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Spielplan für März 2019

Wie kann sie ihm das antun, dem Steinheuer? Wo der doch so eine gute Seele ist und als Lehrer eine Autorität. Ist doch Mutter und Ehefrau! Mit diesem Dechant, dem Musikkritiker soll sie was haben, in seiner Wohnung mit den blau verhängten Fenstern. Und mit dem Elektrogroßhändler, dem Griebel. Und die Hallwachs, die Frau vom Chirurgen, sagt… Eine ganze Stadt spricht über Elfie. Nur: der ist das egal. Weil es eh nicht stimmt, weil es keiner versteht, weil es niemanden interessiert, was sie antreibt und was sie ersticken lässt an diesen Leuten und dieser Stadt. Wie schnell ist ein Urteil gefasst über eine, die sich nicht »an die Spielregeln hält«, die Nähe sucht, wo Abstand erwartet und Mittelmaß zur Norm wird. Wie schnell ist so jemand »durch«, ganz weit unten (oder gar tot)? Mit ihrem Eigenwillen, ihren Launen und Provokationen stellt die Lehrersgattin Elfie Steinheuer die Frage, wieviel Freiheit wir vertragen, als Einzelne und als Gesellschaft. Entstanden bereits in den 80er Jahren, zeichneten Tankred Dorst und Ursula Ehler ein eindrückliches Porträt der deutschen Mittelstandsgesellschaft und spielen auf Georg Büchners »Woyzeck« an – hier steht nun aber dessen Braut im Mittelpunkt. Wie so oft in Dorsts Werk hatte der Stoff verschiedene Ausformungen.- eine Version kam als »Die Freude am Leben« 2001 zur Uraufführung, eine frühere Fassung war als Drehbuch geschrieben mit dem Titel »Eine Mordgeschichte«. Als dieses kam der Text zu uns. Bernhard Glocksin, künstlerischer Leiter der Neuköllner Oper und seit Jahren befreundet mit dem Autorenpaar, bekam es eines Tages lächelnd in die Hand gedrückt: »Magst du es lesen? Ich wusste gar nicht mehr, dass wir das mal geschrieben haben…« Und ob er das lesen wollte. Ein solcher Stoff mit diesen Figuren und Dialogen gehört auf die Bühne, besser noch ins Musiktheater. Und in die Hände eines Erfolgsteams, wie dem von Stella. Martin G. Berger richtete aus dem Drehbuch ein dichtes, auf acht Figuren fokussiertes Libretto ein, das Wolfgang Böhmer in eine facettenreiche, atmosphärische und bildhafte Musik übersetzte. Mit ELFIE gedenken wir dem im Sommer 2018 gestorbenen Dramatiker, der uns so lange Freund, treuer Besucher und – ja sagen wir es ruhig: Fan – der Neuköllner Oper war. Tankred Dorst/Ursula Ehler: Welch’ ein Werk: fast 50 Stücke, Prosa, Drehbücher, Libretti (an der NO Yolimba, Musik: Killmayer), über Jahrzehnte eine der führenden Stimmen in der Deutschen Dramatik, in Deutschland und weltweit, inszeniert von den Großen des Fachs (Zadek, Chereau, Wilson u. v. a. m.). Sie erweiterten die genannten Genres vielfältig mit Prosa, Surrealem, Gedichten, Songs, inszenierten selbst – u. a. den Bayreuther Ring 2006–2010 – und waren als Autorenpaar immer auch Förderer und Lehrende für die Nachfolgenden. Martin G. Berger: Regisseur der preisgekrönten Stella und gefragter Gast an vielen deutschen Bühnen, u. a. mit einer Nominierung für den Faust-Preis. Wolfgang Böhmer: Für Nicht-Berliner*innen: einer der führenden und vielfältigsten Komponisten der Neuköllner Oper mit Erfolgen wie Das Wunder von Neukölln, Leben ohne Chris, dem »Besten Musical 2016« Stella. War zuvor schon einmal mit einem Dorst-Stoff befasst.


