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Spielplan für Februar 2019

Unter dem Decknamen »Lindoro« hat der wohlhabende Graf Almaviva als vermeintlicher Student das Herz der schönen Rosina erobert. Doch leider möchte Dr. Bartolo, der eifersüchtige Vormund des Mädchens, sein Mündel selbst ehelichen und versucht daher alle Verehrer von Rosina fernzuhalten. Zum Glück steht »Lindoro« jedoch der ebenso einfallsreiche wie liebenswerte Barbier Figaro zur Seite. Mithilfe verschiedener Maskeraden und allerlei mehr oder weniger raffiniert eingefädelten Verwicklungen führen Figaro und Almaviva den alten Bartolo hinters Licht und ebnen so den Weg zum Liebesglück des Grafen mit seiner Rosina. Mit seinem »Barbiere di Siviglia« schuf der fast 24-jährige Rossini innerhalb von nur drei Wochen ein geistreiches, prickelnd-feuriges und pulsierendes Meisterwerk ganz im Sinne der italienischen Opera buffa. Als Vorlage dazu diente ihm das Schauspiel »La Précaution inutile ou le Barbier de Séville« des französischen Dichters, Geheimagenten und Waffenschmugglers Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais aus dem Jahr 1772, das die Vorgeschichte zu Mozarts »Le nozze di Figaro« erzählt. Rossinis humorvoll gezeichnete Charaktere, die brillanten Solopartien, mitreißenden Melodien und temporeichen Ensembles kommen in Ruth Berghaus’ zeitloser Inszenierung aus dem Jahr 1968 (mit dem genial-einfachen Bühnenbild des jungen Achim Freyer) voll zur Geltung: Sie strotzt nur so vor Lebendigkeit und Situationskomik und hat auch nach über 350 Aufführungen nichts an jugendlicher Frische und vitaler Fröhlichkeit eingebüßt.


Kategorie: Oper

»Die Preußen« kommen – und zwar zukünftig samstags und sonntags, an drei Wochenenden in der Saison, nachmittags im Apollosaal. Preußens Hofmusik, das Ensemble mit Musikerinnen und Musikern der Staatskapelle, das sich der Musik des Barock und der Frühklassik verschrieben hat, wird 2018/19 drei Programme mit französischen Werken des 17. und 18. Jahrhunderts präsentieren: Prominente Komponisten, die diese musikalische Kultur in besonderer Weise geprägt haben, spielen eine Rolle: Jean-Baptiste Lully, Marc-Antoine Charpentier, André Campra, Marin Marais, Michel-Richard Delalande, Jean-Philippe Rameau  und andere, mit Oratorien, Theater und Instrumentalmusik.


Kategorie: Kammermusik

Eine Aura der Mystik umgibt den frankokanadischen Komponisten Claude Vivier, der mit seinem letzten, unvollendet gebliebenen Werk »Glaubst du an die Unsterblichkeit der Seele« seine eigene Ermordung durch einen Prostituierten in Paris quasi vorausgesehen hatte. Todestrieb, aber auch pure Lebenslust waren die beiden Konstanten, die sich durch Viviers Leben und Schaffen zogen. Auch sein einziges Musiktheaterwerk ist davon gezeichnet. »Kopernikus« schildert den Übergang vom Leben zum Tod. Dabei trifft ein Kind namens Agni, dem Namen des vedischen Feuergottes, in einem Zwischenreich auf Wesen, die alle Teil eines Ritus zur Vorbereitung auf den Tod bzw. auf die Existenz danach sind. Die Stimmen stiften Hoffnung und Mut und nehmen verschiedenste Gestalten an: von Mozart über Tristan und Isolde bis hin zu Lewis Carroll, dessen absurde Leichtigkeit à la »Alice in Wonderland« auch Viviers Todesritual bestimmt. Auch der titelgebende Astronom ist dabei, der wie kaum ein anderer die Sicht der Menschheit auf das Universum wandelte – so wie auch der Tod die Sicht auf unser Leben verändert. Der Stockhausen-Schüler Vivier setzt das Ritual an der Grenze der Existenz in eine faszinierende, schillernde Musik für je sieben Sänger und Instrumentalisten, in die fernöstliche Klänge ebenso hineinspielen wie Messiaen’sche Ekstasen und Anklänge an die frühbarocke Madrigaloper. Neben Teilen auf Französisch vertont Vivier das Unaussprechliche in einer Fantasiesprache, in der sich jegliche Semantik in pure Lautlichkeit auflöst. Fernab musikalischer Schreckensbilder, wie man sie aus zahlreichen Requiemsvertonungen kennt, findet Vivier zu einer unkonventionellen kosmischen Schönheit der Musik.


Kategorie: Oper

Wie findet eine Inszenierung ihren Weg auf die Bühne? Wie viele Menschen und welche Gewerke sind daran beteiligt, eine Aufführung zu kreieren und Ihnen einen besonderen Opernabend zu bereiten? Kommen Sie mit auf eine Entdeckungstour durch die Staatsoper Unter den Linden und das neue Probenzentrum. Erfahren Sie mehr über die 275-jährige reichhaltige Geschichte des Hauses und werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen und auf die »Bretter, die die Welt bedeuten«.


