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Spielplan für April 2019

With Erik Bordeleau With the advent of blockchain or distributed ledger technologies, more and more people are experimenting with new logics and protocols of self-organization, embracing and inventing different networked-based, p2p models of governance and value production along the way. Are we moving toward what Lovink and Rossiter have dubbed "organized networks" or "networks with consequences"? What are the different techno-social components defining these emerging distributed autonomous organisations (DAO) and other new organizational forms? How can cryptographically enabled distributed economic-organizational systems - aka economic spaces - allow for the building of radically different modes of collective individuation? This seminar will adopt a practice-based approach. Each session will introduce and discuss some blockchain-based initiatives oriented toward the creation of crypto-scalable commons. We will explore different ways of experimenting with programmable assemblages of smart contracts, semi-automated governance mechanisms, crypto-economics incentives and protocols for interaction designed to facilitate the fruitful alignment of interests and purposes and establish the basis of durable collaborations. The participants to the seminar will thus familiarize themselves with different challenges and issues regarding token logic design and the building of nomadic, anti-fragile socio-technical infrastructures for the coming economy. Registration required. The three-part seminar with Erik Bordeleau is open to all interested parties, regardless of age, occupation or level of education. Due to limited capacity, however, we ask that you submit a short letter about you yourself and your interest in the seminar by March 28th to schoolofdisobedience@protonmail.com. You will then receive additional information directly. Erik Bordeleau is a fugitive financial planner at the Economic Space Agency (ECSA) and researcher at the SenseLab (Montreal, Concordia University). His work articulates at the intersection of political philosophy, financial theory, contemporary art and media studies. He is currently working on the creation of an MA program in cryptoeconomics at the Global Center for Advanced Studies (GCAS) and enjoy, from time to time, the discreet charm of the precariat.


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Buchpremiere Moderation: Dilek Güngör, deutsche Lesung: Irene Baumann Eines Morgens wachst du auf und fragst dich, ob dieses Land, in dem du dich immer zuhause gefühlt hast, in dem du brav zur Wahl gehst und das du – trotz aller Kritik! – deine Heimat nennst, noch dein Land ist. Dieser Morgen kann der Morgen nach dem Putsch in der Türkei sein, nach der Brexit-Entscheidung oder einer europäischen Wahl, die Rechtspopulisten neue Rekordwerte eingebracht hat: Populismus ist zur globalen Krankheit geworden. Anstatt in politische Schockstarre zu verfallen, nach dem Bösen in der Natur des Menschen zu fragen oder sich ins innere Exil zu begeben, müssen wir, so Ece Temelkurans dringender Appell, der Gefahr ins Auge sehen. Selbst wenn Trump oder Erdogan heute von der politischen Bühne abträten, sind ihre Wähler eine bleibende Realität: Populismus verschwindet nicht mit ein paar megalomanen Führungsfiguren. In der Türkei hat Temelkuran erlebt, wie sich Bürger binnen kürzester Zeit in willfährige Marionetten verwandelt haben. Wir dürfen uns nicht auf die lokalen Ursachen beschränken, so die Autorin. Um dem populistischen Zeitgeist entgegenzutreten und die Demokratie zu verteidigen, braucht es eine internationale Debatte, in die sich jede(r) einbringen sollte. Ece Temelkuran, geboren 1973 in Izmir, ist Juristin, Schriftstellerin und Journalistin. Aufgrund ihrer oppositionellen Haltung und Kritik an der Regierungspartei verlor sie ihre Stelle bei einer der großen türkischen Tageszeitungen. Ihr Roman Was nützt mir die Revolution, wenn ich nicht tanzen kann wurde in zweiundzwanzig Sprachen übersetzt und erschien 2014 im Atlantik Verlag. Bei Hoffmann und Campe erschien zuletzt das Sachbuch Euphorie und Wehmut. Die Türkei auf der Suche nach sich selbst (2015) und der Roman Stumme Schwäne (2017).


Kategorie: Lesung

Nate Young ist ein Musiker aus Detroit, der seit über zwanzig Jahren mit experimentellem elektronischen Sound arbeitet. 1998 gründete Young die legendäre Band Wolf Eyes. Dort erschafft der Geräuschearchitekt gespenstische, heimgesuchten Szenen, animiert von den surrealen Klängen selbstgemachter Instrumente. John R. Spykes: Was ist von diesem wesentlichen Puzzleteil der Eyes zu erwarten? Der verwirrende Klang des düsteren Mittelwestens. Rhythmen, bei denen Katastrophen durch langsame Live-Audiobewegung entstehen. Selten hat man ihn bisher live gesehen, nun die Möglichkeit eines sehr ungewöhnlichen Einblicks in das Zusammentreffen von verfaulten Blechbläsern, elektronischen Soundgewändern und, ja, tiefgreifenden Gedanken über Soul. Die Golden Pudel Club-Resident und V I S-Mitbegründerin Nina bietet eine monolithische, hypnotische und physische Mischung von Kompositionen aus Drone, Ambient und modernen Tracks.


Kategorie: Konzert

B & M sind zwei junge schöne Männer, die sich sehr gerne haben. Die Welt haben sie zwar längst vergessen, gelegentlich werden sie in die nun schon pervers langanhaltende Blutfehde zwischen den Montecchis und Cappallettis mit reingezogen. Wenn der Himmel über deinem Himmel einzustürzen droht, ist der einzige Zufluchtsort dein Baby. Denn Menschen können auch Orte sein, findet Benvolio. Ich bin eine Slut und Sluts machen slutty Sachen, aber ich liebe Dich, no Homo. Du bist der schönste Mann der Welt, sagt M und weint vor Rührung. Seine Tränen laufen an Benvolios Händen runter, dann an seinen Armen herunter und schließlich in seine Achselhöhle. B & M küssen sich, mit offenen Augen. Sie drücken sich, mit offenen Augen. Als sie einander in der würgegriffigen Umarmung über die Schultern gucken, kriegen sie trotzdem Angst. Denn beide werden von kleinen Flöckchen abbröckelnden Himmels bedeckt, welcher schmilzt und durch die Haut tief in sie hineinsickert. Bald stehen sie knietief im schlammigem Himmel. Premiere war am 07.02.2019. Besetzung Mit: Leander Dörr, Ben Engelgeer, Elias Geißler, Milan Herms, Emil Heusinger, Luis Huayna, Annh Kiet Le, Luis Krummenacher, Finn Michelis, Pepe Röpnack, Caspar Unterweger, Julian Winterstein Text und Regie: [Zelal Yesilyurt](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/1648/) Bühne: Fanni Rau Kostüm: Selma Schulte-Frohlinde, Zelal Yesilyurt Maske: Zelal Yesilyurt Dramaturgie: Charlotte Brandhorst Live-Kamera: Isi Thiele, Nimo Wöginger Video-Schnitt: Gabi Bertin, Vanessa Unzalu Troya Videoeinspieler: Lilli Naß Technische Leitung: Leander Hagen P14-Leitung: Vanessa Unzalu Troya


Kategorie: Schauspiel

Eine besondere Doppelprojektion des letzten Godard-Meisterwerks Le livre d'image in seiner internationalen Fassung (Originalsprache mit englischen Untertiteln) sowie Avant-Premiere von Bildbuch, der neuen deutschen Version, die vom Filmemacher selbst realisiert wurde und eingesprochen wurde. Zwischen den beiden Screenings wird ein Aperitif von der Schweizerischen Botschaft in Berlin angeboten. Einführung von Sina Najafi Schweiz 2018, 85 Min., franz. OmU-Fassung und deutsche Fassung, DCP, Farbe, Dolby Surround 7.1. Regie: Jean-Luc Godard, Kamera: Fabrice Aragno, Schnitt: Jean-Luc Godard, Fabrice Aragno, Produzenten: Fabrice Aragno, Mitra Farahani, Originalmusik: Editions ECM Erinnerst du dich noch daran, wie wir vor langer Zeit unsere Gedanken trainiert haben? Meistens gingen wir von einem Traum aus... Wir fragten uns, wie in völliger Dunkelheit Farben von solcher Intensität in uns entstehen konnten. Mit leiser, leiser Stimme, die große Dinge sagt, überraschend, tief und präzise. Bild und Worte. Wie ein schlechter Traum, geschrieben in einer stürmischen Nacht. Unter westlichen Augen. Die verlorenen Paradiese. Der Krieg ist da. Jean-Luc Godard setzt mit seinem neuesten Film sein sich alle Freiheiten nehmendes Spätwerk fort. Ein rauschhafter Gedankenfluss, eine assoziative Collage in fünf Kapiteln. Die Sehnsucht nach Freiheit. Die Abgründe der Menschheit. Die Schönheit des Kinos. Zeit und Geschichte, gedehnt und verdichtet. In Zusammenarbeit mit Grand Film, der Schweizerischen Botschaft Berlin und dem Institut français Berlin. "Eine halluzinogene Collage. Eine Symphonie, die wie ein Handstreich daherkommt." (Die Zeit) "Ein Jahrhundertwerk." (Bert Rebhandl, Cargo) "Die erste Überraschung lautet, wie gegenwärtig dieser Film des 87-Jährigen ist. Voll Zorn darüber, dass die Menschheit Trost in falschen Heilsversprechungen sucht und davorsteht, die Demokratie an die 'Idioten an der Macht' zu verraten." (Dominik Kamalzadeh, Der Standard) "Godard erfindet das Kino, dessen Ende er schon in den sechziger Jahren prophezeit hat, noch einmal neu, aus der Geschichte des Films und der Gegenwart der Welt heraus. Er nutzt die digitale Technik in zuvor nicht gesehener Weise, schafft ein flirrendes und irritierendes Werk, das lange nachwirkt." (Susanne Ostwald, NZZ) [Teaser](https://vimeo.com/319431054) Sina Najafi ist Chefredakteur des Cabinet Magazine, eines vierteljährlichen Kunst- und Kulturmagazins mit Sitz in Brooklyn und Berlin. Najafi kuratierte oder co-kuratierte eine Reihe von Ausstellungen, darunter Philosophical Toys (apexart, 2005), Odd Lots: Revisiting Gordon Matta-Clark’s Fake Estates (White Columns and Queens Museum of Art, 2005), The Museum of Projective Personality Testing (Manifesta, 2008), The Bubble (Canadian Center for Architecture, 2009), and School of Death (Family Business, 2013). Er studierte Vergleichende Literaturwissenschaft in Princeton, Columbia und an der New York University.


Kategorie: Film/Video

Mit: Prof. Dr. Brigitte Emmersdorfer und Hendrik van den Grachten Zu Gast: Dietrich Brüggemann Die Musiksoziologin Prof. Dr. Brigitte Emmersdorfer (Wien) und den Publizisten und Gastgeber diverser Gesprächsformate Hendrik van den Grachten (Amsterdam) eint die langjährige und stete Suche nach der Offenbarwerdung des Fetischcharakters in der Musik, verbunden mit ihren jeweiligen Dechiffrierungsmöglichkeiten und Formen des Erlebbarmachens. Sind Trauma und Spiritualität konventionelle Wegbereiter der Moderne? In zahlreichen Symposien gingen sie bereits in den 90ern der Frage nach, ob und unter welchen Umständen wir der Intentionslosigkeit zum Opfer fallen. Unter dem Blickwinkel des von Adorno geprägten Begriffs der Dialektik der Einsamkeit untersuchen van den Grachten und Emmersdorfer auf gewohnt gut vorbereitete Weise Taktiken des Verharmlosens aktueller Künstler des popkulturellen Bereichs, um nicht zuletzt den ein oder anderen Verweis auf bereits und zwar längst existierende gehaltvollere Werke der Klassik darbieten zu können, so auch an diesem Abend mit dem Regisseur und Musiker Dietrich Brüggemann. Prof. Dr. Brigitte Emmersdorfer wurde 1975 in Vöcklabruck geboren und wuchs in Sewliewo (Bulgarien) auf. Studium der Barockflöte in Oslo, später Studium der Musikwissenschaft und Humanbiologie in Wien. Professorin für Musiksoziologie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Hendrik van den Grachten, geboren in Heerenveen, aufgewachsen in Leeuwarden (beides Niederlande). Musikethnologie-Studium an der Rijksuniversiteit Groningen, Promotion in Tangerang (Indonesien). Diverse veröffentlichte Publikationen zur Publizistik im öffentlichen Medienapparat.


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18:00 Getränke an der Bar 19:00 Screening von Adam Sochs Reza Abdoh: Theatre Visionary 20:30 Diskussion zwischen Adam Soch und Cathrin Mayer, Kuratorin an den KW Institute for Contemporary Art 21:00 Screening von Reza Abdohs The Blind Owl Sie sind herzlich dazu eingeladen, am kompletten Abendprogramm oder nur an einzelnen Programmpunkten teilzunehmen. Der Abend erörtert filmische Ansätze in der Arbeit von Reza Abdoh im Rahmen des laufenden Programms seiner aktuellen Einzelausstellung in den KW Institute for Contemporary Art. Der Dokumentarfilm Reza Abdoh: Theatre Visionary (2015) des langjährigen Videokollegen und Archivars Adam Soch, präsentiert ein anschauliches Porträt des Theaterdirektors anhand von Videomaterial und Interviews von ehemaligen Mitgliedern seines dar a luz -Theater-Ensembles. Anschließend wird Abdohs ikonischer Film The Blind Owl (1992) gezeigt, der die charakteristische Bildsprache unterstreicht, die seine Theaterstücke prägte. Adam Soch floh 1980 aus dem kommunistischen Osteuropa, um sich in den Vereinigten Staaten auf die Suche nach kreativer Freiheit zu begeben. Prägend war die Zusammenarbeit mit Reza Abdoh, Adam Soch entwarf Projektionen für Abdohs Theaterstücke The Hip-Hop Waltz of Eurydice, Bogeyman, The Law of Remains, Tight Right White, and Quotations from a Ruined City. Er produzierte auch The Blind Owl, den ersten und einzigen Spielfilm von Reza Abdoh. Das Los Angeles Museum of Contemporary Art hat Bilder seiner Arbeit in ihre Studiensammlung aufgenommen. Adam Soch ist einer der vier Gründer des Classic Arts Showcase des ARTS Channel, einer rund um die Uhr landesweit ausgestrahlten Fernsehsendung, die die klassischen Künste der Musik, des Balletts, der Oper, des Theaters, des Dokumentarfilms und des Tanzes umfasst. Die Zusammenarbeit zwischen Volksbühne und den KW Institute for Contemporary Art findet anlässlich Reza Abdohs dortiger Solo-Ausstellung statt. Der iranische Theatermacher Reza Abdoh (1963–1995) war für seine groß angelegten, experimentellen, konfrontativen und oft schockierenden Theaterproduktionen bekannt. Seine ästhetische Formsprache war unerbittlich, rücksichtslos erfinderisch und mannigfach inspiriert – von der Geschichte des avantgardistischen Theaters, Märchen, BDSM, Talkshows, Raves und Videokunst. In seinem mehr als zwölf Jahre umfassenden Schaffen brach Abdoh mit sämtlichen Parametern des Theaters und brachte seine Schauspieler und das Publikum oft an ihre Grenzen. Abdohs halluzinatorische Traumlandschaften waren eindringlich, seine Inszenierungen adressierten sprachgewaltig die bitteren politischen Realitäten seiner Zeit – vom staatlich sanktionierten Rassismus über die Weigerung der Reagan-Regierung, sich der AIDS-Krise anzunehmen, bis hin zu den kriegerischen Auseinandersetzungen der Vereinigten Staaten. Als Abdoh 1995 im Alter von nur 32 Jahren an AIDS verstarb, galt er bereits als eine der bedeutendsten Figuren des amerikanischen Avantgarde-Theaters. Kurz vor seinem Tod verfügte er, dass seine Stücke nicht neu aufgeführt werden dürfen. Hinterlassenschaften seiner Arbeit sind bis heute auf alten Videokassetten zu finden, die noch immer als Inspirationsquelle unter experimentellen Theaterensembles zirkulieren und die als Grundlage für die Ausstellung in den KW Institute for Contemporary Art dienen. Kurator*innen: Bidoun (Negar Azimi, Tiffany Malakooti, Babak Radboy) und Krist Gruijthuijsen. Fotos: Filmstills, The Blind Owl, Reza Abdoh, 1992 [logo kw 100]


Kategorie: Film/Video

Mit sieben Tänzer*innen, drei Schauspieler*innen und drei Musiker*innen erarbeiten Constanza Macras und ihr Ensemble DorkyPark ein Stück, das sich unter dem Titel Der Palast mit der Stadt Berlin beschäftigt, die als „Global City“ (Saskia Sassen) besonders von den radikalen Veränderungen der Globalisierung betroffen ist. Die Entwicklung der Mitte Berlins seit dem Mauerfall ist allseits bekannt: Leerstehende, zerrüttete Altbauten wurden von einer jungen Generation besetzt und bespielt. In den Folgejahren wurde Lebensraum knapp, die Wohn- und Lebenskosten stiegen massiv an, die einstigen Pioniere und ihre Nachfolger*innen wurden aus ihren Vierteln verdrängt. Was macht das mit der Kultur, wenn Viertel sich verändern, Geschäfte schließen und Menschen zwangsgeräumt werden? Der Palast setzt sich mit dieser Problematik auseinander, indem es einerseits die Architektur in Berlins Mitte thematisiert, andererseits Geschichte, Gegenwart und Zukunftsvorstellungen der Stadt und ihrer Bewohner*innen behandelt. Ausgangspunkt sind Bilder des preisgekrönten englischen Fotografen Tom Hunter, der als Visual Artist der Produktion im Februar u.a. in Berlin-Weißensee, Rummelsburg, Kreuzberg und in der Volksbühne fotografiert hat. Bekannt geworden ist Tom Hunter mit Porträts, die gesellschaftliche Themen im Stil der Alten Meister inszenieren. So hat er sich in seiner Serie „Persons Unknown“ intensiv mit der britischen Hausbesetzer*innen-Szene auseinandergesetzt, indem er die von Zwangsräumungen betroffenen Menschen ins Bild gesetzt hat. Seine Berliner Fotografien treffen in Der Palast auf eine ausufernde Bühnenbild-Architektur, die das globalisierte Format der Reality-TV-Shows mit Juroren und konkurrierenden Teilnehmer*innen widerspiegelt. In diesem Spannungsverhältnis möchte Der Palast neue Narrative zwischen Fiktion und Realität entwickeln. Der Soundtrack stammt von Robert Lippok und einer Live-Band. Besetzung Von und mit: Adaya Berkovich, Emil Bordás, Chia-Ying Chiang, Fernanda Farah, Yuya Fujinami, Luc Guiol, Ronni Maciel, Thulani Lord Mgidi, Anne Ratte-Polle, Miki Shoji Musiker*innen: Santiago Blaum, Kristina Lösche-Löwensen, Jacob Thein Regie und Choreografie: Constanza Macras Visual Artist: Tom Hunter Komposition: Robert Lippok Bühne: Alissa Kolbusch Kostüme: Roman Handt Lichtdesign: Sergio de Carvalho Pessanha Ton: Stephan Wöhrmann Dramaturgie: Carmen Mehnert Produktionsmanagement: Alisa Golomzina, Xiao Yu, Keiko Tominaga Regieassistenz: Helena Casas Eine Produktion von Constanza Macras | DorkyPark in Koproduktion mit der Volksbühne Berlin. Constanza Macras | DorkyPark wird gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.


