THE ROLLING STONES

Mick Jagger und Keith Richards
Mick Jagger / Keith Richards
Foto: Larry Rogers

The Rolling Stones  sind eine 1962 gegründete englische Rockband. Die Band zählt zu den langlebigste und kommerziell erfolgreichsten Gruppen in der Rockgeschichte.

Mit ihrer ersten gemeinsamen Band übten Mick Jagger un Keith Richards in den Hinterzimmern der elterlichen Wohnungen und nannten sich „Little Boy Blue and the Blue Boys“.

Einer der Blue Boys war Dick Taylor, der später Mitbegründer der Band The Pretty Things war.

Im März 1962 besuchten Jagger und Richards erstmals einen Jazzclub in Ealing, in dem der Bluesmusiker Alexis Korner mit seiner Band Blues Incorporated auftrat.

Am 7. April 1962 jammten sie auf der Bühne des Jazz-Clubs in Ealing mit Korner.

Über Korner lernten sie den aus Cheltenham stammenden Gitarristen Brian Jones kennen. Jones, der sich damals Elmo Lewis nannte, fiel als Gitarrist besonders durch seine Bottleneck-Technik auf. Im Juni 1962 bemühte er sich intensiv darum, zusammen mit dem Pianisten Ian Stewart eine eigene Band zu gründen.

Er sprach mit Mick Jagger, der Interesse bekundete, in die Band einzusteigen, sofern seine Freunde Richards und Taylor auch dabei wären. Dagegen gab es keine Einwände, so dass sie sich daran machten, ein Repertoire von R & B-Songs einzuüben

Alexis Korners Blues Incorporated spielten inzwischen zweimal wöchentlich im Londoner Marquee Club. Aufgrund eines Aufnahmetermins bei der BBC mussten sie einen für 12. Juli 1962 vereinbarten Auftritt absagen. Als Ersatz vermittelte Alexis Korner die Band um Brian Jones. In der Besetzung Mick Jagger, Keith Richards, Brian Jones, Dick Taylor, Ian Stewart und Tony Chapman kamen die Rolling Stones deshalb an diesem Abend zu ihrem ersten Auftritt im Marquee Club.

Dick Taylor verließ Ende 1962 die Rolling Stones und wurde durch den Bassisten Bill Wyman ersetzt. Auch der Schlagzeuger Tony Chapman schied aus. Im Januar 1963 nahm Charlie Watts, den Jones, Jagger und Richards bereits als Mitglied von Alexis Korners Blues Incorporated kannten, die Stelle des Schlagzeugers bei den Rolling Stones ein. Den ersten Auftritt in dieser Formation hatten die Stones am 14. Januar 1963 im Flamingo Jazz Club in Soho. Inzwischen nannten sie sich The Rolling Stones.

Andrew Loog Oldham, der ehemalige Pressesprecher der Beatles, verschaffte der Band einen Schallplattenvertrag bei Decca und wurde ihr neuer Manager. Noch vor der Veröffentlichung der ersten Single Come On, einer Komposition von Chuck Berry, am 7. Juni 1963, sorgte Oldham dafür, dass Ian Stewart nicht länger Mitglied der Band blieb. Als Pianist und Roadie blieb Ian Stewart den Stones aber bis zu seinem Tod im Jahr 1985 erhalten.

Stones-60er Jahre

Andrew Loog Oldham wollte die Stones als „böse“ Version der Beatles aufbauen und stilisierte sie anfangs als „Droogs“, jugendliche Kriminelle aus Anthony Burgess' Roman A Clockwork Orange. Die erste Langspielplatte The Rolling Stones wurde am 26. April 1964 herausgegeben. In den USA erschien die LP unter dem Titel England’s Newest Hitmakers am 10. Mai 1964. Vom 6. bis 20. Juni 1964 absolvierten die Stones ihre erste USA-Tournee und nahmen auch erstmals Songs in den Chess-Studios in Chicago auf.

Zum Tourneestart wurde in den USA die Eigenkomposition Tell Me als Single veröffentlicht. Jagger und Richards benutzten als Autoren dafür erstmals die Pseudonyme Nanker und Phelge. Mit der am 26. Juni 1964 veröffentlichten Single It’s All Over Now gelangten die Stones erstmals in Großbritannien an die Spitze der Hitparade.

