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Spielplan für März 2019

Als Salom von Oscar Wilde 1896 in Paris zum ersten Mal auf die Bhne kam, verbte der Autor in London eine Zuchthausstrafe wegen grober Unsittlichkeit. In Grobritannien und auch in den deutschsprachigen Lndern waren nur Privatauffhrungen des skandalumwitterten Stcks mglich. Eine solche besuchte Richard Strauss 1902 in Max Reinhardts Kleinem Theater in Berlin. Ein Jahr spter entschied er sich dazu, Wildes Text zur Grundlage eines Operneinakters zu machen. Die Urauffhrung der SALOME 1905 in Dresden war ein durchschlagender Erfolg fr den Komponisten. Er fordert darin das Genre heraus: Eine rauschhafte und liebestrunkene Musik kontrastiert das denkbar grsslichste, monstrseste Geschehen. Die Oper beginnt ohne Vorspiel, und wir werden direkt in Salomes Welt hineinkatapultiert. Salome lebt in einer perfekten brgerlichen Welt. Sie ist die Tochter der Herodias. Mit ihr lebt sie bei ihrem Stiefvater Herodes ein mchtiger Mann in einer Mnnerwelt. Und er hat ein ganz besonderes Verhltnis zu seiner neuen Tochter, der kleinen Prinzessin. Und sie zu ihm. In dieser Familienkonstellation wchst das Kind Salome heran. Und in der Nacht, wenn alle anderen schlafen, imaginiert sie sich ihre eigene Welt. Sie nimmt den Kampf mit ihrem neuen Vater auf, der sie einschchtert, der sie begehrt, der mit ihr spielt. Diesen Vater, diesen Mann will sie besiegen. Sie erinnert sich an ihre Kindheit, und sie schaut sich selbst zu, wie sie spielt: Vater, Mutter, Kind. Das ist eine hochexplosive Welt, in die sie sich hineintrumt. Aus diesen dunklen Trumen heraus erschafft sich Salome in der Nacht eine Gestalt, einen Gegenentwurf zu der Welt, in der sie sich befindet. Dieses Wesen ist Jochanaan. In dem Familienspiel fungiert er als der Anti-Vater, als die Waffe gegen den Vater, als Erlser- und Retterfigur. Und wenn der Tag anbricht, sitzt Jochanaan mit Vater, Mutter und dem kriegerischen Kind mit am Tisch. Gemeinsam mit Jochanaan wird Salome diese Ordnung aufsprengen. SALOME ist die erste Arbeit von Claus Guth an der Deutschen Oper Berlin. Seit 1999, als er bei den Salzburger Festspielen mit groem Erfolg CRONACA DEL LUOGO von Luciano Berio inszenierte, gehrt er zu den gefragtesten Opernregisseuren der Welt. Salzburg, wo er unter anderem die Da Ponte Trilogie [mit Anna Netrebko als Susanna in LE NOZZE DI FIGARO] inszenierte, Bayreuth [DER FLIEGENDE HOLLNDER 2003], Zrich, Mailand, Mnchen, Hamburg, Frankfurt, Dresden und das Theater an der Wien gehren zu seinen regelmigen Stationen wie auch die Staatsoper im Schillertheater.


Kategorie: Oper

Jazz & Breakfast im Restaurant Deutsche Oper [rdo]


Kategorie: Klassik

Zwei fremde Wesen treffen sich. Sie sind beide unterwegs und zufllig in der Kita/Schule gestrandet. Alles, was sie dabei haben, passt in einen Koffer. Es sind Dinge, die ihnen wichtig sind, Dinge, die sie auf ihrer Reise gesammelt haben, praktisches und unpraktisches: Zum Beispiel das indische Saiteninstrument Gopichand, elektrische Zahnbrsten, eine Kleiderbrste und drei Suppenlffel. Und zum Glck kann man mit der eigenen Stimme, den beiden Koffern und ihrem Inhalt auch Musik machen: Da wird der Schneebesen zur Geige, der Koffer verwandelt sich in einen Kontrabass und die drei Suppenlffel klingen wie ein kleines Glockenspiel. Leider sprechen die beiden Reisenden nicht dieselbe Sprache und sind auch sonst sehr verschieden da sind Konflikte und Reibereien vorprogrammiert. Aber mit Klngen und Gesten knnen sich die beiden verstndigen, knnen von sich und ihren mitgebrachten Gegenstnden erzhlen und die klingende Welt des Anderen gemeinsam mit den Kindern im Publikum entdecken ... Schon auf kleine Kinder bt die Welt des Musiktheaters eine groe Faszination aus: Sie lieben es, dem Spiel von Verwandlung und Farben, von Klngen und Bewegung zu folgen und daran teilzuhaben. Im stndigen Wechselspiel von Interaktion und Beobachtung, von Aktivitt und Ruhe, von Klang und Stille knnen sie sich bereits ber lngere Zeitrume konzentrieren und auf ein Bhnenerlebnis einlassen. Deshalb startet die Junge Deutsche Oper im Sommer 2015 mit einem neuen Programm: KUCKUCK IM KOFFER besucht als mobile Produktion Kinder zwischen 3 und 6 Jahren in ihrer Kita oder Schule. Der Komponist Matthias Kaul und die Regisseurin Maria-Magdalena Kwaschik entwickeln ein szenisch-musikalisches Stck fr zwei Sngerdarsteller, das wir vor Ort immer wieder neu entstehen lassen.


Kategorie: Kinder & Jugend

Mit ihrer Kammermusik-Reihe haben sich die Musiker und Musikerinnen des Orchesters der Deutschen Oper Berlin einen Wunsch erfllt: Inspiriert von zentralen Produktionen des Opernspielplans, stellen sie Konzertprogramme mit Werken zusammen, die ihnen persnlich am Herzen liegen. Dabei werden sie von Sngern aus dem Ensemble des Hauses, aber auch von Gsten untersttzt. Die Konzerte finden in den Bhnenbildern der jeweils aktuellen Tischlerei-Produktion statt, die immer wieder fr neue, unkonventionelle Raumlsungen sorgen.


Kategorie: Klassik

Zwei fremde Wesen treffen sich. Sie sind beide unterwegs und zufllig in der Kita/Schule gestrandet. Alles, was sie dabei haben, passt in einen Koffer. Es sind Dinge, die ihnen wichtig sind, Dinge, die sie auf ihrer Reise gesammelt haben, praktisches und unpraktisches: Zum Beispiel das indische Saiteninstrument Gopichand, elektrische Zahnbrsten, eine Kleiderbrste und drei Suppenlffel. Und zum Glck kann man mit der eigenen Stimme, den beiden Koffern und ihrem Inhalt auch Musik machen: Da wird der Schneebesen zur Geige, der Koffer verwandelt sich in einen Kontrabass und die drei Suppenlffel klingen wie ein kleines Glockenspiel. Leider sprechen die beiden Reisenden nicht dieselbe Sprache und sind auch sonst sehr verschieden da sind Konflikte und Reibereien vorprogrammiert. Aber mit Klngen und Gesten knnen sich die beiden verstndigen, knnen von sich und ihren mitgebrachten Gegenstnden erzhlen und die klingende Welt des Anderen gemeinsam mit den Kindern im Publikum entdecken ... Schon auf kleine Kinder bt die Welt des Musiktheaters eine groe Faszination aus: Sie lieben es, dem Spiel von Verwandlung und Farben, von Klngen und Bewegung zu folgen und daran teilzuhaben. Im stndigen Wechselspiel von Interaktion und Beobachtung, von Aktivitt und Ruhe, von Klang und Stille knnen sie sich bereits ber lngere Zeitrume konzentrieren und auf ein Bhnenerlebnis einlassen. Deshalb startet die Junge Deutsche Oper im Sommer 2015 mit einem neuen Programm: KUCKUCK IM KOFFER besucht als mobile Produktion Kinder zwischen 3 und 6 Jahren in ihrer Kita oder Schule. Der Komponist Matthias Kaul und die Regisseurin Maria-Magdalena Kwaschik entwickeln ein szenisch-musikalisches Stck fr zwei Sngerdarsteller, das wir vor Ort immer wieder neu entstehen lassen.


