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Berliner Philharmonie

Herbert-von-Karajan-Str. 1 - 10785 Berlin

Tel. 030 - 30 254 88-0 / www.berliner-philharmoniker.de

Januar / Februar / März / April / Mai / Juni / Juli / August / September / Oktober / November / Dezember

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Spielplan für Februar 2018


Kategorie: Klassik

»Kraft, Intelligenz und Raffinement« seines Dirigats machen im Verbund mit einer »fein modellierten Klangästhetik« jedes seiner Konzerte zu einem »Rundum-Genuss«, schreibt die internationale Presse über Dima Slobodeniouk und weiß außerdem zu berichten, dass die künstlerischen Leistungen des 1975 geborenen Dirigenten auch mit »Bravi vom Publikum« bedacht werden. In seiner Geburtsstadt Moskau zum Konzertgeiger, in Helsinki zum Dirigenten ausgebildet, führte ihn sein Werdegang als Orchesterleiter über südliche Gefilde wieder nach Finnland: Nachdem er zu Beginn der Saison 2013/2014 die Position des Chefdirigenten des Orquesta Sinfónica de Galicia in La Coruña angetreten hat, ist Slobodeniouk seit der vergangenen Spielzeit außerdem sowohl Chef der finnischen Sinfonia Lahti als auch künstlerischer Leiter des von diesem Klangkörper ins Leben gerufenen, international renommierten Sibelius-Festivals. Neben diesen Verpflichtungen leitete Slobodeniouk als Gastdirigent u.?a. Konzerte des London Philharmonic Orchestra, des Orchestre National de France und des Orchestre Philharmonique de Radio France, des Philharmonischen Orchesters Warschau, des SWR Symphonieorchesters sowie des Philharmonischen Orchesters Helsinki und des Finnischen Radio-Symphonie-Orchesters. Im Rahmen seines Debüts bei den Berliner Philharmonikern präsentiert der charismatische, fernab jeglichen Medienrummels zu einem der interessantesten Orchesterleiter seiner Generation aufgestiegene Dirigent ein finnisch-russisches Programm: Auf die 1926 uraufgeführte, nordische Mythen verarbeitende Symphonische Dichtung Tapiola von Jean Sibelius folgt das von seinem Widmungsträger Igor Oistrach 1967 aus der Taufe gehobene Zweite Violinkonzert von Dmitri Schostakowitsch. Solistin ist die 1981 in Riga geborene Geigerin Baiba Skride, mit der sowohl Slobodeniouk als auch die Berliner Philharmoniker eine künstlerisch überaus fruchtbare Freundschaft verbindet und der ein Berliner Kritiker einmal bescheinigte, ihr Spiel würde das Publikum »atemlos« machen. Den krönenden Abschluss bildet Sergej Prokofjews selten zu hörende, 1925 in Paris uraufgeführte Zweite Symphonie – ein Werk, mit dem sein Komponist den Beweis antrat, dass er neben seiner sieben Jahre zuvor entstandenen, dem Stil des ausgehenden 18. Jahrhunderts nachlauschenden, sogenannten »klassischen« Symphonie durchaus noch andere, ebenso kraftvolle wie intelligente und raffinierte kompositorische Karten im Ärmel hatte.


Kategorie: Klassik


Kategorie: Klassik

»Kraft, Intelligenz und Raffinement« seines Dirigats machen im Verbund mit einer »fein modellierten Klangästhetik« jedes seiner Konzerte zu einem »Rundum-Genuss«, schreibt die internationale Presse über Dima Slobodeniouk und weiß außerdem zu berichten, dass die künstlerischen Leistungen des 1975 geborenen Dirigenten auch mit »Bravi vom Publikum« bedacht werden. In seiner Geburtsstadt Moskau zum Konzertgeiger, in Helsinki zum Dirigenten ausgebildet, führte ihn sein Werdegang als Orchesterleiter über südliche Gefilde wieder nach Finnland: Nachdem er zu Beginn der Saison 2013/2014 die Position des Chefdirigenten des Orquesta Sinfónica de Galicia in La Coruña angetreten hat, ist Slobodeniouk seit der vergangenen Spielzeit außerdem sowohl Chef der finnischen Sinfonia Lahti als auch künstlerischer Leiter des von diesem Klangkörper ins Leben gerufenen, international renommierten Sibelius-Festivals. Neben diesen Verpflichtungen leitete Slobodeniouk als Gastdirigent u.?a. Konzerte des London Philharmonic Orchestra, des Orchestre National de France und des Orchestre Philharmonique de Radio France, des Philharmonischen Orchesters Warschau, des SWR Symphonieorchesters sowie des Philharmonischen Orchesters Helsinki und des Finnischen Radio-Symphonie-Orchesters. Im Rahmen seines Debüts bei den Berliner Philharmonikern präsentiert der charismatische, fernab jeglichen Medienrummels zu einem der interessantesten Orchesterleiter seiner Generation aufgestiegene Dirigent ein finnisch-russisches Programm: Auf die 1926 uraufgeführte, nordische Mythen verarbeitende Symphonische Dichtung Tapiola von Jean Sibelius folgt das von seinem Widmungsträger Igor Oistrach 1967 aus der Taufe gehobene Zweite Violinkonzert von Dmitri Schostakowitsch. Solistin ist die 1981 in Riga geborene Geigerin Baiba Skride, mit der sowohl Slobodeniouk als auch die Berliner Philharmoniker eine künstlerisch überaus fruchtbare Freundschaft verbindet und der ein Berliner Kritiker einmal bescheinigte, ihr Spiel würde das Publikum »atemlos« machen. Den krönenden Abschluss bildet Sergej Prokofjews selten zu hörende, 1925 in Paris uraufgeführte Zweite Symphonie – ein Werk, mit dem sein Komponist den Beweis antrat, dass er neben seiner sieben Jahre zuvor entstandenen, dem Stil des ausgehenden 18. Jahrhunderts nachlauschenden, sogenannten »klassischen« Symphonie durchaus noch andere, ebenso kraftvolle wie intelligente und raffinierte kompositorische Karten im Ärmel hatte.


