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Spielplan für Dezember 2018

Die Muse entsteigt einem Fass. Und zwar einem Weinfass, wovon der Dichter Hoffmann in Offenbachs letzter Oper ein Lied singen kann. Aus verhängnisvollem Rausch spinnt er drei Geschichten über seine unglückliche Liebe: zur verpuppten Künstlerin Olympia, dem jungen Mädchen Antonia und der Kurtisane Giulietta. Drei Frauen – oder ist es am Ende doch bloß eine? Stella, der Stern am Opernhimmel, die als Donna Anna auf der Bühne Erfolge feiert, während der mittlerweile völlig zerstörte Hoffmann bei Lutter & Wegner im Suff ertrinkt. In LES CONTES D’HOFFMANN schlug Jacques Offenbach, der unumstrittene König der opéra bouffe, auf unverwechselbare Weise ernste Töne an. Die geschickt zur Opernhandlung verwobenen Erzählungen E.T.A. Hoffmanns bilden ein Panoptikum ästhetischer Belange und spiegeln bald grotesk, bald tragisch Glanz und Elend der Welt der Kunst und ihrer Protagonisten. Der französische Theaterdirektor, Opernregisseur und Kostümbildner Laurent Pelly bringt seine internationale Erfolgsproduktion nach Berlin. Düster verspielt, in fantasievollen Bühnenwelten und bewegten Chorbildern malt diese Inszenierung das Abgleiten des Dichters Hoffmann in Wahn und Rausch detail- getreu aus. Am Pult steht Enrique Mazzola, der dem Publikum der Deutschen Oper Berlin bereits als herausragender Interpret des französischen Repertoires bekannt ist.


Kategorie: Oper

Jazz & Breakfast im Restaurant Deutsche Oper [rdo]


Kategorie: Klassik

Sommer 1789. Im Schloss der Gräfin de Coigny wird ein Fest vorbereitet. Charles Gérard, Diener im Hause der Gräfin, schreit seinen Hass auf die Dekadenz der französischen Aristokratie heraus. Sein alter Vater muss von früh bis spät schuften, er selbst, der mit der Tochter des Hauses, Madeleine de Coigny, aufgewachsen ist und sie heimlich, aber aussichtslos liebt, führt ein würdeloses Dasein als Lakai. Die politische Lage ist angespannt. Doch als die Ballgesellschaft schließlich eintrifft, versucht man sich mit Schäferspielen von den beunruhigenden Nachrichten aus Paris abzulenken. Unter den Gästen befindet sich auch der junge Dichter André Chénier. Madeleine fordert ihn auf, eines seiner Gedichte vorzutragen. Er singt von der Liebe und beklagt die Ungerechtigkeit der herrschenden Zustände so eindringlich, dass sie tief betroffen den Saal verlässt. Da öffnen sich plötzlich die Türen und eine aufgewühlte Menschenmenge, angeführt von Gérard, schockiert die Ballgäste. Doch der Gräfin gelingt es, die Menschen zurückzuweisen. Der Tanz geht weiter. Fünf Jahre später tanzt niemand mehr. Paris zittert unter dem Regime Robespierres. Gérard ist Ankläger beim Revolutionstribunal geworden.- Madeleine lebt verarmt in Paris, nur unterstützt von ihrer ehemaligen Zofe Bersi, die sich als Kurtisane durchschlägt. Chénier wird wegen seiner Gedichte gegen die Schreckensherrschaft Robespierres verfolgt. Obwohl ihn sein Freund Roucher eindringlich bittet, Paris zu verlassen, weigert er sich, denn er hat sich in eine Unbekannte verliebt, die ihm heimlich Briefe schreibt. Die Unbekannte ist Madeleine. Als sich die beiden bei einem nächtlichen Treffen ihre Liebe gestehen, werden sie von Gérard überrascht, der Madeleine seit einiger Zeit durch seine Spitzel suchen ließ. Es kommt zum Kampf, bei dem Gérard verwundet wird. Gérard bittet seinen Rivalen, mit Madeleine zu fliehen und für ihre Sicherheit zu sorgen. Auf einer Sitzung des Revolutionstribunals einige Zeit später unterzeichnet er dennoch die Anklageschrift gegen Chénier, den er ohnehin für verloren hält. Um ihren Geliebten zu retten, bietet Madeleine Gérard ihren Körper an. Gerührt von ihrer Liebe, schwört Gérard, den Dichter vor dem Tribunal zu verteidigen, doch vergebens. Chénier wird zum Tode verurteilt. Am Abend vor seiner Hinrichtung verschafft sich Madeleine mit Gérards Hilfe Zugang zum Gefängnis und besticht einen der Schließer, sie an Stelle einer anderen Verurteilten in Haft zu nehmen. Die beiden Liebenden erwarten gemeinsam den Tod. Wenngleich selten aufgeführt, gehört Umberto Giordanos ANDREA CHENIER zu den eindrucksvollsten Werken aus dem Umkreis des sogenannten »verismo«, einer Stilrichtung der italienischen Oper, die naturalistische Elemente nicht nur in der Wahl des Sujets, sondern auch in der musikalischen Durchführung in den Vordergrund stellte. Wortführer der neuen Bewegung wurde Pietro Mascagni, dessen Einakter CAVALLERIA RUSTICANA als Sieger aus einem vom Verleger Edoardo Sonzogno ausgeschriebenen Opernwettbewerb hervorgegangen war und seinen Schöpfer auf einen Schlag berühmt machte. Wichtige Merkmale des »verismo« finden sich auch in Giordanos Revolutionsoper, so etwa die musikalische Verarbeitung historischer Tänze und Märsche aus der Zeit vor der Französischen Revolution und bekannte Revolutions-Klänge wie das »Ça ira«, die Carmagnole oder die Marseillaise, die entweder nur angedeutet oder an zentralen Stellen des Werkes auch direkt zitiert werden. Die Hauptfigur, der Dichter André Chénier, ist nach historischem Vorbild gestaltet, das Klima der Französischen Revolution in seinem Wechsel von Schrecken und Pathos sehr theaterwirksam ausgearbeitet. Die Dreiecksgeschichte zwischen dem Dichter, Gérard und der jungen Madeleine wird vor diesem Hintergrund um so anrührender. »Die innere Aktualität des Stücks darzustellen, gelingt dem Regisseur John Dew ohne gewaltsame äußere Aktualisierung auf verblüffende Weise.« [Nürnberger Zeitung]


Kategorie: Oper

Babys im Konzert – warum nicht? Schon bei den Allerkleinsten herrscht eine Begeisterung dafür, Musik mit allen Sinnen zu erleben, bekannten und neuen Klängen zu lauschen und sich im Rhythmus der Musik zu bewegen. Deshalb laden wir Babys von null bis zwei Jahren zu ihren ersten Konzerterlebnissen in die Tischlerei ein. Inmitten einer Krabbellandschaft aus Decken und Kissen können sie gemeinsam mit Müttern und Vätern eine gute halbe Stunde lang einem abwechslungsreichen musikalischen Programm lauschen.


Kategorie: Klassik

Babys im Konzert – warum nicht? Schon bei den Allerkleinsten herrscht eine Begeisterung dafür, Musik mit allen Sinnen zu erleben, bekannten und neuen Klängen zu lauschen und sich im Rhythmus der Musik zu bewegen. Deshalb laden wir Babys von null bis zwei Jahren zu ihren ersten Konzerterlebnissen in die Tischlerei ein. Inmitten einer Krabbellandschaft aus Decken und Kissen können sie gemeinsam mit Müttern und Vätern eine gute halbe Stunde lang einem abwechslungsreichen musikalischen Programm lauschen.


Kategorie: Klassik

Die Muse entsteigt einem Fass. Und zwar einem Weinfass, wovon der Dichter Hoffmann in Offenbachs letzter Oper ein Lied singen kann. Aus verhängnisvollem Rausch spinnt er drei Geschichten über seine unglückliche Liebe: zur verpuppten Künstlerin Olympia, dem jungen Mädchen Antonia und der Kurtisane Giulietta. Drei Frauen – oder ist es am Ende doch bloß eine? Stella, der Stern am Opernhimmel, die als Donna Anna auf der Bühne Erfolge feiert, während der mittlerweile völlig zerstörte Hoffmann bei Lutter & Wegner im Suff ertrinkt. In LES CONTES D’HOFFMANN schlug Jacques Offenbach, der unumstrittene König der opéra bouffe, auf unverwechselbare Weise ernste Töne an. Die geschickt zur Opernhandlung verwobenen Erzählungen E.T.A. Hoffmanns bilden ein Panoptikum ästhetischer Belange und spiegeln bald grotesk, bald tragisch Glanz und Elend der Welt der Kunst und ihrer Protagonisten. Der französische Theaterdirektor, Opernregisseur und Kostümbildner Laurent Pelly bringt seine internationale Erfolgsproduktion nach Berlin. Düster verspielt, in fantasievollen Bühnenwelten und bewegten Chorbildern malt diese Inszenierung das Abgleiten des Dichters Hoffmann in Wahn und Rausch detail- getreu aus. Am Pult steht Enrique Mazzola, der dem Publikum der Deutschen Oper Berlin bereits als herausragender Interpret des französischen Repertoires bekannt ist.


Kategorie: Oper

Babys im Konzert – warum nicht? Schon bei den Allerkleinsten herrscht eine Begeisterung dafür, Musik mit allen Sinnen zu erleben, bekannten und neuen Klängen zu lauschen und sich im Rhythmus der Musik zu bewegen. Deshalb laden wir Babys von null bis zwei Jahren zu ihren ersten Konzerterlebnissen in die Tischlerei ein. Inmitten einer Krabbellandschaft aus Decken und Kissen können sie gemeinsam mit Müttern und Vätern eine gute halbe Stunde lang einem abwechslungsreichen musikalischen Programm lauschen.