Kategorie: Musiktheater

Wie kann sie ihm das antun, dem Steinheuer? Wo der doch so eine gute Seele ist und als Lehrer eine Autorität. Ist doch Mutter und Ehefrau! Mit diesem Dechant, dem Musikkritiker soll sie was haben, in seiner Wohnung mit den blau verhängten Fenstern. Und mit dem Elektrogroßhändler, dem Griebel. Und die Hallwachs, die Frau vom Chirurgen, sagt… Eine ganze Stadt spricht über Elfie. Nur: der ist das egal. Weil es eh nicht stimmt, weil es keiner versteht, weil es niemanden interessiert, was sie antreibt und was sie ersticken lässt an diesen Leuten und dieser Stadt. Wie schnell ist ein Urteil gefasst über eine, die sich nicht »an die Spielregeln hält«, die Nähe sucht, wo Abstand erwartet und Mittelmaß zur Norm wird. Wie schnell ist so jemand »durch«, ganz weit unten (oder gar tot)? Mit ihrem Eigenwillen, ihren Launen und Provokationen stellt die Lehrersgattin Elfie Steinheuer die Frage, wieviel Freiheit wir vertragen, als Einzelne und als Gesellschaft. Entstanden bereits in den 80er Jahren, zeichneten Tankred Dorst und Ursula Ehler ein eindrückliches Porträt der deutschen Mittelstandsgesellschaft und spielen auf Georg Büchners »Woyzeck« an – hier steht nun aber dessen Braut im Mittelpunkt. Wie so oft in Dorsts Werk hatte der Stoff verschiedene Ausformungen.- eine Version kam als »Die Freude am Leben« 2001 zur Uraufführung, eine frühere Fassung war als Drehbuch geschrieben mit dem Titel »Eine Mordgeschichte«. Als dieses kam der Text zu uns. Bernhard Glocksin, künstlerischer Leiter der Neuköllner Oper und seit Jahren befreundet mit dem Autorenpaar, bekam es eines Tages lächelnd in die Hand gedrückt: »Magst du es lesen? Ich wusste gar nicht mehr, dass wir das mal geschrieben haben…« Und ob er das lesen wollte. Ein solcher Stoff mit diesen Figuren und Dialogen gehört auf die Bühne, besser noch ins Musiktheater. Und in die Hände eines Erfolgsteams, wie dem von Stella. Martin G. Berger richtete aus dem Drehbuch ein dichtes, auf acht Figuren fokussiertes Libretto ein, das Wolfgang Böhmer in eine facettenreiche, atmosphärische und bildhafte Musik übersetzte. Mit ELFIE gedenken wir dem im Sommer 2018 gestorbenen Dramatiker, der uns so lange Freund, treuer Besucher und – ja sagen wir es ruhig: Fan – der Neuköllner Oper war. Tankred Dorst/Ursula Ehler: Welch’ ein Werk: fast 50 Stücke, Prosa, Drehbücher, Libretti (an der NO Yolimba, Musik: Killmayer), über Jahrzehnte eine der führenden Stimmen in der Deutschen Dramatik, in Deutschland und weltweit, inszeniert von den Großen des Fachs (Zadek, Chereau, Wilson u. v. a. m.). Sie erweiterten die genannten Genres vielfältig mit Prosa, Surrealem, Gedichten, Songs, inszenierten selbst – u. a. den Bayreuther Ring 2006–2010 – und waren als Autorenpaar immer auch Förderer und Lehrende für die Nachfolgenden. Martin G. Berger: Regisseur der preisgekrönten Stella und gefragter Gast an vielen deutschen Bühnen, u. a. mit einer Nominierung für den Faust-Preis. Wolfgang Böhmer: Für Nicht-Berliner*innen: einer der führenden und vielfältigsten Komponisten der Neuköllner Oper mit Erfolgen wie Das Wunder von Neukölln, Leben ohne Chris, dem »Besten Musical 2016« Stella. War zuvor schon einmal mit einem Dorst-Stoff befasst.


Kategorie: Musiktheater

Wie kann sie ihm das antun, dem Steinheuer? Wo der doch so eine gute Seele ist und als Lehrer eine Autorität. Ist doch Mutter und Ehefrau! Mit diesem Dechant, dem Musikkritiker soll sie was haben, in seiner Wohnung mit den blau verhängten Fenstern. Und mit dem Elektrogroßhändler, dem Griebel. Und die Hallwachs, die Frau vom Chirurgen, sagt… Eine ganze Stadt spricht über Elfie. Nur: der ist das egal. Weil es eh nicht stimmt, weil es keiner versteht, weil es niemanden interessiert, was sie antreibt und was sie ersticken lässt an diesen Leuten und dieser Stadt. Wie schnell ist ein Urteil gefasst über eine, die sich nicht »an die Spielregeln hält«, die Nähe sucht, wo Abstand erwartet und Mittelmaß zur Norm wird. Wie schnell ist so jemand »durch«, ganz weit unten (oder gar tot)? Mit ihrem Eigenwillen, ihren Launen und Provokationen stellt die Lehrersgattin Elfie Steinheuer die Frage, wieviel Freiheit wir vertragen, als Einzelne und als Gesellschaft. Entstanden bereits in den 80er Jahren, zeichneten Tankred Dorst und Ursula Ehler ein eindrückliches Porträt der deutschen Mittelstandsgesellschaft und spielen auf Georg Büchners »Woyzeck« an – hier steht nun aber dessen Braut im Mittelpunkt. Wie so oft in Dorsts Werk hatte der Stoff verschiedene Ausformungen.- eine Version kam als »Die Freude am Leben« 2001 zur Uraufführung, eine frühere Fassung war als Drehbuch geschrieben mit dem Titel »Eine Mordgeschichte«. Als dieses kam der Text zu uns. Bernhard Glocksin, künstlerischer Leiter der Neuköllner Oper und seit Jahren befreundet mit dem Autorenpaar, bekam es eines Tages lächelnd in die Hand gedrückt: »Magst du es lesen? Ich wusste gar nicht mehr, dass wir das mal geschrieben haben…« Und ob er das lesen wollte. Ein solcher Stoff mit diesen Figuren und Dialogen gehört auf die Bühne, besser noch ins Musiktheater. Und in die Hände eines Erfolgsteams, wie dem von Stella. Martin G. Berger richtete aus dem Drehbuch ein dichtes, auf acht Figuren fokussiertes Libretto ein, das Wolfgang Böhmer in eine facettenreiche, atmosphärische und bildhafte Musik übersetzte. Mit ELFIE gedenken wir dem im Sommer 2018 gestorbenen Dramatiker, der uns so lange Freund, treuer Besucher und – ja sagen wir es ruhig: Fan – der Neuköllner Oper war. Tankred Dorst/Ursula Ehler: Welch’ ein Werk: fast 50 Stücke, Prosa, Drehbücher, Libretti (an der NO Yolimba, Musik: Killmayer), über Jahrzehnte eine der führenden Stimmen in der Deutschen Dramatik, in Deutschland und weltweit, inszeniert von den Großen des Fachs (Zadek, Chereau, Wilson u. v. a. m.). Sie erweiterten die genannten Genres vielfältig mit Prosa, Surrealem, Gedichten, Songs, inszenierten selbst – u. a. den Bayreuther Ring 2006–2010 – und waren als Autorenpaar immer auch Förderer und Lehrende für die Nachfolgenden. Martin G. Berger: Regisseur der preisgekrönten Stella und gefragter Gast an vielen deutschen Bühnen, u. a. mit einer Nominierung für den Faust-Preis. Wolfgang Böhmer: Für Nicht-Berliner*innen: einer der führenden und vielfältigsten Komponisten der Neuköllner Oper mit Erfolgen wie Das Wunder von Neukölln, Leben ohne Chris, dem »Besten Musical 2016« Stella. War zuvor schon einmal mit einem Dorst-Stoff befasst.