Kategorie: Klassik

»Kraft, Intelligenz und Raffinement« seines Dirigats machen im Verbund mit einer »fein modellierten Klangästhetik« jedes seiner Konzerte zu einem »Rundum-Genuss«, schreibt die internationale Presse über Dima Slobodeniouk und weiß außerdem zu berichten, dass die künstlerischen Leistungen des 1975 geborenen Dirigenten auch mit »Bravi vom Publikum« bedacht werden. In seiner Geburtsstadt Moskau zum Konzertgeiger, in Helsinki zum Dirigenten ausgebildet, führte ihn sein Werdegang als Orchesterleiter über südliche Gefilde wieder nach Finnland: Nachdem er zu Beginn der Saison 2013/2014 die Position des Chefdirigenten des Orquesta Sinfónica de Galicia in La Coruña angetreten hat, ist Slobodeniouk seit der vergangenen Spielzeit außerdem sowohl Chef der finnischen Sinfonia Lahti als auch künstlerischer Leiter des von diesem Klangkörper ins Leben gerufenen, international renommierten Sibelius-Festivals. Neben diesen Verpflichtungen leitete Slobodeniouk als Gastdirigent u.?a. Konzerte des London Philharmonic Orchestra, des Orchestre National de France und des Orchestre Philharmonique de Radio France, des Philharmonischen Orchesters Warschau, des SWR Symphonieorchesters sowie des Philharmonischen Orchesters Helsinki und des Finnischen Radio-Symphonie-Orchesters. Im Rahmen seines Debüts bei den Berliner Philharmonikern präsentiert der charismatische, fernab jeglichen Medienrummels zu einem der interessantesten Orchesterleiter seiner Generation aufgestiegene Dirigent ein finnisch-russisches Programm: Auf die 1926 uraufgeführte, nordische Mythen verarbeitende Symphonische Dichtung Tapiola von Jean Sibelius folgt das von seinem Widmungsträger Igor Oistrach 1967 aus der Taufe gehobene Zweite Violinkonzert von Dmitri Schostakowitsch. Solistin ist die 1981 in Riga geborene Geigerin Baiba Skride, mit der sowohl Slobodeniouk als auch die Berliner Philharmoniker eine künstlerisch überaus fruchtbare Freundschaft verbindet und der ein Berliner Kritiker einmal bescheinigte, ihr Spiel würde das Publikum »atemlos« machen. Den krönenden Abschluss bildet Sergej Prokofjews selten zu hörende, 1925 in Paris uraufgeführte Zweite Symphonie – ein Werk, mit dem sein Komponist den Beweis antrat, dass er neben seiner sieben Jahre zuvor entstandenen, dem Stil des ausgehenden 18. Jahrhunderts nachlauschenden, sogenannten »klassischen« Symphonie durchaus noch andere, ebenso kraftvolle wie intelligente und raffinierte kompositorische Karten im Ärmel hatte.


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Es gibt Organisten, Cembalisten, Dirigenten, Professoren und Musikwissenschaftler. Und es gibt Ton Koopman. Es käme einer anspruchsvollen Fleißarbeit gleich, alle künstlerischen Projekte nennen zu wollen, denen er sich in den vergangenen Jahrzehnten widmete. Ein Komponist steht dabei im Zentrum seines Wirkens: Johann Sebastian Bach. Als Dirigent hat Koopman mit dem von ihm gegründeten Amsterdam Baroque Orchestra & Choir sämtliche Bach-Kantaten aufgenommen. Doch damit nicht genug, spielte er auch sämtliche Orgelwerke sowie alle großen Cembalowerke des Leipziger Thomaskantors auf Tonträger ein. Ein weiterer Komponist, der dem Niederländer Ton Koopman sehr am Herzen liegt, ist Dieterich Buxtehude. Gut 50 Jahre älter als Bach, hinterließ Buxtehude ein umfangreiches Œuvre mit zahlreichen bedeutenden Orgelwerken. Festliche Barockmusik in größter Schönheit. Nachdem Ton Koopman bereits im Herbst am Pult der Berliner Philharmoniker mit Johann Sebastian Bachs h-Moll-Messe zu erleben war, nimmt er nun an der Großen Orgel der Philharmonie Platz. Ob er das Programm den beiden großen »Bs« Bach und Buxtehude widmen dürfe? Unbedingt! In der Mitte der Matinee erklingt außerdem eine Sonate des Bach-Sohns Carl Philipp Emanuel, die erahnen lässt, wohin sich die Musik nach dem Ableben von Vater Bach entwickelte. Und auch mit diesem großen »B« kennt Ton Koopman sich bestens aus, hat er doch viele Werke von Carl Philipp Emanuel Bach eingespielt – als Organist, Cembalist und Dirigent.


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Normalerweise findet man sie im holzverarbeitenden Gewerbe.- doch man kann ihr auch Töne entlocken. Marlene Dietrich spielte sie, Schostakowitsch verwendete sie in seiner Oper Die Nase und Chatschaturjan gab mit ihr seinem Klavierkonzert einen besonderen Anstrich: Die Säge verzaubert mit einem sphärischen Ton, welcher der menschlichen Stimme sehr nahe ist. Katharina Micada ist ausgebildete Sängerin und Vizeweltmeisterin der »singenden Säge« im Jahr 2011. Mit ihrem Instrument tritt sie nicht nur im Rahmen von musikalischen Salons auf, sie stand auch schon mit den Berliner Philharmonikern und anderen renommierten Orchestern auf der Bühne. In diesem Kreativstudio gibt sie ihr Wissen und die Technik, der Säge ein Singen zu entlocken, an die Teilnehmenden weiter.


