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Spielplan für April 2019

Zwei fremde Wesen treffen sich. Sie sind beide unterwegs und zufllig in der Kita/Schule gestrandet. Alles, was sie dabei haben, passt in einen Koffer. Es sind Dinge, die ihnen wichtig sind, Dinge, die sie auf ihrer Reise gesammelt haben, praktisches und unpraktisches: Zum Beispiel das indische Saiteninstrument Gopichand, elektrische Zahnbrsten, eine Kleiderbrste und drei Suppenlffel. Und zum Glck kann man mit der eigenen Stimme, den beiden Koffern und ihrem Inhalt auch Musik machen: Da wird der Schneebesen zur Geige, der Koffer verwandelt sich in einen Kontrabass und die drei Suppenlffel klingen wie ein kleines Glockenspiel. Leider sprechen die beiden Reisenden nicht dieselbe Sprache und sind auch sonst sehr verschieden da sind Konflikte und Reibereien vorprogrammiert. Aber mit Klngen und Gesten knnen sich die beiden verstndigen, knnen von sich und ihren mitgebrachten Gegenstnden erzhlen und die klingende Welt des Anderen gemeinsam mit den Kindern im Publikum entdecken ... Schon auf kleine Kinder bt die Welt des Musiktheaters eine groe Faszination aus: Sie lieben es, dem Spiel von Verwandlung und Farben, von Klngen und Bewegung zu folgen und daran teilzuhaben. Im stndigen Wechselspiel von Interaktion und Beobachtung, von Aktivitt und Ruhe, von Klang und Stille knnen sie sich bereits ber lngere Zeitrume konzentrieren und auf ein Bhnenerlebnis einlassen. Deshalb startet die Junge Deutsche Oper im Sommer 2015 mit einem neuen Programm: KUCKUCK IM KOFFER besucht als mobile Produktion Kinder zwischen 3 und 6 Jahren in ihrer Kita oder Schule. Der Komponist Matthias Kaul und die Regisseurin Maria-Magdalena Kwaschik entwickeln ein szenisch-musikalisches Stck fr zwei Sngerdarsteller, das wir vor Ort immer wieder neu entstehen lassen.


Kategorie: Kinder & Jugend

Zwei fremde Wesen treffen sich. Sie sind beide unterwegs und zufllig in der Kita/Schule gestrandet. Alles, was sie dabei haben, passt in einen Koffer. Es sind Dinge, die ihnen wichtig sind, Dinge, die sie auf ihrer Reise gesammelt haben, praktisches und unpraktisches: Zum Beispiel das indische Saiteninstrument Gopichand, elektrische Zahnbrsten, eine Kleiderbrste und drei Suppenlffel. Und zum Glck kann man mit der eigenen Stimme, den beiden Koffern und ihrem Inhalt auch Musik machen: Da wird der Schneebesen zur Geige, der Koffer verwandelt sich in einen Kontrabass und die drei Suppenlffel klingen wie ein kleines Glockenspiel. Leider sprechen die beiden Reisenden nicht dieselbe Sprache und sind auch sonst sehr verschieden da sind Konflikte und Reibereien vorprogrammiert. Aber mit Klngen und Gesten knnen sich die beiden verstndigen, knnen von sich und ihren mitgebrachten Gegenstnden erzhlen und die klingende Welt des Anderen gemeinsam mit den Kindern im Publikum entdecken ... Schon auf kleine Kinder bt die Welt des Musiktheaters eine groe Faszination aus: Sie lieben es, dem Spiel von Verwandlung und Farben, von Klngen und Bewegung zu folgen und daran teilzuhaben. Im stndigen Wechselspiel von Interaktion und Beobachtung, von Aktivitt und Ruhe, von Klang und Stille knnen sie sich bereits ber lngere Zeitrume konzentrieren und auf ein Bhnenerlebnis einlassen. Deshalb startet die Junge Deutsche Oper im Sommer 2015 mit einem neuen Programm: KUCKUCK IM KOFFER besucht als mobile Produktion Kinder zwischen 3 und 6 Jahren in ihrer Kita oder Schule. Der Komponist Matthias Kaul und die Regisseurin Maria-Magdalena Kwaschik entwickeln ein szenisch-musikalisches Stck fr zwei Sngerdarsteller, das wir vor Ort immer wieder neu entstehen lassen.


Kategorie: Kinder & Jugend

Zwei fremde Wesen treffen sich. Sie sind beide unterwegs und zufllig in der Kita/Schule gestrandet. Alles, was sie dabei haben, passt in einen Koffer. Es sind Dinge, die ihnen wichtig sind, Dinge, die sie auf ihrer Reise gesammelt haben, praktisches und unpraktisches: Zum Beispiel das indische Saiteninstrument Gopichand, elektrische Zahnbrsten, eine Kleiderbrste und drei Suppenlffel. Und zum Glck kann man mit der eigenen Stimme, den beiden Koffern und ihrem Inhalt auch Musik machen: Da wird der Schneebesen zur Geige, der Koffer verwandelt sich in einen Kontrabass und die drei Suppenlffel klingen wie ein kleines Glockenspiel. Leider sprechen die beiden Reisenden nicht dieselbe Sprache und sind auch sonst sehr verschieden da sind Konflikte und Reibereien vorprogrammiert. Aber mit Klngen und Gesten knnen sich die beiden verstndigen, knnen von sich und ihren mitgebrachten Gegenstnden erzhlen und die klingende Welt des Anderen gemeinsam mit den Kindern im Publikum entdecken ... Schon auf kleine Kinder bt die Welt des Musiktheaters eine groe Faszination aus: Sie lieben es, dem Spiel von Verwandlung und Farben, von Klngen und Bewegung zu folgen und daran teilzuhaben. Im stndigen Wechselspiel von Interaktion und Beobachtung, von Aktivitt und Ruhe, von Klang und Stille knnen sie sich bereits ber lngere Zeitrume konzentrieren und auf ein Bhnenerlebnis einlassen. Deshalb startet die Junge Deutsche Oper im Sommer 2015 mit einem neuen Programm: KUCKUCK IM KOFFER besucht als mobile Produktion Kinder zwischen 3 und 6 Jahren in ihrer Kita oder Schule. Der Komponist Matthias Kaul und die Regisseurin Maria-Magdalena Kwaschik entwickeln ein szenisch-musikalisches Stck fr zwei Sngerdarsteller, das wir vor Ort immer wieder neu entstehen lassen.


Kategorie: Kinder & Jugend

Mit ihrer Kammermusik-Reihe haben sich die Musiker und Musikerinnen des Orchesters der Deutschen Oper Berlin einen Wunsch erfllt: Inspiriert von zentralen Produktionen des Opernspielplans, stellen sie Konzertprogramme mit Werken zusammen, die ihnen persnlich am Herzen liegen. Dabei werden sie von Sngern aus dem Ensemble des Hauses, aber auch von Gsten untersttzt. Die Konzerte finden in den Bhnenbildern der jeweils aktuellen Tischlerei-Produktion statt, die immer wieder fr neue, unkonventionelle Raumlsungen sorgen.


