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Spielplan für Juni 2019

Geboren 1890 in Crossen an der Oder, gestorben 1928 schrieb sich Alfred Henschke - genannt KLABUND - in seiner Zeit in die erste Reihe deutscher Literaten. Freunde waren Frank Wedekind und Gottfried Benn, Brecht nahm Klabunds "Kreidekreis" zur Vorlage seiner Interpretation, mit Bloch und Hesse war er bekannt. Das Kabarett "Schall und Rauch" wurde eine künstlerische Heimat.


Kategorie: Szenische Lesung

Eine Wanderung auf Fontanes Spuren durch die Mitte der Stadt mit Dieter Kirchhof und anschließender Vorstellung Fontane: Alles Unsinn! Die Frage bleibt! mit Gabriele Streichhahn, Jens-Uwe Bogadtke, Carl Martin Spengler und Ute Falkenau am Klavier Treffpunkt: 14.00 Niederwallstraße 12


Kategorie: Führung

Eine Wanderung auf Fontanes Spuren durch die Mitte der Stadt mit Dieter Kirchhof und anschließender Vorstellung Fontane: Alles Unsinn! Die Frage bleibt! mit Gabriele Streichhahn, Jens-Uwe Bogadtke, Carl Martin Spengler und Ute Falkenau am Klavier Treffpunkt: 14.00 Niederwallstraße 12


Kategorie: Führung

Oh, dies Berliner Publikum! Sehen Sie, in der ganzen Welt geht der Mensch ins Theater, um seine Freude daran zu haben. Nur der Berliner geht ins Theater, um diese Freude nicht zu haben, und diese Nichtfreude ist seine einzige Freude. Auf diese Freude wartet er, und deshalb setzt er sich ins Parkett, nicht als ein dankbarer Zuschauer, sondern wie ein Sonntagsschütze, der sich in eine Sandkuhle legt, um einen armen Hasen abzuwarten. Der Hase aber, auf den er wartet, ist der Fehler oder auch bloß der anscheinende Fehler, den der arme Schauspieler da oben machen soll. Weh ihm, wenn er ihn nicht macht, dann ist er vollends verloren. Aber Gott sei Dank, der Fall tritt nicht ein. Jetzt steckt der Hase den Kopf raus, der Fehler ist da, und nun knallt es los. Das ist das, was der Berliner sein Theatervergnügen nennt. Theodor Fontane ist nicht einfach nur ein wunderbarer Autor, er war auch ein Vielschreiber! Und so findet man bei ihm Interessantes für fast jeden Geschmack und jede Lebenslage: Romane, Briefe, Gedichte, Tagebücher, die "Wanderungen" und für uns sind z.B. seine Theaterkritiken eine sachlich genaue Schilderung der Theaterwelt am Ende des 19. Jahrhunderts. Ein Vergnügen über kleine Gemeinheiten, den damaligen Kollegen gegenüber ...


Kategorie: Schauspiel

Rilkes Roman spielt in der Kulisse der Großstadt, in Paris, Anfang des 20. Jahrhunderts. Es ist die Geschichte eines jungen Mannes, der - nach dem frühen Tod der Mutter und dem späteren des Vaters - als letzter Spross eines mit ihm nun aussterbenden Adelsgeschlechtes versucht, in Paris als Dichter zu leben. Dort dringt eine überwältigende Großstadtwirklichkeit auf ihn ein, die ihn zwar in tiefste Daseinsangst versetzt, ihn aber auch die "Innenseite der Dinge" erfühlen und erfahren lässt. Aus dem eigenen Inneren drängt sich dabei Unerkanntes und Verlorenes aus ungeborgener Kindheit hervor, verknüpft sich mit Vergangenheit und mündet schließlich in eine Legende: in die Geschichte des verlorenen Sohnes als die "Legende dessen, der nicht geliebt werden wollte". Geheimnisvoll umkreist Malte ein verborgenes Zentrum, dem er sich nicht zu nähern vermag. Er ringt darum - in seiner Virtuosität nicht ohne Komik - das Unsagbare in Worte zu fassen. Denn alle Zeichen kündigen es an, alles strebt darauf hin: auf das Gleiten, das Stürzen, das Fallen ins Bodenlose einer von ihm nicht mehr durchschaubaren Welt. Die Inszenierung wurde nach ihrer Zürcher Premiere erfolgreich als Gastspiel im In- und Ausland gespielt (u.a. Theater im Palais, Berlin, Staatsschauspiel Nürnberg, Atelier Marcel Hastir, Brüssel)


