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Spielplan für Juni 2019

»Ich erinnere mich noch sehr gut an mein erstes Konzert mit den Berliner Philharmonikern. Damals war ich Stipendiat der Karajan-Akademie und wir spielten Beethovens Dritte Symphonie unter Bernard Haitink. Die Energie, die von dem Orchester ausging, war unglaublich. Ich fühlte mich sofort von dieser Energie mitgerissen. Es war ein Traum! Für meine Zeit in der Karajan-Akademie bin ich sehr dankbar. Ich lernte von Anfang an, mich an den besonderen Klang der Philharmoniker anzupassen.« Dass ­Bruno Delepelaire Cellist werden wollte, stand frühzeitig fest: Seine Großmutter war eine begeisterte Amateurcellistin, und dieses Instrument wollte der Fünfjährige auch erlernen. Seit 2013 ist der Musiker 1. Solocellist der Berliner Philharmoniker.- in diesen Konzerten wird er jedoch als Solist in Joseph Haydns Zweitem Cellokonzert nicht im, sondern vor dem Orchester Platz nehmen.Haydns Konzert wurde in Gustav Schillings Encyclopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften von 1837 noch dem Cellisten Anton Kraft zugeschrieben, der sich allerdings nicht als Urheber, sondern als Widmungsträger erwies. Kraft war damals Erster Cellist im Orchester des Fürsten Esterházy und wurde später zu den größten Virtuosen Wiens gezählt. Insofern konnte Haydn sein Konzert ausgesprochen brillant anlegen, mit diffizilem Spiel in hohen Lagen, vertrackten Sechzehntel-Triolen und rauschenden Zweiunddreißigstel-Passagen. Dirigent ist Michael Sanderling, der früher selbst lange als Solocellist tätig war und mit diesen Konzerten sein Debüt am Pult der Philharmoniker gibt.Nach der Pause steht Dmitri Schostakowitschs Siebte Symphonie auf dem Programm, die im direkten Umfeld der Kampfhandlungen in und um Leningrad entstand, als die Stadt während des Zweiten Weltkriegs von deutschen Truppen am 30. August 1941 eingekreist und für zweieinhalb Jahre belagert wurde: »Bis heute«, so Schostakowitsch rückblickend, »weiß ich alle Daten: Den ersten Satz beendete ich am 3. September, den zweiten am 17. und den dritten am 29. Ich arbeitete Tag und Nacht. Manchmal fielen Bomben rundherum und die Flugabwehr trat in Aktion. Aber ich unterbrach meine Arbeit nicht für einen Augenblick.« Über die sogenannte »Invasionsepisode« des Kopfsatzes, in der im Verlauf von zwölf Wiederholungen ein von den kleinen Trommeln begleitetes Thema zu immer größerer Brutalität gesteigert wird, bemerkte Schostakowitsch: »Unausgelastete Kritiker werden mir den Vorwurf machen, dass ich den Boléro von Ravel nachahmen würde. Sollen sie mir den Vorwurf machen, so jedenfalls klingt in meinen Ohren der Krieg.«


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Wenn die Orgel die »Königin der Instrumente« ist, dann gilt David Briggs als der »König der Transkriptionen«. Die Orgel ist dank ihrer orchestralen Klangmöglichkeiten in besonderer Weise zur Darstellung von Bearbeitungen geeignet. Was ursprünglich einmal für ganz andere Instrumente komponiert wurde, klingt in einer guten Transkription so, als ob es schon immer nur für die Orgel erdacht worden wäre.David Briggs präsentiert in seinem zweiten Konzert in der Berliner Philharmonie eine Auswahl von Bearbeitungen berühmter Musikwerke. Darunter befinden sich Richard Wagners Liebestod aus Tristan und Isolde, Maurice Ravels charmante Ballettmusik Ma Mère l’Oye sowie ein Konzert von Antonio Vivaldi, das kein Geringerer als Johann Sebastian Bach auf die Orgel übertragen hat.Am Ende des Programms steht das Rondo-Finale aus Gustav Mahlers Fünfter Symphonie. Als David Briggs vor 20 Jahren eine CD-Aufnahme der gesamten Symphonie auf den Markt brachte, rauschte es mächtig im Blätterwald. Von einer kongenialen Bearbeitung war damals die Rede, Briggsʼ Spiel wurde sogar als Sensation bezeichnet. Dem ist kaum zu widersprechen.


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Als sich David Riniker 1994 um ein Stipendium an der philharmonischen Karajan-Akademie bewarb, hätte er nicht im Traum gedacht, dass er ein Jahr später als Cellist bei den Berliner Philharmonikern mitspielen würde. Beim Akademie-Probespiel wurde er gleich gebeten, anderntags zum Probespiel für die freie Cellostelle im Orchester zu erscheinen – mit Erfolg: 1995 wurde der gebürtige Schweizer in die Reihen der Philharmoniker aufgenommen. Zudem bereichert er die Literatur für kleinere Besetzungen durch eigene Bearbeitungen, von denen schon viele in Kammerkonzerten der Berliner Philharmoniker aufgeführt wurden. So auch an diesem Abend, den David Riniker mit seinen philharmonischen Kollegen Mathieu Dufour (Flöte), Sarah Willis (Horn), Luis Esnaola und Anna Mehlin (Violine) und Martin von der Nahmer (Viola) bestreitet. Eingeleitet wird das Konzert, an dem gleich fünf seiner Kammermusik-Arrangements auf dem Programm stehen, von Clair de lune, dem wohl berühmtesten Klavierstück Claude Debussys, das u. a. schon André Caplet, Marius Constant und Leopold Stokowski für große Besetzung bearbeitet haben: ein überaus poetisches Werk mit zart schwebenden Klängen, wogenden Arpeggien und hingeworfenen Einzeltönen. Neben Debussys tänzerischer Petite Suite stehen Franz Dopplers klingende Alpenszene Souvenir du Rigi, Pietro Mascagnis verträumtes Intermezzo sinfonico aus der Oper Cavalleria rusticana sowie Auszüge aus Maurice Ravels Barock-Hommage Le Tombeau de Couperin auf dem Programm. Ein weiteres Highlight des Abends: die Ravel-Adaption Ravel Remixed von Henrik Schwarz.


