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Spielplan für Februar 2019


Kategorie: Klassik

Die Musik von Anton Bruckner gehrte schon immer zum Kernrepertoire von Marek Janowski. Mit dem Orchestre de la Suisse romande hat der 1939 in Warschau geborene Dirigent zwischen 2007 und 2012 smtliche Symphonien Bruckners auf Tontrger gebannt und Presse und Fachkritik zu Lobeshymnen inspiriert: Eine Meisterleistung befand etwa die Berliner Morgenpost, eine groe Empfehlung sprach die Fachzeitschrift Hifi & Records aus, in stereoplay war zu lesen: Man knnte ins Schwrmen geraten. Dass Janowskis Interpretationsansatz dabei durchaus Neues zu bieten hatte, attestierte u.?a. das Fono Forum: Von Verzrtelungen, von romantischen Kunstpausen hlt Janowski nicht viel. Zum Glck. Denn so kann sich dieser Bruckner in seinem Wollen und Drngen ungehemmt entfalten.In diesen Konzerten musiziert Janowski, der u.?a. ganze 14 Jahre dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin vorstand, mit den Berliner Philharmonikern die zwischen 1879 und 1881 entstandene Sechste Symphonie Bruckners, der obwohl von ihrem Komponisten einmal als seine keckste bezeichnet von Anbeginn ein Schicksal als Auenseiterin im Konzertbetrieb bestimmt war. Die erste integrale Auffhrung des Werks zu Bruckners Lebzeiten waren in einem Konzert der Wiener Philharmoniker lediglich die beiden Mittelstze erklungen fand erst zweieinhalb Jahre nach dem Tod des Komponisten statt. Gustav Mahler, der diese Auffhrung leitete, hatte allerdings eine Fassung erstellt, die Bruckners ursprnglichen Intentionen nur bedingt gerecht wurde. Da der Erstdruck der Partitur berdies in einigen Stellen von Bruckners Handschrift abwich, dauerte es in der Folge bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts, bis die hin und wieder als Bruckners Pastorale betitelte Sechste auf der Grundlage textkritischer Editionen in ihrer Originalgestalt gespielt wurde. Der Auffhrung von Bruckners Sechster geht Janowskis Interpretation der selten zu hrenden, 1866 entstandenen Messe Nr. 2 in e-Moll voran. Da dieses Werk 1869 anlsslich der Erffnung der Votivkapelle des Mari-Empfngnis-Doms in Linz unter freiem Himmel aufgefhrt wurde, schrieb Bruckner aus praktischen Grnden einen auf Streicherstimmen vollkommen verzichtenden Orchesterpart. Wie fast alle seine Symphonien berarbeitete der Komponist auch seine Zweite Messe. In der 1885 abgeschlossenen 2. Fassung (wiederum ohne Streicher) bringt Marek Janowski sie nun an drei Abenden zur Auffhrung. Die anspruchsvolle Chorpartie dieses klanglich beraus reizvollen Werks, das bei den Berliner Philharmonikern letzmals im Mrz 1972 erklang, bernimmt mit dem Rundfunkchor Berlin ein langjhriger knstlerischer Partner der Berliner Philharmoniker.


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An ihrem 23. Geburtstag fand Clara Schumann auf dem Gabentisch die Manuskripte zu drei Streichquartetten Geschenke ihres Mannes Robert, die noch Abend desselben Tages von Mitgliedern des Leipziger Gewandhausorchesters in der Wohnung der Schumanns ihre Urauffhrung erlebten und die Clara entzckten bis ins Kleinste. Da ist alles neu, dabei klar, fein durchgearbeitet und immer quartettmssig. Wenig zuvor hatte Schumann einen bedenklichen Stillstand in den Streichquartettkompositionen seiner Zeitgenossen konstatiert: Zu oft wurde seiner Meinung nach mehr auf glnzendes Hervortreten des ersten Spielers als auf kunstreiche Verwebung der Viere geachtet. Seinen eigenen Zugang zum Streichquartett fand Schumann 1842 ber das Studium von Joseph Haydns Gattungsbeitrgen, an denen er Reinheit des Satzes, knstliche Verflechtungen sowie originelles Geprge der melodischen Fhrung bewunderte.Das Hagen Quartett weithin gerhmt fr seine erhellenden Konzertprogramme kombiniert das dritte Streichquartett aus Schumanns Opus. 41 mit einem Werk von Haydn aus dem Jahr 1788, ber das ein englischer Kritiker seinerzeit schrieb, es sei voll Geist und Feuer, so als ob ein junges, noch unverausgabtes Genie schrieb. Im Zentrum dieses Konzertprogramms ist auerdem ein 1814 entstandenes Streichquartett des damals gerade einmal 17-jhrigen Franz Schubert zu erleben, das ebenfalls hrbar an die Errungenschaften Haydns anknpft, der Gattung des Streichquartetts zugleich aber den Weg in die Romantik bahnt.


