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Spielplan für August 2018

Prinz Tamino wird von einem wilden Drachen bedroht. In letzter Minute retten ihn drei geheimnisvolle Frauen, Abgesandte der Knigin der Nacht. Als der Vogelfnger Papageno auftaucht und sich mit der Heldentat brstet, bestrafen sie ihn. Dem Prinzen berreichen sie ein Bild von Pamina, der Tochter der Knigin, die vom Herrscher des Sonnentempels, Sarastro, gefangen gehalten wird. Tamino verliebt sich in sie. Da erscheint die Knigin selbst und befiehlt ihm, zusammen mit Papageno Pamina zu retten. Eine Zauberflte soll ihn vor Gefahren schtzen, der widerstrebende Papageno erhlt ein magisches Glockenspiel. Von drei Knaben gefhrt, machen sich die beiden auf den Weg zu Sarastros Burg. Whrend Tamino von den Burgwchtern zweimal zurckgewiesen und beim dritten Mal darber belehrt wird, dass Sarastro nicht der grausame Despot sei, als den ihn die Knigin hingestellt hat, findet Papageno Pamina und versucht mit ihr zu fliehen. Ihren Bewacher Monostatos kann er zwar mit Hilfe des Glockenspiels in Schach halten, aber das Erscheinen Sarastros macht alle Anstrengung zunichte. Papageno, Pamina und Tamino mssen in Sarastros Tempel bleiben. Sie werden aufgefordert, sich lebensgefhrlichen Prfungen zu unterziehen. Als erstes mssen sie schweigen lernen, ein vor allem fr Papageno schwieriges Unterfangen. Als ein altes Weiblein daherkommt, hlt er es nicht mehr aus und fragt sie nach ihrem Namen. Mit einem Donnerschlag verschwindet sie wieder. Papageno trstet sich mit Speis und Trank, die den beiden auf wundersame Weise serviert werden, nur Tamino schweigt und spielt auf seiner Flte. Pamina kommt und ist verzweifelt, weil Tamino nicht mehr mit ihr spricht. Ihre Mutter hat zuvor vergeblich versucht, sie zum Mord an Sarastro zu berreden. Als sie ihrem Leben ein Ende machen will, entreien ihr die drei Knaben den Dolch und fhren sie zu Tamino. Beide durchschreiten, von der Flte geschtzt, Feuer und Wasser, und haben damit alle Prfungen bestanden. Unterdessen wnscht Papageno in seiner Einsamkeit das alte Weib wieder herbei und verspricht ihr, solange sich nichts Besseres findet, sie zur Frau zu nehmen. Da verwandelt sie sich pltzlich in ein junges, hbsches Mdchen, aber die Zeit ist noch nicht gekommen, sie wird ihm wieder entrissen. Vor Verzweiflung will er sich das Leben nehmen, doch die drei Knaben erinnern ihn an das Glockenspiel. Sein Klang ruft Papagena herbei, und beide trumen von einer glcklichen Zukunft. Auch das andere Paar ist glcklich: Tamino und Pamina werden in die Gemeinschaft der Eingeweihten aufgenommen und verherrlichen die Ideale von Natur, Weisheit, Vernunft. Nur die Knigin der Nacht nimmt ein bses Ende: Als sie versucht, mit ihrem Gefolge in den Tempel einzudringen, wird sie von den Mchten der Finsternis verschlungen. Mozarts ZAUBERFLTE, die meistgespielte Oper im deutschen Sprachraum, das vielschichtige Meisterwerk in der ungewhnlichen Mischung aus Wiener Volkstheater und Freimaurermysterium, Mrchen und Mythen, gibt uns bis heute Rtsel auf: Haben Mozart und sein Textdichter Schikaneder mitten im Werk die Fronten gewechselt zwischen der Knigin der Nacht und Sarastro? Ist nicht Misstrauen angezeigt gegenber der allzu heilen Priesterwelt und ihrer Ideologie, die die Welt einteilt in Gut und Bse? Gibt es nicht sogar Spuren einer Distanz zwischen Text und Musik, wie von manchen Mozart-Spezialisten vermutet wird? Gleichwohl ist es gerade die Musik, die die Widersprche der Handlung ins Welthafte erhebt. Sie denunziert ihre Figuren nicht, sondern verleiht ihren Konflikten eine existentielle Dimension. Ohne sie wrde die Oper wie ein irrationales Mrchen klingen.


