RADIALSYSTEM.V. - Das Programm für den Monat Juni
 www.berlinchecker.de



Anzeige



Spielplan für Juni 2018

Das Spiel geht weiter: Nach dem unklaren Terrain, der Andeutung einer Inselwelt und dem Laborieren mit Distanz und Nähe im ersten Teil der Konzertreihe des Solistenensemble Kaleidoskop spielt FORT/DA II mit der unmittelbaren Emotionalität eines Popsongs, Verdis Greatest Hits und einer stotternden Reflexion über die Regression des Hörens. Der kritische Text von Theodor W. Adorno ist Ausgangspunkt für einen diskursiven Abend der Musikerinnen und Performerinnen des Ensembles mit dem Theaterkollektiv copy & waste, namentlich Silke Bauer, der für Opern-, Theater-, Festival- und Filmproduktionen gefragten Bühnenbildnerin, und dem Mitgründer und Regisseur der Künstlergruppe, Steffen Klewar. Es geht um falschen Geschmack, gute Ausdrucksformen und die richtige Wahl des musikalischen Genres inner- und außerhalb der eigenen soziokulturellen Wahrnehmung. Klingt kompliziert, ist es auch. Die Musikerinnen und Darstellerinnen gestalten vielseitig-mehrspurige und schiefe Ebenen, um möglichen Echos und Bedeutungen des Textes zuzuhören und ihn gleichzeitig mit Neuer Musik, Popliedern und italienischen Opernarien zu übertönen. Lesen. Hören. Singen. Spielen, spielen, spielen. Kaleidoskop goes romantic - und das gleich in Reihe! Also dann: keine Fragen stellen und spielen, spielen, spielen. Franz Schubert, Sebastian Claren, César Franck, Philip Glass, Giacinto Scelsi, Theodor W. Adorno und Guiseppe Verdi treffen in der dreiteiligen Konzertreihe auf Philipp Enders, copy & waste und Rashad Becker. Das Radialsystem wird zum Spielplatz, auf dem gezischt, gestottert, gekratzt und in feinsten Streichersounds geschwelgt wird. Vor allem und in allem aber geht es um die Musik und ihre sinnliche, fragile, komplexe, berührende Weiterführung unserer Gedanken ins Unsagbare. Das Solistenensemble Kaleidoskop wurde 2006 von Michael Rauter und Julian Kuerti gegründet. Im Laufe der Jahre hat sich das Ensemble unter der künstlerischen Leitung von Michael Rauter und Daniella Strasfogel stetig gewandelt und immer wieder innovative Formen der Musikvermittlung erprobt. Seit 2015 ist Tilman Kanitz künstlerischer Leiter. In Zusammenarbeit mit Künstlern aus anderen Genres sucht Kaleidoskop nach neuen Aufführungsformen.- die Musiker werden dabei auch selbst zu Performern und Darstellern. Das Repertoire reicht vom Frühbarock bis zur aktuellen Musik, auch eigene Musikkonzepte werden entworfen. Kaleidoskop arbeitet eng mit dem Radialsystem in Berlin zusammen und ist zu Gast bei renommierten Festivals wie dem Kunstfest Weimar, den Kunst-FestSpielen Herrenhausen, dem Sydney Festival oder den Donaueschinger Musiktagen und war Ensemble in Residence bei den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker und dem Klarafestival in Belgien. Das Ensemble spielt an Häusern wie dem Concertgebouw Brügge, Harpa in Reykjavík, Hellerau - Europäisches Zentrum der Künste Dresden oder Kampnagel Hamburg, dem Berghain und der Philharmonie. Im Laufe des künstlerischen Engagements hat das Solistenensemble mit Künstlern wie Sasha Waltz, Sabrina Hölzer, Jennifer