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Spielplan für Januar 2019


Kategorie: Klassik


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Als Liedbegleiter ist Daniil Trifonov, in dieser Saison Artist in Residence der Berliner Philharmoniker, nicht oft zu erleben. Dass der Starpianist jedoch auch diese Aufgabe bravourös beherrscht, zeigt er in einem gemeinsamen Liedprogramm mit dem Bariton Matthias Goerne. »Goernes kraftvolle stimmliche Statur […] bot den mächtigen Widerpart zu Trifonovs wandlungsfähiger Eleganz. Eine Sternstunde mit zwei starken Individualisten, die im besten Sinne traumwandlerisch interagierten«, lobte der Spiegel das ungewöhnliche Duo, das bereits u. a. bei den Salzburger Festspielen und in der Carnegie Hall zu erleben war. Das Programm ist allerdings nichts für schwache Nerven: Es geht um Schmerz, Verzweiflung, unerfüllte Liebe und Todessehnsucht.Die Vier Lieder op. 2 nach Gedichten von Friedrich Hebbel und Alfred Mombert, die der 25-jährige Alban Berg während seiner Studienzeit bei Arnold Schönberg schrieb, besingen den Schlaf – als Metapher für den Tod. Kongenial gelingt es dem jungen Komponisten, der in diesem Werk bereits die Grenzen der Tonalität sprengt, Musik und Text zu einer stimmigen Einheit zu verschmelzen. Um den Tod und die Vergänglichkeit des Lebens kreisen auch die Vier ernsten Gesänge, in denen Johannes Brahms, das eigene Ende ahnend, Texte aus dem Alten Testament vertonte. Zwischen diesen Programmpunkten führen Matthias Goerne und Daniil Trifonov Robert Schumanns Dichterliebe auf, jenen Zyklus, der als einer der wichtigsten Beiträge zum romantischen Kunstlied gilt und das schmerzvolle Erleben einer nicht erwiderten Liebe beschreibt. Außerdem interpretieren sie Lieder von Hugo Wolf und Dmitri Schostakowitsch. Beide Komponisten verwendeten in ihren Werken Verse eines Dichters, den man eher als Bildhauer kennt: Michelangelo Buonarroti, der in seinen Zeilen eine ganz eigene Sicht auf die Liebe, das Leben und den Tod vermittelt.


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In Russland ticken die Uhren anders. Das kirchliche Weihnachtsfest findet hier nämlich, bedingt durch den späten Wechsel vom julianischen zum gregorianischen Kalender, erst am 7. Januar statt. Am Heiligen Abend stimmt man sich mit langen Gottesdiensten in reich geschmückten Kirchen, mit orthodoxen Gesängen und Lichterprozessionen auf die festlichen Tage ein. Wer sich von den mystischen Klängen russischer Chöre verzaubern lassen will, muss allerdings nicht gleich bis nach Moskau oder St. Petersburg fahren, da der Chor des Bolschoi-Theaters Moskau unter dem Dirigat seines langjährigen Künstlerischen Leiters Valery Borisov im Kammermusiksaal erwartet wird. Auf dem Programm steht weihnachtliche Chormusik aus der Liturgie der russisch-orthodoxen Kirche, u. a. der Hymnus »Gott mit uns«, in dem Vassily Sinowjew in strahlenden Klängen die Geburt Christi feierte. Mit Pawel Tschesnokow begegnet man dann einem Komponisten, der mit seinen über 400 geistlichen Chorwerken zu den wichtigsten Schöpfern auf dem Gebiet der russisch-orthodoxen Kirchenmusik gilt. Er war mit Sergej Rachmaninow bekannt, vom dem Teile seiner spätromantischen Nachtvesper zu hören sind. Weiterhin erwartet das Publikum eine Reihe kunstvoller Messgesänge aus Tschaikowskys Liturgie, mit der der Komponist das im 19. Jahrhundert leicht angestaubte Erbe der russisch-orthodoxen Kirchenmusik zu neuem Leben erweckte. Doch auch jüngere Arbeiten sind zu hören, u. a. weihnachtliche Chöre aus der Schauspielmusik zu Aleksej Tolstois Drama Zar Fjodor Johannowitsch, das der Schostakowitsch-Schüler Georgy Swiridow 1973 komponierte.


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Nicht nur für die Berliner Philharmoniker, sondern auch für ihren designierten Chefdirigenten Kirill Petrenko ist die Zusammenarbeit mit dem Bundesjugendorchester eine Herzensangelegenheit. Aus gutem Grund. Die Philharmoniker, seit 2013 Pate des Klangkörpers, laden das Bundesjungenorchester, in dem die besten Nachwuchsmusiker Deutschlands spielen, jährlich nach Berlin ein, außerdem geben die philharmonischen Musiker in verschiedenen Projekten und Meisterkursen ihr musikalisches Wissen und Können an die jungen Instrumentalisten weiter. Kirill Petrenko wiederum ist dem Orchester seit 2009 verbunden. Damals studierte er mit ihm ein Programm aus Werken von Arthur Honegger, Tan Dun und Igor Strawinsky ein. »Ich merke genau, dass die Jugendlichen unbedingt ihr Bestes geben wollen, vielleicht sogar noch mehr«, verriet der Dirigent der Berliner Zeitung.2019 feiert das Bundesjugendorchester seinen 50. Geburtstag. Anlässlich dieses Jubiläums lässt es sich Kirill Petrenko nicht nehmen, an das Pult des philharmonischen Patenkinds zu treten. Auf dem Programm stehen zwei Schlüsselwerke des 20. Jahrhunderts: Das Musical West Side Story, eine moderne Version von Shakespeares Drama Romeo und Julia, bescherte Leonard Bernstein 1957 einen grandiosen Erfolg. Seine Musik, ein genialer Mix aus Jazz, Klassik und lateinamerikanischen Rhythmen, traf den Nerv der Zeit. In den Symphonischen Tänzen stellte der Komponist 1961 die mitreißendsten Nummern des Werks zu einer Suite zusammen.Igor Strawinsky provozierte 1913 mit der Uraufführung seines Balletts Le Sacre du printemps einen Skandal, gleichzeitig wurde das Stück mit seinen schneidenden Dissonanzen und seiner rhythmischen Intensität zu einem der Wegweiser in die Moderne. Neben den Kompositionen von Bernstein und Strawinsky führt das Bundesjugendorchester unter der Leitung von Kirill Petrenko noch ein zeitgenössisches Werk auf: das Konzert für Pauke und Orchester Nr. 1 von William Kraft. Der amerikanische Komponist begann seine musikalische Laufbahn als Schlagzeuger und Pauker und kennt sich daher mit den Möglichkeiten des Instrumentariums bestens aus. Mit seinem Paukenkonzert schuf eines der wichtigsten Werke für dieses Schlaginstrument. Solist ist der philharmonische Solopauker Wieland Welzel.


