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Spielplan für März 2019

Als „Salomé“ von Oscar Wilde 1896 in Paris zum ersten Mal auf die Bühne kam, verbüßte der Autor in London eine Zuchthausstrafe wegen „grober Unsittlichkeit“. In Großbritannien und auch in den deutschsprachigen Ländern waren nur Privataufführungen des skandalumwitterten Stücks möglich. Eine solche besuchte Richard Strauss 1902 in Max Reinhardts „Kleinem Theater“ in Berlin. Ein Jahr später entschied er sich dazu, Wildes Text zur Grundlage eines Operneinakters zu machen. Die Uraufführung der SALOME 1905 in Dresden war ein durchschlagender Erfolg für den Komponisten. Er fordert darin das Genre heraus: Eine rauschhafte und liebestrunkene Musik kontrastiert das denkbar grässlichste, monströseste Geschehen. Die Oper beginnt ohne Vorspiel, und wir werden direkt in Salomes Welt hineinkatapultiert. Salome lebt in einer perfekten bürgerlichen Welt. Sie ist die Tochter der Herodias. Mit ihr lebt sie bei ihrem Stiefvater Herodes – ein mächtiger Mann in einer Männerwelt. Und er hat ein ganz besonderes Verhältnis zu seiner neuen Tochter, der kleinen Prinzessin. Und sie zu ihm. In dieser Familienkonstellation wächst das Kind Salome heran. Und in der Nacht, wenn alle anderen schlafen, imaginiert sie sich ihre eigene Welt. Sie nimmt den Kampf mit ihrem neuen Vater auf, der sie einschüchtert, der sie begehrt, der mit ihr spielt. Diesen Vater, diesen Mann will sie besiegen. Sie erinnert sich an ihre Kindheit, und sie schaut sich selbst zu, wie sie spielt: Vater, Mutter, Kind. Das ist eine hochexplosive Welt, in die sie sich hineinträumt. Aus diesen dunklen Träumen heraus erschafft sich Salome in der Nacht eine Gestalt, einen Gegenentwurf zu der Welt, in der sie sich befindet. Dieses Wesen ist Jochanaan. In dem Familienspiel fungiert er als der Anti-Vater, als die Waffe gegen den Vater, als Erlöser- und Retterfigur. Und wenn der Tag anbricht, sitzt Jochanaan mit Vater, Mutter und dem kriegerischen Kind mit am Tisch. Gemeinsam mit Jochanaan wird Salome diese Ordnung aufsprengen. SALOME ist die erste Arbeit von Claus Guth an der Deutschen Oper Berlin. Seit 1999, als er bei den Salzburger Festspielen mit großem Erfolg CRONACA DEL LUOGO von Luciano Berio inszenierte, gehört er zu den gefragtesten Opernregisseuren der Welt. Salzburg, wo er unter anderem die „Da Ponte Trilogie“ [mit Anna Netrebko als Susanna in LE NOZZE DI FIGARO] inszenierte, Bayreuth [DER FLIEGENDE HOLLÄNDER 2003], Zürich, Mailand, München, Hamburg, Frankfurt, Dresden und das Theater an der Wien gehören zu seinen regelmäßigen Stationen wie auch die Staatsoper im Schillertheater.


Kategorie: Oper

Jazz & Breakfast im Restaurant Deutsche Oper [rdo]


Kategorie: Klassik

Zwei fremde Wesen treffen sich. Sie sind beide unterwegs und zufällig in der Kita/Schule gestrandet. Alles, was sie dabei haben, passt in einen Koffer. Es sind Dinge, die ihnen wichtig sind, Dinge, die sie auf ihrer Reise gesammelt haben, praktisches und unpraktisches: Zum Beispiel das indische Saiteninstrument Gopichand, elektrische Zahnbürsten, eine Kleiderbürste und drei Suppenlöffel. Und zum Glück kann man mit der eigenen Stimme, den beiden Koffern und ihrem Inhalt auch Musik machen: Da wird der Schneebesen zur Geige, der Koffer verwandelt sich in einen Kontrabass und die drei Suppenlöffel klingen wie ein kleines Glockenspiel. Leider sprechen die beiden Reisenden nicht dieselbe Sprache und sind auch sonst sehr verschieden – da sind Konflikte und Reibereien vorprogrammiert. Aber mit Klängen und Gesten können sich die beiden verständigen, können von sich und ihren mitgebrachten Gegenständen erzählen und die klingende Welt des Anderen gemeinsam mit den Kindern im Publikum entdecken ... Schon auf kleine Kinder übt die Welt des Musiktheaters eine große Faszination aus: Sie lieben es, dem Spiel von Verwandlung und Farben, von Klängen und Bewegung zu folgen und daran teilzuhaben. Im ständigen Wechselspiel von Interaktion und Beobachtung, von Aktivität und Ruhe, von Klang und Stille können sie sich bereits über längere Zeiträume konzentrieren und auf ein Bühnenerlebnis einlassen. Deshalb startet die Junge Deutsche Oper im Sommer 2015 mit einem neuen Programm: KUCKUCK IM KOFFER besucht als mobile Produktion Kinder zwischen 3 und 6 Jahren in ihrer Kita oder Schule. Der Komponist Matthias Kaul und die Regisseurin Maria-Magdalena Kwaschik entwickeln ein szenisch-musikalisches Stück für zwei Sängerdarsteller, das wir vor Ort immer wieder neu entstehen lassen.


Kategorie: Kinder & Jugend

Schon der Titel gibt zu denken: Wer oder was ist Schönbergs „Pierrot lunaire“? Ein Clown im Mondlicht? Oder doch ein Fantast, ein Mondsüchtiger, ein melancholischer Schwärmer? Und auch in den dreimal sieben Gedichten, die der Komponist für sein op. 21 auswählte, fließen die Perspektiven, Gestalten, Sprecher im Mondlicht schillernd ineinander: der Dandy, Columbine, die schmerzenreiche Madonna, Pierrot – Gestalten der commedia dellʾ arte ebenso wie der Bilderwelt des fin de siècle mit seiner spätgeborenen Fülle. „Bestellungen“ ansonsten eher abgeneigt, akzeptierte Schönberg 1912 begeistert den Kompositionsauftrag der Vortragskünstlerin und Schauspielerin Albertine Zehme für einen Zyklus auf Gedichte aus Albert Girauds „Pierrot lunaire“. Die freie deutsche Übertragung von Otto Erich Hartleben hatte es dem Komponisten angetan, er ahnte für sich ganz neue Ausdrucksmöglichkeiten. Mit Einverständnis der Auftraggeberin erweiterte er sukzessive die ursprünglich angedachte Klavierbegleitung: Flöte, Piccolo, Geige, Bratsche, Klarinette und Bassklarinette wechseln sich in immer neuen Instrumentenkombinationen ab. Jedes der Gedichte erhält seine ganz eigene Klangfarbe und Stofflichkeit. Erst im „alten Duft“ der Nummer 21 vereinen sich alle Farben zu einem beinahe tonalen Anhauch aus längst vergangener Zeit. Alte Formen und Satzmodelle (darunter Barkarole, Passacaglia, Kanon und Walzer) oder Stücke alter Meister wie Bach und Wagner werden im Verlauf des Zyklus ähnlich subtil heraufbeschworen. Die musikalische Tradition tanzt im Mondlicht – ein Prisma gebrochener Identitäten der neuen musikalischen Moderne. Für die Zehme selbst entwarf Schönberg eine ganz eigene Vortagsweise in der Tradition des klassischen Melodrams. Weder Gesang noch natürliche, realistische Rede, sondern ein geformtes Sprechen mit fixierten Tonhöhen und -längen: exakt, dramatisch, nüchtern, virtuos. Das beste Geleitwort hat der Komponist seinem mondlichternen Pierrot wohl selbst geben. Im Programmheft der Uraufführung stellt er den 21 Gedichten ein variiertes Zitat aus Novalisʾ „Fragment über absolute Poesie“ voran: „Es lassen sich Erzählungen ohne Zusammenhang, jedoch mit Assoziation, wie Traum, denken – Gedichte, die bloß wohlklingend und voll schöner Worte sind, aber auch ohne allen Sinn und Zusammenhang, höchstens einige Strophen verständlich, wie Bruchstücke aus den verschiedenartigsten Dingen. Diese wahre Poesie kann höchstens einen allegorischen Sinn im Großen und eine indirekte Wirkung haben.“ Mit ihrer Kammermusik-Reihe haben sich die Musiker und Musikerinnen des Orchesters der Deutschen Oper Berlin einen Wunsch erfüllt: Inspiriert von zentralen Produktionen des Opernspielplans, stellen sie Konzertprogramme mit Werken zusammen, die ihnen persönlich am Herzen liegen. Dabei werden sie von Sängern aus dem Ensemble des Hauses, aber auch von Gästen unterstützt.


Kategorie: Klassik

Zwei fremde Wesen treffen sich. Sie sind beide unterwegs und zufällig in der Kita/Schule gestrandet. Alles, was sie dabei haben, passt in einen Koffer. Es sind Dinge, die ihnen wichtig sind, Dinge, die sie auf ihrer Reise gesammelt haben, praktisches und unpraktisches: Zum Beispiel das indische Saiteninstrument Gopichand, elektrische Zahnbürsten, eine Kleiderbürste und drei Suppenlöffel. Und zum Glück kann man mit der eigenen Stimme, den beiden Koffern und ihrem Inhalt auch Musik machen: Da wird der Schneebesen zur Geige, der Koffer verwandelt sich in einen Kontrabass und die drei Suppenlöffel klingen wie ein kleines Glockenspiel. Leider sprechen die beiden Reisenden nicht dieselbe Sprache und sind auch sonst sehr verschieden – da sind Konflikte und Reibereien vorprogrammiert. Aber mit Klängen und Gesten können sich die beiden verständigen, können von sich und ihren mitgebrachten Gegenständen erzählen und die klingende Welt des Anderen gemeinsam mit den Kindern im Publikum entdecken ... Schon auf kleine Kinder übt die Welt des Musiktheaters eine große Faszination aus: Sie lieben es, dem Spiel von Verwandlung und Farben, von Klängen und Bewegung zu folgen und daran teilzuhaben. Im ständigen Wechselspiel von Interaktion und Beobachtung, von Aktivität und Ruhe, von Klang und Stille können sie sich bereits über längere Zeiträume konzentrieren und auf ein Bühnenerlebnis einlassen. Deshalb startet die Junge Deutsche Oper im Sommer 2015 mit einem neuen Programm: KUCKUCK IM KOFFER besucht als mobile Produktion Kinder zwischen 3 und 6 Jahren in ihrer Kita oder Schule. Der Komponist Matthias Kaul und die Regisseurin Maria-Magdalena Kwaschik entwickeln ein szenisch-musikalisches Stück für zwei Sängerdarsteller, das wir vor Ort immer wieder neu entstehen lassen.