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Ohne Impresarios, Mzene und Musen wre der Jazz um einige Legenden rmer. Die schillerndste dieser Persnlichkeiten war Baroness Pannonica de Knigswinter. Dem britischen Zweig der Bankiersfamilie Rothschild entstammend, hatte sie den Jazz durch die Plattensammlung ihres Vaters frh lieben gelernt. Nach Stationen als Kunststudentin (Anfang der 1930er-Jahre in Mnchen), Pilotin, Widerstandskmpferin und Diplomatenfrau ging sie 1952 nach New York sie reiste Thelonious Monk nach, den sie in Paris mit Round About Midnight gehrt hatte und unbedingt kennenlernen wollte. So wurde sie zu seiner lebenslangen Freundin und Frderin wie fr unzhlige andere Jazzer von Charlie Parker bis Barry Harris, fr die erst ihre Hotelsuiten, spter ihr Catsville genanntes Haus in New Jersey zum Salon und Zufluchtsort wurden. Sie half mit Geld, Unterkunft, Jobs, juristischem Beistand, als Cover-Designerin und Agentin (von Art Blakey) dafr widmeten ihr die Musiker etliche Kompositionen.Einige davon, von Horace Silvers Nicas Dream bis zu Monks Pannonica, erklingen nun in diesem Konzert der Reihe Jazz at Berlin Philharmonic einem Tribute an diese auergewhnliche Frau und ihren wichtigsten Schtzling Thelonious Monk. Zeitgem in Szene gesetzt von einer einmaligen Allstar-Band: Als Pianist und sozusagen in der Monk-Rolle steht Iiro Rantala im Mittelpunkt, der, von seinen Lost Heroes bis zur Hommage an John Lennon, schon immer ein Faible fr musikalische Heldenverehrung hatte. Begleitet wird vom ehemaligen e.s.t.-Bassisten Dan Berglund, dem finnischen Trompeter Verneri Pohjola, dem schwedischen Schlagzeuger Anton Eger und der deutschen Saxofonistin Angelika Niescier. Als Stargast und Zeitzeuge stt der amerikanische Saxofonist und Grammy-Gewinner Ernie Watts dazu, der selbst noch mit Thelonious Monk gespielt hat. Kuratiert von Siggi Loch


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Drei Jahrzehnte hat die Liebesfreundschaft zwischen Lou Andreas-Salom und Rainer Maria Rilke gedauert: 1897 trat die 36-Jhrige in das Leben des mehr als zehn Jahre jngeren Lyrikers, der damals noch nahezu unbekannt war. Mit ungewhnlichem Weitblick erkannte die adelige Generalstochter, die 1861 in eine deutsch-russische Familie in St. Petersburg hineingeboren worden war, in dem bis dahin ziellosen Autor den knftigen Dichter der Duineser Elegien der Einfluss von Lou Andreas-Salom auf Rilke kann kaum berschtzt werden. Die gemeinsamen Reisen nach Russland zu Beginn des 20. Jahrhunderts bedeuten fr sie eine Rckkehr in Heimat und Kindheit, fr Rilke aber den schpferischen Durchbruch. In den Briefen werden die Erinnerungen an diese Zeit das Luten der Kremlglocken in der Osternacht, der Segen einer alten russischen Buerin, ein Pferd auf einer sonnigen Wiese immer wieder beschworen. Nach einem vierjhrigen totalen Ineinanderleben kndigt Lou Andreas-Salom das Liebesverhltnis auf und beide gelobten, nur in der Stunde der Not einander zu schreiben. Fr Rilke kam diese schon im Sommer 1903.- seine Zweifel, die ihn hinsichtlich der Verffentlichung des Stundenbuchs qulten, wurde zum Anlass fr ein erstes Wiedersehen. Die Russland-Reisen der beiden Liebenden stehen im Fokus dieses Philharmonischen Salons. Heikko Deutschmann liest Texte von Lou Andreas-Salom, Rainer Maria Rilke, Lew Tolstoi, Boris Pasternak, Sofia Schill, Alexander Benois u. a. Fr den musikalischen Rahmen sorgen Mitglieder der Berliner Philharmoniker sowie Cordelia Hfer (Klavier).