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Das Repertoire von Sir András Schiff ist auf einzigartige Art und Weise ebenso eng gesteckt wie weit gefasst. Für die Klaviermusik musikhistorischer Randfiguren hat der 1953 in Budapest geborene Pianist im Verlauf seiner nunmehr über 40 Jahre währenden Karriere nur wenig Interesse gezeigt. Stattdessen konzentrierte sich Schiff, der in Anerkennung künstlerischer Verdienste vom Staatsoberhaupt seiner langjährigen Wahlheimat Großbritannien vor drei Jahren in den Ritterstand erhoben wurde, von Anbeginn an auf die Interpretation wegweisender Werke zwischen Barockzeitalter und Klassischer Moderne. Bach, Beethoven, Brahms und Bartók sind Schiffs musikalische Hausgötter, Haydn, Mozart, Schubert und Schumann verehrt er ebenso. Und auch Domenico Scarlatti, Mendelssohn oder Janá?ek huldigt er hin und wieder mit von einer subtilen Anschlagskultur geprägten Interpretationen. Doch ganz gleich, welchem dieser Komponisten er sich annimmt – er tut es mit unbedingter Hingabe, höchster technischer Meisterschaft und einem künstlerischen Selbstverständnis, das vom Spannungsfeld zwischen der Kenntnis interpretatorischer Traditionen und den Hörerwartungen unserer Tage inspiriert ist.Wie bereits im ersten der beiden Soloabende, die er in der Saison 2017/2018 in der Philharmonie gibt wird, hat Schiff für dieses Konzert ein Programm zusammengestellt, das ganz um Johannes Brahms kreist. Neben dessen drei letzten, in den Jahren 1892/1893 entstandenen Klavierzyklen interpretiert Schiff im ersten Teil des Abends nicht nur Wolfgang Amadeus Mozarts in das Zeitalter der Romantik vorausweisende Rondo a-Moll KV 511, sondern auch die legendenumwobenen Es-Dur-Variationen von Robert Schumann: Ihr Thema soll – so berichtet Clara Schumann in ihrem Tagebuch – der Komponist von den Geistern Schuberts und Mendelssohns empfangen haben. Im zweiten Teil ist neben Präludium und Fuge h-Moll BWV 869 aus dem Ersten Band von Johann Sebastian Bachs Wohltemperiertem Klavier dann auch Ludwig van Beethovens Klaviersonate Es-Dur op. 81a Les Adieux zu hören.


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Kein Geringerer als Duke Ellington, der mit seiner Band in den 1920er- und 1930er-Jahren regelmäßig im glamourösen Cotton Club im New Yorker Stadtteil Harlem auftrat, feierte seinen Konkurrenten Paul Whiteman als einen Musiker, der »den Jazz an den höchsten Punkt« katapultiert habe. Denn der »King of Jazz«, wie Whiteman genannt wurde, habe seine Musik »an die Ohren des seriösen Publikums gebracht – so, dass die Leute Jazz mochten.« Tatsächlich war es dem bekanntesten Bandleader Amerikas zu verdanken, dass der Jazz während der Prohibition das Milieu der Alkoholschmuggler und Gangster hinter sich ließ und die Kluft zwischen der Tin Pan Alley (der 28. Straße zwischen Fifth Avenue und Broadway, in der sich die meisten Musicaltheater befanden) und dem »seriösen« Konzertsaal zumindest zeitweilig überbrückt wurde. Denn Whiteman war es, der den jungen George Gershwin beauftragte, ein Werk für Klavier und Jazzorchester zu schreiben: die Rhapsody in Blue, deren Instrumentierung der Arrangeur der Whiteman-Band Ferde Grofé besorgte. Die Premiere, die am 12. Februar 1924 unter dem geschickten Titel »An experiment in modern music« mit dem Komponisten am Klavier in der New Yorker Aeolian Hall erfolgte, war ein überwältigender Erfolg: »15 Minuten vor Beginn des Konzerts«, so Whiteman, »gab ich meiner Nervosität und Neugierde nach, verbarg den Frack unter einem Mantel und schlich ums Haus herum, zum Eingang. […] Obwohl es heftig schneite, drängten sich die Menschen wie in der U-Bahn, rauften sich um den Zutritt und kämpften um die letzten Karten, wie sonst nur bei einem Baseball-Spiel oder einem Boxwettkampf.« In diesem Late-Night-Konzert, das sich als »A tribute to Paul Whiteman« überschreiben ließe, stellen Sir Simon Rattle und Mitglieder der Berliner Philharmoniker zu später Stunde ihre Affinität zum Jazz der »Roaring Twenties« unter Beweis. Auf dem Programm steht eine Auswahl von Arrangements, in denen Whiteman seinerzeit den orchestralen Jazz mit ungewöhnlicher Präzision und dynamischer Differenzierung präsentierte.


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Lou Andreas-Salomé stellte die bürgerlichen Verhältnisse ihrer Zeit auf den Kopf. Kein Wunder, dass auch ihre Romanheldinnen alle Fesseln sprengten, die ihnen von den gesellschaftlichen Normen angelegt waren. Die adelige Generalstochter, die 1861 in eine deutsch-russische Familie in St. Petersburg hineingeboren wurde, las frühzeitig Spinoza, Leibniz und Kant. 1880 zog sie nach Zürich, um Vorlesungen in den Fächern Theologie, Philosophie und Logik zu besuchen – an einer der wenigen europäischen Universitäten, die Frauen zum Studium zuließen. Zwei Jahre später wurde ihr während einer Italienreise durch den Philosophen Paul Rée Friedrich Nietzsche vorgestellt: ein folgenreiches Ereignis, aus dem sich eine »ménage à trois« der besonderen Art entwickelte: Die drei unternehmen Reisen, diskutieren und korrigieren sich gegenseitig ihre Texte, wobei sich die beiden Männer für die platonische Grundkonstellation wenig begeistern konnten – ohne Erfolg. Nachdem sich Nietzsche eine Abfuhr geholt hatte, arrangierte er ein Foto, auf dem man Lou Salomé mit der Peitsche in der Hand auf einem Wagen knien sieht, vor den sich beide Philosophen wie Pferde gespannt haben. Dieses Foto, so der Philosoph (der nach dem endgültigen Zerwürfnis in nur zehn Tagen den ersten Teil seines Zarathustra zu Papier brachte), würde das Verhältnis der drei Freunde perfekt illustrieren. Später heiratete Lou Salomé den Orientalisten Friedrich Carl Andreas. Die Eheschließung bahnte sich allerdings unter dramatischen Umständen an: Nachdem auch er nicht erhört worden war, rammte sich Andreas vor den Augen der Angebeteten ein Messer in die Brust und überlebte. Ungeachtet ihres Ehestands verband Lou Salomé auch eine innige Freundschaft mit René Maria Rilke, der sich ihretwegen »Rainer« nannte. In diesem Philharmonische Salon widmet sich Götz Teutsch dem Leben der Lou Andreas-Salomé. Heikko Deutschmann liest Texte von Paul Rée, Friedrich Nietzsche. Rainer Maria Rilke, Sigmund Freud, Irmgard Hülsemann u. a. Für den musikalischen Rahmen mit Werken von Paul Hindemith, Max Reger, Peter Tschaikowsky Alexander Glasunow und Alexander Borodin sorgen neben Mitgliedern der Berliner Philharmoniker auch Cordelia Höfer (Klavier) sowie die österreichische Sopranistin Anna Maria Pammer.