Kategorie: Kinder & Jugend

Zwei fremde Wesen treffen sich. Sie sind beide unterwegs und zufällig in der Kita/Schule gestrandet. Alles, was sie dabei haben, passt in einen Koffer. Es sind Dinge, die ihnen wichtig sind, Dinge, die sie auf ihrer Reise gesammelt haben, praktisches und unpraktisches: Zum Beispiel das indische Saiteninstrument Gopichand, elektrische Zahnbürsten, eine Kleiderbürste und drei Suppenlöffel. Und zum Glück kann man mit der eigenen Stimme, den beiden Koffern und ihrem Inhalt auch Musik machen: Da wird der Schneebesen zur Geige, der Koffer verwandelt sich in einen Kontrabass und die drei Suppenlöffel klingen wie ein kleines Glockenspiel. Leider sprechen die beiden Reisenden nicht dieselbe Sprache und sind auch sonst sehr verschieden – da sind Konflikte und Reibereien vorprogrammiert. Aber mit Klängen und Gesten können sich die beiden verständigen, können von sich und ihren mitgebrachten Gegenständen erzählen und die klingende Welt des Anderen gemeinsam mit den Kindern im Publikum entdecken ... Schon auf kleine Kinder übt die Welt des Musiktheaters eine große Faszination aus: Sie lieben es, dem Spiel von Verwandlung und Farben, von Klängen und Bewegung zu folgen und daran teilzuhaben. Im ständigen Wechselspiel von Interaktion und Beobachtung, von Aktivität und Ruhe, von Klang und Stille können sie sich bereits über längere Zeiträume konzentrieren und auf ein Bühnenerlebnis einlassen. Deshalb startet die Junge Deutsche Oper im Sommer 2015 mit einem neuen Programm: KUCKUCK IM KOFFER besucht als mobile Produktion Kinder zwischen 3 und 6 Jahren in ihrer Kita oder Schule. Der Komponist Matthias Kaul und die Regisseurin Maria-Magdalena Kwaschik entwickeln ein szenisch-musikalisches Stück für zwei Sängerdarsteller, das wir vor Ort immer wieder neu entstehen lassen.


Kategorie: Kinder & Jugend

Zwei fremde Wesen treffen sich. Sie sind beide unterwegs und zufällig in der Kita/Schule gestrandet. Alles, was sie dabei haben, passt in einen Koffer. Es sind Dinge, die ihnen wichtig sind, Dinge, die sie auf ihrer Reise gesammelt haben, praktisches und unpraktisches: Zum Beispiel das indische Saiteninstrument Gopichand, elektrische Zahnbürsten, eine Kleiderbürste und drei Suppenlöffel. Und zum Glück kann man mit der eigenen Stimme, den beiden Koffern und ihrem Inhalt auch Musik machen: Da wird der Schneebesen zur Geige, der Koffer verwandelt sich in einen Kontrabass und die drei Suppenlöffel klingen wie ein kleines Glockenspiel. Leider sprechen die beiden Reisenden nicht dieselbe Sprache und sind auch sonst sehr verschieden – da sind Konflikte und Reibereien vorprogrammiert. Aber mit Klängen und Gesten können sich die beiden verständigen, können von sich und ihren mitgebrachten Gegenständen erzählen und die klingende Welt des Anderen gemeinsam mit den Kindern im Publikum entdecken ... Schon auf kleine Kinder übt die Welt des Musiktheaters eine große Faszination aus: Sie lieben es, dem Spiel von Verwandlung und Farben, von Klängen und Bewegung zu folgen und daran teilzuhaben. Im ständigen Wechselspiel von Interaktion und Beobachtung, von Aktivität und Ruhe, von Klang und Stille können sie sich bereits über längere Zeiträume konzentrieren und auf ein Bühnenerlebnis einlassen. Deshalb startet die Junge Deutsche Oper im Sommer 2015 mit einem neuen Programm: KUCKUCK IM KOFFER besucht als mobile Produktion Kinder zwischen 3 und 6 Jahren in ihrer Kita oder Schule. Der Komponist Matthias Kaul und die Regisseurin Maria-Magdalena Kwaschik entwickeln ein szenisch-musikalisches Stück für zwei Sängerdarsteller, das wir vor Ort immer wieder neu entstehen lassen.


Kategorie: Kinder & Jugend

Der junge Dichter Lenskij ist mit der lebenslustigen Olga verlobt. Als er seinen Freund Eugen Onegin im Landhaus seiner zukünftigen Schwiegermutter, der Gutsbesitzerin Larina, einführt, macht dieser großen Eindruck auf Olgas Schwester Tatjana, ein scheues und verträumtes Mädchen, das sich in den welterfahrenen Onegin verliebt. In einem Brief gesteht sie ihm ihre Liebe, aber er hat kein Verständnis für sie und weist sie zurück. Tatjanas Unglück wird noch verstärkt, als Onegin während eines Balls im Haus ihrer Mutter Olga den Hof macht, um seinen Freund Lenskij zu provozieren. Es kommt zum Eklat. Der eifersüchtige Lenskij fordert Onegin zu einem sinnlosen Duell und wird getötet. Onegin flieht ins Ausland und kehrt erst Jahre später in die Heimat zurück. Bei einem glanzvollen Fest in St. Petersburg trifft er Tatjana wieder, die inzwischen die Gemahlin des Fürsten Gremin geworden ist. Onegin erkennt voller Traurigkeit, wen er damals verloren hat. Leidenschaftlich versucht er Tatjana zurückzugewinnen, aber sie bekennt sich zu ihrer Ehe, obwohl sie ihn immer noch liebt. Onegin bleibt allein zurück. EUGEN ONEGIN, neben PIQUE DAME Pjotr I. Tschaikowskijs bekannteste Oper, gehört zugleich zu seinen schönsten Bühnenwerken überhaupt. Die Suche nach einem geeigneten Stoff war schwierig gewesen, denn er hatte genaue Vorstellungen: »Ich wünsche nichts, was Bestandteil der sogenannten Großen Oper ist. Ich halte Ausschau nach einem intimen, aber kraftvollen Drama, das aufgebaut ist aus dem Konflikt, der mich wirklich berührt. Dabei verschmähe ich nicht das phantastische Element.- denn es kennt keine Hindernisse, weil das Reich der Phantasie keine Grenzen kennt.« [Brief vom 14. Januar 1878] Der Puschkinsche Versroman Eugen Onegin entsprach seinen Wünschen recht genau. Die äußere Handlung wirkte, bis auf das Duell, unspektakulär, aber die Konflikte der beteiligten Personen gingen unmittelbar zu Herzen und entsprachen in vielerlei Hinsicht Tschaikowskijs eigenen Erfahrungen. Gefühlsregungen aller Schattierungen – Melancholie, Sehnsucht, Leidenschaft und Trauer über ein verpfuschtes Leben – prägen das musikalische Bild, das durch mitreißende Chöre und schwungvolle Tänze bereichert und um volksliedhafte Momente ergänzt wird. In der Inszenierung der Deutschen Oper Berlin gehören diese Szenen zu den farbigsten und bezauberndsten der ganzen Oper. Tschaikowskij war besonders fasziniert von der Gestalt der Tatjana, die ihm Anlass gab für eine der schönsten Briefszenen in der Operngeschichte. Jede einzelne der handelnden Figuren besaß für ihn ihren eigenen Reiz: die fröhliche Olga, der schwärmerische Lenskij oder der würdevolle Fürst Gremin, der nur einen kurzen, aber desto eindrucksvolleren Auftritt hat, und natürlich der Titelheld, der im Verlauf des Werkes eine deutliche Entwicklung durchläuft. Die episodenhafte Anlage des Werkes entspricht zwar nicht der traditionellen Operndramaturgie, aber gerade das hatte der Komponist ja zuvor schon abgelehnt. Sie bildet vielmehr die Voraussetzung für die besondere Atmosphäre, die diese »lyrischen Szenen«, wie Tschaikowskij seine Oper nannte, durchwebt, und sie ist ein besonderes Kennzeichen der slawischen Oper im Allgemeinen. Für den Regisseur Götz Friedrich gehört es jedoch zu den Besonderheiten gerade dieses Werkes, »dass die Szenen des Onegin nicht patriotische Geschichtsbilder entrollen oder nationale Sagen benutzen, sondern dass sie in szenisch-musikalischen Sequenzen komplizierte innere Vorgänge von recht unheroischen Menschen im gesellschaftlichen Alltag vorstellen … Die ›Lyrischen Szenen‹, mit Tatjanas Sehnsuchtsmotiv beginnend, enden mit Onegins Vereinsamung, seinem Gefühl von Verdammnis. Wohin stürzt er? Ins Nichts? Zu einem neuen Lebenssinn?« »... ergreifend zarter, melancholisch beschwingter Balsam für die Seele. Wer hier nicht weint, der hat kein Herz.« [BZ]


Kategorie: Oper

Zwei fremde Wesen treffen sich. Sie sind beide unterwegs und zufällig in der Kita/Schule gestrandet. Alles, was sie dabei haben, passt in einen Koffer. Es sind Dinge, die ihnen wichtig sind, Dinge, die sie auf ihrer Reise gesammelt haben, praktisches und unpraktisches: Zum Beispiel das indische Saiteninstrument Gopichand, elektrische Zahnbürsten, eine Kleiderbürste und drei Suppenlöffel. Und zum Glück kann man mit der eigenen Stimme, den beiden Koffern und ihrem Inhalt auch Musik machen: Da wird der Schneebesen zur Geige, der Koffer verwandelt sich in einen Kontrabass und die drei Suppenlöffel klingen wie ein kleines Glockenspiel. Leider sprechen die beiden Reisenden nicht dieselbe Sprache und sind auch sonst sehr verschieden – da sind Konflikte und Reibereien vorprogrammiert. Aber mit Klängen und Gesten können sich die beiden verständigen, können von sich und ihren mitgebrachten Gegenständen erzählen und die klingende Welt des Anderen gemeinsam mit den Kindern im Publikum entdecken ... Schon auf kleine Kinder übt die Welt des Musiktheaters eine große Faszination aus: Sie lieben es, dem Spiel von Verwandlung und Farben, von Klängen und Bewegung zu folgen und daran teilzuhaben. Im ständigen Wechselspiel von Interaktion und Beobachtung, von Aktivität und Ruhe, von Klang und Stille können sie sich bereits über längere Zeiträume konzentrieren und auf ein Bühnenerlebnis einlassen. Deshalb startet die Junge Deutsche Oper im Sommer 2015 mit einem neuen Programm: KUCKUCK IM KOFFER besucht als mobile Produktion Kinder zwischen 3 und 6 Jahren in ihrer Kita oder Schule. Der Komponist Matthias Kaul und die Regisseurin Maria-Magdalena Kwaschik entwickeln ein szenisch-musikalisches Stück für zwei Sängerdarsteller, das wir vor Ort immer wieder neu entstehen lassen.