Kategorie:

Kunst und Musik – diese inspirierende Kombination im Bode-Museum, einem wahren Schmuckstück der Berliner Museumslandschaft, hat in den vergangenen Jahren viel Resonanz gefunden. An neun Sonntagvormittagen spielen Musikerinnen und Musiker der Staatskapelle Berlin ein gut einstündiges Konzert, bevor die Besucher dann das Museum und seine Schätze erkunden können.


Kategorie: Kammermusik

Wie findet eine Inszenierung ihren Weg auf die Bühne? Wie viele Menschen und welche Gewerke sind daran beteiligt, eine Aufführung zu kreieren und Ihnen einen besonderen Opernabend zu bereiten? Kommen Sie mit auf eine Entdeckungstour durch die Staatsoper Unter den Linden und das neue Probenzentrum. Erfahren Sie mehr über die 275-jährige reichhaltige Geschichte des Hauses und werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen und auf die »Bretter, die die Welt bedeuten«.


Kategorie:

»Die Preußen« kommen – und zwar zukünftig samstags und sonntags, an drei Wochenenden in der Saison, nachmittags im Apollosaal. Preußens Hofmusik, das Ensemble mit Musikerinnen und Musikern der Staatskapelle, das sich der Musik des Barock und der Frühklassik verschrieben hat, wird 2018/19 drei Programme mit französischen Werken des 17. und 18. Jahrhunderts präsentieren: Prominente Komponisten, die diese musikalische Kultur in besonderer Weise geprägt haben, spielen eine Rolle: Jean-Baptiste Lully, Marc-Antoine Charpentier, André Campra, Marin Marais, Michel-Richard Delalande, Jean-Philippe Rameau  und andere, mit Oratorien, Theater und Instrumentalmusik.


Kategorie: Kammermusik

Wie ein Rufen aus mythischer Vorzeit beschwört Richard Strauss’ »Elektra« den Zauber des Schaurig-Düsteren, des Archaisch-Grausamen herauf. Eine geradezu unabdingbare »gewaltige musikalische Steigerung bis zum Schluß« (Strauss) lässt den Zuhörer tief in die von Trauer, Schmerz und Rachedurst geprägte Welt Elektras eintauchen: Obsessiv verfolgt die von ihrer Familie gedemütigte und gepeinigte mykenische Königstochter Elektra nur ein einziges Lebensziel: Sie beschwört Tag für Tag die Erinnerung an ihren Vater herauf, der einst von ihrer Mutter Klytämnestra gemeinsam mit deren Liebhaber Aegisth heimtückisch ermordet wurde und wartet auf die Rückkehr ihres Bruders Orest, der Vergeltung für die Bluttat üben soll. Gleiches muss mit Gleichem vergolten werden. Schwankend zwischen Hass, Hysterie, Schwäche, Überheblichkeit, abgrundtiefer Traurigkeit, Besessenheit und Sarkasmus hat Elektra jeden Bezug zu den Menschen um sich herum verloren, ist verwahrlost und hat ihre Weiblichkeit verneint. Inspiriert von der Sprachgewalt seines kongenialen Librettisten Hugo von Hofmannsthal schuf der Fin-de-Siècle-Komponist mit seinem monumentalen Operneinakter für dramatische Stimmen und Riesenorchester ein musikalisch-psychologisches Portrait von äußerst aufwühlender Expressivität und überwältigender Klangwucht, dass ihn laut eigener Aussage bis an die äußersten Grenzen »psychischer Polyphonie« führte.


Kategorie: Oper

An fünf Abenden und einem Vormittag verwandelt sich der Apollosaal in einen Liedsalon. Sängerinnen und Sänger des Staatsopernensembles widmen sich gemeinsam mit ihren Pianisten der subtilen Kunst des Liedgesangs, mit Musik von Schubert, Schumann und Wolf, aber auch mit Neuem und neu zu Entdeckendem.


Kategorie: Liederabend

Zwischen Modernismus und Traditionsbewusstsein, zwischen Einfachheit und Komplexität, zwischen künstlerischer Unabhängigkeit und Unterwerfung unter staatlich verordnete Dogmen, zwischen Ost und West: Der Künstler Sergej Prokofjew – und damit auch sein Werk – hat viele, teils widersprüchliche Gesichter. Werke wie »Peter und der Wolf« oder die »Symphonie classique« gehören zum vielgespielten Kernrepertoire, daneben gilt es aber noch viel Überraschendes zu entdecken. Aus Anlass der Premiere der unbekannten Oper »Die Verlobung im Kloster« zu den FESTTAGEN 2019 widmen sich die Musikerinnen und Musiker der Staatskapelle Berlin in der Kammermusikreihe dieser Spielzeit der eher unterbelichteten Kammermusik Prokofjews. Durch die Zusammenstellung mit anderen Komponisten aus stets wechselnden Perspektiven beleuchtet, gelangt so das kammermusikalische Gesamtwerk dieses so eigenwilligen Komponisten zur Aufführung.


