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Spielplan für Februar 2019


Kategorie: Klassik

Die Musik von Anton Bruckner gehörte schon immer zum Kernrepertoire von Marek Janowski. Mit dem Orchestre de la Suisse Romande hat der 1939 in Warschau geborene Dirigent zwischen 2007 und 2012 sämtliche Symphonien Bruckners auf Tonträger gebannt – und Presse und Fachkritik zu Lobeshymnen inspiriert: »Eine Meisterleistung« befand etwa die Berliner Morgenpost, »eine große Empfehlung« sprach die Fachzeitschrift Hifi & Records aus, in stereoplay war zu lesen: »Man könnte ins Schwärmen geraten.« Dass Janowskis Interpretationsansatz dabei durchaus Neues zu bieten hatte, attestierte u. a. das Fono Forum: »Von Verzärtelungen, von romantischen Kunstpausen hält Janowski nicht viel. Zum Glück. Denn so kann sich dieser Bruckner in seinem Wollen und Drängen ungehemmt ­entfalten.«In diesen Konzerten musiziert Janowski, der u. a. ganze 14 Jahre dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin vorstand, mit den Berliner Philharmonikern die zwischen 1879 und 1881 entstandene Sechste Symphonie Bruckners, der – obwohl von ihrem Komponisten einmal als seine »keckste« bezeichnet – von Anbeginn ein Schicksal als Außenseiterin im Konzertbetrieb bestimmt war. Die erste integrale Aufführung des Werks – zu Bruckners Lebzeiten waren in einem Konzert der Wiener Philharmoniker lediglich die beiden Mittelsätze erklungen – fand erst zweieinhalb Jahre nach dem Tod des Komponisten statt. Gustav Mahler, der diese Aufführung leitete, hatte allerdings eine Fassung erstellt, die Bruckners ursprünglichen Intentionen nur bedingt gerecht wurde. Da der Erstdruck der Partitur überdies in einigen Stellen von Bruckners Handschrift abwich, dauerte es in der Folge bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts, bis die hin und wieder als Bruckners »Pastorale« betitelte Sechste auf der Grundlage textkritischer Editionen in ihrer Originalgestalt gespielt wurde. Der Aufführung von Bruckners Sechster geht Janowskis Interpretation der selten zu hörenden, 1866 entstandenen Messe Nr. 2 in e-Moll voran. Da dieses Werk 1869 anlässlich der Eröffnung der Votivkapelle des Mariä-Empfängnis-Doms in Linz unter freiem Himmel aufgeführt wurde, schrieb Bruckner aus praktischen Gründen einen auf Streicherstimmen vollkommen verzichtenden Orchesterpart. Wie fast alle seine Symphonien überarbeitete der Komponist auch seine Zweite Messe. In der 1885 abgeschlossenen 2. Fassung (wiederum ohne Streicher) bringt Marek Janowski sie nun an drei Abenden zur Aufführung. Die anspruchsvolle Chorpartie dieses klanglich überaus reizvollen Werks, das bei den Berliner Philharmonikern letztmals im März 1972 erklang, übernimmt mit dem Rundfunkchor Berlin ein langjähriger künstlerischer Partner der Berliner Philharmoniker.


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An ihrem 23. Geburtstag fand Clara Schumann auf dem Gabentisch die Manuskripte zu drei Streichquartetten – Geschenke ihres Mannes Robert, die noch Abend desselben Tages von Mitgliedern des Leipziger Gewandhausorchesters in der Wohnung der Schumanns ihre Uraufführung erlebten und die Clara »entzückten bis ins Kleinste. Da ist alles neu, dabei klar, fein durchgearbeitet und immer quartettmässig«. Wenig zuvor hatte Schumann einen »bedenklichen Stillstand« in den Streichquartettkompositionen seiner Zeitgenossen konstatiert: Zu oft wurde seiner Meinung nach »mehr auf glänzendes Hervortreten des ersten Spielers als auf kunstreiche Verwebung der Viere« geachtet. Seinen eigenen Zugang zum Streichquartett fand Schumann 1842 über das Studium von Joseph Haydns Gattungsbeiträgen, an denen er »Reinheit des Satzes«, »künstliche Verflechtungen« sowie »originelles Gepräge der melodischen Führung« bewunderte.Das Hagen Quartett – weithin gerühmt für seine erhellenden Konzertprogramme – kombiniert das dritte Streichquartett aus Schumanns Opus. 41 mit einem Werk von Haydn aus dem Jahr 1788, über das ein englischer Kritiker seinerzeit schrieb, es sei »voll Geist und Feuer, so als ob ein junges, noch unverausgabtes Genie schrieb«. Im Zentrum dieses Konzertprogramms ist außerdem ein 1814 entstandenes Streichquartett des damals gerade einmal 17-jährigen Franz Schubert zu erleben, das ebenfalls hörbar an die Errungenschaften Haydns anknüpft, der Gattung des Streichquartetts zugleich aber den Weg in die Romantik bahnt.