Kategorie: Kinder & Jugend

Quälende Zweifel und lähmende Depressionen begleiteten den Entstehungsprozess von Giacomo Puccinis letzter Oper TURANDOT. Aus der zunächst diffusen Angst, seine Oper nicht mehr abschließen zu können, trieb Puccini sich selbst und sein Librettisten-Duo Giuseppe Adami und Renato Simoni zur Eile an. Ein Neuanfang sollte es werden, geboren aus einer kompositorischen Krise, in die ihn die musikalischen Entwicklungen, ja Umwälzungen der Gegenwart geworfen hatten, ein Befreiungsschlag, ein Aufbruch zu neuen Ufern. Schon der Stoff sollte die Abkehr von den Themen der Vergangenheit signalisieren. Puccini war auf der Suche nach dem „reinen Mythos“, der Essenz dessen, was er bislang in psychologisch-realistischer Kleinteiligkeit auf dem Theater erzählt hatte. Ihm schwebte ein märchenhaft-phantastisches Drama vor und er hatte es gefunden, als Simoni ihn im Frühjahr 1920 auf den Turandot-Stoff, in Form der Märchenkomödie Carlo Gozzis (1762), aufmerksam machte. Von nervöser Ungeduld getrieben begleitete er – penibel wie immer – die Konzeption und Ausführung des Librettos. Im Mittelpunkt der Oper steht die grausame Prinzessin Turandot, die ihr Volk terrorisiert. Ihre, einem Fluch gleichende, Gewaltherrschaft, unter der ein ganzes Land ächzt, lässt sich nur durch die Verheiratung Turandots bannen. Potentielle Ehekandidaten müssen eine schwere Prüfung über sich ergehen lassen. Wer die drei Rätsel der Prinzessin nicht lösen kann, auf den wartet die Enthauptung. Obwohl schon unzählige Prinzen den Tod gefunden haben, finden sich immer noch neue Kandidaten, die sich von der Schönheit Turandots hypnotisieren lassen und bereitwillig ihren Fragen stellen. Calaf, Sohn eines vertriebenen Machthabers aus fremdem Land, durchbricht wider alle Erwartung dieses Schema. Er beantwortet die Fragen und steigert seinen Triumph, indem er die Machtverhältnisse umkehrt, das grausame Rätselspiel verlängert, und der Prinzessin eine Gegenfrage stellt. Sollte sie in der Lage sein, diese zu beantworten, verspricht er, sie von ihrem Heiratsversprechen zu entbinden. Indem Puccini in den ursprünglich persischen Märchenstoff eine neue Figur – die Sklavin Liù – einführt, eine Frauengestalt, die an die Heldinnen seiner früheren Opern erinnert, beleuchtet er die bestialische Brutalität Turandots nur noch deutlicher. Liù zerbricht – wie vor ihr diverse Puccini-Heroinen – an der grausamen, ihr Fühlen missachtenden Wirklichkeit. Als ihr klar wird, dass sie Calaf, den sie liebt, nicht für sich gewinnen kann, opfert sie für den Geliebten ihr Leben. Nach den Vorstellungen Puccinis sollte in der Schlussszene „die Liebe explodieren“ und „die Menschlichkeit der Liebe alle Grausamkeit überstrahlen“. Die eiskalte Prinzessin würde in ihrem Wesen eine komplette Wandlung erfahren. Als Mitte 1924 bei Puccini Kehlkopfkrebs diagnostiziert wurde, war die Oper – mit Ausnahme jener Schlussszene – praktisch vollendet. Ob es die schwere Krankheit war oder Puccinis Unfähigkeit, sich glaubhaft aus der dramaturgischen Sackgasse zu befreien, in die ihn die wunderbare, märchenhafte aber psychologisch kaum nachvollziehbare Verwandlung der Turandot geführt hatte, bleibt letztendlich Spekulation. Puccini starb an den Folgen einer Operation am 29. November 1924 in einem Brüsseler Krankenhaus und hinterließ das unvollendete Werk, das sein Kollege Franco Alfano – nach den Skizzen des Meisters – abschloss. Toscanini brachte TURANDOT am 25. April 1925 an der Mailänder Scala zur Uraufführung. Obwohl Puccini mit seiner TURANDOT zu einem bedingungslosen Neuanfang nicht in der Lage gewesen war, macht sich der Einfluss seiner Erfahrung mit Werken zeitgenössischer Komponisten doch bemerkbar. Zwar hat dies zu keiner radikalen Änderung seiner Tonsprache geführt, aber seine Ausdrucksmittel sind ungewöhnlicher, subtiler, aber auch härter und dramatischer geworden. Mit der Partie der Turandot hat er einen völlig neuen Typ eines an Wagners schwere Heroinen erinnernden italienischen hochdramatischen Soprans geschaffen.


Kategorie: Oper

In Alexander von Zemlinskys Einakter DER ZWERG sehen wir das grausame Aufeinandertreffen von Selbst- und Fremdwahrnehmung: Die spanische Infantin Donna Clara feiert ihren 18. Geburtstag und erhält neben Geschenken aus aller Welt auch einen verwachsenen Zwerg, der alles Schöne vergöttert, sich selbst aber noch nie gesehen hat. Der Zwerg verliebt sich in die Infantin, die fasziniert von dem Geschöpf ist – und ihn schließlich mit seinem eigenen Spiegelbild konfrontiert: Der Zwerg stirbt. Ausgehend von dem zugrundeliegenden Kunstmärchen von Oscar Wilde, „Der Geburtstag der Infantin“, geht der Berliner Komponist GIL gemeinsam mit Jackie Poloni, den Videokünstlern Tea D. Strazicic und Nick Zhu und der Bildenden Künstlerin Ellie Lizbeth Brown zurück zu den Wurzeln der Oper. Die hypertrophe, schwül-feuchte Atmosphäre von Wildes Märchen wird zum Ausgangspunkt des HINTERHALTES – der immer Themen der großen Oper aufgreift, spiegelt und hinterfragt. Im Gegensatz zu Zemlinskys tiefenpsychologisch aufgeladener Oper, die in Georg Klarens Libretto die fragwürdigen Theorien Otto Weiningers sublimiert hat, lebt Wildes Märchen von einer vermeintlichen Naivität, die von einem überbordenden Jugendstil und einer metapherngeladenen Sprache übermalt ist: Es wimmelt nur so von vergifteten Handschuhen, sprechenden Pflanzen, verwunschenen Gärten und berstenden Granatäpfeln. Auch sind bei Wilde die Fragen von Schuld, von Opfer und Täter weitaus offener gehalten. Das Überschreiten von Grenzen, das Verschwimmen von eindeutigen Zuschreibungen trägt viel zur schwebenden Atmosphäre des sinnlichen Kunstmärchens bei. Diesen Zustand des Uneindeutigen zu evozieren ist das Anliegen von Gil und seinem Team. Und so werden sich Motive aus Zemlinskys Musik in Neukompositionen für Violine, Violoncello, Klavier und Elektronik wiederfinden – aber auch frei assoziiert und weitergedacht. Dazu tritt, gesungen von Tenor Clemens Bieber, das „Lied von der blutenden Orange“ – der Nukleus von Zemlinskys Oper, in dem sich die gesamte Handlung spiegelt. Bereits zum zweiten Mal kooperiert die Deutsche Oper mit Music Board Berlin, das den Kompositionsauftrag an Gil im Rahmen seines Stipendienprogramms ermöglicht hat. In der nächsten Spielzeit wird die Kooperation mit HINTERHALTEN zum RING DES NIBELUNGEN fortgesetzt. Aus dem Hinterhalt – das ist die Late Night-Reihe, die in den vergangenen Jahren Gäste wie Black Cracker, Andrei Koroliov, Matthew Herbert, Lydia Lunch, Peaches oder N.U. Unruh in die Tischlerei einlud. Gemeinsam mit Ensemblemitgliedern des Hauses kommentierten sie fünf Premieren der Großen Bühne. Die erfolgreiche Serie dieser immer nur einmal stattfindenden Performance-Abende wird 2018/2019 mit weiteren Special Guests aus Pop, Rock, Avantgarde oder Bildender Kunst fortgesetzt.


Kategorie: Neue Musik

Unsere Führungen durch das Zuschauerhaus und über die Bühnen sowie durch die Probenräume und das Bühnenbildmagazin der Deutschen Oper Berlin vermitteln Ihnen spannende Eindrücke und Wissenswertes über die Deutsche Oper Berlin und den Alltag hinter den Kulissen. Welches architektonische Konzept verbirgt sich hinter der langen Waschbeton-Fassade an der Bismarckstraße? Wie entsteht ein Bühnenbild? Wie laufen Proben ab? Erfahren Sie außerdem Details zur bewegten Geschichte des Hauses, das heute mit seinen modernen Neuinszenierungen und den frühen Repertoireschätzen einen Querschnitt durch über 40 Jahre Inszenierungs- und Aufführungspraxis zu bieten hat.


Kategorie: Führung

Der junge Dichter Lenskij ist mit der lebenslustigen Olga verlobt. Als er seinen Freund Eugen Onegin im Landhaus seiner zukünftigen Schwiegermutter, der Gutsbesitzerin Larina, einführt, macht dieser großen Eindruck auf Olgas Schwester Tatjana, ein scheues und verträumtes Mädchen, das sich in den welterfahrenen Onegin verliebt. In einem Brief gesteht sie ihm ihre Liebe, aber er hat kein Verständnis für sie und weist sie zurück. Tatjanas Unglück wird noch verstärkt, als Onegin während eines Balls im Haus ihrer Mutter Olga den Hof macht, um seinen Freund Lenskij zu provozieren. Es kommt zum Eklat. Der eifersüchtige Lenskij fordert Onegin zu einem sinnlosen Duell und wird getötet. Onegin flieht ins Ausland und kehrt erst Jahre später in die Heimat zurück. Bei einem glanzvollen Fest in St. Petersburg trifft er Tatjana wieder, die inzwischen die Gemahlin des Fürsten Gremin geworden ist. Onegin erkennt voller Traurigkeit, wen er damals verloren hat. Leidenschaftlich versucht er Tatjana zurückzugewinnen, aber sie bekennt sich zu ihrer Ehe, obwohl sie ihn immer noch liebt. Onegin bleibt allein zurück. EUGEN ONEGIN, neben PIQUE DAME Pjotr I. Tschaikowskijs bekannteste Oper, gehört zugleich zu seinen schönsten Bühnenwerken überhaupt. Die Suche nach einem geeigneten Stoff war schwierig gewesen, denn er hatte genaue Vorstellungen: »Ich wünsche nichts, was Bestandteil der sogenannten Großen Oper ist. Ich halte Ausschau nach einem intimen, aber kraftvollen Drama, das aufgebaut ist aus dem Konflikt, der mich wirklich berührt. Dabei verschmähe ich nicht das phantastische Element.- denn es kennt keine Hindernisse, weil das Reich der Phantasie keine Grenzen kennt.« [Brief vom 14. Januar 1878] Der Puschkinsche Versroman Eugen Onegin entsprach seinen Wünschen recht genau. Die äußere Handlung wirkte, bis auf das Duell, unspektakulär, aber die Konflikte der beteiligten Personen gingen unmittelbar zu Herzen und entsprachen in vielerlei Hinsicht Tschaikowskijs eigenen Erfahrungen. Gefühlsregungen aller Schattierungen – Melancholie, Sehnsucht, Leidenschaft und Trauer über ein verpfuschtes Leben – prägen das musikalische Bild, das durch mitreißende Chöre und schwungvolle Tänze bereichert und um volksliedhafte Momente ergänzt wird. In der Inszenierung der Deutschen Oper Berlin gehören diese Szenen zu den farbigsten und bezauberndsten der ganzen Oper. Tschaikowskij war besonders fasziniert von der Gestalt der Tatjana, die ihm Anlass gab für eine der schönsten Briefszenen in der Operngeschichte. Jede einzelne der handelnden Figuren besaß für ihn ihren eigenen Reiz: die fröhliche Olga, der schwärmerische Lenskij oder der würdevolle Fürst Gremin, der nur einen kurzen, aber desto eindrucksvolleren Auftritt hat, und natürlich der Titelheld, der im Verlauf des Werkes eine deutliche Entwicklung durchläuft. Die episodenhafte Anlage des Werkes entspricht zwar nicht der traditionellen Operndramaturgie, aber gerade das hatte der Komponist ja zuvor schon abgelehnt. Sie bildet vielmehr die Voraussetzung für die besondere Atmosphäre, die diese »lyrischen Szenen«, wie Tschaikowskij seine Oper nannte, durchwebt, und sie ist ein besonderes Kennzeichen der slawischen Oper im Allgemeinen. Für den Regisseur Götz Friedrich gehört es jedoch zu den Besonderheiten gerade dieses Werkes, »dass die Szenen des Onegin nicht patriotische Geschichtsbilder entrollen oder nationale Sagen benutzen, sondern dass sie in szenisch-musikalischen Sequenzen komplizierte innere Vorgänge von recht unheroischen Menschen im gesellschaftlichen Alltag vorstellen … Die ›Lyrischen Szenen‹, mit Tatjanas Sehnsuchtsmotiv beginnend, enden mit Onegins Vereinsamung, seinem Gefühl von Verdammnis. Wohin stürzt er? Ins Nichts? Zu einem neuen Lebenssinn?« »... ergreifend zarter, melancholisch beschwingter Balsam für die Seele. Wer hier nicht weint, der hat kein Herz.« [BZ]