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Wenn Radu Lupu die Hände auf die Tasten legt, entsteht bereits beim Erklingen der ersten Noten eine außergewöhnlich packende Atmosphäre. Seit Jahrzehnten fasziniert der in Rumänien geborene und in Moskau ausgebildete Pianist auf den internationalen Podien mit feinsinnigster Musikalität und kompromisslosem Spiel. Bei seinem Gastspiel bei den Berliner Philharmonikern widmet sich Radu Lupu Ludwig van Beethovens Viertem Klavierkonzert, das mit seiner atmosphärischen Dichte gerade Romantiker wie Robert Schumann, Felix Mendelssohn Bartholdy und Frédéric Chopin fesselte – vornehmlich aufgrund des verträumten Andantes, das Schumann als »groß-geheimnisvolle[s] Adagio« bezeichnete. Dirigent ist Daniel Barenboim, den mit Radu Lupu neben einer fruchtbaren und seit Jahrzehnten andauernden musikalischen Zusammenarbeit auch eine herzliche Freundschaft verbindet. Für Daniel Barenboim haben die Konzerte noch eine andere Bedeutung: Fast auf den Tag genau vor 50 Jahren debütierte er als Dirigent bei den Berliner Philharmonikern. Am 14. und 15. Juni 1969 leitete er das Orchester zum ersten Mal. Damals standen dieselben Werke auf dem Programm wie an diesen Abenden. Solist war Clifford Curzon.Eingeleitet werden die Abende durch die Symphonie Nr. 95 c-Moll von Joseph Haydn, der bereits Anfang 1785 im Londoner Gazetteer and New Daily Advertiser als »Shakespeare der Musik« gefeiert wurde. Das Werk, das vermutlich am 29. April 1791 zum ersten Mal in den Hanover Square Rooms erklang, entsprach den Vorstellungen von Größe, Erhabenheit und Majestät, welche die englischen Zeitgenossen mit Haydns Musik verbanden. Denn bereits die ersten Takte dieser »New Grand Overture«, wie die Symphonie auf dem Programmzettel angekündigt wurde, beginnen mit grandioser Geste, die den Hörern ein »Vorhang auf!« oder »Aufgepasst!« zuzurufen scheint. Allerdings mündet das markante Unisono-Signal, kaum dass es erklungen ist, in einer Generalpause. Und auch die folgende, ungemein kontrastreiche Musik verblüfft, denn auch hier bemühte sich Haydn darum, das »Publikum durch etwas Neues zu überraschen und auf eine brillante Art zu debütieren«. So äußerte sich der Komponist gegenüber seinem frühen Biografen Georg August Griesinger, weshalb er immer wieder mit intellektuellem Kalkül ästhetische Normen durchbrach.Nach der Pause steht Robert Schumanns Vierte Symphonie auf dem Programm, die bei ihrer Leipziger Premiere am 6. Dezember 1841 nicht den erhofften Erfolg erzielen konnte. Schumann legte das Werk für ziemlich genau zehn Jahre beiseite, um es im Dezember 1851 so grundlegend zu überarbeiten, dass eine neue Partitur notwendig wurde. Die Düsseldorfer Uraufführung der revidierten Version sorgte für Begeisterung, was Schumann gegenüber seinem Freund Johann Verhulst so erklärte: »Ich habe die Symphonie übrigens ganz neu instrumentiert, und freilich besser und wirkungsvoller, als sie früher war.«


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Wenn Radu Lupu die Hände auf die Tasten legt, entsteht bereits beim Erklingen der ersten Noten eine außergewöhnlich packende Atmosphäre. Seit Jahrzehnten fasziniert der in Rumänien geborene und in Moskau ausgebildete Pianist auf den internationalen Podien mit feinsinnigster Musikalität und kompromisslosem Spiel. Bei seinem Gastspiel bei den Berliner Philharmonikern widmet sich Radu Lupu Ludwig van Beethovens Viertem Klavierkonzert, das mit seiner atmosphärischen Dichte gerade Romantiker wie Robert Schumann, Felix Mendelssohn Bartholdy und Frédéric Chopin fesselte – vornehmlich aufgrund des verträumten Andantes, das Schumann als »groß-geheimnisvolle[s] Adagio« bezeichnete. Dirigent ist Daniel Barenboim, den mit Radu Lupu neben einer fruchtbaren und seit Jahrzehnten andauernden musikalischen Zusammenarbeit auch eine herzliche Freundschaft verbindet. Für Daniel Barenboim haben die Konzerte noch eine andere Bedeutung: Fast auf den Tag genau vor 50 Jahren debütierte er als Dirigent bei den Berliner Philharmonikern. Am 14. und 15. Juni 1969 leitete er das Orchester zum ersten Mal. Damals standen dieselben Werke auf dem Programm wie an diesen Abenden. Solist war Clifford Curzon.Eingeleitet werden die Abende durch die Symphonie Nr. 95 c-Moll von Joseph Haydn, der bereits Anfang 1785 im Londoner Gazetteer and New Daily Advertiser als »Shakespeare der Musik« gefeiert wurde. Das Werk, das vermutlich am 29. April 1791 zum ersten Mal in den Hanover Square Rooms erklang, entsprach den Vorstellungen von Größe, Erhabenheit und Majestät, welche die englischen Zeitgenossen mit Haydns Musik verbanden. Denn bereits die ersten Takte dieser »New Grand Overture«, wie die Symphonie auf dem Programmzettel angekündigt wurde, beginnen mit grandioser Geste, die den Hörern ein »Vorhang auf!« oder »Aufgepasst!« zuzurufen scheint. Allerdings mündet das markante Unisono-Signal, kaum dass es erklungen ist, in einer Generalpause. Und auch die folgende, ungemein kontrastreiche Musik verblüfft, denn auch hier bemühte sich Haydn darum, das »Publikum durch etwas Neues zu überraschen und auf eine brillante Art zu debütieren«. So äußerte sich der Komponist gegenüber seinem frühen Biografen Georg August Griesinger, weshalb er immer wieder mit intellektuellem Kalkül ästhetische Normen durchbrach.Nach der Pause steht Robert Schumanns Vierte Symphonie auf dem Programm, die bei ihrer Leipziger Premiere am 6. Dezember 1841 nicht den erhofften Erfolg erzielen konnte. Schumann legte das Werk für ziemlich genau zehn Jahre beiseite, um es im Dezember 1851 so grundlegend zu überarbeiten, dass eine neue Partitur notwendig wurde. Die Düsseldorfer Uraufführung der revidierten Version sorgte für Begeisterung, was Schumann gegenüber seinem Freund Johann Verhulst so erklärte: »Ich habe die Symphonie übrigens ganz neu instrumentiert, und freilich besser und wirkungsvoller, als sie früher war.«


