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Punk

...,im englischen Sprachraum auch Punk Rock, im deutschen Punk-Rock oder Punkrock, ist eine Stilrichtung der Rockmusik, die Mitte der 1970er Jahre in New York und London zusammen mit der Subkultur des Punk entstanden ist.

Nachdem sich der Punkrock etabliert hatte, entstanden verschiedene Stilrichtungen mit eigenen Subkulturen. Auf Punkkonzerten entwickelte sich mit dem Pogo ein zur Musik passender Tanzstil.

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Stilmerkmale


Ramones
Foto: plismo

Punkrock zeichnet sich durch einfache, jedoch nicht unoriginelle Kompositionen aus, was mit dem Schlagwort drei Akkorde treffend umschrieben wird. Punkbands setzen typischerweise auf die traditionelle Besetzung einer Rockband, bestehend aus ein oder zwei Gitarren, Bass, Schlagzeug und Gesang.

Der Sound ist durch übersteuerte Gitarrenverstärker, hohe Tempi und eine raue Gesangsstimme geprägt. Die Texte sind konfrontativ bis aggressiv, thematisieren die soziale Situation oder transportieren politische oder nihilistische Inhalte.

Instrumentale Intros vor den eigentlichen Songs kommen ebenso wie reine Instrumentalstücke kaum vor. Laut John Holmstrom, einem Karikaturisten des Punk Magazine, war Punkrock „Rock ’n’ Roll von Leuten, die keine großen Fähigkeiten als Musiker hatten, aber trotzdem ein Bedürfnis fühlten, sich durch Musik auszudrücken“

Gesellschaftliche Aspekte

Die Punk-Subkultur ist durch die Ablehnung bürgerlicher Werte und gesellschaftlicher Regeln sowie die Auflehnung dagegen bestimmt. Punkmusik in ihrer Ursprungsform war eine rohe und ungeschliffene Form des Rock ’n’ Roll und grenzte sich damit vom als artifiziell empfundenen Progressive Rock wie auch von der Disco-Kultur ab. Tommy Ramone äußerte in diesem Zusammenhang: „1973 wusste ich: was gebraucht wird, ist reiner Rock ’n’ Roll ohne Bullshit.“

Laut John Holmstrom „musste Punk Rock kommen, da die Rockszene so zahm geworden war, dass Acts wie Billy Joel und Simon and Garfunkel als Rock ’n’ Roll bezeichnet wurden, wohingegen für mich und andere Fans, Rock ’n’ Roll für wilde und rebellische Musik stand.“ Darüber hinaus lehnte die Subkultur auch „den politischen Idealismus und die kalifornische Flower-Power-Albernheit des Hippie-Mythos“ ab, so Musikjournalist Robert Christgau. Patti Smith hingegen äußert in der Dokumentation 25 Years of Punk, dass Hippies und Punks durch eine gemeinsame Anti-Establishment-Mentalität verbunden waren.

Einige Punkmusiker lehnten nicht nur den Mainstream-Rock und die mit ihm verbundene Kultur ab, sondern insbesondere die populärsten Protagonisten der Musikbranche. So proklamierten The Clash: „No Elvis, Beatles or The Rolling Stones 1977“ (Kein Elvis, keine Beatles oder Rolling Stones im Jahre 1977). Das Jahr 1977, der Summer of 77, das mit der Blüte der britischen Punkszene assoziiert wird, sollte sowohl musikalisch als auch kulturell betrachtet ein Jahr Null sein. In diesem Sinne enthielt auch der 1980 aufgenommene und die Zeit retrospektiv behandelnde Song Punk 80 der deutschen Band Artless die Zeilen: „Wir wollten neue Wege gehen / Wir ließen alte Helden stehen“.

Vorläufer des Punk

Die musikalischen Ursprünge des Punk Rock lagen in den rohen Formen des Rock ’n’ Roll der 1950er Jahre, im Garagenrock der 1960er Jahre, im amerikanischen Protopunk sowie im britischen Glam Rock und Pub Rock der frühen 1970er Jahre. Die Einflüsse reichen von den Stooges bis hin zu Roxy Music, die Buzzcocks nannten selbst den experimentellen Psychedelic Rock der deutschen Band Can.

Anfänge des Punk

In vielen Punk-Rock-Abhandlungen wird als Zeitpunkt der Entstehung des Punk das Jahr 1977 genannt. Nach einem medienwirksamen Skandalinterview in der quotenstarken Bill Grundy-Show im englischen Fernsehen im Dezember 1976 wurde die Szene in Großbritannien erfolgreich. In diesem Jahr hatten die Sex Pistols ebenso wie die Ramones und The Clash ihren Durchbruch. Bereits lange vorher schon spielten Garagenbands, insbesondere aus dem Umfeld des CBGB in New York Vorformen des neuen Stils. Die Sex Pistols traten zum ersten Mal im November 1975 auf.

Garagenbands aus der Prä-Punk-Ära spielten einfache, meist kurze Songs, oft auch Uptempo-Coverversionen bekannter Songs. Über das Debütalbum der MC5 beispielsweise schrieb Lester Bangs, dass die meisten Stücke in ihren primitiven drei-Akkord-Strukturen kaum voneinander zu unterscheiden seien. So sind etwa die Hälfte der Songs auf dem ersten Ramones-Album kürzer als zwei Minuten und mit dem im Rock ’n’ Roll üblichen Strophe-Refrain-Schema im 4/4-Takt eingespielt, der Gesang klingt eher nach Schreien als nach Singen. Die folgenden Generationen brachen zum Teil mit diesen Strukturen, für ihre Musik wurden neue Bezeichnungen geprägt.

Weiterentwicklung des Punk

Der programmatische Ansatz der Einfachheit, das Selbstverständnis der genialen Dilettanten als Affront gegen musikalische Virtuosität, bescherte der Punkmusik in ihrer Anfangszeit zwar einen großen Auftrieb, führte in der Folgezeit jedoch dazu, dass sich Musiker mit wenig kreativem Potential der Bewegung anschlossen. Damit ging eine Kommerzialisierung und Vereinnahmung als Modetrend einher. Ende der 1970er, Anfang der 1980er-Jahre spaltete sich der Punk in verschiedene Genres auf, von denen einige die Aggressivität der Musik sowie die Attitüde beibehielten und nach wie vor dem Punk zugeordnet werden, andere sich jedoch so weit von den Ursprüngen entfernten, dass sie nicht mehr als Subgenres des Punk angesehen werden. Im wesentlichen können in der Folge drei Stilrichtungen unterschieden werden:

In dieser Zeit entstanden u. a. der Oi!, eine Musikrichtung, die auch unter Skinheads Anklang findet, der Hardcore-Punk, der Anarcho-Punk, der Folk-Punk der Pogues, der Psychobilly sowie der Death Rock. Death Rock vermischt Punk-Einflüsse mit Glam Rock-Elementen sowie Hard Rock- und Heavy Metal-Elementen. Eine weitere Stilvariante ist der ebenfalls vom Glam Rock beeinflusste Gothic Rock, der jedoch im Gegensatz zum Death Rock auch Elemente des Psychedelic Rock übernommen hat. Einige der neuen Spielarten entstanden, weil die alten Bands der nachfolgenden Generation zu kommerziell, zu stark von den Major Labels beherrscht oder aber nicht radikal genug waren. Einige Bands wandten sich anderen Musikgenres zu, was zu einer Spaltung der Szene und zu Rivalitäten zwischen den Vertretern der verschiedenen Stilrichtungen führte.

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