Kategorie: Tanz

B & M sind zwei junge schöne Männer, die sich sehr gerne haben. Die Welt haben sie zwar längst vergessen, gelegentlich werden sie in die nun schon pervers langanhaltende Blutfehde zwischen den Montecchis und Cappallettis mit reingezogen. Wenn der Himmel über deinem Himmel einzustürzen droht, ist der einzige Zufluchtsort dein Baby. Denn Menschen können auch Orte sein, findet Benvolio. Ich bin eine Slut und Sluts machen slutty Sachen, aber ich liebe Dich, no Homo. Du bist der schönste Mann der Welt, sagt M und weint vor Rührung. Seine Tränen laufen an Benvolios Händen runter, dann an seinen Armen herunter und schließlich in seine Achselhöhle. B & M küssen sich, mit offenen Augen. Sie drücken sich, mit offenen Augen. Als sie einander in der würgegriffigen Umarmung über die Schultern gucken, kriegen sie trotzdem Angst. Denn beide werden von kleinen Flöckchen abbröckelnden Himmels bedeckt, welcher schmilzt und durch die Haut tief in sie hineinsickert. Bald stehen sie knietief im schlammigem Himmel. Premiere war am 07.02.2019. Besetzung Mit: Leander Dörr, Ben Engelgeer, Elias Geißler, Milan Herms, Emil Heusinger, Luis Huayna, Annh Kiet Le, Luis Krummenacher, Finn Michelis, Pepe Röpnack, Caspar Unterweger, Julian Winterstein Text und Regie: [Zelal Yesilyurt](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/1648/) Bühne: Fanni Rau Kostüm: Selma Schulte-Frohlinde, Zelal Yesilyurt Maske: Zelal Yesilyurt Dramaturgie: Charlotte Brandhorst Live-Kamera: Isi Thiele, Nimo Wöginger Video-Schnitt: Gabi Bertin, Vanessa Unzalu Troya Videoeinspieler: Lilli Naß Technische Leitung: Leander Hagen P14-Leitung: Vanessa Unzalu Troya


Kategorie: Schauspiel

Dorothy Parker war eine vielschichtige Frau: Dichterin, Geliebte, Werbetexterin und Oscar-Nominee. Ihr lyrisches Werk ist witzig und lakonisch, mal zart, mal hart. Niemand hat so seufzend, so verlachend über die Liebe und das Rangeln zwischen den Geschlechtern geschrieben wie Dorothy Parker und dabei Karikaturen und fein linierte Portraits der Boulevardlöwen und -löwinnen ihrer Zeit hinterlassen. Ein New York der 20er Jahre ohne diese Ikone ist undenkbar. Aus der Fülle von Parkers Spott-, Humor- und Liebesgedichten für Kollegen, Hunde und Männer haben Gomringer & Scholz, die in den letzten Jahren mit ihrer CD PENG PENG PENG für Furore gesorgt haben, erstaunliche Songs geschaffen. Melodiös und rhythmisch, witzig und eigen weicht das Duo jenes Schwarzweiß alter Fotos und klingender Pianotasten auf zu Melodien, die schon lange zwischen den Zeilen stehen. Das englische Original wie auch die kongenialen Übersetzungen durch Ulrich Blumenbach (»Denn mein Herz ist frisch gebrochen«, Doerlemann 2017) werden dabei zu gleichen Teilen erklingen. Denis Scheck über Gomringer & Scholz: »Ohren auf, wenn Nora Gomringer und Philipp Scholz losfetzen! Was die Gomringer und der Scholz auf Peng Peng Peng veranstalten, hat Hand und Fuß, Herz und Hirn – tröstet, unterhält, baut auf und macht durch sublimen Witz unverschämt gute Laune.« Nora Gomringer, Jahrgang 1980, hat eine Vergangenheit in Spoken Word und eine Gegenwart im weiten Feld der Lyrik und der Rezitation. Für ihr Werk ist die Dichterin mit zahlreichen Aufenthaltsstipendien und Preisen bedacht worden, u.a. mit dem Bachmann-Preis 2015. Besonders liebt sie Formen der Zusammenarbeit mit Musikern und Filmemachern, weshalb immer mehr Lyrik von ihr auch im Netz zu finden ist. Seit 2010 leitet sie als Direktorin das staatliche Künstlerhaus Villa Concordia in Bamberg. Philipp Scholz, Jahrgang 1990, ist Jazz-Schlagzeuger und hat seinen Lebensmittelpunkt in Leipzig. Er spielt in zahlreichen Bands und Formationen, mit denen er mehrfach ausgezeichnet wurde, zuletzt gewann seine Band PLOT den Jungen Münchner Jazzpreis 2014. The composer wishes to thank the National Association for the Advancement of Colored People for authorizing the use of Dorothy Parker's work.


Kategorie: Lesung

Beeinflusst von den amerikanischen Residents und den künstlerischen Ideen des Dadaismus bildeten die 1981 gegründeten Palais Schaumburg mit ihrer avantgardistischen Tanzmusik eine Art Antithese zum ironischen Schlager der Neuen Deutschen Welle. Der unterkühlt-abstrakte Funk von Stücken wie z.B. „Wir bauen eine neue Stadt“ war eine konsequente Neuformulierung von Pop und nahm gleichzeitig die futuristischen Ideen des Nachwende-Technos vorweg, der später von Band-Mitglied Thomas Fehlmann und dem zeitweisen Schlagzeuger Moritz von Oswald geprägt wurde. Durch seine starken oftmals (künstlerisch) auseinanderstrebenden Bandmitglieder hat Palais Schaumburg eine komplizierte Bandgeschichte, die in fiktionalisierter Weise auch im gefeierten Roman des Bandmitglieds Timo Blunck „Hatten wir nicht mal Sex in den 80ern?“ nachzulesen ist. In der künstlerischen Originalbesetzung mit Holger Hiller, Thomas Fehlmann, Timo Blunck und Ralf Hertwig spielt die Band, die Live nichts an ihrer Dringlichkeit und künstlerischen Aktualität eingebüßt hat, das erste Berlin-Konzert seit 2013.


Kategorie: Konzert

B & M sind zwei junge schöne Männer, die sich sehr gerne haben. Die Welt haben sie zwar längst vergessen, gelegentlich werden sie in die nun schon pervers langanhaltende Blutfehde zwischen den Montecchis und Cappallettis mit reingezogen. Wenn der Himmel über deinem Himmel einzustürzen droht, ist der einzige Zufluchtsort dein Baby. Denn Menschen können auch Orte sein, findet Benvolio. Ich bin eine Slut und Sluts machen slutty Sachen, aber ich liebe Dich, no Homo. Du bist der schönste Mann der Welt, sagt M und weint vor Rührung. Seine Tränen laufen an Benvolios Händen runter, dann an seinen Armen herunter und schließlich in seine Achselhöhle. B & M küssen sich, mit offenen Augen. Sie drücken sich, mit offenen Augen. Als sie einander in der würgegriffigen Umarmung über die Schultern gucken, kriegen sie trotzdem Angst. Denn beide werden von kleinen Flöckchen abbröckelnden Himmels bedeckt, welcher schmilzt und durch die Haut tief in sie hineinsickert. Bald stehen sie knietief im schlammigem Himmel. Premiere war am 07.02.2019. Besetzung Mit: Leander Dörr, Ben Engelgeer, Elias Geißler, Milan Herms, Emil Heusinger, Luis Huayna, Annh Kiet Le, Luis Krummenacher, Finn Michelis, Pepe Röpnack, Caspar Unterweger, Julian Winterstein Text und Regie: [Zelal Yesilyurt](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/1648/) Bühne: Fanni Rau Kostüm: Selma Schulte-Frohlinde, Zelal Yesilyurt Maske: Zelal Yesilyurt Dramaturgie: Charlotte Brandhorst Live-Kamera: Isi Thiele, Nimo Wöginger Video-Schnitt: Gabi Bertin, Vanessa Unzalu Troya Videoeinspieler: Lilli Naß Technische Leitung: Leander Hagen P14-Leitung: Vanessa Unzalu Troya


Kategorie: Schauspiel

Mit sieben Tänzer*innen, drei Schauspieler*innen und drei Musiker*innen erarbeiten Constanza Macras und ihr Ensemble DorkyPark ein Stück, das sich unter dem Titel Der Palast mit der Stadt Berlin beschäftigt, die als „Global City“ (Saskia Sassen) besonders von den radikalen Veränderungen der Globalisierung betroffen ist. Die Entwicklung der Mitte Berlins seit dem Mauerfall ist allseits bekannt: Leerstehende, zerrüttete Altbauten wurden von einer jungen Generation besetzt und bespielt. In den Folgejahren wurde Lebensraum knapp, die Wohn- und Lebenskosten stiegen massiv an, die einstigen Pioniere und ihre Nachfolger*innen wurden aus ihren Vierteln verdrängt. Was macht das mit der Kultur, wenn Viertel sich verändern, Geschäfte schließen und Menschen zwangsgeräumt werden? Der Palast setzt sich mit dieser Problematik auseinander, indem es einerseits die Architektur in Berlins Mitte thematisiert, andererseits Geschichte, Gegenwart und Zukunftsvorstellungen der Stadt und ihrer Bewohner*innen behandelt. Ausgangspunkt sind Bilder des preisgekrönten englischen Fotografen Tom Hunter, der als Visual Artist der Produktion im Februar u.a. in Berlin-Weißensee, Rummelsburg, Kreuzberg und in der Volksbühne fotografiert hat. Bekannt geworden ist Tom Hunter mit Porträts, die gesellschaftliche Themen im Stil der Alten Meister inszenieren. So hat er sich in seiner Serie „Persons Unknown“ intensiv mit der britischen Hausbesetzer*innen-Szene auseinandergesetzt, indem er die von Zwangsräumungen betroffenen Menschen ins Bild gesetzt hat. Seine Berliner Fotografien treffen in Der Palast auf eine ausufernde Bühnenbild-Architektur, die das globalisierte Format der Reality-TV-Shows mit Juroren und konkurrierenden Teilnehmer*innen widerspiegelt. In diesem Spannungsverhältnis möchte Der Palast neue Narrative zwischen Fiktion und Realität entwickeln. Der Soundtrack stammt von Robert Lippok und einer Live-Band. Besetzung Von und mit: Adaya Berkovich, Emil Bordás, Chia-Ying Chiang, Fernanda Farah, Yuya Fujinami, Luc Guiol, Ronni Maciel, Thulani Lord Mgidi, Anne Ratte-Polle, Miki Shoji Musiker*innen: Santiago Blaum, Kristina Lösche-Löwensen, Jacob Thein Regie und Choreografie: Constanza Macras Visual Artist: Tom Hunter Komposition: Robert Lippok Bühne: Alissa Kolbusch Kostüme: Roman Handt Lichtdesign: Sergio de Carvalho Pessanha Ton: Stephan Wöhrmann Dramaturgie: Carmen Mehnert Produktionsmanagement: Alisa Golomzina, Xiao Yu, Keiko Tominaga Regieassistenz: Helena Casas Eine Produktion von Constanza Macras | DorkyPark in Koproduktion mit der Volksbühne Berlin. Constanza Macras | DorkyPark wird gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.


Kategorie: Tanz

Chirikure Chirikure ist wieder in Berlin! Der simbabwische Musiker, Performer, Songwriter und Poet war mit seiner Musik und seinen Poesieperformances schon an rund 30 Orten in Afrika und Europa live zu sehen. Nun kommt er zum African Book Festival 2019 und präsentiert mit seinem Musiktrio seine einzigartige Mischung aus Mbira Musik und Poesie im Grünen Salon der Volksbühne. Anschließend wird mit Afropop und Soul gefeiert. DJane Pam Bam begann ihre DJ-Reise in Ghana. Seitdem teilt sie ihre Leidenschaft für gute Musik, indem sie Old School Hip Hop mit RnB, Ost- und Westküsten Beats und elektronischer Tanzmusik aus afrikanischen Metropolen wie Lagos, Accra, Luanda und Johannesburg verbindet. Veranstaltung im Rahmen des African Book Festivals 2019 in Kooperation mit InterKontinental. [logo africanbook 150]


Kategorie: Konzert

Das Ministerium für Staatssicherheit hat den Überblick verloren. Die Bohème im Prenzlauer Berg macht Kunst, der zuständige Minister versteht kein Wort und wittert Hochverrat. Er gründet die Sondereinheit LSD, in der Mitarbeiter zu Künstlern ausgebildet werden. Aus Idioten werden Künstler. Sie unterwandern die subkulturelle Szene und werden Teil der Avantgarde. Aber was, wenn die künstlerisch geschulten Mitarbeiter auf einmal aufregende Kunst machen? Was ist die Kunst denn noch wert, wenn sich herausstellt, dass alle dabei waren? Mit Haußmanns Staatssicherheitstheater gräbt Leander Haußmann den „Schrebergarten der Stasi“ um, inszeniert eine Komödie über den Verrat, die große Stunde der Dilettanten, den Wert der Kunst und die Stasi als verlängerten Arm der kleinbürgerlichen Mittelmäßigkeit. Nach Hauptmanns Einsame Menschen, Plenzdorfs Legende von Paul und Paula und Ibsens Schloss Rosmersholm kehrt Leander Haußmann mit dieser Uraufführung zurück an die Volksbühne. [logo kulturradio 150] Uraufführung war am 14.12.2018.


Kategorie: Schauspiel

Berlin-Premiere Ein irischer Filmemacher kämpft mit dem Erbe seines ihm entfremdeten Vaters - dem verstorbenen amerikanischen Dokumentarfilmer Arthur MacCaig - und dessen riesigem Archiv des jahrzehntelangen nordirländischen Konflikts. The Image You Missed basiert auf über 30 Jahren einzigartiger und nie zuvor gesehener Bildsprache und ist ein dokumentarischer Essayfilm, der die Geschichte der nordirischen Probleme mit der Geschichte der Suche eines Sohnes nach seinem Vater verbindet. Dabei schafft der Film die Begegnung zwischen zwei Filmemachern, die in unterschiedliche politische Momente hineingeboren wurden und enthüllt ihre gegensätzlichen Erfahrungen mit dem irischen Nationalismus, der Rolle der Bilder im sozialen Kampf und konkurrierenden Behauptungen von persönlicher und politischer Verantwortung. Nach der Vorführung wird sich Donal Foreman den offenen Fragen des Publikums stellen und einige unbearbeitete Teile des Archivs seines Vaters präsentieren. Moderiert vom Volksbühne-Filmkurator Giulio Bursi. [www.donalforeman.com](http://www.donalforeman.com/).


Kategorie: Film/Video

Als „feinsten Berliner Chanson Punk“ bezeichnen die drei Herren sich selbst, und was sollen wir sagen? Außer: stimmt halt. Sehr fein. Sehr berlinerisch. Sehr chansonesk. Sehr punkig. Und dabei auch noch, das vergaßen sie zu erwähnen, sehr lustig und extrem sexy. Mit Kontrabass, Gitarre und Tasten. Und diesen unvergleichlichen Stimmen! The Incredible Herrengedeck! Die Herren von der Reformbühne werden dazu mit Gedecken nicht geizen. Es gibt ja nicht so viele Gäste, die in der Lage wären, ihre Geschichten bei der Reformbühne in irgendeinem Chinesisch vorzutragen. Umso stolzer sind wir, an diesem Abend im Roten Salon einen zu präsentieren: Rupprecht Mayer ist Übersetzer aus dem Chinesischen, und außerdem noch so ziemlich alles, was man noch sein kann, wenn man ein kluger Kopf ist: Kunstgeschichtler, Galerist, Lehrbeauftragter, Dolmetscher, Buchhändler – vor allem aber, ganz klassisch: Geschichtenerzähler. Und deshalb ist er an diesem Abend bei uns zu Gast.


Kategorie: Lesung

Szenische Lesung von The Sphere (Sara De Vylder, Olle Saloranta Strandberg) und Diskussion mit Erik Bordeleau The Sphere ist eine radikal innovative peer-to-peer Community-Plattform für Selbstorganisation in den darstellenden Künsten. Bei The Sphere arbeiten Künstler*innen und Technolog*innen zusammen, um ein Gefüge von sogenannten Smart Contracts zu programmieren, die Gelder in Verbindung mit Performance-Projekte verteilen. Diese halbautomatischen Programme sind die "digitalen Seelen" von The Sphere. Ziel ist es, die Arbeitsmöglichkeiten für alle Teilnehmer*innen voranzutreiben und das Ökosystem der darstellenden Kunst sowohl materiell als auch künstlerisch zu fördern. Als kollaborative aufstrebende Infrastruktur ist The Sphere ein Appell, die traditionellen Rahmenbedingungen der kulturellen Produktion zu hinterfragen und mit ihnen zu experimentieren. Durch das Einbeziehen der Beteiligten und ihrer Beiträge in den kreativen Prozess und durch die Kreation von fairen sozio-finanziellen Anreizen, die das kollektive Verhalten positiv beeinflussen sollen, fördert The Sphere den Geist einer spekulativen Großzügigkeit. Der potentielle Erfolg einer einzelnen Performance wird somit zum Katalysator für die gesamte Gemeinschaft. Erik Bordeleau ist ein „flüchtiger“ Finanzplaner bei der Economic Space Agency (ECSA) und Forscher am SenseLab (Montreal, Concordia University). Seine Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von politischer Philosophie, Finanztheorie, zeitgenössischer Kunst und Medienwissenschaft. Derzeit arbeitet er an der Erstellung eines Master-Programms für Kryptoökonomie am Global Center for Advanced Studies (GCAS) und genießt von Zeit zu Zeit den diskreten Charme des Prekariats.


