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Spielplan für März 2019

"Puristen stockt der Atem… Eine Version, die viel Diskussionsstoff liefert" (rbb inforadio): Die Goldberg-Variationen, ein aus 30 Variationen bestehender Zyklus, zählen zu den bekanntesten Werken Johann Sebastian Bachs. Die 2018 entstandene Fassung des Ensembles Urban Strings, die bei den Köthener Bachfesttagen im September 2018 erfolgreich Premiere feierte, untersucht die eigentlich für Klavier konzipierte Musik auf ihren emotionalen Gehalt. Sie bedient sich dafür vielfältiger Instrumentierungsmöglichkeiten, punktueller Klangverstärkung sowie Soundscapes, Licht und Video und lässt so für jede Variation verschiedene innere und äußere Bilder entstehen. In der zwischen 1731 und 1741 erschienenen "Clavier-Übung" in vier Bänden präsentiert sich Bach als führender Klavier- und Orgelvirtuose seiner Zeit. Den krönenden Abschluss des Werks stellt der Vierte Teil, "bestehend in einer Aria mit verschiedenen Veraenderungen vors Clavicimbal mit 2 Manualen" dar - heute geläufig unter dem Titel "Goldberg-Variationen". Der Ursprung des Namens ist umstritten: Bach soll den Variationszyklus für den Grafen Keyserlingk komponiert haben, dessen Hauscembalist Johann Gottlieb Goldberg die Variationen spielen sollte. Elina Albach, 1990 in Berlin geboren und aufgewachsen, studierte von 2009 bis 2014 an der Schola Cantorum Basiliensis (Schweiz) bei Prof. Jörg-Andreas Bötticher und schloss ihr Masterstudium mit Auszeichnung ab. Sie wurde bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, war Stipendiatin der Alfred Töpfer Stiftung und ist aktuell Fellow von #bebeethoven, einem Programm von PODIUM Esslingen, finanziert durch die Kulturstiftung des Bundes. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit liegt in der Entwicklung von Präsentationsformen für die Klangwelt des Barocks, die diese so vielfältige und inhaltsreiche Musik im Kontext der Gegenwart präsentiert. Margret Köll erhielt ihre erste Ausbildung an Klavier und Harfe am Konservatorium in Innsbruck. Das Studium der Konzertharfe begann sie am Mozarteum in Innsbruck bei Nicoletta Alberti, setzte es bei Ruth Inglefield in Baltimore fort, um an der Hochschule für Musik und Theater München in der Klasse von Helga Storck mit einem pädagogischen und künstlerischen Diplom abzuschließen. Historische Harfe studierte sie bei Andrew Lawrence-King und bei Maria Galassi an der Accademia Internazionale della Musica in Mailand. Sie profilierte sich als Solistin und Continuospielerin in zahlreichen renommierten Ensembles, darunter Il Giardino Armonico, Europa Galante, Imaginarium, Balthasar Neumann Ensemble, Akademie für Alte Musik Berlin und Collegium Vocale Gent. Als Mitglied, Konzertmeister, und Solist der Akademie für Alte Musik Berlin und Gast anderer renommierter Ensembles ist der Violinist Georg Kallweit zum viel gefragten Spezialisten seines Fachs avanciert. Neben solistischem Repertoire und Ensembleleitung arbeitet er als Künstlerischer Leiter bzw. Konzertmeister regelmäßig mit renommierten Orchestern wie dem Ensemble Resonanz Hamburg, dem Finnish Baroque Orchestra, den Deutschen Kammervirtuosen Berlin und der lautten compagney Berlin. Ein besonderes Interesse gilt der Entwicklung genreübergreifender Konzertformate, die zeitgenössischen Tanz, Gesang, Lichtdesign, Schauspiel und Musik miteinander verknüpfen, um Geschichten zu erzählen und unterschiedliche Publikumskreise zu begeistern. Ilka Seifert, 1964 in Wiesbaden geboren, arbeitete nach dem Studium der Musikwissenschaft und Germanistik in Kiel, Straßburg und Berlin für das Neue Musik-Festival Kreuzberger Klangwerkstatt. Von 1993 bis 1999 war sie Direktorin und Dramaturgin der Neuköllner Oper Berlin, von 1999 bis 2006 Dramaturgin an der Staatsoper Unter den Linden und von 2011 bis 2014 Kuratorin für die Sophiensæle Berlin. Seit 2006 war sie als freie Dramaturgin und Künstlerische Produktionsleiterin unter anderem für die Berliner Staatsoper, das Gärtnerplatz-Theater in München, das Theater St. Gallen, die Oper Bonn, das Radialsystem, den Rundfunkchor Berlin sowie Sasha Waltz & Guests tätig. Gemeinsam mit Folkert Uhde entwickelt sie regelmäßig installative und szenische Konzertformate. Nach Stationen als Radio- und Fernsehtechnikerlehrling, Musikwissenschaftsstudent, Barockmusiker, Orchestermanager und Konzertagenturinhaber gründete Folkert Uhde 2006 gemeinsam mit Jochen Sandig das inzwischen international renommierte Radialsystem, wo er in zahlreichen Projekten Theorie und Praxis des Konzertdesigns als Denkansatz zur umfassenden Neugestaltung der klassischen Konzertform entwickelte. Neben der künstlerisch-konzeptionellen Leitung von mehreren Musikfestivals unterrichtet er künstlerische Projektentwicklung an verschiedenen Hochschulen und Universitäten und engagiert sich zudem als Mentor für das Concerto21-Programm der Alfred Töpfer Stiftung. Seit 2015 ist er geschäftsführender Intendant der Köthener Bachfesttage und gemeinsam mit Hans-Joachim Gögl Künstlerischer Leiter der Montforter Zwischentöne in Feldkirch/Vorarlberg. Außerdem ist er als Künstlerischer Leiter an dem internationalen Forschungsprojekt "Experimental Concert Research" unter der Leitung von Prof. Martin Tröndle beteiligt. Carlo Grippa absolvierte nach einer Lehre zum Radio- und Fernsehtechniker eine Ausbildung zum Tontechniker bei SAE Creative Media. Seitdem arbeitete er als Freiberufler insbesondere an der Schnittstelle von klassischer und elektronischer Musik, u.a. mit dem SWR Experimentalstudio, den Kunstfestspielen Herrenhausen oder dem Label Neue Meister. Seit der Gründung des Radialsystems 2006 ist er ebendort für die Tontechnik verantwortlich. In diesem Zusammenhang entwickelte er auch Lösungen für Surround-Systeme, die in diversen künstlerischen Produktionen wie dem Projekt "Inside Partita" zum Einsatz kamen.


Kategorie: Klassik

Ohren öffnen für neue Klänge: Die Musik von Milica Djordjević ist rot. Kraftvoll. Leidenschaftlich. Dynamisch. Verstörend. Brutal. Roh. Körperlich. Brilliant und leuchtkräftig. Manchmal auch sehr dunkel. Und sehr ehrlich. Wahr. Auf ihre eigene Art wunderschön, reich, manchmal zerbrechlich. Eine Musik, die autonom und authentisch ist, die der eigenen Ausdrucksweise und den eigenen Obsessionen folgt und dies auch zeigt: von ungeheuer starken Energien befeuert - fast so, als drängte unablässig glühendes Gestein aus dem Erdinneren an die Oberfläche. Stark und fragil zugleich tönt es, gespannt vor Unruhe und angetrieben von der Lust auf extreme Erfahrungsbereiche. Das Trio Catch hat es sich zur Aufgabe gemacht, die unterschiedlichen Klangfarben von Klarinette, Violoncello und Klavier virtuos zur Entfaltung zu bringen und sich gleichzeitig auf die Suche nach einem gemeinsamen, unverwechselbaren Klang zu begeben. In den Konzerten der Reihe “Ohrknacker“ steht jeweils ein Werk zeitgenössischer Musik im Mittelpunkt, das zweimal gespielt und dazwischen im Austausch mit dem Publikum genauer betrachtet wird. Dabei geht es nicht so sehr um die musikwissenschaftliche Analyse des Werks, sondern vielmehr um das persönliche Gespräch und einen direkten Austausch über die Musik. Die Veranstaltung dauert eine gute Stunde, vor und nach dem Konzert ist die Bar im Konzertraum geöffnet. Die Komponistin Milica Djordjević ist an diesem Abend anwesend. Milica Djordjević, geboren 1984 in Belgrad, Serbien, lebt und arbeitet in Berlin. Sie studierte Komposition an der Fakultät für Musik der Universität der Künste Belgrad, wo sie ebenfalls ein Studium in Sound- und Musikaufnahme und -produktion sowie eine Fachausbildung in elektronischer Musik abschloss. Anschließend studierte sie Komposition bei Ivan Fedele am Konservatorium Straßburg, wo sie mit Auszeichnung graduierte. Von 2009 bis 2010 studierte sie Komposition und Computermusik am IRCAM in Paris und absolvierte anschließend ein Aufbaustudium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Djordjević hat an zahlreichen Kompositions-Meisterklassen, -Kursen und Festivals teilgenommen. Ihre Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Ernst von Siemens Kompositionspreis 2016, dem 8. Berlin-Rheinsberger Kompositionspreis 2013 und dem Nikola Tesla Award 2012. Sie arbeitete zusammen mit renommierten Musiker*innen und Ensembles wie dem ensemble recherche, dem Münchner Kammerorchester, den Neuen Vocalsolisten, Luca Pfaff, Jean Deroyer oder Cerys Jones. Boglárka Pecze (Klarinette), Eva Boesch (Violoncello) und Sun-Young Nam (Klavier) trafen sich als Stipendiatinnen bei der Internationalen Ensemble Modern Akademie in Frankfurt und gründeten anschließend das Trio Catch - benannt nach dem Werk "Catch" op. 4 von Thomas Adès. Neben der klassischen Musik bildet die Interpretation zeitgenössischer Musik einen Schwerpunkt ihrer Zusammenarbeit. Das in Hamburg beheimatete Trio arbeitete mit zahlreichen Komponisten zusammen, darunter Mark Andre, Georges Aperghis, Beat Furrer und Helmut Lachenmann. Eine rege Konzerttätigkeit führte das Trio Catch bisher durch ganz Europa sowie zu Festivals wie Ultraschall Berlin, Musica Strasbourg und den Wittener Tagen für neue Kammermusik. Das Trio ist auch in der Musikvermittlung tätig: An der Musikhochschule Hamburg hat es seit 2014 einen Lehrauftrag inne und gibt als Ensemble in Residence Workshops für die Studierenden der Kompositionsklassen.