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Ohne Impresarios, Mäzene und Musen wäre der Jazz um einige Legenden ärmer. Die schillerndste dieser Persönlichkeiten war Baroness Pannonica de Königswinter. Dem britischen Zweig der Bankiersfamilie Rothschild entstammend, hatte sie den Jazz durch die Plattensammlung ihres Vaters früh lieben gelernt. Nach Stationen als Kunststudentin (Anfang der 1930er-Jahre in München), Pilotin, Widerstandskämpferin und Diplomatenfrau ging sie 1952 nach New York – sie reiste Thelonious Monk nach, den sie in Paris mit »Round About Midnight« gehört hatte und unbedingt kennenlernen wollte. So wurde sie zu seiner lebenslangen Freundin und Förderin – wie für unzählige andere Jazzer von Charlie Parker bis Barry Harris, für die erst ihre Hotelsuiten, später ihr »Catsville« genanntes Haus in New Jersey zum Salon und Zufluchtsort wurden. Sie half mit Geld, Unterkunft, Jobs, juristischem Beistand, als Cover-Designerin und Agentin (von Art Blakey) – dafür widmeten ihr die Musiker etliche Kompositionen.Einige davon, von Horace Silvers »Nica’s Dream« bis zu Monks »Pannonica«, erklingen nun in diesem Konzert der Reihe Jazz at Berlin Philharmonic – einem Tribute an diese außergewöhnliche Frau und ihren wichtigsten Schützling Thelonious Monk. Zeitgemäß in Szene gesetzt von einer einmaligen Allstar-Band: Als Pianist und sozusagen in der Monk-Rolle steht Iiro Rantala im Mittelpunkt, der, von seinen Lost Heroes bis zur Hommage an John Lennon, schon immer ein Faible für musikalische Heldenverehrung hatte. Begleitet wird vom ehemaligen e.s.t.-Bassisten Dan Berglund, dem finnischen Trompeter Verneri Pohjola, dem schwedischen Schlagzeuger Anton Eger und der deutschen Saxofonistin Angelika Niescier. Als Stargast und Zeitzeuge stößt der amerikanische Saxofonist und Grammy-Gewinner Ernie Watts dazu, der selbst noch mit Thelonious Monk gespielt hat. Kuratiert von Siggi Loch


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Drei Jahrzehnte hat die Liebesfreundschaft zwischen Lou Andreas-Salomé und Rainer Maria Rilke gedauert: 1897 trat die 36-Jährige in das Leben des mehr als zehn Jahre jüngeren Lyrikers, der damals noch nahezu unbekannt war. Mit ungewöhnlichem Weitblick erkannte die adelige Generalstochter, die 1861 in eine deutsch-russische Familie in St. Petersburg hineingeboren worden war, in dem bis dahin ziellosen Autor den künftigen Dichter der Duineser Elegien – der Einfluss von Lou Andreas-Salomé auf Rilke kann kaum überschätzt werden. Die gemeinsamen Reisen nach Russland zu Beginn des 20. Jahrhunderts bedeuten für sie eine Rückkehr in Heimat und Kindheit, für Rilke aber den schöpferischen Durchbruch. In den Briefen werden die Erinnerungen an diese Zeit – das Läuten der Kremlglocken in der Osternacht, der Segen einer alten russischen Bäuerin, ein Pferd auf einer sonnigen Wiese – immer wieder beschworen. Nach einem vierjährigen »totalen Ineinanderleben« kündigt Lou Andreas-Salomé das Liebesverhältnis auf und beide gelobten, nur in der Stunde der Not einander zu schreiben. Für Rilke kam diese schon im Sommer 1903.- seine Zweifel, die ihn hinsichtlich der Veröffentlichung des Stundenbuchs quälten, wurde zum Anlass für ein erstes Wiedersehen. Die Russland-Reisen der beiden Liebenden stehen im Fokus dieses Philharmonischen Salons. Heikko Deutschmann liest Texte von Lou Andreas-Salomé, Rainer Maria Rilke, Lew Tolstoi, Boris Pasternak, Sofia Schill, Alexander Benois u. a. Für den musikalischen Rahmen sorgen der philharmonische Fagottist Stefan Schweigert, das Streichquartett der Staatskapelle Berlin sowie Cordelia Höfer (Klavier).