Kategorie: Kinder & Jugend

Zwei fremde Wesen treffen sich. Sie sind beide unterwegs und zufllig in der Kita/Schule gestrandet. Alles, was sie dabei haben, passt in einen Koffer. Es sind Dinge, die ihnen wichtig sind, Dinge, die sie auf ihrer Reise gesammelt haben, praktisches und unpraktisches: Zum Beispiel das indische Saiteninstrument Gopichand, elektrische Zahnbrsten, eine Kleiderbrste und drei Suppenlffel. Und zum Glck kann man mit der eigenen Stimme, den beiden Koffern und ihrem Inhalt auch Musik machen: Da wird der Schneebesen zur Geige, der Koffer verwandelt sich in einen Kontrabass und die drei Suppenlffel klingen wie ein kleines Glockenspiel. Leider sprechen die beiden Reisenden nicht dieselbe Sprache und sind auch sonst sehr verschieden da sind Konflikte und Reibereien vorprogrammiert. Aber mit Klngen und Gesten knnen sich die beiden verstndigen, knnen von sich und ihren mitgebrachten Gegenstnden erzhlen und die klingende Welt des Anderen gemeinsam mit den Kindern im Publikum entdecken ... Schon auf kleine Kinder bt die Welt des Musiktheaters eine groe Faszination aus: Sie lieben es, dem Spiel von Verwandlung und Farben, von Klngen und Bewegung zu folgen und daran teilzuhaben. Im stndigen Wechselspiel von Interaktion und Beobachtung, von Aktivitt und Ruhe, von Klang und Stille knnen sie sich bereits ber lngere Zeitrume konzentrieren und auf ein Bhnenerlebnis einlassen. Deshalb startet die Junge Deutsche Oper im Sommer 2015 mit einem neuen Programm: KUCKUCK IM KOFFER besucht als mobile Produktion Kinder zwischen 3 und 6 Jahren in ihrer Kita oder Schule. Der Komponist Matthias Kaul und die Regisseurin Maria-Magdalena Kwaschik entwickeln ein szenisch-musikalisches Stck fr zwei Sngerdarsteller, das wir vor Ort immer wieder neu entstehen lassen.


Kategorie: Kinder & Jugend

Politische Prozesse mit ihrer ganz eigenen Dynamik stehen im Zentrum von Modest Mussorgskijs einziger vollendeter Oper BORIS GODUNOW. Zwar schuf er mit der Partie des Zaren Boris eine der eindrcklichsten Opernfiguren berhaupt. Es ist das Portrait eines klugen Herrschers und gtigen Familienvaters, der es mit geschickter Heirat und guter Regierungsarbeit, aber auch der grausamen Bluttat eines Kindermordes auf den Zarenthron gebracht hat. Und zugleich wird das Scheitern dieses Herrschers gezeigt, der, von ueren Feinden bedrngt, letztlich an seiner inneren Gewissensnot zerbricht. Boris ist hierbei kein autonomes Individuum, das aktiv das politische Geschehen zu lenken und beeinflussen vermag und letztlich an seinen tragischen Verstrickungen heroisch scheitert. Vielmehr ist er den Zwngen politischer Prozesse unterworfen, die er nur wenig mehr aktiv zu beeinflussen vermag als sein Volk, das, als eine Art zweiter Protagonist des Stckes, von Mussorgskij in beeindruckenden Chorszenen auf die Bhne gebracht wird. Dieses Volk erscheint in seinem Leid unter der absolutistischen Macht von Zar und Adel ebenso wie als rasender Mob in der finalen Revolutionsszene der Oper als eine anonyme, ohne Bewusstsein fr die eigene Rolle, Macht und Verantwortung handelnde Masse. Aus dieser lst der Komponist aber immer wieder einzelne Figuren. Mit manchmal nur wenigen Stzen gelingt es ihm hierbei, ihnen ein individuelles Gesicht und Schicksal zu geben und damit auf Seiten der Herrscher wie der Herrschenden ein differenziertes und ambivalentes Bild von Macht und Ohnmacht individuellen Handelns zu zeichnen. Es inszenierte der englische Regisseur Richard Jones. Er arbeitet regelmig am Royal Opera House Covent Garden, und hat unter anderem an der New York City Opera, der English National Opera, den Opernhusern in Amsterdam und Frankfurt und bei den Bregenzer Festspielen gearbeitet. Sein Berliner Debt gab er 2004 mit Alban Bergs WOZZECK an der Komischen Oper Berlin. Mit BORIS GODUNOW hat er erstmals an der Deutschen Oper Berlin inszeniert.


Kategorie: Oper

Zwei fremde Wesen treffen sich. Sie sind beide unterwegs und zufllig in der Kita/Schule gestrandet. Alles, was sie dabei haben, passt in einen Koffer. Es sind Dinge, die ihnen wichtig sind, Dinge, die sie auf ihrer Reise gesammelt haben, praktisches und unpraktisches: Zum Beispiel das indische Saiteninstrument Gopichand, elektrische Zahnbrsten, eine Kleiderbrste und drei Suppenlffel. Und zum Glck kann man mit der eigenen Stimme, den beiden Koffern und ihrem Inhalt auch Musik machen: Da wird der Schneebesen zur Geige, der Koffer verwandelt sich in einen Kontrabass und die drei Suppenlffel klingen wie ein kleines Glockenspiel. Leider sprechen die beiden Reisenden nicht dieselbe Sprache und sind auch sonst sehr verschieden da sind Konflikte und Reibereien vorprogrammiert. Aber mit Klngen und Gesten knnen sich die beiden verstndigen, knnen von sich und ihren mitgebrachten Gegenstnden erzhlen und die klingende Welt des Anderen gemeinsam mit den Kindern im Publikum entdecken ... Schon auf kleine Kinder bt die Welt des Musiktheaters eine groe Faszination aus: Sie lieben es, dem Spiel von Verwandlung und Farben, von Klngen und Bewegung zu folgen und daran teilzuhaben. Im stndigen Wechselspiel von Interaktion und Beobachtung, von Aktivitt und Ruhe, von Klang und Stille knnen sie sich bereits ber lngere Zeitrume konzentrieren und auf ein Bhnenerlebnis einlassen. Deshalb startet die Junge Deutsche Oper im Sommer 2015 mit einem neuen Programm: KUCKUCK IM KOFFER besucht als mobile Produktion Kinder zwischen 3 und 6 Jahren in ihrer Kita oder Schule. Der Komponist Matthias Kaul und die Regisseurin Maria-Magdalena Kwaschik entwickeln ein szenisch-musikalisches Stck fr zwei Sngerdarsteller, das wir vor Ort immer wieder neu entstehen lassen.


Kategorie: Kinder & Jugend

Der junge Dichter Lenskij ist mit der lebenslustigen Olga verlobt. Als er seinen Freund Eugen Onegin im Landhaus seiner zuknftigen Schwiegermutter, der Gutsbesitzerin Larina, einfhrt, macht dieser groen Eindruck auf Olgas Schwester Tatjana, ein scheues und vertrumtes Mdchen, das sich in den welterfahrenen Onegin verliebt. In einem Brief gesteht sie ihm ihre Liebe, aber er hat kein Verstndnis fr sie und weist sie zurck. Tatjanas Unglck wird noch verstrkt, als Onegin whrend eines Balls im Haus ihrer Mutter Olga den Hof macht, um seinen Freund Lenskij zu provozieren. Es kommt zum Eklat. Der eiferschtige Lenskij fordert Onegin zu einem sinnlosen Duell und wird gettet. Onegin flieht ins Ausland und kehrt erst Jahre spter in die Heimat zurck. Bei einem glanzvollen Fest in St. Petersburg trifft er Tatjana wieder, die inzwischen die Gemahlin des Frsten Gremin geworden ist. Onegin erkennt voller Traurigkeit, wen er damals verloren hat. Leidenschaftlich versucht er Tatjana zurckzugewinnen, aber sie bekennt sich zu ihrer Ehe, obwohl sie ihn immer noch liebt. Onegin bleibt allein zurck. EUGEN ONEGIN, neben PIQUE DAME Pjotr I. Tschaikowskijs bekannteste Oper, gehrt zugleich zu seinen schnsten Bhnenwerken berhaupt. Die Suche nach einem geeigneten Stoff war schwierig gewesen, denn er hatte genaue Vorstellungen: Ich wnsche nichts, was Bestandteil der sogenannten Groen Oper ist. Ich halte Ausschau nach einem intimen, aber kraftvollen Drama, das aufgebaut ist aus dem Konflikt, der mich wirklich berhrt. Dabei verschmhe ich nicht das phantastische Element.- denn es kennt keine Hindernisse, weil das Reich der Phantasie keine Grenzen kennt. [Brief vom 14. Januar 1878] Der Puschkinsche Versroman Eugen Onegin entsprach seinen Wnschen recht genau. Die uere Handlung wirkte, bis auf das Duell, unspektakulr, aber die Konflikte der beteiligten Personen gingen unmittelbar zu Herzen und entsprachen in vielerlei Hinsicht Tschaikowskijs eigenen Erfahrungen. Gefhlsregungen aller Schattierungen Melancholie, Sehnsucht, Leidenschaft und Trauer ber ein verpfuschtes Leben prgen das musikalische Bild, das durch mitreiende Chre und schwungvolle Tnze bereichert und um volksliedhafte Momente ergnzt wird. In der Inszenierung der Deutschen Oper Berlin gehren diese Szenen zu den farbigsten und bezauberndsten der ganzen Oper. Tschaikowskij war besonders fasziniert von der Gestalt der Tatjana, die ihm Anlass gab fr eine der schnsten Briefszenen in der Operngeschichte. Jede einzelne der handelnden Figuren besa fr ihn ihren eigenen Reiz: die frhliche Olga, der schwrmerische Lenskij oder der wrdevolle Frst Gremin, der nur einen kurzen, aber desto eindrucksvolleren Auftritt hat, und natrlich der Titelheld, der im Verlauf des Werkes eine deutliche Entwicklung durchluft. Die episodenhafte Anlage des Werkes entspricht zwar nicht der traditionellen Operndramaturgie, aber gerade das hatte der Komponist ja zuvor schon abgelehnt. Sie bildet vielmehr die Voraussetzung fr die besondere Atmosphre, die diese lyrischen Szenen, wie Tschaikowskij seine Oper nannte, durchwebt, und sie ist ein besonderes Kennzeichen der slawischen Oper im Allgemeinen. Fr den Regisseur Gtz Friedrich gehrt es jedoch zu den Besonderheiten gerade dieses Werkes, dass die Szenen des Onegin nicht patriotische Geschichtsbilder entrollen oder nationale Sagen benutzen, sondern dass sie in szenisch-musikalischen Sequenzen komplizierte innere Vorgnge von recht unheroischen Menschen im gesellschaftlichen Alltag vorstellen Die Lyrischen Szenen, mit Tatjanas Sehnsuchtsmotiv beginnend, enden mit Onegins Vereinsamung, seinem Gefhl von Verdammnis. Wohin strzt er? Ins Nichts? Zu einem neuen Lebenssinn? ... ergreifend zarter, melancholisch beschwingter Balsam fr die Seele. Wer hier nicht weint, der hat kein Herz. [BZ]