Kategorie: Neue Musik

Wie klingt es, wenn Grafiker*innen aus der ganzen Welt Partituren für Musiker*innen unterschiedlicher Genres anfertigen? Was passiert, wenn das Bild die Musik macht? Nach der erfolgreichen ersten Ausgabe im Jahr 2014 geht das LETRA / TONE Festival diesen Fragen erneut an drei Tagen im Radialsystem auf den Grund und macht die Antworten in einer Reihe musikalischer Performances erfahrbar. Schlagzeuger Andrea Belfi & Klangkünstlerin Jessica Ekomane, das Acid-Electro-Duo Blotter Trax (Magda & T.B. Arthur), der Turntablist Dieb13, Jimi Tenor & Nefertyti, Magda Mayas am präparierten Flügel und dem Clavinet, die Perkussionistin Robyn Schulkowsky und Schneider TM an der Solo-Gitarre vertonen dafür in einzigartigen Konzerten die Grafiken von neun internationalen Künstler*innen. Gerahmt werden die Konzerte von einer Ausstellung der sogenannten "action scores" (den graphischen Notationen) von Anke Fesel, Joe Gilmore, Julie Gayar, Katja Gretzinger, Scott Massey, Stefan Gandl und Sulki & Min sowie von einer Installationsarbeit von Hanno Leichtmann und Toby Cornish. Das Festivalticket finden Sie hier: https://radialsystem.reservix.de/p/reservix/event/1356837 Andrea Belfi ist Schlagzeuger, Komponist und Musiker experimenteller Musik. In den vergangenen 20 Jahren hat er einen einzigartigen Schlagzeugstil entwickelt, der von seinen Erfahrungen mit Musiker*innen aus den Bereichen der experimentellen und elektronischen Musik sowie aus der Rock- und Improvisationsszene beeinflusst wurde. Er hat unter anderem mit David Grubbs, Jóhann Jóhannson, Ben Frist und Werner Dafeldecker zusammengearbeitet. Belfis Interesse an zeitgenössischer Kunst brachte ihn dazu, Klangkunstinstallationen in Europa und den USA auszustellen und mit Bildenden Künstler*innen wie Angela Bulloch und Aldo Tambellini zusammenzuarbeiten. Jessica Ekomane wurde in Frankreich geboren und lebt inzwischen in Berlin. Ihr Schaffen konzentriert sich auf Musik und Klangkunst. Ihre zwischen Noise und Melodie oszillierenden Kompositionen zielen auf einen physischen und kathartischen Effekt ab und spielen mit der Auffassung von rhythmischen Strukturen. Ihr jüngstes Projekt besteht aus einer quadrophonischen Performance, die sich damit befasst, inwiefern unsere Auffassung von Rhythmen durch den umgebenden Raum beeinflusst wird und integriert daher Elemente aus der Psychoakustik sowie der Gestalttheorie. Sie ist in verschiedenen Institutionen in Japan, Australien und Europa wie dem CTM Festival (Berlin), dem KW (Berlin), der Ars Electronica (Linz), dem Dommune (Tokyo) oder dem MUMA (Melbourne) aufgetreten. Blotter Trax, das gemeinsame Projekt von Magda und T.B. Arthur, ist inspiriert von dem faszinierenden Effekt von Psychedelika, der Liebe zu den unerwarteten Klängen analoger Maschinen sowie einer Affinität zum kreativen Sich-Treiben-Lassen. Was ursprünglich aus einem Impuls heraus entstand, entwickelte sich schnell zu einem etablierten Musikprojekt. Minimal-DJ und Produzentin Magda ist bekannt durch die Labels Minus, Items & Things und ihre Event-Reihe Perm. T.B. Arthur, über dessen Ursprünge wenig bekannt ist, machte sich mit seiner ungewöhnlichen musikalischen Formsprache einen Namen und wird unterstützt von Hard Wax und Clone. Dirk Dresselhaus alias Schneider TM wurde 1970 in Bielefeld geboren und ist seit den späten achtziger Jahren in verschiedenen musikalischen Bereichen aktiv. Neben anderen Arbeiten wie Komposition und Produktion von Musik für Filme, Theater und Hörspiele spielt er seit einigen Jahren regelmäßig in Noise-Improv-Bands und Projekten wie Angel (mit Ilpo Väisänen von Pan Sonic und Gästen wie Hildur Gudnadottir oder Oren Ambarchi) und Real Time, einem an neuer Musik orientierten Duo mit Reinhold Friedl von zeitkratzer. Mieko Suzuki ist eine Berliner DJ, Klangkünstlerin und Musikkuratorin. Seit 1998 ist sie in der internationalen Musikszene aktiv und in 18 Ländern in Europa, Asien und Nordamerika aufgetreten. Indem sie analoge und digitale Sounds mit Effektpedalen zusammenbringt und meist auf mehr als die üblichen zwei Plattenspieler oder CDJs zurückgreift, baut Suzuki einzigartige klangliche Umgebungen auf, die von club-orientierten Techno-Sets hin zu experimentellen Ansätzen stark auf den Gebrauch von Field Recordings und Rückkopplungsschleifen geprägt sind.


Kategorie: Jazz

Wie klingt es, wenn Grafiker*innen aus der ganzen Welt Partituren für Musiker*innen unterschiedlicher Genres anfertigen? Was passiert, wenn das Bild die Musik macht? Nach der erfolgreichen ersten Ausgabe im Jahr 2014 geht das LETRA / TONE Festival diesen Fragen erneut an drei Tagen im Radialsystem auf den Grund und macht die Antworten in einer Reihe musikalischer Performances erfahrbar. Schlagzeuger Andrea Belfi & Klangkünstlerin Jessica Ekomane, das Acid-Electro-Duo Blotter Trax (Magda & T.B. Arthur), der Turntablist Dieb13, Jimi Tenor & Nefertyti, Magda Mayas am präparierten Flügel und dem Clavinet, die Perkussionistin Robyn Schulkowsky und Schneider TM an der Solo-Gitarre vertonen dafür in einzigartigen Konzerten die Grafiken von neun internationalen Künstler*innen. Gerahmt werden die Konzerte von einer Ausstellung der sogenannten "action scores" (den graphischen Notationen) von Anke Fesel, Joe Gilmore, Julie Gayar, Katja Gretzinger, Scott Massey, Stefan Gandl und Sulki & Min sowie von einer Installationsarbeit von Hanno Leichtmann und Toby Cornish. Das Festivalticket finden Sie hier: https://radialsystem.reservix.de/p/reservix/event/1356837 JASSS (S. Jiménez Alvarez) ist Klangkünstlerin und Produzentin. Schon früh führte sie ihre Faszination für Sound dazu, den Zusammenhang zwischen Musik und Mensch besser verstehen zu wollen. Von den Punk- und Hardcore-Wurzeln ihrer Jugend ging es weiter Richtung Industrial, Dub und experimenteller Musik - Klangwelten, die auf rätselhafte und unnahbare Art aufrüttelnd waren. Nach einigen Jahren der Studioarbeit veröffentlichte sie 2016 ihre erste EP auf dem US-amerikanischen Label Anunnaki Cartel. Ihre zweite Platte "Mother" erschien im selben Jahr beim italienischen Label Mannequin Records, gefolgt wurde sie von "Es Complicado". Dieser Tage konzentriert sie sich auf Klangexperimente und arbeitet an einer Vielzahl von Projekten, darunter elektroakustische Arbeiten sowie audiovisuelle Performances. Ihr erstes Solo-Album "Weightless" erschien 2017 auf iDEAL Recordings. Ein Vokabular, das sowohl die inneren als auch die äußeren Teile eines Klaviers verwendet und auf Präparationen sowie Objekte zurückgreift: Magda Mayas erforscht eine Soundcollagetechnik, die sich gleichermaßen durch Texturen, Linearität und schnelle Entwicklungen auszeichnet. Sie ist in Europa, den USA, Australien, Mexiko und dem Libanon aufgetreten und hat mit vielen führenden Figuren aus Improvisation und Komposition zusammengearbeitet, darunter John Butcher, Andy Moor, Zeena Perkins und Phill Niblock. Sie ist im Rahmen von Festivals und Ausstellungen wie der MaerzMusik, der Documenta oder der Berlin Biennale aufgetreten. Judit Crasser ist eine Leipziger Musikerin, DJ und Performance-Künstlerin, die in ihren Sets Elemente aus Industrial, Krautrock, Techno, Dub und elektroakustischer Musik kombiniert. Als Teil des Kollektivs Pracht, das sich seit 2013 außergewöhnlichen musikalischen Abenteuern verschrieben hat, ist sie tief in der lokalen Underground-Musikszene verwurzelt.


Kategorie: Jazz

Wie klingt es, wenn Grafiker*innen aus der ganzen Welt Partituren für Musiker*innen unterschiedlicher Genres anfertigen? Was passiert, wenn das Bild die Musik macht? Nach der erfolgreichen ersten Ausgabe im Jahr 2014 geht das LETRA / TONE Festival diesen Fragen erneut an drei Tagen im Radialsystem auf den Grund und macht die Antworten in einer Reihe musikalischer Performances erfahrbar. Schlagzeuger Andrea Belfi & Klangkünstlerin Jessica Ekomane, das Acid-Electro-Duo Blotter Trax (Magda & T.B. Arthur), der Turntablist Dieb13, Jimi Tenor & Nefertyti, Magda Mayas am präparierten Flügel und dem Clavinet, die Perkussionistin Robyn Schulkowsky und Schneider TM an der Solo-Gitarre vertonen dafür in einzigartigen Konzerten die Grafiken von neun internationalen Künstler*innen. Gerahmt werden die Konzerte von einer Ausstellung der sogenannten "action scores" (den graphischen Notationen) von Anke Fesel, Joe Gilmore, Julie Gayar, Katja Gretzinger, Scott Massey, Stefan Gandl und Sulki & Min sowie von einer Installationsarbeit von Hanno Leichtmann und Toby Cornish. Das Festivalticket finden Sie hier: https://radialsystem.reservix.de/p/reservix/event/1356837 Dieb13 widmet sich seit den späten achtziger Jahren der kontinuierlichen Arbeit an der Nutzbarmachung von Abspielgeräten für Audiokassetten, Vinyl-Schallplatten, CDs, Harddisks und IP-Protokollen als Instrumente. Seit Mitte der neunziger Jahre ist er in der Wiener Elektronik-, Improvisations- und Noise-Musikszene aktiv und spielt(e) unter anderem bei und mit efzeg, erik.M/dieb13, dieb13 vs. Takeshi Fumimoto, The Residents, den Wiener Symphonikern und dem Nu Ensemble. Er ist unter anderem bei und in Wien Modern, dem Donaufestival in Krems, der MaerzMusik Berlin, den Donaueschinger Musiktagen und der Biennale Sao Paulo aufgetreten. Jimi Tenor und Nefertyti bringen als eklektisches elektronisches Musikprojekt Hardware und Modularsynthesizer mit Flötensolos und ausgefallenem DJing zusammen. Etwas für Kenner*innen, Gourmands mit speziellem Geschmack. Robyn Schulkowsky studierte an der University of Iowa und der University of New Mexico, Albuquerque und war von 1977 bis 1980 Soloschlagzeugerin des New Mexico Symphony Orchestra in Santa Fe. 1980 kam sie zu einem Aufbaustudium bei Christoph Caskel nach Köln und lebt seither in Europa. Bereits in den frühen achtziger Jahren trat sie in Uraufführungen von Werken Karl Heinz Stockhausens, Mauricio Kagels und Walter Zimmermanns auf. Sie arbeitete mit Vertreter*innen der Neuen Musik wie John Cage, Morton Feldman, Iannis Xenakis, Christian Wolff und Heinz Hollinger zusammen und unternahm Tourneen durch die ganze Welt. Darüber hinaus machte sie sich sowohl solo als auch in der Free Jazz-Szene einen Namen als Improvisatorin. Daniela Huerta alias Baby Vulture erlangte 2010 ihren Bachelor of Fine Arts mit Auszeichnung an der Centrail Saint Matins School in London. Als Multimediakünstlerin hat Huerta ihre Arbeiten bei arteBA (Buenos Aires), Artissima (Mailand) und Drawing Now (Paris) ausgestellt. Ihr Interesse an Sound und Musik als Kunstform führte zu ihrem eigenen musikalischen Werdegang, in dem sie ihren eklektischen Geschmack in verschiedenen Kunstprojekten und Musikproduktionen zum Ausdruck brachte. Unter dem Namen Cornerbred organisiert sie gemeinsam mit der bekannten DJ und Produzentin Magda die Event-Reihe Perm, die sich auf Kollaborationen mit Multimedia-Künstler*innen spezialisiert hat.


