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Staatsoper unter den Linden

Unter den Linden 5-7 - 10117 Berlin

Wegen Umbaus, jetzt im SCHILLER THEATER
Bismarckstraße 110, 10625 Berlin

Tel. 030 / 20 354 481 / Fax: 030 / 20 354 - 204

Januar / Februar / März / April / Mai / Juni / Juli / August / September / Oktober / November / Dezember

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Spielplan für April 2018

Das Gebaren des alternden Sir John Falstaff – ein schlitzohriger Schmarotzer, Lebemann und Möchtegern- Weiberheld – sorgt im spießbürgerlichen Windsor für Aufruhr: Nicht nur, dass er sich auf Kosten anderer seinen Lebensunterhalt ergaunert und seinen dicken Bauch füllt – der über jeden Selbstzweifel erhabene Genussmensch glaubt auch noch, er könne gleich zwei Damen mit gleichlautenden Liebesbriefen Avancen machen und sich sowohl ein Liebesabenteuer als auch einen kleinen »Zuverdienst« davon erhoffen. Die empörten, doch gewitzten Frauen aber schmieden ein Komplott, bei dem sie ganz nebenbei auch noch den Weg für die Liebesheirat der Tochter ebnen. Im Alter von fast 80 Jahren gelang dem längst zum Mythos gewordenen Giuseppe Verdi noch einmal ein sensationeller Erfolg: Ausgehend von der genialen Librettovorlage des wesentlich jüngeren Arrigo Boito schuf er nach fünf Jahrzehnten tragischer Bühnenwerke doch noch ein Meisterwerk der komischen Opernliteratur. Weise und entlarvend, karikierend und auf das Genaueste charakterisierend, fand der alte Verdi mit seinem »Falstaff« zu einer sehr natürlichen und bildhaften Musiksprache voller Wortwitz, rhythmischen Finessen und klanglichen Assoziationen. Weit stärker noch als in früheren Werken meldet sich das Orchester hier durchgängig kommentierend und schlagfertig pointierend zu Wort. Boitos Libretto strotzt derweil nur so vor virtuoser Sprachbeherrschung und Poesie. Mit seinen prallen Bühnencharakteren, turbulenten Ensembles und parodierenden Situationen entpuppte es sich als eine unschätzbare Inspirationsquelle für ein wahres musikalisches Welttheater ganz im Sinne Shakespeares. FESTTAGE-Zyklus hier bestellen. Sonderpreise


Kategorie: Oper

Eine heilsverkündende Gralsbruderschaft hat sich ein strenges Keuschheitsgelübde auferlegt und hütet zwei Reliquien, von denen die Brüder sich ewiges Leben erhoffen: den heiligen Gral und den heiligen Speer. Doch weil ihr Gralskönig Amfortas sich mit der geheimnisvollen Kundry versündigte, ist der Speer in die Hände des einst von der Bruderschaft abgewiesenen Klingsor gelangt, der dem Sünder damit eine nicht heilende Wunde zufügte. Um Amfortas von seinen ewigen Qualen zu erlösen und den Speer zurückzuerlangen, bedarf es laut einer Prophezeihung eines »durch Mitleid wissenden, reinen Toren«. In dem naiven Parsifal glaubt Gurnemanz, der geistige Führer der Bruderschaft, diesen neuen Heiland gefunden zu haben. Doch diesem steht noch ein langer Weg zur Erkenntnis bevor … Am Ende seines Lebens verband Richard Wagner in seinem »Parsifal« christlichen Mythos mit buddhistischen Elementen und Reflexionen aus der Philosophie Schopenhauers und sah darin die von ihm selbst propagierte Idee einer Kunstreligion verwirklicht. Mit einer beseelenden und erhebenden Musik von großer Strahlkraft führt er letztendlich eine religiöse Ideologie vor, die die Überwindung von Sinnlichkeit und Sünde durch Erkenntnis, Mit-Leid und Verweigerung der als verwerflich dargestellten Liebe predigt.


Kategorie: Oper

In nahezu jeder Opernvorstellung sind sie auf der großen Bühne zu hören und zu sehen, zuweilen suchen sie aber auch bewusst den Weg auf das Liedpodium. Dass die Ensemblesolisten der Staatsoper auch die Kunst des Liedgesangs hervorragend beherrschen, kann in einer ganzen Serie von Abenden im Apollo-Saal erlebt werden. Alle Stimmlagen sind vertreten, dazu viele Sprachen und musikalische Stile, sowohl das klassische Repertoire als auch Unbekanntes kann neu und wieder entdeckt werden.


Kategorie: Liederabend

Die mit Abstand berühmteste Oper Wolfgang Amadeus Mozarts ist zugleich auch seine rätselhafteste. Prinz Tamino wird in letzter Sekunde von den drei Damen vor einer Riesenschlange gerettet. Diese zeigen ihm ein Bild von Pamina, in die er sich sofort verliebt. Zusammen mit dem müßiggängerischen Vogelfänger Papageno macht er sich auf die Reise, seine Liebe zu finden, die sich – wie er erfährt – in den Fängen des Sonnenpriesters Sarastro befindet. Um die Frauen ihres Herzens für sich zu gewinnen, sollen sich Tamino und Papageno verschiedenen Prüfungen unterziehen. Schlussendlich werden Tamino und Pamina in den Kreis der Eingeweihten aufgenommen, die Königin der Nacht vernichtet und auch Papageno findet mit Papagena seine große Liebe. August Everdings Inszenierung von 1994 mit den rekonstruierten, einst im Jahr 1816 von Karl Friedrich Schinkel für die Berliner Hofoper Unter den Linden entworfenen Dekorationen – darunter der legendär gewordene Sternenhimmel – gehört zu den absoluten Klassikern im Repertoire der Staatsoper.


