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Rezepte: Grundteige

Teig ist ein weiches zusammenhängendes Gemisch aus Mehl und Flüssigkeit (Wasser und/oder Milch), das durch Einwirkung von mechanischer Energie (Kneten, Schlagen oder Rühren) entsteht und formbar ist. Typische Beispiele sind Kuchen- und Brotteige. Teig wird als Nahrungsmittel nicht roh verzehrt, sondern wird erhitzt (trocken gebacken, in Speisefett „herausgebacken“ oder in Wasser oder Dampf gegart) und erhält dabei seine endgültige Konsistenz, Geschmack und Aussehen.


Hier eine kleine Sammlung von Grundteigen verschiedener Art; ob Brot-,Kuchen-,Pizza- oder Nudelteig, selbst hergestellt schmeckt´s am besten.

Tipp: MEHLVORRÄTE SCHÜTZEN

Haushaltsmehl lässt sich prinzipiell gut aufbewahren, ist aber trotzdem ein sensibles Lebensmittel.
Drei Tipps für den Mehlvorrat:

  1. Mehl vor feuchter Luft, zum Beispiel vor Kochdämpfen, bewahren.
  2. Mehl vor direkter Sonneneinstrahlung schützen, denn Tageslicht schadet den Vitaminen.
  3. Mehl nimmt leicht Fremdgerüche an, deshalb sollte es nicht in der Nähe von geruchsintensiven Lebensmitteln aufbewahrt werden.
Biskuitteig Tipps & Tricks: So gelingt der empfindliche Biskuitboden

Biskuitteig wird am lockersten, wenn man die Eier ein einer größeren Menge schlägt. Daher bietet es sich an, die doppelte Menge an Zutaten zu nehmen. Den zweiten Tortenboden könnt ihr einfrieren. Das ist übrigens problemlos möglich. Nach dem Auftauen merkt man keinen Unterschied. Die Zutaten sollten zimmerwarm sein.
Biskuit ist schreckhaft, bei Zugluft fällt er schnell in sich zusammen. Den Backofen solltet ihr während des Backens daher unbedingt geschlossen halten. Benötigt ihr den Biskuit für eine Biskuitrolle, dann nach dem Backen noch warm kurz einrollen. Sonst bricht der Teig später.
Ihr seid Schoki-Fans? Dann einfach 1 EL Kakao mit dem Schneebesen unterheben. Biskuitteig und Mürbeteig lassen sich für Torten übrigens gut kombinieren: Eine schmale Mürbeteigplatte mit Marmelade bestreichen, Biskuitboden darauf legen und mit den restlichen Tortenzutaten belegen.


Quark-Öl-Teig Tipps & Tricks: Auf Nummer sicher gehen

Knetet den Teig nicht zu lange, sonst wird er klebrig.
Das Öl nicht durch ein festes Fett ersetzen. Stattdessen ist jedes Speiseöl erlaubt, das neutral im Geschmack ist, z. B. Sonnenblumenöl oder Sojaöl. Teig am besten mit den Händen verkneten.
Nach dem Backen das Gebäck sofort aus der Form lösen bzw. vom Backblech nehmen und zum Auskühlen auf einen Kuchenrost legen. Möglichst frisch essen.
Quark-Öl-Teig lässt sich gut einfrieren. Dann bei Zimmertemperatur in der Verpackung auftauen lassen.


Mürbeteig Suessundselige Tipps & Tricks rund um den Mürbeteig:

Mürbeteig immer gut kneten bis keine Fettflöckchen mehr zu sehen sind. Ansonsten bilden sich beim Backen kleine Löcher.
Ihr möchtet schon vorbereitet sein für spontane Gäste oder habt am Besuchstag keine Zeit zum Backen? Den rohen Teig könnt ihr vorbereiten und ohne Weiteres noch bis zu einer Woche eingewickelt in Folie im Kühlschrank lagern. Zu Hause backen wir den Boden auch gerne vor und legen ihn dann noch ein bis zwei Wochen in den Schrank. Saftiges Obst nicht direkt auf den ungebackenen Mürbeteig legen. Sonst wird der Teig schnell matschig. Am besten den Teig vorher mit gemahlenen Nüssen oder Paniermehl bestreuen.
Wenn ihr den Teig besonders fein mögt, ersetzt 50 g des Mehls durch Speisestärke oder gemahlene Mandeln.

 



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Listen-Übersicht aller ´´Grundteige´´ Rezepte:

Pizzateig

Der klassische Pizzateig ist wohl das Geheimnis eines jeden italienischen Pizzabäckers.
Der Autor hat dieses Rezept von einem guten Freund mit sizilianischer Abstammung, der in einer Linzer Pizzeria als Pizzabäcker seinen Teig auf diese Weise zubereitet und keine Fertigprodukte für die Pizza alla Mamma verwendet.


Zutaten:
  • 400 g Weizenmehl (Typ 405)
  • 250 ml lauwarmes; stilles Mineralwasser
  • 15 g frische Hefe
  • 4 EL gutes; extra natives Olivenöl
  • 1 gestrichener EL Meersalz
  • 1/2 TL Staubzucker

Rezeptmenge für: Personen
Zeitaufwand: 20 Min.
Kompliziertheit: Schwierigkeitsgrad

Zubereitung:

Das Mehl sieben und etwa 4/5 (320 g) davon kegelförmig auf der Arbeitsfläche häufen. In die Mitte eine Mulde drücken. Den Zucker und die Hefe in wenig Wasser auflösen und in die Mulde gießen. Anfangs etwa 2/3 (165 ml) des Wasser zugeben und gut vermengen (Die Wassermenge hängt stark von der verwendeten Mehlsorte ab).