Walshe, Georg Nussbaumer, Laurent Chétouane, Ludger Engels, Sebastian Claren, der Band Mouse on Mars und Thomas Mahmoud zusammengearbeitet. Das Ensemble erhält 2017 bis 2019 eine Förderung durch die Kulturverwaltung des Landes Berlin. Steffen Klewar, Regisseur, studierte Komparatistik und Theaterwissenschaft in Bochum und anschließend Schauspiel an der Universität der Künste (UdK) Berlin. Zusammen mit dem Autor Jörg Albrecht gründete er 2007 das Theaterkollektiv copy & waste, mit dem er als Regisseur und künstlerischer Leiter seither zahlreiche Projekte realisierte. Inszenierungen u. a. am Maxim Gorki Theater Berlin, Schauspiel Leipzig, Hebbel am Ufer HAU Berlin, Theater Chemnitz, Theater Oberhausen, Ringlokschuppen Mülheim, Steirischer Herbst Graz, Sophiensaele Berlin, Favoriten Festival, Ballhaus Ost und anderen Häusern.- sowie Arbeiten sehr unterschiedlicher Formate im Stadtraum, in Industriehallen, innerstädtischem Leerstand oder auf dem Land, wie z. B. interaktive Installationen oder Audio-Parcours. Zudem ist Steffen Klewar regelmäßig als Dozent für Schauspiel an der Hochschule für Musik und am Theater Rostock tätig, wirkte als Schauspieler bei zahlreichen Theater- und Filmproduktionen mit und arbeitete als Sprecher u. a. für den Bayerischen Rundfunk, Deutschlandradio und den rbb. Silke Bauer, Jahrgang 1982, absolvierte eine Lehre als Bühnenplastikerin an der Deutschen Oper Berlin, die sie mit Auszeichnung als Bundesbeste im Jahr 2006 abschloss. Es folgte ein Bühnenbild-Studium an der Universität der Künste Berlin bei Hartmut Meyer. Während des Studiums entwickelte sie vielfach Bühnen- und Kostümbilder für Schauspiel- sowie Performance-Projekte, mehrfach am Theaterdiscounter Berlin, wo sie seit 2007 Ensemblemitglied ist. Sie wirkte mehrfach in Theater- und Opernproduktionen mit, u. a. von Rimini Protokoll, dem Bühnenbildner Christoph Hetzer, dem Regisseur Achim Lenz, dem Regisseur und Bühnenbildner Marco A. Marelli sowie der Regisseurin Beate Baron. Sie arbeitete u. a. an der Deutschen Oper Berlin, dem Hebbel am Ufer Berlin, dem Deutschen Theater Göttingen, dem Staatstheater Darmstadt, der Hamburgischen Staatsoper, der Wiener Staatsoper, dem Schauspielhaus Wien, der Oper Graz, den Bregenzer Festspielen, dem Theater Chur, dem Schlachthaus Bern und beim Festival d'Avignon. Darüber hinaus ist sie regelmäßig im Studio Babelsberg als Set Dresser und Standby Prop für diverse Filmproduktionen tätig, unter anderem bei "Inglourious Basterds", "Homeland" und "The Monuments Men". In der Spielzeit 2016/17 entwarf sie am Schauspiel Leipzig die Bühne und Kostüme der Uraufführung von Till Müller-Klugs "Der Minusmensch" in der Regie von Steffen Klewar. Mit dem Regisseur Steffen Klewar arbeitete sie bereits in diversen Uraufführungen zusammen, u. a. für Jörg Albrechts "My love was a ghost. And your love, your love was leaving this rotten town" am Schauspiel Leipzig und am Staatstheater Darmstadt, an dem sie gerade für die Theaterproduktion "Indien" die Ausstattung entwarf. Zusätzlich wirkte sie an diversen Theaterproduktionen des Theaterkollektivs copy & waste von Jörg Albrecht und Steffen Klewar mit.