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Nach der Uraufführung 1940 schrieb ein Kritiker, das Violinkonzert von Arnold Schönberg klinge wie ein »Hühnerhof bei Fütterung«. Nicht nur Publikum und Presse reagierten mit Ablehnung auf das aus einer Zwölftonreihe entwickelte Werk, sondern auch Jascha Heifetz, dem Schönberg das Stück ursprünglich zugedacht hatte. Die Gründe, warum Heifetz dem Komponisten, der dann in Louis Krasner seinen Uraufführungssolisten fand, eine Absage erteilte, sind nicht bekannt. Tatsache ist, dass das Violinkonzert mit zu den technisch anspruchsvollsten Beiträgen der Gattung gehört. »Manche Spieltechniken, insbesondere die in schnellen Doppel- und Tripelgriffen auszuführende Flageoletttechnik, sind hier sehr avantgardistisch. Das kannten die Geiger in dieser Form damals nicht«, meint Michael Barenboim, der mit diesem Stück unter der Leitung von Zubin Mehta sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern gibt. Für den jungen Violinisten, Konzertmeister des von Vater Daniel mitbegründeten und geleiteten West-Eastern Divan Orchestra, ist Schönbergs Konzert eines der großen Werke des 20. Jahrhunderts. »Es ist hochexpressiv, sehr emotional, man darf sich nur nicht von der Strenge der Zwölftönigkeit beirren lassen«, schwärmt er.Das Konzert bildet einen starken Kontrast zu Franz Schuberts lyrisch-heiterer Rosamunde-Ouvertüre, mit der das Programm eröffnet wird. Schubert hatte 1823 für das Theaterstück Rosamunde der Dichterin Helmina von Chézy eine Bühnenmusik geschrieben. Während das Stück ein Misserfolg wurde, gefiel die Musik. Doch die Ouvertüre hat trotz ihres Namens nichts mit dem Schauspiel zu tun. Ein Verleger hatte später Schuberts Ouvertüre zur Zauberharfe als Vorspiel zu Rosamunde herausgegeben. – Nach der Konzertpause erklingen zwei Werke von Maurice Ravel: La Valse, jene ekstatische Apotheose des Wiener Walzers, in der der französische Komponist Ausführende wie Zuhörer in einen mitreißenden musikalischen Strudel zieht. Ravel schrieb La Valse im Auftrag von Sergej Diaghilew für ein Tanzprojekt der Ballets russes. Mit der Begründung, das Werk sei kein Ballett, sondern das Bild eines Balletts, wies es Diaghilew jedoch zurück. Dafür wurde La Valse als reines Orchesterstück weltberühmt.Eine ganz andere Klangwelt beschwört Ravel in seinem ebenfalls für Diaghilew entstandenen Ballett Daphnis et Chloé: lasziv, verträumt, bacchantisch. Mit der aus Teilen des Balletts zusammengestellten Suite Nr. 2, in der sich angefangen von den leise flirrenden Harfen- und Flötenklängen bis zum dionysischen Schlussreigen eine ungeheure musikalische Steigerung aufbaut, endet dieses Programm.


Kategorie: Klassik

Nach der Uraufführung 1940 schrieb ein Kritiker, das Violinkonzert von Arnold Schönberg klinge wie ein »Hühnerhof bei Fütterung«. Nicht nur Publikum und Presse reagierten mit Ablehnung auf das aus einer Zwölftonreihe entwickelte Werk, sondern auch Jascha Heifetz, dem Schönberg das Stück ursprünglich zugedacht hatte. Die Gründe, warum Heifetz dem Komponisten, der dann in Louis Krasner seinen Uraufführungssolisten fand, eine Absage erteilte, sind nicht bekannt. Tatsache ist, dass das Violinkonzert mit zu den technisch anspruchsvollsten Beiträgen der Gattung gehört. »Manche Spieltechniken, insbesondere die in schnellen Doppel- und Tripelgriffen auszuführende Flageoletttechnik, sind hier sehr avantgardistisch. Das kannten die Geiger in dieser Form damals nicht«, meint Michael Barenboim, der mit diesem Stück unter der Leitung von Zubin Mehta sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern gibt. Für den jungen Violinisten, Konzertmeister des von Vater Daniel mitbegründeten und geleiteten West-Eastern Divan Orchestra, ist Schönbergs Konzert eines der großen Werke des 20. Jahrhunderts. »Es ist hochexpressiv, sehr emotional, man darf sich nur nicht von der Strenge der Zwölftönigkeit beirren lassen«, schwärmt er.Das Konzert bildet einen starken Kontrast zu Franz Schuberts lyrisch-heiterer Rosamunde-Ouvertüre, mit der das Programm eröffnet wird. Schubert hatte 1823 für das Theaterstück Rosamunde der Dichterin Helmina von Chézy eine Bühnenmusik geschrieben. Während das Stück ein Misserfolg wurde, gefiel die Musik. Doch die Ouvertüre hat trotz ihres Namens nichts mit dem Schauspiel zu tun. Ein Verleger hatte später Schuberts Ouvertüre zur Zauberharfe als Vorspiel zu Rosamunde herausgegeben. – Nach der Konzertpause erklingen zwei Werke von Maurice Ravel: La Valse, jene ekstatische Apotheose des Wiener Walzers, in der der französische Komponist Ausführende wie Zuhörer in einen mitreißenden musikalischen Strudel zieht. Ravel schrieb La Valse im Auftrag von Sergej Diaghilew für ein Tanzprojekt der Ballets russes. Mit der Begründung, das Werk sei kein Ballett, sondern das Bild eines Balletts, wies es Diaghilew jedoch zurück. Dafür wurde La Valse als reines Orchesterstück weltberühmt.Eine ganz andere Klangwelt beschwört Ravel in seinem ebenfalls für Diaghilew entstandenen Ballett Daphnis et Chloé: lasziv, verträumt, bacchantisch. Mit der aus Teilen des Balletts zusammengestellten Suite Nr. 2, in der sich angefangen von den leise flirrenden Harfen- und Flötenklängen bis zum dionysischen Schlussreigen eine ungeheure musikalische Steigerung aufbaut, endet dieses Programm.


