in Kongo Brazzaville ihre eigene Theatergruppe, seit 2009 sind seine Arbeiten auch regelmäßig in Europa zu sehen. Für seine erste Arbeit in Berlin hat er für Schauspieler des Berliner Ensembles einen neuen Text geschrieben.  .-


Kategorie: Schauspiel

Noch kaum geboren, erkennt Oskar Matzerath die Welt als universales Desaster – und lehnt sie ab. Einzig die von seiner Mutter versprochene Blechtrommel eröffnet ihm eine akzeptable Überlebensperspektive: die Existenzform als Trommler, ein groteskes Künstlerdasein mit ambivalenten Motivationen und Wirkungen. So beschließt Oskar an seinem dritten Geburtstag, nicht mehr zu wachsen, sondern zu beobachten und zu trommeln. Aus der Froschperspektive schildert er das Aufziehen des faschistischen Denkens und Handelns, berichtet von Ehebruch und Pogromnacht, verknüpft Privatgeschichte mit Zeitgeschichte. Er ist Zeuge, zugleich Außenseiter wie Beteiligter einer Welt, in welcher ein Zivilisationsbruch wie der Holocaust möglich ist. Nicht schuldig, aber verantwortlich für das Grauen, das in deutschem Namen begangen wurde, hat Günter Grass sich zeitlebens gefühlt. "Die Blechtrommel" ist auch ein Versuch, die Mechanismen der eigenen Verführung durchsichtig zu machen. Trotz aller Kontroversen um den Roman und Nobelpreisträger Günter Grass, gilt der Text bis heute als Meilenstein der deutschen Nachkriegsliteratur. Regisseur Oliver Reese erzählt die Geschichte des ewigen Trommlers in einer ganz auf die Perspektive der Hauptfigur zugeschnitten Fassung. Eine Produktion von Schauspiel Frankfurt.


Kategorie: Schauspiel

Serge hat sich für eine beachtliche Summe ein Gemälde gekauft: weiße Streifen auf weißem Untergrund. An diesem Bild entzündet sich der Streit zwischen drei Freunden, in dessen Verlauf sich ihr Leben und ihre Beziehungen grundlegend ändern. Serge begeistert sich für das Gemälde, Marc bekämpft es auf das Heftigste und Yvan bezieht, da er es sich mit keinem der anderen verderben will, keine Stellung. Das Kunstwerk dient als Katalysator, mit dessen Hilfe Yasmina Reza auf psychologisch fein gezeichnete Weise die drei Männer, ihre Gefühle, ihre Befindlichkeit, ihre Freundschaft, ja ihr gesamtes bisheriges Dasein auf den Prüfstand stellt – eine wortgewandte Komödie über die Halbwertszeit von Freundschaften für ein furioses Schauspieler-Trio. "Lachen schützt, entschärft, erleichtert, rettet. Sinn für Humor zu haben, in der erhabenen Bedeutung des Wortes, also nicht nur über Witze zu lachen, sondern über sich selbst lachen zu können, ohne Tabu, und jederzeit von Lachen geschüttelt zu werden – das ist eine beneidenswerte Gabe. Wer sie hat, ist vom Schicksal oder von den Göttern gesegnet. Das Lachen stellt das Vertrauen in uns selbst wieder her, es erhebt uns über die Situation. Das Drama von 'Kunst' ist ja nicht, dass sich Serge das weiße Bild kauft, sondern dass man mit ihm nicht mehr lachen kann. Wenn Sie mit einem Freund lachen können, dann können Sie alle möglichen Differenzen mit ihm haben. Sie können sogar schwarzweiß denken, bis zu einem gewissen Grad, wenn Sie über diese Differenzen lachen können, denn eine Freundschaft ist jenseits von Meinungen begründet. Wenn man nicht mehr lachen kann, gewinnt die Meinung die Oberhand, und es gibt nichts mehr jenseits von ihr." Yasmina Reza


Kategorie: Schauspiel

Das neue Stück von Dennis Kelly, ein Monolog von großer Wucht und Wahrhaftigkeit, thematisiert das ?demontierte Familienoberhaupt als Phänomen unserer Zeit und stellt dabei patriarchale gesellschaftliche Strukturen grundsätzlich in Frage. "Girls &.- Boys" ist der Lebensbericht einer Frau von heute, deren Namen wir nicht einmal erfahren. Es ist die Geschichte eines "ganz normalen Lebens", das zur Tragödie wird, eines Lebens, das daran zerbricht, dass der Familienvater und -ernährer dem Erfolg seiner Frau im Beruf, ihrer Selbstständigkeit und der schließlich folgenden Scheidung nicht zu begegnen weiß. Das Ehepaar verliert sich in der Krise, in den tradierten Geschlechterbildern, übersieht dabei die Not des jeweils anderen, die Beziehung zerbricht, die Familie geht daran zu Grunde. Dennis Kelly hat nach einer, wie er selber sagt, "12-jährigen Bilderbuchkarriere in Scheißjobs" im Alter von erst 30 Jahren sein Debüt als Theaterautor vorgelegt. Seither hat er etliche abgründige, oft herbe und politische Stücke geschrieben, die sich stets mit den Kernfragen der menschlichen Existenz, dem modernen Menschen auseinandersetzen. Kelly wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. 2012 mit dem Laurence Olivier Award, der höchsten Auszeichnung im britischen Theater. Die britische Regisseurin Lily Sykes, die sich in ihrer Arbeit der letzten Jahre insbesondere mit großen Frauenfiguren und dem Bild der Frau in unserer Gesellschaft auseinandergesetzt hat, wird "Girls &.- Boys" inszenieren.


Kategorie: Schauspiel

18 Jahre nach seinem Debüt "Soloalbum" schreibt Benjamin von Stuckrad-Barre sie doch, die Autobiographie, mit der keiner gerechnet hat. Ein Greatest-Hits Album, ein Best-Of: kein Soloalbum – sondern der Soundtrack eines selbstzerstörerischen Lebens. Im legendären Hotel Chateau Marmont am Sunset Boulevard schaut Stuckrad-Barre sich selbst beim Schreiben zu – und erzählt von zwanzig Jahren Nachtleben, Drogen, Ruhm und Realitätsverlust, vom Aufstehen und Hinfallen. Keine Recherche, sondern pures Leben. "Das Kokain ließ mich Tage und Nächte manisch herumrotieren, gegen das lästige Herzrasen goss ich Alkohol drauf, schlief irgendwann vollkommen betäubt ein, dabei half das Rohypnol, das der neue, zum Heroin ratende Dealer mir mitgebracht hatte, weil, so seine fachmännische Blickdiagnose, ich auch mal wieder runterkommen müsse, zwischendurch. Wenn ich erwachte, brauchte ich eine Weile, um einen Zusammenhang herzustellen zwischen den durch die Gardinen hindurch sichtbaren Tageszeitindizien und der zuletzt erinnerten Tageszeit, ich unterschied nur mehr zwischen hell und dunkel, Tag und Nacht. Manchmal schlief ich wohl 26 Stunden, manchmal auch nur zwei, es war alles nicht so klar und sollte das auch auf gar keinen Fall werden. Aufstieg und Fall in einem Rutsch. Nur aufschreiben würde ich es halt noch müssen, irgendwann, aber natürlich erstmal bis zum letzten Kapitel durcherleben – ohne retardierenden zweiten Akt (where the slow stuff happens) direkt in die Katastrophe."  .- SIE WOLLEN INS THEATER UND HABEN KEINEN BABYSITTER? Wir bieten am 29.4. während der Nachmittagsvorstellung von "Panikherz" für Kinder ab sechs Jahren Kinderbetreuung durch Fachpersonal an. Die Kinder erwartet ein spannender Nachmittag mit Spielen rund ums Theater. Die Betreuung kostet pro Kind 3,50 Euro, die Anmeldung erfolgt über die Kasse.


