Der schönste Platz an einem lauen Abend

Biergärten bieten eine außergewöhnlich facettenreiche Gastronomie

Ostern
Foto: djd/Brauerei C. & A. Veltins

(djd). Mal schlicht mit ein paar Bänken, mal idyllisch mit Bäumen: Genauso vielfältig wie die Gastronomie, stellen auch Biergärten oft ein facettenreiches Angebot dar. Der gastronomischen Phantasie in Sachen Außenterrassen sind keine Grenzen gesetzt: Man findet sie über den Dächern der Stadt, in bester Innenstadtlage, an den bekanntesten Ausflugszielen der Region oder versteckt an einem See. Sie alle haben eins gemeinsam: Unter blauem Himmel werden sie zum genussvollen Freizeitvergnügen.

An lauen Sommerabenden kaum ein freies Plätzchen

An lauen Sommerabenden findet man in ihnen kaum ein freies Plätzchen, sie sind bei den Bundesbürgern beliebter denn je. "Die Zahl der Biergärten in Deutschland nimmt immer weiter zu. Seit der Jahrtausendwende dürfte sich die Anzahl in etwa verdreifacht haben", schätzt Ulrich Biene von der Brauerei C. & A. Veltins. Die Nachfrage an Sitzplätzen unter freiem Himmel steige spätestens dann an, wenn das Thermometer die 20-Grad-Schwelle genommen habe. Bundesweit dürften heute deutlich über 75.000 Betriebsstätten ein Angebot präsentieren, das man im weitesten Sinn als Biergarten bezeichnen kann, von der Außenterrasse bis hin zu den sonnendurchfluteten Strandbars. Diese befinden sich meist mitten in der City, sind Attraktionen für Einheimische und Touristen und sorgen für "gechillte" Urlaubsstimmung mit Sand zwischen den Zehen. "Den Biergärten kommt vor allem auch zugute, dass die Open-Air-Öffnungszeiten vielerorts liberalisiert wurden, in Großstädten wie Hamburg oder Berlin ist Sperrstunde ohnehin ein Fremdwort", so Ulrich Biene.

Wer hat's erfunden?

Ostern
Foto: djd/Brauerei C. & A. Veltins

Ein Sommer ohne Biergarten ist für die Bundesbürger heute also undenkbar. Ihren Ursprung fand die Biergartenkultur bereits im 16. Jahrhundert, in Bayern. 1539 legte die bayerische Brauordnung fest, dass nur zwischen Ende September und Ende April gebraut werden dürfe. Kein Bier im Sommer - das konnten sich die Menschen auch damals nicht vorstellen. Deshalb legten die Brauer Bierkeller an, um das im März und April gebraute Bier den Sommer über in kühler Umgebung lagern zu können. Zum Schutz vor der Sonne pflanzte man schattenspendende Kastanien- oder Lindenbäume an. Irgendwann wurde das ausgeschenkte Bier dann sofort unter den Bäumen getrunken: Der Biergarten war geboren.