Kategorie: Oper

Prinz Tamino wird von einem wilden Drachen bedroht. In letzter Minute retten ihn drei geheimnisvolle Frauen, Abgesandte der Knigin der Nacht. Als der Vogelfnger Papageno auftaucht und sich mit der Heldentat brstet, bestrafen sie ihn. Dem Prinzen berreichen sie ein Bild von Pamina, der Tochter der Knigin, die vom Herrscher des Sonnentempels, Sarastro, gefangen gehalten wird. Tamino verliebt sich in sie. Da erscheint die Knigin selbst und befiehlt ihm, zusammen mit Papageno Pamina zu retten. Eine Zauberflte soll ihn vor Gefahren schtzen, der widerstrebende Papageno erhlt ein magisches Glockenspiel. Von drei Knaben gefhrt, machen sich die beiden auf den Weg zu Sarastros Burg. Whrend Tamino von den Burgwchtern zweimal zurckgewiesen und beim dritten Mal darber belehrt wird, dass Sarastro nicht der grausame Despot sei, als den ihn die Knigin hingestellt hat, findet Papageno Pamina und versucht mit ihr zu fliehen. Ihren Bewacher Monostatos kann er zwar mit Hilfe des Glockenspiels in Schach halten, aber das Erscheinen Sarastros macht alle Anstrengung zunichte. Papageno, Pamina und Tamino mssen in Sarastros Tempel bleiben. Sie werden aufgefordert, sich lebensgefhrlichen Prfungen zu unterziehen. Als erstes mssen sie schweigen lernen, ein vor allem fr Papageno schwieriges Unterfangen. Als ein altes Weiblein daherkommt, hlt er es nicht mehr aus und fragt sie nach ihrem Namen. Mit einem Donnerschlag verschwindet sie wieder. Papageno trstet sich mit Speis und Trank, die den beiden auf wundersame Weise serviert werden, nur Tamino schweigt und spielt auf seiner Flte. Pamina kommt und ist verzweifelt, weil Tamino nicht mehr mit ihr spricht. Ihre Mutter hat zuvor vergeblich versucht, sie zum Mord an Sarastro zu berreden. Als sie ihrem Leben ein Ende machen will, entreien ihr die drei Knaben den Dolch und fhren sie zu Tamino. Beide durchschreiten, von der Flte geschtzt, Feuer und Wasser, und haben damit alle Prfungen bestanden. Unterdessen wnscht Papageno in seiner Einsamkeit das alte Weib wieder herbei und verspricht ihr, solange sich nichts Besseres findet, sie zur Frau zu nehmen. Da verwandelt sie sich pltzlich in ein junges, hbsches Mdchen, aber die Zeit ist noch nicht gekommen, sie wird ihm wieder entrissen. Vor Verzweiflung will er sich das Leben nehmen, doch die drei Knaben erinnern ihn an das Glockenspiel. Sein Klang ruft Papagena herbei, und beide trumen von einer glcklichen Zukunft. Auch das andere Paar ist glcklich: Tamino und Pamina werden in die Gemeinschaft der Eingeweihten aufgenommen und verherrlichen die Ideale von Natur, Weisheit, Vernunft. Nur die Knigin der Nacht nimmt ein bses Ende: Als sie versucht, mit ihrem Gefolge in den Tempel einzudringen, wird sie von den Mchten der Finsternis verschlungen. Mozarts ZAUBERFLTE, die meistgespielte Oper im deutschen Sprachraum, das vielschichtige Meisterwerk in der ungewhnlichen Mischung aus Wiener Volkstheater und Freimaurermysterium, Mrchen und Mythen, gibt uns bis heute Rtsel auf: Haben Mozart und sein Textdichter Schikaneder mitten im Werk die Fronten gewechselt zwischen der Knigin der Nacht und Sarastro? Ist nicht Misstrauen angezeigt gegenber der allzu heilen Priesterwelt und ihrer Ideologie, die die Welt einteilt in Gut und Bse? Gibt es nicht sogar Spuren einer Distanz zwischen Text und Musik, wie von manchen Mozart-Spezialisten vermutet wird? Gleichwohl ist es gerade die Musik, die die Widersprche der Handlung ins Welthafte erhebt. Sie denunziert ihre Figuren nicht, sondern verleiht ihren Konflikten eine existentielle Dimension. Ohne sie wrde die Oper wie ein irrationales Mrchen klingen.