Kategorie: Musiktheater

Um 1931 schreibt der japanische Komponist Kósçak(»Kosaku«) Yamada – der zuvor u. a. in Berlin studiert hatte – für Paris den Operneinakter Ayamé. Als »Opéra choréographique« untertitelt, ist das zwischen Debussy, Richard Strauss und japanischen Klängen oszillierende Werk alles andere als eine Ballettmusik, sondern das kammerspielartige Drama des Mädchens Ayamé, das als Prostituierte arbeiten muss, um die Schulden des verstorbenen Vaters zu tilgen und die Ehre der Familie wiederherzustellen. Als alle Versuche ihres Bräutigams scheitern, sie aus dem Bordell zu befreien, bleibt dem jungen Paar nur ein anderer – traditionell japanischer – Ausweg. Mit seinem Team folgt der Regisseur und Videokünstler Vincent Stefan der Frage Ayamés, wem unser Körper gehört. Zu Beginn wird Ayamé auf den Tokaido geschickt, den großen Handelsweg, an dessen Ziel u. a. das Bordell liegt. Wie sieht dieser Weg heute aus, fast 90 Jahre später? Wie weit können wir den Wert unseres Körpers selbst bestimmen, den ihm die Märkte in der einen oder anderen Weise zuschreiben? Die Entdeckung der unbekannten Oper Ayamé wird zum Ritual einer Befragung des Körpers, seiner Grenzen und Rechte. Ähnlich wie im Butoh-Tanz in den 60er Jahren, der als »Antitanz« und Gegenreaktion zu amerikanischen Musicals im Nachkriegs-Japan entstanden ist. »Für uns geht es nicht um die tänzerischen Aspekte, aber wir brauchen die Grundidee, um der scheinheiligen Ratio der Neuzeit die Groteske, das Geheimnisvolle, das Nichtverstehbare und das Absurde entgegenzustellen, um die vorherrschende Rationalität hinterfragen zukönnen.« sagt Vincent Stefan, seit Jahren als Musiker, Videodesigner, Regisseur, Komponist, Dramaturg, Performer und Fotograf international tätig. Markus Syperek – Musiker, Komponist und Arrangeur für zahlreiche Opern-, Schauspielhäuser und Festivals – schrieb für unsere Einrichtung die musikalische Fassung. Wie Okichi wurde Ayamé vermutlich noch nie in Deutschland oder Europa gespielt, da die geplante Pariser Uraufführung nicht zustande kam. In unserer Inszenierung hören Sie ebenfalls Ausschnitte aus anderen Werken Yamadas, meisterhafte große Sinfonik, die das Erbe von Spätromantik und Impressionismus mit der traditionellen Musik Japans verschmilzt. Yamada dirigierte übrigens eine Suite aus Ayamé 1937 in Berlin mit den Berliner Philharmonikern. Musikalische Einrichtung und Leitung: Markus Syperek | Konzept: Vincent Stefan | Inszenierung: Fabian Gerhardt | Bühne: Sabrina Rossetto | Kostüm: Rebekka Dornhege Reyes | Videos: Florian Japp, Vincent Stefan | Tasteninstrumente: Markus Syperek | Violoncello: Lorraine Buzea | Saxophone: Ruth Velten/Silke Eberhard Mit Yuri Mizobuchi, Daniel Arnaldos, Remo Tobiaz


Kategorie: Oper

Um 1931 schreibt der japanische Komponist Kósçak(»Kosaku«) Yamada – der zuvor u. a. in Berlin studiert hatte – für Paris den Operneinakter Ayamé. Als »Opéra choréographique« untertitelt, ist das zwischen Debussy, Richard Strauss und japanischen Klängen oszillierende Werk alles andere als eine Ballettmusik, sondern das kammerspielartige Drama des Mädchens Ayamé, das als Prostituierte arbeiten muss, um die Schulden des verstorbenen Vaters zu tilgen und die Ehre der Familie wiederherzustellen. Als alle Versuche ihres Bräutigams scheitern, sie aus dem Bordell zu befreien, bleibt dem jungen Paar nur ein anderer – traditionell japanischer – Ausweg. Mit seinem Team folgt der Regisseur und Videokünstler Vincent Stefan der Frage Ayamés, wem unser Körper gehört. Zu Beginn wird Ayamé auf den Tokaido geschickt, den großen Handelsweg, an dessen Ziel u. a. das Bordell liegt. Wie sieht dieser Weg heute aus, fast 90 Jahre später? Wie weit können wir den Wert unseres Körpers selbst bestimmen, den ihm die Märkte in der einen oder anderen Weise zuschreiben? Die Entdeckung der unbekannten Oper Ayamé wird zum Ritual einer Befragung des Körpers, seiner Grenzen und Rechte. Ähnlich wie im Butoh-Tanz in den 60er Jahren, der als »Antitanz« und Gegenreaktion zu amerikanischen Musicals im Nachkriegs-Japan entstanden ist. »Für uns geht es nicht um die tänzerischen Aspekte, aber wir brauchen die Grundidee, um der scheinheiligen Ratio der Neuzeit die Groteske, das Geheimnisvolle, das Nichtverstehbare und das Absurde entgegenzustellen, um die vorherrschende Rationalität hinterfragen zukönnen.« sagt Vincent Stefan, seit Jahren als Musiker, Videodesigner, Regisseur, Komponist, Dramaturg, Performer und Fotograf international tätig. Markus Syperek – Musiker, Komponist und Arrangeur für zahlreiche Opern-, Schauspielhäuser und Festivals – schrieb für unsere Einrichtung die musikalische Fassung. Wie Okichi wurde Ayamé vermutlich noch nie in Deutschland oder Europa gespielt, da die geplante Pariser Uraufführung nicht zustande kam. In unserer Inszenierung hören Sie ebenfalls Ausschnitte aus anderen Werken Yamadas, meisterhafte große Sinfonik, die das Erbe von Spätromantik und Impressionismus mit der traditionellen Musik Japans verschmilzt. Yamada dirigierte übrigens eine Suite aus Ayamé 1937 in Berlin mit den Berliner Philharmonikern. Musikalische Einrichtung und Leitung: Markus Syperek | Konzept: Vincent Stefan | Inszenierung: Fabian Gerhardt | Bühne: Sabrina Rossetto | Kostüm: Rebekka Dornhege Reyes | Videos: Florian Japp, Vincent Stefan | Tasteninstrumente: Markus Syperek | Violoncello: Lorraine Buzea | Saxophone: Ruth Velten/Silke Eberhard Mit Yuri Mizobuchi, Daniel Arnaldos, Remo Tobiaz