Kategorie: Jazz

"Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh ich wieder aus…" Franz Schuberts Lieder erzählen vom Wandern und Fortgehen, von Abschied, Erfahrungen des Fremdseins und der Einsamkeit. In einem Staged Concert fragen Nico and the Navigators nach der Bedeutung dieser Werke in der Gegenwart: Wie hören wir Schuberts Lieder im 21. Jahrhundert - in einer Zeit, in der Millionen Menschen weltweit ihre Heimat verlassen müssen und auf der Flucht in neue Ungewissheiten sind? Begleitet von zwei Kameras beleuchten vier Sänger*innen, drei Performer*innen sowie ein Streichquartett, ein Klavier und eine E-Gitarre Schuberts Liedgut im Hier und Jetzt. Werke aus den Zyklen "Die schöne Müllerin", "Winterreise" und "Schwanengesang" werden mit weiteren Schubert-Liedern ineinander verwoben. Wie lassen sich Schuberts Lieder mit allen Sinnen in die Gegenwart transformieren? Im Spannungsfeld von Intimität und Ausbruch, von Vergangenheit und Gegenwart entwickeln die Protagonist*innen musikalische wie performative Interpretationen und finden so ihren ganz eigenen Zugang zu der Musik von einst. "Silent Songs into the wild" unter der künstlerischen Leitung von Nicola Hümpel lässt die Grenzen zwischen Konzert und Gesang, Tanz und Schauspiel, zwischen Hochkultur und Alltagsrealität verschwimmen und widmet sich der Wirkung und Brisanz des Schubertschen Liedguts nach rund 200 Jahren. Nico and the Navigators wurden 1998 von Nicola Hümpel & Oliver Proske am Bauhaus Dessau gegründet. Als Artists in Residence in den Berliner Sophiensælen entwickelten sie in den ersten Jahren den Zyklus "Menschenbilder" - eine Reihe erfolgreicher Inszenierungen, die sich mit ihrer bildstarken Sprache in der globalen Theaterlandschaft durchsetzten. Seit 2006 sind sie mit Projekten um Schubert, Händel, Bach, Rossini, Mahler und zeitgenössischer Musik in der Welt der Oper und des Musiktheaters zu finden. Das Ensemble geht weltweit auf Tour und ist an renommierten Häusern und Festivals zu sehen. 2011 wurde das Ensemble für seine Arbeit als herausragendes Ensemble der freien Theaterszene mit dem George-Tabori-Preis ausgezeichnet. Im September 2016 erhielt Nicola Hümpel den Konrad-Wolf-Preis durch die Akademie der Künste.


Kategorie: Musiktheater

"Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh ich wieder aus…" Franz Schuberts Lieder erzählen vom Wandern und Fortgehen, von Abschied, Erfahrungen des Fremdseins und der Einsamkeit. In einem Staged Concert fragen Nico and the Navigators nach der Bedeutung dieser Werke in der Gegenwart: Wie hören wir Schuberts Lieder im 21. Jahrhundert - in einer Zeit, in der Millionen Menschen weltweit ihre Heimat verlassen müssen und auf der Flucht in neue Ungewissheiten sind? Begleitet von zwei Kameras beleuchten vier Sänger*innen, drei Performer*innen sowie ein Streichquartett, ein Klavier und eine E-Gitarre Schuberts Liedgut im Hier und Jetzt. Werke aus den Zyklen "Die schöne Müllerin", "Winterreise" und "Schwanengesang" werden mit weiteren Schubert-Liedern ineinander verwoben. Wie lassen sich Schuberts Lieder mit allen Sinnen in die Gegenwart transformieren? Im Spannungsfeld von Intimität und Ausbruch, von Vergangenheit und Gegenwart entwickeln die Protagonist*innen musikalische wie performative Interpretationen und finden so ihren ganz eigenen Zugang zu der Musik von einst. "Silent Songs into the wild" unter der künstlerischen Leitung von Nicola Hümpel lässt die Grenzen zwischen Konzert und Gesang, Tanz und Schauspiel, zwischen Hochkultur und Alltagsrealität verschwimmen und widmet sich der Wirkung und Brisanz des Schubertschen Liedguts nach rund 200 Jahren. Nico and the Navigators wurden 1998 von Nicola Hümpel & Oliver Proske am Bauhaus Dessau gegründet. Als Artists in Residence in den Berliner Sophiensælen entwickelten sie in den ersten Jahren den Zyklus "Menschenbilder" - eine Reihe erfolgreicher Inszenierungen, die sich mit ihrer bildstarken Sprache in der globalen Theaterlandschaft durchsetzten. Seit 2006 sind sie mit Projekten um Schubert, Händel, Bach, Rossini, Mahler und zeitgenössischer Musik in der Welt der Oper und des Musiktheaters zu finden. Das Ensemble geht weltweit auf Tour und ist an renommierten Häusern und Festivals zu sehen. 2011 wurde das Ensemble für seine Arbeit als herausragendes Ensemble der freien Theaterszene mit dem George-Tabori-Preis ausgezeichnet. Im September 2016 erhielt Nicola Hümpel den Konrad-Wolf-Preis durch die Akademie der Künste.


Kategorie: Musiktheater

"Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh ich wieder aus…" Franz Schuberts Lieder erzählen vom Wandern und Fortgehen, von Abschied, Erfahrungen des Fremdseins und der Einsamkeit. In einem Staged Concert fragen Nico and the Navigators nach der Bedeutung dieser Werke in der Gegenwart: Wie hören wir Schuberts Lieder im 21. Jahrhundert - in einer Zeit, in der Millionen Menschen weltweit ihre Heimat verlassen müssen und auf der Flucht in neue Ungewissheiten sind? Begleitet von zwei Kameras beleuchten vier Sänger*innen, drei Performer*innen sowie ein Streichquartett, ein Klavier und eine E-Gitarre Schuberts Liedgut im Hier und Jetzt. Werke aus den Zyklen "Die schöne Müllerin", "Winterreise" und "Schwanengesang" werden mit weiteren Schubert-Liedern ineinander verwoben. Wie lassen sich Schuberts Lieder mit allen Sinnen in die Gegenwart transformieren? Im Spannungsfeld von Intimität und Ausbruch, von Vergangenheit und Gegenwart entwickeln die Protagonist*innen musikalische wie performative Interpretationen und finden so ihren ganz eigenen Zugang zu der Musik von einst. "Silent Songs into the wild" unter der künstlerischen Leitung von Nicola Hümpel lässt die Grenzen zwischen Konzert und Gesang, Tanz und Schauspiel, zwischen Hochkultur und Alltagsrealität verschwimmen und widmet sich der Wirkung und Brisanz des Schubertschen Liedguts nach rund 200 Jahren. Nico and the Navigators wurden 1998 von Nicola Hümpel & Oliver Proske am Bauhaus Dessau gegründet. Als Artists in Residence in den Berliner Sophiensælen entwickelten sie in den ersten Jahren den Zyklus "Menschenbilder" - eine Reihe erfolgreicher Inszenierungen, die sich mit ihrer bildstarken Sprache in der globalen Theaterlandschaft durchsetzten. Seit 2006 sind sie mit Projekten um Schubert, Händel, Bach, Rossini, Mahler und zeitgenössischer Musik in der Welt der Oper und des Musiktheaters zu finden. Das Ensemble geht weltweit auf Tour und ist an renommierten Häusern und Festivals zu sehen. 2011 wurde das Ensemble für seine Arbeit als herausragendes Ensemble der freien Theaterszene mit dem George-Tabori-Preis ausgezeichnet. Im September 2016 erhielt Nicola Hümpel den Konrad-Wolf-Preis durch die Akademie der Künste.


Kategorie: Musiktheater

Hop! Skip! Jump! Mit Instrumenten, bunten Stoffresten und quietschenden Objekten konzipieren fünf Musikerinnen eine dreiteilige Reihe mit Familienkonzerten und entwickeln mit Klang, Bewegung und Tastsinn ein vielschichtiges musikalisches Erlebnis für die ganze Familie. Aus barocker bis zeitgenössischer Musik, aus Kinderliedern und Popsongs entsteht eine Geschichte, bei der das Publikum eingeladen ist mitzumachen. Stille und Klang, Bewegung und Entspannung wechseln sich ab und weben die unterschiedlichen Musikwerke zusammen. Die Reihe "HopSkipJump" hebt die traditionellen Rituale eines Konzertes auf und lädt kleine und größere Besucher*innen dazu ein, sich am Geschehen zu beteiligen. Unter einem bunten Stoffzelt können die Kinder Objekte in die Hand nehmen, durch Trommeln am Boden einen Sturm herbeizaubern und sich unter den Kissen am Boden verstecken. Die Musikerinnen spielen und führen als Performerinnen durch die Stücke und treten in engen Kontakt mit den Zuhörenden. Sie initiieren Bewegungen und regen klangliche Interventionen an. Das Publikum ist eingeladen, eine vielfältige Klangwelt sinnlich sowie akustisch zu erleben. Die drei Konzerte sind auf drei unterschiedliche Entwicklungsphasen der frühkindlichen Entwicklung ausgerichtet - Babys, Kleinkinder und Vorschulkinder. Bei allen Konzerten sind kleinere und größere Geschwister, Großeltern, Tanten, Onkel und Freund*innen herzlich willkommen! Daniella Strasfogel, geboren und aufgewachsen in New York City, war von 2010 bis 2015 Künstlerische Leiterin des Solistenensemble Kaleidoskop, dessen Gründungsmitglied sie ist. In dieser Position konzipierte und führte sie mehrere Musiktheaterprojekte in Berlin, in anderen Städten Deutschlands und Europas. Sie arbeitete mit diversen künstlerischen Partner*innen zusammen und entwickelte besondere Formate für Laienmusiker*innen und Jugendliche. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der szenischen Konzertprogrammation für Festivals und verschiedene Aufführungsorte, so u.a. für das Radialsystem, die Sommerlichen Musiktage Hitzacker, die Thüringer Bachwochen, das Haus der Berliner Festspiele, HELLERAU Dresden, Kampnagel Hamburg oder das Sydney Festival. Daniella Strasfogel unterrichtet seit 18 Jahren Violine. 2018 hat sie LOUDsoft gegründet, um neue Formate der Musikvermittlung zu entwickeln und Musikerlebnisse für Kinder zu schaffen, die Vielfältigkeit im Hören und Freiheit in der Bewegung ins Konzert bringen. http://www.daniellastrasfogel.com


Kategorie: Kleinstkind (bis 2 Jahre)