Kategorie: Oper

Zwei fremde Wesen treffen sich. Sie sind beide unterwegs und zufällig in der Kita/Schule gestrandet. Alles, was sie dabei haben, passt in einen Koffer. Es sind Dinge, die ihnen wichtig sind, Dinge, die sie auf ihrer Reise gesammelt haben, praktisches und unpraktisches: Zum Beispiel das indische Saiteninstrument Gopichand, elektrische Zahnbürsten, eine Kleiderbürste und drei Suppenlöffel. Und zum Glück kann man mit der eigenen Stimme, den beiden Koffern und ihrem Inhalt auch Musik machen: Da wird der Schneebesen zur Geige, der Koffer verwandelt sich in einen Kontrabass und die drei Suppenlöffel klingen wie ein kleines Glockenspiel. Leider sprechen die beiden Reisenden nicht dieselbe Sprache und sind auch sonst sehr verschieden – da sind Konflikte und Reibereien vorprogrammiert. Aber mit Klängen und Gesten können sich die beiden verständigen, können von sich und ihren mitgebrachten Gegenständen erzählen und die klingende Welt des Anderen gemeinsam mit den Kindern im Publikum entdecken ... Schon auf kleine Kinder übt die Welt des Musiktheaters eine große Faszination aus: Sie lieben es, dem Spiel von Verwandlung und Farben, von Klängen und Bewegung zu folgen und daran teilzuhaben. Im ständigen Wechselspiel von Interaktion und Beobachtung, von Aktivität und Ruhe, von Klang und Stille können sie sich bereits über längere Zeiträume konzentrieren und auf ein Bühnenerlebnis einlassen. Deshalb startet die Junge Deutsche Oper im Sommer 2015 mit einem neuen Programm: KUCKUCK IM KOFFER besucht als mobile Produktion Kinder zwischen 3 und 6 Jahren in ihrer Kita oder Schule. Der Komponist Matthias Kaul und die Regisseurin Maria-Magdalena Kwaschik entwickeln ein szenisch-musikalisches Stück für zwei Sängerdarsteller, das wir vor Ort immer wieder neu entstehen lassen.


Kategorie: Kinder & Jugend

Klassisches Kunstlied und moderne Lyrik: Die Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit mit dem Haus für Poesie vereint Liederabend und Dichterlesung. An jedem der vier Abende im Foyer der Deutschen Oper wird ein Dichter eigene Werke vorstellen, die in inhaltlichem Bezug zu den Liedern des Programms stehen.


Kategorie: Klassik

Zweimal im Jahr verwandelt sich Fritz Bornemanns elegante 60er-Jahre-Architektur in den perfekten Ort für alle, die auf der Suche nach dem Unkonventionellen sind. Im Foyer der Deutschen Oper Berlin präsentieren Nachwuchskünstler und Ensemblemitglieder des Hauses ein frisches Programm von Oper und Klassik bis Jazz und Avantgarde. Zwischen den Performances laden Drinks und DJs zu Gesprächen an der Bar ein. Die Präsentationsform als Lounge bietet eine ungezwungene Annäherung an die Opernwelt. Gleichzeitig ermöglicht dieser intime Rahmen spannende und intensive Hörerlebnisse. Nähere Informationen zu Besetzung und Programm finden Sie hier in den Wochen vor dem jeweiligen Termin.


Kategorie: Klassik

Eine alte chinesische Legende besagt, dass einst Gottheiten vom Himmel stiegen, um den Menschen eine prachtvolle Kultur zu hinterlassen. In unterschiedlichen Rollen – von Kaisern, über Helden bis zu Weisen und Generälen – sollten sie mit ihrer Weisheit und Tugend den Grundstein für Chinas reichhaltige Kultur legen. Es hieß, dass jede chinesische Dynastie ein einzigartiges himmlisches Paradies darstellt. Shen Yun, das weltbeste Ensemble für klassischen chinesischen Tanz, bringt diese traditionelle und spirituelle Kultur, die im heutigen China nicht mehr zu sehen ist, auf die Bühne zurück. Der klassische chinesische Tanz wurde über Jahrtausende hinweg innerhalb des Kaiserpalastes, des alten chinesischen Theaters und der Oper weitergegeben. Angereichert mit den tiefgründigen Weisheiten jeder Dynastie wurde er zu einem vollständigen Tanzsystem. Seine charakteristischen Bewegungen und sein Rhythmus sind Ausdruck traditioneller Ästhetik und innerem Gefühl. Ein weiterer elementarer Bestandteil jeder Shen-Yun-Vorstellung ist die Musik, sowohl als Orchesterbegleitung jeden Tanzes als auch bei Gesang und instrumentalen Soli. Das Shen-Yun-Orchester vereint harmonisch die einzigartig schönen Klänge der klassischen Instrumente Chinas mit dem prächtigen Klang eines westlichen Orchesters. So entsteht eine herrlich lebendige Musik mit emotionaler Breite – perfekt, um die Seele einer alten Kultur wiederzubeleben. Damit setzt Shen Yun neue Maßstäbe – klassische Kunst trifft auf innovative Multimediatechnik, eigens komponierte Musik und meisterhafte Kunstfertigkeit. Wunderschön werden die vielfältigen Volkstraditionen sowie bewegende Mythen und Legenden aus dem alten China durch den Tanz lebendig. Begleitet von einem einzigartigen Orchester, wird Shen Yun so zu einem Erlebnis, das Sie sonst nirgendwo finden können. Heute, ein Jahrzehnt später, inspiriert Shen Yun weltweit Millionen von Menschen mit seinen tief berührenden Werken. Seien Sie dabei, wenn das Ensemble die Bühne betritt – erleben Sie Shen Yun!


Kategorie: Ballet

Eine alte chinesische Legende besagt, dass einst Gottheiten vom Himmel stiegen, um den Menschen eine prachtvolle Kultur zu hinterlassen. In unterschiedlichen Rollen – von Kaisern, über Helden bis zu Weisen und Generälen – sollten sie mit ihrer Weisheit und Tugend den Grundstein für Chinas reichhaltige Kultur legen. Es hieß, dass jede chinesische Dynastie ein einzigartiges himmlisches Paradies darstellt. Shen Yun, das weltbeste Ensemble für klassischen chinesischen Tanz, bringt diese traditionelle und spirituelle Kultur, die im heutigen China nicht mehr zu sehen ist, auf die Bühne zurück. Der klassische chinesische Tanz wurde über Jahrtausende hinweg innerhalb des Kaiserpalastes, des alten chinesischen Theaters und der Oper weitergegeben. Angereichert mit den tiefgründigen Weisheiten jeder Dynastie wurde er zu einem vollständigen Tanzsystem. Seine charakteristischen Bewegungen und sein Rhythmus sind Ausdruck traditioneller Ästhetik und innerem Gefühl. Ein weiterer elementarer Bestandteil jeder Shen-Yun-Vorstellung ist die Musik, sowohl als Orchesterbegleitung jeden Tanzes als auch bei Gesang und instrumentalen Soli. Das Shen-Yun-Orchester vereint harmonisch die einzigartig schönen Klänge der klassischen Instrumente Chinas mit dem prächtigen Klang eines westlichen Orchesters. So entsteht eine herrlich lebendige Musik mit emotionaler Breite – perfekt, um die Seele einer alten Kultur wiederzubeleben. Damit setzt Shen Yun neue Maßstäbe – klassische Kunst trifft auf innovative Multimediatechnik, eigens komponierte Musik und meisterhafte Kunstfertigkeit. Wunderschön werden die vielfältigen Volkstraditionen sowie bewegende Mythen und Legenden aus dem alten China durch den Tanz lebendig. Begleitet von einem einzigartigen Orchester, wird Shen Yun so zu einem Erlebnis, das Sie sonst nirgendwo finden können. Heute, ein Jahrzehnt später, inspiriert Shen Yun weltweit Millionen von Menschen mit seinen tief berührenden Werken. Seien Sie dabei, wenn das Ensemble die Bühne betritt – erleben Sie Shen Yun!


Kategorie: Ballet

Eine alte chinesische Legende besagt, dass einst Gottheiten vom Himmel stiegen, um den Menschen eine prachtvolle Kultur zu hinterlassen. In unterschiedlichen Rollen – von Kaisern, über Helden bis zu Weisen und Generälen – sollten sie mit ihrer Weisheit und Tugend den Grundstein für Chinas reichhaltige Kultur legen. Es hieß, dass jede chinesische Dynastie ein einzigartiges himmlisches Paradies darstellt. Shen Yun, das weltbeste Ensemble für klassischen chinesischen Tanz, bringt diese traditionelle und spirituelle Kultur, die im heutigen China nicht mehr zu sehen ist, auf die Bühne zurück. Der klassische chinesische Tanz wurde über Jahrtausende hinweg innerhalb des Kaiserpalastes, des alten chinesischen Theaters und der Oper weitergegeben. Angereichert mit den tiefgründigen Weisheiten jeder Dynastie wurde er zu einem vollständigen Tanzsystem. Seine charakteristischen Bewegungen und sein Rhythmus sind Ausdruck traditioneller Ästhetik und innerem Gefühl. Ein weiterer elementarer Bestandteil jeder Shen-Yun-Vorstellung ist die Musik, sowohl als Orchesterbegleitung jeden Tanzes als auch bei Gesang und instrumentalen Soli. Das Shen-Yun-Orchester vereint harmonisch die einzigartig schönen Klänge der klassischen Instrumente Chinas mit dem prächtigen Klang eines westlichen Orchesters. So entsteht eine herrlich lebendige Musik mit emotionaler Breite – perfekt, um die Seele einer alten Kultur wiederzubeleben. Damit setzt Shen Yun neue Maßstäbe – klassische Kunst trifft auf innovative Multimediatechnik, eigens komponierte Musik und meisterhafte Kunstfertigkeit. Wunderschön werden die vielfältigen Volkstraditionen sowie bewegende Mythen und Legenden aus dem alten China durch den Tanz lebendig. Begleitet von einem einzigartigen Orchester, wird Shen Yun so zu einem Erlebnis, das Sie sonst nirgendwo finden können. Heute, ein Jahrzehnt später, inspiriert Shen Yun weltweit Millionen von Menschen mit seinen tief berührenden Werken. Seien Sie dabei, wenn das Ensemble die Bühne betritt – erleben Sie Shen Yun!