Kategorie: Performance

Das Spiel geht weiter: Nach dem unklaren Terrain, der Andeutung einer Inselwelt und dem Laborieren mit Distanz und Nähe im ersten Teil der Konzertreihe des Solistenensemble Kaleidoskop spielt FORT/DA II mit der unmittelbaren Emotionalität eines Popsongs, Verdis Greatest Hits und einer stotternden Reflexion über die Regression des Hörens. Der kritische Text von Theodor W. Adorno ist Ausgangspunkt für einen diskursiven Abend der Musikerinnen und Performerinnen des Ensembles mit dem Theaterkollektiv copy & waste, namentlich Silke Bauer, der für Opern-, Theater-, Festival- und Filmproduktionen gefragten Bühnenbildnerin, und dem Mitgründer und Regisseur der Künstlergruppe, Steffen Klewar. Es geht um falschen Geschmack, gute Ausdrucksformen und die richtige Wahl des musikalischen Genres inner- und außerhalb der eigenen soziokulturellen Wahrnehmung. Klingt kompliziert, ist es auch. Die Musikerinnen und Darstellerinnen gestalten vielseitig-mehrspurige und schiefe Ebenen, um möglichen Echos und Bedeutungen des Textes zuzuhören und ihn gleichzeitig mit Neuer Musik, Popliedern und italienischen Opernarien zu übertönen. Lesen. Hören. Singen. Spielen, spielen, spielen. Kaleidoskop goes romantic - und das gleich in Reihe! Also dann: keine Fragen stellen und spielen, spielen, spielen. Franz Schubert, Sebastian Claren, César Franck, Philip Glass, Giacinto Scelsi, Theodor W. Adorno und Guiseppe Verdi treffen in der dreiteiligen Konzertreihe auf Philipp Enders, copy & waste und Rashad Becker. Das Radialsystem wird zum Spielplatz, auf dem gezischt, gestottert, gekratzt und in feinsten Streichersounds geschwelgt wird. Vor allem und in allem aber geht es um die Musik und ihre sinnliche, fragile, komplexe, berührende Weiterführung unserer Gedanken ins Unsagbare. Das Solistenensemble Kaleidoskop wurde 2006 von Michael Rauter und Julian Kuerti gegründet. Im Laufe der Jahre hat sich das Ensemble unter der künstlerischen Leitung von Michael Rauter und Daniella Strasfogel stetig gewandelt und immer wieder innovative Formen der Musikvermittlung erprobt. Seit 2015 ist Tilman Kanitz künstlerischer Leiter. In Zusammenarbeit mit Künstlern aus anderen Genres sucht Kaleidoskop nach neuen Aufführungsformen.- die Musiker werden dabei auch selbst zu Performern und Darstellern. Das Repertoire reicht vom Frühbarock bis zur aktuellen Musik, auch eigene Musikkonzepte werden entworfen. Kaleidoskop arbeitet eng mit dem Radialsystem in Berlin zusammen und ist zu Gast bei renommierten Festivals wie dem Kunstfest Weimar, den Kunst-FestSpielen Herrenhausen, dem Sydney Festival oder den Donaueschinger Musiktagen und war Ensemble in Residence bei den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker und dem Klarafestival in Belgien. Das Ensemble spielt an Häusern wie dem Concertgebouw Brügge, Harpa in Reykjavík, Hellerau - Europäisches Zentrum der Künste Dresden oder Kampnagel Hamburg, dem Berghain und der Philharmonie. Im Laufe des künstlerischen Engagements hat das Solistenensemble mit Künstlern wie Sasha Waltz, Sabrina Hölzer, Jennifer Walshe, Georg Nussbaumer, Laurent Chétouane, Ludger Engels, Sebastian Claren, der Band Mouse on Mars und Thomas Mahmoud zusammengearbeitet. Das Ensemble erhält 2017 bis 2019 eine Förderung durch die Kulturverwaltung des Landes Berlin. Steffen Klewar, Regisseur, studierte Komparatistik und Theaterwissenschaft in Bochum und anschließend Schauspiel an der Universität der Künste (UdK) Berlin. Zusammen mit dem Autor Jörg Albrecht gründete er 2007 das Theaterkollektiv copy & waste, mit dem er als Regisseur und künstlerischer Leiter seither zahlreiche Projekte realisierte. Inszenierungen u. a. am Maxim Gorki Theater Berlin, Schauspiel Leipzig, Hebbel am Ufer HAU Berlin, Theater Chemnitz, Theater Oberhausen, Ringlokschuppen Mülheim, Steirischer Herbst Graz, Sophiensaele Berlin, Favoriten Festival, Ballhaus Ost und anderen Häusern.- sowie Arbeiten sehr unterschiedlicher Formate im Stadtraum, in Industriehallen, innerstädtischem Leerstand oder auf dem Land, wie z. B. interaktive Installationen oder Audio-Parcours. Zudem ist Steffen Klewar regelmäßig als Dozent für Schauspiel an der Hochschule für Musik und am Theater Rostock tätig, wirkte als Schauspieler bei zahlreichen Theater- und Filmproduktionen mit und arbeitete als Sprecher u. a. für den Bayerischen Rundfunk, Deutschlandradio und den rbb. Silke Bauer, Jahrgang 1982, absolvierte eine Lehre als Bühnenplastikerin an der Deutschen Oper Berlin, die sie mit Auszeichnung als Bundesbeste im Jahr 2006 abschloss. Es folgte ein Bühnenbild-Studium an der Universität der Künste Berlin bei Hartmut Meyer. Während des Studiums entwickelte sie vielfach Bühnen- und Kostümbilder für Schauspiel- sowie Performance-Projekte, mehrfach am Theaterdiscounter Berlin, wo sie seit 2007 Ensemblemitglied ist. Sie wirkte mehrfach in Theater- und Opernproduktionen mit, u. a. von Rimini Protokoll, dem Bühnenbildner Christoph Hetzer, dem Regisseur Achim Lenz, dem Regisseur und Bühnenbildner Marco A. Marelli sowie der Regisseurin Beate Baron. Sie arbeitete u. a. an der Deutschen Oper Berlin, dem Hebbel am Ufer Berlin, dem Deutschen Theater Göttingen, dem Staatstheater Darmstadt, der Hamburgischen Staatsoper, der Wiener Staatsoper, dem Schauspielhaus Wien, der Oper Graz, den Bregenzer Festspielen, dem Theater Chur, dem Schlachthaus Bern und beim Festival d'Avignon. Darüber hinaus ist sie regelmäßig im Studio Babelsberg als Set Dresser und Standby Prop für diverse Filmproduktionen tätig, unter anderem bei "Inglourious Basterds", "Homeland" und "The Monuments Men". In der Spielzeit 2016/17 entwarf sie am Schauspiel Leipzig die Bühne und Kostüme der Uraufführung von Till Müller-Klugs "Der Minusmensch" in der Regie von Steffen Klewar. Mit dem Regisseur Steffen Klewar arbeitete sie bereits in diversen Uraufführungen zusammen, u. a. für Jörg Albrechts "My love was a ghost. And your love, your love was leaving this rotten town" am Schauspiel Leipzig und am Staatstheater Darmstadt, an dem sie gerade für die Theaterproduktion "Indien" die Ausstattung entwarf. Zusätzlich wirkte sie an diversen Theaterproduktionen des Theaterkollektivs copy & waste von Jörg Albrecht und Steffen Klewar mit.