Kategorie: Kammermusik

Unter dem Decknamen »Lindoro« hat der wohlhabende Graf Almaviva als vermeintlicher Student das Herz der schönen Rosina erobert. Doch leider möchte Dr. Bartolo, der eifersüchtige Vormund des Mädchens, sein Mündel selbst ehelichen und versucht daher alle Verehrer von Rosina fernzuhalten. Zum Glück steht »Lindoro« jedoch der ebenso einfallsreiche wie liebenswerte Barbier Figaro zur Seite. Mithilfe verschiedener Maskeraden und allerlei mehr oder weniger raffiniert eingefädelten Verwicklungen führen Figaro und Almaviva den alten Bartolo hinters Licht und ebnen so den Weg zum Liebesglück des Grafen mit seiner Rosina. Mit seinem »Barbiere di Siviglia« schuf der fast 24-jährige Rossini innerhalb von nur drei Wochen ein geistreiches, prickelnd-feuriges und pulsierendes Meisterwerk ganz im Sinne der italienischen Opera buffa. Als Vorlage dazu diente ihm das Schauspiel »La Précaution inutile ou le Barbier de Séville« des französischen Dichters, Geheimagenten und Waffenschmugglers Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais aus dem Jahr 1772, das die Vorgeschichte zu Mozarts »Le nozze di Figaro« erzählt. Rossinis humorvoll gezeichnete Charaktere, die brillanten Solopartien, mitreißenden Melodien und temporeichen Ensembles kommen in Ruth Berghaus’ zeitloser Inszenierung aus dem Jahr 1968 (mit dem genial-einfachen Bühnenbild des jungen Achim Freyer) voll zur Geltung: Sie strotzt nur so vor Lebendigkeit und Situationskomik und hat auch nach über 350 Aufführungen nichts an jugendlicher Frische und vitaler Fröhlichkeit eingebüßt.


Kategorie: Oper

Bei einem Stelldichein mit der gutsituierten Donna Anna wird der Weiberheld Don Giovanni von deren aufgebrachtem Vater, dem Komtur, aufgescheucht. Im daraus entstehenden Handgemenge tötet Giovanni den Komtur. Anna und ihr Verlobter Don Ottavio schwören dem Mörder Rache. Auch die von Giovanni verlassene Donna Elvira, die seinem Charme immer wieder verfällt, ist aufgebracht – erst recht als dessen Handlanger Leporello über die zahllosen Eroberungen des Schwerenöters berichtet. Als Giovanni jedoch plant, mit Hilfe Leporellos noch am Tag der Hochzeit die junge Braut Zerlina zu verführen, schreitet Elvira ein. Schließlich verbündet sie sich mit Donna Anna und Don Ottavio, um dem gewissenlosen Womanizer das Handwerk zu legen. Doch selbst als Giovanni dem Tod ins Auge sieht, weigert er sich, Reue zu zeigen … Mal als abschreckendes Beispiel eines Übeltäters, dem schließlich die gerechte Strafe zuteil wird, dann wieder als Sinnbild des freiheitsliebenden und unkonventionellen Libertins, der die moralischen und religiösen Vorstellungen seiner Zeit in Frage stellt – im 18. Jahrhundert erfreute sich der Mythos rund um den ebenso charmanten wie skrupellosen Verführer Don Juan (bzw. Don Giovanni) größter Beliebtheit. Mozart und sein kongenialer Librettist Da Ponte schufen mit ihrem »dramma giocoso« eine perfekte Mischung aus ernster und komischer Oper. Sie nobilitierten den meist buffonesk oder moralisierend aufbereiteten Stoff mit psychologischem Feingefühl, musikalischer Finesse und poetischem Witz und gestalteten die betrogene Donna Elvira sowie die verführte Donna Anna als ernstzunehmende Widersacherinnen sowie als vielschichtige Charaktere, die der unwiderstehlichen Titelfigur auf Augenhöhe begegnen.


Kategorie: Oper

Wie findet eine Inszenierung ihren Weg auf die Bühne? Wie viele Menschen und welche Gewerke sind daran beteiligt, eine Aufführung zu kreieren und Ihnen einen besonderen Opernabend zu bereiten? Kommen Sie mit auf eine Entdeckungstour durch die Staatsoper Unter den Linden und das neue Probenzentrum. Erfahren Sie mehr über die 275-jährige reichhaltige Geschichte des Hauses und werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen und auf die »Bretter, die die Welt bedeuten«.


Kategorie:

Wie findet eine Inszenierung ihren Weg auf die Bühne? Wie viele Menschen und welche Gewerke sind daran beteiligt, eine Aufführung zu kreieren und Ihnen einen besonderen Opernabend zu bereiten? Kommen Sie mit auf eine Entdeckungstour durch die Staatsoper Unter den Linden und das neue Probenzentrum. Erfahren Sie mehr über die 275-jährige reichhaltige Geschichte des Hauses und werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen und auf die »Bretter, die die Welt bedeuten«.


Kategorie:


Kategorie: Vortrag

Wie findet eine Inszenierung ihren Weg auf die Bühne? Wie viele Menschen und welche Gewerke sind daran beteiligt, eine Aufführung zu kreieren und Ihnen einen besonderen Opernabend zu bereiten? Kommen Sie mit auf eine Entdeckungstour durch die Staatsoper Unter den Linden und das neue Probenzentrum. Erfahren Sie mehr über die 275-jährige reichhaltige Geschichte des Hauses und werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen und auf die »Bretter, die die Welt bedeuten«.