Kategorie: Klassik

Es ist eine Herausforderung welcher wir uns besonders gerne stellen: der Umarbeitung von Richard Wagners Parsifal für Kinder. Das letzte Werk dieses Komponisten gibt selbst Erwachsenen ein paar harte Nüsse zu knacken – doch sind wir geübt darin, Meisterwerke der Opernliteratur kindgerecht aufzuarbeiten. Mit jungen Sängern, einem erfahrenen Regieteam, Mitgliedern der Berliner Philharmoniker und Neukompositionen auf der Basis von Wagners Musik nähern wir uns dessen Themen an.


Kategorie: Klassik

Nach der Uraufführung 1940 schrieb ein Kritiker, das Violinkonzert von Arnold Schönberg klinge wie ein »Hühnerhof bei Fütterung«. Nicht nur Publikum und Presse reagierten mit Ablehnung auf das aus einer Zwölftonreihe entwickelte Werk, sondern auch Jascha Heifetz, dem Schönberg das Stück ursprünglich zugedacht hatte. Die Gründe, warum Heifetz dem Komponisten, der dann in Louis Krasner seinen Uraufführungssolisten fand, eine Absage erteilte, sind nicht bekannt. Tatsache ist, dass das Violinkonzert mit zu den technisch anspruchsvollsten Beiträgen der Gattung gehört. »Manche Spieltechniken, insbesondere die in schnellen Doppel- und Tripelgriffen auszuführende Flageoletttechnik, sind hier sehr avantgardistisch. Das kannten die Geiger in dieser Form damals nicht«, meint Michael Barenboim, der mit diesem Stück unter der Leitung von Zubin Mehta sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern gibt. Für den jungen Violinisten, Konzertmeister des von Vater Daniel mitbegründeten und geleiteten West-Eastern Divan Orchestra, ist Schönbergs Konzert eines der großen Werke des 20. Jahrhunderts. »Es ist hochexpressiv, sehr emotional, man darf sich nur nicht von der Strenge der Zwölftönigkeit beirren lassen«, schwärmt er.Das Konzert bildet einen starken Kontrast zu Franz Schuberts lyrisch-heiterer Rosamunde-Ouvertüre, mit der das Programm eröffnet wird. Schubert hatte 1823 für das Theaterstück Rosamunde der Dichterin Helmina von Chézy eine Bühnenmusik geschrieben. Während das Stück ein Misserfolg wurde, gefiel die Musik. Doch die Ouvertüre hat trotz ihres Namens nichts mit dem Schauspiel zu tun. Ein Verleger hatte später Schuberts Ouvertüre zur Zauberharfe als Vorspiel zu Rosamunde herausgegeben. – Nach der Konzertpause erklingen zwei Werke von Maurice Ravel: La Valse, jene ekstatische Apotheose des Wiener Walzers, in der der französische Komponist Ausführende wie Zuhörer in einen mitreißenden musikalischen Strudel zieht. Ravel schrieb La Valse im Auftrag von Sergej Diaghilew für ein Tanzprojekt der Ballets russes. Mit der Begründung, das Werk sei kein Ballett, sondern das Bild eines Balletts, wies es Diaghilew jedoch zurück. Dafür wurde La Valse als reines Orchesterstück weltberühmt.Eine ganz andere Klangwelt beschwört Ravel in seinem ebenfalls für Diaghilew entstandenen Ballett Daphnis et Chloé: lasziv, verträumt, bacchantisch. Mit der aus Teilen des Balletts zusammengestellten Suite Nr. 2, in der sich angefangen von den leise flirrenden Harfen- und Flötenklängen bis zum dionysischen Schlussreigen eine ungeheure musikalische Steigerung aufbaut, endet dieses Programm.


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Es ist eine Herausforderung welcher wir uns besonders gerne stellen: der Umarbeitung von Richard Wagners Parsifal für Kinder. Das letzte Werk dieses Komponisten gibt selbst Erwachsenen ein paar harte Nüsse zu knacken – doch sind wir geübt darin, Meisterwerke der Opernliteratur kindgerecht aufzuarbeiten. Mit jungen Sängern, einem erfahrenen Regieteam, Mitgliedern der Berliner Philharmoniker und Neukompositionen auf der Basis von Wagners Musik nähern wir uns dessen Themen an.