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Tugan Sokhiev, Musikdirektor des Bolschoi-Theaters, präsentiert ein vollständig russisches Programm. Dafür bringt er den Chor seines Moskauer Opernhauses mit, der in allen drei gespielten Werken mitwirkt: Zum Auftakt erklingen die berühmten Polowetzer Tänze, die Alexander Borodin als Tanz- und Chorszene für seine unvollendet gebliebene Oper Fürst Igor konzipiert hat. Borodin, der im Hauptberuf ein erfolgreicher Chemiker war, gehörte zum Komponistenkreis des sogenannten »Mächtigen Häufleins«, der danach strebte, sich von den Vorbildern der westeuropäischen Musik zu distanzieren und einen eigenen russischen Nationalstil zu etablieren. Der Stoff von Borodins Oper basiert auf dem mittelalterlichen Igorlied und handelt von den kriegerischen Auseinandersetzungen der von Fürst Igor angeführten Russen und dem Volk der Polowetzer. Mit seinen Polowetzer Tänzen, in denen orientalische Einflüsse unüberhörbar sind, schuf der Komponist eine eindrucksvolle Szene, die im nächtlichen Kriegs­lagerspielt: Zart, einschmeichelnd, fast überirdisch schön beginnen die Frauenstimmen, archaisch-kämpferisch gesellen sich die Männer dazu, um sich schließlich in einem ekstatischen Schlussgesang zu vereinen.In Sergej Prokofjews Kantate op. 78 steht ebenfalls ein russischer Nationalheld des Mittelalters im Fokus: Alexander Newski, der im 13. Jahrhundert in der legendären Schlacht auf dem zugefrorenen Peipussee mit seinem Heer den entscheidenden Sieg über die deutschen Ordensritter errungen hat. Prokofjew hatte die Musik 1938 ursprünglich für den Historienstreifen Alexander Newski des Regisseurs Sergej Eisenstein komponiert. Nach Abschluss der Dreharbeiten transformierte er die Filmmusik in eine siebensätzige Kantate, die die wichtigsten Stationen der Filmhandlung nachzeichnet, vor allem die berühmte Schlacht auf dem vereisten See. Sie gilt als Schlüsselszene des gesamten Werks.Ein sehr privates Drama verhandelt dagegen Sergej Rachmaninows Kantate Der Frühling. Sie schildert die schmerzvollen Gefühle eines betrogenen Ehemanns, der während der dunklen Wintermonate auf Rache sinnt und seine untreue Gattin erschlagen möchte. Der beginnende Frühling stimmt ihn jedoch milde, und er verzeiht seiner Frau. Rachmaninow, der gerade mit therapeutischer Hilfe eine schwere Schaffenskrise überwunden hatte und darüber hinaus frisch verheiratet war, schuf in diesem opernhaften Werk ein eindrucksvolles musikalisches Panorama menschlicher Stimmungen und Emotionen.


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Tugan Sokhiev, Musikdirektor des Bolschoi-Theaters, präsentiert ein vollständig russisches Programm. Dafür bringt er den Chor seines Moskauer Opernhauses mit, der in allen drei gespielten Werken mitwirkt: Zum Auftakt erklingen die berühmten Polowetzer Tänze, die Alexander Borodin als Tanz- und Chorszene für seine unvollendet gebliebene Oper Fürst Igor konzipiert hat. Borodin, der im Hauptberuf ein erfolgreicher Chemiker war, gehörte zum Komponistenkreis des sogenannten »Mächtigen Häufleins«, der danach strebte, sich von den Vorbildern der westeuropäischen Musik zu distanzieren und einen eigenen russischen Nationalstil zu etablieren. Der Stoff von Borodins Oper basiert auf dem mittelalterlichen Igorlied und handelt von den kriegerischen Auseinandersetzungen der von Fürst Igor angeführten Russen und dem Volk der Polowetzer. Mit seinen Polowetzer Tänzen, in denen orientalische Einflüsse unüberhörbar sind, schuf der Komponist eine eindrucksvolle Szene, die im nächtlichen Kriegs­lagerspielt: Zart, einschmeichelnd, fast überirdisch schön beginnen die Frauenstimmen, archaisch-kämpferisch gesellen sich die Männer dazu, um sich schließlich in einem ekstatischen Schlussgesang zu vereinen.In Sergej Prokofjews Kantate op. 78 steht ebenfalls ein russischer Nationalheld des Mittelalters im Fokus: Alexander Newski, der im 13. Jahrhundert in der legendären Schlacht auf dem zugefrorenen Peipussee mit seinem Heer den entscheidenden Sieg über die deutschen Ordensritter errungen hat. Prokofjew hatte die Musik 1938 ursprünglich für den Historienstreifen Alexander Newski des Regisseurs Sergej Eisenstein komponiert. Nach Abschluss der Dreharbeiten transformierte er die Filmmusik in eine siebensätzige Kantate, die die wichtigsten Stationen der Filmhandlung nachzeichnet, vor allem die berühmte Schlacht auf dem vereisten See. Sie gilt als Schlüsselszene des gesamten Werks.Ein sehr privates Drama verhandelt dagegen Sergej Rachmaninows Kantate Der Frühling. Sie schildert die schmerzvollen Gefühle eines betrogenen Ehemanns, der während der dunklen Wintermonate auf Rache sinnt und seine untreue Gattin erschlagen möchte. Der beginnende Frühling stimmt ihn jedoch milde, und er verzeiht seiner Frau. Rachmaninow, der gerade mit therapeutischer Hilfe eine schwere Schaffenskrise überwunden hatte und darüber hinaus frisch verheiratet war, schuf in diesem opernhaften Werk ein eindrucksvolles musikalisches Panorama menschlicher Stimmungen und Emotionen.