Kategorie: Diskurs

Christoph Hein gilt als der Chronist deutsch-deutscher Verhältnisse, als präziser Sezierer einer einst geteilten Nation, die noch nicht wieder richtig zusammengefunden hat. Und er ist ein grandioser Geschichtenerzähler. Bislang hat Christoph Hein Geschichten anderer erzählt, aber nun in Gegenlauschangriff, zu und an seinem 75. Geburtstag erzählt er von seinen persönlichen Erlebnissen, davon, wie der Vater eines Freundes namens Thomas Brasch diesen verraten hat. Von einem Regisseur, der Das Leben der Anderen verfilmte und dabei von Hein mehr über dieses Leben erfahren wollte. Von Zensur und Reise(un)freiheit, und schließlich davon, wie all das Geschichte wurde. Den Jüngeren gibt Hein Alles, was du brauchst – Die 20 wichtigsten Dinge im Leben an diesem Festtag mit auf den Weg: einen Freund, eine intakte Familie, ein paar Dinge wie ein Bett oder Fahrrad, sein Lieblingsgericht sollte man kochen können. Christoph Hein weiß außerdem gute Gründe, warum Entdeckungen und Erfindungen besonders wichtig sind. Und warum eine gute Geschichte, Tränen und das Verliebtsein unser Glück perfekt machen. Während Christoph Hein aus seinen neuen Büchern liest, hört Wenzel zu und überlegt, welches Lied er danach singen soll. Die Liste ist lang: Lieder nach Texten von Christoph Hein oder Lieder von Wenzel oder von Theodor Kramer? Und schließlich die Frage: mit welchem Instrument? Mit dem Flügel? Dem Akkordeon? Der Gitarre? Kurz gesagt: Lied und Text im Dialog. Foto: Heike Steinweg, Suhrkamp Verlag / frau-müller.de


Kategorie: Lesung

Ausgleich mit Teufeln. Der Überlebenskampf der syrischen Zivilgesellschaft 19:00 Begrüßung: Marion Detjen Einführung: Kristin Helberg 19:15 Panel-Diskussion mit Christin Lüttich (Moderation), Karam Alhamad, Kristin Helberg, Zeidoun Alzoubi und Ameenah Sawwan​ Danach Reaktionen und Diskussion mit dem Publikum Die Revolution in Syrien hat nicht nur versucht, das Assad-Regime loszuwerden. Sie hat auch vielfältige zivilgesellschaftliche Strukturen hervorgebracht: Schulen, Gesundheitszentren, Infrastruktur, journalistische Projekte, mit denen die Bevölkerung ihre eigene Versorgung in die Hand genommen hat. Auch im Krieg und in der Belagerung haben diese Strukturen überlebt. Doch jetzt stehen sie vor dem Aus. Seit der Westen sich zurückzieht, drohen den Graswurzel-Organisationen die letzten Mittel abhanden zu kommen. Und die Menschen, die sich noch fürs Gemeinwohl engagiert hatten, werden zwischen dem Terror des Regimes und dem Terror der islamistischen Gruppen zerrieben. Was müssen wir, was muss der Westen in dieser Situation jetzt tun? Die sterbende Zivilgesellschaft dort kann einer lebendigen Zivilgesellschaft hier nicht gleichgültig sein. Wie sieht es in den verschiedenen Regionen Syriens jetzt konkret aus? Ist ein Arrangement mit Assad überhaupt denkbar? Oder lässt sich Russland bewegen, Assad zu zwingen, wenigstens ein Minimum an Schutz für die Menschen zu gewährleisten? Eingerahmt wird der Abend von Fotos und Plakaten der Revolution.


Kategorie: Diskurs

Nach Women in Trouble und Die Selbstmord-Schwestern stellt Susanne Kennedy an der Volksbühne ihre neueste Arbeit als Uraufführung vor, Coming Society, eine installative Performance, gemeinsam konzipiert und realisiert mit dem Bildenden Künstler Markus Selg. In Coming Society wird der Versuch unternommen, die Zukunft in Form einer Gemeinschaft zu denken. Man begibt sich als Zuschauer auf eine Zeitreise, die in eine Zone führt, in der man sich frei bewegen kann. In dieser Landschaft gibt es eine Gruppe von Frauen und Männern – Heiler*innen, Gastgeber*­innen, Stalker*innen und Schaman*innen. Sie begleiten das Publikum bei diesem rite de passage und führen sie in eine Sphäre, in der sich Natur, Technologie und Spiritualität verbinden. Das Publikum wird zum Akteur, es wird Teil eines Evolutionsspiels, das die kommende Gesellschaft vorbereitet. - So you are an optimist? - Life is only going to get richer. I’m looking forward to it. - The old world is dying, and the new world struggles to be born. Gibt es eine innere Evolution des Menschen? Gibt es einen Ausblick auf Selbstentwicklung, auf eine Überschreitung des Subjekts? Nietzsche hat uns mit seiner Idee vom Übermenschen, vom Menschen als etwas, das überwunden werden soll, eine unbequeme Frage hinterlassen: Was habt ihr getan, ihn zu überwinden? Coming Society wird in Zusammenarbeit mit Suzan Boogaerdt und Bianca van der Schoot konzipiert und realisiert. Eine Koproduktion mit dem Theater Rotterdam [logo kulturradio 150]


Kategorie: Sonstiges

Lea Bertucci ist eine US-amerikanische Komponistin und Performerin, die die Beziehungen zwischen akustischen Phänomenen und biologischer Resonanz untersucht. Lea produziert mit ihrem Horn pulsierende minimalistische Muster und transzendente Drohnen, die ganz neue Räume in Wellen von Obertönen, Mikrotönen und psychoakustischen Effekten umhüllen. [Website](http://lea-bertucci.com/) Hinter Bass Clef verbirgt sich das plündernde musikalische Schaffen von Ralph Cumbers, dem Produzenten, Posaunisten, DJ und modularem Synthmanipulator. Während er heute Hackney in Großbritannien sein Zuhause nennt, hat er mit seiner wegweisenden Herangehensweise an elektronische Musik längst die irdische Atmosphäre durchbrochen. [Soundcloud](https://soundcloud.com/bassclefofficial)


Kategorie: Konzert

Nach Women in Trouble und Die Selbstmord-Schwestern stellt Susanne Kennedy an der Volksbühne ihre neueste Arbeit als Uraufführung vor, Coming Society, eine installative Performance, gemeinsam konzipiert und realisiert mit dem Bildenden Künstler Markus Selg. In Coming Society wird der Versuch unternommen, die Zukunft in Form einer Gemeinschaft zu denken. Man begibt sich als Zuschauer auf eine Zeitreise, die in eine Zone führt, in der man sich frei bewegen kann. In dieser Landschaft gibt es eine Gruppe von Frauen und Männern – Heiler*innen, Gastgeber*­innen, Stalker*innen und Schaman*innen. Sie begleiten das Publikum bei diesem rite de passage und führen sie in eine Sphäre, in der sich Natur, Technologie und Spiritualität verbinden. Das Publikum wird zum Akteur, es wird Teil eines Evolutionsspiels, das die kommende Gesellschaft vorbereitet. - So you are an optimist? - Life is only going to get richer. I’m looking forward to it. - The old world is dying, and the new world struggles to be born. Gibt es eine innere Evolution des Menschen? Gibt es einen Ausblick auf Selbstentwicklung, auf eine Überschreitung des Subjekts? Nietzsche hat uns mit seiner Idee vom Übermenschen, vom Menschen als etwas, das überwunden werden soll, eine unbequeme Frage hinterlassen: Was habt ihr getan, ihn zu überwinden? Coming Society wird in Zusammenarbeit mit Suzan Boogaerdt und Bianca van der Schoot konzipiert und realisiert. Eine Koproduktion mit dem Theater Rotterdam [logo kulturradio 150]


Kategorie: Sonstiges

Nach Women in Trouble und Die Selbstmord-Schwestern stellt Susanne Kennedy an der Volksbühne ihre neueste Arbeit als Uraufführung vor, Coming Society, eine installative Performance, gemeinsam konzipiert und realisiert mit dem Bildenden Künstler Markus Selg. In Coming Society wird der Versuch unternommen, die Zukunft in Form einer Gemeinschaft zu denken. Man begibt sich als Zuschauer auf eine Zeitreise, die in eine Zone führt, in der man sich frei bewegen kann. In dieser Landschaft gibt es eine Gruppe von Frauen und Männern – Heiler*innen, Gastgeber*­innen, Stalker*innen und Schaman*innen. Sie begleiten das Publikum bei diesem rite de passage und führen sie in eine Sphäre, in der sich Natur, Technologie und Spiritualität verbinden. Das Publikum wird zum Akteur, es wird Teil eines Evolutionsspiels, das die kommende Gesellschaft vorbereitet. - So you are an optimist? - Life is only going to get richer. I’m looking forward to it. - The old world is dying, and the new world struggles to be born. Gibt es eine innere Evolution des Menschen? Gibt es einen Ausblick auf Selbstentwicklung, auf eine Überschreitung des Subjekts? Nietzsche hat uns mit seiner Idee vom Übermenschen, vom Menschen als etwas, das überwunden werden soll, eine unbequeme Frage hinterlassen: Was habt ihr getan, ihn zu überwinden? Coming Society wird in Zusammenarbeit mit Suzan Boogaerdt und Bianca van der Schoot konzipiert und realisiert. Eine Koproduktion mit dem Theater Rotterdam [logo kulturradio 150]


Kategorie: Sonstiges

Xylouris White sind fest verwurzelt sowohl in der Vergangenheit als auch in der Zukunft. Die Band spielt ursprünglich traditionell komponierte kretische Musik. Sie besteht aus Georgios Xylouris (kretische Laouto und Gesang) und Jim White (Schlagzeug). Xylouris ist bei Kretern und Griechen im In- und Ausland bekannt und beliebt und macht seit seinem 12. Lebensjahr Musik. Jim White ist ein australischer Schlagzeuger, bekannt durch sein Mitwirken bei Dirty Three, Venom P Stinger und jetzt Xylouris White. In den letzten vier Jahren traten die beiden Männer als Xylouris White auf - der Höhepunkt von 25 Jahren musikalischer Freundschaft. Präsentiert von: [Mixing Roots Productions](http://mixingroots.net), [Listen Loud](http://listen-loud.com) www.xylouriswhite.com


Kategorie: Konzert

Nach Women in Trouble und Die Selbstmord-Schwestern stellt Susanne Kennedy an der Volksbühne ihre neueste Arbeit als Uraufführung vor, Coming Society, eine installative Performance, gemeinsam konzipiert und realisiert mit dem Bildenden Künstler Markus Selg. In Coming Society wird der Versuch unternommen, die Zukunft in Form einer Gemeinschaft zu denken. Man begibt sich als Zuschauer auf eine Zeitreise, die in eine Zone führt, in der man sich frei bewegen kann. In dieser Landschaft gibt es eine Gruppe von Frauen und Männern – Heiler*innen, Gastgeber*­innen, Stalker*innen und Schaman*innen. Sie begleiten das Publikum bei diesem rite de passage und führen sie in eine Sphäre, in der sich Natur, Technologie und Spiritualität verbinden. Das Publikum wird zum Akteur, es wird Teil eines Evolutionsspiels, das die kommende Gesellschaft vorbereitet. - So you are an optimist? - Life is only going to get richer. I’m looking forward to it. - The old world is dying, and the new world struggles to be born. Gibt es eine innere Evolution des Menschen? Gibt es einen Ausblick auf Selbstentwicklung, auf eine Überschreitung des Subjekts? Nietzsche hat uns mit seiner Idee vom Übermenschen, vom Menschen als etwas, das überwunden werden soll, eine unbequeme Frage hinterlassen: Was habt ihr getan, ihn zu überwinden? Coming Society wird in Zusammenarbeit mit Suzan Boogaerdt und Bianca van der Schoot konzipiert und realisiert. Eine Koproduktion mit dem Theater Rotterdam [logo kulturradio 150]


Kategorie: Sonstiges

In der Übersetzung von Ulrich Blumenbach Unendlicher Spaß von David Foster Wallace, 1996 in den USA erschienen, ist der Versuch, auf 1.500 Seiten die gegenwärtige Welt zu erzählen, ohne sie einer einheitlichen Deutung zu unterwerfen. „Ich will darüber schreiben“, hat Wallace sein Vorhaben charakterisiert, „wie es sich anfühlt, heute zu leben, statt davon abzulenken“. Er schreibt deshalb über Geburten und Todeskämpfe, über Schneestürme, Liebes- und Trennungsgeschichten, übertriebenen Speichelfluss, bildschöne Krankenschwestern und Vögel, die mitten im Flug einen Herzinfarkt erleiden. Wallace widmet sich seinen so tragischen wie komischen Figuren dabei mit großer Ernsthaftigkeit und einer ungeheuren Leichtigkeit zugleich. „Witze“, schreibt Wallace, „sind die Flaschenpost, mit der die Verzweifelten ihre gellendsten Hilfeschreie aussenden“. Ein Zentrum der Inszenierung bilden die drei Brüder der Familie Incandenza: Hal, Wörterbuchwunder und hochtalentierter Schüler an der Enfield Tennis Academy, sein älterer Bruder Orin, Punter beim American Football Team der Arizona Cardinals, und der körperlich schwer behinderte Mario, leidenschaftlicher Radiohörer und Filmemacher. Dazu treten Figuren wie die verschleierte Radiomoderatorin Joelle Van Dyne, Mitglied in der Liga der rüde Verunstalteten und Entstellten, und der ehemalige Dieb und medikamentensüchtige Don Gately aus dem Drogenentzugszentrum Ennet House. Wie alle Figuren stehen sie schutzlos vor ihrem Leben. Eine Produktion von Thorsten Lensing in Koproduktion mit Schauspiel Stuttgart, Schauspielhaus Zürich, Ruhrfestspiele Recklinghausen, Kampnagel Hamburg, Theater im Pumpenhaus Münster, HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, Künstlerhaus Mousonturm, Les Théâtres de la Ville de Luxembourg und SOPHIENSÆLE. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und der Stadt Münster. Besetzung Mit: Jasna Fritzi Bauer, Sebastian Blomberg, André Jung, Ursina Lardi, Heiko Pinkowski, Devid Striesow Regie und Textfassung: Thorsten Lensing Mitarbeit Regie: Benjamin Eggers-Domsky Bühne: Gordian Blumenthal und Ramun Capaul Kostüme: Anette Guther Dramaturgie: Thierry Mousset Mitarbeit Textfassung: Thierry Mousset, Dirk Pilz


Kategorie: Schauspiel

Buchpremiere Moderation: Dr. Irmtraud Gutschke Bedrohungen werden immer wieder inszeniert und genutzt, um unpopuläre Politiken durchzusetzen. Spätestens seit der Kölner Silvesternacht erklären Bundesregierung, Parlament und Massenmedien zusammen Schutzsuchende, Opfer von Krieg und Vertreibung zur Gefahr – und die Deutschen zu den zu Beschützenden. David Goeßmann zeigt in Die Erfindung der bedrohten Republik en détail, welches Kalkül hinter dem liebsten Feindbild von Politik und Massenmedien steckt und wie falsch und verantwortungslos sie handelten und handeln. Er schaut hinter die inszenierte Terrorhysterie und stellt dar, wie der Flüchtlingsschutz erodiert und welche Alternativen es zur aktuellen Abschottungsstrategie gibt. Besonders beunruhigend an Goeßmanns Untersuchung ist ihr unerwartetes Ergebnis: Der irrationale Abwehrmechanismus greift bei nahezu allen Medien und Parteien gleichermaßen und hat mit dem politischen Spektrum zu tun.


Kategorie: Lesung

Bühneninspektor i.R. Achim Busch gibt in einer ca. 90-minütigen Führung Einblicke in die Geschichte des Hauses, seine Architektur und technischen Gegebenheiten. Tickets können für 4 Euro an der Theaterkasse erworben werden.


Kategorie:

In der Übersetzung von Ulrich Blumenbach Unendlicher Spaß von David Foster Wallace, 1996 in den USA erschienen, ist der Versuch, auf 1.500 Seiten die gegenwärtige Welt zu erzählen, ohne sie einer einheitlichen Deutung zu unterwerfen. „Ich will darüber schreiben“, hat Wallace sein Vorhaben charakterisiert, „wie es sich anfühlt, heute zu leben, statt davon abzulenken“. Er schreibt deshalb über Geburten und Todeskämpfe, über Schneestürme, Liebes- und Trennungsgeschichten, übertriebenen Speichelfluss, bildschöne Krankenschwestern und Vögel, die mitten im Flug einen Herzinfarkt erleiden. Wallace widmet sich seinen so tragischen wie komischen Figuren dabei mit großer Ernsthaftigkeit und einer ungeheuren Leichtigkeit zugleich. „Witze“, schreibt Wallace, „sind die Flaschenpost, mit der die Verzweifelten ihre gellendsten Hilfeschreie aussenden“. Ein Zentrum der Inszenierung bilden die drei Brüder der Familie Incandenza: Hal, Wörterbuchwunder und hochtalentierter Schüler an der Enfield Tennis Academy, sein älterer Bruder Orin, Punter beim American Football Team der Arizona Cardinals, und der körperlich schwer behinderte Mario, leidenschaftlicher Radiohörer und Filmemacher. Dazu treten Figuren wie die verschleierte Radiomoderatorin Joelle Van Dyne, Mitglied in der Liga der rüde Verunstalteten und Entstellten, und der ehemalige Dieb und medikamentensüchtige Don Gately aus dem Drogenentzugszentrum Ennet House. Wie alle Figuren stehen sie schutzlos vor ihrem Leben. Eine Produktion von Thorsten Lensing in Koproduktion mit Schauspiel Stuttgart, Schauspielhaus Zürich, Ruhrfestspiele Recklinghausen, Kampnagel Hamburg, Theater im Pumpenhaus Münster, HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, Künstlerhaus Mousonturm, Les Théâtres de la Ville de Luxembourg und SOPHIENSÆLE. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und der Stadt Münster. Besetzung Mit: Jasna Fritzi Bauer, Sebastian Blomberg, André Jung, Ursina Lardi, Heiko Pinkowski, Devid Striesow Regie und Textfassung: Thorsten Lensing Mitarbeit Regie: Benjamin Eggers-Domsky Bühne: Gordian Blumenthal und Ramun Capaul Kostüme: Anette Guther Dramaturgie: Thierry Mousset Mitarbeit Textfassung: Thierry Mousset, Dirk Pilz


Kategorie: Schauspiel

Moderation: Victor Kümel & Chris Möller Zu Gast: Stefanie de Velasco Angelehnt an US-amerikanische Late-Night-Shows ist Kabeljau & Talk ein Format, das Tempo, Witz und den spielerischen Charakter dieser Abende auf eine literarische Veranstaltung überträgt. Zentrum des Abends ist das Manuskript einer Autorin/eines Autors, an dem sie/er aktuell arbeitet und das auf der Bühne mit zwei Expert*innen diskutiert wird. Als Expert*innen des Alltags entspringen sie der Welt der Romane, arbeiten in Nachtclubs, Flüchtlingsheimen oder der UNO und begegnen den Texten darum mit grundlegend anderen Fragen. Dieses Aufeinandertreffen in Gesprächen, Lesungen und literarisch adaptierten Game-Show-Formaten ermöglicht überraschende Perspektivwechsel auf den Roman von Morgen. In der ersten Ausgabe 2019 sprechen wir mit Autorin Stefanie de Velasco über ihr aktuelles Romanmanuskript und die gefährliche Anziehungskraft von Sekten.