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Mit Musik franzsischer und sowjetischer Komponisten gab der 1975 im kanadischen Montreal geborene Yannick Nzet-Sguin im Oktober 2010 sein von Presse und Publikum gleichermaen umjubeltes Debt am Dirigentenpult der Berliner Philharmoniker: Werke von Hector Berlioz, Olivier Messiaen und Sergej Prokofjew standen damals auf dem Programm. Einen hnlichen Weg beschreitet Nzet-Sguin, der nicht nur dem Philadelphia Orchestra und dem Rotterdams Philharmonisch Orkest vorsteht, sondern ab September 2018 auch die Geschicke der New Yorker Metropolitan Opera in seine Hnde nehmen wird, in diesen Konzerten.In der ersten Programmhlfte ist ein Schlsselwerk des franzsischen Impressionismus zu erleben: La Mer von Claude Debussy. Die von ihrem Komponisten als drei symphonische Skizzen bezeichnete Partitur reflektiert in allen nur denkbaren orchestralen Farben Natureindrcke, die Debussy u.?a. whrend eines Ferienaufenthalts auf der englischen Seite des rmelkanals gesammelt hatte. 1905 in Eastbourne vollendet und im selben Jahr in Paris vom Orchestre Lamoureux unter der musikalischen Leitung von Camille Chevillard uraufgefhrt, zhlt La Mer auch deshalb zu den Meisterwerken des Impressionismus, weil die Partitur trotz ihrer bildlichen Satzberschriften auf raffinierte Art und Weise im Grenzbereich von Programmmusik und absoluter Symphonik angesiedelt ist.Den Gegenpol zu den schillernden Klangfarben Debussys bildet in diesen Konzerten eine Komposition, die den sthetischen Maximen des sogenannten Sozialistischen Realismus verpflichtet ist: Sergej Prokofjews am 13. Januar 1945 in Moskau aus der Taufe gehobene Fnfte Symphonie. Dieses Werk bedeutete nicht nur die Rckkehr seines Komponisten zur symphonischen Form nach fast 15 Jahren, sondern trug Prokofjew auch den Stalinpreis Erster Klasse ein. Der Komponist selbst gab zu Protokoll, er wollte mit seiner Fnften Symphonie ein Lied auf den freien und glcklichen Menschen anstimmen, seine schpferischen Krfte, seinen Adel, seine innere Reinheit. Ungleich konkreter war der Eindruck, den das Werk bei seiner vorbergehend von Luftabwehr-Artilleriesalven aus dem Kreml unterbrochenen Urauffhrung auf den Pianisten Swjatoslaw Richter machte: Die Fnfte Symphonie, so Richter, enthlt die Zeit und die Geschichte, den Krieg, das Vaterland und den Sieg. ber Debussy sagte Richter hingegen, in dessen Musik gbe es keine persnlichen Gefhle. Sie wirkt strker als die Natur selbst. Wenn man die See betrachtet, wird man keine so starken Sinneseindrcke haben wie beim Hren von La Mer.