Kategorie: Oper

Um 1931 schreibt der japanische Komponist Kósçak(»Kosaku«) Yamada – der zuvor u. a. in Berlin studiert hatte – für Paris den Operneinakter Ayamé. Als »Opéra choréographique« untertitelt, ist das zwischen Debussy, Richard Strauss und japanischen Klängen oszillierende Werk alles andere als eine Ballettmusik, sondern das kammerspielartige Drama des Mädchens Ayamé, das als Prostituierte arbeiten muss, um die Schulden des verstorbenen Vaters zu tilgen und die Ehre der Familie wiederherzustellen. Als alle Versuche ihres Bräutigams scheitern, sie aus dem Bordell zu befreien, bleibt dem jungen Paar nur ein anderer – traditionell japanischer – Ausweg. Mit seinem Team folgt der Regisseur und Videokünstler Vincent Stefan der Frage Ayamés, wem unser Körper gehört. Zu Beginn wird Ayamé auf den Tokaido geschickt, den großen Handelsweg, an dessen Ziel u. a. das Bordell liegt. Wie sieht dieser Weg heute aus, fast 90 Jahre später? Wie weit können wir den Wert unseres Körpers selbst bestimmen, den ihm die Märkte in der einen oder anderen Weise zuschreiben? Die Entdeckung der unbekannten Oper Ayamé wird zum Ritual einer Befragung des Körpers, seiner Grenzen und Rechte. Ähnlich wie im Butoh-Tanz in den 60er Jahren, der als »Antitanz« und Gegenreaktion zu amerikanischen Musicals im Nachkriegs-Japan entstanden ist. »Für uns geht es nicht um die tänzerischen Aspekte, aber wir brauchen die Grundidee, um der scheinheiligen Ratio der Neuzeit die Groteske, das Geheimnisvolle, das Nichtverstehbare und das Absurde entgegenzustellen, um die vorherrschende Rationalität hinterfragen zukönnen.« sagt Vincent Stefan, seit Jahren als Musiker, Videodesigner, Regisseur, Komponist, Dramaturg, Performer und Fotograf international tätig. Markus Syperek – Musiker, Komponist und Arrangeur für zahlreiche Opern-, Schauspielhäuser und Festivals – schrieb für unsere Einrichtung die musikalische Fassung. Wie Okichi wurde Ayamé vermutlich noch nie in Deutschland oder Europa gespielt, da die geplante Pariser Uraufführung nicht zustande kam. In unserer Inszenierung hören Sie ebenfalls Ausschnitte aus anderen Werken Yamadas, meisterhafte große Sinfonik, die das Erbe von Spätromantik und Impressionismus mit der traditionellen Musik Japans verschmilzt. Yamada dirigierte übrigens eine Suite aus Ayamé 1937 in Berlin mit den Berliner Philharmonikern. Musikalische Einrichtung und Leitung: Markus Syperek | Konzept: Vincent Stefan | Inszenierung: Fabian Gerhardt | Bühne: Sabrina Rossetto | Kostüm: Rebekka Dornhege Reyes | Videos: Florian Japp, Vincent Stefan | Tasteninstrumente: Markus Syperek | Violoncello: Lorraine Buzea | Saxophone: Ruth Velten/Silke Eberhard Mit Yuri Mizobuchi, Daniel Arnaldos, Remo Tobiaz