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Tugan Sokhiev, Musikdirektor des Bolschoi-Theaters, präsentiert ein vollständig russisches Programm. Dafür bringt er den Chor seines Moskauer Opernhauses mit, der in allen drei gespielten Werken mitwirkt: Zum Auftakt erklingen die berühmten Polowetzer Tänze, die Alexander Borodin als Tanz- und Chorszene für seine unvollendet gebliebene Oper Fürst Igor konzipiert hat. Borodin, der im Hauptberuf ein erfolgreicher Chemiker war, gehörte zum Komponistenkreis des sogenannten »Mächtigen Häufleins«, der danach strebte, sich von den Vorbildern der westeuropäischen Musik zu distanzieren und einen eigenen russischen Nationalstil zu etablieren. Der Stoff von Borodins Oper basiert auf dem mittelalterlichen Igorlied und handelt von den kriegerischen Auseinandersetzungen der von Fürst Igor angeführten Russen und dem Volk der Polowetzer. Mit seinen Polowetzer Tänzen, in denen orientalische Einflüsse unüberhörbar sind, schuf der Komponist eine eindrucksvolle Szene, die im nächtlichen Kriegs­lagerspielt: Zart, einschmeichelnd, fast überirdisch schön beginnen die Frauenstimmen, archaisch-kämpferisch gesellen sich die Männer dazu, um sich schließlich in einem ekstatischen Schlussgesang zu vereinen.In Sergej Prokofjews Kantate op. 78 steht ebenfalls ein russischer Nationalheld des Mittelalters im Fokus: Alexander Newski, der im 13. Jahrhundert in der legendären Schlacht auf dem zugefrorenen Peipussee mit seinem Heer den entscheidenden Sieg über die deutschen Ordensritter errungen hat. Prokofjew hatte die Musik 1938 ursprünglich für den Historienstreifen Alexander Newski des Regisseurs Sergej Eisenstein komponiert. Nach Abschluss der Dreharbeiten transformierte er die Filmmusik in eine siebensätzige Kantate, die die wichtigsten Stationen der Filmhandlung nachzeichnet, vor allem die berühmte Schlacht auf dem vereisten See. Sie gilt als Schlüsselszene des gesamten Werks.Ein sehr privates Drama verhandelt dagegen Sergej Rachmaninows Kantate Der Frühling. Sie schildert die schmerzvollen Gefühle eines betrogenen Ehemanns, der während der dunklen Wintermonate auf Rache sinnt und seine untreue Gattin erschlagen möchte. Der beginnende Frühling stimmt ihn jedoch milde, und er verzeiht seiner Frau. Rachmaninow, der gerade mit therapeutischer Hilfe eine schwere Schaffenskrise überwunden hatte und darüber hinaus frisch verheiratet war, schuf in diesem opernhaften Werk ein eindrucksvolles musikalisches Panorama menschlicher Stimmungen und Emotionen.


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Kann man Musik vergessen und verlieren? Wie passiert es, dass musikalische Werke aus dem Kanon verdrängt werden? Und wie begegnen wir Musik wie z. B. der des Komponisten Pavel Haas, wenn sie wiederentdeckt wird? Diesen Fragen widmen wir uns in diesem Musiklabor – im gemeinsamen Gespräch und beim Erstellen von neuen Perspektiven. Empfohlen ab 16 Jahren


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»Das Bläserquintett ist ein Mikrokosmos des gesamten Orchesters«, meint Fergus McWilliam, Hornist der Berliner Philharmoniker und Mitglied des Philharmonischen Bläserquintetts Berlin. Tatsächlich vereinen sich mit Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott in diesem Ensemble en miniature die Bläsergruppen eines symphonischen Orchesters. Für die Musiker gilt es, die verschiedenen Instrumente zu einem homogenen Gesamtklang zu vereinen. Dem Philharmonischen Bläserquintett ist dies in den 30 Jahren seines Bestehens auf hervorragende Weise gelungen: Nuancenreich, transparent und klangschön im Ton, technisch brillant und ausdrucksstark – das Spiel des Ensembles hat neue Maßstäbe gesetzt.Sein Geburtstagskonzert eröffnet das Ensemble mit drei Werken, die Wolfgang Amadeus Mozart für mechanisches Orgelwerk geschrieben hat und die nun in einer Bearbeitung von Michael Hasel erklingen. Das restliche Programm besteht aus Originalkompositionen des 20. Jahrhunderts, in dem das Bläserquintett eine neue Blütezeit erlebte. Das Quintett op. 10 von Paavel Haas, einem Schüler Leoš Janáčeks, wurzelt in der mährischen Volksmusik und dem jüdischen Synagogengesang. Bei der Uraufführung bescherte es dem Komponisten, der in den 1930er-Jahren zur tschechischen Avantgarde zählte und 1944 im Konzentrationslager Auschwitz ermordet wurde, einen ersten großen Erfolg. György Ligeti ließ sich Anfang der 1950er-Jahre vom Stil Béla Bartóks und Igor Strawinskys sowie von den Rhythmen ungarischer Bauernmusik zu seinen Sechs Bagatellen inspirieren. Heute zählen diese witzigen, frechen Stücke zu den Klassikern der Bläserquintett-Literatur. Ebenso wie das letzte Werk des Konzerts, das gleichzeitig an den Anfang des Programms anknüpft: Carl Nielsen komponierte sein Quintett unter dem Eindruck von Mozarts Quintett für Klavier und Bläser. Schlicht, klar und volkstümlich in seiner Art entspricht es klassischen Prinzipien, gleichzeitig gelang es dem dänischen Komponisten, jedes Instrument in seiner Einzigartigkeit zu präsentieren.


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Bereits im Alter von zwei Jahren begann Jew­genij Kissin, Stücke auf dem Klavier nach dem Gehör zu spielen und zu improvisieren. Mit zehn gab er sein Konzertdebüt mit Mozarts Klavierkonzert d-Moll KV 466, ein Jahr darauf folgte sein erster Soloabend. 1988 wurde der in Moskau geborene Pianist zu einem Vorspiel bei Herbert von Karajan geladen, der den damals 17-Jährigen spontan für das Silvesterkonzert der Berliner Philharmoniker engagierte. Heute kann Jewgenij Kissin auf eine langjährige und erfüllte Karriere zurückblicken. Mariss Jansons, den die Berliner Philharmoniker im Januar 2018 zu ihrem Ehrenmitglied ernannt haben, dirigiert diese drei Abende, an denen Kissin der Solist ist in Franz Liszts heroisch-brillantem Klavierkonzert ­Es-Dur, das seine Hörer in ein wahres Labyrinth aus verschachtelten Sätzen und zirkulierenden Themen entführt. Liszt nahm sich Schuberts Wandererfantasie zum Vorbild, die entweder als frei gestalteter Sonatenhauptsatz verstanden werden kann oder als kompletter Sonatenzyklus – ­inklusive Adagio, Scherzo und einem alles überhöhenden Finale.Vor dem Klavierkonzert, das in Liszts Œuvre als Nr. 1 gezählt wird, da es zuerst publiziert und uraufgeführt wurde, erklingt Richard Strauss’ Tondichtung Also sprach Zarathustra, mit welcher der junge Strauss erklärtermaßen keine »philosophische Musik« schreiben wollte oder »Nietzsches großes Werk musikalisch darzustellen« versuchte. Vielmehr faszinierte den Komponisten die fundamentale Gesellschaftskritik Nietzsches und das dionysische Lebensgefühl, welches im Buch zum Ausdruck kommt. Die befremdliche Theorie vom »Übermenschen« verwandelt sich in Strauss’ Lesart zu einer Besinnung auf die naturgegebenen Kräfte des Menschen, mit deren Hilfe er den Kampf gegen Mittelmaß und Rückständigkeit aufnimmt. Nach der Berliner Erstaufführung dieses Werks am 30. November 1896, bei der Arthur Nikisch die Berliner Philharmoniker dirigierte und die nur drei Tage nach der Frankfurter Premiere stattfand, bezeichnete Otto Lessmann in der Allgemeinen Musikzeitung das Werk als »Markstein auf dem Gebiet der reinen Instrumentalmusik«. Sein Resümee: »In einem Konzertbericht auch nur annähernd ein Bild von der Großartigkeit der musikalischen Konzeption dieses Werkes geben zu wollen, wäre ein vergebliches Bemühen.«Abgerundet wird das Konzert mit Richard Wagners mitreißender Rienzi-Ouvertüre, die in mehrfach beschleunigender Steigerung ein thematisches Potpourri aus Schlachtruf (»Santo Spirito cavaliere«) und Triumphmarsch (»Ertönet laut, ihr Freudenlieder«) des dritten Opernaktes bietet.