Kategorie: Oper

»Kräht ja doch kein Hahn danach und tanzt niemand nach meiner Pfeife«, schrieb Fanny Mendelssohn einmal über ihre Musik. Wie fühlt es sich eigentlich an, seiner Passion nicht nachkommen zu dürfen, weil man ein Mädchen ist? Wie ist das, wenn der jüngere Bruder Felix den Lebenstraum, Komponist zu sein, verwirklichen darf? Und welcher Horizont eröffnet sich Kindern heute, wenn sie Fannys Musik erleben, singen und auf ihr eigenes Leben anwenden? Ausgehend von der Biographie der Komponistin Fanny Mendelssohn entsteht – unter Beteiligung von 30 Kindern, Solisten der Staatsoper und Mitgliedern der Staatskapelle – ein Musiktheaterabend über eine nur wenig bekannte Künstlerin. Das für seine Arbeit mehrfach ausgezeichnete Kinderopernhaus Lichtenberg ermöglicht, unterstützt vom Caritasverband für das Erzbistum Berlin e.V., Kindern von 8 bis 12 Jahren, Musiktheater auf die Bühne zu bringen. Das künstlerische Herzstück bilden die jährlichen Produktionen, die jeweils am Ende der Projektlaufzeit in der Staatsoper sowie im Bezirk Lichtenberg zur Aufführung kommen. Weitere Informationen


Kategorie: Kinder & Jugend

»Kräht ja doch kein Hahn danach und tanzt niemand nach meiner Pfeife«, schrieb Fanny Mendelssohn einmal über ihre Musik. Wie fühlt es sich eigentlich an, seiner Passion nicht nachkommen zu dürfen, weil man ein Mädchen ist? Wie ist das, wenn der jüngere Bruder Felix den Lebenstraum, Komponist zu sein, verwirklichen darf? Und welcher Horizont eröffnet sich Kindern heute, wenn sie Fannys Musik erleben, singen und auf ihr eigenes Leben anwenden? Ausgehend von der Biographie der Komponistin Fanny Mendelssohn entsteht – unter Beteiligung von 30 Kindern, Solisten der Staatsoper und Mitgliedern der Staatskapelle – ein Musiktheaterabend über eine nur wenig bekannte Künstlerin. Das für seine Arbeit mehrfach ausgezeichnete Kinderopernhaus Lichtenberg ermöglicht, unterstützt vom Caritasverband für das Erzbistum Berlin e.V., Kindern von 8 bis 12 Jahren, Musiktheater auf die Bühne zu bringen. Das künstlerische Herzstück bilden die jährlichen Produktionen, die jeweils am Ende der Projektlaufzeit in der Staatsoper sowie im Bezirk Lichtenberg zur Aufführung kommen. Weitere Informationen


Kategorie: Kinder & Jugend

Kinder von 8 bis 14 Jahren und ihre Eltern (bzw. Großeltern oder Paten) bereiten sich gemeinsam auf den Besuch einer Familienvorstellung vor (Termine im Kalendarium). Durch die spielerische Erfahrung im Workshop wird die Oper lebendig und verständlicher. Erwachsene und Kinder fühlen sich in die Figuren ein, setzen Szenen um, hören Musik und singen. Der Workshop ist für Kinder ab 8 Jahren geeignet. Die Teilnahme an den Workshops ist auf 25 Personen begrenzt und kostet 5 EUR für Kinder und 8 EUR für Eltern.


Kategorie: Workshop

Die mit Abstand berühmteste Oper Wolfgang Amadeus Mozarts ist zugleich auch seine rätselhafteste. Prinz Tamino wird in letzter Sekunde von den drei Damen vor einer Riesenschlange gerettet. Diese zeigen ihm ein Bild von Pamina, in die er sich sofort verliebt. Zusammen mit dem müßiggängerischen Vogelfänger Papageno macht er sich auf die Reise, seine Liebe zu finden, die sich – wie er erfährt – in den Fängen des Sonnenpriesters Sarastro befindet. Um die Frauen ihres Herzens für sich zu gewinnen, sollen sich Tamino und Papageno verschiedenen Prüfungen unterziehen. Schlussendlich werden Tamino und Pamina in den Kreis der Eingeweihten aufgenommen, die Königin der Nacht vernichtet und auch Papageno findet mit Papagena seine große Liebe. August Everdings Inszenierung von 1994 mit den rekonstruierten, einst im Jahr 1816 von Karl Friedrich Schinkel für die Berliner Hofoper Unter den Linden entworfenen Dekorationen – darunter der legendär gewordene Sternenhimmel – gehört zu den absoluten Klassikern im Repertoire der Staatsoper.


Kategorie: Oper

Die mit Abstand berühmteste Oper Wolfgang Amadeus Mozarts ist zugleich auch seine rätselhafteste. Prinz Tamino wird in letzter Sekunde von den drei Damen vor einer Riesenschlange gerettet. Diese zeigen ihm ein Bild von Pamina, in die er sich sofort verliebt. Zusammen mit dem müßiggängerischen Vogelfänger Papageno macht er sich auf die Reise, seine Liebe zu finden, die sich – wie er erfährt – in den Fängen des Sonnenpriesters Sarastro befindet. Um die Frauen ihres Herzens für sich zu gewinnen, sollen sich Tamino und Papageno verschiedenen Prüfungen unterziehen. Schlussendlich werden Tamino und Pamina in den Kreis der Eingeweihten aufgenommen, die Königin der Nacht vernichtet und auch Papageno findet mit Papagena seine große Liebe. August Everdings Inszenierung von 1994 mit den rekonstruierten, einst im Jahr 1816 von Karl Friedrich Schinkel für die Berliner Hofoper Unter den Linden entworfenen Dekorationen – darunter der legendär gewordene Sternenhimmel – gehört zu den absoluten Klassikern im Repertoire der Staatsoper.