Kategorie: Oper

Um 1931 schreibt der japanische Komponist Kósçak(»Kosaku«) Yamada – der zuvor u. a. in Berlin studiert hatte – für Paris den Operneinakter Ayamé. Als »Opéra choréographique« untertitelt, ist das zwischen Debussy, Richard Strauss und japanischen Klängen oszillierende Werk alles andere als eine Ballettmusik, sondern das kammerspielartige Drama des Mädchens Ayamé, das als Prostituierte arbeiten muss, um die Schulden des verstorbenen Vaters zu tilgen und die Ehre der Familie wiederherzustellen. Als alle Versuche ihres Bräutigams scheitern, sie aus dem Bordell zu befreien, bleibt dem jungen Paar nur ein anderer – traditionell japanischer – Ausweg. Mit seinem Team folgt der Regisseur und Videokünstler Vincent Stefan der Frage Ayamés, wem unser Körper gehört. Zu Beginn wird Ayamé auf den Tokaido geschickt, den großen Handelsweg, an dessen Ziel u. a. das Bordell liegt. Wie sieht dieser Weg heute aus, fast 90 Jahre später? Wie weit können wir den Wert unseres Körpers selbst bestimmen, den ihm die Märkte in der einen oder anderen Weise zuschreiben? Die Entdeckung der unbekannten Oper Ayamé wird zum Ritual einer Befragung des Körpers, seiner Grenzen und Rechte. Ähnlich wie im Butoh-Tanz in den 60er Jahren, der als »Antitanz« und Gegenreaktion zu amerikanischen Musicals im Nachkriegs-Japan entstanden ist. »Für uns geht es nicht um die tänzerischen Aspekte, aber wir brauchen die Grundidee, um der scheinheiligen Ratio der Neuzeit die Groteske, das Geheimnisvolle, das Nichtverstehbare und das Absurde entgegenzustellen, um die vorherrschende Rationalität hinterfragen zukönnen.« sagt Vincent Stefan, seit Jahren als Musiker, Videodesigner, Regisseur, Komponist, Dramaturg, Performer und Fotograf international tätig. Markus Syperek – Musiker, Komponist und Arrangeur für zahlreiche Opern-, Schauspielhäuser und Festivals – schrieb für unsere Einrichtung die musikalische Fassung. Wie Okichi wurde Ayamé vermutlich noch nie in Deutschland oder Europa gespielt, da die geplante Pariser Uraufführung nicht zustande kam. In unserer Inszenierung hören Sie ebenfalls Ausschnitte aus anderen Werken Yamadas, meisterhafte große Sinfonik, die das Erbe von Spätromantik und Impressionismus mit der traditionellen Musik Japans verschmilzt. Yamada dirigierte übrigens eine Suite aus Ayamé 1937 in Berlin mit den Berliner Philharmonikern. Musikalische Einrichtung und Leitung: Markus Syperek | Konzept: Vincent Stefan | Inszenierung: Fabian Gerhardt | Bühne: Sabrina Rossetto | Kostüm: Rebekka Dornhege Reyes | Videos: Florian Japp, Vincent Stefan | Tasteninstrumente: Markus Syperek | Violoncello: Lorraine Buzea | Saxophone: Ruth Velten/Silke Eberhard Mit Yuri Mizobuchi, Daniel Arnaldos, Remo Tobiaz


Kategorie: Oper

Um 1931 schreibt der japanische Komponist Kósçak(»Kosaku«) Yamada – der zuvor u. a. in Berlin studiert hatte – für Paris den Operneinakter Ayamé. Als »Opéra choréographique« untertitelt, ist das zwischen Debussy, Richard Strauss und japanischen Klängen oszillierende Werk alles andere als eine Ballettmusik, sondern das kammerspielartige Drama des Mädchens Ayamé, das als Prostituierte arbeiten muss, um die Schulden des verstorbenen Vaters zu tilgen und die Ehre der Familie wiederherzustellen. Als alle Versuche ihres Bräutigams scheitern, sie aus dem Bordell zu befreien, bleibt dem jungen Paar nur ein anderer – traditionell japanischer – Ausweg. Mit seinem Team folgt der Regisseur und Videokünstler Vincent Stefan der Frage Ayamés, wem unser Körper gehört. Zu Beginn wird Ayamé auf den Tokaido geschickt, den großen Handelsweg, an dessen Ziel u. a. das Bordell liegt. Wie sieht dieser Weg heute aus, fast 90 Jahre später? Wie weit können wir den Wert unseres Körpers selbst bestimmen, den ihm die Märkte in der einen oder anderen Weise zuschreiben? Die Entdeckung der unbekannten Oper Ayamé wird zum Ritual einer Befragung des Körpers, seiner Grenzen und Rechte. Ähnlich wie im Butoh-Tanz in den 60er Jahren, der als »Antitanz« und Gegenreaktion zu amerikanischen Musicals im Nachkriegs-Japan entstanden ist. »Für uns geht es nicht um die tänzerischen Aspekte, aber wir brauchen die Grundidee, um der scheinheiligen Ratio der Neuzeit die Groteske, das Geheimnisvolle, das Nichtverstehbare und das Absurde entgegenzustellen, um die vorherrschende Rationalität hinterfragen zukönnen.« sagt Vincent Stefan, seit Jahren als Musiker, Videodesigner, Regisseur, Komponist, Dramaturg, Performer und Fotograf international tätig. Markus Syperek – Musiker, Komponist und Arrangeur für zahlreiche Opern-, Schauspielhäuser und Festivals – schrieb für unsere Einrichtung die musikalische Fassung. Wie Okichi wurde Ayamé vermutlich noch nie in Deutschland oder Europa gespielt, da die geplante Pariser Uraufführung nicht zustande kam. In unserer Inszenierung hören Sie ebenfalls Ausschnitte aus anderen Werken Yamadas, meisterhafte große Sinfonik, die das Erbe von Spätromantik und Impressionismus mit der traditionellen Musik Japans verschmilzt. Yamada dirigierte übrigens eine Suite aus Ayamé 1937 in Berlin mit den Berliner Philharmonikern. Musikalische Einrichtung und Leitung: Markus Syperek | Konzept: Vincent Stefan | Inszenierung: Fabian Gerhardt | Bühne: Sabrina Rossetto | Kostüm: Rebekka Dornhege Reyes | Videos: Florian Japp, Vincent Stefan | Tasteninstrumente: Markus Syperek | Violoncello: Lorraine Buzea | Saxophone: Ruth Velten/Silke Eberhard Mit Yuri Mizobuchi, Daniel Arnaldos, Remo Tobiaz