Zu Beginn ihrer Karriere konzentrierten Mick Jagger und Keith Richards ihre musikalische Tätigkeit hauptsächlich auf Bühnen-Auftritte, um ihren Bekanntheitsgrad zu steigern. So bedienten sich die Rolling Stones vornehmlich aus dem Repertoire US-amerikanischer Bluesmusiker wie Muddy Waters, Howlin’ Wolf, Willie Dixon, Robert Johnson, John Lee Hooker und Chuck Berry.

Aus Gründen der Vermarktung wurden Jagger und Richards von Oldham angehalten, vermehrt eigene Lieder zu verfassen. Anfangs komponierten Jagger und Richards fast ausschließlich Balladen wie As Tears Go By, das, von Marianne Faithfull gesungen, Mitte 1964 zu einem Top-10-Hit in Großbritannien wurde. Ihr erstes selbstverfasstes Lied, das in England die Hitparade anführte, war die am 26. Februar 1965 veröffentlichte Single The Last Time, die sich allerdings nahe an den Gospel This May Be the Last Time anlehnt, der zuerst 1954 von The Staple Singers aufgenommen wurde und später (1957) ein großer Hit der Blind Boys of Alabama war. Es folgte (I Can’t Get No) Satisfaction. Damit schafften die Stones den weltweiten Durchbruch (Platz 1 in Großbritannien und den USA). Im gleichen Jahr erreichte mit Get Off Of My Cloud (22. Oktober 1965) ein weiteres Stück den ersten Platz in den britischen und den US-Charts.

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Rolling Stones - Lady Jane(1966)

Galten die Rolling Stones gegenüber den Beatles vornehmlich als bessere Liveband (und umgekehrt als die schlechtere Studio-Band), so wurde ihnen inzwischen auch im Liedschreiben eine ähnliche Qualität wie den Liverpoolern attestiert. Das Album Aftermath aus dem Jahre 1966 enthielt ausschließlich eigene Kompositionen. Seit 1963 waren sie durchgehend auf Konzertreisen, verbrachten nebenher viele Tage und noch viel mehr Nächte in Tonstudios und waren Ende des Jahres 1966 ziemlich ausgebrannt. Besonders dem gesundheitlich angeschlagenen Brian Jones fiel es schwer, den Weg in dem vorgelegten Tempo mitzugehen.

Am 13. Januar 1967 wurde Let’s Spend the Night Together mit der Rückseite Ruby Tuesday herausgebracht. Das am 20. Januar 1967 veröffentlichte Album Between the Buttons erreichte in Großbritannien Platz 3 und in den USA Platz 2 der Charts. Am 20. August 1967 veröffentlichten die Stones We Love You. Der Song beginnt mit Schritten und dem Zuknallen einer Zellentür sowie einem Piano-Intro von Nicky Hopkins.

John Lennon und Paul McCartney sind im Backgroundchor zu hören. Offiziell wurde verkündet, dass es sich bei dem Song um einen Dank der Stones an ihre Fans handelte. Wahrscheinlich verhöhnten sie mit We Love You jedoch wohl eher die einschlägige Boulevardpresse, welche sich an den Razzien und Verhaftungen ergötzte. Beeinflusst von Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band der Beatles und dem Zeitgeist folgend nahmen die Stones ein psychedelisch geprägtes Album auf: Their Satanic Majesties Request.

Jumpin’ Jack Flash, erschienen am 24. Mai 1968, wurde ein weiterer Hit für die Stones. Ende 1968 wurde Beggars Banquet veröffentlicht. Die LP enthält Country Blues, Rhythm and Blues und Rock. Aufgrund der persönlichen Probleme von Jagger, Richards und insbesondere Brian Jones, der infolge seines starken Drogenkonsums schon länger körperlich in keiner guten Verfassung mehr war, hatten die Stones bereits seit mehr als zwei Jahren kein Konzert mehr gegeben. Jones verließ die Band am 8. Juni 1969 auf Drängen von Jagger und Richards. Er plante, eine neue Band zu gründen, doch dazu kam es nicht mehr: Am 3. Juli 1969 ertrank er unter bis heute ungeklärten Umständen in seinem Pool. Das zwei Tage später zur Einführung des neuen Gitarristen Mick Taylor – er kam von John Mayalls Bluesbreakers – geplante Free Concert im London.