Kategorie: Schauspiel

Das neue Stück von Dennis Kelly, ein Monolog von großer Wucht und Wahrhaftigkeit, thematisiert das ?demontierte Familienoberhaupt als Phänomen unserer Zeit und stellt dabei patriarchale gesellschaftliche Strukturen grundsätzlich in Frage. "Girls &.- Boys" ist der Lebensbericht einer Frau von heute, deren Namen wir nicht einmal erfahren. Es ist die Geschichte eines "ganz normalen Lebens", das zur Tragödie wird, eines Lebens, das daran zerbricht, dass der Familienvater und -ernährer dem Erfolg seiner Frau im Beruf, ihrer Selbstständigkeit und der schließlich folgenden Scheidung nicht zu begegnen weiß. Das Ehepaar verliert sich in der Krise, in den tradierten Geschlechterbildern, übersieht dabei die Not des jeweils anderen, die Beziehung zerbricht, die Familie geht daran zu Grunde. Dennis Kelly hat nach einer, wie er selber sagt, "12-jährigen Bilderbuchkarriere in Scheißjobs" im Alter von erst 30 Jahren sein Debüt als Theaterautor vorgelegt. Seither hat er etliche abgründige, oft herbe und politische Stücke geschrieben, die sich stets mit den Kernfragen der menschlichen Existenz, dem modernen Menschen auseinandersetzen. Kelly wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. 2012 mit dem Laurence Olivier Award, der höchsten Auszeichnung im britischen Theater. Die britische Regisseurin Lily Sykes, die sich in ihrer Arbeit der letzten Jahre insbesondere mit großen Frauenfiguren und dem Bild der Frau in unserer Gesellschaft auseinandergesetzt hat, wird "Girls &.- Boys" inszenieren.


Kategorie: Schauspiel

Eines regnerischen Morgens klopft ein alter Mann an die Tür einer deutschen Familie im Schwarzwald. Mit ihm tritt nicht nur die Vergangenheit, sondern auch ein anderer Kontinent ein: Der Besuch des Mannes, der Martha und ihre Geschwister aus Afrika zu kennen behauptet, spult langst Vergessenes, Verdrängtes und Verschwiegenes an die Oberfläche und stellt die Identität jedes Einzelnen radikal in Frage. Der Autor, Regisseur und Schauspieler Dieudonné Niangouna ist für seine bildstarke und wortgewaltige Theatersprache bekannt. 1997 gründeten er und Criss Niangouna in Kongo Brazzaville ihre eigene Theatergruppe, seit 2009 sind seine Arbeiten auch regelmäßig in Europa zu sehen. Für seine erste Arbeit in Berlin hat er für Schauspieler des Berliner Ensembles einen neuen Text geschrieben.  .-


Kategorie: Schauspiel

Die Hauptfigur Peter Holtz in Schulzes gleichnamigem neuen Roman will das Glück für alle. Schon als Kind praktiziert er die Abschaffung des Geldes, erfindet den Punk aus dem Geist des Arbeiterliedes und bekehrt sich zum Christentum. Als CDU-Mitglied (Ost) kämpft er für eine christlich-kommunistische Demokratie. Doch er wundert sich: Der Lauf der Welt widerspricht aller Logik. Seine Selbstlosigkeit belohnt die Marktwirtschaft mit Reichtum. Hat er sich für das Falsche eingesetzt? Oder für das Richtige, aber auf dem falschen Weg? Und vor allem: Wie wird er das Geld mit Anstand wieder los? Peter Holtz nimmt die Verheißungen des Kapitalismus beim Wort. Mit Witz und Poesie lässt Ingo Schulze eine Figur erstehen, wie es sie noch nicht gab, wie wir sie aber heute brauchen: in Zeiten, in denen die Welt sich auf den Kopf stellt. Ingo Schulze wurde 1962 in Dresden geboren und lebt in Berlin. Nach dem Studium der klassischen Philologie in Jena arbeitete er zunächst als Schauspieldramaturg und Zeitungsredakteur. Bereits sein erstes Buch "33 Augenblicke des Glücks", 1995 erschienen, wurde sowohl von der Kritik als auch dem Publikum mit Begeisterung aufgenommen. "Simple Storys" (1998) wurde ein spektakulärer Erfolg und ist Schullektüre. Es folgten das Opus magnum "Neue Leben" (2005), die Erzählungen "Handy" (2007) und "Orangen und Engel" (2010) sowie der Roman "Adam und Evelyn" (2008). Zuletzt erschienen vor allem Essays und Reden, "Was wollen wir?" (2009) und "Unsere schönen neuen Kleider" (2012), sowie das Künstlerbuch "Einübung ins Paradies" (2016). Im Herbst 2017 erschien der Roman "Peter Holtz. Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst", für den Ingo Schulze mit dem Rheingau Literatur Preis ausgezeichnet wurde und der auf der Longlist des Deutschen Buchpreises stand. Ingo Schulzes Werk wurde auch mit internationalen Preisen ausgezeichnet und ist in 30 Sprachen übersetzt.  .-


Kategorie: Lesung

In seinem neuen Buch "Der Abstieg des Westens" nimmt der ehemalige Außenminister Joschka Fischer die jüngsten Brüche in der internationalen Politik in den Fokus und analysiert die dahinterliegenden geopolitischen Verschiebungen, das Ende des "Jahrhunderts des Westens" und die sich bahnbrechende neue Epoche der Weltgeschichte. Gemeinsam mit dem Politikwissenschaftler Herfried Münkler wird er die Erkenntnisse dieses Buches diskutieren. "Der Abstieg des Westens" ist eine schonungslose Analyse über das Ende der Dominanz des Westens und den Beginn einer neuen Weltordnung. Wir alle haben in den letzten Jahren die dramatischen Brüche in der internationalen Politik erlebt, die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten, den Brexit und den Auftstieg nationalistischer, autoritärer und fremdenfeindlicher Parteien und Politiker in Europa. Joschka Fischer untersucht in seiner Studie die dahinterliegenden geopolitischen Verschiebungen, das Ende des »Jahrhunderts des Westens«, den unaufhaltsamen Aufstieg Chinas zur neuen Weltmacht und die dramatischen Erschütterungen, in denen sich die neue Epoche der Weltgeschichte Bahn bricht. Dabei blickt Joschka Fischer auf die gefährlichen Prozesse der Selbstdemontage, die die westliche Welt durchlebt, und die Bedrohungen für den Frieden, die Nationalismus und Isolationismus auch für Europa bedeuten.  .-


Kategorie:

18 Jahre nach seinem Debüt "Soloalbum" schreibt Benjamin von Stuckrad-Barre sie doch, die Autobiographie, mit der keiner gerechnet hat. Ein Greatest-Hits Album, ein Best-Of: kein Soloalbum – sondern der Soundtrack eines selbstzerstörerischen Lebens. Im legendären Hotel Chateau Marmont am Sunset Boulevard schaut Stuckrad-Barre sich selbst beim Schreiben zu – und erzählt von zwanzig Jahren Nachtleben, Drogen, Ruhm und Realitätsverlust, vom Aufstehen und Hinfallen. Keine Recherche, sondern pures Leben. "Das Kokain ließ mich Tage und Nächte manisch herumrotieren, gegen das lästige Herzrasen goss ich Alkohol drauf, schlief irgendwann vollkommen betäubt ein, dabei half das Rohypnol, das der neue, zum Heroin ratende Dealer mir mitgebracht hatte, weil, so seine fachmännische Blickdiagnose, ich auch mal wieder runterkommen müsse, zwischendurch. Wenn ich erwachte, brauchte ich eine Weile, um einen Zusammenhang herzustellen zwischen den durch die Gardinen hindurch sichtbaren Tageszeitindizien und der zuletzt erinnerten Tageszeit, ich unterschied nur mehr zwischen hell und dunkel, Tag und Nacht. Manchmal schlief ich wohl 26 Stunden, manchmal auch nur zwei, es war alles nicht so klar und sollte das auch auf gar keinen Fall werden. Aufstieg und Fall in einem Rutsch. Nur aufschreiben würde ich es halt noch müssen, irgendwann, aber natürlich erstmal bis zum letzten Kapitel durcherleben – ohne retardierenden zweiten Akt (where the slow stuff happens) direkt in die Katastrophe."  .- SIE WOLLEN INS THEATER UND HABEN KEINEN BABYSITTER? Wir bieten am 29.4. während der Nachmittagsvorstellung von "Panikherz" für Kinder ab sechs Jahren Kinderbetreuung durch Fachpersonal an. Die Kinder erwartet ein spannender Nachmittag mit Spielen rund ums Theater. Die Betreuung kostet pro Kind 3,50 Euro, die Anmeldung erfolgt über die Kasse.


Kategorie: Schauspiel

Längst vorbei ist das Leben in vererbtem Wohlstand, als sich Blanche bei ihrer Schwester Stella einquartiert. Diese lebt mit ihrem Mann, dem polnischen Einwanderer und Fabrikarbeiter Stanley auf engstem Raum in einem heruntergekommenen Viertel. Blanches Selbstbild kultureller Überlegenheit, die Attitüden ihrer besseren Herkunft wie auch ihre kapriziöse Verklärtheit, Intimitätssucht und Hilflosigkeit provozieren Stanleys Angriffslust bis zum Äußersten. In einer Welt, die den Traum vom individuell machbaren Erfolg unabhängig aller Umstände nachhaltig schürt, stört Blanche wider Willen als Zeugin eines unaufhaltsamen Verfalls. Dass dieser Traum längst geplatzt ist und man sich schon seit einiger Zeit in einer sozialen Sackgasse befindet, lassen beide nur für den jeweils andern gelten, den sie genau deswegen fürchten, hassen und bekriegen. Nach seiner Eröffnungsinszenierung mit Brechts Kreidekreis inszeniert Michael Thalheimer nun den Sturzflug zweier Menschen aus einer Gesellschaft ohne Haftung.


Kategorie: Schauspiel

Der deutsch-amerikanisch-persische Musiker Malakoff Kowalski begibt sich in seinem neuen Album "My First Piano" auf die Spuren seiner Herkunft und seiner Kindheit. In einem Solokonzert wird er an der Grenze zwischen Klassik und Jazz "My First Piano", Teile seiner letzten zwei Alben sowie Auszüge aus seiner Film- und Bühnenmusik vorstellen, die er u.a. für das Schauspielhaus Köln entwickelt hat. "Ein Meister der Behutsamkeit. 'My First Piano' klingt wie stetig rieselnder Schnee." Die Zeit Malakoff Kowalski wurde als Sohn persischer Eltern in Boston geboren, ist in Hamburg aufgewachsen und lebt heute in Berlin. 2009 kam sein erstes Solo-Album "Neue Deutsche Reiselieder" heraus. Über das 2012 erschienene Album "Kill Your Babies—Filmscore For An Unknown Picture" schrieb die Süddeutsche Zeitung: "Ein Album voller melancholischer Songskizzen. Als hätte er die Stücke aus einer verkratzten Kopie eines Nouvelle-Vague-Films herausgeschnitten." 2015 wurde die Platte "I Love You" veröffentlicht – eine Mischung aus Jazz, Songwriter- und Filmmusik. Neben den zahlreichen Instrumenten, die auf seinen Aufnahmen zu hören sind, spielte vor allem das Klavier schon immer eine tragende Rolle für Kowalski. So auch auf seinem neuen Album "My First Piano", das am 6.4.2018 auf dem Label MPS erscheinen wird. Zehn Klavierstücke, zu denen der Kritiker Max Dax in den Liner-Notes schreibt: "Eingeebnete, fast schon beiläufig eingespielte Miniaturen, kleine Hybride aus Fingerübung, Zeitvertreib, Aphorismus und Lakonie. Ein kühner, wohltemperierter Klavierspieler an der Grenze zwischen Klassik und Jazz." Das Baby-Foto am Klavier, das auf dem Plattencover zu sehen ist, war eine zufällige Entdeckung in einem alten Familienalbum. Kowalski machte sich auf die Suche nach dem verschollenen Klavier aus seiner Kindheit und holte es nach dreißig Jahren zu sich zurück nach Berlin. "In meinen frühesten Kindheitserinnerungen liege ich eingerollt unter dem Klavierhocker und höre meiner Mutter dabei zu, wie sie mir Bach, Brahms, Schubert und Skrjabin vorspielt. Es gibt nicht viele Orte oder Dinge, die sich für mich anfühlen wie zuhause. Unsere Familie ist über die ganze Welt verstreut – ich kenne es nicht anders. Aber mein altes Baby-Klavier wieder bei mir zu haben, mit den elfenbeinweißen abgerundeten Tasten, den verzierten Schalllöchern und dem ungepolsterten Hocker, genau wie früher – das alles fühlt sich ein wenig an wie zuhause." Malakoff Kowalski wirkt auch als Film- und Theaterkomponist. Seit Jahren arbeitet er eng mit dem Filmregisseur Klaus Lemke und der Dramatikerin Angela Richter zusammen. Seine Bühnenmusiken für "Parzival" und "Faust" führten ihn zuletzt ans Kölner Schauspielhaus und ans Staatstheater Stuttgart. Im Kino ist Kowalskis Klaviermusik derzeit in dem Film "Euphoria" von Lisa Langseth zu hören: ein Drama mit Alicia Vikander, Eva Green und Charlotte Rampling in den Hauptrollen.