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Wenn Radu Lupu die Hände auf die Tasten legt, entsteht bereits beim Erklingen der ersten Noten eine außergewöhnlich packende Atmosphäre. Seit Jahrzehnten fasziniert der in Rumänien geborene und in Moskau ausgebildete Pianist auf den internationalen Podien mit feinsinnigster Musikalität und kompromisslosem Spiel. Bei seinem Gastspiel bei den Berliner Philharmonikern widmet sich Radu Lupu Ludwig van Beethovens Viertem Klavierkonzert, das mit seiner atmosphärischen Dichte gerade Romantiker wie Robert Schumann, Felix Mendelssohn Bartholdy und Frédéric Chopin fesselte – vornehmlich aufgrund des verträumten Andantes, das Schumann als »groß-geheimnisvolle[s] Adagio« bezeichnete. Dirigent ist Daniel Barenboim, den mit Radu Lupu neben einer fruchtbaren und seit Jahrzehnten andauernden musikalischen Zusammenarbeit auch eine herzliche Freundschaft verbindet. Für Daniel Barenboim haben die Konzerte noch eine andere Bedeutung: Fast auf den Tag genau vor 50 Jahren debütierte er als Dirigent bei den Berliner Philharmonikern. Am 14. und 15. Juni 1969 leitete er das Orchester zum ersten Mal. Damals standen dieselben Werke auf dem Programm wie an diesen Abenden. Solist war Clifford Curzon.Eingeleitet werden die Abende durch die Symphonie Nr. 95 c-Moll von Joseph Haydn, der bereits Anfang 1785 im Londoner Gazetteer and New Daily Advertiser als »Shakespeare der Musik« gefeiert wurde. Das Werk, das vermutlich am 29. April 1791 zum ersten Mal in den Hanover Square Rooms erklang, entsprach den Vorstellungen von Größe, Erhabenheit und Majestät, welche die englischen Zeitgenossen mit Haydns Musik verbanden. Denn bereits die ersten Takte dieser »New Grand Overture«, wie die Symphonie auf dem Programmzettel angekündigt wurde, beginnen mit grandioser Geste, die den Hörern ein »Vorhang auf!« oder »Aufgepasst!« zuzurufen scheint. Allerdings mündet das markante Unisono-Signal, kaum dass es erklungen ist, in einer Generalpause. Und auch die folgende, ungemein kontrastreiche Musik verblüfft, denn auch hier bemühte sich Haydn darum, das »Publikum durch etwas Neues zu überraschen und auf eine brillante Art zu debütieren«. So äußerte sich der Komponist gegenüber seinem frühen Biografen Georg August Griesinger, weshalb er immer wieder mit intellektuellem Kalkül ästhetische Normen durchbrach.Nach der Pause steht Robert Schumanns Vierte Symphonie auf dem Programm, die bei ihrer Leipziger Premiere am 6. Dezember 1841 nicht den erhofften Erfolg erzielen konnte. Schumann legte das Werk für ziemlich genau zehn Jahre beiseite, um es im Dezember 1851 so grundlegend zu überarbeiten, dass eine neue Partitur notwendig wurde. Die Düsseldorfer Uraufführung der revidierten Version sorgte für Begeisterung, was Schumann gegenüber seinem Freund Johann Verhulst so erklärte: »Ich habe die Symphonie übrigens ganz neu instrumentiert, und freilich besser und wirkungsvoller, als sie früher war.«


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Zwei außergewöhnliche Künstler, aus nur scheinbar unterschiedlichen Welten, suchen gemeinsam nach dem Gefühl »größtmöglicher Spontanität«: Jazzpianist und Komponist Michael Wollny sowie Dirigent und Komponist Christian Jost. Michael Wollny, 1978 geboren und heute in Leipzig zu Hause, gilt als einer der wichtigsten europäischen Jazzmusiker seiner Generation. Er könne – so die Süddeutsche Zeitung – aus jeder nur erdenklichen Musik ein Erlebnis machen, das einem den Atem nehme. Auch der 1963 geborene, in Berlin lebende Dirigent und Komponist Christian Jost zählt zu den international meistbeachteten Persönlichkeiten seines Fachs. Seine künstlerische Bandbreite reicht von klassischer bis zu zeitgenössischer Musik, vom Solokonzert über Kammermusik bis zu Oper und Symphonik. Zentrales, verbindendes Element zwischen Michael Wollny und Christian Jost ist die gemeinsame Suche nach der Magie des Moments in einem schier grenzenlosen musikalischen Kosmos. Bereits vor dem ersten Zusammentreffen kannten und schätzten sie die Musik des jeweils anderen. Als sie sich schließlich persönlich kennenlernten stellte sich schnell heraus: Hier haben sich zwei Menschen und Musiker gefunden, die eine gemeinsame Sprache und Haltung verbindet. So fließen Alte, klassische und Neue Musik immer wieder ganz selbstverständlich in das Werk Wollnys ein, für Christian Jost dagegen zählt der zeitgenössische Jazz ganz natürlich zum breiten Spektrum musikalischer Inspirationen. Neben der Darbietung einiger Solostücke Wollnys steht das Zusammentreffen mit Mitgliedern der Berliner Philharmoniker im Mittelpunkt der Zusammenarbeit. Drei Eigenkompositionen Wollnys, Robert Schumanns dunkel-schillerndes Lied Auf einer Burg und drei Nocturnal Movements aus eigener Feder überführt Jost als – wie er es nennt – »interpretierender Komponist«, in eine neue musikalische Welt. Eine Welt, der zwar eine feste Partitur zugrunde liegt, die Wollny jedoch gleichzeitig Raum zum Improvisieren gibt. Es ist ein Konzept, das perfekt Michael Wollnys Jazzverständnis widerspiegelt und zugleich auch Christian Josts Kernanliegen erfüllt: Die »Suche nach dem magischen Moment, basierend auf einem komplexen, differenzierten Verhältnis aus Struktur, Form und Klang«.