Der Teig ist in diesem Stadium richtig, wenn er sehr weich ist und an Fingern sowie der Arbeitsplatte kleben bleibt. Dann das Salz in etwas Wasser auflösen und einkneten. Das Öl zugeben und das restliche Mehl darüber streuen. Alles zu einem glatten, geschmeidigen, nicht mehr klebenden Teig verkneten. Dann für mindestens 10 Minuten kräftig durchkneten und immer wieder auf die Arbeitsfläche schlagen.

Ist der Teig glatt und elastisch und läßt er sich leicht von Arbeitsfläche und Fingern lösen, den Pizzateig vierteln, zu Kugel formen, oben kreuzförmig einschneiden und mit einem feuchten Baumwolltuch abdecken (verhindert die Bildung einer Kruste). Bei Zimmertemperatur für mindestens 3 Stunden gehen lassen. Nach dem Gehen den Teig leicht ausrollen und mit den Handrücken (Ringe und Uhren entfernen, da sonst der Teig leicht reißt) dünn zu einem runden Pizzaboden mit dickerem Rand ausziehen. Den Teig nach Wahl belegen und bei mindestens 250 °C, ideal wären 320 °C, für etwa 15 Minuten backen.



Hinweise / Bemerkung:

Kochgeschirr: Küchenwaage - 1 Mehlsieb - 1 Backbrett - 1 Messbecher - 1 Schüssel - 1 feuchtes Baumwolltuch

Haltbarkeit: Der Teig hält sich in einem feuchten Baumwolltuch eingewickelt im Gemüsefach des Kühlschranks etwa 2 Tage.

Der Teig lässt sich auch ideal portionsweise einfrieren. Dann je nach Bedarf auftauen, nochmals für kurz gehen lassen, ausziehen und belegen.

Tipps: Mehl: Im Idealfall sollte eine spezielle Weizenmehlmischung für Pizzateige verwendet werden. Da dieses bei uns schwer erhältlich, ist einfach auf Weizenmehl zurück greifen.

Hefe: Am besten geeignet ist und bleibt frische Hefe. Nur diese liefert den typischen Geschmack.

Wasser: Ob man es glaubt oder nicht, auch das Wasser spielt eine große Rolle für den guten Geschmack. Es sollte kalk- und chlorfrei sein, weshalb sich dafür am besten stilles Mineralwasser eignet.

Salz: Nur gutes Salz bringt guten Geschmack. Daher auf jeden Fall gutes Meersalz verwenden.

Olivenöl: Jeder weiß, dass es hier große Unterschiede gibt. Daher nicht zum billigsten Öl greifen, sondern hochwertige Öle verwenden.

Gehen lassen: Wichtig für einen optimalen Geschmack ist, dass der Teig bei Zimmertemperatur langsam, für mindestens 3 Stunden, noch besser für 24 Stunden, dann im Kühlschrank, aufgehen kann und nicht zu warm gehalten künstlich schneller zur Verarbeitung fertig ist. Zudem muss unbedingt Zugluft verhindert werden, da diese den Prozess stört und ein gutes Ergebnis zunichte macht. Die Teigkugeln bei der Variante von 24 Stunden ein bis zwei Stunden vor dem Backen aus dem Kühlschrank nehmen, gut abschlagen und bis zur Verwendung abgedeckt bei Zimmertemperatur nochmals gehen lassen.

Backen: Eine gute Pizza sollte bei möglichst hoher Temperatur möglichst kurz gebacken werden. Auch die Wärmekapazität der Unterlage (im Idealfall Steinofen) spielt eine wichtige Rolle für die Knusprigkeit des Bodens. In beiden Punkten stößt ein herkömmlicher Küchenofen schnell an seine Grenzen. Jedoch lässt sich das Ergebnis verbessern durch 1. ausreichendes Vorheizen des Ofens und 2. Aufbringen der Pizza auf eine bereits vorgeheizte Unterlage (Die belegte Pizza z.B. im letzten Moment über ein Backpapier auf das Blech ziehen). Wer öfters eine Pizza zubereitet, kann sich auch im Fliesen- oder Natursteinfachhandel eine Keramik- oder andere hitzebeständige Natursteinplatte zuschneiden und polieren lassen, die genau in Backofen passt. Diese Platte im Backofen vorheizen und die zu backende Pizza darauf legen.

Quelle-Rezept-Text (©): CC BY-SA 3.0 DE by www.rezeptewiki.org Quelle-Rezept-Bild (©): PD by Gemeinfrei

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Kommentare zu den ´´grundteige´´ Rezepten

Quelle: Einleitender-Text - Teig: Absatz In Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. URL: de.wikipedia.org - Lizenz: Creative Commons Attribution/Share Alike

Quelle: Text - Tipp: MEHLVORRÄTE SCHÜTZEN: Verband Deutscher Mühlen e.V. (VDM) URL: www.muehlen.org

Quelle: Texte (Tipps & Tricks: So gelingt der empfindliche Biskuitboden + Tipps & Tricks: Auf Nummer sicher gehen + Suessundselige Tipps & Tricks rund um den Mürbeteig:) - von Anja Beckmann - www.suessundselig.de - Lizenz: Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 4.0 International Lizenz