Kategorie:

Sie wollen einmal hinter die Kulissen des Berliner Ensembles schauen? Wir bieten regelmäßig öffentliche Führungen mit Werner Riemann an, der seit über 60 Jahren am Haus ist und von Bertolt Brecht und Helene Weigel persönlich eingestellt wurde. Die Führungen kosten 5 Euro pro Person, ermäßigt 3 Euro und können nur direkt über die Theaterkasse gebucht werden. THEATERKASSE IM BERLINER ENSEMBLE Bertolt-Brecht-Platz 1, 10117 Berlin Montag bis Samstag 10.00 bis 18.30 Uhr Telefon 030/284-08-155 Fax 030/284-08-115 E-Mail theaterkasse@berliner-ensemble.de  .-


Kategorie: Führung

Längst vorbei ist das Leben in vererbtem Wohlstand, als sich Blanche bei ihrer Schwester Stella einquartiert. Diese lebt mit ihrem Mann, dem polnischen Einwanderer und Fabrikarbeiter Stanley auf engstem Raum in einem heruntergekommenen Viertel. Blanches Selbstbild kultureller Überlegenheit, die Attitüden ihrer besseren Herkunft wie auch ihre kapriziöse Verklärtheit, Intimitätssucht und Hilflosigkeit provozieren Stanleys Angriffslust bis zum Äußersten. In einer Welt, die den Traum vom individuell machbaren Erfolg unabhängig aller Umstände nachhaltig schürt, stört Blanche wider Willen als Zeugin eines unaufhaltsamen Verfalls. Dass dieser Traum längst geplatzt ist und man sich schon seit einiger Zeit in einer sozialen Sackgasse befindet, lassen beide nur für den jeweils andern gelten, den sie genau deswegen fürchten, hassen und bekriegen. Nach seiner Eröffnungsinszenierung mit Brechts Kreidekreis inszeniert Michael Thalheimer nun den Sturzflug zweier Menschen aus einer Gesellschaft ohne Haftung.


Kategorie: Schauspiel

Europa ist verschwunden. Der schreibende Privatdetektiv Max Messer wird beauftragt, sie ausfindig zu machen. Er besitzt nicht die geringste Ahnung, wo er Europa, die sich in den Kreisen eines undurchsichtigen Syndikats bewegt, suchen soll. Er nimmt Verbindung zu seinem Kontaktmann in der Unterwelt auf. Der äußerst erfolgreiche Börsenspekulant Teiresias gibt ihm einen entscheidenden Tipp. Nach einer durchzechten Nacht – oder war es doch ein Drogentrip? – findet er sich im Kongo wieder. Aber zu welcher Zeit? Und wer ist hier überhaupt wer? Und was hat es mit dem Schwarzen Schädel auf sich? Und wie produziert man eigentlich Zukunft? Heiner Müller (1929-1995), der sprachmächtigste deutsche Dramatiker in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts leitete bis zu seinem Tod das Berliner Ensemble. Der in der DDR äußerst umstrittene Autor verfasste unter dem Pseudonym Max Messer in den 1960er Jahren ein düsteres Kriminalhörspiel. Der Regisseur und Autor Alexander Eisenach nimmt mit seinem Crime Noir Max Messers bzw. Müllers Spur auf, um sich zentralen Fragen unserer Gegenwart zu stellen: Kann Europa, das noch vor wenigen Jahren ein Versprechen schien, neues Leben eingehaucht werden? Oder wird unser auch kulturell ungemein vielfältiger Kontinent unter der Vorherrschaft des ökonomischen Paradigmas weiter an Attraktivität einbüßen?


Kategorie: Schauspiel

Die Handlung im Kreidekreis ist modellhaft klar und dialektisch schön: Bei einer Revolution lässt die fliehende Gouverneursfrau ihr Baby zurück. Ihre Magd Grusche findet das Kind und überlegt eine Nacht lang, ob sie als alleinstehende Frau im Krieg ein kleines Kind retten kann. Sie entscheidet sich für das Kind. Auf der Flucht gerät sie in immer größer werdende Schwierigkeiten an deren Ende sie vor ein Gericht gestellt wird, da die Gouverneursfrau ihr Kind zurückhaben will. Die Zeiten haben sich wieder geändert, jetzt ist das Kind der Erbe eines großen Vermögens. Doch kurz bevor die alte Herrschaft die Zügel wieder fest im Griff hat, gibt es eine kurze Zeit der Anarchie, in der der Richter Azdak herrscht. Seine Richtersprüche sind gefürchtet bei den Reichen und ein Segen für die Armen. So erfindet er für den Fall, dass die biologische aber herzlose Mutter ihr Kind zurückfordert, den salomonischen Kreidekreis neu. Die Frage, die hier verhandelt wird, ist von ebenso großer Schlichtheit wie politischer Eindringlichkeit: Wem gehört die Welt? So ist es kein Zufall, dass Bertolt Brecht, als das Berliner Ensemble 1954 endlich das Theater am Schiffbauerdamm bespielen darf, als erstes den Kaukasischen Kreidekreis inszeniert. Michael Thalheimer wird als Hausregisseur regelmäßig am Berliner Ensemble arbeiten. Seine bisherigen Inszenierungen sind in dem neuen Buch von Hans-Dieter Schütt "Michael Thalheimer" in zahlreichen Gesprächen, Texten und Fotos dokumentiert.  .- We regularly present performances of "The Caucasian Chalk Circle" with English surtitles. You can find the dates here. Our box office staff will be happy to tell you from which seats you will have a good sight-line to the surtitles. For the best view of both stage and surtitles, we recommend seats in the stalls (Parkett) from row 11, or in the balconies (1. Rang, 2. Rang). Seats in the side boxes have a partially obstructed view.


Kategorie: Schauspiel

Was ist Wahrheit? Was ist Wirklichkeit? Wie wurden wir, wer wir sind? Ferdinand von Schirach beschreibt in seinem neuen Buch "Strafe" zwölf menschliche Schicksale, die aufzeigen, wie voreilig unsere Begriffe von "gut" und "böse" oft sind. Ferdinand von Schirach verurteilt nie. In ruhiger, distanzierter Gelassenheit und zugleich voller Empathie erzählt er von Einsamkeit und Fremdheit, von dem Streben nach Glück und dem Scheitern. Seine Geschichten sind Erzählungen über uns selbst. Der Pianist Malakoff Kowalski spielt Auszüge aus seinem neuen Album "My First Piano". Der Spiegel nannte Ferdinand von Schirach einen "großartigen Erzähler", die New York Times einen "außergewöhnlichen Stilisten", der Independent verglich ihn mit Kafka und Kleist, der Daily Telegraph schrieb, er sei "eine der markantesten Stimmen der europäischen Literatur". Die Erzählungsbände "Verbrechen" und "Schuld" und die Romane "Der Fall Collini" und "Tabu" wurden zu millionenfach verkauften internationalen Bestsellern. Sie erschienen in mehr als vierzig Ländern. Sein Theaterstück "Terror" zählt zu den weltweit erfolgreichsten Dramen unserer Zeit. Ferdinand von Schirach wurde vielfach mit Literaturpreisen ausgezeichnet. Er lebt in Berlin. Zuletzt erschien von ihm im Herbst 2017 unter dem Titel "Die Herzlichkeit der Vernunft" ein Band mit Gesprächen mit Alexander Kluge. "Immer wieder bin ich verwundert von Ferdinand von Schirachs Gabe, auf knappstem Raum das Widersprüchliche zu fassen, mit ein paar Worten den großen emotionalen Raum zu entwerfen. Immer wieder bin ich bis zu Tränen bewegt von dieser Kombination von unsentimentaler Genauigkeit und wunderbarer, menschenfreundlichster Empathie, die seine Texte so unvergleichlich machen." Michael Haneke  .-