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1914 ging Papst Pius X. mit dem Gedanken schwanger, den in seinen Augen unmoralischen Tango durch eine Renaissance weniger sinnlicher Tänze der Vergangenheit aus den Nachtclubs zu verdrängen. Als Spötter par excellence fasste Maurice Ravel daraufhin den Plan, eine Komposition des französischen Barockkomponisten François Couperin so zu bearbeiten, dass sie »im Vatikan von [der Cabaret-Sängerin] Mistinguett und [der Chansonette] Colette in Männerkleidung getanzt« werden könne. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs, den Ravel bis zu seiner frühzeitigen Entlassung aus dem Militärdienst als Kraftfahrer an der Front erlebte, setzte einen Schlussstrich unter das subversive Vorhaben: Seine mittlerweile auf mehrere Sätze angewachsenen Couperin-Bearbeitungen widmete er 1917 dem Andenken an im Krieg gefallene Kameraden.Ravels in allen nur denkbaren Valeurs schillernde Musik findet in diesem Konzert der Karajan-Akademie ein Pendant im Gesangzyklus Puzzles and Games from »Alice in Wonderland« der koreanischen, in Berlin lebenden Komponistin Unsuk Chin, zu dem sie von Lewis Carrolls phantastischen Roman Alice im Wunderland angeregt wurde. Den Startpunkt des von dem spanischen Stardirigenten Pablo Heras-Casado geleiteten Abends bildet mit Robert Schumanns Ouvertüre, Scherzo und Finale op. 52 eine Komposition die als Alternative zur klassischen symphonischen Tradition gedacht war. Am Ende des Programms steht Wolfgang Amadeus Mozarts vorletzte Symphonie.- es ist eines jener Werke, dessen zukunftsweisendem Charakter romantische Komponisten wie Schumann einst mit Ehrfurcht und Bewunderung begegneten.


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Berliner Opernfreunde kennen ihn bereits durch Gastdirigate an der Staatsoper Unter den Linden und der Komischen Oper. Nun gibt der 1974 in Athen geborene Constantinos Carydis mit diesen Konzerten sein Debüt am Dirigentenpult der Berliner Philharmoniker. Der 2011 mit dem Carlos-Kleiber-Preis der Bayerischen Staatsoper ausgezeichnete Carydis erlernte sein künstlerisches Handwerk am Konservatorium seiner Heimatstadt (Musiktheorie und Klavier) sowie an der Hochschule für Musik und Theater in München (Dirigieren). Erste Engagements führten ihn an das Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz und an die Württembergische Staatsoper in Stuttgart. 2006 debütierte er an der Wiener Staatsoper, fünf Jahre später dann am Royal Opera House Covent Garden. Mittlerweile ist er regelmäßig Gast an renommierten Opernhäusern wie der Bayerischen Staatsoper, der Oper Frankfurt, der Nederlandse Opera oder der Opéra de Lyon. Festivalproduktionen führten ihn u. a. nach Salzburg, Edinburgh, Glyndebourne und Ascona. Als Konzertdirigent arbeitet Carydis mit Klangkörpern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem NDR Elbphilharmonie Orchester, dem Orchester der Accademia Nazionale di Santa Cecilia, dem Mahler Chamber Orchestra, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Mozarteum Orchester oder den Bamberger Symphonikern zusammen.Für seinen Einstand bei den Berliner Philharmonikern hat der stets ohne Taktstock dirigierende Carydis Werke von zwei der bedeutendsten Symphoniker überhaupt auf das Programm gesetzt: Wolfgang Amadeus Mozart und Dmitri Schostakowitsch. Eröffnet wird das Konzert von Mozarts C-Dur-Symphonie KV 338, dem letzten Gattungsbeitrag des Komponisten aus seiner Salzburger Zeit. Wenn am Ende der Abende dann die 16 Jahre später entstandene, sogenannte Prager Symphonie Mozarts erklingt, wird deutlich, welche für die Geschichte der Gattung bedeutende Entwicklung Mozart durchlaufen hat. Zwischen diesen Werken sind Orchesterarrangements von zwei kammermusikalischen Kompositionen Schostakowitschs zu erleben: das Achte Streichquartett c-Moll, das der Bratscher und Dirigent Rudolf Barschai mit Billigung des Komponisten (O-Ton Schostakowitsch: »Das klingt ja besser als das Original!«) als Kammersymphonie für Streichorchester bearbeitet hat, sowie die frühen Zwei Stücke für Streichoktett op. 11, die ebenfalls in einer Bearbeitung für Streichorchester erklingen. Ein kontrastreiches Programm, das dem philharmonischen Debütanten Gelegenheit bietet, unterschiedlichste Facetten seines Könnens unter Beweis zu stellen.