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Mit Musik franzsischer und sowjetischer Komponisten gab der 1975 im kanadischen Montreal geborene Yannick Nzet-Sguin im Oktober 2010 sein von Presse und Publikum gleichermaen umjubeltes Debt am Dirigentenpult der Berliner Philharmoniker: Werke von Hector Berlioz, Olivier Messiaen und Sergej Prokofjew standen damals auf dem Programm. Einen hnlichen Weg beschreitet Nzet-Sguin, der nicht nur dem Philadelphia Orchestra und dem Rotterdams Philharmonisch Orkest vorsteht, sondern ab September 2018 auch die Geschicke der New Yorker Metropolitan Opera in seine Hnde nehmen wird, in diesen Konzerten.In der ersten Programmhlfte ist ein Schlsselwerk des franzsischen Impressionismus zu erleben: La Mer von Claude Debussy. Die von ihrem Komponisten als drei symphonische Skizzen bezeichnete Partitur reflektiert in allen nur denkbaren orchestralen Farben Natureindrcke, die Debussy u.?a. whrend eines Ferienaufenthalts auf der englischen Seite des rmelkanals gesammelt hatte. 1905 in Eastbourne vollendet und im selben Jahr in Paris vom Orchestre Lamoureux unter der musikalischen Leitung von Camille Chevillard uraufgefhrt, zhlt La Mer auch deshalb zu den Meisterwerken des Impressionismus, weil die Partitur trotz ihrer bildlichen Satzberschriften auf raffinierte Art und Weise im Grenzbereich von Programmmusik und absoluter Symphonik angesiedelt ist.Den Gegenpol zu den schillernden Klangfarben Debussys bildet in diesen Konzerten eine Komposition, die den sthetischen Maximen des sogenannten Sozialistischen Realismus verpflichtet ist: Sergej Prokofjews am 13. Januar 1945 in Moskau aus der Taufe gehobene Fnfte Symphonie. Dieses Werk bedeutete nicht nur die Rckkehr seines Komponisten zur symphonischen Form nach fast 15 Jahren, sondern trug Prokofjew auch den Stalinpreis Erster Klasse ein. Der Komponist selbst gab zu Protokoll, er wollte mit seiner Fnften Symphonie ein Lied auf den freien und glcklichen Menschen anstimmen, seine schpferischen Krfte, seinen Adel, seine innere Reinheit. Ungleich konkreter war der Eindruck, den das Werk bei seiner vorbergehend von Luftabwehr-Artilleriesalven aus dem Kreml unterbrochenen Urauffhrung auf den Pianisten Swjatoslaw Richter machte: Die Fnfte Symphonie, so Richter, enthlt die Zeit und die Geschichte, den Krieg, das Vaterland und den Sieg. ber Debussy sagte Richter hingegen, in dessen Musik gbe es keine persnlichen Gefhle. Sie wirkt strker als die Natur selbst. Wenn man die See betrachtet, wird man keine so starken Sinneseindrcke haben wie beim Hren von La Mer.