Kategorie: Oper

»Kräht ja doch kein Hahn danach und tanzt niemand nach meiner Pfeife«, schrieb Fanny Mendelssohn einmal über ihre Musik. Wie fühlt es sich eigentlich an, seiner Passion nicht nachkommen zu dürfen, weil man ein Mädchen ist? Wie ist das, wenn der jüngere Bruder Felix den Lebenstraum, Komponist zu sein, verwirklichen darf? Und welcher Horizont eröffnet sich Kindern heute, wenn sie Fannys Musik erleben, singen und auf ihr eigenes Leben anwenden? Ausgehend von der Biographie der Komponistin Fanny Mendelssohn entsteht – unter Beteiligung von 30 Kindern, Solisten der Staatsoper und Mitgliedern der Staatskapelle – ein Musiktheaterabend über eine nur wenig bekannte Künstlerin. Das für seine Arbeit mehrfach ausgezeichnete Kinderopernhaus Lichtenberg ermöglicht, unterstützt vom Caritasverband für das Erzbistum Berlin e.V., Kindern von 8 bis 12 Jahren, Musiktheater auf die Bühne zu bringen. Das künstlerische Herzstück bilden die jährlichen Produktionen, die jeweils am Ende der Projektlaufzeit in der Staatsoper sowie im Bezirk Lichtenberg zur Aufführung kommen. Weitere Informationen


Kategorie: Kinder & Jugend

Das Bode-Museum mit seinen markanten Kuppeln ist nicht nur äußerlich ein Blickfang, sondern auch in seinem Inneren ein wahres Juwel der Berliner Museumslandschaft. Wer das Gebäude und die Ausstellungen bislang noch nicht gesehen hat, sollte es unbedingt tun, wer bereits ein erfahrener Museumsgänger ist, schaut gewiss auch zum wiederholten Mal hinein. An zehn Sonntagen ist Gelegenheit dazu, kann man den Museumsbesuch doch mit einem Konzert im Gobelinsaal verbinden. Musikerinnen und Musiker der Staatskapelle spielen ein Konzert von 60 bis 70 Minuten Länge, im Anschluss daran können die Räumlichkeiten erkundet und nach dem »Kunstwerk des Tages« gesucht werden. Konzertbesucher und -besucherinnen erwartet vorab ein Sektempfang im stilvollen Museumscafé. Im Anschluss an das Konzert sind nach Vorlage des Tickets entweder ein kleines Kalt- oder Heißgetränk nach Wahl mit einem Stück Kuchen oder Torte zum Preis von 5,80 € oder ein kleines Kalt- oder Heißgetränk nach Wahl mit einer Tagessuppe zum Preis von 6,80 € erhältich. Musik und Kunst – das ist immer eine inspirierende Kombination.


Kategorie: Kammermusik

Eine junge Frau soll sich als Governess auf den Landsitz Bly begeben, um dort für die Erziehung der zwei Waisen Flora und Miles zu sorgen. Auftraggeber ist der Onkel, zugleich Vormund der Waisen, der nicht belästigt werden will und die junge Frau auf absolute Verschwiegenheit über die Vorgänge auf seinem Landsitz einschwört. Tatsächlich geben ihr das Verhalten der beiden Kinder und die Vorkommnisse im Haus Rätsel auf. Auch die Haushälterin Mrs. Grose, die offenbar schon ihr halbes Leben in Bly verbracht hat, scheint ihr nicht ganz durchschaubar. Schließlich glaubt die Governess die schemenhaften Erscheinungen eines Mannes und einer Frau durch die Räume wandeln zu sehen und in ihnen die Geister der ehemaligen Angestellten Peter Quint und Miss Jessel zu erkennen. Dämonische Kräfte scheinen um sich zu greifen und alle Beteiligten heimzusuchen. Am Ende, soviel ist sicher, ist eine Person tot. Alles andere bleibt zu untersuchen … Brittens ebenso rätselhafte wie eindrucksvolle Kammeroper »The Turn of the Screw« (zu deutsch »Die Drehung der Schraube«) spiegelt in ihrer zersplitterten Struktur die scheinbar fragmentarischen und womöglich verzerrten Wahrnehmungen und Erinnerungen der Protagonistin wider. Jede Szene wirft ein anderes Licht auf das Geschehen, das sich aus der Erinnerungsperspektive der Governess nicht zu einem homogenen Ganzen zusammenfügen lässt, sondern eher wie ein Puzzle mit fehlenden Teilen erscheint. Henry James, dessen 1898 erschienene, von frühen tiefenpsychologischen Ideen beeinflusste Erzählung als Vorlage für Brittens Oper diente, bezeichnete diese einst mit Understatement als ein »Spiel seltsamer Begegnungen«.


Kategorie: Oper

Eindrucksvoll ist sie, die »Ahnenreihe« jener Künstler, die in der Geschichte der Berliner Hof- und Staatsoper wie der Hof- und Staatskapelle prägende Rollen gespielt haben. Carl Heinrich Graun, Carl Philipp Emanuel Bach und Johann Friedrich Reichardt im 18. Jahrhundert, Felix Mendelssohn Bartholdy, Giacomo Meyerbeer und Otto Nicolai im Jahrhundert darauf, Richard Strauss, Alban Berg, Paul Hindemith, Darius Milhaud, Otto Klemperer oder Paul Dessau sind nur einige Komponisten und Dirigenten, die bleibende Spuren hinterließen und von denen wichtige Uraufführungen realisiert wurden. Ihnen spüren Mitglieder der Staatskapelle Berlin in zehn Kammerkonzerten nach, immer montagabends im Apollo-Saal.