Kategorie:

Wie findet eine Inszenierung ihren Weg auf die Bühne? Wie viele Menschen und welche Gewerke sind daran beteiligt, eine Aufführung zu kreieren und Ihnen einen besonderen Opernabend zu bereiten? Kommen Sie mit auf eine Entdeckungstour durch die Staatsoper Unter den Linden und das neue Probenzentrum. Erfahren Sie mehr über die 275-jährige reichhaltige Geschichte des Hauses und werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen und auf die »Bretter, die die Welt bedeuten«.


Kategorie:

Bei einem Stelldichein mit der gutsituierten Donna Anna wird der Weiberheld Don Giovanni von deren aufgebrachtem Vater, dem Komtur, aufgescheucht. Im daraus entstehenden Handgemenge tötet Giovanni den Komtur. Anna und ihr Verlobter Don Ottavio schwören dem Mörder Rache. Auch die von Giovanni verlassene Donna Elvira, die seinem Charme immer wieder verfällt, ist aufgebracht – erst recht als dessen Handlanger Leporello über die zahllosen Eroberungen des Schwerenöters berichtet. Als Giovanni jedoch plant, mit Hilfe Leporellos noch am Tag der Hochzeit die junge Braut Zerlina zu verführen, schreitet Elvira ein. Schließlich verbündet sie sich mit Donna Anna und Don Ottavio, um dem gewissenlosen Womanizer das Handwerk zu legen. Doch selbst als Giovanni dem Tod ins Auge sieht, weigert er sich, Reue zu zeigen … Mal als abschreckendes Beispiel eines Übeltäters, dem schließlich die gerechte Strafe zuteil wird, dann wieder als Sinnbild des freiheitsliebenden und unkonventionellen Libertins, der die moralischen und religiösen Vorstellungen seiner Zeit in Frage stellt – im 18. Jahrhundert erfreute sich der Mythos rund um den ebenso charmanten wie skrupellosen Verführer Don Juan (bzw. Don Giovanni) größter Beliebtheit. Mozart und sein kongenialer Librettist Da Ponte schufen mit ihrem »dramma giocoso« eine perfekte Mischung aus ernster und komischer Oper. Sie nobilitierten den meist buffonesk oder moralisierend aufbereiteten Stoff mit psychologischem Feingefühl, musikalischer Finesse und poetischem Witz und gestalteten die betrogene Donna Elvira sowie die verführte Donna Anna als ernstzunehmende Widersacherinnen sowie als vielschichtige Charaktere, die der unwiderstehlichen Titelfigur auf Augenhöhe begegnen.


Kategorie: Oper

Bei einem Stelldichein mit der gutsituierten Donna Anna wird der Weiberheld Don Giovanni von deren aufgebrachtem Vater, dem Komtur, aufgescheucht. Im daraus entstehenden Handgemenge tötet Giovanni den Komtur. Anna und ihr Verlobter Don Ottavio schwören dem Mörder Rache. Auch die von Giovanni verlassene Donna Elvira, die seinem Charme immer wieder verfällt, ist aufgebracht – erst recht als dessen Handlanger Leporello über die zahllosen Eroberungen des Schwerenöters berichtet. Als Giovanni jedoch plant, mit Hilfe Leporellos noch am Tag der Hochzeit die junge Braut Zerlina zu verführen, schreitet Elvira ein. Schließlich verbündet sie sich mit Donna Anna und Don Ottavio, um dem gewissenlosen Womanizer das Handwerk zu legen. Doch selbst als Giovanni dem Tod ins Auge sieht, weigert er sich, Reue zu zeigen … Mal als abschreckendes Beispiel eines Übeltäters, dem schließlich die gerechte Strafe zuteil wird, dann wieder als Sinnbild des freiheitsliebenden und unkonventionellen Libertins, der die moralischen und religiösen Vorstellungen seiner Zeit in Frage stellt – im 18. Jahrhundert erfreute sich der Mythos rund um den ebenso charmanten wie skrupellosen Verführer Don Juan (bzw. Don Giovanni) größter Beliebtheit. Mozart und sein kongenialer Librettist Da Ponte schufen mit ihrem »dramma giocoso« eine perfekte Mischung aus ernster und komischer Oper. Sie nobilitierten den meist buffonesk oder moralisierend aufbereiteten Stoff mit psychologischem Feingefühl, musikalischer Finesse und poetischem Witz und gestalteten die betrogene Donna Elvira sowie die verführte Donna Anna als ernstzunehmende Widersacherinnen sowie als vielschichtige Charaktere, die der unwiderstehlichen Titelfigur auf Augenhöhe begegnen.


