www.berlinchecker.de
Anzeige



Spielplan für Juni 2019

Mit ihrer 2014 gestarteten „T-House-Tour“ unternimmt die Berliner Opernkompanie Novoflot einen sich immer weiter fortschreibenden Pilotversuch zur Zukunft eines Musiktheaters in Bewegung. Die „T-House-Tour“ ist ein auf Improvisation basierendes work in progress hinsichtlich musikdramatischer Präsentationsformen, die nicht auf die organisatorischen und räumlichen Bedingungen einer einzelnen Institution reagieren, sondern sich, je nachdem, wo sie in Erscheinung treten, verwandeln. Nach zahlreichen Stationen im öffentlichen Raum Berlins, der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Radialsystem und Akademie der Künste sowie zuletzt am Walcheturm Zürich, Schauspielhaus Zürich, Matucana 100/Santiago de Chile und dem Parque Cultural in Valparaiso/Chile kommt die mit dem George Tabori Preis ausgezeichnete Kompanie zurück nach Berlin vor die Volksbühne. Mit im Gepäck: die neue Komposition „Im Fadenkreuz“ des Schweizer Komponisten Michael Wertmüller! Und doch wird keine Session wie die andere sein, denn das vom Berliner Architekturbüro GRAFT entworfene mobile Opernhaus ist in dauernder Transformation begriffen und interpretiert diesmal auf Grundlage der Komposition Wertmüllers die architektonischen Potentiale des Fadenkreuzes. Beglückend hinzu kommt der Umstand, dass die Gastgeber des „T-House“ u.a. die legendären Posaunisten Conny Bauer und Nils Wogram in Empfang nehmen, die das Vorgefundene ganz in ihrem Sinne immer wieder neu in Bewegung versetzen. Komponist: Michael Wertmüller, u.a., eine Uraufführung: „Im Fadenkreuz“ für Sopran, Klarinette, Saxophon und Posaune. T-House-Gastgeber: Yuka Yanagihara (Sopran), Raphael Clamer (Schauspiel), Ichi Go (Tanz), Komi Togbonou (Gesang/Schauspiel), Claudio Puntin (Klarinette), Bernhard Bamert (Posaune) Hayden Chisholm (Saxophon) Gäste: Conny Bauer und Nils Wogram (Posaune) Regie: Sven Holm Musikalische Leitung: Vicente Larrañaga T-House-Architektur: GRAFT Architekten und Elisa Limberg Bühne Mitarbeit: Anne Storandt Kostüme: Sara Kittelmann Dramaturgie: Malte Ubenauf Produktionsleitung: Dörte Wolter Technische Leitung: Sebastian Söllner Im Fadenkreuz wird gefördert durch die Senatsverwaltung Kultur und Europa, Pro Helvetia – Schweizer Kulturstiftung, Stadt Zürich, GVL-Stiftung, Ernst Göhner Stiftung, Fondation Nestlé pour l’Art, Fondation Nicati-de Luze, Kanton Zürich, Georges und Jenny Bloch-Stiftung, Schweizerische Interpretenstiftung, Goethe Institut, GVL-Stiftung und Fundación Pro-Desarrollo del Maule, Chile www.t-house-tour.de, www.novoflot.de


Kategorie:

Wedekinds Stück, bestehend aus den Dramen „Erdgeist“ und „Büchse der Pandora“, hat eine denkbar wechselhafte Entstehungs-, Aufführungs- und Rezeptionsgeschichte: Umschreibungen, Privataufführungen, Verbote, schließlich Überarbeitung zum Drama „Lulu“. Die Figur inspirierte zu Stumm- und Tonfilmen, der Oper von Alban Berg, einer Umsetzung von Robert Wilson mit Musik von Lou Reed, einer ersten Aufführung des Urtexts 1988 in der Regie von Peter Zadek in Hamburg. Und doch bleibt es eine Geschichte der Projektionen und Lulu das Objekt: Ein Mann schreibt, andere Männer setzen das Drama auf Spielpläne, noch mehr Männer inszenieren ihre Phantasien. Jetzt haben wir #MeToo, Harvey Weinstein ist verurteilt, der Literatur-Nobelpreis wurde ausgesetzt, toxische Männlichkeit ist in ihren brutalen und erniedrigenden Formen erkannt und wird mindestens zunehmend auch geahndet. Dann kann „Lulu“ also in den Giftschrank. Oder beschreibt Wedekind eine Unruhe und die brutale, gesellschaftliche Organisation der Unterdrückung – von der dann endlich Lulu erzählen sollte? Lilith Stangenberg kehrt als Darstellerin der Lulu an die Volksbühne zurück. [logo kulturradio 140] Besetzung Mit: Jan Bluthardt, Sandra Gerling, Waldemar Kobus, Andreas Leupold, Silvia Rieger, Sarah Maria Sander, Sylvana Seddig, Lilith Stangenberg, Theo Trebs, Moritz Carl Winklmayr Musiker*innen: Réka Csiszér, Michael Mühlhaus Regie: Stefan Pucher Bühne: Barbara Ehnes Kostüme: Annabelle Witt Licht: Kevin Sock Musik: Christopher Uhe Video: Meika Dresenkamp Dramaturgie: Florian Feigl


Kategorie: Schauspiel

Buchpremiere mit Überraschungsgästen Musikalische Gäste: Karin, Carsten und Sir Henry „Vierzehn Tage“ erzählt eine melancholische Episode aus dem Leben eines Berliner Mittvierzigers in der immer die Sonne scheint, der Himmel blau und hoch ist und das Leben nicht einfach. Er arbeitet bei der Post, hat zwei Wochen frei und weiß nichts mit sich anzufangen. Also lässt er sich treiben, trifft Bekannte, fährt ein paar Tage aufs Land und beginnt eine Affäre mit einem jüngeren Spanier. Seine ständigen Begleiter sind Erinnerungen an frühere Zeiten: an das Westberlin der 80er, an alte Ideale und Kämpfe, an eine Jugend, die hinter ihm liegt. Holger Brüns widmet sich den großen und kleinen Fragen des Älterwerdens: Was ist aus dem Leben geworden, von dem ich einmal geträumt habe? Was geschieht mit mir, während sich die Welt um mich herum verändert? Warum ist das alles so langweilig? War’s das jetzt? Und werde ich jemals meine Küche renovieren? Holger Brüns, Schauspieler, Regisseur und (Lebens-)Künstler ist seit über zwanzig Jahren seltener aber regelmäßiger Gast im Roten Salon mit verschiedenen Leseprogrammen. Hier nun erstmals mit Selbstgeschriebenem. Nach „Olfen – Reise ins internationale Freundschaftslager“ und „Oderbruchbuch – Aufzeichnungen aus dem ereignislosen Leben“ seinem dritten Buch, das im Verbrecherverlag erscheint.


Kategorie: Lesung

Der Autor und Regisseur Noam Brusilovsky präsentiert sein neues Hörspiel erstmalig im Grünen Salon und spricht im Anschluss mit Sabine Küchler (Redaktionsleiterin Hörspiel, Deutschlandfunk). Der Tod des Iwan Iljitsch – Sterben in Bern beschreibt den Entstehungsprozess einer Theaterinszenierung in einer Collage von Bühnenaufnahmen, O-Ton, Schauspiel und Vorträgen: Nachdem der sechsundzwanzigjährige Theaterregisseur Amir Kaplan an Krebs erkrankt, thematisiert er in einer Inszenierung in Bern seine eigene Erkrankung anhand einer Novelle von Tolstoi: Der Tod des Iwan Iljitsch (1886). Wie der erkrankte Iwan Illjitsch, der auf dem Sterbebett sein Leben bilanziert und zu dem Schluss kommt, dass alle Aspekte in diesem eine einzige Täuschung waren und „nicht das Richtige“, stellt sich Amir Kaplan während des Probenprozesses ähnliche Fragen: „Wie lässt sich die Geschichte der eigenen Erkrankung von anderen erzählen und wie lässt sich das Unvorstellbare, der Tod, auf einer Bühne darstellen?“ Mithilfe verschiedener Berner Fachleute, die sich beruflich mit dem Sterben und dem Tod beschäftigen, imaginiert er sein eigenes Sterben in der Bundesstadt. Noam Brusilovsky distanziert sich in seinem Hörspiel von dem Originaltext von Tolstoi und verschiebt die Grenzen zwischen Spiel und Realität und zwischen dem Darstellbaren und dem Nicht-Darstellbaren. [> Zum Audio Trailer](https://soundcloud.com/noam-brusilovsky/trailer-der-tod-des-iwan-iljitsch-sterben-in-bern-dlfswr-2019) Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Deutschlandfunk und dem Südwestrundfunk. Noam Brusilovsky, geboren 1988 in Israel, ist Autor und Regisseur. Seit 2012 lebt er in Berlin und schließt ein Studium der Theaterregie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ ab. Es folgen zahlreiche Arbeiten als Hörspielautor in Kooperation mit dem Deutschlandfunk und dem Südwestrundunk und sowie als Regisseur mit u.a. Projekten in den Sophiensælen und am Konzert Theater Bern. Seine Theaterproduktionen gastierten auf verschiedenen Festivals wie den Autorentheatertagen, Körber Studio Junge Regie, Radikal Jung oder Fast Forward.- seine Hörspiele wurden mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Hörspielpreis 2017. Der Tod des Iwan Iljitsch – Sterben in Bern (DLF/SWR 2019) Hörspiel von Noam Brusilovsky nach der gleichnamigen Novelle von Leo Tolstoi Komposition/Sounds: Antonia Beeskow Regie: Noam Brusilovsky Mit: Carina Braunschmidt, Dor Aloni, Florentine Krafft, Nico Delpy, Gabriel Schneider Produktion: Dlf/SWR 2019 Länge: 51'09 Ursendung im Deutschlandfunk: 13.07.2019 – 20.05 Uhr


Kategorie:

Es ist eine alte, in Steintafeln geschlagene Tradition, dass jeder neue „Titanic“-Chefredakteur einen Antrittsbesuch bei der Reformbühne Heim & Welt zu absolvieren hat, und so muss nun auch Moritz Hürtgen, der die Geschicke des endgültigen Satiremagazins im Jahr 2019 von seinem Vorgänger Tim Wolff übernommen hat, vor das Humorscharfgericht im Roten Salon, um die Gunst der Reformbühnler zu erringen. Mit seinen hübschen Aktionen wie #miomiogate oder den Focus-Fake-News über Öko-Terroristen, die Abgasmessungen mit Luftpumpen manipulieren, hat er jedenfalls schon mal ihre Sympathie errungen. Nun werden wir sehen, wie er sich am gelesenen Text so schlägt. Danny Dziuk dagegen ist ein alter Recke im deutschen Songwriting. Er leitet das Inselorchester von Axel Prahl, hat Lieder für so unterschiedliche Künstler wie Stoppok, Wiglaf Droste und Annett Louisan geschrieben, vor allem aber ist er ein wunderbarer Sänger und Musiker, dessen eigene Texte in den All-time-charts der Reformbühne stehen.


Kategorie: Lesung

Audiovisuelle Tour de Force mit Band und Gästen Christa Päffgen wurde zu Nico und Nico zur Ikone, die sie nie sein wollte. Nico war das erste deutsche Supermodel, sie war Schauspielerin unter Fellini, sie war Andy Warhols Muse und Chanteuse von The Velvet Underground. Sie war die Geliebte von Bob Dylan, Brian Jones, Iggy Pop, Alain Delon und Jim Morrison. Sie war eine Frau umgeben von Männern - ein Kind, das eine Frau spielte, die lieber ein Mann gewesen wäre. Das Stück nimmt sein Publikum mit auf eine audiovisuelle, exzentrische, tragische und unvorhersehbare Tour de Force – Musik, Textfragmente, Videokollagen, Schreie und Gesang - irgendwo zwischen gestern, heute und morgen, zwischen uns und Nico, zwischen Rausch, Selbstzerstörung und der ewigen Sehnsucht nach einem Zuhause. Martin Waldmann stellt in den theatralen Elementen seines Stücks die Frage nach Identität, Selbst- und Fremdbestimmung: Dekonstruktion durch Ikonisierung oder Ikonisierung durch Dekonstruktion? Wer sind wir und wer wären wir, wenn wir sein könnten, wie wir gerne wären? Wären wir, wer wir jetzt sind? Wären wir Nico? Wäre Christa Päffgen Nico? Vielleicht war Nico eine selbstbestimmte Künstlerin, vielleicht eine fiktive Figur, vielleicht nur eine Projektionsfläche wie Frank Wedekinds „Lulu“? Nico wird zur Summe eines kollektiven „Fuck it all!“, das wir alle in uns tragen. Nico war 20 Jahre heroinabhängig. Sucht kommt von Suchen. Ist es die Suche nach Identität oder ist es die Flucht vor Identität? Sind wir nicht alle Kriminelle ohne Papiere? Immer auf der Flucht bis zum letzten Tag. Was bleibt, ist Nicos Musik - ein einzigartiger, dunkler und zeitloser Raum. Diesen Raum betreten und interpretieren Christin Nichols und die Musiker von Entourage Noir. Für den isländischen Regisseur Egill Palsson verkörpert Nico etwas, das zur Haltung seiner Generation gehört und was er heute vermisst - diese Verachtung, dieses „nein“, dieses „I just don’t give a fuck“. Palsson stellt sich mit seiner Inszenierung die Frage: Is Punk dead or is it just in rehab? Regie: Egill Palsson Text: Martin Waldmann Cast: Christin Nichols, Thomas Halle, Mex Schlüpfer Gäste: Wilson Gonzalez u.a. Musik: Entourage Noir Synthesizer/Theremin: Jörg Schittkowski (Elektrohand Gottes / Machine de Beauvoir) Gitarre: Pegman (Herbst in Peking / Rosengarten / Me to my Wall) Bass: Rajko Gohlke (Knorkator / Mikrowelle / Think About Mutation) Schlagzeug/Samples: Felix Karpf (Tokamak Reaktor / FEiLE / Blenderman) [logo radioeins 180] [logo taz 140]