Hop! Skip! Jump! Mit Instrumenten, bunten Stoffresten und quietschenden Objekten konzipieren fünf Musikerinnen eine dreiteilige Reihe mit Familienkonzerten und entwickeln mit Klang, Bewegung und Tastsinn ein vielschichtiges musikalisches Erlebnis für die ganze Familie. Aus barocker bis zeitgenössischer Musik, aus Kinderliedern und Popsongs entsteht eine Geschichte, bei der das Publikum eingeladen ist mitzumachen. Stille und Klang, Bewegung und Entspannung wechseln sich ab und weben die unterschiedlichen Musikwerke zusammen. Die Reihe "HopSkipJump" hebt die traditionellen Rituale eines Konzertes auf und lädt kleine und größere Besucher*innen dazu ein, sich am Geschehen zu beteiligen. Unter einem bunten Stoffzelt können die Kinder Objekte in die Hand nehmen, durch Trommeln am Boden einen Sturm herbeizaubern und sich unter den Kissen am Boden verstecken. Die Musikerinnen spielen und führen als Performerinnen durch die Stücke und treten in engen Kontakt mit den Zuhörenden. Sie initiieren Bewegungen und regen klangliche Interventionen an. Das Publikum ist eingeladen, eine vielfältige Klangwelt sinnlich sowie akustisch zu erleben. Die drei Konzerte sind auf drei unterschiedliche Entwicklungsphasen der frühkindlichen Entwicklung ausgerichtet - Babys, Kleinkinder und Vorschulkinder. Bei allen Konzerten sind kleinere und größere Geschwister, Großeltern, Tanten, Onkel und Freund*innen herzlich willkommen! Daniella Strasfogel, geboren und aufgewachsen in New York City, war von 2010 bis 2015 Künstlerische Leiterin des Solistenensemble Kaleidoskop, dessen Gründungsmitglied sie ist. In dieser Position konzipierte und führte sie mehrere Musiktheaterprojekte in Berlin, in anderen Städten Deutschlands und Europas. Sie arbeitete mit diversen künstlerischen Partner*innen zusammen und entwickelte besondere Formate für Laienmusiker*innen und Jugendliche. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der szenischen Konzertprogrammation für Festivals und verschiedene Aufführungsorte, so u.a. für das Radialsystem, die Sommerlichen Musiktage Hitzacker, die Thüringer Bachwochen, das Haus der Berliner Festspiele, HELLERAU Dresden, Kampnagel Hamburg oder das Sydney Festival. Daniella Strasfogel unterrichtet seit 18 Jahren Violine. 2018 hat sie LOUDsoft gegründet, um neue Formate der Musikvermittlung zu entwickeln und Musikerlebnisse für Kinder zu schaffen, die Vielfältigkeit im Hören und Freiheit in der Bewegung ins Konzert bringen. http://www.daniellastrasfogel.com


Kategorie: Kleinstkind (bis 2 Jahre)

Das Konzert findet im Rahmen der Reihe "Prinzip Hoffnung" anlässlich des 15-jährigen Bestehens des Vocalconsort Berlin statt. "Was wäre eine Jubiläumsreihe des Vocalconsort Berlin ohne Bach und ohne eine Inszenierung?" Mit der in Szene gesetzten "Johannes-Passion" beschließt das Vocalconsort seine Jubiläumsreihe. Das Konzert erzählt die Passionsgeschichte als ein klassisches, gesellschaftliches Drama, das auf andere Situationen übertragen so auch heute noch stattfinden könnte bzw. stattfindet. Die heilsgeschichtliche Hoffnung auf Erlösung - "Durch dein Gefängnis, Gottes Sohn, muss uns die Freiheit kommen" - hat ihren Preis: Theologisch gibt es keinen Weg zum Heil ohne das Leiden Jesu. "Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber sie stirbt", spöttelt ein Aphorismus. Ist Hoffnung angesichts von Klimawandel, atomaren Bedrohungen und Katastrophen, Krieg und Hunger obsolet geworden? Anlässlich seines 15-jährigen Bestehens 2018 rückt das Vocalconsort Berlin, das als einer der besten Kammerchöre Deutschlands gilt, die Hoffnung ins Zentrum einer fünfteiligen Konzertreihe. Francis Poulencs 1943 im besetzten Frankreich komponierte Hymne an die Freiheit "Figure Humaine" eröffnete im August den Zyklus musikalischer Reflexionen über die Hoffnung und ihren Verlust in unterschiedlichen Kontexten - bis hin zur "Johannespassion" von J.S. Bach. So entspannt sich ein musikalischer Diskurs zwischen weltgebundener Hoffnung als Motor des (Über-)Lebens und Deutungen der christlichen Passionsgeschichte als religiöse Quelle der Hoffnung. Dabei reicht das musikalische Spektrum vom Barock zur Neuesten Musik, vom Konzert zur Inszenierung - ganz das Vocalconsort Berlin eben. Das Vocalconsort Berlin gilt als einer der besten und wandlungsfähigsten Kammerchöre Deutschlands. 2003 gegründet, hat das Profiensemble bewusst keine feste musikalische Leitung, sondern arbeitet projektweise mit unterschiedlichen Dirigent*innen, aber vor allem mit festen künstlerischen Partner*innen wie Daniel Reuss, Folkert Uhde und Sasha Waltz zusammen. Flexibel in Besetzung und Repertoire, überschreitet das Ensemble gern die Grenzen der klassischen Genres und Disziplinen.


Kategorie: Konzert

"Immer die gleichen drei Dinge, die mir den Stecker ziehen: die Freundlichkeit der Welt, die Schönheit der Natur, kleine Kinder." (Wolfgang Herrndorf) "Gib mir ein Jahr, Herrgott, an den ich nicht glaube, und ich werde fertig mit allem." In seinem Blog "Arbeit und Struktur" legt der Autor Wolfgang Herrndorf, der sich 2013 in Folge einer schweren Erkrankung das Leben nahm, Zeugnis einer radikalen Schaffenskraft ab - zwischen Irrsinn und Normalität, Freundschaft, Isolation und dem Leuchten des Lebens und der Welt. Mit Birgit Minichmayr als Sprecherin treffen Auszüge seines Werks auf Passionsmusik von Joseph Haydn: "Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze". Mit seiner außergewöhnlichen Spielfreude und künstlerischen Qualität zählt das Ensemble Resonanz zu den führenden Kammerorchestern weltweit. Die Programmideen der Musiker*innen setzen alte und neue Musik in lebendige Zusammenhänge und sorgen für Resonanz zwischen den Werken, dem Publikum und Geschichten, die rund um die Programme entstehen. Das 18-köpfige Streichorchester ist demokratisch organisiert und arbeitet ohne feste Musikalische Leitung. Seit Sommer 2018 ist mit dem Geiger und Dirigenten Riccardo Minasi ein langjähriger Freund des Ensembles Artist in Residence. In Hamburg bespielt das Ensemble Resonanz mit der Elbphilharmonie und dem resonanzraum St. Pauli zwei besondere und unterschiedliche Spielorte. Im Rahmen seiner Residenz an der Elbphilharmonie gestaltet das Ensemble die Programmatik des neuen Konzerthauses entscheidend mit und setzt Akzente für eine lebendige Präsentation klassischer und zeitgenössischer Musik. Der resonanzraum, die Heimat des Ensemble Resonanz, wurde 2017 für sein innovatives Programm zum Hamburger Musikclub des Jahres gewählt, zudem erhielt er verschiedene Architekturpreise wie den AIT-Award oder den Publikumspreis des BDA. Die Reihe URBAN STRING wurde 2016 mit dem Innovation Award der Classical Next ausgezeichnet. Ausgehend von Hamburg gastieren die Musiker*innen auf diversen Festivals und an den führenden Konzerthäusern weltweit und lassen von Wien, Luxemburg und Amsterdam bis Tokio, Tallinn und St. Petersburg ein begeistertes Publikum zurück. Birgit Minichmayr, geboren 1977 in Österreich, wurde bereits während ihrer Ausbildung am Max Reinhardt-Seminar am Burgtheater in Wien engagiert, wo sie 1999 debütierte. 2014 war sie in Frank Castorfs "Gier nach Gold" auf den Ruhrfestspielen in Recklinghausen zu sehen, einer Co-Produktion mit der Volksbühne Berlin, zu der Minichmayr seit 2004 als festes Ensemblemitglied gehörte. Neben ihrer Theaterkarriere ist Minichmayr auch auf der Kinoleinwand erfolgreich. 2000 gab sie in "Abschied - Brechts letzter Sommer" ihr Kinodebüt. Zu weiteren Filmen mit Birgit Minichmayr zählen Tom Tykwers "Das Parfum", Doris Dörries "Kirschblüten - Hanami" und Michael Hanekes "Das weiße Band". Birgit Minichmayr war von 2007 bis 2011 festes Ensemblemitglied am Burgtheater in Wien und zählte von 2011 bis 2013 zum festen Ensemble des Residenztheaters München. Seit 2014 arbeitet sie frei an renommierten Bühnen in Wien, München, Berlin und Hamburg, u.a. unter der Regie von Klaus Maria Brandauer, René Pollesch und Stephan Kimmig. Minichmayr erhielt im Zeitraum 2000 bis 2012 vier Mal den Nestroy Theaterpreis, 2009 wurde sie außerdem mit dem silbernen Bären der Berlinale für ihre Rolle in Maren Ades "Alle Anderen" geehrt und war Schauspielerin des Jahres. Zuletzt wurde sie 2013 mit dem Kurt-Meisel-Preis ausgezeichnet.


Kategorie: Konzert

Hop! Skip! Jump! Mit Instrumenten, bunten Stoffresten und quietschenden Objekten konzipieren fünf Musikerinnen eine dreiteilige Reihe mit Familienkonzerten und entwickeln mit Klang, Bewegung und Tastsinn ein vielschichtiges musikalisches Erlebnis für die ganze Familie. Aus barocker bis zeitgenössischer Musik, aus Kinderliedern und Popsongs entsteht eine Geschichte, bei der das Publikum eingeladen ist mitzumachen. Stille und Klang, Bewegung und Entspannung wechseln sich ab und weben die unterschiedlichen Musikwerke zusammen. Die Reihe "HopSkipJump" hebt die traditionellen Rituale eines Konzertes auf und lädt kleine und größere Besucher*innen dazu ein, sich am Geschehen zu beteiligen. Unter einem bunten Stoffzelt können die Kinder Objekte in die Hand nehmen, durch Trommeln am Boden einen Sturm herbeizaubern und sich unter den Kissen am Boden verstecken. Die Musikerinnen spielen und führen als Performerinnen durch die Stücke und treten in engen Kontakt mit den Zuhörenden. Sie initiieren Bewegungen und regen klangliche Interventionen an. Das Publikum ist eingeladen, eine vielfältige Klangwelt sinnlich sowie akustisch zu erleben. Die drei Konzerte sind auf drei unterschiedliche Entwicklungsphasen der frühkindlichen Entwicklung ausgerichtet - Babys, Kleinkinder und Vorschulkinder. Bei allen Konzerten sind kleinere und größere Geschwister, Großeltern, Tanten, Onkel und Freund*innen herzlich willkommen! Daniella Strasfogel, geboren und aufgewachsen in New York City, war von 2010 bis 2015 Künstlerische Leiterin des Solistenensemble Kaleidoskop, dessen Gründungsmitglied sie ist. In dieser Position konzipierte und führte sie mehrere Musiktheaterprojekte in Berlin, in anderen Städten Deutschlands und Europas. Sie arbeitete mit diversen künstlerischen Partner*innen zusammen und entwickelte besondere Formate für Laienmusiker*innen und Jugendliche. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der szenischen Konzertprogrammation für Festivals und verschiedene Aufführungsorte, so u.a. für das Radialsystem, die Sommerlichen Musiktage Hitzacker, die Thüringer Bachwochen, das Haus der Berliner Festspiele, HELLERAU Dresden, Kampnagel Hamburg oder das Sydney Festival. Daniella Strasfogel unterrichtet seit 18 Jahren Violine. 2018 hat sie LOUDsoft gegründet, um neue Formate der Musikvermittlung zu entwickeln und Musikerlebnisse für Kinder zu schaffen, die Vielfältigkeit im Hören und Freiheit in der Bewegung ins Konzert bringen. http://www.daniellastrasfogel.com


Kategorie: Kleinstkind (bis 2 Jahre)