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Mit Musik französischer und sowjetischer Komponisten gab der 1975 im kanadischen Montreal geborene Yannick Nézet-Séguin im Oktober 2010 sein von Presse und Publikum gleichermaßen umjubeltes Debüt am Dirigentenpult der Berliner Philharmoniker: Werke von Hector Berlioz, Olivier Messiaen und Sergej Prokofjew standen damals auf dem Programm. Einen ähnlichen Weg beschreitet Nézet-Séguin, der nicht nur dem Philadelphia Orchestra und dem Rotterdams Philharmonisch Orkest vorsteht, sondern ab September 2018 auch die Geschicke der New Yorker Metropolitan Opera in seine Hände nehmen wird, in diesen Konzerten.In der ersten Programmhälfte ist ein Schlüsselwerk des französischen Impressionismus zu erleben: La Mer von Claude Debussy. Die von ihrem Komponisten als »drei symphonische Skizzen« bezeichnete Partitur reflektiert in allen nur denkbaren orchestralen Farben Natureindrücke, die Debussy u. a. während eines Ferienaufenthalts auf der englischen Seite des Ärmelkanals gesammelt hatte. 1905 in Eastbourne vollendet und im selben Jahr in Paris vom Orchestre Lamoureux unter der musikalischen Leitung von Camille Chevillard uraufgeführt, zählt La Mer auch deshalb zu den Meisterwerken des Impressionismus, weil die Partitur trotz ihrer bildlichen Satzüberschriften auf raffinierte Art und Weise im Grenzbereich von Programmmusik und absoluter Symphonik angesiedelt ist.Den Gegenpol zu den schillernden Klangfarben Debussys bildet in diesen Konzerten eine Komposition, die den ästhetischen Maximen des sogenannten »Sozialistischen Realismus« verpflichtet ist: Sergej Prokofjews am 13. Januar 1945 in Moskau aus der Taufe gehobene Fünfte Symphonie. Dieses Werk bedeutete nicht nur die Rückkehr seines Komponisten zur symphonischen Form nach fast 15 Jahren, sondern trug Prokofjew auch den Stalinpreis Erster Klasse ein. Der Komponist selbst gab zu Protokoll, er wollte mit seiner Fünften Symphonie ein »Lied auf den freien und glücklichen Menschen anstimmen, seine schöpferischen ­Kräfte, seinen Adel, seine innere Reinheit«. Ungleich konkreter war der Eindruck, den das Werk bei seiner vorübergehend von Luftabwehr-Artilleriesalven aus dem Kreml unterbrochenen Uraufführung auf den Pianisten Swjatoslaw Richter machte: »Die Fünfte Symphonie«, so Richter, enthält »die Zeit und die Geschichte, den Krieg, das Vaterland und den Sieg.« Über Debussy sagte Richter hingegen, in dessen Musik gäbe es »keine persönlichen Gefühle. Sie wirkt stärker als die Natur selbst. Wenn man die See betrachtet, wird man keine so starken Sinneseindrücke haben wie beim Hören von La Mer.«