Kategorie: Oper

Unter dem Decknamen »Lindoro« hat der wohlhabende Graf Almaviva als vermeintlicher Student das Herz der schönen Rosina erobert. Doch leider möchte Dr. Bartolo, der eifersüchtige Vormund des Mädchens, sein Mündel selbst ehelichen und versucht daher alle Verehrer von Rosina fernzuhalten. Zum Glück steht »Lindoro« jedoch der ebenso einfallsreiche wie liebenswerte Barbier Figaro zur Seite. Mithilfe verschiedener Maskeraden und allerlei mehr oder weniger raffiniert eingefädelten Verwicklungen führen Figaro und Almaviva den alten Bartolo hinters Licht und ebnen so den Weg zum Liebesglück des Grafen mit seiner Rosina. Mit seinem »Barbiere di Siviglia« schuf der fast 24-jährige Rossini innerhalb von nur drei Wochen ein geistreiches, prickelnd-feuriges und pulsierendes Meisterwerk ganz im Sinne der italienischen Opera buffa. Als Vorlage dazu diente ihm das Schauspiel »La Précaution inutile ou le Barbier de Séville« des französischen Dichters, Geheimagenten und Waffenschmugglers Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais aus dem Jahr 1772, das die Vorgeschichte zu Mozarts »Le nozze di Figaro« erzählt. Rossinis humorvoll gezeichnete Charaktere, die brillanten Solopartien, mitreißenden Melodien und temporeichen Ensembles kommen in Ruth Berghaus’ zeitloser Inszenierung aus dem Jahr 1968 (mit dem genial-einfachen Bühnenbild des jungen Achim Freyer) voll zur Geltung: Sie strotzt nur so vor Lebendigkeit und Situationskomik und hat auch nach über 350 Aufführungen nichts an jugendlicher Frische und vitaler Fröhlichkeit eingebüßt.


Kategorie: Oper

In den Kompositionswerkstätten erhalten Kinder und Jugendliche musikalisches Grundlagentraining in Gehörbildung, Rhythmus, Instrumentenkunde und im Improvisieren. Unter der Anleitung von Komponisten gehen die Teilnehmenden ersten musikalischen Ideen nach und entwickeln eigene Werke für verschiedene Besetzungen. Am Ende der Werkstatt werden die Stücke in einem Konzert von Mitgliedern der Staatskapelle Berlin uraufgeführt.


Kategorie: Kinder & Jugend

Wie ein Rufen aus mythischer Vorzeit beschwört Richard Strauss’ »Elektra« den Zauber des Schaurig-Düsteren, des Archaisch-Grausamen herauf. Eine geradezu unabdingbare »gewaltige musikalische Steigerung bis zum Schluß« (Strauss) lässt den Zuhörer tief in die von Trauer, Schmerz und Rachedurst geprägte Welt Elektras eintauchen: Obsessiv verfolgt die von ihrer Familie gedemütigte und gepeinigte mykenische Königstochter Elektra nur ein einziges Lebensziel: Sie beschwört Tag für Tag die Erinnerung an ihren Vater herauf, der einst von ihrer Mutter Klytämnestra gemeinsam mit deren Liebhaber Aegisth heimtückisch ermordet wurde und wartet auf die Rückkehr ihres Bruders Orest, der Vergeltung für die Bluttat üben soll. Gleiches muss mit Gleichem vergolten werden. Schwankend zwischen Hass, Hysterie, Schwäche, Überheblichkeit, abgrundtiefer Traurigkeit, Besessenheit und Sarkasmus hat Elektra jeden Bezug zu den Menschen um sich herum verloren, ist verwahrlost und hat ihre Weiblichkeit verneint. Inspiriert von der Sprachgewalt seines kongenialen Librettisten Hugo von Hofmannsthal schuf der Fin-de-Siècle-Komponist mit seinem monumentalen Operneinakter für dramatische Stimmen und Riesenorchester ein musikalisch-psychologisches Portrait von äußerst aufwühlender Expressivität und überwältigender Klangwucht, dass ihn laut eigener Aussage bis an die äußersten Grenzen »psychischer Polyphonie« führte.


Kategorie: Oper

Wie findet eine Inszenierung ihren Weg auf die Bühne? Wie viele Menschen und welche Gewerke sind daran beteiligt, eine Aufführung zu kreieren und Ihnen einen besonderen Opernabend zu bereiten? Kommen Sie mit auf eine Entdeckungstour durch die Staatsoper Unter den Linden und das neue Probenzentrum. Erfahren Sie mehr über die 275-jährige reichhaltige Geschichte des Hauses und werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen und auf die »Bretter, die die Welt bedeuten«.


Kategorie:

Wie findet eine Inszenierung ihren Weg auf die Bühne? Wie viele Menschen und welche Gewerke sind daran beteiligt, eine Aufführung zu kreieren und Ihnen einen besonderen Opernabend zu bereiten? Kommen Sie mit auf eine Entdeckungstour durch die Staatsoper Unter den Linden und das neue Probenzentrum. Erfahren Sie mehr über die 275-jährige reichhaltige Geschichte des Hauses und werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen und auf die »Bretter, die die Welt bedeuten«.