Kategorie: Ballet

Eine alte chinesische Legende besagt, dass einst Gottheiten vom Himmel stiegen, um den Menschen eine prachtvolle Kultur zu hinterlassen. In unterschiedlichen Rollen – von Kaisern, über Helden bis zu Weisen und Generälen – sollten sie mit ihrer Weisheit und Tugend den Grundstein für Chinas reichhaltige Kultur legen. Es hieß, dass jede chinesische Dynastie ein einzigartiges himmlisches Paradies darstellt. Shen Yun, das weltbeste Ensemble für klassischen chinesischen Tanz, bringt diese traditionelle und spirituelle Kultur, die im heutigen China nicht mehr zu sehen ist, auf die Bühne zurück. Der klassische chinesische Tanz wurde über Jahrtausende hinweg innerhalb des Kaiserpalastes, des alten chinesischen Theaters und der Oper weitergegeben. Angereichert mit den tiefgründigen Weisheiten jeder Dynastie wurde er zu einem vollständigen Tanzsystem. Seine charakteristischen Bewegungen und sein Rhythmus sind Ausdruck traditioneller Ästhetik und innerem Gefühl. Ein weiterer elementarer Bestandteil jeder Shen-Yun-Vorstellung ist die Musik, sowohl als Orchesterbegleitung jeden Tanzes als auch bei Gesang und instrumentalen Soli. Das Shen-Yun-Orchester vereint harmonisch die einzigartig schönen Klänge der klassischen Instrumente Chinas mit dem prächtigen Klang eines westlichen Orchesters. So entsteht eine herrlich lebendige Musik mit emotionaler Breite – perfekt, um die Seele einer alten Kultur wiederzubeleben. Damit setzt Shen Yun neue Maßstäbe – klassische Kunst trifft auf innovative Multimediatechnik, eigens komponierte Musik und meisterhafte Kunstfertigkeit. Wunderschön werden die vielfältigen Volkstraditionen sowie bewegende Mythen und Legenden aus dem alten China durch den Tanz lebendig. Begleitet von einem einzigartigen Orchester, wird Shen Yun so zu einem Erlebnis, das Sie sonst nirgendwo finden können. Heute, ein Jahrzehnt später, inspiriert Shen Yun weltweit Millionen von Menschen mit seinen tief berührenden Werken. Seien Sie dabei, wenn das Ensemble die Bühne betritt – erleben Sie Shen Yun!


Kategorie: Ballet

Eine alte chinesische Legende besagt, dass einst Gottheiten vom Himmel stiegen, um den Menschen eine prachtvolle Kultur zu hinterlassen. In unterschiedlichen Rollen – von Kaisern, über Helden bis zu Weisen und Generälen – sollten sie mit ihrer Weisheit und Tugend den Grundstein für Chinas reichhaltige Kultur legen. Es hieß, dass jede chinesische Dynastie ein einzigartiges himmlisches Paradies darstellt. Shen Yun, das weltbeste Ensemble für klassischen chinesischen Tanz, bringt diese traditionelle und spirituelle Kultur, die im heutigen China nicht mehr zu sehen ist, auf die Bühne zurück. Der klassische chinesische Tanz wurde über Jahrtausende hinweg innerhalb des Kaiserpalastes, des alten chinesischen Theaters und der Oper weitergegeben. Angereichert mit den tiefgründigen Weisheiten jeder Dynastie wurde er zu einem vollständigen Tanzsystem. Seine charakteristischen Bewegungen und sein Rhythmus sind Ausdruck traditioneller Ästhetik und innerem Gefühl. Ein weiterer elementarer Bestandteil jeder Shen-Yun-Vorstellung ist die Musik, sowohl als Orchesterbegleitung jeden Tanzes als auch bei Gesang und instrumentalen Soli. Das Shen-Yun-Orchester vereint harmonisch die einzigartig schönen Klänge der klassischen Instrumente Chinas mit dem prächtigen Klang eines westlichen Orchesters. So entsteht eine herrlich lebendige Musik mit emotionaler Breite – perfekt, um die Seele einer alten Kultur wiederzubeleben. Damit setzt Shen Yun neue Maßstäbe – klassische Kunst trifft auf innovative Multimediatechnik, eigens komponierte Musik und meisterhafte Kunstfertigkeit. Wunderschön werden die vielfältigen Volkstraditionen sowie bewegende Mythen und Legenden aus dem alten China durch den Tanz lebendig. Begleitet von einem einzigartigen Orchester, wird Shen Yun so zu einem Erlebnis, das Sie sonst nirgendwo finden können. Heute, ein Jahrzehnt später, inspiriert Shen Yun weltweit Millionen von Menschen mit seinen tief berührenden Werken. Seien Sie dabei, wenn das Ensemble die Bühne betritt – erleben Sie Shen Yun!


Kategorie: Ballet

„Da es sich beim Jazz um eine der faszinierendsten Sprachen handelt, liegt es nahe, ihn mit Text und Poesie zu verbinden.“ Die BigBand der Deutschen Oper Berlin präsentiert in ihrer Jazz-Reihe „Jazz & Lyrics“ in der Tischlerei fünf thematische Jazz-Konzerte mit Mitgliedern der BigBand und Gästen in kleineren Formationen. Die Konzerte widmen sich einem bestimmten Thema oder einem bestimmten Komponisten und fusionieren Musik mit Lyrik. Texte, Biografisches und Poesie sowie Hintergrund-Informationen zum jeweiligen Thema machen diese Konzerte zu einem besonderen Erlebnis. Das künstlerische Programm stellen Rüdiger Ruppert und Sebastian Krol zusammen.


Kategorie: Klassik

Der junge Dichter Lenskij ist mit der lebenslustigen Olga verlobt. Als er seinen Freund Eugen Onegin im Landhaus seiner zukünftigen Schwiegermutter, der Gutsbesitzerin Larina, einführt, macht dieser großen Eindruck auf Olgas Schwester Tatjana, ein scheues und verträumtes Mädchen, das sich in den welterfahrenen Onegin verliebt. In einem Brief gesteht sie ihm ihre Liebe, aber er hat kein Verständnis für sie und weist sie zurück. Tatjanas Unglück wird noch verstärkt, als Onegin während eines Balls im Haus ihrer Mutter Olga den Hof macht, um seinen Freund Lenskij zu provozieren. Es kommt zum Eklat. Der eifersüchtige Lenskij fordert Onegin zu einem sinnlosen Duell und wird getötet. Onegin flieht ins Ausland und kehrt erst Jahre später in die Heimat zurück. Bei einem glanzvollen Fest in St. Petersburg trifft er Tatjana wieder, die inzwischen die Gemahlin des Fürsten Gremin geworden ist. Onegin erkennt voller Traurigkeit, wen er damals verloren hat. Leidenschaftlich versucht er Tatjana zurückzugewinnen, aber sie bekennt sich zu ihrer Ehe, obwohl sie ihn immer noch liebt. Onegin bleibt allein zurück. EUGEN ONEGIN, neben PIQUE DAME Pjotr I. Tschaikowskijs bekannteste Oper, gehört zugleich zu seinen schönsten Bühnenwerken überhaupt. Die Suche nach einem geeigneten Stoff war schwierig gewesen, denn er hatte genaue Vorstellungen: »Ich wünsche nichts, was Bestandteil der sogenannten Großen Oper ist. Ich halte Ausschau nach einem intimen, aber kraftvollen Drama, das aufgebaut ist aus dem Konflikt, der mich wirklich berührt. Dabei verschmähe ich nicht das phantastische Element.- denn es kennt keine Hindernisse, weil das Reich der Phantasie keine Grenzen kennt.« [Brief vom 14. Januar 1878] Der Puschkinsche Versroman Eugen Onegin entsprach seinen Wünschen recht genau. Die äußere Handlung wirkte, bis auf das Duell, unspektakulär, aber die Konflikte der beteiligten Personen gingen unmittelbar zu Herzen und entsprachen in vielerlei Hinsicht Tschaikowskijs eigenen Erfahrungen. Gefühlsregungen aller Schattierungen – Melancholie, Sehnsucht, Leidenschaft und Trauer über ein verpfuschtes Leben – prägen das musikalische Bild, das durch mitreißende Chöre und schwungvolle Tänze bereichert und um volksliedhafte Momente ergänzt wird. In der Inszenierung der Deutschen Oper Berlin gehören diese Szenen zu den farbigsten und bezauberndsten der ganzen Oper. Tschaikowskij war besonders fasziniert von der Gestalt der Tatjana, die ihm Anlass gab für eine der schönsten Briefszenen in der Operngeschichte. Jede einzelne der handelnden Figuren besaß für ihn ihren eigenen Reiz: die fröhliche Olga, der schwärmerische Lenskij oder der würdevolle Fürst Gremin, der nur einen kurzen, aber desto eindrucksvolleren Auftritt hat, und natürlich der Titelheld, der im Verlauf des Werkes eine deutliche Entwicklung durchläuft. Die episodenhafte Anlage des Werkes entspricht zwar nicht der traditionellen Operndramaturgie, aber gerade das hatte der Komponist ja zuvor schon abgelehnt. Sie bildet vielmehr die Voraussetzung für die besondere Atmosphäre, die diese »lyrischen Szenen«, wie Tschaikowskij seine Oper nannte, durchwebt, und sie ist ein besonderes Kennzeichen der slawischen Oper im Allgemeinen. Für den Regisseur Götz Friedrich gehört es jedoch zu den Besonderheiten gerade dieses Werkes, »dass die Szenen des Onegin nicht patriotische Geschichtsbilder entrollen oder nationale Sagen benutzen, sondern dass sie in szenisch-musikalischen Sequenzen komplizierte innere Vorgänge von recht unheroischen Menschen im gesellschaftlichen Alltag vorstellen … Die ›Lyrischen Szenen‹, mit Tatjanas Sehnsuchtsmotiv beginnend, enden mit Onegins Vereinsamung, seinem Gefühl von Verdammnis. Wohin stürzt er? Ins Nichts? Zu einem neuen Lebenssinn?« »... ergreifend zarter, melancholisch beschwingter Balsam für die Seele. Wer hier nicht weint, der hat kein Herz.« [BZ]


Kategorie: Oper

Rund 550 festangestellte Mitarbeiter und viele Gastkünstler sorgen täglich auf, vor und hinter der Bühne dafür, dass an der Deutschen Oper Berlin „der Lappen hochgeht“ und das Publikum das Haus um unvergessliche Eindrücke reicher wieder verlässt. Alle können wir Ihnen in der Veranstaltungsreihe OPERNWERKSTATT nicht auf einmal vorstellen. Doch wer die OPERNWERKSTATT regelmäßig besucht, wird sie allmählich kennenlernen: die klugen Köpfe, die hinter dem Gesamtkunstwerk Oper stecken, die Träume, Gedanken, Gefühle und Ambitionen, die sich mit ihm verbinden. Die OPERNWERKSTATT bringt Sie ins Gespräch mit Regisseuren, Dirigenten, Sängern, mit der Studienleiterin, Dramaturgen, Theatermachern. Jeder Termin beginnt mit dem Besuch einer szenischen oder musikalischen Probe. Nach dem Blick in die Werkstatt stellen wir Ihnen das entstehende Projekt vor und beantworten Ihre Fragen. Damit Sie sehen, was uns bewegt.