Hop! Skip! Jump! Mit Instrumenten, bunten Stoffresten und quietschenden Objekten konzipieren fünf Musikerinnen eine dreiteilige Reihe mit Familienkonzerten und entwickeln mit Klang, Bewegung und Tastsinn ein vielschichtiges musikalisches Erlebnis für die ganze Familie. Aus barocker bis zeitgenössischer Musik, aus Kinderliedern und Popsongs entsteht eine Geschichte, bei der das Publikum eingeladen ist mitzumachen. Stille und Klang, Bewegung und Entspannung wechseln sich ab und weben die unterschiedlichen Musikwerke zusammen. Die Reihe "HopSkipJump" hebt die traditionellen Rituale eines Konzertes auf und lädt kleine und größere Besucher*innen dazu ein, sich am Geschehen zu beteiligen. Unter einem bunten Stoffzelt können die Kinder Objekte in die Hand nehmen, durch Trommeln am Boden einen Sturm herbeizaubern und sich unter den Kissen am Boden verstecken. Die Musikerinnen spielen und führen als Performerinnen durch die Stücke und treten in engen Kontakt mit den Zuhörenden. Sie initiieren Bewegungen und regen klangliche Interventionen an. Das Publikum ist eingeladen, eine vielfältige Klangwelt sinnlich sowie akustisch zu erleben. Die drei Konzerte sind auf drei unterschiedliche Entwicklungsphasen der frühkindlichen Entwicklung ausgerichtet - Babys, Kleinkinder und Vorschulkinder. Bei allen Konzerten sind kleinere und größere Geschwister, Großeltern, Tanten, Onkel und Freund*innen herzlich willkommen! Daniella Strasfogel, geboren und aufgewachsen in New York City, war von 2010 bis 2015 Künstlerische Leiterin des Solistenensemble Kaleidoskop, dessen Gründungsmitglied sie ist. In dieser Position konzipierte und führte sie mehrere Musiktheaterprojekte in Berlin, in anderen Städten Deutschlands und Europas. Sie arbeitete mit diversen künstlerischen Partner*innen zusammen und entwickelte besondere Formate für Laienmusiker*innen und Jugendliche. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der szenischen Konzertprogrammation für Festivals und verschiedene Aufführungsorte, so u.a. für das Radialsystem, die Sommerlichen Musiktage Hitzacker, die Thüringer Bachwochen, das Haus der Berliner Festspiele, HELLERAU Dresden, Kampnagel Hamburg oder das Sydney Festival. Daniella Strasfogel unterrichtet seit 18 Jahren Violine. 2018 hat sie LOUDsoft gegründet, um neue Formate der Musikvermittlung zu entwickeln und Musikerlebnisse für Kinder zu schaffen, die Vielfältigkeit im Hören und Freiheit in der Bewegung ins Konzert bringen. http://www.daniellastrasfogel.com


Kategorie: Kleinstkind (bis 2 Jahre)

Ein Spannungsfeld zwischen tradierten Hörgewohnheiten und ungewöhnlichen Bearbeitungen: Johann Sebastian Bachs "Johannes-Passion" wird an diesem Sonntag in der Passionszeit zu einem eindringlichen und fesselnden Kammermusikabend verdichtet. Der isländische Tenor Benedikt Kristjánsson erzählt in intimem Rahmen die vollständige Leidensgeschichte Christi und nimmt dabei verschiedene Rollen ein. Die Cembalistin Elina Albach und der Schlagzeuger Philipp Lamprecht zeichnen mit einer neuen, farbenreichen Bearbeitung das Orchester nach, während die Choräle - von der originalen Aufführungspraxis inspiriert - gemeinsam mit dem Publikum gesungen werden. Die Zuordnung einzelner Schlagwerkinstrumente zu jeweiligen Perspektiven, z.B. der Turbae-Chöre und die historischen Tasteninstrumente vermitteln einen besonderen Ensembleklang, der die Musik von Bach roh, ungefiltert und intensiv erklingen lässt. Diese besondere Version der berühmten Passion feiert an diesem Abend im Radialsystem Berlin ihre Premiere, bevor sie bei mehreren Festivals in Europa aufgeführt wird. Der Tenor Benedikt Kristjánsson ist in Húsavík, Island geboren. Er studierte bei Prof. Scot Weir an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin und ist 1. Preisträger des Internationalen Gesangs-Wettbewerbs cantateBach in Greifswald sowie Publikumspreisträger des Internationalen J. S. Bach-Wettbewerb in Leipzig. Solistische Engagements führten ihn u.a. in das Konzerthaus Wien, Berliner Philharmonie, Chapelle Royal in Versailles, Walt-Disney Hall in Los Angeles und Concertgebouw Amsterdam. Er arbeitete mit namhaften Orchestern wie der Nederlandse Bachverening, der Akademie für Alte Musik Berlin und dem Freiburger Barockorchester mit Dirigenten wie Jos van Veldhoven, Vaclav Luks, Reinbert de Leeuw, Reinhard Goebel und Hans-Christoph Rademann. Er tritt regelmäßig bei Festivals wie dem Musikfest Stuttgart, den Thüringer Bachwochen, den Händelfestspielen Halle und dem Festival Oude Muziek in Utrecht auf. Sein Debüt-CD mit Liedern von Schubert und Isländischen Volksliedern erscheint in diesem Jahr beim Label GENUIN. Elina Albach, 1990 in Berlin geboren, studierte an der Schola Cantorum Basiliensis (Schweiz) und schloss ihr Masterstudium mit Auszeichnung ab. Sie war 2014 Stipendiatin der Concerto 21 Akademie der Alfred Toepfer Stiftung Hamburg, unterrichtete 2016-2017 Cembalo, Generalbass und Kammermusik an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden und ist als Korrepetitorin u.a. beim Leipziger Bach Wettbewerb und beim Deutschen Musikwettbewerb engagiert. Die erfolgreiche Teilnahme an Wettbewerben und zahlreiche Aufnahmen belegen das herausragende Talent der Künstlerin. Elina Albach ist von 2018-2020 Künstlerin des Fellowship-Programms #bebeethoven, einem Projekt von PODIUM Esslingen anlässlich des Beethoven-Jubiläums 2020. In diesem Rahmen entwickelt sie mit ihrem Ensemble CONTINUUM Präsentationsformen für die Klangwelt des Barocks. Dabei geht es ihr vor allem um die Entwicklung eines neuen, zeitgenössischen Repertoires für die vielseitigen Möglichkeiten des historischen Instrumentariums. Philipp Lamprecht, in Südtirol/Italien geboren, studierte Schlagwerk bei Prof. Dr. Peter Sadlo am Mozarteum Salzburg und verzeichnete bereits kurze Zeit später seine ersten internationalen Erfolge. Lamprecht ist ein vielseitig agierender Musiker im Bereich zeitgenössischer und Alter Musik. Als Mitglied verschiedener Ensembles für zeitgenössische Musik ist er hauptsächlich im Bereich Kammermusik aktiv, realisiert eigene Solo- und Educationprojekte, arbeitet mit Komponist*innen weltweit und nutzt dabei ein breites Schlagwerk-Instrumentarium. Daneben hat sich Lamprecht auf das vielfältige Schlaginstrumentarium der Alten Musik und die historische Aufführungspraxis spezialisiert. Er konzertiert regelmäßig mit seinem eigenen Ensemble, dem Duo Enßle-Lamprecht, aber auch u.a. mit Concerto Köln und der Münchner Hofkapelle. Seit dem Wintersemester 2015/16 ist Lamprecht Lehrbeauftragter für Schlaginstrumente an der Universität Mozarteum, Orff Institut. Im Jahr 2018 übernahm er die künstlerische Leitung der Internationalen Paul Hofhaymer Gesellschaft Salzburg.


Kategorie: Kammermusik

Drei herausragende afroamerikanische Künstlerpersönlichkeiten treffen an diesem Abend in einem groß angelegten, offenen Ritual mit Live-Interaktionen zwischen Instrumenten, elektronischen Klängen, Texten und digitalisierten Stand- und Bewegtbildern aufeinander. George E. Lewis' Stück "A Recital for Terry Adkins" ist eine Hommage an den Künstler, Performer und Multi-Instrumentalisten Adkins (1953-2014), der für die Recitals im Rahmen seiner Ausstellungen gefeiert wurde. Von Lewis selbst gemeinsam mit dem New Yorker Ensemble Pamplemousse aufgeführt, enthält das Stück auch Texte des einflussreichen Dichters und Wissenschaftlers Fred Moten (*1962), die anlässlich dieser Europapremiere im Rahmen der MaerzMusik verfasst wurden. Mit seiner Wahl der instrumentellen und elektronischen Mittel, seinen Kompositionsformen, Improvisationsstilen, mathematischen Analysen und historischen Überlegungen ist George E. Lewis (*1952) bis heute ein Pionier zeitgenössischen musikalischen Ausdrucks. George E. Lewis ist Professor für Musik an der Columbia Universität und Mitglied der American Academy sowie auswärtiges Mitglied der British Academy. Zu seinen Auszeichnungen zählen der MacArthur-Preis für kreative Leistungen (2012) und ein Guggenheim-Stipendium (2015). Seit 1971 ist Lewis Mitglied der Association for the Advancement of Creative Musicians (AACM). Zu seinen Veröffentlichungen zählen "A Power Stronger Than Itself: The AACM and American Experimental Music" (2008) sowie als Ko-Herausgeber das "Oxford Handbook of Critical Improvisation Studies" (2016). Seine Kompositionen wurden von Orchestern und Ensembles wie dem London Philharmonic Orchestra, dem Mivos Quartet, dem Ensemble Dal Niente, dem Spektral Quartet, dem Talea Ensemble, der Musikfabrik, dem Splitter-Orchester und dem Inter-national Contemporary Ensemble präsentiert. Seine Oper "Afterwards" (2015) wurde in den USA, Europa und Großbritannien aufgeführt. Das New Yorker Composer-Performer-Kollektiv Ensemble Pampelmousse, gegründet 2003, ist eine eng miteinander verbundene Gruppe von Künstler*innenpersönlichkeiten unterschiedlicher musikalischer Genres und Stile. Die ihnen zugrunde liegende Affinität gegenüber dem Exquisiten innerhalb des Klangs führt das Ensemble dazu, kontinuierlich neue Perspektiven in allen klanglichen Bereichen an den ausgefransten Enden instrumentaler Performance zu entdecken. Kompositionen bündeln die einzigartigen virtuosen Talente der einzelnen Musiker*innen zu außergewöhnlichen magischen Momenten.


Kategorie: Konzert

Was bedeuten künstlerische Identität oder Qualität? Ist eine Kernaufgabe von Musiker*innen die bestmögliche Reproduktion des Originals? Wann wird aus Interpretation Kunst? Welche Rolle spielen Musiker*innen für die Gesellschaft? Das Bündnis LehreN lädt am 28. März 2019 zum Symposium "Was ist die Kunst an der Musik? Fragen für die künstlerische Bildung an Musikhochschulen und den musikalischen Nachwuchs" ins Radialsystem ein. Im Rahmen des Symposiums werden die Bedeutung klassischer Musik und mögliche Rollenvorbilder für professionelle Nachwuchsmusiker*innen diskutiert. Die Kunst als Begriff ist zwar allgegenwärtig - insbesondere in Bezug auf künstlerische Musikstudiengänge -, aber in der Bedeutung diffus. Hochschulangehörige aus acht Musikhochschulen haben im Rahmen des Fachprogramms Musik an eigenen Projekten gearbeitet, die im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung künstlerischer Musiker*innenbildung stehen. Zum letzten Seminar der Reihe wird der Kreis für weitere Hochschulangehörige und die Alumni von Concerto21, der Akademie für innovative Konzertformate der Alfred Toepfer Stiftung geöffnet.