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Berliner Opernfreunde kennen ihn bereits durch Gastdirigate an der Staatsoper Unter den Linden und der Komischen Oper. Nun gibt der 1974 in Athen geborene Constantinos Carydis mit diesen Konzerten sein Debüt am Dirigentenpult der Berliner Philharmoniker. Der 2011 mit dem Carlos-Kleiber-Preis der Bayerischen Staatsoper ausgezeichnete Carydis erlernte sein künstlerisches Handwerk am Konservatorium seiner Heimatstadt (Musiktheorie und Klavier) sowie an der Hochschule für Musik und Theater in München (Dirigieren). Erste Engagements führten ihn an das Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz und an die Württembergische Staatsoper in Stuttgart. 2006 debütierte er an der Wiener Staatsoper, fünf Jahre später dann am Royal Opera House Covent Garden. Mittlerweile ist er regelmäßig Gast an renommierten Opernhäusern wie der Bayerischen Staatsoper, der Oper Frankfurt, der Nederlandse Opera oder der Opéra de Lyon. Festivalproduktionen führten ihn u. a. nach Salzburg, Edinburgh, Glyndebourne und Ascona. Als Konzertdirigent arbeitet Carydis mit Klangkörpern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem NDR Elbphilharmonie Orchester, dem Orchester der Accademia Nazionale di Santa Cecilia, dem Mahler Chamber Orchestra, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Mozarteum Orchester oder den Bamberger Symphonikern zusammen.Für seinen Einstand bei den Berliner Philharmonikern hat der stets ohne Taktstock dirigierende Carydis Werke von zwei der bedeutendsten Symphoniker überhaupt auf das Programm gesetzt: Wolfgang Amadeus Mozart und Dmitri Schostakowitsch. Eröffnet wird das Konzert von Mozarts C-Dur-Symphonie KV 338, dem letzten Gattungsbeitrag des Komponisten aus seiner Salzburger Zeit. Wenn am Ende der Abende dann die 16 Jahre später entstandene, sogenannte Prager Symphonie Mozarts erklingt, wird deutlich, welche für die Geschichte der Gattung bedeutende Entwicklung Mozart durchlaufen hat. Zwischen diesen Werken sind Orchesterarrangements von zwei kammermusikalischen Kompositionen Schostakowitschs zu erleben: das Achte Streichquartett c-Moll, das der Bratscher und Dirigent Rudolf Barschai mit Billigung des Komponisten (O-Ton Schostakowitsch: »Das klingt ja besser als das Original!«) als Kammersymphonie für Streichorchester bearbeitet hat, sowie die frühen Zwei Stücke für Streichoktett op. 11, die ebenfalls in einer Bearbeitung für Streichorchester erklingen. Ein kontrastreiches Programm, das dem philharmonischen Debütanten Gelegenheit bietet, unterschiedlichste Facetten seines Könnens unter Beweis zu stellen.


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Berliner Opernfreunde kennen ihn bereits durch Gastdirigate an der Staatsoper Unter den Linden und der Komischen Oper. Nun gibt der 1974 in Athen geborene Constantinos Carydis mit diesen Konzerten sein Debüt am Dirigentenpult der Berliner Philharmoniker. Der 2011 mit dem Carlos-Kleiber-Preis der Bayerischen Staatsoper ausgezeichnete Carydis erlernte sein künstlerisches Handwerk am Konservatorium seiner Heimatstadt (Musiktheorie und Klavier) sowie an der Hochschule für Musik und Theater in München (Dirigieren). Erste Engagements führten ihn an das Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz und an die Württembergische Staatsoper in Stuttgart. 2006 debütierte er an der Wiener Staatsoper, fünf Jahre später dann am Royal Opera House Covent Garden. Mittlerweile ist er regelmäßig Gast an renommierten Opernhäusern wie der Bayerischen Staatsoper, der Oper Frankfurt, der Nederlandse Opera oder der Opéra de Lyon. Festivalproduktionen führten ihn u. a. nach Salzburg, Edinburgh, Glyndebourne und Ascona. Als Konzertdirigent arbeitet Carydis mit Klangkörpern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem NDR Elbphilharmonie Orchester, dem Orchester der Accademia Nazionale di Santa Cecilia, dem Mahler Chamber Orchestra, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Mozarteum Orchester oder den Bamberger Symphonikern zusammen.Für seinen Einstand bei den Berliner Philharmonikern hat der stets ohne Taktstock dirigierende Carydis Werke von zwei der bedeutendsten Symphoniker überhaupt auf das Programm gesetzt: Wolfgang Amadeus Mozart und Dmitri Schostakowitsch. Eröffnet wird das Konzert von Mozarts C-Dur-Symphonie KV 338, dem letzten Gattungsbeitrag des Komponisten aus seiner Salzburger Zeit. Wenn am Ende der Abende dann die 16 Jahre später entstandene, sogenannte Prager Symphonie Mozarts erklingt, wird deutlich, welche für die Geschichte der Gattung bedeutende Entwicklung Mozart durchlaufen hat. Zwischen diesen Werken sind Orchesterarrangements von zwei kammermusikalischen Kompositionen Schostakowitschs zu erleben: das Achte Streichquartett c-Moll, das der Bratscher und Dirigent Rudolf Barschai mit Billigung des Komponisten (O-Ton Schostakowitsch: »Das klingt ja besser als das Original!«) als Kammersymphonie für Streichorchester bearbeitet hat, sowie die frühen Zwei Stücke für Streichoktett op. 11, die ebenfalls in einer Bearbeitung für Streichorchester erklingen. Ein kontrastreiches Programm, das dem philharmonischen Debütanten Gelegenheit bietet, unterschiedlichste Facetten seines Könnens unter Beweis zu stellen.