Kategorie: Performance

Frei drehen - im tänzerischen Dialog zweier freier Charaktere: Judith Sánchez Ruíz und Edivaldo Ernesto, beide ehemalige Mitglieder der Compagnie Sasha Waltz & Guests, präsentieren ihr 2016 entstandenes Duett "Noise". Die elektronische Musik von Thomas Proksch bereitet den Boden für ein tänzerisches Statement über Wahrnehmung, Macht und Geschwindigkeit. Klänge und Geräusche rahmen die kraftvollen und wohl kontrollierten Bewegungen - was komplex choreographiert scheint, entpuppt sich bei genauer Beobachtung als spontane Reaktion auf die Bewegungselemente des Duettpartners. Seit 2012 arbeiten die beiden improvisationserfahrenen Performer zusammen. Permanent rund um den Globus unterwegs, mal als Choreographen, mal als Tänzer, mal als Dozenten, bringt sie ihre Wahlheimat Berlin doch immer wieder hierher zurück - und das Publikum dieser Stadt endlich in den Genuss dieser inspirierenden Tanzperformance. Geboren in Kuba, lebte die Regisseurin, Choreographin, Dozentin und Improvisatorin Judith Sánchez Ruíz von 1999 - 2011 in New York. Dort erhielt sie diverse Choreographie-Aufträge und Stipendien. Neben zahlreichen choreographischen Bühnenwerken initiierte sie verschiedene Improvisationsprojekte, in die sie Livemusik von innovativen Komponisten und Bildenden Künstlern integrierte und war mit ihren Arbeiten bei zahlreichen internationalen Festivals präsent. Judith Sánchez Ruíz war Mitglied der Compagnie Sasha Waltz & Guests, der Trisha Brown Tanz Compagnie in den USA, der Mal Pelo Compagnie in Spanien sowie der DanzAbierta Compagnie in Cuba. In den sechs Jahren seit ihrem Umzug nach Berlin hat sie sich als Choreographin und Dozentin für Tanz an den wichtigsten europäischen Hochschulen etabliert. Seit 2012 arbeitet sie mit Edivaldo Ernesto zusammen. Der gebürtige Mosambikaner Edivaldo Ernesto, der seit 1997 zunächst traditionellen Tanz erlernte und 2003 erstmals mit zeitgenössischem Tanz in Berührung kam, hat sich seither als Improvisationsexperte, Dozent und Choreograph international einen Namen gemacht. Elf Jahre lang arbeitete er mit David Zambrano an Duett-Improvisations-performances, Werkschöpfungen und Lehraufträgen und tourte mit ihm durch die Welt. Seit 2007 lebt Edivaldo Ernesto in Berlin und war fortan bis 2013 Mitglied der Compagnie Sasha Waltz & Guests. Die Reihe der Festivals, auf denen seine Werke gezeigt wurden, erstreckt sich - genau wie seine Lehraufträge - über ganz Europa bis nach China oder Panama. Seit 2012 verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit mit Judith Sánchez Ruíz. Performing Arts Festival Berlin, 05. - 10. Juni 2018 Die Freie Szene lädt ein zu mehr als 140 Inszenierungen! Sechs Tage Theater und Performance, Puppen- und Musiktheater, Tanz, Installation, Neuer Zirkus und Site-Specific an über 60 Orten in Berlin: Wagners Siegfried trifft auf Rio Reiser, Weltgeschichte auf Familiendramen, Politisches auf Drahtseilakte, Dadaismus und leise Töne - an großen Häusern, an kleinen Bühnen oder an der Bushaltestelle. Auf's Programm gestürzt und ab ins Theater!