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Mit Musik französischer und sowjetischer Komponisten gab der 1975 im kanadischen Montreal geborene Yannick Nézet-Séguin im Oktober 2010 sein von Presse und Publikum gleichermaßen umjubeltes Debüt am Dirigentenpult der Berliner Philharmoniker: Werke von Hector Berlioz, Olivier Messiaen und Sergej Prokofjew standen damals auf dem Programm. Einen ähnlichen Weg beschreitet Nézet-Séguin, der nicht nur dem Philadelphia Orchestra und dem Rotterdams Philharmonisch Orkest vorsteht, sondern ab September 2018 auch die Geschicke der New Yorker Metropolitan Opera in seine Hände nehmen wird, in diesen Konzerten.In der ersten Programmhälfte ist ein Schlüsselwerk des französischen Impressionismus zu erleben: La Mer von Claude Debussy. Die von ihrem Komponisten als »drei symphonische Skizzen« bezeichnete Partitur reflektiert in allen nur denkbaren orchestralen Farben Natureindrücke, die Debussy u. a. während eines Ferienaufenthalts auf der englischen Seite des Ärmelkanals gesammelt hatte. 1905 in Eastbourne vollendet und im selben Jahr in Paris vom Orchestre Lamoureux unter der musikalischen Leitung von Camille Chevillard uraufgeführt, zählt La Mer auch deshalb zu den Meisterwerken des Impressionismus, weil die Partitur trotz ihrer bildlichen Satzüberschriften auf raffinierte Art und Weise im Grenzbereich von Programmmusik und absoluter Symphonik angesiedelt ist.Den Gegenpol zu den schillernden Klangfarben Debussys bildet in diesen Konzerten eine Komposition, die den ästhetischen Maximen des sogenannten »Sozialistischen Realismus« verpflichtet ist: Sergej Prokofjews am 13. Januar 1945 in Moskau aus der Taufe gehobene Fünfte Symphonie. Dieses Werk bedeutete nicht nur die Rückkehr seines Komponisten zur symphonischen Form nach fast 15 Jahren, sondern trug Prokofjew auch den Stalinpreis Erster Klasse ein. Der Komponist selbst gab zu Protokoll, er wollte mit seiner Fünften Symphonie ein »Lied auf den freien und glücklichen Menschen anstimmen, seine schöpferischen ­Kräfte, seinen Adel, seine innere Reinheit«. Ungleich konkreter war der Eindruck, den das Werk bei seiner vorübergehend von Luftabwehr-Artilleriesalven aus dem Kreml unterbrochenen Uraufführung auf den Pianisten Swjatoslaw Richter machte: »Die Fünfte Symphonie«, so Richter, enthält »die Zeit und die Geschichte, den Krieg, das Vaterland und den Sieg.« Über Debussy sagte Richter hingegen, in dessen Musik gäbe es »keine persönlichen Gefühle. Sie wirkt stärker als die Natur selbst. Wenn man die See betrachtet, wird man keine so starken Sinneseindrücke haben wie beim Hören von La Mer.«


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Kategorie: Klassik

Mit Musik französischer und sowjetischer Komponisten gab der 1975 im kanadischen Montreal geborene Yannick Nézet-Séguin im Oktober 2010 sein von Presse und Publikum gleichermaßen umjubeltes Debüt am Dirigentenpult der Berliner Philharmoniker: Werke von Hector Berlioz, Olivier Messiaen und Sergej Prokofjew standen damals auf dem Programm. Einen ähnlichen Weg beschreitet Nézet-Séguin, der nicht nur dem Philadelphia Orchestra und dem Rotterdams Philharmonisch Orkest vorsteht, sondern ab September 2018 auch die Geschicke der New Yorker Metropolitan Opera in seine Hände nehmen wird, in diesen Konzerten.In der ersten Programmhälfte ist ein Schlüsselwerk des französischen Impressionismus zu erleben: La Mer von Claude Debussy. Die von ihrem Komponisten als »drei symphonische Skizzen« bezeichnete Partitur reflektiert in allen nur denkbaren orchestralen Farben Natureindrücke, die Debussy u. a. während eines Ferienaufenthalts auf der englischen Seite des Ärmelkanals gesammelt hatte. 1905 in Eastbourne vollendet und im selben Jahr in Paris vom Orchestre Lamoureux unter der musikalischen Leitung von Camille Chevillard uraufgeführt, zählt La Mer auch deshalb zu den Meisterwerken des Impressionismus, weil die Partitur trotz ihrer bildlichen Satzüberschriften auf raffinierte Art und Weise im Grenzbereich von Programmmusik und absoluter Symphonik angesiedelt ist.Den Gegenpol zu den schillernden Klangfarben Debussys bildet in diesen Konzerten eine Komposition, die den ästhetischen Maximen des sogenannten »Sozialistischen Realismus« verpflichtet ist: Sergej Prokofjews am 13. Januar 1945 in Moskau aus der Taufe gehobene Fünfte Symphonie. Dieses Werk bedeutete nicht nur die Rückkehr seines Komponisten zur symphonischen Form nach fast 15 Jahren, sondern trug Prokofjew auch den Stalinpreis Erster Klasse ein. Der Komponist selbst gab zu Protokoll, er wollte mit seiner Fünften Symphonie ein »Lied auf den freien und glücklichen Menschen anstimmen, seine schöpferischen ­Kräfte, seinen Adel, seine innere Reinheit«. Ungleich konkreter war der Eindruck, den das Werk bei seiner vorübergehend von Luftabwehr-Artilleriesalven aus dem Kreml unterbrochenen Uraufführung auf den Pianisten Swjatoslaw Richter machte: »Die Fünfte Symphonie«, so Richter, enthält »die Zeit und die Geschichte, den Krieg, das Vaterland und den Sieg.« Über Debussy sagte Richter hingegen, in dessen Musik gäbe es »keine persönlichen Gefühle. Sie wirkt stärker als die Natur selbst. Wenn man die See betrachtet, wird man keine so starken Sinneseindrücke haben wie beim Hören von La Mer.«