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Bereits im Alter von zwei Jahren begann Jew­genij Kissin, Stücke auf dem Klavier nach dem Gehör zu spielen und zu improvisieren. Mit zehn gab er sein Konzertdebüt mit Mozarts Klavierkonzert d-Moll KV 466, ein Jahr darauf folgte sein erster Soloabend. 1988 wurde der in Moskau geborene Pianist zu einem Vorspiel bei Herbert von Karajan geladen, der den damals 17-Jährigen spontan für das Silvesterkonzert der Berliner Philharmoniker engagierte. Heute kann Jewgenij Kissin auf eine langjährige und erfüllte Karriere zurückblicken. Mariss Jansons, den die Berliner Philharmoniker im Januar 2018 zu ihrem Ehrenmitglied ernannt haben, dirigiert diese drei Abende, an denen Kissin der Solist ist in Franz Liszts heroisch-brillantem Klavierkonzert ­Es-Dur, das seine Hörer in ein wahres Labyrinth aus verschachtelten Sätzen und zirkulierenden Themen entführt. Liszt nahm sich Schuberts Wandererfantasie zum Vorbild, die entweder als frei gestalteter Sonatenhauptsatz verstanden werden kann oder als kompletter Sonatenzyklus – ­inklusive Adagio, Scherzo und einem alles überhöhenden Finale.Vor dem Klavierkonzert, das in Liszts Œuvre als Nr. 1 gezählt wird, da es zuerst publiziert und uraufgeführt wurde, erklingt Richard Strauss’ Tondichtung Also sprach Zarathustra, mit welcher der junge Strauss erklärtermaßen keine »philosophische Musik« schreiben wollte oder »Nietzsches großes Werk musikalisch darzustellen« versuchte. Vielmehr faszinierte den Komponisten die fundamentale Gesellschaftskritik Nietzsches und das dionysische Lebensgefühl, welches im Buch zum Ausdruck kommt. Die befremdliche Theorie vom »Übermenschen« verwandelt sich in Strauss’ Lesart zu einer Besinnung auf die naturgegebenen Kräfte des Menschen, mit deren Hilfe er den Kampf gegen Mittelmaß und Rückständigkeit aufnimmt. Nach der Berliner Erstaufführung dieses Werks am 30. November 1896, bei der Arthur Nikisch die Berliner Philharmoniker dirigierte und die nur drei Tage nach der Frankfurter Premiere stattfand, bezeichnete Otto Lessmann in der Allgemeinen Musikzeitung das Werk als »Markstein auf dem Gebiet der reinen Instrumentalmusik«. Sein Resümee: »In einem Konzertbericht auch nur annähernd ein Bild von der Großartigkeit der musikalischen Konzeption dieses Werkes geben zu wollen, wäre ein vergebliches Bemühen.«Abgerundet wird das Konzert mit Richard Wagners mitreißender Rienzi-Ouvertüre, die in mehrfach beschleunigender Steigerung ein thematisches Potpourri aus Schlachtruf (»Santo Spirito cavaliere«) und Triumphmarsch (»Ertönet laut, ihr Freudenlieder«) des dritten Opernaktes bietet.


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Bereits im Alter von zwei Jahren begann Jew­genij Kissin, Stücke auf dem Klavier nach dem Gehör zu spielen und zu improvisieren. Mit zehn gab er sein Konzertdebüt mit Mozarts Klavierkonzert d-Moll KV 466, ein Jahr darauf folgte sein erster Soloabend. 1988 wurde der in Moskau geborene Pianist zu einem Vorspiel bei Herbert von Karajan geladen, der den damals 17-Jährigen spontan für das Silvesterkonzert der Berliner Philharmoniker engagierte. Heute kann Jewgenij Kissin auf eine langjährige und erfüllte Karriere zurückblicken. Mariss Jansons, den die Berliner Philharmoniker im Januar 2018 zu ihrem Ehrenmitglied ernannt haben, dirigiert diese drei Abende, an denen Kissin der Solist ist in Franz Liszts heroisch-brillantem Klavierkonzert ­Es-Dur, das seine Hörer in ein wahres Labyrinth aus verschachtelten Sätzen und zirkulierenden Themen entführt. Liszt nahm sich Schuberts Wandererfantasie zum Vorbild, die entweder als frei gestalteter Sonatenhauptsatz verstanden werden kann oder als kompletter Sonatenzyklus – ­inklusive Adagio, Scherzo und einem alles überhöhenden Finale.Vor dem Klavierkonzert, das in Liszts Œuvre als Nr. 1 gezählt wird, da es zuerst publiziert und uraufgeführt wurde, erklingt Richard Strauss’ Tondichtung Also sprach Zarathustra, mit welcher der junge Strauss erklärtermaßen keine »philosophische Musik« schreiben wollte oder »Nietzsches großes Werk musikalisch darzustellen« versuchte. Vielmehr faszinierte den Komponisten die fundamentale Gesellschaftskritik Nietzsches und das dionysische Lebensgefühl, welches im Buch zum Ausdruck kommt. Die befremdliche Theorie vom »Übermenschen« verwandelt sich in Strauss’ Lesart zu einer Besinnung auf die naturgegebenen Kräfte des Menschen, mit deren Hilfe er den Kampf gegen Mittelmaß und Rückständigkeit aufnimmt. Nach der Berliner Erstaufführung dieses Werks am 30. November 1896, bei der Arthur Nikisch die Berliner Philharmoniker dirigierte und die nur drei Tage nach der Frankfurter Premiere stattfand, bezeichnete Otto Lessmann in der Allgemeinen Musikzeitung das Werk als »Markstein auf dem Gebiet der reinen Instrumentalmusik«. Sein Resümee: »In einem Konzertbericht auch nur annähernd ein Bild von der Großartigkeit der musikalischen Konzeption dieses Werkes geben zu wollen, wäre ein vergebliches Bemühen.«Abgerundet wird das Konzert mit Richard Wagners mitreißender Rienzi-Ouvertüre, die in mehrfach beschleunigender Steigerung ein thematisches Potpourri aus Schlachtruf (»Santo Spirito cavaliere«) und Triumphmarsch (»Ertönet laut, ihr Freudenlieder«) des dritten Opernaktes bietet.