Kategorie: Klassik

Babys im Konzert – warum nicht? Schon bei den Allerkleinsten herrscht eine Begeisterung dafür, Musik mit allen Sinnen zu erleben, bekannten und neuen Klängen zu lauschen und sich im Rhythmus der Musik zu bewegen. Deshalb laden wir Babys von null bis zwei Jahren zu ihren ersten Konzerterlebnissen in die Tischlerei ein. Inmitten einer Krabbellandschaft aus Decken und Kissen können sie gemeinsam mit Müttern und Vätern eine gute halbe Stunde lang einem abwechslungsreichen musikalischen Programm lauschen.


Kategorie: Klassik

Babys im Konzert – warum nicht? Schon bei den Allerkleinsten herrscht eine Begeisterung dafür, Musik mit allen Sinnen zu erleben, bekannten und neuen Klängen zu lauschen und sich im Rhythmus der Musik zu bewegen. Deshalb laden wir Babys von null bis zwei Jahren zu ihren ersten Konzerterlebnissen in die Tischlerei ein. Inmitten einer Krabbellandschaft aus Decken und Kissen können sie gemeinsam mit Müttern und Vätern eine gute halbe Stunde lang einem abwechslungsreichen musikalischen Programm lauschen.


Kategorie: Klassik

Sommer 1789. Im Schloss der Gräfin de Coigny wird ein Fest vorbereitet. Charles Gérard, Diener im Hause der Gräfin, schreit seinen Hass auf die Dekadenz der französischen Aristokratie heraus. Sein alter Vater muss von früh bis spät schuften, er selbst, der mit der Tochter des Hauses, Madeleine de Coigny, aufgewachsen ist und sie heimlich, aber aussichtslos liebt, führt ein würdeloses Dasein als Lakai. Die politische Lage ist angespannt. Doch als die Ballgesellschaft schließlich eintrifft, versucht man sich mit Schäferspielen von den beunruhigenden Nachrichten aus Paris abzulenken. Unter den Gästen befindet sich auch der junge Dichter André Chénier. Madeleine fordert ihn auf, eines seiner Gedichte vorzutragen. Er singt von der Liebe und beklagt die Ungerechtigkeit der herrschenden Zustände so eindringlich, dass sie tief betroffen den Saal verlässt. Da öffnen sich plötzlich die Türen und eine aufgewühlte Menschenmenge, angeführt von Gérard, schockiert die Ballgäste. Doch der Gräfin gelingt es, die Menschen zurückzuweisen. Der Tanz geht weiter. Fünf Jahre später tanzt niemand mehr. Paris zittert unter dem Regime Robespierres. Gérard ist Ankläger beim Revolutionstribunal geworden.- Madeleine lebt verarmt in Paris, nur unterstützt von ihrer ehemaligen Zofe Bersi, die sich als Kurtisane durchschlägt. Chénier wird wegen seiner Gedichte gegen die Schreckensherrschaft Robespierres verfolgt. Obwohl ihn sein Freund Roucher eindringlich bittet, Paris zu verlassen, weigert er sich, denn er hat sich in eine Unbekannte verliebt, die ihm heimlich Briefe schreibt. Die Unbekannte ist Madeleine. Als sich die beiden bei einem nächtlichen Treffen ihre Liebe gestehen, werden sie von Gérard überrascht, der Madeleine seit einiger Zeit durch seine Spitzel suchen ließ. Es kommt zum Kampf, bei dem Gérard verwundet wird. Gérard bittet seinen Rivalen, mit Madeleine zu fliehen und für ihre Sicherheit zu sorgen. Auf einer Sitzung des Revolutionstribunals einige Zeit später unterzeichnet er dennoch die Anklageschrift gegen Chénier, den er ohnehin für verloren hält. Um ihren Geliebten zu retten, bietet Madeleine Gérard ihren Körper an. Gerührt von ihrer Liebe, schwört Gérard, den Dichter vor dem Tribunal zu verteidigen, doch vergebens. Chénier wird zum Tode verurteilt. Am Abend vor seiner Hinrichtung verschafft sich Madeleine mit Gérards Hilfe Zugang zum Gefängnis und besticht einen der Schließer, sie an Stelle einer anderen Verurteilten in Haft zu nehmen. Die beiden Liebenden erwarten gemeinsam den Tod. Wenngleich selten aufgeführt, gehört Umberto Giordanos ANDREA CHENIER zu den eindrucksvollsten Werken aus dem Umkreis des sogenannten »verismo«, einer Stilrichtung der italienischen Oper, die naturalistische Elemente nicht nur in der Wahl des Sujets, sondern auch in der musikalischen Durchführung in den Vordergrund stellte. Wortführer der neuen Bewegung wurde Pietro Mascagni, dessen Einakter CAVALLERIA RUSTICANA als Sieger aus einem vom Verleger Edoardo Sonzogno ausgeschriebenen Opernwettbewerb hervorgegangen war und seinen Schöpfer auf einen Schlag berühmt machte. Wichtige Merkmale des »verismo« finden sich auch in Giordanos Revolutionsoper, so etwa die musikalische Verarbeitung historischer Tänze und Märsche aus der Zeit vor der Französischen Revolution und bekannte Revolutions-Klänge wie das »Ça ira«, die Carmagnole oder die Marseillaise, die entweder nur angedeutet oder an zentralen Stellen des Werkes auch direkt zitiert werden. Die Hauptfigur, der Dichter André Chénier, ist nach historischem Vorbild gestaltet, das Klima der Französischen Revolution in seinem Wechsel von Schrecken und Pathos sehr theaterwirksam ausgearbeitet. Die Dreiecksgeschichte zwischen dem Dichter, Gérard und der jungen Madeleine wird vor diesem Hintergrund um so anrührender. »Die innere Aktualität des Stücks darzustellen, gelingt dem Regisseur John Dew ohne gewaltsame äußere Aktualisierung auf verblüffende Weise.« [Nürnberger Zeitung]


Kategorie: Oper

Babys im Konzert – warum nicht? Schon bei den Allerkleinsten herrscht eine Begeisterung dafür, Musik mit allen Sinnen zu erleben, bekannten und neuen Klängen zu lauschen und sich im Rhythmus der Musik zu bewegen. Deshalb laden wir Babys von null bis zwei Jahren zu ihren ersten Konzerterlebnissen in die Tischlerei ein. Inmitten einer Krabbellandschaft aus Decken und Kissen können sie gemeinsam mit Müttern und Vätern eine gute halbe Stunde lang einem abwechslungsreichen musikalischen Programm lauschen.


Kategorie: Klassik

Babys im Konzert – warum nicht? Schon bei den Allerkleinsten herrscht eine Begeisterung dafür, Musik mit allen Sinnen zu erleben, bekannten und neuen Klängen zu lauschen und sich im Rhythmus der Musik zu bewegen. Deshalb laden wir Babys von null bis zwei Jahren zu ihren ersten Konzerterlebnissen in die Tischlerei ein. Inmitten einer Krabbellandschaft aus Decken und Kissen können sie gemeinsam mit Müttern und Vätern eine gute halbe Stunde lang einem abwechslungsreichen musikalischen Programm lauschen.


Kategorie: Klassik

Babys im Konzert – warum nicht? Schon bei den Allerkleinsten herrscht eine Begeisterung dafür, Musik mit allen Sinnen zu erleben, bekannten und neuen Klängen zu lauschen und sich im Rhythmus der Musik zu bewegen. Deshalb laden wir Babys von null bis zwei Jahren zu ihren ersten Konzerterlebnissen in die Tischlerei ein. Inmitten einer Krabbellandschaft aus Decken und Kissen können sie gemeinsam mit Müttern und Vätern eine gute halbe Stunde lang einem abwechslungsreichen musikalischen Programm lauschen.


Kategorie: Klassik

Die literarische Vorlage zu Puccinis „Folteroper“ (Oskar Bie) lieferte Victorien Sardou (1831–1908) mit seinem erfolgreichen Theaterstück LA TOSCA, das 1887 in Paris mit Sarah Bernhardt in der Titelrolle uraufgeführt wurde. Nachdem Puccini 1889 das Stück auf einer Tournee in Mailand erlebt hatte, war er auf Anhieb begeistert von dem Stoff. Aber der TOSCA-Plan bleibt zunächst sechs Jahre liegen, bis Puccini, vermutlich angeregt durch eine weitere Aufführung des Sardou-Dramas in Florenz und durch Luigi Illicas Arbeit an einem TOSCA-Libretto für den Komponisten Alberto Franchetti (1860–1942), Interesse an dem Stoff findet. Nach einer „Verschwörung“ zwischen Puccini, Illica und Ricordi gelingt es dem Verleger, Franchetti zur Aufgabe seines TOSCA-Projektes zu bewegen und Puccini die Vertonungsrechte zu überlassen. Wie in allen Opern Puccinis zeigt auch TOSCA, wie sich menschliche Aufmerksamkeit und kulinarisches Vergnügen einander bedingen können, wenn die künstlerischen Intentionen des Komponisten zum Maßstab der Interpretation werden. Der Aufschrei wie die Resignation sind die wesentlichen Bedingungen der humanen Aufmerksamkeit Puccinis: Das Mitleid, das er komponierte, begnügt sich nicht mit abstrakten Gesten, sondern zielt auf Unruhe, auf Veränderung. Aus den »kleinen Dingen«, die Puccini mit modernem Understatement als seinen Gegenstand bezeichnete, werden „große“, sofern wir das nur wollen. Der Zusammenhang zwischen Puccinis direkt und indirekt vom Geist Zolas, Hauptmanns und Gorkis beeinflusster Stoffwahl und seiner Kompositionsweise lässt darauf schließen, dass man ihm mit der Bezeichnung als Verdi-Nachfolger mit dem Etikett des Verismo versieht. Bekanntlich war er ein großer Wagner-Verehrer, aber alles andere als ein Epigone. Vielmehr schuf er eine sehr persönliche Verbindung aus einigen Errungenschaften beider. Alle gewonnenen Verfeinerungen der Harmonie und alle Differenzierungen der Instrumentation verarbeitend, erlöste er dennoch die Stimme aus der orchestralen Verflechtung und gab ihr zugleich ein weitaus gebrocheneres, klangsensibleres Accompagnato im Orchester als der radikale Lakoniker Verdi. Dafür steht auch die ästhetische Thematik der TOSCA. Der musikalische Gestus ist ebenso brutal wie zärtlich, intelligent wie sentimental, präzise wie träumerisch. Puccini möchte unbedingt Lebenswahrheit, Genauigkeit auch des musikalischen Details, soziale Aufmerksamkeit, den poetischen Klang des scheinbar Alltäglichen, das Heroische mit Kalkül, den Kontrast zwischen engagierter Leidenschaft und kühler Distanz. Der Polizeichef Scarpia, die Sängerin Floria Tosca und der Maler Cavaradossi beanspruchen Freiheit in jeder persönlichen Variante: als dynamisch-subjektiven Machtanspruch (Scarpia), als auf Veränderung zielendes rebellisches Ethos (Cavaradossi), als private, schlichte und zugleich grenzenlose Liebe (Tosca). In einer Zeit epochaler Umwälzungen gewinnen solche Haltungen exemplarische Sinnfälligkeit. Je nachdem, wie wir uns und Puccini in dieser Zeit begreifen, bleibt TOSCA eine Schauerromanze oder gerät zum Menetekel des Themas „Freiheit“. Jedenfalls bezahlt jeder der konträren Partner diese Dreiecksgeschichte mit dem Tod. Ihr Sterben nimmt keine Erlösungsgloriole für sich in Anspruch, sondern ist bitter, entsetzlich, definitiv. Götz Friedrichs 1987 vorgenommene Neueinstudierung von Boleslaw Barlogs geradliniger und auf szenische Konkretheit bedachter Inszenierung aus dem Jahr 1969 nimmt die Intentionen Puccinis beim Wort – die gegenseitige Bedingtheit von menschlicher Aufmerksamkeit und kulinarischem Vergnügen wird von der Musik inspiriert zum Ausgangspunkt auch der szenischen Interpretation.