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»Sein Spiel ist ein Musterbeispiel für den besonderen, nicht zu beschreibenden Charme der Slawen, die die besten Pianisten der Welt sind.« Diese Zeilen – 1897 geschrieben – waren nicht auf Daniil Trifonov, den Artist in Residence der Saison 2018/2019 gemünzt, sondern auf Alexander Skrjabin. Obwohl eine vorübergehende Lähmung der rechten Hand 1891 beinahe einen Schlussstrich unter seine pianistische Karriere gezogen hätte, machte sich der 1872 geborene Skrjabin nach Abschluss des Studiums am Konservatorium seiner Heimatstadt Moskau zunächst einen Namen als Klaviervirtuose. Als Exzentriker par excellence und kluger Marketingstratege beschränkte er sich dabei konsequent auf Interpretationen eigener Werke.Skrjabins einziges, 1897 uraufgeführtes Klavierkonzert bewegt sich mit einer dreisätzigen Anlage in traditionellen Bahnen, die schillernden Chromatismen der Partitur sind fest in der erweiterten Tonalität des ausgehenden 19. Jahrhunderts verankert. Dennoch schlägt der Komponist mit diesem Werk quasi en passant auch eine Brücke zwischen zwei ungleich prominenteren Kollegen: Improvisiert anmutende, elegante Arabesken des Soloinstrumentes erinnern an die Musik von Frédéric Chopin, während subtile Dialoge des Klaviers mit den Holzbläsern des Orchesters ein unüberhörbares Echo in den Konzerten Sergej Rachmaninows finden. Dessen pianistische Kraftentfaltungen sind Skrjabin jedoch weitgehend fremd: Trotz erheblicher Ansprüche an die spieltechnischen Fertigkeiten des Pianisten stellt er das Soloinstrument nie einer vordergründigen Virtuosität anheim. Wenn es – wie etwa im tänzerischen zweiten Thema des Kopfsatzes – das Geschehen für einen Moment an sich reißt, dann in geradezu entwaffnend schlichten Oktaven der beiden Hände. Den zweiten Satz bilden vielfach figurative Variationen über ein eigenes Thema, bevor pianistische Arabesken im Finale des Konzerts schließlich Teil des Themenbestands werden, dessen Verarbeitung von einem genau kalkulierten An- und Abschwellen der musikalischen Intensität geprägt ist.Mit dem 1991 geborenen Daniil Trifonov nimmt sich ein Pianist diesem selten gespielten Werk an, der nicht nur in etwa dasselbe Alter hat, in welchem Skrjabin sein Klavierkonzert komponierte, sondern der heute auch zu den weltweit besten Pianisten gezählt wird. In der zweiten Hälfte des von Andris Nelsons geleiteten Konzerts ist Dmitri Schostakowitschs Elfte Symphonie zu erleben, die historische Ereignisse aus der Zeit der Russischen Revolution des Jahres 1905 musikalisch reflektiert.


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»Sein Spiel ist ein Musterbeispiel für den besonderen, nicht zu beschreibenden Charme der Slawen, die die besten Pianisten der Welt sind.« Diese Zeilen – 1897 geschrieben – waren nicht auf Daniil Trifonov, den Artist in Residence der Saison 2018/2019 gemünzt, sondern auf Alexander Skrjabin. Obwohl eine vorübergehende Lähmung der rechten Hand 1891 beinahe einen Schlussstrich unter seine pianistische Karriere gezogen hätte, machte sich der 1872 geborene Skrjabin nach Abschluss des Studiums am Konservatorium seiner Heimatstadt Moskau zunächst einen Namen als Klaviervirtuose. Als Exzentriker par excellence und kluger Marketingstratege beschränkte er sich dabei konsequent auf Interpretationen eigener Werke.Skrjabins einziges, 1897 uraufgeführtes Klavierkonzert bewegt sich mit einer dreisätzigen Anlage in traditionellen Bahnen, die schillernden Chromatismen der Partitur sind fest in der erweiterten Tonalität des ausgehenden 19. Jahrhunderts verankert. Dennoch schlägt der Komponist mit diesem Werk quasi en passant auch eine Brücke zwischen zwei ungleich prominenteren Kollegen: Improvisiert anmutende, elegante Arabesken des Soloinstrumentes erinnern an die Musik von Frédéric Chopin, während subtile Dialoge des Klaviers mit den Holzbläsern des Orchesters ein unüberhörbares Echo in den Konzerten Sergej Rachmaninows finden. Dessen pianistische Kraftentfaltungen sind Skrjabin jedoch weitgehend fremd: Trotz erheblicher Ansprüche an die spieltechnischen Fertigkeiten des Pianisten stellt er das Soloinstrument nie einer vordergründigen Virtuosität anheim. Wenn es – wie etwa im tänzerischen zweiten Thema des Kopfsatzes – das Geschehen für einen Moment an sich reißt, dann in geradezu entwaffnend schlichten Oktaven der beiden Hände. Den zweiten Satz bilden vielfach figurative Variationen über ein eigenes Thema, bevor pianistische Arabesken im Finale des Konzerts schließlich Teil des Themenbestands werden, dessen Verarbeitung von einem genau kalkulierten An- und Abschwellen der musikalischen Intensität geprägt ist.Mit dem 1991 geborenen Daniil Trifonov nimmt sich ein Pianist diesem selten gespielten Werk an, der nicht nur in etwa dasselbe Alter hat, in welchem Skrjabin sein Klavierkonzert komponierte, sondern der heute auch zu den weltweit besten Pianisten gezählt wird. In der zweiten Hälfte des von Andris Nelsons geleiteten Konzerts ist Dmitri Schostakowitschs Elfte Symphonie zu erleben, die historische Ereignisse aus der Zeit der Russischen Revolution des Jahres 1905 musikalisch reflektiert.


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»Sein Spiel ist ein Musterbeispiel für den besonderen, nicht zu beschreibenden Charme der Slawen, die die besten Pianisten der Welt sind.« Diese Zeilen – 1897 geschrieben – waren nicht auf Daniil Trifonov, den Artist in Residence der Saison 2018/2019 gemünzt, sondern auf Alexander Skrjabin. Obwohl eine vorübergehende Lähmung der rechten Hand 1891 beinahe einen Schlussstrich unter seine pianistische Karriere gezogen hätte, machte sich der 1872 geborene Skrjabin nach Abschluss des Studiums am Konservatorium seiner Heimatstadt Moskau zunächst einen Namen als Klaviervirtuose. Als Exzentriker par excellence und kluger Marketingstratege beschränkte er sich dabei konsequent auf Interpretationen eigener Werke.Skrjabins einziges, 1897 uraufgeführtes Klavierkonzert bewegt sich mit einer dreisätzigen Anlage in traditionellen Bahnen, die schillernden Chromatismen der Partitur sind fest in der erweiterten Tonalität des ausgehenden 19. Jahrhunderts verankert. Dennoch schlägt der Komponist mit diesem Werk quasi en passant auch eine Brücke zwischen zwei ungleich prominenteren Kollegen: Improvisiert anmutende, elegante Arabesken des Soloinstrumentes erinnern an die Musik von Frédéric Chopin, während subtile Dialoge des Klaviers mit den Holzbläsern des Orchesters ein unüberhörbares Echo in den Konzerten Sergej Rachmaninows finden. Dessen pianistische Kraftentfaltungen sind Skrjabin jedoch weitgehend fremd: Trotz erheblicher Ansprüche an die spieltechnischen Fertigkeiten des Pianisten stellt er das Soloinstrument nie einer vordergründigen Virtuosität anheim. Wenn es – wie etwa im tänzerischen zweiten Thema des Kopfsatzes – das Geschehen für einen Moment an sich reißt, dann in geradezu entwaffnend schlichten Oktaven der beiden Hände. Den zweiten Satz bilden vielfach figurative Variationen über ein eigenes Thema, bevor pianistische Arabesken im Finale des Konzerts schließlich Teil des Themenbestands werden, dessen Verarbeitung von einem genau kalkulierten An- und Abschwellen der musikalischen Intensität geprägt ist.Mit dem 1991 geborenen Daniil Trifonov nimmt sich ein Pianist diesem selten gespielten Werk an, der nicht nur in etwa dasselbe Alter hat, in welchem Skrjabin sein Klavierkonzert komponierte, sondern der heute auch zu den weltweit besten Pianisten gezählt wird. In der zweiten Hälfte des von Andris Nelsons geleiteten Konzerts ist Dmitri Schostakowitschs Elfte Symphonie zu erleben, die historische Ereignisse aus der Zeit der Russischen Revolution des Jahres 1905 musikalisch reflektiert.