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Mit Musik franzsischer und sowjetischer Komponisten gab der 1975 im kanadischen Montreal geborene Yannick Nzet-Sguin im Oktober 2010 sein von Presse und Publikum gleichermaen umjubeltes Debt am Dirigentenpult der Berliner Philharmoniker: Werke von Hector Berlioz, Olivier Messiaen und Sergej Prokofjew standen damals auf dem Programm. Einen hnlichen Weg beschreitet Nzet-Sguin, der nicht nur dem Philadelphia Orchestra und dem Rotterdams Philharmonisch Orkest vorsteht, sondern ab September 2018 auch die Geschicke der New Yorker Metropolitan Opera in seine Hnde nehmen wird, in diesen Konzerten.In der ersten Programmhlfte ist ein Schlsselwerk des franzsischen Impressionismus zu erleben: La Mer von Claude Debussy. Die von ihrem Komponisten als drei symphonische Skizzen bezeichnete Partitur reflektiert in allen nur denkbaren orchestralen Farben Natureindrcke, die Debussy u.?a. whrend eines Ferienaufenthalts auf der englischen Seite des rmelkanals gesammelt hatte. 1905 in Eastbourne vollendet und im selben Jahr in Paris vom Orchestre Lamoureux unter der musikalischen Leitung von Camille Chevillard uraufgefhrt, zhlt La Mer auch deshalb zu den Meisterwerken des Impressionismus, weil die Partitur trotz ihrer bildlichen Satzberschriften auf raffinierte Art und Weise im Grenzbereich von Programmmusik und absoluter Symphonik angesiedelt ist.Den Gegenpol zu den schillernden Klangfarben Debussys bildet in diesen Konzerten eine Komposition, die den sthetischen Maximen des sogenannten Sozialistischen Realismus verpflichtet ist: Sergej Prokofjews am 13. Januar 1945 in Moskau aus der Taufe gehobene Fnfte Symphonie. Dieses Werk bedeutete nicht nur die Rckkehr seines Komponisten zur symphonischen Form nach fast 15 Jahren, sondern trug Prokofjew auch den Stalinpreis Erster Klasse ein. Der Komponist selbst gab zu Protokoll, er wollte mit seiner Fnften Symphonie ein Lied auf den freien und glcklichen Menschen anstimmen, seine schpferischen Krfte, seinen Adel, seine innere Reinheit. Ungleich konkreter war der Eindruck, den das Werk bei seiner vorbergehend von Luftabwehr-Artilleriesalven aus dem Kreml unterbrochenen Urauffhrung auf den Pianisten Swjatoslaw Richter machte: Die Fnfte Symphonie, so Richter, enthlt die Zeit und die Geschichte, den Krieg, das Vaterland und den Sieg. ber Debussy sagte Richter hingegen, in dessen Musik gbe es keine persnlichen Gefhle. Sie wirkt strker als die Natur selbst. Wenn man die See betrachtet, wird man keine so starken Sinneseindrcke haben wie beim Hren von La Mer.


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Fr Kinder ab 5 Jahren


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Das Scharoun Ensemble Berlin, das mit innovativer Programmgestaltung, ausgefeilter Klangkultur und lebendigen Interpretationen zu den profiliertesten Kammermusikformationen Deutschlands zhlt, feiert mit diesem Jubilumskonzert sein 35-jhriges Bestehen. Eingeleitet wird der Abend mit dem effektvollen Oktett fr gemischtes Kammerensemble, das der philharmonische Composer in Residence George Benjamin im Alter von 18 Jahren schrieb: Mit den Skizzen begann ich wenige Monate nach dem Abschluss meines Studiums bei Olivier Messiaen (Benjamin). Es folgt Arnold Schnbergs Zweites Streichquartett, in dessen viertem Satz eine Singstimme (bernommen von der israelischen Sopranistin Rinnat Moriah) Stefan Georges berhmte Zeile Ich fhle Luft von anderem Planeten zu Gehr zu bringt. Schnberg selbst empfand diese visionre Musik als Loslsung von der Erdanziehung das Emporschweben durch Wolken in immer dnnere Luft, das Vergessen aller Mhsal des Erdenlebens. Nach der Urauffhrung eines neuen Werks des Lachenmann- und Grisey-Schlers Mark Andre endet der Abend mit Sofia Gubaidulinas Hommage T. S. Eliot, das auf Anregung von Gidon Kremer entstand in der (vorgegebenen) Besetzung von Schuberts berhmtem Oktett, wenngleich um eine Sopranstimme erweitert. Fr die meist winterlichen Bilder aus Eliots zugrundeliegendem Gedichtzyklus Four Quartets, der um Momente wie Schuld, Ewigkeit und Freiheit kreist, schuf Gubaidulina eine pastellartige, meditative Musik, in der ein bewusstes Verstummen immer wieder von irisierenden Klangballungen abgelst wird. der Stiftung Berliner Philharmoniker in Kooperation mit Berliner Festspiele/Musikfest Berlin.