Kategorie: Oper

Weihnachten steht kurz bevor, alles ist vorbereitet – und dann geht ordentlich was schief. Beim Adventssingen lauschen Groß und Klein den Weihnachtspannen und deren Lösungen aus einer bekannten Kindergeschichte und stimmen sich mit Adventsliedern und festlicher Musik auf die Festtage ein. Kinder, Eltern und Großeltern singen aus voller Kehle – unterstützt von dem Kleinen Chor der Deutschen Oper Berlin.


Kategorie: Klassik

Unsere Führungen durch das Zuschauerhaus und über die Bühnen sowie durch die Probenräume und das Bühnenbildmagazin der Deutschen Oper Berlin vermitteln Ihnen spannende Eindrücke und Wissenswertes über die Deutsche Oper Berlin und den Alltag hinter den Kulissen. Welches architektonische Konzept verbirgt sich hinter der langen Waschbeton-Fassade an der Bismarckstraße? Wie entsteht ein Bühnenbild? Wie laufen Proben ab? Erfahren Sie außerdem Details zur bewegten Geschichte des Hauses, das heute mit seinen modernen Neuinszenierungen und den frühen Repertoireschätzen einen Querschnitt durch über 40 Jahre Inszenierungs- und Aufführungspraxis zu bieten hat.


Kategorie: Führung

Die Muse entsteigt einem Fass. Und zwar einem Weinfass, wovon der Dichter Hoffmann in Offenbachs letzter Oper ein Lied singen kann. Aus verhängnisvollem Rausch spinnt er drei Geschichten über seine unglückliche Liebe: zur verpuppten Künstlerin Olympia, dem jungen Mädchen Antonia und der Kurtisane Giulietta. Drei Frauen – oder ist es am Ende doch bloß eine? Stella, der Stern am Opernhimmel, die als Donna Anna auf der Bühne Erfolge feiert, während der mittlerweile völlig zerstörte Hoffmann bei Lutter & Wegner im Suff ertrinkt. In LES CONTES D’HOFFMANN schlug Jacques Offenbach, der unumstrittene König der opéra bouffe, auf unverwechselbare Weise ernste Töne an. Die geschickt zur Opernhandlung verwobenen Erzählungen E.T.A. Hoffmanns bilden ein Panoptikum ästhetischer Belange und spiegeln bald grotesk, bald tragisch Glanz und Elend der Welt der Kunst und ihrer Protagonisten. Der französische Theaterdirektor, Opernregisseur und Kostümbildner Laurent Pelly bringt seine internationale Erfolgsproduktion nach Berlin. Düster verspielt, in fantasievollen Bühnenwelten und bewegten Chorbildern malt diese Inszenierung das Abgleiten des Dichters Hoffmann in Wahn und Rausch detail- getreu aus. Am Pult steht Enrique Mazzola, der dem Publikum der Deutschen Oper Berlin bereits als herausragender Interpret des französischen Repertoires bekannt ist.


Kategorie: Oper

Weihnachten steht kurz bevor, alles ist vorbereitet – und dann geht ordentlich was schief. Beim Adventssingen lauschen Groß und Klein den Weihnachtspannen und deren Lösungen aus einer bekannten Kindergeschichte und stimmen sich mit Adventsliedern und festlicher Musik auf die Festtage ein. Kinder, Eltern und Großeltern singen aus voller Kehle – unterstützt von dem Kleinen Chor der Deutschen Oper Berlin.


Kategorie: Klassik

Als Vorbereitung auf den Vorstellungsbesuch bieten wir Workshops für Kinder mit einem Eltern- oder Großelternteil an. Dabei ist Mitmachen gefragt: Mit Stimme, Theaterspiel und einfachen Instrumenten entdeckt Ihr das Stück und die Inszenierung.


Kategorie: Workshop

Die literarische Vorlage zu Puccinis „Folteroper“ (Oskar Bie) lieferte Victorien Sardou (1831–1908) mit seinem erfolgreichen Theaterstück LA TOSCA, das 1887 in Paris mit Sarah Bernhardt in der Titelrolle uraufgeführt wurde. Nachdem Puccini 1889 das Stück auf einer Tournee in Mailand erlebt hatte, war er auf Anhieb begeistert von dem Stoff. Aber der TOSCA-Plan bleibt zunächst sechs Jahre liegen, bis Puccini, vermutlich angeregt durch eine weitere Aufführung des Sardou-Dramas in Florenz und durch Luigi Illicas Arbeit an einem TOSCA-Libretto für den Komponisten Alberto Franchetti (1860–1942), Interesse an dem Stoff findet. Nach einer „Verschwörung“ zwischen Puccini, Illica und Ricordi gelingt es dem Verleger, Franchetti zur Aufgabe seines TOSCA-Projektes zu bewegen und Puccini die Vertonungsrechte zu überlassen. Wie in allen Opern Puccinis zeigt auch TOSCA, wie sich menschliche Aufmerksamkeit und kulinarisches Vergnügen einander bedingen können, wenn die künstlerischen Intentionen des Komponisten zum Maßstab der Interpretation werden. Der Aufschrei wie die Resignation sind die wesentlichen Bedingungen der humanen Aufmerksamkeit Puccinis: Das Mitleid, das er komponierte, begnügt sich nicht mit abstrakten Gesten, sondern zielt auf Unruhe, auf Veränderung. Aus den »kleinen Dingen«, die Puccini mit modernem Understatement als seinen Gegenstand bezeichnete, werden „große“, sofern wir das nur wollen. Der Zusammenhang zwischen Puccinis direkt und indirekt vom Geist Zolas, Hauptmanns und Gorkis beeinflusster Stoffwahl und seiner Kompositionsweise lässt darauf schließen, dass man ihm mit der Bezeichnung als Verdi-Nachfolger mit dem Etikett des Verismo versieht. Bekanntlich war er ein großer Wagner-Verehrer, aber alles andere als ein Epigone. Vielmehr schuf er eine sehr persönliche Verbindung aus einigen Errungenschaften beider. Alle gewonnenen Verfeinerungen der Harmonie und alle Differenzierungen der Instrumentation verarbeitend, erlöste er dennoch die Stimme aus der orchestralen Verflechtung und gab ihr zugleich ein weitaus gebrocheneres, klangsensibleres Accompagnato im Orchester als der radikale Lakoniker Verdi. Dafür steht auch die ästhetische Thematik der TOSCA. Der musikalische Gestus ist ebenso brutal wie zärtlich, intelligent wie sentimental, präzise wie träumerisch. Puccini möchte unbedingt Lebenswahrheit, Genauigkeit auch des musikalischen Details, soziale Aufmerksamkeit, den poetischen Klang des scheinbar Alltäglichen, das Heroische mit Kalkül, den Kontrast zwischen engagierter Leidenschaft und kühler Distanz. Der Polizeichef Scarpia, die Sängerin Floria Tosca und der Maler Cavaradossi beanspruchen Freiheit in jeder persönlichen Variante: als dynamisch-subjektiven Machtanspruch (Scarpia), als auf Veränderung zielendes rebellisches Ethos (Cavaradossi), als private, schlichte und zugleich grenzenlose Liebe (Tosca). In einer Zeit epochaler Umwälzungen gewinnen solche Haltungen exemplarische Sinnfälligkeit. Je nachdem, wie wir uns und Puccini in dieser Zeit begreifen, bleibt TOSCA eine Schauerromanze oder gerät zum Menetekel des Themas „Freiheit“. Jedenfalls bezahlt jeder der konträren Partner diese Dreiecksgeschichte mit dem Tod. Ihr Sterben nimmt keine Erlösungsgloriole für sich in Anspruch, sondern ist bitter, entsetzlich, definitiv. Götz Friedrichs 1987 vorgenommene Neueinstudierung von Boleslaw Barlogs geradliniger und auf szenische Konkretheit bedachter Inszenierung aus dem Jahr 1969 nimmt die Intentionen Puccinis beim Wort – die gegenseitige Bedingtheit von menschlicher Aufmerksamkeit und kulinarischem Vergnügen wird von der Musik inspiriert zum Ausgangspunkt auch der szenischen Interpretation.