Kategorie: Konzert

Mit Lorena Jaume-Palasí Algorithmen sind die kleinste Einheit von dem, was wir "Künstliche Intelligenz" (KI) nennen. Sie stehen im Mittelpunkt der aktuellen Debatte über die ethischen und sozialen Auswirkungen von KI. Die kommerzielle Nutzung von KI-basierten Diensten und Produkten wie Smartphones, Versicherungsdienstleistungen, Suchmaschinen, Online-Shopping und Social Media zieht Bedenken und Unsicherheiten nach sich über die Folgen für den Menschen. Die Manifestation der Technologie in Dienstleistungen und Produkten führt zu einer Überprüfung und Bewertung aus einer sehr individuellen Menschenrechts- und Verbraucherrechtsperspektive. Die aus der KI abgeleiteten Produkte und Dienstleistungen entsprechen jedoch nicht der Natur der KI - Künstliche Intelligenz und algorithmische Systeme verstehen Individuen nicht. Sie sind ein technologisch standardisierender und automatisierender Prozess, bei dem Menschen in feinkörnige Kollektive eingeteilt werden. Es ist die technische Herstellung einer immateriellen Infrastruktur durch Software in Bereichen, in denen diese infrastrukturelle Dimension bisher undenkbar war. Infrastruktur ist der architektonische Ausdruck der Politik einer Gesellschaft. Sie erleichtert und verteilt Macht, schafft die Voraussetzungen für gesellschaftliche Ein- und Ausgrenzung und gestaltet den gemeinsamen öffentlichen Raum. KI ist eine Technologie, die sich architektonisch und damit kollektiv auf Gesellschaften auswirkt. Das aktuelle Gespräch über Ethik und Gesetze zur Nutzung von KI konzentriert sich auf die Wahrung demokratischer Werte mit individuellen Instrumenten. Dieser reaktionäre Ansatz entspricht keiner Strategie und wird bei kollektiven Problemen nicht funktionieren. Wirklicher Widerstand impliziert Aktion statt Reaktion. Aktion bedeutet, durch die Präsentation von Alternativen zu widersprechen. Das Seminar konzentriert sich auf die Analyse technologievermittelter Machtstrukturen, um gesellschaftliche Fiktionen zu entwickeln, die sich auf das Gemeinwohl und das öffentliche Interesse unter Verwendung von KI konzentrieren. Voranmeldung erforderlich: Das dreiteilige Seminar mit Lorena Jaume-Palasí richtet sich an alle Interessierten, unabhängig von Altersgruppe, Beruf oder Studienhintergrund. Da die Kapazität leider begrenzt ist, bitten wir um ein kurzes Schreiben zu Person und Teilnahmewunsch bis einschließlich 13. Mai 2019 an schoolofdisobedience@protonmail.com. Weitere Informationen erhalten Interessierte im Anschluss direkt per Email. Lorena Jaume-Palasí ist Gründerin von The Ethical Tech Society eine gemeinnützige Organisation, die das Ziel verfolgt, Prozesse der Automatisierung und Digitalisierung zu erforschen und in Bezug auf ihre gesellschaftliche Relevanz normativ einzuordnen. Lorena forscht zur Ethik der Digitalisierung und Automatisierung. Sie befasst sich in diesem Zusammenhang auch mit rechtsphilosophischen Fragen. 2017 wurde sie von der Regierung Spaniens in dem Weisenrat zu Künstlicher Intelligenz und Datenpolitik berufen. 2018 erhielt sie für die Initiative AlgorithmWatch die Theodor Heuss Medaille „für ihren Beitrag zu einer differenzierten Betrachtung von Algorithmen und deren Wirkmechanismen“. Bild: Supertree Grove, Gardens by the Bay, Singapore. Quelle: Wikimedia Commons


Kategorie:

Jakob Augstein diskutiert mit Sophie Passmann über die aktuelle Debattenkultur, linke Utopien, Europa und alte weiße Männer Viel Lärm um nichts oder zu wenig? Stirbt die Debattenkultur? Was ist los mit dem Journalismus und dem öffentlichen Diskurs? Ist etwa das Reden und Schreiben über Dinge zu einem Ende gekommen? Fakten und Fiktion, Rechts und Links, Freiheit und Grenzen – Themen, die eine respektvolle Debatte fordern. Manchmal scheint es aber gar nicht mehr um die Sache zu gehen, sondern vielmehr darum, wer überhaupt diskutieren darf. Grundsatzfrage: Sollte man mit jedem reden? Auch mit Rechten und Diskriminierenden, mit alten weißen Männern? Unbedingt! Da sind sich Freitag-Verleger Jakob Augstein und Autorin Sophie Passmann schon einmal einig. Dass dies gewiss nicht für alle Themen gilt, wird sich an diesem Abend zeigen. Sophie Passmann ist Moderatorin und Autorin. Ihr Buch Alte Weiße Männer war ein Bestseller, sie ist Ensemble-Mitglied des Neo Magazin Royale mit Jan Böhmermann und Moderatorin bei 1LIVE. Sie schreibt monatlich die Kolumne Alles oder Nichts für das ZEIT magazin und moderiert außerdem den Fernseh-Podcast Die Schaulustigen. In der Zeit, die übrig bleibt, redet sie auf Instagram über Politik und auf Twitter zettelt sie Streit mit alten weißen Männern an. Im radioeins und Freitag Salon setzt sich der Journalist und Verleger Jakob Augstein einmal im Monat mit einem Gast an einen Tisch und redet – über das Politische in der Kultur, über die Gesellschaft und ihre Zwänge, über die Mechanismen von Öffentlichkeit und Lüge, und über das Verschwinden der Demokratie im Kapitalismus. Radio Eins sendet live. Hier verstummt die Erregungsmaschine des Internets. Der Freitag Salon ist "unplugged", wie man früher gesagt hätte. Echte Menschen reden über echte Themen und üben sich in Fähigkeiten, die rar zu werden drohen: Zeit nehmen, zuhören, verstehen, lernen. Das – unerreichte – Vorbild dieses aktuellen politischen Diskussionsformats sind die legendären Gespräche des Journalisten Günter Gaus, die im Fernsehen gezeigt wurden, als dieses noch schwarz-weiß war. [logo radioeins 180] [logo freitag 160]


Kategorie: Diskurs

Zu Ehren des 95. Geburtstages von Marshall Allen und des 105. Jahrestages der Ankunft von Sun Ra auf dem Planeten Erde. 200 Jahre Weltraum-Jubiläum! Der vielleicht größte Bandleader aller Zeiten, Sun Ra, ist leider schon 1993 auf sein Raumschiff gestiegen und hat die Erde wieder Richtung (neue) Heimat verlassen. Bis zu dem Zeitpunkt hatte die Afrofuturismus-Legende hunderte Platten mit seinem Arkestra aufgenommen. Dieses Jazz-Orchester, das als Band, Clique und Leidens- wie Glaubensgemeinschaft in die Geschichte der Musik eingegangen ist, hat seit Bestehen (in verschiedenen Konstellationen) den Jazz mitgeprägt wie kaum eine andere Kombo. Modal-, Avantgarde- und Free-Jazz gehen hier Hand in Hand.- seit Sun Ras Tod unter der Leitung des mittlerweile 95jährigen Alt-Saxophonisten Marshall Allen, der schon zu Lebzeiten auch die rechte Hand des All-Gleiter-Kapitäns war. So gilt auch im sechsten Jahrzehnt des Bestehens des Arkestras: Space is the place! [logo bytefm 100] [logo digiberlin 90] [logo taz 110]


Kategorie: Konzert

Die Choreographin und Tänzerin Ligia Lewis, vollendete kürzlich eine extensive Bühnenproduktion in drei Teilen: Sorrow Swag (2014), Minor Matter (2016) und Water Will (2018). Ihre Performer*innen springen zwischen individuellen Identitäten und Gruppenzugehörigkeiten hin und her, oder beziehen sich auf äußerliche Kräfte, wie Licht oder Wasser, die ihre Körper regulieren oder durchdringen. Im Gespräch mit dem Performance Studies- und Critical Race-Theoretiker Joshua Chambers-Letson diskutiert Lewis den konzeptuellen Hintergrund ihrer Stücke sowie deren Verwurzelung in drängenden politischen Diskursen. Gemeinsam gehen sie den Fragen von Othering, Embodiment und Solidarität als zentrale Aspekte ihrer Arbeit nach. Ligia Lewis ist Choreografin, Performerin und Tänzerin, deren Arbeiten in verschiedenen Kontexten gezeigt werden, darunter Theater und Museum. In ihren Choreografien beschäftigt sie sich mit Affekt, Empathie und Sinnlichkeit und berücksichtigt besonders die sozialen Einschreibungen des Körpers. Ihr neuestes Stück, Water Will (in Melody) für vier Performer*innen, beinhaltet Texte sowie Wasser und andere Materialien, mit denen die Performer*innen interagieren. Diese dystopische Fantasie, die mit Sprache und Vorstellungen vom "Willen" ringt, wird zu einem Raum für die Verhandlung von Begehren, Vorstellungskraft und Gefühlen eines übergreifenden Endes. Ihre frühere Arbeit minor matter (2016) für drei Tänzer*innen präsentiert einen lebendigen Sozialraum, der sich durch das Zusammenspiel von Licht, Klang und Körperlichkeit materialisiert. Ihre Arbeiten wurden weltweit gezeigt, unter anderem im HAU Hebbel am Ufer, Performance Space New York, Human Resources Los Angeles, Do Disturb Festival im Palais de Tokyo, Paris und beim ImPulsTanz, Wien. Ligia Lewis wird vom HAU Hebbel am Ufer (Berlin) vertreten und produziert. Joshua Chambers-Letson ist Schriftsteller und Theoretiker und arbeitet an der Schnittstelle von Performance, kritischer Rassentheorie und politischer Theorie. Als außerordentlicher Professor für Performance Studies an der Northwestern University ist er zudem Autor von After the Party: A Manifesto for Queer of Color Life (NYU Press, 2018) und A Race So Different: Law and Performance in Asian America (NYU Press, 2013). Derzeit beschäftigt er sich mit einem Projekt über Objektbeziehungen, Reparation und Rasse, und gemeinsam mit Tavia Nyong'o bereitet er José Esteban Muñoz' The Sense of Brown für die Veröffentlichung im Verlag Duke University Press vor. Sein wissenschaftliches Werk ist weit verbreitet und er schrieb Katalogtexte für Teching Hsiehs Ausstellung auf der Biennale 2017 in Venedig, dem Chrysler Museum/Grey Art und anderen.


Kategorie: Diskurs

Eine Opernentwicklung in Zusammenarbeit mit P14 ------------------------------------------------------------------------------------------- Die Vorstellung am 05.05.19 musste leider entfallen. Bereits gekaufte Karten können in die Vorstellungen von Drei Milliarden Schwestern am Sonntag, 12.05. um 19:30 oder Dienstag, 04.06. um 19:30 umgetauscht werden. Alternativ können die Karten auch an der Kasse der Volksbühne oder auch telefonisch sowie per E-Mail bis spätestens zum 22.05.19 zurückgegeben werden. ------------------------------------------------------------------------------------------- Hallo! Kennen Sie das Bühnenstück Drei Schwestern von Anton Tschechow? Dieser Abend ist genau wie die Drei Schwestern von Anton Tschechow, nur statt Moskau gibt es einen Kometen, der auf die Erde zurast, und nur die drei Milliarden Schwestern versuchen es vielleicht zu verhindern, wenn sie nicht schon so alt wären und immerzu traurig (Irina zum Beispiel ist schon 15). Und dann all die Leute, die ihnen ständig sagen, das versteht ihr noch nicht oder das ist nicht so einfach wie ihr denkt oder es ist ein bisschen komplizierter oder das geht nicht so einfach oder da muss ich erst mal nachfragen, ich melde mich dann bei dir, das kann ich nicht allein entscheiden oder oder oder oder. Die drei Milliarden Schwestern sehen eigentlich nichts Kompliziertes und sie haben ja Recht: Ein Komet fliegt auf die Erde und jemand muss das verhindern. Und wahrscheinlich sind das wenn dann die drei Milliarden Schwestern, die noch jung und ambitioniert sind (manche sagen auch jung und dumm!) und noch echte Schmerzen und Gefühle gegenüber der Weltpolitik und Liebe haben. Werden sie es schaffen? Dazu gibt es unverschämt traurige Musik, das Jugendsinfonieorchester am Georg-Friedrich-Händel-Gymnasium und einen Starauftritt des Sängers Dagobert. Medienpartner: RBB Kulturradio Uraufführung war am 12.10.2018. Besetzung Der Komet: [Lucia Itxaso Kühlmorgen Unzalu](https://www.volksbuehne.berlin/de/personen/4708/lucia-itxaso-kuehlmorgen-unzalu) Irina: [Vladislava Vorobiova](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/5174/vladislava-vorobiova) Mascha: [Zelal Yesilyurt](https://www.volksbuehne.berlin/de/personen/4709/zelal-yesilyurt) Olga: [Leonie Jenning](https://www.volksbuehne.berlin/de/personen/2697/leonie-jenning) Selbstmordfrau Nina Nina Werschinina: [Charlotte Brandhorst](https://www.volksbuehne.berlin/de/personen/2978/charlotte-brandhorst) Mini Nini Werschinina: [Charlotte Brandhorst](https://www.volksbuehne.berlin/de/personen/2978/charlotte-brandhorst) Astronautin Aleksandra Aleksandrawitsch Aleksandrava: [Judith Gailer](https://www.volksbuehne.berlin/de/personen/4704/judith-gailer) Weltraumärztin Vassilissa Vassilissawitsch Vassilissava: [Lilith Krause](https://www.volksbuehne.berlin/de/personen/4707/lilith-krause) Natalja: [Yasmin El Yassini](https://www.volksbuehne.berlin/de/personen/4703/yasmin-el-yassini) Njanja: [Fee Aviv Marschall](https://www.volksbuehne.berlin/de/personen/2494/fee-aviv-marschall) Erwachsene I: [Anne Tismer](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/176/anne-tismer) Erwachsener II: Dagobert Text & Regie: [Bonn Park](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/4711/bonn-park) Komposition: [Ben Roessler](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/4712/ben-roessler) Musik: [Jugendsinfonieorchester Berlin am Georg-Friedrich-Händel-Gymnasium](https://www.volksbuehne.berlin/de/personen/4710/jugendsinfonieorchester-berlin-am-georg-friedrich-haendel-gymnasium) Musikalische Leitung: [Knut Andreas](https://www.volksbuehne.berlin/de/personen/4713/knut-andreas) Musikalische Assistenz: Heike Scharffenberg Bühne & Kostüme: [Leonie Falke](https://www.volksbuehne.berlin/de/personen/4714/leonie-falke), [Laura Kirst](https://www.volksbuehne.berlin/de/personen/4715/laura-kirst) Licht: Hans-Hermann Schulze Ton: Hannes Fritsch, Jörg Wilkendorf Video: Konstantin Hapke, Jackson Ford Dramaturgie: Vanessa Unzalu Troya, Hannah Schünemann Künstlerische Produktionsleitung: Philip Decker, Sabrina Schmidt Korrepetition: Norbert Ochmann


Kategorie:

Buchpremiere Scheppernde Sounds, lautes Benehmen und schrille Mode: Das Vokabular, mit dem Zeitgenossen Mitte des 20. Jahrhunderts eine neue Jugendszene beschrieben, markiert einen Kulturbruch. Ästhetische Konflikte kulminierten in Straßenkrawallen, Polizeimaßnahmen und Zensurgesetzen. Zugleich etablierten Tourneen, Piratensender und Fanclubs grenzüberschreitend neue Inhalte. Bodo Mrozek analysiert einen Wandel, der sich in den 1950er und 1960er Jahren vollzog und die Gesellschaft prägte: Was zunächst als Jugenddelinquenz bekämpft wurde, galt zehn Jahre später als Inbegriff urbaner Kultur. Zur Buchpremiere im Roten Salon hört er gemeinsam mit Andreas Müller (Deutschlandfunk Kultur, Radio Eins) in Soundquellen hinein, sieht Polizeivideos von Rockkonzerten und spielt verbotene und zensierte Musik. Im Anschluss legt Djane Berlin Nocturne Vinyl-Schallplatten aus der Frühzeit der Popgeschichte auf. Bodo Mrozek ist Historiker. Derzeit ist er Fellow am Berlin Center for Cold War Studies des Instituts für Zeitgeschichte München – Berlin (IfZ), der Stiftung Aufarbeitung und der Humboldt-Universität zu Berlin und assoziierter Mitarbeiter des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF).


Kategorie: Lesung

Das Ministerium für Staatssicherheit hat den Überblick verloren. Die Bohème im Prenzlauer Berg macht Kunst, der zuständige Minister versteht kein Wort und wittert Hochverrat. Er gründet die Sondereinheit LSD, in der Mitarbeiter zu Künstlern ausgebildet werden. Aus Idioten werden Künstler. Sie unterwandern die subkulturelle Szene und werden Teil der Avantgarde. Aber was, wenn die künstlerisch geschulten Mitarbeiter auf einmal aufregende Kunst machen? Was ist die Kunst denn noch wert, wenn sich herausstellt, dass alle dabei waren? Mit Haußmanns Staatssicherheitstheater gräbt Leander Haußmann den „Schrebergarten der Stasi“ um, inszeniert eine Komödie über den Verrat, die große Stunde der Dilettanten, den Wert der Kunst und die Stasi als verlängerten Arm der kleinbürgerlichen Mittelmäßigkeit. Nach Hauptmanns Einsame Menschen, Plenzdorfs Legende von Paul und Paula und Ibsens Schloss Rosmersholm kehrt Leander Haußmann mit dieser Uraufführung zurück an die Volksbühne. [logo kulturradio 150] Uraufführung war am 14.12.2018.


