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Spielplan für Februar 2018

Mit bewegter Stimme bringt Komponist und Vokalperformer Alex Nowitz seine "Haunted Territories" im Studio A des RADIALSYSTEM V erstmalig zur Aufführung. Neben der Komposition erlebt auch das von Nowitz gestengesteuerte Musikinstrument "Strophonion" in einer neu konzipierten Softwareumgebung eine öffentliche Premiere. Die am STEIM in Amsterdam entwickelte Spezialanfertigung misst Gesten und andere Körperbewegungen des Performers und übersetzt die gewonnenen Daten in Klang. Jede Bewegung drückt sich unmittelbar musikalisch aus. Um das live-elektronische Instrument zu steuern, gilt es, die Bewegungen von Fingern, Händen, Armen und dem ganzen Körper im komplexen Zusammenspiel von Fein- und Grobmotorik zu koordinieren. Diesen Akt kombiniert Alex Nowitz mit Klängen seiner über sechs Oktaven reichenden Stimme, die wiederum in Interaktion mit ihrer technisch reproduzierten und verfremdeten Kopie tritt. Die dadurch entstehende Erweiterung des Stimmumfangs legt in Bezug auf Stimme, Körper und Raum ungewohnt anmutende, scheinbar von Geisterhand geführte Areale offen: Haunted Territories. Der Vokalkunst-Performance von Nowitz geht eine zweijährige Zusammenarbeit mit der in Uruguay geborenen und in Berlin lebenden Tänzer-Choreographin Florencia Lamarca voraus. Im Anschluss an den vokalen Klangtanz, wie ihn der Stimmkünstler nennt, gewähren Florencia Lamarca und Alex Nowitz Einblicke in Körper- und Stimmarbeit, ihre Kollaboration sowie die Auseinandersetzung mit der Technologie. Alex Nowitz ist Stimmkünstler und Pfeifvirtuose, Tenor und Countertenor und gleichzeitig Komponist von vokaler, instrumentaler und elektroakustischer Musik. Seine Stimmtechniken gehen weit über den Rahmen klassischen Singens hinaus. Er schuf als Vokalkünstler Soloformate in Form von Konzerten und theatralen Aufführungen, präsentierte sie international und veröffentlichte unter seinem Label "Nowitz Records" die Solo-CD "Homo Ludens". Alex Nowitz schreibt fortwährend Konzertmusik sowie Auftragswerke für Oper, Tanz und Theater. Er war wiederholt Artist-in-residence am STEIM in Amsterdam und gewann den ersten Preis des europäischen Wettbewerbs für live-elektronische Musikprojekte der ECPNM. Florencia Lamarca, 1981 in Uruguay geboren, tourte nach ihrem Studium an der Mateh Asher School of Performing Arts in Israel bis 2004 als Mitglied des Ensembles Batsheva durch Europa, Japan und die USA. Nach Europa umgezogen, wirkte sie fortan in zahlreichen Tanzprojekten mit und ist seit 2007 Gastperformerin bei Sasha Waltz & Guests. Neben den performativen Arbeiten erschuf sie selbst Choreographien und arbeitete mit Künstlern in Berlin und ganz Europa zusammen. In der Grinberg-Methode (somatic healing) qualifiziert, gibt sie einzigartige Workshops, in denen sie ihre weitreichenden Erfahrungen lehrt, die sie über die Jahre als Performerin, Choreographin und Körperheilpraktikerin erworben hat.


Kategorie: Performance

Was bleibt? Vor dem Hintergrund dieser Frage hat das vision string quartet gemeinsam mit RADIALSYSTEM V-Gründer Folkert Uhde ein Projekt entwickelt, das den traditionellen Konzertrahmen auflöst und sonst voneinander getrennte Einzelstücke über eine Videoebene zu einem Ganzen verbindet. Der damit entstehende musikalische Fluss durch Werke von Jürg Frey, Samuel Barber, Dmitri Schostakowitsch und Claude Debussy beginnt nahezu in der Dunkelheit und endet in einer impressionistisch anmutenden Farbenwelt. Wandlungsfähig und vielseitig, dynamisch und innovativ bilden die Geiger Jakob Encke und Daniel Stoll, der Bratschist Sander Stuart und der Cellist Leonard Disselhorst eine Ausnahme unter den Streichquartetten. Das vision string quartet hat sich in den fünf Jahren seines Bestehens bei internationalen Wettbewerben sowie auf den Bühnen renommierter Konzerthäuser und Festivals einen Namen gemacht. Die vier jungen Musiker beschreiten kontinuierlich neue Wege quer durch die Genres, spielen grundsätzlich auswendig und regelmäßig "plugged". Damit sind sie auf dem besten Weg, eine neue Aufführungskultur für Streichquartettkonzerte zu schaffen. Was bleibt? Das kann man erst sagen, wenn man das Zusammenspiel aus Klang, Licht und Bewegtbild erlebt hat. 2012 gegründet, hat sich das vision string quartet mit klassischem Streichquartett-Repertoire, Eigenkompositionen und Arrangements aus den Bereichen Jazz, Pop und Rock innerhalb kürzester Zeit erfolgreich etabliert. Die vier jungen Musiker aus Berlin, die ihr Kammermusikstudium beim Artemis Quartett in Berlin sowie bei Günter Pichler, dem Primarius des Alban Berg Quartetts, an der Escuela Superior de Música Reina Sofía in Madrid absolvierten, haben bereits zahlreiche Wettbewerbspreise gewonnen. Ihre Auftritte führen sie in die Elbphilharmonie Hamburg, das Konzerthaus Berlin, die Alte Oper Frankfurt, zum Mozartfest Würzburg, dem Rheingau Musikfestival oder den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern.