Mick Taylor
Mick Taylor

Vor etwa 250.000 Menschen trug Jagger im Gedenken an Brian Jones ein Gedicht von Percy Bysshe Shelley vor, ließ hunderte von Schmetterlingen in die Nachmittagssonne aufsteigen und sang zum ersten Mal live den neuen Nummer-eins-Hit der Stones: Honky Tonk Women.

Im November 1969 wurde Let It Bleed als Nachfolgealbum von Beggars Banquet veröffentlicht. Im selben Monat begann nach zweieinhalbjähriger Bühnenabstinenz eine erfolgreiche US-Tournee. Das Album Get Yer Ya-Ya’s Out beinhaltet Liveaufnahmen dieser Tournee aus New York. Die Eindrücke dieser Tournee wurden durch die Ereignisse auf dem nordkalifornischen Altamont Free Concert vom 6. Dezember 1969 getrübt. Bei diesem kurzfristig umorganisierten Konzert, zu dem etwa 300 000 Menschen kamen und an dem auch Jefferson Airplane, Santana, Crosby, Stills, Nash & Young und die Flying Burrito Brothers teilnahmen, starben vier Menschen. Der 18-jährige Meredith Hunter wurde durch einen der als Ordner angeheuerten Hells Angels direkt vor der Bühne, angeblich in Notwehr, erstochen. Er soll mit einer Pistole in Richtung der Bühne gezielt haben. Dieser Vorfall wird im Rückblick als ein Wendepunkt in der Geschichte der überwiegend friedvollen Love-and-Peace-Generation betrachtet. Ein Film über die US-Tournee wurde durch Albert und David Maysles gedreht und kam unter dem Titel Gimme Shelter in die Kinos.

Anfang der 1970er lief der Plattenvertrag der Rolling Stones mit Decca Records aus. Außerdem trennte sich die Gruppe von Manager Allen Klein. Die Rechtsstreitigkeiten über die Vertragsauflösung mit ihm zogen sich in der Folge über viele Jahre hin. Tatsächlich waren die Rolling Stones in dieser Zeit finanziell schlecht gestellt, da Decca die Rechte an allen bis dahin veröffentlichten Stücken besitzt. Aufgrund der hohen Steuerbelastungen in England verlegten die Rolling Stones ihre Wohnsitze nach Südfrankreich und gründeten ihr eigenes Plattenlabel: Rolling Stones Records – mit der inzwischen weltbekannten roten Zunge als Markenzeichen.

Die Stones-Zunge wurde zum ersten Mal 1971 auf der Innenhülle des Albums Sticky Fingers veröffentlicht. Durch das eigene Plattenlabel wurde eine größere Unabhängigkeit von den großen Plattenfirmen erreicht, und die Rechte aller folgenden Veröffentlichungen lagen bei der Band selbst, wodurch sich die finanzielle Lage der fünf Musiker, vor allem aber der zwei Songschreiber Jagger und Richards, schnell verbesserte. Im April 1971 erschien das von Kritikern gelobte Album Sticky Fingers. Für neue Impulse sorgte der mittlerweile fest in die Band integrierte Mick Taylor. Im Keller der von Keith Richards gemieteten Villa Nellcôte im südfranzösischen Villefranche-sur-Mer begannen wenig später die Aufnahmen zum Doppelalbum Exile on Main St., das im folgenden Jahr in Los Angeles fertig gestellt und veröffentlicht wurde.

 

Die Tourneen der Jahre 1972 (USA) und 1973 (Europa) knüpften an den Erfolg des Doppelalbums an. Am 18. Januar 1973 gaben die Stones im Inglewood Forum (Los Angeles) ein Benefizkonzert für die Opfer des Erdbebens 1972 in Nicaragua. Zur Tournee war das Album Goats Head Soup erschienen. Das Folge-Album war It’s Only Rock ’n’ Roll (1974). 1975 folgte eine weitere, aufwendig gestaltete Tournee. Das von Zuhörern als uninspiriert empfundene Auftreten der Rolling Stones nährte Gerüchte über eine Auflösung der Band. Auf Black and Blue (1976) war erstmals Ron Wood von den Faces dabei.