Kategorie: Schauspiel

„Du kannst nicht nicht framen!“ - in den vergangenen Monaten wurde der Begriff „Framing“ Teil des politischen Standardvokabulars. Framing, das sei Manipulation, hieß es gerade von rechter Seite. Dass Rechtspopulist*innen selbst vielen Debatten erfolgreich ihre eigene Rahmensetzung verpasst haben - steht angeblich auf einem anderen Blatt Papier. Aber sollte es das? Sollte man als Reaktion nicht selbst großen Wert darauf legen, bewusst zu framen? Was bedeutet es überhaupt, eine Debatte auf die eine oder andere Weise zu framen? Und gilt für das Gespräch mit dem Onkel bei der Familienfeier dasselbe wie für die Debatte mit Alice Weidel in einer Talkshow? Wie wichtig ist Sprache für den politischen Willensbildungsprozess? Hilft es, manchmal auch Begriffe selbst zum Gesprächsthema zu machen, um im Alltag bessere Diskussionen zu führen? Oder machen solche Diskussionen über Sprache die Gräben nur noch tiefer? Zu diesen Fragen diskutieren Anne Wizorek, Johannes Hillje und Philipp Steffan, die Moderation übernimmt Gemina Picht. Aber das Gespräch soll sich nicht auf die Bühne beschränken. Ein neues [digitales Debattentool](https://liqd.net/de/projects/speakup/) sorgt dafür, dass diverse Meinungen aus dem Publikum gehört werden und sich alle beteiligen können. So wird das Publikum explizit eingeladen, mitzudiskutieren und eigene Beispielsituationen einzubringen.


Kategorie: Diskurs

Was ich weiß ist: Metallische Gegenstände beschädigen die Maschinen. Entfernen Sie bitte vorher sorgfältig Gürtelschnallen, Münzen, Kugelschreiber etc. aus Ihrer Wäsche. Benutzen Sie einen Wäschebeutel für besonders empfindliche Kleidung. Waschen Sie um Gottes Willen keine Cashmere-Pullis. Lassen Sie das. Hartnäckige Verschmutzung wie Blut, Rotwein oder unendlicher Dreck muss vor dem Waschgang behandelt werden. Wie das geht, weiß ich auch. Was ich nicht weiß: Woher kommt die hartnäckige Verschmutzung? Was wurde mit dem Kugelschreiber geschrieben? War die Münze für einen Durstlöscher oder für eine Schinken-Käse-Stange gedacht oder war sie gar ein Sammlerstück? Sind die schwarzen Mascara-Flecken auf dem Hemd die letzten Zeugen eines gebrochenen Herzens? Manchmal atme ich schwer und denke: Ihr seid das Spiel und ich bin der „Start Again“-Button. Hungrig warte ich darauf, gedrückt zu werden, um alles nochmal zu erleben, bis ich dann zu spät bemerke: Das ist gar nicht mein Spiel. Ich muss hierbleiben und warten. Auf die nächste schmutzige Wäsche, die nach Erlebtem riecht. Warten ist kein Erleben. Warten ist Existenz. Besetzung Mit: Gabi Bertin, Maximilian Diehle, Anna Marie Lutz, Magdalena Gräslund, Aybüke Kara, Musa Kohlschmidt, Finn Michelis, Mustafa Eren Özdilberler, Iason Stemshorn, Marieke Thiede Regie: Lily Kuhlmann Text: Leonie Carp, Gerrit Dirks, Leo Elia Jung, Lily Kuhlmann Dramaturgie: Leonie Carp, Leo Iven Dombrowski Bühnenbild: Leo Elia Jung Technische Leitung: Leander Hagen P14 Leitung: Vanessa Unzalu Troya


Kategorie: Schauspiel

Wedekinds Stück, bestehend aus den Dramen „Erdgeist“ und „Büchse der Pandora“, hat eine denkbar wechselhafte Entstehungs-, Aufführungs- und Rezeptionsgeschichte: Umschreibungen, Privataufführungen, Verbote, schließlich Überarbeitung zum Drama „Lulu“. Die Figur inspirierte zu Stumm- und Tonfilmen, der Oper von Alban Berg, einer Umsetzung von Robert Wilson mit Musik von Lou Reed, einer ersten Aufführung des Urtexts 1988 in der Regie von Peter Zadek in Hamburg. Und doch bleibt es eine Geschichte der Projektionen und Lulu das Objekt: Ein Mann schreibt, andere Männer setzen das Drama auf Spielpläne, noch mehr Männer inszenieren ihre Phantasien. Jetzt haben wir #MeToo, Harvey Weinstein ist verurteilt, der Literatur-Nobelpreis wurde ausgesetzt, toxische Männlichkeit ist in ihren brutalen und erniedrigenden Formen erkannt und wird mindestens zunehmend auch geahndet. Dann kann „Lulu“ also in den Giftschrank. Oder beschreibt Wedekind eine Unruhe und die brutale, gesellschaftliche Organisation der Unterdrückung – von der dann endlich Lulu erzählen sollte? Lilith Stangenberg kehrt als Darstellerin der Lulu an die Volksbühne zurück. [logo kulturradio 140] Besetzung Mit: Jan Bluthardt, Sandra Gerling, Waldemar Kobus, Andreas Leupold, Silvia Rieger, Sarah Maria Sander, Sylvana Seddig, Lilith Stangenberg, Theo Trebs, Moritz Carl Winklmayr Musiker*innen: Réka Csiszér, Michael Mühlhaus Regie: Stefan Pucher Bühne: Barbara Ehnes Kostüme: Annabelle Witt Licht: Kevin Sock Musik: Christopher Uhe Video: Meika Dresenkamp Dramaturgie: Florian Feigl


Kategorie: Schauspiel

Mit: Metahaven In Europa prognostizieren populistische Stimmen Bankenkrisen, nationale Schuldenkrisen, Wirtschaftskrisen und Flüchtlingskrisen.- sie werden begleitet von der ungezügelten Verbreitung von Medienbildern und reduktionistischer Symbolik, die eine Zukunft auf der Grundlage einer nationalen Vergangenheit vorhersagen, die wahrscheinlich nie existiert hat. Was diese ikonographischen Reduktionen und Ursprungsphantasien nicht erkennen, ist, dass Europa aus einer komplexen Infrastruktur besteht, die bis in die kleinsten Alltagsaspekte vordringt und unser Leben in dieser Form ermöglicht. Wie kann man sich die Identität Europas außerhalb klassischer Symbole wie Fahnen, Hymnen oder Denkmäler vorstellen? Welche Arten von Zukunftsperspektiven für Europa könnte diese Vision implizieren? Die Veranstaltung ist Teil der Langen Nacht der Ideen 2019 des Auswärtigen Amtes und wird von der Villa Aurora & Thomas Mann Haus in Zusammenarbeit mit der Volksbühne Berlin und Arch+ präsentiert. Um Anmeldung wird gebeten unter infoberlin@vatmh.org Das Auswärtige Amt und seine Partner laden Sie ein, am 06.06.19 an der vierten Langen Nacht der Ideen teilzunehmen. Die Lange Nacht der Ideen stellt in diesem Jahr unter dem Motto „Idee und Ideal – Europa“ das Thema Europa in den Mittelpunkt. Die Idee von Europa wird dabei in vielen Facetten beleuchtet. An markanten Orten der Berliner Kulturlandschaft, von der Volksbühne über die Barenboim Said Akademie bis zum Silent Green Quartier im Wedding, stellen wir Ihnen die Bandbreite der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik vor. Das komplette Programm finden Sie [hier](http://menschenbewegen.jetzt/LNDI2019).


Kategorie: Diskurs

Das unkonventionelle Spiel seiner Tuareggitarre macht Mdou Moctar zu einem der innovativsten Interpreten zeitgenössischer Musik aus der Sahara. Dabei wird er besonders für seine poetischen Eigenkompositionen gefeiert. Er gilt als ein origineller Schöpfer in einem Genre, das von Coverbands definiert wird. Seitdem Sahara-Rock zu einem der größten Musikexporte des Kontinents geworden ist, schreddert Mdou Moctar seine Gitarre mit einer unerbittlichen und frenetischen Energie. Mdou Moctar stammt aus einem kleinen Dorf im Zentralniger, in einer abgelegenen, von religiöser Tradition geprägten Region. Da weltliche Musik dort verboten war, brachte er sich selbst bei, auf einer selbstgebauten Gitarre zu spielen, die aus Holz zusammengesetzt war. Unter den Dorfjugendlichen wurde er sofort zum Star. Später überzeugten seine Lieder mit ihren Texten über Respekt, Ehre und Tradition zu seiner Überraschung auch lokale religiöse Führer. 2008 reiste Mdou nach Nigeria, um sein Debütalbum mit spacigem Autotune, Drumcomputer und Synthesizer aufzunehmen. Das Album wurde zu einem viralen Hit in den mp3-Netzwerken Westafrikas und ein Lied schaffte es auf die Compilation Music from Saharan Cellphones. 2013 veröffentlichte er Afelan, das aus field recordings von in seinem Dorf aufgenommenen Auftritten zusammengestellt wurde. Schließlich produzierte er 2017 mit Sousoume Tamachek ein Solo-Volksalbum, eine sanfte, fröhliche Aufnahme, die an ruhige Wüstenlandschaften erinnert. Ohne andere Bandmitglieder spielt er jedes Instrument auf der Platte selbst. "Ich bin ein sehr neugieriger Mensch und möchte die Tuareg-Musik weit bringen", sagt er. Ilana, 2018 in Detroit aufgenommen, ist das neueste Werk von Moctar und wird das an diesem Abend neben den Klassikern aus seinem Repertoire zu hören sein, wenn er schließlich im Rahmen von African Acid Is The Future in der intimen Atmosphäre des Grünen Salons auftritt


Kategorie: Konzert

Was ich weiß ist: Metallische Gegenstände beschädigen die Maschinen. Entfernen Sie bitte vorher sorgfältig Gürtelschnallen, Münzen, Kugelschreiber etc. aus Ihrer Wäsche. Benutzen Sie einen Wäschebeutel für besonders empfindliche Kleidung. Waschen Sie um Gottes Willen keine Cashmere-Pullis. Lassen Sie das. Hartnäckige Verschmutzung wie Blut, Rotwein oder unendlicher Dreck muss vor dem Waschgang behandelt werden. Wie das geht, weiß ich auch. Was ich nicht weiß: Woher kommt die hartnäckige Verschmutzung? Was wurde mit dem Kugelschreiber geschrieben? War die Münze für einen Durstlöscher oder für eine Schinken-Käse-Stange gedacht oder war sie gar ein Sammlerstück? Sind die schwarzen Mascara-Flecken auf dem Hemd die letzten Zeugen eines gebrochenen Herzens? Manchmal atme ich schwer und denke: Ihr seid das Spiel und ich bin der „Start Again“-Button. Hungrig warte ich darauf, gedrückt zu werden, um alles nochmal zu erleben, bis ich dann zu spät bemerke: Das ist gar nicht mein Spiel. Ich muss hierbleiben und warten. Auf die nächste schmutzige Wäsche, die nach Erlebtem riecht. Warten ist kein Erleben. Warten ist Existenz. Besetzung Mit: Gabi Bertin, Maximilian Diehle, Anna Marie Lutz, Magdalena Gräslund, Aybüke Kara, Musa Kohlschmidt, Finn Michelis, Mustafa Eren Özdilberler, Iason Stemshorn, Marieke Thiede Regie: Lily Kuhlmann Text: Leonie Carp, Gerrit Dirks, Leo Elia Jung, Lily Kuhlmann Dramaturgie: Leonie Carp, Leo Iven Dombrowski Bühnenbild: Leo Elia Jung Technische Leitung: Leander Hagen P14 Leitung: Vanessa Unzalu Troya


Kategorie: Schauspiel

In der Übersetzung von Ulrich Blumenbach Unendlicher Spaß von David Foster Wallace, 1996 in den USA erschienen, ist der Versuch, auf 1.500 Seiten die gegenwärtige Welt zu erzählen, ohne sie einer einheitlichen Deutung zu unterwerfen. „Ich will darüber schreiben“, hat Wallace sein Vorhaben charakterisiert, „wie es sich anfühlt, heute zu leben, statt davon abzulenken“. Er schreibt deshalb über Geburten und Todeskämpfe, über Schneestürme, Liebes- und Trennungsgeschichten, übertriebenen Speichelfluss, bildschöne Krankenschwestern und Vögel, die mitten im Flug einen Herzinfarkt erleiden. Wallace widmet sich seinen so tragischen wie komischen Figuren dabei mit großer Ernsthaftigkeit und einer ungeheuren Leichtigkeit zugleich. „Witze“, schreibt Wallace, „sind die Flaschenpost, mit der die Verzweifelten ihre gellendsten Hilfeschreie aussenden“. Ein Zentrum der Inszenierung bilden die drei Brüder der Familie Incandenza: Hal, Wörterbuchwunder und hochtalentierter Schüler an der Enfield Tennis Academy, sein älterer Bruder Orin, Punter beim American Football Team der Arizona Cardinals, und der körperlich schwer behinderte Mario, leidenschaftlicher Radiohörer und Filmemacher. Dazu treten Figuren wie die verschleierte Radiomoderatorin Joelle Van Dyne, Mitglied in der Liga der rüde Verunstalteten und Entstellten, und der ehemalige Dieb und medikamentensüchtige Don Gately aus dem Drogenentzugszentrum Ennet House. Wie alle Figuren stehen sie schutzlos vor ihrem Leben. Eine Produktion von Thorsten Lensing in Koproduktion mit Schauspiel Stuttgart, Schauspielhaus Zürich, Ruhrfestspiele Recklinghausen, Kampnagel Hamburg, Theater im Pumpenhaus Münster, HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, Künstlerhaus Mousonturm, Les Théâtres de la Ville de Luxembourg und SOPHIENSÆLE. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und der Stadt Münster. [logo tt 150] Besetzung Mit: Jasna Fritzi Bauer, Sebastian Blomberg, André Jung, Ursina Lardi, Heiko Pinkowski, Devid Striesow Regie und Textfassung: Thorsten Lensing Mitarbeit Regie: Benjamin Eggers-Domsky Bühne: Gordian Blumenthal und Ramun Capaul Kostüme: Anette Guther Dramaturgie: Thierry Mousset Mitarbeit Textfassung: Thierry Mousset, Dirk Pilz


Kategorie: Schauspiel

Was ist Freundschaft im Krieg wirklich wert? Die Journalistin Janina Findeisen wird 2015 auf einer Recherchereise in Syrien gekidnappt und anschließend 351 Tage gefangen gehalten. Sie war nach Syrien gereist, um ihre zum Islam konvertierte Schulfreundin zu treffen und zu verstehen, wie es zu deren Radikalisierung kam. Kurz nach dem Treffen wird sie entführt und verbringt fast ein Jahr an unterschiedlichen Orten, in wechselnde Zimmer eingesperrt, von bewaffneten Männern bewacht. In einem dieser Zimmer bringt sie ihr Kind zur Welt. Ihr Buch erzählt von 351 Tagen im Krieg, vom Überleben in Isolationshaft, den ersten Monaten mit ihrem Kind und schließlich der Befreiung. Eine Geschichte über Hoffnung, Widerstand und Liebe, Freundschaft und Verrat und die grausame Logik des Krieges. Kooperationspartner/Moderator: Christoph Dreyer, Reporter ohne Grenzen Gesprächspartner: Volkmar Kabisch, NDR