Kategorie: Klassik

Lou Andreas-Salomé stellte die bürgerlichen Verhältnisse ihrer Zeit auf den Kopf. Kein Wunder, dass auch ihre Romanheldinnen alle Fesseln sprengten, die ihnen von den gesellschaftlichen Normen angelegt waren. Die adelige Generalstochter, die 1861 in eine deutsch-russische Familie in St. Petersburg hineingeboren wurde, las frühzeitig Spinoza, Leibniz und Kant. 1880 zog sie nach Zürich, um Vorlesungen in den Fächern Theologie, Philosophie und Logik zu besuchen – an einer der wenigen europäischen Universitäten, die Frauen zum Studium zuließen. Zwei Jahre später wurde ihr während einer Italienreise durch den Philosophen Paul Rée Friedrich Nietzsche vorgestellt: ein folgenreiches Ereignis, aus dem sich eine »ménage à trois« der besonderen Art entwickelte: Die drei unternehmen Reisen, diskutieren und korrigieren sich gegenseitig ihre Texte, wobei sich die beiden Männer für die platonische Grundkonstellation wenig begeistern konnten – ohne Erfolg. Nachdem sich Nietzsche eine Abfuhr geholt hatte, arrangierte er ein Foto, auf dem man Lou Salomé mit der Peitsche in der Hand auf einem Wagen knien sieht, vor den sich beide Philosophen wie Pferde gespannt haben. Dieses Foto, so der Philosoph (der nach dem endgültigen Zerwürfnis in nur zehn Tagen den ersten Teil seines Zarathustra zu Papier brachte), würde das Verhältnis der drei Freunde perfekt illustrieren. Später heiratete Lou Salomé den Orientalisten Friedrich Carl Andreas. Die Eheschließung bahnte sich allerdings unter dramatischen Umständen an: Nachdem auch er nicht erhört worden war, rammte sich Andreas vor den Augen der Angebeteten ein Messer in die Brust und überlebte. Ungeachtet ihres Ehestands verband Lou Salomé auch eine innige Freundschaft mit René Maria Rilke, der sich ihretwegen »Rainer« nannte. In diesem Philharmonische Salon widmet sich Götz Teutsch dem Leben der Lou Andreas-Salomé. Heikko Deutschmann liest Texte von Paul Rée, Friedrich Nietzsche. Rainer Maria Rilke, Sigmund Freud, Irmgard Hülsemann u. a. Für den musikalischen Rahmen mit Werken von Paul Hindemith, Max Reger, Peter Tschaikowsky Alexander Glasunow und Alexander Borodin sorgen neben Mitgliedern der Berliner Philharmoniker auch Cordelia Höfer (Klavier) sowie die österreichische Sopranistin Anna Maria Pammer.


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Mit Béla Bartóks Erstem Klavierkonzert fing sie an, die langjährige künstlerische Freundschaft zwischen Daniel Barenboim und den Berliner Philharmonikern. Wolfgang Stresemann, zu jener Zeit Intendant des Orchesters, hatte dem jungen Pianisten in Aussicht gestellt, bei einem philharmonischen Konzertprogramm unter der Leitung von Pierre Boulez im Juni 1964 mitwirken zu können: »Wenn Sie dort spielen wollen, müssen Sie erst das Erste Klavierkonzert von Béla Bartók lernen«, meinte er. Barenboim besorgte sich die Noten und verliebte sich sofort in das damals noch sehr selten gespielte Stück. Bartók orientiert sich in dieser Komposition zwar an der klassischen dreiteiligen Konzertform, doch die Funktion des Klaviers ist vollkommen anders als bisher: Er verwendet das Klavier in erster Linie als Perkussionsinstrument, das unerbittlich vorantreibend dem Werk einen energetischen, pulsierenden und gleichzeitig tänzerischen Charakter verleiht. Genau das gelang Barenboim in seinem Debüt zu vermitteln: »Er musizierte virtuos, intelligent und machte besonders im langsamen Satz Bartóks Sublimierung des Rhythmischen deutlich«, heißt es in einer Kritik. Als Dirigent hat Barenboim das Konzert bei den Philharmonikern in den vergangenen Jahren mehrfach aufgeführt, nun ist er erstmals seit 1964 auch wieder als dessen Solist zu erleben.Was Béla Bartók mit den beiden anderen Komponisten dieses Programms, Antonín Dvo?ák und Leoš Janá?ek, verbindet: Ihnen diente die Volksmusik als wichtige Inspirationsquelle. Mit seinen mitreißenden Slawischen Tänzen op. 46 gelang Dvo?ák der internationale Durchbruch. Nur wenige Jahre später legte der tschechische Meister mit einer Fortsetzung nach. Im Unterschied zur ersten Serie überwiegen in der zweiten, Dvo?áks Opus 72, Tanzformen aus den slawischen Nachbarstaaten, wobei die einzelnen Nummern melancholischer, nachdenklicher und introvertierter wirken. Während Sir Simon Rattle und die Berliner Philharmoniker einzelne Tänze oft und gerne aufführen, hat die Präsentation des gesamten Opus 72 eher Seltenheitswert. Folkloristische Tanzrhythmen prägen auch die Sinfonietta von Dvo?áks Landsmann Leoš Janá?ek. Doch das Stück, dessen berühmte Eingangsfanfare 1926 für ein Fest der Turnergemeinschaft »Sokol« entstand und dann vom Komponisten zu einem fünfsätzigen Orchesterwerk erweitert wurde, ist mehr als die musikalische Auseinandersetzung mit nationalen Tänzen.- es gilt vielmehr als patriotisches Bekenntnis für die damals noch junge tschechische Republik und als Hommage an Janá?eks Heimatstadt Brünn – kraftvoll, klangsinnlich und triumphierend.