Kategorie: Klassik

Anders weiter! Reproduktion und Stillstand - eine erschreckende Vorstellung für den Komponisten Beat Furrer, den das renommierte Boulanger Trio in der ersten Boulangerie des Jahres 2018 als Gast begrüßt. Ständig auf der Suche nach dem Neuen kreiert der Komponist, der seit 1975 in Wien zuhause ist, unaufhörlich neue Klangformen, Strukturen, Systeme. Immer behält er sich die Freiheit, sich wieder von seinen selbst entworfenen Konzepten zu lösen. Die Entwicklung von Furrers Schaffenskraft wird an diesem Abend hörbar, wenn die Ensemblemitglieder einzeln (Studie für Klavier, 2011), als Duo (Lied für Violine und Klavier, 1993) und als Trio (Retour an Dich für Violine, Violoncello und Klavier, 1986) seine Werke aus drei verschiedenen Jahrzehnten interpretieren. Diese oft fragmentarischen, asketischen Klänge setzt das Boulanger Trio in Bezug zu einer romantischen Komposition von Franz Schubert: dem Klaviertrio Es-Dur (D 929) - einem seiner letzten Werke. Eine Reise, nicht nur durch die Jahrhunderte, sondern auch durch klangliche Ereignisse. Mit der "Boulangerie" hat das Boulanger Trio seit 2012 eine eigene erfolgreiche Konzertreihe in Hamburg und Berlin etabliert, die Konzert und Salon miteinander verbindet und eine Brücke zwischen zeitgenössischer Musik und Werken des klassisch-romantischen Repertoires schlägt. Jede Veranstaltung ist einem Komponisten der Gegenwart gewidmet, der während des Konzerts anwesend ist und mit den drei Musikerinnen über sein Schaffen spricht - im Zentrum steht nicht die musikwissenschaftliche Analyse der Werke, sondern ein persönliches Gespräch über die Musik. Zum Ausklang des Abends wird der Dialog zwischen Künstlern und Publikum bei Baguette und Wein fortgesetzt. Das Boulanger Trio gründete sich Anfang 2006 in Hamburg. Klassische und romantische Musik sind dem Ensemble ebenso wichtig wie die Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen Kammermusik. "Unwiderstehlich" bezeichnete "Die Welt" eine Aufführung des Boulanger Trios, und Wolfgang Rihm schrieb in einem Brief: "So interpretiert zu werden, ist wohl für jeden Komponisten ein Wunschtraum." Regelmäßige Auftritte führten die drei Musikerinnen in das Konzerthaus Berlin, die Cité de la musique Paris, die Wigmore Hall London, die Berliner Philharmonie und zu renommierten Festivals wie dem Heidelberger Frühling, den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker und dem Schleswig-Holstein Musik Festival. Wichtige Lehrer und Mentoren des Ensembles waren u.a. Hatto Beyerle, Ferenc Rados und Alfred Brendel. Auf bisher sieben CDs hat das Boulanger Trio die Bandbreite seines Repertoires dokumentiert. Das 2012 erschienene Brahms-Schönberg-Liszt-Album wurde mit dem Excellentia Award des Pizzicato-Magazins in Luxembourg ausgezeichnet, zwei weitere CDs erhielten den Supersonic Award. Die jüngste Einspielung mit Kammermusik von Friedrich Cerha sowie die CD "Solitaires" mit Triostücken von Franz Schubert, Edvard Grieg, Lili Boulanger, Arvo Pärt u.a. wurden Anfang 2016 veröffentlicht. Beat Furrer lebt seit 1975 in Wien. Der gebürtige Schweizer studierte Komposition und schlug eine erfolgreiche Dirigentenlaufbahn mit dem Schwerpunkt zeitgenössische Musik ein. 1985 gründete Furrer das Ensemble Klangforum Wien, dem er als künstlerischer Leiter und Dirigent jahrelang vorstand. Seit den frühen 1980er Jahren komponiert er Opern, Orchesterwerke, Kammermusik sowie Werke für Klavier und Violoncello solo. Furrers Musik deutet an, statt sich an klare Aussagen heran-zuwagen. Man könnte seine Kompositionen als Konzeptmusik beschreiben. Ständig auf der Suche nach neuen und flexiblen Systemen, lässt sich der Komponist immer wieder von den Bildenden Künsten inspirieren.