Kategorie: Lesung

Die Technologien, die wir heute als "Künstliche Intelligenz" bezeichnen, haben sich im Laufe der Zeit als viele verschiedene Dinge erwiesen. Es gab einen Zeitpunkt, da wir sie zu einer einzigen Gruppe zusammengefasst und als naiv verstanden haben. Historisch gesehen begann die Künstliche Intelligenz als philosophisches Gedankenexperiment, das mit der Zeit zu echter Technologie wurde. Wichtig ist, dass es zur KI noch immer (mehrere) Gedankenexperimente gibt, die sowohl auf bestehenden als auch noch nicht existierenden Technologien basieren. Um KI zu definieren muss man begreifen, was die beiden Begriffe "Intelligenz" bzw. "künstlich" bedeuten. Da keine zwei Kulturen diese Grundbegriffe auf die gleiche Weise verstehen, werden sie die KI selbst nicht auf die gleiche Weise verstehen. Daher muss jede globale Diskussion über die Zukunft der KI interkulturell sein. Je mehr wir verstehen, was jede Kultur unter KI versteht, desto fruchtbarer kann die gemeinschaftliche Gestaltung der KI werden. In den Großstädten, in denen wir zusammenleben, sind die Wahrnehmung der Welt durch KI und die Verarbeitung der gesammelten Informationen durch KI zwei tief verwobene Prozesse. Daher beschränkt sich die Philosophie der KI nicht auf die körperlose formale Kognition, sondern erstreckt sich von der körperlichen Empfindung bis zum Urbanismus und zurück. Die KI besteht aus Denkweisen, die spezifischen Kulturen entstammen und in Maschinen an bestimmten Orten einprogrammiert wurden, aber auch aus globalen Maschinen, die wiederum lokal spezifische Denkweisen geprägt haben. Die KI wird zeigen, dass "Denken" mehr ist als die Summe dessen, wie sich verschiedene Kulturen historisch darunter vorgestellt haben. Als Technologie wird die KI dadurch definiert, wie sie theoretisch konzipiert ist und umgekehrt. Mit der Zeit werden wohl immer mehr philosophische Untersuchungen zum Rahmen der KI angestellt werden, weil sie nicht nur eine Möglichkeit darstellt, Gedanken zu beschreiben, sondern auch zu erfinden. Während die Zukunft der KI unbestimmt ist, ist eines sicher: Sie wird uns genauso viel darüber lehren, was Denken ist, wie wir ihr beibringen werden.


Kategorie: Diskurs

In der Übersetzung von Ulrich Blumenbach Unendlicher Spaß von David Foster Wallace, 1996 in den USA erschienen, ist der Versuch, auf 1.500 Seiten die gegenwärtige Welt zu erzählen, ohne sie einer einheitlichen Deutung zu unterwerfen. „Ich will darüber schreiben“, hat Wallace sein Vorhaben charakterisiert, „wie es sich anfühlt, heute zu leben, statt davon abzulenken“. Er schreibt deshalb über Geburten und Todeskämpfe, über Schneestürme, Liebes- und Trennungsgeschichten, übertriebenen Speichelfluss, bildschöne Krankenschwestern und Vögel, die mitten im Flug einen Herzinfarkt erleiden. Wallace widmet sich seinen so tragischen wie komischen Figuren dabei mit großer Ernsthaftigkeit und einer ungeheuren Leichtigkeit zugleich. „Witze“, schreibt Wallace, „sind die Flaschenpost, mit der die Verzweifelten ihre gellendsten Hilfeschreie aussenden“. Ein Zentrum der Inszenierung bilden die drei Brüder der Familie Incandenza: Hal, Wörterbuchwunder und hochtalentierter Schüler an der Enfield Tennis Academy, sein älterer Bruder Orin, Punter beim American Football Team der Arizona Cardinals, und der körperlich schwer behinderte Mario, leidenschaftlicher Radiohörer und Filmemacher. Dazu treten Figuren wie die verschleierte Radiomoderatorin Joelle Van Dyne, Mitglied in der Liga der rüde Verunstalteten und Entstellten, und der ehemalige Dieb und medikamentensüchtige Don Gately aus dem Drogenentzugszentrum Ennet House. Wie alle Figuren stehen sie schutzlos vor ihrem Leben. Eine Produktion von Thorsten Lensing in Koproduktion mit Schauspiel Stuttgart, Schauspielhaus Zürich, Ruhrfestspiele Recklinghausen, Kampnagel Hamburg, Theater im Pumpenhaus Münster, HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, Künstlerhaus Mousonturm, Les Théâtres de la Ville de Luxembourg und SOPHIENSÆLE. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und der Stadt Münster. [logo tt 150] Besetzung Mit: Jasna Fritzi Bauer, Sebastian Blomberg, André Jung, Ursina Lardi, Heiko Pinkowski, Devid Striesow Regie und Textfassung: Thorsten Lensing Mitarbeit Regie: Benjamin Eggers-Domsky Bühne: Gordian Blumenthal und Ramun Capaul Kostüme: Anette Guther Dramaturgie: Thierry Mousset Mitarbeit Textfassung: Thierry Mousset, Dirk Pilz


Kategorie: Schauspiel

Aufgrund des großen Interesses an der vorabendlichen Veranstaltung werden wir, während Benjamin Bratton an den Vorbereitung zur chinesischen und deutschen Übersetzung seiner Essayserie "Bratton Thought" sitzt, über Schlüsseltexte und Konzepte in Brattons Arbeit der letzten Jahre diskutieren - von On Anthropolysis bis zu The Stack. Brattons Werk umfasst Philosophie, Urbanismus, Informatik und spekulative Fiktion. Er zeigt, dass die tiefe Verflechtung von Technik und Gesellschaft kein Abschluss, sondern ein kontinuierlicher Beginn ist. Technologie ist weit davon entfernt, bloßes Werkzeug oder Ausdruck menschlicher Kultur zu sein, sondern ist vielmehr von zentraler Bedeutung für das, was wir sind. Weil sie sich ändert, ändern wir uns auch. Brattons weitsichtige und manchmal konträre Perspektive, die für eine "Kopernikanische Wende" in Design und Geopolitik plädiert, untersucht, wie "Entfremdung" kritische neue Arten des Wissens und Handelns aufdecken kann.


Kategorie: Diskurs

Anfang der Nullerjahre wurde der Gonzo-Rock’n’Roll von Sedlmeir begründet und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Ähnlich wie beim Gonzo-Journalismus ist die Konvention kein Kennzeichen des Gonzo-Rock’n’Roll. Stattdessen stellt der Gonzo-Rock’n’Roller seine eigene Interpretation in den Vordergrund. Er singt radikal subjektiv, mit starken Emotionen und absichtlichen Übertreibungen. Die Grenze zwischen Realität und Fiktion kann dabei verschwimmen. Sarkasmus, Schimpfwörter, Pseudo-Fakten, Dada, Humor und Zitate werden als Stilelemente verwendet. Nach musikwissenschaftlichen Kriterien handelt es sich beim Gonzo-Rock’n’Roll nicht nur um eine Musikform, sondern um Kunst. Als Vorläufer seines Gonzo-Rock’n’Roll nennt Sedlmeir Bands wie z.B. Trio, Kraftwerk und die Ramones. Fest steht das Eine: Jede Wahrheit ist nur eine vorübergehende Wahrheit. Und ob das so stimmt, weiß letztendlich auch niemand. Michael Sailer schlägt am liebsten „Schwabinger Krawall“. Der Münchener Autor hat unter diesem Titel jahrelang für die Taz aus dem Soziotop Schwabing berichtet, wo er selbst längst eine Legende ist, fest verschmolzen mit dem „Vereinsheim“, dem Underground-Künstlertreff neben der Münchener Lach- und Schieß-Gesellschaft, wo er die wöchentliche Lesebühne „Schwabinger Schaumschläger“ ebenso liebevoll betreut wie den Tresen.


Kategorie: Lesung

Mit sieben Tänzer*innen, drei Schauspieler*innen und drei Musiker*innen erarbeiten Constanza Macras und ihr Ensemble DorkyPark ein Stück, das sich unter dem Titel Der Palast mit der Stadt Berlin beschäftigt, die als „Global City“ (Saskia Sassen) besonders von den radikalen Veränderungen der Globalisierung betroffen ist. Die Entwicklung der Mitte Berlins seit dem Mauerfall ist allseits bekannt: Leerstehende, zerrüttete Altbauten wurden von einer jungen Generation besetzt und bespielt. In den Folgejahren wurde Lebensraum knapp, die Wohn- und Lebenskosten stiegen massiv an, die einstigen Pioniere und ihre Nachfolger*innen wurden aus ihren Vierteln verdrängt. Was macht das mit der Kultur, wenn Viertel sich verändern, Geschäfte schließen und Menschen zwangsgeräumt werden? Der Palast setzt sich mit dieser Problematik auseinander, indem es einerseits die Architektur in Berlins Mitte thematisiert, andererseits Geschichte, Gegenwart und Zukunftsvorstellungen der Stadt und ihrer Bewohner*innen behandelt. Ausgangspunkt sind Bilder des preisgekrönten englischen Fotografen Tom Hunter, der als Visual Artist der Produktion im Februar u.a. in Berlin-Weißensee, Rummelsburg, Kreuzberg und in der Volksbühne fotografiert hat. Bekannt geworden ist Tom Hunter mit Porträts, die gesellschaftliche Themen im Stil der Alten Meister inszenieren. So hat er sich in seiner Serie „Persons Unknown“ intensiv mit der britischen Hausbesetzer*innen-Szene auseinandergesetzt, indem er die von Zwangsräumungen betroffenen Menschen ins Bild gesetzt hat. Seine Berliner Fotografien treffen in Der Palast auf eine ausufernde Bühnenbild-Architektur, die das globalisierte Format der Reality-TV-Shows mit Juroren und konkurrierenden Teilnehmer*innen widerspiegelt. In diesem Spannungsverhältnis möchte Der Palast neue Narrative zwischen Fiktion und Realität entwickeln. Der Soundtrack stammt von Robert Lippok und einer Live-Band. Uraufführung war am 04.04.19. Besetzung Von und mit: Adaya Berkovich, Emil Bordás, Chia-Ying Chiang, Fernanda Farah, Yuya Fujinami, Luc Guiol, Ronni Maciel, Thulani Lord Mgidi, Anne Ratte-Polle, Miki Shoji Live-Musik von und mit: Santiago Blaum, Kristina Lösche-Löwensen, Jacob Thein Regie und Choreografie: Constanza Macras Visual Artist: Tom Hunter Komposition: Robert Lippok Bühne: Alissa Kolbusch Kostüme: Roman Handt Lichtdesign: Sergio de Carvalho Pessanha Ton: Stephan Wöhrmann Dramaturgie: Carmen Mehnert Produktionsmanagement: Alisa Golomzina, Xiao Yu, Keiko Tominaga Regieassistenz: Helena Casas Eine Produktion von Constanza Macras | DorkyPark in Koproduktion mit der Volksbühne Berlin. Constanza Macras | DorkyPark wird gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.


Kategorie: Tanz

Mit sieben Tänzer*innen, drei Schauspieler*innen und drei Musiker*innen erarbeiten Constanza Macras und ihr Ensemble DorkyPark ein Stück, das sich unter dem Titel Der Palast mit der Stadt Berlin beschäftigt, die als „Global City“ (Saskia Sassen) besonders von den radikalen Veränderungen der Globalisierung betroffen ist. Die Entwicklung der Mitte Berlins seit dem Mauerfall ist allseits bekannt: Leerstehende, zerrüttete Altbauten wurden von einer jungen Generation besetzt und bespielt. In den Folgejahren wurde Lebensraum knapp, die Wohn- und Lebenskosten stiegen massiv an, die einstigen Pioniere und ihre Nachfolger*innen wurden aus ihren Vierteln verdrängt. Was macht das mit der Kultur, wenn Viertel sich verändern, Geschäfte schließen und Menschen zwangsgeräumt werden? Der Palast setzt sich mit dieser Problematik auseinander, indem es einerseits die Architektur in Berlins Mitte thematisiert, andererseits Geschichte, Gegenwart und Zukunftsvorstellungen der Stadt und ihrer Bewohner*innen behandelt. Ausgangspunkt sind Bilder des preisgekrönten englischen Fotografen Tom Hunter, der als Visual Artist der Produktion im Februar u.a. in Berlin-Weißensee, Rummelsburg, Kreuzberg und in der Volksbühne fotografiert hat. Bekannt geworden ist Tom Hunter mit Porträts, die gesellschaftliche Themen im Stil der Alten Meister inszenieren. So hat er sich in seiner Serie „Persons Unknown“ intensiv mit der britischen Hausbesetzer*innen-Szene auseinandergesetzt, indem er die von Zwangsräumungen betroffenen Menschen ins Bild gesetzt hat. Seine Berliner Fotografien treffen in Der Palast auf eine ausufernde Bühnenbild-Architektur, die das globalisierte Format der Reality-TV-Shows mit Juroren und konkurrierenden Teilnehmer*innen widerspiegelt. In diesem Spannungsverhältnis möchte Der Palast neue Narrative zwischen Fiktion und Realität entwickeln. Der Soundtrack stammt von Robert Lippok und einer Live-Band. Uraufführung war am 04.04.19. Besetzung Von und mit: Adaya Berkovich, Emil Bordás, Chia-Ying Chiang, Fernanda Farah, Yuya Fujinami, Luc Guiol, Ronni Maciel, Thulani Lord Mgidi, Anne Ratte-Polle, Miki Shoji Live-Musik von und mit: Santiago Blaum, Kristina Lösche-Löwensen, Jacob Thein Regie und Choreografie: Constanza Macras Visual Artist: Tom Hunter Komposition: Robert Lippok Bühne: Alissa Kolbusch Kostüme: Roman Handt Lichtdesign: Sergio de Carvalho Pessanha Ton: Stephan Wöhrmann Dramaturgie: Carmen Mehnert Produktionsmanagement: Alisa Golomzina, Xiao Yu, Keiko Tominaga Regieassistenz: Helena Casas Eine Produktion von Constanza Macras | DorkyPark in Koproduktion mit der Volksbühne Berlin. Constanza Macras | DorkyPark wird gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.