Ron Wood
Ron Wood

Es folgten die Alben Some Girls 1978, Emotional Rescue 1980, Tattoo You 1981 und Undercover of the Night 1983 mit anschließenden Tourneen. Die Konzerte fanden zumeist nur noch in Stadien statt. 1978 tourten die Stones vom 10. Juni bis zum 26. Juli durch die USA.

Vom 25. September bis 19. Dezember 1981 absolvierten die Rolling Stones die bis dato größte und erfolgreichste Tournee in der Musikbranche; über 2 Millionen Besucher bescherten den Stones einen Verdienst von etwa 50 Millionen Dollar. Das im Juni 1982 veröffentlichte Album Still Life enthält Aufnahmen dieser Tournee. Im Sommer 1982 gab es erstmals seit 1976 auch wieder Auftritte der Band in Europa. Die Konzerte fanden nun auch in Europa erstmals, bis auf die Konzerte in Frankfurt am Main, ausschließlich in Fußballstadien statt. Die Tournee war äußerst erfolgreich (die Tickets für die 6 Konzerte in Deutschland waren binnen eines Tages verkauft, so dass zusätzliche Konzerte stattfanden) und stellte auch in Bezug auf die Zuschauerzahlen neue Bestmarken auf.

In den 1980ern kam es zu massiven Spannungen innerhalb der Band aufgrund von Differenzen zwischen Richards und Jagger, der partout nicht mit den Stones touren wollte (weder zur 1983 veröffentlichten LP Undercover noch anlässlich der 1986er Veröffentlichung Dirty Work), da er sich seiner Solo-Karriere widmen wollte. So veröffentlichte Jagger die Alben She’s the Boss (Februar 1985) und Primitive Cool (September 1987) und machte sich auch mit darauffolgenden Konzerten selbstständig, in deren Verlauf er allerdings hauptsächlich Stones-Stücke spielte.

Das offensichtliche Vorhaben Jaggers, auch als Solo-Künstler zum Superstar zu werden, ließ sich nicht umsetzen. Vor Veröffentlichung des Albums Dirty Work (März 1986) unterzeichneten die Stones bei CBS-Records einen neuen Vertrag,der ihnen 25 Millionen Dollar bescherte. Die meisten Songs auf Dirty Work klingen schroff und manches gewollt unfertig. Richards übernimmt zum ersten Mal auf einem Album bei zwei Liedern den Gesang.

Die Europa-Tournee lief 1990 unter dem Titel Urban Jungle. Die Stones präsentierten ihren Fans erstmals seit langer Zeit auch mehrere Songs aus den 1960er Jahren, wie zum Beispiel Paint It, Black, Ruby Tuesday und 2000 Light Years from Home.

Die Inszenierung der Konzerte mit Kulissenaufbauten, aufblasbaren Puppen, Videowänden und Lichteffekten erreichte neue Dimensionen und stand zumindest gleichwertig neben der Musik. Nachdem der Vertrag mit CBS-Records endete, fanden die Stones in Virgin-Records 1991 (bei einer Gage von umgerechnet 38,1 Millionen Euro) einen neuen Vertriebspartner. 1993 verließ Bill Wyman die Band aus persönlichen Gründen. Auf den folgenden Platten und Tourneen spielte der Bassist Darryl Jones, der allerdings nicht als offizielles Bandmitglied gilt.

Stones live
Bühne der „A Bigger Bang“-Tour
Foto: Egghead06aten.wikipedia

Die Stones setzten ihre Welttourneen fort, während derer sie in riesigen Stadien auftraten. Die Gigantomanie und der Perfektionismus dieser vollständig durchorganisierten Großtourneen erstickten nach Meinung von Kritikern allerdings jegliche Spontanität. Auch die überaus durchgreifende Vermarktung dieser Tourneen (z. B. Sponsoring durch Volkswagen oder American Express) stieß auf Kritik.