Kategorie: Symposium

Der Riss durch die Welt geht mitten durchs Gehirn. Im Blitzlichtgewitter der Synapsen orchestriert "Kolik" die radikale Selbstbefragung eines sterbenden Ichs und die letzten Sekunden eines widersprüchlichen Lebens. Die Komponisten Jannik Giger und Leo Hofmann übersetzen gemeinsam mit dem Regisseur Benjamin van Bebber Rainald Goetz' apokalyptischen Monolog in ein vielstimmiges Solo für die Sopranistin Sarah Maria Sun, Elektronik und ein Instrumentalensemble. Entstanden ist ein Gewebe aus Text, Gesang, Instrumentalmusik und Hörspielpassagen, das den Goetz'schen Wortkaskaden in all ihrer Vieldeutigkeit nachspürt. Der nur selten aufgeführte Text umkreist Motive von Identität und Paranoia und sucht nach einem offenen Umgang mit der Informationsflut Welt - und gewinnt damit 20 Jahre nach seinem Erscheinen erneut an Aktualität. Zum vielleicht letzten Mal trifft sich in den ruinenartigen Resten eines Konzertsaals ein Ensemble von Musiker*innen des Berliner Solistenensemble Kaleidoskop und Schweizer Solist*innen, um unter der nervösen Leitung seiner Dirigentin gegen die Zumutungen der Welt an zu musizieren - und daran zu scheitern. Das Ensemble ist als Multiplikator und Gegenüber der Protagonistin integraler Bestandteil des szenischen Kosmos. "Kolik" ist ein zeitgenössisches Passionsspiel über den Krieg im Kopf, das Rauschen der Welt und unsere Verletzlichkeit in einer hyperbeschleunigten Gegenwart. Sarah Maria Sun zählt zu den weltweit führenden Interpret*innen der zeitgenössischen Musikszene. Ihr Repertoire beinhaltet neben zahlreichen Liedern, Opern- und Oratorienpartien zurzeit über 800 Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts. Eine enge Zusammenarbeit verbindet sie mit Komponisten wie Helmut Lachenmann, Heinz Holliger, Georg Friedrich Haas, Salvatore Sciarrino und Bernhard Lang. Der NDR widmete ihr 2012, 2016 und 2018 Portrait-Konzerte. Ihre enorme Wandlungsfähigkeit demonstriert sie auch regelmäßig auf der Musiktheaterbühne. So wurde sie für die Rolle der Elsa in Salvatore Sciarrinos Monodram "Lohengrin" von der Opernwelt 2017 als Sängerin des Jahres nominiert. Von 2007-2014 war sie die Erste Sopranistin der international renommierten Neuen Vocalsolisten Stuttgart. Sarah Maria Sun studierte Gesang in Köln und Stuttgart sowie im Anschluss bei Darinka Segota und Tanja Ariane Baumgartner. Sie gibt regelmäßig Meisterkurse für Vokalmusik des 20. und 21. Jahrhunderts. Die Saison 2018/19 führt die Sängerin u. a. zur Semperoper Dresden, zum Resonant Bodies Festival New York und zum Cervantino Festival Mexiko. Das letzte Album der Sängerin "modern lied" (2017) wurde für den Jahrespreis 2018 vom Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V. nominiert. Benjamin van Bebber, geboren 1984, arbeitet als Regisseur, Performer und Dramaturg. Im Zentrum seiner Arbeit stehen die Erprobung kollektiver Arbeitsprozesse im Musiktheater und die Stimme als Möglichkeit experimenteller Begegnungen. Er ist Teil des Künstler*innen-Netzwerks cobratheater.cobra und gründete 2014 das musiktheatrale Produktionskollektiv "Institut für angewandtes Halbwissen". Er studierte Theater- und Musikwissenschaft sowie Philosophie in Frankfurt a. M. und Musiktheater-Regie an der Hamburger Theaterakademie. Zu seinen Produktionen zählen "FATZER/ KRIEG" (Kampnagel, 2013), mit Leo Hofmann "wir/ wir/ wir (Entwürfe)" (Biennale Bern, 2014) und "Winterreise - Vorstudie für ein nomadisches Leben" (Stimme X Hamburg, 2016), performative Installationen für das Festival "Greatest Hits" der Elbphilhar-monie auf Kampnagel (2015/16) und in der Fleetstreet Residenz sowie das Chorstück "Abhängigkeitserklärung" auf Kampnagel (2018). Die "Winterreise" wurde am Ballhaus Ost in Berlin, bei der Ruhrtriennale 2018 und in Zusammenarbeit mit dem Goethe Institut und der Kuratorin Jeanne Vogt/ Motion Bank Choreographic Coding Lab in Nairobi gezeigt. Neben der eigenen künstlerischen Arbeit leitet er Workshops, Film- und Theaterprojekte mit Kindern und Jugendlichen. Er war Stipendiat der Claussen-Simon-Kunststiftung (2014 bis 2015) und Preisträger des "Swiss Performance Art Award 2017". Der in Basel lebende Komponist und Videokünstler Jannik Giger, geboren 1985, studierte Musik und Medienkunst (BA) an der Hochschule der Künste Bern sowie Komposition an der Musikhochschule Luzern und Specialized Music Performance (Komposition) am Konservatorium Basel. Mit seinen Kompositionen und Videoarbeiten bewegt er sich ebenso im Feld zeitgenössischer Musik wie im Kunstkontext. Giger erhielt 2013 den Förderpreis für Musik des Kanton Solothurns und ein Atelierstipendium (2015) in London der Stiftung Landis und Gyr. Seine Arbeiten werden international im Musik-, Film- und Kunstkontext rezipiert wie beispielsweise der Wigmore Hall London, dem National Centre for the Performing Arts Peking, den Swiss Art Awards oder dem Theater Basel und von Formationen wie dem Ensemble Mosaik, Mondrian Ensemble, Trio Rafale, Ensemble Phoenix, der Basel Sinfonietta oder der Geneva Camerata aufgeführt. Für seine Kompositionen bedient sich Giger aus Versatzstücken aus Partituren und Interpretationen aus der Big Data der Musikgeschichte. Die Fragmente werden zum musikalischen Grundmaterial, aus dem er ein eigenständiges Neues entwickelt, indem er das Fremdmaterial bis zur Unkenntlichkeit verändert und weiterentwickelt. Was Zitat ist, was Weiterverarbeitung und was originäre Komposition, bleibt bewusst offen. Leo Hofmann, geboren 1986, kreiert, komponiert und spielt Musiktheater, Performances und Hörspiele. Er arbeitet mit Stimme, Bewegung und Elektronik, untersucht Musik zwischen Flüchtigkeit und medialer Fixierung, befragt das Visuelle im Musizieren und das Körperliche im Klang. Seine Arbeit umfasst ferner Musik für Theater, Radioarbeiten und Klanginstallationen. Seit dem Abschluss seines Master-Studiums "Contemporary Arts Practice" an der Hochschule der Künste Bern 2013 erhielt Hofmann diverse Auszeichnungen und Förderungen, darunter die Residenz "Studio Roma" des Istituto Svizzero di Roma, den "Giga-Hertz Förderpreis für elektronische Musik" des ZKM Karlsruhe, den Performancepreis Schweiz, sowie das Klangkunst-Stipendium des Landes Niedersachsen. Unter seiner Leitung entstanden seit 2013 diverse musiktheatrale Arbeiten, u.a. das Musiktheater "UNGEDULD" (UA Gare du Nord Basel) und das performative Hörspiel "Pachinko Playalong" (UA Imatronic-Festival 2014). Als Composer-Performer spielte er auf diversen internationalen Festivals und an Konzerthäusern, Theatern und Galerien z.B. am SPOR Festival Aarhus, im Cabaret Voltaire Zürich, am Festival KONTAKTE Berlin und am Goethe-Institut Nairobi. Das Solistenensemble Kaleidoskop wurde 2006 gegründet. Im Laufe der Jahre hat sich das Ensemble stetig gewandelt und immer wieder innovative Formen der Musikvermittlung erprobt. In Zusammenarbeit mit Künstler*innen aus anderen Genres sucht Kaleidoskop nach neuen Aufführungsformen. Das Repertoire reicht vom Frühbarock bis zur aktuellen Musik, auch eigene Musikkonzepte werden entworfen. Kaleidoskop arbeitet eng mit dem Radialsystem zusammen und ist zu Gast bei renommierten Festivals wie dem Kunstfest Weimar, den KunstFestSpielen Herrenhausen, dem Sydney Festival, dem Holland Festival, Wien Modern oder den Donaueschinger Musiktagen und war Ensemble in Residence u.a. bei den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker. Kaleidoskop spielt an Häusern wie dem Concertgebouw Brügge, Harpa in Reykjavík, Hellerau - Europäisches Zentrum der Künste Dresden oder Kampnagel Hamburg, dem Berghain und der Philharmonie. Im Laufe des künstlerischen Engagements hat das Solistenensemble mit Künstler*innen wie Sasha Waltz, Sabrina Hölzer, Jennifer Walshe, Georg Nussbaumer, Laurent Chétouane, Sebastian Claren und der Band Mouse on Mars zusammengearbeitet.