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Rainald Goetz beschreibt unsere moderne Gesellschaft, wie kein anderer deutscher Dramatiker. Der studierte Arzt und Historiker hatte sich einst mit einer Performance in die Köpfe einer ganzen Generation gebrannt: 1983 ritzte er sich beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb mit einer Rasierklinge in die Stirn, um sein literarisches Manifest "Subito" mit einem ihm eigenen "Wumms" zu gestalten. Er schreibt in den verschiedensten Medien und Formaten und scheint selbst durch seine Mehrfachbegabungen kaum fassbar. Rainald Goetz: Ein Tausendsassa! Dieser trifft nun auf die andere Mehrfachbegabung: Robert Borgmann, der 1980 in Erfurt geboren wurde und Philosophie und Germanistik in Köln sowie Bildende Kunst in London studierte, bevor er ein Regiestudium in Berlin absolvierte und zahlreiche Inszenierungen unter anderem am dortigen Deutschen Theater, in Zürich, Leipzig und in Wien zeigte. Robert Borgmann wird Rainald Goetz’ Text "Krieg" – der aus den drei Teilen "Heiliger Krieg", "Schlachten" und "Kolik" besteht – inszenieren und die Bühne dafür entwerfen. "Krieg" umfasst also drei Theaterstücke, die bei Goetz so beschrieben werden: "Krieg als Festungskrieg in Aktion ist Heiliger Krieg: Welt, Revolution, Bier. Der Kampf geht weiter. Krieg in der Nacht ist Schlachten: Familie, Kunst, Haß. Der Kampf hält an. Krieg zum Schluss heißt schließlich und endlich hier Traktat Gegen Den Widerstand Des Materials Ergibt Weder Material Noch Widerstand Sondern Summa Summarum Traktat Genannt von Herzen Kolik: Ich, Wort, Tod."


Kategorie: Schauspiel

Wenn Sie jemandem Ihr Leben erzählen wollten, welche Momente würden Sie aussuchen? Und in welcher Reihenfolge würden Sie sie erzählen? In elf Szenen, die raffiniert in der Zeit vor und zurückspringen, entfaltet der amerikanische Gegenwartsdramatiker und Pulitzerpreisträger Tracy Letts das in seiner Schlichtheit zutiefst bewegte sowie besondere Leben einer Frau von ihrer Kindheit bis zum Alter von 69 Jahren. Verschiedene Schauspielerinnen verkörpern die Hauptfigur in unterschiedlichen Schlüsselsituationen, zeichnen von Hoffnung getragene Momente, schonungslose Schicksalsschläge, Augenblicke der Erfüllung und des Zweifels. Sie entwerfen ein reichhaltiges Leben, das sich lückenhaft wie das Fotoalbum einer liebgewonnenen Bekannten vor den Betrachtenden aufblättert. Manches erscheint vertraut, anderes fremd, vieles zufällig, einiges schicksalshaft. Was wissen wir über nahestehende Menschen wirklich? Wann gilt ein Leben als gelungen? Nach seinem Welterfolg von "Eine Familie" (im Original "August: Osage County") hat Tracy Letts einen zarten Text über ein vollkommenes Leben mit all seinen Brüchen und Unerfülltheiten geschrieben, den David Bösch, einer der feinfühligen Geschichtenerzähler unter den Regisseuren, in Szene setzen wird: eine Hommage an das Leben selbst, das bei aller Durchschnittlichkeit immer einzigartig und spektakulär bleibt.


Kategorie: Schauspiel

Der Autor und Schauspieler Klaus Pohl, in Peter Zadeks zweiter "Hamlet"-Inszenierung als Horatio besetzt, hat ein Buch mitten aus dem Zadek'schen Proben-Wahnsinn geschrieben und erzählt spannend, komisch, erschütternd und zum Totlachen von Schauspielerinnen und Schauspielern, die in Liebe und Hass ihren Rollen verfallen und von einem überragenden Regisseur, der sich zwischen den Strippen verheddert, an welchen er seine Akteure agieren lässt. "Wer Hamlet spielen will" sagte der Regisseur Peter Zadek, "ist schon mal falsch besetzt", - und er besetzte Angela Winkler mit der Rolle. Das war im Jahr 1999. Und Angela Winkler wollte - ganz im Sinne des Regisseurs - den Hamlet nicht spielen. Zwei Mal floh sie vor Zadek und vor der riesigen Rolle. Gleichzeitig hatte Zadek den genialen Ulrich Wildgruber als Polonius besetzt - auchgerechnet Ulrich Wildgruber, der in den siebziger Jahren Peter Zadeks gefeierter Bochumer Hamlet mit der Sonnenblume gewesen ist. "...ich war bewegt, bestürzt, begeistert und am Ende schmerzhaft gerührt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es einen anderen Bericht über eine Theaterarbeit gibt, der mit solcher Leidenschaft wirklich aus der Mitte der Ereignisse heraus erzählt." Urs Jenny, Dramaturg und Kritiker


Kategorie:

Die ganze Welt kennt das Berliner Ensemble. Das Haus hat jedoch eine belebte Geschichte und wurde schon mit vielen verschiedensten Namen versehen. Doch wer war eigentlich dieser Schmitz? Clemens Sienknecht und Barbara Bürk haben sich in die Geschichten um das traditionsreiche Haus versenkt und werden mit "Ballroom Schmitz" einen Radio-Sender gründen: "Ballroom Schmitz" wird die beste Frequenz der Stadt sein, nur die Knüller, keine Füller spielen und hörsinnig gut, dein volles Ohr bewurmen! Das Ganze findet natürlich live und in Farbe statt und zwar auf der Großen Bühne des Berliner Ensembles unter Anleitung des erprobten Duos der musikalischen Groteske: Clemens Sienknecht ist nach Versuchen, mit Bands reich und berühmt zu werden, im Theater gelandet. Seit 1993 kennt man Sienknecht durch seine kontinuierliche Zusammenarbeit mit Christoph Marthaler und durch seine eigenen, hochmusikalischen Theaterabende an verschiedenen großen deutschsprachigen Bühnen. Barbara Bürks Versuche, als Schauspielerin zu Ruhm zu gelangen, führten sie zu dem Entschluss, Regisseurin zu werden. In hauptamtlicher Tätigkeit inszenierte sie am Schauspielhaus Hamburg und an anderen, noch viel größeren deutschsprachigen Bühnen. Barbara Bürk und Clemens Sienknecht wurden 2016 mit ihrer gemeinsamen, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg herausgebrachten Inszenierung "Effi Briest – allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie" zum Berliner Theatertreffen eingeladen.