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Kostenlose Einlasskarten an der Kasse der Philharmonie ab 4 bis 6 Wochen vor der Veranstaltung


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Drei Jahrzehnte hat die Liebesfreundschaft zwischen Lou Andreas-Salom und Rainer Maria Rilke gedauert: 1897 trat die 36-Jhrige in das Leben des mehr als zehn Jahre jngeren Lyrikers, der damals noch nahezu unbekannt war. Mit ungewhnlichem Weitblick erkannte die adelige Generalstochter, die 1861 in eine deutsch-russische Familie in St. Petersburg hineingeboren worden war, in dem bis dahin ziellosen Autor den knftigen Dichter der Duineser Elegien der Einfluss von Lou Andreas-Salom auf Rilke kann kaum berschtzt werden. Die gemeinsamen Reisen nach Russland zu Beginn des 20. Jahrhunderts bedeuten fr sie eine Rckkehr in Heimat und Kindheit, fr Rilke aber den schpferischen Durchbruch. In den Briefen werden die Erinnerungen an diese Zeit das Luten der Kremlglocken in der Osternacht, der Segen einer alten russischen Buerin, ein Pferd auf einer sonnigen Wiese immer wieder beschworen. Nach einem vierjhrigen totalen Ineinanderleben kndigt Lou Andreas-Salom das Liebesverhltnis auf und beide gelobten, nur in der Stunde der Not einander zu schreiben. Fr Rilke kam diese schon im Sommer 1903.- seine Zweifel, die ihn hinsichtlich der Verffentlichung des Stundenbuchs qulten, wurde zum Anlass fr ein erstes Wiedersehen. Die Russland-Reisen der beiden Liebenden stehen im Fokus dieses Philharmonischen Salons. Heikko Deutschmann liest Texte von Lou Andreas-Salom, Rainer Maria Rilke, Lew Tolstoi, Boris Pasternak, Sofia Schill, Alexander Benois u. a. Fr den musikalischen Rahmen sorgen Mitglieder der Berliner Philharmoniker sowie Cordelia Hfer (Klavier).


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Die deutsche Fernsehserie Babylon Berlin feierte bei der Premiere im Herbst 2017 einen sensationellen Erfolg. Die Produktion spielt im Berlin der sogenannten Goldenen Zwanzigerjahre. Im Mittelpunkt steht Kommissar Gereon Rath, der von Kln nach Berlin versetzt wird, um in einem Erpressungsfall zu ermitteln. Es geht um Drogen, Mord und politischen Extremismus. Babylon Berlin schnurrt als Verschwrungsszenario ab wie die besten US-Serien, jubelte der Rezensent des Spiegel, und steht doch voll in der Tradition eines urdeutschen Angstkinos.Die Weimarer Republik war eine Zeit der Widersprche und Gegenstze, der Hoffnungen und verpassten Chancen, der Zuversicht und der Angst. Whrend Wirtschaftskrise und Politik zu Beginn der 1930er-Jahre Deutschland lahmlegten und es in eine Diktatur taumelte, wurden in Literatur, Kunst und Musik noch einmal die Extreme ausgereizt. Doch wie golden waren die Goldenen Zwanziger? Was ist Realitt, was Stilisierung? Wie gestaltete sich das Leben im Berlin der Weimarer Republik? Welche knstlerischen Strmungen waren prgend?Darber und ber manch anderes mehr diskutieren der Bestsellerautor und Kunsthistoriker Florian Illies, der Historiker Manfred Grtemaker und der Journalist Tilman Krause.


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2011 wurde er beim Arthur-Rubinstein-Wettbewerb mit dem Ersten Preis ausgezeichnet, beim Tschaikowsky-Wettbewerb gewann er im selben Jahr eine Goldmedaille.- der Mitschnitt seines ersten Auftritts in der New Yorker Carnegie Hall wurde 2013 von der Deutschen Grammophon unverzglich in die Reihe ihrer knstlerisch herausragenden Aufnahmen aufgenommen, nach seinem drei Monate spter erfolgten Deutschland-Debt, das keinem Geringeren als Alfred Brendel den Atem verschlagen haben soll, war ein Rezensent der Sddeutschen Zeitung davon berzeugt, eines der erfolgreichsten und unbegreiflichsten Klaviertalente der letzten Jahrzehnte erlebt zu haben. Zweifellos zhlt der 1991 geborene Daniil Trifonov zu den atemberaubendsten Pianisten seiner Generation und vielleicht schon jetzt zu den besten, die das 21. Jahrhundert noch hervorbringen wird.Nach seinem Einstand bei den Berliner Philharmonikern, den er 2016 mit Sergej Rachmaninows halsbrecherischem Dritten Klavierkonzert gab, und weiteren Konzerten, in dessen Rahmen er u. a. Klavierkonzerte von Schumann interpretierte, ist Trifonov in dieser Saison Artist in Residence bei den Berliner Philharmonikern. In dieser Funktion wird er als Solist in philharmonischen Konzerten, als Liedbegleiter und Kammermusikpartner sowie als Mentor und musikalischer Dialogpartner der Karajan-Akademie in Erscheinung treten. Seine persnlichste pianistische Visitenkarte gibt Trifonov aber mit diesem, alle Facetten seiner technischen und interpretatorischen Meisterschaft auslotenden Klavierabend ab mit Werken von Beethoven, Schumann und Prokofjew gestaltet er einen Streifzug durch rund anderthalb Jahrhunderte in denen die Klaviermusik in hchster Blte stand.


