BLACK SABBATH

Black Sabbath  ist eine englische Heavy-Metal-Band aus Birmingham, die als Mitbegründer dieses Genres sowie als eine prägende Größe des Hard Rocks der frühen 70er Jahre gilt. Der Band wird ein maßgeblicher Einfluss auf die Entwicklung der Rock- und Metalmusik der folgenden Jahrzehnte zugesprochen, ebenso auf die Entstehung des Subgenres Doom Metal und über ihre diabolischen Inhalte indirekt auf den Black Metal.

Geschichte

Im August 1968 spielten die Schulfreunde Osbourne, Iommi, Butler, Ward sowie zwei weitere Musiker aus Birmingham in der Polka Tulk Blues Band, abgekürzt auch Polka Tulk. Als die zwei anderen Bandmitglieder die Gruppe verließen, benannte sich die Gruppe in Earth um. Die Musik war in dieser Zeit besonders von Blues und Jazz dominiert. 1968 und 1969 trat die Band im Vorprogramm von Ten Years After, John Mayall & the Bluesbreakers und Van der Graaf Generator auf und ging auf Tour durch Dänemark und Deutschland. Sie spielte auch mehrfach im Hamburger Star-Club.

Im Dezember 1968 trat Iommi kurzzeitig mit Jethro Tull auf, kehrte aber zur Band zurück. Da bereits eine andere Band namens Earth existierte, entschied man sich für eine weitere Änderung, um Verwechslungen zu vermeiden. Den neuen Namen Black Sabbath adoptierte die Band von einem von Butler geschriebenen Song, den er nicht (wie in der angegebenen Quelle behauptet) nach einem Roman des britischen Autors Dennis Wheatley benannt hatte.

Tatsächlich gibt es keinen Roman namens Black Sabbath von Dennis Wheatley, sondern der Song Black Sabbath wurde von den okkulten Werken des Autors insgesamt inspiriert. Mit dem Namenswechsel ging auch ein Stilwechsel einher. Nach eigenen Angaben habe man gegenüber einem Horrorkino geprobt, als Iommi die Idee gekommen sei, dass man auch Musik machen könne, bei der sich die Zuhörer fürchten. Das in nur zwölf Stunden aufgenommene Debüt Black Sabbath besitzt Sessioncharakter und Bluesrockreferenzen wie etwa lange Gitarrensoli und ineinander übergehende Stücke. Das Album erreichte in Großbritannien die Top 10 und hielt sich in den USA länger als ein Jahr in den Charts. Dort wurde eine Million Exemplare verkauft.

Die zweite LP „Paranoid“ repräsentiert den typischen Sabbath-Stil, der bis heute großen Einfluss auf Rockbands ausübt. In den meisten Stücken dieser Zeit kombinieren Black Sabbath einfache Riffstrukturen mit virtuosen Variationen von Bass und Gitarre und eingängigen Gesangslinien. Sänger Osbourne verzichtet ganz auf zu dieser Zeit bei Rockbands beliebte Bluesrockelemente. Sein klanglich eintöniger aber melodiöser Gesang besitzt einen hohen Wiedererkennungswert. Mit „Paranoid“, dem Titelstück der gleichnamigen LP, gelangte Black Sabbath weltweit in die Single-Charts.

Paranoid wurde schließlich zum größten Hit der Band und erreichte Platz eins in Großbritannien. In den USA wurde das Album vier Millionen mal verkauft. Die Alben „Master of Reality“, „Volume 4“ und „Sabbath Bloody Sabbath“ erreichten ebenfalls alle die Top 10 in Großbritannien. „Sabbath Bloody Sabbath“, „Sabotage“ und „Technical Ecstasy“ führten den klassischen Sound weiter in einen künstlerisch ausgefeilteren Bereich. Zu den bekannten Stilmitteln kamen Keyboard, Synthesizer und Blasinstrumente. Die Bluesrockwurzeln verschwanden dabei immer mehr.

Im Oktober 1977 verließ Osbourne die Band. Als Ersatz trat der ehemalige Sänger der Bands Savoy Brown und Fleetwood Mac, Dave Walker der Band bei und wirkte bei einigen Konzerten, nicht jedoch bei Albumaufnahmen mit. Nach nur drei Monaten kehrte Osbourne jedoch zurück und nahm mit der Band das Album „Never Say Die“ auf. Im Januar 1979, als Black Sabbath in Los Angeles vergeblich versuchten, ein neues Album aufzunehmen, wurde er dann von der Band entlassen. Auf der Tour zu „Heaven and Hell“ (1980) popularisierte der Sänger Ronnie James Dio, der die Nachfolge von Osbourne angetreten hatte, die „Mano cornuta“, das Handzeichen, das sich zu einem der Identifikationsmerkmale der Metal-Szene entwickelte.

Bedeutende Alben:
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Paranoid


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Heaven%Hell


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Während dieser Tour verließ der Schlagzeuger Bill Ward die Band, da seine Eltern kurz hintereinander verstorben waren und er mit Alkoholproblemen zu kämpfen hatte. Er wurde durch Vinny Appice ersetzt, der auch das zweite Album mit Dio, „Mob Rules“, mit einspielte. 1982 wurde noch das Live Album „Live Evil“ veröffentlicht, allerdings kam es zu immer größeren Spannungen zwischen der Band, die sich in zwei Lager (bestehend aus Geezer Butler/Tony Iommi und Ronnie James Dio/Vinny Appice) aufgeteilt hatte. Ein Weiterarbeiten war so nicht mehr möglich und die Band trennte sich von Dio und Appice.