Kategorie:

Wolfgang Amadeus Mozarts mit Abstand berühmteste Oper ist zugleich auch seine rätselhafteste. Der Prinz Tamino verliebt sich anhand eines Bildes in Pamina. Doch diese befindet sich, wie ihre Mutter, die Königin der Nacht, zu berichten weiß, in der Macht von Sarastro. Im Auftrag der Königin macht sich Tamino samt seinem Begleiter Papageno auf, Pamina aus Sarastros Tempelbezirk zu befreien. Doch kaum dort angekommen, stellt sich die Frage, welche der handelnden Figuren gut ist und welche böse, neu. Klar scheint nur, dass Pamina Taminos Liebe erwidert, und am Ende sind die beiden nach schweren Prüfungen vereint. Seit 25 Jahren begeistert August Everdings »Zauberflöten«-Inszenierung große wie kleine Besucher der Staatsoper. Doch nun ist es an der Zeit, Mozarts vielschichtiges Meisterwerk einer neuerlichen Befragung zu unterziehen, und so entführt der US-amerikanische Regisseur Yuval Sharon in nicht weniger fantasievolle, doch ästhetisch ganz andere Bilderwelten. Im Zentrum steht dabei die Idee einer Collage, wie sie schon Mozarts Musik selbst darstellt, indem sie beständig zwischen den Stilebenen des Singspiels und der Opera seria changiert. Diese Vielfalt nimmt Sharon zum Anlass, gemeinsam mit Bühnenbildnerin Mimi Lien und dem belgischen Modedesigner Walter Van Beirendonck einen kreativ-spielerischen und vor allem bunten Blick auf Mozarts Oper zu werfen. Auf Opernspielplänen ist es gängige Praxis, eine ältere Inszenierung durch die jeweils neue zu ersetzen. Doch neben der Neuproduktion der »Zauberflöte« steht auch weiterhin die für die Repertoirepflege so wichtige Everding-Inszenierung auf dem Spielplan – zwei verschiedene Perspektiven auf die weltweit meistgespielte deutschsprachige Oper.


Kategorie: Oper

Wie findet eine Inszenierung ihren Weg auf die Bühne? Wie viele Menschen und welche Gewerke sind daran beteiligt, eine Aufführung zu kreieren und Ihnen einen besonderen Opernabend zu bereiten? Kommen Sie mit auf eine Entdeckungstour durch die Staatsoper Unter den Linden und das neue Probenzentrum. Erfahren Sie mehr über die 275-jährige reichhaltige Geschichte des Hauses und werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen und auf die »Bretter, die die Welt bedeuten«.


Kategorie:

Zwischen Modernismus und Traditionsbewusstsein, zwischen Einfachheit und Komplexität, zwischen künstlerischer Unabhängigkeit und Unterwerfung unter staatlich verordnete Dogmen, zwischen Ost und West: Der Künstler Sergej Prokofjew – und damit auch sein Werk – hat viele, teils widersprüchliche Gesichter. Werke wie »Peter und der Wolf« oder die »Symphonie classique« gehören zum vielgespielten Kernrepertoire, daneben gilt es aber noch viel Überraschendes zu entdecken. Aus Anlass der Premiere der unbekannten Oper »Die Verlobung im Kloster« zu den FESTTAGEN 2019 widmen sich die Musikerinnen und Musiker der Staatskapelle Berlin in der Kammermusikreihe dieser Spielzeit der eher unterbelichteten Kammermusik Prokofjews. Durch die Zusammenstellung mit anderen Komponisten aus stets wechselnden Perspektiven beleuchtet, gelangt so das kammermusikalische Gesamtwerk dieses so eigenwilligen Komponisten zur Aufführung.


Kategorie: Kammermusik

Wolfgang Amadeus Mozarts mit Abstand berühmteste Oper ist zugleich auch seine rätselhafteste. Der Prinz Tamino verliebt sich anhand eines Bildes in Pamina. Doch diese befindet sich, wie ihre Mutter, die Königin der Nacht, zu berichten weiß, in der Macht von Sarastro. Im Auftrag der Königin macht sich Tamino samt seinem Begleiter Papageno auf, Pamina aus Sarastros Tempelbezirk zu befreien. Doch kaum dort angekommen, stellt sich die Frage, welche der handelnden Figuren gut ist und welche böse, neu. Klar scheint nur, dass Pamina Taminos Liebe erwidert, und am Ende sind die beiden nach schweren Prüfungen vereint. Seit 25 Jahren begeistert August Everdings »Zauberflöten«-Inszenierung große wie kleine Besucher der Staatsoper. Doch nun ist es an der Zeit, Mozarts vielschichtiges Meisterwerk einer neuerlichen Befragung zu unterziehen, und so entführt der US-amerikanische Regisseur Yuval Sharon in nicht weniger fantasievolle, doch ästhetisch ganz andere Bilderwelten. Im Zentrum steht dabei die Idee einer Collage, wie sie schon Mozarts Musik selbst darstellt, indem sie beständig zwischen den Stilebenen des Singspiels und der Opera seria changiert. Diese Vielfalt nimmt Sharon zum Anlass, gemeinsam mit Bühnenbildnerin Mimi Lien und dem belgischen Modedesigner Walter Van Beirendonck einen kreativ-spielerischen und vor allem bunten Blick auf Mozarts Oper zu werfen. Auf Opernspielplänen ist es gängige Praxis, eine ältere Inszenierung durch die jeweils neue zu ersetzen. Doch neben der Neuproduktion der »Zauberflöte« steht auch weiterhin die für die Repertoirepflege so wichtige Everding-Inszenierung auf dem Spielplan – zwei verschiedene Perspektiven auf die weltweit meistgespielte deutschsprachige Oper.