Kategorie: Schauspiel

Fontane ist ein großer, unnachahmlicher Geschichtenerzähler: filigran genau, sinnlich und unsentimental. Epische Werke haben den Vorzug, die Geschichten um ihre Helden äußerst vielschichtig zu erzählen. Das macht den Reiz aus, sie für das Theater zu gewinnen. EFFI BRIEST war die erste Adaption eines Fontane-Romans von Barbara Abend für unser Theater, der weitere folgten bis wir Theodor Fontane - nicht ganz ernst - unseren "Hausautor" nannten. EFFI BRIEST, in der Regie von Barbara Abend, erlebte in der Besetzung Streichhahn, van de Kamp, Bogadtke, Spengler, Krtschil (p) 14 Spielzeiten und 172 Vorstellungen. In der Reihe "Fontane NachLESEN" stellen wir Ihnen im laufenden Fontane-Jubiläumsjahr unsere Bühnenadaptionen erneut als szenische Lesungen vor.


Kategorie: Szenische Lesung

Gesungen werden altbekannte Berliner Lieder und Couplets. Da fließt durch Berlin immer noch die Spree, auch wenn ein Mann immer Angst hat, daß der Überzieher weg ist. Aber in fuffzich Jahren is allet vorbei! Gabriele Streichhahn, Jens-Uwe Bogadtke und Carl Martin Spengler können ihrem komödiantischen Affen ordentlich Zucker geben. Sie tun es mit einem Riesenspaß und schaffen es im Handumdrehen, die Zuschauer wie in einen leichten Sektrausch zu versetzen.


Kategorie: Schauspiel

Friedrich Otto August Pfützenreuter verließ Ende des 19. Jahrhunderts den für ihn bestimmten Bürostuhl in Gardelegen in der Altmark, um die Bretter dieser Welt zu erobern. Mit einem Kopf voller Reime und der Sehnsucht nach großen Tragödien erreichte er auf Umwegen Berlin, wo das Herz der Welt zu schlagen schien. In den ersten Jahrzehnten des neuen Jahrhunderts, in der aus allen Fugen platzenden Stadt voller Paradeschritte, Marschmusik, Kriegsgeschrei, den grauen Folgen und den „goldenen Zwanzigern“ stand er, Otto Reutter – mit tt – mit großen runden Augen lächelnd auf der Bühne und wusste, was sein Publikum bewegte, denn es bewegte auch ihn. Die Polizei setzte bei „verdächtigen“ Pointen den Rotstift an und saß mit spitzen Ohren im Zuschauerraum. Und Reutter – er hustete! Er hustete die gestrichenen Takte! Und der ganze Saal hustete im Takt mit. Die Berliner husteten ihrem Zensor was! Und Reutter lächelte unschuldig: "Musste husten, huste! Wat de mußt, det mußte"! Er sang von Alltagsgeschichten, von kleinen Übeln und großen Dummheiten, er sang vor allem den Menschen aus dem Herzen. Sie liebten ihn dafür und für seinen Mut zum Galgenhumor.


Kategorie: Schauspiel

Er war einer der erfolgreichsten Komponisten der "Silbernen Operettenära", dessen Karriere durch die Machtergreifung der Nazis jäh unterbrochen wurde. Dieser Abend möchte an den ton- und wortgewaltigen, heiteren aber auch scharfzüngigen Ralph Benatzky erinnern.


Kategorie: Lesung

"Na, nu erzähl'n Se mal, Ihnen wird viel wohler sein, wenn Se sich ausjesprochen haben." So begann die unumstrittene Nummer 1 der Kriminalkommissare in den 20er und 30er Jahren in Berlin seine Verhöre und die Lösung seiner Fälle: Ernst Gennat, genannt der Dicke oder der Buddha vom Alexanderplatz. Ein Original, dem Essen und Kombinieren gleichermaßen Genuss bereitete. Seine Ermittlungsmethoden waren völlig neu. Er feilte an einer bis dahin nicht erreichten technischen Genauigkeit bei der Tatortbegehung. Sein "Mordauto", eine große schwarze Limousine mit allen nötigen Geräten, Chemikalien, Behältnissen zur Spurensicherung, war so legendär in Berlin wie er selbst. Interessierte kamen aus aller Welt, und er teilte seine Erfahrungen kollegial. Zum Erfahrungsaustausch kam Charles Chaplin aus den USA. Der Filmemacher Fritz Lang recherchierte für seinen Film "M - Eine Stadt sucht ihren Mörder" und Gennat diente der Figur des von den Ganoven hochgeschätzten Kommissars als Vorbild. Seine Person wurde die Hauptfigur der ersten Krimis des Journalisten Hans G. Bentz. Heute führt der Autor Volker Kutscher mit seinen Krimis über die Mordkommission Berlin die Bestseller-Listen an, die unter dem Titel "Berlin Babylon" von Tom Tykwer, Achim von Borries und Henk Hanloegten verfilmt wurden.