Kategorie: Zeitgenössischer Tanz

Elektrisierende Hochspannung: Inspiriert von den Texten der Schriftstellerin Anaïs Nin, ist "Encaje" ein Werk über Heuchelei, das mit den Konzepten des "Tagebuchs" und des "Radios" arbeitet. Wie die Romanautorin Nin ihr Leben als unerzählbar beschreibt, weil sie sich täglich ändert, aus einer Reihe von Launen besteht und ihr wirkliches Selbst nicht zu erfassen vermag, so rekapituliert Judith Sánchez Ruíz mit dem "Tagebuch" die Inhalte ihres eigenen Archivs an Schnappschussaufnahmen: Es ist die Wahrnehmung und der Ausdruck einer Sammlung von Alltagsmaterial, von Unvorhersehbarkeit, von Emotionen und sekündlichen Veränderungen. Mit der Choreographie erfindet Sánchez das Unerzählte, die unveröffentlichte Präsenz von Chaos und Verletzlichkeit neu. In der von ihr entworfenen und improvisierten "Radio-Übung" springt der Körper wie beim Drehen des Frequenzreglers eines alten Radiogeräts von einem Zustand zum nächsten springen und provoziert so die Kollision gegensätzlicher Fakten innerhalb eines Lebens, eines Körpers. "Encaje" ist das neueste Solo- Werk der erfahrenen kubanischen Tänzerin, Choreographin und Improvisationskünstlerin. Unfreiheit in der Freiheit: "Tears" von Edivaldo Ernesto, 2015 konzipiert und choreographiert, ist die Reise eines Mannes, bei der Regeln zu unbequemen Rollen werden. Er ist gefangen zwischen Angst und Verwunderung, fühlt sich klein und verloren, hat Angst vor unklaren Gefühlen, ist von Zweifeln geplagt. Die 40-minütige Solo-Performance des mosambikanischen Tänzers, Choreographen und Dozenten bewegt sich zwischen Implosion und Explosion, wenn er sich in klaustrophobischen Ecken in sich verändernde Lagen stürzt: in Reflektionen und Reaktionen, in Dynamiken und Rhythmen, in unvorhersehbare Energieausbrüche. Im selben Atemzug setzt er Bewegungsfiguren in einen sensiblen Kontrast zur Musik. Bei all dem entsteht eine hypnotische Spannung zwischen dem Performer und seinem Publikum. Geboren in Kuba, lebte die Regisseurin, Choreographin, Dozentin und Improvisatorin Judith Sánchez Ruíz von 1999 - 2011 in New York. Dort erhielt sie diverse Choreographie-Aufträge und Stipendien. Neben zahlreichen choreographischen Bühnenwerken initiierte sie verschiedene Improvisationsprojekte, in die sie Livemusik von innovativen Komponisten und Bildenden Künstlern integrierte und war mit ihren Arbeiten bei zahlreichen internationalen Festivals präsent. Judith Sánchez Ruíz war Mitglied der Compagnie Sasha Waltz & Guests, der Trisha Brown Tanz Compagnie in den USA, der Mal Pelo Compagnie in Spanien sowie der DanzAbierta Compagnie in Cuba. In den sechs Jahren seit ihrem Umzug nach Berlin hat sie sich als Choreographin und Dozentin für Tanz an den wichtigsten europäischen Hochschulen etabliert. Seit 2012 arbeitet sie mit Edivaldo Ernesto zusammen. Der gebürtige Mosambikaner Edivaldo Ernesto, der seit 1997 zunächst traditionellen Tanz erlernte und 2003 erstmals mit zeitgenössischem Tanz in Berührung kam, hat sich seither als Improvisationsexperte, Dozent und Choreograph international einen Namen gemacht. Elf Jahre lang arbeitete er mit David Zambrano an Duett-Improvisations-performances, Werkschöpfungen und Lehraufträgen und tourte mit ihm durch die Welt. Seit 2007 lebt Edivaldo Ernesto in Berlin und war fortan bis 2013 Mitglied der