Kategorie: Tanz

Lafawndahs Reise zu ihrer jetzigen Inkarnation als andächtige Pop-Universalgelehrte hat sich ebenso unvorhersehbar entwickelt wie ihr Kompositionsstil.- ihre Durchquerung musikalischer und künstlerischer Milieus wurde von einer Freiheit des Klangs, einem surrealistischen Raumgefühl und einer sicheren Manipulation formaler und psychologischer Spannungen bestimmt. Ihr Debütalbum ANCESTOR BOY, das im Frühjahr 2019 über ihren eigenen Imprint CONCORDIA erscheint, ist eine überzeugende Absichtserklärung, die eine in Umfang und Intensität ungebundene Künstlerin bezeugt. Mit Hilfe der Mitreisenden Nick Weiss, Aaron David Ross und L-Vis 1990 (und mit Gastauftritten von GAIKA, Kelsey Lu, Bonnie Banane, Julie Byrne und dem unnachahmlichen Jon Hassell) entwickelt, verstärkt der Maximalismus von ANCESTOR BOY durch seinen Überfluss an Details, Gefühlen und Ideen ein häufiges lyrisches Motiv: das Gefühl, dass ein Körper und ein Leben nicht groß genug dafür sind, was man tatsächlich fühlt. 2018 war für Lafawndah voll von musikalischen Highlights und Erfolgen - darunter ein gefeierter Auftritt mit den Kollegen Tirzah, Kelsey Lu und anderen in der Londoner South Bank im Dezember, der aus ihren gefeierten HONEY COLONY Mixtapes entstand. Ihre herzzerreißende intergenerationelle Musik- und Filmkollaboration mit der japanischen Ambient-Legende Midori Takada in Le Renard Bleu (mit KENZO und Partel Oliva) findet weiterhin neue Formen, etwa mit der Produktionsperformance "Ceremonial Blue", die im April im Barbican, London, Premiere feierte. Ihr schmerzhaft schönes, selbst gedrehtes Video für JOSEPH - ein Schlaflied und eine Ode an das Neugeborenenleben, geschrieben mit Jamie Woon - hat Lafawndah als unabhängige Regisseurin mit einer einzigartigen Vision über Medien und Kunstformen hinweg hervorgebracht. [logo cosmo 160]


Kategorie: Konzert

Was ich weiß ist: Metallische Gegenstände beschädigen die Maschinen. Entfernen Sie bitte vorher sorgfältig Gürtelschnallen, Münzen, Kugelschreiber etc. aus Ihrer Wäsche. Benutzen Sie einen Wäschebeutel für besonders empfindliche Kleidung. Waschen Sie um Gottes Willen keine Cashmere-Pullis. Lassen Sie das. Hartnäckige Verschmutzung wie Blut, Rotwein oder unendlicher Dreck muss vor dem Waschgang behandelt werden. Wie das geht, weiß ich auch. Was ich nicht weiß: Woher kommt die hartnäckige Verschmutzung? Was wurde mit dem Kugelschreiber geschrieben? War die Münze für einen Durstlöscher oder für eine Schinken-Käse-Stange gedacht oder war sie gar ein Sammlerstück? Sind die schwarzen Mascara-Flecken auf dem Hemd die letzten Zeugen eines gebrochenen Herzens? Manchmal atme ich schwer und denke: Ihr seid das Spiel und ich bin der „Start Again“-Button. Hungrig warte ich darauf, gedrückt zu werden, um alles nochmal zu erleben, bis ich dann zu spät bemerke: Das ist gar nicht mein Spiel. Ich muss hierbleiben und warten. Auf die nächste schmutzige Wäsche, die nach Erlebtem riecht. Warten ist kein Erleben. Warten ist Existenz. Besetzung Mit: Gabi Bertin, Maximilian Diehle, Anna Marie Lutz, Magdalena Gräslund, Aybüke Kara, Musa Kohlschmidt, Finn Michelis, Mustafa Eren Özdilberler, Iason Stemshorn, Marieke Thiede Regie: Lily Kuhlmann Text: Leonie Carp, Gerrit Dirks, Leo Elia Jung, Lily Kuhlmann Dramaturgie: Leonie Carp, Leo Iven Dombrowski Bühnenbild: Leo Elia Jung Technische Leitung: Leander Hagen P14 Leitung: Vanessa Unzalu Troya


Kategorie: Schauspiel

Berlin schreibt die besten Geschichten. Man muss nur genau hinschauen und hinhören. Fürs Hinschauen ist Joab Nist zuständig. Er sammelt die skurrilsten und unterhaltsamsten Zettel, Notizen und Botschaften, die Menschen dieser Stadt jeden Tag hinterlassen. Und veröffentlicht sie auf seinem Blog Notes of Berlin. Sebastian Lehmann hört dagegen hin. Er schreibt mit und macht daraus Geschichten, die er bei seinen Lesebühnen oder bei radioeins vorliest. Zusammen präsentieren sie an diesem Abend die „schönsten“ Erzählungen und Botschaften der Stadt. Lesung, Power-Point, Talk. Und was ihnen sonst noch so einfällt. Joab Nist betreibt den Kultblog Notes of Berlin, eine Hommage an all die Notizen, die Berlin im Stadtbild hinterlässt. Mit über 400.000 Abonnenten/Followern einer der meistgelesen Blogs hierzulande. Regelmäßig präsentiert er die schönsten Zettel bei Live-Shows, hat drei Bücher veröffentlicht und fährt gerne mit der U8. Sebastian Lehmann ist Mitglied der Lesebühnen Lesedüne und Fuchs & Söhne. Auf rbb radioeins kann man regelmäßig seine Kolumne Elterntelefonate hören. Er hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, zuletzt: Mit deinem Bruder hatten wir ja Glück – Telefonate mit meinen Eltern.


Kategorie: Lesung

Für, gegen und wegen multipler Chauvinismen wie Orgasmen Für die heilige Julia am Kreuze – geheiligt sei dein Name, dein Reich komme nicht, dein Wille geschehe nicht, nicht im Himmel, nicht auf Erden, für die Schnecken, wegen Lohnungleichheit, für und wegen der Tretmühlen weiblichen Begehrens, für das Narrativ der frustrierten Lesben, für Burschenschaften, für Frauen über 55 (sogenannte Neutren), für Sonnenstrahlen auf kahlrasierten Häuptern, für blutige Innereien, für Festmähler, für Hildegard von Bingen, für Wetterschwankungen, für dich, sie, es, ihn, für uns. Darstellende: Viele. Viele Quotenfrauen. Weniger bis keine Quotenmänner. Es ist zu einer ewigen blauen Stunde. – Katja Brunner Uraufführung war am 23.05.19. Besetzung Mit: Elmira Bahrami, Malick Bauer, Paula Kober, Skye MacDonald, Linda Vaher Regie: [Pınar Karabulut](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/7671/) Text: [Katja Brunner](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/7672/) Bühne: [Franziska Harm](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/8404/) Kostüme: Johanna Stenzel Musik: Daniel Murena Licht: Denise Potratz Dramaturgie: Degna Martens, Hannah Schünemann


Kategorie: Schauspiel

Einlass 21:00, Beginn 22:00 Der Punk muss zurück an die Volksbühne und Kämpfe von Arbeiterinnen und Arbeitern müssen zurück an ein Arbeitertheater. In den letzten Jahren sind zahlreiche Orte in Berlins Mitte verschwunden, an denen Punkbands auftreten können. Wir wollen mit unserer Konzertreihe dem etwas entgegenstellen und Neues etablieren. Wir sind fünf Bühnenarbeiter der Volksbühne, unterstützt von vielen weiteren Kolleginnen und Kollegen des Hauses. Ab Februar wird im Roten Salon alle zwei Monate ein Punkkonzert (2 Bands, 1 DJ) von uns veranstaltet. Das Besondere: Im Zuge jedes Konzertes wird einem Arbeitskampf gedacht. Die Kämpfe liegen sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart. Viele Arbeitskämpfe sind in Vergessenheit geraten. Wir wollen an die Geschichten, die Wut und den Mut der Kolleginnen und Kollegen erinnern. Vor allem wollen wir die Geschichten überhaupt erst mal erzählen. Wir konnten dafür die Schriftstellerin Anna Tüne für uns gewinnen. Sie berät uns und arbeitet die Texte zu den von uns gewählten Arbeitskämpfen aus. Bands: The Incredible Herrengedeck & Killer Jiller DJ: Greencastle (Punk Works) Arbeitskampf: Der große britische Bergarbeiterstreik Kontakt: arbeitskaempfe@volksbuehne-berlin.de Verantwortliche: Mattias Kåks, Leander Hagen, Paul Flagmeier, Jan Krüger, Frank Meißner Redaktion/Texte Arbeitskämpfe: Anna Tüne Dramaturgie: Sabine Zielke The Incredible Herrengedeck Drei Typen, drei Akkorde, Konfetti und die Kraft der Imagination. The Incredible Herrengedeck machen noch aus der kleinsten Bühne ein Stadion-Konzert. Also Musikkabarett im Stadion. Oder Stadion-Konzert im Kabarett. Oder wie sie selber sagen: „Chanson Punk – Live in deinem Eckstadion“. Seit 2006 mischen die Jungs regelmäßig die Berliner Bühnen auf, touren durch Deutschland, die Schweiz und bis nach Kasachstan. Fehlende Details wie Lichtshow, Lautsprecherwände und Pyrotechnik denkt sich das Publikum einfach dazu. Im Gegenzug würfeln die drei Berliner mit Klavier, Kontrabass und Gitarre die Genres der letzten 100 Jahre Popgeschichte zu einem ordentlichen Stück Musik zusammen – das Fundament für ihre politisch-satirischen Texte und für jede Menge gute Laune. Mehr Infos findest du hier: http://herrengedeck.org/ [logo herr 500] Killer Jiller 2012 aus den beiden Berliner Punk Bands Fetzen und Aule! hervorgegangen, laden Killer Jiller nun seit knapp sieben Jahren zum Mithassen ein. Der selbstbezeichnete "misanthropische Kinderchor mit Schlagercharakter" ist im Hardcore-Punk zuhause und beschreibt eine klare politische Linie. Ihre 2013 erschienene Demo "Geld Macht Arm" wurde 2014 vom Plastic Bomb als "eins der besten Demos der vergangenen Jahre" beschrieben und brachte die Band bis nach London als Vorband von G.B.H. Nach einer zweijährigen Pause stehen sie nun erstmals wieder offiziell auf der Bühne. Reinhören: https://killerjiller.bandcamp.com/ [logo killjill 500] Der große britische Bergarbeiterstreik Zwischen dem 5. März 1984 und dem 4. März 1985 kam es in Großbritannien zum Show-down zwischen der konservativen Regierung Thatcher und der immer noch sehr mächtigen und kämpferischen Gewerkschaft der Bergleute (National Union of Miners, NUM). Auslöser des Streiks: zwanzig Kohlegruben sollten geschlossen und damit 20.000 Arbeiter entlassen werden. Die restlichen profitabel erscheinenden Gruben sollten privatisiert werden. Gleich zu Beginn kam es an mehreren Orten zu sehr harten Auseinandersetzungen mit zwei Toten, 1000 Verletzten und 4000 vorübergehenden Festnahmen. Die Regierung beschloss und gestaltete ihren Kampf in einer von Beginn an unbarmherzigen Aggressivität. Premierministerin Thatcher verstieg sich so weit in demagogischem Furor, die Streikenden zum „enemy within“, zum inneren Feind zu erklären. Unter diesem Motto wurde auch die polizeiliche Repression mit bürgerkriegsähnlichen Mitteln geführt. Man setzte im nordirischen Bürgerkrieg hoch erprobte Spezialeinheiten, alle staatlichen Repressionsmittel, legale und illegale, bis hin zum Geheimdienst ein. Neue Gesetze fesselten die Gewerkschaften und kriminalisierten sie, Streikkassen wurden konfisziert, Sympathiestreiks anderer Gewerkschaften wurden schlichtweg verboten und Streikposten auf eine Teilnehmerzahl von sechs reduziert. Mit brachialer Gewalt verschaffte man herbeigekarrten Streikbrechern, die man aus verarmten Bevölkerungsschichten rekrutierte und mit viel Geld köderte, Zugang zu den bestreikten Zechen. Der Streik wurde dennoch ein ganzes Jahr durchgehalten und von breiten Schichten der Bevölkerung unterstützt. Thatcher aber versprach eine „Lektion, die niemand vergessen würde“. Die meisten Medien, einschließlich der BBC, die Justiz, Banken und Verbände schlossen sich in widerlichsten verbalen, juristischen und institutionellen Übergriffen der Repression gegen die Kumpel an. Von der Zeitung The Sun stammt der Satz: „…sie sind nichts weiter als in hässlichen Zechendörfern hausender menschlicher Bodensatz…“ („Scum of the world“). Die Banken lieferten eigentlich geheime Informationen über die private finanzielle Lage der Streikenden. Diese erhielten keine Unterstützung durch Streikgelder, die familiären staatlichen Zuschüsse für bedürftige Familien wurden auf 15 Pfund/Woche reduziert. Die kämpfenden Bergleute hatten am Jahresende durchschnittlich 9000 Pfund Lohnausfall und 10.000 Pfund Schulden zu verschmerzen. Margret Thatcher ließ sich die Brechung der gewerkschaftlichen Macht drei Milliarden Pfund (!) kosten. Vom riesigen gesellschaftlichen und ökonomischen Scherbenhaufen, von den nachhallenden sozialen Traumata hat sich Großbritannien bis heute nicht erholt. Die tiefe Spaltung der britischen Gesellschaft mag man noch heute am ehesten an den Brexit-Voten erkennen. Anlässlich ihrer Beerdigung in London kehrten viele Tausende Menschen im Jahre 2013 Thatchers Trauerzug demonstrativ den Rücken zu. von Anna Tüne


Kategorie: Konzert

Bühneninspektor i.R. Achim Busch gibt in einer ca. 90-minütigen Führung Einblicke in die Geschichte des Hauses, seine Architektur und technischen Gegebenheiten. Tickets können für 4 Euro an der Theaterkasse erworben werden.


Kategorie:

Wedekinds Stück, bestehend aus den Dramen „Erdgeist“ und „Büchse der Pandora“, hat eine denkbar wechselhafte Entstehungs-, Aufführungs- und Rezeptionsgeschichte: Umschreibungen, Privataufführungen, Verbote, schließlich Überarbeitung zum Drama „Lulu“. Die Figur inspirierte zu Stumm- und Tonfilmen, der Oper von Alban Berg, einer Umsetzung von Robert Wilson mit Musik von Lou Reed, einer ersten Aufführung des Urtexts 1988 in der Regie von Peter Zadek in Hamburg. Und doch bleibt es eine Geschichte der Projektionen und Lulu das Objekt: Ein Mann schreibt, andere Männer setzen das Drama auf Spielpläne, noch mehr Männer inszenieren ihre Phantasien. Jetzt haben wir #MeToo, Harvey Weinstein ist verurteilt, der Literatur-Nobelpreis wurde ausgesetzt, toxische Männlichkeit ist in ihren brutalen und erniedrigenden Formen erkannt und wird mindestens zunehmend auch geahndet. Dann kann „Lulu“ also in den Giftschrank. Oder beschreibt Wedekind eine Unruhe und die brutale, gesellschaftliche Organisation der Unterdrückung – von der dann endlich Lulu erzählen sollte? Lilith Stangenberg kehrt als Darstellerin der Lulu an die Volksbühne zurück. [logo kulturradio 140] Besetzung Mit: Jan Bluthardt, Sandra Gerling, Waldemar Kobus, Andreas Leupold, Silvia Rieger, Sarah Maria Sander, Sylvana Seddig, Lilith Stangenberg, Theo Trebs, Moritz Carl Winklmayr Musiker*innen: Réka Csiszér, Michael Mühlhaus Regie: Stefan Pucher Bühne: Barbara Ehnes Kostüme: Annabelle Witt Licht: Kevin Sock Musik: Christopher Uhe Video: Meika Dresenkamp Dramaturgie: Florian Feigl