Kategorie: Spezial

Marcel Carnés Opus Magnum ist einer der poetischsten Filme aller Zeiten. Die "Kinder des Paradieses" sind jedoch gebrannte Kinder, sie entstehen mitten im Zweiten Weltkrieg. Regelmäßig erscheinen Gestapo-Spione bei den Dreharbeiten, um Mitglieder der Résistance oder Juden aufzuspu?ren und zu verhaften. Ein Teil des Teams schwebt daher permanent in Lebensgefahr. Als erster Film des endlich wiedergewonnenen Friedens feiern die "Kinder des Paradieses" im März 1945 Premiere im befreiten Paris – bejubelt als Monument der ungebrochenen geistigen Überlegenheit der Franzosen über den Nazi-Furor. Doch Hauptdarstellerin Arletty sitzt hinter Gittern, wegen einer Liebesaffäre mit einem deutschen Offizier. Drehbuchautor Jacques Prévert hatte Arletty die Rolle der nach persönlicher Unabhängigkeit und umfassender Freiheit strebenden Garance auf den Leib geschrieben. Garance liebt den Pantomimen Baptiste Deburau, hat eine Beziehung zu dem Dichter und Mörder Lacenaire, eine Affäre mit dem Schauspieler Frédérick Lemaître und muss schließlich Schutz bei dem begüterten Grafen de Montray suchen. Regisseurin Ola Mafaalani konfrontiert die "Kinder des Paradieses" mit ihrer Entstehungsgeschichte. Ihre Inszenierung und die Musik von Eef van Breen enthüllen diesen kollektiven Traum voller Poesie, Magie und Schönheit als letzten Rückzugsort – und als Herz des Widerstandes in einem totalitären Regime.  .- We regularly present performances of "Children of Paradise" with English surtitles. You can find the dates here. Our box office staff will be happy to tell you from which seats you will have a good sight-line to the surtitles. For the best view of both stage and surtitles, we recommend seats in the stalls (Parkett) from row 11, or in the balconies (1. Rang, 2. Rang). Seats in the side boxes have a partially obstructed view.


Kategorie: Schauspiel

Die Handlung im Kreidekreis ist modellhaft klar und dialektisch schön: Bei einer Revolution lässt die fliehende Gouverneursfrau ihr Baby zurück. Ihre Magd Grusche findet das Kind und überlegt eine Nacht lang, ob sie als alleinstehende Frau im Krieg ein kleines Kind retten kann. Sie entscheidet sich für das Kind. Auf der Flucht gerät sie in immer größer werdende Schwierigkeiten an deren Ende sie vor ein Gericht gestellt wird, da die Gouverneursfrau ihr Kind zurückhaben will. Die Zeiten haben sich wieder geändert, jetzt ist das Kind der Erbe eines großen Vermögens. Doch kurz bevor die alte Herrschaft die Zügel wieder fest im Griff hat, gibt es eine kurze Zeit der Anarchie, in der der Richter Azdak herrscht. Seine Richtersprüche sind gefürchtet bei den Reichen und ein Segen für die Armen. So erfindet er für den Fall, dass die biologische aber herzlose Mutter ihr Kind zurückfordert, den salomonischen Kreidekreis neu. Die Frage, die hier verhandelt wird, ist von ebenso großer Schlichtheit wie politischer Eindringlichkeit: Wem gehört die Welt? So ist es kein Zufall, dass Bertolt Brecht, als das Berliner Ensemble 1954 endlich das Theater am Schiffbauerdamm bespielen darf, als erstes den Kaukasischen Kreidekreis inszeniert. Michael Thalheimer wird als Hausregisseur regelmäßig am Berliner Ensemble arbeiten. Seine bisherigen Inszenierungen sind in dem neuen Buch von Hans-Dieter Schütt "Michael Thalheimer" in zahlreichen Gesprächen, Texten und Fotos dokumentiert.  .- We regularly present performances of "The Caucasian Chalk Circle" with English surtitles. You can find the dates here. Our box office staff will be happy to tell you from which seats you will have a good sight-line to the surtitles. For the best view of both stage and surtitles, we recommend seats in the stalls (Parkett) from row 11, or in the balconies (1. Rang, 2. Rang). Seats in the side boxes have a partially obstructed view.


Kategorie: Schauspiel

18 Jahre nach seinem Debüt "Soloalbum" schreibt Benjamin von Stuckrad-Barre sie doch, die Autobiographie, mit der keiner gerechnet hat. Ein Greatest-Hits Album, ein Best-Of: kein Soloalbum – sondern der Soundtrack eines selbstzerstörerischen Lebens. Im legendären Hotel Chateau Marmont am Sunset Boulevard schaut Stuckrad-Barre sich selbst beim Schreiben zu – und erzählt von zwanzig Jahren Nachtleben, Drogen, Ruhm und Realitätsverlust, vom Aufstehen und Hinfallen. Keine Recherche, sondern pures Leben. "Das Kokain ließ mich Tage und Nächte manisch herumrotieren, gegen das lästige Herzrasen goss ich Alkohol drauf, schlief irgendwann vollkommen betäubt ein, dabei half das Rohypnol, das der neue, zum Heroin ratende Dealer mir mitgebracht hatte, weil, so seine fachmännische Blickdiagnose, ich auch mal wieder runterkommen müsse, zwischendurch. Wenn ich erwachte, brauchte ich eine Weile, um einen Zusammenhang herzustellen zwischen den durch die Gardinen hindurch sichtbaren Tageszeitindizien und der zuletzt erinnerten Tageszeit, ich unterschied nur mehr zwischen hell und dunkel, Tag und Nacht. Manchmal schlief ich wohl 26 Stunden, manchmal auch nur zwei, es war alles nicht so klar und sollte das auch auf gar keinen Fall werden. Aufstieg und Fall in einem Rutsch. Nur aufschreiben würde ich es halt noch müssen, irgendwann, aber natürlich erstmal bis zum letzten Kapitel durcherleben – ohne retardierenden zweiten Akt (where the slow stuff happens) direkt in die Katastrophe."  .- SIE WOLLEN INS THEATER UND HABEN KEINEN BABYSITTER? Wir bieten am 29.4. während der Nachmittagsvorstellung von "Panikherz" für Kinder ab sechs Jahren Kinderbetreuung durch Fachpersonal an. Die Kinder erwartet ein spannender Nachmittag mit Spielen rund ums Theater. Die Betreuung kostet pro Kind 3,50 Euro, die Anmeldung erfolgt über die Kasse.


Kategorie: Schauspiel

Die ganze Welt kennt das Berliner Ensemble. Das Haus hat jedoch eine belebte Geschichte und wurde schon mit vielen verschiedensten Namen versehen. Doch wer war eigentlich dieser Schmitz? Clemens Sienknecht und Barbara Bürk haben sich in die Geschichten um das traditionsreiche Haus versenkt und werden mit "Ballroom Schmitz" einen Radio-Sender gründen: "Ballroom Schmitz" wird die beste Frequenz der Stadt sein, nur die Knüller, keine Füller spielen und hörsinnig gut, dein volles Ohr bewurmen! Das Ganze findet natürlich live und in Farbe statt und zwar auf der Großen Bühne des Berliner Ensembles unter Anleitung des erprobten Duos der musikalischen Groteske: Clemens Sienknecht ist nach Versuchen, mit Bands reich und berühmt zu werden, im Theater gelandet. Seit 1993 kennt man Sienknecht durch seine kontinuierliche Zusammenarbeit mit Christoph Marthaler und durch seine eigenen, hochmusikalischen Theaterabende an verschiedenen großen deutschsprachigen Bühnen. Barbara Bürks Versuche, als Schauspielerin zu Ruhm zu gelangen, führten sie zu dem Entschluss, Regisseurin zu werden. In hauptamtlicher Tätigkeit inszenierte sie am Schauspielhaus Hamburg und an anderen, noch viel größeren deutschsprachigen Bühnen. Barbara Bürk und Clemens Sienknecht wurden 2016 mit ihrer gemeinsamen, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg herausgebrachten Inszenierung "Effi Briest – allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie" zum Berliner Theatertreffen eingeladen.