Compagnie Sasha Waltz & Guests. Die Reihe der Festivals, auf denen seine Werke gezeigt wurden, erstreckt sich - genau wie seine Lehraufträge - über ganz Europa bis nach China oder Panama. Seit 2012 verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit mit Judith Sánchez Ruíz. Performing Arts Festival Berlin, 05. - 10. Juni 2018 Die Freie Szene lädt ein zu mehr als 140 Inszenierungen! Sechs Tage Theater und Performance, Puppen- und Musiktheater, Tanz, Installation, Neuer Zirkus und Site-Specific an über 60 Orten in Berlin: Wagners Siegfried trifft auf Rio Reiser, Weltgeschichte auf Familiendramen, Politisches auf Drahtseilakte, Dadaismus und leise Töne - an großen Häusern, an kleinen Bühnen oder an der Bushaltestelle. Auf's Programm gestürzt und ab ins Theater!


Kategorie: Zeitgenössischer Tanz

In Memory Space III kartographiert das Ensemble KNM Berlin musikalische und kulturelle Traditionen aus verschiedenen Welten. Der dritte Teil widmet sich der südindischen Metropole Chennai. Mit seiner "gamaka box" hat der aus Chennai stammende Komponist und Sänger Ramesh Vinayakam das erste umfassende Notationssystem für die klassische Musik Südindiens entwickelt - ein Traditionsbruch, der eine jahrhundertealte orale Musikkultur mit tiefgreifenden Fragen konfrontiert. Memory Space III begibt sich in den neu zu verhandelnden Begegnungsraum zwischen oralen und schriftbasierten Kulturen, Tradition und Moderne, und lädt ein, Klänge aus den Metropolen Berlin und Chennai zu erleben. Viertelstündlich stattfindende Audiomassagen, individuelle Mini-Konzerte für 7 Performer und jeweils 7 Zuhörer, eröffnen einen Hör- und Innenraum von außergewöhnlicher Intimität. Nahe an den Ohren, jedoch ohne den Zuhörer zu berühren, werden feinste Klänge mit pflanzlichem Material aus Indien und Deutschland erzeugt. In einer Klangausstellung laden Hörstationen dazu ein, naturnahen oder urbanen Aufnahmen aus Berlin und Chennai zu lauschen. Die ausgestellten Stadtgeräusche kehren in den anschließenden Konzerten, von den Musikern verwandelt, zurück: in Werken von Ana Maria Rodriguez, Alvin Lucier, Ramesh Vinayakam und karnatische Musik sowie am Folgetag in Kompositionen von John Cage, Giacinto Scelsi, Jeremy Woodruff und Terry Riley. Das Ensemble KNM Berlin steht für die lebendige, aktuelle Musikszene der Metropole Berlin. Weltweit präsentiert das Ensemble Kompositionen, Konzertinstallationen und Konzertprojekte, die in enger Kooperation mit Komponisten, Autoren, Dirigenten, Künstlern und Regisseuren entstehen. International bekannt wurde das 1988 gegründete KNM Berlin durch regelmäßige Gastspiele auf wichtigen internationalen Musikfestivals und durch seine Eigenproduktionen. Konzertreisen führten das KNM an renommierte Konzerthäuser weltweit. Das KNM initiiert und realisiert ungewöhnliche Konzertformate und -themen wie die Berliner "lunch & after work"-Konzerte (2011/2012), die Konzertreihe "Pol(s)ka" mit einem Fokus auf die zeitgenössische Musik in Polen (2015), der Austausch mit der südindischen Metropole Chennai, aus dem eine weltweit einmalige Interpretation karnatischer Musik hervorging (2016). Seit 2013 ist das KNM Berlin Ensemble in Residence der Akademie Opus XXI. Die Diskographie des Ensembles umfasst bisher 15 CDs, zwei wurden mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.