Als neuen Sänger nahm man den ehemaligen Deep Purple-Frontmann, Ian Gillan, auf. In dieser Zeit veröffentlichte man das Album Born Again für welches auch Schlagzeuger Bill Ward in die Band zurückkehrte. Das Album wurde von Kritikern schlecht beurteilt, da Gillans eher am Blues orientierter Gesang nicht zur Band passe, kam aber bis auf Platz 4 der englischen und Platz 39 der US-Charts.

Dieses Line-Up zerbrach wieder, als Gillan wegen der Reunion von Deep Purple im Jahr 1984 ausstieg. 1986 folgte als neuer Sänger Glenn Hughes, mit dem das Album Seventh Star aufgenommen wurde.Am Bass war Dave Spitz und am Schlagzeug der spätere Kiss-Schlagzeuger Eric Singer. Dem Album war kein großer Erfolg beschert. Danach gab es wieder mehrere Besetzungswechsel. Sänger Glenn Hughes wurde durch Ray Gillen ersetzt, ebenso wie Bev Bevan in die Band zurückkehrte. Während der Aufnahmen für das nächste Album, „The Eternal Idol“, wurde Bassist Spitz entlassen und durch Bob Daisley ersetzt.

Nachdem die Aufnahme abgeschlossen waren, verließ Ray Gillen die Band und wurde durchden Sänger Tony Martin ersetzt, der den Gesang noch einmal neu aufnahm. Für das Album „Headless Cross“ spielte Laurence Cottle die Basslinien ein; zudem übernahm Cozy Powell das Schlagzeug. Cozy Powell brachte nun den Bassisten Neil Murray in die Band ein. In dieser Besetzung konnte die Band im Jahr 1990 mit dem Album „Tyr“ erneut einen Erfolg verbuchen.

Trotz dieses Erfolges entließ Iommi im Anschluss Martin, Murray, Powell und Nicholls, um den Weg für eine Wiedervereinigung mit den ehemaligen Mitgliedern Ronnie James Dio und Vinny Appice sowie dem Gründungsmitglied Geezer Butler zu ebnen. In dieser Besetzung nahm die Band 1992 das Album „Dehumanizer“ auf, das sich stark am Black Sabbath-Stil der 70er Jahre orientierte. Zu diesem Zeitpunkt befand sich Ozzy Osbourne auf seiner ersten Abschiedstour.

Für die beiden letzten Konzerte in Costa Mesa, Kalifornien, wollte er gemeinsam mit seinen ehemaligen Kollegen von Black Sabbath auftreten. Verträge wurden ausgehandelt, allerdings weigerte sich Dio aus persönlichen Gründen, die Bühne mit Ozzy zu teilen. Dio verließ die Band daraufhin. Iommi setzte die Arbeit mit Butler, dem zurückgekehrten Tony Martin und dem Schlagzeuger Bobby Rondinelli fort. Diese neue Besetzung nahm das Album „Cross Purposes“ (1994) und das darauffolgende Live-Album „Cross Purposes Live“ (1995) auf.

 

Für die Ozzfest-Tour 1997 konnte Iommi schließlich die ursprüngliche Besetzung von Black Sabbath mit Ausnahme von Bill Ward (statt dessen spielte Mike Bordin Schlagzeug) wiedervereinigen. Aber als Black Sabbath mit Iommi, Osbourne und Butler auch in England spielen wollten, wurde auch Ward überzeugt, wieder mitzumachen. So spielte Black Sabbath 1997 die ersten beiden Konzerte nach ihrer Wiedervereinigung in ihrer Heimatstadt Birmingham im National Exhibition Stadion. Aus diesen Konzerten entstand das Live-Album „Reunion“, das im darauf folgenden Jahr veröffentlicht wurde.

Im Jahr 2005 erfolgte eine weitere Tournee der Original-Besetzung. Dabei beschränkte sich die Band bei ihren Auftritten auf Lieder von den ersten fünf Studio-Alben. Im November desselben Jahres wurden Black Sabbath in die UK Music Hall of Fame, 2006 dann in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

Ronnie James Dio, Tony Iommi, Geezer Butler und Vinny Appice (die Besetzung des Albums „Mob Rules“ von 1981 und „Dehumanizer“ von 1992) waren im Jahr 2007 unter dem Namen „Heaven and Hell“ auf Tour. Gespielt wurden ausschließlich Lieder der drei Alben der Dio-Ära und des neuen Best-Of Albums. Im Jahr 2009 erschien in dieser Besetzung ein neues Studioalbum namens "The Devil You Know" und die Band ging erneut auf Welttournee, wo sie unter anderem auch auf dem bekannten Wacken Open Air auftrat.

Am 16. August 2011 wurde das Gerücht verbreitet, dass die Originalbesetzung für eine Wiedervereinigung zurückgekehrt ist. Tony Iommi verneinte die Gerüchte am 17. August 2011 auf seiner offiziellen Seite.

Einfluss auf andere Bands

Black Sabbath gilt als einer der großen Wegbereiter des Heavy Metal und auch viele Rockbands zählen die Musik von Black Sabbath zu ihren Einflüssen, u.a. Alice in Chains, Anthrax, Foo Fighters, Guns N' Roses,Iron Maiden, Judas Priest, Manowar, Megadeth, Metallica, Slayer, Venom, u.a.