www.berlinchecker.dewww.berlinchecker.de
×

Der Mondkalender - Grundlagen und Bedeutung
Anzeige
exotische Teesorten beim Tee und Gewürzversand Naturideen

 


Mondphasen im Überblick

 

 

Geschichte(n) und Arten des Mondkalenders

Ein Lunarkalender ist ein am Lauf des Mondes orientierter Kalender. Zur Abgrenzung gegen einen Lunisolarkalender werden auch die Bezeichnungen freier Lunarkalender oder ungebundener Lunarkalender verwendet. Er basiert auf Mondmonaten. Zwölf Kalender-Monate ergeben ein Mondjahr (Lunarjahr), das etwa 11 Tage kürzer als ein Jahr in einem Solarkalender ist. Lunarkalender sind älter als Solarkalender, weil sie sich an einer sicher beobachtbaren Himmelserscheinung, nämlich den Mondphasen orientieren...Die Mondphasen haben als Periode den synodischen Monat (Lunation) mit einer durchschnittlichen Länge von 29,53059 Tagen (Schwankung zwischen etwa 29,27 und 29,83 Tagen). Im Kalender werden in der Regel Monate mit 29 Tagen und 30 Tagen im Wechsel verwendet. Damit ist das kalendarische Mondjahr 354 Tage lang (6·29 + 6·30). Um es an das astronomische Mondjahr zu 354,3671 Tagen (12 Lunationen) anzugleichen, kann gelegentlich (etwa alle drei Jahre) ein Schalttag eingefügt werden...

...Beispiel für einen heute noch - wenigstens für religiöse Zwecke - gebrauchten Lunarkalender ist der Islamische Kalender. Der Ramadan, das jährlich wichtigste religiöse Ereignis im Islam , gleitet in etwa 34 Jahren einmal rückwärts durch ein Jahr in einem Solarkalender. Eine Person, deren Lebensalter nach islamischer Tradition mit 34 Jahren angegeben wird, ist bei westlich-christlicher Zählweise erst 33 Jahre alt.

Astrologischer Lunarkalender

Der Mondkalender ist eine Kombination aus einem Lunarkalender mit einem Interpretationssystem, das sich aus der frühen Astronomie herleitet und heute in der Astrologie Verwendung findet.

Schon seit Jahrhunderten finden bestimmte Mondperioden (zu- und abnehmend, auf- und absteigend) bei den land- und forstwirtschaftlichen Arbeiten in und mit der Natur Beachtung. Nach alter Überlieferung sollte man bestimmte Arbeiten stets zum richtigen Zeitpunkt erledigen, da es je nach Anwendung sowohl ?günstige? wie auch ?ungünstige? Zeitpunkte gibt. Seit etwa den 1980er Jahren erfährt die Beachtung dieser Zeitqualität über die im Handel erhältlichen Mond- oder Aussaatkalender zunehmenden Anklang. Diese Werke sind hinsichtlich der Beachtung der Mondkonstellationen teilweise sehr detailliert ausgearbeitet. Im Rahmen dieser neuen Renaissance werden diese Kalender auch in ? über die ursprüngliche Verwendung hinausgehendem ? anderem Zusammenhang benutzt.

Neben der ursprünglichen Absicht werden astrologisch orientierte Mondkalender in einem weiten Spektrum verwendet, das sich von der Anwendung auf Körperhygiene bis zum Ausrichten von Feiern oder Ritualen verschiedener transzendent orientierter Gemeinschaften erstreckt. Diese Verwendung im sozio-kulturellen Kontext findet sich im Grenzgebiet zwischen Esoterik und Pseudowissenschaft, Mode und Aberglaube. Das interpretatorische System, das in Mondkalendern verwendet wird, lässt einen breiten Spielraum für widersprüchliche oder persönliche, mehr oder minder dogmatische Aussagen, über deren Wert kaum gültig geurteilt werden kann.

Der ägyptische Mondkalender


Sirius

Im Alten Ägypten kamen zwei Mondkalender zur Anwendung. Während der stellare Mondkalender an den heliakischen Aufgang von Sirius gebunden war, richtete sich der bürgerliche Mondkalender nach dem ägyptischen Kalender, der bei seiner Einführung wiederum der Nilschwemme angepasst wurde. Beide Mondkalender stellen Mischformen dar, da sie nicht als reine Lunisolar- und Lunarkalender einzustufen sind.

Bei dem bürgerlichen Mondkalender handelt es sich um ein an das Wandeljahr gebundenes synodisches Mondjahr, das zusammen mit dem ägyptischen Kalender durch die natürlichen Jahreszeiten wanderte. Frühester Beginn war der 1. Achet oder ein Folgetag.

Die ägyptische Kalenderlänge von 365 Tagen eignete sich sehr gut zur Berechnung und Planung von religiösen Festen, da die zugehörigen Lunationen Mondzyklen mit überschaubarer Rechnung ermöglichten. Im Ergebnis fielen die Mondmonatstage im ägyptischen Kalender nach 25 Jahren wieder auf den gleichen Tag. Die Abweichung war so gering, dass eine Änderung von einem Tag erst im 23. Zyklus auftrat. Die Ägypter mussten damit nur einmalig für die ersten 25 Jahre die Beobachtungen aufzeichnen, um mindestens für die nächsten 21 Zyklen ein Berechnungsschema zu besitzen

Für den Sothis-Mondkalender galten ähnliche Bestimmungen wie für den bürgerlichen Mondkalender. Das synodische Lunarjahr war an den heliakischen Aufgang von Sirius geknüpft. Die Koppelung an Sirius bewirkten eine relative Konstanz der Jahreszeiten, da der heliakische Aufgang von Sirius vom Ende des 5. bis Anfang des 3. Jahrtausends v. Chr. langsam vom 3. Juni auf den 15. Juni wanderte.

Quelle: Wikipedia

Fotos: NASA, ESA, H. Bond (STScI), and M. Barstow (University of Leicester)


...nach oben - ...Seite zurück - ...zur Startseite