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Für Kinder ab 5 Jahren


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Das Scharoun Ensemble Berlin, das mit innovativer Programmgestaltung, ausgefeilter Klangkultur und lebendigen Interpretationen zu den profiliertesten Kammermusikformationen Deutschlands zählt, feiert mit diesem Jubiläumskonzert sein 35-jähriges Bestehen. Eingeleitet wird der Abend mit dem effektvollen Oktett für gemischtes Kammerensemble, das der philharmonische Composer in Residence George Benjamin im Alter von 18 Jahren schrieb: »Mit den Skizzen begann ich wenige Monate nach dem Abschluss meines Studiums bei Olivier Messiaen« (Benjamin). Es folgt Arnold Schönbergs Zweites Streichquartett, in dessen viertem Satz eine Singstimme (übernommen von der israelischen Sopranistin Rinnat Moriah) Stefan Georges berühmte Zeile »Ich fühle Luft von anderem Planeten« zu Gehör zu bringt. Schönberg selbst empfand diese visionäre Musik als »Loslösung von der Erdanziehung – das Emporschweben durch Wolken in immer dünnere Luft, das Vergessen aller Mühsal des Erdenlebens«. Nach der Uraufführung eines neuen Werks des Lachenmann- und Grisey-Schülers Mark Andre endet der Abend mit Sofia Gubaidulinas Hommage à T. S. Eliot, das auf Anregung von Gidon Kremer entstand – in der (vorgegebenen) Besetzung von Schuberts berühmtem Oktett, wenngleich um eine Sopranstimme erweitert. Für die meist winterlichen Bilder aus Eliots zugrundeliegendem Gedichtzyklus Four Quartets, der um Momente wie Schuld, Ewigkeit und Freiheit kreist, schuf Gubaidulina eine pastellartige, meditative Musik, in der ein bewusstes Verstummen immer wieder von irisierenden Klangballungen abgelöst wird. der Stiftung Berliner Philharmoniker in Kooperation mit Berliner Festspiele/Musikfest Berlin.


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Dieses Uraufführungskonzert mit neuer Kammermusik ist ein ganz Besonderes: Die Schöpfer dieser hier zum ersten Mal zu Gehör gebrachten Werke sind nicht älter als 19 Jahre. Man staunt nicht wenig über die Fantasie und ausgefeilten Klangvorstellungen dieser jungen Menschen, die ganz am Anfang ihres Weges stehen. Im Rahmen dieser Werkstatt nehmen sie wertvolle Impulse durch begleitende Workshops mit der Komponistin Cathy Milliken und die Probenarbeit mit dem musikalischen Leiter des Projekts, dem philharmonischen Geiger Stanley Dodds mit. Aber der Höhepunkt ist das Konzert mit den Mitgliedern der Berliner Philharmoniker und Stipendiaten der Karajan-Akademie, die die Welturaufführungen dieser neuen Werke spielen werden. Kostenlose Einlasskarten an der Kasse der Philharmonie ab 4 bis 6 Wochen vor der Veranstaltung