Kategorie: Oper

Zum besten Illustrator unserer Zeit proklamierte die FAZ Christoph Niemann, und tatschlich haben viele der Bilderfindungen des 1970 geborenen Zeichners weltweiten Bekanntheitsgrad erreicht. Der Weg zum Ruhm verlief fr den Schwaben ber New York, wo er seit Mitte der neunziger Jahre unter anderem fr den Rolling Stone, die New York Times und den New Yorker arbeitete. Seit 2017 lebt Christoph Niemann wieder in Berlin. Seine Illustrationen sind ab 27. August in den Foyers der Deutchen Oper Berlin zu sehen.


Kategorie: Crossover

Auf einem Fest, zu dem Violetta Valery, luxuris ausgehalten von Baron Douphol, nach scheinbarer Genesung von einer schweren Krankheit eingeladen hat, begegnet sie Alfredo Germont und einer Liebe, fr die es in ihrer Welt keinen Platz gibt. Sie kehrt ihrem alten Leben den Rcken und zieht mit Alfredo aufs Land. Als Alfredos Vater von ihr verlangt, auf den Sohn zu verzichten, um die Hochzeit der jngeren Schwester nicht durch ihren schlechten Ruf zu gefhrden, gibt sie verzweifelt nach und schreibt Alfredo einen Abschiedsbrief. Auf einem Ball ihrer Freundin Flora kommt es zu einem Skandal: Violetta will Alfredo glauben lassen, dass sie den Baron Douphol liebt. In seiner Eifersucht schleudert ihr Alfredo das beim Spiel gewonnene Geld vor die Fe, als Lohn fr ihre Liebesdienste. Einen Monat spter, als in Paris der Karneval tobt, liegt Violetta im Sterben. Alfredo kommt zurck sein Vater hat ihm die Wahrheit ber Violettas Trennungsgrund gesagt. Violetta verzeiht, gibt Alfredo frei und stirbt. Stoffvorlage fr Verdis einzige Oper, die in der brgerlichen Lebenswelt von Paris um 1847 spielt, war der viel beachtete Roman La dame aux camlias von Alexandre Dumas dem Jngeren, der das Schicksal der am 3. Februar 1847 im Alter von 23 Jahren an Tuberkulose verstorbenen Edelkurtisane Marie Duplessis zum Thema einer kritischen Studie ber die Pariser Halbwelt gemacht hat. Whrend in Dumas Schauspiel die Hauptfiguren in einem dichten Beziehungsgeflecht agieren, verzichteten Verdi und sein Librettist Francesco Maria Piave auf alles, was nicht unmittelbar mit dem Konflikt zwischen Violetta, Alfredo und dem Vater Giorgio Germont zu tun hat. Das ganz auf innere Bewegungen verlagerte Drama konzentriert sich auf die drei Stadien, die Violetta Valery durchlebt: Liebe, Verzicht und Tod. Gtz Friedrich hat der Tragdie die Atmosphre eines Requiems verliehen, indem er die Leidensgeschichte der Violetta als Rckblende erzhlt. Schon whrend des Vorspiels sieht man Violetta auf der kargen Bhne, die einem monumentalen Grabmahl gleicht, auf ihrem weien Sterbebett liegen. Zu Beginn ihres Festes erhebt sie sich vom Bett, das flugs in eine Salonliege umfunktioniert wird, stlpt sich ein Ballkleid ber und durch die pltzlich aufbrechenden Tren tnzelt die vergngungsschtige Pariser Halbwelt herein. Erzhlt wird die Geschichte ganz ohne Sentimentalitt, ohne jeden Anflug von trivialer Direktheit. Konsequent wird das innere Bild des Dramas aufgerollt und die Untergangs- und Todesstimmung des Werkes zum Tragen gebracht.