Kategorie: Klassik

Mit Béla Bartóks Erstem Klavierkonzert fing sie an, die langjährige künstlerische Freundschaft zwischen Daniel Barenboim und den Berliner Philharmonikern. Wolfgang Stresemann, zu jener Zeit Intendant des Orchesters, hatte dem jungen Pianisten in Aussicht gestellt, bei einem philharmonischen Konzertprogramm unter der Leitung von Pierre Boulez im Juni 1964 mitwirken zu können: »Wenn Sie dort spielen wollen, müssen Sie erst das Erste Klavierkonzert von Béla Bartók lernen«, meinte er. Barenboim besorgte sich die Noten und verliebte sich sofort in das damals noch sehr selten gespielte Stück. Bartók orientiert sich in dieser Komposition zwar an der klassischen dreiteiligen Konzertform, doch die Funktion des Klaviers ist vollkommen anders als bisher: Er verwendet das Klavier in erster Linie als Perkussionsinstrument, das unerbittlich vorantreibend dem Werk einen energetischen, pulsierenden und gleichzeitig tänzerischen Charakter verleiht. Genau das gelang Barenboim in seinem Debüt zu vermitteln: »Er musizierte virtuos, intelligent und machte besonders im langsamen Satz Bartóks Sublimierung des Rhythmischen deutlich«, heißt es in einer Kritik. Als Dirigent hat Barenboim das Konzert bei den Philharmonikern in den vergangenen Jahren mehrfach aufgeführt, nun ist er erstmals seit 1964 auch wieder als dessen Solist zu erleben.Was Béla Bartók mit den beiden anderen Komponisten dieses Programms, Antonín Dvo?ák und Leoš Janá?ek, verbindet: Ihnen diente die Volksmusik als wichtige Inspirationsquelle. Mit seinen mitreißenden Slawischen Tänzen op. 46 gelang Dvo?ák der internationale Durchbruch. Nur wenige Jahre später legte der tschechische Meister mit einer Fortsetzung nach. Im Unterschied zur ersten Serie überwiegen in der zweiten, Dvo?áks Opus 72, Tanzformen aus den slawischen Nachbarstaaten, wobei die einzelnen Nummern melancholischer, nachdenklicher und introvertierter wirken. Während Sir Simon Rattle und die Berliner Philharmoniker einzelne Tänze oft und gerne aufführen, hat die Präsentation des gesamten Opus 72 eher Seltenheitswert. Folkloristische Tanzrhythmen prägen auch die Sinfonietta von Dvo?áks Landsmann Leoš Janá?ek. Doch das Stück, dessen berühmte Eingangsfanfare 1926 für ein Fest der Turnergemeinschaft »Sokol« entstand und dann vom Komponisten zu einem fünfsätzigen Orchesterwerk erweitert wurde, ist mehr als die musikalische Auseinandersetzung mit nationalen Tänzen.- es gilt vielmehr als patriotisches Bekenntnis für die damals noch junge tschechische Republik und als Hommage an Janá?eks Heimatstadt Brünn – kraftvoll, klangsinnlich und triumphierend.


Kategorie: Klassik


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Mit Béla Bartóks Erstem Klavierkonzert fing sie an, die langjährige künstlerische Freundschaft zwischen Daniel Barenboim und den Berliner Philharmonikern. Wolfgang Stresemann, zu jener Zeit Intendant des Orchesters, hatte dem jungen Pianisten in Aussicht gestellt, bei einem philharmonischen Konzertprogramm unter der Leitung von Pierre Boulez im Juni 1964 mitwirken zu können: »Wenn Sie dort spielen wollen, müssen Sie erst das Erste Klavierkonzert von Béla Bartók lernen«, meinte er. Barenboim besorgte sich die Noten und verliebte sich sofort in das damals noch sehr selten gespielte Stück. Bartók orientiert sich in dieser Komposition zwar an der klassischen dreiteiligen Konzertform, doch die Funktion des Klaviers ist vollkommen anders als bisher: Er verwendet das Klavier in erster Linie als Perkussionsinstrument, das unerbittlich vorantreibend dem Werk einen energetischen, pulsierenden und gleichzeitig tänzerischen Charakter verleiht. Genau das gelang Barenboim in seinem Debüt zu vermitteln: »Er musizierte virtuos, intelligent und machte besonders im langsamen Satz Bartóks Sublimierung des Rhythmischen deutlich«, heißt es in einer Kritik. Als Dirigent hat Barenboim das Konzert bei den Philharmonikern in den vergangenen Jahren mehrfach aufgeführt, nun ist er erstmals seit 1964 auch wieder als dessen Solist zu erleben.Was Béla Bartók mit den beiden anderen Komponisten dieses Programms, Antonín Dvo?ák und Leoš Janá?ek, verbindet: Ihnen diente die Volksmusik als wichtige Inspirationsquelle. Mit seinen mitreißenden Slawischen Tänzen op. 46 gelang Dvo?ák der internationale Durchbruch. Nur wenige Jahre später legte der tschechische Meister mit einer Fortsetzung nach. Im Unterschied zur ersten Serie überwiegen in der zweiten, Dvo?áks Opus 72, Tanzformen aus den slawischen Nachbarstaaten, wobei die einzelnen Nummern melancholischer, nachdenklicher und introvertierter wirken. Während Sir Simon Rattle und die Berliner Philharmoniker einzelne Tänze oft und gerne aufführen, hat die Präsentation des gesamten Opus 72 eher Seltenheitswert. Folkloristische Tanzrhythmen prägen auch die Sinfonietta von Dvo?áks Landsmann Leoš Janá?ek. Doch das Stück, dessen berühmte Eingangsfanfare 1926 für ein Fest der Turnergemeinschaft »Sokol« entstand und dann vom Komponisten zu einem fünfsätzigen Orchesterwerk erweitert wurde, ist mehr als die musikalische Auseinandersetzung mit nationalen Tänzen.- es gilt vielmehr als patriotisches Bekenntnis für die damals noch junge tschechische Republik und als Hommage an Janá?eks Heimatstadt Brünn – kraftvoll, klangsinnlich und triumphierend.