Kategorie: Kammermusik

Eine junge Frau soll sich als Governess auf den Landsitz Bly begeben, um dort für die Erziehung der zwei Waisen Flora und Miles zu sorgen. Auftraggeber ist der Onkel, zugleich Vormund der Waisen, der nicht belästigt werden will und die junge Frau auf absolute Verschwiegenheit über die Vorgänge auf seinem Landsitz einschwört. Tatsächlich geben ihr das Verhalten der beiden Kinder und die Vorkommnisse im Haus Rätsel auf. Auch die Haushälterin Mrs. Grose, die offenbar schon ihr halbes Leben in Bly verbracht hat, scheint ihr nicht ganz durchschaubar. Schließlich glaubt die Governess die schemenhaften Erscheinungen eines Mannes und einer Frau durch die Räume wandeln zu sehen und in ihnen die Geister der ehemaligen Angestellten Peter Quint und Miss Jessel zu erkennen. Dämonische Kräfte scheinen um sich zu greifen und alle Beteiligten heimzusuchen. Am Ende, soviel ist sicher, ist eine Person tot. Alles andere bleibt zu untersuchen … Brittens ebenso rätselhafte wie eindrucksvolle Kammeroper »The Turn of the Screw« (zu deutsch »Die Drehung der Schraube«) spiegelt in ihrer zersplitterten Struktur die scheinbar fragmentarischen und womöglich verzerrten Wahrnehmungen und Erinnerungen der Protagonistin wider. Jede Szene wirft ein anderes Licht auf das Geschehen, das sich aus der Erinnerungsperspektive der Governess nicht zu einem homogenen Ganzen zusammenfügen lässt, sondern eher wie ein Puzzle mit fehlenden Teilen erscheint. Henry James, dessen 1898 erschienene, von frühen tiefenpsychologischen Ideen beeinflusste Erzählung als Vorlage für Brittens Oper diente, bezeichnete diese einst mit Understatement als ein »Spiel seltsamer Begegnungen«.


Kategorie: Oper

Die mit Abstand berühmteste Oper Wolfgang Amadeus Mozarts ist zugleich auch seine rätselhafteste. Prinz Tamino wird in letzter Sekunde von den drei Damen vor einer Riesenschlange gerettet. Diese zeigen ihm ein Bild von Pamina, in die er sich sofort verliebt. Zusammen mit dem müßiggängerischen Vogelfänger Papageno macht er sich auf die Reise, seine Liebe zu finden, die sich – wie er erfährt – in den Fängen des Sonnenpriesters Sarastro befindet. Um die Frauen ihres Herzens für sich zu gewinnen, sollen sich Tamino und Papageno verschiedenen Prüfungen unterziehen. Schlussendlich werden Tamino und Pamina in den Kreis der Eingeweihten aufgenommen, die Königin der Nacht vernichtet und auch Papageno findet mit Papagena seine große Liebe. August Everdings Inszenierung von 1994 mit den rekonstruierten, einst im Jahr 1816 von Karl Friedrich Schinkel für die Berliner Hofoper Unter den Linden entworfenen Dekorationen – darunter der legendär gewordene Sternenhimmel – gehört zu den absoluten Klassikern im Repertoire der Staatsoper.


Kategorie: Oper

»Kräht ja doch kein Hahn danach und tanzt niemand nach meiner Pfeife«, schrieb Fanny Mendelssohn einmal über ihre Musik. Wie fühlt es sich eigentlich an, seiner Passion nicht nachkommen zu dürfen, weil man ein Mädchen ist? Wie ist das, wenn der jüngere Bruder Felix den Lebenstraum, Komponist zu sein, verwirklichen darf? Und welcher Horizont eröffnet sich Kindern heute, wenn sie Fannys Musik erleben, singen und auf ihr eigenes Leben anwenden? Ausgehend von der Biographie der Komponistin Fanny Mendelssohn entsteht – unter Beteiligung von 30 Kindern, Solisten der Staatsoper und Mitgliedern der Staatskapelle – ein Musiktheaterabend über eine nur wenig bekannte Künstlerin. Das für seine Arbeit mehrfach ausgezeichnete Kinderopernhaus Lichtenberg ermöglicht, unterstützt vom Caritasverband für das Erzbistum Berlin e.V., Kindern von 8 bis 12 Jahren, Musiktheater auf die Bühne zu bringen. Das künstlerische Herzstück bilden die jährlichen Produktionen, die jeweils am Ende der Projektlaufzeit in der Staatsoper sowie im Bezirk Lichtenberg zur Aufführung kommen. Weitere Informationen


Kategorie: Kinder & Jugend

Vor der Kulisse eines fernen Inselparadieses schildert Georges Bizet eine durch wahre Freundschaft verkomplizierte Dreiecksgeschichte: Schon einmal drohte die Liebe zu der jungfräulich geweihten Brahmanin Leïla die langjährigen Freunde Zurga und Nadir zu entzweien. Zwar haben beide Männer einander geschworen, auf die schöne junge Frau zu verzichten, doch weder dieses Versprechen noch das Keuschheitsgelübde Leïlas kann verhindern, dass sie und Nadir bei ihrem Wiedersehen von Verlangen nacheinander übermannt werden. Als das Paar vom Oberpriester ertappt wird, soll Zurga als Anführer des Perlenfischerdorfes das Todesurteil über die beiden Meineidigen verhängen. Hin- und hergerissen zwischen Freundschaft und Eifersucht, Rachewunsch und Pflichtgefühl gerät Zurga ins Wanken – noch dazu als er erfährt, dass es Leïla war, die ihm einst als verfolgtem Flüchtling das Leben rettete… Zwölf Jahre vor dem Welterfolg seiner »Carmen« gelang dem 25-jährigen Bizet mit seinen »Perlenfischern« der Durchbruch als Opernkomponist. Der vom seinerzeit so populären Exotismus durchströmte Stoff inspirierte ihn zu einer hinreißenden Partitur mit äußerst farbenprächtiger Instrumentierung, berückend lyrischen Melodien und dramatisch wirkungsvoller Theatermusik, die sich in großangelegten Chor-Tableaus ebenso entfaltet wie in den sehr innigen, fast schon kammerspielartigen Szenen zwischen den Protagonisten. Den dramatischen wie auch musikalischen Dreh- und Angelpunkt bildet hierbei das berühmte Perlenfischer-Duett »Au fond du temple saint« zwischen Zurga und Nadir – eine Perle der Opernliteratur, der letztlich sogar die Wiederentdeckung der auch heute noch selten gespielten Oper zu verdanken ist.