Kategorie: Oper

Die Geschichte ist turbulent: Ein alter Griesgram will sein Mndel heiraten, um an dessen betrchtliches Erbe zu gelangen, und trifft dabei jede erdenkliche Vorkehrung, um der hbschen Rosina den Weg in die Auenwelt und damit zu mglichen jungen Liebhabern zu versperren. Doch lngst hat der Graf Almaviva seine Liebe zu ihr entdeckt. Mit Hilfe des umtriebigen Barbiers Figaro will er dem Alten ein Schnippchen schlagen, Rosina fr sich gewinnen und berdies noch sicherstellen, dass nicht sein Titel oder Reichtum, sondern allein die Liebe die junge Frau in seine Arme fhrt. Keine leichte Aufgabe fr Figaro, denn auch die Gegner scheuen keine Mhe Am Ende siegt die Liebe, und es stellt sich heraus, dass alle Vorsicht nutzlos war! Dass diese Geschichte viel Potential zur Komik mit sich bringt, ist vllig klar. Aber am komischsten ist die Musik so Regisseurin Katharina Thalbach. Von der Artistik und dem Tempo Rossinis war ich wie vom Donner gerhrt. ... Bei den Proben merke ich immer wieder, wie mir die Musik in die Beine fhrt und ich unwillkrlich mittanze. Das flirrt, prickelt und macht einfach Spa. Und dieses Lebensgefhl soll bei unserer Produktion mglichst auch so rberkommen. Im farbenfrohen Ambiente eines sdlndischen Badeortes entfaltet Thalbach ein turbulentes Panoptikum um den umtriebigen Figaro, dessen Erfindungsreichtum am Ende alle Hindernisse berwindet. Pierre Augustin Caron de Beaumarchais (1732 1799) erfand die Figur des ebenso intriganten wie gewitzten Barbiers und widmete ihm eine ganze Komdien-Trilogie, von denen vor allem die ersten beiden Teile LE BARBIER DE SEVILLE OU LA PRECAUTION INUTILE (1775) und LA FOLLE JOURNEE OU LE MARIAGE DE FIGARO (1778) weltberhmt wurden. Der dritte Teil, LAUTRE TARTUFFE OU LA MERE COUPABLE, der 1792 erschien, trat hinter den Erfolg ihrer Vorgnger, vielleicht bedingt durch die Wirren der Franzsischen Revolution, eher zurck. Obwohl das revolutionre Potenzial vor allem des zweiten Teils der Komdie in der genialen Vertonung Mozarts DIE HOCHZEIT DES FIGARO am deutlichsten sprbar wird, besitzt auch der Barbier des ersten Teils viel respektloses Temperament, das ihn zur Hauptfigur einer komischen Oper geradezu prdestiniert. Giovanni Paisiello hatte 1782 mit seiner Vertonung des BARBIERE einen durchschlagenden Erfolg, so dass Rossini gegen ein scheinbar bermchtiges Vorbild antrat, als er beschloss, denselben Stoff erneut zum Gegenstand einer komischen Oper zu machen. Und doch gelang ihm 34 Jahre nach Paisiellos Triumph die vielleicht witzigste und temporeichste Opera buffa der Operngeschichte. Es war ganz Rossinische Weise, wie sie sich im BARBIER VON SEVILLA am lieblichsten offenbart. Die Verchter italienischer Musik, die auch dieser Gattung den Stab brechen, werden einst in der Hlle ihrer wohlverdienten Strafe nicht entgehen, und sind vielleicht verdammt, die lange Ewigkeit hindurch nichts anderes zu hren als Fugen von Sebastian Bach. (Heinrich Heine)


Kategorie: Oper


Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:01.07.18
© Fotos der Vorstellungen: [+][-]
Die Zauberflte(2008 Bettina St / stage picture/2008 Bettina St / stage picture) Vernissage mit Christoph Niemann(/) La Traviata(Marcus Lieberenz/Marcus Lieberenz) Der Barbier von Sevilla(2013 Marcus Lieberenz/2013 Marcus Lieberenz)

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