Kategorie: Oper

Zwei fremde Wesen treffen sich. Sie sind beide unterwegs und zufllig in der Kita/Schule gestrandet. Alles, was sie dabei haben, passt in einen Koffer. Es sind Dinge, die ihnen wichtig sind, Dinge, die sie auf ihrer Reise gesammelt haben, praktisches und unpraktisches: Zum Beispiel das indische Saiteninstrument Gopichand, elektrische Zahnbrsten, eine Kleiderbrste und drei Suppenlffel. Und zum Glck kann man mit der eigenen Stimme, den beiden Koffern und ihrem Inhalt auch Musik machen: Da wird der Schneebesen zur Geige, der Koffer verwandelt sich in einen Kontrabass und die drei Suppenlffel klingen wie ein kleines Glockenspiel. Leider sprechen die beiden Reisenden nicht dieselbe Sprache und sind auch sonst sehr verschieden da sind Konflikte und Reibereien vorprogrammiert. Aber mit Klngen und Gesten knnen sich die beiden verstndigen, knnen von sich und ihren mitgebrachten Gegenstnden erzhlen und die klingende Welt des Anderen gemeinsam mit den Kindern im Publikum entdecken ... Schon auf kleine Kinder bt die Welt des Musiktheaters eine groe Faszination aus: Sie lieben es, dem Spiel von Verwandlung und Farben, von Klngen und Bewegung zu folgen und daran teilzuhaben. Im stndigen Wechselspiel von Interaktion und Beobachtung, von Aktivitt und Ruhe, von Klang und Stille knnen sie sich bereits ber lngere Zeitrume konzentrieren und auf ein Bhnenerlebnis einlassen. Deshalb startet die Junge Deutsche Oper im Sommer 2015 mit einem neuen Programm: KUCKUCK IM KOFFER besucht als mobile Produktion Kinder zwischen 3 und 6 Jahren in ihrer Kita oder Schule. Der Komponist Matthias Kaul und die Regisseurin Maria-Magdalena Kwaschik entwickeln ein szenisch-musikalisches Stck fr zwei Sngerdarsteller, das wir vor Ort immer wieder neu entstehen lassen.


Kategorie: Kinder & Jugend

Qulende Zweifel und lhmende Depressionen begleiteten den Entstehungsprozess von Giacomo Puccinis letzter Oper TURANDOT. Aus der zunchst diffusen Angst, seine Oper nicht mehr abschlieen zu knnen, trieb Puccini sich selbst und sein Librettisten-Duo Giuseppe Adami und Renato Simoni zur Eile an. Ein Neuanfang sollte es werden, geboren aus einer kompositorischen Krise, in die ihn die musikalischen Entwicklungen, ja Umwlzungen der Gegenwart geworfen hatten, ein Befreiungsschlag, ein Aufbruch zu neuen Ufern. Schon der Stoff sollte die Abkehr von den Themen der Vergangenheit signalisieren. Puccini war auf der Suche nach dem reinen Mythos, der Essenz dessen, was er bislang in psychologisch-realistischer Kleinteiligkeit auf dem Theater erzhlt hatte. Ihm schwebte ein mrchenhaft-phantastisches Drama vor und er hatte es gefunden, als Simoni ihn im Frhjahr 1920 auf den Turandot-Stoff, in Form der Mrchenkomdie Carlo Gozzis (1762), aufmerksam machte. Von nervser Ungeduld getrieben begleitete er penibel wie immer die Konzeption und Ausfhrung des Librettos. Im Mittelpunkt der Oper steht die grausame Prinzessin Turandot, die ihr Volk terrorisiert. Ihre, einem Fluch gleichende, Gewaltherrschaft, unter der ein ganzes Land chzt, lsst sich nur durch die Verheiratung Turandots bannen. Potentielle Ehekandidaten mssen eine schwere Prfung ber sich ergehen lassen. Wer die drei Rtsel der Prinzessin nicht lsen kann, auf den wartet die Enthauptung. Obwohl schon unzhlige Prinzen den Tod gefunden haben, finden sich immer noch neue Kandidaten, die sich von der Schnheit Turandots hypnotisieren lassen und bereitwillig ihren Fragen stellen. Calaf, Sohn eines vertriebenen Machthabers aus fremdem Land, durchbricht wider alle Erwartung dieses Schema. Er beantwortet die Fragen und steigert seinen Triumph, indem er die Machtverhltnisse umkehrt, das grausame Rtselspiel verlngert, und der Prinzessin eine Gegenfrage stellt. Sollte sie in der Lage sein, diese zu beantworten, verspricht er, sie von ihrem Heiratsversprechen zu entbinden. Indem Puccini in den ursprnglich persischen Mrchenstoff eine neue Figur die Sklavin Li einfhrt, eine Frauengestalt, die an die Heldinnen seiner frheren Opern erinnert, beleuchtet er die bestialische Brutalitt Turandots nur noch deutlicher. Li zerbricht wie vor ihr diverse Puccini-Heroinen an der grausamen, ihr Fhlen missachtenden Wirklichkeit. Als ihr klar wird, dass sie Calaf, den sie liebt, nicht fr sich gewinnen kann, opfert sie fr den Geliebten ihr Leben. Nach den Vorstellungen Puccinis sollte in der Schlussszene die Liebe explodieren und die Menschlichkeit der Liebe alle Grausamkeit berstrahlen. Die eiskalte Prinzessin wrde in ihrem Wesen eine komplette Wandlung erfahren. Als Mitte 1924 bei Puccini Kehlkopfkrebs diagnostiziert wurde, war die Oper mit Ausnahme jener Schlussszene praktisch vollendet. Ob es die schwere Krankheit war oder Puccinis Unfhigkeit, sich glaubhaft aus der dramaturgischen Sackgasse zu befreien, in die ihn die wunderbare, mrchenhafte aber psychologisch kaum nachvollziehbare Verwandlung der Turandot gefhrt hatte, bleibt letztendlich Spekulation. Puccini starb an den Folgen einer Operation am 29. November 1924 in einem Brsseler Krankenhaus und hinterlie das unvollendete Werk, das sein Kollege Franco Alfano nach den Skizzen des Meisters abschloss. Toscanini brachte TURANDOT am 25. April 1925 an der Mailnder Scala zur Urauffhrung. Obwohl Puccini mit seiner TURANDOT zu einem bedingungslosen Neuanfang nicht in der Lage gewesen war, macht sich der Einfluss seiner Erfahrung mit Werken zeitgenssischer Komponisten doch bemerkbar. Zwar hat dies zu keiner radikalen nderung seiner Tonsprache gefhrt, aber seine Ausdrucksmittel sind ungewhnlicher, subtiler, aber auch hrter und dramatischer geworden. Mit der Partie der Turandot hat er einen vllig neuen Typ eines an Wagners schwere Heroinen erinnernden italienischen hochdramatischen Soprans geschaffen.


Kategorie: Oper

Aus dem Hinterhalt das ist die Late Night-Reihe, die in den vergangenen Jahren Gste wie Black Cracker, Andrei Koroliov, Matthew Herbert, Lydia Lunch, Peaches oder N.U. Unruh in die Tischlerei einlud. Gemeinsam mit Ensemblemitgliedern des Hauses kommentierten sie fnf Premieren der Groen Bhne. Die erfolgreiche Serie dieser immer nur einmal stattfindenden Performance-Abende wird 2018/2019 mit weiteren Special Guests aus Pop, Rock, Avantgarde oder Bildender Kunst fortgesetzt.


Kategorie: Neue Musik

Unsere Fhrungen durch das Zuschauerhaus und ber die Bhnen sowie durch die Probenrume und das Bhnenbildmagazin der Deutschen Oper Berlin vermitteln Ihnen spannende Eindrcke und Wissenswertes ber die Deutsche Oper Berlin und den Alltag hinter den Kulissen. Welches architektonische Konzept verbirgt sich hinter der langen Waschbeton-Fassade an der Bismarckstrae? Wie entsteht ein Bhnenbild? Wie laufen Proben ab? Erfahren Sie auerdem Details zur bewegten Geschichte des Hauses, das heute mit seinen modernen Neuinszenierungen und den frhen Repertoireschtzen einen Querschnitt durch ber 40 Jahre Inszenierungs- und Auffhrungspraxis zu bieten hat.