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Drei Jahrzehnte hat die Liebesfreundschaft zwischen Lou Andreas-Salomé und Rainer Maria Rilke gedauert: 1897 trat die 36-Jährige in das Leben des mehr als zehn Jahre jüngeren Lyrikers, der damals noch nahezu unbekannt war. Mit ungewöhnlichem Weitblick erkannte die adelige Generalstochter, die 1861 in eine deutsch-russische Familie in St. Petersburg hineingeboren worden war, in dem bis dahin ziellosen Autor den künftigen Dichter der Duineser Elegien – der Einfluss von Lou Andreas-Salomé auf Rilke kann kaum überschätzt werden. Die gemeinsamen Reisen nach Russland zu Beginn des 20. Jahrhunderts bedeuten für sie eine Rückkehr in Heimat und Kindheit, für Rilke aber den schöpferischen Durchbruch. In den Briefen werden die Erinnerungen an diese Zeit – das Läuten der Kremlglocken in der Osternacht, der Segen einer alten russischen Bäuerin, ein Pferd auf einer sonnigen Wiese – immer wieder beschworen. Nach einem vierjährigen »totalen Ineinanderleben« kündigt Lou Andreas-Salomé das Liebesverhältnis auf und beide gelobten, nur in der Stunde der Not einander zu schreiben. Für Rilke kam diese schon im Sommer 1903.- seine Zweifel, die ihn hinsichtlich der Veröffentlichung des Stundenbuchs quälten, wurde zum Anlass für ein erstes Wiedersehen. Die Russland-Reisen der beiden Liebenden stehen im Fokus dieses Philharmonischen Salons. Heikko Deutschmann liest Texte von Lou Andreas-Salomé, Rainer Maria Rilke, Lew Tolstoi, Boris Pasternak, Sofia Schill, Alexander Benois u. a. Für den musikalischen Rahmen sorgen der philharmonische Fagottist Stefan Schweigert, das Streichquartett der Staatskapelle Berlin sowie Cordelia Höfer (Klavier).


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Die deutsche Fernsehserie Babylon Berlin feierte bei der Premiere im Herbst 2017 einen sensationellen Erfolg. Die Produktion spielt im Berlin der sogenannten »Goldenen Zwanzigerjahre«. Im Mittelpunkt steht Kommissar Gereon Rath, der von Köln nach Berlin versetzt wird, um in einem Erpressungsfall zu ermitteln. Es geht um Drogen, Mord und politischen Extremismus. »Babylon Berlin schnurrt als Verschwörungsszenario ab wie die besten US-Serien«, jubelte der Rezensent des Spiegel, »und steht doch voll in der Tradition eines urdeutschen Angstkinos.«Die Weimarer Republik war eine Zeit der Widersprüche und Gegensätze, der Hoffnungen und verpassten Chancen, der Zuversicht und der Angst. Während Wirtschaftskrise und Politik zu Beginn der 1930er-Jahre Deutschland lahmlegten und es in eine Diktatur taumelte, wurden in Literatur, Kunst und Musik noch einmal die Extreme ausgereizt. Doch wie »golden« waren die »Goldenen Zwanziger«? Was ist Realität, was Stilisierung? Wie gestaltete sich das Leben im Berlin der Weimarer Republik? Welche künstlerischen Strömungen waren prägend?Darüber und über manch anderes mehr diskutieren der Bestsellerautor und Kunsthistoriker Florian Illies, der Historiker Manfred Görtemaker und der Journalist Tilman Krause.


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2011 wurde er beim Arthur-Rubinstein-Wettbewerb mit dem Ersten Preis ausgezeichnet, beim Tschaikowsky-Wettbewerb gewann er im selben Jahr eine Goldmedaille.- der Mitschnitt seines ersten Auftritts in der New Yorker Carnegie Hall wurde 2013 von der Deutschen Grammophon unverzüglich in die Reihe ihrer künstlerisch herausragenden Aufnahmen aufgenommen, nach seinem drei Monate später erfolgten Deutschland-Debüt, das keinem Geringeren als Alfred Brendel den Atem verschlagen haben soll, war ein Rezensent der Süddeutschen Zeitung davon überzeugt, »eines der erfolgreichsten und unbegreiflichsten Klaviertalente der letzten Jahrzehnte« erlebt zu haben. Zweifellos zählt der 1991 geborene Daniil Trifonov zu den atemberaubendsten Pianisten seiner Generation – und vielleicht schon jetzt zu den besten, die das 21. Jahrhundert noch hervorbringen wird.Nach seinem Einstand bei den Berliner Philharmonikern, den er 2016 mit Sergej Rachmaninows halsbrecherischem Dritten Klavierkonzert gab, und weiteren Konzerten, in dessen Rahmen er u. a. Klavierkonzerte von Schumann interpretierte, ist Trifonov in dieser Saison Artist in Residence bei den Berliner Philharmonikern. In dieser Funktion wird er als Solist in philharmonischen Konzerten, als Liedbegleiter und Kammermusikpartner sowie als Mentor und musikalischer Dialogpartner der Karajan-Akademie in Erscheinung treten. Seine persönlichste pianistische Visitenkarte gibt Trifonov aber mit diesem, alle Facetten seiner technischen und interpretatorischen Meisterschaft auslotenden Klavierabend ab – mit Werken von Beethoven, Schumann und Prokofjew gestaltet er einen Streifzug durch rund anderthalb Jahrhunderte in denen die Klaviermusik in höchster Blüte stand.