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Die spielerische Architektur der Philharmonie, die sich in jeder Ecke wie eine natrliche Landschaft als unberechenbar entpuppt, bietet einen inspirierenden Rahmen fr sinnesbergreifende Improvisationen. Mithilfe von Improvisationsbungen und dem Experten Oli Bott am Vibrafon nhern sich die Teilnehmenden der Gestalt des Hauses musikalisch an und vertonen auf dieser musikalischen Expedition alle architektonischen Elemente, die ihnen auf dem Weg begegnen.


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Lange wurde das Schlagzeug in der europischen Kunstmusik eher stiefmtterlich behandelt. Denn obwohl Pauken, Trommeln und Becken an markanten Hhepunkten im Orchester immer mal wieder auftrumpfen durften, fristeten sie sonst ein Schattendasein oft als bloe Taktgeber. Dies zu ndern, war erklrtes Ziel des Multiperkussionisten Martin Grubinger, dessen Palette von eruptiven Klangkaskaden bis zu zart verklingenden Glockentnen reicht. Vor allem ihm ist es zu verdanken, dass immer mehr Konzertbesucher perkussive Klangwelten fr sich entdecken, in denen der athletische Einsatz des Spielers, die physische Prsenz und Wucht der Klnge sowie der Farbenreichtum des Instrumentariums sich zu einer faszinierenden, krperlich-sinnlichen Musik verbinden. Nicht umsonst ist die Aura der Extremsportart ein unverzichtbares Element der Trommelkunst.Im Rahmen seines Debts bei den Berliner Philharmonikern widmet sich Martin Grubinger dem Konzert fr Schlagzeug und Orchester Speaking Drums, das Peter Etvs fr ihn komponiert hat. Der Werktitel ist Programm, denn der Solist hat hier nicht nur zu trommeln, sondern auch zu sprechen und zu rufen. Ich habe das bei indischen Trommlern gesehen und gehrt, erklrte Etvs 2016 in einem Interview. Sie trommeln das, was sie sagen. Das heit, sie sprechen einen bestimmten Text und in demselben Tempo, in demselben Rhythmus spielen sie Schlagzeug dazu. Dadurch wird es sehr farbig, aber auch sehr sprechend, als wrden sie eine Geschichte mit dem Instrument erzhlen. Diese Haltung habe ich fr mein Stck bernommen. Die Texte stammen von Sndor Weres, der viele Nonsens-Gedichte geschrieben hat, die nur eine rhythmische Funktion erfllen, sowie von Jayadeva, einem indischen Dichter aus dem 12. Jahrhundert. Alle Texte, so Etvs, haben eindrckliche Rhythmen. Diese auf Schlaginstrumente und aufs Orchester zu bersetzen, ist ein Genuss.Eingeleitet wird der von Zubin Mehta dirigierte Abend mit Edgard Varses Intgrales, das neben virtuosestem Klangraffinement auch mitreiende Rhythmik bietet, da die Stimmen der vier Holz- und sechs Blechblasinstrumente in reizvollem Kontrast zu den von vier Schlagzeugern gespielten 17 in der Partitur geforderten Perkussionsinstrumenten stehen. Raffinierte Orchesterklnge bietet schlielich Nikolaj Rimsky-Korsakows Symphonische Suite Scheherazade, in der verschiedene Episoden und Bilder aus Tausendundeiner Nacht in Musik gefasst werden: Das Meer und Sindbads Schiff, die fantastische Erzhlung des Prinzen Kalender, Prinz und Prinzessin, Festtage in Bagdad und das Schiff, das am Felsen mit dem ehernen Reiter zerschellt (Rimsky-Korsakow).