Kategorie: Klassik

Rom wird beherrscht von den Partikularinteressen und Clan-Kmpfen verfeindeter Adelsfamilien. An der Spitze der Brgerpartei kmpft der charismatische Idealist Rienzi fr Freiheit und Gerechtigkeit, Gre und Frieden. Er geniet das Vertrauen der Kirche und des Volkes. Die Knigswrde lehnt er zwar ab, bernimmt aber mit groen Gedanken im Kopf und im Herzen (Wagner) das Amt des Volkstribuns. Rom, das er liebt wie eine Braut, will er den inneren Frieden und seine einstige Gre zurckgeben. Untersttzt und eingesetzt von der Heiligen Kirche verspricht er, an der Seite eines gesetzgebenden Senats die Rechte des Volkes zu schtzen. Doch der Adel hat sich dem neuen politischen System und seinem Vertreter nur zum Schein untergeordnet. Ein erster Attentatsversuch der Nobili scheitert, den Attenttern droht die Todesstrafe. Adriano, Sohn eines der Verschwrer und der Geliebte der Schwester Rienzis, gert zwischen die Fronten. Er bittet Rienzi um Gnade fr den Vater. Der wirbt schlielich beim Volk dafr, seine Entscheidung, die Attentter am Leben zu lassen, mitzutragen und wendet so die Todesstrafe ab. Doch der Frieden hlt nur kurz. Den Treueschwur, den Rienzi den begnadigten Nobili abverlangt, brechen sie und zetteln neue Unruhen an, die diesmal nur mit hohem Blutzoll auf beiden Seiten niedergeschlagen werden knnen. Die Loyalitt des Volkes zu seinem Tribun brckelt. Als Rienzi den Machtanspruch Roms ber die Grenzen der Stadt hinaus ausweiten will, wendet sich die Kirche von ihm ab. Damit ist der Damm gebrochen, der Retter wird zum Sndenbock. Das Volk ruft zur Steinigung und Verbrennung ihres einstigen Hoffnungstrgers auf. Vor seinem Tod verflucht Rienzi Rom und droht, es mit sich in den Untergang zu reien. Mit RIENZI, seiner vierten Oper, war Wagner der Durchbruch gelungen. Lange ein geradezu populres Werk, verschwand RIENZI nach dem Zweiten Weltkrieg beinahe vllig von den Spielplnen. Hitler selber hatte in der Gestalt des Titelhelden enge Bezge zu seiner eigenen bereits gelebten, aber auch der geplanten Biografie ausgemacht und eine von ihm 1906 (oder 1907) in Linz besuchte Auffhrung geradezu als Initialzndung fr knftiges Wirken gedeutet. Die Nachwelt distanzierte sich von diesem Werk, da auch sie nicht umhin konnte, diese Parallelen zu erkennen, die sich allerdings weniger in biografischen Details manifestieren als in gemeinsamen sprachlichen Topoi, einem umfangreichen Macht- und Erlsungsanspruch und einem Gewaltpotential, das schnell in einen grenzenlosen Zerstrungswillen umzuschlagen droht. Wagner, der seinen Stoff im Roman Edward Bulwer-Lyttons Rienzi, or The Last of the Tribunes, fand, fut mit RIENZI musikalisch und thematisch noch in der Tradition der franzsischen Grand opra, die er allerdings sowohl klanglich als auch inhaltlich bertreffen und berwinden mchte. Die romantische Vorstellung des einsamen, bermenschlichen Helden, der am Unverstndnis der Welt zugrunde geht, ist in RIENZI bereits angelegt. Sie bildet die Keimzelle fr den von Wagner in seinem spteren Werk entfalteten, am Menschen geschulten, dann mythisch berhhten Kosmos. Hte dich, ich beschwre dich, die herrliche Erscheinung deines Ruhms mit eigenen Hnden zu vernichten. Kein Mensch auer dir allein vermag die Fundamente deiner Taten einzureien.- du kannst vernichten, da du den Grund gelegt hast der Baumeister ist immer der beste Zerstrer der eigenen Werke. Du weit, auf welchen Wegen du zum Ruhm emporgestiegen bist.- auf denselben Wegen steigt man von dort wieder herab, und natrlicherweise geht der Abstieg leichter Daran denke, solange es Zeit ist, immer wieder, wie der Jngling bei Terenz sagt. Erwge bitte mit hchstem Eifer, was du tust, prfe dich selbst ganz genau, bedenke, und tusche dich nicht, wer du bist, wer du gewesen bist, woher du kommst, wohin du gehst, wie weit man gehen kann, ohne die Freiheit zu verletzen, welche Stellung und welches Amt du angenommen hast, welche Hoffnung man auf dich gesetzt hat und was du versprochen hast: dann wirst du dich nicht als Herrn der Republik, sondern als deren Diener sehen. (Petrarca an Rienzo, Genua 1347)


Kategorie: Oper

Unsere Fhrungen durch das Zuschauerhaus und ber die Bhnen sowie durch die Probenrume und das Bhnenbildmagazin der Deutschen Oper Berlin vermitteln Ihnen spannende Eindrcke und Wissenswertes ber die Deutsche Oper Berlin und den Alltag hinter den Kulissen. Welches architektonische Konzept verbirgt sich hinter der langen Waschbeton-Fassade an der Bismarckstrae? Wie entsteht ein Bhnenbild? Wie laufen Proben ab? Erfahren Sie auerdem Details zur bewegten Geschichte des Hauses, das heute mit seinen modernen Neuinszenierungen und den frhen Repertoireschtzen einen Querschnitt durch ber 40 Jahre Inszenierungs- und Auffhrungspraxis zu bieten hat.


Kategorie: Fhrung

Prinz Tamino wird von einem wilden Drachen bedroht. In letzter Minute retten ihn drei geheimnisvolle Frauen, Abgesandte der Knigin der Nacht. Als der Vogelfnger Papageno auftaucht und sich mit der Heldentat brstet, bestrafen sie ihn. Dem Prinzen berreichen sie ein Bild von Pamina, der Tochter der Knigin, die vom Herrscher des Sonnentempels, Sarastro, gefangen gehalten wird. Tamino verliebt sich in sie. Da erscheint die Knigin selbst und befiehlt ihm, zusammen mit Papageno Pamina zu retten. Eine Zauberflte soll ihn vor Gefahren schtzen, der widerstrebende Papageno erhlt ein magisches Glockenspiel. Von drei Knaben gefhrt, machen sich die beiden auf den Weg zu Sarastros Burg. Whrend Tamino von den Burgwchtern zweimal zurckgewiesen und beim dritten Mal darber belehrt wird, dass Sarastro nicht der grausame Despot sei, als den ihn die Knigin hingestellt hat, findet Papageno Pamina und versucht mit ihr zu fliehen. Ihren Bewacher Monostatos kann er zwar mit Hilfe des Glockenspiels in Schach halten, aber das Erscheinen Sarastros macht alle Anstrengung zunichte. Papageno, Pamina und Tamino mssen in Sarastros Tempel bleiben. Sie werden aufgefordert, sich lebensgefhrlichen Prfungen zu unterziehen. Als erstes mssen sie schweigen lernen, ein vor allem fr Papageno schwieriges Unterfangen. Als ein altes Weiblein daherkommt, hlt er es nicht mehr aus und fragt sie nach ihrem Namen. Mit einem Donnerschlag verschwindet sie wieder. Papageno trstet sich mit Speis und Trank, die den beiden auf wundersame Weise serviert werden, nur Tamino schweigt und spielt auf seiner Flte. Pamina kommt und ist verzweifelt, weil Tamino nicht mehr mit ihr spricht. Ihre Mutter hat zuvor vergeblich versucht, sie zum Mord an Sarastro zu berreden. Als sie ihrem Leben ein Ende machen will, entreien ihr die drei Knaben den Dolch und fhren sie zu Tamino. Beide durchschreiten, von der Flte geschtzt, Feuer und Wasser, und haben damit alle Prfungen bestanden. Unterdessen wnscht Papageno in seiner Einsamkeit das alte Weib wieder herbei und verspricht ihr, solange sich nichts Besseres findet, sie zur Frau zu nehmen. Da verwandelt sie sich pltzlich in ein junges, hbsches Mdchen, aber die Zeit ist noch nicht gekommen, sie wird ihm wieder entrissen. Vor Verzweiflung will er sich das Leben nehmen, doch die drei Knaben erinnern ihn an das Glockenspiel. Sein Klang ruft Papagena herbei, und beide trumen von einer glcklichen Zukunft. Auch das andere Paar ist glcklich: Tamino und Pamina werden in die Gemeinschaft der Eingeweihten aufgenommen und verherrlichen die Ideale von Natur, Weisheit, Vernunft. Nur die Knigin der Nacht nimmt ein bses Ende: Als sie versucht, mit ihrem Gefolge in den Tempel einzudringen, wird sie von den Mchten der Finsternis verschlungen. Mozarts ZAUBERFLTE, die meistgespielte Oper im deutschen Sprachraum, das vielschichtige Meisterwerk in der ungewhnlichen Mischung aus Wiener Volkstheater und Freimaurermysterium, Mrchen und Mythen, gibt uns bis heute Rtsel auf: Haben Mozart und sein Textdichter Schikaneder mitten im Werk die Fronten gewechselt zwischen der Knigin der Nacht und Sarastro? Ist nicht Misstrauen angezeigt gegenber der allzu heilen Priesterwelt und ihrer Ideologie, die die Welt einteilt in Gut und Bse? Gibt es nicht sogar Spuren einer Distanz zwischen Text und Musik, wie von manchen Mozart-Spezialisten vermutet wird? Gleichwohl ist es gerade die Musik, die die Widersprche der Handlung ins Welthafte erhebt. Sie denunziert ihre Figuren nicht, sondern verleiht ihren Konflikten eine existentielle Dimension. Ohne sie wrde die Oper wie ein irrationales Mrchen klingen.


Kategorie: Oper

Jazz & Breakfast im Restaurant Deutsche Oper [rdo]


Kategorie: Klassik

Prinzessin Donna Clara wird 18 und die ganze Welt berhuft sie mit Geschenken. Ein ganz besonderes Geschenk schickt ihr jedoch der trkische Sultan: Es ist ein lebender Zwerg! Diesem missgestalteten Mann gilt zwischen all der Pracht und Schnheit ihre besondere Aufmerksamkeit. Er verzaubert sie mit seinem Gesang und fasziniert umso mehr, als er nicht um sein ueres wei. Der Zwerg verliebt sich unsterblich in die Prinzessin und durchschaut dabei nicht das kokette Spiel, das diese mit ihm treibt. Doch dann sieht er sich, erstmals in seinem Leben, mit seinem Spiegelbild konfrontiert. Er erkennt die Realitt und bricht tot zusammen. Alexander Zemlinskys DER ZWERG basiert auf Oscar Wildes Kunstmrchen Der Geburtstag der Infantin und wurde 1922 uraufgefhrt. Nach Zemlinskys Tod 1942 im amerikanischen Exil geriet das Werk schnell in Vergessenheit. Erst Ende der 70er Jahre wurde es wiederentdeckt und begeistert seither als subtiles, klangsinnlich schillerndes Seismogramm einer hochkomplexen psychologischen Konstellation. Es inszeniert Tobias Kratzer, der als einer der interessantesten jungen deutschen Opernregisseure gilt, der zuletzt an Husern wie dem Theater Bremen, den Staatstheatern in Karlsruhe und Nrnberg, dem Theater Basel, dem Thtre de la Monnaie Brssel und der Oper Frankfurt arbeitete. Fr das Holland Festival entsteht im Sommer 2018 seine Inszenierung von LES CONTES DHOFFMANN, 2019 wird er in Bayreuth TANNHUSER herausbringen. In Berlin war 2017 seine Version von Rameaus ZOROASTRE an der Komischen Oper Berlin zu erleben. Mit DER ZWERG gibt Tobias Kratzer sein Debt an der Deutschen Oper Berlin.