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Der Komponist, Pianist und Dirigent Gregor A. Mayrhofer war Assistent von Sir Simon Rattle in Berlin und ist Dirigierstipendiat der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker. Davor absolvierte er ein Studium bei Alan Gilbert an der Juilliard School in New York, nachdem er Komposition und Dirigieren in Paris, München und Düsseldorf studiert hatte.Gemeinsam mit anderen Stipendiaten der Karajan-Akademie und der Sopranistin Sophie Klußmann präsentiert Mayrhofer ein abwechslungsreiches Programm, das von zwei Klassikern der Moderne gerahmt wird: Luigi Dallapiccolas atmosphärische Nachtmusik Piccola musica notturna, deren introvertierte und fragile Klänge immer wieder durch geisterhaft anmutende Einwürfe unterbrochen werden, und Franz Schrekers Kammersinfonie, mit deren ausgefallener Besetzung der Komponist eine irisierend-fantastische Klangwelt schuf.Neben der Aufführung des Insect Concerto, das Gregor A. Mayrhofer im Auftrag des WWF komponiert hat, wird La donna danada des 1948 geborenen Venezianers Claudio Ambrosini zu hören sein sowie Stefano Gervasonis hochexpressives Ensemblestück Godspell für Mezzosopran, Flöte, Klarinette, Percussion, Klavier, Celesta und Streichquintett nach Gedichten des US-amerikanischen Lyrikers Philip Levine. Mit At First Light, das von William Turners Gemälde Norham Castle, Sunrise inspiriert wurde, widmen sich die Musiker im Rahmen von George Benjamins Residency dann noch einem überaus virtuos orchestrierten Ensemblestück, das mit irisierenden »Licht-Klängen« eine »Feier von Farben und Geräuschen des anbrechenden Tages« ausbreitet (Benjamin).


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Den Ritterschlag erhielt Lisa Batiashvili als 22-Jährige von Alfred Brendel, der über eines ihrer Konzerte zu Protokoll gab: »Jeder Ton sang und sprach.- Fantasie und Kontrolle, Wärme und Überlegenheit, Strenge und Flexibilität hielten sich die Waage.« Keinerlei Eigentümlichkeiten regionaler Geigerschulen – nicht die russische und nicht die von Dorothy Delay aus New York – lenkten von dem ab, was die Musik selbst zu sagen habe, schrieb Brendel damals und fuhr fort: »Der Leser meint nun vielleicht, da fehle es an Profil, an Persönlichkeit? An Innigkeit, Intensität, sinnlicher Schönheit? Keineswegs. Es ist hier nur alles, in seiner ganzen Vielschichtigkeit, im Lot. [...] Es glüht, aber nichts ufert aus.« Heute zählt Lisa Batiashvili zu den bedeutendsten Geigerinnen ihrer Generation. Über die Berliner Philharmoniker sagte sie: »Es ist wahrscheinlich das einzige Orchester, in dem so viele starke Persönlichkeiten zusammensitzen und jeder alleine für sich eine unglaubliche Leistung bringen kann, welche dann zu einer so gewaltigen Einheit wird. Egal was man spielt, man hat das Gefühl, dass vom erstem bis zum letzten Pult alle für eine Idee da sind.«Mit Prokofjews Zweitem Violinkonzert widmet sich die Geigerin einem durch und durch lyrischen Werk, in dem der russische Komponist auf motorische und groteske Momente gänzlich verzichtete, die noch sein erstes Konzert der Gattung geprägt hatten. Bereits im März 1930 hatte Prokofjew in einem Interview der Chicagoer Zeitschrift Music Leader bekannt: »Die Zeiten, in denen Dissonanzen um der Dissonanzen willen benutzt wurden, sind vorbei. [...] Eine neue Einfachheit – das ist der heutige Modernismus.« Eingeleitet wird der von Alan Gilbert dirigierte Abend von der irisierenden Klangskulptur Metacosmos der isländischen Komponistin Anna Thorvaldsdottir, die 2018 beim New York Philharmonic mit dem Marie-Josée Kravis Prize for New Music ausgezeichnet wurde. Das Werk erklingt in diesen Konzerten erstmals in Europa. Abgerundet wird das Programm mit der Symphonia domestica von Richard Strauss, einem parodistischen »Familienscherzo mit Doppelfuge«: Drei Themen, »Papa kommt von der Reise zurück, müde«, »Mama« und »Bubi, ein Gemisch, doch größere Ähnlichkeit mit Papa«, beschreiben Spaziergang und gemütlichen »Familientisch«, bis »Mama [...] Bubi zu Bett« bringt und »Papa et Maman seuls« sich ihrer »scène d’amour« hingeben. Mit geradezu artistischem Aufwand fasste Strauss das simple Sujet in einer hochartifiziellen musikalischen Anlage: mit einer ungeheuren Vielfalt an Melodien, die in brillanter Instrumentation vor dem Hörer ausgebreitet werden.