Kategorie: Oper

Unter dem Decknamen »Lindoro« hat der wohlhabende Graf Almaviva als vermeintlicher Student das Herz der schönen Rosina erobert. Doch leider möchte Dr. Bartolo, der eifersüchtige Vormund des Mädchens, sein Mündel selbst ehelichen und versucht daher alle Verehrer von Rosina fernzuhalten. Zum Glück steht »Lindoro« jedoch der ebenso einfallsreiche wie liebenswerte Barbier Figaro zur Seite. Mithilfe verschiedener Maskeraden und allerlei mehr oder weniger raffiniert eingefädelten Verwicklungen führen Figaro und Almaviva den alten Bartolo hinters Licht und ebnen so den Weg zum Liebesglück des Grafen mit seiner Rosina. Mit seinem »Barbiere di Siviglia« schuf der fast 24-jährige Rossini innerhalb von nur drei Wochen ein geistreiches, prickelnd-feuriges und pulsierendes Meisterwerk ganz im Sinne der italienischen Opera buffa. Als Vorlage dazu diente ihm das Schauspiel »La Précaution inutile ou le Barbier de Séville« des französischen Dichters, Geheimagenten und Waffenschmugglers Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais aus dem Jahr 1772, das die Vorgeschichte zu Mozarts »Le nozze di Figaro« erzählt. Rossinis humorvoll gezeichnete Charaktere, die brillanten Solopartien, mitreißenden Melodien und temporeichen Ensembles kommen in Ruth Berghaus’ zeitloser Inszenierung aus dem Jahr 1968 (mit dem genial-einfachen Bühnenbild des jungen Achim Freyer) voll zur Geltung: Sie strotzt nur so vor Lebendigkeit und Situationskomik und hat auch nach über 350 Aufführungen nichts an jugendlicher Frische und vitaler Fröhlichkeit eingebüßt.


Kategorie: Oper

Wie findet eine Inszenierung ihren Weg auf die Bühne? Wie viele Menschen und welche Gewerke sind daran beteiligt, eine Aufführung zu kreieren und Ihnen einen besonderen Opernabend zu bereiten? Kommen Sie mit auf eine Entdeckungstour durch die Staatsoper Unter den Linden und das neue Probenzentrum. Erfahren Sie mehr über die 275-jährige reichhaltige Geschichte des Hauses und werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen und auf die »Bretter, die die Welt bedeuten«.


Kategorie:

An drei Nachmittagen lernen eingefleischte Opernfans und mutige Opernneulinge ein Werk kennen. Lebhafte Diskussionen über das Stück und die Inszenierung sowie Freude am eigenen Spiel sind erwünscht! Mindestalter: 60 Jahre


Kategorie: Workshop

Wie findet eine Inszenierung ihren Weg auf die Bühne? Wie viele Menschen und welche Gewerke sind daran beteiligt, eine Aufführung zu kreieren und Ihnen einen besonderen Opernabend zu bereiten? Kommen Sie mit auf eine Entdeckungstour durch die Staatsoper Unter den Linden und das neue Probenzentrum. Erfahren Sie mehr über die 275-jährige reichhaltige Geschichte des Hauses und werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen und auf die »Bretter, die die Welt bedeuten«.


Kategorie:

Wolfgang Amadeus Mozarts mit Abstand berühmteste Oper ist zugleich auch seine rätselhafteste. Der Prinz Tamino verliebt sich anhand eines Bildes in Pamina. Doch diese befindet sich, wie ihre Mutter, die Königin der Nacht, zu berichten weiß, in der Macht von Sarastro. Im Auftrag der Königin macht sich Tamino samt seinem Begleiter Papageno auf, Pamina aus Sarastros Tempelbezirk zu befreien. Doch kaum dort angekommen, stellt sich die Frage, welche der handelnden Figuren gut ist und welche böse, neu. Klar scheint nur, dass Pamina Taminos Liebe erwidert, und am Ende sind die beiden nach schweren Prüfungen vereint. Seit 25 Jahren begeistert August Everdings »Zauberflöten«-Inszenierung große wie kleine Besucher der Staatsoper. Doch nun ist es an der Zeit, Mozarts vielschichtiges Meisterwerk einer neuerlichen Befragung zu unterziehen, und so entführt der US-amerikanische Regisseur Yuval Sharon in nicht weniger fantasievolle, doch ästhetisch ganz andere Bilderwelten. Im Zentrum steht dabei die Idee einer Collage, wie sie schon Mozarts Musik selbst darstellt, indem sie beständig zwischen den Stilebenen des Singspiels und der Opera seria changiert. Diese Vielfalt nimmt Sharon zum Anlass, gemeinsam mit Bühnenbildnerin Mimi Lien und dem belgischen Modedesigner Walter Van Beirendonck einen kreativ-spielerischen und vor allem bunten Blick auf Mozarts Oper zu werfen. Auf Opernspielplänen ist es gängige Praxis, eine ältere Inszenierung durch die jeweils neue zu ersetzen. Doch neben der Neuproduktion der »Zauberflöte« steht auch weiterhin die für die Repertoirepflege so wichtige Everding-Inszenierung auf dem Spielplan – zwei verschiedene Perspektiven auf die weltweit meistgespielte deutschsprachige Oper.