Kategorie: Lesung

Knockout ist die neueste Performance der Künstlerin Grace Schwindt. Sie wurde eigens für den Grünen Salon aus der früheren Arbeit The Boxer entwickelt (im Auftrag der David Roberts Foundation in London). Knockout ist ein Stück für eine Erzählerin, eine Schlagzeugerin und eine Sängerin. Der Text konzentriert sich auf den Körper als Austragungsort von Training und Disziplin und auf von diesem Modell abweichende Erscheinungsformen. In früheren Aufführungen verband Schwindt diese körperlichen Erfahrungen mit denen von Tänzer*innen und Darsteller*innen, die sich nach einer Verletzung oder einem Trauma um ihren Körper kümmern müssen. In dieser Performance werden die Erfahrungen der Erzählerin mit Fragen und musikalischen Antworten der Schlagzeugerin und der Sängerin durchsetzt. Die Wechselbeziehungen zwischen den drei Figuren und der Fluss des Erzählens werfen Fragen nach Subjektivität und Gedächtnis auf, insbesondere im Zusammenhang mit körperlichen Traumata. Die Figuren tauschen Perspektiven und Erzählungen aus, es gibt keine klaren Grenzen zwischen ihnen. Darüber hinaus werden ihre Körper auf verschiedenen Oberflächen, wie auf einem Bildschirm, und in den im Raum angeordneten Kostümen widergespiegelt. Obwohl die körperlichen Aktivitäten, von denen sie ausgehen und sprechen, kraftvolle Gesten sind, ist ihre Präsenz zerbrechlich und zaghaft. Grace Schwindt ist eine deutsche Künstlerin, die in London und Amsterdam lebt. Ihre künstlerische Praxis konzentriert sich auf Performance und Film sowie Skulpturen und Zeichnungen. Ihre Arbeiten setzen sich oft mit Aspekten historischer Ereignisse im Hinblick auf soziale Beziehungen auseinander. Dabei ist jedoch nie offensichtlich, wo Schwindt die Grenze zwischen Fiktion und Realität zieht. Ihr Ziel ist es, institutionalisierte Räume von ihrer zugewiesenen Bedeutung zu befreien und narrative Strukturen zu dekonstruieren. Schwindts Film Only a Free Individual Can Create a Free Society tourte u.a. vom Eastside Project in Birmingham zum Badischen Kunstverein in Karlsruhe, zu The Showroom in London und zur Contemporary Art Gallery in Vancouver. Schwindts Ausstellungen, Performances und Filme werden weltweit gezeigt, u.a. in Argos, Brüssel, Moving/Image at Arko Art Centre in Seoul, Museum M, Leuven, Block Universe Festival, London und bei der 14. Istanbul Biennale. Performers: Maria Schneider, Percussion Inbal Hever, Voice Maria Schneider ist freiberufliche Schlagzeugerin. Sie wuchs in einer Musikerfamilie auf und studierte wie ihre Eltern und ihre beiden Schwestern klassisches Schlagzeug. Schneider studierte an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin Schlagzeug bei Edgar Guggeis, Franz Schindlbeck, Rainer Seegers, Li Biao und Sanja Fister. Seit 2013 ist sie festes Mitglied beim Andromeda Mega Express Orchestra und spielt regelmäßig in diversen Orchestern, Ensembles und Bands. Sie musizierte u.a. bereits bei den Proms in London, beim Roskilde Festival, mit bekannten Musiker*innen wie Hermeto Pascoal, Iva Bittova und Benny Greb. Schneider ist außerdem als Pianistin tätig und wirkte bei diversen Musiktheaterproduktionen mit, u.a. in der Schaubühne Berlin und am Maxim Gorki Theater Berlin. Inbal Hever ist Mezzosopranistin. Ihr Repertoire reicht von Barock bis hin zu zeitgenössischer klassischer Musik. Hever ist Absolventin der Buchman-Mehta-Musikakademie an der Universität Tel Aviv und des Königlichen Konservatoriums in Den Haag und trat als Solistin in Israel, Europa und den USA auf. Sie arbeitete mit zahlreichen Künstler*innen zusammen, u.a. mit Reinbert de Leeuw, Jos van Veldhoven, Elisabeth Wallfisch, dem Asko-Schönberg-Ensemble und dem Jerusalem Baroque Orchestra. Zuletzt hat sie für Deutschlandfunk Adiantum Capillus-Veneris von Chaya Czernowin uraufgeführt und aufgenommen. Sie lebt in New York und Berlin. Bild: Grace Schwindt, The Boxer, 2018. An Evening of Performances. Foto: Christa Holka


Kategorie: Performance

Das Ministerium für Staatssicherheit hat den Überblick verloren. Die Bohème im Prenzlauer Berg macht Kunst, der zuständige Minister versteht kein Wort und wittert Hochverrat. Er gründet die Sondereinheit LSD, in der Mitarbeiter zu Künstlern ausgebildet werden. Aus Idioten werden Künstler. Sie unterwandern die subkulturelle Szene und werden Teil der Avantgarde. Aber was, wenn die künstlerisch geschulten Mitarbeiter auf einmal aufregende Kunst machen? Was ist die Kunst denn noch wert, wenn sich herausstellt, dass alle dabei waren? Mit Haußmanns Staatssicherheitstheater gräbt Leander Haußmann den „Schrebergarten der Stasi“ um, inszeniert eine Komödie über den Verrat, die große Stunde der Dilettanten, den Wert der Kunst und die Stasi als verlängerten Arm der kleinbürgerlichen Mittelmäßigkeit. Nach Hauptmanns Einsame Menschen, Plenzdorfs Legende von Paul und Paula und Ibsens Schloss Rosmersholm kehrt Leander Haußmann mit dieser Uraufführung zurück an die Volksbühne. [logo kulturradio 150] Uraufführung war am 14.12.2018.


Kategorie: Schauspiel

Karikaturen von Schelling und Hegel gibt es im Überfluss: der romantische Naturphilosoph gegen den bürokratischen Rationalisten.- die Kraft des Mythos gegen die Negativität der Geschichte. Diese vertrauten Karikaturen hindern uns daran, die überraschende Aktualität ihrer Anliegen wahrzunehmen, ihr gemeinsames Projekt der Erneuerung der Philosophie und infolgedessen die Formen, die sie einführen. Welche Formen könnten sie für unsere Zeit anbieten? Zu untersuchen, was diese beiden Denker wirklich voneinander trennt, bedeutet nicht nur, die historische Einschätzung zu berichten. Es kann zudem neues Licht auf aktuelle Debatten über Natur, Geschichte, Vernunft, Politik und das Schicksal des Menschen werfen. Zu untersuchen, was sie vereint, bedeutet, ihr Projekt der philosophischen Erneuerung zu reaktivieren, ohne die Wahrheit, die Realität oder die Vernunft aufzugeben. Diese Themen werden im Gespräch mit Ray Brassier und Iain Grant näher beleuchtet.


Kategorie: Diskurs

„Würde Helge Schneider die Muppet-Show übernehmen und Kurt Schwitters als Autor einstellen, dann dürfte ungefähr das herauskommen, was René Marik mit seinen Handpuppen veranstaltet. Die Minidramen, die er mit seinen Puppen aufführt, sind durchweg hinreißend.“ – so urteilt die Presse, in diesem Fall die Berliner Zeitung, und wer wären wir, in diesen Zeiten der Lügenpresse-Schreihälse an einem solchen Urteil zu zweifeln? Und so freuen wir uns, wenn der Maulwurf in den Roten Salon kommt und uns aus dem Untergrund erzählt, und mit etwas Glück bekommen wir von seinem Herrchen auch noch etwas vorgelesen. Vorgesungen bekommen wir in jedem Fall von Jana Berwig, der goldenen Stimme von Prag, Quatsch: Thüringen, die gerade ihr neues Album „Señorita“ veröffentlicht hat, auf dem sie mal Deutsch, mal Englisch, immer aber höchst einfühlsam und mit betörender Schönheit über nichts anderes als das Leben an sich singt. Dass die Menschen das hören wollen, haben sie bewiesen, indem sie die neue Platte mittels Crowdfunding finanziert haben. Und jetzt kann die Crowd auch im Roten Salon hören, warum das gut so war.


Kategorie: Lesung

Mit sieben Tänzer*innen, drei Schauspieler*innen und drei Musiker*innen erarbeiten Constanza Macras und ihr Ensemble DorkyPark ein Stück, das sich unter dem Titel Der Palast mit der Stadt Berlin beschäftigt, die als „Global City“ (Saskia Sassen) besonders von den radikalen Veränderungen der Globalisierung betroffen ist. Die Entwicklung der Mitte Berlins seit dem Mauerfall ist allseits bekannt: Leerstehende, zerrüttete Altbauten wurden von einer jungen Generation besetzt und bespielt. In den Folgejahren wurde Lebensraum knapp, die Wohn- und Lebenskosten stiegen massiv an, die einstigen Pioniere und ihre Nachfolger*innen wurden aus ihren Vierteln verdrängt. Was macht das mit der Kultur, wenn Viertel sich verändern, Geschäfte schließen und Menschen zwangsgeräumt werden? Der Palast setzt sich mit dieser Problematik auseinander, indem es einerseits die Architektur in Berlins Mitte thematisiert, andererseits Geschichte, Gegenwart und Zukunftsvorstellungen der Stadt und ihrer Bewohner*innen behandelt. Ausgangspunkt sind Bilder des preisgekrönten englischen Fotografen Tom Hunter, der als Visual Artist der Produktion im Februar u.a. in Berlin-Weißensee, Rummelsburg, Kreuzberg und in der Volksbühne fotografiert hat. Bekannt geworden ist Tom Hunter mit Porträts, die gesellschaftliche Themen im Stil der Alten Meister inszenieren. So hat er sich in seiner Serie „Persons Unknown“ intensiv mit der britischen Hausbesetzer*innen-Szene auseinandergesetzt, indem er die von Zwangsräumungen betroffenen Menschen ins Bild gesetzt hat. Seine Berliner Fotografien treffen in Der Palast auf eine ausufernde Bühnenbild-Architektur, die das globalisierte Format der Reality-TV-Shows mit Juroren und konkurrierenden Teilnehmer*innen widerspiegelt. In diesem Spannungsverhältnis möchte Der Palast neue Narrative zwischen Fiktion und Realität entwickeln. Der Soundtrack stammt von Robert Lippok und einer Live-Band. Besetzung Von und mit: Adaya Berkovich, Emil Bordás, Chia-Ying Chiang, Fernanda Farah, Yuya Fujinami, Luc Guiol, Ronni Maciel, Thulani Lord Mgidi, Anne Ratte-Polle, Miki Shoji Musiker*innen: Santiago Blaum, Kristina Lösche-Löwensen, Jacob Thein Regie und Choreografie: Constanza Macras Visual Artist: Tom Hunter Komposition: Robert Lippok Bühne: Alissa Kolbusch Kostüme: Roman Handt Lichtdesign: Sergio de Carvalho Pessanha Ton: Stephan Wöhrmann Dramaturgie: Carmen Mehnert Produktionsmanagement: Alisa Golomzina, Xiao Yu, Keiko Tominaga Regieassistenz: Helena Casas Eine Produktion von Constanza Macras | DorkyPark in Koproduktion mit der Volksbühne Berlin. Constanza Macras | DorkyPark wird gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.


Kategorie: Tanz

With Erik Bordeleau With the advent of blockchain or distributed ledger technologies, more and more people are experimenting with new logics and protocols of self-organization, embracing and inventing different networked-based, p2p models of governance and value production along the way. Are we moving toward what Lovink and Rossiter have dubbed "organized networks" or "networks with consequences"? What are the different techno-social components defining these emerging distributed autonomous organisations (DAO) and other new organizational forms? How can cryptographically enabled distributed economic-organizational systems - aka economic spaces - allow for the building of radically different modes of collective individuation? This seminar will adopt a practice-based approach. Each session will introduce and discuss some blockchain-based initiatives oriented toward the creation of crypto-scalable commons. We will explore different ways of experimenting with programmable assemblages of smart contracts, semi-automated governance mechanisms, crypto-economics incentives and protocols for interaction designed to facilitate the fruitful alignment of interests and purposes and establish the basis of durable collaborations. The participants to the seminar will thus familiarize themselves with different challenges and issues regarding token logic design and the building of nomadic, anti-fragile socio-technical infrastructures for the coming economy. Registration required. The three-part seminar with Erik Bordeleau is open to all interested parties, regardless of age, occupation or level of education. Due to limited capacity, however, we ask that you submit a short letter about you yourself and your interest in the seminar by March 28th to schoolofdisobedience@protonmail.com. You will then receive additional information directly. Erik Bordeleau is a fugitive financial planner at the Economic Space Agency (ECSA) and researcher at the SenseLab (Montreal, Concordia University). His work articulates at the intersection of political philosophy, financial theory, contemporary art and media studies. He is currently working on the creation of an MA program in cryptoeconomics at the Global Center for Advanced Studies (GCAS) and enjoy, from time to time, the discreet charm of the precariat.


Kategorie:

Grandbrothers (Erol Sarp und Lukas Vogel) verbindet die unaufhörliche Suche nach neuen ästhetischen und praktischen Möglichkeiten, Musik zu komponieren und aufzuführen. Mit ihren beiden so unterschiedlichen Alben haben sie bewiesen, dass sie in der Lage sind, dabei ihren ganz eigenen musikalischen Weg zu verfolgen. Das Paradigma der Weiterentwicklung ernst zu nehmen, bedeutet aber auch, dass man die eigenen Dogmen konsequent in Frage stellt. Der Sound von Grandbrothers zeichnete sich bisher vor allem dadurch aus, dass jeder Ton, jedes Geräusch durch ein einziges Instrument entsteht – einen klassischen Konzertflügel, dessen Grenzen der klanglichen Ausdrucksmöglichkeiten mit Hilfe eines einzigartigen Systems aus elektromechanischen Hämmern verschoben und bis zum Äußersten ausgereizt werden. Auf dem jetzt folgenden Abschnitt ihrer Klangforschungen setzen sie diese selbst gewählte Beschränkung zumindest temporär außer Kraft. In enger Zusammenarbeit mit dem russischen Komponisten, Geiger und Performer Mischa Tangian haben sie ihre hypnotischen und feingliedrigen Songs um Arrangements für ein Ensemble erweitert. Mit einem eigens für dieses Projekt zusammengestellten zehnköpfigen Ensemble gehen Grandbrothers im April 2019 auf Konzertreise. Und man kann erwarten, dass sie auch für diese Kollaboration ihre ganz eigene musikalische Form finden werden. [logo bytefm 100] [logo digiberlin 100]


Kategorie: Konzert

Öl, Plastik, Metall, oder Präparate der Pharmaindustrie durchdringen, infizieren, besetzen und haften an unseren Körpern und gestalten so unsere materielle Welt. Dabei kommt den global zirkulierenden Substanzen eine unsichere, gefährliche und prekäre Position zu. Einerseits sind es Objekte, die wir jeden Tag nutzen, einnehmen und verbrauchen, andererseits entzieht sich ihre Verbreitung im Zuge der Globalisierung scheinbar jedweder Kontrolle, mit unvorhersehbaren Auswirkungen auf das Klima und die Umwelt. Es scheint so als ob nicht wir die Dinge besitzen würden, sondern sie besitzen zunehmend uns. Durch dieses Spiel aus An- und Abwesenheit, sowie Kontrolle und Kontrollverlust entwickeln die Stoffe, Substanzen und Dinge der materiellen Welt eine imaginative und narrative Energie, die sich in literarischen und filmischen Fiktionen über und mit Stoffen niederschlägt. Von Sergej Tretjakows Essay Biographie des Dings (1929), in dem er reisende Dinge in das Zentrum seiner literarischen Methode stellt und Primo Levis Untersuchungen chemischer Elemente in Das periodische System (1975) über John Smiths Film Slow Glass (1988-91), der sich der Wirkung seines titelgebenden Gegenstandes hingibt, bis zu den Drogen, Bioadaptern und Elixieren gegenwärtiger Science-Fiction(s), finden sich unzählige Erzählungen, in denen prekäre Stoffe im Zentrum stehen. Welche Geschichten schreiben Stoffe in Film und Literatur? Wie bedingen sich reale Substanzen und die Stoffe in Literatur und Film gegenseitig und was sind ihre politischen Implikationen? Entlang gewöhnlicher (Glas), seltener (Blei) sowie seltsamer Stoffe der Science-Fiction werden Petra Löffler, Felix Laubscher und Georg Dickmann kulturtheoretische, ästhetische und philosophische Einblicke zu prekärer Materialität in Film und Literatur vorstellen und anschließend mit dem Publikum diskutieren. Petra Löffler vertritt seit Oktober 2017 die Professur von Wolfgang Schäffner für Wissens- und Kulturgeschichte am Institut für Kulturwissenschaft. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Materiellen Kultur, der Bildmigration und Archivpraktiken sowie der Medienökologie. Felix Laubscher ist Kulturwissenschaftler und promoviert im Rahmen des Graduiertenkolleg „Das Wissen der Künste“ mit einem Projekt zum filmischen Denken im Spannungsfeld von Kunst und Kino. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit arbeitet er als Filmschaffender und freier Kurator in Berlin. Georg Dickmann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am DfG-Graduiertenkolleg „Das Wissen der Künste“ und promoviert dort mit einer Arbeit zu prekären Substanzen in Philosophie und zeitgenössischer Science Fiction. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit arbeitet er als freier Journalist und ist seit März 2017 bei „diffrakt. Zentrum für theoretische Peripherie“ als Theoriekurator tätig. www.udk-berlin.de/graduiertenkolleg [logo wdk 70] [logo dfg 180] [logo udk 200]