Kategorie: Schauspiel

Einlass 19:30 In "Campus TALKS" bringen Wissenschaftler ihre Forschung auf den Punkt. Jeder Teilnehmer hat auf der Bühne 13 Minuten Zeit sein Thema allgemeinverständlich zu erklären. Die freie Rede zählt! Diesmal verrät uns die Mikrobiologin Anja Worrich (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, Leipzig), wie wir Chemikalien sicherer für Umwelt und Geseundheit machen können. Der Philosoph Helmut Heit (Klassik Stiftung Weimar) hinterfragt, was eigentlich „ein gutes Leben“ ausmacht. Der Politikwissenschaftler Christopher Coenen (Karlsruher Institut für Technologie KIT) untersucht, wie Phantasien der Vergangenheit heutige Technikvisionen prägen. Und die Theaterwissenschaftlerin Gabriele Brandstetter (Freie Universität Berlin) erläutert ihre Forschung zur Ästhetik des Tanzes. Moderation: Stephan Karkowsky Anmeldungen zur Veranstaltung senden Sie bitte an campus@br.de mit dem Stichwort "Bitte melden Sie (x) Personen zu Campus TALKS am 13. Juni 2019 an." Genießen Sie einen Abend schwereloser Wissenschaft. Der Eintritt ist kostenlos. Die Platzzahl ist begrenzt! Anmeldeschluss: 12. Juni 2019 Auf der Internet-Seite von Campus Talks ist jeder Kurzvortrag online verfügbar – und steht auch zum Download als Audio- und Video-Podcast bereit! Die Redner: Prof. Dr. Gabriele Brandstetter, Leiterin Zentrum für Bewegungsforschung, Freie Universität Berlin Dr. Anja Worrich, Department für Umwelt- und Biotechnologie, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), Leipzig Dipl.-Pol. Christopher Coenen, Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse, Karlsruher Institut für Technologie (KIT) Prof. Dr. Helmut Heit, Leiter des Kolleg Friedrich Nietzsche, Klassik Stiftung Weimar


Kategorie:

Für, gegen und wegen multipler Chauvinismen wie Orgasmen Für die heilige Julia am Kreuze – geheiligt sei dein Name, dein Reich komme nicht, dein Wille geschehe nicht, nicht im Himmel, nicht auf Erden, für die Schnecken, wegen Lohnungleichheit, für und wegen der Tretmühlen weiblichen Begehrens, für das Narrativ der frustrierten Lesben, für Burschenschaften, für Frauen über 55 (sogenannte Neutren), für Sonnenstrahlen auf kahlrasierten Häuptern, für blutige Innereien, für Festmähler, für Hildegard von Bingen, für Wetterschwankungen, für dich, sie, es, ihn, für uns. Darstellende: Viele. Viele Quotenfrauen. Weniger bis keine Quotenmänner. Es ist zu einer ewigen blauen Stunde. – Katja Brunner Uraufführung war am 23.05.19. Besetzung Mit: Elmira Bahrami, Malick Bauer, Paula Kober, Skye MacDonald, Linda Vaher Regie: [Pınar Karabulut](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/7671/) Text: [Katja Brunner](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/7672/) Bühne: [Franziska Harm](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/8404/) Kostüme: Johanna Stenzel Musik: Daniel Murena Licht: Denise Potratz Dramaturgie: Degna Martens, Hannah Schünemann


Kategorie: Schauspiel

„Ich habe meine besten Jahre an ____________ verschwendet.“ Manchmal weiß man schon im Moment der Arbeit, dass sie Zeitverschwendung ist. Zum Beispiel, weil man ahnt, dass niemand diese ganzen Newsletter über erneuerbare Energien in der Region Hannover liest, die man jede Woche raushaut. Oder weil man an einer Rezeption sitzt, wo nie das Telefon klingelt und nie jemand vorbeikommt. Oder schlicht, weil die eigene Tätigkeit so ermüdend ist, dass man sich ständig fragt, ob das schon alles gewesen sein kann. In anderen Fällen gesteht man sich vielleicht erst im Rückblick ein, dass alles vergeblich war: Ein Romanmanuskript wird von sämtlichen Verlagen abgelehnt. Die versprochene Beförderung kam nie. Die Firma ging bankrott. Der Fördertopf war leer. Aber war deshalb wirklich alles umsonst? Und sind die arbeitsfreien Phasen überhaupt besser? Zum Ende der Spielzeit haben die Schriftsteller*innen Heike Geißler, Juan S. Guse, Enis Maci und Leif Randt für "Wasting Time 2" kompakte Präsentationen und Gesprächsbeiträge vorbereitet. Ein Abend über Arbeit und Ferien. Mit: Heike Geißler, Juan Guse, Enis Maci, Leif Randt


Kategorie: Diskurs

Support: Jenna Sutela: nimiia vibié feat. Miako Klein and Shin-Joo Morgantini xin CTM Festival freut sich, das Berliner Debüt von Holly Herndons neuer KI-AV-Chorensemble-Show anzukündigen, die ganz im Zeichen der Veröffentlichung ihres mit Spannung erwarteten dritten Albums PROTO steht. PROTO erscheint am 10. Mai auf dem Label 4AD. Für die zugehörige Live-Show bringen Herndon und ihr langjähriger Kollaborateur Mathew Dryhurst ein zeitgenössisches Ensemble aus Sänger*innen und Produzent*innen mit einer nicht-menschlichen Intelligenz zusammen, die auch am Entstehungsprozess des Albums beteiligt waren. Das Konzert am 14. Juni in der Berliner Volksbühne wird begleitet von einem von Herndon und Dryhurst zusammengestellten Programm. PROTO experimentiert mit dem traditionellen Konzertformat. Für den Konzertabend wird der große Bühnenraum der Volksbühne für das Publikum geöffnet, das auf diesem Weg dazu eingeladen ist, sich auch ganz direkt körperlich zu beteiligen und sich noch intensiver mit dem Material auseinanderzusetzen. Mit ungewöhnlichem Songwriting, das live prozessierte Stimmen, Chormusik und zeitlosen folkloristischen Gesang miteinander verwebt, erkundet PROTO neue Formen von Gemeinschaft. Die Sänger*innen wirken dabei mit Beiträgen von Spawn zusammen, einer von Mat Dryhurst und Ensemble-Programmierer Jules LaPlace entwickelten Künstlichen Intelligenz, die in einem selbstgebauten Gaming-PC untergebracht ist. Im Jahr 2018 fanden in Berlin mehrere Live-Trainingszeremonien statt, bei denen Hunderte von Menschen zusammenkamen, um Spawn in gemeinschaftlichen „Call-and-Response“-Sessions beizubringen, wie man unbekannte Geräusche identifiziert und neu interpretiert - ein zeitgemäßes Update der religiösen Versammlungen, die Herndons Kindheit in Ost-Tennessee mitgeprägten. In Anlehnung an das, was Herndon die Protokoll-Ära nennt, betrachtet sie mit PROTO die Art und Weise, wie uns die ideologischen Kämpfe um die Zukunft von Künstlicher Intelligenz, als auch um die Ausgestaltung vernetzter, persönlicher und politischer Protokolle zwingen, zu hinterfragen wer wir sind, was wir sind, wofür wir stehen und was die Zukunft für uns bereithalten mag. "Es gibt eine allgegenwärtige Erzählung von Technologie als das, was uns entmenschlicht", sagt Holly. "Wir positionieren uns im Kontrast dazu. Wir laufen nicht weg.- wir laufen darauf zu, aber zu unseren Bedingungen. Die Entscheidung, mit einem Ensemble von Menschen zu arbeiten, ist Teil unseres Protokolls. Ich will nicht in einer Welt leben, in der Menschen außerhalb der Bühne automatisiert werden. Ich möchte, dass eine KI gebildet wird, die diese Schönheit schätzt und mit ihr interagiert." Die erste Singleveröffentlichung des Albums "Eternal" wurde vor kurzem von Mary Anne Hobbs auf BBC 6 Music gelauncht und von Pitchfork als bester neuer Track ausgezeichnet. Das mit Jlin und Spawn produzierte Stück "Godmother" wurde bei NPR, der New York Times, The Guardian und vielen anderen vorgestellt. Als Support treten an diesem Abend Jenna Sutela und xin auf. Sutela, die in "Extreme Love" auf dem PROTO Album zu hören ist, arbeitet mit Worten, Klängen und anderem lebendigen Material. Ihre Installationen und Performances versuchen, prekäre soziale und materielle Momente zu identifizieren und darauf zu reagieren, oft in Bezug auf Technologie. Sie wird zusammen mit dem Kontrabassisten Miako Klein und dem Flötisten Shin-Joo Morgantini nimiia vibié spielen. Die Performance spiegelt die Sounds und Narrative maschinellen Lernens und der Kommunikation zwischen den Arten wider. xin ist ein*e polymorphe*r Produzent*in, Künstler*in, Autor*in und DJ. Compilations auf Genome 6.66Mbp, Suspension und anderen. Debüt-Solo-Veröffentlichung 2018 auf Subtext ausschließlich über unabhängige Plattformen. Die kommende LP vermischt die Sounds von Neurofunk, Hardcore und Dubstep. Das PROTO Berlin-Konzert wird im Rahmen von #bebeethoven präsentiert, einem mehrjährigen Projekt, das sich mit den radikalen Veränderungen beschäftigt, die die Musik im 21. Jahrhundert prägen. Herndon und Dryhurst gehören zu den 12 Fellows, die #bebeethoven zusammen mit sechs renommierten Partnern, darunter das CTM Festival, in ihrer künstlerischen Recherche unterstützen. #bebeethoven ist ein Projekt des PODIUM Festival Esslingen, wird von der Kulturstiftung des Bundes gefördert und gipfelt im Jahr 2020 mit einem Festivalprogramm bei BTHVN2020 in Bonn sowie in Esslingen. Die Aufnahme eines Vortrags beim CTM 2018, in dem Herndon, Dryhurst und LaPlace ihre Experimente mit Spawn diskutieren, kann auf den [SoundCloud-](https://soundcloud.com/ctm-festival/ctm-2018-training-and-being-trained-experiments-with-neural-networks-and-taxonomies-of-sound) und [Youtube](https://www.youtube.com/watch?v=r4sROgbaeOs&feature=youtu.be)-Kanälen des CTM Festivals angesehen und nachgehört werden. Weiterführende Links: [https://www.hollyherndon.com](https://www.hollyherndon.com/) [https://4ad.com](https://4ad.com/) [https://bebeethoven2020.com](https://bebeethoven2020.com/) [https://www.ctm-festival.de](http://www.ctm-festival.de/) Präsentiert von [CRACK Magazine](https://crackmagazine.net/). Die Produktion PROTO an der Volksbühne ist Teil von #bebeethoven, einem Projekt von PODIUM Esslingen im Rahmen des Beethoven-Jubiläumsprogramms BTHVN2020, gefördert von der Kulturstiftung des Bundes. Weiterhin wird #bebeethoven gefördert durch das Land Baden-Württemberg, die Baden-Württemberg Stiftung und die L-Bank. [logo holly 650]


Kategorie: Konzert

Für, gegen und wegen multipler Chauvinismen wie Orgasmen Für die heilige Julia am Kreuze – geheiligt sei dein Name, dein Reich komme nicht, dein Wille geschehe nicht, nicht im Himmel, nicht auf Erden, für die Schnecken, wegen Lohnungleichheit, für und wegen der Tretmühlen weiblichen Begehrens, für das Narrativ der frustrierten Lesben, für Burschenschaften, für Frauen über 55 (sogenannte Neutren), für Sonnenstrahlen auf kahlrasierten Häuptern, für blutige Innereien, für Festmähler, für Hildegard von Bingen, für Wetterschwankungen, für dich, sie, es, ihn, für uns. Darstellende: Viele. Viele Quotenfrauen. Weniger bis keine Quotenmänner. Es ist zu einer ewigen blauen Stunde. – Katja Brunner Uraufführung war am 23.05.19. Besetzung Mit: Elmira Bahrami, Malick Bauer, Paula Kober, Skye MacDonald, Linda Vaher Regie: [Pınar Karabulut](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/7671/) Text: [Katja Brunner](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/7672/) Bühne: [Franziska Harm](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/8404/) Kostüme: Johanna Stenzel Musik: Daniel Murena Licht: Denise Potratz Dramaturgie: Degna Martens, Hannah Schünemann


Kategorie: Schauspiel

Übernahme vom Schauspielhaus Bochum „DIE GANZE MENGE (brüllt): Volksverräter!“ – Ersetzt man bei Ibsen den Begriff „Volksfeind“ durch das Unwort des Jahres 2016, sind wir schon mittendrin im aufgeheizten Aufmarsch „besorgter Bürger“. Bei Ibsen reibt sich der rebellische Kurarzt Stockmann an einem korrupten Establishment auf, das einen Ökoskandal vertuscht. Vor der Folie der identitär-autoritär-trumpistischen Welle unserer Tage dreht der Regisseur Hermann Schmidt-Rahmer den Spieß um: WO ist hier eigentlich links? Ist Rebellion heute rechts? Die politische Provokation, die Behauptung, den unterdrückten Massen eine Stimme zu geben, Antikapitalismus und Kampf gegen neoliberales anything goes, das ganze liebgewonnene linke Gedankengut hat sich auf die Socken gemacht und sich nach rechts gestohlen. Allein gelassen mit der Macht, allenfalls entlarvt als postmoderne Wasserträger des Kapitals, steht sie da, die verhasste links-grün versiffte Elite und eine vermeintlich saturierte und auf ewig befriedete „offene“ Gesellschaft glotzt in die Fratze des Vorbürgerkriegs. In Zusammenarbeit mit der Universität der Künste Berlin Uraufführung war am 21.09.2017 am Schauspielhaus Bochum, Berlin-Premiere am 17.11.2018.


Kategorie: Schauspiel

Mit: Berliner Singakademie, Instrumentalensemble, Klaudia Zeiner (Alt), Daniel Ochoa (Bariton) Dirigent: Achim Zimmermann Sprecherin: Winnie Böwe Der bedeutende chilenische Dichter Pablo Neruda (1904-1973) begann im Jahre 1938 mit seinem groß angelegten lyrischen Epos, das er erst 1950 im mexikanischen Exil beendete. Es beschreibt die Erschaffung des lateinamerikanischen Kontinents, seiner Pflanzen- und Tierwelt, das Auftreten des Menschen, die Eroberung durch die Konquistadoren, die Versuche der Befreiung durch zahlreiche Aufstände und die Hoffnung auf Unabhängigkeit. Bis heute genießt das Werk in vielen Ländern Lateinamerikas größte Bewunderung, ja es besitzt geradezu eine identitätsstiftende Wirkung. 1971 wurde Pablo Neruda mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Die Freundschaft zwischen Neruda und Theodorakis führte dazu, dass der „Canto“ vertont wurde und eine unmittelbare Bedeutung auch für die Erlangung der Demokratie in Griechenland nach dem Ende der Militärdiktatur 1974 erlangte. Die geplante Uraufführung war für 1973 in Chile geplant, doch kam sie wegen des Militärputsches nicht zustande. So erfolgte sie erst in Teilen des Werks 1974 in Paris. Berühmt wurde schließlich die legendäre Aufführung mit Maria Farantouri als Solistin im Karaiskakis-Stadion in Athen. Die Uraufführung des gesamten „Canto“ war im April 1981 in Berlin (Ost). Musikalisch ist das Werk eine Mischung von feinster Lyrik, von fast liturgischen Passagen und einer ungeheuren dramatisch-rhythmischen Monumentalität. Es ist das meistaufgeführte Oratorium der zeitgenössischen Musik. Die Berliner Singakademie führt das Werk in seiner 1. Fassung (Flöten, Gitarren, Bass, Klaviere und Schlagzeug) auf.