Kategorie: Oper

Zwei fremde Wesen treffen sich. Sie sind beide unterwegs und zufllig in der Kita/Schule gestrandet. Alles, was sie dabei haben, passt in einen Koffer. Es sind Dinge, die ihnen wichtig sind, Dinge, die sie auf ihrer Reise gesammelt haben, praktisches und unpraktisches: Zum Beispiel das indische Saiteninstrument Gopichand, elektrische Zahnbrsten, eine Kleiderbrste und drei Suppenlffel. Und zum Glck kann man mit der eigenen Stimme, den beiden Koffern und ihrem Inhalt auch Musik machen: Da wird der Schneebesen zur Geige, der Koffer verwandelt sich in einen Kontrabass und die drei Suppenlffel klingen wie ein kleines Glockenspiel. Leider sprechen die beiden Reisenden nicht dieselbe Sprache und sind auch sonst sehr verschieden da sind Konflikte und Reibereien vorprogrammiert. Aber mit Klngen und Gesten knnen sich die beiden verstndigen, knnen von sich und ihren mitgebrachten Gegenstnden erzhlen und die klingende Welt des Anderen gemeinsam mit den Kindern im Publikum entdecken ... Schon auf kleine Kinder bt die Welt des Musiktheaters eine groe Faszination aus: Sie lieben es, dem Spiel von Verwandlung und Farben, von Klngen und Bewegung zu folgen und daran teilzuhaben. Im stndigen Wechselspiel von Interaktion und Beobachtung, von Aktivitt und Ruhe, von Klang und Stille knnen sie sich bereits ber lngere Zeitrume konzentrieren und auf ein Bhnenerlebnis einlassen. Deshalb startet die Junge Deutsche Oper im Sommer 2015 mit einem neuen Programm: KUCKUCK IM KOFFER besucht als mobile Produktion Kinder zwischen 3 und 6 Jahren in ihrer Kita oder Schule. Der Komponist Matthias Kaul und die Regisseurin Maria-Magdalena Kwaschik entwickeln ein szenisch-musikalisches Stck fr zwei Sngerdarsteller, das wir vor Ort immer wieder neu entstehen lassen.


Kategorie: Kinder & Jugend

Zwei fremde Wesen treffen sich. Sie sind beide unterwegs und zufllig in der Kita/Schule gestrandet. Alles, was sie dabei haben, passt in einen Koffer. Es sind Dinge, die ihnen wichtig sind, Dinge, die sie auf ihrer Reise gesammelt haben, praktisches und unpraktisches: Zum Beispiel das indische Saiteninstrument Gopichand, elektrische Zahnbrsten, eine Kleiderbrste und drei Suppenlffel. Und zum Glck kann man mit der eigenen Stimme, den beiden Koffern und ihrem Inhalt auch Musik machen: Da wird der Schneebesen zur Geige, der Koffer verwandelt sich in einen Kontrabass und die drei Suppenlffel klingen wie ein kleines Glockenspiel. Leider sprechen die beiden Reisenden nicht dieselbe Sprache und sind auch sonst sehr verschieden da sind Konflikte und Reibereien vorprogrammiert. Aber mit Klngen und Gesten knnen sich die beiden verstndigen, knnen von sich und ihren mitgebrachten Gegenstnden erzhlen und die klingende Welt des Anderen gemeinsam mit den Kindern im Publikum entdecken ... Schon auf kleine Kinder bt die Welt des Musiktheaters eine groe Faszination aus: Sie lieben es, dem Spiel von Verwandlung und Farben, von Klngen und Bewegung zu folgen und daran teilzuhaben. Im stndigen Wechselspiel von Interaktion und Beobachtung, von Aktivitt und Ruhe, von Klang und Stille knnen sie sich bereits ber lngere Zeitrume konzentrieren und auf ein Bhnenerlebnis einlassen. Deshalb startet die Junge Deutsche Oper im Sommer 2015 mit einem neuen Programm: KUCKUCK IM KOFFER besucht als mobile Produktion Kinder zwischen 3 und 6 Jahren in ihrer Kita oder Schule. Der Komponist Matthias Kaul und die Regisseurin Maria-Magdalena Kwaschik entwickeln ein szenisch-musikalisches Stck fr zwei Sngerdarsteller, das wir vor Ort immer wieder neu entstehen lassen.


Kategorie: Kinder & Jugend

Zwei fremde Wesen treffen sich. Sie sind beide unterwegs und zufllig in der Kita/Schule gestrandet. Alles, was sie dabei haben, passt in einen Koffer. Es sind Dinge, die ihnen wichtig sind, Dinge, die sie auf ihrer Reise gesammelt haben, praktisches und unpraktisches: Zum Beispiel das indische Saiteninstrument Gopichand, elektrische Zahnbrsten, eine Kleiderbrste und drei Suppenlffel. Und zum Glck kann man mit der eigenen Stimme, den beiden Koffern und ihrem Inhalt auch Musik machen: Da wird der Schneebesen zur Geige, der Koffer verwandelt sich in einen Kontrabass und die drei Suppenlffel klingen wie ein kleines Glockenspiel. Leider sprechen die beiden Reisenden nicht dieselbe Sprache und sind auch sonst sehr verschieden da sind Konflikte und Reibereien vorprogrammiert. Aber mit Klngen und Gesten knnen sich die beiden verstndigen, knnen von sich und ihren mitgebrachten Gegenstnden erzhlen und die klingende Welt des Anderen gemeinsam mit den Kindern im Publikum entdecken ... Schon auf kleine Kinder bt die Welt des Musiktheaters eine groe Faszination aus: Sie lieben es, dem Spiel von Verwandlung und Farben, von Klngen und Bewegung zu folgen und daran teilzuhaben. Im stndigen Wechselspiel von Interaktion und Beobachtung, von Aktivitt und Ruhe, von Klang und Stille knnen sie sich bereits ber lngere Zeitrume konzentrieren und auf ein Bhnenerlebnis einlassen. Deshalb startet die Junge Deutsche Oper im Sommer 2015 mit einem neuen Programm: KUCKUCK IM KOFFER besucht als mobile Produktion Kinder zwischen 3 und 6 Jahren in ihrer Kita oder Schule. Der Komponist Matthias Kaul und die Regisseurin Maria-Magdalena Kwaschik entwickeln ein szenisch-musikalisches Stck fr zwei Sngerdarsteller, das wir vor Ort immer wieder neu entstehen lassen.


Kategorie: Kinder & Jugend

Der Marianengraben ist der tiefste Punkt der Erde, unzugngliche Terra incognita, bietet Gelegenheit, tief zu tauchen, ist Chiffre fr die Weiten des Meeres und ein Ort, an dem Wale leben. Er ist fast 2.500 Kilometer lang und bis zu 11.000 Meter tief. Am Grund des Marianengrabens herrscht ein Wasserdruck von ber 1000 bar der Wasserdruck in zehn Meter Tiefe betrgt circa ein bar, ebenso der Luftdruck an der Erdoberflche. Nur drei Menschen sind bislang berhaut in die Tiefen des Marianengrabens vorgedrungen. Und bis heute ist die Tiefsee kaum erforscht wenngleich selbst hier der Mensch bereits seine Spuren in Form von Umweltgiften hinterlassen hat. Fr die drei Preistrger des internationalen Wettbewerbs NEUE SZENEN IV, Feliz Anne Reyes Macahis, Sven Daigger und Josep Planells Schiaffino, ist der Marianengraben Ausgangspunkt und Inspirationsquelle ihrer Arbeit an drei neuen Musiktheaterwerken. Diese entstehen gemeinsam mit den Librettistinnen Uta Bierbaum, Deborah Ktting und Fanny Sorgo und kommen als gemeinsame Produktion der Deutschen Oper Berlin mit der Hochschule fr Musik Hanns Eisler in der Tischlerei zur Urauffhrung gespielt, gesungen und inszeniert von Studierenden der Hochschule. Nunmehr zum vierten Mal setzen damit Oper und Hochschule ihre erfolgreiche Kooperation im Rahmen der NEUEN SZENEN fort und schaffen ein professionelles Forum und zugleich einen Experimentierraum fr ein aufregend neues, junges, zeitgenssisches Musiktheater.