Kategorie: Klassik

Den Ritterschlag erhielt Lisa Batiashvili als 22-Jährige von Alfred Brendel, der über eines ihrer Konzerte zu Protokoll gab: »Jeder Ton sang und sprach.- Fantasie und Kontrolle, Wärme und Überlegenheit, Strenge und Flexibilität hielten sich die Waage.« Keinerlei Eigentümlichkeiten regionaler Geigerschulen – nicht die russische und nicht die von Dorothy Delay aus New York – lenkten von dem ab, was die Musik selbst zu sagen habe, schrieb Brendel damals und fuhr fort: »Der Leser meint nun vielleicht, da fehle es an Profil, an Persönlichkeit? An Innigkeit, Intensität, sinnlicher Schönheit? Keineswegs. Es ist hier nur alles, in seiner ganzen Vielschichtigkeit, im Lot. [...] Es glüht, aber nichts ufert aus.« Heute zählt Lisa Batiashvili zu den bedeutendsten Geigerinnen ihrer Generation. Über die Berliner Philharmoniker sagte sie: »Es ist wahrscheinlich das einzige Orchester, in dem so viele starke Persönlichkeiten zusammensitzen und jeder alleine für sich eine unglaubliche Leistung bringen kann, welche dann zu einer so gewaltigen Einheit wird. Egal was man spielt, man hat das Gefühl, dass vom erstem bis zum letzten Pult alle für eine Idee da sind.«Mit Prokofjews Zweitem Violinkonzert widmet sich die Geigerin einem durch und durch lyrischen Werk, in dem der russische Komponist auf motorische und groteske Momente gänzlich verzichtete, die noch sein erstes Konzert der Gattung geprägt hatten. Bereits im März 1930 hatte Prokofjew in einem Interview der Chicagoer Zeitschrift Music Leader bekannt: »Die Zeiten, in denen Dissonanzen um der Dissonanzen willen benutzt wurden, sind vorbei. [...] Eine neue Einfachheit – das ist der heutige Modernismus.« Eingeleitet wird der von Alan Gilbert dirigierte Abend von der irisierenden Klangskulptur Metacosmos der isländischen Komponistin Anna Thorvaldsdottir, die 2018 beim New York Philharmonic mit dem Marie-Josée Kravis Prize for New Music ausgezeichnet wurde. Das Werk erklingt in diesen Konzerten erstmals in Europa. Abgerundet wird das Programm mit der Symphonia domestica von Richard Strauss, einem parodistischen »Familienscherzo mit Doppelfuge«: Drei Themen, »Papa kommt von der Reise zurück, müde«, »Mama« und »Bubi, ein Gemisch, doch größere Ähnlichkeit mit Papa«, beschreiben Spaziergang und gemütlichen »Familientisch«, bis »Mama [...] Bubi zu Bett« bringt und »Papa et Maman seuls« sich ihrer »scène d’amour« hingeben. Mit geradezu artistischem Aufwand fasste Strauss das simple Sujet in einer hochartifiziellen musikalischen Anlage: mit einer ungeheuren Vielfalt an Melodien, die in brillanter Instrumentation vor dem Hörer ausgebreitet werden.


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Den Ritterschlag erhielt Lisa Batiashvili als 22-Jährige von Alfred Brendel, der über eines ihrer Konzerte zu Protokoll gab: »Jeder Ton sang und sprach.- Fantasie und Kontrolle, Wärme und Überlegenheit, Strenge und Flexibilität hielten sich die Waage.« Keinerlei Eigentümlichkeiten regionaler Geigerschulen – nicht die russische und nicht die von Dorothy Delay aus New York – lenkten von dem ab, was die Musik selbst zu sagen habe, schrieb Brendel damals und fuhr fort: »Der Leser meint nun vielleicht, da fehle es an Profil, an Persönlichkeit? An Innigkeit, Intensität, sinnlicher Schönheit? Keineswegs. Es ist hier nur alles, in seiner ganzen Vielschichtigkeit, im Lot. [...] Es glüht, aber nichts ufert aus.« Heute zählt Lisa Batiashvili zu den bedeutendsten Geigerinnen ihrer Generation. Über die Berliner Philharmoniker sagte sie: »Es ist wahrscheinlich das einzige Orchester, in dem so viele starke Persönlichkeiten zusammensitzen und jeder alleine für sich eine unglaubliche Leistung bringen kann, welche dann zu einer so gewaltigen Einheit wird. Egal was man spielt, man hat das Gefühl, dass vom erstem bis zum letzten Pult alle für eine Idee da sind.«Mit Prokofjews Zweitem Violinkonzert widmet sich die Geigerin einem durch und durch lyrischen Werk, in dem der russische Komponist auf motorische und groteske Momente gänzlich verzichtete, die noch sein erstes Konzert der Gattung geprägt hatten. Bereits im März 1930 hatte Prokofjew in einem Interview der Chicagoer Zeitschrift Music Leader bekannt: »Die Zeiten, in denen Dissonanzen um der Dissonanzen willen benutzt wurden, sind vorbei. [...] Eine neue Einfachheit – das ist der heutige Modernismus.« Eingeleitet wird der von Alan Gilbert dirigierte Abend von der irisierenden Klangskulptur Metacosmos der isländischen Komponistin Anna Thorvaldsdottir, die 2018 beim New York Philharmonic mit dem Marie-Josée Kravis Prize for New Music ausgezeichnet wurde. Das Werk erklingt in diesen Konzerten erstmals in Europa. Abgerundet wird das Programm mit der Symphonia domestica von Richard Strauss, einem parodistischen »Familienscherzo mit Doppelfuge«: Drei Themen, »Papa kommt von der Reise zurück, müde«, »Mama« und »Bubi, ein Gemisch, doch größere Ähnlichkeit mit Papa«, beschreiben Spaziergang und gemütlichen »Familientisch«, bis »Mama [...] Bubi zu Bett« bringt und »Papa et Maman seuls« sich ihrer »scène d’amour« hingeben. Mit geradezu artistischem Aufwand fasste Strauss das simple Sujet in einer hochartifiziellen musikalischen Anlage: mit einer ungeheuren Vielfalt an Melodien, die in brillanter Instrumentation vor dem Hörer ausgebreitet werden.


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Die Förderung junger Talente war Claudio Abbado immer ein besonderes Anliegen: Unter anderem gründete er 1978 das European Community Youth Orchestra, dessen Mitglieder, die die Altersgrenze von 23 Jahren erreicht hatten, 1981 das Chamber Orchestra of Europe ins Leben riefen. Dieses Profiensemble, das in den ersten Jahren von Abbado unterstützt und als Chefdirigent musikalisch geprägt wurde, gilt heute als »bestes Kammerorchester der Welt« (BBC 2 Television). Unter der Leitung von Robin Ticciati, Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin, ist das Chamber Orchestra of Europe nun mit Gabriel Faurés Suite aus der Bühnenmusik zu Maurice Maeterlinks symbolistischem Seelendrama Pelléas et Mélisande zu Gast. Mit ihr schuf Fauré eine durch und durch romantische Musik, die stets durch einen Hauch von Melancholie überschattet wird. Ebenfalls auf dem Programm vertreten ist die LinzerSymphonie, die Wolfgang Amadeus Mozart erstmals in seinem symphonischen Schaffen mit einer langsamen Einleitung versah – eine folgenreiche Neuerung, in der sich der zunehmend höhere ästhetische Anspruch an die Gattung widerspiegelt. Weiterhin widmet sich Magdalena Kožená Hector Berlioz’ Liederzyklus Les Nuits d’été, dem sechs Gedichte Théophile Gautiers zugrunde liegen. In ihnen klingen neben romantischem Liebesgefühl auch ausgeprägte Sehnsuchts- und Verlustgefühle an. Zudem stehen mit »Sur les lagunes« und »Absence« zwei ausgesprochene Lamento-Sätze im Zentrum des Werks – ein Satzpaar, in dem die Musik einen schmerzlich-expressiven Tonfall annimmt.