Kategorie: Klassik

Die Genre-Grenzgänger von múm vertonen ein Meisterwerk der deutschen Stummfilm-Ära: Nach ihren von Publikum wie Presse gefeierten Vorstellungen in den letzten beiden Jahren kehren die Isländer pünktlich zur Berlinale zurück auf die UM:LAUT-Bühne. Gemeinsam mit dem Perkussionisten Samuli Kosminen liefern die múm-Gründer Gunnar Tynes und Örvar Smárason einen Live-Soundtrack zum wunderbaren Film-Klassiker "Menschen am Sonntag" - ein zeitloses und lebendiges Portrait Berlins und seiner jungen Bewohner zum Ende der 20er-Jahre. Der heute selten gezeigte, halbdokumentarische Film von 1930 galt bereits nach seiner Entstehung als ein Meilenstein des Kinos, für die Macher um Billy Wilder war er das Sprungbrett nach Hollywood. Für den Film existierte nie eine Musik, zumeist wurde das Werk bei Aufführungen mit Liedern von Marlene Dietrich untermalt. Grund genug also, dass sich die Electronica- und Post-Rock-Forscher von múm diesem Zeitdokument ein weiteres Mal am Ort seiner Entstehung widmen - und damit ein exklusives Record Release-Konzert im RADIALSYSTEM V feiern: Das renommierte Indie-Label Morr Music veröffentlicht eine limitierte Vinyl-Auflage mit Live-Tracks der vorangegangenen UM:LAUT-Shows Verspielte Electronica, sphärische Ambient-Sounds, experimenteller Indie-Pop: múm, "die vielleicht originellste Band Islands" (ByteFM), wurde 1997 gegründet. Ihr origineller und eigenständiger Sound sowie das spielerische Experimentieren mit traditionellen, elektronischen wie unkonventionellen Instrumenten hat die Band schnell zu einem der populärsten Acts aus dem hohen Norden gemacht. In den letzten Jahren ist das einstige Quartett aus Reykjavík im offenen Kollektiv aufgegangen und lotet mit zahlreichen Musikern und in wechselnder Besetzung die Grenzen experimenteller Hörerlebnisse aus. Neben CD-Veröffentlichungen entstanden u.a. auch ein Soundtrack zu dem Film "Panzerkreuzer Potemkin" von Sergej Eisenstein oder das gefeierte Orchesterwerk "Drowning" mit dem Pianisten Hauschka und dem MDR Sinfonieorchester. Mit Samuli Kosminen ist bei den beiden Konzerten im RADIALSYSTEM V ein Musiker mit auf der Bühne, der die Band regelmäßig auf Tour unterstützt. Er ist einer der gefragtesten und experimentierfreudigsten Perkussionisten und Produzenten Skandinaviens. Seine seltenen Live-Performances sind neben seinem virtuosen Spiel und den einzigartigen Klangwelten auch aufgrund seines umfangreichen Werkzeugs aus gesammelten und gefundenen Gegenständen und Instrumenten bemerkenswert. Menschen am Sonntag gilt als eines "der herausragenden Werke der deutschen Stummfilm-Avantgarde" (Lexikon des internationalen Films). Der Film schildert halbdokumentarisch das Leben junger Menschen in der Metropole Berlin am Ende der 1920er-Jahre. Auch wenn der Film in die Schlussphase der großen deutschen Stummfilm-Ära fällt, wirkt er weder nostalgisch noch rückwärtsgewandt, sondern durch die unkonventionellen und überraschenden Bilder vielmehr wie ein Aufbegehren gegen die ausgetretenen Pfade des alten Erzählkinos. Neben einzelnen bekannteren Protagonisten treten Laiendarsteller und ein unverbrauchtes, spontanes Spiel an die Stelle von Stars und eingeübten Bewegungen. Das noch unzerstörte Berlin, seine Menschen, Straßen, der Grunewald und die Havel sind Schauplatz und Statisterie zugleich - in "Menschen am Sonntag" passiert nicht viel, aber seine charmante, ehrliche und leicht ironische Beobachtung der Hauptstadt in sommerlicher Wochenendstimmung machen den Film zu einem lebendigen, unterhaltsamen und zeitlosen Dokument. Für die damals sehr jungen Filmschaffenden um den späteren Oscar-Preisträger Billy Wilder war der Film Abenteuer und Karrieresprungbrett, die Entstehungsgeschichte macht den Film zu einem der ersten Independentfilme und zu einem Vorläufer des Neorealismus der Nachkriegszeit. UM:LAUT ist eine Plattform für Künstler und Labels, die sich verschiedener musikalischer Traditionen bedienen und doch einzigartig und frei von Genregrenzen ambitionierte Projekte realisieren. Der Fokus der von Ben Czernek und Hannes Frey kuratierten Reihe liegt dabei auf Zwischenräumen und Schnittmengen, auf der experimentellen Bandbreite von klassischer und elektronischer Instrumentierung, Komposition und Improvisation, Club und Konzertsaal. UM:LAUT fördert insbesondere den Dialog mit anderen Kunstformen - Musik als Impulsgeber für Film, Video, Fotografie, Installation, Tanz und Performance. Ein Experimentierfeld für Kooperationen von Künstlern unterschiedlicher Disziplinen. Weitere Informationen unter www.umlautlive.de.


