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Obst und Gemüse Saison Kalender 4. Quartal

Obst & Gemüse kann das ganze Jahr über gekauft werden. In unseren Saison-Kalender sehen sie wann welche Sorten Obst und Gemüse Regional verfügbar sind und wann sie im Einkauf teurer oder günstiger zu haben sind.

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Rotkohl


Rotkohl, Rotkraut oder Blaukraut

(dgk) Rotkohl, Rotkraut oder Blaukraut - für welche Bezeichnung man sich entscheidet, hängt davon ab, in welcher Region man aufgewachsen ist. Denn das anthocyanhaltige Gemüse schillert je nach Anbaugebiet und Zubereitung in verschiedenen Farben.
In Norddeutschland mit seinen sauren Böden und der essig- oder weinbetonten Zubereitung des Wintergemüses heißt der lila Kohl folgerichtig Rotkohl.
Kohlfans aus Hessen, Sachsen, Thüringen und Baden empfinden den Kohl zwar auch als rot. Jedoch wird er dort Kraut und nicht Kohl genannt. Roten Kappes bekommt der Kenner nur in Nordrhein-Westfalen und in Rheinland-Pfalz. Ganz anders sehen das die Bayern, Franken, Württemberger und Österreicher. Sie bauen auf alkalischen Böden an und bereiten den Kohl ohne Säure zu. Sie kochen ihn mit Natron, einer Lauge. Blaukraut ist deshalb die treffende Bezeichnung in diesen Regionen.

Verantwortlich für diese Farbspiele sind die Anthocyane in dem blauen Rotkohl. Der Farbstoff ist ein sekundärer Pflanzenstoff, der zur Stärkung des Immunsystems beiträgt.
Ernährungswissenschaftler schreiben ihm eine entzündungshemmende Wirkung zu. Außerdem enthält Rotkohl viel Ascorbin, das durch schonende Zubereitung in Vitamin C umgewandelt wird. Vitamin C ist gerade im Winter für das Immunsystem wichtig. Rotkohl bietet aber noch mehr. Er ist ballaststoffreich, kalorienarm und enthält Senföle, die ebenso zur Stabilisierung des Immunsystems beitragen.

Rotkohl wird inzwischen das ganze Jahr über angeboten. Ursprünglich ist er aber ein Wintergemüse. Er ist gut lagerfähig. Mit ausgeschnittenem Wurzelstock und befreit von den äußeren Blättern ist er in kühlen, luftigen Kellerräumen lange haltbar. Im Kühlschrank bleibt er etwa zwei Wochen lang frisch. Eine weitere Form der Haltbarmachung ist genau wie beim Weißkohl das Säuern. Die beim Säuern entstehende Milchsäure verlängert nicht nur die Haltbarkeit, sondern ist besonders gut für die Verdauung.

Traditionell wird Rotkohl zu Braten, Geflügel und Wild gereicht - in dieser Zusammenstellung meist ein schwer verdauliches Vergnügen, aber sehr lecker. Als Krautwickel oder Rohkost ist Rotkohl ebenso geeignet wie in Aufläufen oder Suppen. Der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt. Aber richtig gewürzt muss er sein. Zu Rotkohl passen Apfel, Kümmel, Zwiebeln, Nelke,Lorbeerblatt und andere winterliche Gewürze.

Rezept Tipp´s: Apfelrotkohl / Rotkohl-Früchte-Salat


Saison-Kalender: Gemüse - 4. Quartal

 

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Quelle: Einleitender Text (Rotkohl) - : dgk, Jg. 49, 1-2 - 2008 : Deutsches Grünes Kreuz für Gesundheit e. V. www.dgk.de
Der Saison-Kalender basiert auf den der; Auswertungs- und Informationsdienst für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (aid) e.V. www.aid.de & Die VERBRAUCHER INITIATIVE e.V.