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Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:30.08.18
© Fotos der Vorstellungen: [+][-]
Konzert mit Wiktor Kuzniecow senior, Marcin Ostrowski(/) Marek Janowski dirigiert Bruckners Sechste Symphonie(Felix Broede/Felix Broede) Konzert mit Julia Fischer, Eva Zavaro, Louis Vandory(/) Konzert mit Ingo Metzmacher, Rundfunkchor Berlin, Gijs Leenaars, Cdric Tiberghien, Nathalie Forget, Mikhail Petrenko(/) Konzert mit Stanley Dodds, Guy Braunstein, Gili Schwarzman(/) Konzert mit Martin Stadtfeld(/) Konzert mit Ingo Metzmacher, Mikhail Petrenko, Rundfunkchor Berlin, Gijs Leenaars(/) Konzert mit Lukas Hagen, Rainer Schmidt, Veronika Hagen, Clemens Hagen(Harald Hoffmann/Harald Hoffmann) Lunchkonzert(/) Jazz at Berlin Philharmonic(Gregor Hohenberg/Gregor Hohenberg) Konzert mit Jonas Kaufmann, Jochen Rieder(/) Konzert mit Igor Ginzburg, Wlady Ginzburg, Jena Ginzburg, Dennis Ginzburg, Simon Herzwolf(/) Gastveranstaltung(/) Konzert mit Noah Bendix-Balgley, Sebastian Grtler, Thilo Fechner, Stephan Koncz, dn Rcz, Christoph Traxler, Daniel Ottensamer(/) Philharmonischer Salon(Monika Rittershaus/Monika Rittershaus) Konzert mit Lior Shambadal, Dario NTacca(/) Konzert mit Micha Makarenko, Anne Makarenko, Pierre Makarenko(/) Konzert mit Gottfried von der Goltz, Daniela Lieb(/) Konzert mit Vera Martnez Mehner, Abel Toms Realp, Jonathan Brown, Arnau Toms Realp(/) Yannick Nzet-Sguin dirigiert Debussy und Prokofjew(Monika Rittershaus/Monika Rittershaus) Konzert mit Nobu(/) Konzert mit Boris Rosenthal(/) Familienkonzert Mozart und die magische Percke(/) Konzert mit Rinnat Moriah(Al Ghandtschi/Al Ghandtschi) Konzert mit Stanley Dodds, Daniel Dodds(/) Jugendkompositionswerkstatt OPUS ONE(Dorothea Huber/Dorothea Huber) Konzert mit Lahav Shani(/) Konzert mit Robin Ticciati, RIAS Kammerchor, Justin Doyle, Igor Levit(/) Konzert mit Robin Ticciati, Nicolas Altstaedt(/) Konzert mit Santtu-Matias Rouvali, Alice Sara Ott(/) Der philharmonische Diskurs(Oliver Hilmes/Oliver Hilmes) Konzert mit Daniil Trifonov(Dario Acosta/Dario Acosta) Carte blanche(Peter Adamik/Peter Adamik) Konzert mit Robin Ticciati, Dorothea Rschmann(/) Konzert mit Kristian Bezuidenhout, Robin Ticciati, Rachel Harnisch, Corinna Harfouch, Tom Schilling(/) 4. Musikalische Expedition: Improvisation(Dorothea Huber/Dorothea Huber) Konzert mit Radek Babork, Ben Goldscheider(/) Konzert mit Marek Janowski, Seong-Jin Cho(/) Konzert mit Katia Buniatishvili(/) Konzert mit Daniel Barenboim, Martha Argerich(/) Konzert mit Janine Jansen, Alexander Gavrylyuk(/) Zubin Mehta und Martin Grubinger(Monika Rittershaus/Monika Rittershaus)

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