Kategorie: Konzert

Zum Abschluss der ersten Reformbühnen-Saison im Roten Salon wird noch einmal groß aufgefahren. „Hauptsache nichts mit Menschen“ hieß der erste große Erfolg des Vorlesers und Poetry Slammers Paul Bokowski, und auch im Folgeband „Allein ist man weniger zusammen“ blieb der polnischstämmige Wahl-Weddinger seiner Linie treu. Früher las er regelmäßig bei den Weddinger „Brauseboys“, heute zieht er über die Bühnen des Poetry Slam in ganz Deutschland und liest solo in den großen Hallen, überall dort, wo die Menschen erfahren möchten, wie er seinem Vater am Telefon Skype beibringt oder wie es der Nachbarin mit der seltenen Erkrankung, bei der einem die Arme am Fensterrahmen festwachsen, so geht. Le-Thanh Ho ist das Kind einer vietnamesischen Flüchtlingsfamilie, lebte lange in München und fand letztlich ebenfalls im Wedding eine neue Heimat. Früher war sie die Frontfrau einer Ska-Punk-Band, dann übte sie sich im Jazz, und heute spielt sie zarte Kompositionen am Klavier. Zwischendurch studierte sie auch noch Schauspiel. Und seit ihrer ersten Plattenveröffentlichung 2014 räumt sie als Songwriterin einen Preis nach dem anderen ab.


Kategorie: Lesung

Eine Serie in vier Folgen Eine Frauenarmee, wieso eine Armee? Das klingt doch sehr männlich. Und wohin sollte uns diese Armee führen? In eine postrevolutionäre Depression? Nur das Chaos bietet uns die Möglichkeit, das Konzept aufzulösen. Ein Chaos, das ohne Richtung und Ziel ständig zerschlagen und aufgebaut wird. Eine Terrorzelle, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, jedes etablierte System zu verhindern. Wir wollen nicht ins Nihil, aber auch nicht ins Patriarchat. Wir wollen eure Geschenke nicht. It’s time to work some Vodoo. Besetzung Regie: Charlotte Brandhorst, Josefin Fischer, Leonie Jenning, Esther Roth, Isi Thiele, Marlon Weber Kamera: Christine Krammer, Nimo Wöginger Musik: Ben Engelgeer, Fee Aviv Marschall Band: Detektor S Schnitt: Gabi Bertin, Charlotte Brandhorst, Josefin Fischer, Bastian Gascho, Leonie Jenning, Esther Roth, Isi Thiele, Vanessa Unzalu Troya, Marlon Weber Licht: Leander Hagen P14 Leitung und Dramaturgie: Vanessa Unzalu Troya Folge 0: Die Séance. Zusammentreffen der J-Frauen Juno: Lucia Kolodziej Jesus: Imke Grünewald Franeia Jael: Kaya Müntz, Carla Schüddekopf Jilmer: Anne Tismer Folge I: Mission Bombe Juno: Lucia Kolodziej M-Frauen: Luzie Scheuritzel, Julian Winterstein, Marike Voss, Anaϊs Urban Erzählerin: Anaϊs Urban Wissenschaftler: Milan Herms, Luzie Scheuritzel Männer im Fernsehen: Marike Voss, Anaϊs Urban, Luzie Scheuritzel Jael: Kaya Müntz, Carla Schüddekopf Text und Regie: Charlotte Brandhorst Kamera: Nimo Wöginger Musik: Ben Engelgeer, Fee Aviv Marschall Kostüme: Zelal Yesilyurt Ton: Gabi Bertin Schnitt: Charlotte Brandhorst, Gabi Bertin Folge II: Bibliotheque Rose Jesus: Imke Grünewald Franeia Juno: Lucia Kolodziej Arbeiterinnen in der Produktion: Marlene Kommalein, Selma Schulte-Frohlinde Band: Ben Engelgeer, Ferdinand Dölberg, Esther Roth Der Geist: Heinrich Weyer Das Kind: Bille Rosalie Azadian SWW: Elfe Brandenburger Text und Regie: Isi Thiele, Josefin Fischer Kamera: Nimo Wöginger Schnitt: Isi Thiele, Josefin Fischer Ton: Charlotte Brandhorst, Esther Roth Licht: Leander Hagen Musik: Josefin Fischer, Isi Thiele, Ben Engelgeer, Heinrich Weyer Folge III: Jael: Kaya Müntz, Carla Schüddekopf Das Tribunal: Charlotte Brandhorst, Isi Thiele, Josefin Fischer Soldatinnen: Elias Geißler, Ben Engelgeer, Rahel Scharabi, Berenike Melchor, Isi Thiele, Autumn Konrad „Männer“: Caspar Unterweger, Finn Michelis, Vanessa Unzalu Troya Die göttliche Computah: Lola Grunert Regie: Esther Roth Text: Lola Grunert, Esther Roth Kostüme: Marie Luise Schumacher, Marie Greulich Ausstattung: Fanny Weil Kamera: Nimo Woginger Schnitt: Esther Roth Musik: Fee Aviv Marschall, Emil Schneider Folge IV: DIEWELTISTRUNDUNDGEHÖRTDENFRAUEN Wissensinstanz: Anne Tismer Radio: Anais Urban, Milan Herms, Fee Aviv Marshall Trillerpfeifen: Elena Beringer, Rahel Scharabi, Lilith Krause, Nathalie Seiß, Cem Kaya, zugeschaltet aus Bochum: Ann Göbel Terrorzelle: Yasmin El Yassini, Carl Hegemann, Martha von Mechow, Vanessa Unzalu Troya Coco Lympics: Raban Renatus Band Detektor S: Esther Roth, Isi Thiele, Josefin Fischer, (Fee Aviv Marshall) Regie: Marlon Weber, Leonie Jenning Text: Leonie Jenning, Marlon Weber Kostüme: Anais Urban Kamera: Christine Krammer Schnitt: Marlon Weber, Bastian Gascho Musik: Fee Aviv Marshall


Kategorie: Film/Video

Anstatt seine Ausbildung zum Atomphysiker zu beenden, wie es eigentlich der Plan des aus Moskau stammenden Kirill Richter war, fing er an, Modedesign zu studieren. Nach dem Ende des Studiums entschied er sich für eine erneute Kehrtwende und beschloss, aus seiner Liebe zur Musik einen Beruf zu machen. In erstaunlicher Geschwindigkeit stieg der 29jährige zum gefragtesten Komponisten einer sich neu entwickelnden Szene in Russland auf und kann inzwischen in einer Reihe mit Musikern wie Hauschka oder Olafur Arnalds genannt werden. Sein expressiv minimalistischer Stil bescherte ihm auch internationale Anerkennung. Nachdem er sein Debut "Chronos" in der Londoner Royal Albert Hall und in der Elbphilharmonie vorgestellt hat, ist er in einer Trio Besetzung im Roten Salon für zwei Konzerte an einem Abend zu sehen. Wahrscheinlich ist dies die letzte Chance, ihn in einem solch intimen Rahmen zu erleben. [logo sound 150]


Kategorie: Konzert

Du bist mein Lieblingsort auf der ganzen Welt, Babe! B & M sind zwei junge schöne Männer, die sich sehr gerne haben. Die Welt haben sie zwar längst vergessen, gelegentlich werden sie in die nun schon pervers langanhaltende Blutfehde zwischen den Montecchis und Cappallettis mit reingezogen. Wenn der Himmel über deinem Himmel einzustürzen droht, ist der einzige Zufluchtsort dein Baby. Denn Menschen können auch Orte sein, findet Benvolio. Ich bin eine Slut und Sluts machen slutty Sachen, aber ich liebe Dich, no Homo. Du bist der schönste Mann der Welt, sagt M und weint vor Rührung. Seine Tränen laufen an Benvolios Händen runter, dann an seinen Armen herunter und schließlich in seine Achselhöhle. B & M küssen sich, mit offenen Augen. Sie drücken sich, mit offenen Augen. Als sie einander in der würgegriffigen Umarmung über die Schultern gucken, kriegen sie trotzdem Angst. Denn beide werden von kleinen Flöckchen abbröckelnden Himmels bedeckt, welcher schmilzt und durch die Haut tief in sie hineinsickert. Bald stehen sie knietief im schlammigem Himmel. Premiere war am 07.02.2019. Besetzung Mit: Leander Dörr, Ben Engelgeer, Elias Geißler, Milan Herms, Emil Heusinger, Luis Huayna, Annh Kiet Le, Luis Krummenacher, Finn Michelis, Pepe Röpnack, Caspar Unterweger, Julian Winterstein Text und Regie: [Zelal Yesilyurt](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/1648/) Bühne: Fanni Rau Kostüm: Selma Schulte-Frohlinde, Zelal Yesilyurt Maske: Zelal Yesilyurt Dramaturgie: Charlotte Brandhorst Live-Kamera: Isi Thiele, Nimo Wöginger Video-Schnitt: Gabi Bertin, Vanessa Unzalu Troya Videoeinspieler: Lilli Naß Technische Leitung: Leander Hagen P14-Leitung: Vanessa Unzalu Troya


Kategorie: Schauspiel

Anstatt seine Ausbildung zum Atomphysiker zu beenden, wie es eigentlich der Plan des aus Moskau stammenden Kirill Richter war, fing er an, Modedesign zu studieren. Nach dem Ende des Studiums entschied er sich für eine erneute Kehrtwende und beschloss, aus seiner Liebe zur Musik einen Beruf zu machen. In erstaunlicher Geschwindigkeit stieg der 29jährige zum gefragtesten Komponisten einer sich neu entwickelnden Szene in Russland auf und kann inzwischen in einer Reihe mit Musikern wie Hauschka oder Olafur Arnalds genannt werden. Sein expressiv minimalistischer Stil bescherte ihm auch internationale Anerkennung. Nachdem er sein Debut "Chronos" in der Londoner Royal Albert Hall und in der Elbphilharmonie vorgestellt hat, ist er in einer Trio Besetzung im Roten Salon für zwei Konzerte an einem Abend zu sehen. Wahrscheinlich ist dies die letzte Chance, ihn in einem solch intimen Rahmen zu erleben. [logo sound 150]


Kategorie: Konzert

Eine Serie in vier Folgen Eine Frauenarmee, wieso eine Armee? Das klingt doch sehr männlich. Und wohin sollte uns diese Armee führen? In eine postrevolutionäre Depression? Nur das Chaos bietet uns die Möglichkeit, das Konzept aufzulösen. Ein Chaos, das ohne Richtung und Ziel ständig zerschlagen und aufgebaut wird. Eine Terrorzelle, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, jedes etablierte System zu verhindern. Wir wollen nicht ins Nihil, aber auch nicht ins Patriarchat. Wir wollen eure Geschenke nicht. It’s time to work some Vodoo. Besetzung Regie: Charlotte Brandhorst, Josefin Fischer, Leonie Jenning, Esther Roth, Isi Thiele, Marlon Weber Kamera: Christine Krammer, Nimo Wöginger Musik: Ben Engelgeer, Fee Aviv Marschall Band: Detektor S Schnitt: Gabi Bertin, Charlotte Brandhorst, Josefin Fischer, Bastian Gascho, Leonie Jenning, Esther Roth, Isi Thiele, Vanessa Unzalu Troya, Marlon Weber Licht: Leander Hagen P14 Leitung und Dramaturgie: Vanessa Unzalu Troya Folge 0: Die Séance. Zusammentreffen der J-Frauen Juno: Lucia Kolodziej Jesus: Imke Grünewald Franeia Jael: Kaya Müntz, Carla Schüddekopf Jilmer: Anne Tismer Folge I: Mission Bombe Juno: Lucia Kolodziej M-Frauen: Luzie Scheuritzel, Julian Winterstein, Marike Voss, Anaϊs Urban Erzählerin: Anaϊs Urban Wissenschaftler: Milan Herms, Luzie Scheuritzel Männer im Fernsehen: Marike Voss, Anaϊs Urban, Luzie Scheuritzel Jael: Kaya Müntz, Carla Schüddekopf Text und Regie: Charlotte Brandhorst Kamera: Nimo Wöginger Musik: Ben Engelgeer, Fee Aviv Marschall Kostüme: Zelal Yesilyurt Ton: Gabi Bertin Schnitt: Charlotte Brandhorst, Gabi Bertin Folge II: Bibliotheque Rose Jesus: Imke Grünewald Franeia Juno: Lucia Kolodziej Arbeiterinnen in der Produktion: Marlene Kommalein, Selma Schulte-Frohlinde Band: Ben Engelgeer, Ferdinand Dölberg, Esther Roth Der Geist: Heinrich Weyer Das Kind: Bille Rosalie Azadian SWW: Elfe Brandenburger Text und Regie: Isi Thiele, Josefin Fischer Kamera: Nimo Wöginger Schnitt: Isi Thiele, Josefin Fischer Ton: Charlotte Brandhorst, Esther Roth Licht: Leander Hagen Musik: Josefin Fischer, Isi Thiele, Ben Engelgeer, Heinrich Weyer Folge III: Jael: Kaya Müntz, Carla Schüddekopf Das Tribunal: Charlotte Brandhorst, Isi Thiele, Josefin Fischer Soldatinnen: Elias Geißler, Ben Engelgeer, Rahel Scharabi, Berenike Melchor, Isi Thiele, Autumn Konrad „Männer“: Caspar Unterweger, Finn Michelis, Vanessa Unzalu Troya Die göttliche Computah: Lola Grunert Regie: Esther Roth Text: Lola Grunert, Esther Roth Kostüme: Marie Luise Schumacher, Marie Greulich Ausstattung: Fanny Weil Kamera: Nimo Woginger Schnitt: Esther Roth Musik: Fee Aviv Marschall, Emil Schneider Folge IV: DIEWELTISTRUNDUNDGEHÖRTDENFRAUEN Wissensinstanz: Anne Tismer Radio: Anais Urban, Milan Herms, Fee Aviv Marshall Trillerpfeifen: Elena Beringer, Rahel Scharabi, Lilith Krause, Nathalie Seiß, Cem Kaya, zugeschaltet aus Bochum: Ann Göbel Terrorzelle: Yasmin El Yassini, Carl Hegemann, Martha von Mechow, Vanessa Unzalu Troya Coco Lympics: Raban Renatus Band Detektor S: Esther Roth, Isi Thiele, Josefin Fischer, (Fee Aviv Marshall) Regie: Marlon Weber, Leonie Jenning Text: Leonie Jenning, Marlon Weber Kostüme: Anais Urban Kamera: Christine Krammer Schnitt: Marlon Weber, Bastian Gascho Musik: Fee Aviv Marshall