Kategorie: Oper


Kategorie: Klassik

Prinz Tamino verliebt sich in Prinzessin Pamina, die er nur heiraten darf, wenn sie schwierige Prüfungen bestehen. Durch den »holden Klang« der Zauberflöte gelingt es beiden, Feuer und Wasser zu überwinden. Papageno und Papagena finden sich ebenfalls durch den Zauber der Musik. Ihnen steht ein Glockenspiel zur Seite. Und damit die Oper in ihrer KinderMusikTheater-Fassung nur 70 Minuten dauert und damit über die Hälfte kürzer ist als ihre große Schwester, fasst ein Erzähler die Geschehnisse um die beiden Paare, um den mächtigen Herrn Sarastro und die Königin der Nacht zusammen.


Kategorie: Oper

Prinz Tamino verliebt sich in Prinzessin Pamina, die er nur heiraten darf, wenn sie schwierige Prüfungen bestehen. Durch den »holden Klang« der Zauberflöte gelingt es beiden, Feuer und Wasser zu überwinden. Papageno und Papagena finden sich ebenfalls durch den Zauber der Musik. Ihnen steht ein Glockenspiel zur Seite. Und damit die Oper in ihrer KinderMusikTheater-Fassung nur 70 Minuten dauert und damit über die Hälfte kürzer ist als ihre große Schwester, fasst ein Erzähler die Geschehnisse um die beiden Paare, um den mächtigen Herrn Sarastro und die Königin der Nacht zusammen.


Kategorie: Oper

Prinz Tamino verliebt sich in Prinzessin Pamina, die er nur heiraten darf, wenn sie schwierige Prüfungen bestehen. Durch den »holden Klang« der Zauberflöte gelingt es beiden, Feuer und Wasser zu überwinden. Papageno und Papagena finden sich ebenfalls durch den Zauber der Musik. Ihnen steht ein Glockenspiel zur Seite. Und damit die Oper in ihrer KinderMusikTheater-Fassung nur 70 Minuten dauert und damit über die Hälfte kürzer ist als ihre große Schwester, fasst ein Erzähler die Geschehnisse um die beiden Paare, um den mächtigen Herrn Sarastro und die Königin der Nacht zusammen.


Kategorie: Oper

Auf einem Fest, zu dem Violetta Valery, luxuriös ausgehalten von Baron Douphol, nach scheinbarer Genesung von einer schweren Krankheit eingeladen hat, begegnet sie Alfredo Germont und einer Liebe, für die es in ihrer Welt keinen Platz gibt. Sie kehrt ihrem alten Leben den Rücken und zieht mit Alfredo aufs Land. Als Alfredos Vater von ihr verlangt, auf den Sohn zu verzichten, um die Hochzeit der jüngeren Schwester nicht durch ihren schlechten Ruf zu gefährden, gibt sie verzweifelt nach und schreibt Alfredo einen Abschiedsbrief. Auf einem Ball ihrer Freundin Flora kommt es zu einem Skandal: Violetta will Alfredo glauben lassen, dass sie den Baron Douphol liebt. In seiner Eifersucht schleudert ihr Alfredo das beim Spiel gewonnene Geld vor die Füße, als „Lohn für ihre Liebesdienste“. Einen Monat später, als in Paris der Karneval tobt, liegt Violetta im Sterben. Alfredo kommt zurück – sein Vater hat ihm die Wahrheit über Violettas Trennungsgrund gesagt. Violetta verzeiht, gibt Alfredo frei und stirbt. Stoffvorlage für Verdis einzige Oper, die in der bürgerlichen Lebenswelt von Paris um 1847 spielt, war der viel beachtete Roman La dame aux camélias von Alexandre Dumas dem Jüngeren, der das Schicksal der am 3. Februar 1847 im Alter von 23 Jahren an Tuberkulose verstorbenen Edelkurtisane Marie Duplessis zum Thema einer kritischen Studie über die Pariser Halbwelt gemacht hat. Während in Dumas´ Schauspiel die Hauptfiguren in einem dichten Beziehungsgeflecht agieren, verzichteten Verdi und sein Librettist Francesco Maria Piave auf alles, was nicht unmittelbar mit dem Konflikt zwischen Violetta, Alfredo und dem Vater Giorgio Germont zu tun hat. Das ganz auf innere Bewegungen verlagerte Drama konzentriert sich auf die drei Stadien, die Violetta Valery durchlebt: Liebe, Verzicht und Tod. Götz Friedrich hat der Tragödie die Atmosphäre eines Requiems verliehen, indem er die Leidensgeschichte der Violetta als Rückblende erzählt. Schon während des Vorspiels sieht man Violetta auf der kargen Bühne, die einem monumentalen Grabmahl gleicht, auf ihrem weißen Sterbebett liegen. Zu Beginn ihres Festes erhebt sie sich vom Bett, das flugs in eine Salonliege umfunktioniert wird, stülpt sich ein Ballkleid über – und durch die plötzlich aufbrechenden Türen tänzelt die vergnügungssüchtige Pariser Halbwelt herein. Erzählt wird die Geschichte ganz ohne Sentimentalität, ohne jeden Anflug von trivialer Direktheit. Konsequent wird das innere Bild des Dramas aufgerollt und die Untergangs- und Todesstimmung des Werkes zum Tragen gebracht.


Kategorie: Oper

Aus dem Hinterhalt – das ist die Late Night-Reihe, die in den vergangenen Jahren Gäste wie Black Cracker, Andrei Koroliov, Matthew Herbert, Lydia Lunch, Peaches oder N.U. Unruh in die Tischlerei einlud. Gemeinsam mit Ensemblemitgliedern des Hauses kommentierten sie fünf Premieren der Großen Bühne. Die erfolgreiche Serie dieser immer nur einmal stattfindenden Performance-Abende wird 2018/2019 mit weiteren Special Guests aus Pop, Rock, Avantgarde oder Bildender Kunst fortgesetzt.


Kategorie: Neue Musik

Unsere Führungen durch das Zuschauerhaus und über die Bühnen sowie durch die Probenräume und das Bühnenbildmagazin der Deutschen Oper Berlin vermitteln Ihnen spannende Eindrücke und Wissenswertes über die Deutsche Oper Berlin und den Alltag hinter den Kulissen. Welches architektonische Konzept verbirgt sich hinter der langen Waschbeton-Fassade an der Bismarckstraße? Wie entsteht ein Bühnenbild? Wie laufen Proben ab? Erfahren Sie außerdem Details zur bewegten Geschichte des Hauses, das heute mit seinen modernen Neuinszenierungen und den frühen Repertoireschätzen einen Querschnitt durch über 40 Jahre Inszenierungs- und Aufführungspraxis zu bieten hat.


Kategorie: Führung

Die Muse entsteigt einem Fass. Und zwar einem Weinfass, wovon der Dichter Hoffmann in Offenbachs letzter Oper ein Lied singen kann. Aus verhängnisvollem Rausch spinnt er drei Geschichten über seine unglückliche Liebe: zur verpuppten Künstlerin Olympia, dem jungen Mädchen Antonia und der Kurtisane Giulietta. Drei Frauen – oder ist es am Ende doch bloß eine? Stella, der Stern am Opernhimmel, die als Donna Anna auf der Bühne Erfolge feiert, während der mittlerweile völlig zerstörte Hoffmann bei Lutter & Wegner im Suff ertrinkt. In LES CONTES D’HOFFMANN schlug Jacques Offenbach, der unumstrittene König der opéra bouffe, auf unverwechselbare Weise ernste Töne an. Die geschickt zur Opernhandlung verwobenen Erzählungen E.T.A. Hoffmanns bilden ein Panoptikum ästhetischer Belange und spiegeln bald grotesk, bald tragisch Glanz und Elend der Welt der Kunst und ihrer Protagonisten. Der französische Theaterdirektor, Opernregisseur und Kostümbildner Laurent Pelly bringt seine internationale Erfolgsproduktion nach Berlin. Düster verspielt, in fantasievollen Bühnenwelten und bewegten Chorbildern malt diese Inszenierung das Abgleiten des Dichters Hoffmann in Wahn und Rausch detail- getreu aus. Am Pult steht Enrique Mazzola, der dem Publikum der Deutschen Oper Berlin bereits als herausragender Interpret des französischen Repertoires bekannt ist.


Kategorie: Oper

Als Vorbereitung auf den Vorstellungsbesuch bieten wir Workshops für Kinder mit einem Eltern- oder Großelternteil an. Dabei ist Mitmachen gefragt: Mit Stimme, Theaterspiel und einfachen Instrumenten entdeckt Ihr das Stück und die Inszenierung.