Kategorie: Diskurs

Grandbrothers (Erol Sarp und Lukas Vogel) verbindet die unaufhörliche Suche nach neuen ästhetischen und praktischen Möglichkeiten, Musik zu komponieren und aufzuführen. Mit ihren beiden so unterschiedlichen Alben haben sie bewiesen, dass sie in der Lage sind, dabei ihren ganz eigenen musikalischen Weg zu verfolgen. Das Paradigma der Weiterentwicklung ernst zu nehmen, bedeutet aber auch, dass man die eigenen Dogmen konsequent in Frage stellt. Der Sound von Grandbrothers zeichnete sich bisher vor allem dadurch aus, dass jeder Ton, jedes Geräusch durch ein einziges Instrument entsteht – einen klassischen Konzertflügel, dessen Grenzen der klanglichen Ausdrucksmöglichkeiten mit Hilfe eines einzigartigen Systems aus elektromechanischen Hämmern verschoben und bis zum Äußersten ausgereizt werden. Auf dem jetzt folgenden Abschnitt ihrer Klangforschungen setzen sie diese selbst gewählte Beschränkung zumindest temporär außer Kraft. In enger Zusammenarbeit mit dem russischen Komponisten, Geiger und Performer Mischa Tangian haben sie ihre hypnotischen und feingliedrigen Songs um Arrangements für ein Ensemble erweitert. Mit einem eigens für dieses Projekt zusammengestellten zehnköpfigen Ensemble gehen Grandbrothers im April 2019 auf Konzertreise. Und man kann erwarten, dass sie auch für diese Kollaboration ihre ganz eigene musikalische Form finden werden. [logo bytefm 100] [logo digiberlin 100]


Kategorie: Konzert

Yeah You, Vater / Tochter, die voll auf Dada sind und deren improvisierte musikalische und geografische Exkursion Ihren Kopf wie einen gut gummierten Donut auf einem Parkplatz drehen lassen. Sie benutzen herkömmliche Aufnahmegeräte, aber machen eine banale, alltägliche Familienfahrt zu einer spontanen Aufnahmesituation im Auto. [Watch](https://vimeo.com/226068048) Tropa Macaca ist ein Projekt von André Abel (Gitarre) und Joana da Conceição (Synth & Elektronik), die in Lissabon leben und seit zehn Jahren im Bereich der elektronischen Musik tätig sind. Ihre Kompositionen sind kathartisch und tief poetisch, als suchten sie nach bisher ungegründeten Orten oder versuchten, unbekannte Sprachen zu sprechen. [Website](https://www.tropamacaca.com/)


Kategorie: Konzert

Berlin-Premiere Hale County this Morning, this Evening ist das intime Porträt eines Ortes und seiner Bewohner. Fünf Jahre lang filmte der Fotograf und Cineast RaMell Ross den Alltag in Hale County, einer Kleinstadt, die mehrheitlich von Afroamerikaner*innne bewohnt wird, im US-Bundesstaat Alabama. Collins besucht das College auf der Suche nach Möglichkeiten, während Bryant Vater eines energiegeladenen Sohnes wird. Der Film erzählt geduldig und in offener, poetischer Form von den Zwischenräumen ihrer Leben. Das Publikum ist dabei, wenn es geschieht: Das Alltägliche und Monumentale, die Geburt, den Tod und das Erhabene. Es verbindet sich hier die tiefe Kultur der Region und vermittelt, in welcher komplexen Art und Weise sich das kollektive Bild der afroamerikanischen Gemeinschaft in die visuelle Vorstellungskraft Amerikas formt. Der preisgekrönte Fotograf und Regisseur RaMell Ross bietet in seinem Regiedebüt einen erfrischend direkten Zugang zu Dokumentationen, die die Lücken zwischen einzelnen schwarzen männlichen Symbolen schließen. Hale County this Morning, this Evening ermöglicht dem Betrachter einen emotionalen Eindruck des historischen Südens, der die Schönheit des Lebens und die Konsequenzen der sozialen Konstruktion der Rasse übertrumpft und zugleich trotz aller Widrigkeiten zum Träumen einlädt. Auf die Berliner Premiere folgt ein Q&A mit dem Oscar-Nominierten (Bester Dokumentarfilm) RaMell Ross, der vom Volksbühnen-Filmkurator Giulio Bursi moderiert wird. [Trailer](https://www.youtube.com/watch?v=DlOeSyl-zZk)


Kategorie: Film/Video

Zu Gast sind Enis Maci & Andreas Spechtl. Sie sprechen über künstlerischen und politischen Widerstand, über neue Texte, neue Platten, neue Pläne, über Autofiktives über Gefundenes, Erzähltes oder falsch Erzähltes. Enis Maci (*1993 in Gelsenkirchen) hat literarisches Schreiben und Kultursoziologie in Leipzig und London studiert. Sie ist Autorin der Theaterstücke Lebendfallen, Mitwisser und Autos sowie des Essaybands Eiscafé Europa. Andreas Spechtl (*1984 in Oberpullendorf, Österreich) lebt in Berlin. Er ist Sänger, Songwriter und Gitarrist der Gruppe Ja, Panik mit der er seit 2007 fünf Alben veröffentlicht hat. 2016 erschien zudem die im Kollektiv geschriebene Autobiographie der Gruppe Ja, Panik Futur II (Verbrecher Verlag). Seit 2015 ist Spechtl auch als Solomusiker aktiv. Im Frühling 2019 erscheint sein neues Album Strategies bei Bureau B. Im Sommer 2018 veranstaltete das Autor*innenkollektiv Nazis & Goldmund im Ballhaus Ost eine Konferenz zur Erosion des Demokratischen. Unter dem Titel Ängst is now a Weltanschauung wurde gemeinsam mit Kolleg*innen aus Literatur und anderen künstlerischen Disziplinen ein Reflexionsraum geschaffen. Es ging um ein klares Plädoyer gegen die Normalisierung nationalistischer, illiberaler, neonazistischer Tendenzen, aber auch um positive Visionen für die Gesellschaft und die Zukunft des gesamten Planeten. Diese inhaltliche Auseinandersetzung setzt Nazis & Goldmund nun fort. Unter dem Titel Solidarity Solos lädt das Kollektiv ab sofort zu regelmäßigen Versammlungen in den Grünen Salon: Menschen aus Kunst, Wissenschaft und Aktivismus bringen ihr Solo mit und zum besten. Es sind Performances, Texte, Gedanken, Berichte, die alles andere als für sich alleinstehen, sondern auf eins aus sind: eine solidarische Gesellschaft, eine Bühne der Vielen, nicht: des Volks. Denn während zeitgleich mit der Normalisierung menschenfeindlicher Positionen und der Selbstinszenierung Rechtsextremer als Demokrat*innen die Forderung danach laut wird, Rechte nicht länger vom Diskurs auszuschließen, hält es Nazis & Goldmund für sinnvoller, mit allen anderen zu sprechen. Nicht nur über rechte Erzählungen und deren Analyse. Sondern über die Vielfalt an Geschichten, die das 21. Jahrhundert bringt und abfordert, über neue Realitäten, die wir mitgestalten wollen. Die wir mitgestalten. Der Grüne Salon wird zum Goldenen Salon. Denn sind wir nicht schöner und vielfältiger als alles, was die neue, alte, ewiggestrige Rechte je zu bieten haben wird? In Kooperation mit brut Wien und Die Vielen. NAZIS & GOLDMUND ist ein Autor*innenkollektiv, das ursprünglich als Blog aufnazisundgoldmund.net gegründet wurde. Nazis & Goldmund versteht sich als vielköpfiges poetologisches Monstrum, das die Entwicklungen und Aktionen der Europäischen Rechten und ihrer internationalen Allianzen kritisch beobachtet, deren Erzähl- und Interventionsstrategien untersucht und attackiert. Wöchentlich erscheint unternazisundgoldmund.net ein Beitrag. Seit der Gründung entstanden in verschiedenen Konstellationen Konferenzen, performative Interventionen, Lesungen und Diskursveranstaltungen, wie u.a. für das Performing Arts Festival Berlin, das Literaturhaus Wien, das Poetry Festival Berlin und für das Berliner Ensemble. Nach der Konferenz ‚Ängst is now a Weltanschauung‘ 2018 im Ballhaus Ost, veranstaltet Nazis & Goldmund seit Januar 2019 im brut Wien die monatliche Diskursreihe Die Zukunft des Widerstands 1: Interspeeches.


Kategorie: Diskurs

Choderlos de Laclos‘ Skandalroman „Gefährliche Liebschaften“ über das zu Ende gehende Zeitalter des Ancien Régime nimmt Heiner Müller als Grundlage für eine Simulationsmaschinerie voller Geschichten über Träume, Begierden, Rivalitäten und Selbstzerfleischungen und konzentriert den Stoff auf einen Machtkampf der Geschlechter zwischen der Marquise de Merteuil und ihrem ehemaligen Geliebten und jetzigen Komplizen Valmont. Zwei Menschen, welche spielend das Lebendige suchen, indem sie ihre Seelen schonungslos entblößen und ihre Körper als Material verschwenden und somit nicht nur ihre eigene Existenz, sondern auch sämtliche gesellschaftliche Normen infrage stellen. Ein lustvoll exekutiertes Intrigenspiel ohne alle moralischen, ethischen oder religiösen Bedenken, der „Todhass der Geschlechter“ (Nietzsche) verschlungen in Liebe und Krieg. „Was soll mir ein Wild ohne die Wollust der Hetze. Ohne den Angstschweiß, den erstickten Atem, den weiß verdrehten Blick. Der Rest ist Verdauung. Meine besten Finten werden mich zum Narren machen wie den Schauspieler das leere Theater. Ich werde mir selbst applaudieren müssen. Der Tiger als Komödiant.“ Die Regisseurin Mizgin Bilmen wurde 1983 in Duisburg geboren, studierte in Dortmund Soziologie und Literaturwissenschaft und mit einer Förderung der Studienstiftung des Deutschen Volkes an der Folkwang Universität der Künste Regie. Mit ihrer Diplominszenierung „autopsie danton“ wurde sie 2014 zum Körber Studio Junge Regie in Hamburg eingeladen. Nach ihrer Arbeit als Regieassistentin am Maxim Gorki Theater Berlin und Mitglied des Regie-Studios am Schauspiel Frankfurt inszenierte sie u.a. am Theater Bielefeld Marc-André Dalbavies Oper „Charlotte Salomon“, wofür sie mit dem Götz-Friedrich-Preis ausgezeichnet wurde, sowie am Konzert Theater Bern und am Staatstheater Karlsruhe. Besetzung Mit: Marina Frenk, Sebastian Grünewald Live-Kamera: Nanna MBS Regie: Mizgin Bilmen Bühne und Kostüme: Cleo Niemeyer Video: Nanna MBS Licht: Denise Potratz Dramaturgie: Ulf Frötzschner


Kategorie: Schauspiel

Es sind die Fragen der Fragen, die sich die Menschheit seit Jahrtausenden stellt: Wo kommt eigentlich alles um uns herum her? Wie hängt alles miteinander zusammen? Warum ist die Welt, wie sie ist? Heute gibt die Wissenschaft auf vieles eine Antwort. Manche dieser Antworten muten dabei nicht weniger erstaunlich und unwahrschein­lich an, als die alten Mythen, mit denen sich Menschen an unterschiedlichsten Enden der Welt Antworten zu geben versuchten. Eine der ältesten Erzählungen dieser Art ist die nordische Edda. In ihr lösen sich Götter- und Heldengeschichten ab, werden grundlegende Wahrheiten in symbolischer Verhüllung formuliert. In einer Zeit, in der wir allerorten nach Orientierung suchen und gleichzeitig den großen allgemeingültigen Erzählungen und Ideologien misstrauen, bekommen die alten Mythen in ihrer Heterogenität, ihrer tiefen Widersprüchlichkeit, ihrem zuweilen derben Humor eine ganz existentielle Bedeutung. Die isländischen Theater­schaffen­den Thorleifur Örn Arnarsson und Mikael Torfason überführen die Edda bild­gewaltig und überbordend ins Heute. Für seine Inszenierung Die Edda erhält Thorleifur Örn Arnarsson den Deutschen Theaterpreises DER FAUST 2018 in der Kategorie „Regie Schauspiel“. Besetzung Mit: Johanna Bantzer, Susana Fernandes Genebra, Sarah Franke, Iza Mortag Freund, Philippe Goos, Maximilian Grünewald, Mathias Max Herrmann, Sophie Krauß, Wolf List, Christoph Müller, Hagen Oechel, Andreas Schlager, Live-Musik: Gabriel Cazes Regie und Textfassung: Thorleifur Örn Arnarsson Bühne: Wolfgang Menardi Kostüme: Karen Briem Musikalische Leitung: Gabriel Cazes Dramaturgie: Judith Gerstenberg, Johannes Kirsten Übersetzung: Damiàn Dlaboha


Kategorie: Schauspiel

Support: The Cakekitchen William Tyler ist ein einzigartiger Gitarrist aus Nashville, der mit seiner Gitarre so viel sagen kann wie andere Musiker in ihren Texten. Tyler war lange Jahre Mitglied von Lambchop und schon auf Tour u.a. mit Jack White, Ty Segall, Wilco und Hiss Golden Messenger. "William Tyler Goes West" ist sein neues Album, das am 25. Januar 2019 auf Merge Records erscheint. Es klingt, als ob der frühere Lambchop-Gitarrist darauf einen Weg gefunden hätte, sich direkt auf das reiche und bittersüße emotionale Zentrum seiner Musik zu konzentrieren, ohne durch musikalische Nebenausflüge abgelenkt zu werden. Das liegt zum einen daran, dass sich Tyler - einer von Nashvilles versiertesten E-Gitarristen - diesmal bewusst dafür entschieden hat, auf seinem vierten Album ausschließlich Album zur akustischen Gitarre zu greifen. Und zum anderen erhielt William für seine neue Songsammlung diesmal Unterstützung u.a. von Meg Duffy und Bill Frisell (Gitarre), Brad Cook (Bassist und Produzent), James Wallace (Keyboard), Griffin Goldsmith (Schlagzeug) und Tucker Martine (Produzent) - die beste und sympathischste Truppe an Musikern, die Nashville zu bieten hat. "William's new record, Goes West, is the best music that he's ever made. I'm sure of this because I know and love all of his music intimately, and this album moves me the most, and the most consistently." - M.C. Taylor (HISS GOLDEN MESSENGER)


Kategorie: Konzert

Es sind die Fragen der Fragen, die sich die Menschheit seit Jahrtausenden stellt: Wo kommt eigentlich alles um uns herum her? Wie hängt alles miteinander zusammen? Warum ist die Welt, wie sie ist? Heute gibt die Wissenschaft auf vieles eine Antwort. Manche dieser Antworten muten dabei nicht weniger erstaunlich und unwahrschein­lich an, als die alten Mythen, mit denen sich Menschen an unterschiedlichsten Enden der Welt Antworten zu geben versuchten. Eine der ältesten Erzählungen dieser Art ist die nordische Edda. In ihr lösen sich Götter- und Heldengeschichten ab, werden grundlegende Wahrheiten in symbolischer Verhüllung formuliert. In einer Zeit, in der wir allerorten nach Orientierung suchen und gleichzeitig den großen allgemeingültigen Erzählungen und Ideologien misstrauen, bekommen die alten Mythen in ihrer Heterogenität, ihrer tiefen Widersprüchlichkeit, ihrem zuweilen derben Humor eine ganz existentielle Bedeutung. Die isländischen Theater­schaffen­den Thorleifur Örn Arnarsson und Mikael Torfason überführen die Edda bild­gewaltig und überbordend ins Heute. Für seine Inszenierung Die Edda erhält Thorleifur Örn Arnarsson den Deutschen Theaterpreises DER FAUST 2018 in der Kategorie „Regie Schauspiel“. Besetzung Mit: Johanna Bantzer, Susana Fernandes Genebra, Sarah Franke, Iza Mortag Freund, Philippe Goos, Maximilian Grünewald, Mathias Max Herrmann, Sophie Krauß, Wolf List, Christoph Müller, Hagen Oechel, Andreas Schlager, Live-Musik: Gabriel Cazes Regie und Textfassung: Thorleifur Örn Arnarsson Bühne: Wolfgang Menardi Kostüme: Karen Briem Musikalische Leitung: Gabriel Cazes Dramaturgie: Judith Gerstenberg, Johannes Kirsten Übersetzung: Damiàn Dlaboha


Kategorie: Schauspiel

Choderlos de Laclos‘ Skandalroman „Gefährliche Liebschaften“ über das zu Ende gehende Zeitalter des Ancien Régime nimmt Heiner Müller als Grundlage für eine Simulationsmaschinerie voller Geschichten über Träume, Begierden, Rivalitäten und Selbstzerfleischungen und konzentriert den Stoff auf einen Machtkampf der Geschlechter zwischen der Marquise de Merteuil und ihrem ehemaligen Geliebten und jetzigen Komplizen Valmont. Zwei Menschen, welche spielend das Lebendige suchen, indem sie ihre Seelen schonungslos entblößen und ihre Körper als Material verschwenden und somit nicht nur ihre eigene Existenz, sondern auch sämtliche gesellschaftliche Normen infrage stellen. Ein lustvoll exekutiertes Intrigenspiel ohne alle moralischen, ethischen oder religiösen Bedenken, der „Todhass der Geschlechter“ (Nietzsche) verschlungen in Liebe und Krieg. „Was soll mir ein Wild ohne die Wollust der Hetze. Ohne den Angstschweiß, den erstickten Atem, den weiß verdrehten Blick. Der Rest ist Verdauung. Meine besten Finten werden mich zum Narren machen wie den Schauspieler das leere Theater. Ich werde mir selbst applaudieren müssen. Der Tiger als Komödiant.“ Die Regisseurin Mizgin Bilmen wurde 1983 in Duisburg geboren, studierte in Dortmund Soziologie und Literaturwissenschaft und mit einer Förderung der Studienstiftung des Deutschen Volkes an der Folkwang Universität der Künste Regie. Mit ihrer Diplominszenierung „autopsie danton“ wurde sie 2014 zum Körber Studio Junge Regie in Hamburg eingeladen. Nach ihrer Arbeit als Regieassistentin am Maxim Gorki Theater Berlin und Mitglied des Regie-Studios am Schauspiel Frankfurt inszenierte sie u.a. am Theater Bielefeld Marc-André Dalbavies Oper „Charlotte Salomon“, wofür sie mit dem Götz-Friedrich-Preis ausgezeichnet wurde, sowie am Konzert Theater Bern und am Staatstheater Karlsruhe. Besetzung Mit: Marina Frenk, Sebastian Grünewald Live-Kamera: Nanna MBS Regie: Mizgin Bilmen Bühne und Kostüme: Cleo Niemeyer Video: Nanna MBS Licht: Denise Potratz Dramaturgie: Ulf Frötzschner