Kategorie: Fhrung

Politische Prozesse mit ihrer ganz eigenen Dynamik stehen im Zentrum von Modest Mussorgskijs einziger vollendeter Oper BORIS GODUNOW. Zwar schuf er mit der Partie des Zaren Boris eine der eindrcklichsten Opernfiguren berhaupt. Es ist das Portrait eines klugen Herrschers und gtigen Familienvaters, der es mit geschickter Heirat und guter Regierungsarbeit, aber auch der grausamen Bluttat eines Kindermordes auf den Zarenthron gebracht hat. Und zugleich wird das Scheitern dieses Herrschers gezeigt, der, von ueren Feinden bedrngt, letztlich an seiner inneren Gewissensnot zerbricht. Boris ist hierbei kein autonomes Individuum, das aktiv das politische Geschehen zu lenken und beeinflussen vermag und letztlich an seinen tragischen Verstrickungen heroisch scheitert. Vielmehr ist er den Zwngen politischer Prozesse unterworfen, die er nur wenig mehr aktiv zu beeinflussen vermag als sein Volk, das, als eine Art zweiter Protagonist des Stckes, von Mussorgskij in beeindruckenden Chorszenen auf die Bhne gebracht wird. Dieses Volk erscheint in seinem Leid unter der absolutistischen Macht von Zar und Adel ebenso wie als rasender Mob in der finalen Revolutionsszene der Oper als eine anonyme, ohne Bewusstsein fr die eigene Rolle, Macht und Verantwortung handelnde Masse. Aus dieser lst der Komponist aber immer wieder einzelne Figuren. Mit manchmal nur wenigen Stzen gelingt es ihm hierbei, ihnen ein individuelles Gesicht und Schicksal zu geben und damit auf Seiten der Herrscher wie der Herrschenden ein differenziertes und ambivalentes Bild von Macht und Ohnmacht individuellen Handelns zu zeichnen. Es inszenierte der englische Regisseur Richard Jones. Er arbeitet regelmig am Royal Opera House Covent Garden, und hat unter anderem an der New York City Opera, der English National Opera, den Opernhusern in Amsterdam und Frankfurt und bei den Bregenzer Festspielen gearbeitet. Sein Berliner Debt gab er 2004 mit Alban Bergs WOZZECK an der Komischen Oper Berlin. Mit BORIS GODUNOW hat er erstmals an der Deutschen Oper Berlin inszeniert.


Kategorie: Oper

Der junge Dichter Lenskij ist mit der lebenslustigen Olga verlobt. Als er seinen Freund Eugen Onegin im Landhaus seiner zuknftigen Schwiegermutter, der Gutsbesitzerin Larina, einfhrt, macht dieser groen Eindruck auf Olgas Schwester Tatjana, ein scheues und vertrumtes Mdchen, das sich in den welterfahrenen Onegin verliebt. In einem Brief gesteht sie ihm ihre Liebe, aber er hat kein Verstndnis fr sie und weist sie zurck. Tatjanas Unglck wird noch verstrkt, als Onegin whrend eines Balls im Haus ihrer Mutter Olga den Hof macht, um seinen Freund Lenskij zu provozieren. Es kommt zum Eklat. Der eiferschtige Lenskij fordert Onegin zu einem sinnlosen Duell und wird gettet. Onegin flieht ins Ausland und kehrt erst Jahre spter in die Heimat zurck. Bei einem glanzvollen Fest in St. Petersburg trifft er Tatjana wieder, die inzwischen die Gemahlin des Frsten Gremin geworden ist. Onegin erkennt voller Traurigkeit, wen er damals verloren hat. Leidenschaftlich versucht er Tatjana zurckzugewinnen, aber sie bekennt sich zu ihrer Ehe, obwohl sie ihn immer noch liebt. Onegin bleibt allein zurck. EUGEN ONEGIN, neben PIQUE DAME Pjotr I. Tschaikowskijs bekannteste Oper, gehrt zugleich zu seinen schnsten Bhnenwerken berhaupt. Die Suche nach einem geeigneten Stoff war schwierig gewesen, denn er hatte genaue Vorstellungen: Ich wnsche nichts, was Bestandteil der sogenannten Groen Oper ist. Ich halte Ausschau nach einem intimen, aber kraftvollen Drama, das aufgebaut ist aus dem Konflikt, der mich wirklich berhrt. Dabei verschmhe ich nicht das phantastische Element.- denn es kennt keine Hindernisse, weil das Reich der Phantasie keine Grenzen kennt. [Brief vom 14. Januar 1878] Der Puschkinsche Versroman Eugen Onegin entsprach seinen Wnschen recht genau. Die uere Handlung wirkte, bis auf das Duell, unspektakulr, aber die Konflikte der beteiligten Personen gingen unmittelbar zu Herzen und entsprachen in vielerlei Hinsicht Tschaikowskijs eigenen Erfahrungen. Gefhlsregungen aller Schattierungen Melancholie, Sehnsucht, Leidenschaft und Trauer ber ein verpfuschtes Leben prgen das musikalische Bild, das durch mitreiende Chre und schwungvolle Tnze bereichert und um volksliedhafte Momente ergnzt wird. In der Inszenierung der Deutschen Oper Berlin gehren diese Szenen zu den farbigsten und bezauberndsten der ganzen Oper. Tschaikowskij war besonders fasziniert von der Gestalt der Tatjana, die ihm Anlass gab fr eine der schnsten Briefszenen in der Operngeschichte. Jede einzelne der handelnden Figuren besa fr ihn ihren eigenen Reiz: die frhliche Olga, der schwrmerische Lenskij oder der wrdevolle Frst Gremin, der nur einen kurzen, aber desto eindrucksvolleren Auftritt hat, und natrlich der Titelheld, der im Verlauf des Werkes eine deutliche Entwicklung durchluft. Die episodenhafte Anlage des Werkes entspricht zwar nicht der traditionellen Operndramaturgie, aber gerade das hatte der Komponist ja zuvor schon abgelehnt. Sie bildet vielmehr die Voraussetzung fr die besondere Atmosphre, die diese lyrischen Szenen, wie Tschaikowskij seine Oper nannte, durchwebt, und sie ist ein besonderes Kennzeichen der slawischen Oper im Allgemeinen. Fr den Regisseur Gtz Friedrich gehrt es jedoch zu den Besonderheiten gerade dieses Werkes, dass die Szenen des Onegin nicht patriotische Geschichtsbilder entrollen oder nationale Sagen benutzen, sondern dass sie in szenisch-musikalischen Sequenzen komplizierte innere Vorgnge von recht unheroischen Menschen im gesellschaftlichen Alltag vorstellen Die Lyrischen Szenen, mit Tatjanas Sehnsuchtsmotiv beginnend, enden mit Onegins Vereinsamung, seinem Gefhl von Verdammnis. Wohin strzt er? Ins Nichts? Zu einem neuen Lebenssinn? ... ergreifend zarter, melancholisch beschwingter Balsam fr die Seele. Wer hier nicht weint, der hat kein Herz. [BZ]


Kategorie: Oper

Zwei fremde Wesen treffen sich. Sie sind beide unterwegs und zufllig in der Kita/Schule gestrandet. Alles, was sie dabei haben, passt in einen Koffer. Es sind Dinge, die ihnen wichtig sind, Dinge, die sie auf ihrer Reise gesammelt haben, praktisches und unpraktisches: Zum Beispiel das indische Saiteninstrument Gopichand, elektrische Zahnbrsten, eine Kleiderbrste und drei Suppenlffel. Und zum Glck kann man mit der eigenen Stimme, den beiden Koffern und ihrem Inhalt auch Musik machen: Da wird der Schneebesen zur Geige, der Koffer verwandelt sich in einen Kontrabass und die drei Suppenlffel klingen wie ein kleines Glockenspiel. Leider sprechen die beiden Reisenden nicht dieselbe Sprache und sind auch sonst sehr verschieden da sind Konflikte und Reibereien vorprogrammiert. Aber mit Klngen und Gesten knnen sich die beiden verstndigen, knnen von sich und ihren mitgebrachten Gegenstnden erzhlen und die klingende Welt des Anderen gemeinsam mit den Kindern im Publikum entdecken ... Schon auf kleine Kinder bt die Welt des Musiktheaters eine groe Faszination aus: Sie lieben es, dem Spiel von Verwandlung und Farben, von Klngen und Bewegung zu folgen und daran teilzuhaben. Im stndigen Wechselspiel von Interaktion und Beobachtung, von Aktivitt und Ruhe, von Klang und Stille knnen sie sich bereits ber lngere Zeitrume konzentrieren und auf ein Bhnenerlebnis einlassen. Deshalb startet die Junge Deutsche Oper im Sommer 2015 mit einem neuen Programm: KUCKUCK IM KOFFER besucht als mobile Produktion Kinder zwischen 3 und 6 Jahren in ihrer Kita oder Schule. Der Komponist Matthias Kaul und die Regisseurin Maria-Magdalena Kwaschik entwickeln ein szenisch-musikalisches Stck fr zwei Sngerdarsteller, das wir vor Ort immer wieder neu entstehen lassen.