Kategorie: Workshop

Auf einem Fest, zu dem Violetta Valery, luxuriös ausgehalten von Baron Douphol, nach scheinbarer Genesung von einer schweren Krankheit eingeladen hat, begegnet sie Alfredo Germont und einer Liebe, für die es in ihrer Welt keinen Platz gibt. Sie kehrt ihrem alten Leben den Rücken und zieht mit Alfredo aufs Land. Als Alfredos Vater von ihr verlangt, auf den Sohn zu verzichten, um die Hochzeit der jüngeren Schwester nicht durch ihren schlechten Ruf zu gefährden, gibt sie verzweifelt nach und schreibt Alfredo einen Abschiedsbrief. Auf einem Ball ihrer Freundin Flora kommt es zu einem Skandal: Violetta will Alfredo glauben lassen, dass sie den Baron Douphol liebt. In seiner Eifersucht schleudert ihr Alfredo das beim Spiel gewonnene Geld vor die Füße, als „Lohn für ihre Liebesdienste“. Einen Monat später, als in Paris der Karneval tobt, liegt Violetta im Sterben. Alfredo kommt zurück – sein Vater hat ihm die Wahrheit über Violettas Trennungsgrund gesagt. Violetta verzeiht, gibt Alfredo frei und stirbt. Stoffvorlage für Verdis einzige Oper, die in der bürgerlichen Lebenswelt von Paris um 1847 spielt, war der viel beachtete Roman La dame aux camélias von Alexandre Dumas dem Jüngeren, der das Schicksal der am 3. Februar 1847 im Alter von 23 Jahren an Tuberkulose verstorbenen Edelkurtisane Marie Duplessis zum Thema einer kritischen Studie über die Pariser Halbwelt gemacht hat. Während in Dumas´ Schauspiel die Hauptfiguren in einem dichten Beziehungsgeflecht agieren, verzichteten Verdi und sein Librettist Francesco Maria Piave auf alles, was nicht unmittelbar mit dem Konflikt zwischen Violetta, Alfredo und dem Vater Giorgio Germont zu tun hat. Das ganz auf innere Bewegungen verlagerte Drama konzentriert sich auf die drei Stadien, die Violetta Valery durchlebt: Liebe, Verzicht und Tod. Götz Friedrich hat der Tragödie die Atmosphäre eines Requiems verliehen, indem er die Leidensgeschichte der Violetta als Rückblende erzählt. Schon während des Vorspiels sieht man Violetta auf der kargen Bühne, die einem monumentalen Grabmahl gleicht, auf ihrem weißen Sterbebett liegen. Zu Beginn ihres Festes erhebt sie sich vom Bett, das flugs in eine Salonliege umfunktioniert wird, stülpt sich ein Ballkleid über – und durch die plötzlich aufbrechenden Türen tänzelt die vergnügungssüchtige Pariser Halbwelt herein. Erzählt wird die Geschichte ganz ohne Sentimentalität, ohne jeden Anflug von trivialer Direktheit. Konsequent wird das innere Bild des Dramas aufgerollt und die Untergangs- und Todesstimmung des Werkes zum Tragen gebracht.


Kategorie: Oper

Babys im Konzert – warum nicht? Schon bei den Allerkleinsten herrscht eine Begeisterung dafür, Musik mit allen Sinnen zu erleben, bekannten und neuen Klängen zu lauschen und sich im Rhythmus der Musik zu bewegen. Deshalb laden wir Babys von null bis zwei Jahren zu ihren ersten Konzerterlebnissen in die Tischlerei ein. Inmitten einer Krabbellandschaft aus Decken und Kissen können sie gemeinsam mit Müttern und Vätern eine gute halbe Stunde lang einem abwechslungsreichen musikalischen Programm lauschen.


Kategorie: Klassik

Babys im Konzert – warum nicht? Schon bei den Allerkleinsten herrscht eine Begeisterung dafür, Musik mit allen Sinnen zu erleben, bekannten und neuen Klängen zu lauschen und sich im Rhythmus der Musik zu bewegen. Deshalb laden wir Babys von null bis zwei Jahren zu ihren ersten Konzerterlebnissen in die Tischlerei ein. Inmitten einer Krabbellandschaft aus Decken und Kissen können sie gemeinsam mit Müttern und Vätern eine gute halbe Stunde lang einem abwechslungsreichen musikalischen Programm lauschen.


Kategorie: Klassik

Erzählt werden Episoden aus dem Leben der jungen Füchsin Schlaukopf. Der Förster, den die Sehnsucht nach Freiheit und Liebe nie verlassen hat, fängt sie eines Tages im Wald ein und nimmt sie zu sich nach Hause, denn sie erscheint ihm wie eine Verkörperung dieser Sehnsucht. Doch es gelingt ihr zu entkommen. Im Wald vertreibt sie den Dachs aus seiner Höhle und richtet sich dort selbst häuslich ein. Hier findet sie auch ihre große Liebe: Ein galanter Fuchs wirbt um sie, in ihrer Höhle verbringen die beiden ihre erste Liebesnacht. Schließlich feiern sie Hochzeit inmitten der Tiere des Waldes. Bald erleben wir die Füchsin als stolze Mutter im Kreis ihrer zahlreichen Jungen. Doch das Glück ist von kurzer Dauer: Füchslein Schlaukopf stirbt, von einer Kugel des Wilderers Harasta getroffen. Währenddessen sitzen der Förster und der Schulmeister in der Wirtsstube beisammen und beklagen das herannahende Alter. Für den Förster ist der Tod der Füchsin besonders bitter. Er kann ihre ungezügelte Natur, ihren Freiheitsdrang und ihre Jugend nicht vergessen. Im Wald empfängt ihn eine eigenartige, zauberhafte Stimmung, und er nickt ein. Da erscheint ihm, einer Vision gleich, ein junges Füchslein, seiner Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten. Das Leben siegt über die Vergänglichkeit. Es schließt sich ein Kreis. „Das Füchslein mache ich so, wie wenn der Teufel Fliegen fängt – wenn er nichts Besseres vorhat. Ich habe das Füchslein für den Wald und für die Trauer meiner späten Jahre geschrieben“, so schrieb Leos Janacek einmal. Doch seine Oper DAS SCHLAUE FÜCHSLEIN ist nicht etwa der melancholische Lebensrückblick eines alten Mannes, dem der Tod näher ist als das Leben. Obwohl der Komponist bereits auf die Siebzig zuging, schuf er ein Werk voller Komik und Poesie. Der „Trauer seiner späten Jahre“ stellte er ein heiter-melancholisches Tiermärchen entgegen, das den Tod ebenso wenig ausgrenzt wie die tröstliche Gewissheit, dass in der Natur aus dem Vergehen immer wieder neues Leben entsteht. Der Stoff beruht auf einem mit Zeichnungen des Malers Stanislav Lolek illustrierten Fortsetzungsroman von Rudolf Tesnohlídek, der ab 1920 in der Brünner Tageszeitung „Lidové noviny“ erschien. Der Komponist verfasste das Libretto selbst, die ganze Oper schließlich lag im Januar 1924 vor. Komponiert wurde sie wie ein impressionistisches Klanggebilde aus subtil instrumentierten kurzen Szenen und Episoden, verbunden durch insgesamt neun orchestrale Vorspiele und Verwandlungen, die das Werk musikalisch und dramaturgisch gliedern. Bei aller Nähe zum Impressionismus und zur Musik seines großen Vorbilds Debussy bleibt die Tonsprache Janaceks allerdings unverwechselbar: Wie kaum ein anderer konnte er Musik aus Sprachmelodien entwickeln. Leitmotivähnliche Sequenzen lassen sich, ohne strenge Durchführung, im ganzen Werk verfolgen. Charakteristisch sind auch die volksliedhaften, niemals folkloristisch wirkenden Elemente der Musik sowie ihre ausgeprägte rhythmische Struktur, durch die selbst die betörende Melodik ihren unverwechselbaren Charakter erhält. „Katharina Thalbachs Inszenierung wimmelt von Einfällen wie ein Waldboden vor Getier. Man weiß manchmal kaum, wo zuerst hingucken, und hinterher will man allen von der Schnecke erzählen oder vom knurrigen Dachs mit seiner Pfeife, lässt es dann aber doch lieber bleiben, um den anderen nicht die staunende Überraschung zu nehmen. Noch dazu zaubern Ezio Toffoluttis Bühnenbilder das Waldweben oder die Vollmondnacht herbei, als wären sie einem liebevoll illustrierten Kinderbuch entnommen.“ (Berliner Zeitung)


Kategorie: Oper

Babys im Konzert – warum nicht? Schon bei den Allerkleinsten herrscht eine Begeisterung dafür, Musik mit allen Sinnen zu erleben, bekannten und neuen Klängen zu lauschen und sich im Rhythmus der Musik zu bewegen. Deshalb laden wir Babys von null bis zwei Jahren zu ihren ersten Konzerterlebnissen in die Tischlerei ein. Inmitten einer Krabbellandschaft aus Decken und Kissen können sie gemeinsam mit Müttern und Vätern eine gute halbe Stunde lang einem abwechslungsreichen musikalischen Programm lauschen.


Kategorie: Klassik

Babys im Konzert – warum nicht? Schon bei den Allerkleinsten herrscht eine Begeisterung dafür, Musik mit allen Sinnen zu erleben, bekannten und neuen Klängen zu lauschen und sich im Rhythmus der Musik zu bewegen. Deshalb laden wir Babys von null bis zwei Jahren zu ihren ersten Konzerterlebnissen in die Tischlerei ein. Inmitten einer Krabbellandschaft aus Decken und Kissen können sie gemeinsam mit Müttern und Vätern eine gute halbe Stunde lang einem abwechslungsreichen musikalischen Programm lauschen.


Kategorie: Klassik

Babys im Konzert – warum nicht? Schon bei den Allerkleinsten herrscht eine Begeisterung dafür, Musik mit allen Sinnen zu erleben, bekannten und neuen Klängen zu lauschen und sich im Rhythmus der Musik zu bewegen. Deshalb laden wir Babys von null bis zwei Jahren zu ihren ersten Konzerterlebnissen in die Tischlerei ein. Inmitten einer Krabbellandschaft aus Decken und Kissen können sie gemeinsam mit Müttern und Vätern eine gute halbe Stunde lang einem abwechslungsreichen musikalischen Programm lauschen.


Kategorie: Klassik

„Champagner hat’s verschuldet, tralalalala“ – darauf einigen sich nach einer durchzechten Nacht voller Verwechslungen und erotischer Ausrutscher am Ende die Protagonisten in Johann Strauß’ FLEDERMAUS. Schuld ist aber nicht nur der Alkohol, sondern Verwirrung stiftet vor allem die Intrige des gedemütigten Dr. Falke, der einst in einem Fledermauskostüm dem Spott der Kleinstadtgesellschaft ausgesetzt war und jetzt seine Chance nutzt, um sich an seinem ‚guten Freund‘, dem Lebemann Gabriel von Eisenstein, zu rächen. Und so werden die Kammerzofe als Schauspielerin, die Gattin als ungarische Gräfin und Eisenstein selbst als französischer Marquis maskiert und auf den Ball des Prinzen Orlofsky geschickt. Dass darauf nur Katzenjammer am frühen Morgen im Gefängnis folgt, liegt dann auch weniger am Champagner als in der Natur der Dinge. Johann Strauß gelang mit seiner FLEDERMAUS der Prototyp der Wiener Operette – walzergeschwängert, polkabesessen und dabei voller bitterböser Ironie. Inspiriert von den Offenbachschen Opéras bouffes aus Paris wurde dem bürgerlichen Salonpublikum schonungslos der Spiegel vorgehalten – und mancher Zuschauer erkannte sich im abstrusen Bäumchen-wechseldich-Spiel auf der Bühne wieder. Rolando Villazón kehrt nach seinem Erfolg mit Puccinis LA RONDINE als Regisseur an die Deutsche Oper Berlin zurück und wird sich dieser Operette annehmen, die irgendwie auch an jedes Opernhaus gehört …


Kategorie: Oper

Babys im Konzert – warum nicht? Schon bei den Allerkleinsten herrscht eine Begeisterung dafür, Musik mit allen Sinnen zu erleben, bekannten und neuen Klängen zu lauschen und sich im Rhythmus der Musik zu bewegen. Deshalb laden wir Babys von null bis zwei Jahren zu ihren ersten Konzerterlebnissen in die Tischlerei ein. Inmitten einer Krabbellandschaft aus Decken und Kissen können sie gemeinsam mit Müttern und Vätern eine gute halbe Stunde lang einem abwechslungsreichen musikalischen Programm lauschen.