Kategorie: Schauspiel

Drag wurde oft als anspruchslose Kunstform wahrgenommen. In der Queer-Kultur wurde es in glitzernde Underground-Nachtclubs und in die hintersten Ecken schäbiger Bars verbannt. High Drag zieht den paillettenbesetzten Vorhang nun zurück, um die Vielfalt der Berliner Drag Performance in ihrer Gesamtheit zu zeigen. Pansy hat einige der talentiertesten Berliner Performer*innen ausgewählt. Am 20. April betreten sie gemeinsam mit brandneuen Königinnen, die in Zusammenarbeit mit dem Jugendtheater P14 in der Volksbühne geboren wurden, die Bühne des Grünen Salons. Performances von: MARTINI LUNA TIKTOK CATHY VON SNATCH CHERYL FROM OFF OFF OFF BROADWAY NANA SCHEWITZ PRENS EMRAH + viele mehr Musik: MR. MANIC PANSY ist die Bühnen und Internet-Identität von Parker Tilghman, einem Künstler, der in Berlin lebt und arbeitet. Während seines Studiums am California College of the Arts stellt sie fest, dass ihre Arbeit in Nachtclubs, auf Festivals, in öffentlichen Kunstinstitutionen und offenen Bildungseinrichtungen besser funktioniert als in kommerziellen Galerien. Sie betrachten Drag als ein Instrument für mehr soziale Gerechtigkeit und konzentrieren sich auf die Förderung der Körper und Stimmen anderer weiblicher, trans* und nicht-binärer Künstler*innen. Sie mischt comedy und camp, um ernste Themen wie HIV, weiße Vorherrschaft, Frauenfeindlichkeit, psychische Gesundheit und sexuelle Gewalt zu diskutieren. Er glaubt, dass die Entwicklung von Freude für das Überleben in dieser Welt unerlässlich ist. PANSY ist in ganz Europa, Australien, Amerika, Korea und Japan aufgetreten. Seit fünf Jahren ist sie jeden Dienstagabend bei Monster Ronson in Berlin die Mutter und Gastgeberin der international renommierten Drag-Show des House of Presents. Darüber hinaus organisiert er in Zusammenarbeit mit Praxis Cordes und der Berliner Aidshilfe in Deutschland, Österreich und der Schweiz Gespräche über sexuelle Gesundheit und verantwortlichen Drogenkonsum. Von 2015 bis 2017 waren sie Gründer und Direktor der YO! SISSY Music Festival, ein zweitägiges Festival, das lokale und etablierte Queer Artists in Berlin vorstellt. Er hat Drag-Workshops und Performances bei der Ruhrtriennale in Bochum, Kampnagel in Hamburg und der Volksbühne in Berlin organisiert. Über ihre Arbeiten wurde unter anderem in The Guardian, Der Spiegel, der Berliner Morgenpost, der Berliner Zeitung, dem SPEX Magazin und anderen geschrieben. PANSY glaubt, dass Zusammenarbeit der Schlüssel für die Zukunft einer nachhaltigen Kunstpraxis ist. ‘Kommt zusammen... und lass uns eine süße Party schmeißen, wenn wir schon dabei sind.’ Foto: Victor Hensel-Coe


Kategorie: Performance

Choderlos de Laclos‘ Skandalroman „Gefährliche Liebschaften“ über das zu Ende gehende Zeitalter des Ancien Régime nimmt Heiner Müller als Grundlage für eine Simulationsmaschinerie voller Geschichten über Träume, Begierden, Rivalitäten und Selbstzerfleischungen und konzentriert den Stoff auf einen Machtkampf der Geschlechter zwischen der Marquise de Merteuil und ihrem ehemaligen Geliebten und jetzigen Komplizen Valmont. Zwei Menschen, welche spielend das Lebendige suchen, indem sie ihre Seelen schonungslos entblößen und ihre Körper als Material verschwenden und somit nicht nur ihre eigene Existenz, sondern auch sämtliche gesellschaftliche Normen infrage stellen. Ein lustvoll exekutiertes Intrigenspiel ohne alle moralischen, ethischen oder religiösen Bedenken, der „Todhass der Geschlechter“ (Nietzsche) verschlungen in Liebe und Krieg. „Was soll mir ein Wild ohne die Wollust der Hetze. Ohne den Angstschweiß, den erstickten Atem, den weiß verdrehten Blick. Der Rest ist Verdauung. Meine besten Finten werden mich zum Narren machen wie den Schauspieler das leere Theater. Ich werde mir selbst applaudieren müssen. Der Tiger als Komödiant.“ Die Regisseurin Mizgin Bilmen wurde 1983 in Duisburg geboren, studierte in Dortmund Soziologie und Literaturwissenschaft und mit einer Förderung der Studienstiftung des Deutschen Volkes an der Folkwang Universität der Künste Regie. Mit ihrer Diplominszenierung „autopsie danton“ wurde sie 2014 zum Körber Studio Junge Regie in Hamburg eingeladen. Nach ihrer Arbeit als Regieassistentin am Maxim Gorki Theater Berlin und Mitglied des Regie-Studios am Schauspiel Frankfurt inszenierte sie u.a. am Theater Bielefeld Marc-André Dalbavies Oper „Charlotte Salomon“, wofür sie mit dem Götz-Friedrich-Preis ausgezeichnet wurde, sowie am Konzert Theater Bern und am Staatstheater Karlsruhe. Besetzung Mit: Marina Frenk, Sebastian Grünewald Live-Kamera: Nanna MBS Regie: Mizgin Bilmen Bühne und Kostüme: Cleo Niemeyer Video: Nanna MBS Licht: Denise Potratz Dramaturgie: Ulf Frötzschner


Kategorie: Schauspiel

Jahrelang war die „Chaussee der Enthusiasten“ im RAW-Tempel eine der größten Literaturveranstaltungen der Hauptstadt, aus diesem Schoß sind Stars wie Jochen Schmidt, Volker Strübing und Kirsten Fuchs entschlüpft, doch eines traurigen Tages beschlossen „die schönsten Schriftsteller Berlins“, nicht mehr wie früher „was zu erzählen“, sondern Schluss zu machen. Aus. Finito. The End. Umso entzückter ist die Reformbühne Heim & Welt, dass es ihr in langwierigen Geheimverhandlungen gelungen ist, einen der seither im Untergrund lebenden Akteure der Enthusiasten noch einmal ins rote Licht des Salons zu locken: Andreas Kampa gibt uns die Ehre! Frollein dagegen steht noch ganz am Anfang ihrer Karriere. Sie tourte über die Poetry-Slam-Bühnen des Landes mit ihrer Gitarre und ihrem markanten Gesang, nahm eine erste Platte auf und war im letzten Jahr DIE Neuentdeckung für die Reformbühne, und das nicht nur, weil sie den Altersdurchschnitt auf der Bühne ins Bodenlose senkt. Surfpoet Konrad Endler war einst Gitarrist der Berliner Punk-Band Goyko Schmidt und besang später als Hortkind den Parkwächter von Sanssoucci. Für Radio Eins schrieb er ganze Nachrichtenblöcke, die mitunter fast so irrsinnig waren wie die echten Nachrichten. Seine Bücher heißen „Männer von jetzt“ und „Mein Beitrag für die Weltrevolution“, und wie Letzterer aussieht, ist am Ostersonntag im Roten Salon live zu erleben.


Kategorie: Lesung

In der Übersetzung von Norma Cassau und Bernd Wilczek in einer Fassung von Karin Beier und Rita Thiele Am 8. Januar 2015 erklärt der französische Premierminister Manuel Valls: „Frank­reich, das ist nicht ‚Die Unterwerfung‘, das ist nicht Michel Houellebecq! “Die Gründe, warum Houellebecqs jüngster Roman so irritiert, liegen auf der Hand: Houellebecq erzählt vom plötzlichen Verenden der französischen Kultur und Tradition wie wir sie kennen – und das in naher Zukunft. Paris im Jahre 2022: Straßenschlachten zwischen Extremisten heizen das politische Klima auf. Der Front National hat gewaltigen Zulauf. Um zu verhindern, dass er als stärkste Partei den Präsidenten stellt, koalieren die liberalen bürgerlichen Parteien mit einer gemäßigt islamischen Partei. Der Plan geht auf: In den Élysée-Palast zieht Frankreichs erster muslimischer Präsident ein. Was diese durchaus realistische Zukunftsprognose Houellebecqs erst zum Skandalon macht, ist, wie sich binnen weniger Monate das öffentliche Leben ohne jeden Widerstand wandelt. Die isla­mische Bruder­schaft, die Frankreich wie eine bankrottgegangene Firma über­nimmt, errichtet kein totalitäres Regime wie bei Huxley oder Orwell. Machtüber­nahme und Wandel vollziehen sich vollkommen unspektakulär, demokratisch und legal. Schulen und Hochschulen werden muslimisiert, die Frauen verschwinden aus der öffentlichen Arbeit, Bekleidungsvorschriften und Polygamie werden einge­führt. Und die Be­völkerung nimmt die islamischen Gebote und Verbote genauso hin, wie sie bisher Quoten­regelungen, Steuererhöhungen, Müll­trennungs­gebote oder die Privati­sierung öffentlicher Dienste akzeptiert hat.


Kategorie: Schauspiel

In der Übersetzung von Norma Cassau und Bernd Wilczek in einer Fassung von Karin Beier und Rita Thiele Am 8. Januar 2015 erklärt der französische Premierminister Manuel Valls: „Frank­reich, das ist nicht ‚Die Unterwerfung‘, das ist nicht Michel Houellebecq! “Die Gründe, warum Houellebecqs jüngster Roman so irritiert, liegen auf der Hand: Houellebecq erzählt vom plötzlichen Verenden der französischen Kultur und Tradition wie wir sie kennen – und das in naher Zukunft. Paris im Jahre 2022: Straßenschlachten zwischen Extremisten heizen das politische Klima auf. Der Front National hat gewaltigen Zulauf. Um zu verhindern, dass er als stärkste Partei den Präsidenten stellt, koalieren die liberalen bürgerlichen Parteien mit einer gemäßigt islamischen Partei. Der Plan geht auf: In den Élysée-Palast zieht Frankreichs erster muslimischer Präsident ein. Was diese durchaus realistische Zukunftsprognose Houellebecqs erst zum Skandalon macht, ist, wie sich binnen weniger Monate das öffentliche Leben ohne jeden Widerstand wandelt. Die isla­mische Bruder­schaft, die Frankreich wie eine bankrottgegangene Firma über­nimmt, errichtet kein totalitäres Regime wie bei Huxley oder Orwell. Machtüber­nahme und Wandel vollziehen sich vollkommen unspektakulär, demokratisch und legal. Schulen und Hochschulen werden muslimisiert, die Frauen verschwinden aus der öffentlichen Arbeit, Bekleidungsvorschriften und Polygamie werden einge­führt. Und die Be­völkerung nimmt die islamischen Gebote und Verbote genauso hin, wie sie bisher Quoten­regelungen, Steuererhöhungen, Müll­trennungs­gebote oder die Privati­sierung öffentlicher Dienste akzeptiert hat.


Kategorie: Schauspiel


Kategorie: Tanz

Choderlos de Laclos‘ Skandalroman „Gefährliche Liebschaften“ über das zu Ende gehende Zeitalter des Ancien Régime nimmt Heiner Müller als Grundlage für eine Simulationsmaschinerie voller Geschichten über Träume, Begierden, Rivalitäten und Selbstzerfleischungen und konzentriert den Stoff auf einen Machtkampf der Geschlechter zwischen der Marquise de Merteuil und ihrem ehemaligen Geliebten und jetzigen Komplizen Valmont. Zwei Menschen, welche spielend das Lebendige suchen, indem sie ihre Seelen schonungslos entblößen und ihre Körper als Material verschwenden und somit nicht nur ihre eigene Existenz, sondern auch sämtliche gesellschaftliche Normen infrage stellen. Ein lustvoll exekutiertes Intrigenspiel ohne alle moralischen, ethischen oder religiösen Bedenken, der „Todhass der Geschlechter“ (Nietzsche) verschlungen in Liebe und Krieg. „Was soll mir ein Wild ohne die Wollust der Hetze. Ohne den Angstschweiß, den erstickten Atem, den weiß verdrehten Blick. Der Rest ist Verdauung. Meine besten Finten werden mich zum Narren machen wie den Schauspieler das leere Theater. Ich werde mir selbst applaudieren müssen. Der Tiger als Komödiant.“ Die Regisseurin Mizgin Bilmen wurde 1983 in Duisburg geboren, studierte in Dortmund Soziologie und Literaturwissenschaft und mit einer Förderung der Studienstiftung des Deutschen Volkes an der Folkwang Universität der Künste Regie. Mit ihrer Diplominszenierung „autopsie danton“ wurde sie 2014 zum Körber Studio Junge Regie in Hamburg eingeladen. Nach ihrer Arbeit als Regieassistentin am Maxim Gorki Theater Berlin und Mitglied des Regie-Studios am Schauspiel Frankfurt inszenierte sie u.a. am Theater Bielefeld Marc-André Dalbavies Oper „Charlotte Salomon“, wofür sie mit dem Götz-Friedrich-Preis ausgezeichnet wurde, sowie am Konzert Theater Bern und am Staatstheater Karlsruhe. Besetzung Mit: Marina Frenk, Sebastian Grünewald Live-Kamera: Nanna MBS Regie: Mizgin Bilmen Bühne und Kostüme: Cleo Niemeyer Video: Nanna MBS Licht: Denise Potratz Dramaturgie: Ulf Frötzschner


Kategorie: Schauspiel

Der Salon versammelt Künstlerinnen, Hackerinnen, Aktivistinnen und Wissenschaftlerinnen in der Volksbühne Berlin, um den Fragen nachzugehen: „Wie ist der feministische, weibliche Cyberkörper geformt?“ und: „Wer formt den weiblichen Cyberkörper?“ Denn anhand der Figuren der weiblichen Cyborg als Servicefigur in Science- Fiction und Wirtschaft, von den 1940er bis hin zu Amazons Alexa, von den „Lenas“ des Binary Codes der 1970er bis hin zu Microsofts jugendlicher (und rassistischer) AI Tay wird eine Geschichte des Technobodies erzählt, auf den Weibliches projiziert wird. Dieser Salon ist eine Mischform aus informellem Austausch und Impulsvorträgen. Es wird sich um einfache Sprache bemüht und widmet sich neben der feministischen Auslegung von Technobodies der Diversity. Teilnehmerinnen: Nora Janne Kummer (virtuellestheater), Cornelia Sollfrank (Medienkünstlerin), Ella Nerdinger (Cyborg e.V.), Nadja Buttendorf (Aktivistin/Künstlerin), Ornella Fieres (Medienkünstlerin), Britta Thie (Medienkünstlerin)


Kategorie: Diskurs

Choderlos de Laclos‘ Skandalroman „Gefährliche Liebschaften“ über das zu Ende gehende Zeitalter des Ancien Régime nimmt Heiner Müller als Grundlage für eine Simulationsmaschinerie voller Geschichten über Träume, Begierden, Rivalitäten und Selbstzerfleischungen und konzentriert den Stoff auf einen Machtkampf der Geschlechter zwischen der Marquise de Merteuil und ihrem ehemaligen Geliebten und jetzigen Komplizen Valmont. Zwei Menschen, welche spielend das Lebendige suchen, indem sie ihre Seelen schonungslos entblößen und ihre Körper als Material verschwenden und somit nicht nur ihre eigene Existenz, sondern auch sämtliche gesellschaftliche Normen infrage stellen. Ein lustvoll exekutiertes Intrigenspiel ohne alle moralischen, ethischen oder religiösen Bedenken, der „Todhass der Geschlechter“ (Nietzsche) verschlungen in Liebe und Krieg. „Was soll mir ein Wild ohne die Wollust der Hetze. Ohne den Angstschweiß, den erstickten Atem, den weiß verdrehten Blick. Der Rest ist Verdauung. Meine besten Finten werden mich zum Narren machen wie den Schauspieler das leere Theater. Ich werde mir selbst applaudieren müssen. Der Tiger als Komödiant.“ Die Regisseurin Mizgin Bilmen wurde 1983 in Duisburg geboren, studierte in Dortmund Soziologie und Literaturwissenschaft und mit einer Förderung der Studienstiftung des Deutschen Volkes an der Folkwang Universität der Künste Regie. Mit ihrer Diplominszenierung „autopsie danton“ wurde sie 2014 zum Körber Studio Junge Regie in Hamburg eingeladen. Nach ihrer Arbeit als Regieassistentin am Maxim Gorki Theater Berlin und Mitglied des Regie-Studios am Schauspiel Frankfurt inszenierte sie u.a. am Theater Bielefeld Marc-André Dalbavies Oper „Charlotte Salomon“, wofür sie mit dem Götz-Friedrich-Preis ausgezeichnet wurde, sowie am Konzert Theater Bern und am Staatstheater Karlsruhe. Besetzung Mit: Marina Frenk, Sebastian Grünewald Live-Kamera: Nanna MBS Regie: Mizgin Bilmen Bühne und Kostüme: Cleo Niemeyer Video: Nanna MBS Licht: Denise Potratz Dramaturgie: Ulf Frötzschner


Kategorie: Schauspiel

Tickets: 18 / erm. 9 € Die EUROPA-SHOW von Nico Semsrott und Martin Sonneborn ist der Startschuss für den europäischen Präsidentschaftswahlkampf. Nach dem Erdrutschsieg in der EU-Wahl am 26. Mai wird das Kandidatenduo die Spitzenämter der EU unter sich aufteilen: Semsrott wird Präsident der EU-Kommission, Sonneborn der neue Chulz. Eine Show, die so garantiert nie wiederkommt. Mit Berichten aus Brüssel und Visionen für ein Europa, das vom Ende her gedacht werden muss. Dargestellt in nüchternen Impulsreferaten und peinlich-primitiver Powerpoint-Präsentation. Geplant ist außerdem die Weltpremiere von Wahlwerbespots. Der Abend wird aufgezeichnet.