Kategorie: Film/Video


Kategorie: Tanz

In einem Akt der Selbstbehauptung hat Mies van der Rohe mit den Meistern und Studierenden das Bauhaus am 20. Juli 1933 in Berlin geschlossen. Dies ist nun über 85 Jahre her. Doch je größer der Abstand zu den glücklichen, historischen Momenten des Bauhauses wird, desto mehr steigen Erwartung und Sehnsucht an seine Präsenz und Aktualität. Ist die strahlende Bauhaus-Erfindung noch am Leben oder längst zu einem zwar omnipräsenten, aber nunmehr mager gerittenen Zombie­museum mutiert? Wir wollen nach einer kritischen Inventur der Bauhaus-Ideen im Jubiläumsjahr einen Moment innehalten und ein angriffslustiges Abschiedsfest in Form einer großen, konzertanten Beerdigung feiern: Die schärfste Aktualisierung des großartigen Bauhauses setzt seine einstweilige Aufhebung als Schutz vor Allgemein­verdudelung voraus. Für einen Teil der Vorstellung werden Kopfhörer benötigt. Bitte planen Sie vor Vorstellungsbeginn genug Zeit ein um diese gegen einen Pfand von der Garderobe auszuleihen. Im Anschluss an die Vorstellungen findet am 20.06. ein Konzert mit [Alte Sau](https://www.volksbuehne.berlin/de/programm/8447/) und am 22.06. mit [Der Plan](https://www.volksbuehne.berlin/de/programm/8449/) statt. Es sind sowohl Kombitickets für Bauhaus + Konzert ([20.06.](https://ticket.volksbuehne-berlin.de/eventim.webshop/webticket/bestseatselect?eventId=18922)/[22.06.](https://ticket.volksbuehne-berlin.de/eventim.webshop/webticket/bestseatselect?eventId=18923)) sowie Einzeltickets für die Konzerte ([20.06.](https://ticket.volksbuehne-berlin.de/eventim.webshop/webticket/bestseatselect?eventId=18912&el=true)/[22.06.](https://ticket.volksbuehne-berlin.de/eventim.webshop/webticket/bestseatselect?eventId=18913&el=true)) erhältlich. Eine Kooperation zwischen projekt bauhaus und der Volksbühne Berlin. projekt bauhaus wird getragen vom ARCH+ Verein zur Förderung des Architektur- und Stadtdiskurses e.V. Gefördert im Fonds Bauhaus heute der Kulturstiftung des Bundes sowie durch die Bundeszentrale für politische Bildung und die Schering Stiftung. Besetzung Mit: Paul Herwig, Paula Kober, Anne Tismer, Corinna Scheurle, Mia von Matt, Frank Willens Musik: Schorsch Kamerun, PC Nackt, Sir Henry, Elena Kakaliagou, Nils Marquardt, Jonas Urbat, Phonoschrank, Fee Aviv Marschall P14: Mauri Bachnick, Leander Dörr, Yasmin El Yassini, Ben Engelgeer, Imke Grünewald Francia, Elena Herrmann, Simone Jahnkow, Aybüke Kara, Musa Kohlschmidt, Marlene Kommalein, Gesa Kreye, Anna Marie Lutz, Celine Meral, Natascha Merckens, Finn Michelis, Luzie Scheuritzel, Anaїs Urban, Leonie Volke UdK Berlin: Mina Buker, Ferdinand Dölberg, Milan Dölberg, Charlotte Eitelbach, Tania Elstermeyer, Laurent Garnier, Veronika Melanie Haas, Magnus Krüger, Hansol Kim, Lorenz Lauten, Merav Leibküchler, Marleijn Spekking, Ana Tomic DIE ETAGE: Lauren Fitzgerald, Karlotta Frank, Rocío Gottschalk del Pozo, Nadine Haas, Milena Nowak, Daniel Sellami, Henrike Swoboda, Evelin Uus, Tim Vandenbroeck Regie: Schorsch Kamerun Bühne: Katja Eichbaum Kostüme: Gloria Brillowska Komposition: PC Nackt, Schorsch Kamerun Dramaturgie: Elodie Evers Künstlerische Produktionsleitung: John McKiernan


Kategorie: Performance

Kombiticket [Das Bauhaus – Ein rettendes Requiem](https://www.volksbuehne.berlin/de/programm/6674/das-bauhaus-ein-rettendes-requiem) + Konzert 22 / erm. 14 € (erhältlich ab dem 02.05.) Einzelticket Konzert 14 € Jens Rachut ist Sänger, Texter, Autor und Schauspieler. Neben seinen eigenen Theaterstücken betrieb der Hamburger unzählige Bands und Projekte wie Oma Hans oder Kommando Sonne-nmilch. Auch in seinem aktuellen Projekt Alte Sau ist Rachuts sehr eigenwillige Lyrik bestimmend und durchzieht den schrägen Punk-Pop der Band.


Kategorie: Konzert

In einem Akt der Selbstbehauptung hat Mies van der Rohe mit den Meistern und Studierenden das Bauhaus am 20. Juli 1933 in Berlin geschlossen. Dies ist nun über 85 Jahre her. Doch je größer der Abstand zu den glücklichen, historischen Momenten des Bauhauses wird, desto mehr steigen Erwartung und Sehnsucht an seine Präsenz und Aktualität. Ist die strahlende Bauhaus-Erfindung noch am Leben oder längst zu einem zwar omnipräsenten, aber nunmehr mager gerittenen Zombie­museum mutiert? Wir wollen nach einer kritischen Inventur der Bauhaus-Ideen im Jubiläumsjahr einen Moment innehalten und ein angriffslustiges Abschiedsfest in Form einer großen, konzertanten Beerdigung feiern: Die schärfste Aktualisierung des großartigen Bauhauses setzt seine einstweilige Aufhebung als Schutz vor Allgemein­verdudelung voraus. Für einen Teil der Vorstellung werden Kopfhörer benötigt. Bitte planen Sie vor Vorstellungsbeginn genug Zeit ein um diese gegen einen Pfand von der Garderobe auszuleihen. Im Anschluss an die Vorstellungen findet am 20.06. ein Konzert mit [Alte Sau](https://www.volksbuehne.berlin/de/programm/8447/) und am 22.06. mit [Der Plan](https://www.volksbuehne.berlin/de/programm/8449/) statt. Es sind sowohl Kombitickets für Bauhaus + Konzert ([20.06.](https://ticket.volksbuehne-berlin.de/eventim.webshop/webticket/bestseatselect?eventId=18922)/[22.06.](https://ticket.volksbuehne-berlin.de/eventim.webshop/webticket/bestseatselect?eventId=18923)) sowie Einzeltickets für die Konzerte ([20.06.](https://ticket.volksbuehne-berlin.de/eventim.webshop/webticket/bestseatselect?eventId=18912&el=true)/[22.06.](https://ticket.volksbuehne-berlin.de/eventim.webshop/webticket/bestseatselect?eventId=18913&el=true)) erhältlich. Eine Kooperation zwischen projekt bauhaus und der Volksbühne Berlin. projekt bauhaus wird getragen vom ARCH+ Verein zur Förderung des Architektur- und Stadtdiskurses e.V. Gefördert im Fonds Bauhaus heute der Kulturstiftung des Bundes sowie durch die Bundeszentrale für politische Bildung und die Schering Stiftung. Besetzung Mit: Paul Herwig, Paula Kober, Anne Tismer, Corinna Scheurle, Mia von Matt, Frank Willens Musik: Schorsch Kamerun, PC Nackt, Sir Henry, Elena Kakaliagou, Nils Marquardt, Jonas Urbat, Phonoschrank, Fee Aviv Marschall P14: Mauri Bachnick, Leander Dörr, Yasmin El Yassini, Ben Engelgeer, Imke Grünewald Francia, Elena Herrmann, Simone Jahnkow, Aybüke Kara, Musa Kohlschmidt, Marlene Kommalein, Gesa Kreye, Anna Marie Lutz, Celine Meral, Natascha Merckens, Finn Michelis, Luzie Scheuritzel, Anaїs Urban, Leonie Volke UdK Berlin: Mina Buker, Ferdinand Dölberg, Milan Dölberg, Charlotte Eitelbach, Tania Elstermeyer, Laurent Garnier, Veronika Melanie Haas, Magnus Krüger, Hansol Kim, Lorenz Lauten, Merav Leibküchler, Marleijn Spekking, Ana Tomic DIE ETAGE: Lauren Fitzgerald, Karlotta Frank, Rocío Gottschalk del Pozo, Nadine Haas, Milena Nowak, Daniel Sellami, Henrike Swoboda, Evelin Uus, Tim Vandenbroeck Regie: Schorsch Kamerun Bühne: Katja Eichbaum Kostüme: Gloria Brillowska Komposition: PC Nackt, Schorsch Kamerun Dramaturgie: Elodie Evers Künstlerische Produktionsleitung: John McKiernan


Kategorie: Performance

In einem Akt der Selbstbehauptung hat Mies van der Rohe mit den Meistern und Studierenden das Bauhaus am 20. Juli 1933 in Berlin geschlossen. Dies ist nun über 85 Jahre her. Doch je größer der Abstand zu den glücklichen, historischen Momenten des Bauhauses wird, desto mehr steigen Erwartung und Sehnsucht an seine Präsenz und Aktualität. Ist die strahlende Bauhaus-Erfindung noch am Leben oder längst zu einem zwar omnipräsenten, aber nunmehr mager gerittenen Zombie­museum mutiert? Wir wollen nach einer kritischen Inventur der Bauhaus-Ideen im Jubiläumsjahr einen Moment innehalten und ein angriffslustiges Abschiedsfest in Form einer großen, konzertanten Beerdigung feiern: Die schärfste Aktualisierung des großartigen Bauhauses setzt seine einstweilige Aufhebung als Schutz vor Allgemein­verdudelung voraus. Für einen Teil der Vorstellung werden Kopfhörer benötigt. Bitte planen Sie vor Vorstellungsbeginn genug Zeit ein um diese gegen einen Pfand von der Garderobe auszuleihen. Im Anschluss an die Vorstellungen findet am 20.06. ein Konzert mit [Alte Sau](https://www.volksbuehne.berlin/de/programm/8447/) und am 22.06. mit [Der Plan](https://www.volksbuehne.berlin/de/programm/8449/) statt. Es sind sowohl Kombitickets für Bauhaus + Konzert ([20.06.](https://ticket.volksbuehne-berlin.de/eventim.webshop/webticket/bestseatselect?eventId=18922)/[22.06.](https://ticket.volksbuehne-berlin.de/eventim.webshop/webticket/bestseatselect?eventId=18923)) sowie Einzeltickets für die Konzerte ([20.06.](https://ticket.volksbuehne-berlin.de/eventim.webshop/webticket/bestseatselect?eventId=18912&el=true)/[22.06.](https://ticket.volksbuehne-berlin.de/eventim.webshop/webticket/bestseatselect?eventId=18913&el=true)) erhältlich. Eine Kooperation zwischen projekt bauhaus und der Volksbühne Berlin. projekt bauhaus wird getragen vom ARCH+ Verein zur Förderung des Architektur- und Stadtdiskurses e.V. Gefördert im Fonds Bauhaus heute der Kulturstiftung des Bundes sowie durch die Bundeszentrale für politische Bildung und die Schering Stiftung. Besetzung Mit: Paul Herwig, Paula Kober, Anne Tismer, Corinna Scheurle, Mia von Matt, Frank Willens Musik: Schorsch Kamerun, PC Nackt, Sir Henry, Elena Kakaliagou, Nils Marquardt, Jonas Urbat, Phonoschrank, Fee Aviv Marschall P14: Mauri Bachnick, Leander Dörr, Yasmin El Yassini, Ben Engelgeer, Imke Grünewald Francia, Elena Herrmann, Simone Jahnkow, Aybüke Kara, Musa Kohlschmidt, Marlene Kommalein, Gesa Kreye, Anna Marie Lutz, Celine Meral, Natascha Merckens, Finn Michelis, Luzie Scheuritzel, Anaїs Urban, Leonie Volke UdK Berlin: Mina Buker, Ferdinand Dölberg, Milan Dölberg, Charlotte Eitelbach, Tania Elstermeyer, Laurent Garnier, Veronika Melanie Haas, Magnus Krüger, Hansol Kim, Lorenz Lauten, Merav Leibküchler, Marleijn Spekking, Ana Tomic DIE ETAGE: Lauren Fitzgerald, Karlotta Frank, Rocío Gottschalk del Pozo, Nadine Haas, Milena Nowak, Daniel Sellami, Henrike Swoboda, Evelin Uus, Tim Vandenbroeck Regie: Schorsch Kamerun Bühne: Katja Eichbaum Kostüme: Gloria Brillowska Komposition: PC Nackt, Schorsch Kamerun Dramaturgie: Elodie Evers Künstlerische Produktionsleitung: John McKiernan


Kategorie: Performance

Kombiticket [Das Bauhaus – Ein rettendes Requiem](https://www.volksbuehne.berlin/de/programm/6674/das-bauhaus-ein-rettendes-requiem) + Konzert 22 / erm. 14 € (erhältlich ab dem 02.05.) Einzelticket Konzert 14 € Moritz R, Kurt Dahlke aka Pyrolator und Frank Fenstermacher haben sich nach 25 Jahren im Studio getroffen und ein neues Album aufgenommen. Der trotzige Titel lautet Unkapitulierbar (2017, Ata Tak) und soll sowohl Kontinuität als auch Ungebrochenheit signalisieren. Keine Selbstverständlichkeiten, nachdem die drei Musiker ein Vierteljahrhundert eigene Wege gegangen sind. Die Band trug im Laufe der letzten Jahre entstandene Skizzen, Fragmente und Ideen zusammen und produzierte in Pyrolators Ata Tak Studio Berlin innerhalb von drei Wochen Unkapitulierbar. Für die später Hinzugekommenen: ohne Übertreibung kann man behaupten, dass Der Plan eine der, wenn nicht die wirkmächtigste deutsche Band der musikalischen Aufbruchszeit am Anfang der 80er Jahre war. Vielleicht ist sie es sogar noch? Der Plan war immer mehr als eine Band: eine Art dreiköpfiger Renaissance-Mensch, dem visuelle Kunst ebenso wichtig war wie die Musik. Ihre elektronischen Pop-Experimente ließen sich nie in eine Schublade pressen und wirken auch heute noch zeitlos frisch.


Kategorie: Konzert


Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:01.06.19
© Fotos der Vorstellungen: [+][-]
Im Fadenkreuz. Die T-HOUSE-TOUR #8 von Novoflot Performing Arts Festival Berlin(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) Lulu(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) Holger Brüns: Vierzehn Tage – Sommernovelle(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) Noam Brusilovsky: Der Tod des Iwan Iljitsch – Sterben in Bern(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) Reformbühne Heim & Welt Mit: Moritz Hürtgen & Danny Dziuk(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) They called her Nico Christin Nichols & Entourage Noir(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) School of Disobedience: Artificial Intelligence for the Common Good #4(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) 2 um 8: Der radioeins und Freitag Salon Jakob Augstein im Gespräch mit Sophie Passmann(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) SUN RA ARKESTRA presents Marshall Allen’s 95th Birthday Celebration Tour(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) ASSEMBLE: Ligia Lewis in Conversation with Joshua Chambers-Letson(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) Drei Milliarden Schwestern(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) Bodo Mrozek: Jugend – Pop – Kultur. Eine transnationale Geschichte(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) Haußmanns Staatssicherheitstheater(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) „Sag was!“ – Framing bei Gesprächen im Alltag Veranstaltet von Tadel verpflichtet! e. V. und Diskursiv(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) Single Treff. Eine Stückentwicklung(/) Armen Avanessian & Enemies #58: Infrastructure Europe(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) African Acid Is The Future: Mdou Moctar(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) Unendlicher Spaß(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) Janina Findeisen: Mein Zimmer im Haus des Krieges. 351 Tage gefangen in Syrien(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) Armen Avanessian & Enemies #59: Benjamin Bratton: The Artificial(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) Armen Avanessian & Enemies #59b: Bratton Thought(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) Reformbühne Heim & Welt Mit: Sedlmeir, Michael Sailer(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) Der Palast(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) Lafawndah(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) „Berlin, Alter“. Notizen der Großstadt mit Joab Nist von Notes of Berlin und Sebastian Lehmann(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) Die Hand ist ein einsamer Jäger(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) Vergessene Arbeitskämpfe – Ein Punk-Abend Mit: The Incredible Herrengedeck & Killer Jiller(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) Theaterführung mit Achim Busch(/) Campus TALKS(/) Armen Avanessian & Enemies #60: Wasting Time 2: Arbeit und Ferien(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) Holly Herndon: Proto(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) Volksverräter!!(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) Canto General(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) Reformbühne Heim & Welt Mit: Paul Bokowski & Le-Thanh Ho(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) P14 on Screen(/) Kirill Richter(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) Benvolio + Mercutio(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) Tangonacht(/) Das Bauhaus – Ein rettendes Requiem(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) Alte Sau(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin) Der Plan(2017 Volksbühne Berlin/2017 Volksbühne Berlin)

...nach oben - ...Seite zurück - ...zur Startseite