Kategorie: Film/Video

Die Genre-Grenzgänger von múm vertonen ein Meisterwerk der deutschen Stummfilm-Ära: Nach ihren von Publikum wie Presse gefeierten Vorstellungen in den letzten beiden Jahren kehren die Isländer pünktlich zur Berlinale zurück auf die UM:LAUT-Bühne. Gemeinsam mit dem Perkussionisten Samuli Kosminen liefern die múm-Gründer Gunnar Tynes und Örvar Smárason einen Live-Soundtrack zum wunderbaren Film-Klassiker "Menschen am Sonntag" - ein zeitloses und lebendiges Portrait Berlins und seiner jungen Bewohner zum Ende der 20er-Jahre. Der heute selten gezeigte, halbdokumentarische Film von 1930 galt bereits nach seiner Entstehung als ein Meilenstein des Kinos, für die Macher um Billy Wilder war er das Sprungbrett nach Hollywood. Für den Film existierte nie eine Musik, zumeist wurde das Werk bei Aufführungen mit Liedern von Marlene Dietrich untermalt. Grund genug also, dass sich die Electronica- und Post-Rock-Forscher von múm diesem Zeitdokument ein weiteres Mal am Ort seiner Entstehung widmen - und damit ein exklusives Record Release-Konzert im RADIALSYSTEM V feiern: Das renommierte Indie-Label Morr Music veröffentlicht eine limitierte Vinyl-Auflage mit Live-Tracks der vorangegangenen UM:LAUT-Shows Verspielte Electronica, sphärische Ambient-Sounds, experimenteller Indie-Pop: múm, "die vielleicht originellste Band Islands" (ByteFM), wurde 1997 gegründet. Ihr origineller und eigenständiger Sound sowie das spielerische Experimentieren mit traditionellen, elektronischen wie unkonventionellen Instrumenten hat die Band schnell zu einem der populärsten Acts aus dem hohen Norden gemacht. In den letzten Jahren ist das einstige Quartett aus Reykjavík im offenen Kollektiv aufgegangen und lotet mit zahlreichen Musikern und in wechselnder Besetzung die Grenzen experimenteller Hörerlebnisse aus. Neben CD-Veröffentlichungen entstanden u.a. auch ein Soundtrack zu dem Film "Panzerkreuzer Potemkin" von Sergej Eisenstein oder das gefeierte Orchesterwerk "Drowning" mit dem Pianisten Hauschka und dem MDR Sinfonieorchester. Mit Samuli Kosminen ist bei den beiden Konzerten im RADIALSYSTEM V ein Musiker mit auf der Bühne, der die Band regelmäßig auf Tour unterstützt. Er ist einer der gefragtesten und experimentierfreudigsten Perkussionisten und Produzenten Skandinaviens. Seine seltenen Live-Performances sind neben seinem virtuosen Spiel und den einzigartigen Klangwelten auch aufgrund seines umfangreichen Werkzeugs aus gesammelten und gefundenen Gegenständen und Instrumenten bemerkenswert. Menschen am Sonntag gilt als eines "der herausragenden Werke der deutschen Stummfilm-Avantgarde" (Lexikon des internationalen Films). Der Film schildert halbdokumentarisch das Leben junger Menschen in der Metropole Berlin am Ende der 1920er-Jahre. Auch wenn der Film in die Schlussphase der großen deutschen Stummfilm-Ära fällt, wirkt er weder nostalgisch noch rückwärtsgewandt, sondern durch die unkonventionellen und überraschenden Bilder vielmehr wie ein Aufbegehren gegen die ausgetretenen Pfade des alten Erzählkinos. Neben einzelnen bekannteren Protagonisten treten Laiendarsteller und ein unverbrauchtes, spontanes Spiel an die Stelle von Stars und eingeübten Bewegungen. Das noch unzerstörte Berlin, seine Menschen, Straßen, der Grunewald und die Havel sind Schauplatz und Statisterie zugleich - in "Menschen am Sonntag" passiert nicht viel, aber seine charmante, ehrliche und leicht ironische Beobachtung der Hauptstadt in sommerlicher Wochenendstimmung machen den Film zu einem lebendigen, unterhaltsamen und zeitlosen Dokument. Für die damals sehr jungen Filmschaffenden um den späteren Oscar-Preisträger Billy Wilder war der Film Abenteuer und Karrieresprungbrett, die Entstehungsgeschichte macht den Film zu einem der ersten Independentfilme und zu einem Vorläufer des Neorealismus der Nachkriegszeit. UM:LAUT ist eine Plattform für Künstler und Labels, die sich verschiedener musikalischer Traditionen bedienen und doch einzigartig und frei von Genregrenzen ambitionierte Projekte realisieren. Der Fokus der von Ben Czernek und Hannes Frey kuratierten Reihe liegt dabei auf Zwischenräumen und Schnittmengen, auf der experimentellen Bandbreite von klassischer und elektronischer Instrumentierung, Komposition und Improvisation, Club und Konzertsaal. UM:LAUT fördert insbesondere den Dialog mit anderen Kunstformen - Musik als Impulsgeber für Film, Video, Fotografie, Installation, Tanz und Performance. Ein Experimentierfeld für Kooperationen von Künstlern unterschiedlicher Disziplinen. Weitere Informationen unter www.umlautlive.de.