Kategorie: Oper

»Kräht ja doch kein Hahn danach und tanzt niemand nach meiner Pfeife«, schrieb Fanny Mendelssohn einmal über ihre Musik. Wie fühlt es sich eigentlich an, seiner Passion nicht nachkommen zu dürfen, weil man ein Mädchen ist? Wie ist das, wenn der jüngere Bruder Felix den Lebenstraum, Komponist zu sein, verwirklichen darf? Und welcher Horizont eröffnet sich Kindern heute, wenn sie Fannys Musik erleben, singen und auf ihr eigenes Leben anwenden? Ausgehend von der Biographie der Komponistin Fanny Mendelssohn entsteht – unter Beteiligung von 30 Kindern, Solisten der Staatsoper und Mitgliedern der Staatskapelle – ein Musiktheaterabend über eine nur wenig bekannte Künstlerin. Das für seine Arbeit mehrfach ausgezeichnete Kinderopernhaus Lichtenberg ermöglicht, unterstützt vom Caritasverband für das Erzbistum Berlin e.V., Kindern von 8 bis 12 Jahren, Musiktheater auf die Bühne zu bringen. Das künstlerische Herzstück bilden die jährlichen Produktionen, die jeweils am Ende der Projektlaufzeit in der Staatsoper sowie im Bezirk Lichtenberg zur Aufführung kommen. Weitere Informationen


Kategorie: Kinder & Jugend

Eine junge Frau soll sich als Governess auf den Landsitz Bly begeben, um dort für die Erziehung der zwei Waisen Flora und Miles zu sorgen. Auftraggeber ist der Onkel, zugleich Vormund der Waisen, der nicht belästigt werden will und die junge Frau auf absolute Verschwiegenheit über die Vorgänge auf seinem Landsitz einschwört. Tatsächlich geben ihr das Verhalten der beiden Kinder und die Vorkommnisse im Haus Rätsel auf. Auch die Haushälterin Mrs. Grose, die offenbar schon ihr halbes Leben in Bly verbracht hat, scheint ihr nicht ganz durchschaubar. Schließlich glaubt die Governess die schemenhaften Erscheinungen eines Mannes und einer Frau durch die Räume wandeln zu sehen und in ihnen die Geister der ehemaligen Angestellten Peter Quint und Miss Jessel zu erkennen. Dämonische Kräfte scheinen um sich zu greifen und alle Beteiligten heimzusuchen. Am Ende, soviel ist sicher, ist eine Person tot. Alles andere bleibt zu untersuchen … Brittens ebenso rätselhafte wie eindrucksvolle Kammeroper »The Turn of the Screw« (zu deutsch »Die Drehung der Schraube«) spiegelt in ihrer zersplitterten Struktur die scheinbar fragmentarischen und womöglich verzerrten Wahrnehmungen und Erinnerungen der Protagonistin wider. Jede Szene wirft ein anderes Licht auf das Geschehen, das sich aus der Erinnerungsperspektive der Governess nicht zu einem homogenen Ganzen zusammenfügen lässt, sondern eher wie ein Puzzle mit fehlenden Teilen erscheint. Henry James, dessen 1898 erschienene, von frühen tiefenpsychologischen Ideen beeinflusste Erzählung als Vorlage für Brittens Oper diente, bezeichnete diese einst mit Understatement als ein »Spiel seltsamer Begegnungen«.


Kategorie: Oper

Preußens Hofmusik kehrt an jenen Ort zurück, wo vor mehr als einem Dutzend Jahren das Ensemble und seine Konzertreihe ins Leben gerufen worden sind. An vier Sonntagnachmittagen wird der Apollo-Saal wieder mit Musik aus Barock und Frühklassik bespielt werden, mit Werken von Johann Sebastian Bach und seinen Söhnen, von Graun und Hasse, die den Berliner Opernspielplan der Friderizianischen Zeit dominierten, sowie mit Kompositionen von Stamitz, Händel und Telemann, die europaweit Akzente setzten. Musikerinnen und Musiker der Staatskapelle spielen in Kammerorchestergröße, auf ihren modernen Instrumenten, in historisch informierter Aufführungspraxis.


Kategorie: Kammermusik

»Kräht ja doch kein Hahn danach und tanzt niemand nach meiner Pfeife«, schrieb Fanny Mendelssohn einmal über ihre Musik. Wie fühlt es sich eigentlich an, seiner Passion nicht nachkommen zu dürfen, weil man ein Mädchen ist? Wie ist das, wenn der jüngere Bruder Felix den Lebenstraum, Komponist zu sein, verwirklichen darf? Und welcher Horizont eröffnet sich Kindern heute, wenn sie Fannys Musik erleben, singen und auf ihr eigenes Leben anwenden? Ausgehend von der Biographie der Komponistin Fanny Mendelssohn entsteht – unter Beteiligung von 30 Kindern, Solisten der Staatsoper und Mitgliedern der Staatskapelle – ein Musiktheaterabend über eine nur wenig bekannte Künstlerin. Das für seine Arbeit mehrfach ausgezeichnete Kinderopernhaus Lichtenberg ermöglicht, unterstützt vom Caritasverband für das Erzbistum Berlin e.V., Kindern von 8 bis 12 Jahren, Musiktheater auf die Bühne zu bringen. Das künstlerische Herzstück bilden die jährlichen Produktionen, die jeweils am Ende der Projektlaufzeit in der Staatsoper sowie im Bezirk Lichtenberg zur Aufführung kommen. Weitere Informationen