Kategorie: Kinder & Jugend

Zweimal im Jahr verwandelt sich Fritz Bornemanns elegante 60er-Jahre-Architektur in den perfekten Ort fr alle, die auf der Suche nach dem Unkonventionellen sind. Im Foyer der Deutschen Oper Berlin prsentieren Nachwuchsknstler und Ensemblemitglieder des Hauses ein frisches Programm von Oper und Klassik bis Jazz und Avantgarde. Zwischen den Performances laden Drinks und DJs zu Gesprchen an der Bar ein. Die Prsentationsform als Lounge bietet eine ungezwungene Annherung an die Opernwelt. Gleichzeitig ermglicht dieser intime Rahmen spannende und intensive Hrerlebnisse. Nhere Informationen zu Besetzung und Programm finden Sie hier in den Wochen vor dem jeweiligen Termin.


Kategorie: Klassik

Da es sich beim Jazz um eine der faszinierendsten Sprachen handelt, liegt es nahe, ihn mit Text und Poesie zu verbinden. Die BigBand der Deutschen Oper Berlin prsentiert in ihrer Jazz-Reihe Jazz & Lyrics in der Tischlerei fnf thematische Jazz-Konzerte mit Mitgliedern der BigBand und Gsten in kleineren Formationen. Die Konzerte widmen sich einem bestimmten Thema oder einem bestimmten Komponisten und fusionieren Musik mit Lyrik. Texte, Biografisches und Poesie sowie Hintergrund-Informationen zum jeweiligen Thema machen diese Konzerte zu einem besonderen Erlebnis. Das knstlerische Programm stellen Rdiger Ruppert und Sebastian Krol zusammen.


Kategorie: Klassik

Der junge Dichter Lenskij ist mit der lebenslustigen Olga verlobt. Als er seinen Freund Eugen Onegin im Landhaus seiner zuknftigen Schwiegermutter, der Gutsbesitzerin Larina, einfhrt, macht dieser groen Eindruck auf Olgas Schwester Tatjana, ein scheues und vertrumtes Mdchen, das sich in den welterfahrenen Onegin verliebt. In einem Brief gesteht sie ihm ihre Liebe, aber er hat kein Verstndnis fr sie und weist sie zurck. Tatjanas Unglck wird noch verstrkt, als Onegin whrend eines Balls im Haus ihrer Mutter Olga den Hof macht, um seinen Freund Lenskij zu provozieren. Es kommt zum Eklat. Der eiferschtige Lenskij fordert Onegin zu einem sinnlosen Duell und wird gettet. Onegin flieht ins Ausland und kehrt erst Jahre spter in die Heimat zurck. Bei einem glanzvollen Fest in St. Petersburg trifft er Tatjana wieder, die inzwischen die Gemahlin des Frsten Gremin geworden ist. Onegin erkennt voller Traurigkeit, wen er damals verloren hat. Leidenschaftlich versucht er Tatjana zurckzugewinnen, aber sie bekennt sich zu ihrer Ehe, obwohl sie ihn immer noch liebt. Onegin bleibt allein zurck. EUGEN ONEGIN, neben PIQUE DAME Pjotr I. Tschaikowskijs bekannteste Oper, gehrt zugleich zu seinen schnsten Bhnenwerken berhaupt. Die Suche nach einem geeigneten Stoff war schwierig gewesen, denn er hatte genaue Vorstellungen: Ich wnsche nichts, was Bestandteil der sogenannten Groen Oper ist. Ich halte Ausschau nach einem intimen, aber kraftvollen Drama, das aufgebaut ist aus dem Konflikt, der mich wirklich berhrt. Dabei verschmhe ich nicht das phantastische Element.- denn es kennt keine Hindernisse, weil das Reich der Phantasie keine Grenzen kennt. [Brief vom 14. Januar 1878] Der Puschkinsche Versroman Eugen Onegin entsprach seinen Wnschen recht genau. Die uere Handlung wirkte, bis auf das Duell, unspektakulr, aber die Konflikte der beteiligten Personen gingen unmittelbar zu Herzen und entsprachen in vielerlei Hinsicht Tschaikowskijs eigenen Erfahrungen. Gefhlsregungen aller Schattierungen Melancholie, Sehnsucht, Leidenschaft und Trauer ber ein verpfuschtes Leben prgen das musikalische Bild, das durch mitreiende Chre und schwungvolle Tnze bereichert und um volksliedhafte Momente ergnzt wird. In der Inszenierung der Deutschen Oper Berlin gehren diese Szenen zu den farbigsten und bezauberndsten der ganzen Oper. Tschaikowskij war besonders fasziniert von der Gestalt der Tatjana, die ihm Anlass gab fr eine der schnsten Briefszenen in der Operngeschichte. Jede einzelne der handelnden Figuren besa fr ihn ihren eigenen Reiz: die frhliche Olga, der schwrmerische Lenskij oder der wrdevolle Frst Gremin, der nur einen kurzen, aber desto eindrucksvolleren Auftritt hat, und natrlich der Titelheld, der im Verlauf des Werkes eine deutliche Entwicklung durchluft. Die episodenhafte Anlage des Werkes entspricht zwar nicht der traditionellen Operndramaturgie, aber gerade das hatte der Komponist ja zuvor schon abgelehnt. Sie bildet vielmehr die Voraussetzung fr die besondere Atmosphre, die diese lyrischen Szenen, wie Tschaikowskij seine Oper nannte, durchwebt, und sie ist ein besonderes Kennzeichen der slawischen Oper im Allgemeinen. Fr den Regisseur Gtz Friedrich gehrt es jedoch zu den Besonderheiten gerade dieses Werkes, dass die Szenen des Onegin nicht patriotische Geschichtsbilder entrollen oder nationale Sagen benutzen, sondern dass sie in szenisch-musikalischen Sequenzen komplizierte innere Vorgnge von recht unheroischen Menschen im gesellschaftlichen Alltag vorstellen Die Lyrischen Szenen, mit Tatjanas Sehnsuchtsmotiv beginnend, enden mit Onegins Vereinsamung, seinem Gefhl von Verdammnis. Wohin strzt er? Ins Nichts? Zu einem neuen Lebenssinn? ... ergreifend zarter, melancholisch beschwingter Balsam fr die Seele. Wer hier nicht weint, der hat kein Herz. [BZ]


Kategorie: Oper

Rund 550 festangestellte Mitarbeiter und viele Gastknstler sorgen tglich auf, vor und hinter der Bhne dafr, dass an der Deutschen Oper Berlin der Lappen hochgeht und das Publikum das Haus um unvergessliche Eindrcke reicher wieder verlsst. Alle knnen wir Ihnen in der Veranstaltungsreihe OPERNWERKSTATT nicht auf einmal vorstellen. Doch wer die OPERNWERKSTATT regelmig besucht, wird sie allmhlich kennenlernen: die klugen Kpfe, die hinter dem Gesamtkunstwerk Oper stecken, die Trume, Gedanken, Gefhle und Ambitionen, die sich mit ihm verbinden. Die OPERNWERKSTATT bringt Sie ins Gesprch mit Regisseuren, Dirigenten, Sngern, mit der Studienleiterin, Dramaturgen, Theatermachern. Jeder Termin beginnt mit dem Besuch einer szenischen oder musikalischen Probe. Nach dem Blick in die Werkstatt stellen wir Ihnen das entstehende Projekt vor und beantworten Ihre Fragen. Damit Sie sehen, was uns bewegt.


Kategorie: Workshop

Unsere Fhrungen durch das Zuschauerhaus und ber die Bhnen sowie durch die Probenrume und das Bhnenbildmagazin der Deutschen Oper Berlin vermitteln Ihnen spannende Eindrcke und Wissenswertes ber die Deutsche Oper Berlin und den Alltag hinter den Kulissen. Welches architektonische Konzept verbirgt sich hinter der langen Waschbeton-Fassade an der Bismarckstrae? Wie entsteht ein Bhnenbild? Wie laufen Proben ab? Erfahren Sie auerdem Details zur bewegten Geschichte des Hauses, das heute mit seinen modernen Neuinszenierungen und den frhen Repertoireschtzen einen Querschnitt durch ber 40 Jahre Inszenierungs- und Auffhrungspraxis zu bieten hat.