Kategorie: Klassik

Empfohlen für Kinder ab 5 Jahren


Kategorie: Klassik


Kategorie: Klassik


Kategorie: Klassik


Kategorie: Klassik

Er gilt als Motor der jungen klassischen Musikszene in Island, die er mit leidenschaftlicher Musikalität, explosiver Virtuosität und intellektueller Neugier voranbringt: der Pianist Víkingur Ólafsson, der 2008 sein Studium an der Juilliard School of Music abschloss. In seiner Heimat wurde er mit sämtlichen bedeutenden Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Icelandic Optimism Prize sowie viermal als »Musiker des Jahres«. Schon lange ist Víkingur Ólafsson auch auf internationalem Parkett kein unbekannter mehr: Der Sprung in die erste Pianistenliga ist ihm längst geglückt. Für sein Debüt in den Konzerten der Stiftung Berliner Philharmoniker hat er ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt, das von Johann Sebastian Bachs Aria variata BWV 989 eingeleitet wird: zehn hochvirtuosen Variationen über ein Choralthema. Neben den barocken Glanz verstrahlenden Präludien samt Fugen BWV 850 und BWV 855 aus dem Wohltemperierten Klavier widmet sich Ólafsson auch Bachs stimmungsvollem »Konzert« für Cembalo BWV 974, das auf einem Oboenkonzert des italienischen Barockkomponisten Alessandro Marcello basiert. Zudem erklingen die Inventionen BWV 786 und BWV 801, die Fantasie und Fuge a-Moll BWV 904 sowie der dritte Satz aus der Partita BWV 1006 für Violine solo, letztere im virtuosen Arrangement von Sergej Rachmaninow, das um ein weiteres von Alexander Siloti (das Präludium h-Moll) ergänzt wird. Weiterer Höhepunkt des Abends: Ólafssons Sicht der beiden Beethoven-Sonaten f-Moll op. 2 Nr. 1 und c-Moll op. 111, von denen letztere zu den bedeutendsten und anspruchsvollsten Klaviersonaten überhaupt zählt.


Kategorie: Klassik


Kategorie: Klassik


Kategorie: Klassik

Die Musik von Anton Bruckner gehörte schon immer zum Kernrepertoire von Marek Janowski. Mit dem Orchestre de la Suisse Romande hat der 1939 in Warschau geborene Dirigent zwischen 2007 und 2012 sämtliche Symphonien Bruckners auf Tonträger gebannt – und Presse und Fachkritik zu Lobeshymnen inspiriert: »Eine Meisterleistung« befand etwa die Berliner Morgenpost, »eine große Empfehlung« sprach die Fachzeitschrift Hifi & Records aus, in stereoplay war zu lesen: »Man könnte ins Schwärmen geraten.« Dass Janowskis Interpretationsansatz dabei durchaus Neues zu bieten hatte, attestierte u. a. das Fono Forum: »Von Verzärtelungen, von romantischen Kunstpausen hält Janowski nicht viel. Zum Glück. Denn so kann sich dieser Bruckner in seinem Wollen und Drängen ungehemmt ­entfalten.«In diesen Konzerten musiziert Janowski, der u. a. ganze 14 Jahre dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin vorstand, mit den Berliner Philharmonikern die zwischen 1879 und 1881 entstandene Sechste Symphonie Bruckners, der – obwohl von ihrem Komponisten einmal als seine »keckste« bezeichnet – von Anbeginn ein Schicksal als Außenseiterin im Konzertbetrieb bestimmt war. Die erste integrale Aufführung des Werks – zu Bruckners Lebzeiten waren in einem Konzert der Wiener Philharmoniker lediglich die beiden Mittelsätze erklungen – fand erst zweieinhalb Jahre nach dem Tod des Komponisten statt. Gustav Mahler, der diese Aufführung leitete, hatte allerdings eine Fassung erstellt, die Bruckners ursprünglichen Intentionen nur bedingt gerecht wurde. Da der Erstdruck der Partitur überdies in einigen Stellen von Bruckners Handschrift abwich, dauerte es in der Folge bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts, bis die hin und wieder als Bruckners »Pastorale« betitelte Sechste auf der Grundlage textkritischer Editionen in ihrer Originalgestalt gespielt wurde. Der Aufführung von Bruckners Sechster geht Janowskis Interpretation der selten zu hörenden, 1866 entstandenen Messe Nr. 2 in e-Moll voran. Da dieses Werk 1869 anlässlich der Eröffnung der Votivkapelle des Mariä-Empfängnis-Doms in Linz unter freiem Himmel aufgeführt wurde, schrieb Bruckner aus praktischen Gründen einen auf Streicherstimmen vollkommen verzichtenden Orchesterpart. Wie fast alle seine Symphonien überarbeitete der Komponist auch seine Zweite Messe. In der 1885 abgeschlossenen 2. Fassung (wiederum ohne Streicher) bringt Marek Janowski sie nun an drei Abenden zur Aufführung. Die anspruchsvolle Chorpartie dieses klanglich überaus reizvollen Werks, das bei den Berliner Philharmonikern letztmals im März 1972 erklang, übernimmt mit dem Rundfunkchor Berlin ein langjähriger künstlerischer Partner der Berliner Philharmoniker.