Kategorie: Oper

Zwei fremde Wesen treffen sich. Sie sind beide unterwegs und zufllig in der Kita/Schule gestrandet. Alles, was sie dabei haben, passt in einen Koffer. Es sind Dinge, die ihnen wichtig sind, Dinge, die sie auf ihrer Reise gesammelt haben, praktisches und unpraktisches: Zum Beispiel das indische Saiteninstrument Gopichand, elektrische Zahnbrsten, eine Kleiderbrste und drei Suppenlffel. Und zum Glck kann man mit der eigenen Stimme, den beiden Koffern und ihrem Inhalt auch Musik machen: Da wird der Schneebesen zur Geige, der Koffer verwandelt sich in einen Kontrabass und die drei Suppenlffel klingen wie ein kleines Glockenspiel. Leider sprechen die beiden Reisenden nicht dieselbe Sprache und sind auch sonst sehr verschieden da sind Konflikte und Reibereien vorprogrammiert. Aber mit Klngen und Gesten knnen sich die beiden verstndigen, knnen von sich und ihren mitgebrachten Gegenstnden erzhlen und die klingende Welt des Anderen gemeinsam mit den Kindern im Publikum entdecken ... Schon auf kleine Kinder bt die Welt des Musiktheaters eine groe Faszination aus: Sie lieben es, dem Spiel von Verwandlung und Farben, von Klngen und Bewegung zu folgen und daran teilzuhaben. Im stndigen Wechselspiel von Interaktion und Beobachtung, von Aktivitt und Ruhe, von Klang und Stille knnen sie sich bereits ber lngere Zeitrume konzentrieren und auf ein Bhnenerlebnis einlassen. Deshalb startet die Junge Deutsche Oper im Sommer 2015 mit einem neuen Programm: KUCKUCK IM KOFFER besucht als mobile Produktion Kinder zwischen 3 und 6 Jahren in ihrer Kita oder Schule. Der Komponist Matthias Kaul und die Regisseurin Maria-Magdalena Kwaschik entwickeln ein szenisch-musikalisches Stck fr zwei Sngerdarsteller, das wir vor Ort immer wieder neu entstehen lassen.


Kategorie: Kinder & Jugend

Prinzessin Donna Clara wird 18 und die ganze Welt berhuft sie mit Geschenken. Ein ganz besonderes Geschenk schickt ihr jedoch der trkische Sultan: Es ist ein lebender Zwerg! Diesem missgestalteten Mann gilt zwischen all der Pracht und Schnheit ihre besondere Aufmerksamkeit. Er verzaubert sie mit seinem Gesang und fasziniert umso mehr, als er nicht um sein ueres wei. Der Zwerg verliebt sich unsterblich in die Prinzessin und durchschaut dabei nicht das kokette Spiel, das diese mit ihm treibt. Doch dann sieht er sich, erstmals in seinem Leben, mit seinem Spiegelbild konfrontiert. Er erkennt die Realitt und bricht tot zusammen. Alexander Zemlinskys DER ZWERG basiert auf Oscar Wildes Kunstmrchen Der Geburtstag der Infantin und wurde 1922 uraufgefhrt. Nach Zemlinskys Tod 1942 im amerikanischen Exil geriet das Werk schnell in Vergessenheit. Erst Ende der 70er Jahre wurde es wiederentdeckt und begeistert seither als subtiles, klangsinnlich schillerndes Seismogramm einer hochkomplexen psychologischen Konstellation. Es inszeniert Tobias Kratzer, der als einer der interessantesten jungen deutschen Opernregisseure gilt, der zuletzt an Husern wie dem Theater Bremen, den Staatstheatern in Karlsruhe und Nrnberg, dem Theater Basel, dem Thtre de la Monnaie Brssel und der Oper Frankfurt arbeitete. Fr das Holland Festival entsteht im Sommer 2018 seine Inszenierung von LES CONTES DHOFFMANN, 2019 wird er in Bayreuth TANNHUSER herausbringen. In Berlin war 2017 seine Version von Rameaus ZOROASTRE an der Komischen Oper Berlin zu erleben. Mit DER ZWERG gibt Tobias Kratzer sein Debt an der Deutschen Oper Berlin.


Kategorie: Oper

Unsere Fhrungen durch das Zuschauerhaus und ber die Bhnen sowie durch die Probenrume und das Bhnenbildmagazin der Deutschen Oper Berlin vermitteln Ihnen spannende Eindrcke und Wissenswertes ber die Deutsche Oper Berlin und den Alltag hinter den Kulissen. Welches architektonische Konzept verbirgt sich hinter der langen Waschbeton-Fassade an der Bismarckstrae? Wie entsteht ein Bhnenbild? Wie laufen Proben ab? Erfahren Sie auerdem Details zur bewegten Geschichte des Hauses, das heute mit seinen modernen Neuinszenierungen und den frhen Repertoireschtzen einen Querschnitt durch ber 40 Jahre Inszenierungs- und Auffhrungspraxis zu bieten hat.


Kategorie: Fhrung

Die literarische Vorlage zu Puccinis Folteroper (Oskar Bie) lieferte Victorien Sardou (18311908) mit seinem erfolgreichen Theaterstck LA TOSCA, das 1887 in Paris mit Sarah Bernhardt in der Titelrolle uraufgefhrt wurde. Nachdem Puccini 1889 das Stck auf einer Tournee in Mailand erlebt hatte, war er auf Anhieb begeistert von dem Stoff. Aber der TOSCA-Plan bleibt zunchst sechs Jahre liegen, bis Puccini, vermutlich angeregt durch eine weitere Auffhrung des Sardou-Dramas in Florenz und durch Luigi Illicas Arbeit an einem TOSCA-Libretto fr den Komponisten Alberto Franchetti (18601942), Interesse an dem Stoff findet. Nach einer Verschwrung zwischen Puccini, Illica und Ricordi gelingt es dem Verleger, Franchetti zur Aufgabe seines TOSCA-Projektes zu bewegen und Puccini die Vertonungsrechte zu berlassen. Wie in allen Opern Puccinis zeigt auch TOSCA, wie sich menschliche Aufmerksamkeit und kulinarisches Vergngen einander bedingen knnen, wenn die knstlerischen Intentionen des Komponisten zum Mastab der Interpretation werden. Der Aufschrei wie die Resignation sind die wesentlichen Bedingungen der humanen Aufmerksamkeit Puccinis: Das Mitleid, das er komponierte, begngt sich nicht mit abstrakten Gesten, sondern zielt auf Unruhe, auf Vernderung. Aus den kleinen Dingen, die Puccini mit modernem Understatement als seinen Gegenstand bezeichnete, werden groe, sofern wir das nur wollen. Der Zusammenhang zwischen Puccinis direkt und indirekt vom Geist Zolas, Hauptmanns und Gorkis beeinflusster Stoffwahl und seiner Kompositionsweise lsst darauf schlieen, dass man ihm mit der Bezeichnung als Verdi-Nachfolger mit dem Etikett des Verismo versieht. Bekanntlich war er ein groer Wagner-Verehrer, aber alles andere als ein Epigone. Vielmehr schuf er eine sehr persnliche Verbindung aus einigen Errungenschaften beider. Alle gewonnenen Verfeinerungen der Harmonie und alle Differenzierungen der Instrumentation verarbeitend, erlste er dennoch die Stimme aus der orchestralen Verflechtung und gab ihr zugleich ein weitaus gebrocheneres, klangsensibleres Accompagnato im Orchester als der radikale Lakoniker Verdi. Dafr steht auch die sthetische Thematik der TOSCA. Der musikalische Gestus ist ebenso brutal wie zrtlich, intelligent wie sentimental, przise wie trumerisch. Puccini mchte unbedingt Lebenswahrheit, Genauigkeit auch des musikalischen Details, soziale Aufmerksamkeit, den poetischen Klang des scheinbar Alltglichen, das Heroische mit Kalkl, den Kontrast zwischen engagierter Leidenschaft und khler Distanz. Der Polizeichef Scarpia, die Sngerin Floria Tosca und der Maler Cavaradossi beanspruchen Freiheit in jeder persnlichen Variante: als dynamisch-subjektiven Machtanspruch (Scarpia), als auf Vernderung zielendes rebellisches Ethos (Cavaradossi), als private, schlichte und zugleich grenzenlose Liebe (Tosca). In einer Zeit epochaler Umwlzungen gewinnen solche Haltungen exemplarische Sinnflligkeit. Je nachdem, wie wir uns und Puccini in dieser Zeit begreifen, bleibt TOSCA eine Schauerromanze oder gert zum Menetekel des Themas Freiheit. Jedenfalls bezahlt jeder der kontrren Partner diese Dreiecksgeschichte mit dem Tod. Ihr Sterben nimmt keine Erlsungsgloriole fr sich in Anspruch, sondern ist bitter, entsetzlich, definitiv. Gtz Friedrichs 1987 vorgenommene Neueinstudierung von Boleslaw Barlogs geradliniger und auf szenische Konkretheit bedachter Inszenierung aus dem Jahr 1969 nimmt die Intentionen Puccinis beim Wort die gegenseitige Bedingtheit von menschlicher Aufmerksamkeit und kulinarischem Vergngen wird von der Musik inspiriert zum Ausgangspunkt auch der szenischen Interpretation.