Kategorie: Film/Video

Im Eröffnungskonzert von Chor@Berlin 2018 präsentieren die vielfach ausgezeichneten Berliner A-cappella-Virtuosen von ONAIR gemeinsam mit dem weltweit gefeierten slowenischen Perpetuum Jazzile einen Auszug aus ihrem Programm, das sie für ihre erste gemeinsame ONAIR Vocal Night zusammengestellt haben. Während die Bandbreite des ONAIR-Repertoires von anspruchsvollen Arrangements internationaler Popsongs über deutsche Lieder bis hin zu Eigenkompositionen reicht, lassen die bis zu 50 Profisängerinnen und -sänger von Perpetuum Jazzile als vokales Orchester die Stimme zum Instrument werden und verbinden Rhythmen von Bossa Nova, Swing, Close Harmony, Pop, Funk und Gospel miteinander. Die Berliner Formation ONAIR hat mit charismatischem Sound und musikalischer Intensität innerhalb kurzer Zeit die Vokalwelt erobert. Die vier Sänger, zwei Sängerinnen und eine Sounddesignerin arrangieren und komponieren seit 2013 Popmusik ohne Instrumente und erhielten dafür bereits renommierte Preise der Vokalszene. Nach Auszeichnungen in Europa folgten ein erster Preis bei der World Contemporary A Cappella Competition in Taipeh (Taiwan), zwei CARA-Awards in den USA für das Debüt-Album "Moon" als "Bestes Europäisches Album 2014" und für "Wolf and I" als "Bester Rock/Pop-Song 2014". Mit ihrem zweiten abendfüllenden Programm "Illuminate" gaben sie zuletzt mehr als 120 Konzerte. Perpetuum Jazzile zählt zu den größten Vokalformationen weltweit. Das slowenische Ensemble singt mit 30 bis 50 Sängerinnen und Sängern vor allem a cappella und zeichnet sich musikalisch durch kraftvolle Rhythmen, satte Harmonien und erstaunliche Präzision aus. Auch Body Percussion, Beatbox und choreographische Elemente werden integriert. Das Repertoire umfasst Songarrangements quer durch die Popgeschichte, zunehmend stehen aber auch Originalkompositionen auf dem Programm. Perpetuum Jazzile absolvierte seit der Gründung im Jahr 1983 Konzerte vor bis zu 10.000 Leuten und erreicht auch auf YouTube über 60 Millionen Videoaufrufe. Chor@Berlin - Das Vokalfest im RADIALSYSTEM V Mit Chor@Berlin lädt der Deutsche Chorverband vom 22. bis 25. Februar 2018 erneut zu hochkarätigen Konzerten, Workshops und Mitsingaktionen ein. Bereits zum achten Mal bietet das Vokalfest im RADIALSYSTEM V eine Plattform für neue Entwicklungen, innovative Formate sowie hervorragende Ensembles, die die Vielfalt der Chorszene widerspiegeln.


Kategorie: Pop

Der ewige Traum vom Fliegen: Der Mädchenchor der Sing-Akademie zu Berlin unternimmt mit zwei Hip Hop-Tänzern, Weltmeistern ihres Fachs, einen schwerelosen Grenzgang - in einer Konzertperformance zu Giovanni Battista Pergolesis "Stabat Mater", choreographiert von Louise Wagner. Der Chor bewegt sich in abstrakten Formationen, Tableaus entstehen und vergehen, gegensätzliche Kräfte erzeugen Reibungsflächen, die den Raum in einen Schwebezustand versetzen. Im Mädchenchor der Sing-Akademie zu Berlin unter der Leitung von Friederike Stahmer erhalten Mädchen und junge Frauen im Alter zwischen fünf und 20 Jahren eine musikalische Grund- und Weiterbildung mit der Möglichkeit, anspruchsvolle Literatur für gleiche Stimmen zu erarbeiten. Derzeit singen rund 160 Mädchen in fünf Ausbildungsstufen. Der Chor gestaltet eigene Konzerte, singt in Gottesdiensten und nimmt an großen Aufführungen des Hauptchores der Sing-Akademie teil. Ein besonderes Anliegen ist dabei die Vermittlung von alter und neuer Musik und die Entdeckung neuer Konzertformate. 2017 wurde der Chor Sieger seiner Kategorie in der Open Competition des Grand Prix of Nations. Konzertreisen führten unter anderem nach Island, Spanien, Dänemark und in die Schweiz. Friederike Stahmer ist Professorin für Kinder- und Jugendchorleitung an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH), Gründerin des Kinder- und Jugendchors an der HMTMH und Leiterin des Mädchenchores der Sing-Akademie zu Berlin. Nach dem Studium der Schulmusik absolvierte sie ihr Gesangspädagogikstudium an der Universität der Künste Berlin sowie ein Studium der Volkswirtschaftslehre an der Humboldt-Universität zu Berlin. Als Chorleiterin besuchte sie Meisterkurse bei Volker Hempfling, Gary Graden und James Jordan und bildete sich unter anderem am Gordon Institute for Music Learning in Columbia/ South Carolina fort. Als gefragte Expertin auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendchorleitung hält sie Vorträge und leitet Seminare im In- und Ausland. capella vitalis berlin wurde 2002 von der Barockgeigerin Almut Schlicker gegründet. Das Ensemble besteht aus renommierten Musikern, die sich insbesondere der historischen Aufführungspraxis auf historischen Instrumenten widmen, und zeichnet sich durch flexible Besetzungsmöglichkeiten von barocker Sonate/Triosonate bis hin zum romantischen Orchester aus. Die capella vitalis berlin gastierte bereits beim Schleswig-Holstein Musik Festival und bei Festivals in London, Spanien, Dänemark und Norwegen. Ein Schwerpunkt liegt auch auf der Zusammenarbeit mit Profi- und Laienchören. 2015 erschien die erste CD-Einspielung "Encaenia Musices" von Romanus Weichlein beim Label Raumklang. Louise Wagner studierte Bühnenbild und Freie Künste an der Akademie der Bildenden Künste in Wien und an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Gleichzeitig absolvierte sie eine Tanzausbildung an der Contemporary Dance School in Hamburg. 2010 schloss sie ihr Choreographiestudium an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" ab. Ihr choreographischer Interessensschwerpunkt liegt in der Zusammenarbeit zwischen Bildender Kunst, Tanz, Musik und Wissenschaft. Ihre Arbeiten wurden am ZKM in Karlsruhe, dem Konzerthaus Berlin, im RADIALSYSTEM V, an der Akademie der Künste Berlin sowie bei nationalen und internationalen Festivals gezeigt. Louise Wagner lebt und arbeitet als freischaffende Choreographin in Berlin. Chor@Berlin - Das Vokalfest im RADIALSYSTEM V Mit Chor@Berlin lädt der Deutsche Chorverband vom 22. bis 25. Februar 2018 erneut zu hochkarätigen Konzerten, Workshops und Mitsingaktionen ein. Bereits zum achten Mal bietet das Vokalfest im RADIALSYSTEM V eine Plattform für neue Entwicklungen, innovative Formate sowie hervorragende Ensembles, die die Vielfalt der Chorszene widerspiegeln.