Kategorie: Spezial

Serge hat sich für eine beachtliche Summe ein Gemälde gekauft: weiße Streifen auf weißem Untergrund. An diesem Bild entzündet sich der Streit zwischen drei Freunden, in dessen Verlauf sich ihr Leben und ihre Beziehungen grundlegend ändern. Serge begeistert sich für das Gemälde, Marc bekämpft es auf das Heftigste und Yvan bezieht, da er es sich mit keinem der anderen verderben will, keine Stellung. Das Kunstwerk dient als Katalysator, mit dessen Hilfe Yasmina Reza auf psychologisch fein gezeichnete Weise die drei Männer, ihre Gefühle, ihre Befindlichkeit, ihre Freundschaft, ja ihr gesamtes bisheriges Dasein auf den Prüfstand stellt – eine wortgewandte Komödie über die Halbwertszeit von Freundschaften für ein furioses Schauspieler-Trio. "Lachen schützt, entschärft, erleichtert, rettet. Sinn für Humor zu haben, in der erhabenen Bedeutung des Wortes, also nicht nur über Witze zu lachen, sondern über sich selbst lachen zu können, ohne Tabu, und jederzeit von Lachen geschüttelt zu werden – das ist eine beneidenswerte Gabe. Wer sie hat, ist vom Schicksal oder von den Göttern gesegnet. Das Lachen stellt das Vertrauen in uns selbst wieder her, es erhebt uns über die Situation. Das Drama von 'Kunst' ist ja nicht, dass sich Serge das weiße Bild kauft, sondern dass man mit ihm nicht mehr lachen kann. Wenn Sie mit einem Freund lachen können, dann können Sie alle möglichen Differenzen mit ihm haben. Sie können sogar schwarzweiß denken, bis zu einem gewissen Grad, wenn Sie über diese Differenzen lachen können, denn eine Freundschaft ist jenseits von Meinungen begründet. Wenn man nicht mehr lachen kann, gewinnt die Meinung die Oberhand, und es gibt nichts mehr jenseits von ihr." Yasmina Reza


Kategorie: Schauspiel

Rainald Goetz beschreibt unsere moderne Gesellschaft, wie kein anderer deutscher Dramatiker. Der studierte Arzt und Historiker hatte sich einst mit einer Performance in die Köpfe einer ganzen Generation gebrannt: 1983 ritzte er sich beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb mit einer Rasierklinge in die Stirn, um sein literarisches Manifest "Subito" mit einem ihm eigenen "Wumms" zu gestalten. Er schreibt in den verschiedensten Medien und Formaten und scheint selbst durch seine Mehrfachbegabungen kaum fassbar. Rainald Goetz: Ein Tausendsassa! Dieser trifft nun auf die andere Mehrfachbegabung: Robert Borgmann, der 1980 in Erfurt geboren wurde und Philosophie und Germanistik in Köln sowie Bildende Kunst in London studierte, bevor er ein Regiestudium in Berlin absolvierte und zahlreiche Inszenierungen unter anderem am dortigen Deutschen Theater, in Zürich, Leipzig und in Wien zeigte. Robert Borgmann wird Rainald Goetz’ Text "Krieg" – der aus den drei Teilen "Heiliger Krieg", "Schlachten" und "Kolik" besteht – inszenieren und die Bühne dafür entwerfen. "Krieg" umfasst also drei Theaterstücke, die bei Goetz so beschrieben werden: "Krieg als Festungskrieg in Aktion ist Heiliger Krieg: Welt, Revolution, Bier. Der Kampf geht weiter. Krieg in der Nacht ist Schlachten: Familie, Kunst, Haß. Der Kampf hält an. Krieg zum Schluss heißt schließlich und endlich hier Traktat Gegen Den Widerstand Des Materials Ergibt Weder Material Noch Widerstand Sondern Summa Summarum Traktat Genannt von Herzen Kolik: Ich, Wort, Tod."


Kategorie: Schauspiel

Are you interested in taking a look behind the scenes of the Berliner Ensemble? A chance to see what happens backstage, in the make-up room, the costume, .- props department .- and below stage, to bring the performances you see to life. We offer guided tours in English that take you behind the scenes and provide insight into the many different departments of the theater. They take approximately one hour, are €5 (reduced price €3) and can be purchased directly at our theatre box office.


Kategorie: Führung

Längst vorbei ist das Leben in vererbtem Wohlstand, als sich Blanche bei ihrer Schwester Stella einquartiert. Diese lebt mit ihrem Mann, dem polnischen Einwanderer und Fabrikarbeiter Stanley auf engstem Raum in einem heruntergekommenen Viertel. Blanches Selbstbild kultureller Überlegenheit, die Attitüden ihrer besseren Herkunft wie auch ihre kapriziöse Verklärtheit, Intimitätssucht und Hilflosigkeit provozieren Stanleys Angriffslust bis zum Äußersten. In einer Welt, die den Traum vom individuell machbaren Erfolg unabhängig aller Umstände nachhaltig schürt, stört Blanche wider Willen als Zeugin eines unaufhaltsamen Verfalls. Dass dieser Traum längst geplatzt ist und man sich schon seit einiger Zeit in einer sozialen Sackgasse befindet, lassen beide nur für den jeweils andern gelten, den sie genau deswegen fürchten, hassen und bekriegen. Nach seiner Eröffnungsinszenierung mit Brechts Kreidekreis inszeniert Michael Thalheimer nun den Sturzflug zweier Menschen aus einer Gesellschaft ohne Haftung.


Kategorie: Schauspiel

Sie wollen einmal hinter die Kulissen des Berliner Ensembles schauen? Wir bieten regelmäßig öffentliche Führungen mit Werner Riemann an, der seit über 60 Jahren am Haus ist und von Bertolt Brecht und Helene Weigel persönlich eingestellt wurde. Die Führungen kosten 5 Euro pro Person, ermäßigt 3 Euro und können nur direkt über die Theaterkasse gebucht werden. THEATERKASSE IM BERLINER ENSEMBLE Bertolt-Brecht-Platz 1, 10117 Berlin Montag bis Samstag 10.00 bis 18.30 Uhr Telefon 030/284-08-155 Fax 030/284-08-115 E-Mail theaterkasse@berliner-ensemble.de  .-


Kategorie: Führung

Längst vorbei ist das Leben in vererbtem Wohlstand, als sich Blanche bei ihrer Schwester Stella einquartiert. Diese lebt mit ihrem Mann, dem polnischen Einwanderer und Fabrikarbeiter Stanley auf engstem Raum in einem heruntergekommenen Viertel. Blanches Selbstbild kultureller Überlegenheit, die Attitüden ihrer besseren Herkunft wie auch ihre kapriziöse Verklärtheit, Intimitätssucht und Hilflosigkeit provozieren Stanleys Angriffslust bis zum Äußersten. In einer Welt, die den Traum vom individuell machbaren Erfolg unabhängig aller Umstände nachhaltig schürt, stört Blanche wider Willen als Zeugin eines unaufhaltsamen Verfalls. Dass dieser Traum längst geplatzt ist und man sich schon seit einiger Zeit in einer sozialen Sackgasse befindet, lassen beide nur für den jeweils andern gelten, den sie genau deswegen fürchten, hassen und bekriegen. Nach seiner Eröffnungsinszenierung mit Brechts Kreidekreis inszeniert Michael Thalheimer nun den Sturzflug zweier Menschen aus einer Gesellschaft ohne Haftung.