Kategorie: Musiktheater

Der Riss durch die Welt geht mitten durchs Gehirn. Im Blitzlichtgewitter der Synapsen orchestriert "Kolik" die radikale Selbstbefragung eines sterbenden Ichs und die letzten Sekunden eines widersprüchlichen Lebens. Die Komponisten Jannik Giger und Leo Hofmann übersetzen gemeinsam mit dem Regisseur Benjamin van Bebber Rainald Goetz' apokalyptischen Monolog in ein vielstimmiges Solo für die Sopranistin Sarah Maria Sun, Elektronik und ein Instrumentalensemble. Entstanden ist ein Gewebe aus Text, Gesang, Instrumentalmusik und Hörspielpassagen, das den Goetz'schen Wortkaskaden in all ihrer Vieldeutigkeit nachspürt. Der nur selten aufgeführte Text umkreist Motive von Identität und Paranoia und sucht nach einem offenen Umgang mit der Informationsflut Welt - und gewinnt damit 20 Jahre nach seinem Erscheinen erneut an Aktualität. Zum vielleicht letzten Mal trifft sich in den ruinenartigen Resten eines Konzertsaals ein Ensemble von Musiker*innen des Berliner Solistenensemble Kaleidoskop und Schweizer Solist*innen, um unter der nervösen Leitung seiner Dirigentin gegen die Zumutungen der Welt an zu musizieren - und daran zu scheitern. Das Ensemble ist als Multiplikator und Gegenüber der Protagonistin integraler Bestandteil des szenischen Kosmos. "Kolik" ist ein zeitgenössisches Passionsspiel über den Krieg im Kopf, das Rauschen der Welt und unsere Verletzlichkeit in einer hyperbeschleunigten Gegenwart. Sarah Maria Sun zählt zu den weltweit führenden Interpret*innen der zeitgenössischen Musikszene. Ihr Repertoire beinhaltet neben zahlreichen Liedern, Opern- und Oratorienpartien zurzeit über 800 Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts. Eine enge Zusammenarbeit verbindet sie mit Komponisten wie Helmut Lachenmann, Heinz Holliger, Georg Friedrich Haas, Salvatore Sciarrino und Bernhard Lang. Der NDR widmete ihr 2012, 2016 und 2018 Portrait-Konzerte. Ihre enorme Wandlungsfähigkeit demonstriert sie auch regelmäßig auf der Musiktheaterbühne. So wurde sie für die Rolle der Elsa in Salvatore Sciarrinos Monodram "Lohengrin" von der Opernwelt 2017 als Sängerin des Jahres nominiert. Von 2007-2014 war sie die Erste Sopranistin der international renommierten Neuen Vocalsolisten Stuttgart. Sarah Maria Sun studierte Gesang in Köln und Stuttgart sowie im Anschluss bei Darinka Segota und Tanja Ariane Baumgartner. Sie gibt regelmäßig Meisterkurse für Vokalmusik des 20. und 21. Jahrhunderts. Die Saison 2018/19 führt die Sängerin u. a. zur Semperoper Dresden, zum Resonant Bodies Festival New York und zum Cervantino Festival Mexiko. Das letzte Album der Sängerin "modern lied" (2017) wurde für den Jahrespreis 2018 vom Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V. nominiert. Benjamin van Bebber, geboren 1984, arbeitet als Regisseur, Performer und Dramaturg. Im Zentrum seiner Arbeit stehen die Erprobung kollektiver Arbeitsprozesse im Musiktheater und die Stimme als Möglichkeit experimenteller Begegnungen. Er ist Teil des Künstler*innen-Netzwerks cobratheater.cobra und gründete 2014 das musiktheatrale Produktionskollektiv "Institut für angewandtes Halbwissen". Er studierte Theater- und Musikwissenschaft sowie Philosophie in Frankfurt a. M. und Musiktheater-Regie an der Hamburger Theaterakademie. Zu seinen Produktionen zählen "FATZER/ KRIEG" (Kampnagel, 2013), mit Leo Hofmann "wir/ wir/ wir (Entwürfe)" (Biennale Bern, 2014) und "Winterreise - Vorstudie für ein nomadisches Leben" (Stimme X Hamburg, 2016), performative Installationen für das Festival "Greatest Hits" der Elbphilhar-monie auf Kampnagel (2015/16) und in der Fleetstreet Residenz sowie das Chorstück "Abhängigkeitserklärung" auf Kampnagel (2018). Die "Winterreise" wurde am Ballhaus Ost in Berlin, bei der Ruhrtriennale 2018 und in Zusammenarbeit mit dem Goethe Institut und der Kuratorin Jeanne Vogt/ Motion Bank Choreographic Coding Lab in Nairobi gezeigt. Neben der eigenen künstlerischen Arbeit leitet er Workshops, Film- und Theaterprojekte mit Kindern und Jugendlichen. Er war Stipendiat der Claussen-Simon-Kunststiftung (2014 bis 2015) und Preisträger des "Swiss Performance Art Award 2017". Der in Basel lebende Komponist und Videokünstler Jannik Giger, geboren 1985, studierte Musik und Medienkunst (BA) an der Hochschule der Künste Bern sowie Komposition an der Musikhochschule Luzern und Specialized Music Performance (Komposition) am Konservatorium Basel. Mit seinen Kompositionen und Videoarbeiten bewegt er sich ebenso im Feld zeitgenössischer Musik wie im Kunstkontext. Giger erhielt 2013 den Förderpreis für Musik des Kanton Solothurns und ein Atelierstipendium (2015) in London der Stiftung Landis und Gyr. Seine Arbeiten werden international im Musik-, Film- und Kunstkontext rezipiert wie beispielsweise der Wigmore Hall London, dem National Centre for the Performing Arts Peking, den Swiss Art Awards oder dem Theater Basel und von Formationen wie dem Ensemble Mosaik, Mondrian Ensemble, Trio Rafale, Ensemble Phoenix, der Basel Sinfonietta oder der Geneva Camerata aufgeführt. Für seine Kompositionen bedient sich Giger aus Versatzstücken aus Partituren und Interpretationen aus der Big Data der Musikgeschichte. Die Fragmente werden zum musikalischen Grundmaterial, aus dem er ein eigenständiges Neues entwickelt, indem er das Fremdmaterial bis zur Unkenntlichkeit verändert und weiterentwickelt. Was Zitat ist, was Weiterverarbeitung und was originäre Komposition, bleibt bewusst offen. Leo Hofmann, geboren 1986, kreiert, komponiert und spielt Musiktheater, Performances und Hörspiele. Er arbeitet mit Stimme, Bewegung und Elektronik, untersucht Musik zwischen Flüchtigkeit und medialer Fixierung, befragt das Visuelle im Musizieren und das Körperliche im Klang. Seine Arbeit umfasst ferner Musik für Theater, Radioarbeiten und Klanginstallationen. Seit dem Abschluss seines Master-Studiums "Contemporary Arts Practice" an der Hochschule der Künste Bern 2013 erhielt Hofmann diverse Auszeichnungen und Förderungen, darunter die Residenz "Studio Roma" des Istituto Svizzero di Roma, den "Giga-Hertz Förderpreis für elektronische Musik" des ZKM Karlsruhe, den Performancepreis Schweiz, sowie das Klangkunst-Stipendium des Landes Niedersachsen. Unter seiner Leitung entstanden seit 2013 diverse musiktheatrale Arbeiten, u.a. das Musiktheater "UNGEDULD" (UA Gare du Nord Basel) und das performative Hörspiel "Pachinko Playalong" (UA Imatronic-Festival 2014). Als Composer-Performer spielte er auf diversen internationalen Festivals und an Konzerthäusern, Theatern und Galerien z.B. am SPOR Festival Aarhus, im Cabaret Voltaire Zürich, am Festival KONTAKTE Berlin und am Goethe-Institut Nairobi. Das Solistenensemble Kaleidoskop wurde 2006 gegründet. Im Laufe der Jahre hat sich das Ensemble stetig gewandelt und immer wieder innovative Formen der Musikvermittlung erprobt. In Zusammenarbeit mit Künstler*innen aus anderen Genres sucht Kaleidoskop nach neuen Aufführungsformen. Das Repertoire reicht vom Frühbarock bis zur aktuellen Musik, auch eigene Musikkonzepte werden entworfen. Kaleidoskop arbeitet eng mit dem Radialsystem zusammen und ist zu Gast bei renommierten Festivals wie dem Kunstfest Weimar, den KunstFestSpielen Herrenhausen, dem Sydney Festival, dem Holland Festival, Wien Modern oder den Donaueschinger Musiktagen und war Ensemble in Residence u.a. bei den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker. Kaleidoskop spielt an Häusern wie dem Concertgebouw Brügge, Harpa in Reykjavík, Hellerau - Europäisches Zentrum der Künste Dresden oder Kampnagel Hamburg, dem Berghain und der Philharmonie. Im Laufe des künstlerischen Engagements hat das Solistenensemble mit Künstler*innen wie Sasha Waltz, Sabrina Hölzer, Jennifer Walshe, Georg Nussbaumer, Laurent Chétouane, Sebastian Claren und der Band Mouse on Mars zusammengearbeitet.


Kategorie: Musiktheater

Hop! Skip! Jump! Mit Instrumenten, bunten Stoffresten und quietschenden Objekten konzipieren fünf Musikerinnen eine dreiteilige Reihe mit Familienkonzerten und entwickeln mit Klang, Bewegung und Tastsinn ein vielschichtiges musikalisches Erlebnis für die ganze Familie. Aus barocker bis zeitgenössischer Musik, aus Kinderliedern und Popsongs entsteht eine Geschichte, bei der das Publikum eingeladen ist mitzumachen. Stille und Klang, Bewegung und Entspannung wechseln sich ab und weben die unterschiedlichen Musikwerke zusammen. Die Reihe "HopSkipJump" hebt die traditionellen Rituale eines Konzertes auf und lädt kleine und größere Besucher*innen dazu ein, sich am Geschehen zu beteiligen. Unter einem bunten Stoffzelt können die Kinder Objekte in die Hand nehmen, durch Trommeln am Boden einen Sturm herbeizaubern und sich unter den Kissen am Boden verstecken. Die Musikerinnen spielen und führen als Performerinnen durch die Stücke und treten in engen Kontakt mit den Zuhörenden. Sie initiieren Bewegungen und regen klangliche Interventionen an. Das Publikum ist eingeladen, eine vielfältige Klangwelt sinnlich sowie akustisch zu erleben. Die drei Konzerte sind auf drei unterschiedliche Entwicklungsphasen der frühkindlichen Entwicklung ausgerichtet - Babys, Kleinkinder und Vorschulkinder. Bei allen Konzerten sind kleinere und größere Geschwister, Großeltern, Tanten, Onkel und Freund*innen herzlich willkommen! Daniella Strasfogel, geboren und aufgewachsen in New York City, war von 2010 bis 2015 Künstlerische Leiterin des Solistenensemble Kaleidoskop, dessen Gründungsmitglied sie ist. In dieser Position konzipierte und führte sie mehrere Musiktheaterprojekte in Berlin, in anderen Städten Deutschlands und Europas. Sie arbeitete mit diversen künstlerischen Partner*innen zusammen und entwickelte besondere Formate für Laienmusiker*innen und Jugendliche. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der szenischen Konzertprogrammation für Festivals und verschiedene Aufführungsorte, so u.a. für das Radialsystem, die Sommerlichen Musiktage Hitzacker, die Thüringer Bachwochen, das Haus der Berliner Festspiele, HELLERAU Dresden, Kampnagel Hamburg oder das Sydney Festival. Daniella Strasfogel unterrichtet seit 18 Jahren Violine. 2018 hat sie LOUDsoft gegründet, um neue Formate der Musikvermittlung zu entwickeln und Musikerlebnisse für Kinder zu schaffen, die Vielfältigkeit im Hören und Freiheit in der Bewegung ins Konzert bringen. http://www.daniellastrasfogel.com


Kategorie: Kleinstkind (bis 2 Jahre)

Hop! Skip! Jump! Mit Instrumenten, bunten Stoffresten und quietschenden Objekten konzipieren fünf Musikerinnen eine dreiteilige Reihe mit Familienkonzerten und entwickeln mit Klang, Bewegung und Tastsinn ein vielschichtiges musikalisches Erlebnis für die ganze Familie. Aus barocker bis zeitgenössischer Musik, aus Kinderliedern und Popsongs entsteht eine Geschichte, bei der das Publikum eingeladen ist mitzumachen. Stille und Klang, Bewegung und Entspannung wechseln sich ab und weben die unterschiedlichen Musikwerke zusammen. Die Reihe "HopSkipJump" hebt die traditionellen Rituale eines Konzertes auf und lädt kleine und größere Besucher*innen dazu ein, sich am Geschehen zu beteiligen. Unter einem bunten Stoffzelt können die Kinder Objekte in die Hand nehmen, durch Trommeln am Boden einen Sturm herbeizaubern und sich unter den Kissen am Boden verstecken. Die Musikerinnen spielen und führen als Performerinnen durch die Stücke und treten in engen Kontakt mit den Zuhörenden. Sie initiieren Bewegungen und regen klangliche Interventionen an. Das Publikum ist eingeladen, eine vielfältige Klangwelt sinnlich sowie akustisch zu erleben. Die drei Konzerte sind auf drei unterschiedliche Entwicklungsphasen der frühkindlichen Entwicklung ausgerichtet - Babys, Kleinkinder und Vorschulkinder. Bei allen Konzerten sind kleinere und größere Geschwister, Großeltern, Tanten, Onkel und Freund*innen herzlich willkommen! Daniella Strasfogel, geboren und aufgewachsen in New York City, war von 2010 bis 2015 Künstlerische Leiterin des Solistenensemble Kaleidoskop, dessen Gründungsmitglied sie ist. In dieser Position konzipierte und führte sie mehrere Musiktheaterprojekte in Berlin, in anderen Städten Deutschlands und Europas. Sie arbeitete mit diversen künstlerischen Partner*innen zusammen und entwickelte besondere Formate für Laienmusiker*innen und Jugendliche. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der szenischen Konzertprogrammation für Festivals und verschiedene Aufführungsorte, so u.a. für das Radialsystem, die Sommerlichen Musiktage Hitzacker, die Thüringer Bachwochen, das Haus der Berliner Festspiele, HELLERAU Dresden, Kampnagel Hamburg oder das Sydney Festival. Daniella Strasfogel unterrichtet seit 18 Jahren Violine. 2018 hat sie LOUDsoft gegründet, um neue Formate der Musikvermittlung zu entwickeln und Musikerlebnisse für Kinder zu schaffen, die Vielfältigkeit im Hören und Freiheit in der Bewegung ins Konzert bringen. http://www.daniellastrasfogel.com