Kategorie: Oper

Der Marianengraben ist der tiefste Punkt der Erde, unzugngliche Terra incognita, bietet Gelegenheit, tief zu tauchen, ist Chiffre fr die Weiten des Meeres und ein Ort, an dem Wale leben. Er ist fast 2.500 Kilometer lang und bis zu 11.000 Meter tief. Am Grund des Marianengrabens herrscht ein Wasserdruck von ber 1000 bar der Wasserdruck in zehn Meter Tiefe betrgt circa ein bar, ebenso der Luftdruck an der Erdoberflche. Nur drei Menschen sind bislang berhaut in die Tiefen des Marianengrabens vorgedrungen. Und bis heute ist die Tiefsee kaum erforscht wenngleich selbst hier der Mensch bereits seine Spuren in Form von Umweltgiften hinterlassen hat. Fr die drei Preistrger des internationalen Wettbewerbs NEUE SZENEN IV, Feliz Anne Reyes Macahis, Sven Daigger und Josep Planells Schiaffino, ist der Marianengraben Ausgangspunkt und Inspirationsquelle ihrer Arbeit an drei neuen Musiktheaterwerken. Diese entstehen gemeinsam mit den Librettistinnen Uta Bierbaum, Deborah Ktting und Fanny Sorgo und kommen als gemeinsame Produktion der Deutschen Oper Berlin mit der Hochschule fr Musik Hanns Eisler in der Tischlerei zur Urauffhrung gespielt, gesungen und inszeniert von Studierenden der Hochschule. Nunmehr zum vierten Mal setzen damit Oper und Hochschule ihre erfolgreiche Kooperation im Rahmen der NEUEN SZENEN fort und schaffen ein professionelles Forum und zugleich einen Experimentierraum fr ein aufregend neues, junges, zeitgenssisches Musiktheater.


Kategorie: Oper

Als Vorbereitung auf den Vorstellungsbesuch bieten wir Workshops fr Kinder mit einem Eltern- oder Groelternteil an. Dabei ist Mitmachen gefragt: Mit Stimme, Theaterspiel und einfachen Instrumenten entdeckt Ihr das Stck und die Inszenierung.


Kategorie: Workshop

Seit ihrer Grndung im November 1912 gilt die Deutsche Oper Berlin als eine der international bedeutendsten Spielsttten fr das Musiktheater Richard Wagners. Bereits im Jahr 1914 war das Haus an der Bismarckstrae nach Ablauf der Bayreuther Schutzfrist von Wagners PARSIFAL eine der ersten deutschen Bhnen, die dieses Werk auf den Spielplan setzten. Zum 100jhrigen Bestehen der Deutschen Oper im Oktober 2012 wurden die Feierlichkeiten mit einer PARSIFAL-Neuproduktion gekrnt. Generalmusikdirektor Donald Runnicles arbeitete dabei zum ersten Mal mit dem Regisseur Philipp Stlzl zusammen. Im freien dichterischen Umgang mit Motiven aus unterschiedlichsten Sagen, der christlichen und buddhistischen Religion sowie Schopenhauers Ideenwelt schuf Richard Wagner mit seinem PARSIFAL einen eigenen, neuen Mythos. Der Wunsch nach Erlsung begleitete Wagner selbst jahrzehntelang, im PARSIFAL stellte er sich der Frage der privaten wie gesellschaftlichen Errettung auf knstlerischer Ebene mit besonderer Intensitt. Eine starke Fhrungspersnlichkeit wird ersehnt, die Gesellschaft soll erneuert werden. Doch auch die Einsetzung des neuen Herrschers Parsifals ist nur eine weitere Etappe im sich wiederholenden, erstarrten Ritual der Macht. Philipp Stlzl rckt Fragen nach dem Aggressionspotential und Fanatismus hermetischer Religionsgemeinschaften ins Zentrum seiner Auseinandersetzung mit Wagners Bhnenweihfestspiel. Antiaufklrerische Weltsicht, Wunderglaube und eine auch gewaltttige Abgrenzung von Auenseiterfiguren wie Kundry sind Themen, die auf einer Zeitreise durch Jahrtausende in opulenten Tableaus ihren Niederschlag finden. Philipp Stlzl begann seine Laufbahn 1988 an den Mnchner Kammerspielen als Bhnenbild- und Kostmassistent u. a. von Jrgen Rose und Ezio Toffolutti. Als freier Bhnen- und Kostmbildner arbeitete er mit Regisseuren wie Armin Petras und Thomas Langhoff. Ab 1997 drehte er Musikvideos fr die sterreichische Produktionsfirma doro, wo ihm mit Rammsteins Du riechst so gut der Durchbruch gelang. Es folgten Videos fr Westernhagen, Die rzte, Die toten Hosen, Madonna, Mick Jagger, Luciano Pavarotti. Gleichzeitig realisierte er Werbefilme fr Sony, BMW, Nokia und Rolex. 2001 fhrte Stlzl Regie bei seinem ersten Spielfilm Baby, eine Tragikomdie. Im Herbst 2008 kam sein Film Nordwand in die Kinos. Mit der Inszenierung von Webers FREISCHTZ debtierte Philipp Stlzl 2005 in Meiningen und sorgte als Opernregisseur in den folgenden Jahren bei der Ruhrtriennale und den Salzburger Festspielen, am Theater Basel, an der Staatsoper Stuttgart und an der Staatsoper Berlin fr Aufsehen. Nach DER FLIEGENDE HOLLNDER am Theater Basel und RIENZI an der Deutschen Oper Berlin setzte Stlzl mit PARSIFAL seine Auseinandersetzung mit dem Musiktheater Richard Wagners fort.


Kategorie: Oper

Der Marianengraben ist der tiefste Punkt der Erde, unzugngliche Terra incognita, bietet Gelegenheit, tief zu tauchen, ist Chiffre fr die Weiten des Meeres und ein Ort, an dem Wale leben. Er ist fast 2.500 Kilometer lang und bis zu 11.000 Meter tief. Am Grund des Marianengrabens herrscht ein Wasserdruck von ber 1000 bar der Wasserdruck in zehn Meter Tiefe betrgt circa ein bar, ebenso der Luftdruck an der Erdoberflche. Nur drei Menschen sind bislang berhaut in die Tiefen des Marianengrabens vorgedrungen. Und bis heute ist die Tiefsee kaum erforscht wenngleich selbst hier der Mensch bereits seine Spuren in Form von Umweltgiften hinterlassen hat. Fr die drei Preistrger des internationalen Wettbewerbs NEUE SZENEN IV, Feliz Anne Reyes Macahis, Sven Daigger und Josep Planells Schiaffino, ist der Marianengraben Ausgangspunkt und Inspirationsquelle ihrer Arbeit an drei neuen Musiktheaterwerken. Diese entstehen gemeinsam mit den Librettistinnen Uta Bierbaum, Deborah Ktting und Fanny Sorgo und kommen als gemeinsame Produktion der Deutschen Oper Berlin mit der Hochschule fr Musik Hanns Eisler in der Tischlerei zur Urauffhrung gespielt, gesungen und inszeniert von Studierenden der Hochschule. Nunmehr zum vierten Mal setzen damit Oper und Hochschule ihre erfolgreiche Kooperation im Rahmen der NEUEN SZENEN fort und schaffen ein professionelles Forum und zugleich einen Experimentierraum fr ein aufregend neues, junges, zeitgenssisches Musiktheater.


Kategorie: Oper

Der Marianengraben ist der tiefste Punkt der Erde, unzugngliche Terra incognita, bietet Gelegenheit, tief zu tauchen, ist Chiffre fr die Weiten des Meeres und ein Ort, an dem Wale leben. Er ist fast 2.500 Kilometer lang und bis zu 11.000 Meter tief. Am Grund des Marianengrabens herrscht ein Wasserdruck von ber 1000 bar der Wasserdruck in zehn Meter Tiefe betrgt circa ein bar, ebenso der Luftdruck an der Erdoberflche. Nur drei Menschen sind bislang berhaut in die Tiefen des Marianengrabens vorgedrungen. Und bis heute ist die Tiefsee kaum erforscht wenngleich selbst hier der Mensch bereits seine Spuren in Form von Umweltgiften hinterlassen hat. Fr die drei Preistrger des internationalen Wettbewerbs NEUE SZENEN IV, Feliz Anne Reyes Macahis, Sven Daigger und Josep Planells Schiaffino, ist der Marianengraben Ausgangspunkt und Inspirationsquelle ihrer Arbeit an drei neuen Musiktheaterwerken. Diese entstehen gemeinsam mit den Librettistinnen Uta Bierbaum, Deborah Ktting und Fanny Sorgo und kommen als gemeinsame Produktion der Deutschen Oper Berlin mit der Hochschule fr Musik Hanns Eisler in der Tischlerei zur Urauffhrung gespielt, gesungen und inszeniert von Studierenden der Hochschule. Nunmehr zum vierten Mal setzen damit Oper und Hochschule ihre erfolgreiche Kooperation im Rahmen der NEUEN SZENEN fort und schaffen ein professionelles Forum und zugleich einen Experimentierraum fr ein aufregend neues, junges, zeitgenssisches Musiktheater.