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Bevor Daniil Trifonov im Alter von fünfeinhalb Jahren »sein« Instrument für sich entdeckte, war er bereits musikalisch aktiv: »Ich kam durch das Komponieren erst zum Klavier!« Immer wieder probierte er »verschiedene Dinge am Midi-Keyboard« aus. »Ich liebte den Synthesizer und die Knöpfe und die Sounds. […]. Als wir nach Moskau gezogen sind, hatte ich mehrere Jahre lang keine Zeit mehr zu komponieren. Später habe ich wieder angefangen.« Trifonov, der neben seiner Pianistenausbildung auch ein Kompositionsstudium absolvierte, schreibt bis heute eigene Werke für Klavier, Kammerensemble und Orchester. Sein technisch ungemein anspruchsvolles Klavierkonzert es-Moll hatte am 23. April 2014 in Cleveland Premiere (»Selbst wenn man es gesehen hat, kann man es nicht glauben«, schrieb der Rezensent des Cleveland Plain Dealer) und war seitdem in zahlreichen Folgeaufführungen zu hören. Gemeinsam mit Mitgliedern der Berliner Philharmoniker präsentiert Daniil Trifonov – philharmonischer Artist in Residence in dieser Saison – nun sein Klavierquintett in diesem Konzert – ein Werk, das mit eingängiger Rhythmik einem durch und durch spätromantischem Tonfall verpflichtet ist: »Es ist einfach der Weg, meine musikalischen Gedanken am besten auszudrücken« (Trifonov). Ebenfalls an diesem Abend zu hören: Johannes Brahms’ bekanntes Klavierquintett f-Moll, op. 34 sowie Robert Schumanns Fantasiestücke für Violoncello und Klavier op. 73: drei als luftiges Ganzes konzipierte Stimmungsbilder, von denen sich das erste verträumt, das zweite heiter und das dritte feurig-virtuos präsentiert.


Kategorie: Klassik


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Es besteht die Möglichkeit, Karten zu diesem Konzert zu gewinnen unter folgender E-Mail-Adresse: events.berlin@mfa.gov.ua


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Der »Rising Stars Grand Prix 2019 – International Music Competition Berlin« wird jährlich in den Sparten Klavier, Streicher, Bläser, Akkordeon, Schlagzeug, Gesang, Lied Duo sowie Kammermusik in verschiedenen Alterskategorien ausgetragen und steht Musikern aller Nationalitäten offen.


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Wann, wie und wo ließe es sich wohl schöner von fernen, geheimnisvollen Welten träumen, als beim traditionellen Waldbühnenkonzert der Berliner Philharmoniker? Eine unwiderstehliche Einladung, unter freiem Sommerhimmel einmal die eigene Fantasie auf eine Reise in märchenhafte Fernen zu schicken, stellt Maurice Ravels dreiteiliger Liedzyklus Shéhérazade dar. Der Komponist hatte schon in seinen Studientagen eine Märchenouvertüre mit demselben Titel komponiert. Bei der Pariser Uraufführung am 27. Mai 1899 stieß dieses Werk jedoch nur auf geteilte Zustimmung von Seiten des Publikums. Ravel verzichtete daher darauf, seine Partitur im Druck erscheinen zu lassen. Vier Jahre später wandte er sich dann erneut der sagenumwobenen Märchenprinzessin aus Tausendundeiner Nacht zu – in Form dreier überaus (klang-)sinnlicher, vom Publikum begeistert aufgenommener Orchesterlieder. Die Shéhérazade zugrunde liegenden Gedichte aus der Feder von Ravels Landsmann Tristan Klingsor beriefen sich diesmal nicht direkt auf die Vorlage der persischen Märchenerzählung, sondern waren von der Musik einer 1888 uraufgeführten Symphonischen Suite des russischen Komponisten Nikolaj Rimsky-Korsakow inspiriert – einem Werk, das auch Ravel besonders schätzte. An diesem Abend widmet sich Marianne Crebassa dem Zyklus. Die junge Mezzosopranistin ist bekannt für ihre einfühlsame Interpretation der Lieder französischer Komponisten.Umrahmt wird die Aufführung von Shéhérazade in diesem Waldbühnenkonzert aber von zwei Kompositionen aus der Feder eines anderen russischen Komponisten: Sergej Prokofjew, der gleich Ravel ein Klangfarbenmagier allererster Güte war. Den Auftakt macht die Symphonische Suite aus »Leutnant Kijé«. 1933 hatte Prokofjew zu der satirischen Filmkomödie um den imaginären Leutnant die Musik beigesteuert, aus der er im Folgejahr die Suite zusammenstellte. Das Stück ist nicht zuletzt auch eine Hommage an die russische Musik des 19. Jahrhunderts: Romantischere und zugleich auch volkstümlichere Klänge hat der zu Beginn seiner Laufbahn noch als kompositorisches Enfant terrible verschriene Prokofjew selten wieder zu Papier gebracht.Tugan Sokhiev, der Dirigent dieses Waldbühnenkonzerts, ist vielen noch aus seiner vierjährigen Amtszeit als Chef des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin in bester Erinnerung. Für den Abschluss des Abends hat der amtierende Chefdirigent des Orchestre National du Capitole de Toulouse und Künstlerische Direktor des Bolschoi-Theaters eigens für dieses Konzert zusammengestellte Auszüge aus Prokofjews 1938 uraufgeführter Ballettmusik Romeo und Julia ausgewählt. Und auch dieser Programmpunkt fügt sich bestens in den Rahmen des Waldbühnenkonzerts zum philharmonischen Saisonabschluss: Schließlich war die unsterbliche Geschichte des Veroneser Liebespaares – um William Shakespeare gleich zweifach zu paraphrasieren – schon immer der Stoff, aus dem (musikalische) Mittsommernachtsträume gemacht werden ...