Kategorie: Klassik

Babys im Konzert – warum nicht? Schon bei den Allerkleinsten herrscht eine Begeisterung dafür, Musik mit allen Sinnen zu erleben, bekannten und neuen Klängen zu lauschen und sich im Rhythmus der Musik zu bewegen. Deshalb laden wir Babys von null bis zwei Jahren zu ihren ersten Konzerterlebnissen in die Tischlerei ein. Inmitten einer Krabbellandschaft aus Decken und Kissen können sie gemeinsam mit Müttern und Vätern eine gute halbe Stunde lang einem abwechslungsreichen musikalischen Programm lauschen.


Kategorie: Klassik

Babys im Konzert – warum nicht? Schon bei den Allerkleinsten herrscht eine Begeisterung dafür, Musik mit allen Sinnen zu erleben, bekannten und neuen Klängen zu lauschen und sich im Rhythmus der Musik zu bewegen. Deshalb laden wir Babys von null bis zwei Jahren zu ihren ersten Konzerterlebnissen in die Tischlerei ein. Inmitten einer Krabbellandschaft aus Decken und Kissen können sie gemeinsam mit Müttern und Vätern eine gute halbe Stunde lang einem abwechslungsreichen musikalischen Programm lauschen.


Kategorie: Klassik

Erzählt werden Episoden aus dem Leben der jungen Füchsin Schlaukopf. Der Förster, den die Sehnsucht nach Freiheit und Liebe nie verlassen hat, fängt sie eines Tages im Wald ein und nimmt sie zu sich nach Hause, denn sie erscheint ihm wie eine Verkörperung dieser Sehnsucht. Doch es gelingt ihr zu entkommen. Im Wald vertreibt sie den Dachs aus seiner Höhle und richtet sich dort selbst häuslich ein. Hier findet sie auch ihre große Liebe: Ein galanter Fuchs wirbt um sie, in ihrer Höhle verbringen die beiden ihre erste Liebesnacht. Schließlich feiern sie Hochzeit inmitten der Tiere des Waldes. Bald erleben wir die Füchsin als stolze Mutter im Kreis ihrer zahlreichen Jungen. Doch das Glück ist von kurzer Dauer: Füchslein Schlaukopf stirbt, von einer Kugel des Wilderers Harasta getroffen. Währenddessen sitzen der Förster und der Schulmeister in der Wirtsstube beisammen und beklagen das herannahende Alter. Für den Förster ist der Tod der Füchsin besonders bitter. Er kann ihre ungezügelte Natur, ihren Freiheitsdrang und ihre Jugend nicht vergessen. Im Wald empfängt ihn eine eigenartige, zauberhafte Stimmung, und er nickt ein. Da erscheint ihm, einer Vision gleich, ein junges Füchslein, seiner Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten. Das Leben siegt über die Vergänglichkeit. Es schließt sich ein Kreis. „Das Füchslein mache ich so, wie wenn der Teufel Fliegen fängt – wenn er nichts Besseres vorhat. Ich habe das Füchslein für den Wald und für die Trauer meiner späten Jahre geschrieben“, so schrieb Leos Janacek einmal. Doch seine Oper DAS SCHLAUE FÜCHSLEIN ist nicht etwa der melancholische Lebensrückblick eines alten Mannes, dem der Tod näher ist als das Leben. Obwohl der Komponist bereits auf die Siebzig zuging, schuf er ein Werk voller Komik und Poesie. Der „Trauer seiner späten Jahre“ stellte er ein heiter-melancholisches Tiermärchen entgegen, das den Tod ebenso wenig ausgrenzt wie die tröstliche Gewissheit, dass in der Natur aus dem Vergehen immer wieder neues Leben entsteht. Der Stoff beruht auf einem mit Zeichnungen des Malers Stanislav Lolek illustrierten Fortsetzungsroman von Rudolf Tesnohlídek, der ab 1920 in der Brünner Tageszeitung „Lidové noviny“ erschien. Der Komponist verfasste das Libretto selbst, die ganze Oper schließlich lag im Januar 1924 vor. Komponiert wurde sie wie ein impressionistisches Klanggebilde aus subtil instrumentierten kurzen Szenen und Episoden, verbunden durch insgesamt neun orchestrale Vorspiele und Verwandlungen, die das Werk musikalisch und dramaturgisch gliedern. Bei aller Nähe zum Impressionismus und zur Musik seines großen Vorbilds Debussy bleibt die Tonsprache Janaceks allerdings unverwechselbar: Wie kaum ein anderer konnte er Musik aus Sprachmelodien entwickeln. Leitmotivähnliche Sequenzen lassen sich, ohne strenge Durchführung, im ganzen Werk verfolgen. Charakteristisch sind auch die volksliedhaften, niemals folkloristisch wirkenden Elemente der Musik sowie ihre ausgeprägte rhythmische Struktur, durch die selbst die betörende Melodik ihren unverwechselbaren Charakter erhält. „Katharina Thalbachs Inszenierung wimmelt von Einfällen wie ein Waldboden vor Getier. Man weiß manchmal kaum, wo zuerst hingucken, und hinterher will man allen von der Schnecke erzählen oder vom knurrigen Dachs mit seiner Pfeife, lässt es dann aber doch lieber bleiben, um den anderen nicht die staunende Überraschung zu nehmen. Noch dazu zaubern Ezio Toffoluttis Bühnenbilder das Waldweben oder die Vollmondnacht herbei, als wären sie einem liebevoll illustrierten Kinderbuch entnommen.“ (Berliner Zeitung)


Kategorie: Oper

„Va, pensiero, sull’ali dorate“ – „Flieg‘, Gedanke, auf goldenen Flügeln“ – als der Chor der Mailänder Scala am 9. März 1842 zum ersten Mal die Zeilen des Hebräerchors im dritten Akt von Giuseppe Verdis neuer Oper NABUCCO intonierte, schrieb er ein Stück Musikgeschichte. Der „Gefangenenchor“ wird noch heute von vielen Italienern für die Nationalhymne ihres Landes gehalten und der junge Komponist wurde zum Hoffnungsträger der Opernszene. Das Drama um die babylonische Gefangenschaft des Volkes Israel unter König Nebukadnezar ist eine der beliebtesten Opern Verdis und wurde an der Deutschen Oper Berlin zuletzt vor 13 Jahren von Hans Neuenfels kontrovers in Szene gesetzt. Im Verdi-Jahr 2013 stellte mit Keith Warner einer der bekanntesten Regisseure der internationalen Opernszene seine Annäherung an den Stoff vor: Der Brite inszenierte unter anderem LOHENGRIN bei den Bayreuther Festspielen und den RING DES NIBELUNGEN an Covent Garden und leitete zuletzt die Oper Kopenhagen. Orientiert an der Entstehungszeit des Stückes, die durch den Umbruch von feudalen Strukturen zur bürgerlich-industriellen Gesellschaft geprägt war, stellt Warner den Gegensatz zweier Völker in den Vordergrund seiner Inszenierung: der Hebräer, deren Kultur durch Schrift und ein demokratisches Bildungsideal geprägt ist, und der militaristischen Babylonier, deren Staatsverständnis auf einem autokratischen Herrschaftssystem beruht.


Kategorie: Oper

„Champagner hat’s verschuldet, tralalalala“ – darauf einigen sich nach einer durchzechten Nacht voller Verwechslungen und erotischer Ausrutscher am Ende die Protagonisten in Johann Strauß’ FLEDERMAUS. Schuld ist aber nicht nur der Alkohol, sondern Verwirrung stiftet vor allem die Intrige des gedemütigten Dr. Falke, der einst in einem Fledermauskostüm dem Spott der Kleinstadtgesellschaft ausgesetzt war und jetzt seine Chance nutzt, um sich an seinem ‚guten Freund‘, dem Lebemann Gabriel von Eisenstein, zu rächen. Und so werden die Kammerzofe als Schauspielerin, die Gattin als ungarische Gräfin und Eisenstein selbst als französischer Marquis maskiert und auf den Ball des Prinzen Orlofsky geschickt. Dass darauf nur Katzenjammer am frühen Morgen im Gefängnis folgt, liegt dann auch weniger am Champagner als in der Natur der Dinge. Johann Strauß gelang mit seiner FLEDERMAUS der Prototyp der Wiener Operette – walzergeschwängert, polkabesessen und dabei voller bitterböser Ironie. Inspiriert von den Offenbachschen Opéras bouffes aus Paris wurde dem bürgerlichen Salonpublikum schonungslos der Spiegel vorgehalten – und mancher Zuschauer erkannte sich im abstrusen Bäumchen-wechseldich-Spiel auf der Bühne wieder. Rolando Villazón kehrt nach seinem Erfolg mit Puccinis LA RONDINE als Regisseur an die Deutsche Oper Berlin zurück und wird sich dieser Operette annehmen, die irgendwie auch an jedes Opernhaus gehört …