Kategorie: Workshop

Unsere Führungen durch das Zuschauerhaus und über die Bühnen sowie durch die Probenräume und das Bühnenbildmagazin der Deutschen Oper Berlin vermitteln Ihnen spannende Eindrücke und Wissenswertes über die Deutsche Oper Berlin und den Alltag hinter den Kulissen. Welches architektonische Konzept verbirgt sich hinter der langen Waschbeton-Fassade an der Bismarckstraße? Wie entsteht ein Bühnenbild? Wie laufen Proben ab? Erfahren Sie außerdem Details zur bewegten Geschichte des Hauses, das heute mit seinen modernen Neuinszenierungen und den frühen Repertoireschätzen einen Querschnitt durch über 40 Jahre Inszenierungs- und Aufführungspraxis zu bieten hat.


Kategorie: Führung

Der junge Dichter Lenskij ist mit der lebenslustigen Olga verlobt. Als er seinen Freund Eugen Onegin im Landhaus seiner zukünftigen Schwiegermutter, der Gutsbesitzerin Larina, einführt, macht dieser großen Eindruck auf Olgas Schwester Tatjana, ein scheues und verträumtes Mädchen, das sich in den welterfahrenen Onegin verliebt. In einem Brief gesteht sie ihm ihre Liebe, aber er hat kein Verständnis für sie und weist sie zurück. Tatjanas Unglück wird noch verstärkt, als Onegin während eines Balls im Haus ihrer Mutter Olga den Hof macht, um seinen Freund Lenskij zu provozieren. Es kommt zum Eklat. Der eifersüchtige Lenskij fordert Onegin zu einem sinnlosen Duell und wird getötet. Onegin flieht ins Ausland und kehrt erst Jahre später in die Heimat zurück. Bei einem glanzvollen Fest in St. Petersburg trifft er Tatjana wieder, die inzwischen die Gemahlin des Fürsten Gremin geworden ist. Onegin erkennt voller Traurigkeit, wen er damals verloren hat. Leidenschaftlich versucht er Tatjana zurückzugewinnen, aber sie bekennt sich zu ihrer Ehe, obwohl sie ihn immer noch liebt. Onegin bleibt allein zurück. EUGEN ONEGIN, neben PIQUE DAME Pjotr I. Tschaikowskijs bekannteste Oper, gehört zugleich zu seinen schönsten Bühnenwerken überhaupt. Die Suche nach einem geeigneten Stoff war schwierig gewesen, denn er hatte genaue Vorstellungen: »Ich wünsche nichts, was Bestandteil der sogenannten Großen Oper ist. Ich halte Ausschau nach einem intimen, aber kraftvollen Drama, das aufgebaut ist aus dem Konflikt, der mich wirklich berührt. Dabei verschmähe ich nicht das phantastische Element.- denn es kennt keine Hindernisse, weil das Reich der Phantasie keine Grenzen kennt.« [Brief vom 14. Januar 1878] Der Puschkinsche Versroman Eugen Onegin entsprach seinen Wünschen recht genau. Die äußere Handlung wirkte, bis auf das Duell, unspektakulär, aber die Konflikte der beteiligten Personen gingen unmittelbar zu Herzen und entsprachen in vielerlei Hinsicht Tschaikowskijs eigenen Erfahrungen. Gefühlsregungen aller Schattierungen – Melancholie, Sehnsucht, Leidenschaft und Trauer über ein verpfuschtes Leben – prägen das musikalische Bild, das durch mitreißende Chöre und schwungvolle Tänze bereichert und um volksliedhafte Momente ergänzt wird. In der Inszenierung der Deutschen Oper Berlin gehören diese Szenen zu den farbigsten und bezauberndsten der ganzen Oper. Tschaikowskij war besonders fasziniert von der Gestalt der Tatjana, die ihm Anlass gab für eine der schönsten Briefszenen in der Operngeschichte. Jede einzelne der handelnden Figuren besaß für ihn ihren eigenen Reiz: die fröhliche Olga, der schwärmerische Lenskij oder der würdevolle Fürst Gremin, der nur einen kurzen, aber desto eindrucksvolleren Auftritt hat, und natürlich der Titelheld, der im Verlauf des Werkes eine deutliche Entwicklung durchläuft. Die episodenhafte Anlage des Werkes entspricht zwar nicht der traditionellen Operndramaturgie, aber gerade das hatte der Komponist ja zuvor schon abgelehnt. Sie bildet vielmehr die Voraussetzung für die besondere Atmosphäre, die diese »lyrischen Szenen«, wie Tschaikowskij seine Oper nannte, durchwebt, und sie ist ein besonderes Kennzeichen der slawischen Oper im Allgemeinen. Für den Regisseur Götz Friedrich gehört es jedoch zu den Besonderheiten gerade dieses Werkes, »dass die Szenen des Onegin nicht patriotische Geschichtsbilder entrollen oder nationale Sagen benutzen, sondern dass sie in szenisch-musikalischen Sequenzen komplizierte innere Vorgänge von recht unheroischen Menschen im gesellschaftlichen Alltag vorstellen … Die ›Lyrischen Szenen‹, mit Tatjanas Sehnsuchtsmotiv beginnend, enden mit Onegins Vereinsamung, seinem Gefühl von Verdammnis. Wohin stürzt er? Ins Nichts? Zu einem neuen Lebenssinn?« »... ergreifend zarter, melancholisch beschwingter Balsam für die Seele. Wer hier nicht weint, der hat kein Herz.« [BZ]


Kategorie: Oper

Sie hat nun bereits eine jahrelange Tradition: unsere Matinée in der Deutschen Oper Berlin. Die Deutsche Oper Berlin als Patin präsentiert gemeinsam mit der Internationalen Musikakademie junge, hochbegabte Nachwuchsmusiker, die nach einem strengen Auswahlverfahren in die Akademie aufgenommen wurden.


Kategorie: Klassik

Erstmals in ihrer Geschichte schließen sich sieben große Berliner Orchester zusammen, um ein Konzert für eine offene und diverse Gesellschaft zu geben. Am 24. März um 16 Uhr spielen Musiker*innen der Berliner Philharmoniker, der Staatskapelle Berlin, des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin, des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin, des Konzerthausorchesters Berlin, des Orchesters der Deutschen Oper Berlin und des Orchesters der Komischen Oper Berlin unter dem Motto „Unisono für Vielfalt – Konzert für eine offene Gesellschaft“ gemeinsam im Konzerthaus Berlin. Am Pult wird die Dirigentin Marie Jacquot zu erleben sein, durch das Konzert führt der Schauspieler Matthias Brandt. Das musikalische Programm reflektiert die Vielfalt der Orchestermitglieder und damit die der Gesellschaft: mit Kompositionen aus der Türkei, Tschechien, Argentinien, Japan, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und anderen, von Johannes Brahms’ „Ungarischen Tänzen“ über Paul Dukas’ „La Péri“ und Astor Piazzollas „Libertango“ bis hin zu Toru Takemitsus „Signals from Heaven“ und Ulvi Cemâl Erkins „Köçekce“-Suite. Die Orchester plädieren auf diesem Weg für Respekt und Toleranz, für Vielfalt nicht nur in den eigenen Reihen, sondern in der bundesdeutschen Gesellschaft. Die sieben großen Berliner Orchester verstehen sich als Sinnbild für die Vielfalt der deutschen Gesellschaft. Auf die Verankerung im Kulturleben der Bundesrepublik Deutschland verweisen schon einige Namen dieser durch den Staat finanzierten Ensembles: Deutsches Symphonie-Orchester Berlin oder Orchester der Deutschen Oper Berlin. Zugleich gibt es wohl kaum Gruppen, die diverser und internationaler sind als die großen Berliner Orchester. Die Wurzeln der Musiker*innen reichen in die ganze Welt, u. a. nach China und Südkorea, auf die arabische Halbinsel, in die USA, nach Südamerika, Russland, Australien und in viele europäische Länder. Das Projekt, das Musiker*innen des Orchesters der Komischen Oper Berlin ins Leben gerufen haben, wird eigenverantwortlich von Orchestermusiker*innen aller Orchester als Gemeinschaftsprojekt ausgearbeitet und organisiert. Alle Einnahmen des Konzerts fließen einem gemeinnützigen Zweck zu.


Kategorie: Klassik

Prinzessin Donna Clara wird 18 und die ganze Welt überhäuft sie mit Geschenken. Ein ganz besonderes Geschenk schickt ihr jedoch der türkische Sultan: Es ist ein lebender Zwerg! Diesem missgestalteten Mann gilt zwischen all der Pracht und Schönheit ihre besondere Aufmerksamkeit. Er verzaubert sie mit seinem Gesang und fasziniert umso mehr, als er nicht um sein Äußeres weiß. Der Zwerg verliebt sich unsterblich in die Prinzessin und durchschaut dabei nicht das kokette Spiel, das diese mit ihm treibt. Doch dann sieht er sich, erstmals in seinem Leben, mit seinem Spiegelbild konfrontiert. Er erkennt die Realität und bricht tot zusammen. Alexander Zemlinskys DER ZWERG basiert auf Oscar Wildes Kunstmärchen „Der Geburtstag der Infantin“ und wurde 1922 uraufgeführt. Nach Zemlinskys Tod 1942 im amerikanischen Exil geriet das Werk schnell in Vergessenheit. Erst Ende der 70er Jahre wurde es wiederentdeckt und begeistert seither als subtiles, klangsinnlich schillerndes Seismogramm einer hochkomplexen psychologischen Konstellation. Es inszeniert Tobias Kratzer, der als einer der interessantesten jungen deutschen Opernregisseure gilt, der zuletzt an Häusern wie dem Theater Bremen, den Staatstheatern in Karlsruhe und Nürnberg, dem Theater Basel, dem Théâtre de la Monnaie Brüssel und der Oper Frankfurt arbeitete. Für das Holland Festival entsteht im Sommer 2018 seine Inszenierung von LES CONTES D’HOFFMANN, 2019 wird er in Bayreuth TANNHÄUSER herausbringen. In Berlin war 2017 seine Version von Rameaus ZOROASTRE an der Komischen Oper Berlin zu erleben. Mit DER ZWERG gibt Tobias Kratzer sein Debüt an der Deutschen Oper Berlin.


Kategorie: Oper

Zu Beginn der Proben erläutert der Regisseur Robert Carsen sein Inszenierungskonzept: Die erste Gelegenheit, einen Einblick in die Entstehung der Produktion zu erhalten. Wir freuen uns auf Sie am Montag, 25. März 2019, um 18.30 Uhr, im Foyer der Deutschen Oper Berlin. Der Eintritt ist frei.