Kategorie: Diskurs

Lino Capra Vaccina ist ein legendärer Komponist und Perkussionist, der eine einzigartige Version des amerikanischen Minimalismus geschaffen hat. In den frühen 70er Jahren war er Gründungsmitglied der Avantgarde-Ensembles Aktuala und Telaio Magnetico und ein wichtiges Mitglied der Band von Franco Battiato. Mit Gongs, Tuvans Hals und reduzierter analoger Electronica komponierte er in den 70er Jahren das revolutionäre und meditative Album Antico Adagio. Eine seltene Gelegenheit, ihn auf der Bühne zu sehen. [Listen](https://www.youtube.com/watch?v=tBCdn4-bn4w) Screening: Saturnalia 2017 (IT) 18.18min & DJ Set Saturnalia ist das Zusammentreffen einer internationalen Gemeinschaft mit einem starken Interesse an experimenteller Kultur und ungewöhnlicher sozialer Interaktion politischer und spiritueller Natur. Das Treffen findet jeden Juni in Mailand im Macao statt, einer der letzten Festungen kultureller Besetzung. Im Jahr 2017 hatte Saturnalia die größte Teilnehmerzahl, obwohl Macao zu diesem Zeitpunkt Vertreibung angedroht wurde. In diesem Screening wird die Atmosphäre jener Tage dargestellt und zugleich der Frage nachgegangen, was es bedeutet, in der heutigen Zeit im Untergrund zu agieren. Zum Auftakt des Abends spielt Saturnalia-Mitglied und Organisator Arcangelo eine Auswahl italienischer Avantgarde-Musik der 70er-Jahre.


Kategorie: Konzert

In ihrem neuen Projekt in Koproduktion mit der Volksbühne Berlin beschäftigt sich Sasha Waltz mit einer Gesellschaft, der in den Kulissen ihres perfekten Lebensraumes die Welt abhanden gekommen ist. Durch bodenlose Zustände steuert die Choreografie mit 12 Tänzer*innen in einen Enthüllungsprozess. Lichtdesigner David Finn, der mit Sasha Waltz v. a. in ihren großen Opernproduktionen zusammenarbeitete, bespielt eine vollkommen weiße Bühne mit seinen lebendigen Lichtsphären. Das Kostümbild gestaltet Bernd Skodzig, dessen Kreationen Sasha Waltz’ choreografisches Schaffen seit vielen Jahren begleiten. Uraufführung war am 07.03.2019. Eine Produktion von Sasha Waltz & Guests in Koproduktion mit der Volksbühne Berlin. Made in Radialsystem. Sasha Waltz & Guests wird gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa und dem Hauptstadtkulturfonds. [logo sashawaltz 200] [logo senat 200] [logo hkf 60] [logo kulturradio 140]


Kategorie: Tanz

Einlass 21:00, Beginn 22:00 Der Punk muss zurück an die Volksbühne und Kämpfe von Arbeiterinnen und Arbeitern müssen zurück an ein Arbeitertheater. In den letzten Jahren sind zahlreiche Orte in Berlins Mitte verschwunden, an denen Punkbands auftreten können. Wir wollen mit unserer Konzertreihe dem etwas entgegenstellen und Neues etablieren. Wir sind fünf Bühnenarbeiter der Volksbühne, unterstützt von vielen weiteren Kolleginnen und Kollegen des Hauses. Ab Februar wird im Roten Salon alle zwei Monate ein Punkkonzert (2 Bands, 1 DJ) von uns veranstaltet. Das Besondere: Im Zuge jedes Konzertes wird einem Arbeitskampf gedacht. Die Kämpfe liegen sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart. Viele Arbeitskämpfe sind in Vergessenheit geraten. Wir wollen an die Geschichten, die Wut und den Mut der Kolleginnen und Kollegen erinnern. Vor allem wollen wir die Geschichten überhaupt erst mal erzählen. Wir konnten dafür die Schriftstellerin Anna Tüne für uns gewinnen. Sie berät uns und arbeitet die Texte zu den von uns gewählten Arbeitskämpfen aus. Bands: Bensley: & Zerfall DJ Chris Kotze & Sophy Wayne: Punk Deutschpunk 80s Classic Arbeitskampf: San Antonio, Texas: Der Streik gegen Tex-Son 1959-1963 Kontakt: arbeitskaempfe@volksbuehne-berlin.de Verantwortliche: Mattias Kåks, Leander Hagen, Paul Flagmeier, Jan Krüger, Frank Meißner Redaktion/Texte Arbeitskämpfe: Anna Tüne Dramaturgie: Sabine Zielke Bensley: sind Punk! - Punk mit Melodie, Herz und einem offenen Ohr für all das, was niemand als Punk bezeichnen würde. Sie reflektieren sich, die Welt und die Fremde im Menschen und schaffen mit Erlebtem, Gelebtem und Zerlebtem Melodien für das Herz und Texte für die Seele oder die erhobene Faust. Die Großmütter und Väter ihrer Musik sind schnell gefunden und im gleichen Augenblick schon wieder verworfen, denn Bensley: nehmen ihre Einflüsse und sprengen damit die Grenzen ihres Genres. Was bleibt, ist ein Gefühl, eine Melodie, ein Standpunkt oder auch nur ein Grinsen auf der Seele. Aus Freundschaft gegründet, am Leben gewachsen und zur Familie geworden. Danjo, Ole, Julius, Stefan [Hörprobe](https://soundcloud.com/call-it-flensburg) [logo bensley 500] „Die DDR-Punkband ZERFALL gründete sich 1983 spontan bei einem Weihnachtskonzert in der Ost-Berliner Galiläakirche, was sie schon bald auf ‚Platz eins in der Stasi-Hitliste der zu beobachtenden Punkbands‘ katapultierte. Doch trotz ständiger Kontrollen und gelegentlicher Verhaftungen fanden einige Konzerte in verschiedenen Kirchen statt, bis die Band durch die Einberufung des Schlagzeugers zur NVA 1985 faktisch aufgelöst wurde. 2008 kam es dann zu einem überraschenden Auftritt beim Jubiläumskonzert der BLAUEN MÖWEN, einer anderen Ost-Punkband, die in Kreuzberg ihr 25-jähriges Bestehen feierte, und aufgrund des überwältigenden Feedbacks, beschlossen ZERFALL mit neuem Gitarristen weiterzumachen. Fuck die Stasi (2.0)!“ (Ox-Fanzine) [Mehr über die Band](https://de-de.facebook.com/zerfallostpunk.de/) [logo zerfall 400] San Antonio, Texas: Der Streik gegen Tex-Son 1959-1963 Die texanische Stadt San Antonio war und ist bekannt als erzkonservativ und naturgemäß anti-gewerkschaftlich. Der Streik gegen das Unternehmen Tex-Son begann am Freitag, 27. Februar 1959. Er dauerte vier Jahre. Schwesterlich verband er viele Frauen mit mexikanischem Hintergrund mit „normalen“ US-Bürgerinnen, die etwas irreführend Angloschwestern genannt wurden. Dieser Streik hob zum allerersten Mal die rassistisch konnotierte Trennung dieser beiden „ethnisch“ zugeordneten Gruppen auf. Die Gewerkschaft „International Ladies‘ Garment Workers‘ Union“ unterstützte die Frauen. Ferner gelang es den streikenden Frauen, über die Gewerkschaftsgrenzen hinaus große Unterstützung zu finden und dies obwohl ihre Forderungen als militant galten. Sie kämpften sehr offensiv gegen die im Unternehmen herrschenden Niedriglöhne, und sie taten dies mit viel Intelligenz. So präsentierten sie sich stets modisch, wenngleich auch traditionell gekleidet. Dies war eine wirksame List gegen rassistische Vorurteile, wurden doch die Latinas, die oft arm waren, als „schlampig“ gekleidet und schmutzig dargestellt. Eine ihrer Anführerinnen, Sophie Gonzales, trat bei den Picketlines immer in hohen Stöckelschuhen auf. Dies half dabei, die Aufmerksamkeit der Medien zu erregen, half ihnen sogar, die Unterstützung der katholischen Kirche und anderer US-Gewerkschaften zu gewinnen. Es gelang den Frauen ein gewagter Spagat zwischen gewerkschaftlicher Härte und ihrer Selbstdarstellung im Rahmen der gesellschaftlichen Normen von „Feminität“. Möglicherweise lag dem auch eine gesunde Portion Ironie und Selbstironie zugrunde, aber vielleicht auch die stützende Funktion, welche die Aufrechterhaltung eines stolzen und klaren Eigenbildes in vielen Fällen hat. In ihren Argumentationen aber durchbrachen sie niemals die sprachlichen und damit die politischen Codes, die sie sich auferlegt hatten: Sie haben sich in keinerlei ethnische Nischen verweisen lassen, sondern haben stets ihre gemeinsame soziale und ökonomische Lage angeführt, die Lage unter der alle Arbeiterinnen litten, völlig unabhängig ihrer Herkunft. Eloquent und eindrücklich haben sie ihr fleißiges und unterbezahltes Arbeitsleben geschildert. Auch hier wurde augenfällig, dass Rassismus vor allem durchbrochen werden kann durch die konsequente Rückbindung an gemeinsame soziale Interessen. Der vier Jahre dauernde Streik war sehr hart: Die Frauen trafen dann doch zunehmend auf rassistische und sexistische Vorurteile. Man versuchte sie einzuschüchtern: Voodoo-Puppen wurden auf dem Fabrikgelände aufgehängt, gewaltbereite Streikbrecher wurden eingesetzt. Die Arbeitgeber blieben hartnäckig und die Ehemänner verloren auch ihre Geduld. Nach dem vierjährigen Streik ging das Hauptunternehmen Pleite, die Gewerkschaften hatten den Frauen den Rücken gekehrt und die meisten Arbeiterinnen hatten an anderen Orten Arbeit gesucht und gefunden. Die Gewerkschaften hatten mit ihrer nachlassenden Unterstützung eine Riesenchance vertan. Das Unternehmen hatte sich durch Outsourcing und Neugründungen gerettet. Dennoch: Die streikenden Frauen hatten bewiesen, dass Streiks mobilisierend sind, wenn man sich rassistischen und/oder sexistischen Zuordnungen verweigert und sich auf der Basis einer gemeinsamen sozialen Lage, einer gemeinsam erlittenen Diskriminierung und Ausbeutung solidarisiert. „Sie waren keine Mädchen für die Sonntagsschule“, sagte ein Augenzeuge. „Es waren harte Mädchen, denen man Respekt zollen musste, sie waren richtig gut. Sie waren Kämpferinnen!“ In Zeiten, in denen der US-Präsident Furcht und Hass predigt und eine hysterische Verachtung der Latinos zu einem demagogischen Hauptkampffeld gemacht hat, ist es gut, sich an solche Frauen zu erinnern. - Anna Tüne


Kategorie: Konzert

Thorsten Becker hat sich einen schrägen Beitrag zur #MeToo-Debatte einfallen lassen. Ja, man kann sagen, dass sein Mutter-Tochter-Stück ME FIRST das, was zu einer Denunziationskampagne ausgeartet ist, überhaupt erst in den Stand einer Debatte erhebt. Das gelingt, indem er das überstrapazierte Täter-Opfer-Schema dem Gelächter preisgibt. Sind wir in eine neue Epoche des Geschlechterkriegs eingetreten? Ist die Menschheit auf dem Wege, der Natur, die uns, ohne uns zu fragen, entweder als Frauen oder Männer zur Welt kommen lässt, den Prozess zu machen? Wird Diktatur, mit der die Natur uns zu unablässiger Reproduktion zwingt, endgültig zu brechen? Ist das Ideal des aufgehobenen Geschlechterunterschieds in greifbare Nähe gerückt? Selma Zimmer, eine junge Schauspielerin, hat sich diesem Ideal und dem Kampf um seine Verwirklichung verschrieben. Sie hat sich der ASIIBUB (Anti-Sexistische Initiative in Bühnengenossenschaft und Bühnenverein) angeschlossen. Anka Zimmer, ihre Mutter, als Schauspielerin und Persönlichkeit ein unverkennbares Produkt der aufgelösten sozialistischen Gesellschaftsordnung, bietet ihr Angriffsfläche genug. Jetzt zeigt sich: (der) Protest gegen das Prinzip der Fortpflanzung hat immer bestanden. Im täglichen Leben nimmt er die Gestalt des Generationskonfliktes an. Dieser Konflikt, auch wenn er in der Weltliteratur als Auseinandersetzung zwischen Vätern und Söhnen meist einen tragischen Anstrich erhielt, ist seinem Wesen nach komisch, schon weil wir in der Regel im Laufe unseres Lebens in beiden Rollen auftreten müssen. Warnung! Der Besuch der Veranstaltung kann zu nachhaltigen Störungen bei den Ad- und Abduktoren in der Lachmuskulatur führen. Carmen-Maja Antoni vorzustellen heißt, Eulen nach Spree-Athen zu tragen. Seit vielen Jahren ist sie populär durch ihre Theatererfolge und ihre Film- und TV-Auftritte in Serien, Kinofilmen, Fernsehspielen oder Tatorten. Seit 1976 spielt sie Theater am Berliner Ensemble, zuvor in Potsdam und an der Volksbühne, arbeitete mit bedeutenden Regisseuren wie Fritz Marquardt, Benno Besson, Manfred Wekwerth, Heiner Müller, Thomas Langhoff, Claus Peymann, Achim Freyer, George Tabori, Manfred Karge. So war sie die Katharina in Shakespeares Widerspenstigen Zähmung, die Pelega Wlassowa in Gorkis Mutter, die Shen Te in Brechts Sezuan, die Mutter Courage und so weiter, um nur einige ihrer Hauptrollen zu nennen. Seit 2017 ist sie zunehmend im Fernsehen zu sehen. Wer sie besser kennenlernen will, lese ihre Autobiografie Im Leben gibt es keine Proben, in der sie ihr Leben in den Zusammenhang mit der Zeitgeschichte stellt. Jennipher Antoni studierte zunächst Japanologie und Russistik, bis es sie doch noch zum Beruf ihrer Mutter Carmen-Maja Antoni zog. Sie ließ sich an der Filmhochschule "Konrad Wolf" in Potsdam ausbilden (wo inzwischen ihre Mutter auch unterrichtet), arbeitete parallel bereits für den Film. Es war Frank Beyer, der sie entdeckte. Bis 2008 spielte sie im Ensemble des Hans-Otto-Theaters in Potsdam. Seither ist sie freischaffend tätig und hat inzwischen eine ansehnliche Film- und Theater-Biographie vorzuweisen. Genannt seien hier lediglich die Arbeiten mit den Theater-Regisseuren Peter Zadek, Uwe Eric Laufenberg, Katharina Thalbach, Thomas Langhoff oder Adriana Altaras. Thorsten Becker, geboren 1958, wurde sehr früh vom Theater affiziert. 1975 stand er in Wedekinds Frühlings Erwachen als Melchior Gabor auf der Bühne des Kölner Schauspielhauses und besuchte nach dem Abitur das Max Reinhardt Seminar in Wien. Er absolvierte ein Studium der Philosophie, Geschichte, Soziologie und Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin. 1983 stieß er am Bochumer Schauspielhaus auf die von Peymann herangeholte Volkbühnen-Clique um Heiner Müller: Manfred Karge, Matthias Langhoff, Fritz Marquardt. Das Erlebnis wurde prägend für den früh gefeierten Romancier, denn zwei seiner erfolgreichsten Titel, Die Bürgschaft (1985) und Schönes Deutschland (1996), spielen im DDR-Theater-Milieu, an der Volksbühne der erste, im Berliner Ensemble der zweite. Als Dramatiker trat er erst 2006 bei der Einweihung des neu erbauten Hans-Otto-Theaters in Potsdam mit seiner Preußischen Tragödie in gereimten Versen Katte hervor. Jennipher Antoni war in dieser Aufführung die Prinzessin Wilhelmine.


Kategorie: Lesung

Choderlos de Laclos‘ Skandalroman „Gefährliche Liebschaften“ über das zu Ende gehende Zeitalter des Ancien Régime nimmt Heiner Müller als Grundlage für eine Simulationsmaschinerie voller Geschichten über Träume, Begierden, Rivalitäten und Selbstzerfleischungen und konzentriert den Stoff auf einen Machtkampf der Geschlechter zwischen der Marquise de Merteuil und ihrem ehemaligen Geliebten und jetzigen Komplizen Valmont. Zwei Menschen, welche spielend das Lebendige suchen, indem sie ihre Seelen schonungslos entblößen und ihre Körper als Material verschwenden und somit nicht nur ihre eigene Existenz, sondern auch sämtliche gesellschaftliche Normen infrage stellen. Ein lustvoll exekutiertes Intrigenspiel ohne alle moralischen, ethischen oder religiösen Bedenken, der „Todhass der Geschlechter“ (Nietzsche) verschlungen in Liebe und Krieg. „Was soll mir ein Wild ohne die Wollust der Hetze. Ohne den Angstschweiß, den erstickten Atem, den weiß verdrehten Blick. Der Rest ist Verdauung. Meine besten Finten werden mich zum Narren machen wie den Schauspieler das leere Theater. Ich werde mir selbst applaudieren müssen. Der Tiger als Komödiant.“ Die Regisseurin Mizgin Bilmen wurde 1983 in Duisburg geboren, studierte in Dortmund Soziologie und Literaturwissenschaft und mit einer Förderung der Studienstiftung des Deutschen Volkes an der Folkwang Universität der Künste Regie. Mit ihrer Diplominszenierung „autopsie danton“ wurde sie 2014 zum Körber Studio Junge Regie in Hamburg eingeladen. Nach ihrer Arbeit als Regieassistentin am Maxim Gorki Theater Berlin und Mitglied des Regie-Studios am Schauspiel Frankfurt inszenierte sie u.a. am Theater Bielefeld Marc-André Dalbavies Oper „Charlotte Salomon“, wofür sie mit dem Götz-Friedrich-Preis ausgezeichnet wurde, sowie am Konzert Theater Bern und am Staatstheater Karlsruhe. Besetzung Mit: Marina Frenk, Sebastian Grünewald Live-Kamera: Nanna MBS Regie: Mizgin Bilmen Bühne und Kostüme: Cleo Niemeyer Video: Nanna MBS Licht: Denise Potratz Dramaturgie: Ulf Frötzschner


Kategorie: Schauspiel

In ihrem neuen Projekt in Koproduktion mit der Volksbühne Berlin beschäftigt sich Sasha Waltz mit einer Gesellschaft, der in den Kulissen ihres perfekten Lebensraumes die Welt abhanden gekommen ist. Durch bodenlose Zustände steuert die Choreografie mit 12 Tänzer*innen in einen Enthüllungsprozess. Lichtdesigner David Finn, der mit Sasha Waltz v. a. in ihren großen Opernproduktionen zusammenarbeitete, bespielt eine vollkommen weiße Bühne mit seinen lebendigen Lichtsphären. Das Kostümbild gestaltet Bernd Skodzig, dessen Kreationen Sasha Waltz’ choreografisches Schaffen seit vielen Jahren begleiten. Uraufführung war am 07.03.2019. Eine Produktion von Sasha Waltz & Guests in Koproduktion mit der Volksbühne Berlin. Made in Radialsystem. Sasha Waltz & Guests wird gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa und dem Hauptstadtkulturfonds. [logo sashawaltz 200] [logo senat 200] [logo hkf 60] [logo kulturradio 140]


Kategorie: Tanz

Bühneninspektor i.R. Achim Busch gibt in einer ca. 90-minütigen Führung Einblicke in die Geschichte des Hauses, seine Architektur und technischen Gegebenheiten. Tickets können für 4 Euro an der Theaterkasse erworben werden.