Kategorie: Oper

„Va, pensiero, sull’ali dorate“ – „Flieg‘, Gedanke, auf goldenen Flügeln“ – als der Chor der Mailänder Scala am 9. März 1842 zum ersten Mal die Zeilen des Hebräerchors im dritten Akt von Giuseppe Verdis neuer Oper NABUCCO intonierte, schrieb er ein Stück Musikgeschichte. Der „Gefangenenchor“ wird noch heute von vielen Italienern für die Nationalhymne ihres Landes gehalten und der junge Komponist wurde zum Hoffnungsträger der Opernszene. Das Drama um die babylonische Gefangenschaft des Volkes Israel unter König Nebukadnezar ist eine der beliebtesten Opern Verdis und wurde an der Deutschen Oper Berlin zuletzt vor 13 Jahren von Hans Neuenfels kontrovers in Szene gesetzt. Im Verdi-Jahr 2013 stellte mit Keith Warner einer der bekanntesten Regisseure der internationalen Opernszene seine Annäherung an den Stoff vor: Der Brite inszenierte unter anderem LOHENGRIN bei den Bayreuther Festspielen und den RING DES NIBELUNGEN an Covent Garden und leitete zuletzt die Oper Kopenhagen. Orientiert an der Entstehungszeit des Stückes, die durch den Umbruch von feudalen Strukturen zur bürgerlich-industriellen Gesellschaft geprägt war, stellt Warner den Gegensatz zweier Völker in den Vordergrund seiner Inszenierung: der Hebräer, deren Kultur durch Schrift und ein demokratisches Bildungsideal geprägt ist, und der militaristischen Babylonier, deren Staatsverständnis auf einem autokratischen Herrschaftssystem beruht.


Kategorie: Oper

Erzählt werden Episoden aus dem Leben der jungen Füchsin Schlaukopf. Der Förster, den die Sehnsucht nach Freiheit und Liebe nie verlassen hat, fängt sie eines Tages im Wald ein und nimmt sie zu sich nach Hause, denn sie erscheint ihm wie eine Verkörperung dieser Sehnsucht. Doch es gelingt ihr zu entkommen. Im Wald vertreibt sie den Dachs aus seiner Höhle und richtet sich dort selbst häuslich ein. Hier findet sie auch ihre große Liebe: Ein galanter Fuchs wirbt um sie, in ihrer Höhle verbringen die beiden ihre erste Liebesnacht. Schließlich feiern sie Hochzeit inmitten der Tiere des Waldes. Bald erleben wir die Füchsin als stolze Mutter im Kreis ihrer zahlreichen Jungen. Doch das Glück ist von kurzer Dauer: Füchslein Schlaukopf stirbt, von einer Kugel des Wilderers Harasta getroffen. Währenddessen sitzen der Förster und der Schulmeister in der Wirtsstube beisammen und beklagen das herannahende Alter. Für den Förster ist der Tod der Füchsin besonders bitter. Er kann ihre ungezügelte Natur, ihren Freiheitsdrang und ihre Jugend nicht vergessen. Im Wald empfängt ihn eine eigenartige, zauberhafte Stimmung, und er nickt ein. Da erscheint ihm, einer Vision gleich, ein junges Füchslein, seiner Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten. Das Leben siegt über die Vergänglichkeit. Es schließt sich ein Kreis. „Das Füchslein mache ich so, wie wenn der Teufel Fliegen fängt – wenn er nichts Besseres vorhat. Ich habe das Füchslein für den Wald und für die Trauer meiner späten Jahre geschrieben“, so schrieb Leos Janacek einmal. Doch seine Oper DAS SCHLAUE FÜCHSLEIN ist nicht etwa der melancholische Lebensrückblick eines alten Mannes, dem der Tod näher ist als das Leben. Obwohl der Komponist bereits auf die Siebzig zuging, schuf er ein Werk voller Komik und Poesie. Der „Trauer seiner späten Jahre“ stellte er ein heiter-melancholisches Tiermärchen entgegen, das den Tod ebenso wenig ausgrenzt wie die tröstliche Gewissheit, dass in der Natur aus dem Vergehen immer wieder neues Leben entsteht. Der Stoff beruht auf einem mit Zeichnungen des Malers Stanislav Lolek illustrierten Fortsetzungsroman von Rudolf Tesnohlídek, der ab 1920 in der Brünner Tageszeitung „Lidové noviny“ erschien. Der Komponist verfasste das Libretto selbst, die ganze Oper schließlich lag im Januar 1924 vor. Komponiert wurde sie wie ein impressionistisches Klanggebilde aus subtil instrumentierten kurzen Szenen und Episoden, verbunden durch insgesamt neun orchestrale Vorspiele und Verwandlungen, die das Werk musikalisch und dramaturgisch gliedern. Bei aller Nähe zum Impressionismus und zur Musik seines großen Vorbilds Debussy bleibt die Tonsprache Janaceks allerdings unverwechselbar: Wie kaum ein anderer konnte er Musik aus Sprachmelodien entwickeln. Leitmotivähnliche Sequenzen lassen sich, ohne strenge Durchführung, im ganzen Werk verfolgen. Charakteristisch sind auch die volksliedhaften, niemals folkloristisch wirkenden Elemente der Musik sowie ihre ausgeprägte rhythmische Struktur, durch die selbst die betörende Melodik ihren unverwechselbaren Charakter erhält. „Katharina Thalbachs Inszenierung wimmelt von Einfällen wie ein Waldboden vor Getier. Man weiß manchmal kaum, wo zuerst hingucken, und hinterher will man allen von der Schnecke erzählen oder vom knurrigen Dachs mit seiner Pfeife, lässt es dann aber doch lieber bleiben, um den anderen nicht die staunende Überraschung zu nehmen. Noch dazu zaubern Ezio Toffoluttis Bühnenbilder das Waldweben oder die Vollmondnacht herbei, als wären sie einem liebevoll illustrierten Kinderbuch entnommen.“ (Berliner Zeitung)


Kategorie: Oper

Erzählt werden Episoden aus dem Leben der jungen Füchsin Schlaukopf. Der Förster, den die Sehnsucht nach Freiheit und Liebe nie verlassen hat, fängt sie eines Tages im Wald ein und nimmt sie zu sich nach Hause, denn sie erscheint ihm wie eine Verkörperung dieser Sehnsucht. Doch es gelingt ihr zu entkommen. Im Wald vertreibt sie den Dachs aus seiner Höhle und richtet sich dort selbst häuslich ein. Hier findet sie auch ihre große Liebe: Ein galanter Fuchs wirbt um sie, in ihrer Höhle verbringen die beiden ihre erste Liebesnacht. Schließlich feiern sie Hochzeit inmitten der Tiere des Waldes. Bald erleben wir die Füchsin als stolze Mutter im Kreis ihrer zahlreichen Jungen. Doch das Glück ist von kurzer Dauer: Füchslein Schlaukopf stirbt, von einer Kugel des Wilderers Harasta getroffen. Währenddessen sitzen der Förster und der Schulmeister in der Wirtsstube beisammen und beklagen das herannahende Alter. Für den Förster ist der Tod der Füchsin besonders bitter. Er kann ihre ungezügelte Natur, ihren Freiheitsdrang und ihre Jugend nicht vergessen. Im Wald empfängt ihn eine eigenartige, zauberhafte Stimmung, und er nickt ein. Da erscheint ihm, einer Vision gleich, ein junges Füchslein, seiner Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten. Das Leben siegt über die Vergänglichkeit. Es schließt sich ein Kreis. „Das Füchslein mache ich so, wie wenn der Teufel Fliegen fängt – wenn er nichts Besseres vorhat. Ich habe das Füchslein für den Wald und für die Trauer meiner späten Jahre geschrieben“, so schrieb Leos Janacek einmal. Doch seine Oper DAS SCHLAUE FÜCHSLEIN ist nicht etwa der melancholische Lebensrückblick eines alten Mannes, dem der Tod näher ist als das Leben. Obwohl der Komponist bereits auf die Siebzig zuging, schuf er ein Werk voller Komik und Poesie. Der „Trauer seiner späten Jahre“ stellte er ein heiter-melancholisches Tiermärchen entgegen, das den Tod ebenso wenig ausgrenzt wie die tröstliche Gewissheit, dass in der Natur aus dem Vergehen immer wieder neues Leben entsteht. Der Stoff beruht auf einem mit Zeichnungen des Malers Stanislav Lolek illustrierten Fortsetzungsroman von Rudolf Tesnohlídek, der ab 1920 in der Brünner Tageszeitung „Lidové noviny“ erschien. Der Komponist verfasste das Libretto selbst, die ganze Oper schließlich lag im Januar 1924 vor. Komponiert wurde sie wie ein impressionistisches Klanggebilde aus subtil instrumentierten kurzen Szenen und Episoden, verbunden durch insgesamt neun orchestrale Vorspiele und Verwandlungen, die das Werk musikalisch und dramaturgisch gliedern. Bei aller Nähe zum Impressionismus und zur Musik seines großen Vorbilds Debussy bleibt die Tonsprache Janaceks allerdings unverwechselbar: Wie kaum ein anderer konnte er Musik aus Sprachmelodien entwickeln. Leitmotivähnliche Sequenzen lassen sich, ohne strenge Durchführung, im ganzen Werk verfolgen. Charakteristisch sind auch die volksliedhaften, niemals folkloristisch wirkenden Elemente der Musik sowie ihre ausgeprägte rhythmische Struktur, durch die selbst die betörende Melodik ihren unverwechselbaren Charakter erhält. „Katharina Thalbachs Inszenierung wimmelt von Einfällen wie ein Waldboden vor Getier. Man weiß manchmal kaum, wo zuerst hingucken, und hinterher will man allen von der Schnecke erzählen oder vom knurrigen Dachs mit seiner Pfeife, lässt es dann aber doch lieber bleiben, um den anderen nicht die staunende Überraschung zu nehmen. Noch dazu zaubern Ezio Toffoluttis Bühnenbilder das Waldweben oder die Vollmondnacht herbei, als wären sie einem liebevoll illustrierten Kinderbuch entnommen.“ (Berliner Zeitung)