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Um 1931 schreibt der japanische Komponist Kósçak(»Kosaku«) Yamada – der zuvor u. a. in Berlin studiert hatte – für Paris den Operneinakter Ayamé. Als »Opéra choréographique« untertitelt, ist das zwischen Debussy, Richard Strauss und japanischen Klängen oszillierende Werk alles andere als eine Ballettmusik, sondern das kammerspielartige Drama des Mädchens Ayamé, das als Prostituierte arbeiten muss, um die Schulden des verstorbenen Vaters zu tilgen und die Ehre der Familie wiederherzustellen. Als alle Versuche ihres Bräutigams scheitern, sie aus dem Bordell zu befreien, bleibt dem jungen Paar nur ein anderer – traditionell japanischer – Ausweg. Mit seinem Team folgt der Regisseur und Videokünstler Vincent Stefan der Frage Ayamés, wem unser Körper gehört. Zu Beginn wird Ayamé auf den Tokaido geschickt, den großen Handelsweg, an dessen Ziel u. a. das Bordell liegt. Wie sieht dieser Weg heute aus, fast 90 Jahre später? Wie weit können wir den Wert unseres Körpers selbst bestimmen, den ihm die Märkte in der einen oder anderen Weise zuschreiben? Die Entdeckung der unbekannten Oper Ayamé wird zum Ritual einer Befragung des Körpers, seiner Grenzen und Rechte. Ähnlich wie im Butoh-Tanz in den 60er Jahren, der als »Antitanz« und Gegenreaktion zu amerikanischen Musicals im Nachkriegs-Japan entstanden ist. »Für uns geht es nicht um die tänzerischen Aspekte, aber wir brauchen die Grundidee, um der scheinheiligen Ratio der Neuzeit die Groteske, das Geheimnisvolle, das Nichtverstehbare und das Absurde entgegenzustellen, um die vorherrschende Rationalität hinterfragen zukönnen.« sagt Vincent Stefan, seit Jahren als Musiker, Videodesigner, Regisseur, Komponist, Dramaturg, Performer und Fotograf international tätig. Markus Syperek – Musiker, Komponist und Arrangeur für zahlreiche Opern-, Schauspielhäuser und Festivals – schrieb für unsere Einrichtung die musikalische Fassung. Wie Okichi wurde Ayamé vermutlich noch nie in Deutschland oder Europa gespielt, da die geplante Pariser Uraufführung nicht zustande kam. In unserer Inszenierung hören Sie ebenfalls Ausschnitte aus anderen Werken Yamadas, meisterhafte große Sinfonik, die das Erbe von Spätromantik und Impressionismus mit der traditionellen Musik Japans verschmilzt. Yamada dirigierte übrigens eine Suite aus Ayamé 1937 in Berlin mit den Berliner Philharmonikern. Musikalische Einrichtung und Leitung: Markus Syperek | Konzept: Vincent Stefan | Inszenierung: Fabian Gerhardt | Bühne: Sabrina Rossetto | Kostüm: Rebekka Dornhege Reyes | Videos: Florian Japp, Vincent Stefan | Tasteninstrumente: Markus Syperek | Violoncello: Lorraine Buzea | Saxophone: Ruth Velten/Silke Eberhard Mit Yuri Mizobuchi, Daniel Arnaldos, Remo Tobiaz


Kategorie: Oper

Um 1931 schreibt der japanische Komponist Kósçak(»Kosaku«) Yamada – der zuvor u. a. in Berlin studiert hatte – für Paris den Operneinakter Ayamé. Als »Opéra choréographique« untertitelt, ist das zwischen Debussy, Richard Strauss und japanischen Klängen oszillierende Werk alles andere als eine Ballettmusik, sondern das kammerspielartige Drama des Mädchens Ayamé, das als Prostituierte arbeiten muss, um die Schulden des verstorbenen Vaters zu tilgen und die Ehre der Familie wiederherzustellen. Als alle Versuche ihres Bräutigams scheitern, sie aus dem Bordell zu befreien, bleibt dem jungen Paar nur ein anderer – traditionell japanischer – Ausweg. Mit seinem Team folgt der Regisseur und Videokünstler Vincent Stefan der Frage Ayamés, wem unser Körper gehört. Zu Beginn wird Ayamé auf den Tokaido geschickt, den großen Handelsweg, an dessen Ziel u. a. das Bordell liegt. Wie sieht dieser Weg heute aus, fast 90 Jahre später? Wie weit können wir den Wert unseres Körpers selbst bestimmen, den ihm die Märkte in der einen oder anderen Weise zuschreiben? Die Entdeckung der unbekannten Oper Ayamé wird zum Ritual einer Befragung des Körpers, seiner Grenzen und Rechte. Ähnlich wie im Butoh-Tanz in den 60er Jahren, der als »Antitanz« und Gegenreaktion zu amerikanischen Musicals im Nachkriegs-Japan entstanden ist. »Für uns geht es nicht um die tänzerischen Aspekte, aber wir brauchen die Grundidee, um der scheinheiligen Ratio der Neuzeit die Groteske, das Geheimnisvolle, das Nichtverstehbare und das Absurde entgegenzustellen, um die vorherrschende Rationalität hinterfragen zukönnen.« sagt Vincent Stefan, seit Jahren als Musiker, Videodesigner, Regisseur, Komponist, Dramaturg, Performer und Fotograf international tätig. Markus Syperek – Musiker, Komponist und Arrangeur für zahlreiche Opern-, Schauspielhäuser und Festivals – schrieb für unsere Einrichtung die musikalische Fassung. Wie Okichi wurde Ayamé vermutlich noch nie in Deutschland oder Europa gespielt, da die geplante Pariser Uraufführung nicht zustande kam. In unserer Inszenierung hören Sie ebenfalls Ausschnitte aus anderen Werken Yamadas, meisterhafte große Sinfonik, die das Erbe von Spätromantik und Impressionismus mit der traditionellen Musik Japans verschmilzt. Yamada dirigierte übrigens eine Suite aus Ayamé 1937 in Berlin mit den Berliner Philharmonikern. Musikalische Einrichtung und Leitung: Markus Syperek | Konzept: Vincent Stefan | Inszenierung: Fabian Gerhardt | Bühne: Sabrina Rossetto | Kostüm: Rebekka Dornhege Reyes | Videos: Florian Japp, Vincent Stefan | Tasteninstrumente: Markus Syperek | Violoncello: Lorraine Buzea | Saxophone: Ruth Velten/Silke Eberhard Mit Yuri Mizobuchi, Daniel Arnaldos, Remo Tobiaz