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Die spielerische Architektur der Philharmonie, die sich in jeder Ecke wie eine natürliche Landschaft als unberechenbar entpuppt, bietet einen inspirierenden Rahmen für sinnesübergreifende Improvisationen. Mithilfe von Improvisationsübungen und dem Experten Oli Bott am Vibrafon nähern sich die Teilnehmenden der Gestalt des Hauses musikalisch an und vertonen auf dieser musikalischen Expedition alle architektonischen Elemente, die ihnen auf dem Weg begegnen.


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Lange wurde das Schlagzeug in der europäischen Kunstmusik eher stiefmütterlich behandelt. Denn obwohl Pauken, Trommeln und Becken an markanten Höhepunkten im Orchester immer mal wieder auftrumpfen durften, fristeten sie sonst ein Schattendasein – oft als bloße Taktgeber. Dies zu ändern, war erklärtes Ziel des Multiperkussionisten Martin Grubinger, dessen Palette von eruptiven Klangkaskaden bis zu zart verklingenden Glockentönen reicht. Vor allem ihm ist es zu verdanken, dass immer mehr Konzertbesucher perkussive Klangwelten für sich entdecken, in denen der athletische Einsatz des Spielers, die physische Präsenz und Wucht der Klänge sowie der Farbenreichtum des Instrumentariums sich zu einer faszinierenden, körperlich-sinnlichen Musik verbinden. Nicht umsonst ist die Aura der Extremsportart ein unverzichtbares Element der Trommelkunst.Im Rahmen seines Debüts bei den Berliner Philharmonikern widmet sich Martin Grubinger dem Konzert für Schlagzeug und Orchester Speaking Drums, das Peter Eötvös für ihn komponiert hat. Der Werktitel ist Programm, denn der Solist hat hier nicht nur zu trommeln, sondern auch zu sprechen und zu rufen. »Ich habe das bei indischen Trommlern gesehen und gehört«, erklärte Eötvös 2016 in einem Interview. »Sie trommeln das, was sie sagen. Das heißt, sie sprechen einen bestimmten Text und in demselben Tempo, in demselben Rhythmus spielen sie Schlagzeug dazu. Dadurch wird es sehr farbig, aber auch sehr sprechend, als würden sie eine Geschichte mit dem Instrument erzählen. Diese Haltung habe ich für mein Stück übernommen.« Die Texte stammen von Sándor Weöres, der viele Nonsens-Gedichte geschrieben hat, die nur eine rhythmische Funktion erfüllen, sowie von Jayadeva, einem indischen Dichter aus dem 12. Jahrhundert. »Alle Texte«, so Eötvös, »haben eindrückliche Rhythmen. Diese auf Schlaginstrumente und aufs Orchester zu übersetzen, ist ein Genuss.«Eingeleitet wird der von Zubin Mehta dirigierte Abend mit Edgard Varèses Intégrales, das neben virtuosestem Klangraffinement auch mitreißende Rhythmik bietet, da die Stimmen der vier Holz- und sechs Blechblasinstrumente in reizvollem Kontrast zu den von vier Schlagzeugern gespielten 17 in der Partitur geforderten Perkussionsinstrumenten stehen. Raffinierte Orchesterklänge bietet schließlich ­Nikolaj Rimsky-Korsakows Symphonische Suite Scheherazade, in der verschiedene Episoden und Bilder aus Tausendundeiner Nacht in Musik gefasst werden: »Das Meer und Sindbads Schiff, die fantastische Erzählung des Prinzen Kalender, Prinz und Prinzessin, Festtage in Bagdad und das Schiff, das am Felsen mit dem ehernen Reiter zerschellt« (Rimsky-Korsakow).