Kategorie: Dokumentarisches Theater

Der Mann kannte sein Berlin. Hier geboren und aufgewachsen wurde Tucholsky zur berühmtesten Stimme der Zwanziger Jahre. Mal spöttisch, mal sentimental, mal bissig beschreibt er den Berliner Alltag. Mit Charme und Witz die Berliner Gesellschaft. Die Lebensumstände oft mit Berliner Schnauze. Seiner Geburtsstadt verdanke er alles, sagte Tucholsky. Wo, wenn nicht hier, liegen die Themen für ihn auf der Straße? Einiges davon ist heute noch erstaunlich aktuell...


Kategorie: Schauspiel

Wenn wir über die Straße gehn, und der dummste Mensch ruft uns zu: alter Schafskopf! so ärgern wir uns.- unser gutes Gewissen, dass wir zu den klügsten Leuten der Christenheit zählen, ist nicht mächtig genug, uns diesen Ärger zu ersparen (Theodor Fontane)


Kategorie: Schauspiel

Eine Berliner Destille im heutigen Osten der schönen deutschen Hauptstadt. Beim Gastwirt Werner, in seiner geliebten Kneipe, holen sich die Leute aus dem Kiez Rat, Zuspruch, Erleichterung und die nötige Bettschwere. Ihre Schwierigkeiten mit sich selbst und den Zeichen der Zeit sind komisch und berührend und werden mit dem nötigen Ernst und voller Lachen erzählt.


Kategorie: Schauspiel

Wenn wir über die Straße gehn, und der dummste Mensch ruft uns zu: alter Schafskopf! so ärgern wir uns.- unser gutes Gewissen, dass wir zu den klügsten Leuten der Christenheit zählen, ist nicht mächtig genug, uns diesen Ärger zu ersparen (Theodor Fontane)


Kategorie: Schauspiel

Warum empfinden wir Erich Kästner stets als Zeitgenossen, seine Texte als aktuell, wo er doch seit 1974 nichts mehr erzählt? Fast scheint Kästner zeitlos zu sein. Im zweiten Abend mit seinen - unseren - Berliner Geschichten entdecken wir ihn und uns wieder. Albernheiten, Originales und Originelles. Kästners Texte passen erstaunlich zu aktuellen Gedanken zur Zeit, sodass wir uns fragen, ob diese erst heute oder doch gestern formuliert wurden – von ihm, dem großen Berliner Geschichtenerzähler. Erich Kästner lebte von 1927 bis 1945 in Berlin Wilmersdorf und Charlottenburg. Die Berliner Jahre gelten als die produktivste Zeit Kästners, in der er zu einem der bedeutendsten Intellektuellen der Stadt avancierte. „Emil und die Detektive“, „Pünktchen und Anton“ und der Berlin-Roman „Fabian“ entstammen der Berliner Zeit Kästners und erfreuen sich bis heute großer Beliebtheit.


Kategorie: Szenische Lesung

Geboren 1890 in Crossen an der Oder, gestorben 1928 schrieb sich Alfred Henschke - genannt KLABUND - in seiner Zeit in die erste Reihe deutscher Literaten. Freunde waren Frank Wedekind und Gottfried Benn, Brecht nahm Klabunds "Kreidekreis" zur Vorlage seiner Interpretation, mit Bloch und Hesse war er bekannt. Das Kabarett "Schall und Rauch" wurde eine künstlerische Heimat.


Kategorie: Szenische Lesung


Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:01.06.19
© Fotos der Vorstellungen: [+][-]
Ick baumle mit de Beene.(Promo/) Er ist ein Berliner, das sagt alles(Promo/) FONTANE. ALLES UNSINN! DIE FRAGE BLEIBT!(Promo/) BONJOUR PARIS!(Promo/) EFFI BRIEST(Promo/) Hinterm Ofen sitzt ne Maus(Theater im Palais/Theater im Palais) Otto Reutter. Und so komm'n wir aus der Freude gar nicht raus(Promo/) Ralph Benatzky - Viel mehr als nur das "Weiße Rössl"(Promo/) DER BUDDHA VOM ALEXANDERPLATZ(Promo/) KURT TUCHOLSKY. AFFENKÄFIG BERLIN(Promo/) Gelacht, geweint: FONTANE(Promo/) Gott ist zu langsam(Promo/) Kästner: Das Glück ist keine Dauerwurst(Promo/)

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