Kategorie: Fhrung

Der junge Dichter Lenskij ist mit der lebenslustigen Olga verlobt. Als er seinen Freund Eugen Onegin im Landhaus seiner zuknftigen Schwiegermutter, der Gutsbesitzerin Larina, einfhrt, macht dieser groen Eindruck auf Olgas Schwester Tatjana, ein scheues und vertrumtes Mdchen, das sich in den welterfahrenen Onegin verliebt. In einem Brief gesteht sie ihm ihre Liebe, aber er hat kein Verstndnis fr sie und weist sie zurck. Tatjanas Unglck wird noch verstrkt, als Onegin whrend eines Balls im Haus ihrer Mutter Olga den Hof macht, um seinen Freund Lenskij zu provozieren. Es kommt zum Eklat. Der eiferschtige Lenskij fordert Onegin zu einem sinnlosen Duell und wird gettet. Onegin flieht ins Ausland und kehrt erst Jahre spter in die Heimat zurck. Bei einem glanzvollen Fest in St. Petersburg trifft er Tatjana wieder, die inzwischen die Gemahlin des Frsten Gremin geworden ist. Onegin erkennt voller Traurigkeit, wen er damals verloren hat. Leidenschaftlich versucht er Tatjana zurckzugewinnen, aber sie bekennt sich zu ihrer Ehe, obwohl sie ihn immer noch liebt. Onegin bleibt allein zurck. EUGEN ONEGIN, neben PIQUE DAME Pjotr I. Tschaikowskijs bekannteste Oper, gehrt zugleich zu seinen schnsten Bhnenwerken berhaupt. Die Suche nach einem geeigneten Stoff war schwierig gewesen, denn er hatte genaue Vorstellungen: Ich wnsche nichts, was Bestandteil der sogenannten Groen Oper ist. Ich halte Ausschau nach einem intimen, aber kraftvollen Drama, das aufgebaut ist aus dem Konflikt, der mich wirklich berhrt. Dabei verschmhe ich nicht das phantastische Element.- denn es kennt keine Hindernisse, weil das Reich der Phantasie keine Grenzen kennt. [Brief vom 14. Januar 1878] Der Puschkinsche Versroman Eugen Onegin entsprach seinen Wnschen recht genau. Die uere Handlung wirkte, bis auf das Duell, unspektakulr, aber die Konflikte der beteiligten Personen gingen unmittelbar zu Herzen und entsprachen in vielerlei Hinsicht Tschaikowskijs eigenen Erfahrungen. Gefhlsregungen aller Schattierungen Melancholie, Sehnsucht, Leidenschaft und Trauer ber ein verpfuschtes Leben prgen das musikalische Bild, das durch mitreiende Chre und schwungvolle Tnze bereichert und um volksliedhafte Momente ergnzt wird. In der Inszenierung der Deutschen Oper Berlin gehren diese Szenen zu den farbigsten und bezauberndsten der ganzen Oper. Tschaikowskij war besonders fasziniert von der Gestalt der Tatjana, die ihm Anlass gab fr eine der schnsten Briefszenen in der Operngeschichte. Jede einzelne der handelnden Figuren besa fr ihn ihren eigenen Reiz: die frhliche Olga, der schwrmerische Lenskij oder der wrdevolle Frst Gremin, der nur einen kurzen, aber desto eindrucksvolleren Auftritt hat, und natrlich der Titelheld, der im Verlauf des Werkes eine deutliche Entwicklung durchluft. Die episodenhafte Anlage des Werkes entspricht zwar nicht der traditionellen Operndramaturgie, aber gerade das hatte der Komponist ja zuvor schon abgelehnt. Sie bildet vielmehr die Voraussetzung fr die besondere Atmosphre, die diese lyrischen Szenen, wie Tschaikowskij seine Oper nannte, durchwebt, und sie ist ein besonderes Kennzeichen der slawischen Oper im Allgemeinen. Fr den Regisseur Gtz Friedrich gehrt es jedoch zu den Besonderheiten gerade dieses Werkes, dass die Szenen des Onegin nicht patriotische Geschichtsbilder entrollen oder nationale Sagen benutzen, sondern dass sie in szenisch-musikalischen Sequenzen komplizierte innere Vorgnge von recht unheroischen Menschen im gesellschaftlichen Alltag vorstellen Die Lyrischen Szenen, mit Tatjanas Sehnsuchtsmotiv beginnend, enden mit Onegins Vereinsamung, seinem Gefhl von Verdammnis. Wohin strzt er? Ins Nichts? Zu einem neuen Lebenssinn? ... ergreifend zarter, melancholisch beschwingter Balsam fr die Seele. Wer hier nicht weint, der hat kein Herz. [BZ]


Kategorie: Oper

Prinzessin Donna Clara wird 18 und die ganze Welt berhuft sie mit Geschenken. Ein ganz besonderes Geschenk schickt ihr jedoch der trkische Sultan: Es ist ein lebender Zwerg! Diesem missgestalteten Mann gilt zwischen all der Pracht und Schnheit ihre besondere Aufmerksamkeit. Er verzaubert sie mit seinem Gesang und fasziniert umso mehr, als er nicht um sein ueres wei. Der Zwerg verliebt sich unsterblich in die Prinzessin und durchschaut dabei nicht das kokette Spiel, das diese mit ihm treibt. Doch dann sieht er sich, erstmals in seinem Leben, mit seinem Spiegelbild konfrontiert. Er erkennt die Realitt und bricht tot zusammen. Alexander Zemlinskys DER ZWERG basiert auf Oscar Wildes Kunstmrchen Der Geburtstag der Infantin und wurde 1922 uraufgefhrt. Nach Zemlinskys Tod 1942 im amerikanischen Exil geriet das Werk schnell in Vergessenheit. Erst Ende der 70er Jahre wurde es wiederentdeckt und begeistert seither als subtiles, klangsinnlich schillerndes Seismogramm einer hochkomplexen psychologischen Konstellation. Es inszeniert Tobias Kratzer, der als einer der interessantesten jungen deutschen Opernregisseure gilt, der zuletzt an Husern wie dem Theater Bremen, den Staatstheatern in Karlsruhe und Nrnberg, dem Theater Basel, dem Thtre de la Monnaie Brssel und der Oper Frankfurt arbeitete. Fr das Holland Festival entsteht im Sommer 2018 seine Inszenierung von LES CONTES DHOFFMANN, 2019 wird er in Bayreuth TANNHUSER herausbringen. In Berlin war 2017 seine Version von Rameaus ZOROASTRE an der Komischen Oper Berlin zu erleben. Mit DER ZWERG gibt Tobias Kratzer sein Debt an der Deutschen Oper Berlin.


Kategorie: Oper

Zwei fremde Wesen treffen sich. Sie sind beide unterwegs und zufllig in der Kita/Schule gestrandet. Alles, was sie dabei haben, passt in einen Koffer. Es sind Dinge, die ihnen wichtig sind, Dinge, die sie auf ihrer Reise gesammelt haben, praktisches und unpraktisches: Zum Beispiel das indische Saiteninstrument Gopichand, elektrische Zahnbrsten, eine Kleiderbrste und drei Suppenlffel. Und zum Glck kann man mit der eigenen Stimme, den beiden Koffern und ihrem Inhalt auch Musik machen: Da wird der Schneebesen zur Geige, der Koffer verwandelt sich in einen Kontrabass und die drei Suppenlffel klingen wie ein kleines Glockenspiel. Leider sprechen die beiden Reisenden nicht dieselbe Sprache und sind auch sonst sehr verschieden da sind Konflikte und Reibereien vorprogrammiert. Aber mit Klngen und Gesten knnen sich die beiden verstndigen, knnen von sich und ihren mitgebrachten Gegenstnden erzhlen und die klingende Welt des Anderen gemeinsam mit den Kindern im Publikum entdecken ... Schon auf kleine Kinder bt die Welt des Musiktheaters eine groe Faszination aus: Sie lieben es, dem Spiel von Verwandlung und Farben, von Klngen und Bewegung zu folgen und daran teilzuhaben. Im stndigen Wechselspiel von Interaktion und Beobachtung, von Aktivitt und Ruhe, von Klang und Stille knnen sie sich bereits ber lngere Zeitrume konzentrieren und auf ein Bhnenerlebnis einlassen. Deshalb startet die Junge Deutsche Oper im Sommer 2015 mit einem neuen Programm: KUCKUCK IM KOFFER besucht als mobile Produktion Kinder zwischen 3 und 6 Jahren in ihrer Kita oder Schule. Der Komponist Matthias Kaul und die Regisseurin Maria-Magdalena Kwaschik entwickeln ein szenisch-musikalisches Stck fr zwei Sngerdarsteller, das wir vor Ort immer wieder neu entstehen lassen.


Kategorie: Kinder & Jugend

Alles begann mit CARMEN, im Mrz 2009 war es nach intensiver Probenarbeit soweit: Der neu gegrndete Kinderchor stand erstmals auf der Hauptbhne der Deutschen Oper Berlin vor groem Publikum. Zum zehnjhrigen Geburtstag ldt der Kinder- und Jugendchor nun zum Konzert ein natrlich ins groe Haus. Im Mittelpunkt des Abends steht Mass of the Children von John Rutter. Mit diesem besonderen Konzert feiert der Kinderchor sein zehnjhriges, der Jugendchor sein fnfjhriges Bestehen!


