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Spielplan für Februar 2019

Es ist (fast) kein Wort zu hören, aber alles zu sehen. Timofej Kuljabins Drei Schwestern ist eine, im Wortsinn, unerhörte Arbeit! Unerhört ist sie, weil die Darsteller_innen, mit Ausnahme einer Figur, nicht im herkömmlichen Sinne miteinander sprechen, sondern sich in Gebärdensprache unterhalten, mit deutschen und englischen Übertiteln für das Publikum. Kuljabin, Jahrgang 1984, einer der aufregendsten jungen Regisseure Russlands, zeigt die Tschechow-Welt und spielt mit ihr, ohne sie zu verraten. Die Schauspieler_innen spielen expressiv und psychologisch, realistisch zugleich. Durch die Körperlichkeit ihres Spiels erhöht sich die Dringlichkeit der Darstellung – ganz im Sinne Tschechows. Kuljabin zeigt, mit je einer neuen Grundfarbe für jeden der vier Akte, eine Sehnsucht, ein Unbehagen, ein Unzuhausesein und einen Schmerz, die gerade, weil sie sich nicht herkömmlich in Worte fassen, den ganzen Körper, den ganzen Menschen ergreifen. Nach gefeierten Gastspielen in Wien und Paris kommt Timofej Kuljabin mit seinen Drei Schwestern vom "Krasnyi Fackel" ("Rote Fackel") Theater Nowosibirsk nun an das Deutsche Theater Berlin.


Kategorie: Schauspiel

Kafka hatte einzelne Gedanken auf kleine Zettel notiert. Dieser Aphorismus, Ausweis einer Welt, in der das Verstehen an seine Grenzen kommt, trägt die Nummer 16. Seltsame und völlig absurde Realitätsverschiebungen, das Scheitern der Figuren, ihr vergebliches Streben, ihre Paranoia sind die Themen in vielen Texten Kafkas. Jene Geschichten über die Rätselhaftigkeit der Welt, der der Einzelne oft ohnmächtig gegenüber steht, entbehren mitunter nicht einer gewissen Komik. In einer Welt in der jede Veränderung in der Realität als Bedrohung empfunden wird, unabhängig von der Realität der Bedrohung, die Grenzen zwischen Psyche des Individuums und der Gesellschaft verschwinden, liegt es nahe sich dem erzählerischen Werk Kafkas zuzuwenden. Wenn alle Prinzipien relativ geworden sind, ist Angst das einzige Prinzip, das noch gilt. Deren Kräftefeld und ihre Folgen vermessen Andreas Kriegenburg und sein Ensemble, in und mit den Texten Kafkas.


Kategorie: Schauspiel

Es ist (fast) kein Wort zu hören, aber alles zu sehen. Timofej Kuljabins Drei Schwestern ist eine, im Wortsinn, unerhörte Arbeit! Unerhört ist sie, weil die Darsteller_innen, mit Ausnahme einer Figur, nicht im herkömmlichen Sinne miteinander sprechen, sondern sich in Gebärdensprache unterhalten, mit deutschen und englischen Übertiteln für das Publikum. Kuljabin, Jahrgang 1984, einer der aufregendsten jungen Regisseure Russlands, zeigt die Tschechow-Welt und spielt mit ihr, ohne sie zu verraten. Die Schauspieler_innen spielen expressiv und psychologisch, realistisch zugleich. Durch die Körperlichkeit ihres Spiels erhöht sich die Dringlichkeit der Darstellung – ganz im Sinne Tschechows. Kuljabin zeigt, mit je einer neuen Grundfarbe für jeden der vier Akte, eine Sehnsucht, ein Unbehagen, ein Unzuhausesein und einen Schmerz, die gerade, weil sie sich nicht herkömmlich in Worte fassen, den ganzen Körper, den ganzen Menschen ergreifen. Nach gefeierten Gastspielen in Wien und Paris kommt Timofej Kuljabin mit seinen Drei Schwestern vom "Krasnyi Fackel" ("Rote Fackel") Theater Nowosibirsk nun an das Deutsche Theater Berlin.


Kategorie: Schauspiel

Es ist (fast) kein Wort zu hören, aber alles zu sehen. Timofej Kuljabins Drei Schwestern ist eine, im Wortsinn, unerhörte Arbeit! Unerhört ist sie, weil die Darsteller_innen, mit Ausnahme einer Figur, nicht im herkömmlichen Sinne miteinander sprechen, sondern sich in Gebärdensprache unterhalten, mit deutschen und englischen Übertiteln für das Publikum. Kuljabin, Jahrgang 1984, einer der aufregendsten jungen Regisseure Russlands, zeigt die Tschechow-Welt und spielt mit ihr, ohne sie zu verraten. Die Schauspieler_innen spielen expressiv und psychologisch, realistisch zugleich. Durch die Körperlichkeit ihres Spiels erhöht sich die Dringlichkeit der Darstellung – ganz im Sinne Tschechows. Kuljabin zeigt, mit je einer neuen Grundfarbe für jeden der vier Akte, eine Sehnsucht, ein Unbehagen, ein Unzuhausesein und einen Schmerz, die gerade, weil sie sich nicht herkömmlich in Worte fassen, den ganzen Körper, den ganzen Menschen ergreifen. Nach gefeierten Gastspielen in Wien und Paris kommt Timofej Kuljabin mit seinen Drei Schwestern vom "Krasnyi Fackel" ("Rote Fackel") Theater Nowosibirsk nun an das Deutsche Theater Berlin.


Kategorie: Schauspiel


Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:01.01.19
© Fotos der Vorstellungen: [+][-]
Drei Schwestern(Viktor Dmitriev/Viktor Dmitriev) Ein Käfig ging einen Vogel suchen(Arno Declair/Arno Declair)

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