Kategorie: Schauspiel

Noch kaum geboren, erkennt Oskar Matzerath die Welt als universales Desaster – und lehnt sie ab. Einzig die von seiner Mutter versprochene Blechtrommel eröffnet ihm eine akzeptable Überlebensperspektive: die Existenzform als Trommler, ein groteskes Künstlerdasein mit ambivalenten Motivationen und Wirkungen. So beschließt Oskar an seinem dritten Geburtstag, nicht mehr zu wachsen, sondern zu beobachten und zu trommeln. Aus der Froschperspektive schildert er das Aufziehen des faschistischen Denkens und Handelns, berichtet von Ehebruch und Pogromnacht, verknüpft Privatgeschichte mit Zeitgeschichte. Er ist Zeuge, zugleich Außenseiter wie Beteiligter einer Welt, in welcher ein Zivilisationsbruch wie der Holocaust möglich ist. Nicht schuldig, aber verantwortlich für das Grauen, das in deutschem Namen begangen wurde, hat Günter Grass sich zeitlebens gefühlt. "Die Blechtrommel" ist auch ein Versuch, die Mechanismen der eigenen Verführung durchsichtig zu machen. Trotz aller Kontroversen um den Roman und Nobelpreisträger Günter Grass, gilt der Text bis heute als Meilenstein der deutschen Nachkriegsliteratur. Regisseur Oliver Reese erzählt die Geschichte des ewigen Trommlers in einer ganz auf die Perspektive der Hauptfigur zugeschnitten Fassung. Eine Produktion von Schauspiel Frankfurt.


Kategorie: Schauspiel

"Wir vernichten, was wir lieben", so brachte die Schriftstellerin Christa Wolf das Thema von Kleists "Penthesilea" auf den Punkt. Es ist eine kriegerische, auf Gewalt beruhende Welt, in der die Amazonenkönigin und der griechische Heerführer Achill wie zwei Gestirne aufeinanderprallen und an ihrer fatal entgrenzten Liebe zueinander schier verglühen. Auf dem Schlachtfeld müssen die Amazonen ihre Männer finden und besiegen, so will es das Gesetz. Kriegsheld Achill hat noch nie ein Gefecht verloren. Er fordert Penthesilea zum Zweikampf, in den er jedoch unbewaffnet zieht, um sich ihr als Unterlegener preiszugeben. Dies Liebesgeständnis verkennend tötet ihn die Amazone blind vor Leidenschaft in mörderischer Ekstase. Michael Thalheimer inszeniert Kleists sprachliches Meisterwerk in einer auf drei Personen konzentrierten Fassung. Eine Produktion von Schauspiel Frankfurt.


Kategorie: Schauspiel

"Wir vernichten, was wir lieben", so brachte die Schriftstellerin Christa Wolf das Thema von Kleists "Penthesilea" auf den Punkt. Es ist eine kriegerische, auf Gewalt beruhende Welt, in der die Amazonenkönigin und der griechische Heerführer Achill wie zwei Gestirne aufeinanderprallen und an ihrer fatal entgrenzten Liebe zueinander schier verglühen. Auf dem Schlachtfeld müssen die Amazonen ihre Männer finden und besiegen, so will es das Gesetz. Kriegsheld Achill hat noch nie ein Gefecht verloren. Er fordert Penthesilea zum Zweikampf, in den er jedoch unbewaffnet zieht, um sich ihr als Unterlegener preiszugeben. Dies Liebesgeständnis verkennend tötet ihn die Amazone blind vor Leidenschaft in mörderischer Ekstase. Michael Thalheimer inszeniert Kleists sprachliches Meisterwerk in einer auf drei Personen konzentrierten Fassung. Eine Produktion von Schauspiel Frankfurt.


Kategorie: Schauspiel

Die ganze Welt kennt das Berliner Ensemble. Das Haus hat jedoch eine belebte Geschichte und wurde schon mit vielen verschiedensten Namen versehen. Doch wer war eigentlich dieser Schmitz? Clemens Sienknecht und Barbara Bürk haben sich in die Geschichten um das traditionsreiche Haus versenkt und werden mit "Ballroom Schmitz" einen Radio-Sender gründen: "Ballroom Schmitz" wird die beste Frequenz der Stadt sein, nur die Knüller, keine Füller spielen und hörsinnig gut, dein volles Ohr bewurmen! Das Ganze findet natürlich live und in Farbe statt und zwar auf der Großen Bühne des Berliner Ensembles unter Anleitung des erprobten Duos der musikalischen Groteske: Clemens Sienknecht ist nach Versuchen, mit Bands reich und berühmt zu werden, im Theater gelandet. Seit 1993 kennt man Sienknecht durch seine kontinuierliche Zusammenarbeit mit Christoph Marthaler und durch seine eigenen, hochmusikalischen Theaterabende an verschiedenen großen deutschsprachigen Bühnen. Barbara Bürks Versuche, als Schauspielerin zu Ruhm zu gelangen, führten sie zu dem Entschluss, Regisseurin zu werden. In hauptamtlicher Tätigkeit inszenierte sie am Schauspielhaus Hamburg und an anderen, noch viel größeren deutschsprachigen Bühnen. Barbara Bürk und Clemens Sienknecht wurden 2016 mit ihrer gemeinsamen, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg herausgebrachten Inszenierung "Effi Briest – allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie" zum Berliner Theatertreffen eingeladen.


Kategorie: Spezial


Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:10.04.18
© Fotos der Vorstellungen: Endstation Sehnsucht(/) Phantom(/) Einblicke: Praxis Workshop zu "Phantom"(/) Phantom(/) Phantom(/) Die Blechtrommel(Birgit Hupfeld/Birgit Hupfeld) "Kunst"(Birgit Hupfeld/Birgit Hupfeld) Girls & Boys(Matthias Horn/Matthias Horn) Panikherz(Julian Röder/Julian Röder) Girls & Boys(Matthias Horn/Matthias Horn) Phantom(/) Ingo Schulze liest "Peter Holtz"(/) Der Abstieg des Westens(/) Panikherz(Julian Röder/Julian Röder) Endstation Sehnsucht(/) My first Piano(/) Theaterführung mit Werner Riemann(Promo/) Endstation Sehnsucht(/) Die Entführung Europas(Julian Röder/Julian Röder) Der kaukasische Kreidekreis(Matthias Horn/Matthias Horn) TEXT UND TON: EIN ABEND MIT FERDINAND VON SCHIRACH UND MALAKOFF KOWALSKI(/) Krieg(Julian Röder/Julian Röder) Eine Frau - Mary Page Marlowe(Julian Röder/Julian Röder) Klaus Pohl liest "Guten Morgen, liebster Prinz"(/) Ballroom Schmitz(/) Kinder des Paradieses(Matthias Horn/Matthias Horn) Der kaukasische Kreidekreis(Matthias Horn/Matthias Horn) Panikherz(Julian Röder/Julian Röder) Ballroom Schmitz(/) "Kunst"(Birgit Hupfeld/Birgit Hupfeld) Krieg(Julian Röder/Julian Röder) Guided Tour behind the scenes of Berliner Ensemble(Promo/) Endstation Sehnsucht(/) Theaterführung mit Werner Riemann(Promo/) Endstation Sehnsucht(/) Die Blechtrommel(Birgit Hupfeld/Birgit Hupfeld) Penthesilea(Birgit Hupfeld/Birgit Hupfeld) Penthesilea(Birgit Hupfeld/Birgit Hupfeld) Ballroom Schmitz(/)

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