www.berlinchecker.de

Ist es denn nicht egal, welcher Reiniger sich im Scheibenwaschtank befindet?

Keineswegs.

Ähnlich wie bei Reifen bietet der Handel auch für die Waschanlage unterschiedliche Spezialisten für Sommer und Winter an.
Der eine enthält Frostschutz, verhindert ein Wiedervereisen der Scheibe und ist besonders wirksam gegen Streusalzsuppe. Leider richtet er kaum etwas gegen fettige Insektenleichen oder Blütenpollen aus.

Dafür braucht es einen speziellen Sommer-Scheibenreiniger.
Den gibt es im Handel als Konzentrat, das mit der hundert- bis zweihundertfachen Menge Wasser verdünnt werden muss. Oder als Fertigmischung, die problemlos aus dem Kanister in den Waschtank gefüllt wird.

Weiches Wasser, hohe Reinigungswirkung

Wie bei der Waschmaschine gilt auch für die Scheibenwaschanlage: Je weicher das Wasser, desto besser die Reinigungswirkung. Deshalb sollten Autofahrer in Gegenden mit hartem Wasser – die Werte stehen auf der Rechnung vom Wasserwerk – lieber destilliertes oder entmineralisiertes Wasser verwenden.
Das verhindert, das sich Kalk im Behälter ablagert oder die empfindlichen Düsen verstopft.

Keinen Geschirrspüler verwenden

Vorsicht auch vor falscher Sparsamkeit: Wer meint, auf spezielle Scheibenreiniger verzichten und stattdessen Geschirrspülmittel nehmen zu können, hat seine Rechnung ohne die Chemie gemacht.
Denn Spülmittel wirken stark entfettend, schädigen so Lack, Fenstergummis und die Wischerblätter.

Außerdem greifen die darin enthaltenen Wirkstoffe oftmals Kunststoffe wie Polycarbonat an, aus denen heutzutage nahezu alle Scheinwerfer-Abdeckscheiben bestehen.
Die vergilben und bekommen mikrofeine Risse, die sich nicht mehr wegpolieren lassen.

Der richtige Zeitpunkt zum Wechsel auf den Sommerreiniger ist der gleiche wie bei den Reifen: Wenn kein Frost mehr zu befürchten ist, sollte die Scheibenwaschanlage so weit wie möglich entleert und anschließend mit dem Sommer-Produkt neu befüllt werden.
Dann gibt es gute Sicht - auch nach starkem Insekten-Beschuss.