Kategorie: Kinder & Jugend

Vor der Kulisse eines fernen Inselparadieses schildert Georges Bizet eine durch wahre Freundschaft verkomplizierte Dreiecksgeschichte: Schon einmal drohte die Liebe zu der jungfräulich geweihten Brahmanin Leïla die langjährigen Freunde Zurga und Nadir zu entzweien. Zwar haben beide Männer einander geschworen, auf die schöne junge Frau zu verzichten, doch weder dieses Versprechen noch das Keuschheitsgelübde Leïlas kann verhindern, dass sie und Nadir bei ihrem Wiedersehen von Verlangen nacheinander übermannt werden. Als das Paar vom Oberpriester ertappt wird, soll Zurga als Anführer des Perlenfischerdorfes das Todesurteil über die beiden Meineidigen verhängen. Hin- und hergerissen zwischen Freundschaft und Eifersucht, Rachewunsch und Pflichtgefühl gerät Zurga ins Wanken – noch dazu als er erfährt, dass es Leïla war, die ihm einst als verfolgtem Flüchtling das Leben rettete… Zwölf Jahre vor dem Welterfolg seiner »Carmen« gelang dem 25-jährigen Bizet mit seinen »Perlenfischern« der Durchbruch als Opernkomponist. Der vom seinerzeit so populären Exotismus durchströmte Stoff inspirierte ihn zu einer hinreißenden Partitur mit äußerst farbenprächtiger Instrumentierung, berückend lyrischen Melodien und dramatisch wirkungsvoller Theatermusik, die sich in großangelegten Chor-Tableaus ebenso entfaltet wie in den sehr innigen, fast schon kammerspielartigen Szenen zwischen den Protagonisten. Den dramatischen wie auch musikalischen Dreh- und Angelpunkt bildet hierbei das berühmte Perlenfischer-Duett »Au fond du temple saint« zwischen Zurga und Nadir – eine Perle der Opernliteratur, der letztlich sogar die Wiederentdeckung der auch heute noch selten gespielten Oper zu verdanken ist.


Kategorie: Oper

In nahezu jeder Opernvorstellung sind sie auf der großen Bühne zu hören und zu sehen, zuweilen suchen sie aber auch bewusst den Weg auf das Liedpodium. Dass die Ensemblesolisten der Staatsoper auch die Kunst des Liedgesangs hervorragend beherrschen, kann in einer ganzen Serie von Abenden im Apollo-Saal erlebt werden. Alle Stimmlagen sind vertreten, dazu viele Sprachen und musikalische Stile, sowohl das klassische Repertoire als auch Unbekanntes kann neu und wieder entdeckt werden.


Kategorie: Liederabend


Kategorie: Konzert


Kategorie: Konzert

Eine junge Frau soll sich als Governess auf den Landsitz Bly begeben, um dort für die Erziehung der zwei Waisen Flora und Miles zu sorgen. Auftraggeber ist der Onkel, zugleich Vormund der Waisen, der nicht belästigt werden will und die junge Frau auf absolute Verschwiegenheit über die Vorgänge auf seinem Landsitz einschwört. Tatsächlich geben ihr das Verhalten der beiden Kinder und die Vorkommnisse im Haus Rätsel auf. Auch die Haushälterin Mrs. Grose, die offenbar schon ihr halbes Leben in Bly verbracht hat, scheint ihr nicht ganz durchschaubar. Schließlich glaubt die Governess die schemenhaften Erscheinungen eines Mannes und einer Frau durch die Räume wandeln zu sehen und in ihnen die Geister der ehemaligen Angestellten Peter Quint und Miss Jessel zu erkennen. Dämonische Kräfte scheinen um sich zu greifen und alle Beteiligten heimzusuchen. Am Ende, soviel ist sicher, ist eine Person tot. Alles andere bleibt zu untersuchen … Brittens ebenso rätselhafte wie eindrucksvolle Kammeroper »The Turn of the Screw« (zu deutsch »Die Drehung der Schraube«) spiegelt in ihrer zersplitterten Struktur die scheinbar fragmentarischen und womöglich verzerrten Wahrnehmungen und Erinnerungen der Protagonistin wider. Jede Szene wirft ein anderes Licht auf das Geschehen, das sich aus der Erinnerungsperspektive der Governess nicht zu einem homogenen Ganzen zusammenfügen lässt, sondern eher wie ein Puzzle mit fehlenden Teilen erscheint. Henry James, dessen 1898 erschienene, von frühen tiefenpsychologischen Ideen beeinflusste Erzählung als Vorlage für Brittens Oper diente, bezeichnete diese einst mit Understatement als ein »Spiel seltsamer Begegnungen«.


Kategorie: Oper

Vor der Kulisse eines fernen Inselparadieses schildert Georges Bizet eine durch wahre Freundschaft verkomplizierte Dreiecksgeschichte: Schon einmal drohte die Liebe zu der jungfräulich geweihten Brahmanin Leïla die langjährigen Freunde Zurga und Nadir zu entzweien. Zwar haben beide Männer einander geschworen, auf die schöne junge Frau zu verzichten, doch weder dieses Versprechen noch das Keuschheitsgelübde Leïlas kann verhindern, dass sie und Nadir bei ihrem Wiedersehen von Verlangen nacheinander übermannt werden. Als das Paar vom Oberpriester ertappt wird, soll Zurga als Anführer des Perlenfischerdorfes das Todesurteil über die beiden Meineidigen verhängen. Hin- und hergerissen zwischen Freundschaft und Eifersucht, Rachewunsch und Pflichtgefühl gerät Zurga ins Wanken – noch dazu als er erfährt, dass es Leïla war, die ihm einst als verfolgtem Flüchtling das Leben rettete… Zwölf Jahre vor dem Welterfolg seiner »Carmen« gelang dem 25-jährigen Bizet mit seinen »Perlenfischern« der Durchbruch als Opernkomponist. Der vom seinerzeit so populären Exotismus durchströmte Stoff inspirierte ihn zu einer hinreißenden Partitur mit äußerst farbenprächtiger Instrumentierung, berückend lyrischen Melodien und dramatisch wirkungsvoller Theatermusik, die sich in großangelegten Chor-Tableaus ebenso entfaltet wie in den sehr innigen, fast schon kammerspielartigen Szenen zwischen den Protagonisten. Den dramatischen wie auch musikalischen Dreh- und Angelpunkt bildet hierbei das berühmte Perlenfischer-Duett »Au fond du temple saint« zwischen Zurga und Nadir – eine Perle der Opernliteratur, der letztlich sogar die Wiederentdeckung der auch heute noch selten gespielten Oper zu verdanken ist.