Kategorie: Oper

Rom wird beherrscht von den Partikularinteressen und Clan-Kmpfen verfeindeter Adelsfamilien. An der Spitze der Brgerpartei kmpft der charismatische Idealist Rienzi fr Freiheit und Gerechtigkeit, Gre und Frieden. Er geniet das Vertrauen der Kirche und des Volkes. Die Knigswrde lehnt er zwar ab, bernimmt aber mit groen Gedanken im Kopf und im Herzen (Wagner) das Amt des Volkstribuns. Rom, das er liebt wie eine Braut, will er den inneren Frieden und seine einstige Gre zurckgeben. Untersttzt und eingesetzt von der Heiligen Kirche verspricht er, an der Seite eines gesetzgebenden Senats die Rechte des Volkes zu schtzen. Doch der Adel hat sich dem neuen politischen System und seinem Vertreter nur zum Schein untergeordnet. Ein erster Attentatsversuch der Nobili scheitert, den Attenttern droht die Todesstrafe. Adriano, Sohn eines der Verschwrer und der Geliebte der Schwester Rienzis, gert zwischen die Fronten. Er bittet Rienzi um Gnade fr den Vater. Der wirbt schlielich beim Volk dafr, seine Entscheidung, die Attentter am Leben zu lassen, mitzutragen und wendet so die Todesstrafe ab. Doch der Frieden hlt nur kurz. Den Treueschwur, den Rienzi den begnadigten Nobili abverlangt, brechen sie und zetteln neue Unruhen an, die diesmal nur mit hohem Blutzoll auf beiden Seiten niedergeschlagen werden knnen. Die Loyalitt des Volkes zu seinem Tribun brckelt. Als Rienzi den Machtanspruch Roms ber die Grenzen der Stadt hinaus ausweiten will, wendet sich die Kirche von ihm ab. Damit ist der Damm gebrochen, der Retter wird zum Sndenbock. Das Volk ruft zur Steinigung und Verbrennung ihres einstigen Hoffnungstrgers auf. Vor seinem Tod verflucht Rienzi Rom und droht, es mit sich in den Untergang zu reien. Mit RIENZI, seiner vierten Oper, war Wagner der Durchbruch gelungen. Lange ein geradezu populres Werk, verschwand RIENZI nach dem Zweiten Weltkrieg beinahe vllig von den Spielplnen. Hitler selber hatte in der Gestalt des Titelhelden enge Bezge zu seiner eigenen bereits gelebten, aber auch der geplanten Biografie ausgemacht und eine von ihm 1906 (oder 1907) in Linz besuchte Auffhrung geradezu als Initialzndung fr knftiges Wirken gedeutet. Die Nachwelt distanzierte sich von diesem Werk, da auch sie nicht umhin konnte, diese Parallelen zu erkennen, die sich allerdings weniger in biografischen Details manifestieren als in gemeinsamen sprachlichen Topoi, einem umfangreichen Macht- und Erlsungsanspruch und einem Gewaltpotential, das schnell in einen grenzenlosen Zerstrungswillen umzuschlagen droht. Wagner, der seinen Stoff im Roman Edward Bulwer-Lyttons Rienzi, or The Last of the Tribunes, fand, fut mit RIENZI musikalisch und thematisch noch in der Tradition der franzsischen Grand opra, die er allerdings sowohl klanglich als auch inhaltlich bertreffen und berwinden mchte. Die romantische Vorstellung des einsamen, bermenschlichen Helden, der am Unverstndnis der Welt zugrunde geht, ist in RIENZI bereits angelegt. Sie bildet die Keimzelle fr den von Wagner in seinem spteren Werk entfalteten, am Menschen geschulten, dann mythisch berhhten Kosmos. Hte dich, ich beschwre dich, die herrliche Erscheinung deines Ruhms mit eigenen Hnden zu vernichten. Kein Mensch auer dir allein vermag die Fundamente deiner Taten einzureien.- du kannst vernichten, da du den Grund gelegt hast der Baumeister ist immer der beste Zerstrer der eigenen Werke. Du weit, auf welchen Wegen du zum Ruhm emporgestiegen bist.- auf denselben Wegen steigt man von dort wieder herab, und natrlicherweise geht der Abstieg leichter Daran denke, solange es Zeit ist, immer wieder, wie der Jngling bei Terenz sagt. Erwge bitte mit hchstem Eifer, was du tust, prfe dich selbst ganz genau, bedenke, und tusche dich nicht, wer du bist, wer du gewesen bist, woher du kommst, wohin du gehst, wie weit man gehen kann, ohne die Freiheit zu verletzen, welche Stellung und welches Amt du angenommen hast, welche Hoffnung man auf dich gesetzt hat und was du versprochen hast: dann wirst du dich nicht als Herrn der Republik, sondern als deren Diener sehen. (Petrarca an Rienzo, Genua 1347)


Kategorie: Oper

Seit ihrer Grndung im November 1912 gilt die Deutsche Oper Berlin als eine der international bedeutendsten Spielsttten fr das Musiktheater Richard Wagners. Bereits im Jahr 1914 war das Haus an der Bismarckstrae nach Ablauf der Bayreuther Schutzfrist von Wagners PARSIFAL eine der ersten deutschen Bhnen, die dieses Werk auf den Spielplan setzten. Zum 100jhrigen Bestehen der Deutschen Oper im Oktober 2012 wurden die Feierlichkeiten mit einer PARSIFAL-Neuproduktion gekrnt. Generalmusikdirektor Donald Runnicles arbeitete dabei zum ersten Mal mit dem Regisseur Philipp Stlzl zusammen. Im freien dichterischen Umgang mit Motiven aus unterschiedlichsten Sagen, der christlichen und buddhistischen Religion sowie Schopenhauers Ideenwelt schuf Richard Wagner mit seinem PARSIFAL einen eigenen, neuen Mythos. Der Wunsch nach Erlsung begleitete Wagner selbst jahrzehntelang, im PARSIFAL stellte er sich der Frage der privaten wie gesellschaftlichen Errettung auf knstlerischer Ebene mit besonderer Intensitt. Eine starke Fhrungspersnlichkeit wird ersehnt, die Gesellschaft soll erneuert werden. Doch auch die Einsetzung des neuen Herrschers Parsifals ist nur eine weitere Etappe im sich wiederholenden, erstarrten Ritual der Macht. Philipp Stlzl rckt Fragen nach dem Aggressionspotential und Fanatismus hermetischer Religionsgemeinschaften ins Zentrum seiner Auseinandersetzung mit Wagners Bhnenweihfestspiel. Antiaufklrerische Weltsicht, Wunderglaube und eine auch gewaltttige Abgrenzung von Auenseiterfiguren wie Kundry sind Themen, die auf einer Zeitreise durch Jahrtausende in opulenten Tableaus ihren Niederschlag finden. Philipp Stlzl begann seine Laufbahn 1988 an den Mnchner Kammerspielen als Bhnenbild- und Kostmassistent u. a. von Jrgen Rose und Ezio Toffolutti. Als freier Bhnen- und Kostmbildner arbeitete er mit Regisseuren wie Armin Petras und Thomas Langhoff. Ab 1997 drehte er Musikvideos fr die sterreichische Produktionsfirma doro, wo ihm mit Rammsteins Du riechst so gut der Durchbruch gelang. Es folgten Videos fr Westernhagen, Die rzte, Die toten Hosen, Madonna, Mick Jagger, Luciano Pavarotti. Gleichzeitig realisierte er Werbefilme fr Sony, BMW, Nokia und Rolex. 2001 fhrte Stlzl Regie bei seinem ersten Spielfilm Baby, eine Tragikomdie. Im Herbst 2008 kam sein Film Nordwand in die Kinos. Mit der Inszenierung von Webers FREISCHTZ debtierte Philipp Stlzl 2005 in Meiningen und sorgte als Opernregisseur in den folgenden Jahren bei der Ruhrtriennale und den Salzburger Festspielen, am Theater Basel, an der Staatsoper Stuttgart und an der Staatsoper Berlin fr Aufsehen. Nach DER FLIEGENDE HOLLNDER am Theater Basel und RIENZI an der Deutschen Oper Berlin setzte Stlzl mit PARSIFAL seine Auseinandersetzung mit dem Musiktheater Richard Wagners fort.