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Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:01.06.19
© Fotos der Vorstellungen: [+][-]
Michael Sanderling dirigiert Haydn und Schostakowitsch(Marco Borggreve/Marco Borggreve) Kammersymphonie Berlin(Kammersymphonie Berlin/Kammersymphonie Berlin) Orgelmatinee mit David Briggs(Heribert Schindler/Heribert Schindler) Konzert mit David Robert Coleman, Peter Zazofsky(/) Konzert mit Christoph Eschenbach, Tzimon Barto(/) Kammermusik mit Mitgliedern der Berliner Philharmoniker(Sebastian Hänel/Sebastian Hänel) Konzert mit Hélène Grimaud(Mat Hennek/DG/Mat Hennek/DG) Konzert mit Stefan Schulz, Daniel Schnyder, Marcin Grochowina(/) Konzert mit Ekaterina Frolova, Vesselin Stanev(/) Konzert mit Manuel Randi, Heidi Pixner, Werner Unterlercher, Herbert Pixner(/) Kitakonzert 3-2-1-LOS!(Dorothea Huber/Dorothea Huber) Konzert mit Gabriel Adorján, Sabin Tambrea(/) Konzert mit Robin Ticciati, Karen Cargill, Simon O'Neill(/) Konzert mit Janine Jansen, Julia-Maria Kretz, Amihai Grosz, Pauline Sachse, Jens Peter Maintz, Torleif Thedéen(/) Daniel Barenboim und Radu Lupu(Monika Rittershaus/Monika Rittershaus) Konzert mit Kristian Bezuidenhout, Miah Persson(/) Konzert mit Alexandra Tirsu, Marie Fajtová(Promo/) »Wanderer«: Michael Wollny, Christian Jost und Mitglieder der Berliner Philharmoniker(Jörg Steinmetz/Jörg Steinmetz) Sonntagskonzertreihe des Chorverbands Berlin(/) Pablo Heras-Casado, Nika Gorič und die Karajan-Akademie(Peter Adamik/Peter Adamik) Konzert mit Kiril Stankow(/) Konzert mit Ronny Heinrich, Julia Domke, Eric Fennell(/) Konzert mit Zubin Mehta, Krassimira Stoyanova(/) Konzert mit Martin Stegner, Gunars Upatnieks, Wu Wei(/) Carte blanche(Peter Adamik/Peter Adamik) Konzert mit Emmanuel Pahud, Albrecht Mayer, Andreas Ottensamer(Stefan Gloede/Stefan Gloede) Constantinos Carydis dirigiert Mozart und Schostakowitsch(Thomas Brill/Thomas Brill) Konzert mit Andreas Schulz(/) Konzert mit Aurélien Bello, Stefan Schweigert(/) Konzert mit Lionel Bringuier, Gautier Capuçon(/) Konzert mit Frank Lüdecke(/) Konzert mit Liedklasse Karola Theill (HfM Hanns Eisler), Karola Theill(/) Konzert mit Veritas Choir Japan, Akiyasu Fukushima, Bettina Jensen, Klaus Häger(/) Konzert mit Sarah Heilmann, Kinderchor der Leo Kestenberg Musikschule(/) Konzert mit Jakub Hrůša(/) Konzert mit Samuel Lee, Ariana Puhar, Solomia Lukyanets(/) Andris Nelsons und Daniil Trifonov(Dario Acosta/Dario Acosta) Daniil Trifonov und Mitglieder der Berliner Philharmoniker(Dario Acosta/Dario Acosta) Konzert mit Vladimir Jurowski, Chen Reiss, Topi Lehtipuu, Dietrich Henschel, Vocalconsort Berlin, Ralf Sochaczewsky(/) Konzert mit Antonii Baryshevskyi, Taras Yanytskiy(Giuseppe Melandri/Giuseppe Melandri) Konzert mit Angelo de Leo, Simon Roturier, Allan Nilles, Joaquín Riquelme García, Bruno Delepelaire(/) Preisträgerkonzert »4. Rising Stars Grand Prix 2019 – International Music Competition Berlin«(/) Konzert mit Kristjan Järvi, Mick Pedaja, Mari Samuelsen(Peter Adamik/Peter Adamik) Konzert mit Les Siècles, François-Xavier Roth, Jenny Daviet, Pablo Ferrández(/) Konzert mit Lina Yeh, Rolf-Peter Wille(/) Konzert mit Kent Nagano, Emanuel Ax(/) Gastveranstaltung(/) Konzert mit Christian Reif, Nicola Benedetti(Stefan Cohen/Stefan Cohen) Tugan Sokhiev dirigiert Prokofjew und Ravel in der Waldbühne(Holger Kettner/Holger Kettner) Konzert mit Michael Riedel(/) Konzert mit Humboldts Philharmonischer Chor, Constantin Alex, Yvonne-Elisabeth Friedli, Karina Repova, Thomas Heyer, Manos Kia, Alisa Kratzer, SaeBeom Lee, Tobias Berndt(/) Konzert mit Donka Miteva, Großer Chor des Collegium Musicum(/)

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