Kategorie: Oper

Zwei fremde Wesen treffen sich. Sie sind beide unterwegs und zufällig in der Kita/Schule gestrandet. Alles, was sie dabei haben, passt in einen Koffer. Es sind Dinge, die ihnen wichtig sind, Dinge, die sie auf ihrer Reise gesammelt haben, praktisches und unpraktisches: Zum Beispiel das indische Saiteninstrument Gopichand, elektrische Zahnbürsten, eine Kleiderbürste und drei Suppenlöffel. Und zum Glück kann man mit der eigenen Stimme, den beiden Koffern und ihrem Inhalt auch Musik machen: Da wird der Schneebesen zur Geige, der Koffer verwandelt sich in einen Kontrabass und die drei Suppenlöffel klingen wie ein kleines Glockenspiel. Leider sprechen die beiden Reisenden nicht dieselbe Sprache und sind auch sonst sehr verschieden – da sind Konflikte und Reibereien vorprogrammiert. Aber mit Klängen und Gesten können sich die beiden verständigen, können von sich und ihren mitgebrachten Gegenständen erzählen und die klingende Welt des Anderen gemeinsam mit den Kindern im Publikum entdecken ... Schon auf kleine Kinder übt die Welt des Musiktheaters eine große Faszination aus: Sie lieben es, dem Spiel von Verwandlung und Farben, von Klängen und Bewegung zu folgen und daran teilzuhaben. Im ständigen Wechselspiel von Interaktion und Beobachtung, von Aktivität und Ruhe, von Klang und Stille können sie sich bereits über längere Zeiträume konzentrieren und auf ein Bühnenerlebnis einlassen. Deshalb startet die Junge Deutsche Oper im Sommer 2015 mit einem neuen Programm: KUCKUCK IM KOFFER besucht als mobile Produktion Kinder zwischen 3 und 6 Jahren in ihrer Kita oder Schule. Der Komponist Matthias Kaul und die Regisseurin Maria-Magdalena Kwaschik entwickeln ein szenisch-musikalisches Stück für zwei Sängerdarsteller, das wir vor Ort immer wieder neu entstehen lassen.


Kategorie: Kinder & Jugend

Alles begann mit CARMEN, im März 2009 war es nach intensiver Probenarbeit soweit: Der neu gegründete Kinderchor stand erstmals auf der Hauptbühne der Deutschen Oper Berlin vor großem Publikum. Zum zehnjährigen Geburtstag lädt der Kinder- und Jugendchor nun zum Konzert ein – natürlich ins große Haus. Im Mittelpunkt des Abends steht „Mass of the Children“ von John Rutter. Als Gast gestaltet der „Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor“ das Konzert mit. Beide Chöre verbindet seit 2015 eine intensive Freundschaft. Mit diesem besonderen Konzert feiert der Kinderchor sein zehnjähriges, der Jugendchor sein fünfjähriges Bestehen!


Kategorie: Klassik

Zwei fremde Wesen treffen sich. Sie sind beide unterwegs und zufällig in der Kita/Schule gestrandet. Alles, was sie dabei haben, passt in einen Koffer. Es sind Dinge, die ihnen wichtig sind, Dinge, die sie auf ihrer Reise gesammelt haben, praktisches und unpraktisches: Zum Beispiel das indische Saiteninstrument Gopichand, elektrische Zahnbürsten, eine Kleiderbürste und drei Suppenlöffel. Und zum Glück kann man mit der eigenen Stimme, den beiden Koffern und ihrem Inhalt auch Musik machen: Da wird der Schneebesen zur Geige, der Koffer verwandelt sich in einen Kontrabass und die drei Suppenlöffel klingen wie ein kleines Glockenspiel. Leider sprechen die beiden Reisenden nicht dieselbe Sprache und sind auch sonst sehr verschieden – da sind Konflikte und Reibereien vorprogrammiert. Aber mit Klängen und Gesten können sich die beiden verständigen, können von sich und ihren mitgebrachten Gegenständen erzählen und die klingende Welt des Anderen gemeinsam mit den Kindern im Publikum entdecken ... Schon auf kleine Kinder übt die Welt des Musiktheaters eine große Faszination aus: Sie lieben es, dem Spiel von Verwandlung und Farben, von Klängen und Bewegung zu folgen und daran teilzuhaben. Im ständigen Wechselspiel von Interaktion und Beobachtung, von Aktivität und Ruhe, von Klang und Stille können sie sich bereits über längere Zeiträume konzentrieren und auf ein Bühnenerlebnis einlassen. Deshalb startet die Junge Deutsche Oper im Sommer 2015 mit einem neuen Programm: KUCKUCK IM KOFFER besucht als mobile Produktion Kinder zwischen 3 und 6 Jahren in ihrer Kita oder Schule. Der Komponist Matthias Kaul und die Regisseurin Maria-Magdalena Kwaschik entwickeln ein szenisch-musikalisches Stück für zwei Sängerdarsteller, das wir vor Ort immer wieder neu entstehen lassen.


Kategorie: Kinder & Jugend

Prinzessin Donna Clara wird 18 und die ganze Welt überhäuft sie mit Geschenken. Ein ganz besonderes Geschenk schickt ihr jedoch der türkische Sultan: Es ist ein lebender Zwerg! Diesem missgestalteten Mann gilt zwischen all der Pracht und Schönheit ihre besondere Aufmerksamkeit. Er verzaubert sie mit seinem Gesang und fasziniert umso mehr, als er nicht um sein Äußeres weiß. Der Zwerg verliebt sich unsterblich in die Prinzessin und durchschaut dabei nicht das kokette Spiel, das diese mit ihm treibt. Doch dann sieht er sich, erstmals in seinem Leben, mit seinem Spiegelbild konfrontiert. Er erkennt die Realität und bricht tot zusammen. Alexander Zemlinskys DER ZWERG basiert auf Oscar Wildes Kunstmärchen „Der Geburtstag der Infantin“ und wurde 1922 uraufgeführt. Nach Zemlinskys Tod 1942 im amerikanischen Exil geriet das Werk schnell in Vergessenheit. Erst Ende der 70er Jahre wurde es wiederentdeckt und begeistert seither als subtiles, klangsinnlich schillerndes Seismogramm einer hochkomplexen psychologischen Konstellation. Es inszeniert Tobias Kratzer, der als einer der interessantesten jungen deutschen Opernregisseure gilt, der zuletzt an Häusern wie dem Theater Bremen, den Staatstheatern in Karlsruhe und Nürnberg, dem Theater Basel, dem Théâtre de la Monnaie Brüssel und der Oper Frankfurt arbeitete. Für das Holland Festival entsteht im Sommer 2018 seine Inszenierung von LES CONTES D’HOFFMANN, 2019 wird er in Bayreuth TANNHÄUSER herausbringen. In Berlin war 2017 seine Version von Rameaus ZOROASTRE an der Komischen Oper Berlin zu erleben. Mit DER ZWERG gibt Tobias Kratzer sein Debüt an der Deutschen Oper Berlin.


Kategorie: Oper

Quälende Zweifel und lähmende Depressionen begleiteten den Entstehungsprozess von Giacomo Puccinis letzter Oper TURANDOT. Aus der zunächst diffusen Angst, seine Oper nicht mehr abschließen zu können, trieb Puccini sich selbst und sein Librettisten-Duo Giuseppe Adami und Renato Simoni zur Eile an. Ein Neuanfang sollte es werden, geboren aus einer kompositorischen Krise, in die ihn die musikalischen Entwicklungen, ja Umwälzungen der Gegenwart geworfen hatten, ein Befreiungsschlag, ein Aufbruch zu neuen Ufern. Schon der Stoff sollte die Abkehr von den Themen der Vergangenheit signalisieren. Puccini war auf der Suche nach dem „reinen Mythos“, der Essenz dessen, was er bislang in psychologisch-realistischer Kleinteiligkeit auf dem Theater erzählt hatte. Ihm schwebte ein märchenhaft-phantastisches Drama vor und er hatte es gefunden, als Simoni ihn im Frühjahr 1920 auf den Turandot-Stoff, in Form der Märchenkomödie Carlo Gozzis (1762), aufmerksam machte. Von nervöser Ungeduld getrieben begleitete er – penibel wie immer – die Konzeption und Ausführung des Librettos. Im Mittelpunkt der Oper steht die grausame Prinzessin Turandot, die ihr Volk terrorisiert. Ihre, einem Fluch gleichende, Gewaltherrschaft, unter der ein ganzes Land ächzt, lässt sich nur durch die Verheiratung Turandots bannen. Potentielle Ehekandidaten müssen eine schwere Prüfung über sich ergehen lassen. Wer die drei Rätsel der Prinzessin nicht lösen kann, auf den wartet die Enthauptung. Obwohl schon unzählige Prinzen den Tod gefunden haben, finden sich immer noch neue Kandidaten, die sich von der Schönheit Turandots hypnotisieren lassen und bereitwillig ihren Fragen stellen. Calaf, Sohn eines vertriebenen Machthabers aus fremdem Land, durchbricht wider alle Erwartung dieses Schema. Er beantwortet die Fragen und steigert seinen Triumph, indem er die Machtverhältnisse umkehrt, das grausame Rätselspiel verlängert, und der Prinzessin eine Gegenfrage stellt. Sollte sie in der Lage sein, diese zu beantworten, verspricht er, sie von ihrem Heiratsversprechen zu entbinden. Indem Puccini in den ursprünglich persischen Märchenstoff eine neue Figur – die Sklavin Liù – einführt, eine Frauengestalt, die an die Heldinnen seiner früheren Opern erinnert, beleuchtet er die bestialische Brutalität Turandots nur noch deutlicher. Liù zerbricht – wie vor ihr diverse Puccini-Heroinen – an der grausamen, ihr Fühlen missachtenden Wirklichkeit. Als ihr klar wird, dass sie Calaf, den sie liebt, nicht für sich gewinnen kann, opfert sie für den Geliebten ihr Leben. Nach den Vorstellungen Puccinis sollte in der Schlussszene „die Liebe explodieren“ und „die Menschlichkeit der Liebe alle Grausamkeit überstrahlen“. Die eiskalte Prinzessin würde in ihrem Wesen eine komplette Wandlung erfahren. Als Mitte 1924 bei Puccini Kehlkopfkrebs diagnostiziert wurde, war die Oper – mit Ausnahme jener Schlussszene – praktisch vollendet. Ob es die schwere Krankheit war oder Puccinis Unfähigkeit, sich glaubhaft aus der dramaturgischen Sackgasse zu befreien, in die ihn die wunderbare, märchenhafte aber psychologisch kaum nachvollziehbare Verwandlung der Turandot geführt hatte, bleibt letztendlich Spekulation. Puccini starb an den Folgen einer Operation am 29. November 1924 in einem Brüsseler Krankenhaus und hinterließ das unvollendete Werk, das sein Kollege Franco Alfano – nach den Skizzen des Meisters – abschloss. Toscanini brachte TURANDOT am 25. April 1925 an der Mailänder Scala zur Uraufführung. Obwohl Puccini mit seiner TURANDOT zu einem bedingungslosen Neuanfang nicht in der Lage gewesen war, macht sich der Einfluss seiner Erfahrung mit Werken zeitgenössischer Komponisten doch bemerkbar. Zwar hat dies zu keiner radikalen Änderung seiner Tonsprache geführt, aber seine Ausdrucksmittel sind ungewöhnlicher, subtiler, aber auch härter und dramatischer geworden. Mit der Partie der Turandot hat er einen völlig neuen Typ eines an Wagners schwere Heroinen erinnernden italienischen hochdramatischen Soprans geschaffen.