Kategorie: Oper

Die literarische Vorlage zu Puccinis Folteroper (Oskar Bie) lieferte Victorien Sardou (18311908) mit seinem erfolgreichen Theaterstck LA TOSCA, das 1887 in Paris mit Sarah Bernhardt in der Titelrolle uraufgefhrt wurde. Nachdem Puccini 1889 das Stck auf einer Tournee in Mailand erlebt hatte, war er auf Anhieb begeistert von dem Stoff. Aber der TOSCA-Plan bleibt zunchst sechs Jahre liegen, bis Puccini, vermutlich angeregt durch eine weitere Auffhrung des Sardou-Dramas in Florenz und durch Luigi Illicas Arbeit an einem TOSCA-Libretto fr den Komponisten Alberto Franchetti (18601942), Interesse an dem Stoff findet. Nach einer Verschwrung zwischen Puccini, Illica und Ricordi gelingt es dem Verleger, Franchetti zur Aufgabe seines TOSCA-Projektes zu bewegen und Puccini die Vertonungsrechte zu berlassen. Wie in allen Opern Puccinis zeigt auch TOSCA, wie sich menschliche Aufmerksamkeit und kulinarisches Vergngen einander bedingen knnen, wenn die knstlerischen Intentionen des Komponisten zum Mastab der Interpretation werden. Der Aufschrei wie die Resignation sind die wesentlichen Bedingungen der humanen Aufmerksamkeit Puccinis: Das Mitleid, das er komponierte, begngt sich nicht mit abstrakten Gesten, sondern zielt auf Unruhe, auf Vernderung. Aus den kleinen Dingen, die Puccini mit modernem Understatement als seinen Gegenstand bezeichnete, werden groe, sofern wir das nur wollen. Der Zusammenhang zwischen Puccinis direkt und indirekt vom Geist Zolas, Hauptmanns und Gorkis beeinflusster Stoffwahl und seiner Kompositionsweise lsst darauf schlieen, dass man ihm mit der Bezeichnung als Verdi-Nachfolger mit dem Etikett des Verismo versieht. Bekanntlich war er ein groer Wagner-Verehrer, aber alles andere als ein Epigone. Vielmehr schuf er eine sehr persnliche Verbindung aus einigen Errungenschaften beider. Alle gewonnenen Verfeinerungen der Harmonie und alle Differenzierungen der Instrumentation verarbeitend, erlste er dennoch die Stimme aus der orchestralen Verflechtung und gab ihr zugleich ein weitaus gebrocheneres, klangsensibleres Accompagnato im Orchester als der radikale Lakoniker Verdi. Dafr steht auch die sthetische Thematik der TOSCA. Der musikalische Gestus ist ebenso brutal wie zrtlich, intelligent wie sentimental, przise wie trumerisch. Puccini mchte unbedingt Lebenswahrheit, Genauigkeit auch des musikalischen Details, soziale Aufmerksamkeit, den poetischen Klang des scheinbar Alltglichen, das Heroische mit Kalkl, den Kontrast zwischen engagierter Leidenschaft und khler Distanz. Der Polizeichef Scarpia, die Sngerin Floria Tosca und der Maler Cavaradossi beanspruchen Freiheit in jeder persnlichen Variante: als dynamisch-subjektiven Machtanspruch (Scarpia), als auf Vernderung zielendes rebellisches Ethos (Cavaradossi), als private, schlichte und zugleich grenzenlose Liebe (Tosca). In einer Zeit epochaler Umwlzungen gewinnen solche Haltungen exemplarische Sinnflligkeit. Je nachdem, wie wir uns und Puccini in dieser Zeit begreifen, bleibt TOSCA eine Schauerromanze oder gert zum Menetekel des Themas Freiheit. Jedenfalls bezahlt jeder der kontrren Partner diese Dreiecksgeschichte mit dem Tod. Ihr Sterben nimmt keine Erlsungsgloriole fr sich in Anspruch, sondern ist bitter, entsetzlich, definitiv. Gtz Friedrichs 1987 vorgenommene Neueinstudierung von Boleslaw Barlogs geradliniger und auf szenische Konkretheit bedachter Inszenierung aus dem Jahr 1969 nimmt die Intentionen Puccinis beim Wort die gegenseitige Bedingtheit von menschlicher Aufmerksamkeit und kulinarischem Vergngen wird von der Musik inspiriert zum Ausgangspunkt auch der szenischen Interpretation.


Kategorie: Oper

Seit ihrer Grndung im November 1912 gilt die Deutsche Oper Berlin als eine der international bedeutendsten Spielsttten fr das Musiktheater Richard Wagners. Bereits im Jahr 1914 war das Haus an der Bismarckstrae nach Ablauf der Bayreuther Schutzfrist von Wagners PARSIFAL eine der ersten deutschen Bhnen, die dieses Werk auf den Spielplan setzten. Zum 100jhrigen Bestehen der Deutschen Oper im Oktober 2012 wurden die Feierlichkeiten mit einer PARSIFAL-Neuproduktion gekrnt. Generalmusikdirektor Donald Runnicles arbeitete dabei zum ersten Mal mit dem Regisseur Philipp Stlzl zusammen. Im freien dichterischen Umgang mit Motiven aus unterschiedlichsten Sagen, der christlichen und buddhistischen Religion sowie Schopenhauers Ideenwelt schuf Richard Wagner mit seinem PARSIFAL einen eigenen, neuen Mythos. Der Wunsch nach Erlsung begleitete Wagner selbst jahrzehntelang, im PARSIFAL stellte er sich der Frage der privaten wie gesellschaftlichen Errettung auf knstlerischer Ebene mit besonderer Intensitt. Eine starke Fhrungspersnlichkeit wird ersehnt, die Gesellschaft soll erneuert werden. Doch auch die Einsetzung des neuen Herrschers Parsifals ist nur eine weitere Etappe im sich wiederholenden, erstarrten Ritual der Macht. Philipp Stlzl rckt Fragen nach dem Aggressionspotential und Fanatismus hermetischer Religionsgemeinschaften ins Zentrum seiner Auseinandersetzung mit Wagners Bhnenweihfestspiel. Antiaufklrerische Weltsicht, Wunderglaube und eine auch gewaltttige Abgrenzung von Auenseiterfiguren wie Kundry sind Themen, die auf einer Zeitreise durch Jahrtausende in opulenten Tableaus ihren Niederschlag finden. Philipp Stlzl begann seine Laufbahn 1988 an den Mnchner Kammerspielen als Bhnenbild- und Kostmassistent u. a. von Jrgen Rose und Ezio Toffolutti. Als freier Bhnen- und Kostmbildner arbeitete er mit Regisseuren wie Armin Petras und Thomas Langhoff. Ab 1997 drehte er Musikvideos fr die sterreichische Produktionsfirma doro, wo ihm mit Rammsteins Du riechst so gut der Durchbruch gelang. Es folgten Videos fr Westernhagen, Die rzte, Die toten Hosen, Madonna, Mick Jagger, Luciano Pavarotti. Gleichzeitig realisierte er Werbefilme fr Sony, BMW, Nokia und Rolex. 2001 fhrte Stlzl Regie bei seinem ersten Spielfilm Baby, eine Tragikomdie. Im Herbst 2008 kam sein Film Nordwand in die Kinos. Mit der Inszenierung von Webers FREISCHTZ debtierte Philipp Stlzl 2005 in Meiningen und sorgte als Opernregisseur in den folgenden Jahren bei der Ruhrtriennale und den Salzburger Festspielen, am Theater Basel, an der Staatsoper Stuttgart und an der Staatsoper Berlin fr Aufsehen. Nach DER FLIEGENDE HOLLNDER am Theater Basel und RIENZI an der Deutschen Oper Berlin setzte Stlzl mit PARSIFAL seine Auseinandersetzung mit dem Musiktheater Richard Wagners fort.


Kategorie: Oper

Rund 550 festangestellte Mitarbeiter und viele Gastknstler sorgen tglich auf, vor und hinter der Bhne dafr, dass an der Deutschen Oper Berlin der Lappen hochgeht und das Publikum das Haus um unvergessliche Eindrcke reicher wieder verlsst. Alle knnen wir Ihnen in der Veranstaltungsreihe OPERNWERKSTATT nicht auf einmal vorstellen. Doch wer die OPERNWERKSTATT regelmig besucht, wird sie allmhlich kennenlernen: die klugen Kpfe, die hinter dem Gesamtkunstwerk Oper stecken, die Trume, Gedanken, Gefhle und Ambitionen, die sich mit ihm verbinden. Die OPERNWERKSTATT bringt Sie ins Gesprch mit Regisseuren, Dirigenten, Sngern, mit der Studienleiterin, Dramaturgen, Theatermachern. Jeder Termin beginnt mit dem Besuch einer szenischen oder musikalischen Probe. Nach dem Blick in die Werkstatt stellen wir Ihnen das entstehende Projekt vor und beantworten Ihre Fragen. Damit Sie sehen, was uns bewegt.


Kategorie: Workshop

Unsere Fhrungen durch das Zuschauerhaus und ber die Bhnen sowie durch die Probenrume und das Bhnenbildmagazin der Deutschen Oper Berlin vermitteln Ihnen spannende Eindrcke und Wissenswertes ber die Deutsche Oper Berlin und den Alltag hinter den Kulissen. Welches architektonische Konzept verbirgt sich hinter der langen Waschbeton-Fassade an der Bismarckstrae? Wie entsteht ein Bhnenbild? Wie laufen Proben ab? Erfahren Sie auerdem Details zur bewegten Geschichte des Hauses, das heute mit seinen modernen Neuinszenierungen und den frhen Repertoireschtzen einen Querschnitt durch ber 40 Jahre Inszenierungs- und Auffhrungspraxis zu bieten hat.