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»Von allen Instrumenten im Orchester«, schrieb Hector Berlioz in seinem Grand traité d’instrumentation et d’orchestration modernes, »ist die Viola dasjenige, dessen ausgezeichnete Eigenschaften man am längsten verkannt hat. Sie ist ebenso behend wie die Violine, der Ton ihrer tiefen Saiten besitzt einen eigentümlichen, herben Klang, während ihre Töne in der Höhe einen traurig-leidenschaftlichen Ausdruck annehmen.- ihr Klangcharakter im allgemeinen ist von tiefer Schwermut und unterscheidet sich merklich von dem der anderen Streichinstrumente.« Kein Wunder, dass bereits zu Berlioz’ Zeit immer mehr anspruchsvolle Originalkompositionen und Bearbeitungen für Bratsche(n) entstanden – ein reizvolles Repertoire, dem sich die 12 Bratscher der Berliner Philharmoniker verschrieben haben. Ihr Abend beginnt mit dem Ave Maria aus Giuseppe Verdis Pezzi sacri, das auf der »enigmatischen Tonleiter« von Adolfo Crescentini beruht. Der italienische Musikprofessor ließ die chromatische Linie in der Gazzetta musicale di Milano abdrucken – mit der Aufforderung, man möge sich an einer Harmonisierung versuchen. Nach dem Ave Maria folgt das mit vier Violen ungewöhnlich besetzte Phantasy Quartet von York Bowen, den kein Geringerer als Camille Saint-Saëns als einen »der ungewöhnlichsten jungen britischen Komponisten« bezeichnete. Für einen klangvollen Leckerbissen sorgt dann das Arrangement für acht Violen von Rossinis Barbier-Ouvertüre, dem weitere Bratschen-Werke folgen: u. a. Kenneth Hardings Rondo Capriccio für sechs Violen sowie Benjamin James Dales Introduktion und Andante op. 5, dem Dales Lehrer Frederick Corder 1917 »bemerkenswerte Schönheit, Kraft und Originalität« bescheinigte. Mit dem Nachtstück op. 34 des Wahl-Wieners Max von Weinzierl aus dem Jahr 1883 folgt die wohl erste Komposition für Bratschenquartett. Angeregt wurde es vom damaligen Präsidenten des Salzburger »Mozarteums« Wenzel Sedlitzky, dem das Werk auch gewidmet ist. Abgerundet wird der Abend mit stimmungsvollen Adaptionen von Piazzolla-Tangos sowie mit einer Viola-Variante von Johann Strauߒ Kaiserwalzer.


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Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:05.02.18
© Fotos der Vorstellungen: Gastveranstaltung(/) Dima Slobodeniouk und Baiba Skride(Marco Borggreve/Marco Borggreve) Konzert mit Thomas Koncz, Guy Braunstein, Gili Schwarzman(/) Dima Slobodeniouk und Baiba Skride(Marco Borggreve/Marco Borggreve) Dima Slobodeniouk und Baiba Skride(Marco Borggreve/Marco Borggreve) Konzert mit Martin Herzberg, Sören Linke, Nils Bronzska, Rogier De Nijs, Benedikt Bindewald, Coco Elane, Tanja Kronheim, Stefanie John, Tabea Schrenk(/) Orgelmatinee mit Ton Koopman(Hermann Willers/Hermann Willers) Kreativstudio 2 – Musik@Home mit Säge(Jan von Holleben/Jan von Holleben) Konzert mit Michael Riedel(/) Konzert mit Pavol Breslik, Amir Katz(Anton Karpita/Anton Karpita) Klavierabend mit András Schiff II(Raphaël Faux-Rougemont/Raphaël Faux-Rougemont) Lunchkonzert(/) Konzert mit Diana Damrau, Jonas Kaufmann, Helmut Deutsch(/) Konzert mit Simon Rössler, Stefan de Leval Jezierski, Helena Madoka Berg, Kirsikka Jezierski(/) »Late Night«-Konzert: Paul Whitemans große Hits(Holger Kettner/Holger Kettner) Auf den Spuren von Lou Andreas-Salomé(Monika Rittershaus/Monika Rittershaus) Konzert mit Amaury de Clodel, Kyounghye La, Sania Cheong, Meehae Ryo, Marco Schiavo(/) Konzert mit Robin Ticciati, Genia Kühmeier(/) Konzert mit Vineta Sareika, Anthea Kreston, Gregor Sigl, Eckart Runge(/) Konzert mit Robin Ticciati, Genia Kühmeier(/) Lunchkonzert(/) Konzert mit Martin Helmchen(/) Konzert mit Noah Bendix-Balgley, Sebastian Gürtler, Thilo Fechner, Stephan Koncz, Ödön Rácz, Christoph Traxler, Daniel Ottensamer(promo/promo) Michael Barenboim debütiert bei den Berliner Philharmonikern(Janine Escher/Janine Escher) Michael Barenboim debütiert bei den Berliner Philharmonikern(Janine Escher/Janine Escher) Kinderoper konzertant – Ritter Parceval(Jan von Holleben/Jan von Holleben) Michael Barenboim debütiert bei den Berliner Philharmonikern(Janine Escher/Janine Escher) Konzert mit Stephan Koncz, Olga Polonsky(/) Kinderoper konzertant – Ritter Parceval(Jan von Holleben/Jan von Holleben) Auf den Spuren von Lou Andreas-Salomé(Monika Rittershaus/Monika Rittershaus) Carte blanche(Tim Deussen/Tim Deussen) Konzert mit Wang Fujian, Xiaohui Ma, Hu Chenyun, Yinrui Wang, Xiaofeng Tang, Kai Jin, Xiaoci Luo(/) Lunchkonzert(/) Konzert mit Zubin Mehta, Bejun Mehta, Chor der Staatsoper Unter den Linden Berlin, Lauren Michelle, Francesco Demuro, Alex Esposito(/) Konzert mit Stefan Rauh, Pia Bohnert, Christian Mücke, Michael Rapke(/) Simon Rattle und Daniel Barenboim mit Bartóks Klavierkonzert Nr. 1(Monika Rittershaus/Monika Rittershaus) Simon Rattle und Daniel Barenboim mit Bartóks Klavierkonzert Nr. 1(Monika Rittershaus/Monika Rittershaus) Familienkonzert ?Peer Gynt für Kinder(/) Simon Rattle und Daniel Barenboim mit Bartóks Klavierkonzert Nr. 1(Monika Rittershaus/Monika Rittershaus) Konzert mit Stefan Bevier(/) Hörstudio 2 ? Raus aus dem Elfenbeinturm(Jan von Holleben/Jan von Holleben) Sonntagskonzertreihe des Chorverbands Berlin(/) Konzert mit Sebastian Weigle, Michael Volle(/) Quer durch die Musikgeschichte(Sebastian Hänel/Sebastian Hänel) Konzert mit Kodo(/) Lunchkonzert(/) Konzert mit Raphaël Pichon, Sabine Devieilhe(/)

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