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Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:23.12.18
© Fotos der Vorstellungen: [+][-]
Konzert mit Wiktor Kuzniecow senior, Marcin Ostrowski(promo/promo) Marek Janowski dirigiert Bruckners Sechste Symphonie(Felix Broede/Felix Broede) Konzert mit Julia Fischer, Eva Zavaro, Louis Vandory(/) Konzert mit Ingo Metzmacher, Rundfunkchor Berlin, Gijs Leenaars, Cédric Tiberghien, Nathalie Forget, Mikhail Petrenko(/) Konzert mit Stanley Dodds, Guy Braunstein, Gili Schwarzman(/) Konzert mit Martin Stadtfeld(/) Konzert mit Ingo Metzmacher, Mikhail Petrenko, Rundfunkchor Berlin, Gijs Leenaars(/) Das Hagen Quartett interpretiert Haydn, Schubert und Schumann(Harald Hoffmann/Harald Hoffmann) Lunchkonzert(/) New York Gospel Show(/) Pannonica – Tribute to the Jazz Baroness(Gregor Hohenberg/Gregor Hohenberg) Konzert mit Großer Chor des Collegium Musicum, Donka Miteva(/) Konzert mit Jonas Kaufmann, Jochen Rieder(Gregor Hohenberg/Gregor Hohenberg) Konzert mit Igor Ginzburg, Wlady Ginzburg, Jena Ginzburg, Dennis Ginzburg, Simon Herzwolf(promo/promo) Gastveranstaltung(promo/promo) Konzert mit Noah Bendix-Balgley, Sebastian Gürtler, Thilo Fechner, Stephan Koncz, Ödön Rácz, Christoph Traxler, Daniel Ottensamer(/) Lou Andreas-Salomé und Rainer Maria Rilke(Monika Rittershaus/Monika Rittershaus) Konzert mit Lior Shambadal, Dario N’Tacca(/) Konzert mit Micha Makarenko, Anne Makarenko, Pierre Makarenko(/) Konzert mit Gottfried von der Goltz, Daniela Lieb(/) Konzert mit Vera Martínez Mehner, Abel Tomàs Realp, Jonathan Brown, Arnau Tomàs Realp(/) Yannick Nézet-Séguin dirigiert Debussy und Prokofjew(Monika Rittershaus/Monika Rittershaus) Konzert mit Nobu(/) Konzert mit Boris Rosenthal(promo/promo) Familienkonzert Mozart und die magische Perücke(/) 35 Jahre Scharoun Ensemble Berlin(Al Ghandtschi/Al Ghandtschi) Konzert mit Stanley Dodds, Daniel Dodds(/) Jugendkompositionswerkstatt OPUS ONE(Dorothea Huber/Dorothea Huber) Konzert mit Lahav Shani(/) Konzert mit Robin Ticciati, RIAS Kammerchor, Justin Doyle, Igor Levit(/) Konzert mit Nicolas Altstaedt, Robin Ticciati(/) Konzert mit Santtu-Matias Rouvali, Alice Sara Ott(/) Babylon Berlin(Oliver Hilmes/Oliver Hilmes) Klavierabend mit Daniil Trifonov(Dario Acosta/Dario Acosta) Carte blanche(Peter Adamik/Peter Adamik) Konzert mit Robin Ticciati, Dorothea Röschmann(/) Konzert mit Kristian Bezuidenhout, Robin Ticciati, Rachel Harnisch, Corinna Harfouch, Tom Schilling(/) 4. Musikalische Expedition: Improvisation(Dorothea Huber/Dorothea Huber) Sonntagskonzertreihe des Chorverbands Berlin(/) Konzert mit Radek Baborák, Ben Goldscheider(/) Konzert mit Vladimir Mogilevsky(Promo/) Konzert mit Marek Janowski, Seong-Jin Cho(/) Konzert mit Katia Buniatishvili(/) Konzert mit Daniel Barenboim, Martha Argerich(/) Konzert mit Janine Jansen, Alexander Gavrylyuk(/) Zubin Mehta und Martin Grubinger(Monika Rittershaus/Monika Rittershaus)

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