Kategorie: Fhrung

Bezogen auf den Theatereffekt erscheint mir der RIGOLETTO als das beste Sujet, das ich bisher in Musik gesetzt habe []. Dort gibt es Situationen von groer Kraft, Abwechslungsreichtum, Temperament, Pathos. (Verdi an Antonio Somma, 22. April 1853) Mit der Beschreibung der Qualitten seines 1851 uraufgefhrten melodramma nach Victor Hugos Erfolgsstck Le roi samuse benennt Verdi zugleich die Herausforderungen, denen sich jede Produktion dieser Oper stellen muss: RIGOLETTO ist ein Meisterwerk, dessen Besonderheit in der Konfrontation psychologischer Charakterzeichnung mit den Unwahrscheinlichkeiten einer fantastischen Handlung liegt. Wie ein romantischer Schauerroman klingt diese Geschichte: Als Narr im Dienste des Herzogs von Mantua ist der missgestaltete Rigoletto zum Hassobjekt aller Hflinge geworden. Unterschiedslos verspottet er alle, die sein Herr ein berchtigter Schrzenjger ins Elend gerissen hat. Doch zugleich hat er Angst davor, dass seiner Tochter Gilda ein hnliches Schicksal drohen knnte und hlt sie deshalb versteckt. Doch muss Rigoletto erleben, dass sein Versuch, inmitten einer von Willkr und Gewalt beherrschten Umgebung seine private heile Welt zu bewahren, zum Scheitern verurteilt ist: Auch Gilda wird vom Herzog verfhrt und geht fr ihn sogar in den Tod. Ihre emotionale Glaubwrdigkeit gewinnt die Geschichte durch Verdis Musik. Durch sie wird RIGOLETTO zu einer Tragdie, die sich aus dem Aufeinandertreffen dreier vllig verschiedener Menschen ergibt: Der Herzog, der zwar einerseits ein Wstling ist, dem Verdi jedoch so verfhrerische Musik geschrieben hat, dass nicht nur Gilda, sondern auch das Publikum regelmig seinem Charme erliegt.- Rigoletto, der einer jener typischen Verdi-Menschen ist, die die Fhigkeit zum Guten wie zum Bsen in sich bergen.- und schlielich Gilda, die in strahlender Reinheit die Prinzipien von Unschuld und Mitleid verkrpert. Man glaubt in RIGOLETTO vor allem diesen Menschen und begreift durch sie selbst die aberwitzigsten Zuflle der Opernhandlung als unentrinnbares Schicksal. Dieses Spiel mit den Wirkungskrften des Musiktheaters interessierte auch Jan Bosse bei seiner ersten Berliner Opernarbeit. Sein RIGOLETTO spielt im Zuschauerraum eines Opernhauses, und wie bei seinen vorherigen Operninszenierungen, Monteverdis LORFEO und Cavallis LA CALISTO wird auch diesmal die Grenze zwischen Publikum und Bhne aufgehoben.


Kategorie: Oper

Die Figur der fremden Frau vom Meer, die vergeblich versucht, ihren Platz in der menschlichen Gesellschaft zu finden, hat das gesamte 19. Jahrhundert ber Schriftsteller, Komponisten und Bildende Knstler inspiriert. Auch Theodor Fontane beschftigte dieses Thema: Das 1887 entstandene Novellenfragment Oceane von Parceval ist nur einer seiner Versuche, in der Gestalt der Melusine die Mischung aus den Gefhlen von Bedrohung und Faszination zu fassen, der sich eine mnnlich dominierte brgerliche Gesellschaft angesichts der Verbindung von Weiblichkeit mit archaischer, erotisch freizgiger Natrlichkeit gegenbersah. Bei Fontane wird die Fremdheit Oceanes noch zustzlich durch ihr Unvermgen akzentuiert, angesichts menschlicher Schicksale Mitleid zu empfinden. Dem Tod und der Liebe steht sie gleichmtig gegenber und auch ihr Versuch, eine Beziehung mit dem jungen Gutsbesitzer Martin von Diercksen einzugehen, ist so zum Scheitern verurteilt. Fr das Fontane-Jahr 2019 haben Detlev Glanert und Hans-Ulrich Treichel nun eine Oper auf der Grundlage dieses Fragments geschrieben und setzen damit ihre 2006 mit CALIGULA begonnene erfolgreiche Zusammenarbeit fort. Fr die Urauffhrung von OCEANE kehrt zugleich einer der erfolgreichsten Opernregisseure der Gegenwart an die Deutsche Oper Berlin zurck. Der Kanadier Robert Carsen inszeniert seit ber dreiig Jahren an den groen Opernhusern der Welt. An der Deutschen Oper Berlin waren von ihm bislang Verdis MACBETH, Strauss ARIADNE AUF NAXOS und zuletzt Prokofjews DIE LIEBE ZU DEN DREI ORANGEN zu sehen.


Kategorie: Oper

Klassisches Kunstlied und moderne Lyrik: Die Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit mit dem Haus fr Poesie vereint Liederabend und Dichterlesung. An jedem der vier Abende im Foyer der Deutschen Oper wird ein Dichter eigene Werke vorstellen, die in inhaltlichem Bezug zu den Liedern des Programms stehen.


Kategorie: Klassik

Bezogen auf den Theatereffekt erscheint mir der RIGOLETTO als das beste Sujet, das ich bisher in Musik gesetzt habe []. Dort gibt es Situationen von groer Kraft, Abwechslungsreichtum, Temperament, Pathos. (Verdi an Antonio Somma, 22. April 1853) Mit der Beschreibung der Qualitten seines 1851 uraufgefhrten melodramma nach Victor Hugos Erfolgsstck Le roi samuse benennt Verdi zugleich die Herausforderungen, denen sich jede Produktion dieser Oper stellen muss: RIGOLETTO ist ein Meisterwerk, dessen Besonderheit in der Konfrontation psychologischer Charakterzeichnung mit den Unwahrscheinlichkeiten einer fantastischen Handlung liegt. Wie ein romantischer Schauerroman klingt diese Geschichte: Als Narr im Dienste des Herzogs von Mantua ist der missgestaltete Rigoletto zum Hassobjekt aller Hflinge geworden. Unterschiedslos verspottet er alle, die sein Herr ein berchtigter Schrzenjger ins Elend gerissen hat. Doch zugleich hat er Angst davor, dass seiner Tochter Gilda ein hnliches Schicksal drohen knnte und hlt sie deshalb versteckt. Doch muss Rigoletto erleben, dass sein Versuch, inmitten einer von Willkr und Gewalt beherrschten Umgebung seine private heile Welt zu bewahren, zum Scheitern verurteilt ist: Auch Gilda wird vom Herzog verfhrt und geht fr ihn sogar in den Tod. Ihre emotionale Glaubwrdigkeit gewinnt die Geschichte durch Verdis Musik. Durch sie wird RIGOLETTO zu einer Tragdie, die sich aus dem Aufeinandertreffen dreier vllig verschiedener Menschen ergibt: Der Herzog, der zwar einerseits ein Wstling ist, dem Verdi jedoch so verfhrerische Musik geschrieben hat, dass nicht nur Gilda, sondern auch das Publikum regelmig seinem Charme erliegt.- Rigoletto, der einer jener typischen Verdi-Menschen ist, die die Fhigkeit zum Guten wie zum Bsen in sich bergen.- und schlielich Gilda, die in strahlender Reinheit die Prinzipien von Unschuld und Mitleid verkrpert. Man glaubt in RIGOLETTO vor allem diesen Menschen und begreift durch sie selbst die aberwitzigsten Zuflle der Opernhandlung als unentrinnbares Schicksal. Dieses Spiel mit den Wirkungskrften des Musiktheaters interessierte auch Jan Bosse bei seiner ersten Berliner Opernarbeit. Sein RIGOLETTO spielt im Zuschauerraum eines Opernhauses, und wie bei seinen vorherigen Operninszenierungen, Monteverdis LORFEO und Cavallis LA CALISTO wird auch diesmal die Grenze zwischen Publikum und Bhne aufgehoben.


Kategorie: Oper


Änderungen vorbehalten! - Angaben ohne Gewähr! - Stand:30.08.18
© Fotos der Vorstellungen: [+][-]
Kuckuck im Koffer(2015 Stephan Bgel/2015 Stephan Bgel) 5. Tischlereikonzert: Hommage an Detlev Glanert(Bettina St/Bettina St) Rienzi, der letzte der Tribunen(2010 Bettina St / stage picture/2010 Bettina St / stage picture) Familienfhrung(Bettina St/Bettina St) Die Zauberflte(2008 Bettina St / stage picture/2008 Bettina St / stage picture) Jazz & Breakfast(Stephan Bgel/Stephan Bgel) Der Zwerg(/) Neue Szenen IV(Jens Schittenhelm/Jens Schittenhelm) Tosca(2009 Bettina St/2009 Bettina St) Familien-Workshop(Dorothea Tuch/Dorothea Tuch) Parsifal(2012 Matthias Baus/2012 Matthias Baus) Opernwerkstatt(2010 Bettina St/2010 Bettina St) Rigoletto(2016 Bettina St/2016 Bettina St) Oceane(Bettina St/Bettina St) Lieder und Dichter(Agentur/Agentur)

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