Kategorie: Performance

Mädchen zwischen Brahms und Zukunftsmusik: Was treibt Berliner Mädchen und junge Frauen dazu, sich auf so etwas "Altmodisches" wie das Singen in einem Chor einzulassen? Wie erleben junge Mädchen klassische Musik? Welche Rolle kann eine Chorgemeinschaft dabei spielen, den Platz im Leben zu finden? Für den Dokumentarfilm "Mit starker Stimme" haben die Regisseurinnen Cornelia Schlemmer und Stefanie Trambow die 30 Sängerinnen des Mädchenchors der Sing-Akademie zu Berlin über zwei Jahre lang begleitet – bei Proben und Konzerten, zu Hause und unterwegs. Dabei gewähren die Protagonistinnen Einblick in ihre jugendliche Welt, ihre Ängste und Sorgen, ihre Träume und Hoffnungen, ihre Gedanken über die Zukunft. Im Rahmen von Chor@Berlin wird der Film im Anschluss an das Konzert "Gravitation" erstmals öffentlich gezeigt. Im Mädchenchor der Sing-Akademie zu Berlin unter der Leitung von Friederike Stahmer erhalten Mädchen und junge Frauen im Alter zwischen fünf und 20 Jahren eine musikalische Grund- und Weiterbildung mit der Möglichkeit, anspruchsvolle Literatur für gleiche Stimmen zu erarbeiten. Derzeit singen rund 160 Mädchen in fünf Ausbildungsstufen. Der Chor gestaltet eigene Konzerte, singt in Gottesdiensten und nimmt an großen Aufführungen des Hauptchores der Sing-Akademie teil. Ein besonderes Anliegen ist dabei die Vermittlung von alter und neuer Musik und die Entdeckung neuer Konzertformate. 2017 wurde der Chor Sieger seiner Kategorie in der Open Competition des Grand Prix of Nations. Konzertreisen führten unter anderem nach Island, Spanien, Dänemark und in die Schweiz. Chor@Berlin - Das Vokalfest im RADIALSYSTEM V Mit Chor@Berlin lädt der Deutsche Chorverband vom 22. bis 25. Februar 2018 erneut zu hochkarätigen Konzerten, Workshops und Mitsingaktionen ein. Bereits zum achten Mal bietet das Vokalfest im RADIALSYSTEM V eine Plattform für neue Entwicklungen, innovative Formate sowie hervorragende Ensembles, die die Vielfalt der Chorszene widerspiegeln.


Kategorie: Performance

Das Vokalensemble Pop-Up stand bereits mit den Rolling Stones auf der Bühne. Bei Chor@Berlin lässt das Ensemble unter der Leitung von Anne Kohler mit stilistischer Offenheit und Virtuosität anspruchsvolle Arrangements von Popsongs und Jazzstandards über Singer-Songwriter-Titel bis hin zu Folklore erklingen. Den Auftakt zu diesem Konzertabend geben zuvor die vier jungen Sängerinnen von petitfour. Emotional und facettenreich präsentieren sie Neuinterpretationen bisweilen unbekannter Stücke von Singer-Songwritern und erzählen damit Geschichten, die berühren. Pop-Up, das 30-köpfige A-cappella-Vokalensemble der Hochschule für Musik Detmold, singt Popsongs, Jazzstandards, Songwriter-Titel, aber auch Folklore. 2010 von Anne Kohler gegründet, hat Pop-Up an zahlreichen Festivals wie voc.cologne und dem Aarhus Vocal Festival teilgenommen und diverse Auszeichnungen erhalten, darunter den ersten Preis beim Landes-Chorwettbewerb Nordrhein-Westfalen, und qualifizierte sich auch für den Deutschen Chorwettbewerb 2018 in Freiburg. Im Juni 2014 ist das Ensemble als Backgroundchor der Rolling Stones in der Düsseldorfer Esprit Arena vor über 50.000 Zuhörern aufgetreten. Zuletzt veröffentlichte Pop-Up seine dritte CD-Einspielung. Anne Kohler ist Professorin für Chorleitung an der Hochschule für Musik Detmold. Dort leitet sie den Kammerchor sowie das Vokalensemble Pop-Up und betreut eine Hauptfachklasse von Chordirigenten. Sie studierte Schulmusik, Dirigieren und Gesang, daneben ergänzten Kurse bei Eric Ericson, Frieder Bernius, Volker Hempfling, Tõnu Kaljuste, Jens Johannsen und Mitgliedern der Real Group ihre Ausbildung. Einstudierungen für Marcus Creed, Pierre Boulez, Roger Norrington und Ingo Metzmacher führten sie zum SWR Vokalensemble und zum Rundfunkchor Berlin. Mit diversen Chören war Anne Kohler erste Preisträgerin bei nationalen und internationalen Wettbewerben. petitfour sind vier junge Frauen aus Berlin, die Songs von Singer-Songwritern im Stil moderner A-cappella-Musik aufführen. Die Sängerinnen waren zuletzt unter anderem bei der Nacht der Stimmen in Darmstadt, den Vocal Coaching Days in Achim sowie beim Berliner A-Cappella-Festival im Café-Theater Schalotte zu Gast. Im Oktober 2017 qualifizierten sie sich beim Berliner Chortreffen als Sieger ihrer Kategorie für den Deutschen Chorwettbewerb 2018. Chor@Berlin - Das Vokalfest im RADIALSYSTEM V Mit Chor@Berlin lädt der Deutsche Chorverband vom 22. bis 25. Februar 2018 erneut zu hochkarätigen Konzerten, Workshops und Mitsingaktionen ein. Bereits zum achten Mal bietet das Vokalfest im RADIALSYSTEM V eine Plattform für neue Entwicklungen, innovative Formate sowie hervorragende Ensembles, die die Vielfalt der Chorszene widerspiegeln.