Kategorie: Kleinstkind (bis 2 Jahre)

Der Riss durch die Welt geht mitten durchs Gehirn. Im Blitzlichtgewitter der Synapsen orchestriert "Kolik" die radikale Selbstbefragung eines sterbenden Ichs und die letzten Sekunden eines widersprüchlichen Lebens. Die Komponisten Jannik Giger und Leo Hofmann übersetzen gemeinsam mit dem Regisseur Benjamin van Bebber Rainald Goetz' apokalyptischen Monolog in ein vielstimmiges Solo für die Sopranistin Sarah Maria Sun, Elektronik und ein Instrumentalensemble. Entstanden ist ein Gewebe aus Text, Gesang, Instrumentalmusik und Hörspielpassagen, das den Goetz'schen Wortkaskaden in all ihrer Vieldeutigkeit nachspürt. Der nur selten aufgeführte Text umkreist Motive von Identität und Paranoia und sucht nach einem offenen Umgang mit der Informationsflut Welt - und gewinnt damit 20 Jahre nach seinem Erscheinen erneut an Aktualität. Zum vielleicht letzten Mal trifft sich in den ruinenartigen Resten eines Konzertsaals ein Ensemble von Musiker*innen des Berliner Solistenensemble Kaleidoskop und Schweizer Solist*innen, um unter der nervösen Leitung seiner Dirigentin gegen die Zumutungen der Welt an zu musizieren - und daran zu scheitern. Das Ensemble ist als Multiplikator und Gegenüber der Protagonistin integraler Bestandteil des szenischen Kosmos. "Kolik" ist ein zeitgenössisches Passionsspiel über den Krieg im Kopf, das Rauschen der Welt und unsere Verletzlichkeit in einer hyperbeschleunigten Gegenwart. Sarah Maria Sun zählt zu den weltweit führenden Interpret*innen der zeitgenössischen Musikszene. Ihr Repertoire beinhaltet neben zahlreichen Liedern, Opern- und Oratorienpartien zurzeit über 800 Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts. Eine enge Zusammenarbeit verbindet sie mit Komponisten wie Helmut Lachenmann, Heinz Holliger, Georg Friedrich Haas, Salvatore Sciarrino und Bernhard Lang. Der NDR widmete ihr 2012, 2016 und 2018 Portrait-Konzerte. Ihre enorme Wandlungsfähigkeit demonstriert sie auch regelmäßig auf der Musiktheaterbühne. So wurde sie für die Rolle der Elsa in Salvatore Sciarrinos Monodram "Lohengrin" von der Opernwelt 2017 als Sängerin des Jahres nominiert. Von 2007-2014 war sie die Erste Sopranistin der international renommierten Neuen Vocalsolisten Stuttgart. Sarah Maria Sun studierte Gesang in Köln und Stuttgart sowie im Anschluss bei Darinka Segota und Tanja Ariane Baumgartner. Sie gibt regelmäßig Meisterkurse für Vokalmusik des 20. und 21. Jahrhunderts. Die Saison 2018/19 führt die Sängerin u. a. zur Semperoper Dresden, zum Resonant Bodies Festival New York und zum Cervantino Festival Mexiko. Das letzte Album der Sängerin "modern lied" (2017) wurde für den Jahrespreis 2018 vom Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V. nominiert. Benjamin van Bebber, geboren 1984, arbeitet als Regisseur, Performer und Dramaturg. Im Zentrum seiner Arbeit stehen die Erprobung kollektiver Arbeitsprozesse im Musiktheater und die Stimme als Möglichkeit experimenteller Begegnungen. Er ist Teil des Künstler*innen-Netzwerks cobratheater.cobra und gründete 2014 das musiktheatrale Produktionskollektiv "Institut für angewandtes Halbwissen". Er studierte Theater- und Musikwissenschaft sowie Philosophie in Frankfurt a. M. und Musiktheater-Regie an der Hamburger Theaterakademie. Zu seinen Produktionen zählen "FATZER/ KRIEG" (Kampnagel, 2013), mit Leo Hofmann "wir/ wir/ wir (Entwürfe)" (Biennale Bern, 2014) und "Winterreise - Vorstudie für ein nomadisches Leben" (Stimme X Hamburg, 2016), performative Installationen für das Festival "Greatest Hits" der Elbphilhar-monie auf Kampnagel (2015/16) und in der Fleetstreet Residenz sowie das Chorstück "Abhängigkeitserklärung" auf Kampnagel (2018). Die "Winterreise" wurde am Ballhaus Ost in Berlin, bei der Ruhrtriennale 2018 und in Zusammenarbeit mit dem Goethe Institut und der Kuratorin Jeanne Vogt/ Motion Bank Choreographic Coding Lab in Nairobi gezeigt. Neben der eigenen künstlerischen Arbeit leitet er Workshops, Film- und Theaterprojekte mit Kindern und Jugendlichen. Er war Stipendiat der Claussen-Simon-Kunststiftung (2014 bis 2015) und Preisträger des "Swiss Performance Art Award 2017". Der in Basel lebende Komponist und Videokünstler Jannik Giger, geboren 1985, studierte Musik und Medienkunst (BA) an der Hochschule der Künste Bern sowie Komposition an der Musikhochschule Luzern und Specialized Music Performance (Komposition) am Konservatorium Basel. Mit seinen Kompositionen und Videoarbeiten bewegt er sich ebenso im Feld zeitgenössischer Musik wie im Kunstkontext. Giger erhielt 2013 den Förderpreis für Musik des Kanton Solothurns und ein Atelierstipendium (2015) in London der Stiftung Landis und Gyr. Seine Arbeiten werden international im Musik-, Film- und Kunstkontext rezipiert wie beispielsweise der Wigmore Hall London, dem National Centre for the Performing Arts Peking, den Swiss Art Awards oder dem Theater Basel und von Formationen wie dem Ensemble Mosaik, Mondrian Ensemble, Trio Rafale, Ensemble Phoenix, der Basel Sinfonietta oder der Geneva Camerata aufgeführt. Für seine Kompositionen bedient sich Giger aus Versatzstücken aus Partituren und Interpretationen aus der Big Data der Musikgeschichte. Die Fragmente werden zum musikalischen Grundmaterial, aus dem er ein eigenständiges Neues entwickelt, indem er das Fremdmaterial bis zur Unkenntlichkeit verändert und weiterentwickelt. Was Zitat ist, was Weiterverarbeitung und was originäre Komposition, bleibt bewusst offen. Leo Hofmann, geboren 1986, kreiert, komponiert und spielt Musiktheater, Performances und Hörspiele. Er arbeitet mit Stimme, Bewegung und Elektronik, untersucht Musik zwischen Flüchtigkeit und medialer Fixierung, befragt das Visuelle im Musizieren und das Körperliche im Klang. Seine Arbeit umfasst ferner Musik für Theater, Radioarbeiten und Klanginstallationen. Seit dem Abschluss seines Master-Studiums "Contemporary Arts Practice" an der Hochschule der Künste Bern 2013 erhielt Hofmann diverse Auszeichnungen und Förderungen, darunter die Residenz "Studio Roma" des Istituto Svizzero di Roma, den "Giga-Hertz Förderpreis für elektronische Musik" des ZKM Karlsruhe, den Performancepreis Schweiz, sowie das Klangkunst-Stipendium des Landes Niedersachsen. Unter seiner Leitung entstanden seit 2013 diverse musiktheatrale Arbeiten, u.a. das Musiktheater "UNGEDULD" (UA Gare du Nord Basel) und das performative Hörspiel "Pachinko Playalong" (UA Imatronic-Festival 2014). Als Composer-Performer spielte er auf diversen internationalen Festivals und an Konzerthäusern, Theatern und Galerien z.B. am SPOR Festival Aarhus, im Cabaret Voltaire Zürich, am Festival KONTAKTE Berlin und am Goethe-Institut Nairobi. Das Solistenensemble Kaleidoskop wurde 2006 gegründet. Im Laufe der Jahre hat sich das Ensemble stetig gewandelt und immer wieder innovative Formen der Musikvermittlung erprobt. In Zusammenarbeit mit Künstler*innen aus anderen Genres sucht Kaleidoskop nach neuen Aufführungsformen. Das Repertoire reicht vom Frühbarock bis zur aktuellen Musik, auch eigene Musikkonzepte werden entworfen. Kaleidoskop arbeitet eng mit dem Radialsystem zusammen und ist zu Gast bei renommierten Festivals wie dem Kunstfest Weimar, den KunstFestSpielen Herrenhausen, dem Sydney Festival, dem Holland Festival, Wien Modern oder den Donaueschinger Musiktagen und war Ensemble in Residence u.a. bei den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker. Kaleidoskop spielt an Häusern wie dem Concertgebouw Brügge, Harpa in Reykjavík, Hellerau - Europäisches Zentrum der Künste Dresden oder Kampnagel Hamburg, dem Berghain und der Philharmonie. Im Laufe des künstlerischen Engagements hat das Solistenensemble mit Künstler*innen wie Sasha Waltz, Sabrina Hölzer, Jennifer Walshe, Georg Nussbaumer, Laurent Chétouane, Sebastian Claren und der Band Mouse on Mars zusammengearbeitet.


Kategorie: Musiktheater


Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:25.02.19
© Fotos der Vorstellungen: [+][-]
Goldberg-Variationen(Foto-Fritzsche Köthen/Foto-Fritzsche Köthen) Ohrknacker: Milica Djordjević(Lennard Rühle/Lennard Rühle) LETRA / TONE - Festival für Grafik und Musik(Peter Gannushkin/Peter Gannushkin) LETRA / TONE - Festival für Grafik und Musik(Promo/Promo) LETRA / TONE - Festival für Grafik und Musik(Rasmus Bell/Rasmus Bell) SILENT SONGS into the wild(Dirk Bleicker/Dirk Bleicker) HopSkipJump - HOP für Babys(Promo/Promo) Prinzip Hoffnung V: Passion(Kristof Fischer/Kristof Fischer) Arbeit und Struktur(William Minke/William Minke) HopSkipJump - SKIP für Kleinkinder(Promo/Promo) Johannes-Passion(Hinderlich/Hinderlich) MaerzMusik: George E. Lewis(Eileen Barroso/Eileen Barroso) Was ist die Kunst an der Musik?(Phil Dera/Phil Dera) "Kolik" von Rainald Goetz(Thomas Jauk/Thomas Jauk) HopSkipJump - JUMP für Vorschulkinder(Promo/Promo)

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