Kategorie: Oper

Um 1931 schreibt der japanische Komponist Kósçak(»Kosaku«) Yamada – der zuvor u. a. in Berlin studiert hatte – für Paris den Operneinakter Ayamé. Als »Opéra choréographique« untertitelt, ist das zwischen Debussy, Richard Strauss und japanischen Klängen oszillierende Werk alles andere als eine Ballettmusik, sondern das kammerspielartige Drama des Mädchens Ayamé, das als Prostituierte arbeiten muss, um die Schulden des verstorbenen Vaters zu tilgen und die Ehre der Familie wiederherzustellen. Als alle Versuche ihres Bräutigams scheitern, sie aus dem Bordell zu befreien, bleibt dem jungen Paar nur ein anderer – traditionell japanischer – Ausweg. Mit seinem Team folgt der Regisseur und Videokünstler Vincent Stefan der Frage Ayamés, wem unser Körper gehört. Zu Beginn wird Ayamé auf den Tokaido geschickt, den großen Handelsweg, an dessen Ziel u. a. das Bordell liegt. Wie sieht dieser Weg heute aus, fast 90 Jahre später? Wie weit können wir den Wert unseres Körpers selbst bestimmen, den ihm die Märkte in der einen oder anderen Weise zuschreiben? Die Entdeckung der unbekannten Oper Ayamé wird zum Ritual einer Befragung des Körpers, seiner Grenzen und Rechte. Ähnlich wie im Butoh-Tanz in den 60er Jahren, der als »Antitanz« und Gegenreaktion zu amerikanischen Musicals im Nachkriegs-Japan entstanden ist. »Für uns geht es nicht um die tänzerischen Aspekte, aber wir brauchen die Grundidee, um der scheinheiligen Ratio der Neuzeit die Groteske, das Geheimnisvolle, das Nichtverstehbare und das Absurde entgegenzustellen, um die vorherrschende Rationalität hinterfragen zukönnen.« sagt Vincent Stefan, seit Jahren als Musiker, Videodesigner, Regisseur, Komponist, Dramaturg, Performer und Fotograf international tätig. Markus Syperek – Musiker, Komponist und Arrangeur für zahlreiche Opern-, Schauspielhäuser und Festivals – schrieb für unsere Einrichtung die musikalische Fassung. Wie Okichi wurde Ayamé vermutlich noch nie in Deutschland oder Europa gespielt, da die geplante Pariser Uraufführung nicht zustande kam. In unserer Inszenierung hören Sie ebenfalls Ausschnitte aus anderen Werken Yamadas, meisterhafte große Sinfonik, die das Erbe von Spätromantik und Impressionismus mit der traditionellen Musik Japans verschmilzt. Yamada dirigierte übrigens eine Suite aus Ayamé 1937 in Berlin mit den Berliner Philharmonikern. Musikalische Einrichtung und Leitung: Markus Syperek | Konzept: Vincent Stefan | Inszenierung: Fabian Gerhardt | Bühne: Sabrina Rossetto | Kostüm: Rebekka Dornhege Reyes | Videos: Florian Japp, Vincent Stefan | Tasteninstrumente: Markus Syperek | Violoncello: Lorraine Buzea | Saxophone: Ruth Velten/Silke Eberhard Mit Yuri Mizobuchi, Daniel Arnaldos, Remo Tobiaz