Kategorie: Oper

Die Geschichte ist turbulent: Ein alter Griesgram will sein Mündel heiraten, um an dessen beträchtliches Erbe zu gelangen, und trifft dabei jede erdenkliche Vorkehrung, um der hübschen Rosina den Weg in die Außenwelt – und damit zu möglichen jungen Liebhabern – zu versperren. Doch längst hat der Graf Almaviva seine Liebe zu ihr entdeckt. Mit Hilfe des umtriebigen Barbiers Figaro will er dem Alten ein Schnippchen schlagen, Rosina für sich gewinnen und überdies noch sicherstellen, dass nicht sein Titel oder Reichtum, sondern allein die Liebe die junge Frau in seine Arme führt. Keine leichte Aufgabe für Figaro, denn auch die Gegner scheuen keine Mühe … Am Ende siegt die Liebe, und es stellt sich heraus, dass alle Vorsicht nutzlos war! Dass diese Geschichte viel Potential zur Komik mit sich bringt, ist völlig klar. „Aber am komischsten ist die Musik“ – so Regisseurin Katharina Thalbach. „Von der Artistik und dem Tempo Rossinis war ich wie vom Donner gerührt. ... Bei den Proben merke ich immer wieder, wie mir die Musik in die Beine fährt und ich unwillkürlich mittanze. Das flirrt, prickelt und macht einfach Spaß. Und dieses Lebensgefühl soll bei unserer Produktion möglichst auch so rüberkommen.“ Im farbenfrohen Ambiente eines südländischen Badeortes entfaltet Thalbach ein turbulentes Panoptikum um den umtriebigen Figaro, dessen Erfindungsreichtum am Ende alle Hindernisse überwindet. Pierre Augustin Caron de Beaumarchais (1732 – 1799) erfand die Figur des ebenso intriganten wie gewitzten Barbiers und widmete ihm eine ganze Komödien-Trilogie, von denen vor allem die ersten beiden Teile LE BARBIER DE SEVILLE OU LA PRECAUTION INUTILE (1775) und LA FOLLE JOURNEE OU LE MARIAGE DE FIGARO (1778) weltberühmt wurden. Der dritte Teil, L’AUTRE TARTUFFE OU LA MERE COUPABLE, der 1792 erschien, trat hinter den Erfolg ihrer Vorgänger, vielleicht bedingt durch die Wirren der Französischen Revolution, eher zurück. Obwohl das revolutionäre Potenzial vor allem des zweiten Teils der Komödie in der genialen Vertonung Mozarts – DIE HOCHZEIT DES FIGARO – am deutlichsten spürbar wird, besitzt auch der Barbier des ersten Teils viel respektloses Temperament, das ihn zur Hauptfigur einer komischen Oper geradezu prädestiniert. Giovanni Paisiello hatte 1782 mit seiner Vertonung des BARBIERE einen durchschlagenden Erfolg, so dass Rossini gegen ein scheinbar übermächtiges Vorbild antrat, als er beschloss, denselben Stoff erneut zum Gegenstand einer komischen Oper zu machen. Und doch gelang ihm 34 Jahre nach Paisiellos Triumph die vielleicht witzigste und temporeichste Opera buffa der Operngeschichte. „Es war ganz Rossinische Weise, wie sie sich im BARBIER VON SEVILLA am lieblichsten offenbart. Die Verächter italienischer Musik, die auch dieser Gattung den Stab brechen, werden einst in der Hölle ihrer wohlverdienten Strafe nicht entgehen, und sind vielleicht verdammt, die lange Ewigkeit hindurch nichts anderes zu hören als Fugen von Sebastian Bach.“ (Heinrich Heine)


Kategorie: Oper

„Da es sich beim Jazz um eine der faszinierendsten Sprachen handelt, liegt es nahe, ihn mit Text und Poesie zu verbinden.“ Die BigBand der Deutschen Oper Berlin präsentiert in ihrer Jazz-Reihe „Jazz & Lyrics“ in der Tischlerei fünf thematische Jazz-Konzerte mit Mitgliedern der BigBand und Gästen in kleineren Formationen. Die Konzerte widmen sich einem bestimmten Thema oder einem bestimmten Komponisten und fusionieren Musik mit Lyrik. Texte, Biografisches und Poesie sowie Hintergrund-Informationen zum jeweiligen Thema machen diese Konzerte zu einem besonderen Erlebnis. Das künstlerische Programm stellen Rüdiger Ruppert und Sebastian Krol zusammen.


Kategorie: Klassik

„Champagner hat’s verschuldet, tralalalala“ – darauf einigen sich nach einer durchzechten Nacht voller Verwechslungen und erotischer Ausrutscher am Ende die Protagonisten in Johann Strauß’ FLEDERMAUS. Schuld ist aber nicht nur der Alkohol, sondern Verwirrung stiftet vor allem die Intrige des gedemütigten Dr. Falke, der einst in einem Fledermauskostüm dem Spott der Kleinstadtgesellschaft ausgesetzt war und jetzt seine Chance nutzt, um sich an seinem ‚guten Freund‘, dem Lebemann Gabriel von Eisenstein, zu rächen. Und so werden die Kammerzofe als Schauspielerin, die Gattin als ungarische Gräfin und Eisenstein selbst als französischer Marquis maskiert und auf den Ball des Prinzen Orlofsky geschickt. Dass darauf nur Katzenjammer am frühen Morgen im Gefängnis folgt, liegt dann auch weniger am Champagner als in der Natur der Dinge. Johann Strauß gelang mit seiner FLEDERMAUS der Prototyp der Wiener Operette – walzergeschwängert, polkabesessen und dabei voller bitterböser Ironie. Inspiriert von den Offenbachschen Opéras bouffes aus Paris wurde dem bürgerlichen Salonpublikum schonungslos der Spiegel vorgehalten – und mancher Zuschauer erkannte sich im abstrusen Bäumchen-wechseldich-Spiel auf der Bühne wieder. Rolando Villazón kehrt nach seinem Erfolg mit Puccinis LA RONDINE als Regisseur an die Deutsche Oper Berlin zurück und wird sich dieser Operette annehmen, die irgendwie auch an jedes Opernhaus gehört …


Kategorie: Oper

„Champagner hat’s verschuldet, tralalalala“ – darauf einigen sich nach einer durchzechten Nacht voller Verwechslungen und erotischer Ausrutscher am Ende die Protagonisten in Johann Strauß’ FLEDERMAUS. Schuld ist aber nicht nur der Alkohol, sondern Verwirrung stiftet vor allem die Intrige des gedemütigten Dr. Falke, der einst in einem Fledermauskostüm dem Spott der Kleinstadtgesellschaft ausgesetzt war und jetzt seine Chance nutzt, um sich an seinem ‚guten Freund‘, dem Lebemann Gabriel von Eisenstein, zu rächen. Und so werden die Kammerzofe als Schauspielerin, die Gattin als ungarische Gräfin und Eisenstein selbst als französischer Marquis maskiert und auf den Ball des Prinzen Orlofsky geschickt. Dass darauf nur Katzenjammer am frühen Morgen im Gefängnis folgt, liegt dann auch weniger am Champagner als in der Natur der Dinge. Johann Strauß gelang mit seiner FLEDERMAUS der Prototyp der Wiener Operette – walzergeschwängert, polkabesessen und dabei voller bitterböser Ironie. Inspiriert von den Offenbachschen Opéras bouffes aus Paris wurde dem bürgerlichen Salonpublikum schonungslos der Spiegel vorgehalten – und mancher Zuschauer erkannte sich im abstrusen Bäumchen-wechseldich-Spiel auf der Bühne wieder. Rolando Villazón kehrt nach seinem Erfolg mit Puccinis LA RONDINE als Regisseur an die Deutsche Oper Berlin zurück und wird sich dieser Operette annehmen, die irgendwie auch an jedes Opernhaus gehört …


Kategorie: Oper

„Da es sich beim Jazz um eine der faszinierendsten Sprachen handelt, liegt es nahe, ihn mit Text und Poesie zu verbinden.“ Die BigBand der Deutschen Oper Berlin präsentiert in ihrer Jazz-Reihe „Jazz & Lyrics“ in der Tischlerei fünf thematische Jazz-Konzerte mit Mitgliedern der BigBand und Gästen in kleineren Formationen. Die Konzerte widmen sich einem bestimmten Thema oder einem bestimmten Komponisten und fusionieren Musik mit Lyrik. Texte, Biografisches und Poesie sowie Hintergrund-Informationen zum jeweiligen Thema machen diese Konzerte zu einem besonderen Erlebnis. Das künstlerische Programm stellen Rüdiger Ruppert und Sebastian Krol zusammen.


Kategorie: Klassik


Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:10.09.18
© Fotos der Vorstellungen: [+][-]
Les Contes d'Hoffmann(/) Jazz & Breakfast(Stephan Bögel/Stephan Bögel) Andrea Chenier(Bettina Stöß/Bettina Stöß) Babykonzert: Durch die Lüfte(2014 Marcus Lieberenz/2014 Marcus Lieberenz) Tosca(2009 Bettina Stöß/2009 Bettina Stöß) Adventssingen: Abenteuer im Advent(/) Familienführung(Bettina Stöß/Bettina Stöß) Familien-Workshop(Dorothea Tuch/Dorothea Tuch) Konzert: Edita Gruberová(/) Das Märchen von der Zauberflöte(Bettina Stöß/Bettina Stöß) La Traviata(Marcus Lieberenz/Marcus Lieberenz) Aus dem Hinterhalt: Les Contes d’Hoffmann(/) Das schlaue Füchslein(2012 Bettina Stöß/2012 Bettina Stöß) Die Fledermaus(Ruth Tromboukis/Ruth Tromboukis) Nabucco(2013 Bernd Uhlig/2013 Bernd Uhlig) Der Barbier von Sevilla(2013 Marcus Lieberenz/2013 Marcus Lieberenz) Jazz & Lyrics(Eike Walkenhorst/Eike Walkenhorst)

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