Kategorie: Klassik


Kategorie: Klassik

Die Musik von Anton Bruckner gehörte schon immer zum Kernrepertoire von Marek Janowski. Mit dem Orchestre de la Suisse Romande hat der 1939 in Warschau geborene Dirigent zwischen 2007 und 2012 sämtliche Symphonien Bruckners auf Tonträger gebannt – und Presse und Fachkritik zu Lobeshymnen inspiriert: »Eine Meisterleistung« befand etwa die Berliner Morgenpost, »eine große Empfehlung« sprach die Fachzeitschrift Hifi & Records aus, in stereoplay war zu lesen: »Man könnte ins Schwärmen geraten.« Dass Janowskis Interpretationsansatz dabei durchaus Neues zu bieten hatte, attestierte u. a. das Fono Forum: »Von Verzärtelungen, von romantischen Kunstpausen hält Janowski nicht viel. Zum Glück. Denn so kann sich dieser Bruckner in seinem Wollen und Drängen ungehemmt ­entfalten.«In diesen Konzerten musiziert Janowski, der u. a. ganze 14 Jahre dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin vorstand, mit den Berliner Philharmonikern die zwischen 1879 und 1881 entstandene Sechste Symphonie Bruckners, der – obwohl von ihrem Komponisten einmal als seine »keckste« bezeichnet – von Anbeginn ein Schicksal als Außenseiterin im Konzertbetrieb bestimmt war. Die erste integrale Aufführung des Werks – zu Bruckners Lebzeiten waren in einem Konzert der Wiener Philharmoniker lediglich die beiden Mittelsätze erklungen – fand erst zweieinhalb Jahre nach dem Tod des Komponisten statt. Gustav Mahler, der diese Aufführung leitete, hatte allerdings eine Fassung erstellt, die Bruckners ursprünglichen Intentionen nur bedingt gerecht wurde. Da der Erstdruck der Partitur überdies in einigen Stellen von Bruckners Handschrift abwich, dauerte es in der Folge bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts, bis die hin und wieder als Bruckners »Pastorale« betitelte Sechste auf der Grundlage textkritischer Editionen in ihrer Originalgestalt gespielt wurde. Der Aufführung von Bruckners Sechster geht Janowskis Interpretation der selten zu hörenden, 1866 entstandenen Messe Nr. 2 in e-Moll voran. Da dieses Werk 1869 anlässlich der Eröffnung der Votivkapelle des Mariä-Empfängnis-Doms in Linz unter freiem Himmel aufgeführt wurde, schrieb Bruckner aus praktischen Gründen einen auf Streicherstimmen vollkommen verzichtenden Orchesterpart. Wie fast alle seine Symphonien überarbeitete der Komponist auch seine Zweite Messe. In der 1885 abgeschlossenen 2. Fassung (wiederum ohne Streicher) bringt Marek Janowski sie nun an drei Abenden zur Aufführung. Die anspruchsvolle Chorpartie dieses klanglich überaus reizvollen Werks, das bei den Berliner Philharmonikern letztmals im März 1972 erklang, übernimmt mit dem Rundfunkchor Berlin ein langjähriger künstlerischer Partner der Berliner Philharmoniker.


Kategorie: Klassik


Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:23.12.18
© Fotos der Vorstellungen: [+][-]
Konzert mit Boris Rosenthal(/) Konzert mit Stanley Dodds, Katharina Richter, Christiane Oertel, Hans Beatus Straub, Jörg Gottschick(/) Konzert mit RIAS Kammerchor, Justin Doyle(/) Konzert mit Rimma Sushanskaya, Alexey Botvinov, Olena Tokar(/) Konzert mit Michael Zukernik, Andrei Gavrilov(/) Konzert mit Dmitri Berlinsky, Juri Gilbo(/) Konzert mit Petr Chromczák, Monika Brychtová, Lenka Kučerová, Michal Vojta, Dalibor Tolas, Coro di Praga(pomo/pomo) Konzert mit Andreas Peer Kähler, Néstor Bayona, Sara-Bigna Janett, Mats Johansson(/) Konzert mit Asita Djavadi, Thomas Dorsch(promo/promo) Liederabend mit Matthias Goerne und Daniil Trifonov(Marco Borggreve/Marco Borggreve) Konzert mit Marc Piollet(/) Konzert mit Valery Gergiev, Irina Churilova, Kira Loginova, Yekaterina Sergeyeva, Natalia Yevstafieva, Najmiddin Mavlyanov, Andrei Zorin, Roman Burdenko, Evgeny Nikitin, Stanislav Trofimov, Yuri Vorobiev(Marco Borggreve/Deutsche Grammophon/Marco Borggreve/Deutsche Grammophon) Lunchkonzert(/) Weihnachtliches mit dem Chor des Bolschoi-Theaters Moskau(Damir Yusupov/Damir Yusupov) Konzert mit Jean-Christophe Spinosi(/) Kirill Petrenko dirigiert das Bundesjugendorchester(Tom Wassenberg/Tom Wassenberg) Carte blanche(Peter Adamik/Peter Adamik) Tugan Sokhiev dirigiert Borodin, Rachmaninow und Prokofjew(Patrice Nin/Patrice Nin) Konzert mit Donna Yvette Brown(promo/promo) Familienkonzert Das Zauberflötchen(/) Konzert mit Andrej Hermlin, David Hermlin, Ann Sophie(promo/promo) 3. Musiklabor: Vergessene, verdrängte und verschollene Musik(Dorothea Huber/Dorothea Huber) Konzert mit Petr Chromczák, Monika Brychtová, Dita Stejskalová, Michal Vojta, Dalibor Tolas, Coro di Praga(promo/promo) Rotary-Benefizkonzert 2019 zugunsten von Kindern in Berlin(/) Konzert mit Chor der Musikhochschule Freiburg, EuropaChor Berlin, Michael Riedel, Frank Markowitsch, Chor des Rimsky-Korsakow-Konservatoriums St. Petersburg, Walerij Uspenskij(/) Konzert mit Valentina Diaz-Frenot(/) The Best of Musical Starnights(/) 30 Jahre Philharmonisches Bläserquintett Berlin(Peter Adamik/Peter Adamik) Konzert mit Marco Seco(/) Debüt im Deutschlandfunk Kultur(/) Mariss Jansons und Jewgenij Kissin(Martin Walz/Martin Walz) Konzert mit Sebastian Schmidt, Nanette Schmidt, Andreas Willwohl, Bernhard Schmidt, Lauma Skride(/) Konzert mit Andreas Wittmann, Yasuko Fuchs-Imanaga, Monica Carrasco Leiton-Wittmann(/) Sonntagskonzertreihe des Chorverbands Berlin(/) Konzert mit Michael Zukernik, Andrei Gavrilov, Avraham Fried, Moshe Pinhas(/) Zeitgenössische Musik und Klassiker der Moderne mit der Karajan-Akademie(Peter Adamik/Peter Adamik) Konzert mit Jürgen Bruns, Sören Linke, Maher Mahmoud, Mevan Younes, Athil Hamdan, Florian Grube(/) Konzert mit Elena Bashkirova(/) Konzert mit Daniel Barenboim(/) Konzert mit Vineta Sareika, Anthea Kreston, Gregor Sigl, Eckart Runge(/) Alan Gilbert und Lisa Batiashvili(Monika Rittershaus/Monika Rittershaus) In memoriam Claudio Abbado(Erika Rabau/Erika Rabau) Familienkonzert – Peter und der Wolf(/) Konzert mit Nicholas Carter, Elizabeth Watts, Anthony Michaels-Moore, Rundfunkchor Berlin, Benjamin Goodson(/) Konzert mit Fabien Gabel, Francesco Piemontesi(/) Debüt: Víkingur Ólafsson(Ari Magg/Ari Magg) Konzert mit Lionel Bringuier, Jan Lisiecki(/) Konzert mit Gabriel Adorján, Sebastian Manz(/) Marek Janowski dirigiert Bruckners Sechste Symphonie(Felix Broede/Felix Broede) Konzert mit Josef Bulva(/)

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