Kategorie: Klassik

Zwei fremde Wesen treffen sich. Sie sind beide unterwegs und zufllig in der Kita/Schule gestrandet. Alles, was sie dabei haben, passt in einen Koffer. Es sind Dinge, die ihnen wichtig sind, Dinge, die sie auf ihrer Reise gesammelt haben, praktisches und unpraktisches: Zum Beispiel das indische Saiteninstrument Gopichand, elektrische Zahnbrsten, eine Kleiderbrste und drei Suppenlffel. Und zum Glck kann man mit der eigenen Stimme, den beiden Koffern und ihrem Inhalt auch Musik machen: Da wird der Schneebesen zur Geige, der Koffer verwandelt sich in einen Kontrabass und die drei Suppenlffel klingen wie ein kleines Glockenspiel. Leider sprechen die beiden Reisenden nicht dieselbe Sprache und sind auch sonst sehr verschieden da sind Konflikte und Reibereien vorprogrammiert. Aber mit Klngen und Gesten knnen sich die beiden verstndigen, knnen von sich und ihren mitgebrachten Gegenstnden erzhlen und die klingende Welt des Anderen gemeinsam mit den Kindern im Publikum entdecken ... Schon auf kleine Kinder bt die Welt des Musiktheaters eine groe Faszination aus: Sie lieben es, dem Spiel von Verwandlung und Farben, von Klngen und Bewegung zu folgen und daran teilzuhaben. Im stndigen Wechselspiel von Interaktion und Beobachtung, von Aktivitt und Ruhe, von Klang und Stille knnen sie sich bereits ber lngere Zeitrume konzentrieren und auf ein Bhnenerlebnis einlassen. Deshalb startet die Junge Deutsche Oper im Sommer 2015 mit einem neuen Programm: KUCKUCK IM KOFFER besucht als mobile Produktion Kinder zwischen 3 und 6 Jahren in ihrer Kita oder Schule. Der Komponist Matthias Kaul und die Regisseurin Maria-Magdalena Kwaschik entwickeln ein szenisch-musikalisches Stck fr zwei Sngerdarsteller, das wir vor Ort immer wieder neu entstehen lassen.


Kategorie: Kinder & Jugend

Prinzessin Donna Clara wird 18 und die ganze Welt berhuft sie mit Geschenken. Ein ganz besonderes Geschenk schickt ihr jedoch der trkische Sultan: Es ist ein lebender Zwerg! Diesem missgestalteten Mann gilt zwischen all der Pracht und Schnheit ihre besondere Aufmerksamkeit. Er verzaubert sie mit seinem Gesang und fasziniert umso mehr, als er nicht um sein ueres wei. Der Zwerg verliebt sich unsterblich in die Prinzessin und durchschaut dabei nicht das kokette Spiel, das diese mit ihm treibt. Doch dann sieht er sich, erstmals in seinem Leben, mit seinem Spiegelbild konfrontiert. Er erkennt die Realitt und bricht tot zusammen. Alexander Zemlinskys DER ZWERG basiert auf Oscar Wildes Kunstmrchen Der Geburtstag der Infantin und wurde 1922 uraufgefhrt. Nach Zemlinskys Tod 1942 im amerikanischen Exil geriet das Werk schnell in Vergessenheit. Erst Ende der 70er Jahre wurde es wiederentdeckt und begeistert seither als subtiles, klangsinnlich schillerndes Seismogramm einer hochkomplexen psychologischen Konstellation. Es inszeniert Tobias Kratzer, der als einer der interessantesten jungen deutschen Opernregisseure gilt, der zuletzt an Husern wie dem Theater Bremen, den Staatstheatern in Karlsruhe und Nrnberg, dem Theater Basel, dem Thtre de la Monnaie Brssel und der Oper Frankfurt arbeitete. Fr das Holland Festival entsteht im Sommer 2018 seine Inszenierung von LES CONTES DHOFFMANN, 2019 wird er in Bayreuth TANNHUSER herausbringen. In Berlin war 2017 seine Version von Rameaus ZOROASTRE an der Komischen Oper Berlin zu erleben. Mit DER ZWERG gibt Tobias Kratzer sein Debt an der Deutschen Oper Berlin.


Kategorie: Oper

Qulende Zweifel und lhmende Depressionen begleiteten den Entstehungsprozess von Giacomo Puccinis letzter Oper TURANDOT. Aus der zunchst diffusen Angst, seine Oper nicht mehr abschlieen zu knnen, trieb Puccini sich selbst und sein Librettisten-Duo Giuseppe Adami und Renato Simoni zur Eile an. Ein Neuanfang sollte es werden, geboren aus einer kompositorischen Krise, in die ihn die musikalischen Entwicklungen, ja Umwlzungen der Gegenwart geworfen hatten, ein Befreiungsschlag, ein Aufbruch zu neuen Ufern. Schon der Stoff sollte die Abkehr von den Themen der Vergangenheit signalisieren. Puccini war auf der Suche nach dem reinen Mythos, der Essenz dessen, was er bislang in psychologisch-realistischer Kleinteiligkeit auf dem Theater erzhlt hatte. Ihm schwebte ein mrchenhaft-phantastisches Drama vor und er hatte es gefunden, als Simoni ihn im Frhjahr 1920 auf den Turandot-Stoff, in Form der Mrchenkomdie Carlo Gozzis (1762), aufmerksam machte. Von nervser Ungeduld getrieben begleitete er penibel wie immer die Konzeption und Ausfhrung des Librettos. Im Mittelpunkt der Oper steht die grausame Prinzessin Turandot, die ihr Volk terrorisiert. Ihre, einem Fluch gleichende, Gewaltherrschaft, unter der ein ganzes Land chzt, lsst sich nur durch die Verheiratung Turandots bannen. Potentielle Ehekandidaten mssen eine schwere Prfung ber sich ergehen lassen. Wer die drei Rtsel der Prinzessin nicht lsen kann, auf den wartet die Enthauptung. Obwohl schon unzhlige Prinzen den Tod gefunden haben, finden sich immer noch neue Kandidaten, die sich von der Schnheit Turandots hypnotisieren lassen und bereitwillig ihren Fragen stellen. Calaf, Sohn eines vertriebenen Machthabers aus fremdem Land, durchbricht wider alle Erwartung dieses Schema. Er beantwortet die Fragen und steigert seinen Triumph, indem er die Machtverhltnisse umkehrt, das grausame Rtselspiel verlngert, und der Prinzessin eine Gegenfrage stellt. Sollte sie in der Lage sein, diese zu beantworten, verspricht er, sie von ihrem Heiratsversprechen zu entbinden. Indem Puccini in den ursprnglich persischen Mrchenstoff eine neue Figur die Sklavin Li einfhrt, eine Frauengestalt, die an die Heldinnen seiner frheren Opern erinnert, beleuchtet er die bestialische Brutalitt Turandots nur noch deutlicher. Li zerbricht wie vor ihr diverse Puccini-Heroinen an der grausamen, ihr Fhlen missachtenden Wirklichkeit. Als ihr klar wird, dass sie Calaf, den sie liebt, nicht fr sich gewinnen kann, opfert sie fr den Geliebten ihr Leben. Nach den Vorstellungen Puccinis sollte in der Schlussszene die Liebe explodieren und die Menschlichkeit der Liebe alle Grausamkeit berstrahlen. Die eiskalte Prinzessin wrde in ihrem Wesen eine komplette Wandlung erfahren. Als Mitte 1924 bei Puccini Kehlkopfkrebs diagnostiziert wurde, war die Oper mit Ausnahme jener Schlussszene praktisch vollendet. Ob es die schwere Krankheit war oder Puccinis Unfhigkeit, sich glaubhaft aus der dramaturgischen Sackgasse zu befreien, in die ihn die wunderbare, mrchenhafte aber psychologisch kaum nachvollziehbare Verwandlung der Turandot gefhrt hatte, bleibt letztendlich Spekulation. Puccini starb an den Folgen einer Operation am 29. November 1924 in einem Brsseler Krankenhaus und hinterlie das unvollendete Werk, das sein Kollege Franco Alfano nach den Skizzen des Meisters abschloss. Toscanini brachte TURANDOT am 25. April 1925 an der Mailnder Scala zur Urauffhrung. Obwohl Puccini mit seiner TURANDOT zu einem bedingungslosen Neuanfang nicht in der Lage gewesen war, macht sich der Einfluss seiner Erfahrung mit Werken zeitgenssischer Komponisten doch bemerkbar. Zwar hat dies zu keiner radikalen nderung seiner Tonsprache gefhrt, aber seine Ausdrucksmittel sind ungewhnlicher, subtiler, aber auch hrter und dramatischer geworden. Mit der Partie der Turandot hat er einen vllig neuen Typ eines an Wagners schwere Heroinen erinnernden italienischen hochdramatischen Soprans geschaffen.