Kategorie: Neue Musik

In Memory Space III kartographiert das Ensemble KNM Berlin musikalische und kulturelle Traditionen aus verschiedenen Welten. Der dritte Teil widmet sich der südindischen Metropole Chennai. Mit seiner "gamaka box" hat der aus Chennai stammende Komponist und Sänger Ramesh Vinayakam das erste umfassende Notationssystem für die klassische Musik Südindiens entwickelt - ein Traditionsbruch, der eine jahrhundertealte orale Musikkultur mit tiefgreifenden Fragen konfrontiert. Memory Space III begibt sich in den neu zu verhandelnden Begegnungsraum zwischen oralen und schriftbasierten Kulturen, Tradition und Moderne, und lädt ein, Klänge aus den Metropolen Berlin und Chennai zu erleben. Viertelstündlich stattfindende Audiomassagen, individuelle Mini-Konzerte für 7 Performer und jeweils 7 Zuhörer, eröffnen einen Hör- und Innenraum von außergewöhnlicher Intimität. Nahe an den Ohren, jedoch ohne den Zuhörer zu berühren, werden feinste Klänge mit pflanzlichem Material aus Indien und Deutschland erzeugt. In einer Klangausstellung laden Hörstationen dazu ein, naturnahen oder urbanen Aufnahmen aus Berlin und Chennai zu lauschen. Die ausgestellten Stadtgeräusche kehren in den anschließenden Konzerten, von den Musikern verwandelt, zurück: in Werken von Ana Maria Rodriguez, Alvin Lucier, Ramesh Vinayakam und karnatische Musik sowie am Folgetag in Kompositionen von John Cage, Giacinto Scelsi, Jeremy Woodruff und Terry Riley. Das Ensemble KNM Berlin steht für die lebendige, aktuelle Musikszene der Metropole Berlin. Weltweit präsentiert das Ensemble Kompositionen, Konzertinstallationen und Konzertprojekte, die in enger Kooperation mit Komponisten, Autoren, Dirigenten, Künstlern und Regisseuren entstehen. International bekannt wurde das 1988 gegründete KNM Berlin durch regelmäßige Gastspiele auf wichtigen internationalen Musikfestivals und durch seine Eigenproduktionen. Konzertreisen führten das KNM an renommierte Konzerthäuser weltweit. Das KNM initiiert und realisiert ungewöhnliche Konzertformate und -themen wie die Berliner "lunch & after work"-Konzerte (2011/2012), die Konzertreihe "Pol(s)ka" mit einem Fokus auf die zeitgenössische Musik in Polen (2015), der Austausch mit der südindischen Metropole Chennai, aus dem eine weltweit einmalige Interpretation karnatischer Musik hervorging (2016). Seit 2013 ist das KNM Berlin Ensemble in Residence der Akademie Opus XXI. Die Diskographie des Ensembles umfasst bisher 15 CDs, zwei wurden mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.