Kategorie:

Choderlos de Laclos‘ Skandalroman „Gefährliche Liebschaften“ über das zu Ende gehende Zeitalter des Ancien Régime nimmt Heiner Müller als Grundlage für eine Simulationsmaschinerie voller Geschichten über Träume, Begierden, Rivalitäten und Selbstzerfleischungen und konzentriert den Stoff auf einen Machtkampf der Geschlechter zwischen der Marquise de Merteuil und ihrem ehemaligen Geliebten und jetzigen Komplizen Valmont. Zwei Menschen, welche spielend das Lebendige suchen, indem sie ihre Seelen schonungslos entblößen und ihre Körper als Material verschwenden und somit nicht nur ihre eigene Existenz, sondern auch sämtliche gesellschaftliche Normen infrage stellen. Ein lustvoll exekutiertes Intrigenspiel ohne alle moralischen, ethischen oder religiösen Bedenken, der „Todhass der Geschlechter“ (Nietzsche) verschlungen in Liebe und Krieg. „Was soll mir ein Wild ohne die Wollust der Hetze. Ohne den Angstschweiß, den erstickten Atem, den weiß verdrehten Blick. Der Rest ist Verdauung. Meine besten Finten werden mich zum Narren machen wie den Schauspieler das leere Theater. Ich werde mir selbst applaudieren müssen. Der Tiger als Komödiant.“ Die Regisseurin Mizgin Bilmen wurde 1983 in Duisburg geboren, studierte in Dortmund Soziologie und Literaturwissenschaft und mit einer Förderung der Studienstiftung des Deutschen Volkes an der Folkwang Universität der Künste Regie. Mit ihrer Diplominszenierung „autopsie danton“ wurde sie 2014 zum Körber Studio Junge Regie in Hamburg eingeladen. Nach ihrer Arbeit als Regieassistentin am Maxim Gorki Theater Berlin und Mitglied des Regie-Studios am Schauspiel Frankfurt inszenierte sie u.a. am Theater Bielefeld Marc-André Dalbavies Oper „Charlotte Salomon“, wofür sie mit dem Götz-Friedrich-Preis ausgezeichnet wurde, sowie am Konzert Theater Bern und am Staatstheater Karlsruhe. Besetzung Mit: Marina Frenk, Sebastian Grünewald Live-Kamera: Nanna MBS Regie: Mizgin Bilmen Bühne und Kostüme: Cleo Niemeyer Video: Nanna MBS Licht: Denise Potratz Dramaturgie: Ulf Frötzschner


Kategorie: Schauspiel

In ihrem neuen Projekt in Koproduktion mit der Volksbühne Berlin beschäftigt sich Sasha Waltz mit einer Gesellschaft, der in den Kulissen ihres perfekten Lebensraumes die Welt abhanden gekommen ist. Durch bodenlose Zustände steuert die Choreografie mit 12 Tänzer*innen in einen Enthüllungsprozess. Lichtdesigner David Finn, der mit Sasha Waltz v. a. in ihren großen Opernproduktionen zusammenarbeitete, bespielt eine vollkommen weiße Bühne mit seinen lebendigen Lichtsphären. Das Kostümbild gestaltet Bernd Skodzig, dessen Kreationen Sasha Waltz’ choreografisches Schaffen seit vielen Jahren begleiten. Uraufführung war am 07.03.2019. Eine Produktion von Sasha Waltz & Guests in Koproduktion mit der Volksbühne Berlin. Made in Radialsystem. Sasha Waltz & Guests wird gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa und dem Hauptstadtkulturfonds. [logo sashawaltz 200] [logo senat 200] [logo hkf 60] [logo kulturradio 140]


Kategorie: Tanz

Achtung, explicit lyrics. Wenn Jacinta Nandi ausholt, bleibt kein Auge trocken, weil garantiert gerade vorher ein wenig Sperma hineingespritzt ist. Niemand schreibt so charmant und mit englischem Akzent über Hardcore-Sex, Feminismus und Rassismus wie die Brexit-geplagte Londonerin mit Berliner Wohnsitz und irgendwelchen indischen Wurzeln, vor allem aber mit umwerfendem Humor, der selbst Tragödien zu einem großen Vergnügen macht. Als musikalisches Kontrastprogramm spielt Robert der Schlagerstar auf, der einzig ebenbürtige Konkurrent von Heintje und Roy Black, wenn beide sich zusammen aus ihren Gräbern herausgebuddelt, ein paar Lines Koks gezogen und anschließend auf die Bühne gestiegen sind, um noch einmal wie in den guten alten Zeiten zu singen, was das Zeug hält.


Kategorie: Lesung

In ihrem neuen Projekt in Koproduktion mit der Volksbühne Berlin beschäftigt sich Sasha Waltz mit einer Gesellschaft, der in den Kulissen ihres perfekten Lebensraumes die Welt abhanden gekommen ist. Durch bodenlose Zustände steuert die Choreografie mit 12 Tänzer*innen in einen Enthüllungsprozess. Lichtdesigner David Finn, der mit Sasha Waltz v. a. in ihren großen Opernproduktionen zusammenarbeitete, bespielt eine vollkommen weiße Bühne mit seinen lebendigen Lichtsphären. Das Kostümbild gestaltet Bernd Skodzig, dessen Kreationen Sasha Waltz’ choreografisches Schaffen seit vielen Jahren begleiten. Uraufführung war am 07.03.2019. Eine Produktion von Sasha Waltz & Guests in Koproduktion mit der Volksbühne Berlin. Made in Radialsystem. Sasha Waltz & Guests wird gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa und dem Hauptstadtkulturfonds. [logo sashawaltz 200] [logo senat 200] [logo hkf 60] [logo kulturradio 140]


Kategorie: Tanz

With Erik Bordeleau With the advent of blockchain or distributed ledger technologies, more and more people are experimenting with new logics and protocols of self-organization, embracing and inventing different networked-based, p2p models of governance and value production along the way. Are we moving toward what Lovink and Rossiter have dubbed "organized networks" or "networks with consequences"? What are the different techno-social components defining these emerging distributed autonomous organisations (DAO) and other new organizational forms? How can cryptographically enabled distributed economic-organizational systems - aka economic spaces - allow for the building of radically different modes of collective individuation? This seminar will adopt a practice-based approach. Each session will introduce and discuss some blockchain-based initiatives oriented toward the creation of crypto-scalable commons. We will explore different ways of experimenting with programmable assemblages of smart contracts, semi-automated governance mechanisms, crypto-economics incentives and protocols for interaction designed to facilitate the fruitful alignment of interests and purposes and establish the basis of durable collaborations. The participants to the seminar will thus familiarize themselves with different challenges and issues regarding token logic design and the building of nomadic, anti-fragile socio-technical infrastructures for the coming economy. Registration required. The three-part seminar with Erik Bordeleau is open to all interested parties, regardless of age, occupation or level of education. Due to limited capacity, however, we ask that you submit a short letter about you yourself and your interest in the seminar by March 28th to schoolofdisobedience@protonmail.com. You will then receive additional information directly. Erik Bordeleau is a fugitive financial planner at the Economic Space Agency (ECSA) and researcher at the SenseLab (Montreal, Concordia University). His work articulates at the intersection of political philosophy, financial theory, contemporary art and media studies. He is currently working on the creation of an MA program in cryptoeconomics at the Global Center for Advanced Studies (GCAS) and enjoy, from time to time, the discreet charm of the precariat.


Kategorie:

Eine Opernentwicklung in Zusammenarbeit mit P14 Hallo! Kennen Sie das Bühnenstück Drei Schwestern von Anton Tschechow? Dieser Abend ist genau wie die Drei Schwestern von Anton Tschechow, nur statt Moskau gibt es einen Kometen, der auf die Erde zurast, und nur die drei Milliarden Schwestern versuchen es vielleicht zu verhindern, wenn sie nicht schon so alt wären und immerzu traurig (Irina zum Beispiel ist schon 15). Und dann all die Leute, die ihnen ständig sagen, das versteht ihr noch nicht oder das ist nicht so einfach wie ihr denkt oder es ist ein bisschen komplizierter oder das geht nicht so einfach oder da muss ich erst mal nachfragen, ich melde mich dann bei dir, das kann ich nicht allein entscheiden oder oder oder oder. Die drei Milliarden Schwestern sehen eigentlich nichts Kompliziertes und sie haben ja Recht: Ein Komet fliegt auf die Erde und jemand muss das verhindern. Und wahrscheinlich sind das wenn dann die drei Milliarden Schwestern, die noch jung und ambitioniert sind (manche sagen auch jung und dumm!) und noch echte Schmerzen und Gefühle gegenüber der Weltpolitik und Liebe haben. Werden sie es schaffen? Dazu gibt es unverschämt traurige Musik, das Jugendsinfonieorchester am Georg-Friedrich-Händel-Gymnasium und einen Starauftritt des Sängers Dagobert. Medienpartner: RBB Kulturradio Uraufführung war am 12.10.2018. Besetzung Der Komet: [Lucia Itxaso Kühlmorgen Unzalu](https://www.volksbuehne.berlin/de/personen/4708/lucia-itxaso-kuehlmorgen-unzalu) Irina: [Vladislava Vorobiova](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/5174/vladislava-vorobiova) Mascha: [Zelal Yesilyurt](https://www.volksbuehne.berlin/de/personen/4709/zelal-yesilyurt) Olga: [Leonie Jenning](https://www.volksbuehne.berlin/de/personen/2697/leonie-jenning) Selbstmordfrau Nina Nina Werschinina: [Charlotte Brandhorst](https://www.volksbuehne.berlin/de/personen/2978/charlotte-brandhorst) Mini Nini Werschinina: [Charlotte Brandhorst](https://www.volksbuehne.berlin/de/personen/2978/charlotte-brandhorst) Astronautin Aleksandra Aleksandrawitsch Aleksandrava: [Judith Gailer](https://www.volksbuehne.berlin/de/personen/4704/judith-gailer) Weltraumärztin Vassilissa Vassilissawitsch Vassilissava: [Lilith Krause](https://www.volksbuehne.berlin/de/personen/4707/lilith-krause) Natalja: [Yasmin El Yassini](https://www.volksbuehne.berlin/de/personen/4703/yasmin-el-yassini) Njanja: [Fee Aviv Marschall](https://www.volksbuehne.berlin/de/personen/2494/fee-aviv-marschall) Erwachsene I: [Anne Tismer](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/176/anne-tismer) Erwachsener II: Dagobert Text & Regie: [Bonn Park](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/4711/bonn-park) Komposition: [Ben Roessler](https://www.volksbuehne.berlin/de/haus/kuenstler-innen/4712/ben-roessler) Musik: [Jugendsinfonieorchester Berlin am Georg-Friedrich-Händel-Gymnasium](https://www.volksbuehne.berlin/de/personen/4710/jugendsinfonieorchester-berlin-am-georg-friedrich-haendel-gymnasium) Musikalische Leitung: [Knut Andreas](https://www.volksbuehne.berlin/de/personen/4713/knut-andreas) Musikalische Assistenz: Heike Scharffenberg Bühne & Kostüme: [Leonie Falke](https://www.volksbuehne.berlin/de/personen/4714/leonie-falke), [Laura Kirst](https://www.volksbuehne.berlin/de/personen/4715/laura-kirst) Licht: Hans-Hermann Schulze Ton: Hannes Fritsch, Jörg Wilkendorf Video: Konstantin Hapke, Jackson Ford Dramaturgie: Vanessa Unzalu Troya, Hannah Schünemann Künstlerische Produktionsleitung: Philip Decker, Sabrina Schmidt


Kategorie:

Im radioeins und Freitag Salon setzt sich der Journalist und Verleger Jakob Augstein einmal im Monat mit einem Gast an einen Tisch und redet – über das Politische in der Kultur, über die Gesellschaft und ihre Zwänge, über die Mechanismen von Öffentlichkeit und Lüge, und über das Verschwinden der Demokratie im Kapitalismus. Radio Eins sendet live. Hier verstummt die Erregungsmaschine des Internets. Der Freitag Salon ist "unplugged", wie man früher gesagt hätte. Echte Menschen reden über echte Themen und üben sich in Fähigkeiten, die rar zu werden drohen: Zeit nehmen, zuhören, verstehen, lernen. Das – unerreichte – Vorbild dieses aktuellen politischen Diskussionsformats sind die legendären Gespräche des Journalisten Günter Gaus, die im Fernsehen gezeigt wurden, als dieses noch schwarz-weiß war. [logo radioeins 180] [logo freitag 160]


Kategorie: Diskurs

Mit: Ari Benjamin Meyers und Armen Avanessian Anlässlich des 50. Jahrestages des berühmt-berüchtigten "Busenattentats" auf Theodor W. Adorno am 22. April 1969 durch eine Gruppe von Warhol inspirierter revolutionärer Studentinnen eröffnen Ari Benjamin Meyers und Armen Avanessian offiziell Schizo. Schizo wird eine philosophisch-experimentelle Opernausstellung sein, die drei ikonische Diskurse - oder deren Störung - als Ausgangspunkt für eine neue musikalische und performative Vision philosophischer Forschung nimmt. Die Frankfurter Schule, die Lacansche Psychoanalyse und der französische Poststrukturalismus haben nach wie vor einen wichtigen Einfluss auf die Kunsttheorie und -praxis. Schizo wird sich jedoch weniger auf die Kontinuitäten konzentrieren als vielmehr darauf, die performativen Brüche zu vergegenwärtigen und zu vertiefen, die jeder Diskurs in einer Reihe symbolischer Konfrontationen erfahren hat: der Protest von Studentinnen in Adornos Seminar, die ihre Brüste entblößen, um gegen seine bürgerliche Ästhetik und Politik zu protestieren (1967), Lacans surrealistisch anmutende Provokation der revolutionären Jugend, die mit einem Glas Wasser ins Gesicht beantwortet wurde (1972), und schließlich die berüchtigte Schizo-Konferenz (1975), ein Zusammenprall ästhetischer und politischer Kulturen, der sich als enorm wichtig für den Einfluss der Theorie auf die Kunst weltweit herausstellte. Und dies trotz, oder gerade weil die Konferenz ein performatives Desaster an sich darstellte.


Kategorie: Diskurs

Tickets: 5€ Anlässlich der deutschen Übersetzung seines Buchs Marx oltre Marx (Marx über Marx hinaus), spricht der italienische Politikwissenschaftler Antonio Negri mit Antonella Muzzupappa, Referentin für politische Ökonomie der Rosa-Luxemburg-Stiftung im Grünen Salon. Das 1979 erschienene Buch machte Negri lange vor Empire bekannt. 40 Jahre später sind seine Vorlesungen über die Marx'schen Grundrisse, gehalten an der Universität in Paris auf Einladung von Louis Althusser, längst zum Klassiker geworden. Die Vorlesungen waren auch ein Resümee der operaistischen Marx-Lektüre, die Anfang der 1960er-Jahre in Italien begonnen hatte. Sie markierten zugleich den Übergang in den so genannten Post-Operaismus, der mit Foucault und dem Post-Strukturalismus eine „biopolitische“ Marx-Lesart vornimmt. Laut Negri hatte Marx in den Grundrissen der Kritik der politischen Ökonomie die „revolutionäre Subjektivität“ der Arbeitskraft und ihre Kämpfe als diejenige gesellschaftliche Kraft in den Vordergrund gestellt, auf die das Kapital mit seiner Bewegung reagieren würde. Diese revolutionäre Subjektivität habe Marx aber in seinem Hauptwerk Das Kapital nicht mehr weiter verfolgt - insofern sei er bereits in den Grundrissen, obwohl eigentlich nur Vorarbeiten zum Kapital, „über sich selbst“ hinausgegangen. Im berühmten „Maschinenfragment“ der Grundrisse sage Marx sogar das Ende der kapitalistischen Produktionsweise voraus: Wenn Maschinen und ein „general intellect“ zunehmend die lebendige Arbeit ersetzen, „bricht die auf dem Tauschwert beruhende Produktion zusammen“ (Marx). Negris damalige Lesart erlebt derzeit eine Renaissance. Wurde sie zunächst im Post-Operaismus zum Bezugspunkt in den Debatten über immaterielle Arbeit und Post-Fordismus, so wird sie aktuell auf die Übernahme lebendiger Arbeit durch die Technologien der Digitalisierung und durch die Künstliche Intelligenz bezogen. Eine Kooperation der Volksbühne, Helle Panke e.V., Rosa-Luxemburg-Stiftung und Karl Dietz Verlag Berlin. Italienisch mit deutscher Simultanübersetzung.


Kategorie: Diskurs

Das Ministerium für Staatssicherheit hat den Überblick verloren. Die Bohème im Prenzlauer Berg macht Kunst, der zuständige Minister versteht kein Wort und wittert Hochverrat. Er gründet die Sondereinheit LSD, in der Mitarbeiter zu Künstlern ausgebildet werden. Aus Idioten werden Künstler. Sie unterwandern die subkulturelle Szene und werden Teil der Avantgarde. Aber was, wenn die künstlerisch geschulten Mitarbeiter auf einmal aufregende Kunst machen? Was ist die Kunst denn noch wert, wenn sich herausstellt, dass alle dabei waren? Mit Haußmanns Staatssicherheitstheater gräbt Leander Haußmann den „Schrebergarten der Stasi“ um, inszeniert eine Komödie über den Verrat, die große Stunde der Dilettanten, den Wert der Kunst und die Stasi als verlängerten Arm der kleinbürgerlichen Mittelmäßigkeit. Nach Hauptmanns Einsame Menschen, Plenzdorfs Legende von Paul und Paula und Ibsens Schloss Rosmersholm kehrt Leander Haußmann mit dieser Uraufführung zurück an die Volksbühne. [logo kulturradio 150] Uraufführung war am 14.12.2018.


Kategorie: Schauspiel


Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:31.03.19
© Fotos der Vorstellungen: [+][-]
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