Kategorie: Oper

Zwei fremde Wesen treffen sich. Sie sind beide unterwegs und zufllig in der Kita/Schule gestrandet. Alles, was sie dabei haben, passt in einen Koffer. Es sind Dinge, die ihnen wichtig sind, Dinge, die sie auf ihrer Reise gesammelt haben, praktisches und unpraktisches: Zum Beispiel das indische Saiteninstrument Gopichand, elektrische Zahnbrsten, eine Kleiderbrste und drei Suppenlffel. Und zum Glck kann man mit der eigenen Stimme, den beiden Koffern und ihrem Inhalt auch Musik machen: Da wird der Schneebesen zur Geige, der Koffer verwandelt sich in einen Kontrabass und die drei Suppenlffel klingen wie ein kleines Glockenspiel. Leider sprechen die beiden Reisenden nicht dieselbe Sprache und sind auch sonst sehr verschieden da sind Konflikte und Reibereien vorprogrammiert. Aber mit Klngen und Gesten knnen sich die beiden verstndigen, knnen von sich und ihren mitgebrachten Gegenstnden erzhlen und die klingende Welt des Anderen gemeinsam mit den Kindern im Publikum entdecken ... Schon auf kleine Kinder bt die Welt des Musiktheaters eine groe Faszination aus: Sie lieben es, dem Spiel von Verwandlung und Farben, von Klngen und Bewegung zu folgen und daran teilzuhaben. Im stndigen Wechselspiel von Interaktion und Beobachtung, von Aktivitt und Ruhe, von Klang und Stille knnen sie sich bereits ber lngere Zeitrume konzentrieren und auf ein Bhnenerlebnis einlassen. Deshalb startet die Junge Deutsche Oper im Sommer 2015 mit einem neuen Programm: KUCKUCK IM KOFFER besucht als mobile Produktion Kinder zwischen 3 und 6 Jahren in ihrer Kita oder Schule. Der Komponist Matthias Kaul und die Regisseurin Maria-Magdalena Kwaschik entwickeln ein szenisch-musikalisches Stck fr zwei Sngerdarsteller, das wir vor Ort immer wieder neu entstehen lassen.


Kategorie: Kinder & Jugend


Kategorie: Klassik

Prinzessin Donna Clara wird 18 und die ganze Welt berhuft sie mit Geschenken. Ein ganz besonderes Geschenk schickt ihr jedoch der trkische Sultan: Es ist ein lebender Zwerg! Diesem missgestalteten Mann gilt zwischen all der Pracht und Schnheit ihre besondere Aufmerksamkeit. Er verzaubert sie mit seinem Gesang und fasziniert umso mehr, als er nicht um sein ueres wei. Der Zwerg verliebt sich unsterblich in die Prinzessin und durchschaut dabei nicht das kokette Spiel, das diese mit ihm treibt. Doch dann sieht er sich, erstmals in seinem Leben, mit seinem Spiegelbild konfrontiert. Er erkennt die Realitt und bricht tot zusammen. Alexander Zemlinskys DER ZWERG basiert auf Oscar Wildes Kunstmrchen Der Geburtstag der Infantin und wurde 1922 uraufgefhrt. Nach Zemlinskys Tod 1942 im amerikanischen Exil geriet das Werk schnell in Vergessenheit. Erst Ende der 70er Jahre wurde es wiederentdeckt und begeistert seither als subtiles, klangsinnlich schillerndes Seismogramm einer hochkomplexen psychologischen Konstellation. Es inszeniert Tobias Kratzer, der als einer der interessantesten jungen deutschen Opernregisseure gilt, der zuletzt an Husern wie dem Theater Bremen, den Staatstheatern in Karlsruhe und Nrnberg, dem Theater Basel, dem Thtre de la Monnaie Brssel und der Oper Frankfurt arbeitete. Fr das Holland Festival entsteht im Sommer 2018 seine Inszenierung von LES CONTES DHOFFMANN, 2019 wird er in Bayreuth TANNHUSER herausbringen. In Berlin war 2017 seine Version von Rameaus ZOROASTRE an der Komischen Oper Berlin zu erleben. Mit DER ZWERG gibt Tobias Kratzer sein Debt an der Deutschen Oper Berlin.


Kategorie: Oper

Qulende Zweifel und lhmende Depressionen begleiteten den Entstehungsprozess von Giacomo Puccinis letzter Oper TURANDOT. Aus der zunchst diffusen Angst, seine Oper nicht mehr abschlieen zu knnen, trieb Puccini sich selbst und sein Librettisten-Duo Giuseppe Adami und Renato Simoni zur Eile an. Ein Neuanfang sollte es werden, geboren aus einer kompositorischen Krise, in die ihn die musikalischen Entwicklungen, ja Umwlzungen der Gegenwart geworfen hatten, ein Befreiungsschlag, ein Aufbruch zu neuen Ufern. Schon der Stoff sollte die Abkehr von den Themen der Vergangenheit signalisieren. Puccini war auf der Suche nach dem reinen Mythos, der Essenz dessen, was er bislang in psychologisch-realistischer Kleinteiligkeit auf dem Theater erzhlt hatte. Ihm schwebte ein mrchenhaft-phantastisches Drama vor und er hatte es gefunden, als Simoni ihn im Frhjahr 1920 auf den Turandot-Stoff, in Form der Mrchenkomdie Carlo Gozzis (1762), aufmerksam machte. Von nervser Ungeduld getrieben begleitete er penibel wie immer die Konzeption und Ausfhrung des Librettos. Im Mittelpunkt der Oper steht die grausame Prinzessin Turandot, die ihr Volk terrorisiert. Ihre, einem Fluch gleichende, Gewaltherrschaft, unter der ein ganzes Land chzt, lsst sich nur durch die Verheiratung Turandots bannen. Potentielle Ehekandidaten mssen eine schwere Prfung ber sich ergehen lassen. Wer die drei Rtsel der Prinzessin nicht lsen kann, auf den wartet die Enthauptung. Obwohl schon unzhlige Prinzen den Tod gefunden haben, finden sich immer noch neue Kandidaten, die sich von der Schnheit Turandots hypnotisieren lassen und bereitwillig ihren Fragen stellen. Calaf, Sohn eines vertriebenen Machthabers aus fremdem Land, durchbricht wider alle Erwartung dieses Schema. Er beantwortet die Fragen und steigert seinen Triumph, indem er die Machtverhltnisse umkehrt, das grausame Rtselspiel verlngert, und der Prinzessin eine Gegenfrage stellt. Sollte sie in der Lage sein, diese zu beantworten, verspricht er, sie von ihrem Heiratsversprechen zu entbinden. Indem Puccini in den ursprnglich persischen Mrchenstoff eine neue Figur die Sklavin Li einfhrt, eine Frauengestalt, die an die Heldinnen seiner frheren Opern erinnert, beleuchtet er die bestialische Brutalitt Turandots nur noch deutlicher. Li zerbricht wie vor ihr diverse Puccini-Heroinen an der grausamen, ihr Fhlen missachtenden Wirklichkeit. Als ihr klar wird, dass sie Calaf, den sie liebt, nicht fr sich gewinnen kann, opfert sie fr den Geliebten ihr Leben. Nach den Vorstellungen Puccinis sollte in der Schlussszene die Liebe explodieren und die Menschlichkeit der Liebe alle Grausamkeit berstrahlen. Die eiskalte Prinzessin wrde in ihrem Wesen eine komplette Wandlung erfahren. Als Mitte 1924 bei Puccini Kehlkopfkrebs diagnostiziert wurde, war die Oper mit Ausnahme jener Schlussszene praktisch vollendet. Ob es die schwere Krankheit war oder Puccinis Unfhigkeit, sich glaubhaft aus der dramaturgischen Sackgasse zu befreien, in die ihn die wunderbare, mrchenhafte aber psychologisch kaum nachvollziehbare Verwandlung der Turandot gefhrt hatte, bleibt letztendlich Spekulation. Puccini starb an den Folgen einer Operation am 29. November 1924 in einem Brsseler Krankenhaus und hinterlie das unvollendete Werk, das sein Kollege Franco Alfano nach den Skizzen des Meisters abschloss. Toscanini brachte TURANDOT am 25. April 1925 an der Mailnder Scala zur Urauffhrung. Obwohl Puccini mit seiner TURANDOT zu einem bedingungslosen Neuanfang nicht in der Lage gewesen war, macht sich der Einfluss seiner Erfahrung mit Werken zeitgenssischer Komponisten doch bemerkbar. Zwar hat dies zu keiner radikalen nderung seiner Tonsprache gefhrt, aber seine Ausdrucksmittel sind ungewhnlicher, subtiler, aber auch hrter und dramatischer geworden. Mit der Partie der Turandot hat er einen vllig neuen Typ eines an Wagners schwere Heroinen erinnernden italienischen hochdramatischen Soprans geschaffen.


Kategorie: Oper


Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:30.08.18
© Fotos der Vorstellungen: [+][-]
Salome(2016 Monika Rittershaus/2016 Monika Rittershaus) Jazz & Breakfast(Stephan Bgel/Stephan Bgel) Kuckuck im Koffer(2015 Stephan Bgel/2015 Stephan Bgel) 4. Tischlereikonzert: Pierrot Lunaire(Agentur/Agentur) Boris Godunow(Bernd Uhlig/Bernd Uhlig) Eugen Onegin(Bettina St/Bettina St) Turandot(2015 Bettina St/2015 Bettina St) Aus dem Hinterhalt: Der Zwerg(Eike Walkenhorst/Eike Walkenhorst) Fhrung(Bettina St/Bettina St) Opera Lounge(2014 Marcus Lieberenz/2014 Marcus Lieberenz) Jazz & Lyrics(Eike Walkenhorst/Eike Walkenhorst) Opernwerkstatt(2010 Bettina St/2010 Bettina St) Familienfhrung(Bettina St/Bettina St) Der Zwerg(/) Jubilumskonzert: 10 Jahre Kinderchor(Stefan Bgel/Stefan Bgel) Sinfoniekonzert(2016 Bettina St/2016 Bettina St)

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