Kategorie: Oper


Kategorie: Kinder & Jugend

Wie findet eine Inszenierung ihren Weg auf die Bühne? Wie viele Menschen und welche Gewerke sind daran beteiligt, eine Aufführung zu kreieren und Ihnen einen besonderen Opernabend zu bereiten? Kommen Sie mit auf eine Entdeckungstour durch die Staatsoper Unter den Linden und das neue Probenzentrum. Erfahren Sie mehr über die 275-jährige reichhaltige Geschichte des Hauses und werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen und auf die »Bretter, die die Welt bedeuten«.


Kategorie:

Wie findet eine Inszenierung ihren Weg auf die Bühne? Wie viele Menschen und welche Gewerke sind daran beteiligt, eine Aufführung zu kreieren und Ihnen einen besonderen Opernabend zu bereiten? Kommen Sie mit auf eine Entdeckungstour durch die Staatsoper Unter den Linden und das neue Probenzentrum. Erfahren Sie mehr über die 275-jährige reichhaltige Geschichte des Hauses und werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen und auf die »Bretter, die die Welt bedeuten«.


Kategorie:

Wie ein Rufen aus mythischer Vorzeit beschwört Richard Strauss’ »Elektra« den Zauber des Schaurig-Düsteren, des Archaisch-Grausamen herauf. Eine geradezu unabdingbare »gewaltige musikalische Steigerung bis zum Schluß« (Strauss) lässt den Zuhörer tief in die von Trauer, Schmerz und Rachedurst geprägte Welt Elektras eintauchen: Obsessiv verfolgt die von ihrer Familie gedemütigte und gepeinigte mykenische Königstochter Elektra nur ein einziges Lebensziel: Sie beschwört Tag für Tag die Erinnerung an ihren Vater herauf, der einst von ihrer Mutter Klytämnestra gemeinsam mit deren Liebhaber Aegisth heimtückisch ermordet wurde und wartet auf die Rückkehr ihres Bruders Orest, der Vergeltung für die Bluttat üben soll. Gleiches muss mit Gleichem vergolten werden. Schwankend zwischen Hass, Hysterie, Schwäche, Überheblichkeit, abgrundtiefer Traurigkeit, Besessenheit und Sarkasmus hat Elektra jeden Bezug zu den Menschen um sich herum verloren, ist verwahrlost und hat ihre Weiblichkeit verneint. Inspiriert von der Sprachgewalt seines kongenialen Librettisten Hugo von Hofmannsthal schuf der Fin-de-Siècle-Komponist mit seinem monumentalen Operneinakter für dramatische Stimmen und Riesenorchester ein musikalisch-psychologisches Portrait von äußerst aufwühlender Expressivität und überwältigender Klangwucht, dass ihn laut eigener Aussage bis an die äußersten Grenzen »psychischer Polyphonie« führte.


Kategorie: Oper


Kategorie: Konzert


Kategorie: Konzert

Wolfgang Amadeus Mozarts mit Abstand berühmteste Oper ist zugleich auch seine rätselhafteste. Der Prinz Tamino verliebt sich anhand eines Bildes in Pamina. Doch diese befindet sich, wie ihre Mutter, die Königin der Nacht, zu berichten weiß, in der Macht von Sarastro. Im Auftrag der Königin macht sich Tamino samt seinem Begleiter Papageno auf, Pamina aus Sarastros Tempelbezirk zu befreien. Doch kaum dort angekommen, stellt sich die Frage, welche der handelnden Figuren gut ist und welche böse, neu. Klar scheint nur, dass Pamina Taminos Liebe erwidert, und am Ende sind die beiden nach schweren Prüfungen vereint. Seit 25 Jahren begeistert August Everdings »Zauberflöten«-Inszenierung große wie kleine Besucher der Staatsoper. Doch nun ist es an der Zeit, Mozarts vielschichtiges Meisterwerk einer neuerlichen Befragung zu unterziehen, und so entführt der US-amerikanische Regisseur Yuval Sharon in nicht weniger fantasievolle, doch ästhetisch ganz andere Bilderwelten. Im Zentrum steht dabei die Idee einer Collage, wie sie schon Mozarts Musik selbst darstellt, indem sie beständig zwischen den Stilebenen des Singspiels und der Opera seria changiert. Diese Vielfalt nimmt Sharon zum Anlass, gemeinsam mit Bühnenbildnerin Mimi Lien und dem belgischen Modedesigner Walter Van Beirendonck einen kreativ-spielerischen und vor allem bunten Blick auf Mozarts Oper zu werfen. Auf Opernspielplänen ist es gängige Praxis, eine ältere Inszenierung durch die jeweils neue zu ersetzen. Doch neben der Neuproduktion der »Zauberflöte« steht auch weiterhin die für die Repertoirepflege so wichtige Everding-Inszenierung auf dem Spielplan – zwei verschiedene Perspektiven auf die weltweit meistgespielte deutschsprachige Oper.


Kategorie: Oper


Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:23.12.18
© Fotos der Vorstellungen: [+][-]
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