Kategorie: Pop

Ein Format, das fest zu Chor@Berlin gehört und inzwischen Kultcharakter hat: Der "Ich-kann-nicht-singen-Chor" unter der Leitung von Michael Betzner-Brandt wurde 2011 im Rahmen des Vokalfests ins Leben gerufen. Fortan entwickelte sich das regelmäßig stattfindende Offene Singen zu einem großen Erfolg. Bei der achten Ausgabe sind alle, die bisher nicht zu singen wagten, eingeladen, gemeinsam mit dem Berliner Begegnungschor Lieder aus allen Teilen der Welt zum Klingen zu bringen – auf Deutsch, Englisch, Arabisch, Kurdisch, Farsi oder Russisch. Jeder kann mitmachen, denn jeder kann singen! Im Begegnungschor treffen sich jede Woche Berliner und Geflüchtete, um unter der Leitung von Bastian Holze und Tjeda Efken gemeinsam Lieder aus ihren Herkunftsländern zu singen. Zentral ist die Begegnung auf Augenhöhe – alle können sich aktiv einbringen, denn der Vorstand setzt sich aus Berlinern und Geflüchteten zusammen, und eine Repertoiregruppe entscheidet, welche Lieder gesungen werden. Der Begegnungschor wurde im Oktober 2015 auf die Initiative des Vereins „Leadership Berlin – Netzwerk Verantwortung“ in Kooperation mit dem Chorverband Berlin ins Leben gerufen und wird seither als eigenständiges Projekt weitergeführt. Michael Betzner-Brandt begeistert mit seinem innovativen Konzept "Chor Kreativ" seit mehr als 20 Jahren viele Kursteilnehmer und ein großes Publikum im In- und Ausland. Nach der Publikation "Chor Kreativ – Singen ohne Noten" wurden zuletzt "Jeder kann singen! Wie singen im Alltag glücklich macht" und das Songbook "High Fossility: Rock- & Popsongs mit Senioren" veröffentlicht. Einmal monatlich veranstaltet er den "Ich-kann-nicht-singen"-Chor in der Urania Berlin, daneben leitet er den mehrfach preisgekrönten Chor Fabulous Fridays und den Rock-Pop-Chor 60+ High Fossility. Gemeinsam mit Bastian Holze ist er Begründer und Künstlerischer Leiter des Begegnungschores Berlin, wo er schwerpunktmäßig mit der Band arbeitet. Daneben ist er als Studienrat für Musik und Philosophie am Ernst-Abbe-Gymnasium in Berlin-Neukölln tätig. Bastian Holze ist Musikmanager und Chorleiter. Er initiierte gemeinsam mit Dr. Thomas Busch das jährliche Berliner Pop- und Jazzchorfestival Total Choral und rief 2010 die A-cappella-Pop-Etage "B vocal – the house of vocal art" ins Leben. Derzeit leitet Bastian Holze vier Chöre, darunter der Preisträgerchor mongrooves, und ist Mitbegründer und Künstlerischer Leiter des Begegnungschores. Daneben arbeitet er als Musiklehrer am Gymnasium und ist als Workshopdozent und Coach für A-cappella-Ensembles, Chöre und Unternehmen aktiv. Chor@Berlin - Das Vokalfest im RADIALSYSTEM V Mit Chor@Berlin lädt der Deutsche Chorverband vom 22. bis 25. Februar 2018 erneut zu hochkarätigen Konzerten, Workshops und Mitsingaktionen ein. Bereits zum achten Mal bietet das Vokalfest im RADIALSYSTEM V eine Plattform für neue Entwicklungen, innovative Formate sowie hervorragende Ensembles, die die Vielfalt der Chorszene widerspiegeln.