Kategorie: Neue Musik

17 Uhr Barbecue und Spanferkel auf der Spreeterrasse 18 Uhr Konzert The Number of the Beast (Uraufführung) 20 Uhr WM-Public Viewing Deutschland / Schweden So anziehend, wie abstoßend, unbegreiflich finster und unvergleichlich schön, so voll von extremen Widersprüchen zeigt sich der Mensch an den Polen seiner Existenz. Wenn er liebt, spielt, genießt oder stirbt offenbart sich sein Ureigenes. "The Number of the Beast" ist der finale Höhepunkt der Konzertreihe Schlachten von Marc Sinan - ein entgrenzter Abend, der ein extremes Konzerterlebnis, Barbecue auf der Spreeterrasse des Radialsystems und Public Viewing der Fußball-WM miteinander verbindet. Was bedingt die Lust an Gewalt? Die von Gitarrist und Komponist Marc Sinan kuratierte Konzertreihe "Schlachten" beschäftigt sich mit dem Sog der Gewalt. Den Auftakt bildete im Mai 2017 ein halbszenisches Konzert mit drei Werken des Komponisten Helmut Oehring, die sich mit den Auswirkungen von Krieg, Flucht und Exil auf Kunst und Gesellschaft auseinandersetzen. Der zweite Abend "Auf dem Nichts" im Juli 2017 widmete sich den Opfern von Gewalt, etwa von Völkermorden oder Anschlägen, bevor sich der abschließende Teil "The Number of the Beast" im Juni 2018 an die von extremen Widersprüchen geprägten Pole der menschlichen Existenz begibt. Die dreiteilige Reihe präsentiert einen außergewöhnlichen, berührenden und ebenso verstörenden Blick auf das zeitlose Phänomen der Gewalt und dessen zerstörerische Kraft - mit zeitgenössischen Neuschöpfungen und Uraufführungen von Werken Helmut Oehrings, Turgut Erçetins und Marc Sinans sowie einer musikalischen Verneigung vor Steve Reich mit der Aufführung seines Stücks "WTC 9/11" über den Terroranschlag auf das World Trade Center in New York am 11. September 2001. Marc Sinan ist Komponist und Gitarrist mit deutsch-türkisch-armenischen Wurzeln. Seine meist abendfüllenden Kompositionen waren unter anderem auf dem Schleswig-Holstein-Musikfestival, im Maxim Gorki Theater, im Festspielhaus Hellerau, beim Istanbul Festival, im Wiener Konzerthaus, bei ARTE, im Hörfunk, im europäischen Ausland, in Asien und Nordamerika zu hören. 2012 war Marc Sinan Stipendiat des Auswärtigen Amts in der neueröffneten Kulturakademie Tarabya in Istanbul und 2016 erhielt er eine Fellowship für eine Gastprofessur am Whitman College in Washington State, USA. Seine musikalische Installation "Hasretim", die gemeinsam mit den Dresdner Sinfonikern im Auftrag von Hellerau - Zentrum der Europäischen Künste Dresden entstand, wurde 2011 von der UNESCO ausgezeichnet. Wie zuvor FASIL (2008) ist die CD zu "Hasretim" bei ECM erschienen. Sie wurde für den Deutschen Schallplattenpreis nominiert. 2018 erscheint Marc Sinans drittes Album bei dem renom-mierten Label. 2017 präsentierte er die Uraufführung seiner Musikperformance "I EXIST - nach Rajasthan" in Hellerau und im Radialsystem.


Kategorie: Crossover


Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:08.06.18
© Fotos der Vorstellungen: FORT/DA II: "Über den Fetischcharakter in der Musik [...]"(Promo/Promo) FORT/DA II: "Über den Fetischcharakter in der Musik [...]"(Promo/Promo) Noise(Manuel Moncayo/Manuel Moncayo) Encaje/Tears(Promo/Promo) Memory Space III(Anja Weber/Anja Weber) Memory Space III(Anja Weber/Anja Weber) Schlachten III - The Number of the Beast(Michel Marang/Michel Marang)

...nach oben - ...Seite zurück - ...zur Startseite