Love is strong kündigte als Single-Auskopplung am 4. Juli 1994 die neue LP sowie eine weitere Welttournee an. Voodoo Lounge erschien am 11. Juli 1994 und wurde zu einem der bestverkauften Alben der Stones; die Voodoo-Lounge-Tournee avancierte zur bis dahin erfolgreichsten Tour der Musikgeschichte. Die Bühnenpräsentation setzte neue Maßstäbe: Der Mittelpunkt des Bühnenaufbaus war eine chromblitzende, dem Hals und Kopf einer Kobra nachempfundene, feuerspeiende Säule.

Auf überdimensionalen Videowänden wurden nicht nur die Musiker gezeigt, sondern auch computeranimierte Darstellungen wie etwa der Ritt einer leichtbekleideten Frau auf einer „Stones-Zunge“. Zum Song Honky Tonk Women wurden alte Schwarzweißaufnahmen von Frauen gezeigt, die sich – für damalige Verhältnisse – recht frivol zur Schau stellten. Anfang 1995 erhielt die Band für Voodoo Lounge den neu geschaffenen Grammy Award for Best Rock Album.

Zum 40-jährigen Bestehen begannen die Rolling Stones am 3. September 2002 in Boston die Forty Licks-Tour, die sie wiederum rund um die Welt führte. Am 30. September 2002 erschien die Doppel-CD Forty Licks. Auf dem Album sind erstmals Songs der Stones aus allen Perioden (also auch aus der Decca-Zeit) enthalten; es bietet so einen umfassenden Greatest-Hits-Überblick. Außerdem beinhaltet das Album vier neue Songs. Zum ersten Mal seit den frühen 70er Jahren spielten die Rolling Stones auf der Forty-Licks-Tour nicht nur in Stadien, sondern auch in kleineren Hallen und ausgesuchten Clubs.

Live 2006
Stones - Live 2006
Foto:Severino

Am 5. September 2005 erschien mit A Bigger Bang ihr erstes Studioalbum seit Bridges to Babylon (1997). Die durch Amerika führende Tournee startete am 21. August 2005 in Boston. Das größte Konzert der Stones fand am 18. Februar 2006 in der brasilianischen Stadt Rio de Janeiro statt. Rund 1,2 Millionen Zuschauer drängten sich am Strand des Stadtteils Copacabana vor einer monströsen Bühne. Der Besuch des Konzerts war kostenlos, die Stadt zahlte allerdings 750.000 Dollar für den Auftritt, der zudem durch Sponsorengelder finanziert wurde.

Im Rahmen dieser Tour traten die Stones am 8. April 2006 erstmals in Shanghai (Grand Stage) auf. Vor 8.000 Zuschauern verzichtete die Gruppe auf Bitten der chinesischen Regierung auf das Spielen von Songs mit sexuellem Inhalt (Honky Tonk Women, Brown Sugar, Let’s Spend the Night Together). Der letzte Teil ihrer seit 2005 laufenden A Bigger Bang Tour begann am 5. Juni 2007 in Belgien und endete am 26. August 2007 in London. Mit dieser Tour erwirtschafteten sie mehr als eine halbe Milliarde Dollar. Am 27. Juni 2007 erschien das vier DVDs umfassende Box-Set The Biggest Bang, u. a. mit Aufnahmen der Konzerte in Rio de Janeiro und Austin (Texas).

Der dokumentarische Konzertfilm Shine a Light über die Stones von Regisseur Martin Scorsese eröffnete am 7. Februar die Berlinale 2008 und wurde vom 4. April 2008 an in den Kinos gezeigt. Ebenfalls am 4. April erschien das gleichnamige Album als Soundtrack zum Film. Für das Album Boogie 4 Stu des britischen Pianisten Ben Waters, das dieser zu Ehren des 1985 verstorbenen Ian Stewart initiierte und im Januar 2011 veröffentlichte, nahmen die Rolling Stones zum ersten Mal seit 1991 zusammen mit Bill Wyman ein Lied auf – das Stück Watching the River Flow von Bob Dylan. Die Beiträge von Jagger, Richards, Watts, Wood und Wyman wurden nicht während einer gemeinsamen Sitzung im Studio, sondern getrennt voneinander an verschiedenen Orten aufgenommen; an dem Titel wirkten weitere Musiker mit, unter anderem Ben Waters am Klavier.