Kategorie: Oper

Ein Angebot für unsere jüngsten Besucher, die zwischen 3 und 6 Jahre alt sind: Die Kinderkonzerte, 2015 von Daniel Barenboim initiiert, gehen in ihre dritte Saison, erstmals im Apollo-Saal. Innerhalb von drei Viertelstunden werden kleine Geschichten und Episoden erzählt, mit und durch Musik, zum Zuhören und zum Mitmachen. Und da wir uns in einem Raum befinden, den ein König, Friedrich II. von Preußen, erbauen ließ, dreht sich auch alles um ebendiesen König. Musikerinnen und Musiker der Staatskapelle spielen, Mitglieder des Internationalen Opernstudios singen, Moderatoren vermitteln durch Worte und Aktionen.


Kategorie: Kinder & Jugend

Ein Angebot für unsere jüngsten Besucher, die zwischen 3 und 6 Jahre alt sind: Die Kinderkonzerte, 2015 von Daniel Barenboim initiiert, gehen in ihre dritte Saison, erstmals im Apollo-Saal. Innerhalb von drei Viertelstunden werden kleine Geschichten und Episoden erzählt, mit und durch Musik, zum Zuhören und zum Mitmachen. Und da wir uns in einem Raum befinden, den ein König, Friedrich II. von Preußen, erbauen ließ, dreht sich auch alles um ebendiesen König. Musikerinnen und Musiker der Staatskapelle spielen, Mitglieder des Internationalen Opernstudios singen, Moderatoren vermitteln durch Worte und Aktionen.


Kategorie: Kinder & Jugend

Genau einhundert Jahre ist es her, dass Igor Strawinsky seine »Historie du Soldat« komponierte, ein tragikomisches Stück für Sprecher, Schauspieler, eine Tänzerin sowie sieben Instrumentalisten. Die Geschichte eines Soldaten, der im Pakt mit dem Teufel eine wundersame Geige gewinnt, dabei aber seine Seele verpfändet, ist eines der Schlüsselwerke der Neuen Musik, in kammermusikalischer Konzentriertheit und präziser Zeichnung der Situationen. Man kann sich davon überzeugen, drei Mal im Apollo-Saal.


Kategorie: Konzert

Eine junge Frau soll sich als Governess auf den Landsitz Bly begeben, um dort für die Erziehung der zwei Waisen Flora und Miles zu sorgen. Auftraggeber ist der Onkel, zugleich Vormund der Waisen, der nicht belästigt werden will und die junge Frau auf absolute Verschwiegenheit über die Vorgänge auf seinem Landsitz einschwört. Tatsächlich geben ihr das Verhalten der beiden Kinder und die Vorkommnisse im Haus Rätsel auf. Auch die Haushälterin Mrs. Grose, die offenbar schon ihr halbes Leben in Bly verbracht hat, scheint ihr nicht ganz durchschaubar. Schließlich glaubt die Governess die schemenhaften Erscheinungen eines Mannes und einer Frau durch die Räume wandeln zu sehen und in ihnen die Geister der ehemaligen Angestellten Peter Quint und Miss Jessel zu erkennen. Dämonische Kräfte scheinen um sich zu greifen und alle Beteiligten heimzusuchen. Am Ende, soviel ist sicher, ist eine Person tot. Alles andere bleibt zu untersuchen … Brittens ebenso rätselhafte wie eindrucksvolle Kammeroper »The Turn of the Screw« (zu deutsch »Die Drehung der Schraube«) spiegelt in ihrer zersplitterten Struktur die scheinbar fragmentarischen und womöglich verzerrten Wahrnehmungen und Erinnerungen der Protagonistin wider. Jede Szene wirft ein anderes Licht auf das Geschehen, das sich aus der Erinnerungsperspektive der Governess nicht zu einem homogenen Ganzen zusammenfügen lässt, sondern eher wie ein Puzzle mit fehlenden Teilen erscheint. Henry James, dessen 1898 erschienene, von frühen tiefenpsychologischen Ideen beeinflusste Erzählung als Vorlage für Brittens Oper diente, bezeichnete diese einst mit Understatement als ein »Spiel seltsamer Begegnungen«.


Kategorie: Oper

Ein Angebot für unsere jüngsten Besucher, die zwischen 3 und 6 Jahre alt sind: Die Kinderkonzerte, 2015 von Daniel Barenboim initiiert, gehen in ihre dritte Saison, erstmals im Apollo-Saal. Innerhalb von drei Viertelstunden werden kleine Geschichten und Episoden erzählt, mit und durch Musik, zum Zuhören und zum Mitmachen. Und da wir uns in einem Raum befinden, den ein König, Friedrich II. von Preußen, erbauen ließ, dreht sich auch alles um ebendiesen König. Musikerinnen und Musiker der Staatskapelle spielen, Mitglieder des Internationalen Opernstudios singen, Moderatoren vermitteln durch Worte und Aktionen.