Kategorie: Oper

Zwei fremde Wesen treffen sich. Sie sind beide unterwegs und zufällig in der Kita/Schule gestrandet. Alles, was sie dabei haben, passt in einen Koffer. Es sind Dinge, die ihnen wichtig sind, Dinge, die sie auf ihrer Reise gesammelt haben, praktisches und unpraktisches: Zum Beispiel das indische Saiteninstrument Gopichand, elektrische Zahnbürsten, eine Kleiderbürste und drei Suppenlöffel. Und zum Glück kann man mit der eigenen Stimme, den beiden Koffern und ihrem Inhalt auch Musik machen: Da wird der Schneebesen zur Geige, der Koffer verwandelt sich in einen Kontrabass und die drei Suppenlöffel klingen wie ein kleines Glockenspiel. Leider sprechen die beiden Reisenden nicht dieselbe Sprache und sind auch sonst sehr verschieden – da sind Konflikte und Reibereien vorprogrammiert. Aber mit Klängen und Gesten können sich die beiden verständigen, können von sich und ihren mitgebrachten Gegenständen erzählen und die klingende Welt des Anderen gemeinsam mit den Kindern im Publikum entdecken ... Schon auf kleine Kinder übt die Welt des Musiktheaters eine große Faszination aus: Sie lieben es, dem Spiel von Verwandlung und Farben, von Klängen und Bewegung zu folgen und daran teilzuhaben. Im ständigen Wechselspiel von Interaktion und Beobachtung, von Aktivität und Ruhe, von Klang und Stille können sie sich bereits über längere Zeiträume konzentrieren und auf ein Bühnenerlebnis einlassen. Deshalb startet die Junge Deutsche Oper im Sommer 2015 mit einem neuen Programm: KUCKUCK IM KOFFER besucht als mobile Produktion Kinder zwischen 3 und 6 Jahren in ihrer Kita oder Schule. Der Komponist Matthias Kaul und die Regisseurin Maria-Magdalena Kwaschik entwickeln ein szenisch-musikalisches Stück für zwei Sängerdarsteller, das wir vor Ort immer wieder neu entstehen lassen.


Kategorie: Kinder & Jugend


Kategorie: Klassik

Prinzessin Donna Clara wird 18 und die ganze Welt überhäuft sie mit Geschenken. Ein ganz besonderes Geschenk schickt ihr jedoch der türkische Sultan: Es ist ein lebender Zwerg! Diesem missgestalteten Mann gilt zwischen all der Pracht und Schönheit ihre besondere Aufmerksamkeit. Er verzaubert sie mit seinem Gesang und fasziniert umso mehr, als er nicht um sein Äußeres weiß. Der Zwerg verliebt sich unsterblich in die Prinzessin und durchschaut dabei nicht das kokette Spiel, das diese mit ihm treibt. Doch dann sieht er sich, erstmals in seinem Leben, mit seinem Spiegelbild konfrontiert. Er erkennt die Realität und bricht tot zusammen. Alexander Zemlinskys DER ZWERG basiert auf Oscar Wildes Kunstmärchen „Der Geburtstag der Infantin“ und wurde 1922 uraufgeführt. Nach Zemlinskys Tod 1942 im amerikanischen Exil geriet das Werk schnell in Vergessenheit. Erst Ende der 70er Jahre wurde es wiederentdeckt und begeistert seither als subtiles, klangsinnlich schillerndes Seismogramm einer hochkomplexen psychologischen Konstellation. Es inszeniert Tobias Kratzer, der als einer der interessantesten jungen deutschen Opernregisseure gilt, der zuletzt an Häusern wie dem Theater Bremen, den Staatstheatern in Karlsruhe und Nürnberg, dem Theater Basel, dem Théâtre de la Monnaie Brüssel und der Oper Frankfurt arbeitete. Für das Holland Festival entsteht im Sommer 2018 seine Inszenierung von LES CONTES D’HOFFMANN, 2019 wird er in Bayreuth TANNHÄUSER herausbringen. In Berlin war 2017 seine Version von Rameaus ZOROASTRE an der Komischen Oper Berlin zu erleben. Mit DER ZWERG gibt Tobias Kratzer sein Debüt an der Deutschen Oper Berlin.


Kategorie: Oper

Reale und fiktive Schauplätze liegen zwischen Gendarmenmarkt und Spree dicht beieinander. Ein Stadtspaziergang mit Michael Bienert auf den Spuren Fontanes und seiner Gestalten. Anmeldung unter fontane@text-der-stadt.de


Kategorie: Oper

Quälende Zweifel und lähmende Depressionen begleiteten den Entstehungsprozess von Giacomo Puccinis letzter Oper TURANDOT. Aus der zunächst diffusen Angst, seine Oper nicht mehr abschließen zu können, trieb Puccini sich selbst und sein Librettisten-Duo Giuseppe Adami und Renato Simoni zur Eile an. Ein Neuanfang sollte es werden, geboren aus einer kompositorischen Krise, in die ihn die musikalischen Entwicklungen, ja Umwälzungen der Gegenwart geworfen hatten, ein Befreiungsschlag, ein Aufbruch zu neuen Ufern. Schon der Stoff sollte die Abkehr von den Themen der Vergangenheit signalisieren. Puccini war auf der Suche nach dem „reinen Mythos“, der Essenz dessen, was er bislang in psychologisch-realistischer Kleinteiligkeit auf dem Theater erzählt hatte. Ihm schwebte ein märchenhaft-phantastisches Drama vor und er hatte es gefunden, als Simoni ihn im Frühjahr 1920 auf den Turandot-Stoff, in Form der Märchenkomödie Carlo Gozzis (1762), aufmerksam machte. Von nervöser Ungeduld getrieben begleitete er – penibel wie immer – die Konzeption und Ausführung des Librettos. Im Mittelpunkt der Oper steht die grausame Prinzessin Turandot, die ihr Volk terrorisiert. Ihre, einem Fluch gleichende, Gewaltherrschaft, unter der ein ganzes Land ächzt, lässt sich nur durch die Verheiratung Turandots bannen. Potentielle Ehekandidaten müssen eine schwere Prüfung über sich ergehen lassen. Wer die drei Rätsel der Prinzessin nicht lösen kann, auf den wartet die Enthauptung. Obwohl schon unzählige Prinzen den Tod gefunden haben, finden sich immer noch neue Kandidaten, die sich von der Schönheit Turandots hypnotisieren lassen und bereitwillig ihren Fragen stellen. Calaf, Sohn eines vertriebenen Machthabers aus fremdem Land, durchbricht wider alle Erwartung dieses Schema. Er beantwortet die Fragen und steigert seinen Triumph, indem er die Machtverhältnisse umkehrt, das grausame Rätselspiel verlängert, und der Prinzessin eine Gegenfrage stellt. Sollte sie in der Lage sein, diese zu beantworten, verspricht er, sie von ihrem Heiratsversprechen zu entbinden. Indem Puccini in den ursprünglich persischen Märchenstoff eine neue Figur – die Sklavin Liù – einführt, eine Frauengestalt, die an die Heldinnen seiner früheren Opern erinnert, beleuchtet er die bestialische Brutalität Turandots nur noch deutlicher. Liù zerbricht – wie vor ihr diverse Puccini-Heroinen – an der grausamen, ihr Fühlen missachtenden Wirklichkeit. Als ihr klar wird, dass sie Calaf, den sie liebt, nicht für sich gewinnen kann, opfert sie für den Geliebten ihr Leben. Nach den Vorstellungen Puccinis sollte in der Schlussszene „die Liebe explodieren“ und „die Menschlichkeit der Liebe alle Grausamkeit überstrahlen“. Die eiskalte Prinzessin würde in ihrem Wesen eine komplette Wandlung erfahren. Als Mitte 1924 bei Puccini Kehlkopfkrebs diagnostiziert wurde, war die Oper – mit Ausnahme jener Schlussszene – praktisch vollendet. Ob es die schwere Krankheit war oder Puccinis Unfähigkeit, sich glaubhaft aus der dramaturgischen Sackgasse zu befreien, in die ihn die wunderbare, märchenhafte aber psychologisch kaum nachvollziehbare Verwandlung der Turandot geführt hatte, bleibt letztendlich Spekulation. Puccini starb an den Folgen einer Operation am 29. November 1924 in einem Brüsseler Krankenhaus und hinterließ das unvollendete Werk, das sein Kollege Franco Alfano – nach den Skizzen des Meisters – abschloss. Toscanini brachte TURANDOT am 25. April 1925 an der Mailänder Scala zur Uraufführung. Obwohl Puccini mit seiner TURANDOT zu einem bedingungslosen Neuanfang nicht in der Lage gewesen war, macht sich der Einfluss seiner Erfahrung mit Werken zeitgenössischer Komponisten doch bemerkbar. Zwar hat dies zu keiner radikalen Änderung seiner Tonsprache geführt, aber seine Ausdrucksmittel sind ungewöhnlicher, subtiler, aber auch härter und dramatischer geworden. Mit der Partie der Turandot hat er einen völlig neuen Typ eines an Wagners schwere Heroinen erinnernden italienischen hochdramatischen Soprans geschaffen.


Kategorie: Oper


Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:25.02.19
© Fotos der Vorstellungen: [+][-]
Salome(2016 Monika Rittershaus/2016 Monika Rittershaus) Jazz & Breakfast(Stephan Bögel/Stephan Bögel) Kuckuck im Koffer(2015 Stephan Bögel/2015 Stephan Bögel) 4. Tischlereikonzert: Pierrot Lunaire(Ralf Rühmeier/Ralf Rühmeier) Eugen Onegin(Bettina Stöß/Bettina Stöß) Turandot(2015 Bettina Stöß/2015 Bettina Stöß) Aus dem Hinterhalt: Der Zwerg(Eike Walkenhorst/Eike Walkenhorst) Führung(Bettina Stöß/Bettina Stöß) Lieder und Dichter(Promo/) Opera Lounge(2014 Marcus Lieberenz/2014 Marcus Lieberenz) Shen Yun(Shen Yun/Shen Yun) Jazz & Lyrics(Eike Walkenhorst/Eike Walkenhorst) Opernwerkstatt(2010 Bettina Stöß/2010 Bettina Stöß) Familienführung(Bettina Stöß/Bettina Stöß) Konzert-Matinée der Internationalen Musikakademie(Internationale Musikakademie/Internationale Musikakademie) Unisono für Vielfalt – Konzert für eine offene Gesellschaft(Promo/) Der Zwerg(/) Startschuss: Oceane(/) Jubiläumskonzert: 10 Jahre Kinderchor(Stefan Bögel/Stefan Bögel) Sinfoniekonzert(2016 Bettina Stöß/2016 Bettina Stöß) Fontane, Frauen und Nixen ... Ein literarischer Stadtspaziergang(Sebastian Runge/Sebastian Runge)

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