Kategorie: Oper

Um 1931 schreibt der japanische Komponist Kósçak(»Kosaku«) Yamada – der zuvor u. a. in Berlin studiert hatte – für Paris den Operneinakter Ayamé. Als »Opéra choréographique« untertitelt, ist das zwischen Debussy, Richard Strauss und japanischen Klängen oszillierende Werk alles andere als eine Ballettmusik, sondern das kammerspielartige Drama des Mädchens Ayamé, das als Prostituierte arbeiten muss, um die Schulden des verstorbenen Vaters zu tilgen und die Ehre der Familie wiederherzustellen. Als alle Versuche ihres Bräutigams scheitern, sie aus dem Bordell zu befreien, bleibt dem jungen Paar nur ein anderer – traditionell japanischer – Ausweg. Mit seinem Team folgt der Regisseur und Videokünstler Vincent Stefan der Frage Ayamés, wem unser Körper gehört. Zu Beginn wird Ayamé auf den Tokaido geschickt, den großen Handelsweg, an dessen Ziel u. a. das Bordell liegt. Wie sieht dieser Weg heute aus, fast 90 Jahre später? Wie weit können wir den Wert unseres Körpers selbst bestimmen, den ihm die Märkte in der einen oder anderen Weise zuschreiben? Die Entdeckung der unbekannten Oper Ayamé wird zum Ritual einer Befragung des Körpers, seiner Grenzen und Rechte. Ähnlich wie im Butoh-Tanz in den 60er Jahren, der als »Antitanz« und Gegenreaktion zu amerikanischen Musicals im Nachkriegs-Japan entstanden ist. »Für uns geht es nicht um die tänzerischen Aspekte, aber wir brauchen die Grundidee, um der scheinheiligen Ratio der Neuzeit die Groteske, das Geheimnisvolle, das Nichtverstehbare und das Absurde entgegenzustellen, um die vorherrschende Rationalität hinterfragen zukönnen.« sagt Vincent Stefan, seit Jahren als Musiker, Videodesigner, Regisseur, Komponist, Dramaturg, Performer und Fotograf international tätig. Markus Syperek – Musiker, Komponist und Arrangeur für zahlreiche Opern-, Schauspielhäuser und Festivals – schrieb für unsere Einrichtung die musikalische Fassung. Wie Okichi wurde Ayamé vermutlich noch nie in Deutschland oder Europa gespielt, da die geplante Pariser Uraufführung nicht zustande kam. In unserer Inszenierung hören Sie ebenfalls Ausschnitte aus anderen Werken Yamadas, meisterhafte große Sinfonik, die das Erbe von Spätromantik und Impressionismus mit der traditionellen Musik Japans verschmilzt. Yamada dirigierte übrigens eine Suite aus Ayamé 1937 in Berlin mit den Berliner Philharmonikern. Musikalische Einrichtung und Leitung: Markus Syperek | Konzept: Vincent Stefan | Inszenierung: Fabian Gerhardt | Bühne: Sabrina Rossetto | Kostüm: Rebekka Dornhege Reyes | Videos: Florian Japp, Vincent Stefan | Tasteninstrumente: Markus Syperek | Violoncello: Lorraine Buzea | Saxophone: Ruth Velten/Silke Eberhard Mit Yuri Mizobuchi, Daniel Arnaldos, Remo Tobiaz


Kategorie: Oper

Um 1931 schreibt der japanische Komponist Kósçak(»Kosaku«) Yamada – der zuvor u. a. in Berlin studiert hatte – für Paris den Operneinakter Ayamé. Als »Opéra choréographique« untertitelt, ist das zwischen Debussy, Richard Strauss und japanischen Klängen oszillierende Werk alles andere als eine Ballettmusik, sondern das kammerspielartige Drama des Mädchens Ayamé, das als Prostituierte arbeiten muss, um die Schulden des verstorbenen Vaters zu tilgen und die Ehre der Familie wiederherzustellen. Als alle Versuche ihres Bräutigams scheitern, sie aus dem Bordell zu befreien, bleibt dem jungen Paar nur ein anderer – traditionell japanischer – Ausweg. Mit seinem Team folgt der Regisseur und Videokünstler Vincent Stefan der Frage Ayamés, wem unser Körper gehört. Zu Beginn wird Ayamé auf den Tokaido geschickt, den großen Handelsweg, an dessen Ziel u. a. das Bordell liegt. Wie sieht dieser Weg heute aus, fast 90 Jahre später? Wie weit können wir den Wert unseres Körpers selbst bestimmen, den ihm die Märkte in der einen oder anderen Weise zuschreiben? Die Entdeckung der unbekannten Oper Ayamé wird zum Ritual einer Befragung des Körpers, seiner Grenzen und Rechte. Ähnlich wie im Butoh-Tanz in den 60er Jahren, der als »Antitanz« und Gegenreaktion zu amerikanischen Musicals im Nachkriegs-Japan entstanden ist. »Für uns geht es nicht um die tänzerischen Aspekte, aber wir brauchen die Grundidee, um der scheinheiligen Ratio der Neuzeit die Groteske, das Geheimnisvolle, das Nichtverstehbare und das Absurde entgegenzustellen, um die vorherrschende Rationalität hinterfragen zukönnen.« sagt Vincent Stefan, seit Jahren als Musiker, Videodesigner, Regisseur, Komponist, Dramaturg, Performer und Fotograf international tätig. Markus Syperek – Musiker, Komponist und Arrangeur für zahlreiche Opern-, Schauspielhäuser und Festivals – schrieb für unsere Einrichtung die musikalische Fassung. Wie Okichi wurde Ayamé vermutlich noch nie in Deutschland oder Europa gespielt, da die geplante Pariser Uraufführung nicht zustande kam. In unserer Inszenierung hören Sie ebenfalls Ausschnitte aus anderen Werken Yamadas, meisterhafte große Sinfonik, die das Erbe von Spätromantik und Impressionismus mit der traditionellen Musik Japans verschmilzt. Yamada dirigierte übrigens eine Suite aus Ayamé 1937 in Berlin mit den Berliner Philharmonikern. Musikalische Einrichtung und Leitung: Markus Syperek | Konzept: Vincent Stefan | Inszenierung: Fabian Gerhardt | Bühne: Sabrina Rossetto | Kostüm: Rebekka Dornhege Reyes | Videos: Florian Japp, Vincent Stefan | Tasteninstrumente: Markus Syperek | Violoncello: Lorraine Buzea | Saxophone: Ruth Velten/Silke Eberhard Mit Yuri Mizobuchi, Daniel Arnaldos, Remo Tobiaz


Kategorie: Oper


Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:25.02.19
© Fotos der Vorstellungen: [+][-]
Elfie(Matthias Heyde/Matthias Heyde) Die Fleisch(Vincent Stefan/Vincent Stefan)

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