Kategorie: Kinder & Jugend

Eindrucksvoll ist sie, die »Ahnenreihe« jener Künstler, die in der Geschichte der Berliner Hof- und Staatsoper wie der Hof- und Staatskapelle prägende Rollen gespielt haben. Carl Heinrich Graun, Carl Philipp Emanuel Bach und Johann Friedrich Reichardt im 18. Jahrhundert, Felix Mendelssohn Bartholdy, Giacomo Meyerbeer und Otto Nicolai im Jahrhundert darauf, Richard Strauss, Alban Berg, Paul Hindemith, Darius Milhaud, Otto Klemperer oder Paul Dessau sind nur einige Komponisten und Dirigenten, die bleibende Spuren hinterließen und von denen wichtige Uraufführungen realisiert wurden. Ihnen spüren Mitglieder der Staatskapelle Berlin in zehn Kammerkonzerten nach, immer montagabends im Apollo-Saal.


Kategorie: Kammermusik

Vor der Kulisse eines fernen Inselparadieses schildert Georges Bizet eine durch wahre Freundschaft verkomplizierte Dreiecksgeschichte: Schon einmal drohte die Liebe zu der jungfräulich geweihten Brahmanin Leïla die langjährigen Freunde Zurga und Nadir zu entzweien. Zwar haben beide Männer einander geschworen, auf die schöne junge Frau zu verzichten, doch weder dieses Versprechen noch das Keuschheitsgelübde Leïlas kann verhindern, dass sie und Nadir bei ihrem Wiedersehen von Verlangen nacheinander übermannt werden. Als das Paar vom Oberpriester ertappt wird, soll Zurga als Anführer des Perlenfischerdorfes das Todesurteil über die beiden Meineidigen verhängen. Hin- und hergerissen zwischen Freundschaft und Eifersucht, Rachewunsch und Pflichtgefühl gerät Zurga ins Wanken – noch dazu als er erfährt, dass es Leïla war, die ihm einst als verfolgtem Flüchtling das Leben rettete… Zwölf Jahre vor dem Welterfolg seiner »Carmen« gelang dem 25-jährigen Bizet mit seinen »Perlenfischern« der Durchbruch als Opernkomponist. Der vom seinerzeit so populären Exotismus durchströmte Stoff inspirierte ihn zu einer hinreißenden Partitur mit äußerst farbenprächtiger Instrumentierung, berückend lyrischen Melodien und dramatisch wirkungsvoller Theatermusik, die sich in großangelegten Chor-Tableaus ebenso entfaltet wie in den sehr innigen, fast schon kammerspielartigen Szenen zwischen den Protagonisten. Den dramatischen wie auch musikalischen Dreh- und Angelpunkt bildet hierbei das berühmte Perlenfischer-Duett »Au fond du temple saint« zwischen Zurga und Nadir – eine Perle der Opernliteratur, der letztlich sogar die Wiederentdeckung der auch heute noch selten gespielten Oper zu verdanken ist.


Kategorie: Oper

Das Bode-Museum mit seinen markanten Kuppeln ist nicht nur äußerlich ein Blickfang, sondern auch in seinem Inneren ein wahres Juwel der Berliner Museumslandschaft. Wer das Gebäude und die Ausstellungen bislang noch nicht gesehen hat, sollte es unbedingt tun, wer bereits ein erfahrener Museumsgänger ist, schaut gewiss auch zum wiederholten Mal hinein. An zehn Sonntagen ist Gelegenheit dazu, kann man den Museumsbesuch doch mit einem Konzert im Gobelinsaal verbinden. Musikerinnen und Musiker der Staatskapelle spielen ein Konzert von 60 bis 70 Minuten Länge, im Anschluss daran können die Räumlichkeiten erkundet und nach dem »Kunstwerk des Tages« gesucht werden. Konzertbesucher und -besucherinnen erwartet vorab ein Sektempfang im stilvollen Museumscafé. Im Anschluss an das Konzert sind nach Vorlage des Tickets entweder ein kleines Kalt- oder Heißgetränk nach Wahl mit einem Stück Kuchen oder Torte zum Preis von 5,80 € oder ein kleines Kalt- oder Heißgetränk nach Wahl mit einer Tagessuppe zum Preis von 6,80 € erhältich. Musik und Kunst – das ist immer eine inspirierende Kombination.


Kategorie: Kammermusik

Genau einhundert Jahre ist es her, dass Igor Strawinsky seine »Historie du Soldat« komponierte, ein tragikomisches Stück für Sprecher, Schauspieler, eine Tänzerin sowie sieben Instrumentalisten. Die Geschichte eines Soldaten, der im Pakt mit dem Teufel eine wundersame Geige gewinnt, dabei aber seine Seele verpfändet, ist eines der Schlüsselwerke der Neuen Musik, in kammermusikalischer Konzentriertheit und präziser Zeichnung der Situationen. Man kann sich davon überzeugen, drei Mal im Apollo-Saal.


Kategorie: Konzert


Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:02.03.18
© Fotos der Vorstellungen: Falstaff(/) Parsifal(/) Liedrecital Evelin Novak(/) Die Zauberflöte(/) Fanny! – Wer will mir wehren zu singen(/) Fanny! – Wer will mir wehren zu singen(/) Workshop für Familien - Die Zauberflöte(/) Die Zauberflöte(/) Die Zauberflöte(/) Fanny! – Wer will mir wehren zu singen(/) Museumskonzert VI(/) The turn of the Screw(/) Kammerkonzert V(/) The turn of the Screw(/) Die Zauberflöte(/) Fanny! – Wer will mir wehren zu singen(/) Les pêcheurs de perles(/) Fanny! – Wer will mir wehren zu singen(/) The turn of the Screw(/) Preussens Hofmusik III(/) Fanny! – Wer will mir wehren zu singen(/) Les pêcheurs de perles(/) Liedrecital Katharina Kammerloher(/) Abonnementkonzert VI(/) Abonnementkonzert VI(/) The turn of the Screw(/) Les pêcheurs de perles(/) Teddykonzert(/) Teddykonzert(/) Die Geschichte vom Soldaten(/) The turn of the Screw(/) Teddykonzert(/) Kammerkonzert VI(/) Les pêcheurs de perles(/) Museumskonzert VII(/) Die Geschichte vom Soldaten(/)

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