Kategorie: Pop

A cappella oder begleitet vom Klavier zu vier Händen präsentiert der Rundfunkchor Berlin zum Abschluss von Chor@Berlin 2018 ein Programm aus bekannten und selten aufgeführten Werken, in dessen Zentrum Johannes Brahms' Vertonung von Hölderlins "Schicksalslied" steht. Von hier spannen sich die Fäden einerseits zu weiteren A-cappella-Werken von Brahms, andererseits zu Hölderlin-Vertonungen bedeutender Komponisten des 20. Jahrhunderts: zu Bruno Madernas "Schicksalslied" aus der Oper "Hyperion", zu den vier 1996 komponierten "Fragmenten" von Friedrich Cerha und zu den "Liturgien [Rilke - Trakl - Hölderlin]" von Daan Manneke. Einen instrumentalen Kontrapunkt bilden zwei Werke von György Kurtág: die aus dem Játékok-Zyklus stammende "Studie zu 'Hölderlin' von Jánosz Pilinszky und seine Fassung von Bachs "Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit" für Klavier zu vier Händen. Mit rund 60 Konzerten jährlich und internationalen Gastspielen zählt der Rundfunkchor Berlin zu den herausragenden Chören der Welt. Drei Grammy Awards stehen für die Qualität seiner Einspielungen. Als Profiensemble mit breit gefächertem Repertoire ist er Partner bedeutender Orchester und Dirigenten, darunter Sir Simon Rattle, Christian Thielemann oder Yannick Nézet-Séguin. Internationales Aufsehen erregt der Rundfunkchor Berlin auch mit seinen interdisziplinären Projekten, die das klassische Konzertformat aufbrechen und Chormusik neu erlebbar machen, darunter zuletzt "LUTHER dancing with the gods" in Zusammenarbeit mit Regisseur Robert Wilson oder die gefeierte szenische Umsetzung des Brahms-Requiems als "human requiem" durch Jochen Sandig und ein Team von Sasha Waltz & Guests. Daneben engagiert sich der Chor in verschiedenen Community-Projekten und Bildungsinitiativen. Der Chor wurde seit seiner Gründung 1925 von Dirigenten wie Helmut Koch, Dietrich Knothe, Robin Gritton und Simon Halsey geprägt. Seit Beginn der Saison 2015/16 steht Gijs Leenaars als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter an der Spitze des Rundfunkchores Berlin. Der Niederländer gilt als einer der interessantesten Chordirigenten der jüngeren Generation. Von 2012 bis 2015 wirkte er als Chefdirigent des Chores des Niederländischen Rundfunks in Hilversum und arbeitete dort bereits mit Dirigenten wie Mariss Jansons, Bernard Haitink und Nikolaus Harnoncourt zusammen. Zudem ist er regelmäßiger Gastdirigent verschiedener Chöre und Orchester, darunter des Collegium Vocale Gent, des Nederlands Kamerkoor, der Cappella Amsterdam, des Rotterdams Philharmonisch Orkest und des Orchestra Filarmonica di Torino. Ein besonderes Anliegen ist ihm die Aufführung zeitgenössischer Musik. So leitete er die niederländische Erstaufführung von Wolfang Rihms "Vigilia", für die Gesamteinspielung der Werke Kurtágs unter Reinbert de Leeuw erarbeitete er sämtliche Chorwerke. In seinen Programmzusammenstellungen verbindet er klassisches Repertoire mit selten gehörten Werken der Chorliteratur. Chor@Berlin - Das Vokalfest im RADIALSYSTEM V Mit Chor@Berlin lädt der Deutsche Chorverband vom 22. bis 25. Februar 2018 erneut zu hochkarätigen Konzerten, Workshops und Mitsingaktionen ein. Bereits zum achten Mal bietet das Vokalfest im RADIALSYSTEM V eine Plattform für neue Entwicklungen, innovative Formate sowie hervorragende Ensembles, die die Vielfalt der Chorszene widerspiegeln.


Kategorie: Klassik

"Sing Dela Sing" überlässt das gemeinsame Singen nicht mehr den Kirchenchören, den Fußballfans und den Gesangvereinen. Nach ausverkauften Abenden in Clärchens Ballhaus, im Heimathafen Neukölln und erfolgreichen Premieren in Leipzig und Magdeburg kommt das erfolgreiche Format von Cem A. Süzer und Gunter Papperitz zu Chor@Berlin ins RADIALSYSTEM V. Singen - persönlicher und kollektiver als es im Chor, im Fußballstadion oder unter der Dusche sein kann: Hier singen alle immer die Leadstimme. Cem A. Süzer und Gunter Papperitz sind seit Jahren im Pop-Bereich tätig und haben in verschiedenen Funktionen mit unterschiedlichsten Künstlern zusammengearbeitet, darunter Ich & Ich, Peter Fox, Oliver Koletzki, Miss Platnum, Die Sterne, Milky Chance, Marteria, Adel Tawil, Maxim, Radio Doria, Michael Patrick Kelly. Chor@Berlin - Das Vokalfest im RADIALSYSTEM V Mit Chor@Berlin lädt der Deutsche Chorverband vom 22. bis 25. Februar 2018 erneut zu hochkarätigen Konzerten, Workshops und Mitsingaktionen ein. Bereits zum achten Mal bietet das Vokalfest im RADIALSYSTEM V eine Plattform für neue Entwicklungen, innovative Formate sowie hervorragende Ensembles, die die Vielfalt der Chorszene widerspiegeln.


Kategorie: Pop


Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:05.02.18
© Fotos der Vorstellungen: Haunted Territories(Janina Janke/Janina Janke) Was bleibt?(Tim Klöcker/Tim Klöcker) Boulangerie(Promo/) UM:LAUT - múm plays "Menschen am Sonntag"(Jacob Hansen/Jacob Hansen) UM:LAUT - múm plays "Menschen am Sonntag"(Jacob Hansen/Jacob Hansen) Chor@Berlin: ONAIR und Perpetuum Jazzile in Concert(Andrej Tarfila/Andrej Tarfila) Chor@Berlin: Gravitation(Promo/Promo) Chor@Berlin: Mit starker Stimme - gemeinsam singen und nebenbei erwachsen werden(Promo/) Chor@Berlin: Vocal Night(Promo/Promo) Chor@Berlin: Ich-kann-nicht-singen-Chor: Ohne Grenzen(Christoph Müller-Girod/Christoph Müller-Girod) Chor@Berlin: Schicksalslieder(Jonas Holthaus/Jonas Holthaus) Chor@Berlin: Sing Dela Sing(Bernd Schönberger/Bernd Schönberger)

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